Modell
zur archivischen Bewertung der
Liegenschaftskatasterunterlagen
im Freistaat Sachsen
Bearbeitet von
Frank Lehmann und Peter Stickl
Sächsisches Staatsarchiv
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
unter Mitarbeit von
Dr. Nils Brübach, Sächsisches Staatsarchiv
Dr. Gerald Kolditz, Sächsisches Staatsarchiv
Dr. Burkhard Nolte, Sächsisches Staatsarchiv
Jens Riedel, Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung
Katja Wurlitzer, Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung
Erstellt am
19.03.2015
von
Dr. Nils Brübach
Frank Lehmann
Zuletzt geändert
am
13.10.2020
von
Frank Lehmann
Version
1.0
Status
Endversion (Oktober 2020)

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
Seite 2 von 9
Änderungshistorie
Datum
Autor
Version
Status
Änderungen
19.03.15 Dr. Nils Brübach
Frank Lehmann
0.1
In Bearbeitung Erstellung Entwurf
07.05.15 Dr. Burkhard Nolte
0.2
In Bearbeitung Redaktionelle und Inhaltli-
che Ergänzungen
12.05.15 Dr. Gerald Kolditz
0.3
In Bearbeitung Redaktionelle und Inhaltli-
che Änderungsvorschläge
sowie Fragestellungen
29.03.16 Dr. Burkhard Nolte
0.4
In Bearbeitung Redaktionelle und Inhaltli-
che Ergänzungen
30.03.16 Dr. Nils Brübach
0.5
In Bearbeitung Textergänzungen sowie
geringfügige Korrekturen
05.08.16 Dr. Burkhard Nolte
0.6
In Bearbeitung Redaktionelle und Inhaltli-
che Ergänzungen
30.08.16 Dr. Nils Brübach
Frank Lehmann
0.7
In Bearbeitung Inhaltliche Ergänzungen
04.03.19 Frank Lehmann
0.8
In Bearbeitung Inhaltliche Ergänzungen
28.03.19
15.04.19
Jens Riedel
Frank Lehmann
1.0
In Bearbeitung Inhaltliche Anpassungen
15.04.19 Dr. Nils Brübach
Frank Lehmann
Jens Riedel
Katja Wurlitzer
1.0
Vorläufige
Endversion
30.09.19 Frank Lehmann
1.0
Vorläufige
Endversion
Redaktionelle Anpassung
13.10.20 Frank Lehmann
1.0
Endversion
Redaktionelle Anpassung
Anlagen 4.1 u. 4.2: Bewertungsmodell, Unterlagenübersicht (2. Entwurf)
19.05.16 Peter Stickl
0.5
In Bearbeitung Erstellung
16.06.16 Frank Lehmann
0.6
In Bearbeitung Revision
15.04.19 Frank Lehmann
1.0
Endversion

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
Seite 3 von 9
Inhaltsverzeichnis
1.
Ziel, Inhalt und Erarbeitung des Bewertungsmodells ..................................... 4
2.
Regelungen für die Aufbewahrung, Aussonderung und Anbietung von
Liegenschaftskatasterakten, Antrags- und sonstigen Unterlagen mit
vermessungsbezogenem Inhalt durch die unteren Vermessungsbehörden
und den GeoSN an das Sächsische Staatsarchiv ............................................ 6
2.1
AUFBEWAHRUNG UND SCHLIEßUNG........................................................................ 6
2.2
ARCHIVWÜRDIGKEIT .............................................................................................. 6
2.3
AUSSONDERUNG UND ANBIETUNGSPFLICHT............................................................ 6
2.4
ANBIETUNG UND ÜBERGABE AN DAS SÄCHSISCHE STAATSARCHIV .......................... 7
2.5
DIGITALISIERTE LIEGENSCHAFTSKATASTERUNTERLAGEN ........................................ 8
2.6
VERNICHTUNG ODER LÖSCHUNG ............................................................................ 8
2.7
NUTZUNG IM SÄCHSISCHEN STAATSARCHIV ............................................................ 8
3.
Bewertungsvorgaben für die Liegenschaftskatasterunterlagen
in den Grenzen des Freistaats Sachsen ........................................................... 9
4.
Anlagen
4.1
BEWERTUNGSMODELL
4.2
ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN UNTERLAGEN DES BEWERTUNGSMODELLS
4.3
LITERATUR UND RECHTSVORSCHRIFTEN
4.4
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
4.5
BEISPIEL EINES ANBIETUNGSVERZEICHNISSES

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
Seite 4 von 9
1.
Ziel, Inhalt und Erarbeitung des Bewertungsmodells
Liegenschaftskatasterunterlagen, dazu zählen Liegenschaftskatasterakten und Antragsunterlagen
nach der VwVLika sowie weitere Unterlagen mit vermessungsbezogenem Inhalt, dokumentieren in
Sachsen seit den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts Fläche, Umfang und Besitz an Grund und
Boden. Sowohl für Zwecke der Rechtssicherung und Rechtswahrung, der Besteuerung sowie der
Bodenabschätzung, wie auch für Zwecke der historischen, insbesondere landeskundlichen For-
schung kommt den Unterlagen der staatlichen Vermessungsverwaltung eine herausgehobene Be-
deutung zu.
Im Zuge der im Jahre 2008 im Freistaat Sachsen umgesetzten Funktional- und Verwaltungsreform
gingen die bis dato bestehenden staatlichen Vermessungsämter als untere Vermessungsbehörden
(uVB) in die Zuständigkeit der kommunalen Gebietskörperschaften über. Die in den uVB lagern-
den, bis zur Verwaltungsreform entstandenen und fortgeführten Liegenschaftskatasterakten gelten
jedoch nach wie vor als staatliches Schriftgut, sie sind daher dem Sächsischen Staatsarchiv (StA)
anzubieten.
Bereits im Jahr 2004 hatte der heutige Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung
(GeoSN) mit einer breit angelegten Digitalisierung des Kartenwerks der Liegenschaftskatasterak-
ten begonnen. Sie verfolgt das Ziel, durch eine systematische Digitalisierung auch der älteren Lie-
genschaftskatasterkarten und ihrer Georeferenzierung ein einheitlich digitales Zugangs- und Nut-
zungssystem für die Informationen der Liegenschaftskatasterakten aufzubauen. Nach der Digitali-
sierung, in die auch bereits im StA verwahrte Liegenschaftskarten systematisch einbezogen wer-
den, soll die Nutzung der analogen Originale nur noch in wenigen, klar umrissenen Ausnahmefäl-
len erforderlich sein. Damit kann die Aussonderung, Anbietung und Abgabe der archivwürdigen
Anteile der Liegenschaftskatasterakten und insbesondere die fachgerechte und mit Blick auf den in
Folge intensiver Nutzung in den uVB teilweise bedenklichen Erhaltungszustand dringend notwen-
dige Sicherung und sachgerechte, dauerhafte Aufbewahrung der bis in die erste Hälfte des 19.
Jahrhunderts zurück reichenden Originale im Zusammenhang der bereits im Staatsarchiv verwahr-
ten Überlieferung nunmehr in den Mittelpunkt rücken.
Das vorliegende Bewertungsmodell wurde entwickelt, um für alle Beteiligten – die uVB, den
GeoSN und das StA – Klarheit und Transparenz zu schaffen, welche Unterlagengruppen des Lie-
genschaftskatasters auf Grund der dem StA gemäß § 5 Abs. 6 des Archivgesetzes für den Frei-
staat Sachsen (SächsArchivG)
1
zustehenden Entscheidungshoheit als Archivgut dauerhaft über-
nommen werden, und welchen Unterlagen das StA keine Archivwürdigkeit beimisst. Mit dem Mo-
dell soll ein effizientes Verfahren für die Aussonderung und Abgabe der als archivwürdig bewerte-
ten Unterlagen etabliert werden.
Mit der Erarbeitung des vorliegenden Bewertungsmodells wurde im Jahr 2014 durch eine gemein-
same Arbeitsgruppe des Sächsischen Staatsarchivs und des Staatsbetriebes Geobasisinformation
und Vermessung begonnen. Die Ergebnisse der zuvor bestehenden „AG Vermessung“ von
GeoSN und StA bildeten dafür die fachliche Basis. Die im Modell getroffenen Bewertungsfestle-
gungen beziehen sich v.a. auf die nach Ziffer 13.1. und 13.2 der VwVLika
2
anzubietenden Unterla-
gen. Die von 2006 bis 2008 erstellten Vorarbeiten zu Aussonderungsbestimmungen für Unterlagen
der Vermessungsverwaltung flossen dabei ein. Auf dieser Grundlage konnte bereits für einige Un-
terlagen eine unbefristete Vernichtungsgenehmigung erteilt werden. In diesem Zusammenhang
wurde das vom Landesarchiv Baden-Württemberg erarbeitete Bewertungsmodell für Unterlagen
der staatlichen Vermessungsverwaltung in Baden-Württemberg (Stand: November 2013) im Hin-
1
Archivgesetz für den Freistaat Sachsen (SächsArchivG) vom 17. Mai 1993 (SächsGVBL. Seite 449, zuletzt geändert durch
Artikel 25 des Gesetzes vom 26. April 2018.
2
Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Führung des Liegenschaftskatasters (Liegenschafts-
katastervorschrift – VwVLika) vom 3. Juli 2019

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
Seite 5 von 9
blick auf eine Übertragung und Nachnutzung für die Bewertung von Unterlagen der Vermessungs-
verwaltung im Freistaat Sachsen herangezogen.
In Anbetracht dessen, dass ein großer Anteil der Liegenschaftskatasterunterlagen als archivwürdig
angesehen wird und für die Kartenwerke eine vollständige Archivwürdigkeit gegeben ist, war für
die archivische Bewertung der Fortführungsnachweise, Fortführungsakten, Veränderungsnachwei-
se und vergleichbaren Unterlagen sowie der Flurbücher, Besitzstandsbücher und ähnlichen Unter-
lagen nach Ziffer 13.1 Abs. 1 Buchstabe a) und b) der VwVLika ein Vorort-Termin in einer unteren
Vermessungsbehörde, konkret: in Döbeln, notwendig. Im Rahmen des Vorort-Termins wurden
dem StA sämtliche Unterlagengruppen einschließlich der dazugehörigen Nachweissysteme (z. B.
Karteikarten) beispielhaft vorgelegt. Darüber hinaus wurde eine Autopsie der Räume, in denen die
Unterlagen verwahrt werden, ermöglicht.
Die Erarbeitung des Bewertungsmodells erfolgte in mehreren Schritten. Zunächst diente die vor-
handene Literatur zur Entwicklung des Grundsteuer- und Vermessungswesens als Ausgangsbasis
für eine möglichst vollständige Ermittlung der Vermessungsunterlagen. Um eine möglichst präzise
Einordnung und Beschreibung der Unterlagentypen vornehmen zu können, war eine grundlegende
Konsultation der Rechtsvorschriften der Vermessungsverwaltung (Gesetze, Ausführungsverord-
nungen usw.) seit dem 19. Jahrhundert unabdingbar. Eine erste vorliegende Fassung wurde dem-
entsprechend überarbeitet und aktualisiert. In mehreren Dienstberatungen zwischen GeoSN und
StA konnten der Aufbau, die Struktur und die Ausgestaltung des Bewertungsverzeichnisses defi-
niert, die Überlieferung im Hauptstaatsarchiv Dresden analysiert und Bewertungsfestlegungen ab-
gestimmt werden. Das Ergebnis ist in Anlage 4.1 dokumentiert. Aufgrund der Fülle der zu einzel-
nen Unterlagengruppen ermittelten Informationen, die u.a. zur Provenienz, Entstehungsgeschichte
sowie zur Klassifizierung Auskunft geben, entstand als zusätzliche ergänzende Übersicht Anlage
4.2.

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
Seite 6 von 9
2.
Regelungen für die Aufbewahrung, Aussonderung und Anbietung
von Liegenschaftskatasterakten, Antrags- und sonstigen Unterla-
gen mit vermessungsbezogenem Inhalt durch die unteren Vermes-
sungsbehörden und den GeoSN an das Sächsische Staatsarchiv
2.1
Aufbewahrung und Schließung
Die Unterlagen des Liegenschaftskatasters sind durch die uVB sorgfältig, sicher, geordnet und vor
einem unberechtigten Zugriff Dritter geschützt aufzubewahren. Die uVB erfassen die Unterlagen in
einem Anbietungsverzeichnis (gemäß § 5 Abs. 3 SächsArchivG) durch Ergänzung der Spalten in
Anlage 4.1. Sobald die Liegenschaftskatasterakten einer uVB digitalisiert wurden, mit der Kenn-
zeichnung DMS versehen und die analogen Liegenschaftsakten für den laufenden Geschäftsbe-
trieb nicht mehr benötigt werden, wird die Schließung der Liegenschaftskatasterakten durch den
Leiter der uVB verfügt und dem GeoSN angezeigt.
Die Verwahrungsfrist für die Liegenschaftskatasterunterlagen beträgt zehn Jahre. Sie beginnt mit
Ablauf des Jahres, in dem die Schließung verfügt wurde. Die Verwahrungsfrist kann auf Antrag der
uVB durch den GeoSN verlängert werden, wenn die Liegenschaftskatasterakten in analoger Form
für die Wahrnehmung der Aufgaben des amtlichen Vermessungswesens weiterhin benötigt wer-
den. GeoSN setzt das StA über die Verlängerung der Verwahrungsfrist in Kenntnis.
2.2
Archivwürdigkeit
Archivwürdig sind Unterlagen, denen ein bleibender Wert für Gesetzgebung, Rechtsprechung,
Regierung und Verwaltung, für Wissenschaft und Forschung oder für die Sicherung berechtigter
Belange betroffener Personen und Institutionen oder Dritter zukommt (§ 2 Abs. 3 SächsArchivG).
In dem vorliegenden Bewertungsmodell sind die Teile der Liegenschaftskatasterunterlagen, die
archivwürdig sind, entsprechend gekennzeichnet.
Die Vermessungsverwaltung kann weitere Teile der Liegenschaftskatasterunterlagen als archiv-
würdig vorschlagen, wenn diese für die Besitz- und Rechtsverhältnisse des Freistaates Sachsen
sowie der Landkreise und Gemeinden, der sonstigen öffentlich rechtlichen Körperschaften, Anstal-
ten und Stiftungen, der Kirchen und Religionsgemeinschaften im Freistaat Sachsen von wesentli-
cher Bedeutung sind. Hiervon ist insbesondere dann Gebrauch zu machen, wenn sich Liegen-
schaftskatasterakten auf im Grundbuch nicht eingetragene Grundstücke beziehen.
2.3
Aussonderung und Anbietungspflicht
Zur Planung, Steuerung und Abstimmung der Aussonderungen und Anbietungen zwischen der
Vermessungsverwaltung und dem StA erstellt der GeoSN einen Aussonderungs- und Anbietungs-
plan, in dem jeweils einzeln zu den uVB und gegliedert nach Blöcken, welche durch den vermes-
sungstechnischen funktionalen Zusammenhang bestimmt sind, die voraussichtlichen Aussonde-
rungstermine und der Umfang der anzubietenden Liegenschaftskatasterunterlagen aufgeschlüsselt
sind. Der Aussonderungs- und Anbietungsplan wird innerhalb der Verwahrungsfrist erstellt und mit
dem StA abgestimmt.
Nach Ablauf der Verwahrungsfrist nehmen die unteren Vermessungsbehörden unter Zugrundele-
gung des Aussonderungs- und Anbietungsplanes die Aussonderung vor und bieten diese Unterla-
gen nach § 5 Abs. 1 u. 3 SächsArchivG über den GeoSN dem StA zur Übernahme an. Die Anbie-
tungspflicht erstreckt sich auf alle Liegenschaftskatasterakten und sonstige Unterlagen, die vor
dem 1. August 2008 entstanden sind. Gemäß § 5 Abs. 2 SächsArchivG sind auch die Unterlagen
anzubieten, die dem Datenschutz und der Geheimhaltung unterliegen soweit Bundes- oder Lan-
desrecht nichts anderes bestimmt sowie Unterlagen, die personenbezogene Daten enthalten, wel-
che nach Bundes- oder Landesrecht gesperrt, gelöscht oder vernichtet werden müssten oder
könnten. Für diese Unterlagen ist im Anbietungsverzeichnis und im Ablieferungsnachweis die
Rechtsnorm anzugeben, die die Sperrung, Löschung oder Vernichtung bestimmt.

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
Seite 7 von 9
Unterlagen mit Daten, deren Speicherung unzulässig war, sind im Anbietungsverzeichnis und im
Ablieferungsnachweis besonders zu kennzeichnen. Sofern das StA eine unbefristete Vernich-
tungsgenehmigung für bestimmte Unterlagen erteilt hat, können diese ohne weitere Anbietung an
das StA vernichtet werden.
Liegenschaftskatasterakten in elektronischer Form unterliegen ebenfalls der Anbietungspflicht
.
Unterlagen, die teilweise in analoger und teilweise in elektronischer Form (hybrid) geführt wurden,
sind dem StA unter Hinweis auf die hybride Form vollständig und gleichzeitig anzubieten.
Ist in Ausnahmefällen eine Aussonderung aus Sicht der uVB nach Ablauf der Verwahrungsfrist
nicht möglich, so sind die dafür maßgeblichen Gründe von der Leitung der uVB aktenkundig zu
machen und dem GeoSN mitzuteilen. Die Leitung der Aussonderung obliegt einem vom Leiter der
uVB dazu bestimmten, besonders zuverlässigen und geeigneten Bediensteten.
2.4
Anbietung und Übergabe an das Sächsische Staatsarchiv
Die uVB als anbietungspflichtige Stelle übersendet ein Anbietungsverzeichnis, das auf Grundlage
von Anlage 4.1 zu erstellen ist, in elektronischer Form. Im Einvernehmen mit dem StA kann von
der Form des Anbietungsverzeichnisses abgewichen werden, insbesondere dann, wenn Verfahren
zur automatisierten Auswahl der dem StA anzubietenden bzw. zu übergebenden Unterlagen ein-
geführt sind.
Zur Feststellung der Archivwürdigkeit ist dem StA auf Wunsch Einsicht in die Unterlagen selbst
sowie alle Hilfsmittel zu ihrer Verwaltung zu gewähren (§ 5 Abs. 6 Satz 2 SächsArchivG).
Das StA stellt anhand des vorliegenden Bewertungsmodells abschließend fest, welchen Unterla-
gen Archivwürdigkeit zukommt (§ 5 Abs. 6 SächsArchivG). Die archivwürdigen Unterlagen sind
dem StA spätestens sechs Monate nach Mitteilung der Bewertungsentscheidung zu übergeben.
Bei der Übergabe ist den Unterlagen ein Ablieferungsnachweis in elektronischer Form beizufügen,
das nach Blöcken zu gliedern ist, welche durch den vermessungstechnischen funktionalen Zu-
sammenhang (unter Angabe der Gemarkung) bestimmt sind und aus dem aufgeschlüsselt nach
Unterlagenarten (bei Liegenschaftsbüchern und Beiakten der Bandzahl, bei Katasterkarten zusätz-
lich unter Angabe der Blattzahl und der Zahl der Mappen bzw. Kartenhülsen) der tatsächliche Um-
fang der abzugebenden Unterlagen hervorgeht. Im Einvernehmen mit dem StA kann von der Form
des Ablieferungsnachweises abgewichen werden.
Hat sich das StA binnen sechs Monaten zur Archivwürdigkeit der angebotenen Unterlagen nicht
geäußert, entfällt die Verpflichtung zur weiteren Aufbewahrung gemäß § 5 Abs. 6 SächsArchivG.
An den Unterlagen dürfen keine Veränderungen vorgenommen werden, insbesondere dürfen Be-
standteile nicht entfernt oder umsortiert werden. Die ausgesonderten Unterlagen dürfen nicht aus
ihren ursprünglichen Aktenumschlägen, Mappen, Kartenhülsen oder dergleichen herausgenom-
men werden. Ältere Aufschriften sind beizubehalten.
Den Transport führt die abgebende Stelle im Einvernehmen mit dem StA auf ihre Kosten durch.
Der Zeitpunkt der Anlieferung ist sechs Wochen vorher mit dem StA abzustimmen, das der abge-
benden Stelle den Anlieferungsort benennt.
Zuständige Dienststellen des StA sind für die uVB mit Sitz in den Landkreisen bzw. den kreisfreien
Städten
a) Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, Stadt Chemnitz, Vogtlandkreis, Zwickau: das Staatsarchiv
Chemnitz (Abteilung 4 des StA),
b) Bautzen, Görlitz, Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Stadt Dresden: das Haupt-
staatsarchiv Dresden (Abteilung 2 des StA),
c) Stadt Leipzig, Landkreis Leipzig, Nordsachsen: das Staatsarchiv Leipzig (Abteilung 3 des
StA).

