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1
Sächsisches Landesamt
Branchenbezogene Merkblätter
Stand: 04/98
für Umwelt und Geologie
zur Altlastenbehandlung
Bearbeiter: Susanne Blank,
A. Sohr, J. Deutscher
Referat Altlasten
3
:
Gießereien
Seiten: 18
1
Branchentypisches Schadstoffpotential
1.1
Gesetzliche Grundlagen
Folgende Vorschriften für den Bau und den Betrieb von Gießereien gab es in der DDR:
- TGL
1
6168 Gießereiwesen, Gießereimaschinen, technische Bedingungen
- TGL 10439 Gießereiausrüstung, Windversorgungssystem für Kupolofenanlagen
- TGL 13898/01 Urformwerkzeuge für die Gießereiindustrie, technische Bedingungen
-TGL 27505/01 Industrieöfen für die Erwärmung und Wärmebehandlung von Metallen,
Energieverbrauchsnormative für gas- und ölbeheizte Industrieöfen
- TGL 27505/02 Industrielle Wärmeanlagen, elektrisch beheizte Industrieöfen für die Erwärmung und
Wärmebehandlung von Metallen, Energieverbrauchsnormative
- TGL 27956-27959 Gießpfannen
- TGL 32461/02 Elektrische Industrieöfen, Begriffe, technische Bedingungen
- TGL 33621/01 Druckgießmaschinen
- TGL 35299 Gasbeheizte Industrieöfen, Keilrillen-Druckstoßofen, Hauptkennwerte, technische
Forderungen
- TGL 43456 Kennziffern für Emissionsgrenzwerte für die Herstellung von Gußerzeugnissen,
Formstoffaufbereitung, Putzerei
- Wassergesetz (17. April 1963)
- Abwassereinleiterbedingungen (9. Juni 1975)
- Wasserschadstoffverordnung (15. Dezember 1977)
- Landeskulturgesetz (14. Mai 1970)
- Fünfte Durchführungsverordnung zum Landeskulturgesetz - Reinhaltung der Luft - (17. Januar 1973)
Bodennutzungsverordnung (17. Dezember 1964)
- Giftgesetz (7. April 1977)
Folgende Gesetze und Empfehlungen sind aktuell:
- Erstes Gesetz zur Abfallwirtschaft und zum Boden im Freistaat Sachsen (EGAB, 12. August 1991) mit
Verordnungen
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG, 1. März 1960)
- Sächsisches Wassergesetz
- Chemikaliengesetz (ChemG, 12. März 1987)
- Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG, 12. März 1987)
- Baugesetz mit Bauordnung
1.2
Einteilung
Gießereibetriebe werden generell in Eisen- und Stahlgießereien (Grauguß, Temperguß, Stahlguß) und in
Nichteisengießereien (Leichtmetallguß und Schwermetallguß) eingeteilt (M
EIßNER & SCHENKEL, 1978;
A
MBOS, 1981). Eisen- und Stahlguß wird bis zu 80 % in verlorenen (Sandformen) und 20 % in
Dauerformen (Kokillen), Nichteisenguß bis zu 75 % in Dauer- und 25 % in Sandformen hergestellt. Eine
weitere Unterteilung ist nach den verwendeten Schmelzöfen (Kupol-, Induktionstiegel-, Induktionsrinnen-,
Lichtbogen-, Tiegelöfen) möglich (A
MBOS, 1981).
1
TGL, in der DDR ursprüngliche Abkürzung für Technische Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen, dann nur noch
Symbol für die dortigen Standarts.

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1.3
Technologie
1.3.1 Schmelzen und Gießen
Das Metall wird in den Schmelzöfen durch Energiezufuhr verflüssigt und je nach den erwünschten
Eigenschaften mit Legierungs- und Impfmitteln oder Zuschlagstoffen behandelt. Die wichtigsten
Schmelzverfahren sind das Schacht- (Kupolofen), induktive (Induktionstiegel-, Induktionsrinnenofen),
Lichtbogen- (Lichtbogenofen) und Tiegelschmelzen (Tiegelofen) (M
EIßNER & SCHENKEL, 1978; AMBOS,
1981).
a) Kupolofen:
Der Kupolofen wird mit dem metallischen Material und Koks (als Energieträger)
beschickt. Die Schmelzwärme wird durch die Verbrennung des Kokes geliefert. Im Kupolofen werden nur
Grau- und Temperguß geschmolzen.
b) Induktive Öfen:
Das Schmelzgut wird im Innern einer elektrisch leitenden Spule, die mit
Wechselstrom durchflossen wird, durch Aufbau eines Sekundärstromes erwärmt und geschmolzen.
Induktive Öfen sind für alle Gußmetalle geeignet, sie werden hauptsächlich zum Schmelzen von
Nichteisenmetallen oder zum Warmhalten von Eisenschmelzen genutzt.
c) Lichtbogenschmelzofen:
Die Schmelzwärme wird über einen Lichtbogen auf das Einsatzmaterial
übertragen. Es können sehr hohe Temperaturen erreicht werden, weshalb dieses Verfahren für
hochschmelzende Metalle wie Stahl oder Titan eingesetzt wird.
d) Tiegelschmelzofen:
Das Einsatzmaterial wird in einem Tiegel, der von Heizgasen umströmt oder über
Heizwendeln erwärmt wird, geschmolzen. Diese Öfen wurden anfangs mit Koks, später auch mit Gas, Öl
oder elektrisch beheizt.
Dem Schmelzen kann sich, insbesondere beim Stahlguß, eine weitere Behandlung, z.B. das sogenannte
Frischen, anschließen. Das flüssige Metall wird in Gießpfannen, Warmhalte- oder Betriebsöfen
abgegeben. Durch Einblasen von Luft wird der Kohlenstoffgehalt der Schmelze herabgesetzt (Bessemer-
Verfahren).
Anderen Metallschmelzen werden in den Gießpfannen Impfmittel oder Legierungselemente zugesetzt. Das
Abgießen des flüssigen Metalls in bereitgestellte Formen (Dauer- oder verlorene Formen) erfolgt mittels
Schöpfer, kleinen und großen Gießpfannen oder Gießmaschinen.
Beim Schmelzen entstehen Gase mit leichtflüchtigen Metallverbindungen, die beim Kupolofen die
größten Ausmaße haben und bis etwa 1980 unkontrolliert ins Freie geleitet wurden. Die Bereiche der
Ofen- und Gießanlage sind in der Regel mit Metallen, Legierungselementen und zum Teil mit
Schmierölen belastet. Durch die Schmelzbehandlung entstehen Schlacken und bei den
Nichteisenschmelzen zusätzlich auch Krätzen, die vor dem Gießen abgeschöpft und neben der Ofenanlage
zum Abkühlen abgelagert werden. Desweiteren fällt noch Ofenausbruch an. Diese Abfälle wurden häufig
im Hof oder in gießereieigenen Deponien abgelagert. Nichteisenkrätzen wurden seit dem II. Weltkrieg
aufbereitet und wieder eingeschmolzen.
Tab. 1: Mögliche Verunreinigungen beim Schmelzen (U
NIVERSITÄT DORTMUND, 1992):
Einsatzstoffe (E)/Abfallstoffe (A)
Analysenparameter
Eisenguß
E:
Gießereiroheisen, Hämatit (inkl. Legierungselemente)
A:
- Ofenausbruch und Ofenschlacke
- Gichtgas/Schlamm (Entstaubung)
- Zn, Pb, Cr, Cu, Sn, CN
ges
, CN
frei
- Zn, Pb, Cr, Cu
Buntmetallguß
E:
Kupfer, Nickel, Zink, Zinn (inkl. Legierungselemente)
A:
- Ofenausbruch und Ofenschlacke
- Gichtgas/Schlamm (Entstaubung)
- Cu, Pb, Zn, Cd, As, Ni, Sn, Sb, Al,
CN
ges
, CN
frei
- Cu, Pb, Zn, Cd, As, Ni, Sn, Sb, Al

