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V.-Datum
Landesbühnen Sachsen
GmbH
Radebeul
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 02.04.2012 bis zum
31.12.2012
11.11.2013
Landesbühnen Sachsen GmbH
Radebeul
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 02.04.2012 bis zum 31.12.2012
Bilanz zum 31. Dezember 2012
Aktiva
31.12.2012
EUR
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
76.070,00
2. Geleistete Anzahlungen
5.000,00
81.070,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
17.698.751,30
2. Technische Anlagen und Maschinen
981.379,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.297.332,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
783.555,23
20.761.018,16
20.842.088,16
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe
132.305,63
2. Zur Veräußerung bestimmte Grundstücke
415.400,00
547.705,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
54.985,88
2. Sonstige Vermögensgegenstände
13.541,01
68.526,89
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
2.488.781,43
3.105.013,95
C. Rechnungsabgrenzung
29.029,12
23.976.131,23
Passiva
31.12.2012
EUR
EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital
4.000.000,00
II. Kapitalrücklage
11.989.142,22
III. Bilanzverlust
-713,46
15.988.428,76
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse
Öffentliche Investitionszuschüsse
6.384.267,79
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen
609.941,51
D. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
199.264,40
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
218.909,12
3. Sonstige Verbindlichkeiten
575.319,65
- davon aus Steuern: EUR 2.722,39
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 7.872,66
993.493,17
23.976.131,23

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 02. April 2012 bis zum 31. Dezember 2012
EUR
1. Umsatzerlöse
838.446,62
2. Sonstige betriebliche Erträge
5.810.654,90
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
144.823,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
1.363.298,27
1.508.121,49
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
3.658.954,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
787.193,11
- davon für Altersversorgung EUR 121.791,57
4.446.147,74
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
265.659,80
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
556.540,93
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
19.054,21
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
680,00
- davon aus Aufzinsung von Rückstellungen EUR 680,00
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
-108.994,23
10. Sonstige Steuern
261,66
11. Jahresfehlbetrag
-109.255,89
12. Entnahme aus der Kapitalrücklage
108.542,43
13. Bilanzverlust
-713,46
Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2012
1. Allgemeine Angaben
Die Landesbühnen Sachsen GmbH wurde mit Urkunde vom 2. April 2012 (URNr.1263/2012-H) des Notars Prof. Dr. Heribert
Heckschen, Dresden, gegründet. Die Gesellschaft wurde am 18. April 2012 in das Handelsregister B des Amtsgerichtes Dresden
eingetragen.
Auf der Grundlage der notariellen Urkunde des Notars Prof. Dr. jur. Heribert Heckschen vom 20. Dezember 2012 wurde der
Staatsbetrieb Landesbühnen Sachsen rückwirkend zum 01. Oktober 2012 im Rahmen einer Gesamtrechtsnachfolge in Anwendung der
§§ 168 ff., 123 ff. UmwG auf die Landesbühnen Sachsen GmbH ausgegliedert. Der Ausgliederung liegt die Bilanz zum 30. September
2012 des Staatsbetriebes als Schlussbilanz zugrunde. Die Wertansätze dieser Schlussbilanz wurden mit den Buchwerten in die
Buchhaltung der übernehmenden Gesellschaft, Landesbühnen Sachsen GmbH, ohne Aufdeckung der stillen Reserven zum 01. Oktober
2012 übernommen. Dies ist auch der Zeitpunkt, von dem an die Handlungen des übertragenden Rechtsträgers als für Rechnung des
übernehmenden Rechtsträger vorgenommen gelten (Ausgliederungsstichtag i. S. von § 126 Abs. 1 Nr. 6 UmwG).
Gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen dem übertragenden Rechtsträger, dem Staatsbetrieb Landesbühnen
Sachsen sowie dem übernehmenden Rechtsträger, der Landesbühnen Sachsen GmbH erlöschen aufgrund Konfusion und wurden
demzufolge nicht mehr bilanziert.
Ferner erfolgte die Verrechnung von einer im Außenverhältnis bestehenden Gesamtschuld in Höhe von insgesamt EUR 659.233,36 mit
dem im Innenverhältnis bestehenden Rückgriffsansprüchen gegenüber dem Freistaat Sachsen auf der Grundlage des § 1 Abs. 1 c des
Ausgliederungsvertrages (notarielle Urkunde des Notars Prof. Dr. jur. Heribert Heckschen vom 20. Dezember 2012).
