Ergänzende Regelungen der sächsischen Straßenbauverwaltung, Teil: Straßenbautechnik
Stand:
01.02.2016
Inhalt
Inhalt
Teil A. Allgemeine Regelungen
A.1
Qualitätsauswertung der Straßenbauleistungen
A.2
Bau von kompakten Asphaltbefestigungen
A.3
Prüfung von bitumenhaltigen Bindemitteln
A.4
Anwendung nicht erprobter Baustoffe, Bauweisen oder Bauverfahren im Straßenbau
A.5
Vermeidung von Schäden an Fahrbahnen aus Beton infolge AKR
A.6
Vorbemerkungen zu Teil B und Teil C
Teil B. Vertragliche Regelungen zur Bauausführung
B.1
Angaben in Eignungsnachweisen für Asphalt und Beton
B.2
Längsfugen in Asphaltdeckschichten
B.3
Verfüllung von Bohrkernlöchern im Asphaltoberbau
B.4
Bewertung des Hohlraumgehaltes am Bohrkern
B.5
Bewertung des Schichtenverbundes
B.6
Bewertung des Asphaltmischgutes bei Unterschreitung/Überschreitung von Grenzwerten der
Anteile an groben Gesteinskörnungen
B.8
Erweiterte Kontrollprüfung zur Ermittlung und Bewertung des Kalkstein-/Dolomit-Fülleranteiles
im Asphalt
B.9
Prüfung von Beton - Bestimmung des Frost-Tausalz-Widerstandes
Teil C. Vertragliche Regelungen für Kontrollprüfungen
C.1
Qualitätsauswertung der Straßenbauleistungen
C.2
Bewertung des Asphaltmischgutes bei Abweichungen der Gesteinsart vom Eignungsnachweis
C.3
Proben für Kontrollprüfungen an Asphaltschichten
C.4
Verfüllung von Bohrkernlöchern im Asphaltoberbau
C.5
Ermittlung und Bewertung des Kalkstein-/Dolomit-Fülleranteils im Asphalt
C.6
Prüfung von Beton - Prüfrichtlinie für die Bestimmung des Frost-Taumittel-Widerstandes von
zementgebundenen Bauteilen, Ausgabe 12/2002
Verweise

Ergänzende Regelungen der sächsischen Straßenbauverwaltung, Teil: Straßenbautechnik
Stand:
01.02.2016
Teil A: Allgemeine Regelungen
Teil A Seite 1
Teil A. Allgemeine Regelungen
A.1
Qualitätsauswertung der Straßenbauleistungen
Die Qualitätsauswertung der Straßenbauleistungen dient der Ableitung von Schlussfolgerungen zur
Verbesserung der Eigenschaften und damit der Dauerhaftigkeit von Straßenbefestigungen und ist
zunächst auf Asphaltbauweisen konzentriert.
Seit 01.01.2013 (Schreiben des SMWA vom 26.04.2013) ist es erforderlich, dass die die jeweiligen
Kontrollprüfungen durchführenden RAP-Stra-Prüfstellen die notwendigen Daten direkt in elektroni-
scher Form an die LISt GmbH übergeben. Das gilt zwingend für alle ab diesem Datum durchgeführten
Kontrollprüfungen an Asphalten (auch Gussasphalt-Schutzschichten) und bitumenhaltigen Bindemit-
teln.
Eine Datensatzbeschreibung, die die notwendigen Daten und die einzuhaltenden Datenformate ent-
hält, steht auf den Internetseiten der LISt GmbH (
http://www.list.sachsen.de/publikationen-4047.html
)
gemeinsam mit einer Mustertabelle zur Verfügung. Die Datensatzbeschreibung ist so strukturiert, dass
alle Kontrollprüfungen an Asphalt und auch an Bitumen in einer Tabelle erfasst werden. Die Form der
Datenerfassung für die Qualitätsauswertung enthält zudem alle notwendigen Angaben für die jährliche
Auswertung der Griffigkeitsmessungen, so dass separate Meldungen dafür entfallen.
Eine aufgabenbezogene Filterung erfolgt im Rahmen der Auswertung.
Je exakter und vollständiger die übergebenen Datensätze sind, desto größer ist der Nutzen in der
Auswertung. Wichtig sind insbesondere auch die Angabe des Einbautages (mindestens Einbaumonat)
und die exakte Angabe der Ausgabe der ZTV Asphalt-StB, die Vertragsbestandteil ist.
Wünschenswert ist eine Georeferenzierung der Probenahmepunkte in den letzten Spalten der Daten-
tabelle.
Die Übergabe der Daten ist als gesonderte Leistungsposition in die Verträge mit den RAP-Stra-
Prüfstellen aufzunehmen. Die Prüfstellen sind auf die vertraglich geschuldete Datenübergabe aus-
drücklich hinzuweisen.
Für Rückfragen, auch von Seiten der Prüfstellen, stehen Herr Mühle (SMWA, Referat 53) unter Tel.
0351 56485305 sowie Herr Dr. Lerch von der LISt GmbH unter Tel. 037207 832230 zur Verfügung.
Hinweise und Anregungen werden gern entgegengenommen.
Fragestellungen, zu deren Beantwortung die Daten aus der Qualitätsauswertung herangezogen wer-
den können, sind an das SMWA, Abteilung Mobilität oder an die LISt GmbH zu richten, um Möglich-
keiten und Randbedingungen der Datenauswertung abzustimmen.
A.2
Bau von kompakten Asphaltbefestigungen
Bezug
[1]
[15]
ZTV Asphalt-StB
M KA
Ergänzend zu Abschnitt 3.1 der ZTV Asphalt-StB ist zu prüfen, ob der Einbau der Asphaltdecke (As-
phaltbinder- und ‑deckschicht) als Kompakte Asphaltbefestigung erfolgen kann. In diesem Fall sind
vorgesehene Regelungen in der Leistungsbeschreibung festzulegen.

