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Pflanzenschutztag Dresden 17.1.2013
Qualitätssicherung durch den Einsatz von
Fungiziden und Insektiziden in
Gemüseerbsen und Kohlgemüse
Ulf Hucke Syngenta Agro

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2
Programm
Was ist Neu bei Syngenta !?
Gemüseerbse
Einsatz von Fungiziden und Insektiziden zur
Qualitätssicherung
Kohlgemüse
Einsatz von Fungiziden und Insektiziden zur
Qualitätssicherung

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3
Syngenta hat sich in Spezialkulturen neu positioniert!
Das Spezialkulturenteam tritt in Zukunft noch kundenorientierter mit zwei
Teams auf:
-
dem Gemüseteam
und
-
dem Früchteteam

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Team „Gemüse“

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Team „Früchte“

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Syngenta Spezialkulturenkompetenz – einzigartig im Markt !
Mit der neuen Aufstellung stellen wir folgendes sicher:
Flächendeckende Betreuung der Spezialkulturkunden durch 17 (!)
Mitarbeiter in Spezialkulturen.
Kultur- und regionsspezifische Beratung in Spezialkulturen
Anbauer - individuelle Beratung in Gemüsesaatgut und Pflanzenschutz
Breites Produkt-Portfolio mit weit über 500 Genehmigungen und
Zulassungen in Spezialkulturen.

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7
Programm
Neue Ausrichtung von Syngenta
Gemüseerbse
Einsatz von Fungiziden und Insektiziden zur Qualitätssicherung

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8
Einsatz von Fungiziden und Insektiziden zur
Qualitätssicherung bei Gemüseerbsen
pilzliche Erreger
Botrytis cinerea
(Grauschimmel)
Peronospora viciae
f. sp.
pisi
(Falscher Mehltau)
Tierische Schädlinge
Blattrandkäfer,
Sitona lineatus
Grüne Erbsenblattlaus,
Acyrtosiphon pisum
Erbsenwickler,
Cydia nigricana

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Pilzliche Erreger
Botrytis cinerea
( Grauschimmel)
Auftreten des Pilzes in dichten lagernden Beständen
Ausgangspunkt sind welkende Blütenblätter die nicht Abfallen
Bekämpfungsmöglichkeiten zur Zeit der Vollblüte, vorbeugend
1,0l/ha, max. 2 Anwendungen, vorbeugend im Abstand von
mindestens 10-14 Tagen, Wartezeit 14 Tage
1,0kg/ha, max. 2 Anwendungen im Abstand von
mindestens 10-14 Tagen, Wartezeit 14 Tage, Zulassung bis 30.6.2013

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10
Pilzliche Erreger
Peronospora viciae
f. sp.
pisi
(Falscher Mehltau)
Primäre Infektionsquellen sind überdauernde Oosporen im Boden
Bekämpfungsmaßnahmen bei Befallsverdacht
1,0l/ha, max. 2 Anwendungen, vorbeugend im Abstand von
mindestens 10-14 Tagen, Wartezeit 14 Tage
Saatgutbeizung mit Wakil (Cymoxanil, Metalaxyl, Fludioxonil)

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11
Grüne Erbsenblattlaus
Bevorzugte Kontrollstellen sollten Triebknospen und Knospenanlagen
sein
Bekämpfungsschwelle: 5-10 Blattläuse je Trieb, min. 2-3 Wochen vor
Erntebeginn
Bekämpfungsmöglichkeiten
Karate Zeon 75ml/ha, max. 2 Anwendungen, Wartezeit 7 Tage
Trafo 150g/ha, max. 2 Anwendung, Wartezeit 7 Tage
Pirimor
250-375 g/ha, max. 3 Anwendungen
Plenum 50 WG 240 g/ha, max. 2 Anwendungen bis erste Blütenblätter
sichtbar sind, Blüte noch geschlossen
B1

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12
Erbsenwickler
In frühen Erbsenbeständen oder in Beständen wo die Blüte schiebt, ist es
sinnvoll, Pheromonfallen zur Überwachung des
Erbsenwicklers
aufzustellen.
Bekämpfungsschwelle: ab 10 Männchen pro Falle nach 10 Tagen erste
Spritzung
Bekämpfungsmöglichkeiten:
75 ml/ha, max. 2 Anwendungen, Wartezeit 7 Tage, B4
Trafo WG
150 g/ha, max. 2 Anwendung, Wartezeit 7 Tage, B4

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13
Blattrandkäfer
Aktivität der Käfer ab März/April bei Temperaturen um die 15°C
1 Blattrandkäfer legt von Mai bis Juni bis zu 1.000 Eier
Bekämpfung im Keimblattstadium ab 0,5-1 Käfer pro Pflanze oder ab
20 Käfer/qm mit
Karate Zeon
75ml/ha, max. 2 Anwendungen, Wartezeit 7 Tage
Trafo WG
150g/ha, max. 2 Anwendung, Wartezeit 7 Tage
Saatgutbeizung mit Cruiser 350

