Versuche im deutschen Gartenbau 2015
Gemüsebau
Fusarium Fuß- und Wurzelfäule beendete den Frühanbau von Gurken auf
Substrat innerhalb weniger Tage
1
Dr. Gerald Lattauschke, Christina Reinicke| Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie,
Abteilung Gartenbau| Pillnitzer Platz 3| 01326 Dresden| gerald.lattauschke@smul.sachsen.de| 0351-
26128100
Die Ergebnisse – kurzgefasst
Im Versuch "Gurken im Frühanbau auf Substrat" wurden im Jahr 2015 7 Sorten am Sächsischen Landesamt für
Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Dresden-Pillnitz auf Steinwolle geprüft. Bis Anfang Mai bewegten sich
alle Sorten auf einem vergleichbar hohen Ertragsniveau. Der Befall durch Fusarium oxysporum
f. sp.
radicis-
cucumerinum führte zum schnellen Absterben der meisten Pflanzen im Bestand, wobei sich zwischen den
Sorten Unterschiede in der Empfindlichkeit gegen den Erreger offenbarten.
Versuchsfrage und Versuchshintergrund
In Deutschland werden Gurken auf Substrat in der Regel zweimal gepflanzt. Für die Frühpflanzung
(Ende Januar/Anfang Februar bis Mitte/Ende Juni) galt es, das aktuelle Sortiment zu prüfen. Neben
einem hohen Frühertrag, müssen sich die Sorten
vor allem durch ein ausreichendes
Regenerationsvermögen bei der relativ langen Anbaudauer (16 bis 18 Erntewochen) auszeichnen. Für
diesen Anbauzeitraum stehen Sorten mit intermediärer Resistenz gegen Echten Mehltau im
Vordergrund.
Ergebnisse im Detail
- Die
Anbaubedingungen
in 2015 waren als nicht einfach einzustufen. Nach einem zu milden Winter
folgte ein frühes, aber kaltes und wechselhaftes Frühjahr. Kurze Phasen mit wärmeren
Temperaturen wechselten schnell mit kühlen Witterungsabschnitten. Demzufolge war die
Lichtverteilung in der Anbauperiode sehr inhomogen, d.h. es erfolgte ein unablässiger Wechsel
von dunklen Tagen mit Perioden mit hoher Einstrahlung, der sich als erhöhter Stressfaktor für die
Pflanzen erwies.
- Bis zum Zusammenbruch der Kultur in der ersten Maiwoche traten praktisch keine
ertragsbeeinflussenden
Krankheiten oder Schädlinge
auf. Der prophylaktische Einsatz von
Amblyseius cucumeris
,
A. swirskii
sowie
Encarsia formosa
zeigte nur bis Mitte April gute
Bekämpfungsresultate. Danach breiteten sich die Spinnmilben und Blütenthripse stärker im
Bestand aus, sodass je einmal mit Floramite 240 SC und Vertimec behandelt werden musste. Die
Behandlungen zeigten einen guten Erfolg. Echter Mehltau trat Ende April ganz vereinzelt (an den
anfälligen Sorten) auf und musste noch nicht bekämpft werden. Switch, das gegen die vereinzelt
auftretenden Fälle von Stängelbotrytis mit den Akariziden appliziert wurde, hatte eine gute
Nebenwirkung auf den Erreger.
Vom 6. auf den 7. Mai begannen urplötzlich und völlig unvermittelt große Teile des Bestandes zu
verwelken. Der Befallsverlauf der Erkrankung war so aggressiv, dass bereits 2 bis 5 Tagen nach
dem Sichtbarwerden der ersten Symptome der Bestand (sortenabhängig, Tab. 1) überwiegend
zusammengebrochen war. Bemerkenswert war, dass zwei Reihen Zuckermelonen (
Cucurbita melo,
4 Sorten), die als Randpflanzung angebaut wurden völlig gesund waren und es bis zur Räumung
des Gewächshauses auch blieben.