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01.02.2016
Teil A: Allgemeine Regelungen
Teil A Seite 2
A.3
Prüfung von bitumenhaltigen Bindemitteln
Bezug
[3]
[4]
TL Bitumen-StB
TL BE-StB
Der Erkenntnisstand über Schadensursachen an Asphaltstraßen ist systematisch zu verbessern. Da-
zu dienen unter anderem die nachstehenden Prüfungen des angelieferten Bitumens:
Für Bauvorhaben mit Asphaltdeckschichten > 6.000 m² ist in die Kontrollprüfungen die Bindemittelprü-
fung einzubeziehen. Untersucht wird mindestens eine Probe jedes verwendeten Bindemittels (Stra-
ßenbaubitumen, polymermodifizierte Bitumen, Bitumenemulsionen, Sonderbindemittel). Dabei sind die
Eigenschaften der Bindemittel nach den Tabellen 1 bis 3 der TL Bitumen-StB und den Tabellen 2 bis 8
der TL BE-StB zu prüfen, für die Anforderungen festgelegt sind bzw. die zur Erfahrungssammlung
dienen.
Die Ergebnisse sind im Rahmen der Qualitätsauswertung der Straßenbauleistungen zeitnah, spätes-
tens jedoch bis zum 31. März des folgenden Jahres der LISt GmbH zu übersenden. Es gilt die im Ab-
schnitt A.1 beschriebene Verfahrensweise.
A.4
Anwendung nicht erprobter Baustoffe, Bauweisen oder Bauverfahren im Straßenbau
Bezug
[14]
Richtlinien für straßenbautechnische Untersuchungstrecken
Versuchs-, Erprobungs- und Beobachtungsstrecken werden im Bereich des Straßenbaus zur Unter-
suchung bestimmter Baustoffe oder Bauweisen oder zur Erforschung gewisser Zusammenhänge ein-
gerichtet. Durch Vereinheitlichung der Ausführung, der Untersuchungstechnik sowie der Auswertung
soll eine zusammenfassende Betrachtung mehrerer Untersuchungsstrecken mit gleicher Fragestel-
lung ermöglicht werden. Durch die so erreichte Vergleichbarkeit können Ergebnisse und Aussagen auf
eine breitere Basis gestellt und gegebenenfalls verallgemeinert werden.
Im Rahmen von Untersuchungsstrecken gewonnene Erkenntnisse bezwecken hauptsächlich die
Verringerung der Bau- und Unterhaltungskosten,
Verlängerung der Nutzungsdauer der Verkehrsanlagen,
Erhöhung des Gebrauchswertes während der Nutzung und/oder
Reduzierung der Umweltbelastungen.
Um eine koordinierte und zielgerichtete Durchführung der Untersuchungsstrecken in den einzelnen
Auftragsverwaltungen zu gewährleisten, hat das damalige Bundesministerium für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung mit Schreiben vom 27. August 2010 das Allgemeine Rundschreiben Straßenbau
(ARS) Nr. 18/2010 veröffentlicht. Dort wird auf die Veröffentlichung der „Richtlinien für straßenbau-
technische Untersuchungsstrecken“ hingewiesen und es werden konkretisierende Hinweise gegeben.
Sowohl das SMWA als auch das BMVI stehen der Anwendung innovativer Baustoffe, Bauweisen und
Bauverfahren jederzeit offen gegenüber.
Die notwendigen Dokumentationspflichten in der Vorbereitungs-, Durchführungs- und Untersuchungs-
zeit bei Bundesfernstraßen- und Staatsstraßenmaßnahmen sind zu beachten. Die erforderliche Ab-
stimmung und Anmeldung ist vor Beginn der Baumaßnahme durchzuführen. Nachmeldungen sind
nach Rücksprache mit dem SMWA möglich.
Die Berichterstattung für Untersuchungsstrecken an Bundesfernstraßen sowie an Staatsstraßen ge-
genüber dem BMVI obliegt dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

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01.02.2016
Teil A: Allgemeine Regelungen
Teil A Seite 3
Nachfolgende Hinweise sind bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Unter-
suchungsstrecken zu berücksichtigen:
1. Für jede anzulegende Untersuchungsstrecke ist vom LASuV in Zusammenarbeit mit der LISt
GmbH eine Aufgabenstellung zu erarbeiten, die dem Formblatt zur Erfassung von Untersu-
chungsstrecken nach ARS Nr. 18/2010 des BMVBS beizufügen ist. Die LISt GmbH ist fachtech-
nisch zu beteiligen.
2. Die Aufgabenstellung kann jederzeit im SMWA, Abteilung Mobilität eingereicht werden.
3. Der (die) Untersuchungsabschnitt(e) und der Vergleichsabschnitt müssen eine vergleichbare Ver-
kehrsbelastung und eine ausreichende Abschnittslänge (i. d. R. mindestens 300 m) aufweisen.
Bei der Bauausführung sind vergleichbare technische und meteorologische Bedingungen zu ge-
währleisten.
4. Kontrollprüfungen und zusätzliche Untersuchungen sind für jeden Untersuchungs- und Ver-
gleichsabschnitt durchzuführen.
5. Kopien der Erstprüfungen, der Eignungsnachweise und der Prüfprotokolle sind der LISt GmbH zu
übergeben.
6. Nach Beendigung der Bauausführung sind die Netzknotenpunkte und die Stationen der Untersu-
chungs- und Vergleichsabschnitte sowie die Prüf- und Probenahmepunkte zu dokumentieren und
der LISt GmbH zu übermitteln.
7. Die Untersuchungsstrecken sind in den Folgejahren in Verantwortung der LISt GmbH gemeinsam
mit den an den Untersuchungsstrecken beteiligten Struktureinheiten des LASuV zu überwachen.
Für ggf. erforderliche messtechnische Untersuchungen ist die LISt GmbH zuständig.
