ARE-/Influenza-Sentinel 2012/2013
im Freistaat Sachsen
0
20
40
60
80
100
120
140
0
50
100
150
200
250
300
350
27.
29.
31.
33.
35.
37.
39.
41.
43.
45.
47.
49.
51.
1.
3.
5.
7.
9.
11.
13.
15.
17.
19.
21.
23.
25.
Influenzavirus-Nachweise
Erkrankungen pro 100.000 Einwohner
2012
Kalenderwoche
2013
Influenzavirus-Nachweise
Inzidenz 2012/2013
Normalgang
präepidemische Schwelle
epidemische Schwelle
Inzidenz 2011/2012
LANDESUNTERSUCHUNGS-
ANSTALT FÜR DAS GESUNDHEITS-
UND VETERINÄRWESEN

│1
Inhaltsverzeichnis
Vorwort zum ARE-/Influenza-Sentinel 2012/2013 im Freistaat Sachsen ............................................................................................................ 2
1
Auswertung des epidemiologischen ARE-/Influenza-Sentinels 2012/2013 im Freistaat Sachsen und
Vergleich mit anderen Surveillance-Instrumenten ............................................................................................................................................4
1.1 Sächsisches ARE-/Influenza-Sentinel sowie Saisonverlauf in Sachsen und Deutschland ..................................................................... 4
1.2 Sächsische Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) ................................................................................................................ 9
1.3 Influenzasaison 2012/2013 innerhalb Europas ................................................................................................................................................10
1.4
Influenzavirus-Nachweise bei Geimpften (Sächsisches ARE-/Influenza-Sentinel) ................................................................................11
2
Auswertung des Influenza-Sentinels 2012/2013 im Freistaat Sachsen, mikrobiologischer Teil ........................................................13
2.1
Diagnostisches Procedere während des Sentinel-Zeitraumes ......................................................................................................................13
2.2
Ergebnisse des Sentinels von Oktober 2012 bis April 2013 ..........................................................................................................................13
3
Influenza-Impfstoff für die Saison 2013/2014 .................................................................................................................................................17

2 │
Vorwort zum ARE-/Influenza-Sentinel 2012/2013
im Freistaat Sachsen
Obwohl die Influenza, auch „echte“ Virusgrippe, hervorgerufen
durch den Erreger Myxovirus influenzae (Influenzaviren der Ty-
pen A oder B), eine der bedeutendsten Infektionskrankheiten
des Menschen ist, wird sie in weiten Kreisen der Bevölkerung,
auch von vielen Ärzten und Gesundheitspolitikern, in klinischer
und gesundheitsökonomischer Hinsicht unterschätzt. Nach der
relativ glimpflich abgelaufenen Pandemie der Jahre 2009 und
2010 hat sich diese Einschätzung im Bewusstsein der Bevölke-
rung sicher nicht gewandelt. Auch die Zustimmung zur Impfung
ist nicht gestiegen, im Gegenteil. Wie wird es sein, wenn uns
tatsächlich eine Pandemie mit viel höheren Erkrankungszah-
len, Komplikationen und Todesfällen, ähnlich wie die Spanische
Grippe 1918, in voller Härte trifft? Kandidaten hierfür zeigen
sich ab und zu (H5N1, H7N9), aber eine sichere Voraussage kann
natürlich niemand treffen.
Schon die „normale“, zur Unterscheidung von der pandemischen
Influenza A/H1N1 2009/2010 „saisonal“ genannte, Influenza
tritt auch in hochentwickelten Industrieländern fast jährlich epi-
demisch auf und verursacht regelmäßig Kosten in Milliardenhö-
he, abgesehen vom menschlichen Leid durch Erkrankungen und
Komplikationen, zum Teil mit tödlichem Ausgang. In Deutsch-
land sterben nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) und
der unter wissenschaftlicher Federführung des RKI arbeitenden
Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI), eine gemeinsame Initia-
tive des Deutschen Grünen Kreuzes, des Nationalen Referenz-
zentrums (NRZ) für Influenza und von Impfstoff herstellenden
Unternehmen aus dem Jahr 1992, jährlich an der Influenza bis
zu 15.000 Personen, in Jahren ausgeprägter oder schwerer Epi-
demien sogar mehr. In der Saison 2012/2013 wurden insgesamt
64.203 klinisch-labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an
das RKI übermittelt (Stand: 16.04.2013). Bei 10.286 (16 %) Fäl-
len war angegeben, dass sie hospitalisiert waren.
Es ist zu beachten, dass gemäß Infektionsschutzgesetz erfass-
te Influenzafälle und erst recht die Labornachweise nur einen
kleinen Teil aller Influenzaerkrankungen ausmachen, die „Spitze
des Eisberges“. Die tatsächliche Anzahl liegt um ein Vielfaches
höher! So wurde beispielsweise in der Saison 2010/2011 die An-
zahl der zusätzlichen Arztkonsultationen auf 1,6 bis 2,6 Millio-
nen geschätzt, die Zahl influenzabedingter Arbeitsunfähigkeiten
auf 900.000 bis 1.4 Millionen (AGI und RKI: Bericht zur Epide-
miologie der Influenza in Deutschland in der Saison 2010/2011).
Die Bekämpfung der jährlichen Influenzaepidemien bzw. -wel-
len bedarf eines organisierten Managements. Dazu ist prinzipiell
nur der Öffentliche Gesundheitsdienst in der Lage und gemäß
dem Gesetz über den Öffentlichen Gesundheitsdienst im Frei-
staat Sachsen sogar verpflichtet. So führt seit der Wintersai-
son 2009/10 das Robert Koch-Institut die Arbeitsgemeinschaft
Influenza alleinverantwortlich. Die AGI ist nunmehr eine Ge-
meinschaft von Sentinelpraxen und des RKI, deren Arbeit aus-
schließlich aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. Seit meh-
reren Jahren kooperiert sie mit verschiedenen Bundesländern,
u. a. auch Sachsen, die Daten eigener Systeme zur Verfügung
stellen und damit insbesondere die virologische Surveillance des
NRZ für Influenza innerhalb der AGI ergänzen. Ein umfangrei-
cher Katalog bevölkerungsmedizinisch wichtiger Daten muss
erhoben werden und eine von der Pharma- und Impfstoffindus-
trie unabhängige Bearbeitung erfolgen. Es ist unabdingbar, dass
unter der Regie der Gesundheitsämter möglichst viele Ärzte,
insbesondere der Primärversorgung (Allgemeinmediziner, Kin-
derärzte), aber auch Krankenhäuser und andere Einrichtungen
einbezogen werden. Die Gesundheitsämter sind darüber hinaus
für die Beobachtung und Untersuchung von Erkrankungshäu-
fungen (z. B. in Heimen, Schulen, Kindereinrichtungen) sowie für
die Einleitung adäquater Maßnahmen zuständig.
Im Freistaat Sachsen wird in jedem Jahr ein Influenza-Sentinel
durchgeführt, das sich seit etwa 35 Jahren bewährt hat. Es be-
steht aus einem epidemiologischen und einem mikrobiologi-
schen Teil. Das Sentinel liefert wissenschaftlich fundierte und
für die Praxis wichtige Informationen für prophylaktische und
therapeutische Bekämpfungsmaßnahmen und benennt mit
nachprüfbaren Zahlen die ökonomische Bedeutung.
In den epidemiologischen Teil fließen die Zahlen von Personen
mit akuten Atemwegserkrankungen (akute respiratorische Er-
krankungen, ARE) ein, die die beteiligten Arztpraxen aufgesucht
haben. Diese Zahlen werden der Landesuntersuchungsanstalt
(LUA) über die Gesundheitsämter wöchentlich, aufgeschlüsselt
nach Altersgruppen, übermittelt. Aus den Daten kann für ein
bestimmtes Territorium (Landkreis oder kreisfreie Stadt) und
damit für eine definierte Bevölkerung der sogenannte „Nor-
malgang“, d. h. die üblicherweise auftretende Anzahl an aku-
ten Atemwegserkrankungen, berechnet werden. Er basiert auf
den Wochenwerten der jeweils letzten 5 Jahre, berücksichtigt
die jahreszeitliche Verteilung der Erkrankungen innerhalb eines
Jahres und liefert die Prognose für das aktuelle Jahr. Durch ein
Überschreiten des „Normalganges“ wird unter Einbeziehung der
Daten des mikrobiologischen Sentinels der Beginn einer Influ-
enzaepidemie oder -welle zuverlässig angezeigt. Eine wissen-
schaftlich begründete Behandlung Erkrankter ist somit ohne
Verzögerung möglich.
Die am mikrobiologischen Teil des Influenza-Sentinels beteilig-
ten Arztpraxen und Krankenhäuser (in der Berichtssaison 122
Einrichtungen einschließlich einsendender Gesundheitsämter)
werden durch die Gesundheitsämter für ihre Mitarbeit gewon-
nen. Sie entnehmen Rachen- oder Nasenabstriche von Erkrank-
ten zur Labordiagnostik. Die Untersuchungen auf Influenza A
und B dienen in erster Linie dem verzögerungsfreien Erkennen
des Auftretens von Influenzaviren in der Bevölkerung und der
konkreten Beurteilung (Typisierung) der vorkommenden Virusva-
rianten. Die Typisierung hat einerseits epidemiologische Gründe,
wie die Verfolgung von Infektionswegen, vielmehr sollen jedoch
damit Fragen geklärt werden, die die Virusveränderungen sowie
die Wirksamkeit des Impfstoffes betreffen.
An der Erfassung der Aktivität der ARE im Freistaat Sachsen be-
teiligten sich in der zurückliegenden Saison 303 Praxen bzw.
Einrichtungen aus sämtlichen 13 Landkreisen und kreisfreien
Städten. Für den Freistaat Sachsen kann auf der Basis der Influ-

