Versuche im deutschen Gartenbau 2020
GEMÜSEBAU
Für den Frühanbau von Gurken auf Substrat stehen viele Neuzüchtungen
bereit
1
Dr. Gerald Lattauschke, Christina Reinicke| Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie, Abteilung Gartenbau| Pillnitzer Platz 3| 01326 Dresden| gerald.lattauschke@smul.sachsen.de|
0351-26128700
Die Ergebnisse – kurzgefasst
Im Versuch "Gurken im Frühanbau auf Substrat" wurden im Jahr 2020 am Sächsischen Landesamt
für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Dresden-Pillnitz 11 Sorten auf Substrat (Steinwolle)
geprüft. Das Sortiment für den Frühanbau auf Substrat wurde durch eine Anzahl von Neuzüchtungen
bereichert, die zum Teil mit sehr guten Ertragsleistungen überzeugen konnten und das Niveau der
bisherigen Standardsorte deutlich übertrafen. Auch in Bezug auf Krankheitsresistenzen,
insbesondere gegen Gurkengrünscheckungsmosaikvirus, wurde bei mehreren Neuzüchtungen ein
deutlicher Schritt nach vorn gemacht.
Versuchsfrage und Versuchshintergrund
In Deutschland werden Gurken auf Substrat in der Regel zweimal pro Jahrgepflanzt. Für die
Frühpflanzung von Ende Januar/Anfang Februar bis Mitte/Ende Juni galt es, das aktuelle Sortiment zu
prüfen. Als Vergleichssorte diente die seit vielen Jahre im Anbau befindliche und bislang bewährte
Varietät ‘Proloog‘.
Ergebnisse im Detail
- Die
Anbaubedingungen
2020 waren von der Pflanzung Anfang Februar bis Anfang März durch für
die
Jahreszeit zu hohe Temperaturen
in Verbindung
mit
einstrahlungsarmen
Wetter
gekennzeichnet. Ab der ersten Märzdekade verbesserten sich die Lichtbedingungen und besonders
im April war das Lichtangebot vergleichsweise sehr hoch. Sowohl der Mai als auch der Juni blieben
dagegen hinter den Erwartungen zurück und waren durch wechselhafte Witterungsabläufe geprägt.
- Der im Versuchsgewächshaus in den letzten Jahren vorhandene Infektionsdruck durch
Fusarium
oxysporum
f. sp.
radicis-cucumerinum
(For)
konnte durch die parallele Anwendung verschiedener
Desinfektionsverfahren der Nährlösung (Chlordioxid, Wasserstoffperoxid sowie das „Aqua-Hort
System“ zur Kupferanreicherung mittels Elektrolyse) effektiv bekämpft werden. Auf den Einsatz von
veredelten Pflanzen konnte demzufolge verzichtet werden. Im Versuch zeigte keine der
unveredelten Pflanzen Befallssymptome durch die Fusariose.
- Weitere
Krankheiten
oder
Schädlinge
wurden nicht ertragswirksam. Der prophylaktische Einsatz
von
Amblyseius cucumeris
,
A. swirskii, A. californicus
sowie
Encarsia formosa
zeigte bis Kulturende
ausreichende Bekämpfungsresultate gegen die Weiße Fliege und bis ca. Mitte Mai auch gegen
Spinnmilben. Von da ab breiteten sich die Spinnmilben trotz des Nützlingseinsatzes zunächst
herdartig aus und mussten in der Folge mit Akariziden bekämpft werden. Der Befall durch den
Kalifornischen Blütenthrips konnte durch das zusätzliche Ausbringen von
Orius
-Raubwanzen
ausreichend kontrolliert werden. Der Einsatz von
Aphidius colemani
sowie
Lysiphlebus testaceipes
konnte das Auftreten der Gurkenlaus (
Aphis gossypii
) auf ein vertretbares Maß eingrenzen.
