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Umstellung auf Ökolandbau
Januar 2022

Ökolandbau - Besonderheiten
2
| Januar 2022 I Ulf Jäckel
• Synonym: öko-, bio-
• Keine mineralischen Stickstoffdünger
• Keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel
• Mindestvorgaben für Stall und Auslauf
• Gentechnikverbot
• Verbot systematischer Eingriffe an Tieren
• Obergrenze Tierbesatz
• Positivlisten für Dünger, PSM, Reinigungsmittel, Verarbeitungszusätze
• Ziel: geschlossener Kreislauf
• Saatgut, Pflanzmaterial und Tierzukauf nur aus Öko
Geregelt durch EU-Verordnungen, nationale Gesetze, Verbandsrichtlinien
Kontrollsystem

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3 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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4 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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5 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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6 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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Ökolandbau in DE - Geschichte
Mit der „Chemisierung der Landwirtschaft“
Anfang des 20. Jahrhunderts zeigte sich, dass kurzfristig wachsende Erträge
mit langfristigen Problemen erkauft wurden. Schon in den 1920er Jahren
erkannte die „Lebensreformbewegung“ in Deutschland neben der
ökonomischen auch eine erste ökologische „Krise“.
7 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
• 1924 in Koberwitz bei Breslau Rudolf Steiner:
„Geisteswissenschaftlichen Grundlagen zum
Gedeihen der Landwirtschaft“
• In Folgejahren „Versuchsring anthroposophischer
Landwirte“ praktische Umsetzung in der biologisch-
dynamischen Wirtschaftsweise.
1928 Anbauverband
Demeter
gegründet
Quelle: Rudolf Steiner
Verlag
Quelle:
www.rudolf-
steiner-haus.de

8 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Nazi-Zeit: Anthroposophen werden verfolgt, damit gerät auch Demeter in
Illegalität
Nach 1945 folgte eine Welle von Neugründungen ökologisch orientierter Höfe.
1950er Jahre Gründung der organisch-biologischen Anbaumethode durch
Hans und Maria Müller zusammen mit Hans Peter Rusch (nur BRD)
1971 wurde der Verein „bio gemüse e.V.“ gegründet, welcher 1987 in
„Bioland Verband für organisch-biologischen Landbau e.V.“ umbenannt
wurde. (nur BRD)
Bis Ende der 80er Gründungen von Biokreis, Naturland, Ecovin (nur BRD)
Nov. 1989 Gäa e. V. aus Umweltschutzbewegung der Kirchen in der DDR
gegründet
Anfang 90er Biopark und Ecoland (vereintes DE)
Ökolandbau in DE - Geschichte

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9 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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10 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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11 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Deutschland

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12 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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13 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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14 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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15 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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16 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

17 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
139,00
141,00
143,00
145,00
147,00
149,00
151,00
153,00
Erzeugerpreise für Ferkel aller Gewichtskategorien aus
ökologischer Tierhaltung in Deutschland
2020
2021
Quelle: AMI
Darstellung: LfULG
Stand: 10 2021
Euro/Stück

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Wirtschaftliches Ergebnis
(Ordentliches Ergebnis zzgl. Personalaufwand)
im ökologischen Landbau nach Regionen
18 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Schirrmacher, LfULG

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Wirtschaftliches Ergebnis
(Ordentliches Ergebnis zzgl. Personalaufwand)
im ökologischen Landbau nach Regionen und Betriebstypen
19 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
WJ 2017/18; Alle Rechtsformen
Schirrmacher, LfULG

Unterschiede in den Ackerbaubetrieben
im ökologischen Landbau
Sachsen / Ostdeutschland
20 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
• Geringere Flächenausstattung (50 %)
• Etwas höherer Grünlandanteil
• Etwas bessere Böden
• Weniger Getreideanbau, dafür deutlich mehr Ackerfutter
• Höhe Erträge (Getreide +30%)
• Deutlich geringere Preise (Getreide -20%)
• Höhere Umsatzerlöse (Vermietung / Verpachtung)
• Höhere Öko-Prämie (+60 €/ha)
• Höhere finanzielle Erträge (+7%)
• Deutlich höhere Aufwendungen (Material / Abschreibungen /
Unterhaltung) (+25%)

