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»Das habe ich
gemacht.«
Traditionelles Handwerk
in der
Zwingerbauhütte
Ausgabe 1|2017

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1 EDITORIAL
2 EIN TAG MIT
Treuhänder eines wertvollen Erbes
6 SIB IN ZAHLEN
Beeindruckende Fakten
aus der Arbeit des SIB
8 GUTE IDEEN
Ein Eiswürfel mitten auf dem Campus
10 AUF EINEN BLICK
Aktuelle Bauprojekte
12 KLUGE KÖPFE
Hier brennt die Luft
Zu den verantwortungsvollen
Aufgaben des SIB gehört
auch die kontinuierliche Arbeit
am Zwinger.
IMPRESSUM
Herausgeber:
Staatsbetrieb Sächsisches
Immobilien- und Baumanagement
Wilhelm-Buck-Straße 4
01097 Dresden
www.sib.sachsen.de
im Auftrag des Freistaates Sachsen
Sächsisches Staatsministerium
der Finanzen
Redaktion:
SIB Zentrale:
Oliver Gaber, Andrea Krieger,
Tobias Lorenz
Sandstein Kommunikation:
Hannah Szynal, Henriette Roth
Gestaltung:
Sandstein Kommunikation GmbH
www.sandstein.de
Fotos:
David Nuglisch, SIB (S. 1, S. 5 o., S. 7/2,
S. 7/4, S. 11 o., S. 10 o. m., S. 11 m.), Prof.
Jörg Schöner (S. 3 re.), pixabay (S. 6/7),
Steffen Spitzer(S. 7/1), Jill Luise Müßig
(S. 7/3), Werner Lieberknecht (S. 7/5),
Christoph Reichelt (S. 7/6), Mirko Hertel
(S. 7/7), René Jungnickel (S. 8, S. 9 u.,
U4), Peter Eichler (S. 10 o. li.), SHP Archi-
tekten GmbH (S. 10 u.), Visualisierung
IPROconsult, Dresden (S. 11 u.)
Druck:
Xxxxx
Redaktionsschluss:
15. 12. 2016
Copyright
Diese Veröffentlichung ist urheber-
rechtlich geschützt. Alle Rechte, auch
die des Nachdruckes von Auszügen und
der fotomechanischen Wiedergabe, sind
dem Herausgeber vorbehalten.
INHALT

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Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Bau-
management (SIB) hat die verantwortungsvolle Auf-
gabe, bauliche und liegenschaftliche Zielsetzungen
des Freistaates Sachsen zu erfüllen und zu steuern.
Das Spektrum der betreuten Immobilien ist dabei
vielfältig und reicht von Gebäuden für die Verwaltung
und Justiz bis hin zu Hochschulen oder kulturhisto-
risch bedeutenden Liegenschaften.
Als moderner und zukunftsweisender Staatsbe-
trieb steuert der SIB den gesamten Lebenszyklus der
Immobilien, die für Zwecke der öffentlichen Verwal-
tung genutzt werden, und berücksichtigt dabei stets
die Aspekte der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Dieser ganzheitliche Ansatz schließt die Planung,
den Bau, die Instandhaltung und Nutzung der Ge-
bäude sowie die Optimierung des gesamten Gebäu-
debestands ein.
Der SIB bewegt sich dabei im Spannungsfeld zwi-
schen Geschichte und Zukunft. Das zeigt unter ande-
rem die kontinuierliche Arbeit am Dresdner Zwinger,
die dazu beiträgt, dass diese eindrucksvolle Anlage
dauerhaft erhalten bleibt. Aber auch die Errichtung
der innovativen zentralen Kälteversorgung an der TU
Bergakademie Freiberg ist ein anschauliches Beispiel
hierfür.
Auch innerhalb der eigenen Organisationsstruk-
tur arbeitet der SIB daran, sich kontinuierlich weiter-
zuentwickeln. So wurde mit dem Projekt »SIB 2020«
ein innerbetrieblicher Prozess zur Neuausrichtung
angestoßen. Ziel ist es, Aufgaben und Abläufe neu zu
strukturieren, um sowohl Effizienz als auch Effekti-
vität weiter zu verbessern. In den nächsten Ausgaben
unseres Magazins werden wir Sie in lockerer Folge
über den weiteren Fortschritt des Projektes informieren.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre die-
ser ersten und aller weiteren Ausgaben und freuen uns
über Anregungen zur Gestaltung und zu den Inhalten.
EDITORIAL
Prof. Dieter Janosch
Technischer
Geschäftsführer
Oliver Gaber
Kaufmännischer
Geschäftsführer

