Name
Bereich
Information
V.-Datum
Landesbühnen Sachsen
GmbH
Radebeul
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum
31.12.2014
28.08.2015
Landesbühnen Sachsen GmbH
Radebeul
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014
LANDESBÜHNEN SACHSEN GMBH, RADEBEUL
1. Allgemeiner Bericht
Die Landesbühnen Sachsen GmbH kann auch für das zweite vollständige Jahr seit der Gründung am 2. April 2012 - und der Aufnahme
des operativen Geschäfts mit vollem Spielbetrieb am 1. August 2012 - auf eine positive Bilanz in Hinblick auf die Durchsetzung des
kulturpolitischen Auftrags und die Umsetzung der selbstgestellten künstlerischen Konzeption verweisen.
Die inhaltliche Neuausrichtung der Landesbühnen Sachsen GmbH als mobiles Theater für Sachsen hat sich bewährt und konnte auch
im Jahr 2014 überzeugen und mit neuen positiven Entwicklungen umgesetzt werden. Insofern konnte dem Hauptgegenstand des
Unternehmens – Betrieb einer Landesbühne, welche Aufgaben eines Repertoiretheaters für ein regionales Spielgebiet mit
Aufführungen vor Ort und an Abstecherorten insbesondere in den Kulturräumen des Freistaates Sachsen zu erfüllen hat, erfolgreich
Rechnung getragen werden.
Das gilt auch für die Verwaltung und Bewirtschaftung der zwei Spielstätten: Landesbühnen Sachsen in Radebeul und Felsenbühne
Rathen im Kurort Rathen.
Seit der Gründung der Landesbühnen Sachsen GmbH (im weiteren Landesbühnen Sachsen) und des damit verbundenen Übergangs
des Orchesters in die Elbland Philharmonie Sachsen GmbH (im weiteren Elbland Philharmonie Sachsen) verfügt das Theater weiterhin
über die Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanz - und seit Herbst 2014 - Figurentheater.
Die Aufführungen von Musiktheatervorstellungen erfolgen in erster Linie in Kooperation mit der Elbland Philharmonie Sachsen, aber
auch projektgebunden mit anderen Orchestern wie zum Beispiel dem Leipziger Symphonieorchester Böhlen oder der Chursächsischen
Philharmonie Bad Elster.
2. Lagedarstellung
2.1. Künstlerische Konzepte und deren Umsetzung
Die Realisierung der Spielplanvorhaben des Kalenderjahres 2014 – unter dem Motto „Empört Euch“ bzw. „Familie“ - und die
Umsetzung des reichhaltigen Repertoires aller Ensembles sowohl im Stammhaus als auch in den Kulturräumen kann als erfolgreich
eingeschätzt werden.
Die Gesamtbesucherzahl ist stabil: 2013 – 173.594 bei 556 Vorstellungen; 2014 – 173.992 bei 603 Vorstellungen. Die leicht
gesunkene Auslastung trotz gestiegener Vorstellungen ist u. a. auf den positiven Effekt vermehrter Gastspieltätigkeit in Schulen des
Bespielgebietes mit Klassenzimmerproduktionen (Kapazität ca. 25-30) sowie auf den jahreszeitlich späten Beginn der Bespielung der
traditionellen Spielstätte Theater Meißen auf Grund der Flutschäden zurückzuführen.
Die Kooperation mit der Elbland Philharmonie Sachsen ist ein verlässlicher und bewährter Garant für ein vielseitiges Spielplanangebot
in allen Sparten und die damit verbundene Planungssicherheit.
Die Fachkritik und die Zuschauer haben das Zusammenwirken des Musiktheaters mit der Elbland Philharmonie Sachsen auch im Jahr
2014 kritisch aber zunehmend positiv begleitet. Die Auseinandersetzung mit kritischen Beobachtungen und Hinweisen wurde im
Interesse der Entwicklung des Zusammenspiels, des Klangs und der Gesamtqualität von allen Beteiligten – den jeweiligen
künstlerischen Leitungen, den verantwortlichen Dirigenten und dem Orchestervorstand – sehr ernst genommen und führte zu einem
kontinuierlichen, vertrauensvollen künstlerischen Diskurs. Es bleibt weiter Ziel, die hoch gesteckten Maßstäbe bei allen gemeinsamen
Veranstaltungen, auch bei Gastspielen, durchzusetzen.
Grundsätzlich kann gesagt werden, dass das anspruchsvolle Opern-, Operetten-, Musical- und Konzertprogramm von den Zuschauern
sehr gut angenommen wurde.
Die Fachpresse hob besonders die musikalischen Leistungen des Orchesters und aller Beteiligten bei den Produktionen „Die Hochzeit
des Figaro“ (sehr lobende Kritiken beim Gastspiel in Wunsiedel im August 2014) und bei „Médée“ (mit barocken Instrumenten) hervor.
Trotz umstrittener Kritiken bei der Inszenierung von “Ariadne auf Naxos“ wurde das Zusammenspiel und der Klang des Orchesters
besonders lobend erwähnt. Der Doppelabend mit „König Ödipus“ und „Gianni Schicchi“ wurde von der Presse einhellig als „grandios“
und „beeindruckend“ gewertet.
Die Konzerttätigkeit der Elbland Philharmonie Sachsen in Kooperation mit den Landesbühnen Sachsen wurde durch zahlreiche kleinere
Unterhaltungs- und Sonderkonzerte erweitert und bereicherte das Angebot.
Die Landesbühnen Sachsen waren mit einer Vielzahl von Aufführungen (großen, mittleren und kleinen Umfangs) aus allen Sparten in
den verschiedensten Spielorten im Freistaat Sachsen präsent. Dabei konnten viele neue kommunale Partner gewonnen und bereits
bestehende Kontakte ausgebaut werden, dazu gehört u. a. die gute Zusammenarbeit mit Partnern in Riesa, Hohnstein, Pirna, Böhlen,
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Neustadt, Königstein und Bad Schandau. Ein breit gefächertes Angebot wird auch den Kultureinrichtungen in Freital, Großenhain und
Weinböhla zur Verfügung gestellt – hier muss jedoch gemeinsam an der Erhöhung der Besucherzahlen gearbeitet werden.
Die Zusammenarbeit mit der Chursächsischen Philharmonie und dem König Albert Theater in Bad Elster spielte und spielt auch in
Zukunft eine besondere Rolle. Mit diesen Partnern wird auch künstlerisch zusammengearbeitet. Zum Beispiel kam das gemeinsame
Projekt „Der Schauspieldirektor“ (Mozart) zum 100jährigen Bestehen des König Albert Theaters in Bad Elster – unter Einbeziehung
zahlreicher regionaler Vereine - zur viel beachteten Premiere.