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Entwicklung in Deutschland
21 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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22 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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23 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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24 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Entwicklung Betriebe und
Fläche Ökolandbau in Sachsen

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25 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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Verbandsbetriebe in Sachsen 2018
26 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Quelle: SMUL, 2019

Umstellung nur als Gesamtbetrieb
Beim Zukauf vorrangig Ware aus eigenem oder anderen Verbänden
Stärkere Begrenzungen bei Nährstoffimporten
Nicht alle Kontrollstellen kontrollieren Verbandsrichtlinien mit
Vermarktung unter Verbandszeichen, Handelsgesellschaften bieten Einkauf
an
Beratung durch Verbandsberater z. T. im Beitrag enthalten
Basisdemokratische Weiterentwicklung der Verbandsregeln
Teilweise Vorgaben zur Förderung der Biodiversität
27 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Verbände und ihre Richtlinien

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28 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Umstellung auf Ökolandbau
verändert Ihre gewohnte Umgebung
Fruchtfolgen
& Landtechnik (Striegel, Hacke…)
Tierfütterung
& Tierhaltung (Stallbau, Auslauf, Tierkauf, Futterrationen,
Tierbehandlung)
Betriebsmittel
& Lieferanten (Dünger, PSM, Saatgut)
Produkte
& Kunden (neue Absatzwege)
Preise
& Kosten
Vorschriften
& Kontrollen (Kontrollvertrag = Start,
Ausnahmeregelungen)
Mitarbeiter
& Freunde (Diskussion am Stammtísch,
Verpächter, Familie, Kritik und Anerkennung

29 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Ablauf einer Umstellung – was ist zu planen
Ist-Betrieb beschreiben
Investitions- und Kreditbedarf darlegen (Maschinen, Ställe, Lager, Verarbeitung)
Tierhaltung anpassen (Stallgröße, Futterfläche)
Futter- und Einstreumengen berechnen
Fruchtfolgen und Arbeitsgänge entwickeln
Deckungsbeitragsrechnungen erstellen
Festkosten abschätzen
Gewinn, Liquidität und Rentabilität beurteilen

Ertragsentwicklung/
Leistungsentwicklung
30 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
konventionell 2 Umstellungsjahre
ab 3. Jahr
Winterweizen
60-90 dt/ha
40-65 dt/ha
30-50 dt/ha
Winterroggen
50-80 dt/ha
30-50 dt/ha
25-40 dt/ha
Triticale
40-70 dt/ha
25-40 dt/ha
20-35 dt/ha
Erbsen/Bohnen
25-40 dt/ha
20-35 dt/ha
20-35 dt/ha
Silomais (FM)
380-500 dt/ha
270-350 dt/ha
270-350 dt/ha
Kleegras (FM)
360-500 dt/ha
340-450 dt/ha
340-450 dt/ha
Mähwiese (FM)
250-500 dt/ha
200-400 dt/ha
200-400 dt/ha
Milch (kg/Kuh*a)
8500-9500
6600-7200
6600-7200
Reproduktionsrate
38%
25%
25%
Erstkalbealter
26 Monate
27 Monate
27 Monate

31 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Kosten der Umstellung
:
Verbandsbeiträge:
ca. 10 €/ha LN
Kontrollgebühren:
je nach Kontrollstelle 2– 6,50 € /ha
Umstellungsberatung:
2.500-10.000 €
Förderung
:
Umstellungsberatung
Zuschuss bis 4.000 € (50 % der
Beratungskosten)
Flächenförderung
:
Acker/Grünland: 330 €/ha Umstellung 230 €/ha Beibehaltung
Gemüsefläche: 935 €/ha Umstellung 413 €/ha Beibehaltung
Dauerkulturen: 1410 €/ha Umstellung 890 €/ha Beibehaltung
Kontrollkostenzuschuss
bis 40 €/ha bis 550 €/Betrieb
Investitionen
25 % Zuschuss, artgerechte Tierhaltung + 15%

