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Landesuntersuchungsanstalt Sachsen
Ersatzneubau in Chemnitz
Bauherr
Freistaat Sachsen
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Staatsminister der Finanzen
Prof. Dr. Georg Unland
Abteilungsleiter Landesvermögen und Staatshochbau
Johann Gierl
Staatsbetrieb
Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Geschäftsführer Prof. Dieter Janosch
Unternehmensbereich Planungs- und Baumanagement
Unternehmensbereichsleiter Volker Kylau
SIB Niederlassung Chemnitz
Niederlassungsleiter Peter Voit
Projektleitung und Koordinierung
Projektleitung
Kerstin Hegewald, Lothar Berger
Technik
Sabine Abdennabi, Maik Enderlein
Michael Preuß, Gerald Richter
Ingenieurbau
Sybille Höhn, Karin Friedl
Planungsbeteiligte
Architektur
Stefan Ludes Architekten, Berlin
Tragwerksplanung
Erfurth Mathes
Beratende Ingenieure GmbH, Chemnitz
Technische Ausrüstung
Ing.-Büro Rödel & Freier GmbH, Chemnitz
Ing.-Büro HLS Krusche & Grünewalde, Chemnitz
LIFTplan Ingenieurgesellschaft mbH, Grimma
Ing.-Büro Mike Bochmann, Schwarzenberg
Brandschutz
Ing.-Büro Heilmann, Pirna
Freianlagen
Garten- und Landschaftsarchitektur, Dresden
Sicherheits- und
Gesundheitsschutzkoordinator
Jürgen Höbig, Borna
Kunst am Bau
Teo Richter, Chemnitz
Frank Maibier, Chemnitz
Gebäudekenndaten
Hauptnutzfläche
1744 m²
Nutzfläche
1996 m²
Bruttogrundfläche
4000 m²
Bruttorauminhalt
17 352 m³
Gesamtkosten
13,2 Mio.
21 Büros, 27 Labore
19 Funktions- und Technikräume
Zeitlicher Ablauf
ES genehmigt:
20.10.2006
Ausführung vorgezogener
2006
Leistungen Hauptgebäude
VOF-Verfahren mit
2007
Lösungsansatz
EW genehmigt
08/2008
Abbruch Altbau
08/2008–10/2008
Neubau
01/2009–10/2010
Einweihung
29.10.2010
Herausgeber
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien-
und Baumanagement
Wilhelm-Buck-Straße 4
01097 Dresden
Internet:
www.sib.sachsen.de
im Auftrag des Freistaates Sachsen
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Redaktion
SIB Niederlassung Chemnitz
Fotos:
SIB Niederlassung Chemnitz,
Thomas Schlegel, Lunzenau
Gestaltung und Satz
Sandstein Kommunikation GmbH, Dresden
www.sandstein.de
Druck
Stoba Druck GmbH, Lampertswalde
Redaktionsschluss
Oktober 2010
Auflagenhöhe
1000 Exemplare
Bezug
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei:
SIB Niederlassung Chemnitz
Brückenstraße 12, 09111 Chemnitz
Telefon: +49 371 4570
Telefax: +49 371 457- 4611
E-Mail: Poststelle@SIB-C.smf.sachsen.de
Verteilerhinweis
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen
Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen
Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit heraus-
gegeben. Sie darf weder von Parteien noch von deren
Kandidaten oder Helfern im Zeitraum von sechs Monaten
vor einer Wahl zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet
werden. Dies gilt für alle Wahlen.
Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahl-
veranstaltungen, an Informations ständen der Parteien
sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipo-
litischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist
auch die Weitergabe an Dritte zur Ver wendung bei der
Wahlwerbung.
Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden
Wahl darf die vorliegende Druckschrift nicht so verwen-
det werden, dass dies als Parteinahme des Herausgebers
zu gunsten einzelner politischer Gruppen verstanden
werden könnte.
Diese Beschränkungen gelten unabhängig vom Ver-
triebsweg, also unabhängig davon, auf welchem Wege
und in welcher Anzahl diese Informationsschrift dem
Empfänger zugegangen ist. Erlaubt ist jedoch den Par-
teien, diese Informationsschrift zur Unterrichtung ihrer
Mitglieder zu verwenden.
Copyright
Diese Veröffentlichung ist urheberrechtlich geschützt.
Alle Rechte, auch die des Nachdruckes von Auszügen und
der fotomechanischen Wiedergabe, sind dem Herausgeber
vorbehalten.

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LUA Chemnitz - Ebene 0 M 1:200
STEFAN LUDES ARCHITEKTEN 29.07.2010
206001002-Grundriss_LUA.pdf 1
22.10.2010 10:03:36
Situation/
Nutzung
Die Haustechnik
Die haustechnische Erschließung für alle Medi-
en erfolgt über einen zentralen Versorgungs-
schacht vom Hauptgebäude aus. Für die Brenn-
gas-, Druckluft-, Kühlwasser- und technische
Gaseversorgung der Labore im Neubau muss-
ten die vorhandenen Anlagen im Hauptgebäu-
de erneuert bzw. erweitert werden. Der Neubau
erhielt eine separate Reinstwasseranlage. Das
Grundstück besitzt einen Fernwärmeanschluss.
Die Labore und Flure des Neubaus erhielten
eine Fußbodenheizung, in den Büroräumen
wurden Heizkörper installiert.