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Infolge dieser spezifischen Befallssituation (Gurken befallen, Melonen befallsfrei) konnten wir
ziemlich schnell einen technischen Defekt in der Nährlösungsversorgung oder eine Verunreinigung
der Nährlösung mit einer pflanzenschädigenden Substanz ausschließen.
An den befallenen und abgestorbenen Gurkenpflanzen waren äußerlich praktisch keine Symptome
zu erkennen. Nur an einigen wenigen Exemplaren zeigte sich am Stängel eine einseitige ca. 5 bis
10 cm lange Verbräunung unmittelbar über dem Steinwollewürfel. Nachdem Auf-schneiden der
Pflanzen (Längs- und Querschnitte durch die Stängelbasis), waren im unteren Bereich der Stängel
teilweise leichte Verbräunungen der Leitbündel, was auf
Fusarium oxysporum
f. sp.
cucumerinum
oder auf
Verticillium
sp. hindeutete, zu erkennen. Die für diese beiden Welke-Erreger typischen
Symptome (einseitige Welke einzelner Triebe oder halbseitige Welke einzelne Blätter) waren
allerdings im Bestand nicht beobachtet worden. Neben der teilweisen Verbräunung der Leitbündel
konnte an allen aufgeschnittenen Pflanzen eine gelb bis bräunliche Verfärbung an der Stängelbasis
sowie der angrenzenden Wurzeln bestimmt werden. (Das Schadbild erinnerte an mit
Fusarium
oxysporum
f. sp.
radicis-lycopersici
befallene Tomaten-pflanzen). Die befallenen Pflanzen starben
bei der zum Zeitpunkt des Befalls vorherrschenden hohen Pflanzenbelastung (starker Behang mit
Früchten) innerhalb weniger Tage ab (Abb. 1-6).
Zur weiteren Diagnose der Erkrankung wurden befallene Pflanzenproben in verschiedene Labors
(für die Unterstützung möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken) zur Bestimmung des
Erregers gegeben. Unter anderem wurden DNA-Analysen wie die Multilocussequenz-Analyse zur
Untersuchung der befallenen Pflanzenteile veranlasst. In den untersuchten Proben wurden
folgende Pathogene diagnostiziert:
Fusarium
sp.
Fusarium oxysporum
Fusarium oxysporum
f. sp.
cucumerinum
Fusarium oxysporum
f. sp.
radicis-cucumerinum
Fusarium proliferatum
Fusarium solani
Pythium
sp.
Pythium aphanidermatum
Pythium dissotocum
Phytophthora
sp.
Die gefundenen
Pythium
- und
Phytophthora
-Arten schädigen bekanntermaßen vornehmlich an
jungen Pflanzen (ca. bis Blühbeginn der Gurken). Die Pilze rufen Ausfälle durch Stängel- oder
Wurzelfäule
hervor.
Pythium
dissotocum
wird
u.a.
als
Pathogen
in
hydroponischen
Anbauverfahren beschrieben, wo er an Salat, Paprika, Gurken oder Spinat nachgewiesen wurde.
Der für diese Erkrankungen typisch glasig-braune Stängelgrund wurde im Bestand nicht
nachgewiesen. Im vorliegenden Fall sind diese Erreger mit hoher Wahrscheinlichkeit als sekundäre
Pflanzenpathogene anzusprechen und nicht für das Schadausmaß verantwortlich. Außerdem