image
│3
enzaüberwachung durch das epidemiologische und mikrobiolo-
gische ARE-/Influenza-Sentinel in der vergangenen Influenza-
saison von einer „Influenzaepidemie“ gesprochen werden. Die
Ausbreitung erfolgte erheblich schneller und stärker als in der
vorherigen Saison. Ihren Gipfel erreichte die Aktivität zwischen
der 4. und 6. Kalenderwoche 2013. Eine ausgeprägte Influen-
za A-Welle (sowohl Subtyp A(H1N1)pdm09 als auch Subtyp
A(H3N2) traten auf) wurde zunehmend durch eine deutliche
Influenza B-Welle ergänzt. Die Viruszirkulation hielt von Mit-
te November 2012 bis zum Ende des Beobachtungszeitraumes
Ende April 2013 an. Mit insgesamt 1.785 Einsendungen (davon
894 mit positivem Ergebnis) während des Sentinelzeitraumes
wurde in den Laboratorien der LUA, verglichen mit der Vorjah-
ressaison, die sich durch eine ausgesprochen moderate Influ-
enzawelle auszeichnete, die vierfache Probenanzahl untersucht.
Die Positivrate, das heißt der Anteil der Sentinelproben, in denen
das Genom von Influenzaviren nachgewiesen wurde, kam mit
50,1 % auf einen bisher nie erreichten Wert. Dabei handelte es
sich um 692 Influenza A- sowie 202 Influenza B-Infektionen.
Bei 686 der Influenza A-Viren gelang mittels Polymerase-Ket-
tenreaktion die weitere Differenzierung (Subtypisierung). 58 %
dieser Viren ließen sich somit dem Subtyp A(H3N2) und 42 %
dem Subtyp A(H1N1)pdm09 zuordnen.
Angezüchtete Virusstämme aus dem sächsischen Sentinel wur-
den dem NRZ für Influenza beim RKI in Berlin zur Verfügung
gestellt. Diese Einrichtung übergibt repräsentative Stämme aus
Deutschland an die WHO-Zentrale in London. So fließen im
Rahmen der europaweiten Überwachung auch unsere sächsi-
schen Ergebnisse in die Empfehlungen der WHO für die Impf-
stoffzusammensetzung in der bevorstehenden Saison ein.
Auf die gute Wirksamkeit der Schutzimpfung gegen Influenza
weisen die Erhebungen zu Influenzavirus-Nachweisen bei Ge-
impften und Ungeimpften hin. So befanden sich unter den un-
tersuchten Erkrankten annähernd 10-mal so viele Ungeimpfte
wie Geimpfte. Beim Vergleich von Influenza A zu Influenza B
ließ sich nur ein geringer Unterschied eruieren. Allerdings un-
terschieden sich die beiden Influenza A-Subtypen deutlich:
Bezogen auf Influenza A(H1N1)pdm09 waren unter den Er-
krankten des Sentinels mehr als 30-mal so viele Ungeimpfte wie
Geimpfte, bezüglich Influenza A(H3N2) nur 5-mal so viele. Die
seit Jahren zu beobachtende Kozirkulation der beiden Influenza
B-Linien Victoria und Yamagata spiegelte sich auch in unseren
Laborergebnissen wider, wobei Yamagata (im Impfstoff enthal-
ten) überwog. In diesem Jahr erstmals hat die WHO neben den
trivalenten auch quadrivalente Influenza-Impfstoffe empfohlen,
die neben Antigenen der beiden Influenza A-Virus-Subtypen
auch Antigene beider Influenza B-Linien enthalten.
Trotz neuerer medikamentöser Möglichkeiten zur Prophylaxe
und Therapie der Influenza mit Neuraminidasehemmern bleibt
die Schutzimpfung nach wie vor die wichtigste präventive Be-
kämpfungsmaßnahme.
Schließlich sprechen wir allen Beteiligten in Arztpraxen, Kran-
kenhäusern, Gesundheitsämtern und sonstigen Einrichtungen
für die engagierte Mitarbeit unseren herzlichen Dank aus. Die-
ser Bericht aus Sachsen soll Ihnen auch in diesem Jahr einen
Blick in die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer
Landeseinrichtung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zum
Erhalt und Ausbau präventiver Maßnahmen für die Gesundheit
unserer Bürgerinnen und Bürger vermitteln.
Dr. Gerlinde Schneider
Präsidentin

4 │
1 Auswertung des epidemiologischen ARE-/
Influenza–Sentinels 2012/2013 im
Freistaat Sachsen und Vergleich mit anderen
Surveillance-Instrumenten
Die Ergebnisse der Influenzaüberwachung der Saison 2012/2013
basieren wie bereits in den vergangenen Jahren (siehe LUA-
Mitteilungen sowie diesbezügliche Sonderhefte) auf diversen
erhobenen Daten.
Hierzu zählen aus epidemiologischer Sicht insbesondere:
]
das Influenza-Sentinelsystem des öffentlichen Gesundheits-
dienstes (ÖGD) in Sachsen bzw. der Arbeitsgemeinschaft In-
fluenza (AGI) inklusive Sachsen in Deutschland
]
der Erregernachweis (PCR und Virusanzüchtung) u. a. zur Be-
stätigung epidemiologischer Daten (Beginn/Ende einer Epi-
demie)
]
die Berücksichtigung entsprechender Informationen aus den
anderen Bundes- und den europäischen Nachbarländern, zu
Häufungen, Informationen über Krankheitsverläufe, Kompli-
kationen, Altersspezifität, Mortalität etc.
Die Auswertung dieser Faktoren ermöglicht nachstehende Ein-
schätzung der Influenzaaktivität für die Saison 2012/2013.
1.1 Sächsisches ARE-/Influenza-Sentinel sowie
Saison-
verlauf in Sachsen und Deutschland
Im letzten Quartal 2012 entsprach die Häufigkeit akuter respi-
ratorischer Erkrankungen (ARE-Morbidität) im Freistaat Sach-
sen dem erwarteten Niveau. Auch in den anderen Bundeslän-
dern gestaltete sich die ARE-Influenza-Situation unauffällig.
Die Werte der Konsultationsinzidenzen für Gesamtdeutschland
zeigten die übliche Altersgruppenverteilung und bewegten sich
in dem für die Jahreszeit normalen Bereich.
Innerhalb des bundesweiten Sentinels der AGI erfolgten ab
der 43. Kalenderwoche (KW) 2012 vereinzelte Influenzavirus-
Nachweise. Bis einschließlich der 47. KW 2012 wurden insge-
samt fünf Influenza A(H3N2)-Virus-Infektionen identifiziert.
Die ersten vier positiv getesteten Proben stammten zunächst
ausschließlich aus Mecklenburg-Vorpommern, ab der 46. KW
2012 dann auch aus Thüringen, Sachsen, Schleswig-Holstein
und Hamburg und schließlich ab der 48. KW 2012 aus diversen
deutschen Bundesländern.
Der erste Nachweis einer Influenzavirusinfektion der Saison
2012/2013 innerhalb des sächsischen Sentinels gelang in der
47. KW 2012 und somit - verglichen mit dem Vorjahr - zu ei-
nem deutlich früheren Zeitpunkt. Betroffen war ein 52-jähri-
ger ungeimpfter Patient aus dem Landkreis (LK) Sächsische
Schweiz-Osterzgebirge, der mit typischer Symptomatik an einer
Influenza A(H3N2) erkrankt war. Beim zweiten Nachweis, der
in der 48. KW 2012 aus dem Rachenabstrich einer 37-jährigen
ungeimpften Patientin aus dem LK Meißen erfolgte, handelte es
sich ebenfalls um eine Influenza A(H3N2)-Erkrankung.
Auch im bundesweiten Sentinel der AGI waren ab der 43. bis
einschließlich der 47. KW 2012 bei fünf Patienten ausschließ-
lich Influenza A(H3N2)-Nachweise geführt worden.
Eine leichte Erhöhung der Influenza-Aktivität wurde deutsch-
landweit ab der 49. KW 2012 registriert. Dieser Trend wurde
grundsätzlich in allen Regionen Deutschlands beobachtet, war
aber anfangs in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vor-
pommern etwas mehr ausgeprägt.
Auch innerhalb unseres sächsischen ARE-/Influenza-Sentinels
wurde ab der 50. KW 2012 ein geringfügiger Anstieg der ARE-
Aktivität registriert, wobei sich die Werte jedoch weiterhin auf
einem für die Jahreszeit üblichen Niveau bewegten. In dieser
Berichtswoche wurden zudem fünf Influenza A(H1N1)pdm09-
Virus-Nachweise geführt.
Zum Jahreswechsel gaben steigende Probeneingangszahlen,
Influenzavirus-Nachweise und Meldezahlen Hinweise auf den
Beginn der saisonalen Influenzawelle in Sachsen wie auch bun-
desweit. Im sächsischen Sentinel betrug die Positivrate in der
1. KW 2013 bereits 46 %.
Die Influenza-Aktivität wurde bundesweit ab der 1. KW 2013
als „moderat erhöht“ bewertet, diese Einschätzung konnte für
Sachsen ab der 2. KW 2013 getroffen werden, nachdem es hier
zu einem sprunghaften Anstieg der Aktivität der akuten respira-
torischen Erkrankungen gekommen war.
Eine nunmehr deutliche Zunahme der Probeneingänge, Influen-
zavirus-Nachweise und Meldezahlen wies darauf hin, dass die
saisonale Influenzawelle Sachsen erfasst hatte.
Über deutlich erhöhte ARE-Aktivität wurde in Sachsen wie auch
bundesweit dann ab der 4. KW 2013 berichtet.
Nach einem weiteren Anstieg erreichte die Influenza-Aktivität
in Sachsen in der 5. KW 2013 ihren saisonalen Gipfel, bevor -
bedingt durch die sächsischen Winterferien, die in der 6. und
7. KW 2013 lagen - eine Stagnation bzw. ein leichter Rück-
gang der Parameter zu verzeichnen war. Probeneingangszahlen,
Influenzavirus-Nachweise und Meldezahlen befanden sich aber
bis einschließlich der 9. KW 2013 weiterhin auf einem sehr ho-
hen Niveau.
Erst ab der 8. KW 2013 wurden wieder sinkende Werte beobach-
tet, der Scheitelpunkt der Grippewelle war in Sachsen wie auch
in Gesamtdeutschland überwunden. Die konstant hohen Positiv-
raten von über 50 % (bis zur 13. KW 2013) stellten jedoch ein
Indiz für eine weiterhin sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein
an grippetypischer Symptomatik leidender Patient tatsächlich
an Influenza erkrankt war, dar. Die ARE-Aktivität war auch in
den folgenden Wochen noch maßgeblich durch die Influenzavi-
rus-Zirkulation geprägt, obgleich sie ab der 12. KW 2013 bun-
desweit nur noch moderat und ab der 14. KW 2013 geringfügig
erhöht war. Eine Ausnahme bildete der Osten der Republik, wo
die epidemiologischen Werte zunächst noch auf eine deutlich
erhöhte Aktivität hinwiesen. Jedoch wurden auch hier dann ab
der 13. KW 2013 nur noch moderate und ab der 15. KW 2013
geringfügig erhöhte Aktivität beobachtet.