Die traditionelle Bespielung des engen Partner-Theaters in Meißen mit Repertoireaufführungen und besonderen Veranstaltungen war
auf Grund der Hochwasserschäden nur eingeschränkt möglich, so dass nach alternativen Spielstätten gesucht werden musste. Der
verabredete Spielplan konnte auf diese Weise aufrechterhalten werden.
Auch die Bespielung der Burg Meissen wurde fortgesetzt - u. a. mit Liederabenden oder der Premiere „F.L.E.I.S.C.H.“ des neu
gegründeten Figurentheaters – sowie auch die Bespielung von Schlössern und Gärten - z. B. Rammenau, Winzergenossenschaft
Meißen, Burg Mildenstein, Schloss Wackerbarth - und Kirchen mit dem traditionellen Silvesterkonzert oder dem Gastspiel des
Kooperationspartners York Theatre Royal (GB) mit „Shakespeare im Becher“ während des Internationalen Wandertheaterfestivals in
Radebeul-Kötzschenbroda.
Das von der Bundeskulturstiftung geförderte Projekt „elbe ÜBER(N)FLUSSGESELLSCHAFT“ in Zusammenarbeit mit dem Tanztheater
„bodytalk“ aus Köln hatte 2013 mit ihren Premieren „Ossimisten, Wessimisten“ und „Adams Äpfel“ viele neue Kontakte zwischen
Torgau, Radebeul, Königstein, Kötzschenbroda und vor allem in Riesa geknüpft, die bis heute erfolgreich fortbestehen.
Die Premiere „Adams Äpfel“ in Königstein hatte für die nachhaltige Belebung eines alten Kinos gesorgt. Die Inszenierung erfreut sich
nach wie vor, sowohl im Kino Königstein als auch auf der Studiobühne im Stammhaus Radebeul, eines großen Publikumszuspruchs.
Mit dem abschließenden Projekt „Wurzeln aus Stahl“ (in Kooperation mit der Elbland Philharmonie Sachsen und zahlreichen Vereinen
aus Riesa) in der Feralpi-Halle in Riesa wurden über 1300 Zuschauer aus dieser Stadt und Region erreicht.
Die Landesbühnen Sachsen konnten 2014 das Repertoire aller Sparten erweitern und damit sowohl im Stammhaus als auch auf den
zahlreichen Abstecherorten – inklusive Kirchen, Schlösser und Gärten - ein vielfältiges theatrales Angebot für alle Altersklassen
bereitstellen und realisieren.
In allen Sparten und Ensembles des Theaters fanden bedeutende künstlerische Entwicklungen statt, so dass die Qualität der
Neuproduktionen ein sehr hohes Niveau erreichte.
Die Anzahl der Neuproduktionen vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zu 2013 verteilt sich auf folgende
Genres:
Jahr
Oper
Operette
Musical
Tanzth
Schauspiel
Sp.übergr.
Figurenth.
Gesamt
2013
3
1
2
3
14
3
0
26
2014
5
0
3
3
12
3
2
28
Oper: Ariadne auf Naxos, Der Schauspieldirektor, Medée, König Ödipus, Gianni Schicchi
Musical: Annie get your gun!, Der kleine Horrorladen, No Sex!
Tanztheater: Der Tod und das Mädchen, Brel, Les Noces
Schauspiel: Der Schimmelreiter, König Lear, Der Vorname, Frank V., Empört Euch!, Adam und Eva (auch spartenübergreifend),
Schneeweißchen und Rosenrot, Odysseus, Tango, Ein Winter unterm Tisch, Weizen auf der Autobahn; Hund, Frau, Mann
Spartenübergreifend: Die 14. Provinz, Wurzeln aus Stahl, Mozart-Wunderkind
Figurentheater: Die Kleinbürgerhochzeit, F.L.E.I.S.C.H.
Ein besonderer Höhepunkt im Frühjahr 2014 war die spartenübergreifende Uraufführung der „14. Provinz“ von Volker Braun, die nicht
nur von der hohen Motivation der Künstler der Landesbühnen Sachsen ein beredtes Zeugnis ablegte, sondern die Landesbühnen
Sachsen auch durch die überaus positiven Kritiken auf einen Schlag deutschlandweit publik machte.
Die Uraufführung des Generationenprojekts „Empört Euch!“ mit Schauspielern, Studenten und Laien aus der Region setzte am Ende
der Spielzeit einen besonderen künstlerischen und politischen Akzent.
Das zu Beginn der Spielzeit 2013/14 neu formierte Tanztheater unter der Leitung des Chefchoreografen Carlos Matos konnte sich mit
einem überzeugenden, anspruchsvollen Angebot sowohl im großen Saal als auch auf der Studiobühne beim Publikum und gegenüber
der Fachpresse erfolgreich durchsetzen. Darüber hinaus gelang es, das Tanztheater als willkommene Ergänzung des eigenen Angebots
mit vielen Vorstellungen in den Theatern Freiberg/Döbeln und Bautzen zu platzieren.
Zur Profilierung der Landesbühnen Sachsen trug ein weiterer, vom Publikum mit großer Resonanz angenommener künstlerischer
Höhepunkt bei: das spartenübergreifende Theater-Spektakel IRRTÜMER 1 – FAMILIEN-WAHN-SINN mit insgesamt 5 Vorstellungen.
9 Aufführungen aller Sparten und Genres liefen an einem Abend parallel und nacheinander auf verschiedenen Spielstätten. Die
Zuschauer konnten sich ihr Programm selbst zusammenstellen, viele Zuschauer kamen 2 oder 3 Mal, um alle Aufführungen zu sehen.
Das Theater-Spektakel mit seinen 9 verschiedenen Stücken verstand sich zugleich als Angebotsmesse für die Gastspielpartner. Etliche
Stücke aus dem Spektakel liefen und laufen auch danach sowohl im Stammhaus als auch auf Abstecher mit großer Nachfrage weiter.
Der Theaterarbeit für Kinder und Jugendliche und der Zusammenarbeit mit Schulen gebührte auch im Kalenderjahr 2014 höchste
Priorität.
Das junge.studio hatte bereits in der Spielzeit 2012/13 mit einer Vielzahl von Aktivitäten neue Kontakte zu Schulen aufgenommen und
konnte dadurch langfristig viele Lehrer und Schüler an die LBS binden. Insbesondere mit dem 2013 neu entwickelten Format
„Invasion – Theater bespielt Schule“ und die Schultheaterwochen konnte der Durchbruch in der Zusammenarbeit mit Schulen der
Stadt und Region weiter ausgebaut werden. Es wurden sowohl die Arbeit am Standort in Radebeul intensiviert als auch im gesamten
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Spielgebiet Partnerschaften für Schulen und Spielstätten angeboten, vereinbart und realisiert. Mit Ende des Kalenderjahres 2014 gibt
es 7 Kooperationsverträge mit Partnerschulen im Bespielgebiet.