- Im
Sortenspektrum
von Gewächshausgurken im Frühanbau, für die Pflanztermine Ende
Januar/Anfang Februar, kommen nach Jahren der Stagnation nun wieder vermehrt Neuzüchtungen

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auf den Markt (Tab. 1). Neben der langjährig bewährten Standardsorte ‘Proloog‘ standen in diesem
Jahr 10 Neuzüchtungen (9 Nummernsorten, 1 zugelassene Sorte) in der Prüfung. Intermediäre
Resistenz gegen Echten Mehltau (Px) ist obligatorisch. Mittlerweile sind aber auch in diesem
Segment zunehmend Sorten mit Resistenz gegen das Gurkengrünscheckungsmosaikvirus (CGMMV)
vertreten.
- Die
Ertragsergebnisse
sowie die
Ertragsverläufe
sind in Tab. 1 und Abb. 1 dargestellt. Zunächst ist
festzustellen, dass die Ertragsleistungen im Wesentlichen mit gut bis sehr gut benotet werden
können. Die Sorten unterschieden sich dabei signifikant in ihren Erträgen. Mit 82,4 Stück/m² erzielte
‘NUN 99058‘ den Höchstertrag. Auf diesem Niveau sind noch ‘DRCE 9607’ und die beiden
virusresistenten Varietäten ‘E23L.2391‘ und ‘E23L.2391‘ anzusiedeln. Bemerkenswert ist des
Weiteren, dass die Mehrzahl der Neuzüchtungen im Ertragsniveau klar über dem der Standardsorte
‘Proloog‘ lag.
Im Ertragsverlauf ist auffällig, dass aufgrund der schlechten Einstrahlungsverhältnisse im
Februar/Anfang März die Stammfruchternte in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wegen
Lichtmangels wurde die Früchte zum Teil abgestoßen. Die Ernte begann fast eine Woche später als
gewöhnlich und in den ersten beiden Erntewochen wurden im besten Fall nur 4,6 Stück/m²
geschnitten. Der Hauptanteil der Stammgurken fiel in der 3. Erntewoche an. Die Gesamtzahl der
Stammgurken (Ernte bis 14. KW) lag dann auch bei nur rund 17 bis 19 Gurken/m². Bei deutlichen
verbesserten Einstrahlungswerten stiegen die Wochenerträge ab April deutlich an und erreichten
bei den Spitzensorten ein sehr gutes und stabiles Niveau. So wurden z.B. bei ‘NUN 99058‘ im April
durchschnittlich 6,6 und im Mai 6,1 Gurken/m² und Woche geerntet. Das gute Durchhaltevermögen
dieser Sorte unterstrichen auch die Resultate aus den ersten beiden Juniwochen mit im Mittel
immerhin noch 5,2 Stück/m² und Woche.
- Die Haupternte (Seitentriebfrüchte) erfolgte überwiegend in der
Sortierung
400-500 g. Bei den
meisten Sorten lag der Anteil bei rund 40 % (Abb. 2). Einen leicht erhöhten Anteil kleinerer Früchte
wies lediglich ‘NUN 99053‘ (37 %) auf. Den regionalen Verbraucherwüschen Mitteldeutschlands
angepasst, wurden die Gurken zum Teil auch in der Sortierung < 300 g (Stammfrüchte) und 350-
400 g (Stammfrüchte und Seitentriebgurken) geerntet. Ware > 500 g, die hier praktisch nicht
verkäuflich ist, wurde nur montags (Sonntag keine Ernte) und dabei nur in sehr geringem Umfang
geschnitten.
- Die
Bestandesbonitur
(Tab. 2) wurde in der 15. (nach der Stammfruchternte) und 20. (5 Wochen
vor Kulturende) Kalenderwoche durchgeführt. Die Boniturergebnisse zeigen, dass die Sorten
überwiegend mit mittleren bis guten Noten bewertet wurden. Hervorzuheben wäre allenfalls, dass
‘NUN 99053‘ erhebliche Probleme beim Übergang auf die Seitentriebe hatte und die beiden RZ-
Nummern zum Kulturende hin im Fruchtbesatz unterdurchschnittlich waren. Dadurch traten bei
diesen Sorten letztlich auch Ertragsdepressionen auf. Die in der Tabelle aufgeführten Fehlstellen
resultierten aus abgebrochenen Pflanzen bzw. waren die Folge von Stängelbotrytis.