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
Seite 8 von 9
Werden im StA nach der Abgabe Unterlagen ermittelt, die zuvor nicht angeboten oder als nicht
archivwürdig bewertet worden waren, werden diese an die uVB zurück gegeben, die sie abgege-
ben hat. Die Kosten für den Rücktransport trägt die uVB, die sie abgegeben hat.
2.5
Digitale Liegenschaftskatasterunterlagen
Die digitalen Unterlagen des Liegenschaftskatasters und dazugehörige Metadaten sind dem StA
ebenfalls anzubieten. Die Anbietung erfolgt zentral über den GeoSN.
Das StA kann auf die Übernahme von analogen Liegenschaftskatasterakten verzichten und an
Stelle dessen die entsprechenden Digitalisate übernehmen, wenn die analogen Liegenschaftska-
tasterakten so geschädigt sind, dass ihre dauerhafte Sicherung, Restaurierung und Konservierung
nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich ist. Näheres regeln das StA und GeoSN
einvernehmlich.
2.6
Vernichtung oder Löschung
Wird die Archivwürdigkeit verneint, so hat die anbietende Stelle die Unterlagen auf ihre Kosten
datenschutzgerecht zu vernichten oder zu löschen, wenn weder Rechtsvorschriften noch schutz-
würdige Belange der Betroffenen entgegenstehen. Über die Vernichtung ist ein Nachweis zu ferti-
gen, der 30 Jahre aufzubewahren ist (§ 5 Abs. 7 SächsArchivG).
2.7
Nutzung im Sächsischen Staatsarchiv
Nach erfolgter Übergabe der Liegenschaftskatasterunterlagen an das StA stehen diese zunächst
für eine Nutzung und Einsichtnahme nicht zur Verfügung, da diese archivfachlich aufgearbeitet
werden müssen. Der GeoSN räumt dem Staatsarchiv die Möglichkeit eines Zugriffes auf das von
ihm realisierte Dokumentenmanagementsystem der digitalisierten Unterlagen des Liegenschafts-
katasters zum Zwecke der archivischen Nutzung ein. Eine Ausleihe von an das StA abgegebenen
Liegenschaftskatasterunterlagen an die uVB ist nur dann möglich, wenn durch den GeoSN festge-
stellt wird, dass die vorliegenden Digitalisate für die Zwecke des Vermessungswesens nicht geeig-
net sind.

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
Seite 9 von 9
3.
Bewertungsvorgaben für die Liegenschaftskatasterunterlagen
in den Grenzen des Freistaats Sachsen
Für die Gewährleistung einer fundierten archivischen Bewertung der Überlieferungslage von Ver-
messungsunterlagen auf dem heutigen Gebiet des Freistaates Sachsen sind sowohl grundlegende
Kenntnisse über die Entwicklung des Vermessungswesens, als auch dessen Verflechtung mit der
Grundsteuererhebung, der Führung des Grundbuches, als auch der Dokumentation der Bodennut-
zung, notwendig. Neben dem Wissen über die Entstehung und die Veränderungen der Behörden-
strukturen der staatlichen Vermessungsverwaltung gehören Informationen über die praktische
technische Realisierung der Vermessungsarbeiten dazu, um ein Verständnis über die Funktion
und Ausprägung der entstandenen diversen Unterlagengruppen (Karten-, Buch- und Zahlenwerk)
in einem großen zeitlichen Rahmen und unterschiedlichen Ausprägungen (auch ehemals preußi-
sche und thüringische Landesteile) zu entwickeln. Im Ergebnis soll eine in sich geschlossene und
repräsentative Überlieferung mit einem hohen Informationswert geschaffen werden, die nicht nur
die Arbeit der Vermessungsverwaltung dokumentiert, sondern der rechtlichen Bedeutung der Un-
terlagen Rechnung trägt und für die historische Orts-, Wirtschafts- und Sozialgeschichtsforschung
wertvolle Quellen bietet.
Ausgehend von den ersten Vermessungsunterlagen zur Grundsteuererhebung (Landesvermes-
sung) ab 1835 sind die Liegenschaftskatasterakten im Bewertungsmodell entsprechend ihrer Ent-
stehungsgeschichte zeitlich und nach formalen Kriterien (Karten, Urkunden, Amtsbücher, Akten)
geordnet, durch Angaben zur Funktion und Entstehung sowie weiteren Kriterien materieller (Ob-
jektträger, Größe, Format, Ordnungs- und Lagerungszustand) und inhaltlicher (Maßstab) Art er-
gänzt und spezifiziert. Die im Bewertungsverzeichnis verwendeten Bewertungsentscheidungen
bedeuten im Folgenden A=Archivwürdig, D=Bewertung nach Anbietung und V=Nicht archivwürdig.

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
1
4.
Anlagen

2
4.1
Bewertungsmodell
Inhaltsverzeichnis
1. Grundsteuerkataster im historisch sächsischen Teil des Freistaats (1835 bis 1933) .......... 3
1.1 Aufstellung des sächsischen Grundsteuerkatasters (1835 bis 1841) ........................ 3
1.2 Ablösungen, Gemeinheitsteilungen, Zusammenlegungen ........................................ 8
1.3 Neumessung von Teilen des sächsischen Grundsteuerkatasters (ab 1854) ............14
1.4 Fortführung des sächsischen Grundsteuerkatasters (1841 bis 1933) ......................16
2. Grundsteuerkataster im historisch preußischen Teil des Freistaats (1813 bis 1933) .........21
2.1 Unterlagen zur Separation im Königreich Preußen (ab 1813) .................................21
2.2 Aufstellung des preußischen Grundsteuerkatasters (1861 bis 1865) .......................24
2.3 Neumessung von Teilen des preußischen Grundsteuerkatasters (ab 1881) ............26
2.4 Fortführung des preußischen Grundsteuerkatasters (1865 bis 1933) ......................27
3. Grundsteuerkataster im historisch thüringischen Teil des Freistaats (ab 1790) ................30
3.1 Kataster im Herzogtum Sachsen-Altenburg .............................................................30
3.2 Kataster im Fürstentum Reuß (ältere Linie) .............................................................31
3.3 Kataster im Fürstentum Reuß (jüngere Linie) ..........................................................31
4.
Unterlagen des (Reichs-)Einheitskatasters und Unterlagen, die vom DDR-
Liegenschaftsdienst fortgeführt oder neu erstellt wurden (19(33)/54 bis 1992) ............32
4.1 Liegenschaftskataster ..............................................................................................32
4.2 Bodenreform (1945 bis 1949) ..................................................................................34
4.3 Integrationsregister und COLIDO (1981 bis 1993) ...................................................36
5. Unterlagen anderer Stellen zur Fortführung des Liegenschaftskataster durch die jeweils
katasterführende Behörde (bis 1990) ............................................................................38
5.1 Domänen(Staatsgüter-)vermessung im historisch sächsischen Teil (ab ca. 1800) ..38
5.2 Kameral- und Forstvermessung im historisch sächsischen Teil (ab ca. 1811) .........38
5.3 Gewässervermessungen, z.B. Anfertigung einer Elbstromkarte (ab ca. 1820) .........39
5.4 Grenzkarten mit anderen Staaten ............................................................................40
5.5 Eisenbahnvermessung (ab ca. 1830) ......................................................................40
5.6 Unterlagen der Finanzbehörden (Bodenschätzung) .................................................41
6. Unterlagen zum sächsischen Kataster in anderen Behörden (bis 1990) ...........................43
6.1 Unterlagen in Gemeinden und Städten ....................................................................43
6.2 Bekannte Unterlagen in den Amtsgerichten und Grundbuchämtern ........................44
6.3 Unterlagen in den Finanzämtern ..............................................................................45
7. Unterlagen aus den katasterführenden Behörden des Freistaats Sachsen (ab 1990) .......45
8. Sonstige Unterlagen mit vermessungsbezogenem Inhalt ................................................50

3
1. Grundsteuerkataster im historisch sächsischen Teil des Freistaats (1835 bis 1933)
1.1
Aufstellung des sächsischen Grundsteuerkatasters (1835 bis 1841)
Num.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung/ Urheber
Entstehung
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.-
frist u.
-ort
Bew.
1.1.1
Messtisch-
(Mensel)blatt
aus der Flur-
grenz-
vermessung
Kartenwerk
Vorbereitung und Überprüfung
der Detailvermessung
/
Messtisch(Mensel)aufnahme
ohne übergeordnetes Netz
(lokale Standlinien)/
Flurgrenzgeodät
1835-1841
1:4800/
Papier/
unbekannt/
ca. 47 bis 52cm
im Quadrat
siehe Anlage 2
A
1.1.2
vgl.
1.1.11
Fluren-Croquis
einer Flur
Kartenwerk
Dokumentation der Grenzen
einer Flur mit ihren Enklaven
sowie der Umfangslinien der
Dörfer und Städte
/
Abzeichnung von den
Messtischblättern/
1835 durch Flurgrenzgeodät, ab
1836 durch Zeichenbüro in
Dresden
1835-1841
ca. 1: 9600/
aufgezogenes Papier/
gefaltet in Flurbuch
aufgenommen/
Format abhängig von
Flurgröße und -figur
Verwendung als Flurcroquis
zum Flurbuch/
Grenzen mussten so unge-
nau dargestellt werden, dass
eine Flächenberechnung
nicht möglich war
A
1.1.3
Flurcroquis
(Flurgrenzen-
Croquis,
Flurgrenzen-
Kroquis) aller
Fluren des Be-
zirks
Kartenwerk
Dokumentation des Hauptzu-
ges aller Fluren und Enklaven
des Bezirks im Zusammen-
hang
/
Abzeichnung von den
Flurcroquis/
Vermessungsinspektor
1835-1841
ungefährer Maßstab
1 Meile zu 4 bis 5 Zoll
verjüngt/
Papier/
unbekannt/
unbekannt
A
1.1.4
Vorbereitungs-
blätter (Präpara-
tionsblätter)
für Detail-
vermessung
Kartenwerk
Überblick über die Flur-
stücksgrenzen und Flur-
stücksnummernvergabe/
ergänzte unmaßstäbige Vergrö-
ßerung des Flurcroquis/
Detailgeodät
1835-1841
unmaßstäbige Vergrö-
ßerung des Flurcroquis/
Papier/
plan liegend/
verschiedene Formate
siehe Anlage 2
A

4
1.1.5
Blatt aus der mit
der Messkette
durchgeführten
Detailvermes-
sung
(Flurstücks-
vermessung,
Parzellenver-
messung)
Kartenwerk
Aufnahme von
ca. 1/6 des
Landes
(526 Fluren,
hpts. um Dres-
den)
Aufnahme zur Flächenberech-
nung (kein Kartenbild),
anfangs Fortführungsgrund-
lage
/
Aufnahme mit Messkette/
Detailgeodät
1835-1836
ohne (Parzellenfiguren
nach Augenmaß einge-
zeichnet)/
Papier, zwischen 1845
und 1847 nachträglich
aufgezogen auf Lein-
wand/
plan liegend/
ca. 43cm im Quadrat
siehe Anlage 2
A
1.1.6
in der Regel
nicht mehr vor-
handenes
Mess-
tischblatt
aus der Detail-
vermessung
Aufnahme zur Flächenberech-
nung (Kartenbild)
/
Messtischaufnahme von nicht
mit der Kette aufnehmbaren
Gebieten
1835-1836
1:1820/
Papier/
in der Regel nicht mehr
vorhanden/
ca. 43cm im Quadrat
siehe Anlage 2
A
1.1.7
Messtischblatt
aus der Detail-
vermessung
(Flurkarte,
Urkarte)
Kartenwerk
Aufnahme von
ca. 5/6 des
Landes
Aufnahme zur Flächenberech-
nung (Kartenbild),
Fortführungsgrundlage bis
1850
/
A
Messtischaufnahme
der Feldlage/
1837-1841
1:2730/
Papier, zwischen 1845
und 1847 aufgezogen
auf Leinwand/
plan liegend/
> ca. 43cm im Quadrat
siehe Anlage 2
A
Messtischaufnahme
der Dorflage (der Gärten und
freien Räume innerhalb der inne-
ren
Umfangslinie, die nach der
Grundfläche abgeschätzt
wurden)/
1837-1841
1:2730/
Papier, zwischen 1845
und 1847 aufgezogen
auf Leinwand/
plan liegend/
> ca. 43cm im Quadrat
siehe Anlage 2
A
Messtischaufnahme
der Stadtkerne (der Gärten und
freien Räume innerhalb der inne-
ren Umfangslinie, die nach der
Grundfläche abgeschätzt
wurden)/
1837-1841
1:2730/
Papier, zwischen 1845
und 1847 aufgezogen
auf Leinwand/
plan liegend/
> ca. 43cm im Quadrat
A
Detailgeodät

5
1.1.8
Übersicht über
die gegenseitige
Lage der dazu
nummerierten
Messtischblätter
Kartenwerk
Übersicht
nach Augenschein,
wie die dazu nummerierten
Menselblätter
aneinanderzule-
gen sind und welche Flurteile mit
der Kette vermessen
wurden
1837-1841
ohne Maßstab/
Papier/
plan liegend/
ca. DIN A5
A
1.1.9
Doppelstück der
Messtischblätter
(Flurkarte,
Doppelstück der
Urkarte)
Kartenwerk
Fortführungsgrundlage ab
1850
/
Nadelstichkopie vom Original
ab 1850
1:2730/
Papier auf Leinwand/
plan liegend/
A
1.1.10
Flurbuch
Buchwerk
Grundsteuerbuch/
Entwurf im Zuge der Vermes-
sungs- und Abschätzungs-
arbeiten/
Zentralkommission zur Einfüh-
rung eines neuen Grundsteuer-
systems
1835-1843
-/
Papier/
aufsteigend nach
Flst.nr./
stehend/
Format Folio
Einband grün
siehe Anlage 2
A
1.1.11
siehe
1.1.2
zugehörig:
Flurcroquis
für den Flurbe-
zirk
bildliche Darstellung (Über-
sichtskarte) der Grenzen
einer
Flur mit ihren Enklaven, der Um-
fangslinie der Dörfer und Städte
sowie augenscheinliche Darstel-
lung der Lage und Figur der
Flurstücke/
im Zuge der Vermessungs-
arbeiten/
Flurgrenzgeodät und Detailgeo-
dät
1835-1841
ca. 1: 9600/
aufgezogenes Papier/
gefaltet in Flurbuch
aufgenommen/
Format abhängig von
Flurgröße und -figur
siehe Anlage 2
A
1.1.12
Katasterbuch/
Grundsteuer-
katasterbuch/
ab 1. Juli 1922
Besitzstands-
buch
Buchwerk
Grundsteuerbuch,
Entwurf im Zuge der Vermes-
sungs- und Abschätzungsarbei-
ten/
Zentralkommission zur Einfüh-
rung eines neuen Grundsteuer-
systems
1835-1843
-/
Papier/
aufsteigend nach
Grundbuchblattnr./
stehend/
Format Folio
siehe Anlage 2
A

6
1.1.13
zugehörig:
Eigentümerver-
zeichnis,
Namensver-
zeichnis
Suche
über Name zu Konto-
nummer des Kataster-/ Grund-
steuerkataster-/ Besitzstandsbu-
ches
1835-1843
-/
Papier/
alphabetisch aufstei-
gend
nach Name/
stehend/
Format Folio
A
1.1.14
Rechnungsma-
nual der Detail-
vermessung der
mit Kette
vermessenen
Parzellen
Zahlenwerk
Berechnung der Flurstücks-
flächen
1835-1836
unbekannt
Übertrag der auf den Blättern
der mit der Messkette durch-
geführten Detailvermessung
dokumentierten Maße
A
1.1.15
Flur-
verzeichnisse
Akten
Detailvermessung und Ab-
schätzung dienendes Ver-
zeichnis der vorhandenen
Flurstücke/
Ortsgericht, Detailgeodät
1835-1841
-/
Papier/
gebundene Akte/
Format Folio
siehe Anlage 2
A
1.1.16
(erstes) Rech-
nungsmanual
zur Inhaltsbe-
stimmung der
Flur
Vermes-
sungsakten
Berechnung der Flurfläche auf
Grundlage der aus den Mess-
tischblättern abgegriffenen
Maße
/
Flurgrenzgeodät
1835-1841
-/
Papier/
unbekannt/
unbekannt
siehe Anlage 2
A
1.1.17
(zweites) Rech-
nungsmanual
zur Inhaltsbe-
stimmung der
Flur
Vermes-
sungsakten
Berechnung der Flurfläche auf
Grundlage unabhängiger nach
dem Zusammenfügen der ein-
zelnen Menselblätter abgegrif-
fener Maße/
Vermessungsinspektor
1835-1841
-/
Papier/
unbekannt/
unbekannt
siehe Anlage 2
A
1.1.18
Punkteregister
der Flur … (Ge-
odät N.N.)
Vermes-
sungsakten
beschreibender Nachweis der
bei der Flurgrenzen-Aufnahme
angemessenen Netzpunkte (Al-
lignements, Verbindungspunkte
…), Grenzpunkte, Wegpunkte
oder Punkten der Umfangslinie
der Stadt/
Aufstellung durch den Flurgren-
zengeodäten zur Verwendung
durch den Detailgeodäten
1835-1841
-/
Papier/
unbekannt/
unbekannt
A

7
1.1.19
Punkteregister
Rainungen der
Abtheilungen A,
B, C … der Flur
… (Geodät N.N.)
Vermes-
sungsakten
beschreibender Nachweis der
bei der Flurgrenzen-Aufnahme
angemessenen Punkte der ge-
bildeten Rainungen/
Aufstellung durch den Flurgren-
zengeodäten zur Verwendung
durch den Detailgeodäten
1835-1841
-/
Papier/
unbekannt/
unbekannt
A
1.1.20
Rechnungsma-
nual der Detail-
vermessung mit
Figurenskizzen
der mit dem
Messtisch ver-
messenen Par-
zellen
Vermes-
sungsakten
Flächenberechnung und Über-
trag des Inhaltes zu jeder Par-
zelle in die Spalte „Summari-
scher Flächeninhalt“ des Flur-
buches
/
Detailvermessung/
Detailgeodät
1835-1841
-/
Papier/
unbekannt/
unbekannt
Übertrag der möglichst gro-
ßen Dreiecke und Vierecke
sowie der abgegriffenen Ma-
ße aus den Menselblättern
und Berechnung der Flächen,
Manuale wurden jeweils nach
Abschluss der Arbeiten ange-
legt
A
1.1.21
Kommissionsak-
ten über die
Klassifikation
und Einschät-
zung des
Grundeigentu-
mes in der Flur
Abschät-
zungs-/
Bonitie-
rungsakten
Abschätzung der
liegenden Grundstücke und
der Gebäude
in der Feldlage
1835-1842
-/
Papier/
gebundene Akte/
Format Folio
siehe Anlage 2
A
1.1.22
Akten der Ab-
schätzung der
Gebäude in den
Städten und auf
dem Lande
Abschät-
zungs-/
Bonitie-
rungsakten
Abschätzung der
Gebäude in den Städten und
auf dem Lande
1835-1842
-/
Papier/
gebundene Akte/
Format Folio
siehe Anlage 2
A

8
1.2
Ablösungen, Gemeinheitsteilungen, Zusammenlegungen
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung/
Urheber
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
1.2.1
Beurkundeter
Zusammenle-
gungsplan oder
Rezess
Bestandteile
hierzu:
Urkunde
öffentlich-rechtlicher Vertrag,
welcher Eigentumsverhältnis-
se auf Grund und Boden neu
begründet
/
Spezialkommission bei Zusam-
menlegungsplan,
Königliche Generalkommission
für Ablösungen und Gemein-
heitsteilungen
bei Rezess
ab 1832
siehe Anlage 2
A
tabellarisches
Verzeichnis
Darstellung des neuen Besitz-
standes (zugewiesene Parzellen
und deren Empfänger) auf
Grundlage des genehmigten
neuen Flurbuches/
Kreissteuerrat, Spezialkommis-
sion
je Exemplar Zusammenle-
gungsplan oder Rezess
A
Extrakt des Zu-
sammenle-
gungsplanes
Extrakt des Zusammenlegungs-
planes mit den Flächen der
Planstücke und den Namen der
Empfänger für Aufstellung des
neuen Flurbuches
A
Klassifikations-
protokoll
A
Bonitierungspro-
tokoll
A
Rechnungsma-
nual zur Flä-
chenberechnung
der Bonitätsab-
schnitte
A