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wurden die Jungpflanzen (angießen) sowie die Bestände zur Bekämpfung von
Pythium
sp. mit
Previcur Energy durch Zugabe zum Umlaufwasser behandelt.
Was die
Fusarium
-Arten anbelangt, so ist wahrscheinlich von einer Mischinfektion auszugehen,
wobei die Befallssymptome weder für
Fusarium oxysporum
f. sp.
cucumerinum (s. oben)
noch für
Fusarium solani
(im Fall der f.sp.
cucurbitae
Vermorschung und Fäulnis am Stängelgrund) noch für
Fusarium proliferatum
(ubiquitär in Boden und Pflanzen nachgewiesen; Schadberichte von
Zwiebeln, Spargel, Mais, Weizen, Reis, Bananen oder Zuckerrohr; kann an Pflanzen ohne
Schadsymptome auftreten) sprachen. Der Pilz
Fusarium oxysporum
f. sp.
radicis-cucumerinum
ist
im deutschen Schrifttum weitestgehend unbekannt. Befallsberichte liegen bislang, soweit uns
bekannt, aus Deutschland nicht vor. In der internationalen Literatur finden sich Hinweise, dass der
Erreger u.a. bereits in Griechenland (Erstnachweis) (VAKALOUNAKIS 1996), in British Columbia (PARKER
1997), Ontario (CERKAUSKAS 2001) sowie in Bulgarien (VATCHEV 2007) bei Gewächshausgurken zu
erheblichen Ausfällen geführt hat. Auch auf den Internetseiten der Saatgutunternehmen ENZA
ZADEN
DEUTSCHLAND
HTTP
://
WWW
.
ENZAZADEN
.
DE
/G
ROWER
S
ERVICES
/
RESIST
/
PESTORGANISMS
/
FRUITVEGETS
/
ROOTSTOCK
/C
UCURBITA
sowie
SEMINIS® (US)
(
HTTP
://
WWW
.
SEMINIS
-
US
.
COM
/
RESOURCES
/
DISEASE
-
GUIDES
/
CUCURBIT
/
FUSARIUM
-
ROOT
-
STEM
-
ROT
-
CUCUMBER
/
)
wird
auf
den
Erreger
hingewiesen.
Die
englische Bezeichnung lautet
Fusarium
crown and root rot bzw.
Fusarium
root and stem rot of
cucumbers. In Anlehnung an das englischsprachige Schrifttum wäre die äquivalente deutsche
Bezeichnung Fusarium Fuß- und Wurzelfäule bei Gurken. Die von SPEAKMAN (2015) beauftragten
Multilocus Sequenzanalysen an den von ihm isolierten Pilzstämmen identifizierte
F. oxysporum
f. sp.
cucumerinum
und
F. oxysporum
f. sp.
radicis-cucumerinum
an Hand des Elonationsfaktors
alpha 1 (jeweils 99 % Sequenzhomologie). Gleichfalls weist er jedoch auf eine 99 %ige
Übereinstimmung der ITS- Sequenzen (internal transcribed spacer) der Isolierten Stämme mit den
beiden
Fusarium oxysporum-
Spezies sowie
F. oxysporum
f. sp
cucumi
,
F. oxysporum
f. sp
. dianthi
und
F. oxysporum
f. sp.
vanillae
hin, weshalb auf Grund der Datenlage eine differenzierte
Charakterisierung auf der Ebene der Forma specialis mit dieser Methode nur bedingt möglich ist.
Deshalb ist aufgrund der Datenlage eine differenzierte Charakterisierung auf der Ebene der Forma
specialis nicht sinnvoll möglich ist. Die letztgenannten drei Forma specialis von
Fusarium
oxysporum sind
an Gurken jedoch nicht als Schaderreger ausgewiesen.
Da die Beschreibungen in der Literatur mit den Symptomen an den Befallspflanzen weitestgehend
übereinstimmten und unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Laboruntersuchungen, ist davon
auszugehen, dass der ursächliche Schaden an den Gurkenpflanzen im Versuch vornehmlich durch
die Art
Fusarium oxysporum
f. sp.
radicis-cucumerinum
hervorgerufen wurde.
Mündliche Berichte über Ausfälle an Gewächshausgurken auf Substrat in verschiedenen
Anbaugebieten in Deutschland sind schon seit einigen Jahren im Umlauf. Nach Rücksprachen mit
Betroffenen ist mitgeteilt worden, dass der Erreger nur bis zur Art bestimmt werden konnten. In
der Regel handelte es sich um
Fusarium oxysporum
. Eine Bestimmung bis zur Forma specialis ist
nach unserem Kenntnisstand nicht erfolgt. Aufgrund der Beschreibungen des Schadbildes (u.a.
rötliche Sporenrasen am Stängel) ist zu vermuten, dass es sich hier um die
Fusarium
-Welke
(
Fusarium oxysporum
f. sp.
cucumerinum
) gehandelt hat. Berichte über ein derart massives

