Geschäftsbericht 2018
CHANGE

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Grußwort des CIO des Freistaates Sachsen
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Digitalisierung ist ein gesellschaftlicher Veränderungsprozess, der auch die öffentliche Verwaltung betrifft.
Zusammen mit den Anforderungen aus dem Online-Zugangsgesetz, nach dem bis Ende 2022 alle dafür geeigneten
Verwaltungsleistungen online anzubieten sind, sehen wir derzeit eine neue Dynamik. Dabei geht es um mehr Bürgernähe
und effizientere Verwaltungsabläufe. Für beides brauchen wir aber auch im digitalen Zeitalter leistungsfähige
IT-Infrastrukturen und verlässliche IT-Dienstleistungen.
Die Sächsische Staatsregierung hat die Digitalisierung der Verwaltung daher zur Chefsache erklärt. Im August 2018
wurde die Abteilung für IT und E-Government in der Staatsverwaltung in die Staatskanzlei geholt. Der Staatsbetrieb SID
wurde in den Geschäftsbereich der Staatskanzlei übernommen. Ziel der Ansiedlung in der Regierungszentrale ist es, die
IT als Führungsaufgabe zu etablieren. Gemeinsam mit den Ressorts und den einzelnen Behörden wollen wir die
Digitalisierung der sächsischen Staats-verwaltung weiter voranbringen. Jeder Behördenleiter soll das Thema in der
täglichen Arbeit mitdenken. Denn genau so entwickelt sich mehr Bewusstsein um die Chancen und Herausforderungen,
um den digitalen Wandel wirklich in Gang zu bringen. Der Staatsbetrieb SID ist der zentrale IT-Dienstleister des Landes
und bildet das Rückgrat für diese Bestrebungen. Beim SID selbst stehen die Bereitstellung erforderlicher
Personalressourcen und die Professionalisierung der internen Strukturen und Abläufe im Fokus.
Mit der Überführung des Projekts SID 2025 in das Programm
pro
SID wurde 2018 die Neuausrichtung des Staatsbetriebs
SID vorangetrieben. Viele Fachbereiche des SID haben sich darin eingebracht. Gemeinsam wurden tragfähige Ziele
definiert. Als CIO begleite ich die Umsetzung des Programms auf strategischer Ebene. Wichtige Bestandteile der
Neuausrichtung sind auch die Informationssicherheit mit Stärkung des Computer Emergency Response Teams
(SAX.CERT), die Basisdienstleistungen Mobile Device Management (MDM) und Videokonferenzen (WebEX).
In 2019 werden die Rahmenbedingungen definiert, um den Staatsbetrieb SID als zentralen IT-Dienstleister weiter zu
stärken. Wesentliche Eckpunkte sind dabei eine flexiblere Haushaltsführung, das schrittweise Wirksamwerden des
Kontrahierungszwangs und eine stärker gebündelte Finanzverantwortung. Weiterhin sollen Projekte wie „Optimierung
des Kundenmanagements“, „Standardisierter Einsatz neuer Tools“ sowie „Professionalisierung Clientmanagement
Regierungscampus“ innerhalb des Programms
pro
SID umgesetzt werden.
Ich kann Ihnen versichern, dass wir alles Notwendige dafür tun, den Staatsbetrieb SID langfristig als den zentralen
IT-Dienstleister sowie Partner für die Digitalisierung der sächsischen Staatsverwaltung zu etablieren.
Wenn wir weiterhin konzentriert und ambitioniert zusammenarbeiten, werden wir die gesteckten Ziele erreichen.
Thomas Popp
Amtschef und Beauftragter für Informationstechnologie (CIO)
Sächsische Staatskanzlei
© Matthias Rietschel

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Sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2018 war von großen Veränderungen geprägt – Reorganisation, Umressortierung und personelle Rotationen
sind nur einige Schlagworte, die den vergangenen Zeitraum treffend umschreiben. Trotz aller Reibungspunkte des
organisatorischen Wandels haben wir unsere Leistungsfähigkeit aufrechterhalten und im Rahmen der Haushalts-
verhandlungen unseren Staatsbetrieb für bevorstehende Herausforderungen besser aufgestellt.
Die Sächsische Staatskanzlei setzte mit der Eingliederung des SID in einen eigenen nachgeordneten Bereich ein klares
Bekenntnis zur Zentralisierung der IT-Dienstleistungen im Freistaat Sachsen. Die damit verbundene Stärkung unseres
Staatsbetriebes ermöglicht künftig eine neue Qualität der kundenorientierten Serviceerbringung.
Im Projekt SID 2025 zeigten sich strukturelle und inhaltliche Hemmnisse für eine effektive Projektarbeit. Durch die
Restrukturierung zum Programm
pro
SID wurden diese beseitigt und Grundlagen für eine erfolgreiche Umsetzung
geschaffen.
Inhaltlich prägten der Projektabschluss sowie die folgende Betriebsüberführung des Sächsischen Verwaltungsnetzes 2.0
und das IT-Sicherheitskonzept für die kommenden parlamentarischen Wahlen in Sachsen die Arbeit vieler Bereiche.
Die Neufassung des Sächsischen Schulgesetzes und die Gründung des Landesamtes für Schule und Bildung machten
umfangreiche Anpassungen im Schulverwaltungssystem SaxSVS notwendig. Dem SID wurde die Übernahme der
Softwarepflege zur Verwaltung des BAföG für den Länderverbund angetragen. Das Gesetz zur Verbesserung des
Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen OZG brachte im E-Government-Bereich, vorallem bei den Themen E-Rechnung,
Zahlungsverkehr, Amt24, Antragsmanagement, Elektronische Signatur und Verschlüsselung, vieles voran. Der Bericht der
Informationssicherheit zu Cyberangriffen, Viren, Spam-Mails und Schadprogrammen macht sehr deutlich, wie wichtig
ein entsprechender Schutz und der Ausbau dieses Bereiches und des Know-hows ist.
Das Landesrechenzentrum Steuern (LRZS) hat wiederholt erfolgreich eine Finanzamtsfusion begleitet. Die Unterbringung
der gesamten zentralen IT-Technik der Leitstelle für Informationstechnologie der sächsischen Justiz und die Anbindung
des BackUp-Standortes Kamenz konnte in 2018 ebenfalls erfolgreich abgeschlossen werden.
Mit diesen und zahlreichen weiteren Aufgaben und Maßnahmen verfolgt der Staatsbetrieb Sächsische Informatik
Dienste konsequent das Ziel, die Behörden des Freistaates Sachsen als zentraler, innovativer und leistungsfähiger
IT-Dienstleister optimal zu unterstützen.
Für die Mitwirkung und den Einsatz für die Erreichung eben dieses Zieles danke ich den Kolleginnen und Kollegen des
SID herzlich. Besonderer Dank gilt unseren Kunden für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Prof. Dr. Sebastian Kiebusch
Vorwort des Geschäftsführers
© Jan Felber - Fotografie

Inhalt
Der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste
4
Die Geschäftsentwicklung 2018
Geschäftsleitung
&
Stabsstellen
10
SID 2025 11
I
CMDB 11
I
Datenschutz 12
I
Klausur 12
Tagesgeschäft 13
I
ITOF 2018 14
Der Unternehmensbereich Zentrale Aufgaben und IT-Vergaben
16
Organisation 17
I
Innerer Dienst 17
I
Personalmanagement 19
Jahresabschluss 2017 20
I
Geschäftsjahr 2018 22
I
Vergaben 24
Strategie Vergaben 25
I
SAX.CERT 26
I
Informationssicherheit 26
Der Unternehmensbereich IT-Verfahren - Beratung und Entwicklung
28
Kundenmanagement 29
I
Prozessmanagement 30
I
Projektmanagemement 31
E-Government-Plattform 32
I
Change Management 34
I
BaK ESV 35
I
BaK Amt24 36
BaK BP 36
I
BaK ZV 37
I
BaK FS 37
I
BaK AM 38
I
BaK WH 38
I
BaK SM 39
BaK zCMS 39
I
OpenData 39
I
Redesign AD 40
I
E-Rechnung 40
I
Asyl 40
Zentrale Dienste 41
I
Test
&
QM 42
I
Polarion 42
I
XÖV-Verfahren 43
DVDV 44
I
Terminapp 44
I
BAföG 45
I
Wahlen 45
I
SaxSVS 46
FAG/GFRG/HARTZ IV 47
I
KOMFIN 48
I
FWS 49
I
Onlinedateneinzug 49
Regionalregister 50
I
Softwareentwicklung 50
I
EMSy 51
I
zeBRA 51
Der Unternehmensbereich IT-Infrastruktur und Betrieb
52
Netze
&
Dienste 53
I
RZ-Infrastruktur 53
I
Druckerei 54
I
Systemmanagement 54
SAN/Storage/Backup 55
I
Datenbanken 55
I
eVA.SAX 56
I
SiDaS 56
Client Management 57
Landesrechenzentrum Steuern
58
Behördenreform 59
I
Arbeitsbedingungen 60
I
Ein heißer Draht 61
Infrastruktur in Kamenz 62
I
Informationstechnik der sächsischen Justiz 63
Organisation und Fachaufsicht
64

4 |
Der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID) ist seit 2008 der zentrale IT-
Dienstleister für die sächsische Landesverwaltung.
Er unterstützt die Erledigung von Verwaltungsaufgaben durch den Einsatz modernster
Informationstechnik, ist zentraler Ansprechpartner für alle IT-Belange seiner Kunden
und bietet qualitativ hochwertige, zuverlässige und serviceorientierte IT-Lösungen.
Dazu gehören:
ı
Entwicklung, Einführung, Betrieb und Pflege von IT-Verfahren
ı
Entwicklung und Umsetzung zentraler IT-Vorhaben
ı
Planung, Betrieb, Wartung und Pflege von IT-Infrastruktur
ı
zentrale IT-Vergabestelle
ı
IT-Beratung
ı
spezifische Sicherheitskonzepte
Der Staatsbetrieb ist eine nachgeordnete Behörde der Sächsischen Staatskanzlei (SK).
Das Referat 43 der SK hat die Fachaufsicht über den SID.
Aufgrund der Vorgaben des Artikels 108 Grundgesetz ist der Unternehmensbereich
Landesrechenzentrum Steuern als Oberbehörde dem Sächsischen Staatsministerium
der Finanzen unterstellt.
Der SID erbringt auf Basis von Vereinbarungen informationstechnische Dienstleistun-
gen für staatliche und kommunale Behörden. Dabei werden durch die Kunden aus-
schließlich die Sachkosten unmittelbar getragen, während die Personalkosten in der
Regel nicht in Rechnung gestellt werden.
Die Handlungsbefugnisse sind dabei nicht auf Behörden beschränkt, die der Aufsicht
des Freistaates Sachsen unterstehen. Der SID kann auch für juristische Personen des
öffentlichen Rechts anderer Bundesländer informationstechnische Leistungen erbrin-
gen. Hierdurch ist eine länderübergreifende Zusammenarbeit im IT-Bereich möglich.
So können insbesondere andere Bundesländer von in Sachsen betriebenen IT-Verfah-
ren profitieren.
Gegründet wurde der SID auf Grundlage der gemeinsamen
Verwaltungsvorschrift
fast
aller Staatsministerien und der Staatskanzlei
über die Errichtung des Staatsbetriebes
Sächsische Informatik Dienste (VwV SID)
vom 27. November 2007. Zum 1. Januar
2008 erfolgte die Migration der Rechenzentren des Sächsischen Staatsministeriums
für Umwelt und Landwirtschaft in Lichtenwalde, des Statistischen Landesamtes des
Freistaates Sachsen in Kamenz, der sächsischen Steuerverwaltung sowie wesentlicher
Teile des IuK-Systemzentrums der damaligen Landespolizeidirektion Zentrale Dienste
in Dresden in den SID. Mit dem zusätzlichen Aufbau einer Zentrale in Dresden wurde
die Betriebsfähigkeit als eigenständiger Staatsbetrieb hergestellt.
Vorerst existierten die ehemaligen IT-Abteilungen als Niederlassungen mit jeweils ei-
gener Organisationsstruktur unter der Zentrale weiter. Im Jahr 2012 erstellte der SID
zusammen mit dem verantwortlichen Sächsischen Staatsministerium der Justiz und
für Europa - basierend auf den Ergebnissen einer
Organisationsuntersuchung - ein
Konzept zur Neuausrichtung des Staatsbetriebes
. Die anschließende Reorganisation
mit schrittweiser Umsetzung einer neuen Aufbauorganisation und ein darauf folgen-
des Nachziehen der Ablauforganisation ergab ein Organigramm, mit welchem sich der
SID funktional strukturiert und standortübergreifend aufstellte.
Aufgaben
Zugehörigkeit
Geschäftsgrundlage
Der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste
Historie

| 5
Betrieb
IT-Infrastruktur
Geschäftsführer
Zentrale Aufgaben
und IT-Vergaben
IT-Verfahren
Beratung und Entwicklung
IT-Infrastruktur
und Betrieb
Landesrechenzentrum
Steuern
Zentrale Dienste
Betrieb Zentrale
Verfahren
Betrieb Produktion
Aufsicht durch das Sächsische
Staatsministerium der Finanzen
Entwicklung, Betrieb
Dezentrale Verfahren
Finanzmanagement
Vergabestelle,
Recht, Lizenzen
Strategisch-Taktische
Ausrichtung der
IT-Vergabe
Personal,
Organisation,
Innerer Dienst
Querschnitts- und
Landesverfahren
Entwicklung
Statistikverfahren
Kunden-, Projekt- und
Prozessmanagement
E-Government
und SVN
Verfahrensbetrieb
Client- und
Applikationsmanagement,
Service Desk
Technische Infrastruktur,
Basisdienste,
Outputmanagement
Rechenzentrumsbetrieb
Öffentlichkeitsarbeit
Koordination, Controlling,
Datenschutz
CERT,
Informationssicherheit
Organigramm im September 2018
Am 1. Dezember 2015 wurde die gemeinsame
Kabinettsvorlage „SID 2025“
der Säch-
sischen Staatskanzlei und des Sächsischen Staatsministeriums des Innern, die auch
eine
Neufassung der „Verwaltungsvorschrift SID“
beinhaltete, beschlossen. Mit der
gleichzeitig vom Kabinett bestätigten
Vorlage zum zentralen Rechenzentrum des
Freistaats
ist der Weg zu einer weitreichenden Konsolidierung in der Informations-
technik der Landesverwaltung vorgezeichnet. Das zentrale Rechenzentrum sowie der
dazugehörige Backup-Standort sollen durch den SID betrieben werden.
Auf Grundlage des Kabinettsbeschlusses 06/0178 erfolgte noch im Dezember 2015 die
Überführung des Fachbereichs Betrieb und Verfahren Polizei in das zwischenzeitlich
neu entstandene Polizeiverwaltungsamt. Zum 1. Mai 2018 waren die Ressourcen des
SID-Standortes Lichtenwalde in den Zuständigkeitsbereich des Sächsischen Staatsmi-
nisteriums für Umwelt und Landwirtschaft zu überführen. Infolge dessen wurde eine
erneute interne Umstrukturierung des SID notwendig.
Auf Beschluss der Sächsischen Staatregierung wurde zum 1. August 2018 die Zustän-
digkeit für „Verwaltungsmodernisierung und IT“ und damit auch für „E-Government“
vom Staatsministerium des Innern auf die Sächsische Staatskanzlei (SK) übertragen.
Damit wird seitdem auch die Dienst- und Fachaufsicht über den Staatsbetrieb Sächsi-
sche Informatik Dienste durch die Staatskanzlei ausgeübt. Mit der neuen Zuständig-
keit soll das Ziel der Staatsregierung, den SID zu einem leistungsfähigen und innovati-
ven, zentralen IT-Dienstleister fortzuentwickeln, in seiner Bedeutung für den Freistaat
Sachsen unterstrichen werden.
Organigramm

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6 |
Standorte
Standort Dresden
*
Riesaer Straße 7
01129 Dresden
(
0351 3264 - 5101
@ poststelle@sid.sachsen.de
Standort Kamenz
*
Garnisonsplatz 13
01917 Kamenz
(
0351 3264 - 5101
@ poststelle@sid.sachsen.de
Landesrechenzentrum
Steuern
*
Stauffenbergallee 2
01099 Dresden
(
0351 8129 - 0
@ poststelle@rz.smf.sachsen.de
www.sid.sachsen.de

| 7
E-Government
Service Desk
Projektmanagement
Client Service
Vergabe
Kundenmanagement
SAX.CERT
Datenschutz
Informationssicherheit
Sächsisches Verwaltungsnetz
Statistik
Exchange
Backup-Standort
Elterngeld
Wahlen
BAföG
Schulportal
Landesblindengeld
SAXMBS
FÖMISAX
FAG/GFRG
SGB IX
SaxSVS
SaxDVDV
Steuer- und
Bezügeverfahren
BALVI-iP
LIT
LEVES-SN
Druckdienste

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

© puckillustrations - fotolia.com
GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2018

10 |
GESCHÄFTSLEITUNG
&
STABSSTELLEN
4
Beschäftigte
2
Stabsstellen
D
er Geschäftsführer führt
die Geschäfte nach Maßgabe
der für Staatsbetriebe einschlägigen
Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsvor-
schriften des Freistaates Sachsen sowie nach
den Vorgaben der Sächsischen Staatskanzlei mit
der erforderlichen Sorgfalt und der gebotenen
Wirtschaftlichkeit. Die Geschäftsstelle und die
Stabsstellen wirken in seinem Auftrag mit
ihren Aufgaben Koordination, Controlling,
Datenschutz und Öffentlichkeitsarbeit
nach Innen und Außen.

| 11
CMDB
GESCHÄFTSLEITUNG
&
STABSSTELLEN
Koordination
&
Controlling
&
Datenschutz
SID 2025
Das Projekt SID 2025
Die Stabsstelle war im Berichtszeitraum intensiv in das Projekt SID 2025 eingebunden.
Im
Teilprojekt 1 „Interne Konsolidierung des SID“
beteiligte sich die Stabsstelle an
der finalen Qualitätssicherung zum
Aufgabenkonkreten Stellenplankonzept
, das eine
begründende Unterlage für die Stellenforderungen des SID im Rahmen der Verhand-
lungen für den Doppelhaushalt 2019/20 darstellte.
Die in diesem Zusammenhang erhobenen Daten zu IT-Services flossen in die
SID-Ver-
fahrensdatenbank
zurück. Um den Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung
(DSGVO) gerecht zu werden, koordinierte die Stabsstelle eine entsprechende Erweite-
rung der Datenbank. Damit sind die Voraussetzungen für eine kontinuierliche, den ak-
tuellen gesetzlichen Anforderungen entsprechende und transparente Fortschreibung
der Verfahrensdaten gewährleistet.
In der
Projektgruppe zum zentralen Rechenzentrum
vertrat die Stabsstelle die Inter-
essen des SID, welcher zukünftig das Rechenzentrum betreibt. Im Berichtszeitraum
wurden die Anforderungen an die Liegenschaft und den Raumbedarf konkretisiert.
Weiterhin wurden mit externer Unterstützung der Firma Sopra Steria u. a. Konzepte
zu den Themen Planung und Bau, Schutzbedarfsfeststellung, Informationssicherheits-
konzept nach BSI 200-2, Risikoanalyse nach BSI 200-3, WAN-Anbindung und Kopp-
lung zentrales Rechenzentrum mit dem Backup-Rechenzentrum bearbeitet.
Die Stabsstelle stellte weiterhin den Leiter des
Teilprojektes 5 „Migration“
. Die Ziele
des Teilprojektes wurden im Berichtszeitraum neu ausgerichtet. Im Vordergrund stand
die Erstellung eines neuen Migrationskonzeptes, welches für Ressorts und Behörden,
die bisher keine Leistungen des SID in Anspruch nehmen, sogenannte Einstiegsange-
bote vorsieht. Dieser Gedanke wurde in einer Positivliste der neuen Kabinettsvorlage
zur Stärkung des SID aufgenommen.
CMDB
Configuration Management Database
Im Rahmen des internen Projektes zur Schaffung einer einheitlichen Datenbasis für
eine zukünftige CMDB (Configuration Management Database) im SID war geplant, die
vom Standort Lichtenwalde entwickelte und betriebene Datenaustauschplattform
kontinuierlich zu erweitern, notwendige Pflegeprozesse zu identifizieren und zu im-
plementieren sowie die relevanten Daten in ersten, prototypischen Umsetzungen im
Rahmen des Incident-Prozesses verfügbar zu machen.
Das Projekt musste in der bisher geplanten Form infolge
der Überführung des SID-Standortes Lichtenwalde in das
Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ge-
stoppt werden. Damit war der SID gezwungen, eine Alter-
native zur bisher eingesetzten Datenaustauschplattform
zu finden. Konkret wurde in der zweiten Jahreshälfte 2018
die Pilotierung eines CMDB-Tools durchgeführt. Mit den
gewonnen Erfahrungen soll eine Entscheidungsgrundlage
zum weiteren Vorgehen erstellt werden.
Am 1. Dezember 2015 beschloss das sächsische
Kabinett die beiden Vorlagen „Zentrales Re-
chenzentrum des Freistaates Sachsen“ sowie
„SID 2025“ mit der Neufassung der Verwal-
tungsvorschrift (VwV) SID. Beide Kabinettsbe-
schlüsse sowie die VwV verfolgen das Ziel, den
SID als zentralen IT-Dienstleister für die sächsi-
sche Landesverwaltung zu stärken und die Kon-
solidierung der Informationstechnik weiter vor-
anzutreiben.
Zur Umsetzung dieser Ziele wurde das
Projekt
SID 2025
ins Leben gerufen, das sich in die fol-
genden Teilprojekte gliedert:
Teilprojekt 1: Interne Konsolidierung des SID
Teilprojekt 2: Gründung AöR
Teilprojekt 3: Zentrales Rechenzentrum
Teilprojekt 4: Standortkonsolidierung
Teilprojekt 5: Migration

