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Erhalt historischer Gebäude
23 Ideen für touristische Nutzungen

Erhalt historischer Gebäude
23 Ideen für touristische Nutzungen

Inhalt
Einleitung
5
Wohngebäude
Fabrikantenwohnhaus in Wehlen / Sachsen: Biedermeier-Urlaub an der Elbe
7
Wohn-Stallgebäude in Kleinhennersdorf / Sachsen: Komfortable Bergsichten
8
Kleinbauernhof in Hinterhermsdorf / Sachsen: Umgebindehaus für Familien
9
Dreiseithof in Dreiskau-Muckern / Sachsen: Ein „Meer aus Farben“ im Seenland
10
Fabrikantenwohnhaus in Monschau / Nordrhein-Westfalen: Scharfe Sachen schnabulieren
11
Bauernhaus in Gisingen / Saarland: Ein Museum für alle Sinne
12
Landwirtschaftliche Gebäude
Scheune in Lohmen / Sachsen: Hofkultur in der Scheune
13
Stall in Georgewitz / Sachsen: Barrierefreier Urlaub auf dem Biobauernhof
14
Hofanlage in Radefeld / Sachsen: Am historischen Dorfanger feiern und nächtigen
15
Büdnerei in Lehsten / Mecklenburg-Vorpommern: Erbe verpflichtet
16
Scheune in Kirchzarten-Burg / Baden-Württemberg: Eine Scheune wird neuer Anziehungspunkt
17
Waldknechtshof in Baiersbronn / Baden-Württemberg: 240 Jahre Baugeschichte trifft Moderne
18
Scheune in Stödtlen / Baden-Württemberg: Vespern in urigem Ambiente
19
Pferdestall in Unterschwaningen / Bayern: Ein Marstall für hungrige Parkbesucher
20
Industrie-/Handwerksbetriebe
Handwerksbetrieb in Bergen / Sachsen: Ferien mit Schauwerkstatt
21
Huthaus in Neustädtel / Sachsen: Stilvoll Bergbaugeschichte erfahren
22
Kompressorenhaus in Schwalbach-Saar / Saarland: Regionale Handwerksgeschichte kompakt
23
Öffentliche Gebäude
Faktorenhof in Eibau / Sachsen: Ländlichen Barock erleben
24
Zollhaus in Schmelz / Saarland: Altes Zollhaus mit modernem Gewand
25
Bahnhof in Münstertal / Baden-Württemberg: Haltepunkt nicht nur für Kultur-Hungrige
26
Klosterherberge in St. Märgen / Baden-Württemberg: Gekrönte Landfrauenküche
27
Schulhaus in Absberg / Bayern: Kirsche macht Schule
28
Sakralbauten
Kirche in Tangermünde / Sachsen-Anhalt: Festschmaus im Kirchenhaus
29
Begriffserläuterungen
30

Abkürzungsverzeichnis
ca.
circa
DTV
Deutscher Tourismusverband e.V.
EU
Europäische Union
GbR
Gesellschaft bürgerlichen Rechts
ILE
Integrierte Ländliche Entwicklung
KfW
Kreditanstalt für Wiederaufbau
LEADER
Liaison Entre Actions de Développement de l'Économie Rurale
LPG
Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft
OT
Ortsteil
TMGS
Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH

5
Einleitung
Mit diesem Projektüberblick stellen wir 23 historische Gebäude vorwiegend aus Sachsen sowie ausgewählten
Bundesländern vor, die an die Lebens- und Wohnbedingungen des 21. Jahrhunderts angepasst wurden. Die Ei-
gentümerInnen haben sich entschieden, die Häuser für Gäste zu öffnen und touristisch zu nutzen.
Die Beweggründe, eigene Ideen in historischen Bauten zu verwirklichen, sind sehr unterschiedlich. Manche waren
auf der Suche nach einem neuen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt und erkannten in einem alten Gebäude die ent-
sprechenden Möglichkeiten. Einige wollen nicht hinnehmen, dass ihr Heimatort seine Baugeschichte verliert und
engagieren sich für den Erhalt von Baudenkmalen. Andere haben ihr Erbe angetreten und fühlen sich in der Ver-
antwortung, dieses für Nachkommen zu bewahren. Ihr bereits bestehendes touristisches Angebot weiter auszu-
bauen, ist ein weiteres Motiv.
Neben starken Einzelpersönlichkeiten wird die Sanierung und Bewirtschaftung häufig auch von Vereinen getragen,
in die sich viele Freiwillige einbringen können. Auch die Rechtsformen ‚Gesellschaft bürgerlichen Rechts‘ oder
‚Genossenschaft‘ ermöglichen mehreren Akteuren, gemeinsam ein Haus zu sanieren und zu nutzen. Oftmals war
die Gemeinde oder der Landkreis maßgeblicher Impulsgeber, um regionaltypische Objekte vor dem Verfall zu ret-
ten.
Für alle Beispiele ist die touristische Nutzung der Weg, das Gebäude zu erhalten. Leerstand und die damit verbun-
denen baulichen Folgen waren kein Hinderungsgrund, sich für ein altes Objekt zu entscheiden. Vielmehr standen
die Geschichte des Hauses und seine Bedeutung für den Ort und die Region im Vordergrund. Ihre Einbettung in
die Ortslage und Landschaft sowie die ländliche Ruhe sind weitere Standortvorteile dieser historischen Objekte.
Das älteste vorgestellte Bauwerk ist um 1300 und das Jüngste 1930 errichtet worden. Mit innovativen Bewirtschaf-
tungskonzepten wurden ehemals als Schule, Zollstation, Huthaus (Zechenhaus) oder Scheune genutzte Gebäude
zu Hotels, Museen oder Kreativwerkstätten. Damit setzen sich die Angebote auch in Regionen mit geringer touris-
tischer Nachfrage durch.
Anliegen jeder Sanierung war, die Geschichte des Hauses sicht- und erlebbar zu machen. Dabei schloss sich nicht
aus, dass mit modernen Elementen bei der Außen- und Innengestaltung Akzente gesetzt wurden. Wichtige Partner
bei der Rekonstruktion sind die Denkmalschutzbehörden, auch wenn kein Denkmalschutzstatus vorliegt.
Viele geben ihre Erfahrungen beim barrierefreien Ausbau, der energetische Sanierung oder der baubiologischen
Restaurierung in Rahmen von Seminaren oder zu bundesweiten Aktionstagen wie dem Tag des offenen Denkmals
weiter.
Anerkennung durch Preise und Auszeichnungen für Baukultur oder innovative Tourismus- und Gastronomieange-
bote bestätigen, dass historische Gebäude einen guten Rahmen bieten, um Experten und letztendlich Gäste zu
begeistern. Alle Beispiele geben Anregungen und machen Mut, eigene Ideen in geschichtsträchtigen Bauwerken
zu verwirklichen.
Und Vorsicht: die Sanierung alter Häuser kann Lust auf mehr machen – bei einigen ist es nicht bei einem Objekt
geblieben.

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6
Die Karte veranschaulicht, wo die Beispiele verortet sind und welcher Gebäudetyp touristisch genutzt wird:
Abbildung 1: Lage und umgenutzte Gebäudeart der touristischen Angebote
Weitere Beispiele sind in der Broschüre „Historische Gebäude touristisch nutzen“ zu finden:
Link: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/29761.