8. Die Zwischen- und Abschlussberichte zu den Untersuchungsstrecken sind von der LISt GmbH zu
erstellen und in zweifacher Ausfertigung sowohl an das LASuV als auch an das SMWA, Abteilung
Mobilität zu übersenden. Die Weiterleitung an die BASt übernimmt das SMWA.
9. Geht die Initiative zum Anlegen einer Untersuchungsstrecke, die im Interesse der Straßenbauver-
waltung liegt, von einem Baustoffhersteller oder einem Bauunternehmen aus, so sind diese an
den Kosten zu beteiligen.
A.5
Vermeidung von Schäden an Fahrbahnen aus Beton infolge AKR
Bezug
[5]
ZTV Beton-StB
Bei der Vorbereitung von Baumaßnahmen an Fahrbahndecken aus Beton ist das Allgemeine Rund-
schreiben Straßenbau (ARS) Nr. 4/2013 zu beachten.
Dort ist die Verfahrensweise zur Vermeidung einer schädigenden Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR)
in Fahrbahndecken aus Beton festgelegt. Die im Abschnitt II formulierten Regelungen sind bei Neubau
und Erneuerung von Fahrbahndecken aus Beton der Belastungsklassen Bk100 bis Bk1,8 gemäß
RStO 12 (Feuchtigkeitsklasse WS) für alle Vergabeverfahren anzuwenden und in der Leistungsbe-
schreibung zu vereinbaren.
Im ARS Nr. 4/2013 werden drei verschiedene Verfahrensvarianten zum Nachweis der Unbedenklich-
keit beschrieben. Der Nachweis ist hierbei durch den Auftragnehmer (AN) zu erbringen, welcher eine
„den
jeweiligen Anforderungen und dem vorhandenen zeitlichen Vorlauf angepasste Variante“
aus-
wählen kann.
Die größtmögliche Sicherheit für den Auftraggeber bietet der „Nachweis
der Eignung einer konkreten
Betonzusammensetzung“.
Daher wird entgegen der im ARS Nr. 4/2013 formulierten Auftragnehmer-
Wahlmöglichkeit festgelegt, in Bauverträgen die Verfahrensbeschreibung V1 nach ARS Nr. 4/2013 zu
vereinbaren. Im Verfahren V1 legt ein von der Bundesanstalt für Straßenwesen anerkannter AKR-
Gutachter im eigenen Ermessen den Untersuchungsumfang fest, welcher auch eine AKR-
Performance-Prüfung mit einer Prüfdauer von ca. neun Monaten beinhalten kann.
Für die Nachweiserbringung durch den AN ist somit unter Umständen ein zeitlicher Vorlauf von ca.
einem Jahr bis zum ersten Betongang notwendig. Diese Frist ist bei der Erstellung der Ausschrei-

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01.02.2016
Teil A: Allgemeine Regelungen
Teil A Seite 4
bungsunterlagen hinsichtlich der erforderlichen Bauzeit und des geplanten Bauablaufs zu berücksich-
tigen. Alternativ kann auch ein zeitlicher Abstand zwischen Zuschlagserteilung und physischem Bau-
beginn in den besonderen Vertragsbedingungen vorgesehen werden.
A.6
Vorbemerkungen zu Teil B und Teil C
Die im
Teil B
der Ergänzenden Regelungen der sächsischen Straßenbauverwaltung, Teil: Straßen-
bautechnik getroffenen Festlegungen sind in die Baubeschreibung nach HVA B-StB, Abschnitt 1.4
Nr. (11) aufzunehmen.
Zu den im Teil B aufgeführten Formeln für die Berechnung von Abzügen gilt generell:
Grundsätzlich ist die Herstellung der mangelfreien Leistung anzustreben.
Der Auftraggeber kann dem Auftragnehmer bei Unter- bzw. Überschreitungen der genannten Grenz-
werte anbieten, im Rahmen einer einzelvertraglichen Vereinbarung die Geltendmachung von Mängel-
ansprüchen (§ 13 Nr. 5 VOB/B) vorerst zurückzustellen und dafür als Ausgleich einen Abzug vorzu-
nehmen. Dabei sind alle Umstände abzuwägen. Die hier aufgeführten Formeln für die Berechnung
von Abzügen sind als Empfehlung zu verstehen, die in der Regel einheitlich angewandt werden soll.
Von der Empfehlung kann aber auch abgewichen werden, wenn es die Umstände geboten erscheinen
lassen und in der Verhandlung Einvernehmen erzielt wird.
In jedem Fall ist abzuwägen, ob nicht die Vereinbarung einer verlängerten Verjährungsfrist für Män-
gelansprüche dem Ziel des Auftraggebers besser entspricht.
Die im
Teil C
der Ergänzenden Regelungen der sächsischen Straßenbauverwaltung, Teil: Straßen-
bautechnik getroffenen Festlegungen sind mit der Prüfstelle für die Kontrollprüfungen vertraglich zu
vereinbaren.
Zusätzlich ist in den jeweiligen Einzelvertrag das Verweisverzeichnis dieser Ergänzenden Re-
gelungen aufzunehmen.

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Stand:
01.02.2016
Teil B: Vertragliche Regelungen zur Bauausführung
Teil B Seite 1
Teil B. Vertragliche Regelungen zur Bauausführung
B.1
Angaben in Eignungsnachweisen für Asphalt und Beton
Bezug
[1]
[5]
ZTV Asphalt-StB
ZTV Beton-StB
Ergänzend zu den Abschnitten 2.3.2 der ZTV Asphalt-StB und 1.3.2.1 der ZTV Beton-StB wird festge-
legt, dass in den Eignungsnachweisen alle Angaben der Erstprüfungen enthalten sein müssen.
Es wird empfohlen, Kopien der Erstprüfungen zusammen mit der Erklärung des Auftragnehmers als
Eignungsnachweise einzureichen.