image
│5
Von der 3. bis einschließlich zur 9. KW 2013 wurden innerhalb
des sächsischen Sentinels jeweils über 100 Rachenabstriche zur
Untersuchung eingesandt, die meisten Influenzavirus-Nachwei-
se wurden zwischen der 4. und 6. KW 2013 geführt. Die in der
gesamten Saison ausgesprochen hohen Positivraten lagen von
der 1. bis zur 7. sowie von der 11. bis 13. KW 2013 über 50 %
(siehe Tabelle 1 und Abbildung 1).
Grundsätzlich zirkulierten in der Saison 2012/2013 drei Influen-
zavirustypen: die beiden Subtypen A(H1N1)pdm09 und A(H3N2)
sowie der Virustyp B. Allerdings rangierte Influenza A(H1N1)
pdm09 mit 399 Nachweisen deutlich vor Influenza A(H3N2) mit
287 und Influenza B mit 202 Nachweisen. Der Anteil von In-
fluenza B-Viren stieg (wie schon in den vorherigen Jahren und
generell zu beobachten) in Sachsen wie in Gesamtdeutschland
im Verlauf der Erkrankungswelle stetig an, ab der 10. KW 2013
wurden im sächsischen wie auch im AGI-Sentinel mehr Influen-
za B- als Influenza A-Infektionen nachgewiesen.
Für den Freistaat Sachsen kann auf der Basis der Influenza-
überwachung durch das epidemiologische und mikrobiologische
ARE-/Influenza-Sentinel in der vergangenen Influenzasaison
von einer „Influenzaepidemie“ gesprochen werden. Die Influ-
enzaausbreitung erfolgte in Sachsen (wie im übrigen Bundes-
gebiet) erheblich schneller und stärker als in der vorherigen
Saison. Die Influenza-Aktivität erreichte ihren saisonalen Gipfel
zwischen der 4. und 6. Kalenderwoche 2013. Eine ausgepräg-
te Influenza A(H1N1)pdm09- sowie A(H3N2)-Welle wurde zu-
nehmend durch eine deutliche Influenza B-Welle ergänzt. Die
Viruszirkulation hielt von der 47. KW 2012 bis zum Ende des
Beobachtungszeitraumes in der 17. KW 2013 an. Die Aktivität
der akuten respiratorischen Erkrankungen befand sich im Frei-
staat von der 4. bis zur 12. KW 2013 auf einem sehr hohen
Level. Höhere epidemiologische Werte wurden in den letzten 10
Jahren - mit Ausnahme der Sondersituation während der pan-
demischen Welle im Jahr 2009 - nur in der Saison 2004/2005
erreicht (siehe auch Abbildungen 1, 3, 4 und 5 sowie Tabelle 3).
Altersverteilung
(Sächsisches ARE-/Influenza-Sentinel): Die in-
nerhalb des sächsischen Sentinels identifizierten Influenza-Er-
krankungen betrafen zu 37,1 % Erwachsene (17 - < 60 Jahre). In
den beiden vorangegangenen Saisons war die Altersgruppe der
Kleinkinder (1- < 7 Jahre) mit 34,7 % (2011/2012) bzw. die der
Schulkinder (7 - < 17 Jahre) mit 41,4 % (2010/2011) verhältnis-
mäßig am stärksten betroffen gewesen. In der Altersgruppe der
Kleinkinder wurden 2012/2013 nun 27,3 % und bei den Schul-
kindern 25,3 % der Erkrankungsfälle registriert. 1,9 % der Fälle
ließen sich der Hochrisikogruppe der unter 1-Jährigen zuordnen
(Vorsaison: 2 %). Somit traten 2012/2013 mit 54,5 % mehr als
die Hälfte aller innerhalb des Sentinels nachgewiesenen Infek-
tionen bei Kindern und Jugendlichen auf. Zum Vergleich: in der
Saison 2011/2012 gehörten 62,4 %, 2010/2011 sogar knapp 3/4
(74,2 %) der Erkrankten dieser Altersgruppe an. Mit 8,4 % der
Fälle war in dieser Saison die Altersgruppe der über 60-jährigen
Patienten zwar weniger betroffen als in der Saison 2011/2012
(11,9 %), aber deutlich höher repräsentiert als in den Jahren zu-
vor (2010/2011: 0,8 %, 2009/2010: 0,4 %; siehe auch Tabelle 2
sowie Abbildung 2).
Den
klinischen Verlauf
der diesjährigen Influenza-Erkrankun-
gen beschrieben die behandelnden Ärzte überwiegend als mit-
telschwer und komplikationslos.
Mit insgesamt
22 Influenza-Todesfällen
kamen in Sachsen in
der Saison 2012/2013 deutlich mehr letale Verläufe zur Mel-
Tabelle 1: Probeneinsendungen, Influenzavirus-Nachweise
(mittels PCR) und Positivraten
KW
Probeneinsen-
dungen
Anzahl positiver
Proben
Positivrate (in %)
40-46
29
0
0
47
12
1
8,3
48
11
1
9,1
49
9
0
0
50
27
6
22,2
51
31
12
38,7
52
6
0
0
1
24
13
54,2
2
60
30
50,0
3
118
66
55,9
4
182
105
57,7
5
212
126
59,4
6
174
113
64,9
7
177
91
51,4
8
172
80
46,5
9
131
57
43,5
10
95
35
36,8
11
81
44
54,3
12
94
56
59,6
13
47
27
57,4
14
38
14
36,8
15
28
9
32,1
16
15
7
46,7
17
12
1
8,3
Summe
1.785
894
50,1
Tabelle 2: Altersaufgliederung der Patienten mit Influenza-
virus-Nachweis (mittels PCR)
Altersgruppen
Sachsen
0
-
< 1
17
=
1,9 %
1
-
< 7
244
=
27,3 %
7
-
< 17
227
=
25,3 %
17
-
< 60
332
=
37,1 %
60
75
=
8,4 %
Gesamt
894
0
50
100
150
200
250
40.-46.
47.
48.
49.
50.
51.
52.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
Anzahl
2012
Kalenderwoche
2013
Abbildung 1:
Probeneinsendungen und Influenzavirus-Nachweise (mittels
PCR) nach Kalenderwochen (Tag der Probenahme), Sächsisches
ARE-/Influenza-Sentinel, 40. KW 2012 - 17. KW 2013

