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Staatsbetrieb Sachsenforst
Forstbezirk Neustadt
Reinhardtsdorf (01)
Cunnersdorf (02)
Rosenthal (03)
Ottomühle (04)
Berggießhübel (05)
Bielatal (06)
Königstein (07)
Unger (08)
Fischbach (09)
Hohwald (10)
Großröhrsdorf (11)
Gohrisch (12)
Markersbach (13)
Neustadt (14)

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Informationen des Forstbezirkes Neustadt
Liebe Waldbesitzer, liebe Leser der Waldpost im Forstbezirk Neustadt,
ich freue mich, dass wir Ihnen heute die dies-
jährige Ausgabe unserer Waldpost übergeben
können, die wieder als landesweite Ausgabe
von Sachsenforst erscheint. Der Wald und
unsere Aufgaben als Waldbesitzer durchleben
eine sehr schwierige Zeit. Stürme, Trocken-
heit und Dürre sowie die Massenvermehrung
der Schadinsekten schwä-
und standortgerechten Mischwäldern zu ent-
wickeln. Dass dies eine Generationenaufgabe
ist und viel Arbeit, Geld und Geduld erfordert,
wissen Sie als Waldbesitzer am besten.
Die Natur zeigt uns nun, dass die Zeit knapp ist
und wir versuchen müssen, durch eine konse-
quente Schadensbekämpfung
chen unsere Wälder und ver-
im Wald mehr Zeit zu ge-
ursachen bisher unvorstellbare
winnen, die sich bietenden
Schäden. In unserem Territo-
Naturpotenziale noch mehr
rium ist besonders die Fichte,
für eine rasche Entwicklung
die historisch bedingt einen
naturnaher Mischwälder zu
großen Anteil an unseren
nutzen und gemeinsam auch
Waldfächen einnimmt, sehr
gegen menschgemachte Ursa-
gefährdet und wird zukünftig
chen des Klimawandels anzu-
als Hauptbaumart nur noch auf
kämpfen. Gleichzeitig steht
Sonderstandorten bestandes-
durch die Waldkatastrophe der
bildend stabil sein. Dies zeigt
Wald mit all seinen Funktionen
uns, wie richtig und wichtig
unsere Bemühungen der letzten Jahrzehnte
waren, unsere Wälder im Rahmen des Wald-
umbaus schrittweise zu stabilen, naturnahen
mehr denn je in der Öffentlich-
keit und die Menschen realisieren zunehmend
den Wert der vielfältigen Leistungen unserer
Wälder. Eine wichtige Funktion und auch Auf-
Naturschutz-Praxis im Privatwald
Naturschutzarbeit ist ein wichtiger Bestand-
teil der multifunktionalen und vorbildlichen
Forstwirtschaft zur nachhaltigen und natur-
nahen Entwicklung des Waldes. Basierend
auf dem Naturschutzkonzept von Sachsen-
forst für den sächsischen Landeswald er-
stellte der Forstbezirk Neustadt seine lokale
Naturschutzkonzeption für den Zeitraum
2019-2023. Neben der Umsetzung gesetz-
licher Vorgaben und Richtlinien wie Forst-
einrichtung, FFH-Managementpläne, Wald-
Naturverjüngung unter Käferholz; Foto: Jörg Fasold
biotop- und Waldfunktionskartierung sowie
Schutzgebietsverordnungen spielen hierbei
der Waldumbau im Zusammenhang mit einer
pfeglichen Waldbewirtschaftung, das Be-
lassen von Biotopbäumen, die Ausweisung
von Waldfächen ohne forstliche Nutzung
(Prozessschutzfächen), der Waldschutz, die
Walderschließung sowie die Jagd eine ent-
scheidende Rolle.
Gerade in der jetzigen Zeit, die von massi-
ven Veränderungen unserer „Waldbilder“ auf
Grund von Stürmen, Dürre und besonders
den Schäden durch Borkenkäfer geprägt ist,
stehen auch viele Privatwaldbesitzer vor gro-
ßen Herausforderungen. Im Zuge der Wieder-
aufforstung von Schadfächen zu stabilen
Mischbeständen kann durch einfache Maß-
nahmen auch im Privat- und Körperschafts-
wald ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz
in unseren Wäldern geleistet werden.