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12 |
§DSGVO
GESCHÄFTSLEITUNG
&
STABSSTELLEN
Koordination
&
Controlling
&
Datenschutz
Datenschutz
Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung
Das Jahr 2018 stand ganz im Zeichen der Umsetzungsanforderungen zur Daten-
schutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union, welche am 25. Mai 2018
in Kraft trat.
So erstellte die Behördliche Datenschutzbeauftragte in Zusammenarbeit mit dem
Kundenmanagement ein Muster für eine Rahmenvereinbarung zur Regelung der Auf-
tragsverarbeitung gemäß Art. 28 der DSGVO. Das Muster wurde allen Kunden des SID
zur Verfügung gestellt. Mit einigen konnte die Rahmenvereinbarung bereits abge-
stimmt und abschließend unterzeichnet werden.
Alle im SID verwendeten Muster (z. B. Verpflichtungserklärungen oder Hinweise in
Vergaben) wurden gemäß den neuen Anforderungen angepasst und in die Praxis über-
führt. Für die Erstellung der Verzeichnisse zu Verarbeitungstätigkeiten gemäß Art. 30
DSGVO wurde mit der Geschäftsleitung eine Vorgehensweise abgestimmt und ein zen-
trales Medium für die Erfassung bereitgestellt. In diesem Zusammenhang erfolgte
auch die Aufnahme der allgemein gültigen Technisch-Organisatorischen Maßnahmen
des SID und die entsprechende Zusammenfassung in einem Dokument.
Alle Bediensteten des SID wurden persönlich sensibilisiert und geschult. Eine Daten-
schutzleitlinie, welche insbesondere Regelungen zur Umsetzung der Betroffenen-
rechte, den Umgang mit Beschwerden, die Meldung von Datenschutzpannen usw. be-
inhaltet, konnte im finalen Entwurf bis Ende 2018 fertig gestellt werden.
Klausur
Zwei Tage mit Coaching und Gruppenarbeit zum Projekt SID 2025
Die Klausurtagung 2018 fand
am 30. und 31. Januar im Bischof-Benno-Haus
Schmochtitz
bei Bautzen statt. In diesem Jahr nahmen wieder Vertreter der Unter-
nehmensbereiche, Fachbereiche und der Geschäftsleitung daran teil.
Am ersten Tag erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein
Coaching zu Kom-
munikation
durch Anja Zimmermann und Susanne Bergmann von
anja zimmermann
coaching
. Schwerpunkte waren hier Goldene Regeln der Kommunikation, Beobachten,
Anerkennung und Feedback. Am zweiten Tag wurden folgende Themen des Projektes
SID 2025 in Arbeitsgruppen diskutiert und die Ergebnisse anschließend präsentiert:
ı
Stellenabbau vs. Aufgabenerledigung
ı
Konsolidierung SID
ı
Schnittstelle Entwicklung-Betrieb
ı
IT-Warenhaus
ı
Kostenrechnung im SID am Beispiel Betrieb

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| 13
Tagesgeschäft
Das Tagesgeschäft der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit informiert über die Tätigkeiten des SID mittels
Internetauftritt, Berichten, Flyern und Beiträgen in Publikationen. Sie unterstützt die
Fachbereiche bei der Gestaltung ihrer Präsentationen und Veröffentlichungen und
sorgt für ein einheitliches Auftreten. Weiterhin organisiert sie in Zusammenarbeit mit
der Geschäftsstelle Arbeitsgruppentreffen, Foren und Messeauftritte. Nach Innen
wirkt die Stabsstelle vor allem durch Bekanntmachung von Informationen der Ge-
schäftsleitung an die Beschäftigten in Form von Mitarbeiterinformationsrunden und
E-Mails, Pflege des Intranetangebotes und Mitorganisation von Mitarbeiterveranstal-
tungen. Weiterhin hält sie bezüglich Pressemitteilungen und Medienbeobachtung en-
gen Kontakt zur Fachaufsicht und zur Pressestelle der Sächsischen Staatskanzlei.
Der Jahresbeginn steht jährlich ganz im Zeichen der
Erarbeitung des Geschäftsbe-
richtes
. Von der Einholung der Zuarbeiten aus den Fachbereichen, über das Setzen,
Formulieren und Ausgestalten des Inhaltes, der Abstimmung intern, mit den Ressorts
und der Fachaufsicht und letztendlich der Beauftragung des Drucks, der Veröffentli-
chung und Verteilung an 300 Adressaten, wird alles in Eigenregie erledigt.
Schwerpunkte der Arbeit im Jahr 2018 lagen in
der
Mitorganisation des IT- und Organisations-
forums
, worauf auf der folgenden Seite näher
eingegangen wird.
Präsentationen
für diverse
Veranstaltungen, wie die CEBIT oder den Daten-
bank-Stammtisch, und Besprechungen wurden
professionell mit den Programmen PREZI und
Microsoft Power Point erstellt bzw. finalisiert.
Die
Internetpräsenz des SID
erfuhr im III. Quar-
tal eine vollständige Überarbeitung. Nach der in-
ternen Umstrukturierung im Juli und der Umres-
sortierung zum 1. August in die Sächsische
Staatskanzlei wurde eine inhaltliche Anpassung
notwendig. Zudem erfolgte eine optische Anpas-
sung entsprechend des Styleguides, der Gestal-
tungsrichtlinie für Internetangebote des Frei-
staates Sachsen. Somit ist der SID wieder aktuell
und optisch an alle Endgerätegrößen optimal an-
gepasst im Internet präsent.
Der
Tag des Gemeinwesens
&
die Feierlichkeit 10 Jahre SID
fand am 22. August in
Moritzburg statt. In ausgelosten Gruppen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilneh-
mer die Chance, sich im Team neu kennenzulernen, zusammenzufinden und gemein-
sam an vorbereiteteten Stationen im Ort kleine unterhaltsame Aufgaben zu erledigen.
Neben den zu beantwortenden Fragen zu markanten Punkten in Moritzburg, galt es
auch Geschicklichkeit, Treffsicherheit, Schätzvermögen und Konzentration unter Be-
weis zu stellen. Nach einem anstrengenden und fröhlichen Tag fanden sich alle zu ei-
nem gemeinsamen Grillen am Mittelteich ein. Zum gemütlichen Ausklang kamen auch
Vetreter der Fachaufsicht des SID dazu.
Am Jahresende widmet sich die Stabsstelle jährlich der Ge-
staltung von
Weihnachts- und Geburtstagskarten
, die an
Geschäftspartner und intern an die Beschäftigten seitens des
Geschäftsführers verschickt und verteilt werden.
GESCHÄFTSLEITUNG
&
STABSSTELLEN
Öffentlichkeitsarbeit
IT
SID
-Spezialist für die moderne Verwaltung
Gemeinsam
was Gutes gebacken

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14 |
GESCHÄFTSLEITUNG
&
STABSSTELLEN
Öffentlichkeitsarbeit
ITOF 2018
IT- und Organisationsforum 2018 - Kongress für digitale Verwaltung
Am 23. und 24. Oktober 2018 fand im Konferenz-Center des Flughafens Dresden
zum
9. Mal das IT- und Organisationsforum - der Kongress für digitale Verwaltung
Sachsen
unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Michael Kretschmer statt.
Für diesen
gemeinsam mit der Sächsischen Staatskanzlei und der Sächsischen An-
stalt für Kommunale Datenverarbeitung
veranstalteten Kongress konnten wir mit Dr.
Mart Laanemäe, dem Botschafter der Republik Estland in Deutschland und Prof. Dr.
Gunnar Prause von der Tallinn University of Technology, zwei hochkarätige Keynote-
Speaker gewinnen, die uns Einblicke in das fortschrittlichste E-Government Europas
gewährten. Referenten aus der staatlichen und kommunalen Ebene brachten die Teil-
nehmer auf den neuesten Stand zum Thema E-Government. Firmen und Dienstleister
präsentierten sich an Messeständen und im Ausstellerforum.
Organisiert von
Haus E und c-events aus Chemnitz
wurde für eine angenehme Kon-
gressatmosphäre und das leibliche Wohl der Gäste des ITOF 2018 gesorgt.
Wir als Mitveranstalter boten die Gelegenheit, mit unserem Kundenmanagement am
Informationsstand direkt ins Gespräch zu kommen.
Ronald Popp
- Fachbereichsleiter
Kunden-, Projekt- und Prozessmanagement im SID -
resümierte
anschließend:
„Der
Stand war gut besucht, hauptsächlich von kommunalen Behörden. Es gab von dort
hauptsächlich Anfragen zur Nutzung der Terminapp und zum Thema E-Rechnung. Von
staatlicher Seite gab es Anfragen zur Nutzung unseres Dienstes SiDaS zum sicheren Da-
tenaustausch. “

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| 15
Weiterhin präsentierten wir ausgewählte Leistungen in folgenden Vorträgen.
ı
Eröffnungsvortrag: Zukunftsszenarien des SID
ı
CERT - Das wirklich wahre Leben
ı
E-Rechnung - Pflichtaufgabe und Chance für die sächsische Verwaltung
ı
Automatisiserung im Test - ein Selbstläufer?
ı
Open Government Data in Sachsen
ı
Mobile Device Management im Sächsischen Verwaltungsnetz
Die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit war aufgrund der Rolle des SID als Mitveranstal-
ter in alle Planungen, Vorberatungen und Abstimmungen ab 2017 zwischen dem Kon-
zessionär Haus E und c-events, der Sächsischen Staatskanzlei und der Sächsischen
Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung stark eingebunden.
Geplant als Veranstaltungsort war, infolge der sehr guten Erfahrungen des ITOF im
Jahr 2016, wieder das Erlwein-Forum in Dresden.
Zwei Wochen vor der Veranstal-
tung
erhielten wir jedoch die
Nachricht eines vermeintlichen Bombenfundes im
Messegelände
und der geplanten Entschärfung und Vollsperrung am 22. und 23. Ok-
tober 2018. Es musste also umgeplant werden. Wir haben sehr schnell eine Zusage
vom Konferenz-Center im Flughafen Dresden erhalten und konnten mit der Umpla-
nung beginnen.
Ein großer Dank gilt
auch
an
dieser Stelle noch einmal den
Mitar-
beiterinnen und Mitarbeitern des Konferenz-Centers - vorallem der Event-Mana-
gerin Kerrin Bardoux
, die kurzfristig viel möglich machte und uns sehr unterstützte.
Neben der Auswahl des Veranstaltungsortes, der Planung von Themen, Vorträgen, Ab-
läufen, der Akquirierung von Firmen als Aussteller und somit Mitfinanzierer mussten
auch intern die Präsentationen des SID organisiert werden. Dazu gehörte vor allem die
Vorbereitung unserer sechs Vorträge mit sieben Referenten aus dem SID. Eine interne
Generalprobe hat sich hier wieder als sehr hilfreich und wichtig erwiesen.
GESCHÄFTSLEITUNG
&
STABSSTELLEN
Öffentlichkeitsarbeit

16 |
ZENTRALE AUFGABEN UND IT-VERGABEN
46
Beschäftigte
4+1
Fachbereiche + Stabsstelle
D
er Unternehmensbereich
Zentrale Aufgaben und
IT-Vergaben unterstützt die anderen
Unternehmensbereiche des SID bei ihrer
Aufgabenerfüllung im Auftrag der Kunden. Er
verantwortet somit die fachfremden und fachbe-
gleitenden Aufgaben. Dazu gehören die Informati-
onssicherheit, das Finanzmanagement, das Perso-
nal- und Organisationsmanagement sowie die
zentrale IT-Vergabestelle. Die Stabsstelle des
Bereiches befasst sich mit der strate-
gisch-taktischen Ausrichtung der
IT-Vergabe.

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ZENTRALE AUFGABEN
&
IT-VERGABEN
Personal
&
Organisation
&
Innerer Dienst
Organisation
Umsetzung der Neuorganisation
Das Jahr 2018 war von zwei großen Ereignissen geprägt: der Herauslösung des Stand-
ortes Lichtenwalde aus dem SID zum 1. Mai 2018 und der darauf folgenden grundle-
genden Reorganisation zum 1. Juli 2018.
Das Sachgebiet Organisation war ab dem 1. Mai 2018 neben der
Umsetzung der
Neuorganisation des Unternehmensaufbaus
und den damit verbundenen organisato-
rischen Maßnahmen maßgeblich in die Vorbereitung und Umsetzung der mandanten-
übergreifenden Schriftgutüberführung in eVA.SAX (elektronische Vorgangsbearbeitung
und Aktenführung) vom SID in das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geolo-
gie involviert. Im Folgeschritt wurde die Geschäftsverteilung zum 1. Juli 2018 neu or-
ganisiert und auf dieser Grundlage die Organisation zahlreicher weiterer Anpassungen
von Fachverfahren, Ablagestrukturen und Zugriffsberechtigungen durchgeführt. Ins-
besondere erfolgten auch hier umfangreiche Anpassungen in eVA.SAX. Der besondere
Schwerpunkt lag auf der Identifizierung, Prüfung und Reorganisation der Schriftgut-
objekte. In diesem Zuge mussten die elektronischen Akten und Vorgänge entsprechend
den neu strukturierten Fach- und Aufgabenbereichen umverteilt und neu zugewiesen
werden.
Die Aktualisierung und Neustrukturierung der internen
Hausverfügungen
und der
Dienstvereinbarungen
mit der Personalvertretung wurden in den wichtigsten Berei-
chen bearbeitet. Die Fortführung dieser Aktualisierung wird unter anderem 2019 im
Fokus der Organisation stehen. Auch SID-übergreifende Hausverfügungen wurden ver-
fügt und aktualisiert: insbesondere zu Servicezeiten, zur Brandschutzordnung, zur
Kommunikation sowie zur Zusammenarbeit und zu Unterweisungspflichten im SID. Im
Rahmen der Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung wurde eine entspre-
chende Hausverfügung neu erlassen.
Eine Dienstvereinbarung zur Rufbereitschaft wurde zwischen Personalrat und Ge-
schäftsführung abgeschlossen. Zudem wurde mit der Personalvertretung eine eigene
Dienstvereinbarung zur Mobilen Arbeit im SID
geschlossen, da durch den Ressort-
wechsel des SID in den Geschäftsbereich der Sächsischen Staatskanzlei die entspre-
chende Rahmendienstvereinbarung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern für
die Bediensteten des SID ihre Gültigkeit verlor. Der SID manifestierte mit dieser
Dienstvereinbarung das erklärte Ziel, den Bediensteten
flexible Arbeitsformen und
-modelle zur Gesundheitsprävention und -fürsorge sowie zur Vereinbarkeit von
Beruf und Familie
auch in Zukunft anzubieten.
Innerer Dienst
Umsetzung zahlreicher Verbesserungen im Arbeitsalltag
Im Jahr 2018 konnten im Sachgebiet Innerer Dienst zahlreiche Maßnahmen erfolg-
reich zum Abschluss gebracht werden.
Mittels Abruf aus einem im Jahr 2017 geschlossenen Rahmenvertrag konnte am
Standort
Kamenz
das
Haus 13 komplett mit neuen Büromöbeln ausgestattet
wer-
den. Allen Bediensteten in diesem Gebäude wurde nunmehr ein
elektrisch höhenver-
stellbarer Steh-Sitz-Schreibtisch
bereitgestellt. Im Zusammenhang mit der Neumöb-
lierung erhielten einige Büroräume auch einen neuen Wandanstrich. Die äußere Hülle
des Hauses wurde durch Reparatur der Fledermausgauben und der nach den Stürmen
der letzten Jahre aufgetretenen undichten Stellen wieder instandgesetzt.
Im Gebäude Garnisonsplatz 10 wurde der Schacht des Personenaufzugs nach einem
Wasserschaden komplett saniert, wodurch für die Zukunft die Einrichtung des barrie-
refreien Zugangs in dieses Gebäude sichergestellt werden konnte.
© Artco - Fotolia.com

image
18 |
ZENTRALE AUFGABEN
&
IT-VERGABEN
Personal
&
Organisation
&
Innerer Dienst
Im Rahmen der Rückführung der Fachverfahren Landwirtschaft und der damit einher-
gegangenen Herauslösung des Standortes Lichtenwalde aus dem SID organisierte das
Sachgebiet Innerer Dienst die ordnungsgemäße Übergabe der Papierakten und unter-
stützte die Übergabe der digitalen Akten. Ebenso wurden die notwendigen Maßnah-
men zur Herauslösung aus dem Zutrittskontrollsystem und die sofortige Weitergabe
falsch adressierter Rechnungen und anderer Poststücke organisiert. Im Nachgang der
Herauslösung erfolgte eine grundlegende Reorganisation des SID, die das Sachgebiet
Innerer Dienst durch Planung und Organisation der daraus resultierenden notwendi-
gen Umzüge an den Standorten Dresden und Kamenz intensiv begleitete.
Im Bereich des
Arbeitsschutzes
wurden 2018 die Gefährdungsbeurteilung für alle Ar-
beitsplätze durchgeführt und konkrete Gefährdungen für einzelne Beschäftigte des
SID identifiziert. Dadurch sind die Verantwortlichen in der Lage, eine umfassende Un-
terweisung der bestehenden Gefährdungen am Arbeitsplatz vorzunehmen. Die Gefähr-
dungsbeurteilung dient zugleich der Sensibilisierung der Beschäftigten und Führungs-
kräfte, Gefährdungen am Arbeitsplatz bewusst wahrzunehmen und Maßnahmen zu
deren Minimierung bzw. deren Beseitigung zu ergreifen.
Ein weiterer großer Aufgabenschwerpunkt 2018 war die
barrierefreie Gestaltung der
Arbeitsplätze
von leistungsgeminderten Beschäftigten im SID. In Zusammenarbeit mit
dem Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement und der Deutschen Rentenversi-
cherung konnten erste Maßnahmen zur Erfüllung vereinbart und umgesetzt werden.
Auch im nächsten Jahr wird die Barrierefreiheit ein zentrales Thema im Bereich Ar-
beitsschutz sein.
Im Jahr 2018 konnten in Zusammenarbeit mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit vier
neue
Teleheimarbeitsplätze
bei Bediensteten des SID eingerichtet werden.
Im
Brandschutz
erfolgte eine Optimierung der festgelegten Maßnahmen. Auch 2018
haben sich Bedienstete zusätzlich für die Aufgaben als Brandschutzhelfer in der Feu-
erwehrschule in Nardt ausbilden lassen. Sie unterstützen die Brandschutzbeauftragte
tatkräftig und mit viel Engagement bei ihrer Aufgabenerfüllung.
flexible Arbeitszeiten
ü
Vergütung nach Tarif
ü
30 Tage Urlaub
ü
Teilzeitmöglichkeit
ü
Telearbeit
ü
Inklusion
ü
Frauenförderplan
ü
Fortbildungsangebote
ü
© Pexels - pixabay.com

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ZENTRALE AUFGABEN
&
IT-VERGABEN
Personal
&
Organisation
&
Innerer Dienst
Personalmanagement
Personalbestand
&
Personalentwicklung
&
Weiterbildung
Im SID waren zum Stichtag 31. Dezember 2018 insgesamt an allen Standorten 338
Mitarbeiterinnen und Mitabeiter beschäftigt. Das Landesrechenzentrum Steuern als
Unternehmensbereich 4 des SID ist direkt dem Sächsischen Staatsministerium der Fi-
nanzen unterstellt und verwaltet sein Personal selbst. Dennoch sind für die Gesamt-
darstellung die entsprechenden Zahlen im Folgenden zusammengefasst.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 stellt sich die Mitarbeiterstruktur des Staatsbe-
triebes Sächsische Informatik Dienste wie folgt dar:
Beamte/Beschäftigte
Unternehmensbereiche
Geschäfts-
führung
Gesamt
1
2
3
4
höherer Dienst
9
18
10
3
1
41
gehobener Dienst
27
51
48
99
2
227
mittlerer Dienst
10
5
6
45
1
67
einfacher Dienst
-
1
-
2
-
3
Gesamt
46
75
64
149
4
338
Im Geschäftsjahr 2018 wurden 48 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen,
dabei konnten sechs Personen unbefristete Arbeitsverhältnisse angeboten werden. 30
Personen haben 2018 den SID verlassen. Gemäß Stellenabbaukonzeption der Staatsre-
gierung wurden 14 sogenannte kw-Vermerke (Haushaltsvermerk im Stellenplan -
Stelle fällt zukünftig weg) ausgebracht.
Mit Rückführung von IT-Fachverfahren der Bereiche Umwelt und Landwirtschaft in-
klusive der dazu gehörenden Ressourcen zum 1. Mai 2018 in den Geschäftsbereich des
Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) wurden 32
Stellen und zwei Auszubildendenstellen umgesetzt und zeitgleich 32 Bedienstete vom
SID an das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) versetzt. Zu-
dem wurden 16 Bedienstete zum LfULG mit dem Ziel der Versetzung abgeordnet. Wei-
tere fünf Bedienstete wurden vom SID an das Innenministerium bzw. die Sächsische
Staatskanzlei und acht Bedienstete von anderen Landesbehörden zum SID befristet
abgeordnet.
Im Oktober 2018 wurde am Standort Kamenz im Fachbereich Entwicklung Statistik-
verfahren wieder mit der Ausbildung eines Berufsakademiestudenten in der Fachrich-
tung Wirtschaftsinformatik begonnen. Weiterhin hat der SID im Jahr 2018 fünf
Praktikanten betreut: zwei Schülerpraktika von 14 Tagen am Standort Kamenz, ein
Praktikum für die Dauer eines Monats zur Orientierung im Fachbereich Personal, Or-
ganisation, Innerer Dienst und ein Zwei-Monats-Praktikum im Rahmen einer Weiter-
bildungsmaßnahme am Standort Dresden im Fachbereich E-Government und Sächsi-
sches Verwaltungsnetz.
Das Durchschnittsalter im SID ist von 47 auf 46 Jahre gesunken.
Fortbildungen
Im Jahr 2018 konnte den Beschäftigten des SID insgesamt 344 mal die Teilnahme an
Fortbildungsveranstaltungen der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechts-
pflege (FH), Fortbildungszentrum des Freistaates Sachsen mit Sitz in Meißen ermög-
licht werden. Es wurden dabei 131 mal Seminare im Bereich der Verwaltung und 59
im Bereich der IT besucht. Durch externe Anbieter konnten Bedienstete 169 mal ge-
schult werden. Vervollständigt wurde das Angebot zu Fortbildungsmaßnahmen durch
28 Inhouse-Schulungen.