6 │
0
5
10
15
20
25
30
35
40
0 < 1
1 - < 7
7 - < 17
17 - < 60
60 und älter
in %
Abbildung 2:
Influenzavirus-Nachweise (mittels PCR) nach Altersgruppen-
Sächsisches ARE-/Influenza-Sentinel 2012/2013
dung als in den Vorjahren. Der Nachweis einer Influenza A-In-
fektion (darunter in 10 Fällen mit Subtypisierung und Identifi-
zierung von A(H1N1)pdm09) erfolgte bei 20 dieser Todesfälle,
bei 2 Patienten lag eine Infektion mit Influenza B-Viren vor.
12 Todesfälle betrafen Patienten, die älter als 65 Jahre waren,
5 Betroffene waren der Altersgruppe der 45- bis 65-Jährigen
und 4 der 20- bis 44-Jährigen zuzuordnen. Außerdem verstarb
ein stark vorgeschädigtes 4-jähriges Kind an einer Influen-
za. Generell war die Mehrzahl der an Influenza Verstorbenen
durch eine bestehende Grunderkrankung prädisponiert. Bis auf
zwei Senioren hatten alle Betroffenen jedoch keine saisonale
Grippeimpfung erhalten. Da die beiden geimpften Patienten erst
am Ende der Saison erkrankten, ist davon auszugehen, dass der
durch die Impfung erzielte Immunschutz zu diesem Zeitpunkt
bereits nachgelassen hatte. Dass allein 7 der gemeldeten To-
desfälle im Zusammenhang mit einem Ausbruchsgeschehen in
einem Altenpflegeheim auftraten, unterstreicht die zwingende
Notwendigkeit eines entsprechenden Impfschutzes nicht nur bei
den Bewohnern, sondern vor allem auch bei den Mitarbeitern
solcher Einrichtungen.
Während der Saison 2012/2013 wurden insgesamt
30 Influen-
za-Ausbruchsgeschehen
übermittelt. Auch diese Zahl übertrifft
die Meldungen der Vorjahre deutlich. Die Erkrankungshäufun-
gen, von denen 27 durch Influenza A (davon 16 x A(H1N1)pdm09
und 7 x A(H3N2) und 4 x Influenza A nicht typisiert) und 3 durch
Influenza B bedingt waren, verteilten sich auf 10 Krankenhaus-
stationen, jeweils 7 Altenpflegeheime bzw. Kindertagesstätten,
3 Schulen, 2 Justizvollzugsanstalten und eine Wohnstätte. Die
Zahl der Erkrankten betrug jeweils zwischen 2 und 67 Patienten.
Die Entwicklung der ARE-Morbidität korrelierte mit den Nach-
weisraten der Influenzaviren, die ab der 1. KW bis einschließ-
lich der 7. KW 2013 jeweils über 50 % lagen. Im Vergleich zu
vorherigen Influenzasaisons wurde mit einer durchschnittlichen
Positivrate von 50,1 % ein Rekordwert erreicht (siehe auch
Tabelle 3). Die Mehrzahl der Influenza-Fälle (bezogen auf den
Tag der Materialentnahme) wurde in den Wochen der höchsten
ARE-Inzidenz diagnostiziert. Die diesjährige Influenzaepidemie
zeichnete sich verglichen mit der in der Vorsaison ausgespro-
chen moderaten Influenzawelle, die keinen ausgesprochenen
„Gipfel“ sondern einen protrahierten Verlauf aufwies, durch
hohe Erkrankungszahlen und damit verbundene Nachweisraten
aus. Der in der Berichtssaison sehr stark ausgeprägte Gipfel lag
zwischen der 4. und 8. KW 2013. Eine Influenza A-Welle ging
ab der 5. KW 2013 zusätzlich in eine Influenza B-Welle über,
die dafür sorgte, dass von der 11. bis einschließlich der 13. KW
2013 wiederum Positivraten von über 50 % erzielt wurden (sie-
he auch Tabelle 1 sowie Abbildungen 3 und 4).
In Sachsen wurden in der Saison 2012/2013 innerhalb des ÖGD-
Sentinels insgesamt 693 Influenza A- sowie 202 Influenza B-
Infektionen nachgewiesen. 399 der 686 mittels PCR typisierba-
ren Influenzaviren ließen sich dem Subtyp A(H1N1)pdm09 und
287 dem Subtyp A(H3N2) zuordnen. Bei einem Patienten lag
eine Doppelinfektion mit Influenzavirus A(H1N1)pdm09 sowie
Influenzavirus A(H3N2) vor.
Nach der Saison 2011/2012, in der im sächsischen Sentinel
(wie auch deutschland- und europaweit) vor allem Influenza
A(H3N2), gefolgt von Influenza B dominiert hatte und Influen-
za A(H1N1)pdm09 nur vereinzelt nachgewiesen wurde, war in
dieser Berichtssaison eine Kozirkulation der beiden Influenza
A-Subtypen A(H1N1)pdm09 und A(H3N2) sowie Influenza B zu
verzeichnen, wobei Influenza A(H1N1)pdm09, der Subtyp, der
im Jahr 2009 ausschließlich aufgetreten war, am häufigsten
nachgewiesen wurde.
Detaillierte Angaben zu den sächsischen Ergebnissen sind im
Abschnitt 2 – Influenza-Sentinel/mikrobiologischer Teil aufge-
führt.
Mit insgesamt 1.785 Einsendungen (davon 894 mit positivem Er-
gebnis) während des Sentinelzeitraumes (40. KW 2012 – 17. KW
2013) wurden in den LUA-Laboratorien verglichen mit der Vor-
jahressaison, die sich durch eine ausgesprochen moderate Influ-
enzawelle auszeichnete, die vierfache Probenanzahl untersucht.
Die Positivrate, das heißt der Prozentsatz, der den Anteil der
Sentinelproben darstellt, in denen Influenzaviren nachgewiesen
wurden, erreichte mit 50,1 % einen bisher nie erreichten Wert.
Tabelle 3 liefert einen Überblick über die Sentinel-Erhebungen
seit 1999 hinsichtlich Anzahl der Probeneinsendungen bzw.
Nachweise, der Positivraten sowie der Influenzavirus-Typen und
-Subtypen.

│7
0
20
40
60
80
100
120
140
0
50
100
150
200
250
300
350
27.
29.
31.
33.
35.
37.
39.
41.
43.
45.
47.
49.
51.
1.
3.
5.
7.
9.
11.
13.
15.
17.
19.
21.
23.
25.
Influenzavirus-Nachweise
Erkrankungen pro 100.000 Einwohner
2012
Kalenderwoche
2013
Influenzavirus-Nachweise
Inzidenz 2012/2013
Normalgang
präepidemische Schwelle
epidemische Schwelle
Inzidenz 2011/2012
Abbildung 3:
ARE und Influenza in Beziehung zum Normalgang 27. KW 2012 – 26. KW 2013, Stadt Chemnitz
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
0
2000
4000
6000
8000
10000
12000
14000
40.
41.
42.
43.
44.
45.
46.
47.
48.
49.
50.
51.
52.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
Mittelwert
Erkrankungen
2012
Kalenderwoche
2013
Erkrankungen
gesamt
Mittelwert pro
meldende
Praxis/Einrichtung
Abbildung 4:
Akute respiratorische Erkrankungen (ARE) in Sachsen 2012/2013

8 │
0
10
20
30
40
50
60
40.
41.
42.
43.
44.
45.
46.
47.
48.
49.
50.
51.
52.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
Mittelwert pro meldende Praxis/Einrichtung
2012
Kalenderwoche
2013
2011/12
aktuell 2012/13
Erwartungswert
moderat
Signalschwelle
Abbildung 5:
Akute respiratorische Erkrankungen (ARE) in Sachsen 2011/2012 und 2012/2013, Mittelwert pro meldende Praxis/Einrichtung
Tabelle 3:
In der LUA Sachsen erhobene Influenzavirus-Nachweise Saison 1999/2000 bis 2012/2013
Saison
Anzahl
Probeneinsen-
dungen
Anzahl Nachweise
(Anzucht und/oder
PCR)
Positivrate
(%)
Anzahl Proben
Nachweis
Infl. A
Anzahl Subtyp
A(H1N1)
Anzahl Subtyp
A(H1N2)
Anzahl Subtyp
A(H3N2)
Anzahl Proben
Nachweis
Infl. B
2012/2013
1.785
895
50,1
692
12)
399
11)12)
-
287
12)
202
2011/2012
436
101
23,2
76
5
11)
-
69
25
2010/2011
1.267
524
41,4
310
2)
309
2)11)
-
1
2142)
2009/2010
2.364
920
38,9
920
917
11)
-
-
-
2008/2009
2.296
826
36,0
679
3)4)
8
-
369
3)
149
3)
2007/2008
1.629
449
27,6
190
188
-
2
259
2006/2007
2.088
733
35,1
732
1)5)
16
1)
-
290
1)
1
2005/2006
1.183
181
15,3
48
6)
11
-
36
133
2004/2005
4.310
1.922
44,6
1.192
7)8)
110
7)
-
194
7)
748
7)
2003/2004
1.628
482
29,6
482
-
-
482
-
2002/2003
3.588
1.195
33,3
1.088
9)
1
1
1.086
110
9)
2001/2002
1.239
411
33,2
174
10)
-
3
171
241
10)
2000/2001
1.379
401
29,1
397
396
-
1
4
1999/2000
1.854
411
22,2
411
-
-
411
-
1) davon 1 Doppelinfektion A(H1N1) und A(H3N2)
2) davon 3 Doppelinfektionen A(H1N1)pdm09 und B
3) davon 2 Doppelinfektionen Influenza A(H3N2) und B
4) davon 292 x nicht typisiert und 10 nicht typisierbar
5) davon 427 x nicht typisiert
6) davon 1 x nicht typisierbar
7) davon 18 Doppelinfektionen: 4 x Influenza A (H1N1) und B, 3 x Influenza A (H3N2) und B sowie 11 x Influenza A (nicht typisiert) und B
8) davon 888 x nicht typisiert
9) davon 3 Doppelinfektionen Influenza A und B
10) davon 4 Doppelinfektionen Influenza A und B
11) Subtyp A(H1N1)pdm09
12) davon 1 Doppelinfektion A(H1N1)pdm09 und A(H3N2)