Wiederaufforstung/Waldumbau
Ziel sollte sein, stabile, standortgerechte, öko-
logisch vielfältige und klimaangepasste Wälder
zu begründen. Mit der neuen Förderrichtlinie
Wald und Forstwirtschaft – RL WuF/2020 –
können die Waldbesitzer unter anderem bei
gabe unserer Wälder ist die Schutzfunktion.
Wälder sind zwar in den allermeisten Fällen
vom Menschen geschaffene Kulturwälder,
trotzdem sind sie auch die naturnaheste
Vegetationsform und beheimaten eine Viel-
zahl an wertvollen Biotopen sowie seltene
Pfanzen- und Tierarten. Hier haben wir eine
große Verantwortung und Aufgabe. Für den
Landeswald des Forstbezirkes konnten wir vor
wenigen Tagen unsere Naturschutzplanung
abschließen. Im folgenden Beitrag möchten
wir Ihnen in Auszügen einige Möglichkeiten
der praktischen Naturschutzarbeit aufzeigen.
Wir freuen uns, wenn Sie sich bei allen Fra-
gen zum Wald an unsere Revierförster wen-
den. Wir können in der aktuell schwierigen
Lage leider nicht überall helfen – soweit es
uns möglich ist, unterstützen wir Sie als eine
unserer Hauptaufgaben aber sehr gerne.
Ihr Uwe Borrmeister
Forstbezirksleiter
Strukturreicher Waldinnenrand; Foto: Kai Noritzsch
Waldrand als Haselmausbiotop; Foto: Jörg Fasold
der Umsetzung dieser Maßnahmen fnanziell
unterstützt werden. Neu ist, dass auch Natur-
verjüngung und Sukzession geeigneter Baum-
arten förderfähig ist. Sprechen Sie mit Ihrem
zuständigen Revierförster, wir helfen Ihnen
gern!

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Waldrandgestaltung
Struktur- und artenreiche Waldränder zwi-
schen Wald/Offenland und Waldinnenränder
an Wegen, Schneisen und Gewässern haben
eine besondere Bedeutung als „Wohnstube“
und Nahrungsgrundlage für viele Insekten-,
Vogel- und Säugetierarten. Standortgerechte
Sträucher wie Pfaffenhütchen, Roter Hart-
riegel, Gemeiner Schneeball, Weißdorn,
Schlehe und Hasel sind besonders geeignet.
Letzte spielt vor allem bei der Schaffung von
Lebensräumen für die seltene und geschützte
Haselmaus eine wichtige Rolle. Auch die
Waldrandgestaltung ist förderfähig.
Belassene Hochstubben; Foto: Jörg Fasold
Abgestorbene Altbuche; Foto: Jörg Fasold
Vogelschutz im Wald
Von den etwa 250 in Deutschland brütenden
Vogelarten sind fast die Hälfte an den Wald
gebunden. Für optimale Nahrungs-, Versteck-
und Brutmöglichkeiten benötigen sie struktur-
und baumartenreiche Wälder. Neben lich-
ten Althölzern und dichten Jungbeständen,
kleinen Lichtungen und Totholz kann der
Lebensraum durch zusätzliche Maßnahmen
verbessert werden, zum Beispiel das Belassen
von „Hochstubben“ und das Anbringen von
Nistkästen. Diese können natürlich mit etwas
handwerklichem Geschick auch mit den Kin-
dern und Enkeln selbst gebaut werden.