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ZENTRALE AUFGABEN
&
IT-VERGABEN
Finanzmanagement
Jahresabschluss 2017
Auszug aus dem Lagebericht
&
Jahresabschluss 2017 (ohne LRZS)
Der kaufmännische Jahresabschluss des SID für das Geschäftsjahr 2017 ist durch den
Wirtschaftsprüfer Dr. Winfried Heide durch Prüfbericht vom 23. Oktober 2018 unein-
geschränkt testiert worden.
AKTIVA
31.12.2017
31.12.2016
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.173.831,46 €
1.494.105,09 €
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
1.173.831,46 €
1.494.105,09 €
II. Sachanlagen
6.217.323,46 €
6.354.600,09 €
1. technische Anlagen und Maschinen
5.423.524,85 €
5.528.094,80 €
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
793.798,61 €
826.505,29 €
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1.937.778,68 €
2.666.601,37 €
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
656,41 €
3.469,32 €
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
1.937.122,27 €
2.663.132,05 €
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
4.774.586,63 €
954.477,05 €
1. Forderungen aus Zuweisungen und Zuschüssen
3.819.929,31 €
49.451,79 €
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
876.483,23 €
894.433,45 €
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Einrichtungen
71.034,09 €
10.451,81 €
4. sonstige Vermögensgegenstände
7.140,00 €
140,00 €
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
16.912.496,57 €
7.305.672,52 €
C. Rechnungsabgrenzungsposten
3.924.681,24 €
4.328.359,23 €
Bilanzsummer AKTIVA
34.940.698,04 €
23.103.815,35 €
PASSIVA
31.12.2017
31.12.2016
A. Eigenkapital
I. Nettokapital
- 406.533,70 €
- 406.533,70 €
II. Gewinnvortrag
1.281.875,32 €
460.647,72 €
III. Jahresüberschuss
785.595,27 €
821.227,60 €
B. Sonderposten für Investitionen
7.391.154,92 €
7.848.705,18 €
C. Rückstellungen
11.827.427,00 €
4.489.632,63 €
sonstige Rückstellungen
11.827.427,00 €
4.489.632,63 €
D. Verbindlichkeiten
12.212.449,19 €
7.698.640,71 €
1. Verbindlichkeiten aus Zuweisungen und Zuschüssen
609.944,89 €
0,00 €
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
4.317.604,00 €
1.557.276,41 €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4.034.074,23 €
3.802.978,03 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber anderen staatlichen Behörden
und Einrichtungen
1.066.421,74 €
3.717,73 €
4. Sonstige Verbindlichkeiten
2.184.404,33 €
2.334.668,54 €
E. Rechnungsabgrenzungsposten
1.848.730,04 €
2.191.495,21 €
Bilanzsumme PASSIVA
34.940.698,04 €
23.103.815,35 €

| 21
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&
IT-VERGABEN
Finanzmanagement
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Geschäftsjahr 2017
Die Gesamtaufwendungen vor Steuern des Staatsbetriebes sind in 2017 gegenüber
dem Vorjahr um 0,8 % (505,2 TEuro) auf nunmehr 62.065,5 TEuro, insbesondere im
Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, gesunken. Zur Finanzierung seiner
Aufwendungen erhält der SID Zuweisungen und Zuschüsse vom Freistaat Sachsen.
Diese Transfererträge betrugen im Berichtsjahr 35.928,1 TEuro (2016: 37.435,5 TEuro)
und decken ca. 57,9 % der Gesamtaufwendungen. Daneben erzielt der Staatsbetrieb
Erlöse aus Leistungs- und Zahlungsvereinbarungen mit Behörden und Einrichtungen
des Freistaates Sachsen, wie z. B. dem Statistischen Landesamt und dem Sächsischen
Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, für die Erbringung von IT-Leistun-
gen sowie aus Entgelten für die Inanspruchnahme des Sächsischen Verwaltungsnet-
zes. Diese Leistungserlöse sind gegenüber 2016 um ca. 5,1 % auf 22.175,1 TEuro ge-
sunken und erbringen somit einen Beitrag zur Kostendeckung von ca. 35,7 %.
Aufgrund der periodengerechten Abgrenzung der kameralen Zuschüsse weist der SID
in 2017 unter den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe
von 2.825,1 TEuro aus.
Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2017 erneut ein deutlicher Jahresüberschuss in
Höhe von 785,6 TEuro (2016: 821,2 TEuro) erwirtschaftet werden. Damit erhöht sich
das Eigenkapital auf 1.660,9 TEuro, welches einer Eigenkapitalquote von 4,7 % (2016:
3,8 %) entspricht. Das Gesamtvermögen hat gegenüber dem Vorjahr insgesamt um
51,2 % zugenommen. Dies resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Forderun-
gen aus Zuweisungen und Zuschüssen sowie der Erhöhung des Kassenbestandes, wel-
chem neben den Verbindlichkeiten insbesondere Rückstellungen für die Rückzahlung
von Zuschüssen in Höhe von 11.058,3 TEuro gegenüberstehen.
Aufgrund der Zuschüsse des Freistaates Sachsen sowie der Leistungsverrechnung mit
den Behörden des Freistaates ist die Finanzlage des SID unverändert stabil. Die Liqui-
dität des SID war im Geschäftsjahr 2017 jederzeit gesichert. Verbindlichkeiten wurden
innerhalb der Zahlungsfristen beglichen und Forderungen aus Lieferungen und Leis-
tungen wurden in überwiegendem Maße zeitnah vereinnahmt.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
2017
2016
1. Transfererträge
35.928.116,40 €
37.435.477,47 €
2. Leistungserlöse
22.175.138,75 €
23.378.784,44 €
3. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
728.822,69 €
328.118,97 €
4. sonstige betriebliche Erträge
5.498.151,40 €
2.271.939,57 €
5. Materialaufwand
40.527.715,27 €
39.485.601,37 €
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und bezogene Waren
288.462,57 €
301.410,44 €
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
40.239.252,70 €
39.184.190,93 €
6. Personalaufwand
13.723.357,44 €
13.548.226,30 €
a) Löhne und Gehälter
11.752.793,39 €
11.589.947,39 €
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
1.970.564,05 €
1.958.278,91 €
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
2.660.994,50 €
2.181.827,24 €
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
5.153.474,33 €
7.355.112,21 €
9. Ergebnis der gewöhnlichen Verwaltungstätigkeit
807.042,32 €
843.553,33 €
sonstige Steuern
21.447,05 €
22.325,73 €
Jahresüberschuss
785.595,27 €
821.227,60 €

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22 |
ZENTRALE AUFGABEN
&
IT-VERGABEN
Finanzmanagement
Mit der Ausgliederung des Standortes Lichtenwalde aus dem SID zum 1. Mai 2018
ging eine Verminderung des Zuschusses im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von rund
1,55 Mio € einher. Diese Kürzung war im Wesentlichen durch den mit der Ausgliede-
rung verbundenen Personalabgang begründet. Zum Jahresende 2018 wurden Vermö-
genswerte, die dem Standort Lichtenwalde zuzuordnen waren, an das Sächsische
Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft übergeben.
In der Buchhaltung waren - bedingt durch die unterjährige Ausgliederung des Stand-
ortes Lichtenwalde und die sich daran anschließende Änderung der Organisations-
struktur des SID - erhebliche Anpassungsarbeiten in der kaufmännischen Buchungs-
software notwendig. Im Rechnungswesen wurde außerdem zum 1. Januar 2018 der
Verwaltungskontenrahmen des Bundesministeriums für Finanzen eingeführt. Buchun-
gen erfolgen seitdem auf 8-stelligen und nicht mehr wie bisher auf 6-stelligen Kon-
ten. Eine Vergleichbarkeit der Zahlen im Jahresabschluss 2018 mit den Vorjahren wird
daher nur eingeschränkt möglich sein.
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagevermögen
01.01.2017
Zugänge
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
7921275,25 €
414683,41 €
0,00 €
8.335.958,66 €
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
7.921.275,25 €
414.683,41 €
0,00 €
8.335.958,66 €
II. Sachanlagen
11.587.559,64 €
1.796.223,79 €
113.665,04 €
13.270.118,39 €
1. technische Anlagen und Maschinen
9.123.620,04 €
1.326.123,21 €
21.356,58 €
10.428.386,67 €
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.463.939,60 €
470.100,58 €
92.308,46 €
2.841.731,72 €
GESAMT
19.508.834,89 €
2.210.907,20 €
113.665,04 € 21.606.077,05 €
Abschreibungen
Anlagevermögen
01.01.2017
Zugänge
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
6.427.170,16 €
734.957,04 €
0,00 €
7.162.127,20 €
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
6.427.170,16 €
734.957,04 €
0,00 €
7.162.127,20 €
II. Sachanlagen
5.232.959,55 €
1.926.037,46 €
106.202,08 €
7.052.794,93 €
1. technische Anlagen und Maschinen
3.595.525,24 €
1.427.225,40 €
17.888,82 €
5.004.861,82 €
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.637.434,31 €
498.812,06 €
88.313,26 €
2.047.933,11 €
GESAMT
11.660.129,71 €
2.660.994,50 €
106.202,08 € 14.214.922,13 €
Buchwerte
Anlagevermögen
31.12.2017
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.173.831,46 €
1.494.105,09 €
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
1.173.831,46 €
1.494.105,09 €
II. Sachanlagen
6.217.323,46 €
6.354.600,09 €
1. technische Anlagen und Maschinen
5.423.524,85 €
5.528.094,80 €
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
793.798,61 €
826.505,29 €
GESAMT
7.391.154,92 €
7.848.705,18 €
Geschäftsjahr 2018
Änderungen im Finanzbereich des SID im Jahr 2018

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| 23
ZENTRALE AUFGABEN
&
IT-VERGABEN
Finanzmanagement
Seit dem 1. August 2018 unterliegt der SID der Rechts- und Dienstaufsicht der Säch-
sischen Staatskanzlei. Dadurch änderten sich die Anordnungsstellen bei der Haupt-
kasse des Freistaates Sachsen sowie einige Parameter in der Planung des Doppelhaus-
haltes 2019/2020.
Unter Federführung des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen wurden im Ge-
schäftsjahr 2018 die vertraglichen Grundlagen für den Betrieb der kaufmännischen
Buchungssoftware in den Staatsbetrieben des Freistaates neu geordnet. Gleichzeitig
wurde ein Software-Upgrade initiiert, welches im SID im Jahr 2019 produktiv gesetzt
werden soll.
© edar - pixabay.com

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24 |
ZENTRALE AUFGABEN
&
IT-VERGABEN
Vergaben
&
Recht
&
Lizenzen
Vergaben
Bilanz im Vergabewesen 2018
Der Schwerpunkt der Arbeit des Fachbereichs Vergabe, Recht und Lizenzen bildet die
Aufgabe der zentralen IT-Vergabestelle. Die Vergabestelle beschafft für alle im Kun-
denauftrag durch den SID betriebenen Verfahren die benötigte Hardware, Software
und Dienstleistungen. Über die Beschaffung für den SID-eigenen Bedarf hinaus ob-
liegt ihr die Vergabe von IT-Leistungen auch für andere Behörden und Einrichtungen
des Freistaates Sachsen. Im Rahmen dessen schließt die Vergabestelle u. a. Rahmen-
verträge, aus denen die Behörden der Staatsverwaltung IT-Produkte abrufen können.
Das Angebot zur Durchführung von Vergabeverfahren wird von vielen Behörden des
Freistaates Sachsen sehr rege genutzt, sodass die zentrale IT-Vergabestelle auch im
Jahr 2018 eine annähernd gleichbleibend hohe Anzahl von Beschaffungsvorhaben
verzeichnen konnte. Die Anzahl der Freihändigen Vergaben ging wie in den letzten
Jahren zurück. Dies ist aber wesentlich durch die Ausgliederung des Standortes Lich-
tenwalde zum Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zum 1. Mai 2018
verursacht.
Insgesamt erteilte der SID
im Jahr 2018 ca. 473 Aufträge mit einem Gesamtvolu-
men von etwa 30 Millionen EUR (brutto)
. Hiervon entfielen allein 16 Aufträge auf
EU-weite Vergabeverfahren mit einem Gesamtvolumen von über 23 Millionen EUR
(brutto). In 24 nationalen Ausschreibungen wurde zudem ein Auftragsvolumen von ca.
2,2 Millionen EUR (brutto) vergeben; weitere ca. 4,5 Millionen EUR (brutto) in 433
Freihändigen Vergaben.
Aufteilung der Gesamtanzahl von
473 Aufträgen auf einzelne Vergabearten
Aufteilung des Gesamtauftragswertes von
ca. 30 Mio. € brutto auf einzelne Vergabearten
Zu den derzeit noch geltenden
Rahmenverträgen
, aus denen die Behörden des Frei-
staates Sachsen IT-Produkte abrufen können, gehören zum einen der Rahmenvertrag
zum Bezug von Microsoft-Produkten auf Grundlage des Select-Vertrages des Bundes-
ministeriums des Innern mit Microsoft und der 2017 neu ausgeschriebene Rahmen-
vertrag für den Bezug von Druckerverbrauchsmaterial. Neu hinzugekommen sind
schon 2017 die drei Rahmenverträge zu Mobilfunk- und Sprachdienstleistungen im
Sächsischen Verwaltungsnetz 2.0 (Laufzeit bis 2025) sowie zu Signaturkartenlesern
für Mandanten der E-Government Basiskomponente Elektronische Signatur und Ver-
schlüsselung. Alle Rahmenverträge wurden durch die sächsischen Behörden im Jahr
2018 in großem Umfang genutzt.
Ziel des SID ist es, den Behörden des Freistaates Sachsen eine
einheitliche Plattform
für den Abruf aus den Rahmenverträgen
zur Verfügung zu stellen. 2017 wurde dazu
die Produktivsetzung des
IT-Warenhauses
realisiert, das sukzessive mit den Daten aus
den Rahmenverträgen gespeist wird und auch künftig auf aktueller Basis weiter be-
füllt werden wird.

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ZENTRALE AUFGABEN
&
IT-VERGABEN
Vergaben
&
Recht
&
Lizenzen
2018 wurden dazu die EU-weiten Ausschreibungen der Rahmenverträge Saxonia Cli-
ent zu Monitoren und Notebooks/Convertibles im Gesamtumfang von zusammen fast
28 Mio. Euro (brutto) veröffentlicht. Eine Zuschlagserteilung ist in beiden Fällen im
ersten Quartal 2019 zu erwarten. Weiterhin wird im ersten Quartal 2019 dieser Aus-
schreibungszyklus mit dem Rahmenvertrag über Desktopsysteme finalisiert.
Im Jahr 2018 war ein Nachprüfungsverfahren gem. § 8 Abs. 2 SächsVergabeG vor der
Aufsichtsbehörde im Unterschwellenwertbereich anhängig, das aber zu keiner Bean-
standung des Vergabeverfahrens führte. Ebenso kam es im Oktober 2018 zu einem
Nachprüfungsverfahren gemäß § 160 GWB im Beschaffungsverfahren Microsoft
Enterprise Agreement (geschätzter Auftragswert über 12 Mio. Euro (brutto)) vor der
Vergabekammer des Freistaates Sachsen im Oberschwellenwertbereich, das sich durch
Rücknahme des Nachprüfungsantrags im Anschluss an die mündliche Verhandlung er-
ledigt hat. Der Zuschlag konnte wegen dieser viermonatigen Verzögerung somit erst
am 7. Februar 2019 erteilt werden.
Strategie Vergaben
Standardisierung der IT-Landschaft durch Rahmenvereinbarungen
Der
Stabsstelle „Strategisch-Taktische Ausrichtung der IT-Vergabe“
obliegt die Prü-
fung der schon vorhandenen Rahmenverträge und Rahmenvereinbarungen zur Be-
schaffung von IT-Produkten und IT-Produktgruppen hinsichtlich einer Ausweitung.
Damit kann eine Voraussetzung für eine
schrittweise Standardisierung der IT-Land-
schaft
in den Behörden und Einrichtungen des Freistaats Sachsen geschaffen werden.
Am Beispiel der Rahmenverträge zur Beschaffung von Komponenten der IT-Arbeits-
platzausstattung (Monitore, Desktops und Notebooks einschließlich Convertibles und
Tablets) unter dem Titel „Saxonia Client“ kann skizziert werden, inwieweit durch Bün-
delung verschiedener Verträge und Services für die Behörden und Einrichtungen des
Freistaats ein Mehrwert geschaffen werden kann.
Im Kern dieser strategischen Ansätze werden übergreifende Themen der IT-Vergabe
aus Sicht der Landesverwaltung verfolgt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit lassen
sich hierzu folgende Schwerpunkte aufzählen:
»
Beschreibung eines gesamtkonzeptionellen Ansatzes für Rahmenverträge
»
Prüfung auf Einsatz von Open Source-Produkten
»
Nachhaltige Beschaffung
»
Saxonia Client zur einheitlichen IT-Arbeitsplatzausstattung
»
Ausrichtung der Netz-Infrastruktur und Bildung einer Projektgruppe SVN 3.0
»
Outsourcing oder Insourcing von Diensten, insbesondere in den Bereichen
Basisdienste und E-Government-Dienste
»
Standardisierung und darauf basierende Rahmenverträge von Rechenzentrum-
zentrierten Produkten der Hard- und Software wie Server, Speicher, Netzwerk-
komponenten, Virtualisierung, Betriebssysteme, Datenbanken, Middleware etc.
»
Risikomanagement zum Gegensteuern bei steigenden finanziellen Belastungen
Ebenso soll die praktische Umsetzung dieser Strategieansätze durch die Stabsstelle
begleitet werden. Mögliche taktische Ansätze können daher umfassen:
ı
Ausweitung der Rahmenverträge für die IT-Beschaffung, beispielsweise um weitere
Hardware sowie durch die Einbeziehung von Multifunktionsgeräten
ı
Engere Abstimmungen mit den Behörden und Einrichtungen über die Arbeits-
gruppe Informationstechnische Basisinfrastruktur (AG IBIS) der Sächsischen
Staatskanzlei sowohl im Vorfeld von Ausschreibungen (Vergabekonferenzen) als
auch bei Angebotspräsentationen
Hardware
Programmierung
Rahmenverträge
Dienstleistungen
Beratung
Software

26 |
ZENTRALE AUFGABEN
&
IT-VERGABEN
CERT
&
Informationssicherheit
SAX.CERT
Die Arbeit des Computer Emergency Response Teams des Freistaates
Im Bereich SAX.CERT, dem Computer-Notfallteam der Sächsischen Landesverwaltung,
wurden ab 1. Januar 2018
regelmäßige Sicherheitsscans aller Internetseiten und
-dienste der sächsischen Landesverwaltung
eingeführt. Dabei werden zweimal mo-
natlich verschiedene Aspekte der Informationssicherheit der Seiten getestet. Eine
wichtige Grundlage der Tests bildet eine durch das CERT erstellte und gepflegte Liste
mit
über 2.000 Webseiten
der Landesverwaltung und der zuständigen Behörden und
Ansprechpartner zu diesen Webseiten. Bei der Feststellung von Sicherheitslücken und
Fehlern auf den Webseiten werden die Ressorts entsprechend informiert. Sollten Feh-
ler im Einzelfall auch über einen längeren Zeitraum hinweg nicht behoben werden,
leitet das CERT die weiteren Schritte zur Abschaltung der betroffenen Webseite aus
Sicherheitsgründen ein.
Im Jahr 2018 wurden
zwei Abschaltempfehlungen
mit jeweils einer größeren Anzahl
Webseiten ausgesprochen und auch umgesetzt.
Weiterhin wurde 2018 das
Sensornetzwerk „HoneySens“ zur Erkennung von Hacker-
angriffen
weiter ausgebaut. Vorfälle - wie der im Januar 2018 bekannt gewordene
Cyber-Angriff auf die Bundesregierung - zeigen, dass sowohl unsichere Webseiten als
Einfallstor für Angriffe als auch die von „HoneySens“ erkennbare Seitwärtsausbreitung
innerhalb des Netzes wesentliche Gefährdungen sind.
Neben dieser Absicherung der IT-Infrastruktur der Landesverwaltung gegen Hackeran-
griffe bearbeitet das CERT
täglich
eine Vielzahl von
Virenverdachtsmeldungen und
konkreten Sicherheitsvorfällen
. So gab es
»
Verschlüsselungstrojaner-Ausbrüche,
»
von Hackern übernommene Webseiten,
»
hohe finanzielle Schäden durch Angriffe auf Telefonanlagen,
»
Anrufe von angeblichen Mitarbeitern mit dem Versuch Geld zu erschleichen und
»
massive Überlastungsangriffe auf das Landesnetz.
Daneben informiert das CERT auch über bekanntgewordene Sicherheitslücken. Eine
Übersicht der jeweiligen Lage der Informationssicherheit wird in den monatlichen La-
geberichten des CERTs dargestellt.
SAX.CERT
Computer Emergency Response
Team des Freistaates Sachsen
Anfang des Jahres 2018 nahm das
Projekt Sicherheitskonzept parlamentarische
Wahlen
deutlich Fahrt auf. Ziel ist die Erstellung eines Sicherheitskonzeptes für die
anstehenden Wahlen zum
Europäischen Parlament und zum Sächsischen Landtag
inklusive der Identifizierung notwendiger Maßnahmen nach BSI IT-Grundschutz. Hier-
durch wird eine
systematische Absicherung der Informationsverarbeitung bei der
Organisation, Durchführung und Nachbereitung
der parlamentarischen Wahlen im
Jahr 2019 und darüber hinaus gewährleistet.
Bis Jahresende 2018 konnte eine abgestimmte Liste mit noch umzusetzenden Sicher-
heitsmaßnahmen für die wichtigsten Kernprozesse der Wahlen erarbeitet werden. Mit
der Umsetzung dieser Maßnahmen wurde bereits begonnen.
Parallel wurde im Bereich Landesverfahren des SID gemeinsam mit dem Statistischen
Landesamt (StLA) ein Projekt zur grundsätzlichen Neuentwicklung des Wahlclients
aufgesetzt. Ziel ist die komplette Neuentwicklung der im Wahlumfeld eingesetzten
Software unter aktuellen Gesichtspunkten des Softwaredesigns und der Informations-
sicherheit. Gegen Ende des Jahres konnte mit der Implementierung erster Grundbau-
steine der neuen Wahlsoftware begonnen werden.
Informationssicherheit
Projekt SiKo Wahlen und Sächsisches Verwaltungsnetz

image
| 27
ZENTRALE AUFGABEN
&
IT-VERGABEN
CERT
&
Informationssicherheit
Der Bereich
Informationssicherheit Sächsisches Verwaltungsnetz
war im Berichtsjahr
vor allem vom Übergang in das neue
SVN 2.0
geprägt. Im Ergebnis des entsprechenden
Projekts wurde das gesamte Netzwerk der sächsischen Landesverwaltung im ersten und
zweiten Quartal 2018 neu aufgebaut. Dabei wurde auch eine
Vielzahl an neuen Si-
cherheitsfunktionen,
wie die durchgängige Grundverschlüsselung der Leitungen, um-
gesetzt. Der Fachbereich CERT und Informationssicherheit begleitete hier vor allem die
Inbetriebnahme des Reportings für die Lageübersicht und gestaltete die Organisations-
strukturen und Meldeketten für sicherheitsrelevante Informationen mit.
Weiterhin überwacht das CERT im Rahmen seines Tagesgeschäfts die jeweils aktuelle
Sicherheitslage des SVN und der Ressorts. So konnten
zahlreiche Verbesserungen der
zentralen Schutzsysteme des SVN
erreicht werden. Das ist auch weiterhin dringend
nötig, wie die aktuellen Statistiken für das Jahr 2018 zeigen.
ı
Demnach wurden 2018 insgesamt
79,3 Mio. Spam-Mails abgewiesen
und weitere
6,5 Mio. Spam-Mails intern erkannt
und als Spam markiert (
Steigerung um 63%
gegenüber Vorjahr).
ı
Im Internetverkehr
wurden
35.758 Viren erkannt
, was einer
Steigerung um 44%
gegenüber dem Vorjahr entspricht.
ı
Besonders kritisch waren 2018 aber die
massiven Wellen von Schadprogrammen in
E-Mails:
insgesamt wurden
99.644 Viren im E-Mail-Verkehr erkannt
, eine
Steigerung um 171%
gegenüber dem Vorjahr.
Allein im November 2018 wurden
mehr Viren als im gesamten Vorjahr erkannt.
Hier müssen vom CERT entsprechende praxiswirksame Maßnahmen zusammen mit der
Firma T-Systems und den Ressorts geprüft und deren Umsetzung eng begleitet werden.
Die im Oktober 2018 beauftragte BSI-Zertifizierung des Verwaltungsnetzes soll dabei
einen zusätzlichen formellen Rahmen bieten.
© chany167 - Fotolia.com