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14
Gute Wirksamkeit von Cruiser gegen Blattrandkäfer
Buchtenfraß durch den Blattrandkäfer
(Foto: 10. Mai = 19 Tage nach Auflauf)
Cruiser
Standard
Kontrolle
Qelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie,Abteilung Gartenbau,
Dresden-Pillnitz, Hermann Laber, 2011

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15
Positiver Einfluß der Cruiserbeizung auf den N-Gehalt für die
nachfolgenden Kulturen
Kontrolle
Cruiser
2012
Kontrolle
Cruiser
2011
Qelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie,Abteilung Gartenbau, Dresden-Pillnitz, Hermann
Laber
Durch Schäden der Puppe des
Blattrandkäfers waren 2011 und 2012 keine
Wurzelknöllchen in der unbehandelten
Kontrolle zu finden

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16
Deutlich höherer Ertrag durch Cruiser im Versuch 2011
Qelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie,Abteilung Gartenbau, Dresden-Pillnitz, Hermann Laber, 2011

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17
Auch im Versuch 2012 wieder höherer Ertrag in der Cruiser-
Variante
Qelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie,Abteilung Gartenbau, Dresden-Pillnitz, Hermann Laber, 2011

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18
Besserer Hülsenansatz durch Cruiser im Versuch 2011
Qelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie,Abteilung Gartenbau, Dresden-Pillnitz, Hermann Laber, 2011

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19
Im Versuch 2012 Ergebnis aus 2011 bestätigt
Qelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie,Abteilung Gartenbau, Dresden-Pillnitz, Hermann Laber, 2011

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20
Deutlich weniger Befall durch die Grüne Erbsenblattlaus in der
Cruiser-Variante
Qelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie,Abteilung Gartenbau, Dresden-Pillnitz,
Hermann Laber, 2011

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21
Pflanzenschutz Spezial Gemüsebau Nr. 6
LWK-NRW, 15.03.2012

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22
Einsatz von Fungiziden und Insektiziden zur
Qualitätssicherung bei Kohl
pilzliche Erreger
Alternaria brassicae ( Kohlschwärze)
Mycosphaerella brassicicola (Ringfleckenkrankheit )
Tierische Schädlinge
Kohlmottenschildlaus (Weiße Fliege)
Mehlige Kohlblattlaus
Rapsglanzkäfer
Kohlmotte,-eule,-weißling

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23
Empfehlung in Blumenkohl 2013
1,0 l/ha max. 2x,
WZ: 21 Tage
Alternaria / Ringflecken/
Weißer Rost
1,0 l/ha max. 2x,
WZ: 10 Tage
Alternaria / Ringflecken/
Weißer Rost
0,4 l/ha max. 3x,
WZ: 21 Tage
Alternaria / Ringflecken
Alternaria
Mycosphaerella

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24
*
Restmengen können bis 30.05.13 aufgebraucht werden
2,0 kg/ha, max. 2 x,
21 Tage Wartezeit
1,0 l/ha max. 2 x,
21 Tage Wartezeit
1,0 l/ha max. 2 x,
14 Tage Wartezeit
*
Falscher Mehltau/
Weißer Rost
Alternaria / Ringflecken/
Weißer Rost
Alternaria / Ringflecken/
Weißer Rost
Empfehlung in Kohlgemüse

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25
Wann treten welche Schädlinge im Kohl auf ?
SLFA-Neustadt, Jochen Kreiselmaier, Josef Schlaghecken
• Die Angaben beziehen sich zudem auf das Auftreten der schädlichen Stadien der Insekten (beim Kleinen
Kohlweißling z.B. auf die Raupen, die Falter treten in warmen Gebieten schon ab April auf)
Feb.
März April
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sept.
Okt.
Nov.
Kohltriebrüßler, Großer
Kohlweißling, Großer
Kohlweißling, Kleiner
Kohldrehherzmücke
Kohlerdflöhe
Kohleule
Kohlfliege
Kohlgallrüßler
Kohlmotte
Mehlige Kohlblattlaus
Rapsglanzkäfer
Schnecken
Wanzen

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26
Kohlmottenschildlaus (Weiße Fliege)
befällt alle Kohlarten, vorrangig Rosenkohl, Grünkohl, Kohlrabi und
Wirsing
Entwicklungsdauer 3 – 6 Wochen (Fliege, Ei, Larve)
gute Überwinterung auch bei niedrigen Temperaturen auf Rapsflächen

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27
Probleme bei der Bekämpfung

