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Aktualisierte Umwelterklärung 2020

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Inhalt
1.
Vorwort
3
2.
Unsere Umweltleistung
4
2.1 Maßnahmen
4
A Erweiterung der gerätetechnischen Ausrüstung zur Datenerhebung
4
B Erweiterung der Technik zur Datenbearbeitung und -übertragung
7
C Einführung neuer Methoden und Optimierung bestehender Methoden
10
D Optimierung des Arbeitsmitteleinsatzes / Ressourcenschonung
14
2.2 Kennzahlen
17
K Datenverfügbarkeit
17
K Berichterstattung
20
K Weitere
20
3.
Termin für die nächste Umwelterklärung
21
4.
Gültigkeitserklärung
22

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Umwelterklärung 2020
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1.
Vorwort
Mit dieser Umwelterklärung werfen wir ei-
nen Blick auf die Herausforderungen des
vergangenen Jahres und informieren Sie
über die aktuelle Entwicklung unserer Um-
weltleistung. Nachdem in den vergange-
nen Jahren durch die Erstellung unseres
Betriebskonzeptes und die Aktualisierung
der damit verbundenen Fachaufsichtspa-
piere eine stabile Basis für unsere Arbeit
gelegt wurde, war das Jahr 2019 durch die
beginnende Umsetzung dieser Papiere ge-
prägt. Die nachstehend beschriebenen Ak-
tivitäten stehen exemplarisch für unsere
diesbezüglichen Aufgaben.
Am Standort in Radebeul-Wahnsdorf fan-
den meteorologische Vergleichsmessun-
gen mit dem Deutschen Wetterdienst statt.
Es wurde geprüft, ob die meteorologischen
Messungen an den sächsischen Luftgüte-
messstationen auch für die Beurteilung
des Stadtklimas in sächsischen Städten
verwendet werden können. Von Seiten der
BfUL wurden hier mehrere meteorologi-
sche Größen parallel sowohl in Höhe des
Containerdaches als auch in Höhe der
Messstelle des Deutschen Wetterdienstes
im Gelände erfasst. Zusammengefasst
wurde festgestellt, dass meteorologische
Stationen des Luftmessnetzes für die Be-
urteilung des Stadtklimas genutzt werden
können.
Die Länder Berlin, Brandenburg und Sach-
sen arbeiten bei der Bewirtschaftung der
Flussgebiete Spree und Schwarze Elster
eng zusammen. Aufgrund der Trockenheit
und des niedrigen Dargebots in 2018 und
2019 hatte eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe
Spree/Schwarze Elster die außergewöhnli-
che Situation näher untersucht und bewer-
tet. In ihrem Auftrag wurde im Juli 2019
eine Messkampagne an der Spree und im
Spreewald unter Mitwirkung der BfUL mit
zwei Messteams initiiert. Ziel war es, die
Aufteilung der Durchflüsse im stark ver-
zweigten und regulierten Gewässersystem
des Spreewalds zu analysieren, um daraus
Schlüsse für die Bewirtschaftung ziehen zu
können.
2019 erfolgte in Nossen die Installation des
neuen Systems der kontinuierlichen Fließ-
analyse (CFA) zur Bestimmung von Cya-
nid und Phenol. Durch die Ausstattung des
Cyanidmoduls mit einer Lichtleiterküvette
konnte die Empfindlichkeit der Messung
deutlich verbessert und damit die Bestim-
mungsgrenze um ein Drittel auf 0,002 mg/l
gesenkt werden.
Das Jahr 2019 war in der Radonberatung
wie im Jahr 2018 durch ein deutlich gestie-
genes Interesse am Thema gekennzeich-
net. Darüber hinaus gab es wieder eine
umfangreiche Referententätigkeit z. B. bei
der Ausbildung von Radonfachpersonen,
beim Sächsischen Radontag oder in der
Fortbildungsstätte Reinhardtsgrimma so-
wie ein starkes Medieninteresse. Auch die
Messprogramme wurden weiterentwickelt.
Neben der Weiterführung des im Sommer
2015 begonnenen Messprogrammes zu
Radon in Schulen wurden Messpro-
gramme an Arbeitsplätzen von BfUL, Lan-
destalsperrenverwaltung,
Sachsenforst
und LfULG und das Messprogramm „Ra-
don in Gebäuden über unterirdischen
Hohlräumen“ weitergeführt.
Die Ziele und Maßnahmen für 2020 wur-
den vor den pandemiebedingten Ein-
schränkungen aufgestellt und stehen unter
dem Vorbehalt der Umsetzung des betrieb-
lichen Pandemieplanes. Dieser gilt bis auf
Weiteres und schränkte den Dienstbetrieb
vom 20. März bis zum 15. Mai erheblich
ein, um die im Zusammenhang mit Corona
geltenden rechtlichen Vorgaben zu erfül-
len. Vorrang hat die Aufrechterhaltung des
Kernbetriebs und damit unmittelbar die Er-
reichung der Kennzahlen.
Dr. Mathias Böttger
Geschäftsführer

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Umwelterklärung 2020
4 |
2. Unsere Umweltleistung
Die in der Umwelterklärung 2018 beschrie-
benen Umweltaspekte haben Gültigkeit. Die
positive Entwicklung der damit verbundenen
Auswirkungen ist in der Umsetzung der Ein-
zelzielstellungen und Kennzahlen ablesbar.
Die Darstellung der Umweltleistung erfolgt
aus Platzgründen mindestens für das aktu-
elle Abrechnungsjahr, das Vorjahr und das
der Einführung bzw. der ersten Darstellung
innerhalb der Umwelterklärung.
Die Gestaltung des Textes wurde so geän-
dert, dass die Umwelterklärung barrierefrei
lesbar ist. Das heißt: der linken Spalte folgt
konsequent die rechte Spalte.
Die Bewertung der Zielstellungen für 2019
wird durch die Symbole angezeigt:
= erfüllt,
= nicht erfüllt,
= nicht erfüllt, Ursache dafür ist extern,
zusätzlich = über Plan, Chance genutzt.
2.1
Maßnahmen
A
Erweiterung der gerätetechnischen
Ausrüstung zur Datenerhebung
Erhöhung der Untersuchungskapazität,
d. h. mehr Parameter und mehr Daten/
Parameter; Verbesserung der Zuver-
lässigkeit und der Genauigkeit der Da-
ten
Im Immissionsschutz
funktionsfähiges Luftmessnetz
:
Neubau einer mobil nutzbaren Station.
Das alte Modell mit Fahrwerk ist zu groß.
Abb.1: flexibel einsetzbarer Container bei einer Sondermessung.
Aufbau Standort Carlsfeld im März 2020
Ziele für 2020:
Inbetriebnahme am Standort Carlsfeld,
Neubau und Aufstellung am Standort
Liebschützberg als Ersatz für Collm,
Planung zum Ersatz eines mobilen Con-
tainers für
Emission-Messung
.
Erneuerung Meteorologie 2018 bis
2020:
Die Umrüstung auf den neuen einheitlichen
Standard ist zu 98 % erfolgt. Die Arbeiten
werden Anfang 2020 abgeschlossen.
Qualitätssicherung Meteorologie:
Die
Umrüstung der Meteorologie-Vergleichs-
messstationen mit Ultraschallanemometer
und höherwertigen Strahlungsgebern sollte
in 2019 beginnen. Dafür wurden zunächst
nur die Ultraschallanemometer beschafft.
Ziel für 2020:
Der daraus folgende Umbau der Stationen
soll im 2. Quartal fertig werden. Ziel ist, die
messtechnische Rückführung auf das Ni-
veau der im Messnetz eingesetzten höher-
wertigen Geräte zu heben.
Schwebstaub-Bestimmung
: Der Test
eines neuen Messgerätes (APDA 372) auf
Tauglichkeit für den Einsatz in ausgewähl-
ten Messstationen war erfolgreich. Die
Leistungsfähigkeit des Gerätes ist ein-
schätzbar. Die Dimensionierung ist für sehr
kleine Stationen geeignet.
Ziel für 2020:
Die Entscheidung zur Integration dieses
Gerätes wird in 2020 getroffen. Vorteil ist
eine Erweiterung des Untersuchungsspekt-
rums bei geringerem Wartungsaufwand.
Im Emissionsschutz
zusätzliche Anschaffungen
:
Umrüstung des Fotometers
im Referenz-
und Kalibrierlabor auf eine modernere Ver-
sion: Vergleichsmessungen Alt-/Neugerät
wurden erfolgreich durchgeführt und das
neue Gerät in die Routine übernommen. Es
verbessert die Präzision der Messungen.
Ersatz der Gasaufbereitung,
für normge-
rechte Ermittlung der Abgasfeuchte gemäß
DIN EN 1490: Die normgerecht ausge-
führte Gasaufbereitung führt zur Verlänge-
rung der Probenahmezeiten und Vergröße-
rung des Anreicherungsvolumens.