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Absterben des Bestandes in kürzester Frist sind nicht bekannt. Die
Fusarium
-Welke, ist eine
gefürchtete Krankheit in der Bodenkultur, die die Substratanbauer von Gurken fast vergessen
hatten, da sie mit der Einführung der Substratkultur in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in
diesem Kulturverfahren lange Zeit nicht mehr auftrat. Seit geraumer Zeit werden in besonders
betroffenen Gebieten zunehmend wieder Gurken auf Unterlagen mit Resistenz gegen
Fusarium
(Foc, Fom, Fon, For) auf Substrat gepflanzt.
Fusarium oxysporum
f. sp.
radicis-cucumerinum
kann, wie in der Literatur beschrieben, neben
Gewächshausgurken (auch in Erdkultur) auch Freilandgurken befallen. Es wird vermutet, dass die
Primärinfektion von verseuchtem Saatgut ausgeht. Einmal im Gewächshaus, ist der Pilz, wie alle
Fusarium-Arten, chemisch praktisch nicht zu bekämpfen. Der Erreger kann sowohl in der
Nährlösung als auch an Pflanzenresten mehrere Jahre überdauern. Die Verbreitung im Bestand ist
sowohl über die Nährlösung, wobei bekannt ist, dass die vollständige Vernichtung der
Mikrokonidien des Pilzes mit Desinfektionsmaßnahmen (Biofilter, UV-Filter) nicht immer gelingt,
als auch durch Luftübertragung der Sporen möglich. In unserem Fall ist, nach erfolgter
Primärinfektion (Ursache ist unbekannt) wahrscheinlich von einer Übertragung durch die
Nährlösung auszugehen, da wir Sporulation im Bestand (vermutlich) ausschließen können.
Die effektive Bekämpfung der Erkrankung ist nur durch strikte Hygiene und ähnlich wie bei der
Tomate durch den Einsatz von resistenten Unterlagen oder Sorten zu gewährleisten. Zur Hygiene
ist anzumerken, dass wir vor der Kultur das gesamte Gewächshaus gründlich gereinigt und
desinfiziert hatten. Sogar die komplette Desinfektion der Tropferleitungen (auch Zuleitungen)
einschließlich der Dünge-Unit brachte offensichtlich keinen Erfolg. Hochresistente Unterlagen
gegen den Pilz sind derzeit nicht bekannt. ENZA ZADEN (s.o.) gibt an, dass Kreuzungen von
Cucurbita
maxima
x
C. moschata
eine intermediäre Resistenz gegen den Erreger (Forc) aufweisen. Die
Unterlage ‘Flexifort‘ wird derzeit mit intermediärer Resistenz angeboten. Die Firma RIJK ZWAAN
bietet die Unterlage ‘Affyne‘ (
Cucumis sativus
) als ebenfalls intermediär resistente
Gurkenunterlage an. Die Gurkensorte hat auch in der Praxis bereits ihre Eignung für den
Substratanbau
nachgewiesen
(
HTTP
://
WWW
.
RIJKZWAAN
.
NL
/
WPS
/
WCM
/
CONNECT
/RZ+NL/R
IJK
+Z
WAAN
/
PRODUCTS_AND_SERVICES/PRODUCTS/CROPS/ROOTSTOCK? PCPAGE=3&FRM=1&VARNAME=AFFYNE RZ F1 (64-
50)&HIS=C293LHVUZGVMAW5LZCWWO2HHCNYSDW5KZWZPBMVKLDA7CGXHBNQSDW5KZWZPBMVKLDA7
CMFKAW9ZY2HLZCXOYXJ2LDA7
). Auch SEMINIS (S.O.) gibt an, dass in der Kürbisarten
Cucurbita
ficifolia
sowie
C. moschata
Resistenzen vorhanden sind. Auf Resistenzquellen bei
Cucumis sativus
wird hier ebenfalls verwiesen.
Auch in der Fachliteratur wird über ein natürliches Resistenzverhalten bestimmter Gurkensorten
gegenüber dem Erreger berichtet (PARKER 1997; ROSE & PUNJA 2004). Im Rahmen unseres
Sortenversuches bot sich die Möglichkeit, die Anfälligkeit der in der Prüfung stehenden Sorten
gegenüber dem Erreger zu bonitieren, da sehr schnell Sortenunterschiede augenscheinlich
wurden. Die Resultate der Bonitur sind in Tab. 1 zusammengefasst.