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2
1|2017
EIN TAG MIT
Seit ihrer Wiedereinrichtung vor nunmehr
25 Jahren kümmert sich die Zwinger-
bauhütte um den Erhalt das welt bekannten
barocken Gesamtkunstwerks.
Errichtet zur Zeit Augusts des Starken, durch
Kriege stark beschädigt und immer wieder auf-
gebaut, steht der Zwinger für Stärke, Tradition
und Zukunft.
Hier lernen die Azubis noch echte Handar-
beit. Und schon nach wenigen Wochen gehen
sie durch den Zwinger und können stolz sagen:
»Das habe ich gemacht!«
So auch Hans Seeliger, der in der Zwinger-
bauhütte eine Ausbildung zum Steinmetz
macht und nun im dritten Ausbildungsjahr
ist.
Treuhänder
eines
wertvollen
Erbes
Im Sockelbereich des
Kronentors nimmt
Hans Seeliger Maß für
ein neues Werkstück.

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3
EIN TAG MIT
1|2017
Im Morgengrauen
Schon früh am Tag hört man es in den Schauern
klopfen und hämmern. Die Steinmetze und
Steinbildhauer in der Zwingerbauhütte arbeiten
fast ausschließlich im Freien und es geht früh
los, um
möglichst lange im Tageslicht arbeiten
zu können. Das ist wichtig, denn die Steine
sehen bei Kunstlicht ganz anders aus als in na-
türlichem Licht.
Auch die Azubis sind schon so früh auf den
Beinen und arbeiten. Hans Seeliger, Azubi im
dritten Lehrjahr, erzählt, warum er sich für die
Ausbildung in der Zwingerbauhütte entschieden
hat: »Mein Vater ist Steinmetz, also bin ich schon
früh mit dem Beruf in Berührung gekommen. Als
bei mir dann die Entscheidung anstand, war mir
ziemlich schnell klar, dass ich auch Steinmetz
werden möchte. Und da ist die Zwingerbauhütte
natürlich mein Favorit gewesen.«
So sehen das auch viele andere Azubis. Denn
die Zwingerbauhütte ist nicht nur zuständig für
eines der Wahrzeichen Dresdens, sie ist auch die
einzige »weltliche« Bauhütte in der europäi-
schen Vereinigung der Dombau-, Münsterbau-
und Hüttenmeister. Das macht sie auf mehreren
Ebenen zu etwas ganz Besonderem.
Der Zwinger in Zahlen
1,2 km
detailreiche Balustraden
15.000 m
2
gestaltete Fassadenflächen
700
eindrucksvolle Skulpturen, davon
450 freistehende Figuren und Vasen
30
originale Sandsteinskulpturen
aus der Bauzeit, davon die
meisten im Depot sichergestellt
12.400 m
2
Wasserflächen (Zwingerteich)
1.400 m
2
Wasserspiele mit 25 Einzelbrunnen
16.000 m
2
Zwingerhof
6.200 m
2
begehbare Terrassen über
den Galeriebauten
Am Vormittag
Dass die Azubis jeden Tag motiviert zur Arbeit
kommen, hat einen guten Grund. Vom ersten
Tag an werden sie in die Arbeitsabläufe integriert.
Heute geht Hans Seeliger mit auf die Bau-
stelle im Zwinger und arbeitet direkt vor Ort.
Auch im dritten Lehrjahr ist er noch immer fas-
ziniert vom Zwinger und seiner imposanten
Erscheinung. »Es ist für mich eine große Heraus-
forderung, an diesem wunderbaren Erbe mitzu-
wirken«, fasst er seine Gedanken zusammen.
»Eine Herausforderung, die ich gern annehme«.
Nicht umsonst gilt in der Zwingerbauhütte
der Leitspruch, dass der Zwinger stets der ei-
gentliche Auftraggeber ist. Die Mitarbeiter ver-
stehen sich als Treuhänder eines unvergleichli-
chen Erbes.
Dass er zu den meistbesuchten Sehenswürdig-
keiten in Dresden gehört, zeigt deutlich, wie
wichtig die Arbeit ist. Dabei geht es nicht nur
darum, alte Bausubstanz zu erhalten und die
sprichwörtliche Asche zu hüten. Vielmehr geht
es darum, das Feuer weiterzugeben: den impo-
santen Bau in der Gegenwart zugänglich zu
halten und ihn stark zu machen für zukünftige
Generationen, die ebenso fasziniert sein werden
wie vergangene und die jetzige.
Gerade die Tatsache, dass der Zwinger bei
Wind und Wetter für Besucher offensteht, freut
die Mitarbeiter. Ralf Schmidt, Hüttenmeister,
erinnert sich an eine Situation, die diese Nähe
zum Zwinger auf besondere Weise ausdrückt:
»Ich war damit beschäftigt, Vasen zu vermessen,
als mir eine Gruppe von Besuchern aufgefallen
ist. Sie hörten ihrem Reiseführer aufmerksam zu
und gingen anschließend an das Geländer. Mit
ihren Händen fassten sie ganz konzentriert die