B.2
Längsfugen in Asphaltdeckschichten
Bezug
[1]
ZTV Asphalt-StB
Entgegen den Regelungen des Abschnitts 3.3.2.2 der ZTV Asphalt-StB wird festgelegt, dass in der
Asphaltdeckschicht beim Einbau „heiß an kalt“ die Naht als Längsfuge auszubilden ist.
B.3
Verfüllung von Bohrkernlöchern im Asphaltoberbau
Bohrkernlöcher sind über die gesamte Dicke des Asphaltoberbaus fachgerecht zu verschließen. Dabei
sind Verdichtungsgrad, Zusammensetzung und Schichtenaufbau so zu wählen, dass bezüglich Dau-
erhaftigkeit, Dichtigkeit und Tragfähigkeit der Originalkonstruktion nahe kommenden Parameter er-
reicht werden.
Geschlossene Bohrkernlöcher unterliegen den für die Asphaltbefestigung geltenden Gewährleis-
tungsanforderungen.
B.4
Bewertung des Hohlraumgehaltes am Bohrkern
Bezug
[1]
ZTV Asphalt-StB
Ergänzend zu den Anforderungen aus Tabelle 11 der ZTV Asphalt-StB darf der Hohlraumgehalt für
Asphaltbinderschichten in der eingebauten Schicht den Grenzwert von 8,0 Vol.-% nicht überschreiten.
Der Auftraggeber kann dem Auftragnehmer bei Überschreitungen des Grenzwertes anbieten, im
Rahmen einer einzelvertraglichen Vereinbarung die Geltendmachung von Mängelansprüchen (§ 13
Nr. 5 VOB/B) vorerst zurückzustellen und dafür als Ausgleich einen Abzug nach folgender Formel
vorzunehmen:
* 3 * EP * F
100
p
A
2
=
A
Abzug in €,
p
Überschreitung des zulässigen Hohlraumgehaltes in Vol.-%,
EP der sich aus der Abrechnung ergebende Einheitspreis in €/m² oder €/t,
F
der Probe zugehörige Einbaufläche in m² oder zugehörige Einbaumenge in t.
Wenn gleichzeitig ein Abzug wegen einer Unterschreitung des Verdichtungsgrades nach Teil A.2.4
der ZTV Asphalt-StB möglich ist, wird für die zugehörige Bezugsfläche nur der jeweils größere ange-
wandt.

Ergänzende Regelungen der sächsischen Straßenbauverwaltung, Teil: Straßenbautechnik
Stand:
01.02.2016
Teil B: Vertragliche Regelungen zur Bauausführung
Teil B Seite 2
B.5
Bewertung des Schichtenverbundes
Bezug
[1]
ZTV Asphalt-StB
Der Schichtenverbund zwischen den Lagen und Schichten einer Asphaltbefestigung hat erheblichen
Einfluss auf die Dauerhaftigkeit. Fehlender oder ungenügender Schichtenverbund führt zu deutlicher
Verkürzung der Nutzungsdauer.
Bei Unterschreitungen der Grenzwerte für den Schichtenverbund nach Abschnitt 4.2.3 der ZTV As-
phalt-StB kann der Auftraggeber dem Auftragnehmer anbieten, im Rahmen einer einzelvertraglichen
Vereinbarung die Geltendmachung von Mängelansprüchen (§ 13 Nr. 5 VOB/B) vorerst zurückzustel-
len und dafür als Ausgleich einen Abzug nach folgender Formel vorzunehmen:
A
=
AP * F
A
Abzug in €,
AP Abzugspreis in €/m²,
F
der Probe zugehörige Einbaufläche in m².
Der Abzugspreis beträgt bei Unterschreitung des Grenzwertes
-
zwischen Asphaltdeck- und Asphaltbinderschicht 1,00 €/m²,
-
zwischen allen übrigen Asphaltschichten und ‑lagen 0,75 €/m².
Tritt der Mangel an mehreren Schicht- bzw. Lagengrenzen der gleichen Fläche auf, werden die Abzü-
ge addiert.
B.6
Bewertung des Asphaltmischgutes bei Unterschreitung/Überschreitung von Grenzwer-
ten der Anteile an groben Gesteinskörnungen
Bezug
[1]
ZTV Asphalt-StB
Der Auftraggeber kann dem Auftragnehmer bei Unter- bzw. Überschreitungen der durch die zulässi-
gen Toleranzen des Anteiles an groben Gesteinskörnungen nach Tabelle 21 der ZTV Asphalt-StB
oder des Anteiles an groben Gesteinskörnungen > 5,6 mm nach Tabelle 22 der ZTV Asphalt-StB fest-
gelegten Grenzwerte anbieten, im Rahmen einer einzelvertraglichen Vereinbarung die Geltendma-
chung von Mängelansprüchen (§ 13 Nr. 5 VOB/B) vorerst zurückzustellen und dafür als Ausgleich
einen Abzug nach folgender Formel vorzunehmen:
* 0,5 * EP * F
100
p
A
2
=
A
Abzug in €,
p
Unter- bzw. Überschreitung der zulässigen Toleranz für den Anteil an groben Gesteinskörnungen
oder für den Anteil an groben Gesteinskörnungen > 5,6 mm in M.-%,
EP der sich aus der Abrechnung ergebende Einheitspreis in €/m² oder €/t,
F
der Probe zugehörige Einbaufläche in m² oder zugehörige Einbaumenge in t.
Bei mehrlagigem Einbau der Asphalttragschicht und einem auf die gesamte Schicht bezogenen Ein-
heitspreis wird der errechnete Abzug A mit dem Faktor d/D multipliziert (d: Dicke der mangelhaften
Lage in cm, D: Dicke der gesamten Schicht in cm).

