Suchen
Name
Bereich
Information
V.-Datum
Helmholtz-Zentrum für
Umweltforschung GmbH - UFZ
Leipzig
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom
01.01.2013 bis zum 31.12.2013
19.02.2015
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
Leipzig
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013
Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ ist ein rechtlich selbständiges Zentrum der Hermann von Helmholtz-
Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e. V. (HGF). Es ist das Helmholtz-Kompetenzzentrum für integrierte Umweltforschung.
Ziel aller Forschung ist die Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen. Besondere
Schwerpunkte bilden der vorsorgende Schutz und das Management von Wasserressourcen, die Sicherung und der Erhalt von
Ökosystemfunktionen und Biodiversität sowie die Entwicklung von Sanierungs- und Managementstrategien für kontaminierte
Landschaftsausschnitte. Die entwickelten Konzepte, Instrumente und Technologien werden ausgehend von anwendungsorientierter
Grundlagenforschung bis hin zu ihrer exemplarischen Anwendung in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik aktiv begleitet.
Die Tätigkeit des UFZ wird durch Zuwendungen des Bundes (90 %), des Freistaates Sachsen (5 %) und des Landes Sachsen-Anhalt (5
%) getragen. Darüber hinaus wirbt das UFZ Mittel von Anderen, sog. Drittmittel, ein.
I. Darstellung der wirtschaftlichen und personellen Lage
Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2013 wurde im November 2012 aufgestellt und vom Aufsichtsrat während seiner 43. Sitzung am 6.
Dezember 2012 in Leipzig genehmigt. Betriebs- und Investitionshaushalt im Rahmen der Programmorientierten Förderung orientieren
sich dabei an den Finanzierungsempfehlungen der Senatskommission.
Die Umsetzung des Wirtschaftsplans setzte sich 2013 wie folgt zusammen:
I. Einnahmen
MEUR
1. Zuwendung im Rahmen der POF
66,9
2. Sonstige Einnahmen
38,7
davon nationale Projektförderung öffentlicher Zuschussgebern
20,8
davon EU-Projektförderung
7,8
davon Technologietransfer (insb. aus Lizenzen und Patenten)
0,02
davon weitere / sonstige Einnahmen
3,5
davon übertragene Selbstbewirtschaftungsmittel aus 2012
6,6
3. Überleitungsposition von Erträgen zu Einnahmen
1
2,8
Gesamt
108,4
II. Ausgaben
MEUR
1. Personalausgaben
55,1
2. Sachausgaben
20,6
3. Zuschüsse und Weiterleitungen an Dritte
2
9,2
4. Ausgaben für Investitionen
2,5 Mio. EUR
6,1
5. Ausgaben für Investitionen> 2,5 Mio. EUR
6,6
6. Übertragene Selbstbewirtschaftungsmittel nach 2014
10,8
Gesamt
108,4
1
Kassenbestandsveränderung,
2
Davon UFZ-Beitrag zur Finanzierung des Impuls- und Vernetzungsfonds des HGF-Präsidenten i.H.v. MEUR 2,5 sowie die an Partner in koordinierten
Drittmittelprojekten weitergegebene Mittel i.H.v. MEUR 6,7
Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist im Berichtsjahr von 1.113 im Vorjahr auf 1.151 (Stand: 31. Dezember 2013)
gestiegen.
Zum 15. August 2013 bzw. 1. Oktober 2013 wurden insgesamt 17 neue Auszubildende bzw. Berufsakademie-Studenten am UFZ
eingestellt. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 waren somit 58 Auszubildende/BA-Studenten am UFZ beschäftigt/betreut.
Im Jahr 2013 haben 11 Auszubildende erfolgreich ihre Ausbildung am UFZ abgeschlossen. Allen Absolventen konnte aufgrund der
gezeigten Leistungen ein Weiterbeschäftigungsangebot für einen befristeten Zeitraum unterbreitet werden. Zwei Auszubildende haben
das Angebot nicht angenommen und haben im Anschluss an die Ausbildung ein Studium begonnen.
Am Jahresende 2013 wurden am UFZ 197 Doktoranden und 53 Gastdoktoranden beschäftigt. Außerdem wurden zum Stichtag
insgesamt 89 Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten betreut.
11 Mitarbeiter waren am 31. Dezember 2013 im Rahmen einer Altersteilzeitvereinbarung beschäftigt (5 Arbeitsphase und 6
Freiphase).

Frau Dr. Graßmann, administrative Geschäftsführerin des UFZ, sieht als einen ihrer Arbeitsschwerpunkte, eine moderne, attraktive,
dienstleistungsorientierte UFZ-Wissenschaftsadministration aufzubauen, d.h. z.B. die Servicequalität in der Administration -
Reaktionszeit, Flexibilität und Kommunikation - weiter zu verbessern. Dazu wurden 2013 ein transparentes und funktionierendes
Projektmanagement aufgebaut sowie Prozesse und Strukturen (Veränderung der Abteilung Umweltbildung; Einrichtung eines
Controlling-Stabes etc.) verändert. Ein großes Projekt in diesem Zusammenhang war im Jahr 2013 die Einführung der elektronischen
Rechnungsprüfung und Archivierung der Eingangsrechnungen. Dazu wurde die Software von der Firma AFI -P.M. Belz Agentur für
Informatik GmbH erworben und installiert. Nach erfolgreicher Projektbearbeitung konnte planmäßig zum 30. September 2013 der
Produktivstart vollzogen werden. Die elektronischen Rechnungsbearbeitung und Archivierung läuft seit diesem Zeitpunkt nahezu
reibungslos. Die Originalrechnungen werden z.Zt. noch in Papierform aufbewahrt. Nach erfolgreicher Zertifizierung des Prozesses der
elektronischen Bearbeitung und Archivierung der Originalbelege in 2014 sollen diese vernichtet werden können.
Auf Grund der Eigenart der Gesellschaft ergibt sich wie im Vorjahr kein Jahresergebnis, da die Zuschüsse nur in Höhe der angefallen
Aufwendungen gewährt werden.
Dementsprechend stehen den höheren Aufwendungen des Geschäftsjahres, die im Wesentlichen aus höheren Personalaufwendungen
beruhen, höhere Erträge aus Zuschüssen gegenüber. Dies betrifft hierbei vor allem gewährte Drittmittel.
Die Vermögenslage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert dar. Wie im Vorjahr besteht die Bilanz zum
größten Teil aus dem Anlagevermögen, dass durch Zuschüsse finanziert ist, die entsprechend passiv im Sonderposten abgegrenzt
sind.
II. Darstellung der Entwicklung des Wissenschaftsbereichs
Im Rahmen der Programmorientierten Forschungsförderung (POF II) beteiligt sich das UFZ seit 2009 erfolgreich an den
Forschungsbereichen (FB) Erde und Umwelt sowie Gesundheit. Mit dem Start der POF II im FB Energie im Jahr 2010 bringt das UFZ
seine Kompetenzen auch in die Energieforschungsthemen ein.