Mit dem Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“ nach den Brüdern Grimm und dem Monolog-Stück „Odysseus“ konnte das
junge.studio das umfangreiche Angebot für Kinder und Jugendliche der Region erweitern. Die Etablierung der Sparte „Figurentheater“
brachte und bringt neue attraktive Möglichkeiten des künstlerischen Angebots sowohl für junge Zuschauer (Premiere: „F.L.E.I.S.C.H.“
auf der Burg Meißen) als auch für Erwachsene mit sich (Premiere: „Die Kleinbürgerhochzeit“ im Rahmen des Spektakels).
Die vom jungen.studio entwickelten speziellen theaterpädagogischen Angebote wurden gern und zunehmend genutzt: Vor- und
Nachbereitung von Stücken, Schul-Theater-Wochen, Ferienangebote, Premierenklassen, Spielclubs, Theatertreffen: Alles spielt,
Forum: Altentheater u. a. Der Theaterjugendklub hat vier neue Partizipationsangebote eröffnet und seine Mitgliederzahl verdoppelt.
In der ersten Etappe des Kooperationsprojekts der Landesbühnen Sachsen mit dem Theaterpädagogischen Zentrum Sachsen e. V.
„Mensch und Antike“ - im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“, gefördert vom Deutschen
Bühnenverein - konnten sich ca. 120 Kinder und Jugendliche von insgesamt 7 Schulen des Bespielgebietes in zahlreichen Workshops
unter Anleitung erfahrener Künstler mit dem Thema auseinandersetzen und in den Sparten Musik, Tanz, Schauspiel, Puppentheater,
Bühnenbild ausprobieren.
Zahlreiche zusätzliche Angebote und Reihen aus allen Sparten auf verschiedenen kleinen Spielstätten, insbesondere im Glashaus und
Foyer, die auch auf den Abstecherorten gastierten und sich steigender Besucherzahlen erfreuten, ergänzten den Spielplan: Matineen,
Lied im Glashaus (Die Winterreise, Das italienische Liederbuch, Die schöne Müllerin), Kabarett, Märchenlesungen, Dancaconcafé,
Ausstellungen u. a.:
Mit der Wiedereröffnung der „Goldnen Weintraube – Die Theaterkneipe“ steht seit Oktober 2014 eine neue attraktive Begegnungs-
und Spielstätte zur Verfügung: hier fanden u. a. die Premiere des Figurentheaters „Die Kleinbürgerhochzeit“ nach Brecht sowie
Gastspiele und Lesungen statt. Das künstlerische Programm ist noch weiter im Aufbau begriffen.
Mit der Etablierung der „Sommer-Lounge“ und der „Winter-Lounge“ (inklusive zahlreicher Gastspiele im Stammhaus) konnte auch
während der Rathen-Saison und während des Winterurlaubs der Sparten im Stammhaus gespielt werden. Beide Formate wurden sehr
gut angenommen und können steigende Besucherzahlen verzeichnen.
Die Landesbühnen Sachsen waren auf vielen Festen der Region (Weinfeste, Stadtfeste, Karl-May-Fest usw.) mit künstlerischen
Beiträgen präsent und konnten so neue Publikumskreise erreichen.
Zahlreiche Werbeveranstaltungen mit Künstlern aller Sparten suchten vor Ort das Publikum auf.
Die Abonnenten nahmen die Neuausrichtung des Theaters positiv auf, wie auch die Partner an den Gastspielorten.
Mit der Einführung der Theater-Cards, neu aufgelegten Anrechten wie dem Spontananrecht, dem Lehreranrecht, dem Musicalanrecht
oder dem Firmenanrecht wurden Maßnahmen zur langfristigen Kundenbindung realisiert. Auf diese Weise konnten neue Zuschauer
gewonnen werden. Trotzdem gilt der Anrechtswerbung – besonders im Bereich des Premierenabos und der großen Anrechte -
weiterhin hohe Aufmerksamkeit, da hier altersbedingte Abgänge zu verzeichnen sind.
Die langfristige Planung der Stück-Ansetzungen und die damit verbundene rechtzeitige Bewerbung hat zu einem Anstieg bei den
Kartenverkäufen sowohl im Stammhaus als auch auf der Felsenbühne Rathen geführt.
Die Rabattaktion für die Felsenbühne Rathen zum Jahresende 2014 hat sich im Vorverkauf für den Sommer 2015 als erfolgreich
erwiesen.
Für die Felsenbühne wurde die Preisgestaltung im Interesse der Besucher und Familien mit Kindern vereinfacht.
Die groß angelegte Plakatwerbung zunächst nur für die Stücke im Großen Saal (bis Sommer 2014) und ab Herbst 2014 für alle
Neuproduktionen verlieh und verleiht dem Theater ein unverwechselbares optisches Gesicht und setzt sich wieder erkennbar und
identitätsstiftend in der Öffentlichkeit durch.
Die ab Herbst 2013 komplett überarbeitete Webseite der Landesbühnen Sachsen wurde weiter qualifiziert und funktioniert als
Marketing- und Verkaufsinstrument.
Die Vernetzung der Landesbühnen Sachsen hat zu weiteren Kooperationen mit Kultureinrichtungen, regionalen und überregionalen
Vereinen, Verbänden, soziokulturellen Einrichtungen, Theatern, Künstlern, freien Theatern in Radebeul, Dresden und im Umland
geführt – projektgebunden und langfristig.
Felsenbühne Rathen
Die Sommerspielzeit auf der Felsenbühne Rathen kann – trotz einiger Ausfälle wegen Starkregens und trotz leichten
Besucherrückgangs bei erhöhter Vorstellungsanzahl: ca. 2000 Besucher weniger bei einem Mehr von 12 Vorstellungen im Vergleich
zum Sommer 2013 – als gut eingeschätzt werden.
Die neue spartenübergreifende Musicalproduktion „Fame“ wurde begeistert aufgenommen. Leider fielen witterungsbedingt mehrere
Vorstellungen aus, trotzdem konnte mit dieser Inszenierung besonders auch ein jüngeres Publikum interessiert werden.
Das Musical „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ wurde dank der Doppelbesetzung (mit Schauspiel und Musiktheater) den ganzen
Sommer über gespielt und zog auch in der 2. Spielsaison viele Zuschauer und Familien an.
Auch alle anderen Produktionen der Landesbühnen Sachsen - in Zusammenarbeit mit der Elbland Philharmonie Sachsen: „Der
Freischütz“ „Carmina Burana“, „Dracula“ - oder „Old Surehand“ und „Mein Freund Wickie“ erzielten eine überzeugende
Zuschauerresonanz.