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Tab. 1: Sortenabhängige Pflanzenausfälle 2 bzw. 5 Tage nach dem ersten Symptomauftreten
Zunächst belegen die Ergebnisse, mit welcher rasanten Geschwindigkeit der Befall um sich griff.
Zwei Tage nach dem Erstauftreten der Symptome waren bereits durchschnittlich rund 50 % aller
Pflanzen im Bestand abgestorben. Dieser Wert erhöhte sich nach fünf Tagen auf knapp 60 %.
Danach war es nicht mehr wirtschaftlich das Gewächshaus weiter zu betreiben und der Versuch
wurde abgebrochen (Zu dem Zeitpunkt war uns noch nicht bewusst, dass es sich hier um einen
neuen Krankheitserreger an Gurken handelt!). Die Tab. 1 offenbart auch die erheblichen
Unterschiede in der Anfälligkeit der einzelnen Versuchssorten. Das Ausmaß der Schädigungen
umfasste einen Bereich von 25 bis 83 % abgestorbener Pflanzen. Mit ‘nur‘ 25 % Ausfälle schnitt
‘Bornand‘ noch am besten ab, während bei ‘Aljona‘ über 80 % aller Pflanzen ausfielen. Interessant
war auch zu beobachten, das z.B. auf einer Steinwollematte mit 5 Pflanzen 2 (‘Bornand‘) gesund
und 3 Pflanzen (‘Aljona‘) abgestorben waren.
Danksagung
Für die Unterstützung bei der Diagnose und Bestimmung der Erreger möchten wir uns herzlich bei
Herrn J.-B. Speakman (BASF), R. Wilterdink (Enza Zaden Research & Development B.V.), S.
Schumann (BfUL), A. Disco (Relab den Haan) sowie J. van Wijk (Rijk Zwaan Breeding B.V.)
bedanken.

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Abb. 1: Welkende Gurkenpflanzen auf Substrat 2 Tage nach Befallsbeginn
Abb. 2: Welkende Gurkenpflanzen auf Substrat 5 Tage nach Befallsbeginn

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Abb. 3: Befallene und nicht befallene Pflanzen verschiedener Sorten in einer Reihe
Abb. 4: Verbräunte Leitbündel im unteren Stängelbereich

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Abb. 5: Verbräunungen im Außenbereich der Stängelbasis
Abb. 6: Verbräunungen im unteren Stängelbereich sowie der Wurzeln

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Die Auswertung des Sortenversuchs bis zum Kulturende Anfang Mai wird im Folgenden vorgestellt:
- Das
Sortenspektrum
im Frühanbau für die Pflanztermine Ende Januar/Anfang Februar ist
weiterhin sehr überschaubar. Für die Prüfungen standen in diesem Jahr nur 7 Testsorten, unter
ihnen die langjährigen Standards ‘Proloog‘ und ‘Bornand‘, zur Verfügung. Positiv anzumerken ist,
dass sich 4 Neuzüchtungen im Versuch befanden. Die überwiegende Zahl der Sorten verfügt gegen
Echten Mehltau über eine intermediäre Resistenz (IR). Mit ‘RZ 24-231‘ und ‘Nun 49087‘ standen
auch zwei mehltauanfällige Varietäten in der Prüfung.
- Die
Ertragsergebnisse
sowie die Ertragsverläufe sind in Tab. 2 und Abb. 7 dargestellt. Bis zum
Abbruch der Kultur in der 19. Kalenderwoche präsentierten sich die Sorten auf einem insgesamt
vergleichbaren Niveau. Bemerkenswert ist, dass zwischen den mehltauanfälligen und intermediär
resistenten Sorten keine signifikanten Unterschiede in den Ertragsleistungen feststellbar waren.
Die Erträge lagen zwischen 47 und 53 Stück/m² und damit im Spitzenbereich (‘Aljona‘) 8 Gurken
über den langjährigen Durchschnittserträgen am Versuchsstandort Dresden-Pillnitz. Der Abstand
der Nummernsorte ‘RZ 24-226‘ resultierte in erster Linie aus einer verminderten Anzahl
Stammgurken (später Ansatz der 1. Gurke) sowie in Problemen beim Übergang auf die Ernte der
Seitentriebe. Die Ertragsverläufe zeigen, dass sich bis Anfang Mai (Ausbruch der Krankheit) ein
völlig normaler Ertragsverlauf für frühe Gurken darstellte. Die Sorten brachten rund 20
Stammgurken/m². Abgestoßene Früchte waren die Ausnahme. Der Übergang auf die Seitentriebe
verlief überwiegend problemlos. Die Wochenerträge sanken für eine Woche auf ca. 3 Früchte/m²
ab. Danach etablierten sich mittlere Wochenerträge von 5 bis 6 Gurken/m² (in der Spitze bis 8
Stück/m²). Die Ertragsprognose bis zum ursprünglich geplanten Kulturende in der 25./26.
Kalenderwoche belief sich auf einen Gesamtertrag von 85 bis 90 Gurken/m².
- Die
Einzelfruchtbonitur
(Tab. 3) belegt, dass die Fruchtqualität aller Sorten bei den
Stammgurken
auf einem vergleichbar hohen Niveau angesiedelt war. Wesentliche Abweichungen von den
Mittelwerten der einzelnen Parameter traten kaum auf. Nur bei der Nummernsorte ‘RZ 24-226‘
fielen die vergleichsweise langen (33 cm) Früchte auf, die mit einem Durchmesser von
durchschnittlich 40 mm „dünn“ erschienen. Bei den
Seitentriebfrüchten
bestätigte sich dieser
Trend hinsichtlich der Fruchtlänge der Sorte, die mit 41 cm 4 cm über dem Durchschnittswert der
anderen Sorten lag. Auch im Durchmesser waren die Früchte der Sorte am schlankesten. Die
kürzesten Stammgurken wiesen ‘Nun 49087‘ und ‘Bornand‘ auf.
- Die
Fruchtgrößenverteilung
(Abb. 8) stimmt überwiegend mit den in der Region üblichen
Vermarktungsgrößen (350-400 g; 400-500 g) überein. Im Versuch wurden rund dreiviertel aller
Früchte in diesen beiden Größensortierungen geerntet.