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Umwelterklärung 2020
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Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteoro-
logie
Oberflächenwasser-Pegelbau:
26
Maßnahmen wurden insgesamt betreut,
davon konnten 4 fertiggestellt und 2 neu in
Angriff genommen werden.
Ziel für 2020:
3 Fertigstellungen und
4 Neubeginne.
Abb. 2: Luftbild des neu gebauten Pegels Olbernhau 3
Oberflächenwasser
(
OW)-Pegelaus-
rüstung:
Verbesserung durch:
Elektroanschluss an einem Pegel,
neues Zählgerät zur Durchflussmes-
sung.
Geht in 2020 weiter.
Grundwasser-Messstellenbau zur Über-
wachung der Grundwasser-Körpern:
3 Baumaßnahmen wurden begonnen,
5 der geplanten 12 Maßnahmen wurden
abgeschlossen.
Ziel für 2020:
Bauanträge für 8 Messstellen,
10 Fertigstellungen.
Abb. 3: Einbau der Probenahmetechnik an der Messstelle Gersdorf-
Kaisergrube.
GW-Messstellenausrüstung:
2 Mess-
stellen wurden mit Datenfernübertragung
(DFÜ) ausgestattet.
Ziel für 2020: Datensammler an 5 GWM.
Niederschlagsmessnetz:
Planung und Realisierung einer Station.
Untersuchung und Neufestlegung der
Standorte Reichenberg/OL und Fürsten-
walde.
Ziel für 2020:
Planung, Realisierung 3 neue Standorte.
Intensiv-Bodendauerbeobachtungsflä-
chen (BDF II):
für die Nachrüstung von
Sensoren an bestehenden Messstellen in
Abstimmung mit dem Landesamt für Um-
welt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)
gab es keinen Bedarf. Mit dem Bau des
Prototypen für die Umstellung von 2-wöchi-
ger auf 4-wöchige Probenahme konnte be-
gonnen werden.
Abb. 4: Montage des Prototyps für die automatische Probennahme
an BDF-II-Flächen
Zusätzlich:
Ausstattung der Lysimetersta-
tion Brandis mit einem zusätzlichen Pluvio
zur Erweiterung des Niederschlagstestfel-
des. Mittlerweile werden in Brandis fünf ver-
schiedene Messmethoden mit fünf ver-
schiedenen Messgeräten getestet. 2020
sollen noch weitere Messgeräte hinzukom-
men.
Abb. 5: Niederschlagsmesser Pluvio² L (Firma OTT) auf dem Test-
feld Brandis

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Umwelterklärung 2020
6 |
Im
Landwirtschaftlichen
Untersu-
chungswesen
im Reinheitslabor Saatgut:
Die Neube-
schaffung einer Analysenwaage mit PC
und automatischer Erfassung der Einwaa-
gen effektiviert die Bestimmung des Tau-
sendkorngewichtes sowie Berechnung sta-
tistischer Daten bei einer Mehrfachbestim-
mung (u. a. Mittelwert, Varianz). Bisher er-
folgte die Einzelwert-Erfassung manuell.
landwirtschaftliche Erzeugnisse:
Ziel für 2020:
Beschaffung eines Titrationsautomaten zur
Bestimmung des Säuregehaltes von Äp-
feln. Für das LfULG werden jährlich ca. 500
Apfelproben untersucht. Bisher erfolgt die
Säure-Base-Titration manuell. Dabei wird
der Umschlagspunkt mittels Indikator visu-
ell bestimmt. Mit dem Titrationsautomaten
erfolgt die Bestimmung automatisch. Der
Aufwand wird durch Einsatz eines Automa-
ten mit Probengeber deutlich reduziert. Die
Reproduzierbarkeit für die Bestimmung
wird verbessert, weil der subjektive Bear-
beiter-Einfluss entfällt.
Boden/Düngemittel
Ziel für 2020:
Ersatz des Ultraclave IV zur Erhöhung der
Zuverlässigkeit von Aufschlüssen organi-
schen Materials.
In der Umweltanalytik
Feststoffanalytik:
Beschaffung eines
zweiten Rußanalysators zum Parallelbe-
trieb erfolgte nicht, angesichts unerwartet
hoher Kosten und der erfolgreichen Prob-
lembehebung am vorhandenen Gerät. Die
Anschaffung in 2020/ 2021 wird geprüft.
zusätzliche Anschaffungen
:
Ersatzbeschaffung eines ICP-MS (Mas-
sen-spektrometer mit induktiv gekoppeltem
Plasma) und eines Mikrowellenaufschluss-
systems stellt die Qualität der Metallanaly-
tik und termingerechte Ergebnisübergabe
sicher.
Beschaffung diverser Aufbereitungssys-
teme für die organische Rückstandsanaly-
tik (Rotationsverdampfer, Probenkonzent-
rator Xcel-Vap, Ultraschallbad und Gefrier-
trocknungsanlage)
erweitert die Kapazität
und ermöglicht die Einarbeitung der Dio-
xin/Dibenzofuran-Analytik.
Beschaffung eines zusätzlichen hoch-
sensitiven GC-MS/MS-Systems (Tripel-
quadrupol Massenspektrometer) zur Si-
cherstellung der Qualitätsziele (WRRL,
Watchlisten) für verschiedene Analyten,
wie Pflanzenschutzmittel und Pyrethroide.
Auch mit diesem Gerät wurde die apparati-
ven Voraussetzungen geschaffen, die Dio-
xin/Dibenzofuran-Analytik selbst durchzu-
führen, siehe C Seite 12.
Abb. 6: Gaschromatograph mit Tripelquadrupol Massenspektrome-
ter
Ziele für 2020:
Installation und Einarbeitung eines ICP-
OES-Systems mit erhöhter Robustheit
stellt die Qualität und Probendurchsatz der
Metallanalytik sicher.
Beschaffung eines weiteren GC-MS/MS
zur Absenkung der Bestimmungsgrenze für
weitere Parameter.
Ersatzbeschaffung der Titrationssys-
teme zur Bestimmung der Säure-Base-Ka-
pazität für alle Laborstandorte des FB 53,
soll die Reproduzierbarkeit der Messungen
verbessern und Geräteausfälle reduzieren.
Im Messnetz Naturschutz
Erweiterung des Messnetzes „Fleder-
mausdetektion/Horchboxen“
durch
die
Messstelle in Schmilka wurde wegen bauli-
chen Verzögerungen noch nicht umge-
setzt. Damit soll der Lückenschluss in der
Datenerfassung von Fledermäusen im Elb-
tal gelingen. Ziel für 2020.
zusätzliche Anschaffungen:
Anschaffung von Geräten für molekular-
biologische Methoden (DNA-Extraktion)
und Probenahme als nichtinvasive Erfas-
sungsmethode. Das wird in 2020 fortge-
setzt.