9
Legitimations-
zeugnis
A
Vermessungsre-
gister
A
Besitzstands-
register mit Ver-
zeichnis der
ausgeschlosse-
nen Parzellen
A
Bonitierungsre-
gister
A
Reinertrags-
berechnung
A
Aufstellung der
gemeinschaftli-
chen Anlagen
A
Sollhabenbe-
rechnung
A
Planberechnung
A
Bilanz-Rechnung
und Generalbi-
lanz
A
Entfernungsbe-
rechnung mit
Entfernungsent-
schädigungser-
mittlung
A
Düngungs- und
Kulturentschädi-
gungsberech-
nung
A
Karten
A
Zahlenwerk
A
Akten
A
1.2.2
Kopie des Men-
selblattes der
Landes-
vermessung mit
neuer Planlage
Kartenwerk
Darstellung der alten und neu-
en Planlage auf Kopie der vor-
handener Flurkarte
(lfd. Nr.
1.1.7, 1.1.9)
ab 1841
bei kleineren Zusammenle-
gungen möglich, der gesamte
Komplex der betroffenen
Parzellen war auf einem
geometrischen Grundriss
wiederzugeben
A

10
1.2.3
Blatt aus der
mit der Mess-
kette durchge-
führten Ver-
messung
(Flurstücks-
vermessung,
Parzellenver-
messung)
Kartenwerk
Aufnahme der alten Planlage
/
Aufnahme mit Messkette
ab 1832
ohne (Parzellenfiguren
nach Augenmaß einge-
zeichnet)/
Papier auf Leinwand/
plan liegend/
ca. 43cm im Quadrat
die bisherigen Flurbuchnum-
mern waren zu vermerken,
Eintrag der zur Flächenbe-
rechnung gemessenen Maße
in „Rechnungsmanual der
Detailvermessung der mit der
Kette vermessenen Parzel-
len“
A
1.2.4
Messtischblatt
oder Kartierung
aus Aufnahme
mit Längen-
messinstrument
Kartenwerk
Aufnahme der alten Planlage
/
Messtischaufnahme
ab 1832
1:480/
Papier
auf Leinwand/
plan liegend/
ca. 43cm im Quadrat
die bisherigen Flurbuchnum-
mern waren in den Mensel-
blättern sowie in der Brouil-
lonkarte zu vermerken
A
Messtischaufnahme oder Auf-
nahme mit Längenmessinstru-
ment
ab 1844
≥ 1:2000 möglich/
Papier
auf Leinwand/
plan liegend/
ca. 43cm im Quadrat
A
ab 1861
1:2000/
Papier auf Leinwand/
plan liegend/
ca. 43cm im Quadrat
A
1.2.5
Bonitierungs-
coupons
Kartenwerk
Feststellung der
Bonitätsabschnitte
/ Aufmes-
sung und Eintrag der Klassenli-
nien mit ihren Maßen und der mit
römischen Ziffern zu bezeich-
nenden Klassennummern in
mehreren Blättern
ab 1832
A
1.2.6
Brouillonkarte
Kartenwerk
Darstellung der alten Planlage
auf einer Karte
/
zusammengefügte Messtisch-
blätter
ab 1832
1:4800, später 1:2000/
Papier auf Leinwand /
gerollt, zum Schutz teils
mit Holzstab und Holz-
mantel/
individuelle Großformate
siehe Anlage 2
teils mit Revisionsmaßen
A
aus Koordinatenverfahren aufge-
tragen mit Koordinatenliniennetz
ab 1933
1:2000
A

11
1.2.7
Bonitierungs-
karte
Kartenwerk
Darstellung der Bonitierungs-
ergebnisse sowie der alten
und neuen Planlage
/
Kopie der Brouillonkarte, Über-
trag aus den Bonitierungscou-
pons
ab 1832
1:4800, später 1:2000/
Papier auf Leinwand /
gerollt, zum Schutz teils
mit Holzstab und Holz-
mantel/
individuelle Großformate
Ausarbeitung der neuen
Planlage,
Grundlage für Versteinung
A
Berechnungs-
karte
Kartenwerk
Kopie der Bonitierungskarte,
ohne Bonitierungsergebnisse
D
1.2.8
Reinkarte
ohne Revisi-
onsmaße
Kartenwerk
Darstellung der
neuen Planlage
/
Kopie der Berechnungs- oder
Bonitierungskarte
ab 1832
1:4800, später 1:2000/
Papier auf Leinwand /
gerollt, zum Schutz teils
mit Holzstab und Holz-
mantel/
individuelle Großformate
ab 1845 mit gemessenen
Entfernungsmaßen zwischen
den Grenzpunkten, Nummern
an Grenzpunkten;
kolorierte Grenze des Gebie-
tes, dessen Parzellen von der
Zusammenlegung ausge-
schlossen oder nicht vermes-
sen worden
A
1.2.9
Reinkarte mit
Revisionsma-
ßen
Kartenwerk
Darstellung der
neuen Planlage
/
Kopie der Berechnungs- oder
Bonitierungskarte
ab 1861
1:2000/
Papier auf Leinwand /
gerollt, zum Schutz teils
mit Holzstab und Holz-
mantel/
individuelle Großformate
gemessenen Entfernungs-
maße zwischen den Grenz-
punkten, Revisionsmaße,
Nummern an Grenzpunkten;
kolorierte Grenze des Gebie-
tes, dessen Parzellen von der
Zusammenlegung ausge-
schlossen oder nicht vermes-
sen worden
A
1.2.10
Zusammenle-
gungskarte
(Synonym für
Reinkarte),
Vermessungs-
karte, Arbeits-
karte (Synony-
me für Bonitie-
rungskarte),
Karte der Flur
(verwendet für
alle Karten)
Kartenwerk
mangels entsprechender Ver-
ordnungen weiterhin vorzufin-
dende Kartenbezeichnungen,
welche inhaltlich einer der zuvor
genannten Karten entsprechen
ab 1832
1:4800, später 1:2000/
Papier auf Leinwand /
gerollt, zum Schutz teils
mit Holzstab und Holz-
mantel/
individuelle Großformate
A

12
1.2.11
Reinkarte
ohne Revisi-
onsmaße und
mit Entfer-
nungsmaßen
zwischen den
Grenzpunkten
(Flurkarte,
teilweise
Urkarte)
Kartenwerk
Darstellung der
neuen Planlage,
ersetzt vorhandene Flurkarte
(lfd. Nr. 1.1.7, 1.1.9),
teilweise
Erstaufnahme
/
Kopie der Berechnungs- oder
Bonitierungskarte
ab 1832
1:4800, später 1:2000/
Papier auf Leinwand/
plan liegend,
Länge: 0,61m bis 0,78m,
Breite: 0,47m bis 0,57m
siehe Anlage 2
A
1.2.12
Reinkarte
ohne Revisi-
onsmaße und
ohne Entfer-
nungsmaße
zwischen den
Grenzpunkten
(Flurkarte,
teilweise
Urkarte)
Kartenwerk
Darstellung der
neuen Planlage,
ersetzt vorhandene Flurkarte
(lfd. Nr. 1.1.7, 1.1.9),
teilweise
Erstaufnahme
/
Kopie der Berechnungs- oder
Bonitierungskarte
ab 1832
1:4800, später 1:2000/
Papier auf Leinwand/
plan liegend,
Länge: 0,61m bis 0,78m,
Breite: 0,47m bis 0,57m
siehe Anlage 2
A
1.2.13
Flurbuch-
entwurf
Buchwerk
/
Auslegung im Rahmen der An-
hörung für die Beteiligten
ab 1832
siehe Anlage 2
A
1.2.14
Flurbuch
Buchwerk
ersetzt vorhandenes Flurbuch
(lfd. Nr. 1.1.10)
, teilweise Erst-
aufstellung
ab 1832
-/
Papier/
aufsteigend nach Flst.nr./
stehend/
Format Folio
siehe Anlage 2
A
1.2.15
zugehörig:
Flurcroquis
für den Flurbe-
zirk
Buchwerk
ersetzt vorhandenes Croquis
(lfd. Nr. 1.1.11)
ab 1832
in Abhängigkeit vom Zeit-
raum der Entstehung
(z.B. 1:4000)/
aufgezogenes Papier/
gefaltet in Flurbuch auf-
genommen/
Format abhängig von
Flurgröße und –figur
siehe Anlage 2
A

13
1.2.16
Katasterbuch/
Grundsteuer-
katasterbuch/
ab 1. Juli 1922
Besitzstands-
buch
Buchwerk
ersetzt vorhandenes Buch
(lfd.
Nr. 1.1.12)
, teilweise Erstauf-
stellung
ab 1832
-/
Papier/
aufsteigend nach Flst.nr./
stehend/
Format Folio
A
1.2.17
zugehörig:
Eigentümerver-
zeichnis, Na-
mensverzeich-
nis
ersetzt vorhandenes Buch
(lfd.
Nr. 1.1.13)
, teilweise Erstauf-
stellung
ab 1832
-/
Papier/
alphabetisch aufsteigend
nach Name/
stehend/
Format Folio
A
1.2.18
Rechnungs-
manual der mit
der Kette ver-
messenen Par-
zellen,
Handrisse,
Messungshand-
risse,
Versteinungs-
handrisse,
Winkelbücher,
Streckenmes-
sungsverzeich-
nisse, Netzris-
se, Koordina-
tenberechnun-
gen, Koordina-
tenverzeichnis-
se
Zahlenwerk
Ergebnisse der Messungen
/
Geodät
ab 1844
A
1.2.19
Grenzbeschrei-
bung, Grenzbe-
ziehungsproto-
koll
Akten
Beschreibung der
Abmarkung der
neuen Grenzen
ab 1832
siehe Anlage 2
Bestandteil des Rezesses
A
1.2.20
(Privat-)Akten
des
Geometers
Vermes-
sungsakten
ab 1832
D

14
1.2.21
Kommissions-
akten
Akten
Generalkommission für Ablö-
sungen und Gemeinheitsteilun-
gen
ab 1832
A
1.3
Neumessung von Teilen des sächsischen Grundsteuerkatasters (ab 1854)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung/
Urheber
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
lfd. Nr. Fundstelle/
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
1.3.1
Messtischblatt
aus Neumes-
sung der mit
der Messkette
durchgeführten
Detailvermes-
sung von
1835-1836
(Flurkarte,
Urkarte)
Kartenwerk
Aufnahme von
ca. 1/6 des
Landes
(526 Fluren,
hpts. um Dres-
den)
Erstellung Flurkarte als Fort-
führungsgrundlage
/
Messtisch
1854-1880
1:2730, 1:1820, 1:1860
1:2000 (Land),
1:1000 (Stadt)/
Papier auf Leinwand/
plan liegend
siehe Anlage 2
A
1.3.2
Karte aus
Neumessung
(Flurkarte,
teilweise
Urkarte)
Kartenwerk
ersetzt vorhandene Flurkarte
(lfd. Nr. 1.1.7, 1.1.9, 1.2.11,
1.2.12)
, in Städten teilweise
Erstaufnahme
1:2000, 1:1000, 1:500,
1:250
Papier/
plan liegend/
ab 1894 einheitlicher
Blattschnitt möglich
siehe Anlage 2
A
Inselkarte
ab ca. 1880
Format
1000mm x 707mm
A
Rahmenkarte
ab 1894
Format
700mm x 707mm
A
1.3.3
Flurbuch
Buchwerk
ersetzt vorhandenes Flurbuch
(lfd. Nr. 1.1.10)/
Entwurf im Zuge der Vermes-
sungs-
und Abschätzungsarbei-
ten/
Königliche Finanzvermessung
ab 1854
-/
Papier/
aufsteigend nach Flst.nr./
stehend/
Format Folio
A

15
1.3.4
zum Flurbuch:
Flurcroquis
Buchwerk
ersetzt vorhandenes Croquis
(lfd. Nr. 1.1.11)/
Königliche Finanzvermessung
ab 1854
in Abhängigkeit vom Zeit-
raum der Entstehung
(z.B. 1:4000)/
aufgezogenes Papier/
gefaltet in Flurbuch auf-
genommen/
Format abhängig von
Flurgröße und -figur
A
1.3.5
Katasterbuch/
Grundsteuer-
katasterbuch/
ab 1. Juli 1922
Besitzstands-
buch
Buchwerk
ersetzt vorhandenes Buch
(lfd.
Nr. 1.1.12)/
Königliche Finanzvermessung
ab 1854
-/
Papier/
aufsteigend nach Flst.nr./
stehend/
Format Folio
A
1.3.6
zugehörig:
Eigentümerver-
zeichnis,
Namensver-
zeichnis
Buchwerk
ersetzt vorhandenes Buch
(lfd.
Nr. 1.1.13)
, teilweise Erstauf-
stellung
/
Königliche Finanzvermessung
ab 1854
A
1.3.7
Neumessungs-
risse
Zahlenwerk
ab 1854
A
1.3.8
Protokoll des
Vergleiches der
Flurgrenze vor
der Neuauf-
nahme
Akten
1854-1880
D
1.3.9
vorläufiges Par-
zellenverzeich-
nis aus der
Neuaufnahme
Akten
nach Abschluss der Vermessung
1854-1880
D

16
1.4
Fortführung des sächsischen Grundsteuerkatasters (1841 bis 1933)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung/
Urheber
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
lfd. Nr. Fundstelle/
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
zu
1.1.5.
1.1.7.
Blatt aus der
mit der Mess-
kette durchge-
führten Detail-
vermessung,
Messtischblatt
aus der Detail-
vermessung
(Flurkarte,
Urkarte)
Kartenwerk
Fortführung von
Flurstückszergliederungen,
keine Einmessung/ Nachtrag
von Gebäudeänderungen,
ab 1908 keine Fortführung
A
zu
1.2.11
1.2.12
1.3.1
1.3.2
Reinkarte
ohne Revisi-
onsmaße und
mit/ ohne Ent-
fernungsmaßen
zwischen den
Grenzpunkten
Messtischblatt
aus Neumes-
sung der mit
der Messkette
durchgeführten
Detailvermes-
sung von
1835-1836
Karte aus Neu-
messung
(Flurkarte,
teilweise
Urkarte)
Kartenwerk
Fortführung von
Flurstückszergliederungen,
Einmessung/ Nachtrag
von Gebäudeänderungen,
ab 1908 keine Fortführung
A

17
1.4.1
Doppelstück
der Flurkarte
Fortführungsgrundlage
A
1.4.2
Umzeichnung
der Doppelstü-
cke der Flurkar-
ten
Kartenwerk
Fortführungsgrundlage
/
Nadelstichkopie der vorherigen
Karte, wenn vorhandene Dop-
pelstücke durch zahlreiche
Nachtragungen oder vielfachen
Gebrauch unübersichtlich oder
schadhaft geworden sind
nach Be-
darf
Maßstab der Vervielfälti-
gungsgrundlage/
auf Leinwand aufgezo-
gener Zeichenkarton
A
Kartenwerk
Fortführungsgrundlage
/
Hochzeichnung auf durchsichti-
gem Zeichnungsträger (Mutter-
pause) der vorherigen Karte,
wenn Doppelstücke durch zahl-
reiche Nachtragungen oder viel-
fachen Gebrauch unübersichtlich
oder schadhaft geworden sind
nach Be-
darf
Maßstab der Vervielfälti-
gungsgrundlage/
Transparent
1.4.3
Handzeichnung,
Beiblatt,
Menselblattko-
pie zum Flur-
buchcroquis,
Auszug aus der
amtlichen Flur-
karte (ab 1924)
Kartenwerk
Erläuterung des Flurbuch-
nachtrages durch Handzeich-
nung/ Kartierung der durch
Zerlegung gebildeten Flurstü-
cke
unmaßstäbliche
Handzeichnung
ab 1843
ohne Maßstab/
fortlaufend nummeriert/
Maße abhängig von
Maßstab und Flurstück-
größe
siehe Anlage 2
Aufnahme zum Flurbuch
,
bei mehreren Zusammenfas-
sung und Aufbewahrung in
einem separaten durch einen
Umschlag geschützten Heft
im/ beim Flurbuch
A
Kartierung oder Nadelstichkopie
der jeweils amtlichen Flurkarte
mit maßstäblichem Nachtrag der
Änderung
(ohne Messungszah-
len)
ab 1851
1:2730, 1:2000, 1:1000
(Stadt),
größere Maßstä-
be, wenn Flurstückgröße
dies zur Wahrung der
Deutlichkeit erfordert/
-/
fortlaufend nummeriert/
mindestens die Größe
eines gewöhnlichen 1/4
Bogens,
mindestens 165/210mm
groß und wenigstens
25mm breiten Heftrand
an der linken Seite
A
erstmalige Kartierung der Fort-
führung in den Fluren, wo Men-
selblatt nicht vorhanden oder
nicht anwendbar war (ohne Mes-
sungszahlen)
ab 1856
A
Kartierung
(mit Messungszahlen
(Grenz-
steinabstände))
ab 1877
A

18
zu
1.1.10
1.2.14
1.3.3
Flurbuch
Buchwerk
veränderte Parzellen rot un-
terstrichen
Hinweis auf Stelle des
Nachtrags
A
zu
1.1.11
1.2.15
1.3.4
zugehörig:
Flurcroquis
Buchwerk
Eintrag der neuen Parzellen
im Croquis oder einem beizu-
legenden Beiblatt bei Zerle-
gungen
Eintrag der Veränderungen
durch rote Linien (wo erfor-
derlich Beiblätter zum Cro-
quis im größeren Maßstab)
A
1.4.4
zum Flurbuch:
Nachtrag
Buchwerk
Dokumentation der Verände-
rungen
/
auf Grundlage der tabellarische
Anzeigen über Flurstücks- und
Steuereinheitenveränderungen/
Bezirkssteuereinnahme oder
Stadtrat
-/
Papier/
eigenständig in Buchbin-
dung, lose oder eingefügt
im Flurbuch/
Format Folio
siehe Anlage 2
A
zu
1.1.12
1.2.16
1.3.5
Katasterbuch/
Grundsteuer-
katasterbuch/
ab 1. Juli 1922
Besitzstands-
buch
Buchwerk
veränderte Parzellen rot un-
terstrichen
Hinweis auf Stelle des
Nachtrags
A
zu
1.1.13
1.2.17
1.3.6
zugehörig:
Eigentümerver-
zeichnis, Na-
mensverzeich-
nis
Buchwerk
A

19
1.4.5
zum
Katasterbuch/
Grundsteuer-
katasterbuch/
ab 1. Juli 1922
Besitzstands-
buch:
Nachtrag
Buchwerk
Dokumentation der Verände-
rungen/
Kontrolle der im Besitzstands-
buch nachgetragenen Verände-
rungen und Hinweis auf Übertra-
gung eines Flurstücks zwischen
den Konten des Besitzstandsbu-
ches/Zerlegungen/
Bezirkssteuereinnahme oder
Stadtrat
-/
Papier/
eigenständig in Buchbin-
dung, lose oder eingefügt
im Flurbuch/
Format Folio
siehe Anlage 2
A
1.4.6
Umschreibung
des Flurbuches
Buchwerk
wenn vorhandenes Buch durch
zahlreiche Nachtragungen un-
übersichtlich geworden ist
A
1.4.7
Umschreibung
des Katasterbu-
ches/
Grundsteuer-
katasterbuches/
ab 1. Juli 1922
Besitzstands-
buches
Buchwerk
wenn vorhandenes Buch durch
häufige Besitzveränderungen
unübersichtlich geworden ist
A
1.4.8
Messungsma-
nual, Mes-
sungshandriss,
Handriss, Feld-
buch, Mes-
sungsnachweis,
Rechnungs-
nachweis
Zahlenwerk
Nachweis der Fortführung
durch Messungszahlen
ab 1877
Aktenformat
siehe Anlage 2
Zerlegungen, Grenzwieder-
herstellungen, Gebäuderisse
u.a.
A
1.4.9
Flurstücks-
veränderungs-
übersicht, Flur-
stücksnenner-
verzeichnis
Akten
Vermeidung doppelter Num-
merierung von Flurstücken
ab 1908
A
1.4.10
Rissläuferbü-
cher und
–listen
D