28 |
IT-VERFAHREN - BERATUNG UND ENTWICKLUNG
75
Beschäftigte
4
Fachbereiche
K
undenberatung für behör-
denübergreifende Netze und
Dienste, die Konzeptionierung, Soft-
wareentwicklung und Qualitätssicherung von
IT-Verfahren sowie das Projektmanagement sind
die Hauptaufgaben des Unternehmensbereiches. Im
Fokus stehen das Kundenmanagement, die Ent-
wicklung und Pflege von Fachverfahren für die
Statistik und verschiedene Landesressorts sowie
die Betreuung der E-Government-Komponen-
ten und des Sächsischen Verwaltungs-
netzes für den Freistaat Sachsen.

image
image
image
image
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| 29
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Kunden-
&
Projekt-
&
Prozessmanagement
Kundenmanagement
Erhöhung der Leistungsfähigkeit und der Kundenorientierung
Vor dem Hintergrund der genannten Reorganisation war das Kundenmanagement vor-
allem damit befasst, auch bei wegfallenden Betriebsbereichen oder der Änderung von
Zuständigkeiten die Leistungserbringung durch den SID aufrecht zu erhalten und auch
weiter den Abschluss von Leistungsvereinbarungen voranzutreiben.
Neben dem Tagesgeschäft war das Kundenmanagement im Projekt SID 2025 verant-
wortlich für drei Arbeitspakete. Die geplanten Projektziele konnten bereits teilweise
erreicht werden. Folgende Zwischenergebnisse liegen vor:
Arbeitspaket „Einführung eines Customer Relationship Management (CRM) Tools“
Um die Arbeit mit den Kunden - vom initialen Gespräch bis hin zum Abschluss einer
Leistungsvereinbarung und der laufenden Kundenpflege - optimal erbringen zu kön-
nen, müssen die derzeit gelebten Prozesse im Kundenmanagement kritisch gewürdigt
und kundenorientiert optimiert werden. Zur Unterstützung der Prozesse soll im SID
ein CRM-Tool eingeführt werden. Dieses Tool soll es ermöglichen, wertvolle Kunden-
daten zentral, einheitlich und revisionssicher zu pflegen, um diese im Kundenmanage-
ment und an den entsprechenden Schnittstellen zu anderen Bereichen effektiv nutzen
zu können. Ziel ist es, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und die Dienstleistungsori-
entierung sowie die Effizienz der Leistungserbringung zu verbessern. Im Jahr 2018
wurden hierzu erste Anforderungen an das Tool spezifiziert und notwendige Schnitt-
stellen zu anderen Fachbereichen analysiert. Die Abbildung
veranschaulicht, welche Schnittstellen hierbei
zu berücksichtigen sind.
Der ehemalige Fachbereich „Kundenmanagement“ wurde im Zuge der Reorganisation im Juli 2018 um das Sachgebiet „Projekt-
und Prozessmanagement“ erweitert und im Unternehmensbereich 2 angesiedelt. Durch die Zusammenführung sollen Synergieef-
fekte geschaffen werden. So können die Prozessmanagementaktivitäten künftig verstärkt an den Anforderungen der Kunden ausge-
richtet und die Schnittstellen zum Kunden integriert werden. Weiterhin sollen IT-Vorhaben im Auftrag der Kunden als Projekte über
die SID-interne Projektmanagement-Organisation (PMO) eingesteuert werden, um einen bedarfsgerechten Ressourceneinsatz zu
gewährleisten und eine bessere Projektsteuerung zu ermöglichen.
Kunden-
bindung
(Kundenbetreuung
und -pflege)
System-
kopplung
(einheitliche Regelung
von Daten)
CRM
Customer RelaƟonship
Management
=
Kundendatenbank
Kontaktmanagement
AutomaƟsierung & Standardisierung
Simplifizierung & Synchronisierung
Beschwerdemanagement
Reports & Analysen
Vertrags-
management
(Verwaltung und
Pflege von LVs)
Controlling/
Berichtswesen
(Kennzahlenanalyse
und Marketing)
Zeitmanagement
Service-Level-Management
Kampagnenmanagement
Ticketsystem
Enterprise Resource-Planning
Projektmanagement-InformaƟonssystem
eVA.SAX
E-Mail
IT-Warenhaus

30 |
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Kunden-
&
Projekt-
&
Prozessmanagement
Arbeitspaket „Leistungs- und Entgeltverzeichnis“
Mit dem Leistungs- und Entgeltverzeichnis (LEV, auch Servicekatalog genannt) soll
eine standardisierte Grundlage geschaffen werden, die es den Kunden ermöglicht,
zielsicher und schnell Leistungen mit einer nachvollziehbaren Preisstruktur abzurufen.
Gleichzeitig soll der SID transparent standardisierte IT-Leistungen anbieten.
Im Jahr 2018 wurde die Struktur des LEV abgestimmt und eine erste Ausbaustufe mit
einer groben Beschreibung der einzelnen Services, die der SID anbietet, erarbeitet. Im
kommenden Jahr sollen die weiteren Ausbaustufen bis hin zu einem vollständigen LEV
inklusive Entgeltkalkulation entwickelt werden.
Arbeitspaket „Leistungsvereinbarungen“
Die geplante Standardisierung von IT-Leistungen, welche sich auch im LEV nieder-
schlägt, macht es notwendig, die Struktur und die Inhalte der Leistungsvereinbarun-
gen anzupassen. Mit der Umstrukturierung verbunden ist auch eine wesentliche Ver-
kürzung der Erstellung von Leistungsvereinbarungen und eine Zusammenfassung
(Clusterung) von IT-Leistungen.
Hierzu wurde ein Konzept zur Neustrukturierung der Leistungsvereinbarungen erarbei-
tet und Entwürfe für neue Mustervereinbarungen entwickelt sowie ein Pflegeprozess
für die Leistungsvereinbarungen definiert.
Im kommenden Jahr sollen die Leistungsvereinbarungen mit den Kunden auf Basis des
Konzeptes und der neuen Vorlagen abgeschlossen werden.
Die Aktivitäten im Bereich Prozessmanagement waren in 2018 auch durch das Projekt
SID 2025 geprägt.
Die
Arbeitspaketgruppe C
des Projektes SID2025 verfolgte das Ziel, die Grundlage für
die
Einführung und Standardisierung von IT-Service-Management-Prozessen nach
den Best Practices von
ITIL
zu schaffen, und beschäftigte sich mit der konzeptionellen
Entwicklung einer ITSM-Architektur für den SID.
Der fokussierte Grundgedanke bei der Einführung von ITIL-Prozessen war und ist es:
»
bereits vorhandene Abläufe zu analysieren und zu dokumentieren,
»
passende ITIL Best Practices zu identifizieren,
»
Maßnahmen zur schrittweisen Erreichung des Quasi-Standards ITIL
auszuarbeiten und durchzuführen.
Dabei wurden eine
Prozesslandkarte
und eine
Roadmap
für das Projekt ausgearbeitet,
die langfristig die Entwicklung im SID in Richtung ITSM aufzeichnen.
Prozessmanagement
Auf dem Weg zu Standardisierungen nach ITIL
ITSM
2 0 2 5
Service
Strategy
Service
Design
Service
Transition
Service
Operation
Service Portfolio
Management
Financial Management
Customer Relationship
Management
Demand Management
and
Marketing
Service Catalogue
Management
Service Level
Management
Supplier Management
Availability
Management
Information
Security
Management
IT Service Continuity
Management
Capacity
Management
Service
Asset and
Config. Management
Knowledge
Management
Release and
Deploy-
ment
Management
Incident
Management
Request
Fulfilment
Problem Management
Seven Step
Improvement
Process
Change Management
Priorität 1
Priorität 3
parallele Bearbeitung
Priorität 2
Service Portfolio
Management
Financial Management
Customer Relationship
Management
Demand Management
and
Marketing
Service Catalogue
Management
Service Level
Management
Supplier Management
Availability
Management
Information
Security
Management
IT Service Continuity
Management
Capacity
Management
Service
Asset and
Config. Management
Knowledge
Management
Release and
Deploy-
ment
Management
Incident
Management
Request
Fulfilment
Problem Management
Change Management
Continual Service Improvement

| 31
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Es wurde eine
methodische Vorgehensweise
zur Verbesserung bzw. Neuimplementie-
rung der ITIL-Prozesse im SID erarbeitet. Weiterhin wurde ein
Konzept zum Prozess-
Controlling
erstellt. Dieses wird im Rahmen des Projektes SID 2025 als Grundlage für
Prozessverbesserung und zur Erhöhung des Reifegrades der Ablauforganisation im SID
dienen.
Für 2019 ist geplant, die Prozesse aus dem Lebenszyklus Service Transition (z. B.
Change Management, Service Asset und Configuration Management - SACM) mit Pri-
orität zu bearbeiten. Dafür soll eine entsprechende Toolunterstützung in Form einer
Configuration Management Database (CMDB) eingeführt und in Betrieb genommen
werden. Die CMDB soll sich nahtlos in die bereits bestehende Toollandschaft im SID
integrieren. Diese Integration stellt eine umfangreiche Aufgabe dar, die bestehende
Mechanismen wie Softwareverteilung oder Monitoring wesentlich beeinflussen und
verändern wird. Insbesondere die Schnittstelle zum Ticketsystem soll implementiert
werden. Durch die Zusammenarbeit der Werkzeuge CMDB und Ticketsystem werden
zahlreiche ITIL-Prozesse unterstützt.
Im Rahmen mehrerer
Inhouse-Schulungen
in 2018 zum Thema
ITIL-Foundation
konnten die Beschäftigten im SID die Grundlagen von ITIL erlernen und das erste Zer-
tifikat auf diesem Gebiet erlangen. Die Durchführung dieser Schulungen wurde durch
das Projekt SID 2025 und durch den erhöhten Bedarf für die Nutzung von ITIL Best
Practices definiert. Für 2019 sind weitere Schulungen für ITIL-Foundation, ITIL-Life-
cycle, PRINCE2-Foundation und Practitioner geplant. Es wird geprüft, ob das
Open
Source Learning Management System ILIAS
als Ablage für „Digital Learning Con-
tents“ für alle Prozesse, die in 2019 implementiert werden, nutzbar ist. ILIAS kann
dann auch von anderen Projekten verwendet werden.
Das
Projekt Relaunch einheitliches Ticketsystem auf Basis OTRS
hat die Zielsetzung,
ein einheitliches, standortübergreifendes Ticketsystem im SID einzuführen. Die Anfor-
derungen aus dem Pflichtenheft wurden umgesetzt. Es wurde ein Rollen- und Berech-
tigungskonzept erstellt und umgesetzt. Weiterhin wurde eine umfangreiche Daten-
übernahme durchgeführt. Die Tests und die Überführung des Systems wurden am
27.11.2018 erfolgreich abgeschlossen, sodass OTRS im Rechenzentrum in Kamenz be-
reits in den Betrieb überführt ist. Technische und fachliche Administratoren haben die
Betriebsaufgaben übernommen, sodass das System bereits jetzt produktiv verwendet
wird. Weiterhin stehen in Kamenz ein Entwicklungs- und ein Testsystem bereit. Mit
der Bereitstellung von OTRS als einheitliches Ticketsystem wurde ein wichtiger Mei-
lenstein auf dem Wege einer auf ITSM basierenden Serviceerbringung erreicht.
Projektmanagement
Unterstützung in einem Großprojekt
Im Bereich Projektmanagement konnten die in der Vergangenheit definierten Ziele des
Projektmanagementbüros (PMO) wie Erhöhung der Qualität in der gesamten Projekt-
arbeit im SID, Festigung und Stärkung der Projektrollen (u.a. Projektleiter/in, Projekt-
managementboard, Projektteam) sowie Weiterentwicklung und Anpassung neuer und
angewandter Methoden im Projektmanagement begrenzt weiter verfolgt werden. Die
Arbeit des PMO hat sich im Jahr 2018 ausschließlich auf ein Großprojekt konzentriert.
Für das kommende Jahr 2019 gilt es nun an die gesetzten Zielstellungen anzuknüpfen
und Synergieeffekte resultierend aus der Reorganisation innerhalb des Fachbereichs
Kunden-, Projekt- und Prozessmanagement hinsichtlich Schaffung neuer Prozesse so-
wie Vereinheitlichung bestehender Schnittstellen zu nutzen und umzusetzen.
Kunden-
&
Projekt-
&
Prozessmanagement

32 |
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
E-Government
&
SVN
E-Government-Plattform
Überblick der Dienste im Sächsischen
Verwaltungsnetz 2.0

| 33
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
E-Government
&
SVN

34 |
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
E-Government
&
SVN
Change Management
Sächsisches Verwaltungsnetz (SVN)
Die Aufgaben des Bereiches Sächsisches Verwaltungsnetz waren im Jahr 2018 stark
geprägt vom Geschäftsübergang von SVN 1.0 auf SVN 2.0. Parallel zum Abschluss des
Migrationsprojektes SVN 2.0 bestand die große Herausforderung, alle SVN Leistungen
auf die neue Vertragsgrundlage für alle Beteiligten umzustellen. Hierzu waren beste-
hende Prozesse anzupassen, Vorlagen und Formulare zu ändern, neue Dienste einzu-
führen und die Abrechnung der Leistungen auf die neuen Verträge umzustellen. Viele
Änderungen konnten erfolgreich in 2018 umgesetzt werden, einige werden im kom-
menden Jahr zum Abschluss gebracht.
2018 wurden von 855 unterschiedlichen Dienststellen
insgesamt 1.550 Change-Re-
quest-Anträge (CR)
gestellt. Den größten Anteil von 65 CRs wurde durch die Leit-
stelle SVN (inkl. 22 CRs für E-Government-Dienste) selbst gestellt. Den größten CR-
Bedarf hatten daneben das Polizeiverwaltungsamt, die Landestalsperrenverwaltung,
die Leitstelle für Informationstechnologie der sächsischen Justiz sowie das Sächsische
Staatsministerium für Kultus mit jeweils rund 20 CR-Anträgen. Es wurden von den
Kolleginnen zum Teil mehr als 20 bis 30 CRs pro Tag angelegt, geprüft und zur Umset-
zung an die Vertragspartner weitergegeben.
Die Verteilung der CRs hat sich im Vergleich zum Vorjahr stark verändert. Infolge der
laufenden ALL-IP Umstellung im AGB/CVS Bereich stieg die Anzahl CRs bezüglich
CVS-Anschlüssen (Corporate Voice Solution) von 49 auf 179 und AGB-Anschlüssen
von 181 auf 502 in 2018 an. Darüber hinaus prägte die laufende Migration im Rah-
men des SVN 2.0-Projektes die CR-Verteilung, sodass Änderungsanträge im Bereich
ZPD/ZPS=SVNT (Zugangspunkt Daten und Zugangspunkt Sprache als technische Lö-
sung des SVN) von 80 auf 209 CRs anstiegen. Im Bereich VoIP-Anschlüsse (Voice over
IP) ist eine Verringerung von 166 auf 123 CRs zu verzeichnen. Die Anzahl der Ände-
rungsanträge im Bereich Mobilfunkanschlüsse stieg von 45 auf 80. Ebenso stieg die
Anzahl CRs bzgl. sonstiger Änderungen (Active Directory Service, Router, Hardware, …)
von 315 auf 457 an.
Zudem unterstützen die Ansprechpartner im SID im Rahmen des SVN 2.0 die Ressorts
bei der Nutzung der zur Verfügung gestellten Dienste, berieten hinsichtlich des Ein-
satzes geeigneter Technologien und führten Abrufe für die Beauftragung zentraler
Komponenten durch.
0
100
200
300
400
500
CVS
AGB
ZPD/ZPS (2017)
VoIP
Mobilfunk
Sonstige
Änderungen
2017
2018
SVNT (2018)
Aufteilung und Gegenüberstellung der Anzahl Change Requests (CRs) des Sächsischen Verwaltungsnetzes
der Jahre 2018 (1.550 CRs gesamt) und 2017 (836 CRs gesamt)

image
| 35
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
E-Government
&
SVN
BaK ESV
Basiskomponente Elektronische Signatur und Verschlüsselung
2018 stand für die Basiskomponente Elektronische Signatur und Verschlüsselung (BaK
ESV), neben der Sicherstellung des Regelbetriebes, vor allem die zeitnahe Aktualisie-
rung der angebotenen Dienste in Bezug auf rechtliche und technische Anforderungen
und die Fortführung der Konsolidierung des Informationsangebotes im Internet und
Extranet im Vordergrund.
Steigende Mandanten- und Nutzungszahlen der Gateways für De-Mail und verschlüs-
selte E-Mail oder auch das gestiegene OSCI-Nachrichtenaufkommen signalisieren für
2018 eine zunehmende Nutzung verschlüsselter Kommunikationsverfahren durch die
Landes- und Kommunalverwaltung. In Erweiterung zum bestehenden Dienst der Safe-
Identitätsadministration für Teilnehmer des
Elektronischen Gerichts- und Verwal-
tungspostfaches (EGVP)
aus der Landes-und Kommunalverwaltung wurde auch die
Safe-Identitätsadministration für
besondere elektronische Behördenpostfächer
(beBPo)
übernommen. Aufgrund erforderlicher Anpassungen an die neuen techni-
schen Rahmenbedingungen und zur effizienteren Gestaltung von Betriebsprozessen
wurden die Bereitstellungstechnologie und -prozesse für Governikus OSCI-Clients
(Communicator) 2018 neu gestaltet und in Betrieb genommen.
Weiterhin konnte 2018 ein neues Berechtigungszertifikat für
Dienste zum Auslesen
des elektronischen Personalausweises
in Betrieb genommen (BaK Temporäre Identi-
tät) werden. Angemeldeten Fachverfahren steht damit über Autent-ID-Connect der
Zugriff auf einen umfangreichen, für E-Government ausgelegten, Satz an Datenfel-
dern zur Verfügung.
Mit Inbetriebnahme der
Basiskomponente ESV-Warenhaus
- ein Webshop zum Abruf
von Leistungen aus Rahmenverträgen - wurden 2018 wesentliche Verbesserungen im
Zugang zu Vertragsleistungen erreicht. So können seit Mai 2018 über das BaK ESV-
Warenhaus Lesegeräte für Signaturkarten oder elektronische Personalausweise und
Zertifikate der neu in Betrieb genommenen SachsenGlobalCA2 abgerufen werden.
Erste Vorbereitungen zur schrittweisen Überführung weiterer Dienste der Basiskompo-
nente in das Angebot des Warenhauses wurden abgeschlossen.
2018 wurde der Wirkbetrieb einer
neuen Registrierungsstelle für Browserkonforme
Zertifikate (SachsenGlobalCA2)
aufgenommen. Durch die enge Zusammenarbeit der
Mitarbeiter der Basiskomponente ESV mit der Zertifizierungsstelle SwissSign ist es ge-
lungen, ein organisatorisch und finanziell attraktives Angebot für die gesamte Landes-
und Kommunalverwaltung bereitzustellen. Die Zertifizierungsstelle (SwissSign) ist in
gängigen Browsern und Betriebssystemen bereits als Vertrauensanker hinterlegt. Die
primären Anwendungsfelder von Zertifikaten über die Managed-PKI SachsenGlo-
balCA2 sind Webseitenverschlüsselung (TLS) und Nachrichtenverschlüsselung (smime).