Umwelterklärung 2020
| 7
Anschaffung standardisierter Fangan-
lage für Amphibien und Haselmäuse er-
möglicht vergleichbare Ergebnisse zu Ver-
breitung, Bestand und Bestandsentwick-
lung bei Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Arten.
Gewässergütemessstation Bad Düben:
Im Zusammenhang mit der Trockenheit
musste der Betrieb der Station Bad Düben
längerfristig eingestellt werden. Zur Wie-
derherstellung und langfristigen Sicherung
des Betriebs der Messstation sind umfang-
reiche bauliche Veränderungen des Ent-
nahmebauwerks notwendig. 2019 konnten
mit dem Ingenieurbüro und dem Sächsi-
schen Immobilien- und Baumanagement
als Baudienstleiter zunächst nur Vorberei-
tungen zum Konzept für die Erneuerung
des Entnahmebauwerks getroffen werden.
Ziel für 2020:
Abschluss der Planung und Baustart.
B
Erweiterung der Technik zur Datenbe-
arbeitung und -übertragung
Verbesserung von Arbeitsprozessen;
Verbesserung der Datenzuverlässig-
keit, d. h. Sicherung des Datenflusses,
somit Vermeidung manueller Fehler;
Verbesserung des Datenzugriffs durch
Nutzer
Mobiles Arbeiten
Sichere Nutzung mobiler Geräte durch Ein-
führung eines Enterprise Mobility Manage-
ment/Mobile
Device
Management
(EMM/MDM) in Zusammenarbeit mit allen
Einrichtungen im Geschäftsbereich des
SMEKUL. Mit Stand 31.12.19 wurden 3
Testgeräte im EMM/MDM gepflegt.
Fortsetzung in 2020:
Dafür werden Standard- und Fachanwen-
dungen getestet, dann mehrere Geräte in
den Produktiveinsatz überführt. Weiterhin
ist die WLAN-Bereitstellung in den Bera-
tungsräumen geplant mit Beginn in Rade-
beul.
Im Strahlenschutz
Datenbank Umweltradioaktivität:
Erstellung eines Konzeptes für den Nach-
folger der aktuellen Datenbank Umweltradi-
oaktivität in Sachsen (DURAS). Eine neue
Version soll die Abläufe im Labor vereinfa-
chen und durch den Wegfall von Auswerte-
bögen Papier sparen helfen. Dabei wird die
Zuordnung der Adressinformation zu Pro-
benentnahmestellen für Aufgabengebiet
„Aufsichtliche Kontrollmessungen“ berück-
sichtigt. Die aktuelle Software ist seit fast
20 Jahren im Einsatz. Ziel für 2020.
Umstellung der Datenlieferung vom be-
stehenden IMIS 2 auf die Erfordernisse der
neuen webgestützen Version von IMIS 3
verlief ohne Probleme. Der Parallelbetrieb
erforderte einige Änderungen im Proben-
übermittlungsablauf. IMIS 3 vereinfacht
nun die Abläufe.
IMIS=Integriertes Mess- und Informationssys-
tem zur Überwachung der Radioaktivität in
Deutschland.
Im Immissionsschutz
Datenbankenumstellung:
Aktualisierung
ADVIs-Bedienoberflä-
che;
Aktualisierung Wartungstool auf web-
Oberfläche.
Zur Automatisierung der Standortcha-
rakteristika wurden Struktur und Erweite-
rungsmöglichkeiten mit dem LfULG abge-
stimmt. Ziel bis einschließlich 2021 mit ex-
terner Unterstützung.
Erprobung einer Erweiterung der Abfra-
gemöglichkeiten über TCP/IP–MSR zur Er-
neuerung
der
Messnetzkommunikation
zwischen der Zentrale in Radebeul und den
Stationsrechnern im Messnetz, u.a. mit di-
rekter IP-Kommunikation. Der Abschluss
der softwareseitigen Anpassung in der
Messnetzzentrale ist erfolgt. Es wurde zu-
nächst ein Teil der Stationen angebunden.
Ziel für 2020: Anbindung aller Stationen,
Software zur Rooter-Überwachung.
Zusätzlich:
Ein Softwareupdate der Gas-
chromatographen konkretisiert die Aus-
gabe von Statusmeldungen, führt zur Effek-
tivitätssteigerung im Messnetz und sichert
die Datenverfügbarkeit der BTX-Überwa-
chung von BTX.

Umwelterklärung 2020
8 |
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteoro-
logie
Datenbearbeitung Oberflächen-/Grund-
wasser:
Umstellung der WISKI Datenbank auf die
Version 7 verzögert sich wegen knapper
personeller Ressourcen.
Ziel für 2020: Beauftragung und Migration.
Die Umstellung bringt ein verbessertes Da-
tenhandling und damit eine schnellere Be-
reitstellung der von der Fachaufsicht benö-
tigten Daten mit sich.
WISKI=Wasserwirtschaftliches
Informations-
system der Firma Kisters
Umrüstung auf Grundlage des Realisie-
rungskonzeptes „Zukünftige Datenübertra-
gungslösung im GB 3“ auf IP-DFÜ erfolgte
abschließend für 98 GWM und 1 Ombro-
meter. Damit wurden seit 2016 insgesamt
91 Pegel, 218 GWM, 34 AMN, 28 Ombro-
meter, 1 BDF II umgerüstet.
Es handelt sich hierbei um eine grundle-
gende technische Neuausrichtung des Da-
tenabrufes bzw. der Datenanbindung an
das Landeshochwasserzentrum im LfULG.
Datenbank (DB) für GW-Daten: durch Im-
plementieren von Funktionen in zwei beste-
hende Datenbanken, WinSTYX 4.0 des
LfULG und Messstellen- und Beobachter-
DB des GB 3, können nun alle erforderlich
GW-Daten in Datenbanken geführt werden.
Ziel für 2020: Umstellung der Messstellen-
und Beobachter-DB auf neue Access 2010
Version; Implementierung von Erweite-
rungsmodulen zur Absicherung der Daten-
sicherheit und des Datenschutzes.
Im
Landwirtschaftlichen
Untersu-
chungswesen
Futtermittel
: Update der Datenauswer-
tungssoftware Lab-Solution, die bei der Be-
stimmung von Futtermittelzusatzstoffen
eingesetzt wird, verbessert die Zuverlässig-
keit der Steuerung der HPLC-Systeme zur
Bestimmung von Zusatz- und unerwünsch-
ten Stoffen und führt zu Zeit- Einsparungen
bei der Probenmessung mit HPLC.
(HPLC=Hochdruckflüssigkeitschromatograph)
Saatgut:
Neubeschaffung einer Ober-
schalenwaage in der Probenannahme er-
möglicht die vollständige Trennung der Pro-
benteilung von ungebeizten und gebeizten
Saatgutproben. Damit wird die Kontamina-
tion von Beize aus gebeizten in ungebeizte
Proben verhindert. Alle Arbeitsschritte im
Untersuchungsprozess erfolgen somit ge-
trennt. Das sichert das Untersuchungser-
gebnis und verbessert den Arbeitsschutz.
Zusätzliche
Anschaffungen in der Phyto-
pathologie ermöglichen eine effektivere
und genauere Probenbearbeitung
.
Programm zur Sequenzanalyse
Digitale Mehrkanalpipette
Neue Lichtquelle für Mikroskop
Neue Kühlzentrifuge;
Ziel in 2020:
Etablierung
des
Sequenzanalyse-Pro-
gramms (Geneious), zur Senkung mögli-
cher Analysefehler und damit Optimierung
der Analyse.
In der Umweltanalytik
LIMS:
Die Umstellung auf das neue LIMS
war zum Januar 2020 geplant, wurde auf-
grund der großen Anzahl von Fehlermel-
dungen nochmals verschoben, damit wird
auch die zeitgleiche Umstellung zu Beginn
des neuen Messjahres vermieden. Ziel in
2020.
(LIMS=Laborinformations- und Management-
system)
Bio-Datenbank
: Für die Anpassung der
DB für die Umstellung der Bewertung der
WRRL-Verfahren auf Online-Tools sind
erste Test erfolgt, eine kontinuierliche Ar-
beit ist noch nicht möglich. Ziel für 2020.
Gewässerökologie
: Für die Umrüstung
der Mikroskopkameras und der dazu gehö-
rigen Software zur Herstellung der Kompa-
tibilität mit Windows 10 erfolgten umfang-
reiche Recherchen in Vorbereitung der
Ausschreibung. Ziel für 2020.
Gewässergüteüberwachung
: Optimie-
rung der ENMO-Datenbank zur Datenhal-
tung, Verwaltung und Auswertung von DI-
VER-Daten und Profiler-Daten ist erfolgt.
(ENMO=Environmental Monitoring /=Umwelt-
beobachtung)
Ziel für 2020:
Standgewässerdaten:
Einrichtung eines
Sharepoints zum Datenaustausch zwi-
schen BfUL und LfULG für Standgewässer.

