image
image
Seite 1 von 2
Regionen können sich neu für LEADER bewerben
Staatsminister gibt Startschuss für neue LEADER-Förderperiode
Staatsminister Thomas Schmidt hat heute (9. Dezember 2020) symbolisch
den Startschuss für die Neuaufstellung der neuen Förderperiode der
sächsischen LEADER-Gebiete bekanntgegeben. Ab sofort können sich
Regionen
im
ländlichen
Raum
neu
zusammenschließen
oder
zusammenbleiben und sich um den Status als LEADER-Gebiet in der neuen
EU-Förderperiode in den Jahren 2021 bis 2027 bewerben. Die
Rückmeldung muss bis zum 31. März 2021 erfolgen.
„Wir sind mit dem Ablauf und den Ergebnissen des sächsischen LEADER-
Ansatzes seit dem Jahr 2014 sehr zufrieden. Die sächsischen LEADER-
Gebiete haben ihre Freiheit, Projekte und Förderhöhen selbst zu bestimmen,
mit hohem Verantwortungsbewusstsein, Eigeninitiative und Kreativität
genutzt. Bei meinen Besuchen in allen bisherigen 30 LEADER-Gebieten
habe ich unzählige tolle Vorhaben gesehen und engagierte Menschen
kennenlernen dürfen“, sagte Staatsminister Schmidt. „Wir wollen die
bisherige
LEADER-Förderung
in
der
kommenden
Förderperiode
weiterführen. Jetzt gilt es, uns in Sachsen dafür neu aufzustellen und
mindestens genauso viele und gute Projekte im ländlichen Raum
umzusetzen.“
Die bestehenden 30 sächsischen LEADER-Gebiete sowie alle Kommunen
im ländlichen Raum werden in diesen Tagen informiert, wie sie ihr Interesse
als Region bekunden können und welche Voraussetzungen sie dafür
erfüllen müssen. So müssen die neuen Regionen z. B. mindestens zwei
Gemeinden umfassen, um die Anerkennung als LEADER-Gebiet erhalten zu
können. Auch qualitative Hinweise an den Träger und das begleitende
Management werden übermittelt. Der sächsische Weg, mit dem die
LEADER-Gebiete große eigene Verantwortung für die Formulierung und
Umsetzung ihrer regionalen Strategien erhalten, soll auch in der
Einen Ansprechpartner
zu LEADER 2021 - 2027
erreichen Sie unter folgender
Adresse im Sächsischen
Staatsministerium für
Regionalentwicklung:
leader2021-
2027@smr.sachsen.de
Dresden,
9. Dezember 2020
Hausanschrift:
Sächsisches Staatsministerium für
Regionalentwicklung
Archivstr. 1
01097 Dresden
www.smr.sachsen.de
Medieninformation
146 / 2020
Sächsisches Staatsministerium
für Regionalentwicklung

image
Seite 2 von 2
kommenden Förderperiode fortgesetzt werden. Die jetzigen LEADER-Gebiete können
ihren Gebietszuschnitt an die neuen Herausforderungen anpassen. Sie können sich
aber auch neu bilden oder mit anderen Partnern zusammenschließen. Das gilt jedoch
nicht für die Übergangsphase zwischen den beiden Förderperioden, für die die EU
aufgrund der ins Stocken geratenen Haushaltsfestlegungen in Brüssel noch keine
definitiven Regeln bekanntgegeben hat. In dieser Übergangsphase gelten die Regeln
der jetzigen Förderperiode weiter. Die Übergangsperiode ist derzeit für zwei Jahre
veranschlagt und wird nach derzeitigem Stand einen fließenden Übergang
gewährleisten. Eine genaue finanzielle Ausstattung ist derzeit noch nicht bekannt,
entsprechend der bisher gefassten Beschlüsse zum EU-Haushalt wird für die
Übergangsphase eine annähernd gleiche Ausstattung erwartet.
Hintergrundinformationen:
Nach den guten Erfahrungen mit der Integrierten Ländlichen Entwicklung in der
Förderperiode 2007 bis 2013 hatte der Freistaat Sachsen den Regionen für 2014 bis
2020 noch größere Gestaltungsmöglichkeiten in der regionalen Entwicklung eröffnet
und mehr Verantwortung bei der Verwendung der Fördermittel übertragen. Bei der
Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums setzte der Freistaat Sachsen wie
kein anderes Bundesland auf das LEADER-Prinzip: Die Akteure im ländlichen Raum
konnten nahezu flächendeckend die Vorteile eigenständiger Strategien einschließlich
der Verantwortung für ihr Budget nutzen. Die Regionen erhielten dafür mit
427 Millionen Euro 40 Prozent der Mittel des sächsischen Entwicklungsprogramms für
den ländlichen Raum (EPLR). Mit diesem hohen Anteil ist der Freistaat Sachsen
europaweit an der Spitze.
Nach dem Aufruf des Freistaates hatten sich 30 sächsische Regionen gebildet und
sich mit ihren Entwicklungsstrategien um die Anerkennung als LEADER-Gebiet
beworben. Die LEADER-Gebiete bestimmten in einem transparenten Verfahren
selbst, welche Projekte in welcher Höhe gefördert werden. Die Strategien sind die
Basis für thematische Aufrufe, nach denen sich Bürger, Unternehmen, Vereine und
Gemeinden um eine Förderung bewerben können. Ein Entscheidungsgremium wählt
nach den regionalen Prioritäten die Vorhaben aus. Die Bewilligung der Förderung
erfolgt durch die jeweiligen Landratsämter.
LEADER (französisch: „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“)
ist eine Initiative der Europäischen Union zur Entwicklung der ländlichen Räume unter
maßgeblicher Mitarbeit der Bevölkerung. Die finanzielle Unterstützung durch
LEADER erfolgt aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die
Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie aus sächsischen Landesmitteln auf
Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen
Haushaltes.
Weiterführende Links:
LEADER in Sachsen:
www.laendlicher-raum.sachsen.de/leader-2014-2020-6866.html