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1
Vorbemerkungen
Im Lehrplan Sport für die Grundschule* sind die Ziele
in den Klassenstufen 1 und 2 auf eine
vielseitige Bewegungs- und Spielerziehung gerichtet. Dabei steht die Sicherung und
Entwicklung der Unterrichtsqualität und die Entfaltung einer für alle Schüler förderlichen
Lehr- und Lernkultur im Mittelpunkt.
Der Sportunterricht in den ersten Schuljahren prägt die Einstellung zur (freizeit-)sportlichen
Betätigung nachhaltig und beeinflusst die weitere körperlich-sportliche Entwicklung in den
folgenden Jahren.
Daraus ergibt sich für alle im Fach Sport unterrichtenden Lehrkräfte die
Verantwortung, den Anfangsunterricht freudbetont, zielgerichtet, bewegungsintensiv und mit
pädagogischem Anspruch im Hinblick auf die künftige Leistungsermittlung und
Leistungsbewertung ab Klasse 3 zu erteilen. Ziele der Klassenstufen 1 und 2 sind das
Sammeln von Erfahrungen an und mit unterschiedlichen Geräten und Materialien
wie auch
das Erkunden, Üben und Festigen elementarer motorischer Fertigkeiten. Des Weiteren sind
einfache sportmotorische Fertigkeiten zu üben sowie fundamentale koordinative Fähigkeiten
auszuprägen. Das Erkunden und Spielen sollten das Üben motorischer Fähigkeiten und
Fertigkeiten sowie das Wetteifern durchdringen. Mit einer differenzierten
Unterrichtsgestaltung unter Beachtung des individuellen Entwicklungsstandes sind die
Lernerfolge für jeden Schüler zu sichern. Die Auswahl der Vollzugsformen der sportlichen
Tätigkeit ist für die Umsetzung dieser Ziele bedeutsam.
Aus Unterrichtsbeobachtungen sowie Gesprächen mit Schulleitern und sportunterrichtenden
Lehrkräften wurde Bedarf hinsichtlich einer Handreichung für den Anfangsunterricht zur
Unterstützung der Unterrichtsarbeit benannt.
Durch die Fachberater Sport an Grundschulen wurden nachfolgende Empfehlungen zur
Umsetzung der Lehrplaninhalte für den Anfangsunterricht erarbeitet. Schwerpunkte der
Hinweise bilden die zu erreichenden Körper- und Bewegungserfahrungen und die
diesbezüglichen
Orientierungswerte
in den ausgewählten Lernbereichen. Diese
Empfehlungen dienen als Orientierungshilfe für einen erfolgreichen Übergang vom
Anfangsunterricht zur Klassenstufe 3 gemäß der SMK-Handreichung zur Leistungsermittlung
und Leistungsbewertung im Schulsport vom August 2005 auf der Grundlage des
sächsischen Lehrplanes Sport vom 01.08.2004, zuletzt präzisiert 2009. Bei der
Einschätzung des Entwicklungsstandes der motorischen Handlungsfähigkeit der Schüler im
Anfangsunterricht ist der freudbetonten Lernerfolgssicherung Priorität einzuräumen. Dieser
Prozess erfordert neben den anzustrebenden Orientierungswerten als sachliche
Bezugsnorm auch die Berücksichtigung der individuellen Dimension (Leistungszuwachs,
Lernfortschritt in Abhängigkeit von den physischen und psychischen Voraussetzungen) sowie
der sozialen Dimension (sportgerechtes Sozialverhalten, Kooperation, Fairness und
Leistungsbereitschaft).
Besonders hervorzuheben ist dabei die Schwerpunktsetzung der Fachkonferenz Sport und
die didaktisch-methodischen Möglichkeiten der sportunterrichtenden Lehrkräfte bei der
Umsetzung der Fachkonferenzbeschlüsse an der jeweiligen Grundschule*.
*Die Bezeichnung Grundschule implementiert stets auch die Primarstufe an Förderschulen im Freistaat Sachsen