20
1.4.11
Kommissions-
akte, Grund-
steuerakte,
Flurbuchakte
mit tabellari-
schen Anzeigen
Akten
Sammlung der zu Nachtra-
gungen der Grundsteuerbü-
cher und Karten führenden
Schriftstücke
/ Haltung bei unte-
ren Steuerbehörden
siehe Anlage 2
A
1.4.12
Rechnungsma-
nual über die
Flächenberech-
nung, Flächen-
berechnungs-
nachweis
Akten
Berechnung der Größen der
neuen Flurstücke
ab 1856
A

21
2. Grundsteuerkataster im historisch preußischen Teil des Freistaats (1813 bis 1933)
2.1
Unterlagen zur Separation im Königreich Preußen (ab 1813)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
2.1.1
Beurkundeter
Rezess
Bestandteile
hierzu:
Urkunde
öffentlich-rechtlicher Vertrag,
welcher Eigentumsverhältnis-
se auf Grund und Boden neu
begründet
Papier/
gebunden/
ca. A4
Inhalt der Akten ist uneinheit-
lich, teilweise mit Zahlenwerk;
verschiedene Ausführungen
sind möglich, da die Kopien
für die Gemeinde, Separati-
onsbeteiligte bzw. Kataster-
ämter nicht alle Bestandteile
des Rezesses enthielten; die
Originale befinden sich z.B.
im Landesarchiv Magdeburg,
Außenstelle
Wernigerode
A
Vermessungs-
protokoll der
Verfahrens-
grenze
Dokumentation der Bekanntma-
chung und über die Auseinan-
dersetzung der Verfahrensgren-
ze
A
Grenzvermes-
sungsregister
Beschreibung der Verfahrens-
grenze (Länge und Neigung)
A
Vermessungs-
und Bonitie-
rungsregister
Unterlagen der Detailaufnahme
und Bodenbewertung/
topographische Reihen-
folge
Verzeichnis der Grundstücke
der Gemarkung mit Namen
der Eigentümer, den Stellen
der Legitimationsnachweise,
Flächeninhalten, Kulturarten
und Bonitierungsklassen
A
Elementartabelle
Grundlage für Planberechnung/
Tabelle mit den Flächeninhalten
und Ertragswerten
A
Planregister
Ergebnis der Planberechnung
topographische Reihen-
folge
A

22
Feldmanuale
Vermessungsrisse für Detailauf-
nahme und Absteckung örtlich
geführt
A
Auseinanderset-
zungsplan
Sollhaben- und Planberechnung
A
Flächenberech-
nungshefte
Flächenberechnung der Ein-
wurfs- und neu gebildeten Flur-
stücke
A
Grenzbeschrei-
bung
Beschreibung der neuen Flurstü-
cke mit Länge und Bussolenwin-
kel
bis 1842 gefertigt, ab 1843
waren die entsprechenden
Maße in der Brouillon- und
Reinkarte zu führen
A
Erklärung
Angaben zu
- aufgefundenen Grenzzei-
chen der Detailaufnahme
- neu abgesteckte Grenzzei-
chen der Flurgrenze unter
Angabe des Grenzbezie-
hungsprotokolls
- Zeitpunkt der Absteckung
der neu aufgeteilten Flur-
stücke
- Art der Untervermarkung,
Art und Ausführung der
Grenzzeichen
- weitere Angaben für eine
spätere Rekonstruktion der
Grenzen
A
Karten
A
Akten
A

23
2.1.2
Separationskar-
te, auch Brouil-
lonkarte ge-
nannt
Kartenwerk
(Entwurfs)Karte für die Planab-
findungen
/
Kartierung des Zustands vor und
nach der Separation mit der De-
tailaufnahme der Bodenbewer-
tung
1:5000, 1:3000, 1:2500/
auf Leinen aufgezogene
gerollte Großformate
bis 1861 fand oft keine Neu-
aufnahme des separierten
Gebietes statt; ab 1843 Ein-
trag gemessener Strecken
und Bussolenwinkel, ab 1855
Wegfall Eintrag Bussolenwin-
kel
3 Ausfertigungen:
- Liegenschaftsdienst
- Staatsarchiv
- Gemeindeverwaltung (nach
1945 an Staatsarchiv abge-
geben)
A
2.1.3
Bonitierungs-
coupons
Bonitierung
/
Kopie der
Brouillonkarte
im Maßstab
der Separationskarte
A
2.1.4
I. Reinkarte
Kartenwerk
(Entwurfs)Karte für die Planab-
findungen
/
Kopie der
Brouillonkarte
im Maßstab
der Separationskarte/
auf Leinen aufgezogene
gerollte Großformate
bis 1861 fand oft keine Neu-
aufnahme des separierten
Gebietes statt; eventuell Ein-
trag gemessener Strecken
und/ oder Bussolenangaben;
wurde dem Rezess beigefügt
und in einigen Fällen im Ar-
chiv der betreffenden Ge-
meinde hinterlegt
A
2.1.5
II. Reinkarte
Kartenwerk
(Entwurfs)Karte für die Planab-
findungen
/
Kopie der Brouillonkarte – ohne
Detailaufnahme, nur Darstellung
des Zustands nach der Separati-
on
im Maßstab
der Separationskarte/
auf Leinen aufgezogene
gerollte Großformate
bis 1861 fand oft keine Neu-
aufnahme des separierten
Gebietes statt; eventuell Ein-
trag gemessener Strecken
und/ oder Bussolenangaben
A
2.1.6
Risse zur Sepa-
ration
Zahlenwerk
A

24
2.1.7
Untervertei-
lungsakten
Akten
Nachweis der zwischen Separa-
tion und Aufstellung des Grund-
steuerkatasters eingetretenen
Formveränderungen
A
2.1.8
Bonitierungsak-
ten
Akten
A
2.2
Aufstellung des preußischen Grundsteuerkatasters (1861 bis 1865)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
2.2.1
Gemarkungs-
urkarte
Kartenwerk
Darstellung aller Flurstücke einer
Flur, gewonnen teilweise durch
Neuaufnahme, meist aber durch
Nadelstichkopie von schon vor-
handenen Karten (z.B. Kopie der
II. Reinkarte)
im Maßstab
der Separationskarte
(Nr. 2.1.1),
1:2500 bis 1:5000 bei
Neuaufnahme/
Karton, auf Leinen auf-
gezogen/
plan liegend/
700x1000mm
Darstellung der Flächen,
welche der Grundsteuer un-
terlagen
keine Fortführung
A
2.2.2
Gemarkungs
-
reinkarte
Kartenwerk
Kopie der Gemarkungsurkarte,
Arbeitsexemplar
für die Dokumentation der Fort-
führungen
im Maßstab
der Gemarkungsurkarte/
Karton, auf Leinen auf-
gezogen, mittiger Falz/
ursprünglich Aufbewah-
rung in halbformatigen
Atlanten
manchmal wurden auch an-
dere Kartentitel verwendet
ständige Fortführung
A
2.2.3
(altes) Flurbuch
Buchwerk
gemeindebezirksweiser Nach-
weis aller Liegenschaften mit
ihrem Flächeninhalt und Reiner-
trag,
mit Fortführungen zum Nachweis
aller Veränderungen
-1950
- /
Papier/
gebunden/
Format Folio
mehrere Fluren (Zählbezirk
für Flurstücksnummern) in
einem Band
A

25
2.2.4
Artikelverzeich-
nis
Buchwerk
Dokumentation der Grundbesit-
zer (Name, Vorname, Stand,
Wohnort), in der Reihenfolge der
in der Mutterrolle eingetragenen
Artikel
-1950
- /
Papier/
gebunden/
Format Folio
teilweise als Bestandteil des
Flurbuchs
A
2.2.5
(Grundsteuer-)
Mutterrolle, ab
1941 Liegen-
schaftsbuch
Buchwerk
artikelweise Zusammenfassung
der zu einem Grundbesitz gehö-
renden Parzellen und deren
Grundsteuerjahresbeträge
mit Nachweis aller Veränderun-
gen
-1950
- /
Papier/
gemarkungsweise ge-
bunden/
Format Folio
A
2.2.6
Summarische
Mutterrolle
Besitzstandsnachweis summa-
risch geführt vom Katasteramt in
den Gemeinden ehemals vorlie-
gend
D
2.2.7
Gebäudesteuer-
rolle, ab 1941
Gebäudebuch
Buchwerk
Gebäudekataster mit Nachweis
der bebauten Grundstücke und
deren Besteuerung nach dem
Nutzwert
mit Verweisen auf Artikel der
Mutterrolle
-1945
- /
Papier/
gemarkungsweise ge-
bunden/
Format Folio
Führung in sogenannten „un-
getrennten Hofräumen“ zur
Erhebung der Gebäudesteuer
A
2.2.8
Gebäude-
beschreibungen
vorwiegend
dem Buch-
werk zuge-
hörig
textliche Beschreibung der Ge-
bäude zur Ergänzung der Ge-
bäudesteuerrolle
mit Verweisen auf Artikel der
Mutterrolle
- /
Papier/
ungebunden/
Format Folio
meist mit unmaßstäblichen
Lageskizzen
A
2.2.9
Alphabetisches
Namensver-
zeichnis
Buchwerk
Die Namensliste der Grundbesit-
zer erleichtert als Findbuch die
Suche im Artikelverzeichnis
durch Verweise auf Artikel der
Mutterrolle bzw. Gebäudesteuer-
rollennummer
-1945
- /
Papier/
gebunden/
Format Folio
nicht in jedem Gemeindebe-
zirk vorhanden
A
2.2.10
(neues) Flur-
buch infolge
Separation,
Neumessung
o.ä.
Erstellung eines neuen Flurbu-
ches und Grundsteuernachwei-
ses durch die Katasterverwal-
tung
das Katasteramt hatte eine
Flurbuchabschrift zu fertigen
und diese dem zuständigen
Amtsgericht zu übergeben
A

26
2.2.11
Planvermes-
sungsrisse,
Stückvermes-
sungsrisse
und Liniennetz-
risse
Zahlenwerk
Dokumentation der gemessenen
Maße während der Neuaufnah-
me zur Herstellung der Gemar-
kungs
ur
karte
- /
Papier/
- /
unterschiedliche Formate
teilweise auch andere Doku-
mententitel
D
2.2.12
Gemarkungs-
akten
Akten
Dokumentation aller Fortführun-
gen nach 1861 für die spätere
Übernahme in die ab 1865 gülti-
gen Katasterdokumente,
sowie als notwendig erkannte
Ergänzungsmessungen zur Ver-
vollständigung des Kartenwerkes
Papier/
gebunden/
ca. A4
unterschiedlicher Schriftver-
kehr, oft auch mit Flächenbe-
rechnungen für das künftige
Flurbuch
A
2.3
Neumessung von Teilen des preußischen Grundsteuerkatasters (ab 1881)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung/
Urheber
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
lfd. Nr. Fundstelle/
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
2.3.1
Neumessungs-
karte
Kartenwerk
ersetzte ab 1881 die Reinkarte,
wenn in einem Gemeindebezirk
oder Teilen davon großräumige
Katasterneumessungen stattge-
funden hatten/
Koordinatenmethode mit An-
schluss an
Landestriangulation
ab
1877/1881
meist 1:2000, teilweise
1:1000 oder 1:500/
Karton, auf Leinen auf-
gezogen/
plan liegend
A
2.3.2
Flurbuch infol-
ge Separation,
Neumessung
o.ä.
Buchwerk
Erstellung eines neuen Flurbu-
ches und Grundsteuernachwei-
ses durch die Katasterverwal-
tung
das Katasteramt hatte eine
Flurbuchabschrift zu fertigen
und diese dem zuständigen
Amtsgericht zu übergeben
A

27
2.4
Fortführung des preußischen Grundsteuerkatasters (1865 bis 1933)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung/
Urheber
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
lfd. Nr. Fundstelle/
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
2.4.1
Ergänzungskar-
te (Ergän-
zungsblätter),
Supplementkar-
te
Kartenwerk
Kartenwerk, das für die Kartie-
rung von einzelnen Fortfüh-
rungsvermessungen aus der
Gemarkungsurkarte als Kopie
erstellt wurde
1865 bis
1952
Maßstab der Flurkarte
oder größerer Maßstab /
Karton/
Format eines ganzen,
halben, viertel oder ach-
tel Blattes des Gesamt-
formates der Gemar-
kungsurkarte
(700x1000mm)
/
plan liegend/
verschiedene Formate
In Verbindung mit der Ge-
markungsurkarte Wiedergabe
des aktuellen Standes
A
2.4.2
Feldbücher
Zahlenwerk
Dokumentation der Ergebnisse
von Katastervermessungen im
Fortführungsriß,
dazu oft vermessungstechnische
Berechnungen, z. B. Messungs-
kontrollen und Flächeninhaltsbe-
rechnungen,
oft mit Grenzverhandlungsproto-
koll
unmaßstäblich/
Papier, teilweise Karton/
- /
Format Quart
mit Messungszahlen und
Punktnummern
A
2.4.3
Fortschrei-
bungsvermes-
sungsriss, ab
1941 Fortfüh-
rungsrisse
Zahlenwerk
entspricht dem sächsischen Fort-
führungsriss
A

28
2.4.4
Handriss
Zahlenwerk
Zusammenstellung der Maße
verschiedener Messungen in
einem Risswerk als Messungs-
vorbereitung für eine oder meh-
rere Fortführungsmessungen
A
2.4.5
(Grundsteuer)
Fortschrei-
bungsverhand-
lungen (Fortfüh-
rungsverhand-
lungen
Bestandteile
hierzu:
Fortführungspro-
tokolle
und da-
zugehörigen
Schriftstücken
und Behändi-
gungsscheine
Inhaltsverzeich-
nis zum Fortfüh-
rungsprotokoll
Abschlusslisten
Zusammenstel-
lungen der Ver-
änderungen im
Parzellenbestand
der Mutterrollen-
artikel
Eigentumsverän-
derungslisten
Akten
/
Papier/
gebunden/
Format Folio
1866-1889 Fortschrei-
bungsverhandlungen
teilweise mit Vermes-
sungsakten zusammen-
hängend gebunden.
D

29
2.4.6
Vermessungs-
akten
mit:
Flächeninhalts-
und sonstigen
Berechnungen,
Veränderungs-
nachweise, Ver-
zeichnisse der
veränderten
Flurstücke (Par-
zellen
Akten
A
2.4.7
Gemeinde-
Nachrichten-
blätter
Akten
Auskunft über Wert und Brauch-
barkeit der Katasterwerke sowie
über besondere Verhältnisse der
einzelnen Gemeinden
seit 1895
A

30
3. Grundsteuerkataster im historisch thüringischen Teil des Freistaats (ab 1790)
Das Kataster des Landes Thüringen besteht auf Grund der Historie der Landesbildung aus mehr als zehn verschiedenen Katastersystemen, welche noch heute den amtlichen
Nachweis bilden. Durch Gebietstäusche mit dem Territorium des heutigen Freistaates Sachsen sind einige dieser Systeme auch im Freistaat Sachsen existent.
Im Ergebnis des Wiener Kongresses 1815 gelangten erhebliche Teile Thüringens an die Provinz Sachsen des Königreichs Preußen. Durch das Gesetz über einen Gebietsaus-
tausch zwischen Sachsen und Thüringen vom 30.03.1928 wurden Gemeinden und Gemeindeteile nach Sachsen bzw. Thüringen eingegliedert und gegenseitige Exklaven
beseitigt. Durch das Gesetz über die Demokratisierung des Aufbaues und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der DDR vom 23.07.1952 wurden die Län-
der aufgelöst und 14 Bezirke gebildet, in diesem Zusammenhang wurden erneut Gemeinden gegenseitig ausgetauscht. Nach der Neubildung der Länder im Jahre 1990 er-
folgten freiwillige Wechsel von Gemeinden.
Im Ergebnis sind beispielsweise Liegenschaftskatasterakten aus den Gemeinden des früheren „Herzogtums Sachsen-Altenburg“, des „Fürstentums Reuß ältere Linie“ und
des „Fürstentums Reuß jüngere Linie“ Teil der Liegenschaftskatasterakten des heutigen Freistaates Sachsen. Teilweise oder komplett thüringisches Kataster liegt in den
sächsischen Gemeinden Crimmitschau, Fraureuth, Limbach-Oberfrohna, Schönberg, Oberwira, Meerane, Borna, Penig, Syrau und Elsterberg vor.
Quelle: Opitz, Schütze: Mit Messtisch und Messkette, Das sächsische Kataster von den Anfängen bis heute, 2007
3.1
Kataster im Herzogtum Sachsen-Altenburg
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung/
Urheber
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
lfd. Nr. Fundstelle/
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
3.1.1
Messtisch-
(Mensel)blatt
Kartenwerk
Aufnahme
/
Messtisch und Messkette
1790-1820
1:1046 (Stadt),
1:2092
(Dorflage, Feldlage),
1:4184 (Forsten)/
/
/
56 x 56 cm
A
3.1.2
Landesvermes-
sungskarte
Kartenwerk
/
gemarkungsweises Zusammen-
fügen und Kopieren der Mess-
tischblätter
65 x 95 cm
A

31
3.1.3
Doppelstück
der Landesver-
messungskarte
Kartenwerk
Fortführungsgrundlage
/
Nadelstichkopie vom Original
65 x 95 cm
A
Buchwerk
3.1.4
Messungsma-
nual und Proto-
koll über die
Festlegung
neuer Grenzen
Zahlenwerk
ab 1893
kein Zahlenwerk
der Uraufnahme,
bis 1893 mussten bei Fortfüh-
rungen keine Vermessungs-
unterlagen an die kataster-
führende Stelle eingereicht
werden
A
3.1.5
Vermessungs-
register der
Flächenberech-
nung
Weitere
Flächenberechnung
/
Berechnung auf Grundlage der
aus den Menselblättern abgegrif-
fenen Maße
1790-1820
A
3.2
Kataster im Fürstentum Reuß (ältere Linie)
„Das Fürstentum Reuß (ältere Linie) hat seine Landesvermessung auf der Grundlage des Grundsteuergesetzes vom 09.05.1857 sowie des Gesetzes zur Landesvermessung
vom 28.02.1857 mit lokalen Netzen vorgenommen. Die Uraufnahme erfolgte mit Messtisch und Kippregel, wobei die Maße der Messungslinien in preußischen Ruten ange-
geben sind. … Die Katasterurkarten sind in den Maßstäben 1:500, 1:1000 für die Ortslagen und 1:2000 für die Feldlagen kartiert worden. Ab 1908 erfolgte durch eine Lan-
destriangulation, die an das preußische TP-Netz angeschlossen wurde, eine neue Grundlagenvermessung.“
3.3
Kataster im Fürstentum Reuß (jüngere Linie)
„… Die ländlichen Gebiete waren nur in Krokis in den Maßstäben 1:1000, 1:4000 und 1:5000 bildlich dargestellt. Auch waren die in den Büchern nachgewiesenen Flächen
zum größten Teil nur geschätzt. Außerdem wurde die Katastervermessung nicht abgeschlossen.
Eine Abmarkung der privaten Grundstücke hat bis zum Gesetz von 1912, das damals die Vermarkung bei Neumessungen regelte, nicht stattgefunden. Dagegen bestand zu
keiner Zeit ein Gesetz, das die Erneuerung und Fortführung von Karten- und Buchwerk reglementierte. So war für die Qualität der Unterlagen nur die persönliche Tüchtig-
keit des Vermessungskundigen maßgebend. Das vorhandene lokale Netz wurde später ebenfalls an die preußische Landesaufnahme angeschlossen.
30 Gemeinden des ehemaligen Kleinstaates besaßen bis 1934 kein ordnungsgemäßes Kataster. Für diese Gemeinden wurde erst 1935 durch Luftbildmessung ein behelfs-
mäßiges Kataster geschaffen.“