│9
1.2 Sächsische Meldedaten nach dem
Infektionsschutz-
gesetz (IfSG)
Zusätzlich zu den in den Laboratorien der LUA Sachsen und im
Rahmen des ARE-/Influenza-Sentinels identifizierten Influenza-
viren wurden im Verlauf der Saison natürlich auch in anderen
entsprechenden Einrichtungen Influenzaerkrankungen labordi-
agnostisch bestätigt, gemäß IfSG an die zuständigen Gesund-
heitsämter gemeldet und von diesen an die LUA übermittelt.
Insgesamt wurden ab der 40. KW 2012 bis einschließlich der
17. KW 2013 im Freistaat 10.025 Influenzaerkrankungen melde-
technisch erfasst. Somit wurde im Vergleich zur Vorsaison annä-
hernd die 20fache Fallzahl erreicht. Die in der Saison 2012/2013
von den sächsischen Gesundheitsämtern übermittelten Influen-
za-Nachweise gliedern sich auf in 6.575 Influenza A- (davon
wiederum 2.356 x als Influenza A(H1N1)pdm09 und 261 x als
Influenza A(H3N2) diagnostiziert), 2.835 Influenza B- sowie 615
nicht typisierte Influenza-Nachweise (siehe Abbildung 6).
Klein- und Grundschulkinder (1-9 Jahre) stellten in dieser Sai-
son mit insgesamt 32 % die am meisten betroffene Altersgrup-
pe, gefolgt von den jungen Erwachsenen (25 bis 44 Jahre) mit
23 % und den Personen im Alter zwischen 45 und 64 Jahren mit
21 %. Jugendliche und junge Erwachsene (10 bis 24 Jahre) stell-
ten nur insgesamt 16 % der gemeldeten Erkrankungsfälle. 2 %
der Erkrankungen traten bei Säuglingen (< 1 Jahr) auf und nur
6 % aller Erkrankungen wurden bei über 65-Jährigen registriert.
Auch in der Vorsaison hatte der Anteil der Patienten, die der
Altersgruppe der Senioren zugeordnet werden konnten, nur 5 %
betragen. Verglichen mit vorherigen Influenzaberichtsjahren er-
krankten in der Saison 2012/2013 verhältnismäßig viele Perso-
nen im Erwachsenenalter: 57 % aller gemeldeten Fälle betrafen
Patienten, die älter als 15 Jahre waren (siehe Abbildung 8).
Insgesamt 1.240 der gemeldeten Erkrankten (12 %) mussten im
Krankenhaus behandelt werden. Dieser Anteil der hospitalisier-
ten Patienten hatte in der Vorsaison 20 % betragen. In den Al-
tersgruppen der Säuglinge (< 1 Jahr) und Senioren (≥ 65 Jahre)
wurden mit 47 % bzw. 33 % anteilig die meisten Krankenhaus-
einweisungen notwendig, während 17 % der Kleinkinder (1-5
Jahre) und 11 % der Schulkinder bzw. Jugendlichen (6-19 Jahre)
stationär aufgenommen wurden, war dies nur bei 10 % der 45-
bis 64-jährigen bzw. 5 % der 20- bis 44-jährigen Erwachsenen
erforderlich (siehe Abbildungen 7 und 8).
0
200
400
600
800
1000
1200
1400
40 42 44 46 48 50 52
2
4
6
8
10 12 14 16
Anzahl
Meldewochen
Influenza, nicht
typisiert
Influenza B
Influenza A
Abbildung 6:
Influenza 2012/2013 in Sachsen, gemeldete Influenza-Nachweise
0
200
400
600
800
1000
1200
1400
40 42 44 46 48 50 52 2
4
6
8 10 12 14 16 18 20
Anzahl
Meldewochen
Influenza-
Erkrankungen
Anteil der
Hospitalisierten
Abbildung 7:
Influenza 2012/2013 in Sachsen, Anteil der Hospitalisierten (Meldedaten nach IfSG)

10 │
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
2.000
2.200
2.400
> 1
1 - 4
5 - 9
10 - 14 15 - 19 20 - 24 25 44 45 - 64
65 <
Hospitalisierungrsate (%)
Fallzahl
Alter
Fallzahl
Hospitalisie-
rungsrate
Abbildung 8:
Influenza 2012/2013 in Sachsen, Altersverteilung (Meldedaten nach IfSG, 40. KW 2012 – 17. KW 2013)
1.3 Influenzasaison 2012/2013 innerhalb Europas
Auch im europäischen Ausland wurden im 4. Quartal 2012 zu-
nächst nur vereinzelt auftretende Influenza-Fälle registriert.
Insgesamt war in diesem Zeitraum in den gemäßigten Zonen
der Nordhalbkugel allenfalls niedrige Influenza-Aktivität zu ver-
zeichnen.
Zum Jahreswechsel berichteten dann Frankreich und Luxem-
burg für die 51. KW 2012 über mittlere Influenza-Aktivität, in
der folgenden Woche schlossen sich Italien, die Niederlande
und Norwegen an. Sowohl syndromische als auch die virolo-
gischen Indikatoren kündigten hier den Beginn der jährlichen
Grippewelle an. Die interpolierte Verteilung der im Rahmen von
europäischen Sentinelsystemen nachgewiesenen Influenzavi-
ren bis einschließlich der 52. KW 2012 ergab 26 % Influenza
A(H3N2), 20 % Influenza A(H1N1)pdm09 sowie 54 % Influenza
B. Charakterisierungen zeigten, dass der überwiegende Anteil
(91 %) der untersuchten Influenza B-Viren der Yamagata-Linie
angehörte, die auch als Komponente im aktuellen trivalenten
Influenzaimpfstoff enthalten war.
Zu Jahresbeginn 2013 (1. KW) meldeten 16 von 29 europäischen
Ländern einen steigenden Trend der Influenza-Aktivität, die Po-
sitivrate europäischer Sentinelproben stieg von durchschnittlich
25 % in den letzten drei Wochen des Jahres sprunghaft auf
44 % an. In der 2. KW 2013 übermittelten dann 19 Länder eine
Zunahme der Influenza-Aktivität. Island war das erste europäi-
sche Land, das in der 3. KW 2013 eine hohe Influenza-Aktivität
registrierte, Belgien folgte in der 4. KW 2013. Innerhalb Europas
wurden die zirkulierenden Influenzavirustypen bzw. -subtypen
je nach Region in unterschiedlich hohen Anteilen nachgewiesen.
Während in westeuropäischen Ländern (Spanien, Italien, Irland)
Influenza B vorherrschte, kozirkulierten in Frankreich und Eng-
land Influenza A- und B-Viren in etwa gleich starken Anteilen.
In Deutschland, Skandinavien und den Ländern Osteuropas do-
minierte hingegen der Influenzasubtyp A(H1N1)pdm09, zum Teil
mit deutlicher Kozirkulation von Influenza A(H3N2) und/oder
Influenza B. Nur Griechenland berichtete über dominant zirku-
lierende Influenza A(H3N2)-Viren. In der 5. KW 2013 meldeten
neben Belgien auch Luxemburg, Deutschland und Schweden
hohe Influenza-Aktivität, 22 europäische Länder berichteten
einen steigenden Trend. Belgien informierte in der 6. KW 2013
erstmals über eine sehr hohe Influenza-Aktivität, gleichzeitig
beobachteten die ersten sechs europäischen Länder (u. a. die
Niederlande, Polen, Irland) bereits einen Rückgang derselben.
In der 8. KW 2013 verzeichneten dann bereits 15 Länder eine
sinkende oder stabile Entwicklung, die seit mindestens zwei
aufeinanderfolgenden Wochen angehalten hatte, während nur
noch sechs Länder einen Anstieg der Influenza-Aktivität re-
gistrierten. In den folgenden zwei Wochen meldeten nur noch
Finnland und Deutschland, ab der 11. KW 2013 dann kein eu-
ropäisches Land mehr hohe Influenza-Aktivität. Mit Ausnahme
von Rumänien (auch hier wurde dann ab der 12. KW 2013 ein
Rückgang beobachtet) übermittelten alle Staaten nunmehr sta-
bile oder sinkende Werte. Die Aktivität war überall rückläufig
oder befand sich bereits auf dem Niveau der Hintergrundaktivi-
tät (Zypern, Polen).
Der Höhepunkt der Influenza-/ARE-Aktivität lag in Europa zwi-
schen der 52. KW 2012 und der 8. KW 2013. Die interpolierte
Verteilung der im Rahmen von europäischen Sentinelsyste-
men von der 40. KW 2012 bis einschließlich der 14. KW 2013
nachgewiesenen Influenzaviren ergab 29 % Influenza A(H1N1)
pdm09, 18 % Influenza A(H3N2) sowie 53 % Influenza B.
Die Influenzawelle der Saison 2012/2013 breitete sich (wie
schon oft zuvor) vom Westen bzw. Nordwesten und Süden Eu-
ropas nach Osten aus. Ungefähr die Hälfte der in europäischen
Sentinelsystemen identifizierten Influenzaerkrankungen beruh-
ten auf einer Infektion mit Influenza B. 62 % der Influenza A-
Fälle waren durch den Subtyp A(H1N1)pdm09, 38 % durch den
Subtyp A(H3N2) verursacht.