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Stand:
01.02.2016
Teil B: Vertragliche Regelungen zur Bauausführung
Teil B Seite 3
B.8
Erweiterte Kontrollprüfung zur Ermittlung und Bewertung des Kalkstein-/Dolomit-
Fülleranteiles im Asphalt
Bezug
[13]
Arbeitsanweisung zur Ermittlung und Bewertung des Kalkstein-/Dolomit-Fülleranteils
im Asphalt, Ausgabe 01/2016
Für Asphaltdeck- und -binderschichten (Mischgutsorten S) ist der Einsatz von Fremdfüllern aus Kalk-
stein oder Dolomit vorgesehen. Als Fremdfüller ist Kalksteinfüller Kategorie CC
90
einzusetzen. Der
alternative Einsatz von Dolomitsteinfüller ist gleichwertig.
Der Kalkstein-/Dolomitgehalt des Fremdfüllers ist im Eignungsnachweis anzugeben.
Zum Nachweis werden erweiterte Kontrollprüfungen durch eine RAP-Stra-Prüfstelle zur Bestimmung
des Fremdfülleranteiles aus Kalkstein oder Dolomit am Asphalt durchgeführt. Der Nachweis wird für
jede Entnahmestelle an der im Rahmen der Kontrollprüfung extrahierten Füllerprobe geführt.
Die erweiterten Kontrollprüfungen werden nach der
Arbeitsanweisung zur Ermittlung und Bewertung
des
Kalkstein-/Dolomit-Fülleranteiles
im
Asphalt
(verfügbar
unter
http://www.list.sachsen.de/publikationen-4047.html
) ausgeführt und bewertet. Im Ergebnis der Unter-
suchung wird von der Prüfstelle als Prüfwert der Betrag der Unterschreitung p
r
(M.-% relativ) gegen-
über der Angabe des Fremdfülleranteils im Eignungsnachweis angegeben.
Weichen die Ergebnisse p
r
der erweiterten Kontrollprüfungen um mehr als 25 M.-% relativ von den im
Bauvertrag vereinbarten Eignungsnachweisen ab, so ist die Leistung nach § 4, Nr. 7, VOB/B mangel-
haft und vertragswidrig. Negative Werte für p
r
bedeuten, dass in der zugehörigen Probe experimentell
mehr Kalkstein-/Dolomit-Fremdfüller gefunden wurde als im Eignungsnachweis vorgesehen. Dieser
Fall ist unkritisch.
Der Auftraggeber kann dem Auftragnehmer bei um mehr als 25 M.-% relativ von den im Bauvertrag
vereinbarten Eignungsnachweisen abweichenden Kontrollprüfergebnissen anbieten, im Rahmen einer
einzelvertraglichen Vereinbarung die Geltendmachung von Mängelansprüchen (§ 13 Nr. 5 VOB/B)
vorerst zurückzustellen und dafür als Ausgleich einen Abzug nach folgender Formel vorzunehmen:
* 0,5 * EP * F
100
p
25
A
2
r
=
A
Abzug in €,
p
r
Betrag der Unterschreitung gegenüber der Angabe des Fremdfülleranteils im Eignungsnachweis
in M.-% relativ (
nur wenn p
r
> 25 M.-%
),
EP der sich aus der Abrechnung ergebende Einheitspreis in €/m² oder €/t,
F
der Probe zugehörige Einbaufläche in m² oder zugehörige Einbaumenge in t.

Ergänzende Regelungen der sächsischen Straßenbauverwaltung, Teil: Straßenbautechnik
Stand:
01.02.2016
Teil B: Vertragliche Regelungen zur Bauausführung
Teil B Seite 4
B.9
Prüfung von Beton - Bestimmung des Frost-Tausalz-Widerstandes
Bezug
[5]
[6]
[7]
[8]
[9]
[10]
[11]
[12]
ZTV Beton-StB
TL Beton-StB
ZTV-ING
DIN EN 206-1
DIN 1045-2
DIN CEN TS 12390-9
DIN EN 13877-2
Sächsische Prüfrichtlinie für die Bestimmung des Frost-Taumittel-Widerstandes von
zementgebundenen Bauteilen, Ausgabe 12/2002
Da Fahrbahndecken aus Beton und bestimmte Bauteile von Ingenieurbauwerken in ähnlicher Weise
direkt oder indirekt (durch Sprühnebel) mit Tausalzen in Berührung kommen, wird festgelegt, dass
Beton nach TL/ZTV Beton-StB und Betone der Expositionsklasse XF4 nach ZTV-ING und DIN EN
206-1/DIN 1045-2 hinsichtlich ihres Frost-Tausalz-Widerstandes nach gleichen Maßstäben beurteilt
werden.
Werden für Betonwaren Frost-Tausalz-Prüfungen vorgesehen, sind diese nach den zugeordneten
Produktnormen durchzuführen und nach den zugehörigen Anforderungen zu bewerten.
Fahrbahndecken aus Beton
Die TL Beton-StB setzen die DIN EN 13877-2 für den Betonstraßenbau um. Die ZTV Beton-StB sehen
die Beurteilung des Frost-Tausalz-Widerstandes anhand des Luftporengehaltes des Frischbetons und
im Rahmen von Eigenüberwachungsprüfung durch die Bestimmung von Luftporenkennwerten im
Festbeton (Abstandsfaktor, Mikro-Luftporengehalt) vor.
Sind einzelvertragliche Festlegungen zu weitergehenden Prüfungen getroffen, ist der Frost-Tausalz-
Widerstand gemäß DIN EN 13877-2, Abschnitt 4.5 nach der DIN CEN/TS 12390-9 (Vornorm der DIN
EN 12390-9) mittels Plattenprüfverfahren (Referenzverfahren) zu bestimmen. Alternativ kann das in
der Vornorm beschriebene Würfelprüfverfahren oder das CDF-Verfahren angewandt werden. Andere
Prüfverfahren nach am Verwendungsort geltenden Bestimmungen sind zulässig.