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Die Untersuchungen zum
Lagerverhalten
wurden bei Lagerbedingungen (Temperatur: 20 °C;
relative Luftfeuchte: 60 – 70 %), wie sie im Vermarktungsprozess der Gurken zu erwarten sind
vorgenommen.
Die
Stammfrüchte
waren durchschnittlich 11 Tage lagerfähig (Lagerbedingungen: s. Kulturdaten)
(Tab. 4). Am letzten Boniturtermin, am 20.03.15, waren, mit Ausnahme von ‘Aljona‘ und ‘E 2238‘,
bei denen noch 20 bis 30 % der Früchte marktfähig waren, alle Früchte nicht mehr marktfähig. Als
Hauptursachen für das Abstufen der Fruchtqualität sind in erster Linie Farbveränderungen der
Fruchtschale sowie das Weichwerden des Fruchthalses anzusprechen.
Beim Lagerverhalten der
Seitentriebgurken
(Tab. 5) im Mai zeigten sich kaum Sortenunterschiede
(Tab. 5). Das Durchhaltevermögen aller Sorten im Lager bis zum Verlust der Marktfähigkeit belief
sich auf 10 Tage. Wie schon bei den Stammfrüchten waren Farbveränderungen sowie weiche
Fruchthälse die entscheidenden Kriterien. Hinzu kamen bei einigen Sorten zunehmend Warzen auf
der Fruchtoberfläche sowie verstärkt auch Eintrocknungserscheinungen am Fruchthals.

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Tab. 2: Gurken im Frühanbau auf Steinwolle – Ertragsleistungen
Abb. 7: Gurken im Frühanbau – Ertragsverläufe
Sorten/ Herkunft
Ertrag Kl.1
Anzahl Kl.1
Ertrag Kl.2
Anzahl Kl.2
Ertrag n.m.f.* Anzahl n.m.f.* Einzelfrucht-
[kg/m²]
[St/m²]
[kg/m²]
[St/m²]
[kg/m²]
[St/m²]
gewicht [g]
Aljona/Nun
21,8
53
0,2
0,8
0,5
2,8
410
RZ 24 -231/RZ
21,2
52
0,2
0,6
0,6
3,3
409
E 2238/Enza
21,0
52
0,2
0,9
0,5
2,7
404
Nun 49087/Nun
21,0
51
0,3
1,0
0,7
3,6
407
Bornand/Nun
20,6
51
0,3
1,3
0,9
4,8
401
Proloog/RZ
20,7
51
0,2
0,7
0,5
2,5
409
RZ 24-226/RZ
19,7
47
0,2
0,7
0,6
2,8
419
Mittelwert
20,8
51,1
0,2
0,8
0,6
3,2
408
GD 5%
n.s.
n.s.
Zeichenerklärung: * = nicht marktfähig

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Abb. 8: Gurken im Frühanbau – Fruchtgrößenverteilung auf Steinwolle