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4
1|2017
EIN TAG MIT
Figuren und Verzierungen an. Als ich näher kam,
fiel mir auf, dass die Besucher blind waren und
den Zwinger im wahrsten Sinne des Wortes ‚be-
griffen‘ haben. Solche Momente zeigen mir, wie
wertvoll unsere Arbeit ist. Und wie wichtig es
ist, den Zwinger zugänglich zu halten.«
Mittags
Inzwischen steht die Sonne hoch und der Zwin-
ger sieht ganz anders aus als noch am Morgen.
Schaut man sich genauer um, sieht man, wie die
Sonnenstrahlen auf der Sandsteinfassade spie-
len und wie sich das Aussehen der Steine im
Tages- und Wetterverlauf ändert. Es sind solche
Details, die die Arbeit am und mit dem Zwinger
besonders machen.
Das hat sich auch unter den Azubis herum-
gesprochen. Die Ausbildung in der Zwinger-
bauhütte ist unter den Steinmetzen und Stein-
bildhauern außerordentlich beliebt.
Und das, obwohl die Ausbildung einiges an En-
gagement voraussetzt: Es reicht nicht aus, gern
am Stein zu arbeiten. Man benötigt ein kunsthis-
torisches Verständnis, um die Figuren, Vasen und
Putti richtig einordnen zu können und es ist Fin-
gerspitzengefühl gefordert, weil noch ganz tra-
ditionell mit den Händen gearbeitet wird.
Was sich nach einer großen Herausforde-
rung anhört, ist für Hans Seeliger genau der
Grund, weshalb er unbedingt in der Zwinger-
bauhütte lernen wollte: »Die Arbeit am und mit
dem Stein ist das eine. All die gelernte Theorie
aber direkt in der Praxis umsetzen zu können,
sich ständig weiterzubilden und zu erkennen,
welche Epochen den Bau und die Restaurierung
des Zwingers geprägt haben, ist einfach unbe-
zahlbar. Hier ist kein Tag wie der andere. Und
auch nach drei Jahren entdecke ich jeden Tag
etwas Neues am Zwinger, was mir früher noch
nicht aufgefallen ist.«
Im Inneren der Zwinger-
bauhütte warten
die Skulpturen auf ihre
Restaurierung.
Arbeiten im Schauer.
Mit dem hölzernen
Schlegel und einem
Meißel bearbeitet
Hans Seeliger den Stein.
»
Hier ist kein Tag
wie der andere.
«

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5
EIN TAG MIT
1|2017
Nachmittags
Am Nachmittag steht ein kleiner Ausflug in die
Altstadt auf dem Plan. Den Ausbildern ist es
wichtig, dass die Azubis auch mal über den Tel-
lerrand blicken.
Gemeinsam schauen sie sich die Fassaden
der Gebäude an, um an Struktur, Farbspiel und
Beschaffenheit die Art des Steins zu erkennen.
Denn nur wer weiß, wie die unterschiedlichen
Steine und auch die unterschiedlichen Typen
von Sandstein wirken können, kann sich fun-
diert um den Zwinger kümmern.
Die Beobachtung, wie sich die Oberflächen
bei unterschiedlichem Wetter und bei sich ver-
ändernder Sonneneinstrahlung verhalten, ist
essenziell, um die besondere Ausstrahlung und
Atmosphäre des Zwingers erhalten zu können.
Neben historischem Verständnis und um-
fangreichem Wissen über die Arbeit mit dem
Sandstein fließen immer auch Studien und neu-
este Forschungsergebnisse in die tägliche Arbeit
ein. So wird auf besondere Weise imposante
Geschichte mit zukunftsweisenden Methoden
verbunden.
Eingesetzt werden die Forschungsergebnisse
vor allem dann, wenn es um die Konservierung
der Bausubstanz geht. Verschmutzungen wie
Staub, Ruß und Schadstoffe werden in Regen,
Die Zwingerbauhütte
und ihre Aufgaben
Auf Bauhütten wird man meist aufmerk-
sam, wenn von Kathedralen oder Domen
die Rede ist. In historischen Zeiten besa-
ßen sie »die Kunst, in Stein zu hauen«,
später waren es spezialisierte Werkge-
meinschaften, denen man ideell und
praktisch umfassende Restaurierungen
wichtiger Bauwerke zutraute.
In diese Tradition reiht sich auch die
Zwingerbauhütte ein. Es ist ihre Aufgabe,
die baugeschichtliche und kunsthistori-
sche Schönheit des Zwingers zu erhalten
sowie die Handwerkskunst zu bewahren
und an folgende Generationen weiterzu-
geben.
Nebel und Schnee gebunden und lagern sich
dann in den Poren des Sandsteins ab. Nun gilt
es, den Sandstein zu reinigen und anschließend
zu schützen, um den Verfall des Steins aufzu-
halten.
Im Laufe der Zeit wurden Methoden und
Verfahren entwickelt, die den empfindlichen
Sandstein schonen, ihn effektiv gegen Umwelt-
einflüsse schützen können und dennoch gründ-
lich reinigen.
Feierabend
In der Werkstatt wacht Pöppelmann, der eins-
tige Baumeister des Zwingers, über das Gesche-
hen der Lehrlinge und Meister. Die Büste hat die
vergangenen Zeiten heil überstanden und steht
nun gut geschützt vor Witterungseinflüssen im
Arbeitsraum der Zwingerbauhütte.
Sie erinnert daran, dass heute wie damals
nicht Schnelligkeit zählt – sondern Handwerk
und Können.
Inzwischen ist es später Nachmittag und die
Arbeit neigt sich dem Ende zu. Hans Seeliger
räumt seinen Arbeitsplatz auf und ist zufrieden.
Er freut sich schon auf den nächsten Tag und
darauf, sich weiter um den Zwinger kümmern
zu dürfen.
Die Sandsteinbüste von Matthäus Daniel Pöppelmann
»wacht« über die Arbeiten.