Ingenieurbauten
ZTV-ING, Teil 3, Abschnitt 1, Absatz 10.3, Spiegelstrich 3 ist (hinsichtlich der Vorgaben zur Verfah-
rensbeschreibung und den Abnahmekriterien) nicht anzuwenden. Soll der Nachweis des Frost-
Tausalz-Widerstandes an Beton der Expositionsklasse XF4 geführt werden, sind die Prüfungen ge-
mäß dieser Ergänzenden Regelungen einzelvertraglich zu vereinbaren.
Prüfverfahren
Als Prüfverfahren wird das CDF-Verfahren nach DIN CEN/TS 12390-9 empfohlen.
Da bisher keine abschließenden Langzeitergebnisse über die sich aus den Messergebnissen nach
den einzelnen Verfahren ergebenden Schlussfolgerungen auf das Bauwerksverhalten vorliegen, sol-
len die Verfahren nach DIN CEN/TS 12390-9 (Plattenprüfverfahren, Würfelprüfverfahren, CF/CDF-
Verfahren) und die sächsische
Prüfrichtlinie für die Bestimmung des Frost-Taumittel-Widerstandes
von zementgebundenen Bauteilen, Ausgabe 12/2002
sowohl für Fahrbahndecken aus Beton als auch
für Ingenieurbauten gleichberechtigt verwendet werden können.
Diese Regelung gilt bis zur Einführung der DIN EN 12390-9 als verbindliche Norm. Danach entfällt die
sächsische Prüfrichtlinie mit einem Übergangszeitraum von zwei Jahren.

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Stand:
01.02.2016
Teil B: Vertragliche Regelungen zur Bauausführung
Teil B Seite 5
Die Prüfkörperanzahl ergibt sich aus den Verfahrensbeschreibungen. Rückstellproben sind einzelver-
traglich festzulegen.
Erfolgt im Bauvertrag keine Festlegung des Prüfverfahrens, so bleibt die Wahl dem Auftragnehmer
überlassen.
Die
Prüfrichtlinie für die Bestimmung des Frost-Taumittel-Widerstandes von zementgebundenen Bau-
teilen, Ausgabe 12/2002,
des SMWA kann mit den hier festgelegten Änderungen vereinbart werden.
Es gelten folgende Regelungen:
Die Prüfkörper müssen insgesamt eine Prüffläche von mindestens 500 cm² aufweisen.
Abweichend von Abschnitt 5.3 der sächsischen Prüfrichtlinie ist statt des Volumenverlustes der
Masseverlust zu bestimmen. Dazu sind die abgewitterten Bestandteile aufzufangen, abzufiltern
und zu trocknen.
Gelockerte Bestandteile sind wie bisher mit einer Bürste mit harten Kunststoffborsten abzulösen.
Der Abschnitt 5.4 - Auswertung der Prüfung - der
Prüfrichtlinie für die Bestimmung des Frost-
Taumittel-Widerstandes von zementgebundenen Bauteilen, Ausgabe 12/2002,
ist nicht mehr an-
zuwenden.
Grenzwerte/Abnahmekriterien
Sowohl für Fahrbahndecken aus Beton als auch für Ingenieurbauten gelten die in Tabelle 5, Kategorie
FT2 der DIN EN 13877-2 angegebenen Grenzwerte für den Massenverlust als Abnahmekriterium, die
wie folgt präzisiert werden:
Massenverlust
nach 28 Zyklen
(m
28
)
Massenverlust
nach 56 Zyklen
(m
56
)
Massenverlustrate
(m
56
/m
28
)
im Mittelwert
0,5 kg/m²
im Mittelwert
1,0 kg/m²
ohne Einzelergebnisse
> 1,5 kg/m²
ist anzugeben
Abweichend zur DIN EN 13877-2, Tabelle 5, Kategorie FT2 wird an die Massenverlustrate keine An-
forderung gestellt.
zusätzliche Kontrollprüfungen, Schiedsuntersuchungen
Zusätzliche Kontrollprüfungen oder Schiedsuntersuchungen können an aus dem Bauwerk entnomme-
nen oder an mit dem Bauteil hergestellten Probekörpern durchgeführt werden.
Neben den beschriebenen Prüfverfahren zur Bestimmung des Frost-Tausalz-Widerstandes ist alterna-
tiv die Ermittlung der Luftporenkennwerte am Festbeton, Bestimmung nach DIN EN 480-11 (TP Be-
ton-StB) zulässig. Es gelten die Anforderungen gemäß ZTV Beton-StB, Tabelle 3.
Wird bei Schiedsuntersuchungen keine Einigung zum Prüfverfahren erzielt, so ist nach dem Refe-
renzprüfverfahren nach DIN CEN/TS 12390-9 (Vornorm der DIN EN 12390-9) mit 3 %iger Natrium-
chloridlösung zu prüfen. Der Antragsteller kann festlegen, welche Fläche geprüft wird.

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Teil C: Vertragliche Regelungen für Kontrollprüfungen
Teil C Seite 1
Teil C. Vertragliche Regelungen für Kontrollprüfungen
C.1
Qualitätsauswertung der Straßenbauleistungen
Die Qualitätsauswertung der Straßenbauleistungen dient der Ableitung von Schlussfolgerungen zur
Verbesserung der Eigenschaften und damit der Dauerhaftigkeit von Straßenbefestigungen und kon-
zentriert sich zunächst auf Asphaltbauweisen.
Ab 1. Januar 2013 (Schreiben des SMWA vom 26.04.2013) ist es erforderlich, dass die die jeweiligen
Kontrollprüfungen durchführenden RAP-Stra-Prüfstellen die Daten direkt in elektronischer Form an die
LISt GmbH übergeben. Das gilt zwingend für alle ab diesem Datum durchgeführten Kontrollprüfungen
an Asphalten (auch Gussasphalt-Schutzschichten) und bitumenhaltigen Bindemitteln.