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Fortsetzung Tab. 1: Mögliche Verunreinigungen beim Schmelzen (U
NIVERSITÄT DORTMUND, 1992):
Einsatzstoffe (E)/Abfallstoffe (A)
Analysenparameter
Leichtmetallguß
E:
Aluminium, Magnesium (inkl. Legierungselemente)
A:
- Ofenausbruch und Ofenschlacke
- Gichtgas/Schlamm (Entstaubung)
- Al, Ni, Cu, Zn, Cd, Sn, Mg, Mn, CN
ges
,
CN
frei
- Al, Ni, Cu, Zn, Cd, Sn, Mg, Mn
1.3.2 Form- und Kernherstellung (Verlorene Formen und Kerne)
Verlorene Formen bestehen in der Regel aus Formsand, der mittels natürlicher (Tone) oder chemischer
(Kunstharze, Zement) Bindersysteme verfestigt wird. Die chemisch härtenden Binder werden in
anorganische (Wasserglas, Zement) und organische (z.B. Furan-, Phenol-, Epoxidharze und viele mehr)
Binder unterschieden. Die Formen werden mit verlorenen (z.B. Feingußverfahren) oder Dauermodellen
(z.B. Holz-, Metall-, Kunststoffmodelle) hergestellt. Aufgrund der sehr großen Anzahl verschiedener
Formverfahren kann an dieser Stelle nicht weiter darauf eingegangen werden (Verfahrensbeschreibungen
siehe M
EIßNER & SCHENKEL (1978); AMBOS (1981); TILCH (1993); LANDESGEWERBEAMT BADEN-
W
ÜRTTEMBERG (1991)).
Mit der Zeit setzte sich durch, daß der verbrauchte Formsand durch eine Aufbereitung dem Formbau
wieder zugeführt wird. Heute arbeiten fast alle Gießereien mit einem geschlossenem Formsandkreislauf.
Handhabungsverluste beim Umgang mit den Binderharzen führten zu Kontaminationen. Die Altsande
(durch die hohen Gießtemperaturen werden organische Substanzen verbrannt und es können PAK
entstehen) wurden oft auf dem Gelände deponiert.
Tab. 2: Mögliche Verunreinigungen bei der Formherstellung (U
NIVERSITÄT DORTMUND, 1992):
Einsatzstoffe (E)/Abfallstoffe (A)
Analysenparameter
E:
Formsand und Bindersystem
- anorg. Bindemittel: Tone, Wasserglas, Calziumsulfat,
Zement, Öle, Ethylsilikate
- org. Bindemittel:
Phenol-Formaldehydharz,
Furanharze, Phenolharze,
Aminoharze, Nitroverbindungen,
Alkohol, Petroleum
A:
Stäube, Altformstoff
PAK, CN
ges
, CN
frei
, As, Cd, Cr, Cu, Pb,
Zn
1.3.3 Modell- und Dauerformbau
Modelle können aus Holz, Metall und Kunststoff (Dauermodelle), Quecksilber, Wachs oder Polysterol
(verlorene Modelle) hergestellt werden. Dauermodelle wurden etwa bis 1900 in gießereieigenen
Werkstätten und Schreinereien angefertigt, heute jedoch größtenteils in separaten Spezialbetrieben.
Verlorene Modelle werden auch heute noch in den Gießereien selbst hergestellt. Die anfallenden
Schadstoffe sind von den zu bearbeitenden Werkstoffen und Bearbeitungstechniken abhängig (I
NFU,
1991).
Dauermodelle werden in der Regel aus Gußwerkstoffen, integriert im Gießprozeß des Gießereibetriebes
hergestellt, so daß eine gesonderte Erläuterung dieser Arbeitsschritte nicht notwendig ist.

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Tab. 3: Mögliche Verunreinigungen beim Modell- und Dauerformbau (U
NIVERSITÄT DORTMUND, 1992):
Einsatzstoffe (E)/Abfallstoffe (A)
Analysenparameter
E:
Kunstharze, Epoxyharze, Polyurethane, Polysterol, Klebstoffe
für Holz-, Metall-, Kunststoffmodelle, Öle, Salzlösungen,
Metalle (Gußeisen, Aluminium-, Magnesium-, Kupfer-, Zink-,
Zinn-, Bleilegierungen, Quecksilber)
A:
- Schmier- und Kühlmittel, Bohr- und Schleiföle
- Quecksilberreste, Harzrückstände, Metallabfälle
- KW
ges
, Pb, Cd, Zn, Cu, Ni, Sn, Al,
As, SO
4
2-
- Mg, Pb, Zn, Sn, Al, Hg
1.3.4 Putzen und Nachbehandlung
Das Putzen besteht im wesentlichen im Auspacken des Gußstücks aus der Form, Entfernen der Kerne,
Abtrennen des Gieß- und Speisersystems (Abschlagen, Schneidbrennen), Entsanden (Sandstrahlen) und
Beseitigen der Gußfehler. Anschließend wird das Gußstück mit Rostschutzfarbe oder Grundierung
beschichtet. Beim Gießen in Dauerformen fallen geringere Putzarbeiten an, da die Gußstücke durch die
Metallform eine bessere Oberflächenqualität aufweisen. Einige Gußstücke (Stahlguß, Feinguß) werden
chemisch (mit Säuren, Laugen, Beizen) entsandet. Temperguß wird nach dem Entsanden einer
Wärmebehandlung unterzogen. Andere Gußstücke werden im Gießereibetrieb (je nach Ansprüchen der
Abnehmer) mit Metallen, Kunststoffen, Farben, Lacken beschichtet oder mechanisch bearbeitet (A
MBOS,
1981; AMBOS & BEIER, 1984; VÖRÖS, 1982).
Beim allgemeinen Putzen fallen große Mengen Strahlmittel mit Sand- und Metallverunreinigungen an, die
zum Teil auch auf dem Gießereigelände abgelagert wurden. Abfälle aus der Sonderbehandlung (Beizen,
chem. Entsanden, Galvanisieren usw.) wurden ebenfalls auf dem Hofgelände, in Sickergruben oder in den
Vorfluter entsorgt.
Tab. 4: Mögliche Verunreinigungen beim Putzen und Nachbehandeln (U
NIVERSITÄT DORTMUND, 1992):
Einsatzstoffe (E)/Abfallstoffe (A)
Analysenparameter
Mechanisches Entsanden
E:
Quarzkies, Stahlkies
A:
Strahlmittelrückstände
Chemisches Entsanden/Entzundern, Beizen
E:
- mit Säuren: Schwefel-, Salz-, Fluß-, Chrom-, Phosphor-,
Salpeter-, Wein-, Oxal-, Pyroarsensäure
- mit Laugen: Natrium-, Kaliumhydroxid
- Sonstige: Kalium-, Zink-, Kaliumkupfercyanid
- Beizhilfsmittel: Phosphate, Nitrate, Sulfite, Chromate,
Cyanide
A:
- Beizen von Eisenguß: Beizenschlämme, Konzentrate und
Spülwässer
- Beizen von Buntmetallguß: Beizenschlämme, Konzen-
trate und Spülwässer
- Beizen von Leichtmetallguß: Beizenschlämme, Konzen-
trate und Spülwässer
- SO
4
2-
, Cl
-
, Cu, Cr, Zn, As, Sn, Pb,
CN
frei
, CN
ges
, PAK
- SO
4
2-
, Cl
-
, Cu, Cr, Zn, As, Ni, Pb, Cd,
Sn, CN
frei
, CN
ges
, PAK
- SO
4
2-
, Cl
-
, Cu, Cr, Zn, As, Cd, Al,
Mg, CN
frei
, CN
ges
, PAK