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28
Kohlmottenschildlaus (Weiße Fliege)
Bekämpfung
Sofort nach Befallsbeginn oder bei starken Befall und/oder hohen
Temperaturen mind. 3x im Abstand von 4-5 Tagen mit 600-1000l
Wasser
TM !?
Zusatz eines Superspreiters (z.B. Break Thru) erhöht die Wirkung

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29
Kohlmottenschildlaus (Weiße Fliege)
Bekämpfungsmöglichkeiten
400g/ha , max.3 Anwendungen in Kohlrabi und
Kopfkohl, max. 2 Anwendungen in Blattkohl
Wartezeit
7 Tage, B1,
hat eine gute Nebenwirkung in Blumenkohl und Broccoli,
Wartezeit
14 Tage
75ml/ha, max. 2 Anwendungen in Kopfkohle (Weiß-,
Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl), Blumenkohl ,
Wartezeit
7 Tage, B4

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30
Mehlige Kohlblattlaus
Ca. 6-11 Generationen / Jahr
vor allem bei trocknen, warmen Wetter kommt es zur Massenvermehrung

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31
Mehlige Kohlblattlaus
Bekämpfungsmöglichkeiten
7 75ml/ha max. 2 Anwendungen in Kopfkohle (Weiß-, Rot-,
Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl), Blumenkohl ,
Wartezeit
: 7 in Kopfkohl,
14 Tage in Blumenkohl, Broccoli, Kohlrabi, Blattkohle , B4
400g/ha max.3 Anwendungen in Kohlrabi und Kopfkohl,
max. 2 Anwendungen in Blattkohl,
Wartezeit :
7 Tage in Kopfkohl, 14 Tage
in Blumenkohl, Broccoli, Kohlrabi, Blattkohle; B1
250g/ha max.3 Anwendungen,
Wartezeit
7 Tage,
weitgehend Nützlingsschonend, B4,
Vogelschutzauflage
(Anwendung bis
16 Blattstadium)

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32
Rapsglanzkäfer
befällt besonders Blumenkohl, Kohlrabi und Broccoli

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33
Rapsglanzkäfer
starke Verbreitung des Rapsglanzkäfers in den letzten 5 Jahren vor
allem in MV, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen
ca. 2-3- Wochen nach dem Beginn der durchschnittlichen
Winterrapsblüte beginnt der 1. Anflug
ca. 7-8 Wochen nach Beginn der Winterrapsblüte beginnt der Hauptflug
in die Gemüsebestände
daher mind. 5-6 Pflanzenschutzmaßnahmen notwendig

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Rapsglanzkäfer
Bekämpfungsmöglichkeiten
Plenum 50 WG
400g/ha, max. 3 Anwendungen in Broccoli,
Blumenkohl und Kopfkohl,
Wartezeit :
Blumenkohl, Broccoli 14 Tage
Kopfkohl 7 Tage, Rosenkohl 21 Tage, B1
keine Bekämpfungsmöglichkeiten bei Anflug kurz vor der
Ernte

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35
Kohlmotte, Kohleule, Kohlweißling
Fraßschäden durch verschiedene Raupenarten ab Ende Mai

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36
Kohlmotte (Kohlschabe)

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37
Kohlmotten-Puppe auf der Blattunterseite eines Blumenkohl-blattes:
kaum chemisch zu bekämpfen (Kreiselmaier
Kohlmotten-Falter mit typischer, gezackter Rückenzeichnung, nat. Größe ca.
1cm (Kreisemaier)
Kohlmotte (Kohlschabe)
Entwicklungszyklus bei 16°C 28 Tage
Entwicklungszyklus bei 25°C 12 Tage

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38
Kohleule und Kleiner Kohlweißling

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39
Kohlmotte, Kohleule, Kohlweißling
Bekämpfungsmöglichkeiten
75ml/ha max. 2 Anwendungen in Kopfkohle (Weiß-,
Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl), Blumenkohl , Wartezeit 7
Tage B4
Trafo WG
150gr/ha max. 2 Anwendungen
Wartezeit 7 Tage
B4

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40
Syngenta Insektizide
Plenum 50
WG
Pirimor
Granulat
Karate Zeon
Trafo WG
Wirkungsweise
systemisch
Dampfphase
Fraß, Kontakt
Fraß, Kontakt
Temp.optimum
20-30 Grad
15-25 Grad
5-25 Grad
5-25 Grad
Blattläuse
+++
+++
+++
+++
Weiße Fliege
++
+
+
Milben
++
++
Raupen
+++
+++
Thripse
++
++
Käfer
+++
++(+)
++(+)
Minierfliegen
++
++
Sonstiges
Nach
Aufnahme
sofortiger
Saugstopp
16-
Blattauflage
beachten
Bei Hitze
abends
spritzen
Bei Hitze
abends
spritzen

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41

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42
Ich Danke für Ihre
Aufmerksamkeit
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