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 für das Rumpfgeschäftsjahr vom 02. April bis zum 31. Dezember 2012 ist auf der
Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009, aufgestellt
worden. Dabei wurden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften entsprechend § 21 des Gesellschaftsvertrages angewendet.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Vorbemerkungen
Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die durch Ausgliederungsvertrag vom 20. Dezember 2012 vom Staatsbetrieb Landesbühnen
Sachsen in das GmbH-Vermögen übernommen wurden, werden entsprechend dem eingereichten Antrag auf Buchwertfortführung
fortgeführt und abgeschrieben. Aufgrund der Rückwirkung der Ausgliederung erfolgt die Buchwertfortführung zum 01. Oktober 2012.
Die historischen Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen des übertragenden Rechtsträgers wurden weiterhin
statistisch erfasst und in das Anlagengitter der Landesbühnen Sachsen GmbH einbezogen. Dabei wurde der Zugang zu den
historischen Anschaffungskosten und der Zugang zu den kumulierten Abschreibungen jeweils in einer Sonderspalte ausgewiesen
(siehe Anlage 3 Blatt 10).
Die ab 01. Oktober 2012 neu angeschafften Wirtschaftsgüter werden mit Anschaffungskosten bewertet.
2.1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Die Bewertung erfolgt mit Anschaffungskosten bzw. mit den fortgeführten Buchwerten zum 01. Oktober 2012 nach Abzug linearer
Abschreibungen unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von einem bis drei Jahren.

2.2. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten
Die Bewertung erfolgt mit Anschaffungskosten bzw. mit den fortgeführten Buchwerten zum 01. Oktober 2012 nach Abzug linearer
Abschreibungen unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Die Bewertung der durch Ausgliederungsvertrag übernommenen Grundstücke und Bauten basiert auf den im Jahr 2006 durch die
Kaiser Baucontrol Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden, angefertigten Wertgutachten und deren Fortschreibung. Die im Gutachten
angesetzten Restnutzungsdauern wurden berücksichtigt.
Im Rahmen der Vermögensübertragung zum 01. Oktober 2012 wurden die bisher nicht betriebsnotwendigen Grundstücksbestandteile
des Grundstückes Meißner Straße 152, Radebeul, in das Vermögen der GmbH eingebracht. Die Bewertung der Grundstücksteile
erfolgte ebenfalls auf der Basis der Wertgutachten der Kaiser Baucontrol Ingenieurgesellschaft mbH aus dem Jahr 2006 und deren
Fortschreibung.
Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung
Die Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten bzw. mit den fortgeführten Buchwerten zum 01. Oktober 2012 abzüglich
linearer Abschreibung unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet.
Im Berichtszeitraum angeschaffte Anlagegüter mit einem Anschaffungswert von bis zu EUR 150,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort
abgeschrieben.
Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten im Einzelfall EUR 150,00, aber nicht EUR 410,00 übersteigen,
wurden ebenfalls im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.
Bei Anschaffungskosten über EUR 410,00 erfolgte eine reguläre lineare Abschreibung nach pro-rata-temporis.
2.3. Vorräte
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten.
Für einige Vorräte wurden mit Kauf der Vorräte zum 01. August 2012 Festwerte gebildet, die in dieser Höhe zum Bilanzstichtag 31.
Dezember 2012 enthalten sind.
Es ergeben sich Festwerte für die Bereiche Tischlerei (EUR 4.014,18), Schlosserei (EUR 3.762,53), Malsaal (EUR 24.596,98), Maske
(EUR 35.059,82) und Beleuchtung (EUR 9.771,46).
Der Posten „Zur Veräußerung bestimmte Grundstücke“ wurde im Rahmen der Buchwertfortführung zur Übersichtlichkeit und Klarheit
beibehalten. Er beinhaltet das zum Tausch an die Große Kreisstadt Radebeul vorgesehene Grundstück Meißner Straße/Moritz-Garte-
Steg (bisherige Schneiderei und Werkstatt).
Der Tauschvertrag zwischen dem Freistaat Sachsen und der Großen Kreisstadt Radebeul wurde mit notarieller Beurkundung vom 27.
Mai 2008 abgeschlossen. Der Übergabetermin 31. Dezember 2010 konnte nicht gehalten werden. Die Übergabeverpflichtung wurde
unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.
2.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen war kein Wertberichtigungsbedarf angezeigt.
2.5. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert.
2.6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben nach dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem
Tag darstellen.
2.7. Sonstige Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und
Kostenänderungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend ihrer Restlaufzeit
gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.