Für eine große Bereicherung des ohnehin vielfältigen Spielplans und zusätzliche Besucherströme sorgten Gastspiele wie zum Beispiel
„Der Traumzauberbaum und Mimmelitt“, „Die Hexe Baba Jaga und der Hirsch mit dem goldenen Geweih“, „Der Sommernachtstraum
auf Sägg`sch“.
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Die Neuproduktion des Kinderstücks „Schule mit Clowns“ (in Zusammenarbeit mit der Theaterakademie Sachsen) stieß wider
Erwarten nicht auf den erhofften Zuspruch bei Eltern, Kindern und Lehrern, so dass die Auslastung zu wünschen übrig ließ.
Die umfangreichen Marketing- und Werbeaktionen für die Felsenbühne Rathen (u. a. Plakat-, Rabattaktionen, Zusammenarbeit mit
der Deutschen Bahn AG) wurden zu erfolgreichen Imagekampagnen über das konkrete Produkt hinaus, also für die Felsenbühne
Rathen, die Landesbühnen Sachsen und die Elbland Philharmonie Sachsen. Dabei bewies sich einmal mehr die gute Partnerschaft mit
dem Kurort Rathen und dem Nationalpark Sächsische Schweiz.
Auch das Fest „Märchenhaftes Rathen - Blutsbrüder“ gestaltete sich zu einer erfolgreichen Imagekampagne und vernetzte darüber
hinaus auf beispielhafte Weise Vereine und Organisationen vor Ort mit den Landesbühnen Sachsen: Bürgerinitiativen,
Kleingartenverein, Chorverein, Technisches Hilfswerk, Schiffverein, Hotels usw.
2.2. Vermögens- und Finanzlage
Das Vermögen der GmbH zeigt sich insbesondere im Anlagevermögen mit Buchwerten in Höhe von EUR 22.805.846,29 (Vj. TEUR
21.369).
Die GmbH hat außerdem mit dem Stammkapital in Höhe von EUR 4.000.000,00 eine gute Kapitalausstattung. Zusätzlich wurde in
2012 eine Kapitalrücklage in Höhe von EUR 200.000,00 eingezahlt. Das Vermögen, das durch Ausgliederungsvertrag in die GmbH
oder durch Einlage des Freistaates Sachsen eingebracht wurde, spiegelt sich in der Kapitalrücklage wieder. Insgesamt kann die GmbH
zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von EUR 15.089.548,70 (Vj. TEUR 15.555) verzeichnen.
Die laufende Finanzierung der GmbH im Jahr 2014 erfolgte durch Gesellschafterzuschuss in Höhe von insgesamt EUR 13.957.363,57
und dem Zuschuss der Großen Kreisstadt Radebeul in Höhe von EUR 400.000,00. Hierbei handelt es sich um laufende
Betriebskostenzuschüsse.
Im Jahr 2014 wurden vom Gesellschafter Zuschüsse für Investitionen in Höhe von insgesamt EUR 6.640.000,00 ausgereicht. Gemäß
Gesellschafterbeschluss vom 23. Juli 2014 standen der Gesellschaft zusätzlich die zum 31. Dezember 2013 nicht verbrauchten
Investitionszuschüsse in Höhe von EUR 832.864,71 zur Verfügung. Davon wurden EUR 2.537.804,84 im Berichtsjahr investiert.
Wesentliche Zugänge waren dabei die Modernisierung eines Gebäudeteils Meißner Straße 152 (Theaterbewirtschaftung und
theaterpädagogischer Bereich), Inspizientenanlage, Übertitelungsanlage, technische Ausrüstung für Ton und Beleuchtung und
Fuhrpark und der Umbau des Regiegebäudes auf der Felsenbühne Rathen.
Die Bank- und Kassenbestände hatten zum 31. Dezember 2014 einen Bestand in Höhe von EUR 6.615.374,29 (Vj. TEUR 2.567).
Hierbei handelt es sich insbesondere um das eingezahlte Stammkapital in Höhe von EUR 1.300.000,00 und den zur Verfügung
stehenden Zuschuss für den Neubau der Theaterwerkstätten.
Die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war jederzeit gegeben.
Wertpapieranlagen bestehen in Höhe von EUR 990.000,00. Die Wertpapiere wurden mündelsicher mit einer gestaffelten Laufzeit von 3
bis 7 Jahren angelegt.
Die weiteren liquiden Mittel sind bei der Sparkasse Meißen mit 0,3 % auf einem Zins- und Cash-Konto angelegt. Es ist somit
garantiert, dass der volle Betrag gesichert ist und eine Rendite erwirtschaftet.
2.3. Ertragslage
Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 1.745.348,29 (Vj. TEUR 1.842) erzielt und überschritten damit den
Planansatz um EUR 235.348,29. Ursache dafür sind im Wesentlichen die Mehreinnahmen mit EUR 187.341,99 auf der Felsenbühne
Rathen.
Sonstige betriebliche Erträge waren in Höhe von EUR 15.379.686,42 (Vj. TEUR 14.354) zu verzeichnen.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Betriebskostenzuschüsse des Freistaates Sachsen in Höhe von EUR 13.957.363,67 (Vj.
TEUR 13.049) und der Großen Kreisstadt Radebeul in Höhe von EUR 400.000,00 (Vj. TEUR 400) enthalten. Des Weiteren befinden sich
unter diesem Posten Erträge aus Auflösung des Sonderpostens in Höhe von EUR 677.132,14 (Vj. TEUR 578) und Fördergelder von der
Kulturstiftung des Bundes in Höhe von EUR 134.924,35 (Vj. TEUR 91). Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge betragen EUR
210.266,26. Darin enthalten sind Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von EUR 107.864,66 (Vj. TEUR 113) und
Sponsoringerträge in Höhe EUR 39.469,69 (Vj. TEUR 35).
Die Ausgaben entwickelten sich entsprechend der Planungen. Unterschreitungen im Bereich der Lohnkosten für Festbeschäftigte
wurden durch Überschreitungen im Gästebereich ausgeglichen. Hierbei handelt es sich um eine normale Kompensation der beiden
Bereiche, da krankheitsbedingte Ausfälle von Festbeschäftigten mit flexiblen Gästen zur Spielplan¬absicherung ersetzt werden. Bei
den Sachkosten gibt es Verschiebungen zwischen Materialaufwand, Fremdleistungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Insgesamt entwickelten sich die Sachkosten jedoch entsprechend den Planansätzen.
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 beläuft sich nach Abschreibungen auf einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 465.101,06 (Vj.