2
Lernbereich
Leichtathletische Übungen
Körper- und
Bewegungserfahrungen
Erläuterungen
Startübungen aus
verschiedenen
Ausgangstellungen
Grundstellung, Rücken-, Bauchlage, Hockstand, Streck-,
Schneidersitz
Hochstart: Schrittstellung an der Startlinie, Oberkörper
leicht nach vorn gebeugt, Arme gegengleich
Schlussweitsprung
beidbeiniger Absprung und beidbeinige Landung
Weitsprung
kurzer Anlauf, einbeiniger Absprung in der Sprungzone,
beidbeinige Landung
Einbeinsprünge ohne Pause
über eine vorgegebene Strecke
bis 10 Meter
Übungshilfen: Seile, Reifen oder Fahrradschläuche
Dreierhopp in der Grobform
ohne Anlauf: rechts – rechts – beidbeinige Landung oder
links – links – beidbeinige Landung
Hocksprünge über
verschiedene Hindernisse
frontal und schräg ohne und mit Hindernissen wie Bänke,
Hürden, Bananenkisten, …
Werfen mit verschiedenen
Materialien
-
über den Kopf
-
aus dem Stand
-
aus der Wurfauslage
Indiaka, Bohnensäckchen, Bälle, Wurfringe …
Schrittstellung, den Ball über den Kopf beidhändig werfen
langer Wurfarm, Vorsetzen des Gegenbeines,
Bogenspannung des Oberkörpers, Belastung des
hinteren Beines, peitschartiger Armzug über den Kopf
hinweg, Streckung nach vorn oben, (in der Abwurfphase
größer werden und dem Ball nachgehen)
Schrittstellung schulterbreit, wurffreie Seite Blick in
Wurfrichtung, hinterer Fuß quer, vorderer Fuß schräg zur
Wurfrichtung, Gewicht auf dem leicht gebeugten hinteren
Bein, Wurfarm in Schulterhöhe locker gestreckt
Ausdauerndes Laufen
vielfältiges, freudbetontes ausdauerndes Laufen vor
allem im Freien mit Richtungswechsel, mit und ohne
Hindernissen, im Wechsel mit Stationsübungen, mit
Partnern oder in Gruppen
ausgewählte Orientierungswerte:
-
20 m Sprint in ca. 4,8 sek.
-
Einbeinsprünge über 10 m in ca. 10 sek.
-
Schlussweitsprung mindestens 1,20 m
-
Schlagwurf mit 80 g Ball aus der Wurfauslage:
Mädchen ca. 8 m und Jungen ca. 13 m
-
Ausdauerndes Laufen über 10 min. in gleichmäßigem Tempo

3
Lernbereich Spiele und Spielformen
Körper- und
Bewegungserfahrungen
Erläuterungen
Werfen, Fangen und Treffen
mit unterschiedlichen Bällen wie Handball, Volleyball,
Gymnastikball, …
aus verschiedenen Ausgangstellungen wie Stand, Sitz,
Hocke, aus der Bewegung,
Wurfarten wie Überkopf-, Druck-und Schockwurf,
direkte und indirekte Zuspiele
Prellen und Dribbeln
mit verschiedenen Bällen, im Stand, in der Bewegung
ohne und mit Zusatzaufgaben
Kleine Spiele mit Wurf- und
Fanggedanken
in kleinen Gruppen und im Klassenverband
z. B: Ball über die Leine, Jägerball, Tigerball, Jeder
gegen Jeden …
Spielfähigkeit
in mannschaftsgebundenen Spielen Spielregeln
verstehen und einhalten, spielerische Funktion
begreifen, Teamgeist und Fairness zeigen, Umgang mit
Sieg und Niederlage
ausgewählte Orientierungswerte:
-
Werfen und Fangen mit einem Partner oder an die Wand, mindestens 10
Zuspiele
-
Prellen des Balles mit der linken und rechten Hand, jeweils 10 mal
-
Dribbling einhändig mit Umkehrung über eine ca. 10 m lange Strecke