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Umwelterklärung 2020
| 9
Probennahme:
Anpassungen/Optimie-
rungen des elektronischen Protokolls für
die Fließ- und die Standgewässerprobe-
nahme zur Vermeidung von Datenbrüchen
und Erhöhung der Datensicherheit wurden
durchgeführt und werden zur Dauerauf-
gabe.
Projekt Vinzenzgraben
: Der Einsatz von
Datenloggern zur Überwachung von Einträ-
gen in Fließgewässern mit dem Ziel der Er-
fassung von sporadischen Einleitungen
aus Betrieben ist erfolgt und wird ab 2020
im laufenden Betrieb fortgesetzt.
2019 konnten die Arbeiten für das Projekt
„Braune Spree“ aufgenommen werden, in
dem zusätzliche chemisch-physikalische
Untersuchungen an den bergbaubeein-
flussten Fließgewässern in der sächsi-
schen Lausitz durchgeführt werden. Zu die-
sen Fließgewässern zählen die Spree, die
Kleine Spree, die Struga und der Vincenz-
graben/Schwarze Elster. Durch den Berg-
bau wurden u. a. Eisensulfide des Unter-
grundgesteins freigelegt, die mit Sauerstoff
und Wasser reagieren. Als Reaktionspro-
dukte werden Eisen-, Sulfat- und Hydroni-
umionen freigesetzt. Die freigesetzten Ei-
sen(II)-Ionen können beim Eintritt in neut-
rale Gewässer weiter zu Eisen(III) reagie-
ren und als Eisenhydroxid ausfallen. Um
genauere Aussagen zu zeitlichen Verläu-
fen bergbaubedingter Einträge in Fließge-
wässer machen zu können, werden soge-
nannte Datenlogger genutzt.
Abb. 8: Eisenverkrusteter Datenlogger
Im Naturschutzmonitoring
Messnetz „Fledermausdetektion /
Horchboxen“
: Die Testung der automati-
sierten Datenübertragung von Fledermaus-
horchboxen in das PC-Netz wurde zurück-
gestellt, da die Testanlage in Schmilka we-
gen der unzureichende bauliche Voraus-
setzungen noch nicht installiert werden
konnte. Vorteile sind: kein Auslesen der
Daten vor Ort; schnellere Datenverfügbar-
keit, höhere Datensicherheit. Ziel für 2020.
Fernerkundung
: Der Arbeitsplatz wurde
eingerichtet und die Testung von Verfahren
hat begonnen. Damit wird die Satelliten-
fernerkundung für spezielle Fragestellun-
gen im FFH-Monitoring nutzbar gemacht.
Abb. 7: Sentinel-2-Aufnahme eines Ausschnitts der Königsbrücker
Heide vom 25.09.2018 (links) und das Ergebnis einer automatisier-
ten Landbedeckungsklassifikation für selbiges Gebiet (rechts)
Das Monitoring von Schutzgütern in unzu-
gänglichem Gelände stellt eine große Her-
ausforderung für die terrestrische Kartie-
rung dar. Auch die Bewertung von Bede-
ckungsanteilen ist oft schwer objektiv ein-
zuschätzen. Hier setzt das Potenzial der
kostenfrei zur Verfügung stehenden Satel-
litendaten der Sentinel-Mission von Coper-
nicus an. Sie ermöglichen kontinuierliche
und flächendeckende Beobachtungen, fül-
len damit die Lücken zwischen punktuellen
Vor-Ort-Aufnahmen und liefern eine Grund-
lage für quantitative Gebietsbeschreibun-
gen. Wo räumlich höchstauflösende Auf-
nahmen nötig sind, können Drohnen einge-
setzt werden.
Im nächsten Schritt sollen routinefähige
Methoden für ausgewählte Anwendungs-
fälle in die Kartierarbeit eingebunden wer-
den – beispielsweise bei der Zustandsbe-
wertung von Heide-Lebensraumtypen. Da-
mit wurde bereits 2019 begonnen. Mit Hilfe
der klassifizierten Satellitendaten lassen
sich die Heide-Lebensräume sehr gut
quantitativ und mit gewissen Abstufungen
auch qualitativ darstellen. Damit ist eine
Basis vorhanden, um künftig sehr schnell
und kostengünstig durch den Vergleich mit
neueren Satellitendaten Hinweise über
maßgebliche Änderungen der Zustände
von Heide-Lebensräumen zu erhalten.

Umwelterklärung 2020
10 |
C
Einführung neuer Methoden und
Optimierung bestehender Methoden
Erweiterung Untersuchungsspektrum,
d. h. bessere Kapazitätsauslastung
und qualitätsgerechte Ermittlung neuer
Daten; Verbesserung von Arbeitspro-
zessen
für die gesamte BfUL
Ziel 2020: Umstellung der Akkreditierung
als Prüflabor auf die neue DIN EN ISO/IEC
17025:2018. Dafür sind zahlreiche Anfor-
derungen umzusetzen, u.a. an die Risiko-
bewertung.
Bestätigung KOEK V durch das SMUL
mit neuer Bezeichnung „Betriebskonzept“.
Rechtskonforme und sichere Akten-
führung
durch Einführung einer Registra-
tur ab 2019 und einer elektronische Vor-
gangsbearbeitung 2019 bis zunächst ein-
schließlich 2020.
Zusätzlich
: der Pro-
zess für Zugang/ Versetzung/Abgang
von Mitarbeitern wurde überarbeitet.
IT
Aktualisierung Serverstruktur
2018 bis
2021: 90 % der Altserver konnten auf die
neue Umgebung migriert werden. Die damit
erreichte Reduzierung des Energiever-
brauchs wird auf Grundlage der überwach-
ten USV-Auslastung mit etwa 75 % berech-
net. Die alte Struktur benötigte 10,4 kW, der
Verbrauch für neue ist mit 2,4 kW berech-
net.
Ziel für 2020: letzte Server in Radebeul und
Nossen abschalten und Aufgabe auf Clus-
ter konsolidieren. Ziel für 2021: Neuer Ser-
ver für den Neubau Brandis.
(USV=unterbrechungsfreie Stromversorgung)
Aktualisierung der Backup-Infrastruk-
tur
Die neue Struktur der Datensicherung
wurde in Betrieb genommen und läuft pro-
duktiv. Hinzugefügt wurden Lizenzen für
die Sicherung von Messgeräte-PCs und Ar-
beitsstationen. Somit werden nun neben
Serversystemen auch kritische Clientsys-
teme gesichert.
Ziel für 2020-2021: Weiterführung durch
neue Bandlaufwerke zur Medientrennung.
Erarbeitung eines Datensicherungs-
konzeptes:
Konzept wird im Zuge der be-
schriebenen Arbeit am Backup-System er-
neuert.
Ziel für 2020: Anpassung an die Anforde-
rungen des IT-Grundschutzes.
Ziele für 2020:
Weitere Umstellung
auf MS Office 2016, wurde 2019 getes-
tet und soll 2020 abgeschlossen werden.
Alle neuen Terminalserver werden bereits
damit aufgebaut.
auf MS Windows 10, neue PCs und Lap-
tops werden nur noch mit Windows 10 aus-
geliefert. Umstellung von vorhandenen
Rechnern nur bei Bedarf geplant.
Schnellstmögliche Wiederherstellung
von Serviceleistungen
mit dauerhaften
und dokumentierten Problemlösung durch
Aufbau eines Managements für erkannte
Störungen (IM) und für Störungen mit un-
bekannten Ursachen (PM) und deren Be-
hebung. Derzeit werden Vorfälle und Prob-
leme in Excel dokumentiert. Das Ticketsys-
tem, dass dies künftig leisten soll, wurde
ausgewählt und getestet.
Ziel für 2020: volle Funktionsfähigkeit durch
Nutzung der Inventarisierungsdatenbank in
das Ticketsystem.
IT-seitige Betreuung
Umstellung von
analog/ISDN/DSL-alt auf neue All-IP
-Pro-
dukte zur Absicherung der Datenübertra-
gung aus allen Messnetzen der BfUL. Im
Vorjahr wurden 150 Anschlüsse umgestellt
und in 2019 ein Anteil von 85% erreicht.
Ziel für 2020: Verbleibende Anschlüsse sol-
len bis zum 30. Juni 2020 umgestellt wer-
den.
Beteiligung am Projekt des SMEKUL
neue Intranetplattform“
2019 bis 2020
zur besseren Zusammenarbeit im Ge-
schäftsbereich des SMEKUL. Ziel für 2020:
Teilnahme an Info-Veranstaltungen und
Einführung der neuen Intranetplattform in
der BfUL.
Im Strahlenschutz
Untersuchungen zur Anwendbarkeit der
Alphaspektrometrie auf Lebens- und Fut-
termittel konnte auch in 2019 nicht bearbei-
tet werden. Ziel für 2020.