TEUR 434). Der Bilanzverlust beträgt nach Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe der Abschreibungen und Verlustvortrag EUR
8.923,46 (Vj. TEUR 5).
Statistische Ermittlungen und Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
Anzahl der Vorstellungen:
(Vorjahr: 556)
603
Anzahl Besucher:
173.992
(Vorjahr:
173.594)
Anzahl Abonnenten zum 31.12.2014:
1.801
(Vorjahr: 1.731)
Auslastung:
75,27 %
(Vorjahr: 79,23
%)
Karteneinnahmen:
TEUR 1.628
(Vorjahr: TEUR
1.737)
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Anzahl der Vorstellungen:
(Vorjahr: 556)
603
Zuschuss pro Besucher:
82,49 EUR
(Vorjahr: 77,47
EUR)
Kostendeckungsgrad:
15,9 %
(Vorjahr: 16,7
%)
3. Künftige
Entwicklung
3.1. Vorschau auf 2015 und 2016 – künstlerische Entwicklung des Hauses
Auch in dieser Spielzeit (2014/15) sollen die unter Top 2.1. gesetzten Schwerpunkte und Trends des künstlerischen und
kulturpolitischen Konzepts der Landesbühnen Sachsen fortgesetzt werden.
„Mobiles Theater für Sachsen“ heißt, die vorhandenen Kontakte und Kooperationen zu pflegen, mit künstlerischen Angeboten
weiterhin attraktiv zu machen, neue Partner zu gewinnen und damit neue potentielle Besucher zu erreichen.
Neue Formen der Vernetzung z. B. mit dem Gymnasium Luisenstift in Radebeul (Premiere: „Parthenogenese“), dem Europäischen
Zentrum der Künste Hellerau (Premiere der Uraufführung „Copernicus“), dem projekttheater dresden e. V. (Gastspielaustausch,
Premiere des Initiativprojekts „Salome“ und Uraufführung des kubanischen Stückes „Spiel des Lebens“ in Zusammenhang mit der
Kooperation mit dem Teatro del Viento in Camagüey/ Kuba), dem Theaterpädagogischen Zentrum (Projekt „Mensch und Antike“), dem
York Theatre Royal (Gastspiel mit „Adams Äpfel“ in York (GB) - Verlängerung der Förderung des Doppelpassprojektes für Gastspiele
durch die Kulturstiftung des Bundes), mit den Theatern in Bautzen und Freiberg/ Döbeln, ebenso die Bespielung von Schlössern, Parks
und Kirchen werden realisiert bzw. fortgesetzt.
Die Kooperation mit der Elbland Philharmonie Sachsen wird sowohl im Musiktheaterbereich als auch auf dem Konzertsektor inklusive
der Unterhaltungs- und Sonderkonzerte weitergeführt. Die Zusammenarbeit mit dem Theater Meißen wird fortsetzt. Gemeinsam mit
dem Freundeskreis des Theaters und der Albrechtsburg Meissen realisieren die Landesbühnen Sachsen im Juni 2015 die „Neuen
Burgfestspiele Meissen“. Im Burghof kommt, unmittelbar nach der Premiere auf der Felsenbühne Rathen, „Der Glöckner von Notre
Dame“ mit Tom Pauls in der Titelrolle zur dreimaligen Aufführung. Weitere Vorstellungen der Landesbühnen Sachsen ergänzen das
attraktive Programm der Burgfestspiele.
Mit den Partnern in Bad Elster (König Albert Theater und Chursächsische Philharmonie) wird weiterhin intensiv künstlerisch
zusammengearbeitet. Dazu gehört u. a. das gemeinsame Projekt der Aufführung der Operette „Eine Nacht in Venedig“ zu Beginn der
Spielzeit 2015/16.
Die Spielplangestaltung nutzt die Potenzen und Qualitäten der am Haus versammelten Ensembles und in der Zusammenarbeit mit der
Elbland Philharmonie Sachsen, um ein vielseitiges und für alle Besucherschichten attraktives Angebot zu offerieren.
Spartenübergreifende Projekte haben einen besonderen Stellenwert.
Im Kalenderjahr 2015 wird es voraussichtlich insgesamt ca. 20 Neuproduktionen geben, darunter 3 große Opern (von Verdi, Mozart,
Oliver Korte), 2 Operetten (Strauß, Burckhard),
4 Tanztheaterstücke (u. a. die spartenübergreifende Produktion „Dido und Aeneas“ mit der Elbland Philharmonie Sachsen) , 7
Schauspielproduktionen (u. a. von Schiller, Pollak, Thomas, Beckett, Hacks), 5 Stücke für kleinere Besucher, darunter „Das
Katzenhaus“ (nach Marschak) und „Momo“ (Tanztheater nach Michael Ende), sowie 3 Neuinszenierungen für die Felsenbühne Rathen
s. u.).
Für
November 2015 ist wieder ein großes spartenübergreifendes Theaterspektakel unter Mitwirkung der Elbland Philharmonie Sachsen
geplant. Unter dem Titel IRRTÜMER 2– UTOPIEN kommen 9 Inszenierungen an einem Abend auf verschiedenen Spielstätten zur
Aufführung; die Zuschauer können ihr Programm selbst zusammenstellen. Ein Teil der Aufführungen wird im Anschluss auch auf den
regionalen Abstecherorten zu sehen sein.
Das junge.studio wird seine Arbeit mit den neu erprobten theaterpädagogischen Angeboten unter Einbeziehung aller Sparten
fortsetzen und erweitern. Dazu gehört auch der 2. Teil des Kooperationsprojekts „Mensch und Antike“ mit einer ersten Präsentation
während der Landesbühnentage und zum Rathen-Fest und zwei Aufführungen der fertigen Inszenierung auf der Felsenbühne Rathen.
Zusätzliche Reihen im Glashaus und in der „Goldnen Weintraube“ (Konzertlieder, Märchenlesungen, Matineen, Konzerte,
Dancaconcafè, Ausstellungen) erweitern das Angebot für unterschiedliche und neue Publikumskreise und machen das Theater an
seinem Standort lebendig.
Die etablierte Sommer- und Winterlounge wird weiterhin mit einem abwechslungsreichen Programm durchgeführt.
Die Landesbühnen Sachsen werden auch künftig auf vielen Festen der Region (Weinfeste, Stadtfeste, Entdeckertag mit der VVO auf
dem Bahnhof Dresden-Neustadt, Karl-May-Fest usw.) mit künstlerischen Beiträgen präsent sein, um neue Publikumskreise zu
erreichen.
Werbeveranstaltungen mit Künstlern aller Sparten suchen vor Ort das Publikum auf.
Ende Februar 2015 wurde der erste Bühnenball „Tanz der Masken“ im Stammhaus der LBS aus der Taufe gehoben.