2.8. Verbindlichkeiten
Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.
3. Erläuterungen zur Bilanz
3.1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage des Anhangs dargestellt.
3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen haben in Höhe von EUR 6.867,12 eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
3.3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Ausweis der Kassen- und Bankbestände erfolgte zum Nennwert. Die Bankbestände wurden uns von den Kreditinstituten bestätigt.
3.4. Eigenkapital
Im Eigenkapital wird das Stammkapital in Höhe von EUR 4.000.000,00 ausgewiesen.
In der Kapitalrücklage erfolgt eine Gliederung nach eingezahlter Kapitalrücklage in Höhe von EUR 200.000,00, Kapitalrücklage durch
Ausgliederung in Höhe von EUR 8.948.061,60 und Kapitalrücklage durch Einlage des Freistaates Sachsens in Höhe von EUR
2.841.080,62.
Aus der Kapitalrücklage wird ein Betrag in Höhe von EUR 108.542,43 entsprechend der auf die bilanzierten Gebäude, technische
Anlagen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallenden Abschreibungen entnommen und der Jahresabschluss somit unter
teilweiser Ergebnisverwendung erstellt.
3.5. Sonderposten
Der Ausweis betrifft Investitionszuschüsse des Freistaates Sachsen, die entsprechend der Buchwertfortführung zum 01. Oktober 2012
als Wertansatz übernommen bzw. durch Neuinvestitionen ab 01. Oktober 2012 zugeführt wurden. Er wird entsprechend der
durchschnittlichen betriebs-gewöhnlichen Nutzungsdauern der begünstigten Vermögensgegenstände linear aufgelöst. Der
Sonderposten hat sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt entwickelt:
Stand 02.04.2012
Übernahme
Ausgliederung
Zuführung
Auflösung
Stand
31.12.2012
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
0,00
5.964.724,84
575.946,86
156.403,91
6.384.267,79
3.6. Sonstige Rückstellungen
Es handelt sich um Rückstellungen für folgende Risiken und unbestimmte Verbindlichkeiten:
Rückstellung
Stand 02.04.2012
Verbrauch
Auflösung
Zuführung/
Zinsen
Stand
31.12.2012
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Ausstehender Jahresurlaub
0,00
0,00
13.800,00
355.300,00
341.500,00
Arbeitszeitkonten
0,00
0,00
0,00
109.300,00
109.300,00
Jubiläumskosten
0,00
0,00
0,00
28.470,00
28.470,00
Personalko. Festbeschäftigte
0,00
0,00
0,00
28.283,09
28.283,09
Personalkosten Gäste
0,00
0,00
0,00
60.983,42
60.983,42
JA-Erstellung, -Prüfung
Steuererklärungen,
0,00
0,00
0,00
20.490,00
20.490,00
Sonstige Rückstellungen
0,00
0,00
0,00
20.915,00
20.915,00
0,00
0,00
13.800,00
623.741,51
609.941,51
In den Zuführungen sind übernommene Verpflichtungen aus ausstehenden Jahresurlaub, bestehenden Arbeitszeitkonten sowie
Jubiläumsrückstellungen in Höhe von EUR 353.709,00 enthalten, die mit Übergang des Personals zum 01. August 2012 nach § 613a
Abs. 1 Satz 1 BGB vom Staatsbetrieb auf die Landesbühnen Sachsen GmbH übertragen worden.
Bei der Berechnung der Jubiläumsrückstellungen wurde ein versicherungsmathematisches Gutachten eingeholt. Grundlage für das
Gutachten war ein Rechnungszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB entsprechend der durchschnittlichen Restlaufzeit von 5,04 %
zum 31. Dezember 2012. Des Weiteren wurde ein Einkommenstrend von 1,5 % zugrunde gelegt.
3.7. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:
Bezeichnung
Stand
31.12.2012
Restlaufzeit bis 1
Jahr
Restlaufzeit bis 5
Jahre
Restlaufzeit > 5
Jahre
EUR
EUR
EUR
EUR
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
199.264,40
199.264,40
0,00
0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
218.909,12
218.909,12
0,00
0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten
575.319,65
575.319,65
0,00
0,00
Gesamt 993.493,17 993.493,17 0,00 0,00
1
davon Zinsen: 680,00 EUR
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 102.798,43 gegenüber Gesellschafter.
3.8. Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen nicht.