32
4.
Unterlagen des (Reichs-)Einheitskatasters und Unterlagen, die vom DDR-Liegenschaftsdienst fortgeführt oder
neu erstellt wurden (19(33)/54 bis 1992)
4.1
Liegenschaftskataster
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
4.1.1
Flurkarte
Kartenwerk
vorhandene Flurkarte blieb in
Kraft
/
im Lichtpaus- oder Druckverfah-
ren auf Karton hergestellte Dup-
likate sogenannter
Mutterpau-
sen
, die zur Durchführung der
Bodenschätzung und Aufstellung
des Liegenschaftskatasters von
den früheren Katasterkarten
angefertigt worden
ab 1954
in der Regel Maßstab der
vorhandenen Flurkarte/
Karton/
plan liegend/
Darstellung aller Verände-
rungen und Berichtigungen in
roter Tusche, wegfallende
Linien und Bezeichnungen
werden mit roter Tusche ge-
kreuzt bzw. gestrichen
A
4.1.2
Herausgabeori-
ginal der Flurkar-
te
Kartenwerk
Herausgabeoriginal
/
transparentes Duplikat der Flur-
karte
ab 1954
in der Regel Maßstab der
vorhandenen Flurkarte/
Transparent/
plan liegend
Grundlage der Ablichtungen
für Nutzer
Fortführung in schwarzer
Tusche, wobei wegfallende
Linien und Bezeichnungen
entfernt wurden
V
4.1.3
Flurbuch
Buchwerk
ersetzte vorhandenes Flur-
buch
(lfd. Nr. 10, 36, 45) und
umfasst vier Teile:
- Eigentümer- bzw. Miteigentü-
merverzeichnis
- Liste der Flurstücksnenner
- eigentliches Flurbuch
- Zusammenstellung nach
Nutzungsarten
1954
A

33
4.1.4
zugehörig::
Eigentümer-
verzeichnis, Mit-
eigentümer-
verzeichnis
Buchwerk
Wahrung der Übersichtlichkeit
des Flurbuches
- /
Papier/
aufsteigend nach Eigen-
tümern in der Reihenfol-
ge und Ordnung, in der
die Nummern des Lie-
genschaftsbuches/ der
Bestandsblätter der Lie-
genschaftskartei verge-
ben sind/
stehend/
Format Folio
siehe Anlage 2
dem Flurbuch vorangestellt
bei größeren Gemeinden als
selbständiges Buch geführt
A
4.1.5
zugehörig:
Liste der
Flurstücks-
nenner
Buchwerk
Überblick über bisher verge-
bene Stammnummern sowie
leichteres Auffinden neu ge-
bildeter Flurstücke im Flur-
buch
Papier/
Format Folio
siehe Anlage 2
zwischen Eigentumsver-
zeichnis und dem eigentli-
chen Flurbuch
A
4.1.6
Flurbuch
Buchwerk
Beschreibung aller Flurstücke,
siehe auch lfd. Nr. 5.6.9
-/
Papier/
gemarkungsweise ange-
legt, aufsteigend nach
Flst.nr., getrennt nach
Fluren/
stehend/
Format Folio
siehe Anlage 2
bei größeren Gemarkungen
in einem separaten Buch
fortgeführt
A
4.1.7
zugehörig:
Zusammenstel-
lung nach Nut-
zungsarten
Buchwerk
Zusammenstellung für statis-
tische Zwecke
Papier/
Format Folio
siehe Anlage 2
am Ende des Flurbuchs
A
4.1.8
Liegenschafts-
buch
Karteiblätter
A
4.1.9
Gebäudebuch
Karteiblätter
Beibehaltung der Gebäude-
steuerrolle in Preußen
A

34
4.1.10
Alphabetisches
Namensver-
zeichnis
Karteiblätter
A
Zahlenwerk
D
4.1.11
Flächenberech-
nung zum Ver-
änderungsnach-
weis
Akten
Nachweis der Ermittlung der
neuen Flächenangaben
Formular
D
4.1.12
Veränderungs-
nachweis
Akten
Nachweis, welche Liegen-
schaftskatasterangaben (z.B.
Flurstücke oder Nutzungen)
geändert wurden
Formular
D
4.1.13
Rechtsträger-
nachweis
Akten
ausgestellt von volkseigenen
Betrieben bzw. staatlichen oder
gesellschaftlichen Einrichtungen
zur Dokumentation des Wech-
sels eines Rechtsträgers an
einem volkseigenen Grundstück
Formular
D
4.1.14
Übersicht über
die Verände-
rungsnachweise
und veränderten
Flurstücke
Akten
D
4.1.15
Zusammenstel-
lung der Zu-und
Abgänge
Akten
D
4.2
Bodenreform (1945 bis 1949)
Die Grundbuchämter sind heute nicht mehr in der Lage, Recherchen über die Ergebnisse der Bodenreform und die grundstücksrechtlichen Folgen des Volksentscheids im
Jahre 1946 durchzuführen. Unter Aufsicht der sowjetischen Militäradministration sind die betroffenen Grundbuchakten verbrannt worden. Auch die dazugehörigen Grund-
buchblätter wurden aus den gebundenen Büchern herausgeschnitten und verbrannt. Im Grundsteuerkataster sind nur die ehemaligen Eigentümer mit schwarzer Tusche
überstrichen worden, aber nur im Besitzstandsbuch, nicht dagegen in den Flurbüchern.

35
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/ Träger-
material/ Ordnungs-
und Lagerungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
4.2.1
Verfahrens-
(Aufteilungs-
)Plan
Kartenwerk
schnellstmögliche Sicherung
der politischen Ziele der Bo-
denreform
Rohvermessung
nach Bestätigung durch Bo-
denkommission Grundbuch-
eintragung und Urkunden-
ausstellung
A
4.2.2
Kopie des Ver-
fahrens-
(Aufteilungs-
)Planes, Kar-
tenauszug
Kartenwerk
Eintrag der Veränderungen
Verzicht auf Anfertigung,
wenn Flurkarte so beschaf-
fen, dass Veränderungen in
diese einzutragen waren
A
4.2.3
Flurkarte
Kartenwerk
ersetzt bisher vorhandenen
Flurkarte
Schluss(Stück-, Kataster-
)vermessung
Rechtliche Absicherung der
Neueinteilung der Flurstücke
durch exakte Vermessung
A
4.2.4
Flurbuch
Buchwerk
ersetzt vorhandenes Flurbuch
-/ Papier/
aufsteigend nach Flst.nr./
stehend/
Format Folio
A
4.2.5
Fortführungs-
riss
Zahlenwerk
Formate DIN A4/A3
A
4.2.6
Grenzverhand-
lung
Akten
nur bei Berichtigung der Um-
ringsgrenzen
D
4.2.7
Grenzanerken-
nung(-sliste)
Anerkennung der neuen
Grenzen durch die neuen
Eigentümer
D
4.2.8
Veränderungs-
listen
Grundlage für die Fortführung
des Liegenschaftskatasters
aufgestellt und übermittelt
durch Grundbuchamt ent-
sprechend Aufteilungsplan
nach Berichtigung des
Grundbuches
D
4.2.9
Polygonnetzbe-
rechnungen,
Flächenberech-
nung
Berech-
nungsakten
D

36
4.3
Integrationsregister und COLIDO (1981 bis 1993)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
COLIDO
(Registrative) Computerge-
stützte Liegenschaftsdoku-
mentation
Ukass
2008
D
COLIDO 01,
Buchwerk
Integrationsregister
Liegenschaftskatasterteil
Ukass
2008
D
COLIDO 02,
Buchwerk
Bodeneigentumsdokumentation
Dokumentation der Eigen-
tumsverhältnisse, nicht der
Eigentümer
Ukass
2008
D
COLIDO 03
Buchwerk
Bodennutzungsdokumentation
Dokumentation der Nutzung
pro Betrieb
Ukass
2008
D
4.3.1
Integrationsre-
gisterbeleg zur
Ersterfassung
Buchwerk
Primärbeleg für EDV-gerechte
Erfassung der Daten
/
Übernahme der Daten aus dem
analogen Flurbuch/
zuständige Dienststellen
1981-1988
Karteikarte im Querfor-
mat DIN A4, handschrift-
lich befüllt (80 Spalten
und 18 Zeilen)/
sortiert nach Kreis, Ge-
meinde, Gemarkung,
Flurstück
Abgabe der Belege an das
Datenverarbeitungszentrum
Halle an der Saale
Ukass
2008
D
COLIDO 01
(1988 bis 1989)
Buchwerk
Integrationsregister
1985-1988
Lochkarte,
später ½-Zoll-
Magnetbänder
Datenverarbeitungszentrum
Halle an der Saale/
In den Jahren 1985-1988
wurden die Flurbücher sowie
das COLIDO parallel fortge-
führt. Im Jahre 1989 wurden
die Flurbücher geschlossen.
Ukass
2008
D
Ausdrucke auf
Endlospapier
Akten
Rückgabe von Korrekturlisten an
die zuständigen Dienststellen/
Datenverarbeitungszentrum Hal-
le an der Saale
1985-1988
Ukass
2008
D

37
Mikrofiches
Buchwerk
Auskunft in den Dienststellen
/
halbjährliche Übergabe der voll-
ständigen Datenbestandes der
Dienststelle durch Datenverar-
beitungszentrum Halle an der
Saale
1988-1989
Mikrofiches
12 Seiten Ausdruck aus CO-
LIDO pro Mikrofiche/
oft wurde ein vorheriger Da-
tenbestand in den Dienststel-
len aufgehoben (die jeweils
älteren wurden vernichtet)
Ukass
2008
D
Integrationsre-
gisterbeleg zur
Fortführung
Buchwerk
Fortführung
/
halbjährliche Übergabe der In-
tegrationsregisterbelege an das
Datenverarbeitungszentrum Hal-
le an der Saale
1988-1989
Karteikarte im Querfor-
mat DIN A4, handschrift-
lich befüllt (80 Spalten
und 18
Zeilen)
Fortführung des Integrations-
registers auf den gleichen
Vordrucken wie bei der
Ersterfassung mit Karten-
kennzeichen in Spalte 69
(„1“,„2“,„3“)
Ukass
2008
D
4.3.2
COLIDO 01
(1989 bis 1993)
Buchwerk
Integrationsregister
½-Zoll-Magnetbänder
Datenverarbeitungszentrum
Halle an der Saale
Ukass
2008
D
Disketten
Auskunft in den Dienststellen/
halbjährliche Übergabe des voll-
ständigen Datenbestandes der
Dienststelle durch Datenverar-
beitungszentrum Halle an der
Saale
1989-1993
ab 1989 5¼-Zoll-Disk,
ab 1990/91 3½-Zoll-Disk
in PC1715
oft wurde ein vorheriger Da-
tenbestand in den Dienststel-
len aufgehoben (die jeweils
älteren wurden vernichtet)
Ukass
2008
D
Disketten
Fortführung
/
Erzeugung der Fortführungsin-
formationen mit Erfassungspro-
gramm auf Diskette und halb-
jährliche Übergabe der Disketten
an das Datenverarbeitungszent-
rum Halle an der Saale
ab 1989 5¼-Zoll-Disk,
ab 1990/91 3½-Zoll-Disk
in PC1715
die Übergabe der Disketten
mit den Fortführungsdaten an
das Datenverarbeitungszent-
rum Halle an der Saale sowie
die Übergabe des vollständi-
gen Datenbestandes der
Dienststelle durch das Da-
tenverarbeitungszentrum
Halle an der Saale
erfolgten
an einem Tag
Ukass
2008
D
COLIDO 02
Bodeneigentumsdokumentation
sortiert nach Kreis, Ge-
meinde, Gemarkung,
Eigentumsverhältnis
Führung der Eigentumsver-
hältnisse (Volkseigentum,
Kirche, privat …)
Ukass
2008
D
COLIDO 03
Bodennutzungsdokumentation
für jede LPG, GPG, private Gärt-
nerei … (jeweils eine lfd. Be-
triebsnummer)
sortiert nach Kreis, Nut-
zungsverhältnis
Wirtschaftskataster ist Vor-
läufer der Bodennutzungs-
dokumentation
Ukass
2008
D
Bodennut-
zungsgrundkar-
ten
/
Nutzungskartenerfassung durch
Feldvergleich
Kartonlichtpause
Ukass
2008
D

38
5.
Unterlagen anderer Stellen zur Fortführung des Liegenschaftskataster durch die jeweils katasterführende Behörde (bis 1990)
5.1
Domänen(Staatsgüter-)vermessung im historisch sächsischen Teil (ab ca. 1800)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
5.1.1
Messtisch
(Mensel-)blatt
der Domänen-
vermessung
Kartenwerk
Herstellung Karten, Flächener-
mittlung der zugehörigen Flur-
stücke und Anlage von Lagerbü-
chern/
Messtischaufnahme
ab ca. 1800
1:3640,
ab Mitte 1840er: 1:2730
A
5.1.2
Lagerbücher
Buchwerk
Beschreibung der Lage, der
Größe und der Ertragswerte der
Kammergüter
Risse (Krokis), tabellarische
Übersichten, Zeichnungen
über zum Gut gehörende
Gebäude und gewerbliche
Anlagen
A
5.2
Kameral- und Forstvermessung im historisch sächsischen Teil (ab ca. 1811)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
5.2.1
Messtisch
(Mensel-)blatt
der Forstver-
messung
Kartenwerk
/
Messtisch und Bussole
ab ca. 1760
1:4853
(80 verjüngte
Ruten = 3 Dresdner Zoll),
ab 1872: 1:5000
„Das Forstkataster war bis
1945 kein Bestandteil des
Liegenschaftskatasters, da es
zum Fiskus (Steuerverwal-
tung) gehörte. Mit Aufstellung
des Einheitskatasters erfolgte
die Übernahme der Unterla-
gen und eine teilweise Ver-
einheitlichung der Maßstäbe“
A

39
(Quelle: Mit Messtisch und
Messkette …)
periodische Fortführung
Preußen,
Provinz Sachsen
1:5000
A
5.2.2
Grenzregister,
Grenzlagerbü-
cher
Buchwerk
mit Zahlen-
angaben
siehe Anlage 2
A
5.2.3
Flächenver-
zeichnis
Buchwerk
Flächenverzeichnis
A
5.2.4
Flächen- und
Bestandsregis-
ter
Buchwerk
Beilage A vom Wirtschaftsplan,
nur forstwirtschaftliche Einrich-
tung, Beschreibung des ganzen
Reviers
A
5.2.5
Forstrisse
Zahlenwerk
/
Führung vor Ort in Bleistift
A
5.3
Gewässervermessungen, z.B. Anfertigung einer Elbstromkarte (ab ca. 1820)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
5.3.1
73 Messtisch-
blätter
Kartenwerk
Elbstromkarte
1820 -1828
A
Nachmessung der Elbstromkarte
ab ca.
1850,
1859-1861
1:2400
A
Nachmessung der Elbstromkarte
ab ca. 1880
1:2000
A
Kopien der
Flurkarte
Kartenwerk
Erstellung vollständiger Was-
serverlaufskarte
/
Kopie der Flurkarte
1909
1:1000 oder 1:2000
D

40
5.3.2
Elbuferflurbü-
cher
Buchwerk
entstanden durch Vermessung
des Ufergeländes
A
5.4
Grenzkarten mit anderen Staaten
siehe Anlage 2
5.5
Eisenbahnvermessung (ab ca. 1830)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung/
Urheber
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
5.5.1
Projektplan,
Grunderwerbs-
karte, Parzel-
larkarte
Kartenwerk
Aufstellung des (speziellen)
Projekts
/
Vorarbeiten nach Konzessions-
erteilung
ab ca. 1830
1:500, 1:1000, 1:2000/
Papier auf Leinwand
3 Exemplare/
Aufnahme mind. 150m beid-
seitig der Bahnlinie
A
5.5.2
Berainungs-
grundriss
Kartenwerk
Sicherung der Übereinstim-
mung mit Projekt
/
Dokumentation während des
Baus
1:500, 1:1000, 1:2000/
Papier auf Leinwand
Vermessung und graphische
Darstellung der fertigen Bahn
A
5.5.3
Enteignungs-
grundriss
Kartenwerk
abschließende Dokumentation
der Feldmesserarbeiten
/
während und oder nach dem
Bau/
Privatfeldmesser
1:500, 1:1000, 1:2000/
Papier auf Leinwand
D
5.5.4
Handrisse, Bahn-
risse
Zahlenwerk
/
Führung vor Ort in Bleistift
D
5.5.5
Nachvermes-
sungstabellen mit
Flächenver-
zeichnis, Ver-
messungsregis-
ter, tabellarische
Anzeigen
Akten
D

41
5.6
Unterlagen der Finanzbehörden (Bodenschätzung)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
5.6.1
Messtischblatt
oder Gemeinde-
karte
Kartenwerk
1935 bis 2.
Weltkrieg,
1948 bis
1955
siehe Anlage 2
Aufbewahrung in der Fi-
nanzverwaltung
A
5.6.2
Schätzungsfeld-
karte
Kartenwerk
Grundlage für die Ausarbei-
tung der Schätzungsurkarte
/
örtlicher Eintrag der ermittelten
Feststellungen in Abdruck oder
Lichtpause der Flurkarte
1935 bis 2.
Weltkrieg,
1948 bis
1955
Maßstab der Flurkarte/
Abdruck oder Lichtpause
der Flurkarte /
plan liegend/
Format der Flurkarte
siehe Anlage 2
Aufbewahrung in der Fi-
nanzverwaltung
A
5.6.3
Schätzungsur-
karte, ggf. mit
Hilfskarte
Kartenwerk
Nachweis der Bodenschät-
zungsergebnisse
/ entstanden
aus Abdruck oder Lichtpause der
Flurkarte, in welche die Angaben
der Feldkarte und des Feld-
schätzungsbuches übernommen
wurden
1935 bis 2.
Weltkrieg,
1948
bis
1955
Maßstab der Flurkarte/
Karton/
plan liegend/
Format der Flurkarte
siehe Anlage 2
Aufbewahrung
in der Ver-
messungsverwaltung nach
Nr. 2.8 Abs. 7 VwVLika
A
transparente
Deckpause mit
Bodenschät-
zungsergebnis-
sen zur Flurkarte
Kartenwerk
andere Form des Nachweise-
ses der Bodenschätzungser-
gebnisse
ab 1971
Maßstab der Flurkarte/
Folie/
plan liegend/
Format der Flurkarte
D
5.6.4
Schätzungsrein-
karte
laufend gehaltener Nachweis
der Bodenschätzungsergeb-
nisse
A
5.6.5
Feldkarte einer
Nachschätzung
Kartenwerk
Grundlage für die Ausarbei-
tung der Schätzungsurkarte
ab 1990er
Maßstab der Flurkarte/
Karton/
plan liegend/
Format der Flurkarte
nur Darstellung der nachge-
schätzten Gebiete
Aufbewahrung in der
Fi-
nanzverwaltung
A

42
5.6.6
Nachschät-
zungsurkarte
I, II, III …, ggf.
mit Hilfskarte
Kartenwerk
ersetzt vorhandene Schät-
zungsurkarte
ab 1990er
Maßstab der Flurkarte/
Karton/
plan liegend/
Format der Flurkarte
nur Darstellung der nachge-
schätzten Gebiete
Aufbewahrung
in der Ver-
messungsverwaltung nach
Nr. 2.8 Abs. 7 VwVLika
A
5.6.7
transparente
Deckpause mit
Bodenschät-
zungsergebnis-
sen der Nach-
schätzung I, II, III
…zur Flurkarte
Kartenwerk
ersetzt vorhandene transpa-
rente Deckpause
ab 1990er
Maßstab der Flurkarte/
Folie/
plan liegend/
Format der Flurkarte
nur Darstellung der nachge-
schätzten Gebiete
Aufbewahrung in der Ver-
messungsverwaltung nach
Nr. 2.8 Abs. 7 VwVLika
A
5.6.8
Mehrfertigung
der Schätzungs-
karte für das
Finanzamt
Kartenwerk
1954
wegen Verwaltungsvereinfa-
chung Wegfall der Führung
dieser zweiten Ausfertigung
durch die Finanzämter
D
5.6.9
zu Flurbuch
Buchwerk
flurstücksbezogener amtlicher
Nachweis der Ertragsmesszahl
1948-1955
siehe Anlage 2
A
5.6.10
Feldschätzungs-
buch
Akten
Grundlage für die Aufstellung
des Schätzungsbuches
/
Führung im Gelände zur Ergän-
zung der Feldkarte um alle die-
jenigen Angaben, für welche auf
der Karte kein Raum ist
1935 bis 2.
Weltkrieg,
1948 bis
1955
- /
Papier/
-/
Folio
siehe Anlage 2
Aufbewahrung in der Fi-
nanzverwaltung
A
5.6.11
Schätzungsbuch
Grundlagen sind die Eintragun-
gen im Feldschätzungsbuch und
die Feldkarte
1935 bis 2.
Weltkrieg,
1948 bis
1955
- /
Papier/
-/
Folio
siehe Anlage 2
Aufbewahrung in der Fi-
nanzverwaltung
A
5.6.12
Tagebuch
Akten
u.a. Grundlage für Berechnung
der Reisekosten und Arbeiter-
löhne
1935 bis 2.
Weltkrieg,
1948
bis
1955
- /
Papier/
-/
Folio
siehe Anlage 2
Aufbewahrungsort unbekannt
D
5.6.13
Abschließende
Niederschrift
Akten
Aufzählung der beteiligten Per-
sonen und der aufgestellten Kar-
ten und Urkunden
1935 bis 2.
Weltkrieg,
1948 bis
1955
- /
Papier/
-/
Folio
siehe Anlage 2
Aufbewahrungsort unbekannt
D