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Tab. 3: Gurken im Frühanbau – Bonitur an der Stichprobe
Stammfrüchte
Seitentriebfrüchte
11. Kalenderwoche
17. Kalenderwoche
Sorte
Frucht- Frucht- Durch- Frucht- Frucht- Riefig- Hals- Bestach- Frucht- Frucht- Durch- Frucht- Frucht- Riefig- Hals- Bestach-
gewicht
länge messer farbe
form
keit
ansatz
lung
gewicht
länge messer farbe
form
keit
ansatz
lung
[g/ St]
[cm]
[mm]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[g/ St]
[cm]
[mm]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
Aljona
358
29
43
5
1
5
3
3
458
36
44
5
1
4
4
1
RZ 24 -231
361
31
41
5
1
6
3
4
456
36
44
5
1
4
3
1
E 2238
356
30
43
5
1
5
3
3
463
37
44
5
1
4
4
1
Nun 49087
352
30
42
6
1
5
4
3
432
34
44
6
1
4
3
1
Bornand
358
30
43
4
1
4
4
3
436
35
44
6
1
3
3
1
Proloog
357
30
42
5
1
6
3
3
468
37
44
5
2
5
4
1
RZ 24-226
351
33
40
5
1
6
4
3
470
41
42
5
2
5
5
1
Mittelwert
356
30
42
5
1
5
3
3
455
37
44
5
1
4
4
1

Versuche im deutschen Gartenbau 2015
Gemüsebau
Fusarium Fuß- und Wurzelfäule beendete den Frühanbau von Gurken auf Substrat innerhalb weniger Tage
14
Dr. Gerald Lattauschke, Christina Reinicke| Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie,
Abteilung Gartenbau| Pillnitzer Platz 3| 01326 Dresden| gerald.lattauschke@smul.sachsen.de| 0351-
26128100
Tab. 4: Gurken im Frühanbau – Haltbarkeit von Stammfrüchten
Lagerbeginn: 09.03.2015
Lagerende:
20.03.2015
1. Bonitur
14.03.15
2. Bonitur
17.03.15
3. Bonitur
20.03.15
Sorte
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
nicht
Lager-
veränderung weich+faltig eingetrocknet
veränderung weich+faltig eingetrocknet
veränderung
weich+faltig eingetrocknet marktfähig dauer
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[%]
[d]
Aljona
1
3
2
1
2
3
2
1
2
4
4
1
80
11
RZ 24 -231
1
3
2
1
2
3
3
1
2
4
6
1
100
11
E 2238
1
2
1
1
2
2
2
1
3
4
3
2
70
11
Nun 49087
1
3
2
1
2
3
3
1
3
3
5
1
100
11
Bornand
1
2
2
1
2
3
3
1
2
6
5
1
100
11
Proloog
1
2
3
1
2
2
3
1
3
2
5
1
100
11
RZ 24-226
1
3
2
1
2
3
3
1
4
3
4
2
100
11
Legende
1
9
Warzenbildung
keine Bildung
sehr starke Bildung
Farbveränderungen
keine Veränderungen
sehr starke Veränderungen
Halsveränderungen
keine Veränderungen
sehr starke Veränderungen
Fruchtspitzen-Veränderungen
keine eingetrockneten Spitzen
sehr stark eingetrocknete Spitzen

Versuche im deutschen Gartenbau 2015
Gemüsebau
Fusarium Fuß- und Wurzelfäule beendete den Frühanbau von Gurken auf Substrat innerhalb weniger Tage
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Abteilung Gartenbau| Pillnitzer Platz 3| 01326 Dresden| gerald.lattauschke@smul.sachsen.de| 0351-
26128100
Tab. 5: Gurken im Frühanbau – Haltbarkeit von Seitentriebfrüchten
Lagerbeginn: 21.04.2015
Lagerende:
04.05.2015
1. Bonitur:
24.04.15
2. Bonitur:
04.05.15
Sorte
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
Warzen
Farbe
Hals
Fruchtspitze
nicht
Lager-
veränderung weich+faltig eingetrocknet
Veränderung weich+faltig eingetrocknet marktfähig
dauer
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[%]
[d]
Aljona
1
1
1
1
5
3
7
3
100
10
RZ 24 -231
1
1
1
1
2
9
9
3
100
10
E 2238
1
1
1
1
3
5
7
3
100
10
Nun 49087
1
1
1
1
2
2
7
3
100
10
Bornand
1
1
1
1
2
7
9
5
100
10
Proloog
1
1
1
1
3
7
7
3
100
10
RZ 24-226
1
1
1
1
5
3
9
3
100
10
Legende
1
9
Warzenbildung
keine Bildung
sehr starke Bildung
Farbveränderungen
keine Veränderungen
sehr starke Veränderungen
Halsveränderungen
keine Veränderungen
sehr starke Veränderungen
Fruchtspitzen-Veränderungen
keine eingetrockneten Spitzen
sehr stark eingetrocknete Spitzen