Wegen § 133 Abs. 1 UmwG haften für die Verbindlichkeiten des Staatsbetriebes, die vor dem Wirksamwerden der Ausgliederung
begründet worden sind, der Freistaat Sachsen und die Landesbühnen Sachsen GmbH als Gesamtschuldner.
3.9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 a HGB
Es existieren keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse i. H. v. EUR
156.403,91 enthalten. Des Weiteren werden in dieser Position Zuschüsse des Gesellschafters Freistaat Sachsen i. H. v. EUR
5.541.201,57 ausgewiesen.
4.2. Personalaufwand
In dieser Position sind Aufwendungen für Honorar-Künstler einschließlich der Arbeitgeber-Anteile zur Sozialversicherung und zur
Bühnenversorgung i. H. v. insgesamt EUR 448.851,90 enthalten.
4.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
In dieser Position sind Anlagenabgänge i. H. v. EUR 41.767,00 enthalten.
5. Sonstige Angaben
5.1. Mitarbeiter
Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr beträgt:
2012
Beschäftigte
76
Künstlerisches Personal
133
Gesamt
209
5.2. Organe
Die Geschäftsführung der GmbH wurde im Rumpfgeschäftsjahr 2012 durch folgende Personen gebildet:
Beruf
Datum
Herr Manuel Schöbel, Intendant
Dipl.-Theaterwissenschaftler
seit 01.08.2012
Herr Till Wanschura, Kaufmännischer
Geschäftsführer
Dipl.-Kulturarbeiter
seit 01.08.2012
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Alle Mitglieder am 25.05.2012 entsendet.
Bemerkung
Ministerialdirigent Thomas Früh (Vorsitzender)
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst,
Abteilungsleiter Abteilung Kunst
Günther Störzinger (Stellvertreter)
Pensionär ehemaliger Leiter des Referates 32, Sächsisches
Staatsministerium der Finanzen
Bert Wendsche
Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Radebeul
Dr. Jürgen Uwe Ohlau
Präsident des Sächsischen Kultursenates
Barbara Kunz
Pensionärin ehemalige Geschäftsführende Direktorin der
Landesbühnen Sachsen
Kerstin Träger
Sächsische Dampfschifffahrts GmbH & Co. Conti Elbschiffahrts
KG, Prokuristin
Die Bezüge für Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2012 EUR 816,50.
5.3. Ergebnisverwendungsvorschlag
Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 08. Mai 2013 werden EUR 108.542,43 aus der Kapitalrücklage entnommen. Dieser Betrag
entspricht den Abschreibungen auf das gegen Kapital eingelegte Anlagevermögen. Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung
vorgetragen.
Radebeul, 10.05.2013
Manuel Schöbel, Intendant
Till Wanschura, Kaufmännischer Geschäftsführer
Entwicklung des Anlagevermögens vom 02. April 2012 bis zum 31. Dezember 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
02.04.2012
Übernahme
Ausgliederung
01.10.2012 Zugänge Abgänge Umbuchungen
Stand
31.12.2012
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
0,00
257.170,51
50.845,55
9.778,88
0,00
298.237,18
2. Geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
5.000,00
0,00
0,00
5.000,00
0,00
257.170,51
55.845,55
9.778,88
0,00
303.237,18

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
02.04.2012
Übernahme
Ausgliederung
01.10.2012 Zugänge Abgänge Umbuchungen
Stand
31.12.2012
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
0,00 17.460.294,18 1.865.433,59 41.760,00
0,00 19.283.967,77
2. Technische Anlagen und Maschinen
0,00
1.743.556,08
300.742,07
0,00
59.747,05
2.104.045,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
0,00
2.597.595,61
415.236,54 21.600,00
0,00
2.991.232,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
0,00
753.336,21
89.966,07
0,00
-59.747,05
783.555,23
0,00 22.554.782,08 2.671.378,27 63.360,00
0,00 25.162.800,35
0,00 22.811.952,59 2.727.223,82 73.138,88
0,00 25.466.037,53
kumulierte Abschreibungen
Buchwerte
Stand
02.04.2012
Übernahme
Ausgliederung
01.10.2012 Zugänge Abgänge
Stand
31.12.2012
Stand
31.12.2012
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
0,00
219.638,51
12.304,55
9.775,88
222.167,18
76.070,00
2. Geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
5.000,00
0,00
219.638,51
12.304,55
9.775,88
222.167,18
81.070,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
0,00 1.463.660,88 121.555,59
0,00 1.585.216,47 17.698.751,30
2. Technische Anlagen und Maschinen
0,00 1.068.145,45
54.520,12
0,00 1.122.665,57
981.379,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
0,00
1.638.216,61
77.279,54 21.596,00 1.693.900,15
1.297.332,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im
Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
783.555,23
0,00
4.170.022,94 253.355,25 21.596,00 4.401.782,19 20.761.018,16
0,00
4.389.661,45 265.659,80 31.371,88 4.623.949,37 20.842.088,16
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012
1. Allgemeiner Bericht
Das Gründungsjahr der Landesbühnen Sachsen GmbH (LBS) war von intensiven und planmäßigen Vorbereitungen zur
Geschäftsaufnahme geprägt. Die notarielle Beurkundung der Gründung erfolgte am 02. April 2012, die Aufnahme des operativen
Geschäftes mit vollem Spielbetrieb am 01. August 2012.