Im Helmholtz-Forschungsbereich Erde und Umwelt koordiniert das Zentrum mit dem Schwerpunkt seiner Mittel das Programm
"Terrestrische Umwelt" (82,3 % der UFZ-Ressourcen). Dieses Programm wird gemeinsam mit den Helmholtz-Zentren
Forschungszentrum Jülich (FZJ) und Helmholtz Zentrum München für Gesundheit und Umwelt (HMGU) bearbeitet. Die hierbei
erworbenen Kernkompetenzen bringt das UFZ als Schnittstellenwissen in die benachbarten FB Gesundheit und Energie ein und bildet
damit wissenschaftliche Brücken zu dort lokalisierten Programmen: Die Beteiligung des UFZ am Programm "Umweltbedingte
Störungen der Gesundheit" ist bereits gut etabliert (9,4 % der UFZ-Ressourcen). UFZ und HMGU arbeiten seit der POF I in diesen
Fragestellungen eng zusammen. Neu begründet hat das UFZ diese Brückenfunktion mit dem Einstieg in die Programme "Erneuerbare
Energien" und "Technologie, Innovation und Gesellschaft" des FB Energie, in denen es seit 2010 mit einer Vielzahl anderer Helmholtz-
Zentren kooperiert (8,3 % der UFZ-Ressourcen). Das Programm "Technologie, Innovation und Gesellschaft" ist dabei als bislang
einziges Helmholtz-Programm zwei Forschungsbereichen zugeordnet (FB Energie und FB Schlüsseltechnologien) und hat somit
forschungsbereichsübergreifenden Charakter. Als Systemanalyse-Programm ist es auch Querschnittsprogramm mit vielfältigen
gemeinsamen Themen zum Programm "Terrestrische Umwelt".
In der künftigen dritten Programmorientierten Förderperiode (POF III) wird diese grundsätzliche Positionierung beibehalten. Dazu
wurden im Berichtsjahr verschiedene Prozesse durchlaufen:
1. Begutachtung des neuen Forschungsprogramms "Terrestrische Umwelt" im FB Erde und Umwelt (Laufzeit 2014 - 2018)
Die Begutachtung fand in Leipzig vom 19. März 2013 bis 21. März 2013 statt. Die inhaltliche Breite des Programms spiegelte sich
durch die Beteiligung von 18 internationalen Gutachtern unter dem Vorsitz von Prof. Suresh Rao (Purdue University, USA) wider.
Neben dem Programmsprecher Prof. Hauke Harms vom UFZ nahmen mehr als 150 Mitarbeiter, Doktoranden und Beiratsmitglieder der
drei beteiligten Zentren sowie ausgewählte assoziierte Partner die Möglichkeit wahr, aktiv zu Vorträgen, Diskussionen und
Posterpräsentationen beizutragen. Der Inhalt des Programms, die fünf Forschungsfelder ("Topics") und strategischen Themen
(Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsförderung) wurden vorgestellt und mit den Gutachtern diskutiert. Die Begutachtung
ergab insgesamt sehr positive Ergebnisse.
2. Begutachtung des Forschungsprogramme "GENCODE" und "iMed" im FB Gesundheit (Laufzeit 2014 - 2018)
Für den POF-III-Zeitraum ließ der Fachbereich Gesundheitsforschung des UFZ Forschungsarbeiten evaluieren, die er in das Programm
"Genes and Environment in Common Diseases - GEnCoDe" einbringt (koordiniert durch das Helmholtz-Zentrum München, HMGU).
Darüber hinaus beteiligt sich das UFZ an der Helmholtz-Querschnittsaktivität "iMed - Personalized Medicine, Towards individualized
Diagnostics, Therapies and Prevention", koordiniert durch das Deutsche Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg.
Die Evaluierung des Programms GEnCoDe vom 18.-20.02.2013 in München verlief sehr erfolgreich. Jedes Thema ("Topic") des
Programms wurde bereits in der mündlichen Ersteinschätzung mit sehr guten Attributen versehen. Innerhalb des Programms trägt das
UFZ zu den Topics 1 (Systemische Analyse von genetischen und umweltbedingten Faktoren) und 3 (Chronische Erkrankungen der
Lunge und Allergien) bei. Die vom UFZ beigetragenen Programmteile wurden als höchst relevant und weltweit einzigartig bezeichnet.
Dies gilt insbesondere für den systemischen Ansatz für ein mechanistisches Verständnis von umweltbedingten Ursachen von
Volkskrankheiten durch die Identifizierung von Signalwegen und molekularen Netzwerken, welche durch Lebensstil und
Umweltfaktoren gestört sowie an der Krankheitsentwicklung und -progression beteiligt sind.
Innerhalb von "iMed" trägt das UFZ zur Integrationsplattform Systemmedizin bei, die auf innerhalb der Helmholtzallianz für
Systembiologie etablierten Forschungsnetzwerken aufbaut. In enger Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen am HMGU, DKFZ und DZNE
und basierend auf vielschichtigen Hochdurchsatzdaten aus Kohortenstudien wird das UFZ Modellierungsansätze für Netzwerke von (epi
-) genetischen und von Stoffwechselkrankheiten entwickeln. Ziel ist, geeignete Markersignaturen für die Frühdiagnostik und
Identifizierung von Risikogruppen zu finden. Die Begutachtung der "i-Med"-Initiative war erfolgreich. Die Gutachter empfahlen dessen
Finanzierung.
3. Erstellung der Anträge zur UFZ-Beteiligung an den POF-III-Programmen des Forschungsbereichs Energie der Helmholtz-
Gemeinschaft
Im Rahmen der dritten Programmorientierten Förderperiode (POF III) beabsichtigt das UFZ weiterhin, in zwei Programmen des
Forschungsbereichs Energie vertreten zu sein: im Programm "Erneuerbare Energien" (koordiniert vom Helmholtz-Zentrum Berlin,

HZB) sowie im Programm "Technologie, Innovation und Gesellschaft" (koordiniert vom Karlsruhe Institute of Technology, KIT). Die
POF-III-Periode im Forschungsbereich Energie startet erst im Jahr 2015. Die Programmanträge wurden im November 2013
termingerecht eingereicht. Die Evaluierung des Programms "Erneuerbare Energien" ist datiert auf den 3. Februar 2014 bis 5. Februar
2014, für das Programm "Technologie, Innovation und Gesellschaft auf den 12. Februar 2014 bis 14. Februar 2014. Bedingt durch
erfolgreiche Akquisitionsaktivitäten des UFZ im Themenbereich Energie (Portfoliothemen "Bioökonomie" und "Energiespeicher" sowie
Rekrutierungsprofessur zur Thematik "Bioartifizielle Photosynthese") konnte das UFZ sein Engagement in der Energieforschung
erhöhen.
Exemplarisch für die erfolgreiche Forschung des Berichtsjahres werden nachfolgend drei Forschungs-Highlights dargestellt:
Naturnahes und kostengünstiges Reinigungsverfahren für Raffinieriestandorte
Mit der Pilotanlage "Compartment Transfer (CoTra)" (SAFIRA II, Standort Leuna) hat das UFZ ein innovatives, naturnahes und
kostengünstiges Verfahren zur Sanierung großflächig kontaminierter Raffinerie-Standorte entwickelt. Gereinigt werden die im
Grundwasser nachgewiesenen über 70 verschiedenen organischen Substanzen mit den Hauptschadstoffen BTEX und MTBE. Die UFZ-
Methode ist nahezu 50 % preiswerter als die physiko-chemischen Verfahren, die bisher am Standort etabliert waren. Auf Grund der
nachgewiesenen wirtschaftlichen Effizienz und stabilen Betriebsweise des Verfahrens schlossen UFZ und die sanierungspflichtige MDVV
(Mitteldeutsche Vermögensverwaltungsgesellschaft GmbH) einen Lizenzvertrag zur Nutzung der CoTra-Technologie. 600 m
3
Grundwasser werden pro Tag gereinigt, die Inbetriebnahme der Anlage ist für Juni 2014 geplant. Das robuste Verfahren eröffnet über
diesen Sanierungsfall hinaus eine wirtschaftliche Alternative zu den klassischen Technologien und hat damit ein weltweites
Anwendungsfeld.