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Fortsetzung Tab. 4: Mögliche Verunreinigungen beim Putzen und Nachbehandeln (U
NIVERSITÄT
DORTMUND, 1992):
Einsatzstoffe (E)/Abfallstoffe (A)
Analysenparameter
Wärmebehandlung
E:
Kühlschmiermittel, Öle, Alkalichloride, Nitrate, Nitrite,
Cyanide, Wasser-Ölbäder, Blei, Zinn
A:
- Kühl- und Schmiermittel, Bohr- und Schleifemulsionen
- Metallabfälle, Warmbad-, Kohlungsbad-, Glühbad-,
Ölbadabfälle
- KW
ges
- Pb, Cd, Zn, Cu, NO
3
-
, Ni, Sn, Al, As,
SO
4
2-
, Cl
-
, CN
frei
, CN
ges
Weitergehende Nachbehandlung
LHKW, BTEX
1.3.5 Krätzeaufbereitung
In der Krätzeaufbereitung wird aus metallhaltigen Gießereirückständen das Gußmetall wiedergewonnen
und in den Schmelz- und Gießprozeß zurückgeführt. Es werden insbesondere Gußrückstände aus der
Putzerei und den Bearbeitungswerkstätten, aber auch mit nichtmetallischen Stoffen vermischte
Materialien aus dem Schmelzprozeß (z.B. Schlacken, Krätze, Ofenausbruch) und der Putzerei
(metallhaltige Putzstäube) verarbeitet. Die Krätzeaufbereitung erfolgt in einer mechanischen und
anschließend in einer thermischen Stufe. Leichtmetallrückstände werden wegen der Brand- und
Explosionsgefahr in Sekundärhütten, die anderen Metallabfälle in der jeweiligen Gießerei aufbereitet.
Bei diesen Arbeiten fallen Aschen, Krätzen, Schlacken, Schlämme und Ofenausbruch an, die häufig auf
dem Gießereigelände entsorgt wurden (I
NFU, 1991).
Tab. 5: Mögliche Verunreinigungen bei der Krätzeaufbereitung (U
NIVERSITÄT DORTMUND, 1992):
Einsatzstoffe (E)/Abfallstoffe (A)
Analysenparameter
E:
Schmelzhilfsmittel (Eisen-, Aluminium-, Magnesium-, Zink-,
Kalzium-, Manganoxid, Natriumaluminiumfluorid,
Natriumchlorid, Natriumfluorid, Magnesiumchlorid)
A:
- Eisenguß: Metallkrätze
- Buntmetallguß: Metallkrätze
- Leichtmetallguß: Leichtmetallkrätze
- Pb, Cr, Cu, Zn, Sn
- Cu, As, Pb, Cd, Sn, Sb, Zn, Ni,
Al
- Mg, Al, Zn, Mn
1.3.6 Sonstige Kontaminationsquellen
Weitere Kontaminationen können durch defekte Öl- oder Gasleitungen, in der Umgebung von Öl-,
Formstoffbindemittel-, Batterie-, Kondensatoren-, Farblagern, einer Tankstelle, Kfz-Werkstatt oder durch
Kabelentmantelung (Abbrennen der Schutzisolierung alter Elektrokabel) entstehen.
1.4 Schadstoffe
Das Schadstoffspektrum richtet sich hauptsächlich nach den eingesetzten Materialien und den
verwendeten Hilfsstoffen sowie dem Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Das Schadstoffinventar
besteht dabei in der Regel aus Metallen und Schwermetallen sowie deren Verbindungen, PAK, PCB,
Kohlenwasserstoffen und in manchen Fällen (abhängig von der Nachbehandlung der Gußstücke) auch
LHKW und BTEX.

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2
Hinweise zur Altlastenbehandlung
2.1
Altlastenrelevanz
Die jahrzehntelange Nutzung eines Gießereistandortes führt fast zwangsläufig zu Verunreinigungen, die
eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Ursachen hierfür können vielfältig sein:
- Unterbewertung des Gefährdungspotentials
- Sorgloser und leichtfertiger Umgang mit den festen und flüssigen Einsatz- und Abfallstoffen
- Leckagen an Leitungs- und Kanalsystemen oder Gruben
- Überalterung der Anlagen
- Ablagerung von Abfällen aus dem Gießprozeß (Altsande, Schlacken, Krätzen, Ofenausbruch, Schlämme
aus den Entstaubungsanlagen), der Nachbehandlung (Beiz- und Spülwässer, Beizschlämme) u.a.
- Unsachgemäße Umbauarbeiten während des Betriebs oder der Abbrucharbeiten nach der Stillegung
- Kriegsschäden und Havarien.
Hauptsächlich wurde der
Boden
kontaminiert. Von ihm geht eine Gefahr für das Grund- und
Oberflächenwasser aus. Durch ablaufende Filter-, Puffer- und Transformationsvorgänge im Boden kann
die Schadstoffwirkung abgeschwächt werden. Böden auf dem Gießereigelände sind meist nicht
natürlichen Ursprungs, sondern Aufschüttungen verschiedenster Materialien bzw. versiegelte Flächen.
Inwieweit diese Materialien die Prozesse negativ beeinflussen, ist von ihrer Art und Zusammensetzung
sowie von den speziellen Standortbedingungen abhängig.
Das
Grundwasser
kann durch flüssige, in Phase versickernde und im Wasser gelöste Schadstoffe
verunreinigt werden.
Verunreinigungen von
Oberflächengewässern
sind hauptsächlich während des Betriebs durch das Ein-
leiten betrieblicher Abwässer (je nach Standortgegebenheiten) nicht auszuschließen.
Emissionen in die
Luft
treten während des Betriebes durch aus den Schmelzöfen entweichende Gichtgase
und Stäube aus der Formerei und Putzerei auf. Nach Stillegung geht die Belastung der Luft zurück.
Während der Durchführung der Sanierungsarbeiten sind die Benzol- und Cyanidgehalte in der Luft im
Sinne des Arbeitsschutzes zu prüfen. In Räumen, in denen mit Farb- und Lösungsmitteln hantiert wurde
(z.B. Modellbau, Farbspritzanlage), sollten bei vermuteter Gefährdung Luftproben entnommen und
analysiert werden.
Eine Gefährdung durch direkten Kontakt mit den Reststoffen und kontaminierten Böden kann bestehen. In
diesem Fall kann bei Nutzung der Schutzgüter (Wasser, Boden, Luft) eine Gefahr für die Gesundheit
bestehen.
2.2
Gefährdete Schutzgüter und relevante Pfade
- Boden
- Grundwasser
- Oberflächengewässer.
Bedingt durch die Nutzung dieser Schutzgüter sind auch Menschen, Pflanzen und Tiere betroffen.
2.3
Gefährdungsabschätzung nach der Sächsischen Altlastenmethodik (SALM)
Wegen des möglichen Gefährdungspotentials aufgrund der vorkommenden Schadstoffe, ist in jedem Fall
eine Gefährdungsabschätzung nach der Sächsischen Altlastenmethodik (Stufenprogramm) erforderlich.
Bei größeren Betrieben sollte die Betrachtung der Verdachtsflächen separat durchgeführt werden, da die
vermuteten Ablagerungen sehr unterschiedlich sind. Bei kleineren Betrieben ist die Eingrenzung der
unterschiedlichen Produktionsflächen nicht immer möglich. Für die Einschätzung der
Altlastenverdachtsflächen von Gießereistandorten sollte bei weiterer Metallbearbeitung bzw. bei