Im März 2015 sind die Landesbühnen Sachsen zum ersten Mal Gastgeber der „16. Deutschen Landesbühnentage“: 20 von 23
Landesbühnen aus ganz Deutschland werden ausgesuchte Inszenierungen aller Sparten und für alle Altersklassen im Stammhaus
Radebeul sowie in sechs Städten des sächsischen Kulturraums präsentieren. Im Rahmen der Landesbühnentage finden auch die
Schultheaterwochen in Freital und Böhlen statt.
Mit der „Gala zur 24. Tanzwoche Dresden“ im April stellt sich erstmals im Stammhaus Radebeul „Das Tanzland Sachsen“ vor.
Für die Felsenbühne Rathen werden drei neue Premieren erarbeitet: „Der Glöckner von Notre Dame“ mit Tom Pauls in der Titelrolle,
die UA „Winnetou I“ für Kinder und Familien und das Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“.
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Auch ein neues Rathen-Fest unter dem Titel „Mit Odysseus, Winnetou und Co. auf Entdeckungsreise“ wird wieder viele Partner aus
Rathen, dem Nationalpark Sächsische Schweiz und Kinder und Jugendliche des Kooperationsprojektes „Mensch und Antike“ mit den
Künstlern der Landesbühnen Sachsen GmbH zusammenführen, um das Publikum auf die neue Saison einzustimmen.
Die bestehenden guten Kooperationen mit künstlerischen und anderen Partnern vor Ort wie
z. B. der
Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, der Palucca Schule Dresden, dem Heinrich-Schütz-Konservatorium, den
Kirchen
in Radebeul, dem Karl-May-Museum, dem Nationalpark Sächsische Schweiz, der Volkssolidarität sowie der Diakonie Riesa,
Großenhain finden ihre Fortsetzung.
Der weiteren Neugewinnung von Zuschauern und Abonnenten gilt nach wie vor hohe Aufmerksamkeit. Dazu gehören
Spielplanentscheidungen und -ansetzungen ebenso wie konkrete PR-Maßnahmen (Weiterführung regelmäßiger Abo-Kampagnen,
Imagewerbung, Internetauftritte, Erhöhung der Attraktivität der Homepage, Einsatz von Videos, Fahrgast-TV, Teilnahme an Messen,
Partnerschaft mit der VVO und der DB Regio, mit Busunternehmen, Touristikverbänden usw.).
Die erfolgreiche Plakatwerbung für alle Neuproduktionen der Spielzeit 2015/16 in Zusammenarbeit wird mit der bisherigen Agentur
fortgesetzt.
3.2. Vorschau auf 2015 – Haushaltslage
Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung vom 17. März 2015 dem Gesellschafter empfohlen, vorbehaltlich der Genehmigung durch den
Landtag, den Wirtschaftsplan 2015 mit laufenden Zuschüssen in Höhe von TEUR 14.803 und Investitionszuschüssen in Höhe von TEUR
1.109 zu genehmigen. Der Vorschlag wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 23. März 2015 bestätigt.
Zusätzlich dazu werden im Wege des Ausgaberesteverfahrens investive Zuschüsse aus 2014 in Höhe von TEUR 540 für die
Baumaßnahme Zuwegung Felsenbühne Rathen beantragt.
Mit diesen Zuschüssen verfügt die GmbH über eine solide Gesamtausstattung in 2015.
Folgende größere Baumaßnahmen sind geplant und stellen eine Investitionsverpflichtung der Gesellschaft gegenüber dem
Gesellschafter dar:
Fortsetzung des Neubaus der Theaterwerkstätten (geplante Fertigstellung 2016)
Felsenbühne Rathen:
Beginn des Um- und Ausbaus der Zuwegung und des Konzertpavillons; vorbereitende Planungen für neuen Gebäudekomplex.
Die geplanten Investitionen werden durch die Investitionszuschüsse des Gesellschafters finanziert.
3.3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die finanzielle Ausstattung der GmbH ist derzeit stabil. Trotzdem sind ungeplante Ereignisse wie witterungsbedingte Umsatzeinbrüche
in der Sommersaison in Rathen nicht auszuschließen.
Zur weiteren Absicherung des Musiktheaters muss vorausschauend die Vertragsverhandlung über den 31. Juli 2018 hinaus mit der
Elbland Philharmonie Sachsen in den Fokus gestellt werden.
Das Risikomanagement der GmbH ist weiterhin im Aufbau. Im Jahr 2014 wurde eine umfangreiche Analyse und Auswertung von
Risikofaktoren durchgeführt. Halbjährlich sollen die Betrachtungen aktualisiert werden.
Im Bereich Controlling wurde im Jahr 2014 das Berichtswesen erweitert, um transparente Analysen über die Geschäftslage
herzustellen und die sparsame Mittelverwendung zu dokumentieren.
Sparmaßnahmen im Personalbereich sind nur bedingt durchsetzbar oder führen bei Nichtwiederbesetzung notwendiger Stellen zu
einer Gefährdung oder starken Einschränkung des Spielbetriebes. Nicht nur im künstlerischen, auch im technischen Bereich und in der
Verwaltung waren und sind Nachbesetzungen von Stellen zwingend erforderlich, um dem kulturpolitischen Auftrag, künstlerischen
Ansprüchen und den Sicherheitsbestimmungen gerecht zu werden.
Als Risiko muss der fehlende Haustarifvertrag für die nicht künstlerischen Mitarbeiter der Landesbühnen Sachsen GmbH bezeichnet
werden.
Noch offen ist die Regelung für die Verpflichtung aus dem Ausgliederungsvertrag, in der zu klären ist, wie und ob die übertragende
Gebietskörperschaft (der Freistaat Sachsen) im Innenverhältnis gegenüber der übernehmenden Gesellschaft (die Landesbühnen
Sachsen GmbH) weitere Verkehrssicherungspflichten im Interesse einer weiteren ungehinderten Nutzung für die Grundstücke mit den
Flurstück-Nr. 127/2 und 127/3, Gemarkung Niederrathen, als Bühne einschließlich Zuwegung übernimmt. Hier ist ein
Kooperationsvertrag in Arbeit.
Auch zukünftig werden für den Betrieb des Unternehmens dauerhaft und ausreichend Zuschüsse erforderlich sein, um die
Zahlungsfähigkeit zu sichern.
Radebeul, den 13. April 2015
gez. Manuel Schöbel, Intendant
gez. Till Wanschura, Kaufmännischer Geschäftsführer
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2014
LANDESBÜHNEN SACHSEN GMBH, RADEBEUL
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AKTIVA
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
22.805.846,29
21.368.507,65
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
71.875,00
80.770,00
II.