van Afferden, M., Rahmann, K.Z., Mosig, P. Müller, R.A. (2013) IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland 2013 in Silber, 2. Platz Cluster
Energie/Umwelt/Solarwirtschaft
van Afferden, M., Rahmann, K.Z., Mosig, P., De Biase, C., Thullner, M., Oswalt, P., Müller, R.A. (2011): Remediation of groundwater
contaminated with MTBE and benzene: the potential of vertical-flow soil filter systems. Water Res. 45 (16), 5063 - 5074
Der Beitrag von Bakterienresten zur Bodenfruchtbarkeit
Organische Bodenbestandteile (OBS) stellen den größten Anteil an terrestrisch gebundem Kohlenstoff in der Biosphäre dar. Sie haben
deshalb nicht nur eine große Bedeutung für die Fruchtbarkeit der Böden und die Erträge der Landwirtschaft. Sie sind auch einer der
Schlüsselfaktoren, die die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre kontrollieren. Je nachdem wie diese Ressource gemanagt
wird, kann der Klimawandel daher gebremst oder beschleunigt werden. UFZ-Wissenschaftler haben mit ihren Kooperationspartnern
einen wichtigen Baustein für die Entstehung und Stabilisierung der OBS entdeckt. Mittels 13C-markierter Modellbakterien wiesen sie
nach, dass ein großer Teil (> 40 %) des leicht biologisch abbaubaren Kohlenstoffes aus den Bakterien auch nach einem Jahr noch im
Boden verblieben war, in Form von Bakterienzellwänden. Für Pilze zeigen sich derzeit vergleichbare Ergebnisse. Trocknen
beispielsweise die Zellwandfragmente aus, verändern sich ihre Oberflächeneigenschaften, sie werden wasserabstoßend. Ein weiterer
Abbau der Fragmente durch andere Bakterien ist dann nur noch schwer möglich. Dieser Vorgang kann auch die Beständigkeit von
theoretisch leicht abbaubaren organischen Verbindungen im Boden erklären.
Eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung muss daher besonderes Augenmerk auf die Bildung und die Stabilisierung der OBS richten.
Schurig, C., Smittenberg, R., Berger, J., Kraft, F., Woche, S.K., Goebel, M.-O., Heipieper, H.J., Miltner, A., Kästner, M., (2013):
Microbial cell-envelope fragments and the formation of soil organic matter - a case study from a glacier forefield. Biogeochemistry 113
(1 - 3), 595 - 612.
Miltner A., Bombach P., Schmidt-Brücken B., Kästner M. (2012). SOM genesis - Microbial biomass a significant source.
Biogeochemistry, Biogeochemistry, 111:41 - 55.
Gelöster organischer Kohlenstoff in Talsperren
Ein aktuelles Problem in der Trinkwasserversorgung aus Talsperren auf der gesamten Nordhemisphäre ist ein seit ungefähr zwei
Jahrzehnten kontinuierlich ansteigender Gehalt an gelöstem organischem Kohlenstoff (dissolved organic carbon, DOC). Hohe Gehalte
an DOC verursachen erhebliche Probleme in der Wasseraufbereitung, die einerseits die vorhandene Verfahrenstechnik überfordern und
andererseits zu signifikanten Kostensteigerungen führen, die die Trinkwassergewinnung aus den betroffenen Talsperren an
wirtschaftliche Grenzen bringen. Hohe Konzentrationen an DOC müssen im Wasserwerk durch Fällung und Flockung entfernt werden,
was zu Problemen bei der Einhaltung hygienischer Standards im gesamten Trinkwassernetz führt und die Entsorgung der
Fällungsprodukte erfordert. Untersuchungen an der Muldenberg-Talsperre zeigen, dass die Abnahme von sauren Niederschlägen und
die Häufigkeit von Starkregenereignissen den Anstieg des DOC zu einem wesentlichen Anteil erklären. Andererseits zeigte sich, dass
ein erheblicher Teil des DOC auf dem Weg zwischen Einzugsgebiet und Wasserwerk, d.h. im Fließgewässer und der Talsperre,
abgebaut werden kann. Hinzu kommen qualitative Änderungen in der Zusammensetzung des DOC in Abhängigkeit von hydrologischen
Randbedingungen. Für die Optimierung von Bewirtschaftungskonzepten und für Prognosen ist ein integrativer Ansatz, in dem die
Einheit von Einzugsgebiet, Oberflächengewässer, und Wasserwerk ganzheitlich untersucht wird, zwingend erforderlich. Daher
bewilligte das BMBF das Verbundforschungsvorhaben TALKO (Belastung von Trinkwassertalsperren durch gelöstem organischen
Kohlenstoff: Prognose, Vorsorge, Handlungsoptionen), in dem dieser integrative Ansatz in einem Verbund aus UFZ, DVGW
1
, IDUS
GmbH
2
und Kooperationspartnern aus der Wasserwirtschaft umgesetzt wird.
Halbedel, S., Büttner, O., Weitere, M. (2013). Linkage between the temporal and spatial variability of dissolved organic matter and
whole-stream metabolism. Biogeosciences 10 (8), 5555 - 5569. Rinke, K., Kuehn, B., Bocaniov, S., Wendt-Potthoff, K., Büttner, O.,
Tittel, J., Schultze, M., Herzsprung, P., Rönicke, H., Rink, K., Rinke, K., Dietze, M., Matthes, M., Paul, L., Friese, K. (2013). Reservoirs
as sentinels of catchments: the Rappbode Reservoir Observatory (Harz Mountains, Germany). Environ. Earth Sci. 69 (2), 523 - 536.
Tittel, J., Büttner, O., Freier, K., Heiser, A., Sudbrack, R., Ollesch, G. (2013). The age of terrestrial carbon export and rainfall intensity
in a temperate river headwater system. Biogeochemistry 115 (1-3), 53 - 63.
1
DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs e. V.
2
IDUS Biologisch Analytisches Umweltlabor GmbH

III. Übersicht der Investitionen> 2,5 Mio. Euro
Im Forschungsbereich "Erde und Umwelt" ist geplant, eine gemeinsam von allen acht Zentren in Kooperation mit dem Deutschen
Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu nutzende Forschungsinfrastruktur mit einem Investitionsvolumen von ca. 23 Mio. EUR zu
etablieren. Die Investitionsmaßnahme "Advanced Remote Sensing - Ground Truth Demo and Test Facilities (ACROSS)" zielt auf die
Entwicklung geeigneter Methoden und Technologien zur Validierung komplexer Satellitendaten (ground-truth) für Fragen der globalen
Erdbeobachtung. Der UFZ-Anteil an dieser Investitionsmaßnahme beträgt 3 Mio. EUR. Der vorzeitige Maßnahmenbeginn in 2013
(offizieller Förderbeginn ist 2014) wurde durch das UFZ mit 1,854 Mio. EUR aus dem Zuwendungstitel "Investitionen
2,5 Mio."
vorfinanziert. Das UFZ plant mit seinen Mitteln die Erprobung und den Einsatz innovativer Technologien zur Messung und Validierung
bedeutsamer terrestrischer Umweltparameter und -zustände, wie z.B. Bodenfeuchte und Vegetationsinformationen, und deren
Einbindung in die Modellierungen von z.B. Landnutzungsänderungen oder Wasser- und Stoffkreisläufen. Der Betrieb der neuen
Infrastrukturen erfolgt in enger Anbindung an das TERENO-Observatorium des UFZ. Die vorgesehenen neuen Messmethoden stellen
eine wichtige Erweiterung des bestehenden TERENO- Monitoringprogramms dar.