36 |
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
E-Government
&
SVN
Im Kontext der Migration des Sächsischen Verwaltungsnetzes auf die Version 2.0 er-
folgte die
Produktivsetzung des neuen Serviceportals Amt24
. Im Gegensatz zur Vor-
gängerversion umfasst dieses Portal neben den Funktionalitäten des Zuständigkeits-
finders derzeit die Module Servicekonto sowie Verfahrens- und Prozessmanagement,
die im Laufe des Jahres in einem agilen Entwicklungsprozess implementiert und pro-
duktiv gesetzt wurden. Die Anwendungsbetreuung unterstützte zudem die Einrichtung
von ca. 350 Nutzern und betreute diese bei ihrer täglichen Arbeit im Serviceportal.
Die Anwendung wurde während 17 Sprints nach einem agilen Vorgehensmodell wei-
terentwickelt, wobei die Anwendungsbetreuung kontinuierlich Testfälle erstellte,
überarbeitete und durchführte sowie die Installation der jeweiligen Releases in der
Test- und Produktivumgebung betreute.
Die Projektgruppe Serviceportal Amt24 in der Sächsischen Staatskanzlei wurde im An-
forderungsmanagement und bei der Gestaltung eines Prozesses zur Aufnahme von
Nutzeranforderungen unterstützt. Zudem nahm die Anwendungsbetreuung gemein-
sam mit der Redaktion Amt24 an einem Treffen der Länderportalredaktionen Sachsen
und Baden-Württemberg in Stuttgart teil, deren Ziel die Abstimmung gemeinsamer
Entwicklungsinhalte im Kontext der Länderkooperation war.
BaK Amt24
Basiskomponente Amt24 - neues Serviceportal
Mit der Basiskomponente Beteiligungsportal (BaK BP) wurde sowohl für staatliche als
auch kommunale Behörden die Möglichkeit geschaffen,
Online-Beteiligungen
durch-
zuführen. Das Beteiligungsportal ist ein mandantenfähiges Portal und bietet sowohl
die
Möglichkeit des Dialogs
und
der Diskussion
als auch eine Teilnahme in Form
von
Stellungnahmen
zu aktuellen Entwürfen von Gesetzen, Verordnungen, Planungsvor-
haben, Satzungen und sonstigen Regelungen. Zudem steht auch die Beteiligungsform
der Umfrage zu aktuellen Themen und Schwerpunkten zur Verfügung. Es existiert au-
ßerdem ein Meldeverfahren, welches im Sinne eines Mängelmelders genutzt werden
kann. Zudem stehen Statistik- und Auswertungsmöglichkeiten im Beteiligungsportal
zur Verfügung.
Die Anwendungsbetreuung hat auch 2018 bei der Einführung und Pflege von Beteili-
gungsverfahren, Mandanten und funktionalen Erweiterungen erfolgreich unterstützt.
Dabei wurden mehr als 100 Mandanten eingerichtet. Beratend wurde in den Sitzun-
gen der Entwicklergemeinschaft an der Evaluierung und Spezifizierung von fachlichen
sowie technischen Anforderungen mitgewirkt.
Wichtige Neuerungen im Beteiligungsportal waren dabei die Erweiterung der Auswer-
temöglichkeiten für Verfahren, die Einführung des Beteiligungstyps Veranstaltung mit
den Teilbereichen Planung, Einladung, Online-Anmeldung und Stornierung, Nachbe-
reitung sowie verschiedene Verbesserungen und Erweiterungen für die Konfiguration
und Auswertung von Beteiligungen. Weiterhin unterstützte die Anwendungsbetreu-
ung die fachliche Abnahme von zehn Softwareaktualisierungen durch die Erstellung
von Testfällen mit anschließender Testdurchführung.
Im Jahr 2018 wurden mit dem Beteiligungsportal mehr als 1.000 aktive Beteiligungen,
wobei Bauleitpläne vor Umfragen, Dialogen, formellen Verfahren und Meldeverfahren
den größten Anteil ausmachten, durchgeführt.
BaK BP
Basiskomponente Beteiligungsportal

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| 37
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
E-Government
&
SVN
BaK ZV
Basiskomponente Zahlungsverkehr
Zu Beginn des Jahres 2018 wurde die technische Umgebung der Basiskomponente
Zahlungsverkehr (BaK ZV, Produktname „ePayBL“) im Rahmen der Migration des Säch-
sischen Verwaltungsnetzes 2.0 grundlegend neu aufgesetzt. Durch die Anwendungs-
betreuung wurde anschließend der BaK ZV Dienst neu eingerichtet und alle Mandan-
ten erfolgreich in die neue Umgebung migriert. Gleichzeitig erfolgte in diesem Schritt
die Ablösung der Zahlungsverkehrsprovider-Schnittstelle Saferpay und die Migration
aller BaK ZV Webshops von Magento Version 1.6 auf Version 1.9.
Im Rahmen der
Neukonzipierung der ePayBL
wurden eine Rahmenkonzeption, welche
das Umsetzungsprojekt fachlich, technisch und organisatorisch erläutert, sowie ein
Klickprototyp, der in Vorbereitung auf die spätere Umsetzung die Oberfläche der künf-
tigen ePayBL 4.0 visualisiert, erstellt.
Die BaK ZV wurde im Jahr 2018 zudem um
neue Module
erweitert. Der ePayBL-Kon-
nektor dient als Bindeglied zwischen Fachverfahren und BaK ZV in Vorbereitung
auf eine Migration von der aktuellen zur künftigen Version 4.0. Er soll ei-
nen reibungslosen und unterbrechungsfreien Umstieg ermöglichen.
In diesem Zuge wurde außerdem die Paypage (Bezahlseite) der
BaK ZV neu implementiert und an den Konnektor angebunden.
Zusätzlich konnte das Zahlverfahren „paydirekt“ in den pro-
duktiven Betrieb genommen werden.
Auch im Jahr 2018 nahmen neue Mandanten die Nut-
zung der BaK ZV auf. So wurden zwei Verfahren der
Stadt Dresden (Wunschkennzeichen, Ordnungswid-
rigkeiten) erfolgreich angebunden, ein drittes Ver-
fahren befindet sich in Vorbereitung. Auch beim
Webshop der BaK ZV konnte ein Nutzungsaufwuchs
verzeichnet werden. Neben dem Landesamt für Ar-
chäologie setzen nun auch das Sächsische Staats-
ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie das
Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Land-
wirtschaft einen eigenen Webshop ein.
Insgesamt
konnten über die BaK ZV
im Jahr 2018 rund
32.000 Online-Zahlungen
mit einem Volumen von rund
3,4 Millionen Euro abgewickelt werden. Über
mobile Be-
zahlterminals
wurden bis zum Jahresende rund
130.000
Transaktionen
verbucht. Das entspricht einem Volumen von etwa
10,4 Millionen Euro.
Rechnungserstellung
Bezahlterminals
Webshop
Konnektor
Paypage
Mandatsverwaltung
S€PA
© Grundlage Icons: Gregor Cresnar
&
Freepik - Flaticon.com
BaK FS
Basiskomponente Formularservice
Auch im Jahr 2018 erfolgte die Erstellung von Formularpaketen durch die Anwen-
dungsbetreuung der Basiskomponente Formularserver (BaK FS). Dazu zählten bei-
spielsweise die Aktualisierung der einheitlichen Bauformulare im Auftrag des Innen-
ministeriums auf die HTML-Technologie oder die Erstellung von HTML-Formularen für
Krankenhaus-Notfallstrukturen sowie Sanitätsmittelanforderungen im Auftrag des
Sozialministeriums. Weiterhin wurde die Web-Schnittstelle für die Übertragung von
BAföG-Anträgen ins Fachverfahren weiterentwickelt. Mit dem Formularserver und
dem Formulargateway wurde zudem die technische Basis der Komponente im Mai auf
eine neue Version aktualisiert.

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38 |
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
E-Government
&
SVN
Neben der Migration der Basiskomponente Antragsmanagement (BaK AM) in das
Sächsische Verwaltungsnetz 2.0 wirkte die Anwendungsbetreuung beim Anforde-
rungsmanagement, der Konfiguration und Qualitätssicherung des Verfahrens
leo.sax
mit. Mit leo.sax wird das
elektronische Bewerbermanagement für den Sächsischen
Schuldienst
unterstützt, welches Anfang 2019 in den Produktivbetrieb überführt wer-
den soll.
Die Anwendungsbetreuung unterstützte zudem auch im Rahmen bestehender Verfah-
ren der Basiskomponente. So konnten alle sächsischen Landkreise als Nutzer für
i-Kfz
, der
Außerbetriebsetzung und Wiederzulassung von Kraftfahrzeugen
, gewon-
nen werden. Beim Verfahren
Online-Gewerbedienst (OGW)
konnten zudem mit Mei-
ßen, Wurzen, Meerane und Olbernhau vier neue Kommunen angebunden werden.
Zudem wurde 2018 die Basissoftware der BaK AM für den Mandanten i-Kfz auf die
Version „AntOn-2“ aktualisiert, das Upgrade weiterer Verfahren ist für 2019 geplant.
Ebenfalls für 2019 ist die Inbetriebnahme der zweiten Stufe für das
Verfahren zur
elektronischen Bohranzeige ELBA.SAX
vorgesehen. Die Verfahren ELBA.SAX, OGW
und leo.sax sind wichtige IT-Projekte des Freistaates Sachsen.
BaK AM
Basiskomponente Antragsmanagement
Zu den Webanwendungen unter Sachsen.de zählen das Rahmenportal (Themenbaum),
die Broschürendatenbank und der Medienservice, deren Migration in die Umgebung
des neuen Sächsischen Verwaltungsnetzes SVN 2.0 durch die Anwendungsbetreuung
begleitet wurde. Dazu zählte insbesondere die Migration der rund 200 Upload-Ac-
counts auf den Lifeservern von Sachsen.de sowie die Produktivsetzung der um neue
Funktionalitäten erweiterten Themenbaumversion mit der Basiskomponente Webhos-
ting (Docker).
Zudem wirkte die Anwendungsbetreuung bei den Vorbereitungen des Medienservice-
Relaunchs mit und unterstützte dabei insbesondere die technische Umsetzung der
Testumgebung. Die Anwendungsbetreuung übernahm im Jahr 2018 zudem die Bereit-
stellung von SSL-Zertifikaten für zentrale Domains der Dienste-Plattform des SVN 2.0
im Kontext von Sachsen.de. Damit konnte die Zertifikatsausstellung für die jeweiligen
Nutzer vereinfacht und komfortabler angeboten werden.
BaK WH
Basiskomponente Webhosting

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| 39
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
E-Government
&
SVN
BaK SM
Basiskomponente Suchmaschine
Im Jahr 2018 wurde die „generische Schnittstelle“ der Basiskomponente Suchma-
schine weiterentwickelt, mit der nun
neue Filter- und Suchmöglichkeiten
bereitge-
stellt werden. Hier unterstützte die Anwendungsbetreuung bei der Qualitätssicherung.
Zudem werden zahlreiche neue Portale durch die BaK SM indiziert. Ende 2018 wurde
zudem mit dem Upgrade der Basissoftware für alle Mandanten der Basiskomponente
auf Version 12 begonnen, welches Anfang 2019 abgeschlossen werden soll.
BaK zCMS
Basiskomponente zentrales Content Management System
Im Rahmen der Migration des Sächsischen Verwaltungsnetzes unterstützte die An-
wendungsbetreuung die Migration der ca. 200 zCMS-Projekte unterschiedlichster
Ausprägungen. Im Zuge dessen erfolgte ein Upgrade der Basissoftware OpenText Web
Site Management auf Version 16.
Im Jahresverlauf unterstütze die Anwendungsbetreuung die Nutzer der Basiskompo-
nente bei der Umsetzung zahlreicher Vorhaben. So erfolgte beispielsweise der Re-
launch des Karriereportals der Sächsischen Staatskanzlei mit der Integration in die
BaK zCMS. Weiterhin wurde die Webpräsenz des Projektes E-Rechnung im neuen Sty-
leguide umgesetzt und eine Landing-Page für baustellen.sachsen.de bereitgestellt.
Als Schnittstelle zwischen Entwicklung und Betrieb wurde im Jahr 2018 die Bereit-
stellung
neuer Container-Anwendungen auf der Basiskomponente Webhosting
(Docker)
koordiniert. Dazu zählten das Karriereportal der Sächsischen Staatskanzlei
im Zusammenspiel mit der Basiskomponente zentrales Content Management System
sowie der Relaunch des Themenbaums als Docker-Container. Außerdem unterstützte
die Anwendungsbetreuung bei der Aktualisierung bestehender Anwendungen, wie
„HoneySens“, welche zur Erhöhung der Informationssicherheit im Freistaat Sachsen
genutzt wird.
Ziel des Projektes „Open Government Data“ ist es, Daten der öffentlichen Verwaltung
bereitzustellen und damit die Transparenz staatlichen Handels zu fördern. Außerdem
sollen diese Daten Dritten für die Weiterverwendung zur Verfügung gestellt werden,
um neue Wertschöpfungsketten zu ermöglichen.
Ein wesentlicher Meilenstein im Jahr 2018 war die
Produktivsetzung des „Open Data
Registers und Katalogs“
, die unter den URLs
register.opendata.sachsen.de
und
katalog.opendata.sachsen.de
verfügbar sind und auf Version EntryScape 2.0 basieren.
Damit wird zum einen die Recherche in den Metadaten aller bereitgestellten Daten
ermöglicht und zum anderen werden die sächsischen Behörden bei der Erfüllung der
Vorgaben des sächsischen E-Government-Gesetzes unterstützt. Zudem wird ein we-
sentlicher Beitrag zur nationalen und europäischen Open Data Infrastruktur geleistet.
In 2018 konnten hierfür unter anderem Metadatensätze aus dem Leipziger Open Data
Portal sowie aus dem Metadateninformationssystem der sächsischen Geodateninfra-
struktur als neue offene Daten erfasst werden.
Der IT-Planungsrat erklärte den neuen Standard für den Metadatenaustausch
DCAT-AP.de im Jahr 2018 für allgemeinverbindlich. Der europaweit interoperable
Standard wurde vom SID entwickelt und von der Geschäfts- und Koordinierungsstelle
des bundesweiten Portals GovData.de unter DCAT-AP.de veröffentlicht.
Open Data
Projekt Open Government Data

40 |
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
E-Government
&
SVN
Unter der Projektleitung des SID wurde ein
Grobkonzept zur Weiterentwicklung der
Basisinfrastruktur der Landesverwaltung Sachsen
erarbeitet.
Damit soll zukünftig ein stabiler, schlanker und gleichzeitig gesicherter Betrieb der
beteiligten Systeme ermöglicht werden. Dies betrifft in erster Linie die Reduzierung
von Domänen im Active Directory Forest des Freistaates Sachsen mit Auswirkung auf
die darin befindlichen Domänencontroller und Exchange-Server. Durch die Separie-
rung von Domänen und der damit verbundenen Entstehung einer Multi-Forest-Infra-
struktur soll ein Gesamtstruktur-übergreifendes Angebot von Ressourcen und deren
Nutzung ermöglicht werden. Damit geht auch der Gesamtstruktur-unabhängige Zu-
griff auf diese Ressourcen einher. Im Hinblick auf die gestiegenen Sicherheitsanforde-
rungen sollen sowohl zertifikatsbasierende Anmelde- als auch Verschlüsselungstech-
nologien eingesetzt und verwendet werden.
Das Grobkonzept sieht die folgenden
vier Arbeitspakete
vor:
ı
Umsetzungskonzept für die Schaffung der technischen Voraussetzungen zur
Ausgliederung der neuen Polizei-Gesamtstruktur
aus der Landesverwaltung
ı
Umsetzungskonzept für die
Aktualisierung auf Exchange 2016
innerhalb der
Gesamtstruktur „sachsen.de“ für die zentralen Komponenten und als Vorlage für
die Ressorts
ı
Umsetzungskonzept für die
Erhöhung des Sicherheitsniveaus
innerhalb der
derzeitigen Gesamtstruktur „sachsen.de“
ı
Umsetzungskonzept für die
Erhöhung der administrativen Sicherheit
Für die ersten beiden Arbeitspakete wurde darüber hinaus im IV. Quartal mit der Er-
stellung der jeweiligen Feinkonzepte begonnen.
Redesign AD
Projekt zur Weiterentwicklung der Active Directory Struktur
E-Rechnung
Projekt E-Rechnung
Im Projekt E-Rechnung wurde die Konzeption zur Umsetzung zentral durch den Frei-
staat Sachsen bereitzustellender IT-Komponenten zur elektronischen Prüfung und
Freigabe von XRechnungen und deren revisionssicherer Archivierung weiter vorange-
trieben. Die Ausschreibung der Komponenten wurde im zweiten Halbjahr 2018 veröf-
fentlicht und soll im I. Quartal 2019 bezuschlagt werden. Infolgedessen sollen die
Grundlagen für einen behördenweiten Rollout der Komponenten der E-Rechnung ge-
schaffen und die ersten Piloten bereits erfolgreich angebunden werden.
Asyl
Digitalisierung des Asylverfahrens und ZAB-Schnittstellen
Der SID sorgte auch im Jahr 2018 für die Erhaltung der im Rahmen der Digitalisierung
des Asysverfahrens etablierten Verfahren. Dazu gehören die Datenbeschleunigungs-
schnittstelle (DBSS) und der Webservice der Gesundheitsämter zur Zentralen Auslän-
der-Datenbank der Landesdirektion Sachsen (ZAB). So wurden die Zertifikate zur
OSCI-Kommunikation erneuert sowie kleinere technische Anpassungen durchgeführt.
Zudem wurde ein Projekt zum Relaunch der DBSS initiiert, im Rahmen dessen der IST-
Stand der Anwendung erfasst und dokumentiert, Anforderungen aufgenommen und
Verbesserungspotenziale ermittelt werden sollen.

| 41
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
E-Government
&
SVN
Zentrale Dienste
Landes-PKI Zentraler Dienst für die Ausgabe von Zertifikaten
Die Umstellung der Technik und Prozesse für die integrierte Zertifizierungsstelle Sach-
sen-PKI des Sächsischen Verwaltungsnetzes wurde 2018 fortgeführt. Die Schnittstelle
zum Zertifikatsmanagement steht nunmehr allen Ressorts der Landesverwaltung zur
Verfügung. Dank der implementierten Identitätsprüfung und Teilautomatisierung kön-
nen Zertifikate der neuen Ausgabestelle ZD-CA-02-G2 unter Beibehaltung der Sicher-
heitsanforderungen ohne langwierige Papierprozesse ausgegeben werden.
Mit der Beauftragung des Dienstes Webex aus dem Vertrag des Sächsischen Verwal-
tungsnetzes 2.0 konnte im Jahr 2018 die Bereitstellung eines
Webkonferenzdienstes
für die Mitarbeiter des Freistaates Sachsen vorbereitet werden. Nach der Pilotierung
wurde die Testphase initiiert und weitestgehend durchgeführt, so dass ein Roll-out für
Anfang 2019 geplant ist. Der Webkonferenzdienst, basierend auf dem Cisco WebEx
Meeting Server, stellt eine komfortable Möglichkeit dar, Konferenzen mit einer großen
Teilnehmerzahl und der Möglichkeit für Präsentationen, sowohl als reine Audiokonfe-
renzen, als auch mit Bildschirmfreigabe, durchzuführen.
Webex - Zentraler Dienst für Webkonferenzen
Im Rahmen des SVN 2.0-Vertrages wurde durch den Fachbereich E-Government und
Sächsisches Verwaltungsnetz die zentrale Bereitstellung des
Dienstes Mobile Device
Management - Enterprise Mobility Management (MDM-EMM)
gewährleistet. Da-
mit besteht die Möglichkeit, mobile Endgeräte zentral zu verwalten, Sicherheitsregeln
durchzusetzen und im Bedarfsfall Notfallaktionen auszulösen. Somit kann auf den
verwalteten Endgeräten ein angemessener Sicherheitsstandard gewährleistet werden.
MDM-EMM - Zentraler Dienst zur Verwaltung mobiler Endgeräte
Um der zunehmenden Mobilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Freistaates
Sachsen Rechnung zu tragen, wird im Sächsischen Verwaltungsnetz 2.0 die Möglich-
keit zum mobilen Arbeiten mittels Wireless LAN (WLAN) geschaffen. Zusätzlich soll
externen Gästen in den Liegenschaften des Freistaates der Zugang zum Internet ge-
währt werden. Der SID hat 2018 die entsprechenden Grundlagen für die Nutzung des
Dienstes durch die Ressorts geschaffen. Zudem wurden verschiedene Handreichungen
für Anwender und eine Blaupause für die Festlegung von Datenschutzbestimmungen
für das Angebot von Gäste-WLANs erstellt.
WLAN - Zentraler Dienst für das Arbeiten über WLAN
© Artco - Fotolia.com