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Umwelterklärung 2020
| 11
LCS zur Bestimmung der Gesamt-
Alpha-Konzentration:
Die Erprobung des
Verfahrens war erfolgreich, es sind deutlich
niedrigere Nachweisgrenzen möglich. In
2020
erfolgt
die
Umstellung
des
Verfahrens.
(LSC=Flüssig-Szintillationszähler)
Radonberatung:
Entsprechend der ge-
ringen Resonanz in Bad Schlema wird die
Beratungsstelle nicht mehr regelmäßig be-
setzt. Der Bedarf insgesamt ist aber deut-
lich gestiegen. Neben der Erreichbarkeit
per Telefon/E-Mail wurden in vier Städten
an fünf Terminen „Mobile Radonberatun-
gen“ angeboten mit einer Resonanzbreite
von 7 Beratungen bis zu über 100 Besu-
chern. Diese Vor-Ort-Präsenz soll auch im
Jahr 2020 weiter fortgeführt werden.
Abb.9: mobile Radonberatung in Freital
Im Immissionsschutz
Qualitätssicherung Probenahme:
Er-
tüchtigung einer Prüfmethode zur Bestim-
mung des Wirkungsgrades der Proben-
ahme-Einrichtung wird aus Kapazitätsgrün-
den erneut verschoben. Ziel für 2020.
Im Emissionsschutz
Qualitätssicherung
Emissionsmes-
sung
: Gasmischstation für die flexible Her-
stellung verschiedener Gasgemische zur
Feststellung von Querempfindlichkeiten.
Bisher sind weder Befeuchtung noch belie-
bige Mischung möglich. Anschaffung er-
folgte im 3. Quartal, Die Evaluierung ist
noch nicht abgeschlossen. Erste Tests wa-
ren
erfolgreich,
der
Vergleich
tro-
cken/feucht ist möglich, verschiedene Mi-
schungsverhältnisse für SO2 und Kontrolle
mit kontinuierlichem Messgerät und Refe-
renzverfahren wurden erprobt.
Ziel für 2020: Absicherung der Messdaten
durch Vorversuche mit synthetisch herge-
stellten Gasmischungen und Erkennen von
Querempfindlichkeiten.
Ziel für 2020: Nutzung der Software OPUS
zur qualitativen Gasanalytik, zunächst Stu-
dium der Software, dann Anwendungs-
tests.
Emissionsmessung
: Evaluierung des
eignungs-geprüften Gerätes PGM-350 für
O2, NO, NO2, SO2, CO und CO2 und Auf-
nahme in die Routinemessungen. Das Ge-
rät wurde erfolgreich im Ringversuch an der
ESA im November 2019 eingesetzt. Ergeb-
nis der Evaluierung: ungeeignet für SO2.
Zusätzlich
: Die neu entwickelte Messme-
thode zur diskontinuierlichen SO2- Bestim-
mung hat beim Ringversuch an der ESA
(Emissions-Simulations-Anlage)
erfolg-
reich bestanden.
Ziel für 2020: Erstellung der Arbeitsanwei-
sung, Ziel bis 2023 Erweiterung der Akkre-
ditierung und Aufnahme in die Akkreditie-
rungsurkunde.
Abb. 10: Ringversuch zum Staub an der ESA des Hessischen Lan-
desamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie in Kassel
FTIR-Verfahren
Etablierung einer Prüf-
methode zur kontinuierlichen Messung von
Gas (z.B. Ammoniak, Kohlendioxid) mittels
FTIR-Verfahren: Die Validierung der Me-
thode ist erfolgt, Vergleichsmessungen mit
einem zweiten Messgerät und Referenz-
verfahren wurden durchgeführt und ausge-
wertet, die Arbeitsanweisung wird erstellt.
FTIR=Fourier-Transform-Infrarotspektrometer.

Umwelterklärung 2020
12 |
Stickstoffdioxid-Messung
: Evaluierung
des NO2-Direktmessgerätes an ausge-
wählten Standorten im Luftmessnetz. Ver-
gleichsmessungen haben begonnen, Stu-
fenprogramm wird 2020 abgeschlossen.
Nach Abschluss der Evaluierung soll das
Gerät im Referenz- und Kalibrierlabor ein-
gesetzt werden.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteoro-
logie
Überprüfung von Messnetzen:
Untersuchungen zum Stickstoffgehalt
und Pflanzenschutzmittel (PSM) in Bö-
den:
wurden fortgesetzt (Erläuterung siehe
Umwelterklärung 2018.). Es erfolgte eine
ganzjährige Beprobung auf Sticksoff und
PSM, Auswertungen zum Stickstoff sind
bereits erfolgt
Zusätzlich
: Isotopenuntersuchungen;
Ziel für 2020: Fortsetzung der Probenahme
und Beginn der Auswertung; Fortsetzung
der Isotopenuntersuchungen.
OW-Messungen bei Hochwasser
: Das
Radarmessgerät konnte im fünften Jahr in
Folge, wegen vorherrschendem Niedrig-
wasser nicht getestet werden. Ziel für 2020.
Bei Eignung ist die Beschaffung für den
Einsatz in anderen Fachbereichen des GB
3 vorgesehen.
Zu den Isotopenuntersuchungen:
Mittels der Untersuchung der stabilen Iso-
tope 15N und 18O können wertvolle Infor-
mationen für die Bewertung der Wasser-
und Stoffflüsse in den Lysimetern und Er-
kenntnisse über die Herkunft des Nitrats im
Sickerwasser geliefert werden. Lassen sich
spezifische Isotopensignaturen der potenti-
ellen Quellen eines Stoffes identifizieren,
kann aufgrund eines beobachteten Verhält-
nisses im Analyseprodukt auf dessen Ur-
sprung zurückgeschlossen werden. Mit die-
sen Untersuchungen können auch die Um-
setzungsprozesse des Stickstoffs in den
„roten Gebieten“ (Region mit starker
Grundwasserbelastung) und verschiedene
Düngungsvarianten bewertet werden.
Im Niederschlagsmessnetz
Ziel für 2020: Umrüstung der Generation
Pluvio 1 auf die neue Generation Pluvio² an
5 Messstellen in 2020.
Im
Landwirtschaftlichen
Untersu-
chungswesen
Pflanzen, NIRS
: (Nahinfrarot-Spektrosko-
pie)
:
Nach Vorliegen von entsprechendem
Datenmaterial wird die NIRS zur Analyse
von pflanzlichen Materialien auf organische
Inhaltsstoffe angewendet.
Fortsetzung in 2020, soweit es die Vorga-
ben
des Auftraggebers zulassen.
GVO-Analytik
: Erweiterung des Unter-
suchungsspektrums für den Nachweis und
die Quantifizierung von gentechnischen
Veränderungen in Futtermitteln und Saat-
gut wurde nach Anforderungen kontinuier-
lich umgesetzt. 2019 kamen insgesamt 49
Saatgutproben der Fruchtarten Mais (42
Proben), Raps (5) und Soja (2) zur Unter-
suchung. Fortsetzung in 2020 nach Anfor-
derungen bzw. Bedarf.
Optimierung
der
molekularbiologi-
schen Methoden:
v. a. in den Arbeitsgrup-
pen Zoologie und Mykologie (Barcoding,
Sequenzierung, Real-Time PCR) durch
Etablierung der Extraktionsmethode und
Bestimmung des Kartoffelkrebs (Synchy-
trium endobioticum). Dazu wurde ein neues
Nass-Siebverfahren etabliert und neue
Mikroskoptechnik zum Vermessen und
Auswerten erworben.
In der Umweltanalytik
Feststoff-Analytik:
Die PFT-Analytik im Sediment wurde um
weitere Einzelstoffe erweitert.
Ziele für 2020:
Optimierung und Zusammenfassung
der Analysenmethoden für Alkylphenole,
PSM und Pyrethroide zu einer Multime-
thode. Damit wurde die Analysenkapazität
für diese Parametergruppen verdreifacht.
Es entstehen wesentlich weniger Aufwand
und geringerer Reagenzienverbrauch so-
wie eine bessere Bestimmungsgrenze bei
den Pyrethroiden.
Pyrethroide sind synthetische Insektizide,
die gegen fast alle Insekten wirken.
Einarbeitung der Sedimentanalytik auf
Dioxine, Dibenzofurane und dioxinähnliche
PCB mit der Geräteanschaffung unter A,
wie auf Seite 6 beschrieben.