Versuche im deutschen Gartenbau 2015
Gemüsebau
Fusarium Fuß- und Wurzelfäule beendete den Frühanbau von Gurken auf
Substrat innerhalb weniger Tage
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Dr. Gerald Lattauschke, Christina Reinicke| Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie,
Abteilung Gartenbau| Pillnitzer Platz 3| 01326 Dresden| gerald.lattauschke@smul.sachsen.de| 0351-
26128100
Kultur- und Versuchshinweise
Aussaat:
05.01.2015
Pflanzung:
28.01.2015
Erntetermin:
24.02. – 09.05.2015 (09. –19. KW 2015)
Pflanzabstand:
1,5 Pflanzen/ m²
Erntegrößen:
Stammfrüchte:
350-400 g
(6-mal / Woche)
Seitentriebfrüchte:
400-500 g
(5 bis 6-mal/ Woche)
Sortierung:
AWETA Gurkensortiermaschine
Gewächshaus:
Venlo; 4 m Stehwandhöhe; 3,20 m Kappenbreite,
Spanndrahthöhe:
2,15 m
Klimaführung:
T/N 22/ 20°C bzw. 21/ 19°C (vegetative Phase)
T/N 21/ 17-18°C (generative Phase)
Lüftung ab 26 °C
CO
2
-Gehalt (800-1.000 ppm bei geschlossener Lüftung; 500-600 ppm bei
geöffneter Lüftung)
Substrat:
Grodan-Steinwolle (Typ: Grotop Expert;
www.grodan.com
);
2 m-Matten;
5 Pflanzen/Matte
Anlagemethodik:
einfaktorielle Blockanlage mit 4 Wiederholungen
Lagerbedingungen:
Temperatur: 20°C; Luftfeuchte: 60 – 70 %
Literatur
ANONYM (2006): Stellungnahme der ZKBS zur Risikobewertung von
Fusarium proliferatum
GEMÄß § 5
ABSATZ 1 GENTSV. Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
http://www.bvl.
bund.de/SharedDocs/Downloads/06_Gentechnik/ZKBS/01_Allgemeine_Stellungnahmen_deutsch/05
_Pilze/Fusarium_proliferatum.pdf?__blob=publicationFile&v=3
CERKAUSKAS, R. (2001): Fusarium stem and root rot of greenhouse cucumber. Factsheet Ontario
Ministry of Agriculture, Food and Rural Affairs, No 01-081.
CHATTERTON, S. SUTTON, J.C., BOLAND, G.J. (2004): Timing
Pseudomonas chlororaphis
applications to
control
Pythium aphanidermatum, Pythium dissotocum
, and root rot in hydroponic peppers.
Biological Control
30
(2004) 360–373
PARKER, M. (1997): Fusarium root and stem rot of greenhouse cucumbers in British Columbia – host
range, epidemiology and disease control. B. SC Simon Fraser University.
ROSE, ST. & PUNJA, Z.K. (2004): Greenhouse Cucumber Cultivars Differ in Susceptibility to Fusarium Root
and Stem Rot. HortTechnology
14
(2), 240-242
VAKALOUNAKIS, D. J. (1996): Root and Stem Rot of Cucumber Caused by
Fusarium oxysporum
f. sp.
radicis-cucumerinum
f. sp. nov.. Plant Disease
80
(3), 313-316.
VATCHEV, TZ. D. (2007): First report of Fusarium Root and Stem Rot of Greenhouse Cucumber Caused
by
Fusarium oxysporum
f. sp.
radicis-cucumerinum
in Bulgaria. Bul. J. of Agricultural Sc.
13
, 151-152.