42 |
TEST
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Querschnitts-
&
Landesverfahren
Der SID übernimmt die Qualitätssicherung und den Test von Komponenten der
Dienste-Plattform SIDI des Sächsischen Verwaltungsnetzes des Freistaates Sachsen.
Die dafür erforderlichen methodischen und organisatorischen Prämissen werden in ei-
nem Testhandbuch festgehalten. Ziel ist eine
Unterstützung bei der Planung und
Durchführung von Testprojekten
sowie eine
Standardisierung der zugehörigen Pro-
zesse
. Ausgangspunkt bildet der Testprozess nach ISTQB®. Darüber hinaus lehnen sich
die Vorgaben dieses Testhandbuchs an den Standard ISO/IEC/IEEE 29119 Software Tes-
ting bzw. für die Testdokumentation an den Standard IEEE 829 an.
Auf dieser Grundlage wurden auch 2018 zahlreiche Testprojekte zur Überprüfung und
Sicherstellung der Softwarequalität koordiniert. Hierzu gehören u. a.
ı
Last- und Performancetests für die Basiskomponente AMT24
zur Überprüfung
der Stabilität, Skalierbarkeit und Performance,
ı
ein
Penetrationstest für das IT-Verfahren iKfz
(BaK Antragsmanagement) zur
Verifizierung des definierten Sicherheitsniveaus und
ı
Regressionstests für die Basiskomponente Zahlungsverkehr
zur Überprüfung der
Funktionalität und Benutzbarkeit nach der Aktualisierung von Softwarekomponenten
wie beispielsweise der Rechnungserstellung.
Darüber hinaus fand auch die jährlich wiederkehrende Überprüfung des Sicherheitsni-
veaus der SIDI-Plattform statt. Das Vorgehen zum Sicherheitstest wurde an die neue
Infrastruktur und Servicearchitektur des Sächsischen Verwaltungsnetzes 2.0 ange-
passt. Neben einem breitflächigen
Schwachstellenscan
erfolgte im Nachgang eine de-
taillierte Analyse der gefundenen Schwachstellen. Dabei erfolgten die sicherheitstech-
nischen Prüfungen und manuellen Nachtests sowohl aus dem SVN-Netzbereich als
auch von „außen“ aus dem Internet. So konnten insbesondere aus der Systemmanage-
mentumgebung wichtige Erkenntnisse zur Erhöhung der Sicherheit gefunden werden.
Alle identifizierten Schwachstellen wurden in der Anwendung Polarion in Form von
Fehlertickets protokolliert und dort durch die zuständigen Stellen weiter bearbeitet.
Test
&
QM
Test und Qualitätsmanagement
Auch die Anwendung Polarion konnte 2018 stetig ausgebaut werden. Insgesamt ar-
beiteten 2018 rund 427 Nutzer aktiv mit Polarion. Das sind 77 Nutzer mehr als im
Vorjahr. Die Anzahl der erstellten und bearbeiteten Objekte in den Bereichen
Anforde-
rungsmanagement, Testfallmanagement, Fehlermanagement und Produktmanage-
ment
ist um rund 15% gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Zur Unterstützung der Nutzer im Umgang mit Polarion wurden das Handbuch weiter
angepasst und erweitert sowie Workshops für Anwender durchgeführt.
Im Rahmen der Unterstützung der automatisierten Ausführung von Testfällen wurde
die Schnittstelle zwischen dem
Testautomatisierungsframework XETA
der Firma
T-Systems MMS und Polarion erfolgreich in Betrieb genommen. Die Schnittstelle er-
möglicht es, automatisiert die in XETA zur Ausführung gebrachten Testfälle in Polarion
zu dokumentieren. Dadurch können Testfälle automatisiert ausgeführt und der bishe-
rige manuelle Testaufwand reduziert werden. Insgesamt wurden 2018
131 Testfälle
automatisiert
, weitere sind bereits in Planung.
Polarion
Anforderungsmanagement und Testmanagement mit Polarion

| 43
TEST
9
0
0
20.000
40.000
60.000
80.000
100.000
120.000
Monat.Jahr
Anzahl
Meldebehörde (XMeld)
Ausländerbehörde (XAusländer)
Pass- und Ausweisbehörde (XhD)
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Querschnitts-
&
Landesverfahren
XÖV-Verfahren
Fachadministration elektronisches Meldewesen
Durch die Fachadministration für das elektronische Meldewesen wurden im Jahr 2018
50 Störungen des elektronischen Nachrichtenverkehrs bearbeitet. Dabei ist die Anzahl
von 291 Meldebehörden im Jahresverlauf unverändert geblieben. Zum Jahresende
mussten jedoch regionale Veränderungen wie z. B. die Auflösung von Verwaltungsge-
meinschaften durch Eingemeindung oder Ortsneugründungen berücksichtigt werden.
Diese Änderungen und eine sehr hohe Anzahl von Zertifikatsänderungen für Melde-,
Pass- und Ausweisbehörden wurden durch die pflegende Stelle in das
Deutsche Ver-
waltungsdienste Verzeichnis DVDV
eingearbeitet. Änderungen für alle sächsischen
Behörden, die sich aus veränderten Anforderungen an elektronische Dienste bundes-
weit ergaben, wurden zu den einheitlichen Stichtagen 1. Mai und 1. November ter-
mingerecht eingearbeitet. So wurden zwei Änderungen in den Standards XMeld und
XAusländer durchgeführt. Störungen des elektronischen Nachrichtenverkehrs sind
durch diese Änderungen in den XÖV-Standards nicht aufgetreten.
Der
fachliche Nachrichtenverkehr im XÖV-Bereich über den sächsischen Inter-
mediär
(Basiskomponente elektronische Signatur und Verschlüsselung) hat auch 2018
weiter zugenommen. In den bereits aktiven Fachwesen (Melde-, Pass-, Ausweis-, Per-
sonenstands- und Ausländerwesen) bewegt sich die Menge des Nachrichtenverkehrs
stabil auf hohem Niveau. Die folgende Abbildung stellt die Entwicklung des Nachrich-
tenverkehrs in ausgewählten Kategorien im Jahresverlauf dar.
Allein im Meldewesen wurden 2018 mehr als 1,2 Millionen elektronische Nachrichten
übermittelt. Bei den bearbeiteten 50 Störungen handelte es sich fast ausschließlich
um Fehler beim fristgerechten Abholen der Nachrichten durch die Empfänger. Es tra-
ten auch Störungen in anderen Fachbereichen, wie z. B. im Personenstandswesen auf.
Im Rahmen der jährlich stattfindenden
XÖV-Anwenderkonferenz
wurden wichtige
fachliche Informationen gesammelt und Erfahrungen mit anderen Bundesländern aus-
getauscht. In den Arbeitsgruppen XMeld-Community wurden bundesweite Themen
beispielsweise zu Test-Infrastrukturen und in der bundesweiten Arbeitsgruppe
String.Latin grundlegende Fragen zu einheitlichen Zeichensätzen bearbeitet.

image
44 |
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Querschnitts-
&
Landesverfahren
Das Deutsche Verwaltungsdiensteverzeichnis (DVDV) ist die fach- und verwaltungs-
übergreifende Infrastrukturkomponente für die sichere und verlässliche Adressierung
von automatisierten Diensten und Fachverfahren zur Kommunikation zwischen und
mit Behörden der öffentlichen Verwaltung in Deutschland. Sächsische Behörden sind
laut Sächsischer Meldeverordnung (SächsMeldVO) verpflichtet, ihre Daten über die
im SID entwickelte und betriebene Anwendung SaxDVDV zu pflegen.
Die Anwendungsbetreuung und pflegende Stelle DVDV/SaxDVDV des SID unterstützt
die sächsischen Behörden in den Bereichen
Meldewesen, Ausländerwesen und Perso-
nenstandswesen
bei der Datenpflege im SaxDVDV und der nachgelagerten
Datenpro-
duktivsetzung im DVDV
. Dabei werden umfassende Supportleistungen erbracht. Diese
beinhalten beispielsweise den telefonischen Support und die Fernwartung bei der Be-
antragung von Zertifikaten und der späteren Pflege von Authentifizierungs- und
Adressierungsdaten im SaxDVDV/DVDV. So wurden
im Jahr 2018 ca. 600 Zertifikate
von 362 kommunalen Behörden
gewechselt und damit die Datenbestände zur Si-
cherstellung der behördlichen elektronischen Datenübermittlung aktualisiert.
Das Deutsche Verwaltungsdiensteverzeichnis und SaxDVDV
In Vorbereitung des IT- und Organisationsforums 2018 konnte auf Basis der Open-
Source-Webanwendung „Dudle“ der Technischen Universiät Dresden ein
frei verfüg-
barer Dienst „Termine Sachsen“ für Umfragen und Terminabstimmungen der Be-
diensteten des Freistaates Sachsen
rechtzeitig bereitgestellt werden. In einem sehr
kurzen Zeitfenster wurde die hilfreiche Anwendung konzeptioniert, installiert, konfi-
guriert und in einem Benutzerhandbuch beschrieben.
Die Besonderheit des Dienstes ist, dass im Gegensatz zu kommerziellen Angeboten
möglichst wenige Daten zentral gespeichert werden. Im dritten Quartal 2018 wurden
bereits rund 250 Terminabstimmungen und Umfragen durchgeführt.
Terminapp
Dienst für Umfragen und Terminabstimmungen
DVDV
apps.sachsen.de/termine
SaxDVDV
Behörden
Sächsische
Stadt A
Stadt B
Sonstige
Trust Center
Testa-Trust
Center
Intermediär
Intermediär
Intermediär
DVDV -
Landesserver 1
DVDV -
Bundesserver
DVDV - Pflege-Client
(pro Land)

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| 45
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Querschnitts-
&
Landesverfahren
BAföG
Bundesausbildungsförderungsgesetz
Im Rahmen des Betriebs der
BAföG-Software
, bestehend aus den
drei Komponenten
Dialog21
(Eingaben/Prozessverwaltung),
BAföG21
(Be-, Rück- und Abrechnung, Be-
scheidung) und
Kasse21
(Forderungsverwaltung) wurden allein im Jahr 2018 rund
180,1 Mio. Euro an BAföG-Empfänger ausgezahlt, 62.925 Bescheide erstellt und rund
5,3 TEuro Rückforderungen zzgl. rund 80 TEuro Zinsen eingenommen. In den vergan-
genen Jahren hat der SID sich einen hervorragenden Ruf als verlässlicher und kompe-
tenter Softwareentwickler im BAföG-Länderverbund erarbeitet. So wird die Software
zur Verwaltung des BAföG in den Ämtern für Ausbildungsförderung bei den kommu-
nalen Ämtern und den Studentenwerken in Sachsen ständig weiterentwickelt und ver-
bessert.
Darüber hinaus wird die maßgeblich vom SID entwickelte Software in den Ländern
Baden-Württemberg mit täglich 867 aktiven Nutzern, Rheinland-Pfalz (326), Meck-
lenburg-Vorpommern (90), Saarland (113) und Thüringen (220) erfolgreich eingesetzt.
In Sachsen arbeiten jeden Tag gleichzeitig 324 aktive Nutzer in den Studentenwerken,
den kommunalen Ämtern für Ausbildungsförderung und in der Landesdirektion Sach-
sen mit der zentral im SID betriebenen Software.
Im Zuge der Neuausrichtung der entwickelnden Stellen im Länderverbund wurde dem
SID die vollständige und alleinige Pflege der Software zur Verwaltung des BAföG in
den Ländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und
Sachsen angetragen. Bereits zum Jahresende 2018 wurde die Forderungsverwaltung
übernommen. Im Laufe des Jahres 2019 soll die Übernahme der Module zur Be-,
Rück- und Abrechnung sowie Bescheidung erfolgen.
Wahlen
Erweiterung der Wahlsoftware
&
Neuentwicklung des Wahlclients
Für die in 2019 stattfindenden Wahlen - Europawahl, Landtagswahl, Kreistags-, Ge-
meinderats-, Ortschaftsrats- und Bürgermeisterwahlen - wurde in 2018 mit den Vor-
bereitungen begonnen. Die bestehende Wahlsoftware wurde aufgrund fachlicher
Anforderungen erweitert. Schwerpunkt war dabei die Sitzberechnung für die Ge-
meinde- und Ortschaftsräte sowohl im Fall einer Verhältnis- als auch Mehrheitswahl.
Dadurch können insbesondere kleinere Gemeinden auf den Einsatz eigener Software
verzichten.
Eine ständige Aufgabe ist die Überprüfung und An-
passung der Software aufgrund steigender Sicher-
heitsanforderungen. Die Informationssicherheit ent-
wickelte sich 2018 auch durch die Mitarbeit am
Projekt „Sicherheitskonzept Wahlen“ zu einem
Schwerpunktthema.
Parallel zur Weiterentwicklung der bestehenden und
laufend an die aktuellen Anforderungen anzupas-
sende Wahlsoftware, wurde gemeinsam mit dem
Statistischen Landesamt (StLA) ein Projekt zur Neu-
entwicklung des Wahlclients auf einer einheitlichen
Technologiebasis aufgesetzt. Dazu erarbeitete das
StLA ein Lastenheft, welches im SID in ein Pflichten-
heft umgesetzt wurde. Gegen Ende des Jahres konn-
ten erste Grundbausteine implementiert werden.

image
46 |
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Querschnitts-
&
Landesverfahren
SaxSVS
Umsetzung umfangreicher Änderungen im Schulverwaltungssystem
Mit der Bekanntmachung der Neufassung des Sächsischen Schulgesetzes kam es im
vergangenen Geschäftsjahr zu neuen Anforderungen und Änderungen innerhalb des
Sächsischen Schulverwaltungssystems SaxSVS. So mussten folgende Verwaltungsvor-
schriften (VwV) und Verordnungen umgesetzt werden:
»
VwV Stundentafeln
- Einführung des Fachs „Informatik“ ab Klassenstufe 7 an Gymnasien
- Einführung des Fachs „Angebote zur individuellen Förderung / Komplexe
Lernleistung“ an Oberschulen
- die Ablösung der klassischen Profile durch das schulspezifische Profil
»
VwV Bedarf und Schuljahresablauf 2018/2019
- Schwimmbegleitung als Pauschale
- Einführung der Budgetierung in Sekundarstufe II
»
Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die Bildung
von Klassen, Kursen und Gruppen (SächsKlassBVO)
»
Anpassungen durch die
Änderung der Schulintegrationsverordnung (SchIVO)
bzgl. Inklusion
Gründung Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB)
Mit der Gründung des Landesamtes für Schule und Bildung am 1. Januar 2018 wurden
die einstigen Regionalschulämter bzw. Sächsischen Bildungsagenturen zu einer Be-
hörde mit mehreren Standorten zusammengefasst. In der Folge mussten viele Schnitt-
stellen, Berichte, Übersichten etc. angepasst werden.
Schul- und Lehrermodul SaxSVS
Zu Beginn des Jahres 2018 standen ebenfalls Anpassungen am
Lehrermodul
(Unter-
stützung für Klassenleiterinnen und Klassenleiter und sonstige Beauftragte zur Erstel-
lung von Zeugnissen aller Art) im Vordergrund. Hier wurde der Zeugnisdateiexport auf
Reduzierung der Dateigröße und auf Ausführungsgeschwindigkeit hin optimiert.
Als weiteres großes Arbeitspaket folgten die Anpassung des
Schulmoduls
an Monitore
mit besonders hoher Auflösung (3840 x 2160 Pixel und mehr) und die Umgestaltung
des
Klassenbildungseditors
mit einer jetzt parallelen und damit zeitlich optimierten
Ausführung der Hochrechnung von Stichtagsdaten einschränkbar über Klassenstufen.
Abgeschlossen wurde das Jahr 2018 mit umfassenden Änderungen und Neuentwick-
lungen für den
Bericht B1164 „Antrag Feststellungsverfahren des sonderpädagogi-
schen Förderbedarfs“
an neue Verwaltungsvorschriften und den Zeugnisformularen
für das Schuljahr 2018/2019.
Das gesamte Geschäftsjahr begleiteten uns Änderungen an Plausibilitätsprüfungen für
geänderte Anforderungen der Datenkonformität zu Stichtagen sowie der Third-Level-
Support des Schul- und Lehrermoduls.
Schul- und Aufsichtsmodul SaxSVS-BBS für Berufsbildende Schulen
In SaxSVS-BBS gingen die Entwicklungsarbeiten weiter. So wurden im Berichtszeit-
raum die
gesamte Unterrichtsplanung
, z. B. Grundbereichsberechnung, Lehrereinsatz
für Schule und Aufsicht, umgesetzt und die Schnittstellen (Import/Export) zu den
kommerziellen Anbietern von Schulverwaltungssoftware erstellt. Als schwierig stellte
sich vor allem die Handhabung von Wohnanschriften/Adressen dar, da die verschiede-
nen Firmen unterschiedlichste Quellen benutzen.
© weisanjiang - Pixabay.com

| 47
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Die folgenden Verfahren beschäftigen sich mit Auszahlungen an die Kommunen und
werden durch den SID auf einer einheitlichen technologischen Basis zur Verfügung
gestellt.
In der Übersicht ist der im Geschäftsjahr 2018 durchgeführte Vollzug dargestellt.
Bei den jeweiligen Berechnungen waren regelmäßig Änderungen in den Ausgangsda-
ten, z. B. Gebietsstandsänderungen, Einwohnerzahlen und Finanzvolumen, zu berück-
sichtigen. Unter einer
Zahlbarmachung
ist das Erstellen einer Zahlungsdatei, eines
Begleitscheins, einer Zahlliste, von Mitteilungen, von Festsetzungsbescheiden bis hin
zum Vollzug der Auszahlung zusammengefasst.
Sächsischer Finanzausgleich (FAG)
Im Rahmen der Reform des Vollzugs des Finanzausgleichsgesetzes wurden 1996 das
Statistische Landesamt (StLA) und die Landesdirektion Sachsen mit dem Vollzug des
Finanzausgleichs beauftragt. Mit dem damit verbundenen Aufgabenübergang wurde
eine Entlastung des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen von nichtministeri-
ellen Aufgaben, wie der Datenerhebung und –verarbeitung, der Berechnung und Fest-
setzung von Zuweisungen, der Erstellung und dem Versand von Bescheiden und der
Zahlbarmachung der Zuweisungen, angestrebt. Im SID wurde eine Oracle-Daten-
banklösung entwickelt, die den Anforderungen der Rechnungshöfe des Bundes und
der Länder zum Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik Rechnung
trägt. Infolge von Gesetzesänderungen zum SächsFAG unterliegt dieses Verfahren re-
gelmäßigen Anpassungen bei der Berechnung von Zuweisungen und beim Erstellen
von Bescheiden. In den Jahren 1996 bis 2004 wurden ausschließlich Berechnungen
und Zahlbarmachungen zur Schlüsselzuweisung, zum Straßenlastenausgleich und
zum Übertragenen Wirkungskreis durchgeführt, aber im Laufe der Zeit und mit der
Verabschiedung des SächsFAG 2009 traten umfangreiche Änderungen in Kraft.
Im Berichtszeitraum 2018 wurden vor allem neue Anforderungen bei den Festset-
zungsbescheiden umgesetzt und der
Vollzug
über die Gewährung einer Pauschale an
kreisangehörige Gemeinden
gemäß § 1 des Gesetzes über die Gewährung pauschaler
Zuweisungen zur Stärkung des ländlichen Raumes im Freistaat Sachsen vom 29.
Juni 2018 (SächsGVBI. S. 469)
vorbereitet.
Querschnitts-
&
Landesverfahren
Kommunaler Finanzausgleich
(SächsFAG)
421 Kommunen
10 Landkreise
3 Berechnungen
24 Zahlbarmachungen
3.207 Millionen Euro
Gemeindeanteile Einkommen-
und Umsatzsteuer (GFRG)
421 Kommunen
9 Berechnungen
10 Zahlbarmachungen
1.292 Millionen Euro
Sonderlastenausgleich
HARTZ IV
3 Kreisfreie Städte
10 Landkreise
6 Berechnungen
12 Zahlbarmachungen
263 Millionen Euro
FAG/GFRG/HARTZ IV
Verwaltungsvollzug Auszahlungen an die sächsischen Kommunen

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48 |
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Gemeindefinanzreformgesetz (GFRG)
Im Rahmen der Reform des Vollzugs des Finanzausgleichsgesetzes 1996 fielen auch
der Vollzug des Gemeindefinanzreformgesetzes und damit die Berechnung der Zuwei-
sungen Gemeindeanteil an der Einkommen- und Umsatzsteuer in die Zuständigkeit
des StLA. Auch hier wurde eine Oracle-Datenbanklösung geschaffen.
Infolge von Gesetzesänderung zum GFRG unterliegt dieses Verfahren nur sporadischen
Anpassungen. Seit 1996 sind alle Ausgangsdaten zur Ermittlung der Zuweisungen und
alle Zahlbeträge für den Vollzug des GFRG in der Datenbank hinterlegt. Nach den Be-
stimmungen über die Aufbewahrung von Unterlagen für das Haushalts-, Kassen- und
Rechnungswesen müssen die Daten mindestens sechs Jahre beginnend mit dem Ab-
lauf des sie betreffenden Haushaltsjahres aufbewahrt werden. Diese erforderliche
Mindestzeit wird für alle mit den GFRG-Berechnungen zusammenhängenden Daten
eingehalten.
Sonderlastenausgleich HARTZ IV
Seit 2005 werden Berechnungen zum Sonderlastenausgleich HARTZ IV im StLA durch-
geführt und seit 2008 erfolgt der Vollzug nach §18 Sächsisches Gesetz zur Ausfüh-
rung des Sozialgesetzbuches. Auch hier wurde eine Oracle-Datenbanklösung in Analo-
gie zur bewährten Vorgehensweise bei der Berechnung des FAG und GFRG entwickelt.
Im vergangenen Geschäftsjahr wurden ausschließlich neue Anforderungen zum Fest-
setzungsbescheid umgesetzt.
Das Informationssystem Kommunalfinanzen bezieht sich auf das
E-Government-Vor-
haben des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen (SMF) „Die Kommunalfi-
nanzen im Freistaat Sachsen“
und wurde durch den SID entwickelt.
Das Informationssystem ist eine Sammlung von Rechtsgrundlagen, statistischen Kas-
sendaten und Eckdaten aus dem Vollzug des Sächsischen Kommunalen Finanzaus-
gleichs FAG, des Gemeindefinanzreformgesetzes GFRG und des Sonderlastenaus-
gleichs HARTZ IV. KOMFIN hilft dem SMF bei der Beurteilung der wirtschaftlichen
Lage einzelner Kommunen und bei der Entscheidung über Anträge auf Bedarfszuwei-
sungen. Den Rechtsaufsichtsbehörden hilft es bei der raschen Bewertung der Haus-
haltslage der in ihrer Aufsicht stehenden Kommunen.
Aufgrund von Gesetzesänderungen und neuen Anforderungen an den Vollzug des FAG,
GFRG und HARTZ IV unterliegt das Verfahren regelmäßigen Anpassungen.
KOMFIN
Informationssystem Kommunalfinanzen
Querschnitts-
&
Landesverfahren

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| 49
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Entwicklung Statistikverfahren
FWS
Gründliche Überarbeitung einer bewährten Lösung
Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums des Innern entwickelte und betreibt
der SID ein
Frühwarnsystem „Kommunale Haushalte“
. Sich abzeichnende finanzielle
Problemlagen bei Kommunen und Landkreisen sollen damit frühzeitig erkennbar ge-
macht werden, um im Zusammenwirken zwischen Kommunen und Rechtsaufsicht ge-
gensteuern und eine Verschlechterung der Situation verhindern zu können.
Das System besteht aus
drei Komponenten
: einer
Onlinedateneinzugslösung
, einer
Verarbeitungskomponente
insbesondere für die Erstellung weiterverwendbarer
Office-Formate und einer
Internetpräsentation
. Auf Grund neuer fachlicher Anforde-
rungen beauftragte das Innenministerium umfangreiche Änderungen und Anpassun-
gen, die allesamt termingerecht umgesetzt werden konnten.
Im Rahmen dessen wurde eine Codereview durchgeführt, sodass zukünftige ähnlich
gelagerte Pflegeaufträge mit deutlich weniger Aufwand durchzuführen sind.
Onlinedateneinzug
15 Jahre Onlinedateneinzug in Sachsen - ein kleines Jubiläum
2018 war das 15te Jahr seit Beginn des Onlinedateneinzugs für die Statistikproduk-
tion im Freistaat Sachsen.
Im März 2003 wurde für die erste Statistik, das war damals die Dienstleistungsstatis-
tik, ein Onlineformular freigeschaltet, um die papierlose Datenmeldung zu ermögli-
chen. Im gesamten Jahr
2003
waren es schließlich rund
15.000 Berichtsfälle
, für die
ein Onlineformular betrieben wurde.
Online eingegangen
sind damals knapp
2.000
Meldungen
, die Quote betrug nur
12 Prozent
.
Jetzt sind es
mehr als 150.000 Berichtsfälle pro Jahr
, für die ein Onlineformular ver-
fügbar ist. In mehr als
96 Prozent
geht heute die Datenmeldung online ein.