Eine Datensatzbeschreibung, die die notwendigen Daten und die einzuhaltenden Datenformate ent-
hält, steht auf den Internetseiten der LISt GmbH (
http://www.list.sachsen.de/publikationen-4047.html
)
gemeinsam mit einer Mustertabelle zur Verfügung. Die Datensatzbeschreibung ist so strukturiert, dass
alle Kontrollprüfungen an Asphalt und auch an Bitumen in einer Tabelle erfasst werden. Die Form der
Datenerfassung für die Qualitätsauswertung enthält alle notwendigen Angaben für die jährliche Aus-
wertung der Griffigkeitsmessungen, so dass separate Meldungen dafür entfallen.
Es ist auf Übergabe exakte und vollständige Datensätze zu achten. Wichtig sind insbesondere auch
die Angabe des Einbautages (mindestens Einbaumonat) und die exakte Angabe der Ausgabe der
ZTV Asphalt-StB, die Vertragsbestandteil ist.
Wünschenswert ist eine Georeferenzierung der Probenahmepunkte in den letzten Spalten der Daten-
tabelle.
Die Übergabe der Daten wird als gesonderte Leistungsposition in die Verträge mit den RAP-Stra-
Prüfstellen aufgenommen. Die Prüfstellen werden auf die vertraglich geschuldete Datenübergabe
ausdrücklich hingewiesen.
Für Rückfragen, auch von Seiten der Prüfstellen, stehen Herr Mühle unter Tel. 0351 56485305 sowie
Herr Dr. Lerch von der LISt GmbH unter Tel. 037207 832230 zur Verfügung. Hinweise und Anregun-
gen werden gern entgegengenommen.
C.2
Bewertung des Asphaltmischgutes bei Abweichungen der Gesteinsart vom Eignungs-
nachweis
Bezug
[2]
TL Asphalt-StB
Die Gesteinsarten der Gesteinskörnungen sind über den Eignungsnachweis vertragsrelevant. Abwei-
chungen erfordern u. U. eine neue Erstprüfung (TL Asphalt-StB Abschnitt 4.1.2) und damit einen neu-
en Eignungsnachweis.
Die Gesteinsarten der Kornanteile über 2 mm dürfen im Ergebnis der Kontrollprüfung keine Abwei-
chungen gegenüber dem vom Auftragnehmer vorgelegten und für die Bauausführung festgelegten
Eignungsnachweis aufweisen. Zur Kontrolle sind eine augenscheinliche Beurteilung und im Zweifels-
fall die Gesteinsrohdichte (rechnerisch oder experimentell ermittelt) heranzuziehen. Die Bewertung ist
im Kontrollprüfbericht anzugeben.
Soweit zutreffend ist bei der Verwendung von Asphaltgranulat das Vorhandensein artfremden Ge-
steins im Prüfbericht zu erwähnen.

Ergänzende Regelungen der sächsischen Straßenbauverwaltung, Teil: Straßenbautechnik
Stand:
01.02.2016
Teil C: Vertragliche Regelungen für Kontrollprüfungen
Teil C Seite 2
C.3
Proben für Kontrollprüfungen an Asphaltschichten
Bezug
[1]
ZTV Asphalt-StB
Werden bei Kontrollprüfungen an Asphaltmischgut Abweichungen von den bauvertraglichen Anforde-
rungen festgestellt, dürfen in den RAP-Stra-Prüfstellen die zugehörigen Bohrkerne zunächst nicht
entsorgt werden. Seitens der Prüfstelle ist der Auftraggeber über das Vorhandensein von Bohrkernen
zu informieren und das weitere Vorgehen abzustimmen, um ggf. Kontrollprüfungen an den noch vor-
handenen Bohrkernen zu wiederholen.
Die RAP-Stra-Prüfstelle hat im Prüfbericht anzugeben:
ob die Prüfungen an Asphaltmischgutproben oder an aus Bohrkernen zurückgewonnenem
Asphaltmischgut durchgeführt wurden und
wie lange die Proben nach Ausgang des Prüfberichtes ohne gesonderte Vereinbarung min-
destens aufbewahrt werden (Empfehlung: mindestens sechs Wochen).
C.4
Verfüllung von Bohrkernlöchern im Asphaltoberbau
Bohrkernlöcher sind über die gesamte Dicke des Asphaltoberbaus fachgerecht zu verschließen. Dabei
sind Verdichtungsgrad, Zusammensetzung und Schichtenaufbau so zu wählen, dass bezüglich Dau-
erhaftigkeit, Dichtigkeit und Tragfähigkeit der Originalkonstruktion nahe kommenden Parameter er-
reicht werden.
Geschlossene Bohrkernlöcher unterliegen den für die Asphaltbefestigung geltenden Gewährleis-
tungsanforderungen.
C.5
Ermittlung und Bewertung des Kalkstein-/Dolomit-Fülleranteils im Asphalt
Bezug
[13]
Arbeitsanweisung zur Ermittlung und Bewertung des Kalkstein-/Dolomit-Fülleranteils
im Asphalt, Ausgabe 01/2016
Das Verfahren dient zur quantitativen Ermittlung der karbonatischen Anteile von Kalkstein- bzw. Do-
lomit-Füllern im Asphalt, die als Summe von Calcium- und Magnesiumcarbonat angegeben werden.
Der so bestimmte Kalkgehalt gestattet die Bewertung der eingesetzten Füller-Qualitäten und deren
Mengen im Gesteinskörnungsgemisch von Asphalt im Vergleich zum Eignungsnachweis.
Die Erfassung des Calcium- und Magnesiumcarbonatgehaltes erfolgt mittels einer komplexometri-
schen Titrationsmethode.
Die Arbeitsanweisung ist unter
http://www.list.sachsen.de/publikationen-4047.html
als Datei verfügbar.