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281
GWh
Strom
… verbrauchen die durch den SIB
verwalteten Liegenschaften jährlich.
Das entspricht dem Jahresverbrauch von
104.000 Vier-Personen-Haushalten.
3.000
Gebäude
… mit einer Fläche von rund 5,8 Mio. m
2
werden durch den SIB verwaltet.
Das entspricht einer Fläche von über
38.000 Einfamilienhäusern.
4,4
… Fläche haben die Dienstgebäude,
für deren regelmäßige Reinigung
der SIB zuständig ist. Zum Vergleich:
Das Fürstentum Monaco ist nur
halb so groß.
6
Mio.
m
2
110.000
… befinden sich in der Zuständigkeit
Bäume
und in der Pflege durch den SIB.
24
… beträgt die durch den SIB verwaltete
Grundstücksfläche – das entspricht in etwa
der Größe von 3.300 Fußballfeldern.
km
2
1|2017
SIB IN ZAHLEN

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7
1.600
MWh
Stromeinsparung
… im Jahr 2015 durch das Programm
»Energieeffizienz«. Dank dieses Programms
hat der SIB im Kalenderjahr 2015 rund
200.000 € Betriebskosten eingespart.
t CO
2
-
Einsparung
… 2015 durch
das Programm »Energieeffizienz«.
Das entspricht der Menge an CO2,
die 107 Mittelklasse-Pkw in einem Jahr
ausstoßen.
515
Mio. €
… Bauvolumen im Jahr 2015,
davon rund 300 Mio. € für
Große Baumaßnahmen (GBM) im
Landes- und Hochschulbau.
7
2.396
… betreute der SIB
im Kalenderjahr 2015.
Baumaßnahmen
m
mms
nd
t.
SIB IN ZAHLEN
1|2017

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8
1|2017
Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist die zen-
trale Kälteversorgung auf dem Campus der TU
Bergakademie Freiberg (TU BAF). Auch wenn die
anfänglichen Investitionskosten höher sind als
die der herkömmlichen dezentralen Kältever-
sorgung, ergeben sich auf lange Sicht enorme
Einsparpotenziale. Darüber hinaus kann auch
der CO
2
-Ausstoß um ca. zwei Drittel reduziert
werden.
Kalt, kälter, Kälteinsel
An der TU BAF gibt es durch raumklimatische
Anforderungen und Prozesse einen ständig
wachsenden Bedarf an Kälte (z. B. zur Kühlung
von Servern in Rechenzentren oder von labor-
technischen Einrichtungen).
Bisher wurde dieser Bedarf ausschließlich
über dezentrale Kälteerzeugungsanlagen ge-
deckt. Das heißt, in jedem Gebäude mit Kältebe-
darf wurde eine Kältemaschine installiert, die
den maximal erforderlichen Kältebedarf erzeu-
gen kann. Dieser maximale Kältebedarf ist aber
bei den meisten Gebäuden nur für eine relativ
kurze Dauer erforderlich.
Nachteil dieser Versorgungsart ist die hohe
Gesamtleistung aller Kälteerzeugungsmaschi-
nen im Vergleich zur durchschnittlichen Ab-
nahme. Die Anlagen sind nicht ausgelastet und
fahren im energetisch ungünstigen Teillastbe-
trieb. Die Alternative dazu ist die zentrale Kälte-
insel, ausgestattet mit einer hocheffizienten
Kältemaschine, einem Speicher und einer freien
Kühlung. Dadurch kann auf den schwankenden
Bedarf einzelner Gebäude reagiert werden und
Lastspitzen lassen sich effektiv abfangen. Im
Ergebnis wird nur die tatsächlich benötigte
Kälte über ein Rohrleitungsnetz an die Gebäude
verteilt.
Diese Idee der zentralen Kälteversorgung für
mehrere Objekte wurde an der TU BAF unter-
sucht und auch umgesetzt.
GUTE IDEEN
Ein Eiswürfel
mitten
auf dem Campus
Steigender Energiebedarf stellt eine immer größer
werdende Herausforderung dar. Dabei gilt, dass die spätere
Entwicklung der Energiekosten schon während der
Planung und Errichtung deutlich besser beeinflusst werden
kann als während der Nutzung der Gebäude. Ziel ist es
daher stets, bereits bei der Planung die Lebenszykluskosten
zu betrachten – die Kosten, die über die gesamte
Nutzungsdauer entstehen.
Die Kälteinsel:
Schon von außen
erkennt man den
»Eiswürfel« sofort.