image
Umwelterklärung 2020
| 13
Spezielle Wasseranalytik:
Die Methode
für Perfluorierte Tenside (PFT) wurde um 2
neue Stoffe, die als Ersatzstoffe in der Gal-
vanik-Industrie eingesetzt werden, aber
ebenfalls umweltschädigend sind, erwei-
tert. (neu sind: 1H, 1H, 2H, 2H-Perfluor-1-dode-
canol und 1H, 1H, 2H, 2H-Perfluor-1-decanol).
Die GC/MS-Methode „Pflanzenschutz-
mittel“ wurde auf GC/MS/MS umgesetzt,
zur Erhöhung der Sicherheit der Identifika-
tion und zur Senkung der Bestimmungs-
grenze.
Die GC/MS-Methode „halogenierte
Ether“ wurde ebenfalls auf GC/MS/MS um-
gesetzt, zur Erhöhung der Sicherheit der
Identifikation und zur Senkung der Bestim-
mungsgrenze. Die Grenze wurde vor allem
für die bromierten Ether verringert.
Zusätzlich
:
Erweiterung des Spektrums organischer
Parameter in der Wasseranalytik um 5 Pa-
rameter.
Methodenoptimierung der Analytik von
Metallen im OW zur Verringerung der Be-
stimmungsgrenzen für 27 Elemente.
Ziele für 2020:
Umsetzung der Methoden für PAK (po-
lyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)
und PCB (Polychlorierte Biphenyle) auf GC-
MS/MS zur Sicherstellung der Anforderun-
gen (Umweltqualitätsnormen) nach WRRL,
Aufnahme neuer Stoffe entsprechend
„Watchlist“ in die Routineanalytik.
Gewässergütelabore:
Ausstattung aller IC-Systeme des Fach-
bereiches mit baugleichen Autosamplern
zur Erhöhung der Qualität der Messungen
(Reproduzierbarkeit, Empfindlichkeit) ist er-
folgt. Dadurch sind weniger Wiederho-
lungsmessungen notwendig mit einem, ge-
ringeren Chemikalienverbrauch. Damit sind
stabile Messbedingungen bei allen IC-Sys-
tem gewährleistet, besonders auch für spe-
zielle Messaufgaben wie Moorwasser und
BULK-Depositionswässer.
IC=Ionenaustauschchromatographie, auch
Ionenchromatographie; analytische Me-
thode in der Chemie und Biologie zur Tren-
nung von Stoffen nach ihrer elektrischen
Ladung.
Die Ersatzinvestition des CFA-Moduls
Cyanid/Phenol mit Erweiterung der Cyanid-
methode durch eine Lichtleiterküvette ist
erfolgt. Durch die Erweiterung wurde eine
deutliche Senkung der Bestimmungs-
grenze; wie für die Umweltqualitätsnorm für
Cyanid in der WRRL vorgesehen, erreicht.
Gleichzeitig konnte auch beim Phenolindex
die Bestimmungsgrenze gesenkt werden.
(CFA=kontinuierliche Fließanalyse).
Abb. 11: CFA-System zur Bestimmung von Cyanid und Phenol.
Die Ersatzinvestition Titrator zur Bestim-
mung von pH-Wert/Leitfähigkeit für Proben
der nassen Deposition wurde getätigt. Das
Altgerät ist bereits seit 2007 im Einsatz. Mit
dem neuen Titrator sind die Geräteausfälle
reduziert und die Analytik verbessert, v.a.
bei der Bestimmung des pH-Wertes durch
genauere Dosierung der Stabilisierungsre-
agenzien.
Biologie:
Das Projekt zur Begleitung von Untersu-
chungen der Universität Rostock zu e-DNA
bei Characeen in Seen läuft noch, erste Er-
gebnisse liegen vor. Ziel ist die Erprobung
von Möglichkeiten der Erfassung von Mak-
rophyten ohne Tauchereinsatz. Fortfüh-
rung und Abschluss in 2020.
Ziele ab 2020:
Teilnahme an bundesweitem Projekt zur
Erprobung molekularbiologischer Metho-
den für Makrozoobethos (MZB) und Di-
atomeen, Projekt läuft bis 2022.
Einführung von effektbasierten Metho-
den für wirkungsbasierte Tests in OW-kör-
pern, Erprobungsbeginn erste Verfahren.

Umwelterklärung 2020
14 |
Zusätzlich im Messnetz Naturschutz:
Test molekularbiologischer Methoden für
nichtinvasive Erfassung von FFH-Arten.
Erste Testreihen wurden durchgeführt; die
Bearbeitung von Testmaterial (Fleder-
mäuse) hat begonnen.
Fortsetzung in 2020
Erfassung von Langohrfledermäusen
(Umwelt-DNA/ Kotprobenanalyse);
Kammmolch (Präsenznachweis in aus-
gewählten Gewässern; weitere Anwendun-
gen testen).
Ziel für 2020:
Einführung statistischer Methoden zur Prü-
fung von Arterfassungen im FFH-Monito-
ring der Lebensraumtypen. Das sind Ähn-
lichkeitsanalysen mit Identifikation von
Ausreißern, die auf Fehler hindeuten.
Seenbeprobung:
Qualitätssicherung:
Die Videos zur Be-
stimmung der Sichttiefe wurden erstellt und
damit die Voraussetzungen für methodi-
sche Zusammenarbeit mit anderen Anwen-
dern erfüllt.
Seeplattform auf dem Badesee Hal-
bendorf
Nach der Inbetriebnahme zur au-
tomatischen Erfassung von Chlorophyll-
und Sauerstoffprofilen erfolgten in 2019
weitere Tests zur Verbesserung, die Auf-
nahme der Daten in ENMO-DB und eine
Optimierung von Zugriff/Auswertungen.
Im Naturschutzmonitoring:
Feldversuche zum Einsatz molekularbio-
logischer Methoden im Feinmonitoring Am-
phibien wurden durchgeführt, speziell Test-
verfahren zum Nachweis von Kammmolch.
Fortsetzung in 2020
Zusätzlich:
Zur Anwendung biometrischer Verfahren
beim Monitoring von Amphibien (Kleiner
Wasserfrosch) wurden Testreihen durch-
geführt. In Verbindung mit weiteren mor-
phologischen Merkmalen konnte der kleine
Wasserfrosch auch mittels genetischen
Untersuchungen gut identifiziert werden.
Die Überarbeitung der Kartier- und Be-
wertungsmethoden im FFH-Monitoring der
Lebensraumtypen (LRT) wurde für 14 LRT
Entwürfe fertiggestellt. Fortsetzung in 2020
Zusätzlich:
Einsatz von Drohnen für die Erfassung und
Bewertung von LRT und einzelnen Para-
metern in trittempfindlichen (Moore) oder
gesperrten (Königsbrücker Heide/Muniti-
onsbelastung) Gebieten. Befliegung eines
Erzgebirgsmoores und von Heideflächen in
der Königsbrücker Heide ermöglichte eine
Klassifizierung und erste Auswertung be-
stimmter Strukturparameter.
Methodenentwicklung mit Optimie-
rung des Einsatzes von Tontechnik und
Klangattrappen:
wurde aus Kapazitäts-
gründen zurückgestellt, Fortsetzung in
2020 oder 2021. Es werden davon verbes-
serte Ergebnisse beim SPA Monitoring er-
wartet. Eine abschließende Bewertung ist
erst nach Evaluierung der Methode mög-
lich.
Ziele für 2020
Einführung eines neuen Monitoringmo-
duls „Monitoring seltener Brutvögel“ als
Umsetzung eines neu aufgelegten DDA-
Programmes in Sachsen für die ersten Ar-
ten.
(DDA= Dachverband Deutscher Avifaunisten)
Erweiterung der Meteorologie-Parame-
ter
in
der
Gewässergütemessstation
Schmilka nach Fertigstellung des War-
tungsgangs auf dem Dach.
Probnahme
: Umstellung auf Vor-Ort-
Filtration für Metalle gelöst im Oberflächen-
wasser zur Erhöhung der Normkonformität.
D
Optimierung des Arbeitsmitteleinsatzes
Ressourcenschonung,
Verminderung von Emission und Lärm
Standortbewirtschaftung
: Einrichtung
insektenfreundlicher Außenbereiche:
Umsetzung an bestehenden Standor-
ten, in Radebeul: umgesetzt; in Nossen ist
das Konzept in Arbeit und in Chemnitz wird
die Außenanlage in 2020 vorbereitet; Ziel
2020: Umsetzung für Nossen und Chem-
nitz.
Berücksichtigung bei neuen Planun-
gen.