Im Rahmen eines circum-mediterranen Netzwerks von Global Change Observatorien soll die neue Investitionsmaßnahme TERENO-Med
(gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich; Gesamtinvestitionsvolumen am UFZ 3,4 Mio. EUR) die Effekte des Klimawandels und
anthropogener Einflüsse auf die mediterranen Wasserressourcen und Ökosysteme erfassen. Darauf aufbauend sollen Prognosen
entwickelt werden, die eine Grundlage für nachhaltige politische und wirtschaftliche Entscheidungen darstellen. Um den langfristigen
Betrieb der Observatorien zu gewährleisten und auf bestehendem, lokalem Wissen aufbauen zu können, wird gegenwärtig ein circum-
mediterranes Forschungsnetzwerk mit Partnern aus ausgewählten Ländern des Mittelmeerraums aufgebaut. In 2013 wurde der
zweistufige Auswahlprozess für geeignete regionale Partner in den einzelnen Ländern fortgeführt. Aufgrund der anhaltenden
finanziellen Krise, insbesondere in Südeuropa, und der politischen Situation in Nordafrika und im Nahen Osten konnte aber bislang
kein Vertragsabschluss vorgenommen werden. Aufgrund dieser Situation sahen das UFZ und das FZJ die gesamte Maßnahme mit
ihrem aktuellen Konzept gefährdet und haben deshalb die Konzeption geändert.
Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation in den Mittelmeerländern ist es erforderlich, insbesondere in der Aufbau- und
Startphase eine zusätzliche personelle Unterstützung vorzusehen, da die Initiative ansonsten zum Scheitern verurteilt ist. Dafür findet
eine Fokussierung auf die 6 - 8 stärksten und kompetentesten Partner in der Region statt.
Der Aufsichtsrat hat in seiner 44. Sitzung am 20.06.2013 der neuen Konzeption des UFZ zur wissenschaftlichen
Investitionsmaßnahme TERENO-MED im mediterranen Raum zugestimmt und um zusätzliche schriftliche Unterrichtung zu folgenden
Punkten gebeten:
TERENO-MED Roadmap 2014 bis 2016+
Themen der jeweiligen Kooperationen
Beteiligung der jeweiligen Partner (technisch, personell, finanziell)
Entwurf des Kooperationsvertrags
Der Aufsichtsrat beschloss weiter, dass das Vorhaben zunächst auf 5 Jahre begrenzt werden soll. Auf der Grundlage einer Evaluation
ist dann über die Fortführung der Maßnahme zu entscheiden.
Nach der Zustimmung des Aufsichtsrats in seiner 43. Sitzung am 6. Dezember 2012 errichtet das UFZ ein "Zentrum zur Visualisierung
biochemischer Prozesse auf zellulärer Ebene (ProVis)" (Investitionsvolumen 14,415 Mio. EUR) am Standort Leipzig. Dazu sollen
aufeinander abgestimmte Verfahren zur chemischen Mikroskopie zellulärer Strukturen und organischer Oberflächen in einem Zentrum
zusammengeführt werden. Dies erlaubt eine hochmoderne mikroskopische Charakterisierung chemischer Strukturen von Oberflächen
und Grenzflächen, die weltweit in dieser Form einmalig sein wird.
Ein Bestandteil von ProVis ist die Investitionsmaßnahme BioSIMS, die in der 41. Aufsichtsratssitzung am 15. November 2011
beschlossen wurde und sich gegenwärtig in der Umsetzung befindet. Sie hat ein Investitionsvolumen in Höhe von 6,917 Mio. EUR. Als
weiteren Bestandteil zur Errichtung von ProVis wurde in 2013 ein EFRE-Antrag über 5,148 Mio. EUR von der Sächsischen Aufbaubank
genehmigt.
In der 44. Sitzung des Aufsichtsrates am 20. Juni 2013 hat das UFZ über die Aufstockung der Investitionsmaßnahme um 2,35 Mio.
EUR auf ein Investitionsvolumen in Höhe von 14,415 Mio. EUR informiert. Diese wurde erforderlich, um die baulichen Voraussetzungen
für ProVis am Standort Leipzig zu schaffen. Damit verbunden hat das UFZ zur Schließung der sich ergebenden Finanzierungslücke im
Haushalt des UFZ einen Antrag auf Aufstockung der Zuwendung für diese Investitionsmaßnahme um 1,175 Mio. EUR an die
institutionelle Zuwendungsgeber gestellt, der ebenfalls in 2013 genehmigt wurde. Als weiterer Schritt wurde vom BMBF das
notwendige ZBau-Verfahren eingeleitet, das Koordinierungsgespräch am 13. Juni 2013 abgehalten und die Baumaßnahme im Herbst
begonnen, so dass die vollständige Umsetzung der Investitionsmaßnahme planmäßig in 2014 erfolgen kann.
Der geplante Neubau eines Labor- und Bürogebäudes (Bezeichnung 9.4) am Standort Leipzig soll eine dringend notwendige
infrastrukturelle Verbesserung der UFZ-Forschung im Laborbereich schaffen. Der Aufsichtsrat hat der Maßnahme mit dem
Gesamtinvestitionsvolumen i.H.v. 13 Mio. EUR am 15. November 2011 zugestimmt. Gleichzeitig wurde vom BMBF das notwendige
ZBau-Verfahren eingeleitet und das Koordinierungsgespräch am 9. August 2012 abgehalten. Im Nachgang zum Gespräch hat das UFZ
in 2013 notwendige Unterlagen nachgereicht und das VOF-Verfahren in der ersten Stufe durchlaufen. Die zweite Stufe ist für Herbst
2014 vorgesehen.
Weiterhin hat das UFZ in der Sitzung des Aufsichtsrates am 27. November 2013 und 28. November 2013 über einen weiteren
geplanten Neubau eines Labor- und Bürogebäudes (Bezeichnung 7.3) am Standort Leipzig informiert. Die geplante Baumaßnahme des
UFZ hat ein Volumen von ca. 8 Mio. EUR und soll im Zeitraum von 2015 bis 2018 umgesetzt werden. Sie wird im Zuge der
erfolgreichen Rekrutierung von Prof. Dr. Andreas Schmid, einem führenden Wissenschaftler im Bereich der chemischen
Biotechnologie, notwendig.
IV. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.
