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Das Kopieren an Schulen
5 Grundregeln
Der neue § 60a Absatz 1 Urheberrechtsgesetz erlaubt in bestimmtem Umfang
Fotokopien von Materialien, die zur Veranschaulichung des Unterrichts
an Schulen dienen sollen, ohne Einwilligung des Berechtigten.
Diese
Regelung gilt nur für Werke, die nicht ausschließlich für den Unterricht an
Schulen geeignet, bestimmt und entsprechend gekennzeichnet sind.
Vervielfältigungen aus Unterrichtswerken
, wie z. B. aus Schulbüchern oder
Arbeitsheften, sind hingegen stets nur mit Einwilligung des Berechtigten
erlaubt. Diese Einwilligung wurde jedoch über Vereinbarungen zwischen
Rechteinhabern und Bundesländern für analoge und auch für digitale Kopien
erteilt. Deshalb sind Kopien aus Unterrichtswerken in gleichem Umfang wie
Kopien aus Nicht-Unterrichtswerken erlaubt. Sollen darüber hinaus Kopien
erstellt werden, muss die Schule beim jeweiligen Verlag eine gesonderte
Lizenz erwerben, um Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden.
Die gesetzliche Regelung und die vertraglichen Vereinbarungen lassen sich in
fünf Grundregeln zusammenfassen:
(1) Erlaubt sind Kopien von bis zu 15 % eines jeden
Werks, jedoch max. 20 Seiten!
Dies gilt für alle Werke, also auch für Unterrichtswerke.
Achtung Änderung:
Bis 28. Februar 2018 waren nur bis zu 10 %
erlaubt!
(2) Erlaubt sind Kopien von ganzen Werken von
geringem Umfang (außer von Unterrichtswerken)!
Das sind Printwerke (außer Unterrichtswerke) mit max. 25 Seiten,
einzelne Beiträge aus Fachzeitschriften, Musikeditionen mit max. 6
Seiten, Fotos, Abbildungen.
(3) Es muss stets die Quelle angegeben werden!
(4) Nach (1) bzw. (2) darf nur einmal pro Schuljahr und
Klasse bzw. Kurs kopiert werden!
Stichwort: "Eine Klassensatz-/ Kursstärke pro Werk pro Schuljahr !"
(5) (1) bis (4) gelten auch für alle Arten von digitalen
Kopien (z. B. Scans, über Beamer oder Whiteboard)!