Ameisenhaufen; Foto: Sven Anders
Waldameisen – nützliche Insekten im Wald
Waldameisen spielen bei der Bekämpfung
von Forstschädlingen auf Grund ihrer hohen
Individuenzahl, je nach Art können bis zu
5 Millionen Tiere in einem Nest leben, eine
wichtige Rolle. So kann ein intaktes Volk der
Kahlrückigen Waldameise (Formica
polyctena)
mehrere 10.000 Individuen pro Tag erbeuten
und nutzt dabei über 70 Insektenfamilien
als Nahrung (GÖSSWALD 2012). Außer der
Blutroten Raubameise (Formica
sanguinea)
sind alle in Sachsen vorkommenden Wald-
ameisen besonders geschützt. Nadelbaum-
arten spielen für die Waldameisen eine
wichtige Rolle, weil sie die Nadeln sowohl
als Nahrungsgrundlage (Läuse
Honigtau)
als auch zum Nestbau benötigen. Ein wei-
terer wichtiger Faktor ist genügend Licht-
einfall und die daraus resultierende Wärme.
Regelmäßige Pfege- und Durchforstungs-
arbeiten können die Lebensbedingungen für
Waldameisen bedeutend verbessern. Dabei
ist darauf zu achten, dass der Ameisenhügel
nicht beschädigt wird. Bei Fragen können Sie
sich an Ihren zuständigen Revierförster oder
an die Ameisenschutzwarte Sachsen e. V.
(
http://www.ameisenschutzwarte-sachsen.de/
)
wenden.
Fließ- und Stillgewässer im Wald
Fließgewässer kommen im Forstbezirk Neu-
stadt in Form von Quellbächen mit wenigen
Zentimetern bis zu großen, artenreichen
Flüssen vor. Forstliche Maßnahmen sollten
so erfolgen, dass die natürlichen Rahmen-
bedingungen erhalten und geschützt werden,
damit sich ihre typische Flora und Fauna auch
zukünftig entwickeln kann. Der Umbau natur-
ferner Nadelholzbestockung in naturnahe
Waldgesellschaften mit Schwarzerle, Ahorn
und Esche, das Nichtbefahren der Gewässer
und der Verzicht von Pfanzenschutzmitteln
in Gewässernähe sind Maßnahmen, die den
natürlichen Fließgewässercharakter erhalten
und aufwerten. Nach Hiebsmaßnahmen ist
es wichtig, das Reisig aus den Gewässer- und
Überfutungsbereichen zu entfernen.
Stillgewässer erfüllen wertvolle ökologische
Aufgaben wie Verbesserung des Wasser-
haushaltes, Hochwasserschutz und die Schaf-
fung von Lebensräumen. Die hauptsächlich
künstlich angelegten Stillgewässer führen
durch Verlandung über kurz oder lang zum
Verschwinden dieser aquatischen Lebens-
räume mit ihren typischen Pfanzen- und
Tierarten wie Schwanenblume, Froschkraut,
Erdkröte und Bergmolch. Bei zunehmender
Verlandung sollten deshalb ggf. Gewässer-
pfegemaßnahmen erfolgen. Durch Entnahme
beschattender Gehölze können Licht- und
Temperaturverhältnisse im Gewässer ver-
bessert und somit die Laichbedingungen für
Amphibien gefördert werden. Wichtig ist,
Neophyten wie Drüsiges Springkraut und
Sachalin-Staudenknöterich an Fließ- und
Stillgewässern frühzeitig zu bekämpfen.
Instandgesetztes Stillgewässer im Privatwald;
Foto: Jörg Fasold
Naturschutzaufagen im Wald
Eigentum verpfichtet - auch der Wald! Viele
Privatwälder unterliegen einem gesetz-
lichen Schutzstatus nach Naturschutzrecht,
z. B. Naturschutz-, FFH- oder Vogelschutz-
gebiete oder sind Bestandteil von besonders
geschützten Biotopen. Bevor „die Säge an-
gesetzt wird“ kann und sollte sich jeder
Waldbesitzer informieren, ob in seinem Wald
Naturschutzbelange bei der Waldarbeit zu
beachten sind. Hierzu wenden Sie sich bitte
an Ihren Revierförster, den Sachbearbeiter
für Waldökologie und Naturschutz im Forst-
bezirk oder an die Naturschutzbehörde beim
Landratsamt. Sie können aber auch selbst im
Internet/Sachsenatlas (
http://www.sachsen-
atlas/de
) recherchieren.