43
5.6.14
Feldschätzungs-
buch einer Nach-
schätzung
Akten
Grundlage für die Aufstellung
des neuen Schätzungsbuches
1990er
- /
Papier/
-/
Folio
Aufbewahrung in der Fi-
nanzverwaltung
D
5.6.15
Schätzungsbuch
einer Nachschät-
zung
Grundlagen sind die Eintragun-
gen im Feldschätzungsbuch und
die Feldkarte
1990er
- /
Papier/
-/
Folio
siehe Anlage 2
Aufbewahrung in der
Fi-
nanzverwaltung
D
5.6.16
FESCH
(digitales Feld-
schätzungsbuch)
Ablösung der analogen Fortfüh-
rung von Feldschätzungsbuch
und Schätzungsbuch durch die
digitale Führung
aktuell
digital
Führung durch Finanzver-
waltung
D
6.
Unterlagen zum sächsischen Kataster in anderen Behörden (bis 1990)
6.1
Unterlagen in Gemeinden und Städten
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung/
Urheber
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
lfd. Nr. Fundstelle/
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
6.1.1
Flurbuchab-
schrift
Buchwerk
jährlich im Oktober durchzu-
führende Überprüfung der
Identität zwischen Flurbuch
und Örtlichkeit (Identitätsrevi-
sion)
/
auf Verlangen der Gemeinde
oder Stadt/
Bezirkssteuereinnahme oder
Stadtrat für Gemeinde oder Stadt
ab 1843
Einband grau/blau
Empfehlung, zu jeder Parzel-
le den Ortsteil mit ortsüblicher
Benennung, in welchem sie
liegt, hinzuzuschreiben
Nachtragung ist oftmals nicht
erfolgt
siehe Anlage 2
A
6.1.2
zugehörig:
Kopie des
Flurcroquis
Buchwerk
A

44
6.1.3
Flurrevisions-
anzeigen
Akten
jährlich im November durch
die Gemeindebehörden einzu-
reichende Übersicht über die
jährlichen Identitätsrevisionen
ab 1894
D
6.1.4
Gebäude-
Nutzungsver-
zeichnis
Akten
laufende Gebäudeabschät-
zung für Grundsteuerzwecke
/
Gemeinde oder Stadt
ab 1838
D
6.1.5
Bauverände-
rungsanzeigen
Akten
jährlich im November durch
die Gemeindebehörden einzu-
reichende Übersicht über die
Neubauten und Veränderun-
gen von Gebäuden
D
6.2
Bekannte Unterlagen in den Amtsgerichten und Grundbuchämtern
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung/
Urheber
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
lfd. Nr. Fundstelle/
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
6.2.1
Flurbuchab-
schrift
Buchwerk
1934-1952
Einband schwarz mit innen
eingedrucktem Stempel
„Amtsgericht …“
siehe Anlage 2
A
6.2.2
Liegenschafts-
buch, Gebäu-
debuch, Alpha-
betisches Na-
mens-
verzeichnis
Buchwerk
ab 1952
Kartei
Führung der Grundbücher
durch die Grundbuchämter
von 1952-1991, nach 1991
wieder durch die Amtsgerich-
te
zu Gebäudebuch:
Beibehaltung der Gebäude-
steuerrolle im historisch
preußischem Landesteil
A

45
6.3
Unterlagen in den Finanzämtern
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
6.3.1
Mehrfertigung
des Liegen-
schaftsbuches,
des Gebäude-
buches für das
Finanzamt
Buchwerk
1954
Kartei
wegen Verwaltungsvereinfa-
chung Wegfall der Führung
dieser zweiten Ausfertigung
durch die Finanzämter
D
7.
Unterlagen aus den katasterführenden Behörden des Freistaats Sachsen (ab 1990)
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
7.1
analoge
Liegenschafts-
karte
Kartenwerk
Ergänzung um Karten zu
Verfahren nach dem VZOG
(VwV-VZOG)
A
7.2
Automatisierte
Liegenschafts-
karte
Kartenwerk
Verfahren ALK
/
digitale Erfassung der analogen
Flurkarten
1998-2013
EDBS (Einheitliche Daten-
bankschnittstelle)
A
(letz-
ter
ver-
füg-
barer
Da-
ten-
be-
stand

46
7.3
Automatisiertes
Liegenschafts-
buch
(nicht
mehr existent)
Buchwerk
Verfahren ALB
/
Übernahme von Daten aus dem
Verfahren COLIDO und Ergän-
zung der Eigentümer
1993-2004
A
7.4
Automatisiertes
Liegenschafts-
katasterinfor-
mationssystem/
Stufe 1
Buchwerk
Verfahren ALKIS/1
/
Migration der Daten aus dem
Verfahren ALB
2004-2013
erstmals digitale Versionie-
rung der Flurstücke, Daten-
bank
A
(letz-
ter
ver-
füg-
barer
Da-
ten-
be-
stand
)
7.5
Amtliches Lie-
genschaftska-
tasterinformati-
onssystem
integrierte
Führung von
Kartenwerk
und
Buchwerk
Verfahren ALKIS
seit 2013
Nach AdV/KLA- Bewer-
tungsmodell: XML-Format
portioniert in Form einer flä-
chendeckenden NBA-
Grundausstattung; optional
zusätzlich TIFF+TFW oder
PDF/A1b
A
(alle
5
Jah-
re,
Start:
2015)
7.6
Fortführungs-
risse vor
VwVVU
Zahlenwerk
bis 1994
A
7.7
Fortführungs-
risse nach
VwVVU
Zahlenwerk
1994-2003
ab VwVVU sogenannnte
einwandfreie Vermessung
A
7.8
Fortführungs-
risse nach
VwVKvA
Zahlenwerk
ab 2003
- Bestimmung von
Flurstücksgrenzen,
- Aufmessung von
Gebäuden,
- Aufmessung der Nutzung
von Flurstücken
A

47
7.9
Fortführungs-
risse nach
VwVLika
Zahlenwerk
ab 2005
- Verschmelzung,
- Erfassung von
Gebäudedaten aus
Luftbilderzeugnissen,
- Aktualisierung der Nutzung
von Flurstücken, soweit
kein FR nach VwVKvA,
- Berichtigung, soweit kein
FR nach VwVKvA,
- Berechnung von
Vermessungskoordinaten,
- Bestimmung von
Passpunkten
A
7.10
Fortführungs-
risse nach
VwVFlurVerm
Zahlenwerk
Unterlagen von Bodenord-
nungsverfahren
/
Verfahren nach FlurbG und
LwAnpG
ab 2004
A
7.11
Fortführungs-
risse aus sons-
tigen Boden-
ordnungsver-
fahren
Zahlenwerk
Unterlagen von Bodenord-
nungsverfahren
/
Umlegungsverfahren u.a.
D
7.12
Fortführungs-
risse aus Daten
anderer Stellen
Zahlenwerk
Dokumentation von Gebäude
und Nutzungsänderungen
D
7.13
Sicherungen
von Fortfüh-
rungsrissen
Zahlenwerk
Sicherung aller vorhandenen
Fortführungsrisse
Durchschriften, Kopien,
Mikrofilm
D
7.14
Festlegungsris-
se der Aufnah-
mepunkte (AP)
Festlegungsrisse von AP oder
vergleichbaren historischen
Punkten
Festlegungsrisse von AP oder
vergleichbaren historischen
Punkten
ohne/
Papier im Format A4
abgelegt in Ordnern
D
Netzübersichten
D
Berechnungsakten
D
Koordinatenverzeichnisse
D
Kopien der AP-Festlegungsrisse,
in denen Veränderungen doku-
mentiert wurden
D

48
7.15
Fortführungs-
akten
Akten
Veränderungsnachweise oder
vergleichbare Unterlagen, die vor
dem 9. September 2003 gefertigt
wurden
Veränderungsnachweise
D
Übersichten und Listen über
Veränderungsnachweise
D
Sammelakten über Flurstücks-
veränderungen
D
Entstehungsnachweis der digita-
len Liegenschaftskarte
D
Fortführungsakten nach VwVLika
alte Fassung
D
Fortführungsnachweise
einschl. Auszügen aus der
Liegenschaftskarte
D
7.16
Antragsunterla-
gen 10 Jahre
Aufbewah-
rungsdauer in
uVB
Antrags-
unterlagen
Antrag: Bereitstellung von Unter-
lagen für Katastervermessungen,
Bereitstellung von Unterlagen für
sonstige Zwecke, Durchführung
von Recherchen, Antragsbücher
zur Vermessung)
Ukass
2008
V
Begleitblatt zur Übernahme
Ukass
2008
V
Flächenberechnung
Ukass
2008
V
Entscheidung zur Flächenver-
besserung
Ukass
2008
V
Protokoll zur Änderung der
Punktdatei
Nachweis der vergebenen
Punktnummern
Ukass
2008
V
Nummerierungsbezirk
Ukass
2008
V
Übernahmenachweis
Ukass
2008
V

49
Kopie des Prüfprotokolls
V
Schriftverkehr bei Bodenord-
nungsverfahren
Übernahmeersuchen
Ukass
2008
V
Mehrfertigung der Unterlagen
der zuständigen Behörden
Ukass
2008
V
Nachweis der Bekanntgabe der
Änderung von Daten des Lika
Bekanntgabeschreiben
Ukass
2008
V
Bekanntmachung
Ukass
2008
V
Nachweise zur Offenlegung
Ukass
2008
V
Mehrfertigungen gerichtlicher
und behördlicher Entscheidun-
gen
Urteile
Ukass
2008
V
Vergabe von Hausnummern
Ukass
2008
V
sonstiger antragsgebundener
Schriftverkehr
Gesprächsprotokolle
V
Mitteilung an das Grund-
buchamt
Ukass
2008
V
Übersicht VN-Abgabe an das
Grundbuch
Ukass
2008
V
Eintragungsmitteilung des
Grundbuchamtes
Ukass
2008
V
Protokoll über Datenbank und
Datensätze
Ukass
2008
V
Wiederspruchs- und Be-
schwerdeverfahren
V
Mitteilung von Veränderun-
gen des Gebäudebestandes
und der Nutzung
Ukass
2008
V
Sonstiges
Instrumentenprüfprotokolle
Ukass
2008
V
Disketten
Ukass
2008
V
7.17
Antragsunterla-
gen 30 Jahre
Aufbewah-
rungsdauer in
uVB
Antrags-
unterlagen
Kopien der Protokolle zur Über-
mittlung von Vorbereitungsdaten
Kopien der Protokolle
Ukass
2008
V
Berechnungsunterlagen von
Katastervermessungen und Ab-
markungen, die von der kataster-
führenden Behörde durchgeführt
wurden
Ukass
2008
V

50
8.
Sonstige Unterlagen mit vermessungsbezogenem Inhalt
lfd.
Nr.
Bezeichnung
Kategorie
Funktion/
Entstehung
Entstehg.
(Laufzeit)
Maßstab/
Trägermaterial/
Ordnungs- und Lage-
rungszustand/
Format
Bemerkungen/ Sonstiges/
Lagerort (wenn außerhalb
uVB)
Aufbew.
frist
und
-ort
Bew.
8.1
Sonstige Unter-
lagen mit ver-
messungs-
bezogenem
Inhalt
Stadtkarten einschließlich Er-
gänzungsblätter
D
Sonstige Karten, soweit nicht
dem Liegenschaftskataster zu-
zuordnen
Anmerkung:¨Die von den
zuständigen Stellen übermit-
telten
Flächennutzungspläne,
Bebauungspläne, Straßen-
und Eisenbahnübersichtskar-
ten sowie Bodenrichtwertkar-
ten sind zu vernichten, wenn
sie für den Geschäftsbetrieb
nicht mehr benötigt werden.
D
Deutsche Grundkarte
D
Luftbilder
D
Tagebaurisse
A
Karten zur Bodennutzung
D
Thematische Karten, Übersichts-
karten
D
Unterlagen zu Lage- und Hö-
hennetzen, soweit nicht dem
Liegenschaftskattaster zuzuord-
nen
D
ingenieurgeodätische Unterlagen
D
8.2
Unterlagen zu
Raumbezugs-
punkten (RBP)
Mitteilungen über Änderungen
Ukass
2008
V
Festlegungen
Ukass
2008
V
TP-Kartei
Ukass
2008
V
NivP-Kartei
Ukass
2008
V

51
TP-Koordinatenliste
Ukass
2008
V
Koordinatenkatalog der Punkte
der
Staatlichen Trigonometri-
schen Netze der DDR (STN) im
örtlichen Koordinatensystem Nr.
1205/63
Ukass
2008
V
Festpunktübersicht
Ukass
2008
V
Gauß-Krüger (GK)-Netz (altes
System)
Ukass
2008
V

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
4.2
Erläuterungen zu einzelnen Unterlagen des Bewertungsmodells
zu
Num
Bezeichnung
Erläuterungen
1.1.1
Messtisch-
(Mensel)blatt
aus der
Flurgrenzver-
messung
Die Vermessung diente der Aufnahme der Flurgrenzen, der Hauptwege, der Umfangslinien der Dörfer bzw. Städte sowie der Rainungen
einer Flur. U.a. wurden folgende Vorschriften erlassen:
- schwarz aufgetragenes Quadrat mit 20 Zoll (47cm) Seitenlänge
- schwarz aufgetragene 18 Zoll (42cm) lange Kreuzlinien (um später den Papierverzug berücksichtigen zu können)
- in schwarzer Tusche aufgetragene Standlinie mit Längenangabe (Basis bei Messtischaufnahme)
- Aneinanderfügen der Messtischblätter (Blattverbindung) durch
o
Verbindungspunkte am Blattrand (V.P. in „rot“),
o
Richtungen zu Alignements (markante topografische Punkte)
o
sowie magnetische Meridianangaben
- Aufnahme der ca. 400 Acker großen Rainungen zur besseren Kontrolle der Flächenberechnung
o
Nummern der einzelnen Punkte der Rainungen in roter Tinte
- Aufnahme der Güter in Ortschaften
o
nur in ca. jeweils 50 Ruten (ca. 200m) Entfernung seitwärts der Hauptwege, insbesondere am
Dorfein- und Dorfausgang
- Zerlegung der Flächen in Figuren (Dreiecke und Trapeze) mit Bleistiftlinien zur Flächenberechnung
o
durften nicht wieder entfernt werden
o
grafisches Abgreifen der Maße und Eintrag der zur Flächenberechnung abgegriffenen Figurenmaße in „(erstes) Rech-
nungsmanual zur Inhaltsbestimmung der Flur“
- vor Beginn der Detailvermessung Revision durch Vermessungsinspektor
o
„die Netzaufnahme richtig befunden am ..ten …183., N. N.“
Erlaubnis zur Aufnahme der Rainungen
o
„die Aufnahme des Details geprüft am ..ten …183., N. N.“
Erlaubnis zur Auszeichnung des Menselblattes
- nach der Detailvermessung zur Bestimmung der mittleren Entfernung der Flurparzellen zum Dorf Konstruktion von Parallellinien in 250
und 500 Ruten (1074 und 2148m) Entfernung, bei Stadtfluren dienen die Umfangslinien der Städte als Grundlage
vgl. Beispiele Mergendorf (HStA 10808-249), Borlas (HStA 10803-626)
1.1.4
Vorbereitungs-
blätter (Präpa-
rationsblätter)
für Detail-
vermessung
In ein vergrößertes Croquis einer Flur wurden nach Schrittmaß bemessene kleinere Abschnitte eingetragen. In diese waren mit einem
ortskundigen Führer mit Bleistift die Parzellengrenzen nach Augenmaß,
die vorläufigen Parzellennummern sowie die Rain- und Grenz-
punkte mit einem Führer einzutragen. In einer Schreibtafel waren außerdem vor Ort die Kulturart und der jeweilige Besitzer zu vermerken.
In der Wohnung waren die Parzellen so mit roter Tinte neu zu nummerieren, dass zunächst die Dorfparzellen, nachfolgend die Feldparzel-
len und abschließend die Wege, Gräben etc. so erfasst wurden, dass nebeneinanderliegende fortlaufend nummeriert waren. Die Numme-
rierung in der Schreibtafel war zu berichtigen.