image
│11
1.4 Influenzavirus-Nachweise bei Geimpften
(Sächsi-
sches ARE-/Influenza-Sentinel)
Zu 1.561 der insgesamt untersuchten 1.785 Einsendungen
(87,5 %) liegen uns Angaben zum Impfstatus vor. Somit wurde
bei 224 (12,5 %) der Untersuchten anlässlich der Probenahme
leider kein Impfstatus erhoben. In der vorangehenden Saison
2011/2012 erfolgte bei 27,5 %, in der Saison 2010/2011 bei
17,6 % und in der Saison 2009/2010 bei 15,1 % der Proben-
einsendungen keine Influenza-Impfanamnese oder zumin-
dest keine Eintragung derselben auf dem Probenbegleitschein.
Demzufolge sind wir dem Ziel einer lückenlosen Erfassung der
Impfanamnese erfreulicherweise näher gekommen. Laut Impfa-
namnese aktuell gegen Influenza geimpft waren insgesamt 162
(9,1 %) der Patienten, von denen Proben bei uns eingegangen
waren, 1.399 Probanden (78,4 %) waren anamnestisch gegen
Influenza ungeimpft.
Für die folgenden Berechnungen zu Erkrankung und Impfung
wird die Anzahl von 1.561 Probanden bzw. von 786 Positiv-
Nachweisen mit erhobenem aktuellen Impfstatus Influenza be-
treffend (geimpft oder ungeimpft) zugrunde gelegt.
Trotz gesicherter Grippeimpfung erkrankten 72 Probanden un-
seres Sentinels an Influenza. Bei diesen wurde im Labor in 55
Fällen Influenza A (hierunter 42 x A(H3N2) sowie 11 x A(H1N1)
pdm09) und in 17 Fällen Influenza B diagnostiziert.
Der Anteil
geimpfter Personen an allen mit Influenzavirus-Nachweis (=
Influenza-Positive) betrug insgesamt 9,2 %
(Anteil Ungeimpf-
ter: 90,8 %) und war somit deutlich niedriger als im vergange-
nen Jahr. Zum Vergleich: In der Saison 2011/2012 erkrankten
18,1 % Geimpfte, 2010/2011 hingegen nur 6,4 %, 2009/2010
(pandemische Welle) sogar nur 1 %, 2008/2009 11,4 %,
2007/2008 7 %, 2006/2007 13 % und 2005/2006 14,6 % Ge-
impfte (siehe Abbildung 9).
Betrachtet man nun die 72 Probanden, die trotz Impfung an
Influenza erkrankten, so stellt man fest, dass 12 dieser Patien-
ten im „ungeschützten“ Zeitfenster erkrankten, innerhalb von
14 Tagen nach Impfung, also höchstwahrscheinlich noch gar
kein vollständiger Impfschutz aufgebaut werden konnte. Bei
drei weiteren Patienten wurde der Impftermin nicht auf dem
Probenbegleitschein erfasst. Die Influenzavirus-Nachweise bei
den 57 Personen, die später als 14 Tage nach Impfung erkrank-
ten, gliedern sich auf in 34 x Influenza A(H3N2), 8 x A(H1N1)
pdm09, 2 x Influenza A nicht typisiert sowie 13 x Influenza B.
Die Relation von Geimpften zu Ungeimpften in der Gesamtgrup-
pe der Influenza-Positiven lag insgesamt bei 1:9,9; d. h.
un-
ter den Erkrankten waren 10-mal so viele Ungeimpfte wie
Geimpfte
. Während für Geimpfte eine auf die Anzahl der Pro-
beneinsendungen (mit Impfstatus) bezogene
Erkrankungsrate
von 4,6 % (Relation 72 positive Geimpfte / 1.561 Proben mit
bekanntem Impfstatus) ermittelt werden konnte, betrug diese
bei Ungeimpften insgesamt 45,7 % (Relation 714 positive Un-
geimpfte / 1.561 Proben mit bekanntem Impfstatus).
Auf Grund der hohen Probenanzahl und der Kozirkulation dreier
Influenzaviren bietet sich in dieser Saison zudem eine Betrach-
tung der Impfdurchbrüche differenziert nach den verschiedenen
Influenzatypen bzw. -subtypen an.
Bei 613 von 692 nachweislich an Influenza A erkrankten Pro-
banden des Sentinels war der Impfstatus bekannt. Sie gliedern
sich auf in 55 Geimpfte und 558 Ungeimpfte. Demzufolge wa-
ren unter allen Influenza A-Positiven, von denen der Impfstatus
bekannt war, 9 % geimpft und 91 % nicht geimpft. Eine weitere
Aufgliederung nach den Subtypen A(H1N1)pdm09 und A(H3N2)
ergibt folgendes Bild: Bei 357 der 399 Patienten mit A(H1N1)
pdm09-Nachweis wurde ein Impfstatus erhoben, 11 von diesen
waren geimpft (3,1 %) und 346 (96,9 %) nicht. Bei 250 der 287
an Influenza A(H3N2)-Erkrankten lagen Angaben zum Impfsta-
tus vor. 42 (16,8 %) Personen waren geimpft, 208 (83,2 %) hin-
gegen nicht.
Definitive Angaben zum Impfstatus erfolgten bei 173 der 202
Influenza B-Positiven. In dieser Gruppe befanden sich 17 ge-
impfte und 156 ungeimpfte Patienten. Also waren unter allen
Influenza B-Positiven mit bekanntem Impfstatus 9,8 % geimpft
und 90,2 % nicht.
Die Relation von Geimpften zu Ungeimpften betrug bei den In-
fluenza A-Positiven 1:10,2, bei Influenza B-Positiven 1:9,1. Das
heißt, unter den an Influenza A Erkrankten waren 10-mal so
viele Ungeimpfte wie Geimpfte, unter den an Influenza B Er-
krankten 9-mal so viele Ungeimpfte wie Geimpfte. Allerdings
unterscheiden sich die beiden Influenza A-Subtypen deutlich:
Die Relation von Geimpften zu Ungeimpften ergab bei Influenza
A(H1N1)pdm09 das Verhältnis von 1:31,7, das heißt, unter den
an Influenza A(H1N1)pdm09-Erkrankten waren mehr als 30-mal
so viele Ungeimpfte wie Geimpfte. Bezüglich Influenza A(H3N2)
errechnete sich eine Relation von nur 1:4,9. Dementsprechend
befanden sich in dieser Gruppe also nur 5-mal so viele Unge-
impfte wie Geimpfte.
Die „Ungeimpftenrate“ (also die Erkrankungsrate der Ungeimpf-
ten mit Influenzavirus-Nachweis abzüglich der Erkrankungsrate
der Geimpften mit Influenzavirus-Nachweis dividiert durch die
Erkrankungsrate der Ungeimpften mit Influenzavirus-Nachweis)
lag in dieser Saison insgesamt bei ca. 90 %. Bezüglich Influenza
A ergab sich eine Ungeimpftenrate von 90,2 %, für Influenza B
von 89 %. Auch hier divergieren die beiden A-Subtypen erheb-
lich: für Influenza A(H1N1)pdm09 konnte eine Ungeimpftenra-
te von beeindruckenden 97 % erhoben werden, bei Influenza
A(H3N2) gelang durch die Schutzimpfung eine Verringerung der
Erkrankungsrate um immerhin 80 %.
Die durchschnittliche
Ungeimpftenrate von 90 %
, die die Ver-
ringerung der Erkrankungsrate bei den Geimpften gegenüber
den Ungeimpften darstellt, demonstriert auch in dieser Saison
wieder die Schutzwirkung der saisonalen Grippeimpfung. Zum
Vergleich: in der Saison 2011/2012 errechnete sich eine Unge-
impftenrate von 78 %, 2008/2009 von 87 %, 2007/2008 von
13
7
11
1
6
18
9
87
93
89
99
94
82
91
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13
Abbildung 9:
Relation geimpfter und ungeimpfter Personen mit Influenzavi-
rus-Nachweis
(Saison 2006/2007 bis 2012/2013, Sächsisches ARE-/Influenza-
Sentinel

12 │
0
100
200
300
400
500
600
27.
32.
37.
42.
47.
52/53.
5.
10.
15.
20.
25.
30.
35.
40.
45.
50.
3.
8.
13.
18.
23.
28.
33.
38.
43.
48.
1.
6.
11.
16.
21.
26.
31.
36.
41.
46.
51.
4.
9.
14.
19.
24.
29.
34.
39.
44.
49.
2.
7.
12.
17.
22.
Erkrankungen pro 100 000 Einwohner
2008
2009
2010
Kalenderwochen/Jahre 2011
2012
2013
Normalgang
epid. Schwelle
Inzidenz
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
Abbildung 10: ARE-Normalgang und Verlauf 2008 – 2013, Landkreis Mittelsachsen (gesamt)
92 % und 2010/2011 von 93 %. In der Ausnahme-Influenza-
saison 2009/2010 betrug die Ungeimpftenrate sogar 99 %.
Vergleicht man die Ungeimpftenraten der Saison 2012/2013
nach Virustypen, so rangiert die Schutzwirkung der Influenza
A(H1N1)pdm09-Impfstoffkomponente mit 97 % deutlich vor
Influenza B (89 %) und Influenza A(H3N2) mit 80 %.
Eine kontinuierliche Fortführung der Sentinelsysteme in Sach-
sen ermöglicht auch in Zukunft fundierte Aussagen sowie die
Beurteilung der Entwicklungen über Jahre (z. B. zum Ausmaß
von Epidemien, zum zeitlichen Ablauf, zur regionalen Ausbrei-
tung, zu den jeweiligen besonders betroffenen Altersgruppen
etc.).
Auf Grund der im Jahr 2008 vollzogenen Kreisgebietsreform im
Freistaat kann anhand der vorhandenen Daten ein 5-Jahres-
Vergleich nur anhand eines nicht „umstrukturierten“ Kreises
erfolgen.
Dies soll nachfolgend beispielhaft für die letzten 5 Jahre am
Landkreis Mittelsachsen (siehe Abbildung 10) dargestellt wer-
den (epid. Schwelle = epidemische Schwelle).
Bearbeiter: Dr. med. Dietmar Beier
Dr. med. Sophie-Susann Merbecks
Irina Briem
Annett Friedrich