V. Risikobericht und Internes Kontrollsystem
Im Rahmen des Managements von Risiken strebt das UFZ an, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu dokumentieren, zu kontrollieren und
darüber hinaus risikobehafteten Entwicklungen durch gezielte Maßnahmen systematisch entgegen zu wirken. Konkrete Einzelziele des
etablierten Risikomanagements am UFZ sind im Rahmen der Unternehmensplanung, des internen Berichtswesens und Kontrollsystems
die frühzeitige Erkennung von den Fortbestand des UFZ gefährdenden Risiken und Fehlentwicklungen, die unmittelbare Information
der Geschäftsführung, die regelmäßige Risikoberichterstattung an die Mitglieder des Aufsichtsrates und die Einleitung geeigneter
Maßnahmen zur Risikoreduktion bzw. Prävention. Zu folgendem Sachverhalt wird im Rahmen des Risikomanagements regelmäßig
berichtet:
Im Zuge der seit 2010 laufenden Betriebsprüfungen für die Wirtschaftsjahre von 2004 bis 2009, die unter Einbeziehung des
Bundeszentralamtes für Steuern durchgeführt werden, ist die vollständige Anerkennung der Unternehmereigenschaft und die
Vorsteuerabzugsberechtigung in Frage gestellt worden. Zum einen sind mögliche Steuerrückzahlungen bis in das Jahr 2004 zu
betrachten, zum anderen ein daraus resultierender Anstieg des Mittelbedarfs um bis zu 4 MEUR pro Jahr.
Sollte es zu keiner entsprechenden Mittelerhöhung durch Bund und Länder kommen, hätte das zur Folge, dass die entsprechenden
Beträge nicht für forschungspolitische Vorhaben zur Verfügung stehen. Das betrifft in gleicher Weise auch andere Helmholtzzentren.
Fazit: Die fehlende oder reduzierte Unternehmereigenschaft wird die Wettbewerbsfähigkeit der Großforschung verschlechtern.
Ein möglicher Wegfall oder eine Kürzung der Vorsteuerabzugsberechtigung wird im Rahmen des Risikomanagements regelmäßig
beobachtet.
Zum 31. Dezember 2013 umfasst der UFZ-Risikokatalog aber keine bestandsgefährdenden Risiken. Auch ist aktuell keine konkrete
Entwicklung erkennbar, welche den Bestand für die Zukunft nachhaltig und wesentlich gefährden könnte.
Das Interne Kontrollsystem basiert auf im UFZ geltenden Richtlinien und Arbeitsanweisungen, welche z.B. im Intranet dokumentiert
sind. Alle Regelungen werden regelmäßig in Hinblick auf Angemessenheit und Funktionsfähigkeit beurteilt. Zudem existieren
Dokumentationen der Kontrollen für bestehende Prozessstrukturen.
VI. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit ihren Chancen und Risiken
Das UFZ greift Fragestellungen im Umweltbereich auf, die im internationalen politischen Diskurs als zentrale gesellschaftliche
Herausforderungen identifiziert wurden. Die am UFZ erarbeiteten wissenschaftlichen Analysen, Konzepte, Instrumente und
Technologien sollen die Grundlage zur Lösung der gesellschaftlichen Probleme darstellen und als Grundlage für eine aktive Beratung
von Entscheidungsträgern in Politik und Gesellschaft genutzt werden. Das UFZ will sich damit auf europäischer Ebene als eines der
führenden Forschungszentren für die Entwicklung komplexer mittel- und langfristig relevanter Umweltsystemlösungen etablieren.
Die Finanzierung der Helmholtz-Forschungszentren setzt weiterhin erzielbare hochwertige wissenschaftliche Ergebnisse voraus.
Aufgrund der bisherigen positiven Evaluierungsergebnisse und des ständigen Bemühens um höchste wissenschaftliche Qualität in der
Forschung kann derzeit davon ausgegangen werden, dass die Finanzierungsgrundlage des UFZ mittelfristig gesichert ist. Die
Aktivitäten zur inhaltlich-strategischen Schwerpunktsetzung für die dritte Periode der Programmorientierten Förderung (2014 bis 2018
Programm Erde und Umwelt, Programm Gesundheit / 2015 bis 2019 Programm Energie) wurden 2013 / 2014 durch die
internationalen Gutachter bestätigt, so dass das UFZ die bisherige Finanzierungsgrundlage aufrechterhalten kann. Dies gilt auch für
das kommende Wirtschaftsjahr 2014: die Zuwendung im Rahmen der programmorientierten Förderung gemäß Wirtschaftsplan 2014
in der Fassung vom 18. Oktober 2013 beläuft sich auf MEUR 65,429, davon entfallen MEUR 53,325 auf den Betriebsmittelhaushalt,
MEUR 6,863 auf Investitionen
2,5 Mio. EUR und MEUR 5,241 auf Investitionen> 2,5 Mio. EUR. Darüber hinaus sollen im
Haushaltsvollzug 2014 zusätzliche Mittel für zwei erfolgreich eingeworbenen Rekrutierungsinitiativen zur Verfügung gestellt werden
(insgesamt maximal 1,500 Mio. EUR, welche vorbehaltlich des positiven Abschlusses der Berufungen anteilsmäßig zur Verfügung
gestellt werden).
Besondere Aufmerksamkeit wird das UFZ weiterhin der mittelfristigen Personalplanung, auch unter Beachtung der aktuell in 2014
verabschiedeten Tarifabschlüsse widmen. Für die Ausbauinvestition TERENO Med sind im Rahmen der institutionellen Förderung für
das Geschäftsjahr 2014 Mittel für Investitionen in Höhe von 1,24 MEUR vorgesehen. Da aus heutiger Sicht das Risiko besteht, dass
dieses Projekt nicht wie geplant umgesetzt werden kann, wird im Geschäftsjahr 2014 mit den Zuwendungsgebern über die
Verwendung der frei gewordenen Investitionsmittel beraten.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass es zurzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass die institutionellen Zuwendungen in den
Jahren 2015 - 2016 nicht in ähnlicher Höhe zur Verfügung stehen werden wie im Jahr 2014.