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Vorhandensein einer Tankstelle oder Heizöltanks auf dem Gelände auch das Branchenblatt
"Tankstellen/Tanklager" mit herangezogen werden.
2.3.1 Verdachtsfallerfassung und formale Erstbewertung
Die Verdachtsfallerfassung und formale Erstbewertung erfolgt nach S
ÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM
FÜR
UMWELT UND LANDESENTWICKLUNG (1997) im Sächsischen Altlastenkataster (SALKA). Folgende
Kriterien sind bei der Erfassung der Tankstellen besonders zu beachten:
(7) Art der Verdachtsfläche:
Gießereistandorte sind prinzipiell als Altstandorte zu betrachten.
Teilbereiche wie gießereieigene Deponien und Versickerungsgruben können als Altablagerungen bewertet
werden.
(18) Sohllage zum Grundwasser:
Keller, unterirdisch angelegte Heizöltanks, Gruben und Leitungen sind
zu berücksichtigen.
Bei Bewertung von Altablagerungen:
(11 A): Ablagerungsart:
Die Ablagerung der Schadstoffe erfolgte auf gießereieigenen Deponien, in alten
Baugruben, Versickerungsgruben oder als Geländeauffüllung.
(20 A): Abgelagertes Schadstoffinventar:
Bei den betrieblichen Ablagerungen ist vor allem mit den
folgenden Stoffen zu rechnen (Bezeichnung nach
SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND
LANDESENTWICKLUNG, 1997). Anteilige Schadstoffmengen sind standortabhängig.
Tab. 6: Umweltrelevante Abfälle von Gießereistandorten
Abfallnummer
Abfallart
Gefährdungsklasse
31100-31108
Ofenausbrüche, Hütten- und Gießereischutt
35-55
31200-31218
Metallurgische Schlacken, Krätzen und Stäube
33-55
31401/02
Gießereialtsand/Putzereisand, Strahlsand
33
31423
Ölverunreinigter Boden
44
31425/26
Formsand/Kernsand
33
31428
Verbrauchte Ölbinder
44
31440
Strahlmittelrückstände mit schädlicher Verunreinigung
44
31441
Chemisch verunreinigter Bauschutt
44
31616-31629
Schlämme aus Gießereien
22-45
35000-35327
Metallabfälle
33-44
35500-35504
Metallschlämme
44-45
51100
Galvanikschlämme, Metallhydroxidschlämme
45
51300-51310
Metalloxide und -hydroxide
35-44
51533/34
Härtesalze
55
52000-52725
Säuren, Laugen und Konzentrate
44-55
54106/07
Trafoöle mit/ohne PCB und polychlorierte Terphenyle
44-55
54100-54408
Mineralölprodukte und synthetische Öle
33-55
54401
Synthetische Kühl- und Schmiermittel
55
54402
Bohr- und Schleifemulsionen, Emulsionsgemische
55
55200-55399
Organische Lösungsmittel, Farben, Lacke, Kitte,
Klebstoffe, Harze
44-55
55903
Harzrückstände (nicht ausgehärtet)
44
55904
Harzöl
44
57101
Phenol- und Melaminharzabfälle
33
57103
Gießharzabfälle
33
91100
Hausmüll
33

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(20 S) Einordnung in Branchenschlüssel und Gefährdungsklassen:
Tab. 7: Einordnung der Gießereistandorte in Branchenschlüssel und Gefährdungsklassen
Branchenschlüssel
Branche
Gefährdungsklasse
0590
Eisen-, Stahl- und Tempergießerei
35
0600
Ne-Metallgießerei
35
2.3.2 Historische Erkundung und Bewertung (Beweisniveau 1)
Die Historische Erkundung ist nach SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND
LANDESENTWICKLUNG (1998) durchzuführen und nach SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT
UND
LANDESENTWICKLUNG (1995 c) für den Boden, SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT
UND
LANDESENTWICKLUNG (1995 b) für das Grundwasser bzw. SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR
UMWELT UND LANDESENTWICKLUNG (in Vorbereitung) für das Oberflächenwasser zu bewerten.
Eine Gießerei hat je nach Größe eine oder mehrere große Hallen, in denen sich die Formerei,
Formstoffaufbereitung, Putzkammer (bei der Anwendung von Dauerformen entfallen diese Betriebsteile in
der Regel), Schmelzofen, eventuell auch ein Warmhalteofen und die Kernformerei befinden. Große
Gießereibetriebe können auf dem Hof verlaufende Bahngleise aufweisen. Auf dem Betriebsgelände
befindet sich in der Regel ein Verwaltungsgebäude, ein oder mehrere Lagerschuppen und eine Werkstatt,
desweiteren ein Laborgebäude oder Lagerraum für Chemikalien, Formstoffbindemittel und Härter. Wird
mit verlorenen Formen gearbeitet, so sind der Gießereisand und auch der Steinkohlenstaub häufig
(glanzkohlenstoffbildendes Material zur Verhinderung des Anbrennens von Sand am Gußstück) in großen
Silos untergebracht. Bei ölbeheizten Schmelzaggregaten befinden sich die Öltanks in unterirdischen
Ölbunkern oder im Freien. Die Öl- bzw. Gasleitungen für die Schmelzaggregate sind unterirdisch verlegt.
Sie sollten nach Leckagen oder Rohrbrüchen überprüft werden.
Handelt es sich um ein bereits abgerissenes Gelände, können verbliebene Fundamente des Ofens und des
Schornsteins auf die Schmelz- und Gießanlage hinweisen.
Der Hofbereich eines Betriebes ist selten befestigt. In größeren Betrieben befindet sich in den Hallen ein
Beton- oder gepflasterter Boden.
Bei großen Gießereistandorten ist zu empfehlen, das Gebiet in mehrere Teilflächen entsprechend der
Technologie/Arbeitsschritte zu unterteilen und jede Teilfläche separat zu untersuchen, da es größere
Unterschiede zwischen den anfallenden Schadstoffen gibt.
Stoffgefährlichkeit - r
0
:
r
0
= 4-6 nach Brancheneinstufung in SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDES-
ENTWICKLUNG (1995 c)
Handelt es sich um Gießereien, die mit Kokillen gießen, ist von einer geringeren Stoffgefährlichkeit
auszugehen, da in der Regel die Formerei und der Modellbau (Schadstoffe aus der Metall- und
Kunststoffbearbeitung, Lacke, Farben, Lösungsmittel, Klebstoffe) wegfallen und der Putzaufwand
geringer als beim Sandgießverfahren ist. Dadurch entfallen bestimmte Abfallstoffe bzw. fallen in
geringeren Mengen an. Eine hohe Gefährlichkeit geht von Gießereien aus, die Gußstücke mit dem
Feingußverfahren (z.B. mit Quecksilbermodellen: r
0
= 5,5) herstellen. Werden die Gußstücke nach der
Putzerei noch in der Galvanik oder Härterei behandelt, ist von einem r
0
= 6 auszugehen.
In Gießereien, die mit Dauerformen arbeiten, fallen hauptsächlich Hydraulik- und Schmieröle,
Ofenausbruch, Schlacken, Schlämme und, bei Verwendung verlorener Kerne, geringe Kernsandreste an.