1.1.5
Blatt aus der
mit der Mess-
kette durchge-
führten Detail-
vermessung
(Flurstücks-
vermessung,
Parzellenver-
messung)
Eine übergebene „flüchtig abgezeichnete bildliche Darstellung der Flurgrenzen“ war mit dem Wegenetz zu vervollständigen (Rückwärts-
einschneiden). Die dadurch erhaltenen Komplexe wurden nacheinander in der Regel mit der Kette aufgemessen (Zerlegungsmethode,
Koordinatenmethode oder Parallelmethode) und die Maße in das Blatt eingetragen. Die zur Flächenberechnung gemessenen Maße waren
in das „Rechnungsmanual der Detailvermessung der mit der Kette vermessenen Parzellen“ einzutragen. Die nach Augenmaß eingezeich-
neten Parzellen wurden mit laufenden Nummern versehen, welche in das Flurbuch übernommen wurden.
Die Blätter wurden bei Flurstückszergliederungen fortgeführt, indem neue Flurstücksgrenzen freihändig eingetragen und die gebildeten
Flurstücke mit Flurstücksnummern versehen wurden. Neu errichtete Gebäude waren in diesen Blättern nicht nachzutragen.
vgl. Beispiel (HStA 13657-B308)
1.1.6
in der Regel
nicht mehr
vorhandenes
Messtischblatt
aus der Detail-
vermessung
(Flurkarte,
Urkarte)
Die aufgetragenen Figuren wurden in der Regel um das Papier wiederverwenden zu können nach Entnahme der Maße wegradiert.
Die zur
Flächenberechnung abgegriffenen Figurenmaße waren in das „Rechnungsmanual der Detailvermessung mit Figurenskizzen der
mit dem
Messtisch vermessenen Parzellen“ einzutragen.
1.1.7
Messtischblatt
aus der Detail-
vermessung
(Flurkarte,
Urkarte)
Messtischaufnahme der Feldlage:
- ab Ende 1836: in Eigenregie des Geodäten größere Planchetten, Ausziehen der Figuren mit Tusche an Stelle mit Bleistift, Zerlegen der
Flurstücke in Dreiecke und Vierecke durch rote Tusche (?)
- Parzellennummer mit roter Tinte
- Parzellenrainungen mit schwarzer Tuschelinie
- Zerlegung der Parzellen in Dreieicke und Trapeze, Anschreiben der dazugehörigen Maße mit schwarzer Tusche
- Anleimen eines Beiblattes zu jedem Menselblatt, auf welchem alphabetisch die Namen der Besitzer mit ihrer Kulturart zu vermerken
waren
- gezackte Verbindung der einzelnen Menselblätter (Flurstücksgrenzen); eingezeichnete Gebäude (aus Augen- oder Schrittmaß
er-
kenntlich durch teils breit ausgezogene Gebäudelinie)
- ab 1840: 18 Zoll lange Kreuzlinien zur späteren Bestimmung des Papiereingangs
Messtischaufnahme der Dorflage:
- enthalten keine abgegriffenen Maße, sondern nur die Parzellennummern
Die zur Flächenberechnung abgegriffenen Figurenmaße waren in das „Rechnungsmanual der Detailvermessung mit Figurenskizzen über
die Dorfparzellen“ einzutragen.
Die Blätter wurden bei Flurstückszergliederungen fortgeführt, indem neue Flurstücksgrenzen durch Kartierung eingetragen und die gebil-
deten Flurstücke mit Flurstücksnummern versehen wurden. Neu errichtete Gebäude waren in diesen Blättern nicht nachzutragen. Die
Blätter wurden bis 1908 fortgeführt.
1.1.10
Flurbuch
Eintrag der Flurstücke (Parzellen) der Steuerflur (Flurbezirk) in ihrer Nummernfolge unter Angabe ihrer Eigenschaft („Gegenstand“ oder
„Kulturart“), ihres Flächeninhalts, ihrer Abschätzung, ihres „definitiven“ Reinertrags und der ihnen hiernach aufhaftenden Steuereinheiten
sowie Angabe des Eigentümers (Besitzers), dem das Flurstück zur Zeit der Anlegung des Flurbuchs gehörte, sowie das Konto des Grund-
steuerkatasters, auf dem es zur Zeit der Anlegung eingetragen war

Das Flurbuch wurde sukzessive im Zuge der Vermessungs- und Abschätzungsarbeiten aufgestellt:
Bei der
Vermessung
,
nach der Flurgrenzenvermessung und vor der Detailvermessung
, wurde der Vorbogen des Flurbuches ange-
legt. In diesem waren aufzuführen:
- „A. Im Dorfe … wohnende Grundbesitzer“,
- „B. Auswärts wohnende Grundbesitzer“
(in jeweils alphabetischer Reihenfolge der Zunamen mit freiem Zwischenraum für spätere Eintragungen)
- C. Namen der einzelnen Flurteile
- D. Namen der Berge, Teiche, Bäche, Flüsse … .
Während der Detailvermessung
waren in dem gedruckten und zusammenzuheftenden Flurbogen (Seite des Flurbuches) die Spalten:
- Nummer der Parzelle,
- Name des Besitzers,
- Kulturart
auszufüllen. Bei Gebäuden sowie bei den Besitzern mit sich doppelnden Namen war zur Unterscheidung die Brandversicherungskataster-
nummer anzufügen.
Nach der Detailvermessung
waren aus den Rechnungsmanualen die Flächeninhalte der Parzellen in die Spalte
- Summarischer Flächeninhalt
zu übernehmen.
Die zusammengehefteten Flurbögen (Flurbuch) erhielten einen Umschlag von blauem Doppelpapier mit der Aufschrift „Flurbuch der vom
….ten bis mit …ten ….183. vermessenen Flur ….bei….nebst dazu gehörigen Kroquis , angelegt vom Geodäten NN der ..ten Detailbriga-
de.“
Nach Abschluss der Vermessung
wurde mit der
Abschätzung
begonnen.
Für die Abschätzung der liegenden Grundstücke erfolgten zunächst die Klassifikation sowie die Einschätzung.
Bei der Klassifikation wurden die Normalstücke ausgewählt. Die Ergebnisse wurden im Klassifikationsprotokoll mit beigefügter Tabelle
über die Normalstücke dokumentiert. Zeitgleich war der dokumentierte Besitzstand zu überprüfen und ggf. im Flurbuch zu berichtigen.
Diese Tätigkeiten oblagen dem Oberkommissar der Abschätzung.
Anschließend wurden parzellenweise vor Ort die Ergebnisse der Einschätzung (Nr. und Klasse des vergleichbaren Probestücks) in das
Flurbuch übernommen. Diese Tätigkeiten oblagen dem Spezialkommissar der Abschätzung.
Für die Abschätzung der Dorf- und Stadtparzellen mit ihren Gebäuden wurden die Flächeninhalte und die Mieterträge herangezogen.
Durch Auswertung des „Rechnungsmanuals der Detailvermessung mit Figurenskizzen über die Dorfparzellen“ und des „tabellarischen
Häuserverzeichnisses“ wurden die Flurbögen um die Angaben zu den Dorf- sowie Stadtparzellen ergänzt. Diese Tätigkeiten oblagen
dem Spezialkommissar der Abschätzung.
Die Berechnung und Dokumentation der Reinerträge im Flurbuch erfolgte durch das Katasterbüro der Zentralkommission.

Das
Katasterbüro der Zentralkommission stellte das Flurbuch
auf, ordnete die Individualkataster für jeden Ort und jede Flur und sand-
te diese an die betreffende Verwaltungsbehörde.
Das Flurbuch und das Gebäude-Abschätzungsverzeichnis wurden gleichzeitig ausgelegt.
vgl. Beispiele Mergendorf (HStA 10808-303), Nieska (HStA 10808-303), Borlas (HStA 10803-626)
1.1.11
zugehörig:
Flurcroquis
für den Flurbe-
zirk
Das Flurcroquis wurde mit Hilfe der Menselblätter der mit der Mensel aufgenommenen Flurteile bzw. den in die Berechnungsmanuale
eingetragenen Figuren und Maße bzgl. der mit der Kette vermessenen Flurteile sowie der Präparationsblätter erstellt. Die Parzellengren-
zen wurden mit schwarzer Tusche ausgezogen, die Parzellennummern mit roter Tinte gezeichnet. Das Croquis wurde dergestalt koloriert,
dass öffentliche Gebäude rot, übrige Gebäude schwarz, Straßen und Wege gelbrötlich, Teiche, Flüsse, Bäche lichtblau, die Kulturarten
Felder gelb, Gärten … grün, Waldungen graurötlich, Weinberge violett dargestellt wurden.
Die Richtigkeit wurde durch den Vermessungsinspektor signiert.
1.1.12
Katasterbuch/
Grundsteuer-
katasterbuch/
ab 1. Juli 1922
Besitzstands-
buch
Zusammenstellung der Flurstücke nach ihren Besitzern, Nachweis des Besitzes nach dem Flurbuch und der dem Besitz zugeordneten
Steuereinheiten als Grundlage der Steuererhebung, jeder Grundeigentümer besitzt ein mit einer fortlaufenden Nummer versehenes Konto,
auf dem alle ihm gehörenden Flurstücke im betreffenden Flurbezirk (einzeln und im Ganzen) eingetragen sind
vgl. Beispiel HStA 10808-611
1.1.15
Flurverzeich-
nisse
Zur Vorbereitung der Vermessung aufgestelltes Verzeichnis der innerhalb der Flurgrenzen gelegenen Flur- und Grundstücke mit fortlau-
fender Nummerierung,
aufgestellt durch die Ortsgerichte, vervollständigt durch die Detailgeodäten um die jeweils zugehörige Parzellen-
nummer in rot (Muster in Generalverordnung vom 7. Januar 1835 (Mitt.Bd. II Nr. 1 S. 1))
vgl. Beispiel HStA 10819-Flurverzeichnisse
1.1.16
(erstes) Rech-
nungsmanual
zur Inhaltsbe-
stimmung der
Flur
Berechnung der Flächen aus den unmittelbar nach der Aufnahme aus den Menselblättern abgegriffenen Maßen möglichst großer Drei-
ecke und Vierecke (Rechnungsmanual wurde nach Abschluss der Arbeiten angelegt)
für jede Flur zur Bestimmung des Flächeninhalts der gesamten Flur und ihrer Abteilungen, erste Seite enthält unmaßstäbige Skizze der
Figuren mit abgegriffenen Maßen zur Berechnung im Winter
1.1.17
(zweites)
Rechnungs-
manual zur
Inhaltsbestim-
mung der Flur
für jede Flur
Maße über die Verbindungspunkte und der Definition neuer Berechnungsfiguren
Berechnung der Flächen aus den abgegriffenen Maßen möglichst großer Dreiecke und Vierecke aus der Hauptfigur der ganzen Flur
(Rechnungsmanual wurde nach Abschluss der Arbeiten angelegt)
1.1.21
Kommissions-
akten über die
Klassifikation
und Einschät-
zung des
Grundeigen-
tumes in der
Flur
Bei der Abschätzung der liegenden Grundstücke wurden die Arbeitsschritte Klassifikation, Einschätzung sowie Reinertragsberechnung
unterschieden.
Das Klassifikationsprotokoll mit Tabelle über die Normalstücke beschreibt die Merkmale der Normalstücke, die ganze Flur, die allgemeine
Beschaffenheit des Bodens, die Lage, die Kulturverhältnisse sowie besondere klimatische Umstände. In dem Klassifikationsprotokoll wa-
ren auch die Ergebnisse der Abschätzung der Gebäude auf dem Land (nach den jeweiligen Mieterträgen)
anzugeben. Die Aufstellung
oblag dem Oberkommissar der Abschätzung.
vgl. Beispiel Nieska (HStA 10808-734)

1.1.22
Akten der Ab-
schätzung der
Gebäude in
den Städten
und auf dem
Lande
- tabellarisches Häuserverzeichnis, Nutzungsverzeichnis (Übersicht über die Räumlichkeiten eines jeden Gebäudes zur Vorbereitung der
Abschätzung)
- Abschätzungsprotokoll (täglich geführte Geschäftsakte)
- tabellarisches Gebäudeabschätzungsverzeichnis (Ergebnis der Abschätzung mit Flurstücksnummern für die Zuordnung zum Flurbuch)
vgl. Beispiel Nieska (HStA 10808-1111)
1.2.1
Beurkundeter
Zusammenle-
gungsplan
oder Rezess
3 Ausfertigungen:
- Königliche Generalkommission für Ablösungen und Gemeinheitsteilungen bzw. Kreishauptmannschaft Dresden als Landesamt für
Grundstückszusammenlegungen
- Grund- und Hypothekenbehörde mit Karte
- Beteiligte (Karte ohne gesonderten Antrag nur bis 1922)
Karten:
Königliche Generalkommission für Ablösungen und Gemeinheitsteilungen bzw. Kreishauptmannschaft Dresden als Landesamt für Grund-
stückszusammenlegungen erhält beglaubigte Zusammenlegungs-Reinkarte
1.2.11
Reinkarte
ohne Revisi-
onsmaße und
mit Entfer-
nungsmaßen
zwischen den
Grenzpunkten
(Flurkarte,
teilweise
Urkarte)
Ab 1861 waren die Karten wie folgt zu fertigen:
- objektweise Abgrenzung der Blätter, z.B. nach Wegen, Bächen und Flurstücksgrenzen
- Attestierung der Richtigkeit der Vermessung
- gemessene Entfernungsmaße zwischen den Grenzpunkten
- keine Nummern an Grenzpunkten
- keine Revisionslinien
- kolorierte Grenze des Gebietes, dessen Parzellen von der Zusammenlegung ausgeschlossen oder nicht vermessen worden
Diejenigen Menselblätter der Landesvermessung, deren Inhalt vollständig von der erfolgten Zusammenlegung betroffen war, mussten
außer Kraft und vollständig durch das an die Steuerbehörde ausgehändigte Exemplar der Reinkarte ersetzt werden. Bei nicht vollständig
bearbeiteten Blättern war unter Eintrag eines Vermerks und einer kolorierten und eingemessenen Trennlinie auf die Zusammenlegung
hinzuweisen.
Die Blätter wurden bis 1908 fortgeführt (Flurstückszergliederungen, Grenzwiederherstellungen, Gebäudeänderungen …).
1.2.12
Reinkarte
ohne Revisi-
onsmaße und
ohne Entfer-
nungsmaßen
zwischen den
Grenzpunkten
(Flurkarte,
teilweise
Urkarte)
- siehe 1.2.11, aber keine Entfernungsmaße zwischen den Grenzpunkten
1.2.13
Flurbuch-
entwurf
Fortführung im Zeitraum bis zur Auslegung der Entwürfe
vgl. Beispiele Flurbuchentwurf Nieska mit Nachtrag bis 1949 (HStA 10808-304),
Flurbuchentwurf Mergendorf mit Nachtrag bis 1949 (HStA 10808-250)

1.2.14
Flurbuch
- Übernahme der Parzellennummern aus dem Croquis
- Besitzer und Inhalte der Parzellen aus Zusammenlegungsakten und des Zuteilungsplans
1.2.15
zugehörig:
Flurcroquis
für den Flurbe-
zirk
- Kopie der nicht von Zusammenlegung betroffenen Flurstücke aus dem alten Croquis oder den Menselblättern
-
Eintrag der neuen Parzellen
- Nummerierung der Parzellen im neuen Croquis
1.2.19
Grenzbe-
schreibung,
Grenzbezie-
hungsprotokoll
Beschreibung der Abmarkung der neuen Grenzen in einer Grenzbeschreibung wurde mit Verordnung vom 18. Juni 1845 untersagt. An-
schließend Beschreibung der Abmarkung der neuen Grenzen (Ausgangs- und Endpunkte, Gesamtzahl der Grenzsteine, Material, Be-
schaffenheit, Unterlagen, Erläuterungen zum Grenzzug) in einem Grenzbeziehungsprotokoll.
1.3.1
Messtischblatt
aus Neumes-
sung der mit
der Messkette
durchgeführten
Detailvermes-
sung von
1835-1836
(Flurkarte, Ur-
karte)
Messtischaufnahme
- Eintrag der Flurbuchnummer in Blei
- genaue Aufnahme der Gebäude
- Wohnhäuser waren dunkler als Wirtschaftsgebäude zu kolorieren
- fiskalische Gebäude, Kirchen-, Pfarr- und Schulgebäude waren karminrot darzustellen
- besondere Kennzeichnung der verschiedenen Abmarkungen der Grenzsteine
- Darstellung der Punkte der Grenzsteine durch kleines Viereck karminrot
- Setzen der Grenzsteine nach der Aufnahme war zulässig
- Standlinie und deren Länge mit blauer Farbe
- Planchettenverbindungspunkte waren analog den Verbindungspunkten der Flurgrenzblätter darzustellen
- Kulturarten, Wege und Gewässer waren gesondert darzustellen
- rechtwinkelige und geradlinige Verbindungen der einzelnen Menselblätter
- Maße der mit der Kette vermessene Blattverbindungslinien waren anzuschreiben
- Kreuzlinien auf Planchette sowohl in diagonaler Richtung der Planchette als auch in der Richtung zu den Planchettenkanten
(bei 1:2000 200 Ruten bzw. 900m, bei 1:1000 100 Ruten bzw. 450m)
Die Blätter wurden bis 1908 fortgeführt (Flurstückszergliederungen, Grenzwiederherstellungen, Gebäudeänderungen …).
1.3.2
Karte aus
Neumessung,
Messungs-
nachweis mit
Netzbezug,
Koordinaten-
verzeichnis
Ab 1894 war ein Blattschnitt (Rahmenkarten) auf der Grundlage eines einheitlichen trigonometrische Netzes möglich:
-
1894-1904 Vielzahl von Lokal-Koordinatensystemen
-
seit 1904 3 Klein-Koordinatensysteme unter Beibehaltung vom Meridian Großenhain für das mittlere System
Die Blätter wurden fortgeführt (Flurstückszergliederungen, Grenzwiederherstellungen, Gebäudeänderungen …).
Inselkarte
Bei den Inselkarten erscheint der dargestellte Komplex von Liegenschaften innerhalb der Blattbegrenzung wie eine Insel, wobei die dar-
gestellte Fläche eine Gemarkung, meist jedoch nur eine Flur umfasst. Die Nordrichtung, durch einen Nordpfeil bezeichnet, weist
nach
dem oberen Blattrand, kann jedoch auch etwas nach links oder rechts davon abweichen. Inselkarten haben an ihrem unteren Rand eine
Schriftleiste, die den Namen der Gemarkung, die Nummer der Flur, das Maßstabsverhältnis sowie Hinweise auf ihre Entstehung und Her-
ausgabe enthält.
Rahmenkarte
Bei den Rahmenkarten ist das einzelne Kartenblatt durch Gitterlinien eines Koordinatennetzes begrenzt. Das hat zur Folge, dass Flurstü-
cke von Blattbegrenzungslinien geschnitten werden und Teile solcher Flurstücke auf benachbarten Blättern
dargestellt werden.

1.4.3
Handzeich-
nung, Beiblatt,
Menselblattko-
pie zum Flur-
buchcroquis,
Auszug aus
der amtlichen
Flurkarte (ab
1924)
unmaßstäbliche Handzeichnung
vgl. Beispiel Flurbuch Mergendorf (Handzeichnungen Nr. 1 bis 5, HStA 10808-249)
Kartierung
- Stempel des Kreissteuerrates oder betreffende kreissteuerrätliche Registrandennummer mit Jahreszahl, z.B. „KR
- ab 1856 beglaubigte Kopie gekennzeichnet mit Stempel des Kreissteuerrates oder des Finanzvermessungsbüros
- Teilungslinien in rot, neue Grenzpunkte rot umringelt, wegfallende Grenzen rot gestrichen
- Bemerkung „Abrainung ist erfolgt“
Kartierung der Fortführung in den Fluren, wo Menselblatt nicht vorhanden oder nicht anwendbar war
(betroffene Fluren siehe Verordnung vom 8. August 1856 (G.- u. V.-Bl. S 190), Bekanntmachungen in den Mitteilungen aus der Verwal-
tung der direkten Steuern vom 17.01.1883 und vom 25.05.1904)
1.4.4
zum Flurbuch:
Nachtrag
Gegenstände des Flurbuchnachtrags sind Steuereinheitenveränderungen sowie Grundstücksteilungen ohne Steuereinheitenveränderung
-
veränderte Parzellen rot unterstrichen
-
Verweis auf Seite der „Grundsteuerakten für jede Steuerflur“
-
Verweis auf Beiblatt durch „s. Beiblatt Nr. …“ oder Verweis auf Flurcroquis zum Flurbuch durch „s. Kroquis“
Unterlagen für Nachtrag:
-
Flurbegehungs- und Bauveränderungsanzeigen
-
von den Amtshauptmannschaften, Straßen-
und Wasserbauinspektionen und Gemeindebehörden dem Kreissteuerrat mitzuteilende
Nachweise über den Bau, die Verlegung, die Verbreiterung oder die Einziehung öffentlicher Wege oder über die Regelung des Laufs
fließender Gewässer oder über die Verfügung freigewordener Flussbetten
-
nach der Abhaltung des Schlusstermines im Enteignungsverfahren von der Enteignungsbehörde der Steuerbehörde mitzuteilende
Unterlagen (z.B. Eisenbahn-Enteignungsverfahren)
-
die in Umlegungs- und Enteignungssachsen von der Baupolizeibehörde der Steuerbehörde mitzuteilende Unterlagen
-
die bei Grundstückszusammenlegungen von der Spezialkommission an den Kreissteuerrat einzureichenden Unterlagen
-
die von den Gerichtsschreibereien an die Bezirkslandmesser oder Kreissteuerräte mitzuteilenden Abschriften der Urteile oder Ver-
gleiche in Grenzprozessen
-
Anzeigen der Feldmesser über die bei ihren Arbeiten wahrgenommenen Irrtümer in den Grundsteuerbüchern und Karten
-
bei Grundstücksteilungen von den Beteiligten beim Grundbuchamt einzureichende, von diesem an die Ortssteuerbehörde mitzutei-
lende Zergliederungsanbringen sowie die bei der Abtrennung von Flächen fiskalischer Forstreviere beizubringende Unterlagen
vgl. Beispiele Flurbuchentwurf Nieska mit Nachtrag (HStA 10808-304), Flurbuchentwurf Mergendorf mit Nachtrag (HStA 10808-250)
1.4.5
zum
Katasterbuch/
Grundsteuer-
katasterbuch/
ab 1. Juli 1922
Besitzstands-
buch:
Nachtrag
Gegenstände des Katasternachtrags sind das Anmerken eines Besitzerwechsels, die Ab- und Zuschreibung von Parzellen oder Parzel-
lenteilen ohne Ortssteuereinheitenveränderung, das Nachtragen von Steuereinheitenänderungen
vgl. Beispiel HStA 10808-611