Leipzig, 21. Mai 2014
Prof. Dr. Georg Teutsch, Wissenschaftlicher Geschäftsführer
Dr. Heike Graßmann, Administrative Geschäftsführerin
Bilanz zum 31. Dezember 2013
Aktiva
31.12.2013
EUR EUR
31.12.2012
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software
695.034,00
927.617,00
2. Geleistete Anzahlungen
88.872,34
60.900,00

31.12.2013
EUR EUR
31.12.2012
EUR
II. Sachanlagen
783.906,34
988.517,00
1. Bauten auf fremden Grundstücken
37.823.075,00
36.249.132,00
2. Technische Anlagen und Maschinen
18.372.936,00
20.480.229,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
8.391.357,00
9.109.660,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
7.123.809,67
7.994.525,64
71.711.177,67
73.833.546,64
72.495.084,01
74.822.063,64
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
418.440,33
256.147,38
2. Sonstige Vermögensgegenstände
2.1. Ausgleichsansprüche an die öffentliche Hand aus
Pensionsrückstellungen
1.669.445,00
1.611.140,00
2.2. Forderungen an den Zuwendungsgeber Bund aus übertragenen
Selbstbewirtschaftungsmitteln
2.2.1 an den Bund
10.175.300,00
6.649.000,00
2.1.2 an den Freistaat Sachsen
668.650,00
0,00
10.843.950,00
6.649.000,00
2.3. Forderungen aus Projektfinanzierung
2.3.1 an die öffentliche Hand
7.767.535,66
5.638.936,58
2.3.2 an andere Zuschussgeber
1.293.789,75
2.114.543,84
9.061.325,41
7.753.480,42
2.4. Andere sonstige Vermögensgegenstände
1.427.713,19
1.267.804,06
23.420.873,93
17.537.571,86
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
532.470,47
3.336.732,57
23.953.344,40
20.874.304,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten
836.977,15
822.289,64
97.285.405,56 96.518.657,71
Passiva
31.12.2013
EUR EUR
31.12.2012
EUR
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital
25.564,59
25.564,59
2. zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete
Einlagen
435,41
0,00
26.000,00
25.564,59
B. Sonderposten für Zuschüsse
1. zum Anlagevermögen
72.495.084,01
74.822.063,64
2. zum Umlaufvermögen
2.683.130,67
2.346.241,08
75.178.214,68
77.168.304,72
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen
1.669.445,00
1.611.140,00
2. Sonstige Rückstellungen
6.739.805,88
5.383.267,60
8.409.250,88
6.994.407,60
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1.424.111,60
1.197.004,39
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
668.650,00
738.778,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber der öffentlichen Hand aus laufenden
Geschäften
3.251.550,19
1.246.072,84
4. Verbindlichkeiten aus Projektfinanzierung
4.1. gegenüber der öffentlichen Hand
3.507.979,49
2.183.250,84
4.2. gegenüber anderen Zuschussgebern
4.785.119,01
6.921.833,14
5. Sonstige Verbindlichkeiten
34.529,71
43.441,59
davon aus Steuern EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. TEUR 6)
13.671.940,00
12.330.380,80
97.285.405,56
96.518.657,71
Gewinn- und Verlustrechnung für 2013
2013
EUR
2012
EUR EUR
1. Erträge aus Zuschüssen von

2013
EUR
2012
EUR EUR
a) Bund
70.232.420,18
70.595.169,82
b) Ländern
9.751.111,09
6.568.630,82
c) anderen Zuschussgebern
13.283.798,06
10.352.596,09
2. Erlöse und andere Erträge
a) Erlöse aus Forschung, Entwicklung und Benutzung von
Forschungsanlagen
1.628.773,92
1.972.351,78
b) Erlöse aus Lizenz-/Know-how-Verträgen
15.391,79
21.658,80
c) Erlöse aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
86.833,20
32.712,20
d) andere aktivierte Eigenleistungen
562.632,74
0,00
e) Sonstige betriebliche Erträge
1.259.815,46
2.108.434,82
3. Zuweisungen zu den Sonderposten für Zuschüsse
a) zum Anlagevermögen
-12.714.548,51
-14.698.034,84
b) zum Umlaufvermögen
-336.889,59
-24.953,62
4. Weitergegebene Zuschüsse
-6.758.032,86
-4.167.235,36
5. Für die Aufwandsdeckung zur Verfügung stehende Zuschüsse,
Erlöse, andere Erträge
77.011.305,48
72.761.330,51
6. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
-3.491.339,75
-2.719.860,61
7. Aufwendungen für Energie- und Wasserbezug
-3.007.853,50
-2.687.506,96
8. Aufwendungen für fremde F&E-Arbeiten
-2.826.343,21
-3.875.633,81
9. Personalaufwand
a) Gehälter
-47.384.194,07
-43.586.304,32
b) Soziale Abgaben
-7.898.578,72
-7.412.198,27
c) Aufwendungen für Altersversorgung
-796.217,85
-790.221,44
d) Beihilfen und Unterstützungen
-58.071,65
-48.782,01
e) Andere Personalkosten
-319.025,39
-186.914,53
10. Abschreibungen auf Anlagevermögen
-15.050.128,91
-14.428.874,40
11. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse zum
Anlagevermögen
15.050.128,91
14.428.874,40
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen
-11.229.681,34
-11.453.908,56
davon Zinsaufwendungen aus Rückstellungsbewertung EUR
113.152,00 (Vj. TEUR 136)
13. Jahresüberschuss
0,00
0,00
Anhang für das Geschäftsjahr 2013
I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss
1. Gliederung
Die Gesellschaft ist eine gemeinnützige Großforschungseinrichtung, die im Wesentlichen durch Zuwendungen der Bundesrepublik
Deutschland, des Freistaates Sachsen und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert wird.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften
aufgestellt. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend dem vom Arbeitskreis Rechnungswesen beim
Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeiteten Gliederungsvorschlag erstellt worden, der den geschäftsbedingten
Erfordernissen Rechnung trägt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden in folgendem Bereich geändert Zum 1. Januar 2013 wurden, entsprechend § 6
Abs. 2a EStG für geringwertige Wirtschaftsgüter steuerlich zulässige Sammelposten gebildet. Details dazu sind im Gliederungspunkt I.
2. enthalten.
Die Gliederung der sonstigen Vermögensgegenstände, insbesondere der Ausgleichsansprüche bzw. Forderungen an die öffentliche
Hand, erfolgte wie im Vorjahr. Die Darstellung der Erträge aus der Projektförderung des Impuls- und Vernetzungsfonds wird im
Gliederungspunkt II. erläutert.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Vermögenswerte der Gesellschaft sind durch Zuschüsse finanziert, die nicht von den Anschaffungskosten abgesetzt, sondern auf
der Passivseite der Bilanz als "Sonderposten für Zuschüsse" ausgewiesen sind. Dementsprechend werden die im jeweiligen
Geschäftsjahr verrechneten Abschreibungen sowie Freisetzungen von Zuschüssen zur Finanzierung von Umlaufvermögen dem
Sonderposten entnommen.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das entgeltlich erworbene Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen nach der linearen Methode (in Anlehnung an die
steuerlichen AfA-Tabellen) bilanziert. Die Nutzungsdauer für Hardware und Software ist auf drei Jahre, für das restliche bewegliche
Anlagevermögen auf 5 bis 10 Jahre festgelegt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter der Betriebs- und Geschäftsausstattung, d.h. alle
selbständig nutzbaren Anlagegüter> EUR 150,00 und
EUR 1.000,00 sowie für immaterielle Vermögensgegenstände im Wert
von>EUR 150,00 bis einschließlich EUR 500,00, wurde für das Jahr 2013 jeweils ein GWG - Sammelposten gebildet, der über den
Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben wird (gem. §6 Abs. 2a EStG).

Die vom UFZ genutzten Grundstücke und Bauten gemäß § 5 Nr. 2 des Konsortialvertrages werden von den Ländern unentgeltlich zur
Verfügung gestellt. Sie befinden sich nicht im Eigentum des UFZ und werden nicht bilanziert.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten bilanziert.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bzw. der Projected Unit
Credit Methode versicherungsmathematisch unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck ermittelt. Der
angewandte Zinssatz betrug 4,88 % und die Renten- und Gehaltsdynamik 1,5 % bzw. 2,5 %.
Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages
angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, soweit eine Restlaufzeit verlässlich geschätzt werden konnte.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
Der Jahresabschluss schließt ohne Gewinn/Verlust ab, weil in Höhe der nicht durch Zuschusszahlungen gedeckten Aufwendungen
Ausgleichsansprüche an die öffentliche Hand bilanziert werden.
II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.
Das gezeichnete Kapital wurde in 2013 von EUR 25.564,59 auf EUR 26.000,00 aufgestockt. Es wurde vollständig einbezahlt und wird
zu 90,0 % von der Bundesrepublik Deutschland und zu jeweils 5,0 % vom Freistaat Sachsen und vom Land Sachsen-Anhalt gehalten.
Der Sonderposten für Zuschüsse entspricht der Höhe des aus Zuschüssen finanzierten Anlage- und Umlaufvermögens.