Sachanlagen
21.743.971,29
20.297.737,65
1.
Grundstücke und Bauten
17.738.370,30
17.262.421,30
2.
Technische Anlagen und Maschinen
1.441.830,05
1.070.282,05
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.124.033,00
1.110.513,00
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
1.439.737,94
854.521,30
III.
Finanzanlagen
990.000,00
990.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
7.337.577,60
3.259.598,23
I. Vorräte
554.622,82
551.902,53
II.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
167.580,49
140.995,59
III.
Kassenbestand
und Guthaben bei Kreditinstituten
6.615.374,29
2.566.700,11
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
35.312,64
41.977,59
30.178.736,53 24.670.083,47
Passiva
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. EIGENKAPITAL
15.089.548,70
15.554.649,76
I. Gezeichnetes Kapital
4.000.000,00
4.000.000,00
II.
Kapitalrücklage
11.098.472,16
11.559.468,22
III.
Bilanzverlust
-8.923,46
-4.818,46
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN
8.215.138,98
6.354.466,28
C. RÜCKSTELLUNGEN
612.496,54
543.935,20
Sonstige Rückstellungen
612.496,54
543.935,20
D. VERBINDLICHKEITEN
6.255.302,31
2.217.032,23
- Verbindlichkeiten aus Steuern: EUR 1.937,08 (Vorjahr: EUR 1.398,89)
- Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.707,97 (Vorjahr: EUR
4.066,21)
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
6.250,00
0,00
30.178.736,53
24.670.083,47
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014
2014
EUR
2013
EUR
1. Rohergebnis
12.343.061,02
11.577.814,93
2. Personalaufwand
-9.669.806,85
-9.308.822,79
a) Löhne und Gehälter
-7.842.680,79
-7.581.908,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
-1.827.126,06
-1.726.914,62
- davon für Altersversorgung: EUR 298.816,24 (Vorjahr: EUR 291.831,80)
3.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und
Sachanlagen
-1.096.526,32
-1.011.562,31
4. Sonstige
betriebliche Aufwendungen
-2.042.450,80
-1.709.715,28
5.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
14.389,59
2.250,10
6. Sonstige
Zinsen und ähnliche Erträge
18.610,89
41.338,07
7. Zinsen
und ähnliche Aufwendungen
-2.515,11
-1.689,00
- davon aus der Abzinsung: EUR 2.467,79 (Vorjahr: EUR 1.689,00)
8. Ergebnis
der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
-435.237,58
-410.386,28
9. Sonstige
Steuern
-29.863,48
-23.392,72
10. Jahresfehlbetrag
-465.101,06
-433.779,00
11. Verlustvortrag
aus dem Vorjahr
-4.818,46
-713,46
12. Entnahme
aus der Kapitalrücklage
460.996,06
429.674,00
13. Bilanzverlust
-8.923,46
-4.818,46
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014
LANDESBÜHNEN SACHSEN GMBH, RADEBEUL
1. Allgemeine
Angaben
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 wurde nach den
handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages
aufgestellt.
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Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und
Aussagekraft hat die Gesellschaft von der Vorschrift des § 265 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht und in der Gewinn- und
Verlustrechnung die Untergliederung „Aufwendungen für Honorarkünstler“ eingefügt. Der Vorjahresausweis wurde aufgrund der
Erfüllung des Grundsatzes der Darstellungsstetigkeit (§ 265 Abs. 1 HGB) entsprechend angepasst.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Vorbemerkungen
Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die durch Ausgliederungsvertrag vom 20. Dezember 2012 vom Staatsbetrieb Landesbühnen
Sachsen in das GmbH-Vermögen übernommen wurden, werden entsprechend dem eingereichten Antrag auf Buchwertfortführung
fortgeführt und abgeschrieben. Aufgrund der Rückwirkung der Ausgliederung erfolgt die Buchwertfortführung zum 1. Oktober 2012.
Die historischen Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen des übertragenden Rechtsträgers wurden weiterhin
statistisch erfasst und in das Anlagengitter der Landesbühnen Sachsen GmbH einbezogen.
Die ab 1. Oktober 2012 neu angeschafften Wirtschaftsgüter werden mit Anschaffungskosten bewertet.
2.1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Die Bewertung erfolgt mit Anschaffungskosten bzw. mit den fortgeführten Buchwerten zum 1. Oktober 2012 nach Abzug linearer
Abschreibungen unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bis drei Jahren.
2.2. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten
Die Bewertung erfolgt mit Anschaffungskosten bzw. mit den fortgeführten Buchwerten vom 1. Oktober 2012 nach Abzug linearer
Abschreibungen unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Die Bewertung der durch Ausgliederungsvertrag übernommenen Grundstücke und Bauten basiert auf den im Jahr 2006 durch die
Kaiser Baucontrol Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden, angefertigten Wertgutachten und deren Fortschreibung. Die im Gutachten
angesetzten Restnutzungsdauern wurden berücksichtigt.
Im Rahmen der Vermögensübertragung zum 1. Oktober 2012 wurden die bisher nicht betriebsnotwendigen Grundstücksbestandteile
des Grundstückes Meißner Straße 152, Radebeul, in das Vermögen der GmbH eingebracht. Die Bewertung der Grundstücksteile
erfolgte ebenfalls auf der Basis der Wertgutachten der Kaiser Baucontrol Ingenieurgesellschaft mbH aus dem Jahr 2006 und deren
Fortschreibung.
Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung
Die Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten bzw. mit den fortgeführten Buchwerten zum 1. Oktober 2012 abzüglich
linearer Abschreibung unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet.
Im Berichtszeitraum angeschaffte Anlagegüter mit einem Anschaffungswert von bis zu EUR 150,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort
abgeschrieben.
Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten im Einzelfall EUR 150,00, aber nicht EUR 410,00 übersteigen,
wurden ebenfalls im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.
Bei Anschaffungskosten über EUR 410,00 erfolgte eine reguläre lineare Abschreibung nach pro-rata-temporis.
2.3. Finanzanlagen
Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nennwert bilanziert.
2.4. Vorräte
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten.
Für einige Vorräte wurden mit Kauf der Vorräte zum 1. August 2012 Festwerte gebildet, die in dieser Höhe zum Bilanzstichtag 31.
Dezember 2014 enthalten sind.
2.5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen war kein Wertberichtigungsbedarf angezeigt.
2.6. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert.
2.7. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben nach dem Abschlussstichtag, die den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach
diesem Tag darstellen.
2.8. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen
Der Ausweis betrifft Investitionszuschüsse des Freistaates Sachsen, die entsprechend der Buchwertfortführung zum 1. August 2012
als Wertansatz übernommen bzw. durch Neuinvestitionen ab 1. August 2012 zugeführt wurden. Er wird entsprechend der
durchschnittlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände linear aufgelöst.