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9
GUTE IDEEN
1|2017
Interview
mit Heiko Kluge
Seit der Errichtung der
Kälteinsel 2 im Jahr 2013
sind mittlerweile fünf
Gebäude am Netz und
der Anschluss weiterer
Gebäude ist in Planung.
Was besonders daran
ist und warum sich die
Kälteinsel richtig lohnt,
erklärt Heiko Kluge,
Sachbearbeiter Technik
im SIB.
Wie kam es zu der Idee, eine Kälteinsel
zu bauen?
Der Anfang wurde mit der Kälteinsel 1 ge-
schaffen, die bereits 2009 realisiert wurde.
Um den Kältebedarf des Hallenkomplexes
Kegel-Rammler-Bau zu decken, wurde eine
rohrtechnische Anbindung zum Gellert-Bau
geschaffen und der Bedarf durch Nutzung
von Gleichzeitigkeitsfaktoren und unter-
schiedliche Nutzungsprofile gedeckt. Das war
der erste Schritt weg von der dezentralen hin
zur zentralen Versorgung mit Kälte. Dieses
System wurde mit dem Bau der Kälteinsel 2
aufgegriffen, die die Versorgung der Gebäude
Haus Formgebung, Laborflügel Nord, Univer-
sitätsrechenzentrum, Lampertz-Zelle und
Haus Metallkunde übernimmt.
» Wir speichern
und nutzen also die
Kühle der Nacht.
«
Wie viel Kälte können Sie produzieren?
Die Kälte wird über zwei Kältemaschinen mit
jeweils 400 kW, eine freie Kühlung und einen
Speicher mit 1.000 m³ Inhalt zur Verfügung
gestellt. Ohne Speicher und ohne die Versor-
gung mehrerer Gebäude über ein Rohrlei-
tungssystem wären Kältemaschinen mit einer
Gesamtleistung von in Summe 2.300 kW er-
forderlich gewesen.
Wozu brauchen Sie die Kälte?
Der hohe Bedarf an Kälte an der Bergakade-
mie Freiberg resultiert nicht nur aus übli-
chen Anforderungen (Raumklima, Server-
kühlung etc.), sondern vor allem aus techno-
logischen Anforderungen der Forschung und
Lehre – so zum Beispiel Rückkühlprozesse
von thermischen oder chemischen Versuchs-
anlagen.
Was ist so innovativ an der Kälteinsel?
Die Ladeprozesse im Speicher sind durch die
Nutzung eines Patents besonders schnell
und effektiv, sodass in einem großen Zeit-
raum des Jahres freie Kühlung genutzt wer-
den kann. Wir speichern und nutzen also die
Kühle der Nacht. Mit dem verwendeten Sys-
tem Speicher plus Kältenetz liegt die Ener-
gieeffizienz um das Dreifache höher als bei
einer konventionellen Kälteerzeugung.
Wie geht es weiter mit der Kälteinsel?
Wir werden die Kälteinsel weiter energetisch
optimieren. Zurzeit arbeiten wir an der Wirt-
schaftlichkeitsuntersuchung für einen zwei-
ten Speicher, um den Freikühlbetrieb, also
den Teil, wo man ohne elektrische Energie
Kälte produzieren kann, weiter zu erhöhen.
Darüber hinaus ist geplant, die Kälteinsel 1
und 2 zu verbinden sowie weitere Gebäude
in das Kältenetz zu integrieren.
Nachhaltigkeit im Fokus
Innovativ bei der Produktion
In die Kälteinsel fließen mehrere Patente zur
energetischen Optimierung ein. So ist sicher-
gestellt, dass die Kälte nachhaltig und kosten-
günstig produziert wird.
Effizient bei der Abgabe
Die Anlage verfügt über eine ausgeklügelte
Regelung, die vorausschauend den Bedarf er-
rechnet. Durch eine prädiktive Fahrweise unter
Nutzung von Wetterdaten und Prognosen er-
folgt die Produktion und Verteilung der Kälte
höchst effizient.