Ergänzende Regelungen der sächsischen Straßenbauverwaltung, Teil: Straßenbautechnik
Stand:
01.02.2016
Teil C: Vertragliche Regelungen für Kontrollprüfungen
Teil C Seite 3
C.6
Prüfung von Beton - Prüfrichtlinie für die Bestimmung des Frost-Taumittel-
Widerstandes von zementgebundenen Bauteilen, Ausgabe 12/2002
Bezug
[12]
Sächsische Prüfrichtlinie für die Bestimmung des Frost-Taumittel-Widerstandes von
zementgebundenen Bauteilen, Ausgabe 12/2002
Die Prüfrichtlinie ist unter
http://www.list.sachsen.de/publikationen-4047.html
als Datei verfügbar.
Zusätzlich gelten folgende Regelungen:
-
Die Prüfkörper müssen insgesamt eine Prüffläche von mindestens 500 cm² aufweisen.
-
Abweichend von Abschnitt 5.3 der sächsischen Prüfrichtlinie ist statt des Volumenverlustes der
Masseverlust zu bestimmen. Dazu sind die abgewitterten Bestandteile aufzufangen, abzufiltern
und zu trocknen.
-
Gelockerte Bestandteile sind wie bisher mit einer Bürste mit harten Kunststoffborsten abzulösen.
-
Der Abschnitt 5.4 - Auswertung der Prüfung - der
Prüfrichtlinie für die Bestimmung des Frost-
Taumittel-Widerstandes von zementgebundenen Bauteilen, Ausgabe 12/2002,
ist nicht mehr an-
zuwenden.

Ergänzende Regelungen der sächsischen Straßenbauverwaltung, Teil: Straßenbautechnik
Stand:
01.02.2016
Verweise
Verweise Seite 1
Verweise
[1]
Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Verkehrsflä-
chenbefestigungen aus Asphalt, Ausgabe 2007/Fassung 2013
ZTV Asphalt-StB 07/13
ARS Nr. 14/2013 vom 19.12.2013 (StB 27/7182.8/3-ARS-13/14-2023024)
[2]
Technische Lieferbedingungen für Asphaltmischgut für den Bau von Verkehrsflächenbefes-
tigungen, Ausgabe 2007/Fassung 2013
TL Asphalt-StB 07/13
ARS Nr. 12/2013 vom 19.12.2013 (StB 27/7182.8/3-ARS-13/12-2023046)
[3]
Technische Lieferbedingungen für Straßenbaubitumen und gebrauchsfertige Polymermodi-
fizierte Bitumen, Ausgabe 2007, Fassung 2013
TL Bitumen-StB 07/13
ARS Nr. 20/2013 vom 29.10.2013 (StB 27/7182.8/3-ARS-13/20/2098668)
[4]
Technische Lieferbedingungen für Bitumenemulsionen, Ausgabe 2015
TL BE-StB 15
ARS Nr. 17/2015 vom 12.10.2015 (StB 28/7182.8/3-ARS-15/17-2498663)
[5]
Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Tragschich-
ten mit hydraulischen Bindemitteln und Fahrbahndecken aus Beton, Ausgabe 2007
ZTV Beton-StB 07
ARS Nr. 12/2008 vom 11.06.2008 (S 17/7182/3/694688)
ARS Nr. 27/2012 vom 21.12.2012 (StB 27/7182.8/3/1861876)
ARS Nr. 4/2013 vom 22.01.2013 (StB 27/7182.8/3/1885090)
[6]
Technische Lieferbedingungen für Baustoffe und Baustoffgemische für Tragschichten mit
hydraulischen Bindemitteln und Fahrbahndecken aus Beton, Ausgabe 2007
TL Beton-StB 07
ARS Nr. 13/2008 vom 17.06.2008 (S 17/7182/3/694692)
ARS Nr. 28/2012 vom 21.12.2012 (StB 27/7182.8/3/1861876)
ARS Nr. 4/2013 vom 22.01.2013 (StB 27/7182.8/3/1885090)
[7]
Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Ingenieurbauten
ZTV-ING
ARS Nr. 25/2013 vom 10.12.2013 (StB 17/7192.70/11-2125003)
[8]
DIN EN 206-1: 2001-07
Beton - Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität
[9]
DIN 1045-2: 2008-08
Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton - Teil 2: Beton - Festlegung, Eigenschaf-
ten, Herstellung und Konformität - Anwendungsregeln zu DIN EN 206-1
[10]
DIN CEN/TS 12390-9: 2006-08 (Vornorm)
Prüfung von Festbeton - Teil 9: Frost- und Frost-Tausalz-Widerstand - Abwitterung

Ergänzende Regelungen der sächsischen Straßenbauverwaltung, Teil: Straßenbautechnik
Stand:
01.02.2016
Verweise
Verweise Seite 2
[11]
DIN EN 13877-2: 2013-06
Fahrbahnbefestigungen aus Beton - Teil 2: Funktionale Anforderungen an Fahrbahnbefesti-
gungen aus Beton
[12]
Sächsische Prüfrichtlinie für die Bestimmung des Frost-Taumittel-Widerstandes von ze-
mentgebundenen Bauteilen, Ausgabe 12/2002
(verfügbar unter
http://www.list.sachsen.de/publikationen-4047.html
)
[13]
Arbeitsanweisung zur Ermittlung und Bewertung des Kalkstein-/Dolomit-Fülleranteils im
Asphalt, Ausgabe 01/2016
(verfügbar unter
http://www.list.sachsen.de/publikationen-4047.html
)
[14]
Richtlinien für straßenbautechnische Untersuchungstrecken, Ausgabe 2010
ARS Nr. 18/2010 vom 27.08.2010 (S 27/7182.8/3/914633)
[15]
Merkblatt für den Bau Kompakter Asphaltbefestigungen, Ausgabe 2011
M KA