50 |
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Entwicklung Statistikverfahren
Das Regionalregister Sachsen ist das
Verzeichnis aller administrativen und nichtad-
ministrativen (sachbezogenen) Regionaleinheiten
im Freistaat Sachsen. Es bildet die
komplette administrative Struktur seit der Gründung des Freistaates am 3. Oktober
1990 hierarchisch ab. Sämtliche Regionaleinheiten und Gebietsänderungen können
recherchiert werden. Die amtliche Statistik arbeitet fast durchweg mit dem Regional-
bezug, darin liegt die besondere Bedeutung dieses Registers.
Nachdem die im Zusammenhang mit der Beendigung des SID-Hostbetriebes Ende
2017 angedachte Migrationslösung dieser Anwendung nicht wie gewünscht umge-
setzt werden konnte, wurde Anfang des Jahres die Neuentwicklung des Verfahrens mit
dem Auftraggeber Statistisches Landesamt vereinbart.
Die Projektdurchführung orientiert sich an den Prinzipien der agilen Vorgehensweise.
Somit wurde die Anforderungsaufnahme sofort mit der programmtechnischen Umset-
zung verbunden. Ein weiterer Mehrwert des agilen Projektmanagements liegt darin,
dass verwertbare Zwischenergebnisse sofort produktiv eingesetzt werden können.
Das Regionalregister wird im ersten Quartal 2019 mit dem grundlegend notwendigen
Funktionsumfang - Erstellung eines Gebietsstandes, Recherche, Darstellung und
Downloadmöglichkeit - wieder produktiv zur Verfügung gestellt werden.
Regionalregister
Der Neubeginn ist geschafft
Im Statistischen Verbund werden jährlich ca. 1.000 Personenmonate (PM) Soft-
wareentwicklungsleistungen erbracht, die nach dem Königsteiner Schlüssel auf die
einzelnen Ämter verteilt werden. Der von Sachsen zu erbringende Anteil liegt somit
bei ca. 50 PM. In der Vergangenheit wurde der größte Teil dieser Leistungen im Be-
reich der Registerprogrammierung erbracht. Bedingt durch die neue Aufgabenvertei-
lung zwischen dem Statistischen Bundesamt und den Landesämtern, die im Kontext
des Projektes „Optimierte Vergabe“ festgelegt ist, wurde für Sachsen eine Neuorien-
tierung zur Erfüllung der Verbundquote nötig.
Im Frühjahr wurde, mit der Übernahme der Anpassungen und der Weiterentwicklung
der Programme für die
Krankenhausstatistik
, die Betreuung eines statistischen Fach-
verfahrens übernommen. Die technologische Grundlage ist Javaprogrammierung mit
der Nutzung des speziell für statistische Zwecke entwickelten Frameworks OVIS. Es
besteht die Absicht, zukünftig verstärkt in diesem Technologiesektor für den Verbund
tätig zu sein. Mit der Übernahme der Aufgaben für den Bereich
IKT, „Nutzung der
Informations- und Kommunikationstechnologien“
in 2019 ist bereits ein weiteres
Projekt in Planung.
Ein zweites für den Entwicklerbereich neues Thema ist die Übernahme von
Program-
mieraufgaben für den Onlinedateneinzug
. Hierbei geht es um die Anpassung oder
auch Neuentwicklung von Onlineformularen.
Softwareentwicklung
Neuausrichtung in der Verbundprogrammierung

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| 51
IT-VERFAHREN - BERATUNG
&
ENTWICKLUNG
Entwicklung Statistikverfahren
EMSy
Zentraler Betrieb für Sachsen und sieben weitere Mandanten
Zentraler Baustein für die Unterstützung des gesamten statistischen Erhebungspro-
zesses ist das
Erhebungsmanagementsystem (EMSy)
. Beginnend mit der Übernahme
des Berichtskreises für die konkrete statistische Erhebung werden alle folgenden Pro-
zesse (der Versand der Erhebungsunterlagen, die Eingangskontrolle, ggf. ein Neuver-
sand, die Verarbeitung von Adressinformationen usw. bis hin zu möglicherweise
notwendigen Verwaltungsverfahren wie Widerspruch-, Zwangsgeld-, oder Bußgeldbe-
scheid) in diesem einheitlichen System bearbeitet und überwacht.
Nachdem das System im Herbst 2017 in den Katalog der SteP-Werkzeuge des Statisti-
schen Verbundes der Länder und des Bundes aufgenommen wurde, konnte zu Jahres-
beginn 2018 durch das Statistische Landesamt Sachsen verstärkt Werbung für die
Nutzung des EMSy durch die anderen Statistischen Ämter gemacht werden. Aktuell
nutzen außer Sachsen die Länder Bayern, Hessen, Sachsen-Anhalt und Thüringen das
System bereits produktiv. Mit den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Bremen ha-
ben in 2018 zwei weitere Statistische Ämter die Test- und Pilotierungsphase begon-
nen. Das Statistische Bundesamt wird im Winter 2018/2019 ebenfalls mit zwei Erhe-
bungen das Erhebungsmanagementsystem evaluieren. Die EMSy-Entwicklergruppe im
SID hat diese Bemühungen neben den vereinbarten Supportleistungen durch mehrere
mehrtägige Anwenderschulungen aktiv unterstützt.
Auch im letzten Jahr gab es wieder neue Entwicklungsaufgaben. Neben den fortlau-
fend anfallenden Funktionserweiterungen aufgrund spezieller statistikspezifischer Er-
fordernisse, stand die Funktionserweiterung für die Anforderungen des „QuiV“-Projek-
tes im Vordergrund.
„Quiv“
steht für
Qualitätsdatenblätter im Verbund
. Dabei geht es
konkret um ein Instrument, das in jedem Erhebungsdurchlauf für jedes beteiligte sta-
tistische Amt umfassende prozessbezogene Informationen automatisiert im laufenden
Statistikerstellungsprozess sammelt, aufbereitet und diese aufgegliedert nach Bun-
desländern sowie für Deutschland insgesamt vorhält. Natürlich spielt dabei das jeweils
verwendete Erhebungsmanagementsystem eine entscheidende Rolle. Alle notwendi-
gen Funktionalitäten für EMSy wurden 2018 programmiert.
zeBRA
Vier weitere Jahre ZPD-Betrieb in Sachsen
Grundlage für die statistischen Erhebungen im Bereich der Landwirtschaft
ist das
zentrale Betriebsregister AGRAR - zeBRA
. Dieses ursprünglich allein in Sachsen und
jetzt in einem Konsortium mit Niedersachsen entwickelte Programm wird seit Jahren
im Rahmen der ZPD (Zentrale Produktion und Datenhaltung) durch den SID für den
Statistischen Verbund betrieben.
Turnusgemäß wurde der Betrieb dieses Verfahrens in 2018 neu ausgeschrieben. Das
Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen hat hierfür gemeinsam mit dem SID
ein Angebot abgegeben und in der Folge auch den Zuschlag für den Betrieb in den
nächsten vier Jahren bekommen.
Ergänzend zum bereits laufenden Produktionssystem des zeBRA wurde im Rahmen
dieser Neuausschreibung erstmals auch für das zeBRA eine Vorproduktionsumgebung
aufgebaut. Diese ermöglicht es den Nutzern, bestimmte datenverändernde Prozesse
vorab mit entsprechenden Kopien der benötigten Daten durchzuspielen, ohne dabei
ein Risiko für die im Produktionssystem laufenden Verfahren zu haben. Die Betreuung
der Fachnutzer bei diesen Aufgaben erfolgt kontinuierlich durch das zeBRA-Entwick-
lerteam im SID.
© Anemone123 - Pixabay.com

52 |
IT-INFRASTRUKTUR UND BETRIEB
64
Beschäftigte
4
Fachbereiche
D
er Unternehmensbereich
IT-Infrastruktur und Betrieb,
ist mit dem erfolgreichen Betrieb der
Informationstechnik beauftragt.
Das Aufgabenspektrum reicht von der techni-
schen Infrastruktur über Netze, Rechenzentrums-
basisdienste und Druck, Rechenzentrumsbetrieb
inklusive Betriebssysteme, Virtualisierung und
Datenbanken, IT-Verfahrensbetrieb bis zum
Client- und Applikationsmanagement und
dem zentralen Service Desk.

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| 53
IT-INFRASTRUKTUR
&
BETRIEB
Technische Infrastruktur
&
Basisdienste
&
Outputmanagement
Netze
&
Dienste
Datennetze, Basis- und Mehrwertdienste
Schwerpunkt der Aufgaben im Netze- und Dienstebereich waren die unterstützenden
Leistungen, welche sich aus dem Vertrag zum Sächsischen Verwaltungsnetz - SVN 2.0
ergaben. Darunter zählen:
ı
SVN-integrierte Netz-Infrastruktur (SINI):
Migration der Ministerien im Regierungsviertel und der Kopfstelle des
Innenministeriums und
ı
SVN-integrierte Dienste-Infrastruktur (SIDI):
Migration der Kopfstelle des Innenministeriums und des SID
Im Rechenzentrum Kamenz wurden mehrere Firewall-Systeme CISCO ASA 5520/40
auf ein leistungsstarkes CISCO Firepower 4120 Cluster migriert. Zudem standen Er-
neuerungen an, wie die Migration der Domänencontroller in den Domänen SMI.sach-
sen.de, FS.sachsen.de und KOMMUNE.sachsen.de auf die Version Windows-Server
2012R2 und die Umstellung der vorhandenen Netzwerkzugangsschutz-Lösung auf den
Standard 802.1x-Client-Authentifizierung mittels des Macmon-Radius-Servers an-
hand MAC-Adresse und AD-Account.
Eine große Herausforderung für den neu aufgestellten Unternehmensbereich stellte die in der zweiten Jahreshälfte von der Ge-
schäftsleitung hoch priorisierte Mitarbeit und Bereitstellung von Daten und Dokumenten durch die Betriebsbereiche bei der Erar-
beitung des „Sicherheitskonzepts Wahlen“ für das Statistische Landesamt dar. Hier wurde kurzfristig und in erheblichem Umfang
zum Gelingen des Konzeptes beigetragen.
RZ-Infrastruktur
Neues Sachgebiet Rechenzentrum-Gebäudeinfrastruktur
Das Sachgebiet Rechenzentrum-Gebäudeinfrastruktur wurde im Rahmen der Reorga-
nisation neu aufgestellt. In diesem neuen Aufgabengebiet sind die Kernkompetenzen
gebündelt, welche zuvor in anderen Bereichen arbeitsteilig erbracht wurden.
Die permanente Weiterentwicklung des Rechenzentrumsbetriebes erfordert eine stän-
dige Anpassung notwendiger Ressourcen zur Sicherstellung verfügbarer Rechenzent-
rumsdienstleistungen. Die
Planung und Bereitstellung von Leistungsflächen,
gekoppelt an eine optimale Energie- und Kälteversorgung
sind die grundlegenden
Arbeitsschwerpunkte dieses Bereiches.
Die Überwachung aller Anlagen
mittels
Gebäudeleittechnik
(GLT)
, das Management diver-
ser Wartungsarbeiten an den
Systemen und Anlagen sind
tägliche Arbeitsaufgabe. Die Er-
höhung der Sicherheit in und
um das Gebäude runden das
Betätigungsfeld, in planerischer
und organisatorischer Hinsicht,
ab. Erste Ergebnisse dieses Wir-
kens sind der nahezu störungs-
freie Dienstbetrieb im zweiten
Halbjahr 2018.

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54 |
IT-INFRASTRUKTUR
&
BETRIEB
Technische Infrastruktur
&
Basisdienste
&
Outputmanagement
Auch in diesem Jahr erwies sich die Druckerei als ein stabiler Dienstleistungssektor
innerhalb des Staatsbetriebes Sächsische Informatik Dienste.
Neben dem Abarbeiten eines ungefähr gleichgroßen Auflagenvolumens wie im Jahr
2017 und bei gleichbleibender Kundenklientel, stand die Schaffung von Kapazitäten
für die nächsten Jahre im Mittelpunkt der Arbeit der Kollegen in diesem Bereich. So
konnten zum Ende des Jahres zwei hochwertige schwarz/weiß-Maschinen vom Typ
Xerox Nuvera 288 EA in den Produktionsbetrieb übernommen werden. Sie lösten da-
mit technologisch veraltete Druckmaschinen ab. Aufgrund der sehr guten Zusammen-
arbeit mit dem Lieferanten der neuen Systeme konnte der Ausfall des Bereiches auf
ein Minimum reduziert werden.
Druckerei
Gleichbleibende Auftragszahlen und Technikerneuerung
StLA
SMK
LDS
KSV
SMWK
SK
Kundenanteile auf Basis von Klick-
zahlen (s/w - color)
StLA-Statistisches Landesamt Sachsen, SMK-
Sächsisches Staatsministerium für Kultus,
LDS-Landesdirektion Sachsen, KSV-Kommu-
naler Sozialverband Sachsen, SMWK-Sächsi-
sches Staatsministerium für Wissenschaft
und Kunst, SK-Sächsische Staatskanzlei
Rechenzentrumsbetrieb
Nach einer Laufzeit von mehr als vier Jahren gelangte die „alte“
Virtualisierungs-
plattform
an Kapazitätsgrenzen. Für das „neue“ System kommen nun
aktuelle
Intel(R) Xeon(R) Gold 6132 CPU und 512GB RAM pro Host
zum Einsatz, die ihrer-
seits in zwei getrennten Brandabschnitten installiert sind.
Um die Ausfallzeit für die Verfahren so gering wie möglich zu halten, wurde bereits
mehrere Monate vor der eigentlichen Migration mit der Planung begonnen. Die ab-
hängigen Systeme, wie die Backupsoftware von Simpana, das Notfallbackup des
VMware VSAN Clusters im Regierungsviertel in Dresden oder der Virenschutz für die
Virtuellen Systeme, wurden auf Kompatibilität mit der neuen VMware-Version über-
prüft und entsprechend ertüchtigt. So konnten
an 13 Werktagen 492 virtuelle Ma-
schinen
in die neue Virtualisierungsplattform aufgenommen werden. Eine Downtime
war aufgrund der geänderten CPU Architektur unumgänglich. Die für jede Maschine
geplante
Migrationszeit
von 30 Minuten fiel in der Praxis mit
durchschnittlich 6 Mi-
nuten
deutlich geringer aus. Die erforderliche Downtime pro Maschine lag bei wenig
mehr als einer halben Minute.
Systemmanagement
Migration der Virtualisierungsplattform in ein neues System
Neue Druckmaschine Xerox Nuvera 288 EA

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| 55
IT-INFRASTRUKTUR
&
BETRIEB
Rechenzentrumsbetrieb
SAN/Storage/Backup
Langzeit-Sicherheitsarchiv um ViNS erweitert
Für die Ablage von Daten in einem Langzeit-Sicherheitsarchiv wurde das im SID-
Rechenzentrum Kamenz im Einsatz befindliche EternusCS-System von Fujitsu um die
VirtualNetworkStorage-Komponente (ViNS) erweitert. Mit diesem System wird sicher-
gestellt, dass zu archivierende Daten für einen frei definierbaren Zeitraum vor Modifi-
kation, Löschung usw. geschützt bleiben.
Da ViNS auf demselben System wie jenes für die produktiven Datensicherungen ver-
wendete implementiert ist, wird für die Ablage von Daten im ViNS-Sicherheitsarchiv
keine spezielle Backup-Software benötigt. Wie „normale“ Datensicherungen auch,
werden die Daten im Langzeitarchiv quasi synchron auf die Eternus CS-Systeme und
deren Tape-Libraries an zwei Standorten abgelegt. Eine Synchronisation auf einen
weiteren Standort ist möglich und wird derzeit vorbereitet.
Aktuell wird das mandantenfähige Langzeit-Sicherheitsarchiv ViNS vom Statistischen
Landesamt Sachsen genutzt.
Datenbanken
Migrationen auf Exadata
&
weitere Statistikverfahren auf MySQL
In diesem Jahr wurde
im Technologiekorridor MySQL / JBOSS / Tomcat
für das Sta-
tistische Landesamt des Freistaates Sachsen der
Betrieb weiterer Verfahren mit zen-
traler Produktion und Datenhaltung (ZPD) für die Nutzung im bundesweiten Sta-
tistikverbund
übernommen - ebenso die Statistikproduktion unterstützende Verfahren
wie das Erhebungsmanagementsystem (EMSy), die Online-Datenbank GENESIS, das
zentrale Betriebsregister für die Agrarstatistiken zeBRA und das Regionalregister. Da-
bei konnte der Betrieb von ehemals auf dem IBM-Mainframe abgearbeiteten Verfah-
ren in diesem Umfeld weiter optimiert und verbessert werden. Darüber hinaus werden
auch für den Betrieb des Ticketsystems OTRS für den SID und künftig weitere Kunden
die Betriebsplattformen auf dieser Technologiebasis bereitgestellt.
Im Bereich der
Oracle-Datenbanken
konnte der Konsolidierungsprozess auf Exadata-
Systeme (Engineered Systems) weiter erfolgreich fortgesetzt werden. Als letztes Ver-
fahren wurde das Sozialverfahren SGB IX des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen
auf diese Plattform migriert. Damit ist die Migration aller Oracle-Datenbank-Verfah-
ren (z. B. Fördermittelinformationssystem FÖMISAX, Schulverwaltungsverfahren
SaxSVS, Schulportal, Wahlen, BAföG, Elterngeld) von der Betriebssystembasis HP-UX
nach Oracle Enterprise Linux abgeschlossen.
Alle produktiven Datenbanken werden nun in Oracle-RAC-Systemen betrieben.
Die
zwei Oracle Exadata-Systeme bieten Hochverfügbarkeit durch internes Clustering
(Orale RAC) und Datenbankspiegelung zwischen den Systemen (Oracle-Dataguard).
Nach durchgeführten Tuning-Prozessen konnten zudem wesentliche Performancestei-
gerungen erreicht und die Flexibilität der Verfügbarkeit in Wartungszeiträumen erhöht
werden.
© Oracle
Auf Grund dieser geringen Ausfallzeiten wurden von den Kunden selbst in der Migra-
tionsphase der Regelbetrieb als
nahezu unterbrechungsfrei
wahrgenommen.
Speziell in den für die Sozialverfahren SGB IX und Elterngeld sowie im Fördermittelin-
formationssystem FÖMISAX eingesetzten Citrix-Terminalserverfarmen konnte ein
Per-
formancegewinn von 30%
erzielt werden, im Datenbank-Umfeld teilweise sogar
noch mehr. Gleichzeitig konnten im Rahmen dieser Modernisierung die Ressourcen für
nicht mehr benötigte 17 Maschinen zurückgewonnen werden.

56 |
IT-INFRASTRUKTUR
&
BETRIEB
Verfahrensbetrieb
Seit dem Aufbau der
Betriebsplattform VIS.SAX für die elektronische Vorgangsbear-
beitung und Aktenführung eVA.SAX
im Jahr 2012 wächst die Zahl der Mandanten
kontinuierlich. Im Jahr 2018 konnten sechs weitere Mandanten auf der Plattform ins-
talliert werden.
Damit können
im Freistaat Sachsen ca. 11.000 Anwender aus 30 Behörden
eVA.SAX
auf der zentralen VIS-Plattform nutzen. Für die ca.
28,36 Mio. VIS-Dokumente und
21 Mio. Dateien
wird ein
Gesamtspeichervolumen von 12 Terabyte
bereitgestellt.
Stündliche Sicherungen werden georedundant an zwei Standorten abgelegt. Im Jahr
2017 trat das Competence Center Vorgangsbearbeitung CCV an den SID mit der An-
forderung heran, bei einem Ausfall oder einer geplanten längeren Wartung dem Kun-
den weiterhin zumindest lesend Zugang auf ihre Akten, Vorgänge und Dokumente zu
ermöglichen. Durch die täglichen Sicherungen werden bereits alle Daten an einem
zweiten Standort gespeichert. Es ist nun geplant, diese Daten auf eine zusätzliche
Plattform im SID-Rechenzentrum Kamenz zu übernehmen und damit dem Kunden die
Möglichkeit zu geben, unabhängig von der Hauptbetriebsplattform auf den Vortages-
datenbestand zuzugreifen.
Konzeptionelle Vorarbeiten sowie die Beschaffung der notwendigen Hardwareressour-
cen wurden durchgeführt. Damit konnte ein Projektmandant installiert und dessen
Daten aus dem Backup gespeist werden. In einem weiteren Schritt soll der gesamte
Prozess der Datenbereitstellung entwickelt und automatisiert werden. Last- und Per-
formancetests sollen den Nachweis erbringen, dass das System die Nutzer mit den
gewohnten Antwortzeiten bedienen kann. Nach Abschluss der Pilotierungs- und Test-
phase im Jahr 2019 wird den Kunden ein Notfallsystem zur Verfügung stehen, welches
eine Rückfallebene mit (fast) aktuellen Daten bereitstellt.
eVA.SAX
Neue Mandanten und Ausbau der Betriebsplattform
0
5
10
15
20
25
30
Akten
Vorgänge
Dokumente
Millionen
2015
2016
2017
2018
Mit
SiDaS-Sicherer Datenaustausch Sachsen
steht den Behörden des Freistaates eine
sichere und datenschutzkonforme Cloudlösung zur Verfügung. Der Dienst bietet die
Möglichkeit, große Datenmengen unkompliziert ressortübergreifend, mit externen
Partnern und den Bürgern auszutauschen.
SiDaS
Die Nutzerzahlen steigen stetig an