- Die
Einzelfruchtbonitur
(Tab. 3) belegt, dass die Fruchtqualität aller Sorten bei den Stamm- und
Seitentriebgurken auf einem vergleichbar hohen, den Anforderungen entsprechenden Niveau
angesiedelt war. Anzumerken wäre nur die geringfügige Bestachelung der Stammgurken von

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‘E23L.2390‘ sowie ‘E23L.2392‘. Bei den Seitentriebfrüchten zeichnete sich ‘E23L.2392‘ mit 36 cm
durch die längsten Früchte aus, währenddessen ‘Proloog‘ mit 33 cm die kürzesten Früchte aufwies.
- Die
Lagerversuche
wurden in der 12.-13. Kalenderwoche (Stammgurken) und in der 16.-
18. Kalenderwoche (Seitentriebgurken) durchgeführt.
Die Stammgurken aller Sorten waren im besten Fall 10 Tage lagerfähig. Überraschender Weise
zeigten sehr viele Sorten (Ausnahme: ‘Roadie‘ und ‘NUN 99053‘) bereits am ersten Kontrolltermin
nach 7 Tagen deutliche Abbausymptome. Die beiden RZ-Nummern büßten sogar hier schon ihre
Marktfähigkeit so weit ein, dass sie am zweiten Boniturtermin nicht mehr betrachtet wurden. Das
Spektrum an Ursachen für den Verlust der Marktfähigkeit reichte sortenabhängig von Warzen,
Farbveränderungen, weiche Fruchthälse bis hin zu eingetrockneten Fruchtspitzen. In der
Gesamtschau schnitten bei den Stammgurken ‘DRC9605‘, ‘Proloog‘ und ‘E23L.2390‘ noch am besten
ab.
An den Seitentriebfrüchten zeigte sich ein anderes Bild. Nach knapp einer Woche Lagerung konnten
bei den Sorten fast keine negativen Veränderungen festgestellt werden. Im Verlaufe der zweiten
Lagerwoche brachen alle Sorten dann doch recht schnell zusammen. Mit einer Gesamtlagerdauer
von 12 Tagen erzielten sie allerdings ein normales Lagerergebnis. Die Ursachen für den Verlust der
Marktfähigkeit variierten je nach Sorte sehr stark, wobei das Ausschlusskriterium „weicher Hals“ am
seltensten nachgewiesen wurde.
Kultur- und Versuchshinweise
Aussaattermin:
10.01.2020
Pflanzung:
06.02.2020
Erntetermin:
05.03. – 17.06.2020 (10. – 25. KW 2020)
Pflanzabstand:
1,5 Pflanzen/m²
Erntegrößen:
Stammfrüchte:
350-400 g
(6-mal/Woche)
Seitentriebfrüchte:
400-500 g
(5 bis 6-mal/Woche)
Sortierung:
AWETA Gurkensortiermaschine
Gewächshaus:
Venlo; 4 m Stehwandhöhe; 3,20 m Kappenbreite,
Spanndrahthöhe:
2,15 m
Klimaführung:
T/N 22/ 20°C bzw. 21/ 19 °C (vegetative Phase)
T/N 21/ 17-18 °C (generative Phase)
Lüftung ab 26 °C
CO
2
-Gehalt (800-1.000 ppm bei geschlossener Lüftung; 500-600 ppm bei geöffneter
Lüftung)
Substrat:
Grodan-Steinwolle (Typ: Grotop Expert; 2 m-Matten; 5 Pflanzen/Matte)
Anlagemethodik:
einfaktorielle Blockanlage mit 4 Wiederholungen

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Tab. 1: Gurken im Frühanbau auf Substrat – Ertragsleistungen