Gegenstand des Unternehmens ist im Wesentlichen der Betrieb einer Landesbühne, welche Aufgaben eines Repertoiretheaters für ein
regionales Spielgebiet mit Aufführungen an Abstecherorten insbesondere in den Kulturräumen des Freistaates Sachsen erfüllt.
Die LBS plant, organisiert und vermarktet kulturelle und sonstige Veranstaltungen und führt diese durch. Hierfür übernimmt sie die
Verwaltung und Bewirtschaftung der zwei Spielstätten Landesbühnen Sachsen in Radebeul sowie der Felsenbühne in Kurort Rathen.
Die Landesbühnen Sachsen GmbH ist die Nachfolgegesellschaft des Staatsbetriebes Landesbühnen Sachsen. Mit dem
Rechtsformwechsel wird dem entsprechendem Landtagsbeschluss und den Entscheidungen der sächsischen Staatsregierung Rechnung
getragen. Die GmbH wird allerdings unter stark veränderten Bedingungen tätig, da der Betriebsteil Orchester des Staatsbetriebes zum
01. August 2012 auf die Elbland Philharmonie Sachsen GmbH übergegangen ist und die Landesbühnen Sachsen GmbH somit über kein
eigenes Orchester mehr verfügt.
Der Übergang des Personals der übrigen Betriebsteile des Staatsbetriebes erfolgte zum 01. August 2012 in die GmbH. Das Aufführen
von Musiktheatervorstellungen erfolgt in Kooperation mit der Elbland Philharmonie Sachsen. Die GmbH verfügt damit weiterhin über
die Sparten Musiktheater, Ballett und Schauspiel.
Mit notariellem Vertrag vom 20. Dezember 2012 wurde der Ausgliederungsvertrag zwischen dem Freistaat Sachsen (Staatsbetrieb)
und der Landesbühnen Sachsen GmbH mit Rückbezug auf den 01. Oktober 2012 beurkundet. Der GmbH wurden die im
Ausgliederungsvertrag benannten Aktiv- und Passivposten des Staatsbetriebes übertragen, die GmbH tritt damit die
Gesamtrechtsnachfolge an.
Obwohl das erste Geschäftsjahr der GmbH von den schwierigen und zeitintensiven Umstrukturierungsprozessen geprägt war, konnte
die künstlerische Qualität mit nur wenigen Einschränkungen gehalten werden. Die Zielstellung der GmbH zur Erweiterung des
Spielbetriebes in den Kulturräumen des Freistaates Sachsen wird intensiv verfolgt. Die Zusammenarbeit mit der Elbland Philharmonie
Sachsen gestaltet sich organisatorisch zunehmend harmonischer und ergebnisorientierter.
2. Lagedarstellung
2.1. Künstlerische Konzepte und deren Umsetzung
Die künstlerische und organisatorische Ausrichtung der GmbH basiert auf dem künstlerischen Konzept „Mobiles Theater für Sachsen“,
das bereits vor dem Start der GmbH erarbeitet wurde.

Der Spielbetrieb wird in den Kulturräumen erweitert, dabei wird es sich oftmals auch um kleine und mittlere Stücke handeln, die eine
Flexibilität bei den einzelnen Spielstätten garantieren. Intensive Kontakte zu kommunalen Partnern im Freistaat Sachsen führten zu
Neuanbahnungen von Verträgen über Aufführungen.
Das Konzept „Theater im feudalen Raum“, das in Kooperation mit der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH als
langfristig angelegte Zusammenarbeit begriffen wird, kann bereits seine ersten guten Ergebnisse nachweisen.
Das von der Bundeskulturstiftung geförderte Projekt „Doppelpass“ wird von dem neu ins Leben gerufene junge.studio begleitet und
vom Publikum auch in den Regionen Torgau und Pirna wahrgenommen.