Die für die Lüftung der Labore im Neu- und Alt-
bau notwendige Außenluftversorgung erfolgt
zentral über drei Ansaugtürme im Parkbereich
und einen unterirdischen Ansaugkanal mit ei-
ner Gesamtförderleistung von rund 65 000
m³/h mit Redundanz. Der Standort ist im Keller
der Technikzentrale. Die zugehörigen Abluft-
geräte befinden sich zusammen mit drei Son-
derfortluftanlagen in der Dachzentrale des
Neubaus. Beide Zentralen sind durch einen be-
gehbaren Schacht verbunden. Zur technischen
Gebäudeausstattung gehören die labortech-
nische Ausrüstung und die Ausrüstung der
Technik-, Funktions- und Lagerräume sowie
Kühl- und Tiefkühlräume. Die Labore sind im
Wesentlichen mikrobiologische Labore der
Klasse L2. Neben einem Personen-/Lastenauf-
zug gibt es einen Kleingüteraufzug für das ver-
tikale Transportaufkommen.
Die Außenanlagen
Die neu gestalteten Außenanlagen nehmen
die durch den Neubau veränderte Freiraumsi-
tution auf. Die großzügige Treppenanlage ver-
bindet Platzbereich und Eingangsachse zu einer
gestalterischen Einheit. Um den Neubau herum
gliedern sich die
Stellplätze und Zufahrten für
Lieferungen und
Kurierdienste. Die notwen-
digen Einrichtungen wie Gaselager, Müllstand-
ort, Trafostation und Lüftungstürme
wurden
entsprechend der logistischen Anforderungen
des Nutzers auf der Südseite integriert.
Kunst am Bau
Im Rahmen eines internationalen Symposiums
in Vejprty (Tschechien) entwarfen und schufen
die Künstler Teo Richter und Frank Maibier eine
Sandstein-Stahl-Skulptur. Diese steht im Frei-
raum des Gebäudeeingangs. Der Sandstein blieb
zum großen Teil in seiner ursprünglichen Form
erhalten. Ein zur Halbkugel geformtes Ende
lässt einen Prozess erkennen. Die Klammer, die
den Stein umschließt, ist aus exakt geformten
Stahlteilen und steht für Aufbereiten und Kon-
trolle. Die Plastik symbolisiert in abstrahierter
Form die Verknüpfung von Ursprünglichem und
notwendiger Aufbereitung für eine spätere
Nutzung. Sie stellt damit auch den Bezug zum
Arbeitsinhalt der Landesuntersuchungsanstalt
her, die beispielsweise Produkte aus der Land-
wirtschaft und Tierhaltung für Untersuchungen
Büro Erdgeschoss
aufbereitet oder bearbeitet.
Baumaßnahme
Der Nutzer
Die Landesuntersuchungsanstalt für das Ge-
sundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA)
ist für die landesweiten Untersuchungen zur
Einhaltung gesundheitsrechtlicher Vorschriften
für Mensch und Tier zuständig.
Mit der Erstellung von Befunden und Gutach-
ten unterstützt sie die für den Vollzug lebens-
mittelrechtlicher Vorschriften zuständigen
Behörden. Die Dienststelle in Chemnitz über-
nimmt dabei die lebensmittelrechtlichen Un-
tersuchungen für den gesamten Freistaat
Sachsen.
Die Bauaufgabe
Die LUA nutzt Gebäude auf einem 33 000 m
2
großen, zentrumsnah gelegenen Grundstück
mit parkähnlichem Charakter.
Das unter Denkmalschutz stehende Hauptge-
bäude wurde 1903 bis 1905 in Erweiterung
des Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten
Stadtkrankenhauses erbaut.
Im Rahmen eines ersten Bauabschnitts er-
folgte von 1995 bis 1998 die Sanierung und
der Umbau für die neue Nutzung.
Der an einen Zwischenbau angrenzende Ge-
bäudeteil wurde auf Grund der schlechten
Bausubstanz und der ungünstigen Grundriss-
struktur abgerissen und durch einen Neubau
ersetzt. Dieser beherbergt die erforderlichen
Labor- und Büroräume und ist mit entspre-
chender Technik ausgestattet.
Der Neubau
Das kompakte zweigeschossige Gebäude ist
ein Stahlbetonskelettbau und teilunterkellert.
Auf dem Dach befindet sich die Technikzen-
trale. Die Labore sind mit einem Grundraster
von 1,15 m in Modulform angelegt. Sie grup-
pieren sich um eine zentrale Funktions- und
Lagerzone, deren Wände intensiv farbig ge-
staltet sind.
Die dem Laborbereich zugeordneten Büroflä-
chen liegen nach Süden zum Park hin. Im Kel-
lergeschoss befinden sich die Umkleideräume.
Der neue zentrale Eingang mit Foyer liegt im
Zwischenbau, dessen Fenster im Erdgeschoss
bis auf den Fußboden erweitert wurden.
Der Neubau besitzt eine ebenengleiche, barri-
erefreie Anbindung an die Bestandsgebäude.
Die vertikale Erschließung erfolgt über zwei
Treppenhäuser und einen Personen-/Lasten-
aufzug.
Die Fassade ist mit Keramikplatten verkleidet.
Eine Metall-/Glaskonstruktion mit eingestell-
ten farbigen Glaspaneelen gliedert die Fassa-
de des Laborbereichs. Mit dem Farbkonzept
und der Materialität der Fassade wurde auf
das Hauptgebäude Bezug genommen. Damit
bilden Alt-und Neubau eine Einheit.
Lageplan
Grundriss
Nordseite Eingang alt
Nordseite Eingang neu
Skulptur »Bracket«
Labor
Südfassade
Ansaugtürme
Technikzentrale Keller
Südfassade mit Eingang Probenannahme
Probenannahme