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Ansprechpartner
Karen Helling
Pirnaer Straße 163,
01829 Stadt Wehlen
Tel.: 035024 79392, 0157 74136364
www.herrenhaus-orangella.de
Touristisches Angebot
Übernachtung
im Fabrikantenwohnhaus in einer
exklusiven Ferienwohnung im Bie-
dermeierstil
für
vier
Personen
(Wohnfläche 65 Quadratmeter),
sowie im ehemaligen Bootshaus in
drei Doppelzimmern („Bunte Stüb-
chen“)
Weitere Angebote
seit 2017 Nutzung des Fabrikan-
tenwohnhauses für Seminare; da-
für Umstrukturierung eines Teils
der vorhandenen privaten Wohn-
räume zu variablen Seminarräum-
lichkeiten
Zielgruppen
aktive, kulturinteressierte und na-
turverbundene Gäste, vor allem
Ehepaare, Familien mit Kindern,
Radtouristen
Historie
Baujahr ca. 1820; Denkmal; Fabri-
kantenhaus der ehemaligen Ziege-
lei; vor Leerstand Wohnnutzung für
bis zu acht Familien; ehemaliges
Bootshaus als Abstellräume für
Mieter
Leerstand
2002 bis 2003; 2003 Erwerb des
Objektes; Erdgeschoss war bis
unter die Decke von Hochwasser
betroffen; sonstige bauliche Sub-
stanz in Ordnung; Haus stabil;
durch Wohnnutzung starke Über-
prägung der ursprünglichen Raum-
aufteilung (Zugänge zugemauert,
Wände eingezogen)
Umbauzeitraum
2004 bis Oktober 2007
Umbau
Ziel der Sanierung war die histo-
rische Bausubstanz zu erhalten
und das ursprüngliche Aussehen
wieder herzustellen;
Beratung durch Denkmalschutz-
behörde und Architekten;
es wurden historische, natürliche
und
regionale
Baumaterialien
(Kalkputz, Lehm, Holz und Sand-
stein) verwendet;
moderne Wohnansprüche wurden
beim Ausbau integriert;
aufgrund des Denkmalcharakters
war keine barrierefreie Sanierung
möglich;
Gasheizung (alternative Energien
nicht denkmalschutzkompatibel)
Tipp
„Wenn das Nutzungskonzept klar
umrissen ist, finden sich auch
Finanzierungsmöglichkeiten.“
Karen Helling
Bundesland:
Sachsen
Landkreis:
Sächsische Schweiz-Osterz-
gebirge
Stadt/Gemeinde:
Stadt Wehlen,
Staatlich anerkannter Erholungsort,
ca. 20.000 Übernachtungen (2014)
Tourismusregion:
Sächsische Schweiz
Herrenhaus Orangella
Herrenhaus vor der Sanierung
Finanzierung
Eigenmittel, Fördermittel zum Aus-
bau für touristische Nutzung
Bemerkenswert
zertifiziert als Nationalpark-Partner
Sächsische Schweiz;
mit Tourismusverein und Kunst-
meile gemeinsame Organisation
von Veranstaltungen
Herrenhaus nach der Sanierung
Wohngebäude
Fabrikantenwohnhaus in Wehlen / Sachsen
BIEDERMEIER-URLAUB AN DER ELBE
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Ansprechpartner
Claudia & Craig Lord
Neue Bauerngasse 38
01824 Gohrisch OT Kleinhennersdorf
Tel.: 035028 868970
www.hausoflords.de
KOMFORTABLE BERGSICHTEN
Touristisches Angebot
Übernachtung
im ehemaligen Wohn-Stallgebäude
in vier Ferienwohnungen zwischen
39 und 60 Quadratmeter groß für
zwei bis vier Personen, qualitativ
hochwertig eingerichtet
Weitere Angebote
60 Quadratmeter große Gäste-
Lounge mit Kamin und Panorama-
terrasse sowie separater Küche, in
der
gemeinsam
gekocht
und
gebacken werden kann; Sauna;
Frühstückskorb auf Wunsch
Zielgruppen
anspruchsvolle und reisefreudige
Gäste, alle Altersgruppen; interna-
tionale Gäste (Gastgeber sprechen
neben Deutsch auch Englisch,
Französisch und Portugiesisch)
Historie
Baujahr ca. 1930, Wohn-Stallhaus,
eines der größten Bauwerke im Ort
Leerstand
ca. 15 Jahre; intaktes Dach sicher-
te relativ guten Zustand, allerdings
ungeeignet für Wohnnutzung (kei-
ne Dämmung, Feuchtigkeit von un-
ten, Stallfenster, keine modernen
Medien)
Umbauzeitraum
2007 bis 2009
Umbau
unterstützt von einem befreun-
deten Architekten;
Umnutzung zu Ferienwohnungen
und privater Wohnung; Erhalt von
Form und Charakter des Hauses;
Erdgeschoss barrierefrei; alterna-
tive Energienutzung (Kombination
von Solar/Pellets)
„Wir haben von Anfang an auf
hohe Qualität gesetzt.“
Claudia & Craig Lord
Bundesland:
Sachsen
Landkreis:
Sächsische Schweiz-Osterz-
gebirge
Stadt/Gemeinde:
Gohrisch OT Kleinhen-
nersdorf, Gemeinde mit 116.650 Über-
nachtungen (2014)
Tourismusregion:
Sächsische Schweiz
Haus of Lords
Wohn-Stallhaus vor der Sanierung
Finanzierung
gesicherte Finanzierung; für Innen-
ausbau Förderung über Richtlinie
Landtourismus (RL 54/00,
40 Prozent, max. 65.000 Euro),
KfW-Kredit für Wärmedämmung
Bemerkenswert
Angebot zertifiziert als National-
park-Partner Sächsische Schweiz
Wohn-Stallhaus nach der Sanierung
Wohn-Stallgebäude in Kleinhennersdorf / Sachsen
8
Tipp
Wohngebäude

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Ansprechpartner
Hans-Joachim Gnauck
Neudorfstraße 35
01855 Hinterhermsdorf
Tel.: 035974 50550
www.wildschuetzhaus.de
EIN UMGEBINDEHAUS FÜR FAMILIEN
Touristisches Angebot
Übernachtung
im ehemaligem Kleinbauernhof in
fünf luxuriös und individuell einge-
richteten
Ferienwohnungen,
für
zwei bis sechs Personen (42 bis
63 Quadratmeter), mit Terrasse
und Grillplatz
Weitere Angebote
im ehemaligen Stall; Aufenthalts-
bereich als Kaminzimmer, Regen-
spielhaus in einem Teil der ehema-
ligen Scheune; Außenbereich mit
Abenteuerspielplatz,
Baumhaus,
Kletterwand, Matsch- und Lehm-
spielplatz; Haustiere im Grund-
stück; auf persönliche Wünsche
zugeschnittenes
Ausflugspro-
gramm, Spezialangebote außer-
halb der Saison (z. B. in der Ad-
ventszeit)
Zielgruppen
Familien mit Kindern, Wander-
gruppen (vor allem Frühling und
Herbst)
Historie
Baujahr 1663, Erweiterung 1881,
Denkmal, ortsbildprägend
Leerstand
ca. vier bis fünf Jahre; sehr
marode, Befall mit Hausschwamm;
zum Abriss freigegeben (denkmal-
schutzrechtliche
Befreiung
lag
bereits vor)
Umbauzeitraum
September 2001 bis Juni 2002
Umbau
denkmalgerechte Sanierung und
Umnutzung
mit
einheimischen
Handwerksfirmen, Erhalt traditio-
neller
Bauform/Bauweise
(zum
Beispiel Kastenfenster) und histori-
scher Bausubstanz;
wegen
Denkmalschutzauflagen
kein barrierefreier Ausbau; Kamin
mit Wärmetauscher
„Für Familien mit Kindern gab es
damals kaum attraktive Über-
nachtungsangebote.“
Hans-Joachim Gnauck
Bundesland:
Sachsen
Landkreis:
Sächsische Schweiz-
Osterzgebirge
Stadt/Gemeinde:
Sebnitz OT
Hinterhermsdorf;
ca. 158.300 Übernachtungen (2014,
Gesamtgemeinde Sebnitz)
Tourismusregion:
Sächsische Schweiz
Apartmenthaus
„Zum Wildschütz“
Umgebindehaus vor der Sanierung
Umbaukosten
390.000 Euro (reine Baukosten)
Finanzierung
Förderung über Richtlinie Ent-
wicklung des ländlichen Raumes
(RL 53/00) für Umnutzung ehema-
liger landwirtschaftlicher Objekte;
Förderung von zwei Arbeitsplät-
zen (Tischler, Dachdecker) durch
das Arbeitsamt für zwei Jahre
Bemerkenswert
Fünf Sterne der Qualitätsinitiative
„Familienurlaub in Sachsen“ der
Tourismus Marketing Gesellschaft
Sachsen mbH;
Vier-Sterne-Klassifizierung
des
Deutschen Tourismusverbandes
Umgebindehaus nach der Sanierung
Kleinbauernhof in Hinterhermsdorf / Sachsen
9
Tipp
Wohngebäude

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Ansprechpartner
Andrea Hiller
An der Kirche 5
04463 Großpösna OT Dreiskau-Muckern
Tel.: 0173 6247234
www.hillereimosaik.com
EIN „MEER AUS FARBEN“ IM SEENLAND
Touristisches Angebot
Schauwerkstatt
für Mosaiklegearbeiten im teilsa-
nierten historischen Dreiseithof mit
Kursangeboten,
Schmuckladen
und Galerie
Weitere Angebote
Hirnholz-Tischlerei (seit 1997) und
Landkontor mit 200 Quadratmeter
großem Aufenthaltsraum im ehe-
maligen Heuboden, genutzt für
Verkaufsausstellungen der Hirn-
holz Manufaktur sowie für Arbeiten
aus den Holzschnitt-Kursen
Zielgruppen
Kunst-/Kreativ-Interessierte
vom
Grundschul- bis Seniorenalter
Historie
Baujahr ca. 1800; Denkmal; Bau-
ernhof mit Wohngebäude, Schwei-
nestall,
Scheune
und
Neben-
gebäude (Waschhaus)
Leerstand
ca. 25 Jahre; maroder Zustand,
stark sanierungsbedürftig; in den
1980er Jahren wegen Tagebau
Beginn Umsiedlung der Einwoh-
ner, im Mai 1993 Entscheidung
über Erhalt des Ortes
Umbauzeitraum
2014 Umnutzung des ehemaligen
Schweinestalls und Eröffnung der
Schauwerkstatt „Hillerei Mosaik“
Umbau
Teilsanierung mit neuen Fenstern
und Türen nach historischem Vor-
bild, Freilegung der Wände, teils
Sanierputz angebracht und teils
Naturstein belassen (ausgefugt);
Festbrennstoff-Heizung
„Das Netzwerk ist der Erfolgs-
faktor.“
Andrea Hiller
Bundesland:
Sachsen
Landkreis:
Leipzig
Stadt/Gemeinde:
Großpösna OT
Dreiskau-Muckern, Künstlerdorf
Tourismusregion:
Leipziger Neuseenland
Schauwerkstatt
hillereiMOSAIK
Dreiseithof 1997
Umbaukosten
ca. 20.000 Euro
Finanzierung
Barmittel und Eigenleistung
Bemerkenswert
Basis des Konzeptes sind die Ge-
gebenheiten
des
Hofes
sowie
beide Handwerks-Angebote (Hille-
rei Mosaik und Tischlerei) kreativ
zu verknüpfen, auch bei der Na-
mensgebung Mosaik „Hiller“ und
„Tischlerei“ → „Hillerei“;
agieren im Netzwerk mit den an-
sässigen Künstlern und Vereinen
für vielfältige Angebote (vor allem
Kunstprojekte);
Tag der offenen Höfe; Zusam-
menarbeit mit Landschulheim
Werkstatt und Kursraum auf 60 Quadrat-
metern
Wohngebäude
Dreiseithof in Dreiskau-Muckern / Sachsen
10
Tipp