Erzeugerpreise (Quelle AMI)
Erzeugerpreise (€/dt) frei Hof Durchschnitt 2021
Dinkel (entspelzt)
72 (96)
Brotweizen
42
Futterweizen
32
Emmer/Einkorn
40
Triticale
2
8
Soja (Vertragsanbau)
80-95
Hafer
34
Körnermais
38
Futtererbsen
46
Ackerbohnen
47
Kartoffeln (lose-gesackt)
45-97
Roggen
30
32 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

33 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Kleegras Winterweizen Hafer Körnererbsen Triticale Kartoffeln Winterroggen
Bruttoertrag
Frischmasse
dt/ha
315
40
28
25
30
220
32
Hauptprodukt
dt/ha
315
38
25
25
30
170
30
Marktpreis
€/dt
0
40
35
40
32
48
38
Hauptleistung
€/ha
0
1520
875
1000
960
8160
1140
Nebenprodukt
dt/ha
0
2
3
0
0
50
2
Marktpreis
€/dt
0
25
25
0
0
5
15
Nebenleistung
€/ha
0
50
75
0
0
250
30
Summe
Marktleistung
€/ha
0
1570
950
1000
960
8410
1170
Ökoprämie
€/ha
230
230
230
230
230
230
230
Kosten
Saatgut
€/ha
49
120
97
210
110
2400
70
Pflanzenschutz
€/ha
0
0
0
0
0
240
0
Hagelversicherung €/ha
0
9
6
10
6
45
8
Trocknung
€/ha
0
8
6
0
7
8
var.
Maschinenkosten
€/ha
250
200
150
170
150
480
130
Lohnarbeit
€/ha
160
150
150
150
150
800
150
var. Kosten gesamt
€/ha
409
487
409
540
423
3965
366
DB mit Ökoprämie
€/ha
-179
1313
771
690
767
4675
1034
DB ohne
Ökoprämie
€/ha
-409
1083
541
460
537
4445
804
Anbauumfang
ha
40
40
20
20
25
15
40
DB der FF
€/ha
1026,2

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34 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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35 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

Vermarktung
36 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Verbraucher sind bereit, die Erfüllung
besonderer gesellschaftlicher
Erwartungen (Regionalität, Tierwohl) mit
Preiszuschlägen zu honorieren. Dies
ermöglicht die Abgrenzung zu
„Billigimporten“, muss aber gut und
glaubhaft kommuniziert werden.

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37 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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38 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

Marktchancen
39 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Präferenzen für regionale Bioprodukte müssen beim
Verbraucher aufgebaut werden (Kommunikation, Vertrauen)
Verarbeiter in der Region nötig, suchen!
Große Reserven im Bereich Außerhausverpflegung (Beispiel
Dänemark mit abgestufter Kennzeichnung je nach Anteil öko)
Erhebliche Zuwächse auch im Landwirtschaftsbereich
möglich, bedarf jedoch zum Teil erheblicher Investitionen
(Stallbau, Lager, Aufbereitung) und Zusammenarbeit
(Bündelung)

Neue rechtliche Regelungen
VO (EU) 2018/848 und 2021/1165
40 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
I. Erweiterung Anwendungsbereich
Neu von Öko-Verordnung erfasst sind z. B.: Mate, Speisesalz, Bienenwachs, Naturgummi
II. Vorsorgemaßnahmen für alle Unternehmen
gegen die "Anwesenheit nicht zugelassener Stoffe und Erzeugnisse" auf allen Stufen
Produktion, Aufbereitung und Vertrieb. Das heißt:
Identifizieren kritischer Punkte im Unternehmen (z. B. Wareneingang, Transportmittel,
ökologische und nichtökologische Stoffströme, Lager, Lohnunternehmen)
Maßnahmenergreifung, um Kontaminationen zu verhindern (Doku der
Wareneingangsprüfungen, Reinigungen, Desinfektionen und Warentrennungen) sowie
Konzepterstellung der systematischen Kontrollvornahme
Prüfen der Wirksamkeit der Maßnahmen (Selbsterkenntnis statt Feststellung durch Dritte)
III. umfassendere Aufzeichnungspflichten
Betriebsmitteleinsatz: Herkunft, Erzeugnis-Bezeichnung, Zeitpunkte und Orte der
Verwendung, verwendete Mengen und Dosierungen, ggf. Notwendigkeit der Verwendung
Produktverkauf: verkaufte Erzeugnis-Menge, Identifikationsmerkmal, ggf. Bestimmungsort
(der Tiere)