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10
1|2017
AUF EINEN BLICK
Finanzamt Grimma
Standorterweiterung für das
Finanzamt Grimma
Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit prägten
die Entscheidung, die Finanzämter Grimma und
Borna am bestehenden Standort Grimma zu
vereinen. Der zusätzliche Flächenbedarf wird
durch die Sanierung eines leerstehenden denk-
malgeschützten Mannschaftsgebäudes (Haus B)
der vormals militärisch genutzten Liegenschaft
gedeckt, das sich neben dem bereits vom Fi-
nanzamt Grimma genutzten Haus A befindet.
Beide Gebäude wurden durch einen neu errich-
teten Zwischenbau miteinander verbunden. So
entstand ein Gebäudekomplex, der beispielhaft
für die nachhaltige Weiternutzung bestehender
Gebäudesubstanz ist.
Bauzeit 2,5 Jahre
ca. 6.100 m
2
Nutzfläche
Auf einen
Blick
Center for Advancing Electro-
nics Dresden der TU Dresden
Spitzenforschung in denkmalgeschütztem
Bauumfeld
Gemeinsam mit SHP Architekten aus Dresden
wird das Center for Advancing Electronics Dres-
den (cfaed) an der Exzellenzuniversität TU Dres-
den realisiert. Zu den Baumaßnahmen gehören
neben dem Ersatzneubau eines Gebäudeflügels
auch umfangreiche Umbauarbeiten in Teilen der
denkmalgeschützten historischen Bausubstanz
des Barkhausen-Baus. Um zusätzliche Flächen
zu schaffen, wird im Innenhof des Objekts ein
eingeschossiger Neubau entstehen. Insgesamt
werden rund 5.000 m
2
Nutzfläche für die For-
scher geschaffen, davon 1.200 m
2
für Versuchs-
und Laborflächen. Somit stehen der Spitzenfor-
schung im Bereich der Elektronik hervorragende
Arbeitsbedingungen zur Verfügung.
Bauzeit von April 2015 bis Ende 2017
Baukosten ca. 36,45 Mio. €
Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds
für Regionale Entwicklung (EFRE)
Mosaikbrunnen
Kleinod im Großen Garten Dresden
Seit September 2016 sprudelt und funkelt der
Mosaikbrunnen im Großen Garten wieder für
seine Besucher. Mit äußerster Sorgfalt und in
liebevoller Kleinarbeit wurde das historische
Mosaik der unteren Brunnenschale Steinchen
für Steinchen aufwendig abgenommen, restau-
riert und wiederverlegt. Dem gingen umfangrei-
che Untersuchungen der Denkmalpflege voraus.
Zudem erhielt der Brunnen eine Rundumerneu-
erung der Fundamente, Unterkonstruktion,
Brunnentechnik, Beleuchtung und Winterein-
hausung. Ursprünglich wurde der Mosaikbrun-
nen nach Entwürfen des Architekten Hans Poel-
zig (1869–1936) als temporäres Bauwerk für die
Jubiläums-Gartenbauausstellung »Flora« 1926
errichtet.
Baukosten ca. 330.000 €