Die Anzahl der Neuproduktionen vom 01.08. bis 31.12. 2012 verteilt sich auf folgende Genre:
Jahr
Oper
Operette
Musical
Ballett
Schauspiel
Gesamt
2012
3
1
-
1
6
11
Oper:
Der Barbier von Sevilla, Das Liebesverbot, Eisberg nach Sizilien
Operette:
Im weißen Röss'I
Ballett:
Am Ufer der Zeit
Schauspiel:
Geschichte vom Onkelchen, Ox und Esel, Das tapfere
Schneiderlein, Der Messias, Clavigo, Der Diener zweier Herren
2.2. Vermögens- und Finanzlage
Das Vermögen der GmbH zeigt sich insbesondere im Anlagevermögen mit Buchwerten in Höhe von EUR 20.842.088,16.
Die GmbH hat außerdem mit seinem Stammkapital in Höhe von EUR 4.000.000,00 eine gute Kapitalausstattung. Zusätzlich wurde
eine Kapitalrücklage in Höhe von EUR 200.000,00 eingezahlt. Das Vermögen, das durch Ausgliederungsvertrag in die GmbH oder
durch Einlage des Freistaates Sachsen eingebracht wurde, spiegelt sich in der Kapitalrücklage wieder. Insgesamt kann die GmbH ein
Eigenkapital in Höhe von EUR 15.988.428,76 verzeichnen.
Die laufende Finanzierung der GmbH im Rumpfwirtschaftsjahr 2012 erfolgte durch Gesellschafterzuschuss in Höhe von EUR
5.541.201,57. Hierbei handelt es sich um laufende Betriebskostenzuschüsse.
Zuschüsse für Investitionen wurden im Jahr 2012 aufgrund der bereits dem Staatsbetrieb Landesbühnen Sachsen bewilligten
Zuschüsse vom Gesellschafter nicht gewährt.
Da die Verwaltung und Finanzierung der Immobilien einschließlich der laufenden Bauprojekte noch bis zum 31.12.2012 dem
Staatsbetrieb Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) zugeordnet war, wurden auch für diesen Bereich keine Zuschüsse
gewährt.
Die Bank- und Kassenbestände hatten zum 31.12.2012 einen Bestand in Höhe von EUR 2.488.781,43. Hierbei handelt es sich
insbesondere um das eingezahlte Stammkapital in Höhe von EUR 1.300.000,00, die eingezahlte Kapitalrücklage in Höhe von EUR
200.000,00 und den noch für den Ausgleich der Verbindlichkeiten/Rückstellungen 2012 zur Verfügung stehenden
Betriebskostenzuschuss.
Die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war jederzeit gegeben.
Das Kapital der Landesbühnen Sachsen GmbH ist bei der Sparkasse Meißen mit 1,30% auf einem Zins- & & Cash-Konto angelegt. Es
ist somit garantiert, dass der volle Betrag gesichert ist und eine Rendite erwirtschaftet.
2.3. Ertragslage
Im Rumpfgeschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 838.446,62 erzielt und überschritten damit den Planansatz um EUR
32.446,62. Sonstige betriebliche Erträge waren in Höhe von EUR 5.810.654,90 zu verzeichnen. In den sonstigen betrieblichen
Erträgen sind Betriebskostenzuschüsse des Freistaates Sachsens in Höhe von EUR 5.541.201,57 sowie Erträge aus Auflösung des
Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von EUR 156.403,91 enthalten. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge betragen
EUR 113.049,42 und lagen damit ebenfalls über den Planungen. Insgesamt konnten Mehreinahmen in Höhe von EUR 77.896,04
erwirtschaftet werden. Ursachen für die Mehreinnahmen sind unter anderem höhere Einnahmen auf der Felsenbühne Rathen.
Die Ausgaben entwickelten sich entsprechend den Planungen. Unterschreitungen im Bereich der Lohnkosten für Festbeschäftigte
wurden durch Überschreitungen im Gästebereich ausgeglichen. Hierbei handelt es sich um eine normale Kompensation der beiden
Bereiche, da krankheitsbedingte Ausfälle von Festbeschäftigten mit flexiblen Gästen zur Spielplanabsicherung ersetzt werden. Bei den
Sachkosten gibt es Verschiebungen zwischen Materialaufwand, Fremdleistungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich
aus dem im ersten Jahr sehr pauschal angewandten Planungssystem für die einzelnen Sachkosten ergeben.