Die Ausgleichsverbindlichkeiten/Ausgleichsansprüche gegenüber der/an die öffentliche Hand von TEUR -1.582 (i.Vj. TEUR 365) sind
gemäß den besonderen Gliederungsvorschriften in den Grundsätzen für das Finanz- und Rechnungswesen von
Forschungseinrichtungen nach laufenden Geschäften TEUR -3.251 (i.Vj. TEUR -1.246) und Pensionsrückstellungen TEUR 1.669 (i.Vj.
TEUR 1.611) gegliedert und werden unsaldiert entsprechend als Forderung oder Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Forderungen an den
Bund und an den Freistaat Sachsen aus Selbstbewirtschaftungsmitteln in Höhe von TEUR 10.844 (i.Vj. TEUR 6.649) und die
Forderungen an die öffentliche Hand aus Projektfinanzierung in Höhe von TEUR 7.768 (i.Vj. TEUR 5.637) sind separat unter den
sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
Die Ausgleichsansprüche an die öffentliche Hand aus Pensionsrückstellungen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die übrigen
Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Letzteres handelt sich um Ausgleichsansprüche an die
öffentliche Hand aus laufenden Geschäften. Im Geschäftsjahr weisen diese einen negativen Saldo (TEUR -3.252; i.Vj. TEUR -1.246)
aus, so dass diese unter den Verbindlichkeiten gegenüber der öffentlichen Hand ausgewiesen werden. Aus Gründen der
Vergleichbarkeit erfolgt eine entsprechende Anpassung der Vorjahresangaben.
Die Pensionsrückstellungen betragen TEUR 1.669 (i.Vj. TEUR 1.611). Die sonstigen Rückstellungen mit TEUR 6.740 (i.Vj. TEUR 5.383)
betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 5.491 (i.Vj. TEUR 4.158) (davon TEUR 345 (i.Vj. TEUR 634)
Altersteilzeitrückstellung, TEUR 3.559 (i.Vj. TEUR 2.413) Urlaubsrückstellung) sowie in Höhe von TEUR 761 (i.Vj. TEUR 786)
Rückbaukosten. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die Bewertung ist unter Beachtung
des Grundsatzes der vernünftigen kaufmännischen Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags erfolgt.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis
zu einem Jahr. Die Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern aus überjährigen Mitteln (TEUR 668,7) ist die im Jahr 2013 ausbezahlte
Zuwendung des Landes Sachsen-Anhalt, die im Rahmen des Finanzstatutes zur überjährigen Verwendung für Ausgaben des Jahres
2014 verwendet wird.
Die Verbindlichkeiten aus Projektfinanzierung gegenüber der öffentlichen Hand werden in Höhe von TEUR 3.508 (i.Vj TEUR 2.183)
ausgewiesen und entfallen im Wesentlichen auf Projekte des Bundes mit TEUR 3.473 (i.Vj. TEUR 2.148). Die Verbindlichkeiten
gegenüber anderen Zuschussgebern betragen TEUR 4.785 (i.Vj. 6.921).
Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 34,5 (i.Vj. TEUR 43,4), die im Wesentlichen die Verbindlichkeiten ggü. Mitarbeitern aus
Reisekostenabrechnungen beinhalten.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Gesellschaft wird überwiegend durch institutionelle Zuwendungen vom Bund, vom Freistaat Sachsen und dem Land Sachsen-
Anhalt finanziert. Daneben erhält die Gesellschaft Zuwendungen aus Projektförderung öffentlicher Zuschussgeber sowie aus der EU-
Projektförderung und erwirtschaftet andere Erlöse und Erträge (z.B. aus der Auftragsforschung, Technologietransfer, Vermietung- und
Verpachtung, Tagungen etc.).
Bei den Erträgen aus Zuschüssen erfolgte auch in 2013, analog 2012, eine Zuordnung der Erlöse aus der Projektförderung des Impuls
- und Vernetzungsfonds zur Position 1.a Bund, da der Impuls- und Vernetzungsfonds überwiegend aus Mitteln des Bundes finanziert
wird.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.260 (i.Vj. TEUR 2.108) enthalten u. a. Zinserträge aus der Abzinsung von
Rückstellungen (TEUR 156 (i.Vj. TEUR 1,9)), Tagungserträge (TEUR 214 (i.Vj. TEUR 670,6))
*
, Erträge aus
Personalkostenerstattungen (TEUR 161(i.Vj. TEUR 330)), Betriebskostenerstattungen aus Kantinennutzung (TEUR 108 (i.Vj. TEUR
120)) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 133 ( i.Vj. TEUR 462)).
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Reisekosten in Höhe von TEUR 2.821 (i.Vj. TEUR
2. 778), Bücher, Zeitschriften, Online-Dienste, Telefonie in Höhe von TEUR 1.330 (i.Vj. TEUR 1.200), Instandhaltungen/Reparaturen in
Höhe von TEUR 1.593 (i.Vj. TEUR 1.567), Um- und Erweiterungsbauten in Höhe von TEUR 469 (i.Vj. TEUR 196) Kosten für Wartung in
Höhe von TEUR 1.284 (i.Vj. TEUR 1.227) sowie Liegenschaftskosten in Höhe von TEUR 780 (i.Vj. TER 690).
Gemäß der Art der Finanzierung des UFZ ist das Jahresergebnis 2013 ausgeglichen.

*
Die Tagungserträge dienen in voller Höhe der Deckung der Aufwendungen für die Veranstaltungen.
III. Sonstige Angaben
Finanzielle Verpflichtungen
Das Bestellobligo für Investitionen hat zum 31. Dezember 2013 TEUR 1.961 (i.Vj. TEUR 1.379) betragen. Die sonstigen finanziellen
Verpflichtungen übersteigen den geschäftsüblichen Rahmen nicht.
Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers
Die für das Geschäftsjahr 2013 anfallenden Honorare für die Tätigkeit des Abschlussprüfers Ernst & Young betragen TEUR 18,2 (wie
i.Vj.).
Personal
Das UFZ beschäftigte 2013 im Jahresdurchschnitt 1.149 (i.Vj. 1.083) Arbeitnehmer (ohne Studenten und wissenschaftliche
Hilfskräfte), davon durchschnittlich 660 (i.Vj. 611) wissenschaftliche Mitarbeiter (Beamte, Wiss. MA, Doktoranden), 438 (i.Vj. 421)
sonstige Mitarbeiter und 51 (wie i.Vj.) Auszubildende.
Das UFZ beschäftigt zwei Geschäftsführer. Mitglieder der Geschäftsführung waren im Berichtsjahr Herr Prof. Dr. Georg Teutsch
(wissenschaftlicher Geschäftsführer) und Frau Dr. Heike Graßmann (administrative Geschäftsführerin). Nachfolgend sind die
Gesamtbezüge der Geschäftsführer individualisiert angegeben. Ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung (Prof. Peter Fritz) erhielt
in 2013 Ruhebezüge.
Organbezüge 2013 (PCGK- Bezügebericht)
Bezügebestandteile (brutto):
Prof. Dr. Georg
Teutsch
Dr. Heike
Graßmann
Prof. Peter Fritz
Vergütung, erfolgsunabhängig
158.034,97 €
87.144,24 €
Vergütung, erfolgsabhängig
Sonstige Leistungen (z.B. Ausgleichszahlungen zum Beamtenstatus
5.232,54 €
Einmalzahlungen (Urlaubs-, Weihnachtsgeld, Jubiläumszuwendungen
usw.)