4
Lernbereich Turnerische Übungen
Körper- und
Bewegungserfahrungen
Erläuterungen
Hindernisturnen
-
Gehen, Laufen, Kriechen
- Springen
- Balancieren
- Klettern
durch ein Gerät hindurch, über ein Gerät hinweg, unter
einem Gerät durch, um das Gerät herum
auf ein Gerät, von einem Gerät, Elemente wie
Drehsprunghocke über die Bank, den Hocker, den
niedrigen Kasten, …
über Geräte mit unterschiedlichen Breiten und ggf.
Höhen
auf Geräte, über ein Gerät, von einem Gerät hinab
Schaukeln, Hangeln, Stützeln
Turnen an verschiedenen Geräten
Boden:
- Wälzrolle
-
Rolle vorwärts und Rolle
rückwärts
- Verbindungselemente
Reck:
- Stützübungen
- Kniehänge
- Hocksturzhang
- Hüfthang
Kasten:
- beidbeiniger Absprung
- Aufknien
- Aufhocken
- Mutsprung
- Absprünge vom Kasten
- Drehsprunghocke
rollen über die Längsachse mit Körperspannung
aus verschiedenen Ausgangstellungen in
verschiedene Endstellungen
Nachstellschritt, Wechselsprung, Scher-,
Galoppsprung, Strecksprünge mit und ohne Drehung,
verschiedene Drehungen
ein- und beidbeinig
Kniehang mit Lösen der Hände, Hände bodenwärts
gebeugte Hüfte auf der Reckstange, Arme und Beine
hängen bodenwärts
nach kurzem Anlauf vom Sprungbrett
Sprungkombinationen mit Hockern, Sprungbrettern
Landung auf dem Kasten mit beiden Knien und
Abgang
Landung auf dem Kasten in gehockter Stellung und
Abgang
vom Sprunghocker oder Kasten aus dem Kniestand in
den Stand
mit unterschiedlichen Bewegungsaufgaben
am hüfthohen Kasten nach schnellem aber kurzem
Anlauf mit beidbeinigem Absprung, Stützen beim
Sprung

5
Körper- und
Bewegungserfahrungen
(Fortsetzung)
Erläuterungen
Schwebekante / Turnen auf der
umgedrehten Turnbank
- Kniewaage
- Drehungen
- Schrittarten
Einnehmen und Verlassen der Haltung ohne
Niedergang von der Schwebekante, Streckung bis 5
Sekunden halten
aus der Schrittstellung im Stand und in der Hocke
Geh-, Spreiz,- Nachstell-, Schöpfschritt, …
ausgewählte Orientierungswerte:
-
Klettern an der Stange bis zu einer Höhe von 2 – 3 m
-
Klimmziehen im Schrägliegehang, mindestens 15 Wiederholungen
-
Liegestütz bzw. verkürzter Liegestütz mit Auflegen der Knie - mindestens 15
Wiederholungen
-
Turnen von Einzelelementen und von kurzen Übungsverbindungen an den
Geräten

6
Lernbereich Gymnastisch - tänzerische Übungen
Körper- und
Bewegungserfahrungen
Erläuterungen
Gehen, Laufen, Springen und
Hüpfen nach rhythmischer
Vorgabe
mit und ohne Musik unter variabler Raumnutzung,
vorwärts, rückwärts und seitwärts
Gehen in Variationen
auf dem Ballen, auf der Ferse, …
verschiedene Schrittarten
ohne und mit rhythmischer Vorgabe,
Nachstellschritte - links und rechts seitwärts sowie
vorwärts
Nachstellsprungschritte - links und rechts seitwärts
sowie vorwärts
Hopserlauf
Sprünge als Schluss-, Einbein-
und Hockstrecksprünge
Rhythmen akustisch und
motorisch wiedergeben
Klatschen, Stampfen, Hüpfen,…
Verwenden von verschiedenen
Handgeräten
- Ball
- Reifen
- Seil
-
Tücher oder Bänder
rollen und prellen am Platz, in der Bewegung,
hochwerfen und fangen, …
Einzel – und Partnerarbeit, Anbahnen der Synchronität
treiben, führen, schwingen, um Körperteile kreisen
lassen, Sprünge am und mit dem Reifen, Einzel – und
Partnerarbeit, Anbahnen der Synchronität
Sprünge mit und ohne Zwischenfederung,
Einbeinsprünge, Sprünge über das liegende Seil,
Schwünge mit dem Seil
Einzel – und Partnerarbeit, Anbahnen der Synchronität
verschiedene Schwünge ein- und beidhändig vor,
neben oder über dem Körper …
Einzel – und Partnerarbeit, Anbahnen der Synchronität
ausgewählte Orientierungswerte:
-
Seildurchschläge, mindestens 20 Wiederholungen ohne Pause
-
„Hampelmann“, mindestens 10 Wiederholungen ohne Pause
-
Nachtanzen bzw. Gestaltung eines Bewegungs- und Tanzliedes
-
Verschiedene Sprünge und Sprungfolgen am Ort und im Raum