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9
In Gießereien mit verlorenen Formen ist zusätzlich mit größere Mengen von Formsandresten und
Strahlmittelrückständen zu rechnen.
Örtliche Bedingungen, m-Werte:
Die schadstoffspezifischen Einflußfaktoren werden im folgenden eingegrenzt. Die spezifischen
Standortbedingungen sind bezogen auf den Einzelfall zu bewerten.
Bewertung des Grundwassers:
Grundwasser - mI
- Lage zum Grundwasser: Als tiefster Schadstoffpunkt bei Gießereien sind unterirdische Heizöltanks, Öl-
oder Gasleitungen, Versickerungsgruben oder Chemikalienlager in Kellerräumen anzusehen und
hinsichtlich des Abstands zur Grundwasseroberfläche zu bewerten (ansonsten Geländeoberkante).
- Art der Einlagerung: Die abgelagerten Stoffe sind meist ohne größere Absicherung auf gießereieigenen
Halden abgelagert. Altsanddeponien sind zum Teil bewachsen.
- Kontaminationsfläche: Gesamtheit des Gießereigeländes aufgrund der Tatsache, daß viele Reststoffe auf
dem Betriebsgelände verblieben sind, abzüglich der Flächen, die mit Sicherheit unbelastet sind.
- Löslichkeit: Bei den möglichen Schadstoffen haben Phenole ein sehr gutes Lösungsvermögen. Bei
Anwesenheit von Lösungsvermittlern gehen auch Schwermetalle in Lösung.
m = 0.
Grundwasser - m
II
- Grundwassergeschütztheitsklasse je nach Standort, siehe S
ÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR
UMWELT UND LANDESENTWICKLUNG (1995 b)
- Sorbierbarkeit: Der größte Teil der anfallenden Stoffe ist absorbierbar. Es wird die geringste
Sorbierbarkeit (Phenole, BTEX) herangezogen und abhängig vom Humus- bzw. Tongehalt bewertet.
Anteil Humus bzw. Ton:
• schwach-mittel:
m = 0
• stark-Torf/Ton:
m =
0,1.
- Lösungsvermittler: BTEX können gegenüber Schwermetallen und PAK als Lösungsvermittler wirken.
m = + 0,1
- Abbaubarkeit: Schwermetalle sind nicht abbaubar und können den biologischen Abbau organischer
Substanzen beeinträchtigen. Pilze können im Gegensatz zu Bakterien PAK nicht vollständig abbauen.
(K
ÄSTNER, MAHRO & WIENBURG, 1993),
m = 0
Grundwasser - m
III
- Sorption: Je nach Humus- bzw. Tongehalt im Grundwasserleiter, analog m
II
.
- Abbaubarkeit: Schwermetalle sind nicht abbaubar und können den biologischen Abbau organischer
Substanzen beeinträchtigen. Pilze können im Gegensatz zu Bakterien PAK nicht vollständig abbauen.
(K
ÄSTNER, MAHRO & WIENBURG, 1993),
m = 0
Grundwasser - m
IV
Die meisten Gießereien sind in einem Industriegebiet entstanden, in dem das Grundwasser im allgemeinen
nicht einer sensiblen Nutzung unterzogen wird.

Seite 10
Bewertung des Bodens:
Boden - mI
Der Boden ist als Träger- und Transportmedium der Altlast mit verschieden möglichen
Ausbreitungsrichtungen auch als Schutzgut zu betrachten.
Fallzuordnung: Prinzipiell können alle aufgezeigten Fälle auftreten, hauptsächlich aber Fall 1 (der zu
schützende Boden ist die Altlast selbst) und Fall 2 (der zu schützende Boden liegt in der Umgebung der
Altlast).
Mit der Fallzuordnung wird der m
I
-Wert festgelegt:
Fall 1
m
I
= 1,0
Fall 2
m
I
= 0,6
Fall 3
m
I
= 0,7
Fall 4
m
I
= 0,9
zu Fall 1:
- Abdeckung oder Bewuchs: Gießereieigene Deponien sind in der Regel mit Vegetation bedeckt, das
Gelände ist zum Teil bebaut; der Hof ist meist unbefestigt (standortspezifisch bewerten). Sind
kontaminationsverdächtige Flächen größtenteils abgedeckt bzw. bewachsen, so ist
m =
###
0.
zu Fall 2:
Erosionsgefährdete Fläche ist vor allem das Hofgelände.
- Löslichkeit: Das Spektrum reicht von leicht bis schwer löslichen Schadstoffen. Für den Stoffaustrag sind
die leichtlöslichen Stoffe (Phenol, Cyanid) zu bewerten,
m = 0
- Flüchtigkeit: zur Beurteilung des Austrags leicht flüchtiger Stoffe sind Cyanid- und LHKW-
Konzentrationen entscheidend. Wenn mit diesen Stoffen umgegangen wurde, ist
m = 0.
zu Fall 3:
- Löslichkeit/Aggregatzustand: Das Spektrum reicht von leicht- bis schwerlöslichen Schadstoffen. Für die
Betrachtung des Schadstoffaustrags sind die leichtlöslichen Stoffe (Phenole, Cyanid) zu beachten,
m =
0.
- Sorption: Der größte Teil der anfallenden Stoffe ist adsorbierbar. Es wird die geringste Sorbierbarkeit
(Phenole, BTEX) herangezogen und abhängig vom Humus- bzw. Tongehalt bewertet.
Anteil Humus bzw. Ton:
• schwach-mittel:
m = 0
• stark-Torf/Ton:
m =
0,1.
- Lösungsvermittler: BTEX können gegenüber Schwermetallen und PAK als Lösungsvermittler wirken.
m = + 0,1
zu Fall 4:
- Flüchtigkeit: Zur Beurteilung des Austrages leicht flüchtiger Stoffe sind Cyanid- und LHKW-
Konzentrationen entscheidend. Wurde mit diesen Stoffen umgegangen, so ist
m = 0.
- Sorption: Der größte Teil der anfallenden Stoffe ist adsorbierbar, deshalb wird die geringste
Sorbierbarkeit (Phenole, BTEX) herangezogen und abhängig vom Humus- bzw. Tongehalt bewertet.
Anteil Humus bzw. Ton:
• schwach-mittel:
m = 0
• stark-Torf/Ton:
m =
0,1.