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Ansprechpartner
Ruth Breuer
Laufenstr. 118
52156 Monschau
Tel.: 02472 2245
www.senfmuehle.de
SCHARFE SACHEN SCHNABULIEREN
Touristisches Angebot
Restaurant
über zwei Etagen mit 56 Sitzplät-
zen und gehobener Gastronomie
Weitere Angebote
Lädchen mit Produkten der Regio-
nalmarke Eifel; Besichtigung der
alten Mühle; Mühlenabende in
Kooperation mit der Senfmühle,
wie z. B. „Monschauer Senfpra-
line“, oder zusammen mit Nachbar-
ort „Salzgrottenabend“, bei dem
neben Senf auch mit verschiede-
nen Salzen gekocht wird sowie Le-
sungen (Eifel-Krimis, Wein-Krimis,
kulinarische Krimis) und Musik-
abende; Senfmaus „Emil“ erzählt
Kindern
Geschichten
aus
der
Senfmühle
Zielgruppen
Besucher der Senfmühle, kleine
und
große
Gourmets,
Tages-
touristen mit Einzugsgebiet im
Umkreis von ca. 100 Kilometern,
Bustouristen (in Verbindung mit
Mittagessen)
Historie
Baujahr ca. 1816; Denkmal; zur
Spinnerei gehörendes Fabrikan-
tenwohnhaus, zuletzt genutzt für
Büro-räume; Denkmal
Leerstand
schlechter Zustand
Umbauzeitraum
zwei Jahre
Umbau
wurde unterstützt vom Landes-
konservator und einem Architek-
ten; Ziel der Sanierung war, das
Thema Senf als Gesamterlebnis im
Komplex mit der 1882 erbauten
und seitdem
in Familienbesitz
befindlichen Senfmühle (techni-
sches Denkmal) anbieten zu kön-
nen; alte Steine wurden freigelegt,
Gebäude bis auf wenige Balken
komplett ausgehöhlt; Farbgebung
entsprechend den denkmalpflege-
rischen Vorgaben („Monschauer
Grau“, „Russisch Grün“)
„Für Sanierungen wird Hilfe an-
geboten - mach Dich kundig!“
Guido Breuer
Bundesland:
Nordrhein-Westfalen
Landkreis:
Aachen
Stadt/Gemeinde:
Monschau,
Luftkurort mit mittelalterlichem Stadtbild,
ca. 160.000 Übernachtungen (2014)
Tourismusregion:
Eifel
Restaurant
Schnabuleum
Haus vor der Sanierung
Umbaukosten
750.000 Euro
Finanzierung
über Eigenmittel und Förderung,
zum Beispiel für das Schieferdach
gab es ca. 50 Prozent Zuschuss
vom Denkmalamt
Bemerkenswert
Gastgeber der Regionalmarke Ei-
fel;
Viabono zertifiziert
Haus nach der Sanierung
Wohngebäude
Fabrikantenwohnhaus in Monschau / Nordrhein-Westfalen
11
Tipp

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Ansprechpartner
Beatrix Leinen
Zum Scheidberg 11
66798 Wallerfangen/Gisingen
Tel.: 06837 912762
www.rendezvous-saarlouis.de
EIN MUSEUM FÜR ALLE SINNE
Touristisches Angebot
Museum
im ältesten Teil des Hauses sowie
Ausstellungs- und Informationsstel-
le des Tourismusverbandes Saar-
louis sowie des Naturparks Saar-
Hunsrück
Weitere Angebote
Duft- und Würzgarten mit über 150
Pflanzen;
Veranstaltungsreihe
„Platt im Garten“ zur Wieder-
belebung des Dialektes und regio-
nalen Brauchtums;
Trauungen im alten Stall; Veran-
staltungsort für Lesungen, Vorträ-
ge, Musikveranstaltungen, Kunst-
ausstellungen;
mit
jährlichem
Veranstaltungs-
kalender; Räume stehen Orts-
vereinen und Kooperationspartnern
zur Verfügung
Zielgruppen
Wanderer und Radfahrer (Tages-
ausflügler, Touristen) sowie Kultur-
interessierte
aus
der
Region,
Hochzeitsgesellschaften
Historie
ältester Teil um 1735/1750 erbaut,
lothringisches Einhaus (Bauern-
haus mit Wohn- und Wirtschaftsteil
unter einem Dach); das Haus
Saargau ist mit seinem Powai
(Vorplatz) ortsbildprägend; Denk-
mal
Leerstand
komplett verfallen, sehr schlechter
Zustand
Umbau
1993 Kauf durch den Landkreis
(150.000 Euro);
es erfolgten erst bestandserhalten-
de Maßnahmen, ab 1996 begann
Sanierung nach historischem Vor-
bild; 1998 Eröffnung als Lothringer
Bauernhausmuseum
Bundesland:
Saarland
Landkreis:
Saarlouis
Stadt/Gemeinde:
Wallerfangen,
OT Gisingen;
ca. 30.700 Übernachtungen (2014) in der
Gemeinde Wallerfangen
Tourismusregion:
Saarland, Saarlouis
Haus Saargau –
Lothringer
Bauernhausmuseum
Einhaus vor der Sanierung
Umbaukosten
ca. 150.000 bis 200.000 Euro
Finanzierung
gefördert wurden die Arbeitskräfte
im Rahmen des Bundessozialhilfe-
gesetzes
Bemerkenswert
der Garten ist im Rahmen des in-
ternationalen Projektes „Gärten oh-
ne Grenzen“ entstanden;
„ServiceQualität
Deutschland“
zertifiziert
Einhaus nach der Sanierung
Bauernhaus in Gisingen / Saarland
12
Wohngebäude

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Ansprechpartner
Stefan Oettel und Andrea Keßner-Oettel
Basteistraße 80
01847 Lohmen
Tel.: 03501 582894, 0176 97059367
www.hofkultur-lohmen.de
HOFKULTUR IN DER SCHEUNE
Touristisches Angebot
Herberge
mit Gästezimmern, insgesamt elf
Betten in zwei-, drei- und vier-Bett-
Zimmern; 80 Quadratmeter großer
Gemeinschaftsraum
Weitere Angebote
Veranstaltungssaal für 50 Perso-
nen (100 Quadratmeter) mit Kreuz-
gewölbe; Terrasse, Wiese mit
Feuerplatz; Hofprojekte für Kitas
und Schulklassen zu landwirt-
schaftlichen Themen wie Apfel,
Brot oder Wolle; Konzerte, Tanz,
Lesungen;
das Gesamtkonzept beinhaltet au-
ßerdem die Apfelsaft-Herstellung
von Streuobstwiesen, Umweltbil-
dung
und
Workshops,
Musik-
pädagogik und Weitergabe der Er-
fahrungen baubiologischer Restau-
rierung
Zielgruppen
Kindergärten, Grundschulen, Fa-
milien,
Schul-/Seminargruppen,
Gruppen
von
Familien
und
Freunden, Feiergäste
Historie
Baujahr 1830, Dreiseithof, Denk-
mal
Leerstand
seit ca. 1960, Holzkonstruktion
ohne grundlegende Mängel, Lehm-
wände und Dach sehr schadhaft
Umbauzeitraum
Anfang 2010 bis Frühjahr 2012
Umbau
überwiegend in Eigenregie (Kon-
zept und Gestaltung);
baubiologische
Restaurierung
(ökologisch,
nachhaltig)
mittels
Lehmbau; alte Baustoffe verbun-
den mit modernen Techniken;
Solarenergie für Warmwasser- und
Heizungsunterstützung, Kamin;
teilweise barrierefrei (im Erdge-
schoss, Aufenthaltsraum, Toilette);
Ausstattung zum großen Teil mit
antiken Vollholzmöbeln
„Der verantwortungsbewusste und
ökologische Umgang mit unserer
Kulturlandschaft ist eine Lebens-
philosophie, die wir gern an andere
weitergeben möchten.“
Stefan Oettel und Andrea Keßner-
Oettel
Bundesland:
Sachsen
Landkreis:
Sächsische Schweiz-
Osterzgebirge
Stadt/Gemeinde:
Lohmen,
ca. 35.900 Übernachtungen (2014)
Tourismusregion:
Sächsische Schweiz
Hofkultur Lohmen
Scheune vor der Sanierung
Umbaukosten
ca. 200.000 Euro
Finanzierung
Förderung
über
die
Richtlinie
Integrierte Ländliche Entwicklung
(RL ILE) (ca. 40 Prozent), viel Ei-
genleistung
Bemerkenswert
Angebot zertifiziert als National-
park-Partner Sächsische Schweiz;
aktiv
im
Netzwerk
Regionale
Produkte des Landschaf(f)t Zukunft
e. V.;
Teilnahme am Tag des offenen
Denkmals
Scheune nach der Sanierung
Landwirtschaftliche Gebäude
Scheune in Lohmen / Sachsen
13
Tipp

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Ansprechpartner
Andreas Hirche
Mühlweg 10
02708 Löbau OT Georgewitz
Tel.: 0179 7018799, 03585 416765
www.muehlenhof-hirche.de
BARRIEREFREIER URLAUB AUF DEM BIOBAUERNHOF
Touristisches Angebot
Übernachtung
in zwei Ferienwohnungen, eine
davon barrierefrei mit 115 Quadrat-
meter Wohnfläche (unter anderem
mit Treppenlift als Zugang zur
Ferienwohnung);
im
Dachge-
schoss
Vier-Sterne-Ferienwoh-
nung mit 63 Quadratmeter Wohn-
fläche; Garten mit Teich, Grill und
Pool
Weitere Angebote
Landwirtschaft (Rinder, Schweine),
Hofladen mit Produkten aus ei-
gener Herstellung; Kremserfahr-
ten, Traktor fahren und Mithilfe im
Stall
Zielgruppen
Familien mit Kindern, Großeltern
mit Enkeln
Historie
Baujahr 1848, bis 1964 als Was-
sermühle in Betrieb, danach Teile
des Hofes für Wohnen umgenutzt
Leerstand
keiner, Waschhaus und Stall wur-
den kaum genutzt, Zustand eher
desolat
Umbauzeitraum
2010 bis 2011
Umbau
Komplettsanierung
mit
Dacher-
neuerung (früher Flachdach); bei
der Gestaltung wurde auf Qualität,
Einheit (als Gesamtensemble) und
Erhalt des ländlichen bzw. Bauern-
hofcharakter geachtet, auch bei
der Inneneinrichtung
„Die Idee für ein barrierefreies
touristisches Angebot beschäftigte
mich schon eine Weile. Die gute
Nachfrage überraschte dann.“
Andreas Hirche
Bundesland:
Sachsen
Landkreis:
Görlitz
Stadt/Gemeinde:
Löbau OT Georgewitz,
Mühlenhof Hirche einziger
Beherbergungsbetrieb im Ort
Tourismusregion:
Oberlausitz
Mühlenhof Hirche
Wirtschaftsgebäude vor der Sanierung
Umbaukosten
ca.125.000 Euro
Finanzierung
unter
anderem
über
Richtlinie
LEADER (45 Prozent)
Bemerkenswert
Vier-Sterne zertifizierter familien-
freundlicher Biobauernhof;
TMGS-geprüfte
Qualität
„Bar-
rierefreie Unterkünfte“;
erster Landwirtschaftsbetrieb mit
der TMGS-geprüften Qualität „Fa-
milienfreundlicher Beherbergungs-
betrieb“;
ServiceQualität Deutschland zertifi-
ziert; nominiert für den
Innova-
tionspreis Tourismus des Land-
kreises Görlitz (2016)
Wirtschaftsgebäude nach der Sanierung
Stall in Georgewitz / Sachsen
14
Tipp
Landwirtschaftliche Gebäude

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Ansprechpartner
Simone Vierkant (Geschäftsführerin)
Holger Buchholz (Inhaber)
Am Oberen Anger 9
04435 Schkeuditz Ortsteil Radefeld
Tel.: 034207 91188
www.lehmhaus-am-anger.de
AM HISTORISCHEN DORFANGER FEIERN UND NÄCHTIGEN
Touristisches Angebot
Pension
im Vierseithof mit zehn individuell
eingerichteten Zimmern und drei
geräumigen
Ferienwohnungen,
insgesamt Platz für 31 Gäste; Ge-
meinschaftsküche; abgeschlossen-
er, begrünter Innenhof mit Terras-
se
Weitere Angebote
Veranstaltungsräume für Familien-
feiern, Seminare oder Firmenfeiern
für bis 70 Personen; kostenloser
Fahrradverleih
Zielgruppen
durch die Nähe zum Schladitzer
See zunehmend attraktiv für Fe-
riengäste; viele Stammgäste und
Familienfeiern/-treffen; von Montag
bis Freitag viele Geschäftsreisen-
de und Monteure
Historie
Vierseithof mit Lehmstall, Lehm-
haus,
Klinkerhaus
und
großer
Scheune;
ältestes
Gebäude
(Lehmstall) vor 1800 und jüngstes
Gebäude (Scheune) 1931 erbaut
Leerstand
sechs Jahre; nicht zwingend bau-
fällig, aber zwingend sanierungs-
bedürftig; Lehmhaus war zum Ab-
riss freigegeben
Umbauzeitraum
kontinuierlich seit 1990
Umbau
von Denkmalschutzbehörde bera-
ten lassen und Anregungen auch
umgesetzt; ursprüngliche Gestalt
und Besonderheiten der histori-
schen Bausubstanz sowie die alte
Bau-/Funktionsweise wurden bei
der Sanierung soweit es ging er-
halten
„Der Hof ist zwar kein Denkmal,
aber durch die Beratung der
Denkmalschutzbehörde erhielten
wir viele Anregungen.“
Rudolf Buchholz
Bundesland:
Sachsen
Landkreis:
Nordsachsen
Stadt/Gemeinde:
Schkeuditz OT
Radefeld
Tourismusregion:
Leipziger Neuseenland
Das Lehmhaus
am Anger
Vierseithof vor der Sanierung 1995
Umbaukosten
ca. 520.000 Euro
Finanzierung
Eigenmittel
Vierseithof nach der Sanierung 2015
Landwirtschaftliche Gebäude
Hofanlage in Radefeld / Sachsen
15
Tipp

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Ansprechpartner
Büdnerei Lehsten
Johanna Bantzer
Friedrich-Grese-Str. 31
17219 Lehsten
www.buednerei-lehsten.de
ERBE VERPFLICHTET
Touristisches Angebot
Ferienwohnungen
und Café
Weitere Angebote
Galerie, Seminar- und Veranstal-
tungsraum für bis 70 Personen;
Kurs-
und Kulturangebote (Kon-
zerte, Theater), Feste (z. B. Oster-
fest)
Zielgruppen
für die Ferienwohnungen: junge
Familien mit Kindern; Ehepaare 50
plus (oft in kleineren Gruppen),
Radfahrer;
für
Café/Galerie/Kulturangebote:
Touristen aus der Region, Ein-
heimische auch aus größerem Um-
kreis, speziell Kulturinteressierte
Historie
Baujahr 1825 bis 1850, Büdnerei
(Anwesen einer Kleinbauernfami-
lie);
nach 1990 übernimmt Brunhilde
Schmalisch
ihr
Familienerbe;
Denkmal
Leerstand
sehr verfallen, leerstehend und teil-
weise baupolizeilich gesperrt
Umbauzeitraum
seit 1992
Umbau
die Büdnerei wurde als erstes Ge-
bäude saniert; alte Bohlen freige-
legt, Lehmwände restauriert;
danach kamen weitere Objekte
hinzu; insgesamt wurden vier Ge-
bäude rekonstruiert; aus dem ehe-
maligen LPG-Gebäude entstand
ein Gästehaus mit acht Doppel-
zimmern und Kreativräumen;
alles wurde denkmalgerecht sa-
niert zum Beispiel mit maßangefer-
tigten Sprossenfenstern nach al-
tem Maß;
im Anschluss wurden die Gebäude
unter Denkmalschutz gestellt
Bemerkenswert
1995 Gründung des Fördervereins
Büdnerei Lehsten e. V. mit anfangs
über 1.000 Mitgliedern;
Station der Gartenroute Mecklen-
burg-Vorpommern;
aus Altersgründen hat Familie
Schmalisch die Büdnerei mit Häu-
sern und Scheunen im Dezem-
ber
2017
an
vier
Theater-
schaffende verkauft:
Johanna Bantzer (Schauspielerin),
Aljoscha Stadelmann (Schauspie-
ler), Sarah Franke (Schauspie-
lerin), Alexander Eisenach (Regis-
seur); Neueröffnung im März 2018
Bundesland:
Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis:
Mecklenburgische Seenplatte
Stadt/Gemeinde:
Lehsten (Möllenhagen),
ca. 4.000 Übernachtungen (2014)
Tourismusregion:
Mecklenburgische
Seenplatte
Büdnerei Lehsten
Büdnerei in Lehsten / Mecklenburg-Vorpommern
Lageplan zur Büdnerei Lehsten
Landwirtschaftliche Gebäude
16

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Ansprechpartner
Familie Broscheit
(Hotelbetreiber und Mitbesitzer)
Höllentalstraße 96
79199 Kirchzarten-Burg
Tel.: 07661 9886110
www.rainhof-scheune.de
EINE SCHEUNE WIRD NEUER ANZIEHUNGSPUNKT
Touristisches Angebot
Hotel
in Scheune mit 16 Themenzim-
mern (14 Doppelzimmern und zwei
Suiten), Designinnovationen und
moderne Bäder bieten bei der In-
neneinrichtungen der ehemaligen
Knechtskammern einen bewussten
Kontrast zu den historischen Holz-
wänden und Deckenbalken
Weitere Angebote
Gaststätte; großer Veranstaltungs-
saal; großzügiger Wellnessbereich
mit
Kaminzimmer,
Sauna und
Dampfbad sowie Schwarzwaldpa-
norama;
Buchladen und Galerie; Bistro und
Laden mit regionalen Produkten
aus dem Schwarzwald; Stützpunkt
des Naturparks Südschwarzwald;
Weißtannenraum als Veranstal-
tungsraum für zukunftsweisendes
Bauen
Zielgruppen
Wanderer, Wintersportler, Radfah-
rer, Biker; Altersgruppe der 30- bis
50-jährigen;
Einheimische
und
Gäste im Einzugsgebiet bis in die
Schweiz
Historie
Baujahr 1790, zum Rainhof gehö-
rende Scheune; ehemalige Um-
spannstation für Kutschen; Denk-
mal
Leerstand
gut erhaltener Kernbestand, solide
gedecktes Dach, trockene Holzbal-
ken
Umbauzeitraum
Kauf 2008 durch die Rainhof GbR
und Sanierung von 2008 bis 2010,
2013 Wellnessbereich
Umbau
war denkmalpflegerisch äußerst
schwierig;
wegen der Belichtungsverhältnisse
Entscheidung für Hotelnutzung, da
Gäste meist tagsüber außer Haus
sind;
bei der Sanierung wurde möglichst
viel der historischen Substanz er-
halten und schonend integriert;
größtenteils barrierefrei;
Block-
heizkraft, Pelletanlage mit jährlich
17 kWh/m²
Umbaukosten
3 Millionen Euro
Finanzierung
unter anderem Beteiligung der
Gemeinde mit 125.000 Euro, dafür
Bereitstellung eines Raumes zur
öffentlichen Nutzung; fünf Prozent
Förderung vom Denkmalschutz
Bemerkenswert
Architekturpreis
in
der
Rubrik
Baukultur Schwarzwald (2010);
Sitz
des
Vereins
SCHWARZ
WALD GUT e. V. (seit 2014), ei-
nem Forum junger Initiativen und
Unternehmen, mit dem Ziel innova-
tive Potentiale der Region, Nach-
haltigkeit
und
regionale
Wert-
schöpfung zu stärken
www.schwarz-wald-gut.de;
seit 2016 Naturpark-Wirt
„Ein gutes Nutzungskonzept ist die
Basis, um alte Gebäude erfolg-
reich zu revitalisieren.“
Willi Sutter
Bundesland:
Baden-Württemberg
Landkreis:
Breisgau-Hochschwarzwald
Stadt/Gemeinde:
Kirchzarten-Burg
Tourismusregion:
Hochschwarzwald
Rainhof Scheune
Scheune vor der Sanierung
Landwirtschaftliche Gebäude
Scheune in Kirchzarten-Burg / Baden-Württemberg
17
Tipp

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Ansprechpartner
Christine und Dr. Gernot Marquardt
Baiersbronner Str. 4
72270 Baiersbronn-Klosterreichenbach
Tel.: 07442 84840 (Hotel);
0711 605617 (Büro)
www.waldknechtshof.de
240 JAHRE BAUGESCHICHTE TRIFFT MODERNE
Touristisches Angebot
Vier-Sterne-Hotel
mit zwölf Appartements; Gourmet-
restaurant und Bistro mit angeglie-
dertem Weinkeller
Weitere Angebote
Räumlichkeiten für Tagungen, Se-
minare und Feiern für bis zu
achtzig Personen
Zielgruppen
mit Neueröffnung neue Zielgruppe
angesprochen, (junges, progressi-
ves Publikum); Gäste im Alter
zwischen 30 und 60 Jahren, mittle-
res bis gehobenes Einkommens-
niveau; Gastronomiegäste im Um-
kreis bis zu 80 km; Führungskräfte
von groß- und mittelständischen
Unternehmen sowie Wochenend-
und Kurzurlaubsgäste
Historie
Baujahr 1769, ehemalige Meierei
zur Versorgung eines Benedik-
tiner-Klosters; Denkmal
Leerstand
bis Ende der 1980er landwirt-
schaftlich betrieben, danach reine
Wohnnutzung, aufgrund der Bau-
historie einwandfreie Gebäudesub-
stanz (es wurde sehr gutes Bau-
holz verwendet)
Umbauzeitraum
1992 bis 1996
Umbau
baubiologisch restauriert; nur Ma-
terialien verwendet, die zum Ge-
bäude passen, aus der Region
stammen oder auch zur Erbau-
ungszeit verwendet worden wären;
historische Balkenkonstruktion auf-
wändig von Hand mit Bürsten ge-
reinigt und mit Leinöl behandelt;
Umbau ausschließlich mit Natur-
materialien; Dämmung innen und
außen mit Holzfaserstoffen; Gas-
Brennwertkesseln,
ergänzt
um
thermische Solarkollektoren - zum
Eröffnungszeitpunkt ein Novum
„Unser Konzept war damals
neuartig und wir haben uns eine
komplett eigene Gästestruktur
erarbeitet.“
Dr. Gernot Marquardt
Bundesland:
Baden-Württemberg
Landkreis:
Freudenstadt
Stadt/Gemeinde:
Baiersbronn;
in der Gesamtgemeinde ca. 720.000
Übernachtungen (2014)
Tourismusregion:
Schwarzwald
Waldknechtshof
Meierei im Waldknechtshof
Umbaukosten
2 Millionen Euro
Finanzierung
komplett privat
Bemerkenswert
Auszeichnung als bestes deut-
sches Hideaway-Hotel (2008);
erster Platz für Servicequalität bei
der Trainerbefragung der Exzel-
lenten Tagungshotels (2012);
Hauptseminarstandort der Mana-
gement Akademie Schwarzwald
(IHK) (seit 2014);
Gründungsmitglied
der
Koope-
rations-Marke
„Exzellente
Lern-
orte“ mit dem Leistungsverspre-
chen als herausragend speziali-
siertes Tagungshotel (2016);
das
Restaurant
ist
mehrfach
ausgezeichnet (Michelin mit einem
Bib Gourmand, Varta zwei Sterne,
Aral Schlemmeratlas)
Landwirtschaftliche Gebäude
Waldknechtshof in Baiersbronn / Baden-Württemberg
18
Tipp

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Ansprechpartner
Josef Reeb
Gartenstraße 11
73495 Stödtlen
Tel.: 07964 3309323, 0160 96404722
www.vesperstueble-reeb.jimdo.com
VESPERN IN URIGEM AMBIENTE
Touristisches Angebot
Gaststube
mit Platz für 30 Personen, Festsaal
mit Platz für bis zu 50 Personen
Weitere Angebote
hofeigene
Räucherkammer
mit
Spezialitäten (geräucherte Brat-
würste „Schwarze Finger“); Bier-
garten; jährlicher Hausball, Weiß-
blaues Wochenende
Zielgruppen
„ältere Generation“ aus der Region
im Umkreis von bis zu 30 km; Fa-
milienfeiern „von der Taufe bis zur
Scheidung“; im Sommer Naherho-
lungssuchende,
Radfahrer
und
Campingplatzgäste
Historie
Baujahr von Stall und Scheune
1910, als Teil eines landwirtschaft-
lichen Anwesens mit Wohngebäu-
de errichtet
Leerstand
bis 2002 als Stall genutzt; kurzzei-
tiger Leerstand; schlechter bauli-
cher Zustand
Umbauzeitraum
2010 bis 2012; zuerst Umbau des
Wohnhauses ca. ein dreiviertel
Jahr und danach ca. 1,5 Jahre
Stallungen und Scheune
Umbau
ehemaliges Elternhaus komplett
saniert, innen entkernt, Versor-
gungsleitungen; alles erneuert für
Wohnen zum privaten Zwecke;
Stallungen und Scheune scho-
nende Sanierung; Stallcharakter
und
alte
Bausubstanz
sollten
erhalten
bleiben;
barrierefrei
zugänglich; Dekoration mit alten
Gerätschaften der Jägerei und
Schäferei
Umbaukosten
insgesamt ca. 180.000 Euro
Finanzierung
Eigenmittel und viel Eigenleistung;
Bankkredit; Förderung über das
Entwicklungsprogramm Ländlicher
Raum
Bundesland:
Baden-Württemberg
Landkreis:
Ostalbkreis
Stadt/Gemeinde:
Stödtlen,
nur ein Beherbergungsbetrieb im Ort
Tourismusregion:
an der Grenze zur
Schwäbischen Alb
Vesperstüble Reeb
Stall vor der Sanierung
Stall nach der Sanierung
Landwirtschaftliche Gebäude
Scheune in Stödtlen / Baden-Württemberg
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Ansprechpartner
Freifrau Sabine von Süsskind
Dennenlohe 1
91743 Unterschwaningen
Tel.: 09836 96888
www.dennenlohe.de
EIN MARSTALL FÜR HUNGRIGE PARKBESUCHER
Touristisches Angebot
Gastronomie
mit saisonalem Angebot (von April
bis Oktober); Selbstbedienungs-
theke für frische Speisen, vorwie-
gend regionale Produkte
Weitere Angebote
Vermietung für Hochzeiten für bis
zu 140 Personen mit vollständiger
Großküche; im Innen- und Außen-
bereich
Erweiterungsmöglichkeit
auf insgesamt 500 Plätze
Zielgruppen
Besucher des Schlossparks, Hoch-
zeits- und Festgesellschaften
Historie
vermutlich um 1734 als Pferdestall
errichtet, mit kontinuierlichen An-
bauten, zuletzt oben Schüttboden
und unten Maschinenhalle;
Ensembledenkmalschutz der ba-
rocken Gutsanlage mit 25 Hektar
großem
Landschaftspark
und
Süddeutschlands größtem Rhodo-
dendronpark
Leerstand
stand länger leer bzw. wurde nur
als Maschinenunterstand verwen-
det, in keinem guten Zustand
Umbauzeitraum
2004, ca. ein halbes Jahr
Umbau
Ziel war es, den historischen Cha-
rakter so weit wie möglich heraus-
zuarbeiten;
es wurde das alte Mauerwerk und
Fachwerk freigelegt (zum Beispiel
an der Schlossmauer das zyklopi-
sche Mauerwerk), die Betonböden
entfernt und Holzböden verlegt;
alte Balken wurden möglichst er-
halten und zum Teil altes Holz
eingebaut;
Anbau eines Traktes für Toiletten;
durchgängig
barrierefrei,
auch
Toilettenanlage;
Einbau einer Küche
Umbaukosten
ca. 250.000 Euro
Finanzierung
durch
Eigenmittel:
verbilligtes
Darlehen, Zuschuss zum Einbau
der Küche aus dem Programm
„Förderung
der
touristischen
Erschließung“ des Landkreises von
20 Prozent
Bemerkenswert
„Reisen für Alle“ zertifiziert;
Initiatoren des Bayerischen Gar-
tennetzwerkes
„Beim Denkmalschutz ist die
Herausforderung, gemeinsam nach
kreativen Lösungen zu suchen.“
Robert von Süsskind
Bundesland:
Bayern
Landkreis:
Ansbach
Stadt/Gemeinde:
Unterschwaningen,
ca. 6.700 Übernachtungen (2014)
Tourismusregion:
Mittelfranken
Gasthaus Marstall
Ehemaliger Pferdestall von Schloss Dennenlohe
Landwirtschaftliche Gebäude
Pferdestall in Unterschwaningen / Bayern
20
Tipp

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Ansprechpartner
Bernd und Gabriele Windisch
Am Forsthaus 9
08239 Bergen
Tel.: 037463 22747
www.neue-scheune.de
FERIEN MIT SCHAUWERKSTATT
Touristisches Angebot
Übernachtung
im
denkmalgeschützten
Ferien-
haus für sechs Personen mit zwei
Schlafzimmern
(mit
niedriger
Schlafzimmerdecke und Himmel-
betten) und einem Spielzimmer
Weitere Angebote
Mehrzweckraum für ca. 25 Per-
sonen für private Feiern, Lesun-
gen, Seminare;
historische Schauwerkstatt in ehe-
maliger
Tischlerei
(technisches
Denkmal,
mit
Maschinen
und
Werkzeugen des Großvaters);
restaurierte
Miniaturschauanlage
(Lebenswerk eines Bauern aus der
Region, bestehend aus mehreren
Miniaturhäusern und geschnitzten
Bildern mit beweglichen Figuren)
Zielgruppen
Familien
Historie
Baujahr ca. 1800, ehemaliger bäu-
erlicher Handwerksbetrieb mit Um-
gebindehaus
(Wohn-Stallhaus),
Scheune und Tischlerei; Denkmal
Leerstand
ca. 10 bis 15 Jahre; Tischlereian-
bau war zum Abriss freigegeben
Umbauzeitraum
1994 bis 1996, 2005 Restaurierung
Umgebindehaus
Umbau
Tischlerei saniert und eine Etage
aufgestockt
(Obergeschoss
für
private Nutzung); Umgebindehaus
zu Ferienhaus saniert;
Anliegen: so viel wie möglich von
der historischen Bausubstanz be-
lassen
und
zugleich
modern
sanieren (Fußbodenheizung, Re-
genwassernutzung,
aus
dem
Scheunentor ist ein großes Glas-
fenster mit dahinterliegendem Win-
tergarten geworden)
Umbaukosten
ca. 256.000 Euro
Finanzierung
Förderung
für
Umnutzung
zu
Wohnen und Gewerbe sowie für
den Außenbereich (ca. 30 Pro-
zent); KfW-Förderung für Heizung
Bemerkenswert
Auszeichnung im Landeswettbe-
werb „Ländliches Bauen“
„Man hat die Pflicht in Ehrfurcht zu
übernehmen, was die Altvorderen
an Sinnvollem überlassen haben,
und das Recht, zeitgemäßes
Wohnempfinden zu integrieren.“
Bernd und Gabriele Windisch
Bundesland:
Sachsen
Landkreis:
Vogtlandkreis:
Stadt/Gemeinde:
Bergen, Tourismus-
Intensität gering, drei Unterkünfte und eine
Gaststätte
Tourismusregion:
Vogtland
Neue Scheune
Hausansicht 1954 bis 1970
Gebäude
nach der
Sanierung
Industrie-/Handwerksbetriebe
Handwerksbetrieb in Bergen / Sachsen
21
Tipp

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Ansprechpartner
Gabriele Meichsner
Fundgrube Sauschwart 1
08289 Schneeberg OT Neustädtel
Tel.: 03772 358883, 0174 2420693
www.pension-sauschwart.de
STILVOLL BERGBAUGESCHICHTE ERFAHREN
Touristisches Angebot
Ferienhaus
mit zwei separaten Ferienwoh-
nungen für insgesamt 14 Perso-
nen, mit stilvoller Ausstattung; um-
geben von einem 4.000 Quadrat-
meter großen Grundstück
Weitere Angebote
Grillplatz und Fahrräder
Zielgruppen
Familien (vor allen für Familien-
treffen) und Gruppen (zum Beispiel
Freunde, Sport- oder Hausgemein-
schaften)
Historie
Baujahr 1835, Huthaus bzw. Ver-
waltungsgebäude der Fundgrube
„Sauschwart“, 1953 wird der Berg-
bau
in
der
Fundgrube
„Sau-
schwart“ eingestellt; danach Wohn-
haus; Denkmal
Leerstand
ca. zehn Jahre
Umbauzeitraum
kontinuierlich seit 1990
Umbau
Sanierung nach historischen Vorla-
gen und denkmalschutzrechtlichen
Vorgaben begonnen durch Denk-
malpflegehof des Christlichen Ver-
eins Junger Männer (CVJM);
2003 in halbfertigem Zustand ab-
gekauft (Gemeinde ist Eigentümer
des Grundstücks; Nutzung durch
Erbpacht
geregelt)
und
mit
Unterstützung des Denkmalpflege-
hofs fertig saniert;
unter anderem Verwendung von
Naturbaustoffen wie Lehm, Stroh
und Holz; Schieferfußboden; 2004
Fertigstellung Basissanierung;
seitdem
Weiterentwicklung
und
Aufwertung; da vieles ursprünglich
mit einfachen Materialien gebaut
wurde,
zum
Beispiel
mussten
Fenster vor zwei Jahren bereits
getauscht werden, da sie undicht
waren; „…
viel nachgebessert, je
nachdem
wie
viel
Geld
wir
investieren konnten.“
„Bei einem Denkmal muss man
Kompromisse finden, was nicht
immer einfach ist.“
Gabriele Meichsner
Bundesland:
Sachsen
Landkreis:
Erzgebirgskreis
Stadt/Gemeinde:
Schneeberg OT
Neustädtel,
ca. 65.300 Übernachtungen (2014)
Tourismusregion:
Erzgebirge
Pension Sauschwart
Huthaus vor der Sanierung
Finanzierung
ohne Fördermittel
Bemerkenswert
eines
der
wenigen
erhaltenen
Bergbaudenkmäler im Ort, zusam-
men mit Zimmer-/Steigerhaus und
Bergbaukaue einzigartig
Huthaus nach der Sanierung
Huthaus in Neustädtel / Sachsen
22
Tipp
Industrie-/Handwerksbetriebe

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Ansprechpartner
Landesinnung Metall Saarland
Frau Maaß
Postfach 1213
66512 Neunkirchen
Tel.: 06821 105 105
REGIONALE HANDWERKSGESCHICHTE KOMPAKT
Touristisches Angebot
Museum
im letzten noch unverfälscht erhal-
tenem Gebäude der einst weitläu-
figen
Steinkohlenschachtanlage
Griesborn zur Präsentation der tra-
ditionellen
Handwerksberufe
im
von Kohle und Stahl geprägten
Saarland
Weitere Angebote
Führungen; Sonderausstellungen
Zielgruppen
Interessierte für Industriekultur und
Handwerk; Schulen aus der Umge-
bung
(vor
allem
Grundschul-
klassen)
Historie
Baujahr 1857; Denkmal; Kom-
pressorenhaus der Steinkohlen-
schachtanlage Griesborn, bis 1950
in Betrieb; nach dem allmählichen
Niedergang der Kohle-Förderung
wurden
Teile
der
baulichen
Anlagen abgerissen; ein anderer
Teil ging 1969 in den Besitz des
Landkreises
Saarlouis;
Umnut-
zungsvorschlag von der Landes-
innung
Metall;
1993
Koopera-
tionsvertrag
zwischen
Grund-
stückseigentümer, dem Landkreis
Saarlouis und der Landesinnung
Metall
Leerstand
Grundmauern in Ordnung, feuch-
tes Mauerwerk
Umbauzeitraum
bis 1999
Umbau
das Gebäude wurde entkernt und
orientiert
am
Original
wieder
hergerichtet; komplette Sanierung
der Sandsteinmauern; zur Ergän-
zung der Ausstellungsfläche wurde
eine mittlere Galerie
montiert;
Einbau Wandheizungen; Erdge-
schoss barrierefrei
Finanzierung
unterstützt durch das Ministerium
für Wissenschaft und Kultur sowie
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
für vorbereitende Arbeiten und zur
Restaurierung von Maschinen und
Werkzeugen
Bemerkenswert
einzigartiges Museum in seiner Art
im Südwestdeutschen Raum;
beteiligen sich am internationalen
Museumstag und am Tag des
offenen Denkmals
Bundesland:
Saarland
Landkreis:
Saarlouis
Stadt/Gemeinde:
Schwalbach
Tourismusregion:
Saar-Lor-Lux
Schmiede- und
Schlossermuseum
Schmiede mit Blase-
balg, Amboss,
Biegewalze, Stauch-
maschine, Biegehorn,
Ständer- und Tisch-
bohrmaschine sowie
den Werkzeugen wie
Schmiedezangen,
Schmiedehämmern,
Gesenke, Nageleisen,
Lochplatte und
Locheisen
Kompressorenhaus in Schwalbach-Saar / Saarland
23
Industrie-/Handwerksbetriebe

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Ansprechpartner
Christfried Heinrich (Museumsleiter)
Hauptstraße 214a
02739 Kottmar OT Eibau
Tel.: 03586 702051
www.faktorenhof-eibau.de
LÄNDLICHEN BAROCK ERLEBEN
Touristisches Angebot
Tourist-Information
und Heimatmuseum mit Sonder-
ausstellungen; Max-Langer-Stuben
(Ausstellung zum Heimat- und
Kunstmaler);
Veranstaltungen (Vorträge, Kaba-
rett, Liederabende); museumspä-
dagogische Angebote für Kinder;
Frühjahrs-, Herbst- und Weih-
nachtsmarkt
Weitere Angebote
Standesamt im Paradezimmer des
Herrenhauses;
Gaststätte „Brauhaus“ (Eröffnung
1998) in der ehemaligen Scheune;
Bauerngarten; Sitz des Fremden-
verkehrsvereins Spreequell-Land
Zielgruppen
Einheimische
und
Gäste
aller
Altersgruppen; Schulklassen; Rei-
segruppen;
Kulturinteressierte;
Tagestouristen;
Hochzeitsgesell-
schaften
Historie
Dreiseithof aus dem 18. Jahrhun-
dert mit barockem Herrenhaus
(1717); ehemalige Handelsnieder-
lassung mit Faktoren- und Gedin-
gehaus sowie Scheune; Denkmal
Leerstand
5 bis 20 Jahre (eine Wohnung im
Haupthaus war bis Ende der
1980er
Jahre
bewohnt);
Hof
abgewirtschaftet; Malereien waren
unter Platten geschützt; viele Ba-
rockelemente sind erhalten geblie-
ben
Umbauzeitraum
1995 bis 2001 Haupthaus (Unter-
und Obergeschoss), Gedingehaus
und Scheune; 2009 bis 2012
Haupthaus
(Ausbau
Dachge-
schoss und Spitzboden)
Umbau
Komplettsanierung mit Erhalt und
Aufarbeitung von Malereien und
barocken Elementen;
Barrierefreiheit
im
Haupthaus
(Fahrstuhl,
behindertengerechte
Toilette)
außer
im
Spitzboden
(einige Türbreiten mussten original
belassen werden); Gasheizung
Finanzierung
erste Bauphase (1995 bis 2001)
Sächsische
Denkmalförderung;
Gemeinschaftsaufgabe
Verbes-
serung der regionalen Wirtschafts-
struktur; Ostdeutsche Sparkassen-
stiftung; Deutsche Stiftung Denk-
malschutz;
zweite Bauphase (2009 bis 2012)
Städtebauliches
Denkmalschutz-
programm (Fördersatz ca.
80 Prozent)
„Enger Kontakt zu Initiativen und
Organisationen sowie Gästen hilft
uns, dass Angebot zu erweitern
und zu verbessern.“
Christfried Heinrich
Bundesland:
Sachsen
Landkreis:
Görlitz
Stadt/Gemeinde:
Kottmar OT Eibau,
ca. 9.000 Übernachtungen (2014)
Tourismusregion:
Oberlausitz
Faktorenhof Eibau
Haupthaus
vor der Sanierung
Dreiseithof nach der Sanierung
Faktorenhof in Eibau / Sachsen
24
Tipp
Öffentliche Gebäude

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Ansprechpartner
Gemeinde Schmelz
Sabine Altmeyer
Rathausplatz 1
66839 Schmelz
Tel.: 06887 301138
www.schmelz.de
ALTES ZOLLHAUS MIT MODERNEM GEWAND
Touristisches Angebot
Museum
mit ehemaliger Arbeiterwohnung,
in der das Leben einer Arbeiter-
familie im 17. Jahrhundert doku-
mentiert wird; die Historie des
Gebäudes wird filmisch erklärt
Weitere Angebote
Trauzimmer in der ehemaligen
Küche des Zollhauses;
Seminar- und Tagungsräume für
Veranstaltungen,
Ausstellungen
und Beratungen
Zielgruppen
Einwohner und Gäste aller Alters-
gruppen
Historie
1683 errichtet, als königlich franzö-
sische Zollstation zur Erhebung
von Straßen- und Brückenzöllen;
um 1730 Umbau zu einem Arbei-
terwohnhaus mit sechs Wohnun-
gen für die Bettinger Schmelze;
2002 Erwerb durch die Gemeinde;
Denkmal
Leerstand
verfallen und abrissreif; 2008 gab
die Gemeinde einen Rahmenplan
in Auftrag, um den Bereich städte-
baulich neu zu ordnen; bei einer
Bestandsaufnahme der abrissrei-
fen Häuser fielen am Giebel des
Gebäudes die besonderen Fen-
stergewände (um 1630) auf
Umbauzeitraum
2012 bis 2015
Umbau
Mauergewände und Hausbrunnen
freigelegt; Erhalt der alten franzö-
sischen Holzdecken und Fach-
werkwände;
Dachstuhl
unter
Verwendung
des
vorhandenen
Materials neu konstruiert;
in Abstimmung mit der Denkmal-
schutzbehörde
seitlicher
Anbau
eines
modernen
Multifunktions-
traktes „Multiplex“ als Kultur- und
Sozialforum
Bundesland:
Saarland
Landkreis:
Saarlouis
Stadt/Gemeinde:
Schmelz
Tourismusregion:
Saar-Lor-Lux
Altes Zollhaus
Gebäude vor der Sanierung
Umbaukosten
2,97 Millionen Euro
Finanzierung
gefördert in Höhe von 49 Prozent
für den Wettbewerbsbeitrag "Le-
bendige Mitte Bettingen“ im Rah-
men des EU-Wettbewerbes "KIWI
- kreativ, integrativ, wirtschaftlich,
innovativ" des Europäischen Fonds
für regionale Entwicklung (EFRE);
51 Prozent der Investitionssumme
durch Gemeinde
Bemerkenswert
Freiflächen um das historische
Zollhaus, die nach Abriss von acht
älteren Privathäusern entstanden,
sind im französischen Stil gestaltet;
fußläufige, barrierefreie Anbindung
zum
Kulturzentrum
Bettinger
Mühle (mit Fußgängerbrücke über
den Fluss Prims);
eingebunden in die touristische
Kampagne „Lokales Funkeln“ des
Landkreises Saarlouis
http//lokales-funkeln.de/?page_id=822
Anbau eines Multifunktionstraktes
Öffentliche Gebäude
Zollhaus in Schmelz / Saarland
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Ansprechpartner
Gastwirtschaft I Café I Bühne
Guido Epp (Architekt und Besitzer)
Belchenstraße 24
79244 Münstertal
Tel.: 07636 78775710
www.bahnhof-muenstertal.de
HALTEPUNKT NICHT NUR FÜR KULTUR-HUNGRIGE
Touristisches Angebot
Restaurant und Café
mit Backstube
Weitere Angebote
Bühne mit regelmäßigen Kultur-
angeboten (Jazz, Blues, Cellisten,
Chansons, Trachtenkapelle); Back-
und Tortenkurse
Zielgruppen
Einheimische,
Tagesgäste
und
Kulturinteressierte aus der Region
Historie
Baujahr 1915; 2011 Verkauf des
Bahnhofsareals durch die Süd-
westdeutsche Verkehrs-Aktienge-
sellschaft; 2014 Kauf des Bahnho-
fes und des Bahnhofvorplatzes
durch Guido Epp; Denkmal
Leerstand
von 1992 bis 2015, vorher als
Wohnraum genutzt; alt, aber guter
Zustand; teilweise gut erhaltenes
Ziegelmauerwerk
Umbauzeitraum
August 2014 bis Juni 2015
Umbau
erfolgte in Abstimmung mit dem
Denkmalamt und der Gemeinde;
Grundstruktur und -substanz des
Bahnhofs wurde bewahrt; ehe-
malige
Güterhalle
wurde
zum
Gastraum, der bis zu den First-
balken offen gehalten ist; Innen-
gestaltung erfolgte mit Gemälden
einer Künstlerin aus der Region;
an der Westseite wurde ein kleiner
Bühnenraum angefügt;
südlich am Gebäude ist eine Glas-
terrasse (Wintergarten) angebaut
und
die
bisherige
Sattel-
Walmdachform weitergeführt (mit
Biberschwanzziegeln);
der Osttrakt beherbergt Backstube
sowie Lager- und Sanitärräume;
die
Bahnlinie/Haltestelle
wurde
200 Meter weiter verlegt (Züge
fahren
im
Stundentakt
nach
Freiburg); barrierefrei
Umbaukosten
ca. 800.000 Euro
Finanzierung
keine Fördermittel
„Mit den Projekten am Bahnhof hat
Münstertal eine attraktive Ortsmitte
bekommen.“
Guido Epp
Bundesland:
Baden-Württemberg
Landkreis:
Breisgau-Hochschwarzwald
Stadt/Gemeinde:
Münstertal/Staufen,
ca. 240.000 Übernachtungen (2014)
Tourismusregion:
Schwarzwald
Bahnhof Münstertal
Bahnhof vor der Sanierung
Bis zu den Firstbalken offen gehaltener Gastraum in der ehemalige Güterhalle mit
Bühnenraumanbau
Öffentliche Gebäude
Bahnhof in Münstertal / Baden-Württemberg
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Tipp

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Ansprechpartner
Walburga Rombach
Wagensteigstr. 10
79274 St. Märgen
Tel.: 07669 9399988
www.cafe-goldene-krone.de
GEKRÖNTE LANDFRAUENKÜCHE
Touristisches Angebot
Café
mit rund 60 Plätzen sowie Garten-
terrasse; Anspruch: möglichst alle
Zutaten ausschließlich von den
Höfen und Betrieben der Region
beziehen; anerkannter „Naturpark-
Wirt Südschwarzwald“
Weitere Angebote
Café-Laden;
der
Jugendstilsaal
wird vom Förderkreis für Semi-
nare, Workshops oder private Fei-
ern vermietet; im Obergeschoss
barrierefreie Wohnungen
Zielgruppen
Einheimische und Gäste der Re-
gion, Tagesausflügler (Langläufer,
Radfahrer); viele Stammgäste
Historie
Baujahr 1757, als Pilgerheim und
Klosterherberge errichtet; Land-
gasthof nach der Auflösung des
Klosters; Anfang des 20. Jahrhun-
derts Umbau zum Grand Hotel mit
Aufstockung einer Etage und auf-
wändiger Ausgestaltung (unter an-
derem Jugendstilsaal); ab den
1960er Jahren keine Investitionen
mehr; Denkmal
Leerstand
über 15 Jahre; Dach undicht, vom
Zerfall bedroht; um den Abriss zu
verhindern, erwirbt 2003 der ei-
gens
gegründete
„Förderkreis
Lebendiges Dorf“ die Immobilie;
elf Privatpersonen setzen sich als
„Goldene Krone GbR“ für die Ret-
tung des wertvollen Baudenkmals
ein
Umbauzeitraum
2003 bis 2004
Umbau
aufwändig restauriert; Baufehler
aus dem Jahr 1900 beseitigt (ein-
schließlich
Problemen bei der
Statik); alte Gebäudestruktur erhal-
ten; 100 kW-Holzpelletheizung mit
Kombiheizkessel für Umstellung
auf Hackschnitzel
„Mit einer Vision sind wir 2004
gestartet. Heute ist das Land-
frauencafé nicht nur als Sozial-
projekt in aller Munde.“
Beate Waldera-Kynast
Bundesland:
Baden-Württemberg
Landkreis:
Breisgau-Hochschwarzwald
Stadt/Gemeinde:
St. Märgen,
Wallfahrtsort , ca. 59.000 Übernachtungen
(2014)
Tourismusregion:
Hochschwarzwald
Café Goldene Krone
Landgasthof vor der Sanierung
Umbaukosten
1,6 Millionen Euro (brutto pro Qua-
dratmeter 1.050 Euro)
Finanzierung
Darlehen über die Kreditanstalt für
Wiederaufbau; Bankdarlehen; fünf
bis zehn Prozent Zuschüsse vom
Denkmalamt sowie Zuschuss von
der Kommune
Bemerkenswert
da sich kein Pächter fand, wird das
Café seit 2004 von Landfrauen in
Teilzeit bewirtschaftet und bietet
über zwanzig Frauen Arbeit und
Einkommen; eine Einzelunterneh-
merin trägt die Verantwortung; seit
März 2012 wird das Café als
Genossenschaft betrieben;
Vielzahl an Auszeichnungen:
Landwirtschaftspreis für unterneh-
merische Innovation (2005);
Gewinner im touristischen Ideen-
wettbewerb Genießerland Baden-
Württemberg (2009);
Bundespreis für Menschen und
Erfolge (2011)
Zu neuem Glanz erstrahlt
Klosterherberge in St. Märgen / Baden-Württemberg
27
Tipp
Öffentliche Gebäude

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Ansprechpartner
Echt Brombachseer eG
Fritz Walter
Hauptstraße 10
91720 Absberg
Tel.: 09837 975708
www.echtbrombachseer.de
KIRSCHE MACHT SCHULE
Touristisches Angebot
Prunothek
Probierstube für veredelte Speziali-
täten aus dem Brombachseer Kir-
schenland, Name ist abgeleitet
vom lateinischem Name der Süß-
kirsche „Prunus avium“;
Ausstellungsräume
über
den
Kirschenanbau am Brombachsee,
im Fränkischen Seenland und in
anderen europäischen Kirschenre-
gionen
Weitere Angebote
Dorfladen
Zielgruppen
Gäste des Fränkischen Seenlan-
des: Familien mit Kindern, Wasser-
sportler, Wanderer, Tagesausflüg-
ler
Historie
Baujahr ca. 1850; als Schulgebäu-
de konzipiert; mit Gestaltungsele-
menten des fränkischen Steinhau-
ses, das im südlichen Mittelfranken
seit Mitte des 18. Jahrhunderts
aufkam; Verwendung regionaler
Natursteine (Sandsteinquader);
Bauernhäuser dieser Zeitepoche
hatten
hoch
aufragende
Steil-
dächer; Denkmal
Leerstand
seit den 1970er Jahren weitgehend
leerstehend; das Gebäude war im
Eigentum der Gemeinde; Zustand
des Gebäudes relativ gut
Umbauzeitraum
2012 bis 2015
Umbau
entkernen; Freilegung von Fresken
und historischen Holzböden; neues
Dach; Verlegung des zentralen Zu-
gangs wieder an die Hauptstraße;
Anbau eines Glaserkers im Ober-
geschoß
„Es geht bei guter Architektur im
ländlichen Raum nicht darum,
etwas Außergewöhnliches aufzu-
bauen, sondern darum, einfache
Dinge gut zu machen.“
Fritz Walter
Bundesland:
Bayern
Landkreis:
Weißenburg-Gunzenhausen
Stadt/Gemeinde:
Absberg (am
Brombachsee);
Staatlich anerkannter Erholungsort,
ca. 21.300 Übernachtungen (2014)
Tourismusregion:
Fränkisches Seenland
Prunothek
Winterspezialitäten 2016
Umbaukosten
ca. 1 Millionen Euro
Finanzierung
430.000 Euro aus dem Programm
für ländliche Entwicklung,
(30
Prozent
Grundförderung,
10 Prozent Bonus für bestehendes
ILE-Konzept und weitere 10 Pro-
zent Sonderbonus; 50 Prozent der
Investitionssumme aus dem Ge-
meindehaushalt);
die bewegliche Innenausstattung
der Prunothek wurde LEADER-
finanziert;
viel Eigenleistungen
Bemerkenswert
Träger der Prunothek sind die
Stadt Spalt und die Marktgemeinde
Absberg sowie vier Obst- und Gar-
tenbauvereine aus den beiden
Kommunen;
Staatspreis
für
Dorferneuerung
und Baukultur des Bayerischen
Staatsministeriums für Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten (2015)
Schulhaus in Absberg / Bayern
Der angebaute Glaserker im
Obergeschoss als Blickfang
Öffentliche Gebäude
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Tipp

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Ansprechpartner
Tiemo Schönwald und Stine Pohl
Lange Str. 1
39590 Tangermünde
Tel.: 039322 45719 oder 7354055
www.exempel.de/zecherei
FESTSCHMAUS IM KIRCHENHAUS
Touristisches Angebot
Gastronomie
mit Event-Charakter; Hauptschiff
mit Kanzel sowie mittelalterlichem
Ladengeschäft bietet Raum für 35
Personen; im Scriptorium (Schreib-
stube) ist Platz für 70 Personen
und kann auch für bis zu 30 Perso-
nen als Tagungsstätte genutzt
werden; der Ritterraum ist für 37
Personen hergerichtet; das Kamin-
zimmer können 13 Personen nut-
zen oder zwei bis vier Personen
mit Badezuber
Leerstand
Gebäude wurde vorher schon für
Gastronomie genutzt und dann für
die Zecherei umgebaut
Umbauzeitraum
ca. sechs Monate im Jahr 2004
Umbau
Sanierung und Innengestaltung
zum Beispiel Bleiglasfenster,
Kirchenbänke und Beichtstuhl
„In Tangermünde ziehen alle
touristischen Anbieter zum Wohle
der Stadt an einem Strang.“
Tiemo Schönwald
Bundesland:
Sachsen-Anhalt
Landkreis:
Stendal
Stadt/Gemeinde:
Tangermünde mit ca.
90.000 Übernachtungen (2014)
Tourismusregion:
Altmark
Zecherei Sankt Nikolai
Umbaukosten
ca. 170.000 Euro und viel Eigen-
leistung
Finanzierung
Darlehen und Eigenkapital
Bemerkenswert
Auszeichnungen beim „Altmärker
Kulinarium“ (2006, 2007, 2014,
2017) und im Gastro-Wettbewerb
der Region Altmark (2011, 2015);
ServiceQualität
Deutschland
(2014);
App „Zecherei St. Nikolai“
(http//app.zecherei.de/tapp/index/9
1958)
Das Kreuzgewölbe gibt den passenden
Rahmen
Kirche in Tangermünde / Sachsen-Anhalt
Zielgruppen
Gäste und Einheimische, vor-
rangig für Gruppenfeiern, Alters-
gruppe 50 plus, Architektur- und
Kulturinteressierte (Backsteingotik)
Historie
als romanische Basilika erbaut um
1300; Kirche St. Nikolai; ab Mitte
des 17. Jahrhundert Umbau als
Wohngebäude für Arme; 1856 wird
der ehemalige Chorraum zu einem
Spritzenhaus der Feuerwehr; in
der zweiten Hälfte des 20. Jahr-
hunderts stehen die Räumlich-
keiten Kulturvereinen der Stadt zur
Verfügung; Denkmal
Erlebnis Badezuber
Sakralbauten
29
Tipp

30
Begriffserläuterungen
Begriffe
Erläuterungen
App
kleine Programme / Anwendungsprogramm mit begrenztem Funktionsumfang für mo-
bile Endgeräte wie Smartphones und Tablets
Denkmalpflege
Denkmalschutzbehörden
in
Sachsen:
www.denkmalpflege.sachsen.de/621.htm,
www.denkmalpflege.sachsen.de/download/Denkmalschutzbehoerden_Faltblatt.pdf
i-Marke
Qualitätssiegel des Deutschen Tourismusverbandes e. V. für Touristinformationsstel-
len,
Weitere
Informationen:
https://www.deutschertourismusverband.de/qualitaet/i-
marke.html
LEADER
Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und metho-
discher Ansatz im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwick-
lung des ländlichen Raums (ELER) zur Förderung der ländlichen Räume
Weitere Informationen:
www.netzwerk-laendlicher-raum.de/regionen/leader/
Weitergehende Informationen für Sachsen:
www.smul.sachsen.de/laendlicher_raum/5538.htm
Nationalpark-Partner
Sächsische Schweiz
Gütesiegel für Angebote im Einklang mit Grundsätzen des Nationalparks
Weitere Informationen:
www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/wir-ueber-
uns/netzwerk/nationalpark-partner/
Naturpark-Wirte
Südschwarzwald
Gastwirte und Hoteliers, die mit nachhaltigen Speiseangeboten aus Naturpark-
Produkten die Landwirtschaft unterstützen
Weitere Informationen:
http://www.naturpark-suedschwarzwald.de/essen-trinken/naturpark-wirte
Rechtsformen
Wie sich ehrenamtlich initiierte Tourismusprojekte bei steigender Nachfrage in wirt-
schaftlich arbeitende Unternehmen überführen lassen, ist in der Studie »Unternehmer-
tum und Ehrenamt im Tourismus« erläutert:
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11382
Reisen für alle
Qualitäts- und Komfortmerkmal für Barrierefreiheit in Deutschland; bundesweites
Kennzeichnungssystem für barrierefreie Angebote und Dienstleistungen (Gastgewerb-
liche Betriebe, Touristinformationen, Reisebüros, Reiseveranstalter, Verkehrsträger,
Freizeitanbieter, Taxiunternehmen, Ärzte und öffentliche Infrastruktur) - Angebot seit
2013;
Weitergehende Informationen:
www.reisen-fuer-alle.de
Sachsen Barrierefrei
TMGS-geprüfte Qualität für barrierefreies Reisen in Sachsen - Angebot in Sachsen
seit 2008,
Weitere Informationen:
www.sachsen-tourismus.de/reisethemen/sachsen-barrierefrei/
ServiceQualität. Deutsch-
land
Qualitätsmanagement-Verfahren mit einem dreistufigen System zur schrittweisen Ver-
besserung von Dienstleistungen und Angeboten,
Weitere Informationen:
www.q-deutschland.de
Weitere Informationen für Sachsen:
http://www.ltv-sachsen.de/de/Qualitaet/ServiceQualitaet-Deutschland_1691.html

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Tag des offenen Denk-
mals
bundesweiter Tag am zweiten Sonntag im September seit 1998, zu dem historische
Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen öff-
nen,
Weitere Informationen:
http://tag-des-offenen-denkmals.de/info/
Touristische Qualitäts-
systeme
z. B. Klassifizierung von Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Privatzimmern
Weitergehende Informationen für Sachsen unter:
www.ltv-sachsen.de/de/Qualitaet/Qualitaetsinitiativen_1554.html
und
www.sachsen-tourismus.de/partner/produktmanagement/
VIABONO
Zertifizierung für touristische Leistungsträger, die nachweislich umwelt- und klima-
freundlich wirtschaften, schwerpunktmäßig für das Gastgewerbe
Weitere Informationen:
www.viabono.de

Herausgeber:
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Pillnitzer Platz 3, 01326 Dresden
Telefon: + 49 351 2612-0
Telefax: + 49 351 2612-1099
E-Mail: lfulg@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg
Autoren:
Die fachlichen Grundlagen für diese Broschüre legte im Rahmen des Projektes
„Erhalt regionaler Baukultur durch touristische Umnutzung als Beitrag zum Dor-
fumbau“ die Arbeitsgemeinschaft:
Dr. Heike Glatzel, Dr. Johannes von Korff
FUTOUR | Korff
FUTOUR Umwelt-, Tourismus- und Regionalberatung GmbH
Kardinal-Döpfner-Str. 8
80333 München
Telefon: +49 89 24241844
Telefax: +49 89 24241839
E-Mail:
heike.glatzel@futour.com
Redaktion:
Gabriele Vogel
Abteilung 2/Referat Ländliche Entwicklung
August-Böckstiegel-Straße 1, 01326 Dresden
Telefon: +49 351 2612-2306
Telefax: +49 351 2612-2399
E-Mail:
gabriele.vogel@smul.sachsen.de
Fotos
:
Die Fotos wurden von den touristischen Anbietern zur Verfügung gestellt.
Redaktionsschluss:
23.04.2018
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ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit her-
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raum von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der Wahlwerbung ver-
wendet werden. Dies gilt für alle Wahlen.
Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an
Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkle-
ben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist auch die
Weitergabe an Dritte zur Verwendung bei der Wahlwerbung. Auch ohne zeitli-
chen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die vorliegende Druckschrift
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gunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte.
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schrift zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu verwenden.