1.4.8
Messungsma-
nual, Mes-
sungshandriss,
Handriss,
Feldbuch,
Messungs-
nachweis,
Rechnungs-
nachweis
- zunächst in den Grundsteuer- oder Flurbuchakten enthalten
- ab 1907: Messung nach Koordinatenmethode und ,wenn möglich, Bezug auf Dreiecksnetz (Ausnahme nur, wenn unverhältnismäßig
hoher Aufwand, wie bei Gebäudeeinmessung)
- ab 15.01.1909 Ablage in Mappen oder Kästen mit einem Inhaltsverzeichnis über z.B. die Rissnummern, die betroffenen Flurstücke, die
Nr. des jeweiligen Beiblattes
- ab 1909 gesonderte Aufbewahrung der Handrisse in Handrissmappen mit beigelegtem übersichtlichen Register
- nach 1950 sind die in den Flurbuchakten enthaltenen Nachweise der Messungszahlen ausgeheftet und in eine weitere Handrisssamm-
lung eingeordnet worden
1.4.11
Kommissions-
akte, Grund-
steuerakte,
Flurbuchakte
für jede Steuer-
flur/ jeden
Steuerbezirk
-
Übersicht über alle vorgekommenen Parzellenveränderungen in chronologischer Ordnung (veränderte Parzellen ebenfalls rot unter-
strich und Eintrag wo Nachtrag dokumentiert)
-
Sammlung aller sich auf die Steuerverhältnisse der Flur beziehenden Schriftstücke, soweit nichts anderes bestimmt ist
-
Tabellarische Anzeigen
über Flurstücks- und Steuereinheitenveränderungen als Flurbuchnachtragsentwurf
o
vom Finanzministerium genehmigte Anzeigen über Steuereinheitenveränderungen oder vom
Kreissteuerrat festgestellte
Steuereinheitenabteilungen in Dismembrations- oder Separationsfällen
o
Nachweis des Zustands der Flurstücke vor und nach der Veränderung, Ursache der Veränderung
o
enthalten auch z.B. Berechnungen, Zeichnungen, Protokolle, Anträge und Einwendungen der Beteiligten
-
bis 1893 teilweise als „Kommissionsakte“ geführt
-
Fertigung einer beglaubigten Abschrift jeder tabellarischen Anzeige durch die Ortssteuerbehörde und Abgabe an das Grundbuchamt
-
Gebäudeabschätzungsprotokolle sind Beilagen zu den Grundsteuerakten
4.1.4
Eigentü-
merverzeich-
nis, Miteigen-
tümerverzeich-
nis
Eigentümerverzeichnis:
bei Erbbaurechten wird auch der Erbbauberechtigte vermerkt, weil er in vielen Fällen an die Stelle des Eigentümers tritt, z.B.
bei der
Steuererhebung.
Flurbuch und Eigentümerverzeichnis hängen durch die Angabe der Nummer des Liegenschaftsbuches zusammen;
Nachtrag im Verzeichnis auf angefügten Leerseiten
Miteigentümerverzeichnis:
bei Miteigentümern erfolgt der Einzelnachweis der Eigentümer und ihrer Anteile in einer Anlage zum
Eigentümerverzeichnis
dem Eigentümerverzeichnis unmittelbar nachgeheftet; für das Eigentümer- und das Miteigentümerverzeichnis wurde der gleiche Vordruck
benutzt
4.1.5
Liste der
Flurstücks-
nenner
Vermeidung von Doppelnummerierungen,
„Die neue Flurstücksnummer wird unter der Stamm-Nummer-Zeile in die Nenner-Spalte mit Angabe der Fortführungsseite vermerkt.“

4.1.6
Flurbuch
wesentlich erweiterte Angaben, besonders hinsichtlich der Bodenschätzung;
„Hinweise auf Unterlagen, in denen auf die Entstehung bzw. Fortführungen hingewiesen wird … Die Flurbücher sind lückenlos aufgestellt;
die einzelnen Seiten sind aufgerechnet und im Anschluss an die letzte Flurstücksnummer zusammengestellt. Für die Fortführung sind im
Anschluss genügend Leerseiten eingeheftet, in die neu gebildete Flurstücke jahrgangsweise fortlaufend eingetragen werden, wenn an der
bisherigen Nachweisstelle des alten Flurstücks die Eintragung von Veränderungen oder Berichtigungen nicht möglich ist."
Fortführung
:
„Ergebnisse der Fortführungsvermessung werden dem Veränderungsnachweis oder der Flächenberechnung entnommen und an der
Nachweisstelle der veränderten Flurstücke durch Streichen der entfallenden Angaben und Drüber setzen der neuen Angaben in Flurbuch
entnommen. Ist ein übersichtlicher Nachweis der Veränderungen an der alten Nachweisstelle nicht möglich, so wird das veränderte Flur-
stück hier nur gestrichen. Das Restflurstück wird dann zusammen mit den abgetretenen neuen Flurstücken auf besonderen nachgehefte-
ten Nachweisseiten aufgeführt. In Spalte 1 wird das Fortführungsjahr, in Spalte 18 die Veränderungsnachweis-Nummer und in Spalte 19
die Nummer des Fortführungsrisses eingetragen.“
4.1.7
Zusammenstel-
lung nach Nut-
zungsarten
am Ende des Flurbuchs
auf einem besonderen Vordruck vorgenommen;
jährlich Ermittlung und Nachtragung der Zu- und Abgänge der Flächen
5.2.2
Grenzregister,
Grenzlager-
bücher
vgl. Beispiel HStA 10859
5.4
Grenzkarten
mit anderen
Staaten
-
Grenzen des Kurfürstentums Sachsen im Zeitraum 1632 bis 1806 und des Königreichs Sachsen im Zeitraum 1806 bis 1815
o
Aufnahme der böhmischen Nebenländer Ober- und Niederlausitz im Prager Frieden (1635)
-
Grenzen des Königreichs Sachsen im Zeitraum 1815 bis 1919 und des Freistaates Sachsen im Zeitraum 1919 bis 1928
-
Landesgrenze Königreich Sachsen - Königreich Preußen
o
Wiener Kongress 1815
o
Regierungsbezirke Liegnitz, Merseburg
-
Grenzen des Freistaates Sachsen im Zeitraum 1928 bis 1934 und des Landes Sachsen 1934 bis 1945
o
Gebietsaustausch mit Land Thüringen 1928
o
Gesetz über den Neuaufbau des Reichs vom 30. Januar 1934
-
Grenzen des Landes Sachsen 1945 bis 1952
o
Am 23. Juli 1952 wurde Sachsen durch das „Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise
der staatlichen Organe in den Ländern der Deutschen Demokratischen Republik“ in die Bezirke Dresden, Leipzig und
Chemnitz (Karl-Marx-Stadt 1953 bis 1990) geteilt und damit faktisch aufgelöst. Ein „sächsisches Selbstverständnis“ konn-
te per Gesetz aber nicht beseitigt werden. Ein kleiner Teil der Oberlausitz wurde dem Bezirk Cottbus zugeschlagen. Dabei
geschahen Grenzbereinigungen, bei denen einzelne Städte und Gemeinden von den Nachbarkreisen eingegliedert oder
an diese angegliedert wurden, wodurch sich die Bezirksgrenzen gegenüber den ehemaligen Landesgrenzen verschoben.
-
Grenzen des Landes Sachsen 1952 bis 1990
o
Das heutige Land Sachsen wurde am 3. Oktober 1990 durch Zusammenlegung der DDR-Bezirksterritorien Dresden,
Chemnitz und Leipzig (ohne die Kreise Altenburg und Schmölln) sowie der Kreise Hoyerswerda und Weißwasser des süd-
lichen Teils des Bezirkes Cottbus als Land der Bundesrepublik neu gebildet. Am Ende des Monats nahm das Land offiziell
den Titel „Freistaat“ an. Kleine, ehemals sächsische Gebiete, aus dem Landkreis Greiz die Gemeinden Cunsdorf und
Görschnitz sowie die Stadt Elsterberg; aus dem Landkreis Schleiz die Gemeinden Langenbach, Thierbach, die Stadt
Mühltroff und aus dem Kreis Zeulenroda die Gemeinden Ebersgrün, Ranspach, Unterreichenau und die Stadt
Pausa/Vogtl. kamen 1992 nach einem Bürgerentscheid von Thüringen
wieder zum Freistaat Sachsen. Wegen der nach
Kriegsende am 9. Juli 1945 erfolgten Eingliederung der westlich der Neiße gelegenen, oberlausitzischen Restgebiete der
ehemaligen preußischen Provinz Niederschlesien (Landkreise Görlitz, Hoyerswerda und Weißwasser, ehemals Rothen-

burg (Oberlausitz)) und weil der Bezirk Leipzig am 25. Juli 1952 um die vorher zu Sachsen-Anhalt gehörenden Kreise De-
litzsch, Eilenburg und Torgau erweitert wurde, ist der heutige Freistaat deutlich größer als es das Königreich zu seinem
Ende war. Gleichwohl waren diese Gebiete schon bis zur Teilung des Landes 1815 Bestandteil des Kurfürstentums res-
pektive Königreichs. Die 1952 an den Bezirk Cottbus abgetretenen Kreise Weißwasser und Hoyerswerda – bis auf den
äußersten westlichen Zipfel um Ruhland, der beim Kreis Senftenberg im Land Brandenburg verblieb – wurden 1990 eben-
falls an Sachsen zurückgegliedert (s.o.).
-
Grenzen des Freistaates Sachsen ab 1990
o
Landesgrenze Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg
5.6.1
Messtischblatt
oder Gemein-
dekarte
Die Tagesabschnitte waren zu umrändern, mit römischen Ziffern in der Reihenfolge der Arbeitstage durchzunummerieren und mit dem
Datum des Schätzungstages zu versehen. Sämtliche Angaben und Grenzlinien waren in blauer Farbe einzutragen, nach Beendigung der
Bodenschätzungsarbeiten waren die befestigten Wege mit roter Farbe kenntlich zu machen.]
5.6.2
Schätzungs-
feldkarte
Die Tagesabschnitte waren mit blauer Farbe zu umrändern und mit der laufenden Nummer (Reihenfolge wie im Messtischblatt) zu verse-
hen. Schätzungsabschnitte waren mit roten Linien, Klassenflächen mit grünen, Klassenabschnitte mit grün gestrichelten, Sonderflächen
mit grünen Strichpunktlinien abzugrenzen. Die Grab- und Bohrlöcher waren mit Bleistift und die im Feldschätzungsbuch beschriebenen
Grablöcher mit arabischen Ziffern in roter Farbe einzutragen. Die dazugehörigen Bodenzahlen waren einzukreisen.
5.6.3
Schätzungsur-
karte, ggf. mit
Hilfskarte
Sie war nach der Beendigung eines Tagesabschnittes auszuarbeiten und enthält Tagesabschnitte, Klassenflächen und –abschnitte, Son-
derflächen, Klassenzeichen und Wertzahlen (Acker braun, Grünland grün), Grab- und Bohrlöcher mit Boden- bzw. Grünlandgrundzahl,
Kultur- und Nutzungsartenbezeichnungen sowie besondere Wasserverhältnisse. Die Muster- und Vergleichsstücke waren maßstäblich
einzutragen, RM und LM mit roten Linien, VSt mit gestrichelten roten Linien zu umgrenzen.
Eine Hilfskarte war in dem Falle zur Ergänzung der Schätzungsurkarte anzulegen, wenn eine übersichtliche Darstellung sämtlicher Ein-
zelheiten der Bodenschätzung in der Schätzungsurkarte selbst nicht möglich war.
transparente
Deckpause mit
Bodenschät-
zungsergeb-
nissen zur
Flurkarte
Deckpausen und Flurkarten bzw. Herausgabeoriginale enthalten übereinstimmende Paß-Markierungen zum genauen Aufeinanderlegen.
Wird die Deckpause auf die Flurkarte aufgelegt, können die Flächen geschätzter Teile berechnet werden; die Kombination von Deckpause
und Herausgabeoriginal ermöglicht die Anfertigung von Lichtpausen mit Bodenschätzungsergebnissen.
5.6.9
Flurbuch
Hinter der Flurstücksnummer waren die einzelnen Flächen der Nutzungsarten nach Klassenflächen, Klassenabschnitten und Sonderflä-
chen, soweit sie ganz oder teilweise im Flurstück liegen, mit Klassenzeichen, Wertzahlen und Ertragsmeßzahl aufzuführen. … Sind im
Flurstück Musterstücke vorhanden, waren unter der Flurstücksnummer die Bezeichnungen RM bzw. LM in Rot zu vermerken.“
Bei einer Zerlegung des Flurstücks waren die Bodenschätzungsergebnisse für die neuen Flurstücke fortzuführen.
5.6.10
Feldschät-
zungsbuch
Es sollte die Kulturart, die lfd. Nr. des Grablochs, das Bodengefüge (die Profilbeschreibung), die Klasse, die Bodenzahl bzw. die Grün-
landgrundzahl, das für jede Klassen- , Klassenabschnitts- oder Sonderfläche bestimmende Grabloch, die die Acker- oder Grünlandzahl
beeinflussenden besonderen Verhältnisse beinhalten.
5.6.11
Schätzungs-
buch
Das Schätzungsbuch war täglich zusammen mit der Schätzungsurkarte auf Grund der Eintragungen im Feldschätzungsbuch und der
Feldkarte getrennt für Acker und Grünland aufzustellen. Es musste zum bestimmenden Grabloch die Nr. der zugeordneten Grablöcher,
das Bodengefüge (die Profilbeschreibung) und die Bodenzahl, die Klasse, die die Acker- oder Grünlandzahl beeinflussenden besonderen
Verhältnisse, die Acker- und Grünlandzahl sowie Erläuterungen, welche später in das Liegenschaftskataster übernommen werden
5.6.12
Tagebuch
Der amtliche Bodenschätzer hatte über die Feldarbeiten und die häuslichen Arbeiten des Schätzungsausschusses ein Tagebuch zu füh-
ren, dieses für jede Gemeinde abzuschließen und dem Führer des Schätzungsausschusses vorzulegen. Das Tagebuch diente auch als
Unterlage für die Festsetzung der
Reisekosten und der Arbeiterlöhne.

5.6.13
Abschließende
Niederschrift
Nach Abschluss der Bodenschätzungsarbeiten in einer Gemeinde war eine zusammenfassende Niederschrift vom Führer des Schät-
zungsausschusses aufzustellen und von den Angehörigen des Schätzungsausschusses, nach Möglichkeit auch vom Gemeindevorsteher
und vom Ortsbauernführer zu unterschreiben.
6.1.1
Flurbuchab-
schrift
vgl. Beispiel HStA Borlas (10803-16)
6.2.1
Flurbuchab-
schrift
vgl. Beispiele Nieska (HStA 10808-305), Mergendorf (HStA 10808-251), Borlas (HStA 11044-920)

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
4.3
Literatur und Rechtsvorschriften
Vom Messtisch zum digitalen Speicher – 125 Jahre Städtisches Vermessungsamt / Landeshaupt-
stadt Dresden [Hrsg.] – Dresden, 2001.- 68S. : mit Abb.
Opitz, Siegfried: Mit Messtisch und Messkette: das sächsische Kataster von den Anfängen bis
heute / Siegfried Opitz; Stefan Schütze; Bettina Schütze [Mitw.] – Dresden : Schütze-Engler-Weber
Verlags GbR, 2007. – 143 S. : 11 schw.-w. Ill., 42 farb. Ill.
Dresbach, Dieter: Kataster-ABC / Dieter Dresbach; Otto Kriegel. Vollkommen neu berb. Und hrsg.
von Dieter Dresbach – 4., völlig neu bearb. und erw. Aufl. – Heidelberg : Wichmann, 2007. – XXVI,
213 S. : graph. Darst., Kt.
Die Vermessung Sachsens - 200 Jahre Vermessungsverwaltung / [Hrsg. Landesvermessungsamt
Sachsen] - 1. Aufl. - Chemnitz : Gumnior, 2006. - 250 S. : Ill., Kt.
Arlt, Rainer: Bodenrecht . ein Grundriss /Rainer Arlt – Berlin : Staatsverl. d. DDR, 1967. – XVIII,
558 S.
Himmer, Winfried: Liegenschaftsrecht : T. 1. Lehrbrief : Grenzermittlung und Nachbarrecht in
Sachsen / Winfried Himmer ; Christiane Richter -Hamburg, Dresden : Verlag Modernes Studieren,
1995. – Kopie (Studienliteratur Vermessungswesen)
Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Führung des Liegen-
schaftskatasters (Liegenschaftskatastervorschrift – VwVLika) vom 3. Juli 2019, Anlage 3
Entwurf einer VwV zur Aufbewahrung, Aussonderung und Anbietung der bei den unteren Vermes-
sungsbehörden befindlichen Unterlagen von 2007
Buder, Birgit: Präsentation „Liegenschaftskataster in Sachsen - Die Entstehungsgeschichte der
Katasterunterlagen in den Grenzen des heutigen Freistaates Sachsen (Auszüge) vom 2. Septem-
ber 2004
Meerheim, Andreas : Zur Entwicklung der Liegenschaftsdokumentation auf dem Gebiet der Deut-
schen Demokratischen Republik / Andreas Meerheim – Dresden, 1984. – 117, 12, Bl., Anl. Dres-
den; Technische Universität, Sekt. Geodäsie und Kartographie, Dipl.-Arb. von 1984
Sächsisches Vermessungs- und Katastergesetz vom 29.Januar 2008 (SächsGVBl. S. 138, 148),
zuletzt geändert durch das Gesetz vom 24. Mai 2019 (SächsGVBl. S. 431)

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
4.4
Abkürzungsverzeichnis
A
- Archivwürdig
AdV
- Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik
Deutschland
AG
- Arbeitsgruppe
AAA-Datenmodell
- bestehend aus
A
LKIS®,
A
TKIS®,
A
FIS®
ALKIS
® - Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem
ATKIS
® - Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem
AFIS
® - Amtliches Festpunktinformationssystem
ALK
- Automatisierte Liegenschaftskarte
ALB
- Automatisiertes Liegenschaftsbuch
D
– Bewertung nach Anbietung
DGM
- Digitales Geländemodell
DLM
- Digitales Landschaftsmodell
DMS
- Dokumentenmanagementsystem
DTK
- Digitale Topographische Karte
DTK-V
- Digitale Topographische Karte-Vorläufige Ausgabe
DOP
- Digitales Orthophoto
EDBS
- Einheitliche Datenbankschnittstelle
EuroSDR
- Pan-European Organisation Spatial Data Research
ETRS
- European Terrestrial Reference System
GeoInfoDok
- Dokumentation zur Modellierung der Geoinformationen des amtlichen Vermes-
sungswesens
GeoSN
- Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung
GIS
- Geoinformationssystem
GML
- Geography Markup Language
IETF
- Internet Engineering Task Force
ISO
- International Organization for Standardization
INSPIRE
- Infrastructure for Spatial Information in Europe
Lika
- Liegenschaftskataster
LZW
- Datenkompressionsverfahren nach Lempel, Ziv und Welch
LOD
- Level of Detail
NAS
- Normbasierte Austauschschnittstelle
NBA
- Nutzerbezogene Bestandsdatenaktualisierung
RGB
- Rot Grün Blau
RGBI
- Rot Grün Blau Infrarot
RFC
- Request for Comment

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
SMI
- Sächsisches Staatsministerium des Innern
StA
- Sächsisches Staatsarchiv
UTM
- Universale Transversale Mercatorprojektion
Ukass2008
– Unbefristete Kassationsgenehmigung von 2008
uVB
- untere Vermessungsbehörde
UVG
- Unbefristete Vernichtungsgenehmigung
V
– Nicht archivwürdig
ZIP
- Format für komprimierte Daten

Modell zur archivischen Bewertung der Liegenschaftskatasterunterlagen im Freistaat Sachsen
4.5
Beispiel eines Anbietungsverzeichnisse
Lfd.
Nr.
Num.
Bezeichnung
Kategorie
Titel
Darin
Datie-
rung/
Entste-
hungs-
jahr
Band
Maß-
stab
[DMS]
Format
Be-
schreib-
stoff
Gemar-
kung
Gemarkungs-
schlüssel
[DMS: GKZ]
Dokumentnahme
[DMS: Dokname]
GeoJSON
[DMS]
Bewertung
Staatsarchiv
1
1.1.1
Messtisch-
(Mensel)blatt aus der
Flurgrenzvermessung
Kartenwerk Aue
1835
1:4800
47 x 47 cm
Papier
Aue
1204
A
2
1.1.10 Flurbuch
Buchwerk
Aue
1 Flurcroquis
[wenn in
Flurbuch
eingelegt]
1840
1
Folio
Papier
Aue
1204
A