Seite 11
Boden - m
II
- Abhängig von der hydrogeologischen und bodenkundlichen Situation vor Ort.
Boden - m
III
- Abbau: Schwermetalle sind nicht abbaubar und können den biologischen Abbau organischer Substanzen
beeinträchtigen. Pilze können im Gegensatz zu Bakterien PAK nicht vollständig abbauen. (K
ÄSTNER,
MAHRO, & WIENBURG, 1993), mIII = 1,0
- Verweilzeit im Boden: Da es sich um Stoffgemische handelt, kann die Verweilzeit sehr unterschiedlich
sein, wobei Schwermetalle die größte haben. Es sind weder überwiegend leicht flüchtige noch
überwiegend leicht lösliche Schadstoffe am Standort,
m = 0
- Sorption, Bindungsstärke:
a) Bewertung bzgl. oraler Schadstoffaufnahme: Vor allem Schwermetalle und PAK werden an
organische Bodenbestandteile gebunden, die anderen Stoffe nur gering oder gar nicht adsorbiert. Für
die Bewertung wird die größte Sorbierbarkeit (log SC = 6,2; PAK) in Abhängigkeit vom Humusgehalt
herangezogen,
m = 0 ... + 0,1.
b) Bewertung bzgl. Bioverfügbarkeit: organische Stoffe sind nur gering verfügbar. Die Anwesenheit von
Schwermetallen verringert die Verfügbarkeit durch Komplexbildung. Schwermetalle können sich
negativ auf das Pflanzenwachstum auswirken. Es ist die größte Bioverfügbarkeit der zu erwartenden
Schadstoffe zu bewerten. Bei Anwesenheit von Phenolen:
m = + 0,1.
Boden - m
IV
- Ehemalige Gießereigelände werden in der Regel erneut als Industriestandorte genutzt.
2.3.3 Orientierende Erkundung und Bewertung (Beweisniveau 2)
Die Orientierende Erkundung ist nach S
ÄCHSISCHES LANDESAMT FÜR UMWELT UND GEOLOGIE (in
Vorbereitung) durchzuführen und nach S
ÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND
LANDESENTWICKLUNG (1995 b), SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND
LANDESENTWICKLUNG (1995 c), SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND
LANDESENTWICKLUNG (in Vorbereitung) zu bewerten. Es sind orientierende Messungen im Zu- und
Abstrom des Grundwassers sowie die Hintergrundwerte von Boden und Grundwasser notwendig.
Folgende Analysen von Grundwasser sollten bei entsprechendem Verdacht (siehe dazu Punkt
1.3.
)
mindestens angefertigt werden:
Untersuchungen des Bodens:
- Bestimmung bei der Probenahme:
Aussehen
Geruch
Konsistenz
Homogenität
- Eluat aus der Bodenprobe:
Geruch
Färbung
pH-Wert
Leitfähigkeit
• anorganische Parameter:
Schwermetalle
Metalle
Cyanid, leicht freisetzbar
Cyanid, gesamt
Sulfat
Chlorid

Seite 12
• organische Parameter:
PAK (16 Einzelsubstanzen nach EPA)
Phenolindex
DOC / TOC
AOX
Kohlenwasserstoffe
- Festsubstanz/Originalprobe:
• anorganische Parameter:
Metalle
Cyanid, leicht freisetzbar
Cyanid, gesamt
• organische Parameter:
PAK (16 Einzelsubstanzen nach EPA)
Kohlenwasserstoffe
BTEX
EOX
DOC / TOC
Untersuchungen des Grundwassers:
- Bestimmung bei der Probenahme:
Wassertemperatur
Geruch
Farbe
Trübung
pH-Wert
Redoxpotential
Leitfähigkeit
Sauerstoffgehalt
- Untersuchungen im Labor:
• anorganische Parameter:
Schwermetalle
Metalle
Cyanid, leicht freisetzbar
Cyanid, gesamt
Sulfat
Chlorid
• organische Parameter:
PAK (16 Einzelsubstanzen nach EPA)
Phenolindex
DOC / TOC
AOX
Kohlenwasserstoffe
Untersuchungen der Oberflächengewässer:
Um eine Beeinträchtigung durch Schadstoffe festzustellen, sind physikalisch-chemische Unter-suchungen
im Wasser sowie im Sediment erforderlich. In Fließgewässern sollte mindestens eine Probe im Anstrom
oberhalb des Gießereistandortes genommen werden, um die Hintergrundbelastung zu ermitteln. Es sind
die gleichen Parameter wie bei den Boden- und Grundwasserproben zu ermitteln.
Eine formale Bewertung des Risikos erfolgt entsprechend Beweisniveau 1.
Mit Hilfe der Analysenergebnisse können bezüglich der m-Werte und des r
0
-Wertes weitere
Einschränkungen gemacht werden.
Die Stoffgefährlichkeit der Branche ist entsprechend den Analyseergebnissen für die relevanten Parameter
zu spezifizieren.

Seite 13
Tab. 8: Stoffgefährlichkeiten für die typischen Stoffe und Stoffgruppen.
Stoffe/Stoffgruppen
Stoffgefährlichkeit
PAK
5,0
PCB
5,5
Phenol
4,8
Kohlenwasserstoffe
bis 6,0
Nitrat
1,5
Sulfat
1,5
Cadmium/-verbindungen
5,0
Kupfer/-verbindungen
4,2
Nickel/-verbindungen
4,0
Quecksilber/-verbindungen
5,5
Zink/-verbindungen
1,5
Arsen/-verbindungen
5,0
Chrom/-verbindungen
4,5
Blei/-verbindungen
4,0
Tab. 9: Stoffgefährlichkeiten für die weniger typischen Stoffe und Stoffgruppen.
Stoffe/Stoffgruppen
Stoffgefährlichkeit
LHKW (weitere Nachbehandlung der Gußstücke)
6,0
BTEX (weitere Nachbehandlung der Gußstücke)
6,0
Cyanid (Galvanik)
5,8
Ammoniak
4,8
Ammoniumverbindungen
4,2
Andere Metalle/Verbindungen
bis 4,5
Heizöl, Heizgas
5,0
Kohlenwasserstoffe
bis 6,0
FORMALE BEWERTUNG
Grundwasser - m
II
- Sorbierbarkeit: Sind vorwiegend PAK und Schwermetalle relevant (größter Prüfwert), haben folgende
Werte Gültigkeit:
Anteil Humus bzw. Ton:
• schwach-mittel:
m =
0,1
• stark-Torf/Ton:
m =
0,2.
Grundwasser - m
IV
Die meisten Gießereien sind in einem Industriegebiet entstanden, in dem das Grundwasser im allgemeinen
nicht als Trinkwasser genutzt wird.
In folgender Tabelle sind die Prüf- und Maßnahmenwerte für relevante Stoffe in Bezug auf das
Grundwasser nach S
ÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDESENTWICKLUNG
(1995 a) zusammengefaßt.