Umwelterklärung 2020
| 15
Zusätzlich im IT-Bereich
:
Optimierung
Rechnerbereitstellung:
Durch Erstellen von Masterimages und mit
Hilfe neuer Softwareverteilungsdiensten
können jegliche Rechner innerhalb von ca.
10 Minuten vom Lieferzustand in den Pro-
duktivzustand versetzt werden. Zuvor wa-
ren pro System ca. 2 Stunden und manu-
elle Konfigurationen nötig.
Erweiterung der Konferenzdienste: Nut-
zung von Webex für Video- oder Audiokon-
ferenzen, Bildschirmpräsentationen und
gemeinsame Arbeit in Dokumenten. Damit
sind einige Dienstreisen vermeidbar, bspw.
für regelmäßige Beratungen mit Teilneh-
mern verschiedener Standorte, auch mit
Gästen.
Diese Verbesserungen haben auch dazu
geführt, dass sich die Einschränkungen
durch die Corona-Pandemie weniger gra-
vierend auf den Dienstbetrieb ausgewirkt
haben.
Im Immissions- und Strahlenschutz
Konzept für Darstellung von Gefahrstoff-
kennzahlen analog zu GB 4 und GB 5 wird
kapazitätsbedingt verschoben, in 2020 an-
gestrebt.
Im Immissionsschutz
Energieverbrauch der Container wird
ausgewertet und die Möglichkeiten der Re-
duzierung bei Neubauten berücksichtigt, in
2019 an den Standorten Plauen-Süd, Klin-
genthal und Radebeul-Wahnsdorf.
Arbeitsplatzüberprüfung/Lärm: Überprü-
fung und Bewertung der Lärmemissionen in
der Staubwerkstatt durch erste Messungen
des LfULG erfolgt, Bericht und Empfehlung
erteilt.
Absicherung der Arbeitsfähigkeit der
Laborbereiche:
Vorplanungen zum Neu-
bau, da die Einrichtungen für Staubwerk-
statt, RKL, Emissionslabor sowie Elektro-
Werkstatt langfristig nicht den Anforderun-
gen, bzgl. QS (Platz)/AS/BS, Radonproble-
matik genügen. Dafür wurde eine Bedarfs-
begründung zum Ist-Zustand übergeben.
Ziel 2020: Finanzierung absichern.
Zusätzlich
: Verminderung der Emissions-
gefahr durch Prüfgase durch Neuinstalla-
tion der Gasanlage im Emissions- und
BTX-Labor. Die Prüfgas-Flaschen wurden
in den Außenbereich verlagert und eine Ab-
saugung im Werkstattbereich des BTX-La-
bors installiert.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteoro-
logie
Ersatzbeschaffung von 2 Messfahrzeu-
gen, 1 Hybrid für alle Messnetze des FB 31
und 1 Transporter für GW in Chemnitz
zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit und
Senkung Verbrauch, CO2-Emission.
Ziel für 2020:
Beschaffung von zwei Messfahrzeugen für
den Bereich GW/OW in Radebeul.
Im
Landwirtschaftlichen
Untersu-
chungswesen
Analysenbedarf:
wird ab 2019 als
Summe der Parameter pro Jahr geplant.
Vergleichsgrundlage ist die Zahl der in
2018 gemessenen Parameter.
Ist 2018 Plan 2019
IST 2019
Plan 2020
320.370 ca. 320.000 313.107
320.000
Ziel für 2020 und Folgejahre:
PCR
: Zur weiteren Etablierung von Multi-
plex-real-time PCR-Nachweissystemen für
gentechnische Veränderungen wurde 2019
mit der Erarbeitung einer Duplexreal-time
PCR-Methode für den Nachweis der Termi-
natoren T-E9 und T-orf23 begonnen.
Diese Methode wird 2020 in der §28b
GenTG-AG Methodensammlung bespro-
chen, ggf. im Ringversuch validiert, danach
zur Aufnahme in die Amtliche Sammlung
von Untersuchungsverfahren nach §28b
GenTG empfohlen.
Durch Kombination von zwei Nachweissys-
temen in einer Duplex-PCR-Methode wer-
den sowohl PCR-Reagenzien-Mengen als
auch Arbeitsaufwand reduziert.
Pflanzen/Futtermittel:
Die Stickstoffbe-
stimmung nach DUMAS wurde weiter aus-
gebaut und auch 2020 fortgeführt.
Zur Anwendung der Stickstoffbestimmung
nach DUMAS seit 2010:
DUMAS
2010
2011 2012 2013 2014 2015
2016
2017 2018 2019
Anzahl Anwendungen
399
522
822
933
726
928
1.103 1.510 1.830 3150

image
image
image
Umwelterklärung 2020
16 |
In der Umweltanalytik und im Natur-
schutzmonitoring
Gefahrstoffeinsatz:
auf Grundlage der
jährlichen Bestellmenge an Chemikalien ist
für 2019 eine Verringerung der Feststoffe
zu verzeichnen.
2005
2006
2010
2015
2016
2017
2018
2019
Feststoffe in kg
87
79
44
94
57
128
59
28
Flüssigkeiten in l
1.804
1.850
1.449
1.553
1.799
1.411
1.353
1.304
Anzahl Analysen 170.618 198.035 202.978 207.041 203.026 194.300 178.422 171.818
fest in g/Analyse
0,51
0,40
0,22
0,45
0,28
0,66
0,33
0,16
flüssig in ml/Anal.
10,57
9,34
7,14
7,50
8,86
7,26
7,58
7,59
Im
Landwirtschaftlichen
Untersu-
chungswesen
Gefahrstoffeinsatz:
keine signifikante
Änderung.
2010
2011
2012
2015
2016
2017
2018
2019
fest in kg
51
40
19,6
44,7
25,7
28,4
59,8
44,8
flüssig in kg
1.319
1.650
549,2
1.623
1.341
1.331 1.522,6 1.537,9
Parameteranzahl
308.320 283.679 276.379 329.210 332.753 321.415 320.370 313.107
fest in g/Param.
0,17
0,14
0,07
0,14
0,08
0,09
0,19
0,14
flüssig in g/Param.
4,28
5,82
1,99
4,93
4,03
4,14
4,75
4,91
Die Darstellung in einem Diagramm erfolgt
aus Platzgründen, nicht zur Vergleichbarkeit.
.
0
2
4
6
8
10
12
2005
2006
2010
2015
2016
2017
2018
2019
Gefahrstoffeinsatz in den Laboren
fest g/Analyse GB 5
flüssig ml/Analyse GB 5
fest in g/Parameter GB 4
flüssig in g/Parameter GB 4

Umwelterklärung 2020
| 17
2.3
Kennzahlen
K
Kennzahlen zur Datenverfügbarkeit
Messung und Überwachung der defi-
nierten Zielgrößen zur Absicherung
des erforderlichen Datenbestandes
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteoro-
logie
Die Kennzahlen liegen über dem Ziel, au-
ßer der Kennzahl zum Ombrometermess-
netz.
Oberflächenwasser:
Verfügbarkeit der Daten per DFÜ, Zielgröße 97 %.
Gesamt
2006
2012
2013
2017
2018
2019
Pegelanzahl
173
179
187
204
199
198
Ausfalltage
371
113
242
141
145
156
Maximalverfügbark.
63.145 65.335 68.255 74.460 72.635 72.270
Tage mit Daten
62.774 65.222 68.013 74.319 72.490 72.114
Verfügbarkeit in %
99,4
99,8
99,6
99,8
99,8
99,8
Grundwasser:
Verfügbarkeit durch Erfüllung der Probenahme,
Zielgröße 97 %.
Gesamt
2006
2012
2013
2017
2018
2019
beauftragte PN
907
775
743
679
706
687
durchgeführte PN
890
763
736
664
686
674
Erfüllung in %
98,1
98,5
99,1
97,8
97,2
98,1
Grundwasser:
Messnetz „Hochwasser im Grundwasser“,
Verfügbarkeit der Daten per DFÜ, Zielgröße 97 %.
Gesamt
2011
2012
2013
2017
2018
2019
Messstellen
66
115
120
193
194
195
Maximalverfügbark.
24.090 41.975 43.800 69.715 70.810 71.175
Tage mit Daten
23.545 40.647 43.189 69.272 69.445 69.926
Verfügbarkeit in %
97,7
96,8
98,6
99,4
98,1
98,2
Agrarmeteorologisches Messnetz (AMN):
Verfügbarkeit der Daten per DFÜ, Zielgröße 97 %.
Gesamt
2012
2013
2017
2018
2019
Stationen
33
35
34
34
34
Ausfalltage
594
112
37,5
39
30,7
Verfügbarkeit in %
95,1
99,1
99,7
99,7
99,8
Ombrometermessnetz:
Verfügbarkeit der Daten per DFÜ, Zielgröße 95 %.
Gesamt
2013
2017
2018
2019
Stationen
22
22
28
29
Ausfalltage
5
66
93
1.389
Verfügbarkeit in %
99,9
99,3
99,1
86,9