41 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Neue rechtliche Regelungen
VO (EU) 2018/848 und 2021/1165
IV. Pflanzenproduktion
Umstellungssaatgut/Pflanzgut, Ernte nach 12 Monaten Umstellungszeit, aus eigenem Betrieb
verwendbar ohne Genehmigung
Nachbau aus 1. Umstellungsjahr, geerntet innerhalb 12 Monate nach Umstellungsbeginn, kann
nur mit Genehmigung als Nicht-Öko-Saatgut verwendet werden
Vermarktung heterogenem Saatgut (genetisch heterogene „alte Sorten“): keine Sortenprüfung
und amtliche Saatgutanerkennung; gesonderte Etikettierung notwendig
Jungpflanzen, Jungbäume aus Stecklingen können aus nicht öko-vermehrten Material
gewonnen werden, wenn kein Öko-Ausgangsmaterial verfügbar
rückwirkende Anerkennung von Umstellungszeiten:
bei bisherigen AUK-Flächen, ohne Verwendung von unzulässige Dünge- und
Pflanzenschutzmittel, Nachweise der Teilnahme am AUK-Programmbestand
bei anderen Parzellen, müssen rückwirkend für drei Jahre eine ausführliche
Stellungnahme mit detaillierter Risikoanalyse und ggf. Boden-/Pflanzenanalyse auf unzulässige
Stoffe von der Kontrollstelle beigebracht werden
Für Pflanzenbaubetriebe gibt es zurzeit keine Liste von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln

42 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Neue rechtliche Regelungen
VO (EU) 2018/848 und 2021/1165
V. Tierproduktion
www.organicxlivestock.de
- Recherche zur Verfügbarkeit von Öko-Tieren/Antrag Kauf konv.
Zukauf nichtökologisches Junggeflügel nur noch bis zum Alter von 3 Tagen
Neu: Produktionsvorschriften für Kaninchen und Geweihträger; andere Tierarten (Strauße,
Schnecken, Lamas etc.) weiterhin nicht als Öko-Tiere zertifizierbar
Bis 01.01.2024 gilt die bestehende Liste von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln weiter
Allopathische Tierbehandlungen: Wartezeit wie bisher 48 Stunden bei Angabe Wartezeit „0“, gilt
ebenfalls bei Parasitenbehandlungen
VI. Pflanzenfresser
Anteil betriebseigenes Futter oder aus regionaler Kooperation stammenden Futter ab
01.01.2022 Erhöhung auf 60 % und ab 01.01.2024 auf 70%
Anteil Umstellungsfutter aus Zukauf sinkt auf 25% der TM-Jahresration
Endmast von Rindern ohne Freigeländezugang nicht mehr zulässig.
Weide: Pflanzenfresser stets Weidegang, wenn Bodenzustand und Witterung es zulassen
Weidepflicht wird unumgänglich (Anzahl Weidetage muss noch bestimmt werden)
Laufhöfe: keine Dauerlösung, nur noch für den Winterstall und männliche Rinder > 1 Jahr
Nicht-Öko-Pensionstiere auf Öko-Flächen: Tiere müssen auf AUK-Flächen aufgewachsen sein

43 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Neue rechtliche Regelungen
VO (EU) 2018/848 und 2021/1165
VII. Schweine und Geflügel
Futter aus eigenem Betrieb oder aus regionaler Kooperation muss 30% der TM-Jahres-Ration
betragen
Bis Ende 2026 ist weiterhin 5 % Nicht-Öko-Eiweißfutter-Anteil in der Fütterung für Jungtiere
zulässig, wenn nicht ausreichend ökologische Eiweißfuttermittel vorhanden
Freigelände für Schweine muss Außenklima aufweisen und Zugang zu Unterständen haben
Volieren für Geflügel (nicht für Mastgeflügel) dürfen max. 2 erhöhte Ebenen aufweisen. Für
bestehende Volieren gilt eine Übergangszeit bis 01.01.2030
Geflügelausläufe sollen artenreich und strukturreich begrünt sein; max. Auslaufdistanz von den
Ausflugklappen 150 m. sind mindestens 4 gleichmäßig verteilte Schutzeinrichtungen je ha
vorhanden, kann sind 350 m möglich
Wassergeflügel muss stets Zugang zu einem Bach, Teich, See oder Wasserbecken haben,
damit die artspezifischen Bedürfnisse ausgelebt werden können; falls Witterung ungünstig,
muss Wasserzugang sein (Eintauchen Kopf)