Sorte
Herkunft/
Resistenzen
Ertrag
Anzahl
Ertrag
Anzahl
nicht markt-
nicht markt-
Einzelfrucht
Züchter
Züchterangaben
Klasse 1
Klasse 1
Klasse 2
Klasse 2
fähige
fähige
Gewicht
[kg/m²]
[St/m²]
[kg/m²]
[St/m²]
[kg/m²]
[St/m²]
[g]
NUN 99058 F
1
Nun
HR: Cca, Ccu
IR: Px
33,7
82,4
0,1
0,5
2,7
23,6
409
DRCE 9607 F
1
De Ruiter
HR: Cca, Ccu
IR: Px
33,3
79,3
0,3
1,0
2,3
21,5
420
E23L.2391 F
1
Enza
HR: Ccu, CGMMV
IR: PX
31,6
77,2
0,4
1,4
2,4
20,7
410
E23L.2390 F
1
Enza
HR: Cca, Ccu, CGMMV
IR: PX
32,0
76,8
0,4
1,1
3,2
27,8
416
Roadie F
1
RZ
HR: Cca, Ccu
IR: CVYV, Px
30,8
74,6
0,3
1,0
2,9
24,4
414
E23L.2392 F
1
Enza
HR: Cca, Ccu, CGMMV
IR: PX
30,4
74,5
0,1
0,3
2,1
20,1
408
DRCE 9605 F
1
De Ruiter
HR: Cca, Ccu
IR: CMV, Px
30,5
73,9
0,3
1,2
2,5
20,1
413
NUN 99053 F
1
Nun
HR: Cca, Ccu
IR: Px
28,7
71,8
0,8
2,5
6,1
23,4
400
Proloog F
1
RZ
HR: Ccu
IR: Px
28,6
69,8
0,1
0,4
2,6
21,2
410
RZ 24-279 F
1
RZ
HR: Cca
IR: Px
28,4
68,1
0,2
0,7
2,6
25,8
417
RZ 24-276 F
1
RZ
HR: CGMMV, Cca, Ccu
IR: CVYV, Px
26,7
62,6
0,3
1,2
2,2
21,5
427
Mittelwert
30,4
73,7
0,3
1,0
2,9
22,7
413
GD 5%
3,26
7,71

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Abb. 1: Gurken im Frühanbau auf Substrat - Ertragsverläufe
0,9
0,5
0,4
0,5
0,5
0,4
0,5
0,8
0,4
0,2
3,7
2,8
2,8
3,2
3,3
2,6
3,1
2,9
2,9
2,6
7,9
6,9
5,9
6,5
7,2
5,4
6,8
6,7
5,7
5,9
2,9
6,0
5,9
4,9
3,3
4,3
4,3
4,0
4,1
5,9
3,7
2,5
2,7
4,2
4,5
4,2
2,9
1,0
3,7
2,8
8,9
4,8
4,5
5,0
6,0
4,8
4,3
4,5
3,3
4,1
7,1
8,9
8,9
9,4
7,7
9,3
8,8
7,5
9,6
8,1
6,9
5,1
5,0
4,5
5,1
5,2
5,9
6,0
5,3
4,6
3,4
6,8
5,9
5,8
5,6
4,0
6,3
6,9
5,4
5,5
5,1
4,5
4,7
4,2
5,0
5,0
5,6
3,0
3,9
3,7
6,2
4,5
4,6
6,3
4,1
4,7
3,4
4,6
3,8
4,0
6,4
7,5
7,4
6,4
6,8
6,9
6,8
7,1
6,2
5,1
6,6
5,2
6,5
6,1
4,3
6,3
5,1
6,0
4,9
5,6
4,8
4,5
4,7
3,3
4,2
3,3
4,3
4,5
3,7
4,5
5,6
5,3
4,7
4,0
4,3
5,8
3,2
3,8
4,0
3,3
2,4
3,5
2,6
2,6
2,7
2,3
2,5
2,5
2,9
2,3
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
[St/m²]
KW 25
KW 24
KW 23
KW 22
KW 21
KW 20
KW 19
KW 18
KW 17
KW 16
KW 15
KW 14
KW 13
KW 12
KW 11
KW 10

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Abb. 2: Gurken im Frühanbau auf Substrat – Fruchtgrößenverteilung
21
20
22
20
21
21
20
25
22
19
28
24
26
26
27
23
25
29
26
25
41
43
42
40
42
43
44
37
41
45
8
11
9
11
9
10
9
9
9
9
2
3
2
2
2
3
2
1
2
2
0
20
40
60
80
100
[%]
> 300 g [%]
> 350 g [%]
> 400 g [%]
> 500 g [%]
> 600 g [%]

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Tab. 2: Gurken im Frühanbau auf Substrat – Bonitur im Bestand
15. Kalenderwoche
20. Kalenderwoche
Sorten
Einheitlichkeit Pflanzen- Durch-
Frucht- Echter
Fehl-
Einheitlichkeit Pflanzen- Durch- Frucht-
Echter
Fehl-
im Bestand
aufbau
trieb
besatz Mehltau
stellen
im Bestand
aufbau
trieb