Seite 14
Tab. 10: Prüf- und Maßnahmenwerte für Grundwasser-relevante Schadstoffe
Stoffe/Stoffgruppen
Prüfwert (P)
in [μg/l]
Maßnahmenwert (M)
in [μg/l]
Arsen
10
60
Blei
40
200
Cadmium
5
20
Chrom, gesamt
50
250
Chrom, VI-wertig
20
40
Kupfer
50
250
Quecksilber
1
5
Zink
300
2000
Cyanid, gesamt
50
250
Cyanid, frei
10
50
PAK
0,2
2
Kohlenwasserstoffe (außer Aromaten)
200
1000
BTEX
30
120
Phenole (wasserdampfflüchtig)
20
100
Boden - m
II
Fall 2/3/4
- Sorbierbarkeit: Sind vorwiegend PAK und Schwermetalle relevant, haben folgende Werte Gültigkeit:
Anteil Humus bzw. Ton:
• schwach-mittel:
m =
0,1
• stark-Torf/Ton:
m =
0,2.
- Löslichkeit/Flüchtigkeit: Auf Grundlage von Untersuchungsergebnissen bei niedrigen
Konzentrationen der leichtlöslichen und leichtflüchtiger Stoffe ist nach eigenem Ermessen
m bis
0,4 möglich.
Boden - m
IV
- Ehemalige Gießereistandorte werden in der Regel erneut als Industriestandorte genutzt.
In der Tabelle sind die Prüf- und Maßnahmenwerte für die wichtigsten relevanten Stoffe in Bezug auf den
Boden nach
SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDESENTWICKLUNG (1995 a)
zusammengefaßt:
Tab. 11: Prüf- und Maßnahmenwerte für Bodenrelevante Schadstoffe
Stoffe/Stoffgruppen
Kinderspiel-
plätze
Wohngebiete
P-Wert
in [mg/kg]
M-Wert
in [mg/kg]
P-Wert
in [mg/kg]
M-Wert
in [mg/kg]
Arsen
20
50
40
100
Blei
200
500
400
1000
Cadmium
6
15
12
30
Chrom, gesamt
100
250
200
350
Kupfer
300
750
600
1500
Nickel
60
150
120
300
Quecksilber
4
10
8
20
Zink
500
1000
500
1000

Seite 15
Fortsetzung Tab. 11: Prüf- und Maßnahmenwerte für Bodenrelevante Schadstoffe
Stoffe/Stoffgruppen
Kinderspiel-
plätze
Wohngebiete
P-Wert
in [mg/kg]
M-Wert
in [mg/kg]
P-Wert
in [mg/kg]
M-Wert
in [mg/kg]
Cyanid, löslich
40
100
80
200
Benzo(a)pyren
1
2,5
2
5
Phenol
20
50
40
100
BTEX
7
Stoffe/Stoffgruppen
Park- und
Freizeit-
flächen
Gärtn./
Landw.
Nutzflächen
Gewerbe/
Industrie
P-Wert
in [mg/kg]
M-Wert
in [mg/kg]
P-Wert
in [mg/kg]
M-Wert
in [mg/kg]
P-Wert
in [mg/kg]
Arsen
100
40
50
200
Blei
1000
300
1000
2000
Cadmium
30
2
5
60
Chrom, gesamt
300
600
200
500
1000
Kupfer
1500
100
200
3000
Nickel
300
100
200
600
Quecksilber
20
2
20
40
Zink
1000
3000
500
1000
2500
Cyanid, löslich
200
400
Benzo(a)pyren
5
2
2-10
10
Phenol
100
200
BTEX
2
25
2.3.4 Detailerkundung und Bewertung (Beweisniveau 3)
Die Detailerkundung ist nach S
ÄCHSISCHES LANDESAMT FÜR UMWELT UND GEOLOGIE (in Vorbereitung)
durchzuführen. Die Schadstoffbelastung ist qualitativ und quantitativ einzugrenzen und Summenparameter
sind zu spezifizieren. Dabei tritt die formale, vergleichende Bewertung in den Hintergrund.
Im Ergebnis der Detailerkundung erfolgt die Sanierungsentscheidung.
2.4
Sanierungsuntersuchung und Sanierung
Vor der Sanierung ist eine Sanierungsuntersuchung durchzuführen, in der die Sanierungsvarianten
standortspezifisch und nutzungsabhängig geprüft und verglichen werden. Die Möglichkeiten zur
Sanierung eines Gießereigeländes sind beschränkt und von den einzelnen Schadstoffpunkten abhängig.
Meist werden Teilbereiche ausgegrenzt, die zu sanieren sind.
2.4.1 Dekontamination
Boden:
Die Bereiche, die mit hohen Schwermetallkonzentrationen belastet sind, können durch eine
Bodenwäsche
gereinigt werden, wobei bei einer ph-Wert-Verschiebung in den sauren Bereich die Metalle
in Lösung gehen, aus dem Boden entfernt werden und anschließend durch Fällung aus dem Waschwasser
entfernt werden können. Hierbei geht es ausschließlich um die Verminderung der mobilen Bodenanteile.
Neben den Schwermetallen werden auch organische Substanzen in das Waschwasser eingetragen. Diese
können durch Mikroorganismen abgebaut werden.

Seite 16
Ein anderes Verfahren, nach welchem Mischkontaminationen (Schwermetalle, Kohlenwasserstoffe, PAK,
BTEX u.a.) saniert werden können, sind die
Thermischen Verfahren
. Wegen der geringen Flüchtigkeit
der Schwermetalle finden an dieser Stelle nur Hochtemperaturverfahren Anwendung. Nachteile dieser
Verfahren sind hohe Kosten und Zerstörung der Bodenstruktur. Thermische Verfahren sind prinzipiell für
jede Schadstoffart (zum Teil mit Einschränkungen) anwendbar.
Bereiche, die überwiegend durch organische Verunreinigungen belastet sind (z.B. Bereiche des
Heizöltanks, Tankstelle, evtl. auch die Kfz- Werkstatt) können durch
biologische
in-situ, on- oder off-site-
Verfahren
behandelt werden.
Grundwasser:
Das Grundwasser kann durch
aktive-hydraulische Verfahren
gereinigt werden. Das
heißt, Grundwasser über Brunnen oder Drainage fassen und behandeln sowie das gereinigte Wasser
anschließend wieder einleiten.
Neue Grundwasserreinigungsverfahren sind
permeable reaktive Wände
und
Funnel-and-Gate.
Diese
Verfahren beruhen auf dem Prinzip einer langfristigen Abstromsanierung. Permeable reaktive Wände
werden senkrecht über die gesamte Breite und Tiefe der Kontaminationsfahne im Aquifer installiert. Das
Funnel-and-Gate-Prinzip beruht auf der Kombination eines geringdurchlässigen Trichters (Funnel), der
den kontaminierten Grundwasserstrom passiv auf einen oder mehrere besonders gestaltete hoch permeable
Durchlaßbereiche (Gate) hinsteuert, in denen eine Sorption oder Schadstoffentfernung stattfindet.
Schadstoffgruppen wie z.B. PAK, PCB, BTEX-Aromaten, MKW, LHKW und verschiedene Metalle
können mit passiven Sanierungsmaßnahmen eliminiert werden (S
CHAD, 1996).
2.4.2 Sicherung
Sicherungsmaßnahmen sind nur vorübergehende Lösungen. Sie verhindern die weitere Ausbreitung der
Schadstoffe, ohne diese jedoch zu entfernen.
Immobilisierungsmaßnahmen
zur Vermeidung des
Schadstoffaustrittes sind prinzipiell anwendbar.
Eine
Oberflächenabdichtung
verhindert den Kontakt des Niederschlagswassers mit den Schadstoffen
sowie das Lösen der Schadstoffe im Niederschlagswasser und deren Eindringen in tiefere Bodenschichten
oder gar ins Grundwasser bzw. den Eintrag der Schadstoffe über den oberirdischen Abfluß in das
Oberflächengewässer.
Eine andere Möglichkeit bieten
passive hydraulische Maßnahmen
. Aus der Schadenstelle wird
kontaminiertes Grundwasser gefördert, um den Grundwasserspiegel zu senken (hydraulische Senke). An
den Grenzen des Schadstoffherdes kann durch eine Sperrinfiltration verhindert werden, daß
kontaminiertes Grundwasser den Bereich verläßt. Voraussetzungen für dieses Vorgehen sind sehr genaue
Kenntnisse der Untergrundverhältnisse sowie ein aufwendiges Monitoringprogramm.
Dichtwände
verhindern ein Ausbreiten von belastetem Grundwasser. Sie werden von der
Geländeoberkante bis zur stauenden Schicht eingebracht.
2.4.3 Sanierungsüberwachung
Eine Überwachung der Dekontaminierungs- und Sicherungsmaßnahmen ist während der Eingriffe
unbedingt erforderlich. Sie beruht in der Regel auf einer Grundwasserüberwachung im Abstrom mit den
entsprechenden Parametern (siehe Orientierende Erkundung) bei nachgewiesener latenter Gefährdung
bzw. als begleitende/nachsorgende Maßnahme einer Gefahrenabwehr.
Firmen und Einrichtungen Sachsens, die Altstandorte sichern oder dekontaminieren, können S
ÄCHSISCHES
LANDESAMT FÜR UMWELT UND GEOLOGIE (1995) entnommen werden.