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| 57
IT-INFRASTRUKTUR
&
BETRIEB
Verfahrensbetrieb
SiDaS hat sich auch in diesem Jahr wieder als zuverlässige, stabile und zeitgemäße
Anwendung präsentiert. Die Anzahl der Nutzer ist kontinuierlich gestiegen, die An-
wendungsfälle sind komplexer geworden. Im laufenden Geschäftsjahr haben fünf Be-
hörden neue Leistungsvereinbarungen mit dem SID abgeschlossen. In der Testphase
befinden sich drei weitere Behörden.
Mit Hilfe der SiDaS-API wurde eine automatische Datenübertragung ermöglicht. Da-
durch konnten ältere Anwendungen zur Datenbereitstellung wie z. B. GW-Trans er-
setzt werden, ohne ein zusätzliches Verfahren zu nutzen.
Client Management
Multifunktionsgeräte - Mobilfunkmigration - Rahmenverträge
Beginnend in 2017 wurde ein neuer Vertrag zur Ausstattung des SID sowie des Kun-
den Statistisches Landesamt mit
Multifunktionsgeräten
auf der Basis der Software
uniFLOW
vorbereitet und in 2018 bezuschlagt. Nach dem erfolgreichen Rollout der
Multifunktionsgeräte erbrachte der Fachbereich umfangreiche Vorbereitungsarbeiten
auf den notwendigen Releasewechsel der Software uniFLOW. Die Aufspaltung der „al-
ten“ gemeinsamen SID- und Kunden-Instanz in separate Instanzen wurde im Zuge
dieses Softwareupdates ebenfalls realisiert.
Im Zuge der Migration auf das
Sächsische Verwaltungsnetz 2.0
war der SID Pilot für
die
Mobilfunkmigration
. Diese Pilotierung wurde gemeinsam mit Vodafone erbracht
und umfasste zudem umfangreiche Tests des von Vodafone neu aufgebauten Firmen-
kundenportals, einschließlich des automatisierten Versands der Vodafone-Mobilfunk-
rechnungen.
Die Ausschreibung der
„Rahmenvereinbarung für Microsoft Enterprise Agreements
(EA) für den Freistaat Sachsen“
band aufgrund seiner unerwartet hohen Komplexität
erhebliche personelle Ressourcen. Ein Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer
führte zu keiner Beanstandung des Verfahrens. Jedoch waren dadurch die Bezuschla-
gung sowie die Möglichkeit des Abschlusses von eigenen EA’s durch die Behörden und
Einrichtungen des Freistaats im Jahr 2018 nicht möglich.
Ein weiterer Schwerpunkt in 2018 lag in den Vorbereitungen zur
Neuausschreibung
der Komponenten Desktops, Monitore und Notebooks des Rahmenvertrags Saxonia
Client
. Die Komponenten Monitore, Notebooks und Convertibles wurden ausgeschrie-
ben; die Bezuschlagung soll im ersten Quartal 2019 erfolgen. Die Bedarfsabfrage bei
den Behörden und Einrichten im Freistaat Sachsen für den dritten Teil Desktops wurde
vorbereitet.
280
320
360
400
440
Januar 2018
April 2018
Juli 2018
Oktober 2018
Januar 2019
Nutzerzahlen SiDaS 2018
Client-
&
Applikationsmanagement
&
Service Desk
© Christos Georghiou - Fotolia.com
SiDaS

58 |
LANDESRECHENZENTRUM STEUERN
149
Beschäftigte
5
Sachgebiete
D
as Landesrechenzentrum
Steuern fungiert als Dienst-
leister der sächsischen Steuerverwaltung
für Informations- und Kommunikations-
technik. Es ist das Rechenzentrum der sächsi-
schen Finanzverwaltung und als selbständige
Landesoberbehörde dem Sächsischen Staatsmi-
nisterium der Finanzen nachgeordnet. Derzeit
werden 24 Finanzämter des Freistaates
Sachsen mit ca. 5.700 Nutzern in der
Datenverarbeitung unterstützt.

| 59
LANDESRECHENZENTRUM STEUERN
Behördenreform
Eine Finanzamtsfusion in Westsachsen als IT-Großprojekt
Das im Jahr 2011 von der Staatsregierung beschlossene Standortkonzept hielt für das
Landesrechenzentrum Steuern (LRZS) mit der
Zusammenlegung der Finanzämter Ho-
henstein-Ernstthal und Zwickau zum 1. Dezember 2018
eine besondere Herausfor-
derung bereit.
Obwohl das LRZS bereits auf zahlreiche Erfahrungen aus erfolgreich umgesetzten Be-
hördenzusammenlegungen zurückgreifen kann, ist eine solche Aufgabe trotz vieler
vertrauter Abläufe niemals Routine. Vielmehr ist resümierend festzustellen, dass
»
die rechentechnischen Herausforderungen erheblich gestiegen sind,
»
Bisheriges (z. B. Arbeitsanleitungen, Workflows, entwickelte Programme und
organisatorische Abläufe) in weiten Teilen neu überdacht bzw. überarbeitet
werden musste und
»
jede Finanzamtsfusion ihre eigenen organisatorischen und technischen Spezifika
aufweist. Denn weite Bereiche der zu Grunde liegenden Infrastruktur haben sich
inzwischen erheblich verändert.
»
Viele Fachverfahren, die für die tägliche Aufgabenerledigung in den Finanz-
ämtern unerlässlich sind, wurden, namentlich durch das Bund-Länder-Vorhaben
KONSENS (Koordinierte neue Software-Entwicklung der Steuerverwaltung),
erweitert, komplexer und interagieren jetzt miteinander.
»
Zudem wurde durch die Einführung von „GINSTER-Master“ als führendem
Verfahren des Grundinformationsdienstes die grundlegende Struktur der Haltung
personenbezogener Daten neu definiert und mit zusätzlichen Plausibilitäts-
prüfungen versehen. Hier waren die Auswirkungen am deutlichsten zu spüren, da
die technische Auflösung eines ganzen Finanzamtes mitsamt der damit
verbundenen Massenabgabe von Steuerfällen derzeit noch nicht unterstützt
wird. Die Komplettmigration der neuen Systeme war also auf der Basis von
Programmläufen zu bewerkstelligen, die in den alten Strukturen stattfanden.
Das Ziel war klar definiert:
Rechentechnische Umstellung von rund 83.000 Steuer-
nummern und rund 75.000 Aktenzeichen der Grundstücksbewertung
des aufzulö-
senden Finanzamtes Hohenstein-Ernstthal in allen betroffenen Steuerfachverfahren
nebst
Auslieferung mehrerer hunderttausend Aufkleber zur Aktualisierung der Pa-
pierakten
sowie
systemseitige Anpassung aller umziehenden Nutzer
. Hinzu kam die
intensive Unterstützung der Ämter vor, während und nach der Fusion, die nach mehr-
monatiger Vorbereitung – beginnend ab Februar 2018 – mit mehrfachen Testläufen,
detaillierten Analysen und Programmanpassungen sowie themenbezogenen Beratun-
gen in drei maßgeblichen Schritten vollzogen wurde. Im Laufe der 46. Kalenderwoche
erfolgte die Neuvergabe der Bewertungsaktenzeichen, am Wochenende 23. bis 25.
November 2018 der Vollzug der Kontenumstellung und zum 1. Dezember 2018 mit
dem formellen Fusionszeitpunkt die Rechtevergabe bezüglich des übergehenden Per-
sonals sowie die Anpassung umziehender IT-Komponenten.
Nach den im letzten Geschäftsbericht geschilderten erfolgreichen Abschlüssen wichtiger Vorhaben im Jahr 2017 (Etablierung einer
räumlich getrennten Datensicherung, Bereitstellung des Housings für die Informationstechnik der sächsischen Justiz, Einführung
eines neuartigen Grundinformationsdienstes in den Finanzämtern) stand das Tätigkeitsjahr 2018 im Zeichen entsprechender Nach-
arbeiten und insgesamt der Konsolidierung des Betriebs sowie der Vorsorge für die zukunftssichere Hochverfügbarkeit der vom
Landesrechenzentrum Steuern (LRZS) angebotenen Dienstleistungen.
Zentrales außenwirksames Projekt des Berichtsjahres war die IT-technische Begleitung der Fusion der Finanzämter Hohenstein-
Ernstthal und Zwickau am Standort Zwickau. Diese Strukturreform war mit einer Fülle von teilweise sehr komplexen und mit einem
engen Zeitplan versehenen Arbeitsschritten verbunden. Sie werden im Folgenden näher beschrieben. Erwähnung verdienen dane-
ben die laufenden Bemühungen des LRZS, seinen Service als Hochleistungsdruckzentrum durch entsprechende Investitionen weiter
zu verbessern und dabei nicht zuletzt seiner Fürsorgepflicht als Arbeitgeber gerecht zu werden. Von herausgehobener Bedeutung
für die Kommunikation des LRZS mit seinen Kunden ist die Hotline, bei der alle Informationsstränge gebündelt werden; ihr um-
fangreiches Wirken soll ebenfalls Gegenstand der Betrachtung sein. Schließlich wird ein kleines Update zu einigen im letzten Ge-
schäftsbericht dargestellten Schwerpunkten geboten.
Finanzamt
Zwickau
Finanzamt
Hohenstein-Ernstthal
Finanzamt Zwickau
© Artco - Fotolia.com

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60 |
LANDESRECHENZENTRUM STEUERN
Als verantwortungsbewusster Arbeitgeber und Dienstleistungsbetrieb misst das LRZS
neben der Kundenzufriedenheit auch der Verbesserung der Arbeitsbedingungen für
seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter große Bedeutung zu.
Gerade die Tätigkeiten im Druck- und Kuvertierbereich sind von hohen Geräuschbelas-
tungen gekennzeichnet. Bereits im Jahr 2017 wurde aus diesem Grund eine der beiden
Hochleistungskuvertiermaschinen mit einem umfassenden Schallschutz
ausgestat-
tet. Zwar haben die baulichen Veränderungen Umstellungen im Arbeitsablauf sowie
einen zeitlichen Zuwachs bei den Wartungs- und Reparaturarbeiten mit sich gebracht,
vor allem aber war ein deutlicher Rückgang der Lärmbelastung im Maschinensaal zu
verzeichnen.
Nach diesen ersten positiven Erfahrungen hat sich das LRZS im Berichtsjahr ent-
schlossen, auch in den
Schallschutz für die zweite Kuvertieranlage
zu investieren –
mit sehr gutem Ergebnis. Der Geräuschpegel ist um ein Vielfaches zurückgegangen,
und die Arbeitsbedingungen im Druck- und Kuvertierbereich haben sich dadurch
enorm verbessert.
Darüber hinaus wurde in 2018 das zweite, bisher noch alte Postkastensystem ersetzt.
Nunmehr ist
an beiden Kuvertiermaschinen eine bedienerfreundlichere Ausgabe-
höhe
für die befüllten Transportboxen realisiert.
Der im Ergebnis positive Verlauf dieser Behördenzusammenlegung war mit erhebli-
chen Komplikationen insbesondere in Form von Programmabbrüchen bei der Konten-
umstellung verbunden. Es bewahrheitete sich einmal mehr, dass auch zahlreiche um-
fassende und erfolgreiche Tests kein Garant für das Gelingen im produktiven System
sind. Letztlich war es den geplanten und ungeplanten Nachtschichten mehrerer Kolle-
gen sowie der zielorientierten und pragmatischen Zusammenarbeit der Bediensteten
des LRZS zu verdanken, dass die Fusion innerhalb des vorgesehenen Zeitraums erfolg-
reich abgeschlossen werden konnte.
Fazit:
Die Umsetzung einer solchen Maßnahme hat zwischenzeitlich ein Anforde-
rungsniveau erreicht, das vielen Bereichen des LRZS höchste Leistungsfähigkeit und
enormes persönliches Engagement abverlangt. Dies wird sich mit Sicherheit bis zur
nächsten Ämterzusammenlegung nicht geändert haben. Denn nach der Fusion ist vor
der Fusion, auch wenn die kommende noch einige Zeit auf sich warten lässt.
Arbeitsbedingungen
Mit Hochdruck für bedienerfreundlichen Druck

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LANDESRECHENZENTRUM STEUERN
Ein heißer Draht
… die Hotline des Landesrechenzentrums Steuern
Die Hotline des Landesrechenzentrums Steuern (LRZS) ist die zentrale Kommunikati-
onsschnittstelle zwischen den Kunden, vor allem also den sächsischen Finanzämtern,
und dem LRZS. Als Partner in den Finanzämtern fungieren dabei die Sachbearbeiter
für Informationstechnik. Zu den Aufgaben der Hotline als Service Desk gehören:
ı
Entgegennahme und Weiterleitung von Problemen und Fehlern aus den
Finanzämtern sowie Rücklieferung von Lösungen mit Hilfe des Tools „AUGUST“
ı
koordinierte und strukturierte Verteilung von Informationen aus dem LRZS an die
Finanzämter mittels E-Mail
ı
telefonische Unterstützung der Steuerpflichtigen bei Fragen zum
ElsterOnline-Portal
Im „AUGUST“-Tool
des LRZS wurden im Jahr 2018
rund 15.000 Tickets
erstellt und
bearbeitet. Die Hotline hatte dabei
etwa 60.000 Ticketbewegungen
zu bewältigen.
Die Bearbeitungsdauer beträgt bei mehr als der Hälfte aller Tickets weniger als einen
Arbeitstag. Ca. 68 % der Tickets werden innerhalb von fünf Arbeitstagen einer ab-
schließenden Lösung zugeführt.
Das Tool „AUGUST“ wurde im LRZS selbst entwickelt und ist speziell auf das IT-Ser-
vice-Management für die Finanzämter zugeschnitten. Seit dem Beginn des Einsatzes
der Anwendung im Jahr 2007 wurden rund 155.000 Tickets aufgenommen.
Das Service Desk des LRZS hat zudem im Jahr 2018 mehr als 600 E-Mails mit fachli-
chen und organisatorischen Informationen an die sächsischen Finanzämter gesendet.
Zum Tätigkeitsfeld der Hotline gehört neben der Aufgabe als zentrale Ansprechstelle
für die Finanzämter auch die
Unterstützung der Steuerpflichtigen
bei Fragen und
Problemen im Zusammenhang mit der Registrierung im ElsterOnline-Portal sowie
beim Umgang mit den im Internet angebotenen Funktionalitäten. Im Jahr 2018 wur-
den in diesem Zusammenhang von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hotline
mehr als 3.800 zum Teil sehr langwierige Telefonate geführt.

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LANDESRECHENZENTRUM STEUERN
Das Landesrechenzentrum Steuern
(LRZS) richtete durch eine bereichsüber-
greifende Kooperation am SID-Standort
Kamenz eine räumlich getrennte („geore-
dundante“) Sicherung seiner Datenbe-
stände ein. Auf diese Weise wurde die
Verfügbarkeit von Sicherungs- und Ar-
chivdaten maßgeblich optimiert. Konkret
verlagerte das LRZS ein Speichersystem
nebst Bandbibliothek nach Kamenz und
stellte mittels einer Layer-2-Kopplung
eine Verbindung zwischen den Standor-
ten her. So kann nunmehr eine weitere
Kopie der Sicherungsdaten angefertigt
und geschützt aufbewahrt werden.
Im Nachgang zur Etablierung der geore-
dundanten Datensicherung hat das LRZS
im Berichtsjahr 2018 weitere Schritte zur
Optimierung der standortübergreifenden
Prozesse unternommen. So wurden die
Planungen zum Ausbau der Anbindung
des Standortes Kamenz mit verzehnfach-
ter Bandbreite (10 GB) so weit vorange-
trieben, dass mit der Realisierung Anfang
2019 gerechnet werden kann. Danach
wird der SID in der Lage sein, sein Not-
fallkonzept durch eine Datensicherung
und -wiederherstellung mit höherer Per-
formanz zu realisieren.
Darüber hinaus hat das LRZS im Dezem-
ber 2018 durch eine entsprechende In-
vestition am Standort Kamenz seine dor-
tigen Speicherkapazitäten ausgebaut, so
dass künftig zusätzliche Datenvolumina
von Dresden nach Kamenz repliziert wer-
den können.
Diese und weitere Maßnahmen werden
dazu beitragen, durch einen umfassen-
den Datenspiegelungsverbund zwischen
den SID-Standorten Dresden und Ka-
menz die Betriebssicherheit nachhaltig
zu erhöhen.
Ausbau der Infrastruktur
am SID-Standort Kamenz

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LANDESRECHENZENTRUM STEUERN
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde
wurde am 3. Dezember 2018 im Beisein
der Staatssekretärin im Sächsischen
Staatsministerium der Justiz, Andrea
Franke, die vollumfängliche Inbetrieb-
nahme der Rechentechnik der Justiz in
den Räumlichkeiten des Dresdner SID-
Rechenzentrums gewürdigt. Hierfür wa-
ren in den Vorjahren die baulichen und
sonstigen infrastrukturellen Vorausset-
zungen geschaffen worden.
Hintergrund:
Die Leitstelle für Informationstechnolo-
gie der sächsischen Justiz (LIT) ist für die
Entwicklung, Bereitstellung und Betreu-
ung von IT-Systemen und IT-Verfahren
zuständig. Dazu gehören wichtige An-
wendungen wie etwa die eVerfahrens-
akte sowie die zentralen Registerverfah-
ren. Die LIT verfügt bisher weder über
eine Unterbrechungsfreie Stromversor-
gung (USV) noch über eine Netzersatz-
anlage (NEA) und befindet sich zudem
auf einem flutgefährdeten Areal. In die-
ser Situation bot es sich an, ressortüber-
greifend Ressourcen zu bündeln und der
LIT entsprechend ausgestattete Aus-
weichstandorte des SID zur Unterbrin-
gung von Informationstechnik zur Verfü-
gung zu stellen („Housing“). Dabei
wurden die Leitungsanbindungen mittels
Layer-2-Kopplungen eingerichtet.
Die LIT betreibt die Registerverfahren be-
reits seit Oktober 2016 räumlich im SID.
Zur Unterbringung der gesamten zentra-
len IT-Technik der LIT waren allerdings
noch umfangreiche Bau- bzw. Umbauar-
beiten erforderlich, die ab 2015 projek-
tiert und ab 2017 verwirklicht wurden.
An der Planung und Ausführung waren
insgesamt 24 Firmen beteiligt. Die Ge-
samtbaukosten belaufen sich auf ca.
1.600 TEUR.
Informationstechnik der
sächsischen Justiz

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Die Organe des SID ergeben sich aus der Verwaltungsvorschrift der Sächsischen Staatsregierung über den Staatsbetrieb Sächsische
Informatik Dienste vom 4. Dezember 2015 (SächsABl. S. 1731), zuletzt enthalten in der Verwaltungsvorschrift vom 27. November
2017 (SächsABl.SDr. S. S 346).
Am 1. September 2012 übernahm Prof. Dr. Sebastian Kiebusch die Geschäftsführung des Staatsbetriebes.
Der Verwaltungsrat des SID setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Sächsischen Staatskanzlei sowie den beteiligten sächsischen
Staatsministerien. Im Jahr 2018 bildeten die folgenden Personen den Verwaltungsrat:
Thomas Popp -
Leiter der Abteilung 1 der Sächsischen Staatskanzlei
Dr. Erwin Wagner
- Leiter der Abteilung 4 der Sächsischen Staatskanzlei ab November 2018
Sibylle Ferkau-Permesang
Leiterin der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen
Robert Bey
Leiter der Abteilung 3 des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz
Matthias Hüchelheim
Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
Rüdiger Raulfs
Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz
Jochen Rest
Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus
Dr. Ulrich Reusch
Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft
Heike Hempel
- Leiterin des Referates 14 des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Dr. Wolfgang Harz
- Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
ab November 2018
Dr. Erwin Wagner
- Leiter der Abteilung 6 des Sächsischen Staatsministeriums des Innern
Jörg Schröder
- Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums des Innern ab November 2018
Organisation und Fachaufsicht

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Geschäftsführer
Prof. Dr. Sebastian
Kiebusch
DR –0351 3264 5100
Unternehmensbereich 2
IT-Verfahren –Beratung und
Entwicklung
Jörg Steinig
KM –0351 3264 7300
Unternehmensbereich 3
IT-Infrastruktur und Betrieb
Jörg Schneider
KM –0351 3264 6200
Unternehmensbereich 1
Zentrale Aufgaben und IT-
Vergaben
Axel Geck
DR –0351 3264 5200
Unternehmensbereich 4
Landesrechenzentrum
Steuern
Dr. Stefan Zimmermann
DS –0351 8129 1000
Fachbereich 1.4
Vergabestelle, Recht,
Lizenzen
Bernhard Fett
DR 0351 3264 5240
Fachbereich 1.3
Finanzmanagement
Dr. Silke Kühn
DR –0351 3264 5230
Fachbereich 1.1
CERT,
Informationssicherheit
Christoph Damm
DR –0351 3264 6630
Fachbereich 1.2
Personal, Organisation,
Innerer Dienst
Kerstin Mühle
DR –0351 3264 5220
Fachbereich 3.1
Technische Infrastruktur,
Basisdienste,
Outputmanagement
Fred Unnasch
KM –0351 3264 6340
Fachbereich 3.3
Verfahrensbetrieb
Renate Bachmann
DR –0351 3264 8230
Fachbereich 3.2
RZ-Betrieb
Michael Zeun
KM –0351 3264 8330
Fachbereich 3.4
Client-, Applikations-
management, Service
Desk
Andreas Fahland
DR –0351 3264 6220
Sachgebiet 4.1
Zentrale Dienste
Dr. Stefan Zimmermann
DS –0351 8129 1000
Sachgebiet 4.5
Betrieb IT-Infrastruktur
Carsten Herzog
DS –0351 8129 5000
Sachgebiet 4.2
Betrieb Zentrale Verfahren
Norman Schröder
DS –0351 8129 2000
Sachgebiet 4.4
Betrieb Produktion
Annett Schreiter
DS –0351 8129 4000
Sachgebiet 4.3
Entwicklung und Betrieb
Dezentrale Verfahren
Manuela Krause
DS –0351 8129 3000
Standorte und Servicestützpunkt:
DR
Dresden Riesaer Straße
DS
Dresden Stauffenbergallee
KM
Kamenz
DG
Dresden Glacisstraße
Aufsicht durch das Sächsische
Staatsministerium der Finanzen
Hausanschrift:
Riesaer Straße 7
01129 Dresden
Postanschrift:
Postfach 1185
01911 Kamenz
Tel.:
0351 3264 5101
Fax:
0351 3264 5109
Internet:
www.sid.sachsen.de
E-Mail: poststelle@sid.sachsen.de
Stand 15. Oktober 2018
Öffentlichkeitsarbeit
Kati Rössel
DR –0351 3264 5120
Koordination, Controlling,
Datenschutz
komm. Bernhard Baier
DR -0351 3264 5110
Fachbereich 2.1
Kunden-, Projekt-und
Prozessmanagement
Ronald Popp
DR –0351 3264 5210
Fachbereich 2.3
Querschnitts-und
Landesverfahren
Bernhard Baier
KM –0351 3264 7330
Fachbereich 2.2
E-Government und SVN
Uwe Kaiser
DR –0351 3264 7210
Fachbereich 2.4
Entwicklung
Statistikverfahren
Ulrich Schlungbaum
KM –0351 3264 7320
Strategisch-Taktische
Ausrichtung der IT-
Vergabe
Jürgen W. Wiedling
DR –0351 3264 5205

Herausgeber:
Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID)
Riesaer Straße 7 I 01129 Dresden
Postanschrift: Postfach 1185 I 01911 Kamenz
E-Mail: poststelle@sid.sachsen.de
Internet:
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Juli 2019
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