besatz Mehltau
stellen
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[Stück]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[Stück]
NUN 99058 F
1
7
7
5
7
1
0
6
5
6
6
1
0
DRCE9607 F
1
7
6
5
7
1
2
7
7
5
7
1
2
E23L.2391 F
1
7
7
5
7
1
0
7
7
5
6
1
0
E23L.2390 F
1
7
6
7
6
1
0
6
7
6
6
1
0
Roadie F
1
7
6
7
7
1
0
6
5
6
5
1
0
E23L.2392 F
1
7
7
7
7
1
2
6
6
6
5
1
2
DRCE9605 F
1
6
8
7
7
1
1
6
7
5
6
1
2
NUN 99053 F
1
7
5
3
5
1
0
6
7
6
6
1
2
Proloog F
1
7
6
5
7
1
0
7
7
7
5
1
0
RZ 24-279 F
1
7
7
5
5
1
0
7
6
7
4
1
0
RZ 24-276 F
1
7
7
7
5
1
0
6
6
6
4
1
2
Legende
1
5
9
Merkmal
fehlend
mittel
stark

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Tab. 3: Gurken im Frühanbau auf Substrat – Bonitur an der Stichprobe
11. Kalenderwoche 2020 - Stammfrüchte
16. Kalenderwoche - Seitentriebfrüchte
Sorten
Frucht- Frucht- Durch- Frucht- Frucht- Riefig- Hals- Bestache-
Frucht-
Frucht- Durch- Frucht- Frucht- Riefig- Hals- Bestache-
gewicht
länge
messer
farbe
form
keit
ansatz
lung
gewicht
länge messer
farbe
form
keit ansatz
lung
[g/ St]
[cm]
[mm]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[g/ St]
[cm]
[mm]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
NUN 99058 F
1
336
30
41
5
1
6
3
2
448
35
44
5
1
5
3
1
DRCE9607 F
1
338
31
42
5
1
6
4
2
456
35
45
5
1
5
4
1
E23L.2391 F
1
337
31
42
5
1
5
4
2
448
35
45
6
1
5
4
1
E23L.2390 F
1
344
30
42
5
1
5
4
3
442
34
45
6
1
4
3
1
Roadie F
1
360
32
42
5
1
6
4
2
444
35
45
5
1
5
4
1
E23L.2392 F
1
334
31
42
5
1
6
4
3
451
36
43
5
1
5
4
1
DRCE9605 F
1
338
30
42
5
1
5
4
2
452
35
45
5
1
5
4
1
NUN 99053 F
1
345
30
43
5
1
6
4
2
443
32
46
6
1
4
2
1
Proloog F
1
334
30
42
5
1
6
4
2
446
33
46
6
1
5
4
1
RZ 24-279 F
1
340
31
42
5
1
6
4
2
441
35
45
5
1
5
4
1
RZ 24-276 F
1
349
31
41
5
1
6
4
2
446
35
44
6
1
5
4
1
Legende
1
5
9
Merkmal
fehlend
mittel
stark
Fruchtform
gerade
mittel
krumm
Fruchtfarbe
hellgrün
mittelgrün
dunkelgrün
Riefigkeit
Fruchtschale glatt
gerillt
stark gerillt
Halsansatz
kein Hals
Hals sichtbar
stark ausgformter Hals
Bestachelung
keine Stacheln
Stacheln fühlbar
Stacheln stark fühlbar

Versuche im deutschen Gartenbau 2020
GEMÜSEBAU
Für den Frühanbau von Gurken auf Substrat stehen viele Neuzüchtungen bereit
9
Dr. Gerald Lattauschke, Christina Reinicke| Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie, Abteilung Gartenbau| Pillnitzer Platz 3| 01326 Dresden| gerald.lattauschke@smul.sachsen.de|
0351-26128700
Tab. 4: Gurken im Frühanbau auf Substrat – Lagerbonitur zur Haltbarkeit von Stammgurken
Lagertemperatur: 20°C
Lagerbeginn:
17.03.2020
rel. LF: ca. 60-70 %
Lagerende:
27.03.2020
1. Bonitur:
24.03.2020
Sorte
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
nicht