Seite 17
2.4.4 Anbieter von Leistungen zur Altlastenbehandlung
Auf dem Gebiet der Erkundung und Sanierung von Altlasten tätige Ingenieurbüros und Fachfirmen sind
dem "Verzeichnis der Anbieter von Leistungen zur Altlastenbehandlung im Freistaat Sachsen" zu ent-
nehmen. Das letztmals im Oktober 1995 vom LfUG herausgegebene Verzeichnis ist ab sofort über die
Industrie- und Handelskammern in Chemnitz, Leipzig und Dresden zu beziehen.
Bundesweite Angaben enthält das "Technologieregister zur Sanierung von Altlasten" (EDV-Programm
TERESA, Version 1997, vertrieben durch das Umweltbundesamt [UBA]). Aktuelle Informationen sind
auch über den Ingenieurtechnischen Verband Altlasten (ITVA) erhältlich.
Abfalltechnische Behandlungsanlagen (thermische, biologische und chemisch-physikalische Bodenbe-
handlungszentren) sind im "Abfalltechnischen Anlagenkataster" (ANKA) des LfUG sowie in regelmä-
ßigen Publikationen, wie z.B. der Zeitschrift TERRATECH, recherchierbar.
Anbieter von Immobilisierungsverfahren enthält u.a. die LfUG-Publikation "Immobilisierung von
Schadstoffen in Altlasten", S
ÄCHSISCHES LANDESAMT FÜR UMWELT UND GEOLOGIE (1996).

Seite 18
3.
Literaturhinweise
Hinweis:
Das Branchenblatt wurde im Rahmen einer Diplomarbeit an der TU Dresden im Auftrag des Sächsischen
Landesamtes für Umwelt und Geologie erstellt (B
LANK, 1996).
A
MBOS, E. (1981): Urformtechnik Metallischer Werkstoffe.- 1. Auflage, Deutscher Verlag für Grund-
stoffindustrie, Leipzig.
A
MBOS, E. & BEIER, M. (1984): Nachbehandlung von Gußstücken.- 1. Auflage, Deutscher Verlag für
Grundstoffindustrie, Leipzig.
B
LANK, S. (1996): Auswirkungen von Gießereien auf den Grundwasserleiter unter besonderer
Berücksichtigung der Verhältnisse in Sachsen.- Diplomarbeit, TU Dresden, Institut für Grundwasser-
wirtschaft.
I
NFU-Institut für Umweltschutz, Universität Dortmund (1991): Feststoffuntersuchungsprogramme für
Altstandorte der Metallverarbeitung.- Materialien zur Ermittlung und Sanierung von Altlasten, Dortmund.
K
ÄSTNER, M.; MAHRO, B. & WIENBERG, R. (1993): Biologischer Schadstoffabbau in kontaminierten
Böden unter besonderer Berücksichtigung der Polycyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe.-
Hamburger Berichte Nr. 5, TU Hamburg-Harburg, 1. Auflage, Economica-Verlag, Bonn.
L
ANDESGEWERBEAMT BADEN-WÜRTTEMBERG (1991): Eisen- Temper-, Stahl- und Nichteisen-
metallgießereien.- 1. Auflage, Informationszentrum für betrieblichen Umweltschutz, Stuttgart.
M
EIßNER, E. & SCHENKEL, H. (1978): Technologie des Maschinenbaus.- 9. Auflage, VEB Verlag
Technik, Berlin.
S
ÄCHSISCHES LANDESAMT FÜR UMWELT UND GEOLOGIE (1995): Verzeichnis der Anbieter von Leistungen
zur Altlastenbehandlung im Freistaat Sachsen, Radebeul.
S
ÄCHSISCHES LANDESAMT FÜR UMWELT UND GEOLOGIE (1996): Immobilisierung von Schadstoffen in
Altlasten. - Materialien zur Altlastenbehandlung, Bd. 1/1996, Radebeul.
S
ÄCHSISCHES LANDESAMT FÜR UMWELT UND GEOLOGIE (in Vorbereitung): Probenahme bei der
Technischen Erkundung von Altlasten.- Materialien zur Altlastenbehandlung in Sachsen, Radebeul.
S
ÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDESENTWICKLUNG (1995 a): Empfehlungen zur
Handhabung von Prüf- und Maßnahmewerten für die Gefährdungsabschätzung in Sachsen.- Materialien
zur Altlastenbehandlung in Sachsen, Band 2, Dresden.
S
ÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDESENTWICKLUNG (1995 b): Gefährdungs-
abschätzung, Pfad und Schutzgut Grundwasser.- Handbuch zur Altlastenbehandlung, Teil 3, Dresden.
S
ÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDESENTWICKLUNG (1995 c): Gefährdungs-
abschätzung, Pfad und Schutzgut Boden.- Handbuch zur Altlastenbehandlung, Teil 4, Dresden.
S
ÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDESENTWICKLUNG (1997): Ver-
dachtsfallerfassung und formale Erstbewertung.- Handbuch zur Altlastenbehandlung, Teil 2, Dresden.
S
ÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDESENTWICKLUNG (1998): Historische Er-
kundung von altlastenverdächtigen Flächen.- Materialien zur Altlastenbehandlung in Sachsen,
Band 4/98, Dresden.
S
ÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDESENTWICKLUNG (in Vorbereitung):
Gefährdungsabschätzung, Pfad und Schutzgut Oberflächenwasser.- Handbuch zur Altlastenbehandlung,
Teil 5, Dresden.

Seite 19
S
CHAD, H. (1996): Prinzip und Vorteile von passiven Systemen zur Grundwassersanierung.- Tagungs-
band zum Workshop: Passive Systeme zur in-situ-Sanierung von Boden und Grundwasser im Mai 1996,
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ILCH, W. (1993): Formstoffe und Formverfahren.- Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig,
Stuttgart.
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NIVERSITÄT DORTMUND (1992): INFU-Gießereien, Dortmund.
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ÖRÖS, A. (1982): Gußputzen.- 1. Auflage, Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig.