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Sächsische Gartenakademie
Text: Stefan Wartenberg, Foto: Rena Krauß
Gartentelefon donnerstags 14-17 Uhr: 0351 2612-8080
LfULG, Abteilung Gartenbau, Referate 82 und 85
E-Mail: gartenakademie@smekul.sachsen.de
www.gartenakademie.sachsen.de
Gartentipp
Was bei der Pflege von Weihnachtssternen zu beachten ist
Gartentipp Dezember 2021
Damit Weihnachtssterne bis Weihnachten und
darüber hinaus wirklich gut aussehen, sind keine
besonderen Anstrengungen erforderlich. Es sind
einfach einige häufig gemachte Fehler zu vermeiden.
Weihnachtssterne sind
kälteempfindlich.
Sie sollten
im Geschäft gekauft und dort - vor allem bei Kälte -
gut verpackt werden. Auch die beste Verpackung
kühlt einmal aus, deshalb ist ein
rascher Transport
nach Hause wichtig.
Dort wird die Verpackung am besten
von unten her
vorsichtig aufgeschnitten, einschließlich der Folie-
tüten, in denen Pflanzen oft stecken, um Transport-
verletzungen zu vermeiden.
Schon kleine Verletzungen an den grünen und
farbigen Blättern lassen den weißen Milchsaft austre-
ten, die Pflanze
blutet.
Später trocknet dieser Milch-
saft zu grauen Flecken ein. Die Verletzungen sind
Stress für die Pflanzen und fördern deren
vorzeiti-
ges Vergehen.
Weihnachtssterne mögen
keine Staunässe,
die den
Wurzeln die Luft zum Atmen nimmt. Übertöpfe ver-
stärken die Gefahr, dass die Pflanzen dauerhaft im
Wasser stehen. Also erst
kontrollieren
und dann
gießen, und das besser häufiger in kleinen Gaben.
Denn auf
Trockenheit
reagieren die Pflanzen
ebenso heftig und lassen zur Verringerung ihrer Ver-
dunstungsfläche einen Teil ihrer Blätter fallen. Extrem
lufttrockene Standorte direkt in Heizungsnähe sind zu
meiden.
Weihnachtssterne leiden an Dunkelheit. Obwohl das
Blühen der Weihnachtssterne vom Kurztag abhängt,
sind sie
lichtliebende
Pflanzen. Lichtmangel führt
zuerst zum Vergilben und Abfallen der Laubblätter,
dann auch der farbigen Hochblätter. Eine oft nicht zu
realisierende Regel lautet: Täglich mindestens für
6 Stunden in die
volle Sonne
stellen!
Für die Advents- und Weihnachtstage haben die
Poinsettien, wie die Weihnachtssterne auch genannt
werden, im Topf vom Gärtner genügend Dünger mit
auf den Weg bekommen. Vorzeitige und reichhaltige
Nachdüngung führt zu weichen Pflanzen und
erhöh-
tem Krankheitsrisiko.
Wer diese Fehler vermeidet, dem wird es eines
Tages schwer fallen, im neuen Jahr sich von den
noch gut aussehenden Pflanzen zu trennen.
Abbildung: Nicht nur in Rot sind Weihnachtssterne
angenehme Begleiter durch die Advents- und
Weihnachtszeit.