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, Krankenversicherung und
Umlagen
6.577,20 €
Erstattung für Versorgungszwecke an Dritte (z.B. Universitäten)
Natural- und Sachbezüge aus
- Versorgungszuschlag,
25.891,20 €
- aus Wohnung, KFZ, DR usw.
29,30 €
17,58 €
Versorgungsbezüge
73.415,56 €
Summe
183.955,47 €
98.971,56 €
73.415,56 €
nachr.: Zuführung Pensionsrückstellungen aus BilMoG-Gutachten
5.125,00 €
11.261,00 €
Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr
Vorsitzender:
MinDirig Wilfried Kraus
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Amtierender Stellvertreter des Vorsitzenden:
MinR Thomas Reitmann
Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt (MW)
Stellvertretender Vorsitzender:
MinDirig Jörg Geiger
Sächs. Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Mitglieder:
MinR Dr. Jürgen Jakobs
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
(BMU)
Prof. Dr. Manfred Grasserbauer
Technische Universität Wien
Prof. Dr. Wolfram Mauser
Ludwig-Maximilians-Universität München

Prof. Dr. Beate Schücking
Universität Leipzig
Prof. Dr. Birgit Dräger
Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg (MLU)
Dieter Ernst
IWC-innovation and water consult Berlin
Staatssekretär a.D.
Dr. Ivonne Nijenhuis
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
PD Dr. Josef Settele
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für ihre Tätigkeit keine Bezüge. Entstandene Reisekosten werden vergütet.
IV. Unterzeichnung des Jahresabschlusses gemäß § 245 HGB
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
Leipzig, 21. Mai 2014
Prof. Dr. Georg Teutsch, Wissenschaftlicher Geschäftsführer
Dr. Heike Graßmann, Administrative Geschäftsführerin
Entwicklung des Anlagevermögens 2013
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2013
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR Nachaktivierungen
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene
Software
5.741.444,22
276.716,75
205.465,92
60.900,00
0,00
5.873.595,05
2. geleistete Anzahlungen
60.900,00
88.872,34
0,00
-60.900,00
0,00
88.872,34
5.802.344,22
365.589,09
205.465,92
0,00
0,00
5.962.467,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und
Bauten
71.844.077,57
406.166,54
0,00 4.612.742,04
0,00
76.862.986,15
2. Technische Anlagen
und Maschinen
72.040.550,35
3.961.133,16 1.827.732,94
717.991,29
30.350,00
74.922.291,86
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
66.815.596,39
3.077.095,33 2.776.872,32
500.260,80
0,00
67.616.080,20
4. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
7.994.525,64
4.960.278,16
0,00
-
5.830.994,13
0,00
7.123.809,67
218.694.749,95 12.404.673,19 4.604.605,26
0,00
30.350,00 226.525.167,88
224.497.094,17 12.770.262,28 4.810.071,18
0,00
30.350,00 232.487.635,27
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2013
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR Nachaktivierungen
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software
4.813.827,22
570.199,75
205.465,92
0,00
5.178.561,05
2. geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
4.813.827,22
570.199,75
205.465,92
0,00
5.178.561,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
35.594.945,57
3.444.965,58
0,00
0,00
39.039.911,15
2. Technische Anlagen und Maschinen
51.560.321,35
6.771.830,45 1.813.145,94
30.350,00
56.549.355,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
57.705.936,39
4.263.133,13 2.744.346,32
0,00
59.224.723,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
144.861.203,31 14.479.929,16 4.557.492,26
30.350,00 154.813.990,21
149.675.030,53 15.050.128,91 4.762.958,18
30.350,00 159.992.551,26

Buchwerte
Buchwerte
31.12.2013
EUR
31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software
695.034,00
927.617,00
2. geleistete Anzahlungen
88.872,34
60.900,00
783.906,34
988.517,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
37.823.075,00
36.249.132,00
2. Technische Anlagen und Maschinen
18.372.936,00
20.480.229,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
8.391.357,00
9.109.660,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
7.123.809,67
7.994.525,64
71.711.177,67
73.833.546,64
72.495.084,01
74.822.063,64
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der
Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dresden, 21. Mai 2014
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Fleischer, Wirtschaftsprüfer
Frank, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats an die Gesellschafterversammlung zum Jahresabschluss 2013
des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung GmbH - UFZ
Der Aufsichtsrat des UFZ hat den Jahresabschluss 2013 des UFZ und den Lagebericht der Geschäftsführung von der Ernst & Young
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Zweigniederlassung Dresden, prüfen lassen. Die Wirtschaftsprüfer haben ihren Prüfbericht
vorgelegt und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Am 21.05.2014 hat die Prüfgruppe der Zuwendungsgeber zum Jahresabschluss 2013 getagt. Der entsprechende Prüfbericht wurde
dem Aufsichtsrat für die 46. Sitzung zugeleitet.
In der 46. Sitzung des Aufsichtsrats am 30.06.2014 lagen aufgrund eines Zwischensummenfehlers in der Bilanz keine verbindlichen
Jahresabschlussberichte vor, weshalb eine Empfehlung zur Beschlussfassung durch die Gesellschafterversammlung zur Feststellung
des Jahresabschlusses 2013 nicht ausgesprochen werden konnte. Eine Korrektur der Unterlagen wurde veranlasst und eine
überarbeitete rechtsverbindlich unterschriebene Ausfertigung des Jahresabschlusses sowie die schriftliche Begründung des UFZ zur
vorgenommenen Anpassung der Bilanzgliederung wurden vorgelegt.
Der Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, Herr Fleischer, erläuterte in der 46. Aufsichtsratssitzung die
Prüfungsschwerpunkte und gab einen Überblick über den Prüfungsgegenstand sowie über den Umfang der Prüfung. Weiterhin stellte
er die Prüfungsergebnisse dar und berichtete dabei insbesondere über die Entwicklungen der Ertragslage, des Personal- und
Sachaufwands, der Vermögenslage und des Umlaufvermögens.

Aufgrund der vorliegenden Prüfungsergebnisse und Beratung im Aufsichtsrat hat dieser in seiner 47. Sitzung am 18.11.2014 der
Gesellschafterversammlung des UFZ empfohlen:
den Jahresabschluss des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung GmbH - UFZ zum 31.12.2013 festzustellen und den
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 zu genehmigen,
die Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung GmbH - UFZ für das Jahr 2013 zu entlasten sowie
über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung GmbH - UFZ für das Jahr
2013 zu beschließen.
Der Aufsichtsrat bittet die Geschäftsführung, die von Ernst & Young abgegebenen Hinweise und Empfehlungen sowie die
Feststellungen und Erklärungen der Prüfgruppe der Zuwendungsgeber zum Jahresabschluss 2013 zu beachten und weiter zu
verfolgen.
Der Aufsichtsrat wurde von der Geschäftsführung regelmäßig schriftlich und mündlich über die Entwicklung, die Lage der Gesellschaft
und alle wichtigen Geschäftsvorfälle unterrichtet.
Die erste Sitzung des Aufsichtsrats im Jahr 2014 hat am 30.06.2014 stattgefunden; die zweite am 17./18.11.2014.
Leipzig, 18.11.2014
MinDirig, Vorsitzender des Aufsichtsrats des UFZ
Wilfried Kraus
Datum der Feststellung des Jahresabschlusses 2013
Der Jahresabschluss 2013 wurde in der Gesellschafterversammlung am 18.11.2014 festgestellt.
Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2013 erfolgte nach der Feststellung des Jahresabschlusses.
i.V. Erika Rost
Leiterin Finanzabteilung