44 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Trennung der Geflügelställe in Abteile bei: Mastgeflügel außer Hühner durch vollständige Wände
vom Boden bis zur Decke; bei Legehennen, Masthühnern, Elterntieren, Bruderhähnen auch mit
Maschendraht, Netzen, etc.
Verordnung definiert "Veranden" für Geflügel = zusätzlicher, überdachter, nicht isolierter
Außenbereich für Geflügel auf der Längsseite eines Gebäudes, von einem Drahtzaun oder
Netzen begrenzt, mit Außenklima, natürlicher und künstlicher Beleuchtung und eingestreutem
Boden
Die Veranda zählt nicht als Freigelände. Die Veranda darf nicht zur Berechnung der
Besatzdichte im Stall herangezogen werden
Bisherige "Außen"-Klimabereiche können zur Besatzdichtenberechnung für Ställe herangezogen
werden, wenn sie 24 h zugänglich und so isoliert, das vom Außenklima unabhängig aber auch
nicht Klima des Stallinnenbereiches hat = zusätzlich überdachter Außenbereich (3 Jahre
Übergangszeit zum Umbau „Außen“-Klimabereiche)
VIII. Bienen
jährlich kann 20% des Bestandes an nichtökologischen Schwärmen und Königinnen zugesetzt
werden
Neue rechtliche Regelungen
VO (EU) 2018/848 und 2021/1165

45 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
IX. Futtermittel
Einzelfuttermittel mineralischen Ursprungs
Die Liste der Mineralfuttermittel weitestgehend analog der bisherigen Liste
Sonstige nichtökologischen Einzelfuttermittel
Mehl, Öl und andere Einzelfuttermittel, gewonnen aus Fisch oder anderen Wassertieren, aus
nachhaltiger Fischerei
Hefen und Hefeerzeugnisse aus Saccharomyces cerevisiae oder Saccharomyces
carlsbergensis, inaktiviert, wenn nicht aus ökologischer Produktion verfügbar
Kräuter, Melassen und Gewürze, wenn nicht in ökologischer Form verfügbar, höchstens 1 % in
der Futterration
X. Kennzeichnung
Öko-Kennzeichnung und EU-Bio-Logo bleiben unverändert. Statt des Herkunftslandes kann ggf.
sogar die Region angegeben werden, sofern alle landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe dort
erzeugt wurden. Die Toleranz der nicht berücksichtigten Zutaten erhöht sich auf 5 %.
Quellen zur weiteren Information:
https://www.oekolandbau.de/service/die-neue-eu-oeko-verordnung-ein-ueberblick/
https://www.boelw.de/themen/eu-oeko-verordnung/neues-biorecht/
https://www.org-lex.eu/
(Online-Lehrgang: 11 Lerneinheiten; Kosten: 95 € zzgl. MwSt.)
Neue rechtliche Regelungen
VO (EU) 2018/848 und 2021/1165

Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau
Seit 1.1.2022 in Aufbau
Stärkung des Ökologischen Landbaus und der Verarbeitung ökologischer
Erzeugnisse
Weiterentwicklung durch praxisnahe angewandte Forschung und
Wissenstransfer
Unterstützung des Schutzes der Umweltgüter und der bedarfsgerechten
Produktion von Öko-Lebensmitteln
Gestützt auf Modell- und Demonstrationsbetriebe
Vernetzt mit den Fachreferaten des LfULG und externen Akteuren
46 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

47 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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48 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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49 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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50 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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51 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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52 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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53 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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54 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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55 | Januar 2022 I Ulf Jäckel

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56 | Januar 2022 I Ulf Jäckel
Danke für die Aufmerksamkeit!