image
image
image
image
Umwelterklärung 2020
18 |
Im Ombrometermessnetz sind bei 4 von 29
Stationen die Messungen fast ganzjährig aus-
gefallen, da keine Ersatzteile für den alten
Pluvio1 verfügbar waren und das neue Mess-
gerät Pluvio2 noch nicht einsetzbar war.
Im Immissionsschutz
Immission:
Alle Kennzahlen wurden erreicht
und bleiben für 2020 bestehen. Die Darstellung
differenziert nach:
Verfügbarkeit von Meteorologiedaten, HVS-
Daten (High Volume Sampler-Daten der täglichen
Staubprobenahme in den Fraktionen PM2,5 und
PM10) und der Temperaturüberwachung. Ziel ist
jeweils: 92,8 %.
Verfügbarkeit in %
2006
2010
2012
2013
2017
2018
2019
Meteorologiedaten
96,6
99,4
99,2
99,4
99,8
99,5
98,0
HVS-Daten 10
97,9
99,2
98,9
98,8
99,5
99,5
99,6
HVS-Daten 2,5
98,8
99,0
98,9
99,3
99,5
Temperatur
98,3
98,7
98,7
97,4
99,7
98,7
99,3

image
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Umwelterklärung 2020
| 19
Gesamt- und Analysatoren-Verfügbarkeit
Verfügbarkeit
(Ziel)
2010
2012
2013
2017
2018 2019
Gesamt
90 %
96,2
97,2
97,0
98,7
98,0
97,6
Benzol,Toluol,Xylole (BTX) 90 %
95,6
92,0
93,0
96,5
95,8
93,8
Schwefeldioxid (SO2)
92,8 %
96,7
97,5
95,8
99,2
98,9
99,1
Ozon (O3)
92,8 %
97,9
98,3
98,2
99,3
99,1
97,4
Stickoxide (NOx)
92,8 %
98,3
98,8
99,0
99,2
99,1
99,3
Staubautomaten (TEOM) 92,8 %
93,2
99,0
96,1
98,6
96,5
97,2
Ausfallquote Gravimetrie, Ziel <0,1 %
Ausfallquote der
Gravimetrie in %
2010
2012
2013
2017
2018 2019
<0,1
<0,1
<0,1
0,03
0,03
<0,1

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Umwelterklärung 2020
20 |
K
Kennzahlen zur Berichterstattung
Überwachung der Datenbereitstellung
in Berichtsform
Im Immissionsschutz
Emission:
Ziel 2006 2012 2013 2018 2019
Übergabe
schriftlicher
Messberichte in
Tagen
<21 20,5 14
14
28
<21
Datenplausibili-
tät der Messbe-
richte an Hand
der Anzahl der
Reklamierungen
pro Jahr
<4
0
0
0
<4
<4
Immission:
Bezüglich der Datenverfüg-
barkeit im Immissionsmessnetz wird seit
2012 die Berichterstattung an den Auftrag-
geber mittels Kennzahl überwacht:
Zie
l
2012 2013 2018 2019
Wochenmail (von
52)
50
50
51
50
52
Monatsmail (von
12)
10
10
12
10
12
Wochenmail beinhaltet: Aktivitäten /
Maßnahmen zur Erreichung der Verfüg-
barkeiten; Übermittlung am jeweiligen
Freitag.
Monatsmail beinhaltet: Auswertung zur
Verfügbarkeit; Übermittlung jeweils am
Freitag der nachfolgenden Kalenderwo-
che.
Beide Kennzahlen werden als sicher einge-
schätzt, die Darstellung in der Umwelterklä-
rung wird nicht fortgesetzt.
Weitere Kennzahlen
Zur Verringerung negativer Umwelt-
auswirkungen
Die Energieeffizienz des eigenen Fahr-
zeugverkehrs wird an Hand des Kraftstoff-
verbrauchs der Dienst-KFZ verdeutlicht.
Die in der Umwelterklärung 2008 formu-
lierte Zielstellung, einen durchschnittlichen
Verbrauch von weniger als 9 l auf 100 km
zu erreichen, war nicht umsetzbar. Auch
wenn dieses Ziel nun das dritte Jahr in
Folge unterboten wurde, bleibt die Ober-
grenze bei einem Verbrauch von 9,5 l auf
100 km.
Die freiwillige Selbstverpflichtung zur Be-
achtung einer Richtgeschwindigkeit von
130 km/h auf Autobahnen wird weiterhin
aufrechterhalten.
Die GB-übergreifende Kfz-Nutzung am
Standort Wahnsdorf und mit dem LfULG
am LUZ Nossen ist erfolgt.
Datengrundlage für die Darstellung des
Kraftstoffverbrauchs:
2003 2007 2013
2015 2017 2018 2019
Fahrtstrecke
in 1.000 Kilo-
meter
795,9 854,5 997,9 1.002,2 919,4 874,5 917,7
Kraftstoff-
menge in
1.000 Liter
75,7
80,8 93,6
89,3 77,4 78,2 78,8
Verbrauch in
Liter/100km
9,5
9,0
9,4
8,9
8,4
8,9
8,6

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Umwelterklärung 2020
| 21
3.
Termin für die nächste Umwelterklärung
Die Umwelterklärung 2020 wurde von der
Staatlichen Betriebsgesellschaft für Um-
welt und Landwirtschaft verabschiedet und
dem Umweltgutachter, Herrn Dr.-Ing. Wolf-
gang Kleesiek, zur Prüfung vorgelegt.
Die nächste Umwelterklärung wird im April
2021 veröffentlicht.
Radebeul, den 22. September 2020
Dr. Mathias Böttger
Geschäftsführer
Sylvia Tesch
Umweltmanagementbeauftragte
Die Ansprechpartnerin ist zu erreichen unter:
0351/ 85474-111
sylvia.tesch@smul.sachsen.de

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Umwelterklärung 2020
| 22
4.
Gültigkeitserklärung
Der unterzeichnende EMAS Umweltgutachter Dr.-Ing. Wolfgang Kleesiek mit der Registrie-
rungsnummer DE-V-0211, akkreditiert und zugelassen für den Bereich NACE 71.2, bestätigt,
begutachtet zu haben, dass alle Standorte der Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt
und Landwirtschaft wie in der vorliegenden Umwelterklärung angegeben, alle Anforderungen
der Verordnung (EG) Nr.1221/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25.
November 2009 in der Fassung vom 28.08.2017 und 19.12.2018 über die freiwillige Teil-
nahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und
Umweltbetriebsprüfung (EMAS) erfüllen.
Mit Unterzeichnung dieser Erklärung wird bestätigt, dass:
die Begutachtung und Validierung in voller Übereinstimmung
mit den Anforderungen der
Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 in der durch die Verordnungen (EU) 2017/1505 und (EU)
2018/2026 der Kommission geänderten Fassung durchgeführt wurden,
das Ergebnis der Begutachtung und Validierung bestätigt,
dass keine Belege für die Nicht-
einhaltung der geltenden Umweltvorschriften vorliegen und
die Daten und Angaben der Umwelterklärung ein verlässliches, glaubhaftes und wahr-
heitsgetreues Bild sämtlicher Tätigkeiten der Organisation geben.
Diese Erklärung kann nicht mit einer EMAS-Registrierung gleichgesetzt werden. Die EMAS-
Registrierung kann nur durch eine zuständige Stelle gemäß der Verordnung (EG) Nr.
1221/2009 erfolgen. Diese Erklärung darf nicht als eigenständige Grundlage für die Unterrich-
tung der Öffentlichkeit verwendet werden.
Berlin, den 22. September 2020
Dr.-Ing. Wolfgang Kleesiek
Umweltgutachter DE-V-0211
GUT Certifizierungsgesell-
schaft
für Managementsysteme mbH
Umweltgutachter DE-V-0213
Eichenstraße 3 b
D-12435 Berlin
Tel:
+49 30 233 2021-0
Fax:
+49 30 233 2021-39
E-Mail:
info@gut-cert.de

Umwelterklärung 2020
| 23
Impressum
Herausgeber:
Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Altwahnsdorf 12, 01445 Radebeul
Telefon: +49 351 85474-901
Telefax: +49 351 85474-119
E-Mail:
poststelle.bful@smul.sachsen.de
Internet:
www.bful.sachsen.de
Die BfUL ist eine nachgeordnete Behörde des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt
und Landwirtschaft.
Diese Veröffentlichung wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsi-
schen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Ansprechpartner:
Sylvia Tesch
Telefon: +49 351 85474-111
Telefax: +49 351 85474-119
Redaktion:
BfUL
Fotos:
Abbildungen: BfUL
Redaktionsschluss:
September 2020
Hinweis:
Die Broschüre steht nicht als Printmedium unter
www.publikationen.sachsen.de
zur Verfügung.
Verteilerhinweis:
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Ver-
pflichtung zur Information der Öffentlichkeitsarbeit herausgegeben. Sie darf weder von politischen Parteien noch
von deren Kandidaten oder Helfern zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für alle Wahlen.
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wie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist auch
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