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 beläuft sich auf einen Verlust in Höhe von EUR 109.255,89, nach Entnahme aus der
Kapitalrücklage in Höhe der Abschreibungen auf einen Bilanzverlust in Höhe von EUR 713,46.
Statistische Ermittlungen und Kennzahlen stellen sich im Rumpfwirtschaftsjahr wie folgt dar:
Anzahl der Vorstellungen:
267
Anzahl Besucher:
81.187
Anzahl Abonnenten zum 31.12.2012:
1.499
Auslastung:
72,14
Karteneinnahmen:
TEUR 806
Zuschuss pro Besucher:
68,25 EUR
Kostendeckungsgrad:
16,60 %
3. Künftige Entwicklung
3.1. Vorschau auf 2013 und 2014 – künstlerische Entwicklung des Hauses

Die Neuausrichtung des Theaters wurde auf der Grundlage einer Vielzahl neuer Geschäftsbeziehungen umgesetzt. Dazu gehört zu
allererst die Kooperation mit der Elbland Philharmonie Sachsen GmbH.
Insgesamt haben Kritik und Zuschauer den Neustart des Musiktheaters in Kooperation mit der Elbland Philharmonie Sachsen positiv
begleitet. Das anspruchsvolle Programm erfreute sich eines guten Zuschauerzuspruchs. Das klangliche Zusammenwachsen des
Orchesters stellt eine langfristige Aufgabe dar.
Die Zusammenarbeit mit den traditionellen Gastspielorten soll fortgesetzt werden. Dabei spielt auf Grund der Anzahl der Gastspiele
der Partner Bad Elster weiterhin eine herausragende Rolle. Gleichzeitig wird mit diesem Partner auch künstlerisch
zusammengearbeitet. Dazu gehört die Planung gemeinsamer Projekte.
Das Theater Meißen wird aus traditionellen Gründen besonders intensiv betreut. Neben den Repertoireaufführungen sind die LBS hier
auch bei der Spielzeiteröffnung, beim Neujahrsempfang und im Sommer mit der Freilichtbespielung präsent.
Hinzu kommt eine Bespielung der Burg und weiterer Spielräume in Meißen. Dies ist Bestandteil des Konzeptes der Bespielung von
Schlössern und Gärten, das mit großer Anteilnahme der Medien und mit prominenter politischer Begleitung gestartet ist. Zu nennen
sind hier die Premieren von „Clavigo“ in Weesenstein und „Pyramus und Thisbe“. Der Spielort Hubertusburg wird von den
Landesbühnen im Rahmen der Feierlichkeiten „250 Jahre Frieden von Hubertusburg“ in diesem Jahr mehrfach bespielt und soll zum
regelmäßigen Spielort werden.
Ein anderer neuer Spielort und Kooperationspartner ist das Tom Pauls Theater in Pirna. Damit wird erstmals seit Jahren wieder eine
deutliche Präsenz mit Schauspiel und Musiktheater in Pirna erreicht. Das Theater hat insgesamt im Kulturraum Sächsische Schweiz
seine Aktivität deutlich erweitert. Höhepunkt dabei waren neben Premieren in Pirna und Freital auch die Premiere des Stücks „Ox und
Esel“ in Lohmen und des Wagner-Programms in Graupa.
Das junge studio hat seine Arbeit mit einer Vielzahl von Aktivitäten aufgenommen. Dabei wird gleichzeitig die Arbeit am Standort in
Radebeul intensiviert und im gesamten Spielgebiet eine Partnerschaft für Schulen und Spielstätten angeboten.
Die Partner in Freital und Böhlen werden durch die Durchführung von Schultheaterwochen besonders eingebunden. Der
Theaterjugendklub hat vier neue Partizipationsangebote eröffnet und seine Mitgliederzahl verdoppelt.
Im von der Bundeskulturstiftung geförderten Projekt „elBe ÜBER(N)FLUSSGESELLSCHAFT“ ist die Zusammenarbeit mit dem
Tanztheater Bodytalk aus Köln durch mehrere Gastspiele gestartet. Bei einer gemeinsamen Theaterwanderung wurden entlang der
Elbe viele Kontakte zwischen Torgau und Radebeul geknüpft. In Vorbereitung sind für den Sommer Projekte in Königsstein und
Torgau.
Die LBS GmbH ist offizieller Partner des Nationalparks Sächsische Schweiz, was besonders in Zusammenhang mit den vorbereitenden
Maßnahmen für das Baugeschehen von Vorteil ist.