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11
AUF EINEN BLICK
1|2017
Sächsisches Krankenhaus
Altscherbitz
Neubau Psychiatrische Tagesklinik mit
Institutsambulanz
Derzeit befindet sich die Psychiatrische Tageskli-
nik des Sächsischen Krankenhauses Altscherbitz
am Standort Markranstädt in angemieteten Räu-
men. Mit dem jetzt entstehenden Neubau kann
diese provisorische Lösung perspektivisch aufge-
geben werden. Die Fertigstellung des Gebäudes
für die Psychiatrische Tagesklinik ist für Mitte
2017 geplant. Der u-förmige Neubau mit rund
1.500 m
2
Nutzfläche schließt künftig eine Lücke
in der straßenbegleitenden Bebauung und bietet
beste Bedingungen für die Patienten.
Bauzeit von Juli 2015 bis Mitte 2017
Baukosten ca. 4,1 Mio. €
Staatsschauspiel Dresden
Umfangreiche Sanierung und Instandhaltung
Um den laufenden Theaterbetrieb nicht zu stö-
ren, mussten in Rekordzeit umfangreiche Sanie-
rungsarbeiten durchgeführt werden. In lediglich
18 Wochen wurden nicht nur Zuschauersaal,
Saalbestuhlung und Parkett erneuert, sondern
auch Bühnentechnik, Brandschutz, Telefon- und
Datennetz, die Gebäudeautomation sowie die
WC-Anlagen. Eine scheinbar unlösbare Aufgabe,
die nur dank hervorragender Organisation und
Sächsisches Krankenhaus
Großschweidnitz
Richtfest für das Gerontopsychiatrische
Zentrum
Der steigende Anteil älterer Menschen in Sach-
sen stellt neue Anforderungen an die medizini-
sche Versorgung. Dieser Entwicklung wird mit
dem Neubau des Gerontopsychiatrischen Zen-
trums am Sächsischen Krankenhaus Groß-
schweidnitz Rechnung getragen. Zukünftig
können hier 100 Patienten ambulant und stati-
onär behandelt werden. Ein unterirdischer Gang
verbindet den Neubau mit dem benachbarten
Diagnostikzentrum Neurologie. So wird die Zu-
sammenarbeit erleichtert und die Wege für Per-
sonal und Patienten werden deutlich verkürzt.
Bauzeit von April 2015 bis Ende 2017
Baukosten ca. 23,5 Mio €
3.521 m
2
neu entstehende Nutzfläche
Koordination aller Beteiligten bewältigt werden
konnte. Zeitweise haben bis zu 200 Personen
parallel auf der Baustelle gearbeitet. Der Spiel-
betrieb konnte pünktlich mit der Premiere des
»Othello« am 29. Oktober 2016 wieder aufge-
nommen werden.
Investitionsvolumen ca. 11 Mio. €
794 komplett erneuerte Zuschauerstühle
Einbau eines neuen Schnürbodens für die Bühnentechnik

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12
1|2017
Daniel Albert
René Kraus
KLUGE KÖPFE
Wie die Zusammenarbeit während der Bauphase
des Brandübungshauses funktionierte und was
das Besondere daran ist, erklären René Kraus,
Schulleiter der Landesfeuerwehr- und Katastro-
phenschutzschule Sachsen und Landesbrand-
direktor des Freistaates Sachsen, und Daniel
Albert, Gruppenleiter Technik im SIB.
Wozu brauchen Sie überhaupt
ein Haus zum Abbrennen?
René Kraus: Feuerwehr ohne Feuer macht ja kei-
nen Spaß! Aber natürlich hat das Brandübungs-
haus auch einen ernsten Hintergrund. Wenn sich
die Bauweise von Häusern ändert, ändern sich
auch die Brände. Sie werden immer komplexer,
was die Arbeit der Feuerwehrleute schwieriger
und auch gefährlicher macht. Damit sie im Ernst-
fall gut vorbereitet sind, üben sie die verschiede-
nen Szenarien in unserem Brandhaus.
Wie baut man ein Haus, das nicht abbrennt?
Daniel Albert: Theoretisch ist das ganz einfach.
Man braucht nur Materialien, die feuer- und was-
serfest sind. In der Praxis ist das natürlich nicht
ganz so einfach. Wir haben viel mit Beton und
COR-TEN-Stahl gearbeitet sowie mit Edelstahl.
Viel wichtiger als die Materialien ist aber die
Technik, die dahintersteht. Schließlich soll das
Feuer nicht irgendwie entfacht und wieder ge-
löscht, sondern es sollen echte Situationen simu-
liert werden: schlagartige Rauchdurchzündung
(sogenannte Flash-Over), normale Küchenbrände,
Brände mit ausströmendem Gas etc.
Wie genau nutzen Sie das Brandübungshaus?
René Kraus: Genau für solche Situationen, die
Herr Albert beschrieben hat. Die Feuerwehrleute
lernen, wie sie mit den verschiedenen Bränden
umgehen müssen. Wie sie Bewohner und auch
sich selbst sicher aus dem Gebäude retten.
Das gilt im Übrigen für die Feuerwehrleute im
Haus genauso wie für die taktischen Einsatzleiter,
die den Brand von außen beurteilen. Sie müssen
den Brand und die Risiken richtig einschätzen
und schnell erkennen, woher die Rauchentwick-
lung kommt.
Der dritte Aspekt ist die Absturzsicherung.
Gerade im Bereich des Dachstuhls müssen die
Feuerwehrleute darauf achten, dass sie sich
nicht selbst in Gefahr bringen.
Ganz konkret lernen die Feuerwehrleute zum
Beispiel, wie sie Türen richtig öffnen. Das hört
Das Brandübungshaus der
Landesfeuerwehr- und
Katastrophenschutzschule
Sachsen in Nardt geht meh-
rere Hundert Mal pro Woche
in Flammen auf. Hier werden
Feuerwehrleute in einem
einzigartigen und hochgradig
innovativen Übungshaus auf
den Ernstfall vorbereitet.
Hier
brennt die