│13
2 Auswertung des Influenza-Sentinels 2012/2013
im Freistaat Sachsen, mikrobiologischer Teil
2.1 Diagnostisches Procedere während des Sentinel-
Zeitraumes
An dem diagnostischen Procedere hat sich während des Sentinel-
Zeitraumes 2012/2013 nichts gegenüber dem von 2011/2012
geändert. Routinemäßig wurden die eingegangenen Abstrich-
materialien (Nasen-/Rachenabstrich oder Rachenabstrich) mit-
tels einer spezifischen PCR auf Influenza A(H1N1)pdm09-Virus
sowie mit zwei weiteren PCRs auf die anderen Subtypen des
Influenza A- sowie das Influenza B-Virus untersucht. Beim posi-
tiven Ausfall einer PCR folgte in den meisten Fällen der Versuch
eines kulturellen Virusnachweises mittels MDCK- (Madin Darby
Canine Kidney-)Zellen. Isolierte Virusstämme wurden mittels
monospezifischer Antiseren subtypisiert und dabei mit den je-
weiligen Referenzvirusstämmen der Impfstoffkomponenten ver-
glichen.
Wie seit Jahren praktiziert, erfolgt zu Beginn des Sentinels mit
dem Nationalen Referenzzentrum Influenza am Robert Koch-In-
stitut Berlin eine Absprache über den Umfang und die Auswahl
von Isolaten, die zu einer weiterführenden Diagnostik (intraty-
pischen Differenzierung auf Genomebene) eingesandt werden
können.
2.2 Ergebnisse des Sentinels von Oktober 2012 bis April
2013
Das Influenza-Sentinel 2012/2013 war gekennzeichnet durch
eine gegenüber dem Vorjahr deutlich stärkere Zirkulation von
Influenzaviren, was sich in den Einsendezahlen und Virusnach-
weisen entsprechend niederschlug.
Insgesamt gingen im Zeitraum des Sentinels von Oktober 2012
bis April 2013 1.785 Abstrichmaterialien (Nasen-/Rachen- oder
Rachenabstriche) zur Untersuchung ein. Die Verteilung der
Probenzahlen auf die einsendenden Einrichtungen (Sentinel-
Arztpraxen, Krankenhäuser, Gesundheitsämter) ist in Tabelle 1,
die Verteilung nach territorialen Gesichtspunkten in Tabelle 2
dargestellt.
In 894 (50,1 %) der 1.785 Abstrichmaterialien konnten mole-
kularbiologisch Influenzaviren nachgewiesen werden. Darunter
war eine Doppelinfektion mit Influenza A(H1N1)pdm09 und In-
fluenza A(H3N2), woraus sich 895 Nachweise ergaben. In Abbil-
dung 1 sind die Relationen Probenzahl/positive PCR-Ergebnisse
je Kalenderwoche (KW) dargestellt.
Ab der 2. KW 2013 nahmen die Einsendungen deutlich zu und
hielten bis zur 12. KW 2013 in beträchtlichem Umfang an. Ab
der 13. KW nahmen die Probeneingänge kontinuierlich ab.
In der 5. KW 2013 wurde der Gipfel der Einsendezahlen und
Virusnachweise erreicht. In der letzten Sentinelwoche (17. KW
2013) kamen noch 12 Proben zur Untersuchung, nur bei einer
Probe ließ sich Influenza A(H3N2) nachweisen.
Der erste Nachweis eines Influenzavirus (Influenza A(H3N2))
gelang mittels PCR in der 47. KW 2012. Ab der 50. KW 2012
nahmen die Influenzavirus-Nachweise zu, wobei Influenza
Tabelle 1: Probeneinsender, Probenzahl, positive Proben
und Positivrate nach PCR-Diagnostik
Einsender
Anzahl der
Proben
Anzahl der PCR-
positiven Genom-
nachweise
Positivrate [%]
Sentinel-Arztpraxen
978
578*
59,1
Krankenhäuser
678
247
36,4
Gesundheitsämter/
Institute
129
70
54,3
Gesamt
1.785
895
50,1
* 1 Doppelinfektion
Tabelle 2: Aufschlüsselung der Probeneinsendungen und
der positiven Influenzavirus-Genomnachweise
nach territorialen Gesichtspunkten
Kreis
Anzahl der
Einsender
Anzahl der
Einsendungen
Anzahl positiver
Influenzavirus-
Genomnach-
weise
Landesdirektion Sachsen, Bereich ehemalige LD Chemnitz (5 Kreise)
Chemnitz/Stadt
16
166
92
Erzgebirgskreis*
19
458
223
Mittelsachsen
11
204
72
Vogtlandkreis
6
21
12
Zwickau
15
56
33
Gesamt
67
905
432
Landesdirektion Sachsen, Bereich ehemalige LD Dresden (5 Kreise)
Bautzen
8
84
44
Dresden/Stadt
3
18
7
Görlitz
2
13
2
Meißen
7
108
82
Sächsische
Schweiz-Osterz-
gebirge
11
107
57
Gesamt
31
330
192
Landesdirektion Sachsen, Bereich ehemalige LD Leipzig (3 Kreise)
Leipzig/Stadt
14
179
111
Leipzig
7
334
138
Nordsachsen
3
37
22
Gesamt
24
550
271
Gesamtsumme
122
1.785
895
* 1 Doppelinfektion

14 │
0
50
100
150
200
250
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
Probenzahl
Kalenderwoche
Proben
PCR-Positive
Anzahl eingesandte Proben: 1.785
Anzahl
PCR-Positive:
894
Abbildung 1:
Relation von Probenanzahl zur Anzahl PCR-positiver Proben, aufgeschlüsselt nach Kalenderwochen während des Influenza-Sentinels
40.
41.
42.
43.
44.
45.
46.
47.
48.
49.
50.
51.
52.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
Infl. A
0
0
0
0
0
0
0
1
1
0
6
12
0
13
26
59
101 114 100
82
68
34
15
16
28
9
3
0
3
1
Infl. B
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
4
7
4
12
14
7
14
22
20
28
28
18
11
9
4
0
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
110
120
KW
Abbildung 2:
Positive Genomnachweise von Influenzavirus A und B pro Kalenderwoche