Weitere Informationen fnden Sie im Faltblatt
Forstwirtschaft und Naturschutz (
https://
publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/19699
)
oder unter (
https://www.wald.sachsen.de/
waldnaturschutz-4043.html
).

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[j]
Sachsenforst
Staatsbetrieb Sachsenforst
Forstbezirk Neustadt
Forstbezirksleiter:
Uwe Borrmeister
Adresse:
Karl-Liebknecht-Straße 7, 01844 Neustadt
Telefon:
03596 58 570
Telefax:
03596 58 57 99
Außenstellen:
Markersbach
035023 66230
Cunnersdorf
035021 90470
E-Mail:
neustadt.poststelle@smul.sachsen.de
Internet:
www.sachsenforst.de
Forstreviere im Landeswald
Leiter Staatsforstbetrieb
Mario Prielipp
035023 66231
Mario.Prielipp@smul.sachsen.de
Rev. 01 Reinhardtsdorf
Olav Spengler
0172 7992841
Olav.Spengler@smul.sachsen.de
Rev. 02 Cunnersdorf
Christian Klier
0172 7992835
Christian.Klier@smul.sachsen.de
Rev. 03 Rosenthal
Janett Meschkat
0172 7992832
Janett.Meschkat@smul.sachsen.de
Rev. 04 Ottomühle
Christian Schmidt
0172 7992851
Christan.Schmidt@smul.sachsen.de
Rev. 05 Berggießhübel
Annett Wehner
0172 7992840
Annett.Wehner@smul.sachsen.de
Rev. 06 Bielatal
Bernd Kaiser
0172 7992839
Bernd.Kaiser@smul.sachsen.de
Rev. 07 Königstein
Jens Lippmann
0172 7992834
Jens.Lippmann@smul.sachsen.de
Rev. 08 Unger
Annette Schmidt-Scharfe 0174 3064371
Annette.Schmidt-Scharfe@smul.sachsen.de
Rev. 09 Fischbach
Michael Blaß
0172 3511935
Michael.Blass@smul.sachsen.de
Rev. 10 Hohwald
Mike Metka
0174 3064367
Mike.Metka@smul.sachsen.de
Rev. 11 Großröhrsdorf
Ralf Schulze
0174 3064372
Ralf.Schulze@smul.sachsen.de
Forstreviere im Privat- und Körperschaftswald
Sachbearbeiter Privat- und
Körperschaftswald/Förderung Jörg Fasold
03596 585720
Joerg.Fasold@smul.sachsen.de
Rev. 12 Gohrisch
Hartmut Schippers
0172 7992853
Hartmut.Schippers@smul.sachsen.de
Rev. 13 Markersbach
Thomas Krause
0172 7992855
Thomas.Krause@smul.sachsen.de
Rev. 14 Neustadt
Holger Fleischer
0174 3064369
Holger.Fleischer@smul.sachsen.de
Sprechzeiten: Do 15 – 18 Uhr, Revier Cunnersdorf Mo 15 – 18 Uhr
Fels und Wald in der Sächsischen Schweiz;
Foto: Jörg Fasold
Allgemeine Informationen über den Forstbezirk Neustadt (Stand 01.01.2020)
Territorialfäche:
885 km
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Gesamtwaldfäche:
30.006 ha
Staatswald (Freistaat):
17.937 ha
Staatswald (Bund):
116 ha
Körperschaftswald:
1.433 ha
Kirchenwald:
344 ha
Privatwald:
10.055 ha
Treuhandrestwald:
121 ha
In eigener Sache
Leider erreichen wir nicht alle Wald-
besitzer des Forstbezirkes Neustadt.
Entweder fehlen uns Namen/Adressen
(Eigentümerwechsel/Umzug...) oder die
Waldpost ist aus anderen Gründen (kein
Name am Briefkasten…) nicht zustell-
bar. Wenn Sie wissen, dass Ihr Nachbar
oder Bekannter auch Waldbesitzer ist,
sprechen Sie ihn bitte an, ob er auch
die Waldpost erhalten hat. Wenn nicht,
kann er sich gern mit uns in Verbindung
setzen.
Vielen Dank!