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2.9. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in der Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und
Kostenänderungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend ihrer Restlaufzeit
gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem fristkongruenten von der deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins
abgezinst.
2.10. Verbindlichkeiten
Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.
3. Erläuterungen
zur Bilanz
3.1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage des Anhangs dargestellt.
3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen haben in Höhe von EUR 6.036,92 (Vj. EUR 7.013,40) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
3.3. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von EUR 6.246.910,62 (Vj. EUR 2.214.326,65) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Verbindlichkeiten über 5 Jahre bestehen nicht.
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von EUR 5.068.777,01 (Vj. TEUR 1.171) Verbindlichkeiten gegenüber dem
Gesellschafter.
3.4. Haftungsverhältnisse
Wegen § 133 Abs. 1 UmwG haften für die Verbindlichkeiten des Staatsbetriebes, die vor dem Wirksamwerden der Ausgliederung
begründet worden sind, der Freistaat Sachsen und die Landesbühnen Sachsen GmbH als Gesamtschuldner.
4. Erläuterungen
zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.1. Rohergebnis
Im Rohergebnis sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse i. H. v. EUR 677.132,14 (Vj. EUR
578.449,56) enthalten.
4.2. Materialaufwand
In diesem Posten sind Aufwendungen für Honorar-Künstler einschließlich der Arbeitgeber-Anteile zur Sozialversicherung und der
Künstlersozialkasse i. H. v. insgesamt EUR 652.665,35 (Vj. TEUR 609.926,50) enthalten. Diese wurden im Geschäftsjahr 2013 unter
dem Personalaufwand (EUR 564.086,22) und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (EUR 45.840,28) ausgewiesen. Der
Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.
4.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
In diesem Posten sind Anlagenabgänge i. H. v. EUR 3.939,88 (Vj. EUR 666,25) enthalten. Des Weiteren wurden hier periodenfremde
Aufwendungen aus den im Geschäftsjahr 2012 nicht verwendeten Betriebsmittelzuschüssen des Freistaates Sachsen in Höhe von EUR
41.767,00 ausgewiesen.
5. Sonstige
Angaben
5.1. Mitarbeiter
Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr beträgt:
2014
2013
Beschäftigte
73
76
Künstlerisches Personal
139
136
Gesamt
212
212
5.2.
Organe
Die Geschäftsführung der GmbH besteht im Geschäftsjahr 2014 aus folgenden Personen:
Geschäftsführer
Beruf
Datum
Herr Manuel Schöbel, Intendant
Dipl. Theaterwissenschaftler
seit 1. August 2012
Herr Till Wanschura, Kaufmännischer
Geschäftsführer
Dipl.-Kulturarbeiter
seit 1. August 2012
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Alle Mitglieder am 25.05.2012 entsendet.
Bemerkung
Ministerialdirigent Thomas Früh (Vorsitzender)
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst,
Abteilungsleiter Abteilung Kunst
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Alle Mitglieder am 25.05.2012 entsendet.
Bemerkung
Günther Störzinger (Stellvertreter)
Pensionär ehemaliger Leiter des Referates 32, Sächsisches
Staatsministerium der Finanzen
Bert Wendsche
Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Radebeul
Barbara Kunz
Pensionärin ehemalige Geschäftsführende Direktorin der
Landesbühnen Sachsen
Kerstin Träger
Betriebswirtin
Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2014 EUR 812,00 (Vj. EUR 1.290,00).
5.3. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Zum Bilanzstichtag besteht gegenüber Lieferanten ein offenes Bestellobligo in Höhe von TEUR 2.159,3.
5.4. Ergebnisverwendungsvorschlag
Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 8. Mai 2013 und 31. März 2015 werden EUR 460.996,06 aus der Kapitalrücklage entnommen.
Dieser Betrag entspricht den Abschreibungen und Abgängen auf das gegen Kapital eingelegte Anlagevermögen. Der Bilanzverlust wird
auf neue Rechnung vorgetragen.
Radebeul, 13. April 2015
gez. Manuel Schöbel, Intendant
gez. Till Wanschura, Kaufmännischer Geschäftsführer
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan.
2014
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez.
2014
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
317.564,98
19.630,48
0,00
4.400,00
332.795,46
II.
SACHANLAGEN
1.
Grundstücke und Bauten
19.335.067,24
905.347,14
84.034,97
0,00 20.324.449,35
2.
Technische Anlagen und Maschinen
2.407.665,98
615.943,36
6.936,66
5.618,12
3.024.927,88
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
3.081.997,30
304.654,70
12.647,01 13.999,75
3.385.299,26
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
854.521,30
692.229,16
-103.618,64
3.393,88
1.439.737,94
25.679.251,82 2.518.174,36
0,00 23.011,75 28.174.414,43
III.
FINANZANLAGEN
990.000,00
0,00
0,00
0,00
990.000,00
26.986.816,80 2.537.804,84
0,00 27.411,75 29.497.209,89
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan.
2014
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez.
2014
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
236.794,98
28.524,48
4.399,00
260.920,46
II.
SACHANLAGEN
1.
Grundstücke und Bauten
2.072.645,94
513.433,11
0,00
2.586.079,05
2.
Technische Anlagen und Maschinen
1.337.383,93
250.828,02
5.114,12
1.583.097,83
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.971.484,30
303.740,71
13.958,75
2.261.266,26
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
5.381.514,17
1.068.001,84
19.072,87
6.430.443,14
III.
FINANZANLAGEN
0,00
0,00
0,00
0,00
5.618.309,15
1.096.526,32
23.471,87
6.691.363,60
NETTOBUCHWERTE
31. Dez.
2014
EUR
31. Dez.
2013
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
71.875,00
80.770,00
II.
SACHANLAGEN
1.
Grundstücke und Bauten
17.738.370,30
17.262.421,30
2.
Technische Anlagen und Maschinen
1.441.830,05
1.070.282,05
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.124.033,00
1.110.513,00
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
1.439.737,94
854.521,30
21.743.971,29
20.297.737,65
III.
FINANZANLAGEN
990.000,00
990.000,00
22.805.846,29
21.368.507,65
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt
in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der Landesbühnen Sachsen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014
geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen
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Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den
Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung zur Liquiditätssituation im Lagebericht
hin. Dort ist dargestellt, dass der Betrieb der Gesellschaft dauerhaft von der Gewährung ausreichender Zuschüsse abhängig ist.
Radebeul, 14. April 2015
Schneider + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
gez. Horn, Wirtschaftsprüfer
gez. Fetke-Richter, Wirtschaftsprüfer
Sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 8. Juni 2015 festgestellt.
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