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
nicht
Lager-
veränderung weich+faltig eingetrocknet marktfähig
veränderung weich+faltig eingetrocknet marktfähig dauer
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[%]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[%]
[d]
NUN 99058 F
1
2
3
3
4
20
4
4
5
7
80
10
DRCE9607 F
1
3
4
4
3
10
3
7
5
7
90
10
E23L.2391 F
1
4
5
3
3
30
5
7
5
7
100
10
E23L.2390 F
1
3
3
4
5
40
4
3
7
5
60
10
Roadie F1
3
3
4
3
0
6
6
7
7
100
10
E23L.2392 F
1
3
4
2
4
30
5
7
4
5
70
10
DRCE9605 F
1
4
5
3
5
50
4
7
6
7
50
10
NUN 99053 F
1
2
2
2
2
0
4
4
7
7
100
10
Proloog F
1
3
5
3
5
40
7
7
6
7
60
10
RZ 24-279 F
1
4
6
3
6
80
7
RZ 24-276 F
1
2
3
4
4
70
7
Legende
1
9
Warzenbildung
keine Bildung
sehr starke Bildung
Farbveränderungen
keine Veränderungen
sehr starke Veränderungen
Halsveränderungen
keine Veränderungen
sehr starke Veränderungen
Fruchtspitzen-Veränderungen
keine eingetrockneten Spitzen
sehr stark eingetrocknete Spitzen
2. Bonitur: 27.03.2020
alle Früchte bereits nicht mehr marktfähig
alle Früchte bereits nicht mehr marktfähig

Versuche im deutschen Gartenbau 2020
GEMÜSEBAU
Für den Frühanbau von Gurken auf Substrat stehen viele Neuzüchtungen bereit
10
Dr. Gerald Lattauschke, Christina Reinicke| Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie, Abteilung Gartenbau| Pillnitzer Platz 3| 01326 Dresden| gerald.lattauschke@smul.sachsen.de|
0351-26128700
Tab. 5: Gurken im Frühanbau auf Substrat – Lagerbonitur zur Haltbarkeit von Seitentriebgurken
Lagertemperatur: 20°C
Lagerbeginn:
16.04.2020
rel. LF: ca. 60-70 %
Lagerende:
28.04.2020
1. Bonitur:
22.04.2020
2. Bonitur:
28.04.2020
Sorte
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
nicht
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
nicht
Lager-
veränderung weich+faltig eingetrocknet marktfähig
veränderung weich+faltig eingetrocknet marktfähig dauer
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[%]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[%]
[d]
NUN 99058 F
1
2
2
1
1
0
5
3
3
5
80
12
DRCE9607 F
1
1
1
1
1
0
5
7
1
3
100
12
E23L.2391 F
1
1
1
1
1
0
7
7
3
7
100
12
E23L.2390 F
1
1
1
1
1
0
3
7
3
3
100
12
Roadie F
1
1
1
1
1
0
5
5
3
5
80
12
E23L.2392 F
1
1
1
1
1
0
5
7
3
5
100
12
DRCE9605 F
1
1
1
1
1
0
5
8
3
3
100
12
NUN 99053 F
1
1
1
1
1
0
5
2
5
3
70
12
Proloog F
1
1
1
1
1
0
2
6
1
3
100
12
RZ 24-279 F
1
1
1
1
1
0
5
8
2
3
100
12
RZ 24-276 F
1
1
1
1
1
0
7
5
5
5
80
12
Legende
1
9
Warzenbildung
keine Bildung
sehr starke Bildung
Farbveränderungen
keine Veränderungen
sehr starke Veränderungen
Halsveränderungen
keine Veränderungen
sehr starke Veränderungen
Fruchtspitzen-Veränderungen
keine eingetrockneten Spitzen
sehr stark eingetrocknete Spitzen