Außerdem wird die Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Oberelbe intensiviert. Dabei wurde eine strategische
Werbepartnerschaft begonnen und die Möglichkeiten eines Kombitickets ausgelotet.
Die Dresdener Verkehrsbetriebe sind als Partner der Inszenierung „Lillys Bus“ gewonnen worden.
Kooperationen mit anderen Theatern in Sachsen werden ausdrücklich gesucht.
Die Abonnenten haben die Neuausrichtung ebenso positiv aufgenommen wie die Partner an den Gastspielorten. Mit der Einführung der
neuen Theater-Cards ist ein Wachstumspotential für die nächste Spielzeit angelegt.
Darüber hinaus gelang es, das Ballettensemble als willkommene Ergänzung des eigenen Angebots in Freiberg-Döbeln, Annaberg und
besonders in Bautzen zu platzieren. Die herbstliche Ballettpremiere „Schiffsverkehr“ knüpfte an die großen Publikumserfolge nahtlos
an. Das Interesse der Zuschauer ist ungebrochen.
Das Repertoire wird weiterhin durch einige kleine operativ einsetzbare Programme ergänzt, von denen besonders das Programm
„Richard Wagner – Vom Pariser Bohèmien zum Sächsischen Hofkapellmeister“ erwähnt werden soll, mit dem der Spielbetrieb in den
Wagnergedenkstätten in Graupa eröffnet wurde.
Ausgewählte Gastspiele ergänzten das Repertoire am Standort Radebeul und prägen den Charakter als Stadttheater weiter aus. 3.2.
3.2. Vorschau auf 2013 – Haushaltslage
Der Wirtschaftsplan 2013 wurde vom Aufsichtsrat mit Zuschüssen in Höhe von TEUR 17.020 beschlossen. Zusätzlich dazu wurden im
Wege des Ausgaberesteverfahrens Zuschüsse in Höhe von TEUR 1.869 für bereits geplante Baumaßnahmen in 2012 bewilligt. Mit
diesen Zuschüssen verfügt die GmbH über eine gute Gesamtausstattung in 2013.
Folgende größere Baumaßnahmen sind geplant:
Felsenbühne Rathen: Beginn des Um- und Ausbaus der Zuwegung und der Konzertmuschel,
Radebeul: Beginn des Neubaus der Theaterwerkstätten, Umbau der Gaststätte „Goldne Weintraube“.
3.3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die finanzielle Ausstattung der GmbH ist derzeit stabil. Trotzdem sind ungeplante Ereignisse wie witterungsbedingte Umsatzeinbrüche
in der Sommersaison in Rathen nicht auszuschließen.
Das Risikomanagement der GmbH befindet sich aufgrund der durchgeführten Umstrukturierungen sowie des Einsatzes neuer Software
zur Zeit im Aufbau. Ziel ist die Verbesserung des Einnahmecontrollings sowie die verbesserte Analyse und Dokumentation der
zweckentsprechenden und sparsamen Mittelverwendung.
Im Personalbereich sind Sparmaßnahmen durch das bestehende Tarifrecht nur bedingt durchsetzbar oder führen bei
Nichtwiederbesetzung notwendiger Stellen zu einer Gefährdung oder starken Einschränkung des Spielbetriebes. Nicht nur im

künstlerischen, auch im technischen Bereich und in der Verwaltung waren und sind Nachbesetzungen von Stellen zwingend
erforderlich, um den kulturpolitischen Auftrag, künstlerischen Ansprüchen und den Sicherheitsbestimmungen gerecht zu werden.
Auch zukünftig werden für den Betrieb des Unternehmens Zuschüsse erforderlich sein, um die Zahlungsfähigkeit zu sichern.
Radebeul, den 10.05.2013
Manuel Schöbel, Intendant
Till Wanschura, Kaufmännischer Geschäftsführer
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang – unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der Landesbühnen Sachsen GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 02. April 2012 bis 31.
Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und
über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Landesbühnen
Sachsen GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 02. April 2012 bis 31. Dezember 2012 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung zur Liquiditätssituation im Lagebericht
hin. Dort ist dargelegt, dass der Betrieb des Theaters dauerhaft von der Gewährung ausreichender Zuschüsse abhängig ist.
Dresden, den 10. Mai 2013
Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Prof. Dr. Friedrich Vogelbusch, Wirtschaftsprüfer
Jens Gerlach, Wirtschaftsprüfer