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13
KLUGE KÖPFE
1|2017
sich trivial an, ist es aber ganz und gar nicht,
weil der Feuerwehrmann durch entgegenschla-
gende Flammen schnell gefährdet werden kann.
Was ist das Besondere am Haus?
René Kraus: Europaweit einzigartig ist der Wech-
sel zwischen gas- und feststoffbefeuerter An-
lage. Im Brandübungshaus Nardt können wir je
nach Übungsszenario zwischen den beiden An-
lagen wechseln. Das ist wichtig, um die Feuer-
wehrleute wirklich auf reale Situationen vorzu-
bereiten. Ein echtes Feuer in einem Wohnhaus
verhält sich ganz anders als eines, das durch Gas
simuliert wird: andere Rauchentwicklung, andere
Wärmeentwicklung, unvorhersehbares Verhalten.
Mit einer feststoffbefeuerten Anlage können wir
die echte Situation ganz realitätsnah simulieren.
Auch die Absturzsicherung ist etwas Beson-
deres. Hier lernen die Feuerwehrleute, wie sie
sich in absturzgefährdeten Bereichen verhalten
müssen, um sich ausreichend zu sichern. Das
gibt es in dieser Form bei keinem anderen
Brand übungshaus, das mir bekannt ist.
Daniel Albert: Auch technisch ist das Brand-
übungshaus eine Innovation. Die Energieversor-
Luft
gung erfolgt über einen leistungsstarken Mit-
teldruck-Erdgasanschluss mit einer kurzzeitigen
Spitzenleistung von ca. 2.000 kW. Das entspricht
etwa 250 modernen Einfamilienhäusern. Die
Zuluftanlage sorgt dafür, dass die Räume inner-
halb von nur zwei Minuten vollständig entraucht
werden können.
Die Steuerung kann vollautomatisch über
die Leitstandssoftware erfolgen. Und zur Absi-
cherung der Übungsteilnehmer sind verschie-
dene Sicherheitssysteme eingebaut, unter an-
derem Gas- und Temperatursensoren, Video-
und Infrarotkameras, Notstromversorgung und
elektroakustische Anlagen.
Wie findet man überhaupt geeignete
Fachleute, die solch ein spezielles Haus
bauen?
Daniel Albert: Wir haben uns im Vorfeld natür-
lich andere Brandübungshäuser angesehen und
uns intensiv mit der Landesfeuerwehr- und Ka-
tastrophenschutzschule Sachsen ausgetauscht,
um die Anforderungen zu definieren.
Das Pflichtenheft wurde in Zusammenarbeit mit
gestandenen lokalen und regionalen Fachpla-
nern erarbeitet, die ihre vielfältigen Erfahrun-
gen in das Projekt einbrachten. Anschließend
wurde eine europaweite Ausschreibung durch-
geführt. Mit der Arbeitsgemeinschaft, beste-
hend aus dem Ausrüster Dräger Safety AG & Co.
KGaA, der bereits Erfahrungen mit dem Bau
anderer Brandübungshäuser in Deutschland bzw.
Europa vorweisen konnte, und dem regionalen
Bauunternehmen NYLA Baugesellschaft mbH,
stellte sich dann im weiteren Verlauf eine gute
Zusammenarbeit ein.
Wie lief die Zusammenarbeit von SIB
und Landesfeuerwehr- und Katastrophen-
schutzschule Sachsen?
René Kraus: Aus unserer Sicht war die Zusam-
menarbeit hervorragend. Der SIB musste sich
mit dem Bau des Brandübungshauses auf voll-
kommen neuem Terrain bewegen und hat diese
Herausforderung sehr gut gemeistert.
Wir waren beeindruckt von der nachhaltigen
Denkweise und konnten jederzeit
Ideen und Än-
derungswünsche einbringen. Das Brandübungs-
haus wurde genau so gebaut, wie wir es uns
gewünscht haben und wie wir es für die Ausbil-
dung brauchen.
links: Löschübung in der »Küche«. Hier wird ein Herdfeuer simuliert.
rechts: Die Einsatzleitung übt das richtige Einschätzen von Bränden.
Das Brandübungshaus
in Zahlen
ca. 2,4 Mio. €
Baukosten
170 m
2
Übungsfläche mit
zwei Vollgeschossen, einem Dachge-
schoss und einem Untergeschoss
stehen für Übungen zur Verfügung
25 Feuer
täglich sind
während einer Übung
möglich
322 m
2
Beton
50 t Stahl und 145 m
2
COR-TEN-Stahl
wurden verbaut

image
www.sib.sachsen.de
1.500
... werden jährlich durch die zentrale Kälteinsel
an der TU Bergakademie Freiberg eingespart.
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CO
2