│15
A(H1N1)pdm09, Influenza A(H3N2) und Influenza B gemeinsam
zirkulierten. Bis zur 7. KW 2013 hatte Influenza A(H1N1)pdm09
einen deutlich höheren Anteil an den Gesamtnachweisen, an-
schließend traf dies für Influenza A(H3N2) zu und ab der 10. KW
2013 prädominierte Influenza B.
Im gesamten Sentinelzeitraum überwog mit 399 Nachweisen
Influenza A(H1N1)pdm09, gefolgt von Influenza A(H3N2) mit
287 und Influenza B mit 202 Nachweisen. Darin enthalten ist
eine Doppelinfektion mit den beiden Influenza A-Subtypen.
In Abbildung 2 ist die Verteilung der positiven Genomnachweise
der Virustypen Influenza A und B auf die einzelnen Kalenderwo-
chen dargestellt.
Dem Nachweis von Influenza A-Viren, die nicht zum Subtyp
Influenza A(H1N1)pdm09 gehörten, folgten weitere molekular-
biologische Differenzierungen zum Nachweis des Neuraminida-
se (N)- und Hämagglutin (H)-Gens. Nicht in jedem Fall gelang
der Nachweis beider Gene. Bei 260 Proben konnte mittels PCR
der Nachweis von H3 und N2, bei 22 nur der Nachweis von H3
sowie bei 5 nur der Nachweis von N2 erbracht werden. Da im
gesamten Sentinelzeitraum bei Influenza A neben Influenza
A(H1N1)pdm09 nur Influenza A(H3N2) zirkulierte, wurden die
Proben mit dem isolierten Nachweis von H3 bzw. N2 zahlenmä-
ßig Influenza A(H3N2) zugerechnet. 7 Isolate ließen sich nicht
weiter subtypisieren.
Von den 894 Probenmaterialien mit dem Nachweis von Influen-
zaviren mittels PCR wurden 786 Virusanzuchtversuche unter-
nommen, von denen 312 (39,7%) erfolgreich waren. 144-mal
konnte Influenza A(H1N1)pdm09, 25-mal Influenza A(H3N2)
und 143-mal Influenza B angezüchtet werden.
Von den 143 kulturell nachgewiesenen und subtypisierbaren In-
fluenza B-Virusisolaten gehörten 46 (32,2%) zur Victoria-Linie
(Variante B/Brisbane/60/08-like) und 97 (67,8%) zur Yamagata-
Linie, von der ein Vertreter (B/Wisconsin/1/2010-like) die Impf-
stoffkomponente für Influenza B darstellte.
Alle isolierten Virusstämme wurden zur Bewertung der Über-
einstimmung mit den Impfstoffkomponenten mittels monospe-
zifischer Antiseren feintypisiert. Die Influenza A(H1N1)pdm09-
Isolate reagierten gut mit dem Immunserum A/California/7/09
H1N1(2009)-like, die Isolate von Influenza A(H3N2) mit dem
Immunserum A/Victoria/361/2011-like und die Isolate der
Yamagata-Linie von Influenza B gut mit B/Wisconsin/1/2010-
like.
Aus den Ergebnissen der Typisierung/Subtypisierung und der Re-
aktion der angezüchteten Virusstämme mit den entsprechenden
Immunseren zeigte sich eine gute Übereinstimmung zwischen
zirkulierenden Virustypen und den Impfstoffkomponenten. Eine
Ausnahme stellte nur die Victoria-Linie von Influenza B dar, die
nicht im Impfstoff vertreten war. Ab der kommenden Saison soll
sich das ändern, dann wird ein Impfstoff verfügbar sein, der Ver-
treter beider Linien (Yamagata- und Victoria-Linie) enthält.
In den Abbildungen 3 und 4 sind die Verteilungen der Influen-
zavirus-Typen/-Subtypen an der Gesamtzahl der Influenzavirus-
Nachweise pro Jahrgang (Abb. 3) bzw. pro Virustyp (Abb. 4) ab
Sentinel-Zeitraum 2003/2004 bis 2012/2013 dargestellt.
Zusammenfassung der Ergebnisse:
Anzahl
Anteil an allen Nach-
weisen
Anzahl eingesandter Proben innerhalb des Sentinel-Zeitraumes:
1.785
Anzahl der Proben mit einem
positiven Ergebnis in der PCR:
(s. Abb. 1)
894
50,1 %
Anzahl der positiven PCR-Ergebnisse je Typ/Subtyp:
(s. Abb. 2)
895*
davon:
Influenza A:
693
77,4 %
Anteil Nachweise an
Influenza A
Influenza A(H1N1)pdm09
399*
44,6 %
57,6 %
Influenza A(H3N2)
287*/**
32,1 %
41,4 %
Influenza A nicht typisierbar (nicht A(H1N1)pdm09)
7
0,8 %
1,0 %
davon:
Influenza B
202
22,6 %
Anzahl der Virus-Anzuchtversuche:
786
Anzahl der Proben mit einem
positiven Ergebnis in der Virusanzucht:
312
39,7 %
davon:
Influenza A-Virus:
169
54,2 %
Anteil Nachweise an
Influenza A
Influenza A(H1N1)pdm09
144
46,2 %
85,2 %
Influenza A(H3N2)
25
8,0 %
14,8 %
davon:
Influenza B-Virus:
143
45,8 %
Anteil Nachweise an
Influenza B
Viktoria-Linie
46
14,7 %
32,2 %
Yamagata-Linie
97
31,1 %
67,8 %
Gesamt:
312
100 %
* 1 Doppelinfektion
** 22-mal nur H3 nachweisbar, 5-mal nur N2 nachweisbar

16 │
22,2
6,1
5,2
41,9
1,7
99,7
59,0
5,0
44,6
100,0
39,2
20,4
94,7
0,4
80,3
0,2
68,3
32,1
38,6
73,5
0,1
57,7
18,0
40,8
24,8
22,6
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
Prozent
Jahre
A (H1N1)
A (H3N2)
B
A (H1N1)pdm09
* 0,3% Influenza A nicht typisierbar / **1,98% Influenza A nicht typisierbar/***0,78% Influenza A nicht typisierbar
*
**
***
Abbildung 3:
Anteil der Typen/Subtypen an der Gesamtzahl der Influenzavirus-Nachweise in %, beginnend mit der Saison 2003/2004 pro Jahrgang
0,0
22,2
6,1
5,2
41,9
1,7
99,7
59,0
5,0
44,6
100,0
39,2
20,4
94,70
0,4
80,3
0,0
0,2
68,3
32,1
0,0
38,6
73,5
0,1
57,7
18,0
0,0
40,8
24,8
22,6
0
20
40
60
80
100
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
2003/04
2004/05
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
Prozent
Jahre
A(H1N1)pdm09
B
A (H3N2)
A (H1N1)
Abbildung 4:
Anteil der Typen/Subtypen an der Gesamtzahl der Influenzavirus-Nachweise in %, beginnend mit der Saison 2003/2004 pro Virustyp
Bearbeiter: Dr. med. Ingrid Ehrhard
Dipl.-Biol. Gertraude Helbig

│17
3 Influenza-Impfstoff für die Saison 2013/2014
Nach Auswertung aller molekularbiologischen, virologischen
und serologischen Befunde im Rahmen der weltweiten Surveil-
lance in der Influenzasaison 2012/2013 wurde von der WHO für
die Nordhalbkugel im kommenden Winter (Saison 2013/2014)
die folgende Impfstoffzusammensetzung empfohlen:
]
A/California/7/2009 (H1N1)pdm09-like virus
]
A/Victoria/361/2011 (H3N2)-like virus
]
B/Massachusetts/2/2012-like virus
Die Zusammensetzung des Influenza-Impfstoffes für die nächste
Saison unterscheidet sich somit sowohl von der des bei uns ver-
wendeten Impfstoffes in der Saison 2012/2013 als auch von dem
der Südhalbkugel im Jahr 2013 in der B-Komponente. Diese ge-
hört, wie auch die Vorgänger-Komponente B/Wisconsin/1/2010,
der Yamagata-Linie an. Seit 2001/2002 ist eine Kozirkulation
der beiden Influenza B-Linien Victoria und Yamagata zu beob-
achten. In Konsequenz dieser Situation hat die WHO neben den
trivalenten erstmals (seit Sommer 2013 auf der Südhalbkugel)
auch quadrivalente Influenza-Impfstoffe empfohlen, die neben
Antigenen der beiden Influenza A-Virus-Subtypen (H3N2 und
H1N1) auch Antigene von Influenza B-Virusstämmen beider
Linien (Victoria und Yamagata) enthalten. Als Vertreter der B-
Victoria-Linie wurde durch die WHO
]
B/Brisbane/60/2008-like virus
ausgewählt. Hierdurch kann eine bessere Wirksamkeit der Imp-
fung bezüglich Influenza B erzielt werden.
Mindestens ein quadrivalenter Influenza-Impfstoff wird in der
Saison 2013/2014 auch in Deutschland verfügbar sein.
Bearbeiter: Dr. med. Dietmar Beier
Schließlich sei auch in diesem Jahr allen an den verschiedenen
Sentinelsystemen beteiligten Arztpraxen, Gesundheitsämtern,
Krankenhäusern und sonstigen Einrichtungen für die engagierte
Mitarbeit, ohne die eine aussagefähige epidemiologische Analy-
se nicht möglich wäre, herzlich gedankt. Im Sinne der Qualität
unseres Sentinels möchten wir Sie für die nächste Saison wie-
derum um eine lückenlose Datenerhebung, also das unbedingt
notwendige komplette Ausfüllen der Probenbegleitscheine, bit-
ten. Bitte bedenken Sie, dass es sich beim Sentinel nicht um
Routinediagnostik, sondern um ein Surveillance-Programm des
Öffentlichen Gesundheitsdienstes des Freistaates Sachsen han-
delt. Äußerst wichtig für die Bewertung der Wirksamkeit der
Influenza-Impfung ist insbesondere die lückenlose Erfassung
der Impfanamnese! Sie können damit wesentlich zur wissen-
schaftlichen Aussagekraft unseres Sentinels beitragen.
Wir freuen uns auf eine weiterhin effektive Zusammenarbeit in
der kommenden Saison 2013/2014.
Bearbeiter: Alle am Influenza-Sentinel
beteiligten LUA-Mitarbeiter

18 │

0
20
40
60
80
100
120
140
0
50
100
150
200
250
300
350
27.
29.
31.
33.
35.
37.
39.
41.
43.
45.
47.
49.
51.
1.
3.
5.
7.
9.
11.
13.
15.
17.
19.
21.
23.
25.
Influenzavirus-Nachweise
Erkrankungen pro 100.000 Einwohner
2012
Kalenderwoche
2013
Influenzavirus-Nachweise
Inzidenz 2012/2013
Normalgang
präepidemische Schwelle
epidemische Schwelle
Inzidenz 2011/2012
Herausgeber:
Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen
Jägerstr. 8/10, 01099 Dresden
Redaktion:
Dr. med. Dietmar Beier, LUA Sachsen, Standort Chemnitz, Tel. 0351/8144-3100
Redaktionskollegium:
Dr. med. Dietmar Beier, LUA Sachsen, Standort Chemnitz, Tel. 0351/8144-3100
Dr. med. Ingrid Ehrhard, LUA Sachsen, Standort Dresden, Tel. 0351/8144-1100
Gestaltung und Satz:
FG 4.2, LUA Sachsen, Standort Chemnitz, Zschopauer Str. 87, 09111 Chemnitz,
Tel.: 0351/8144-3206, Fax: 0351/8144-3920
Druck:
reprogress gmbh, Chemnitzer Str. 46b, 01187 Dresden, Tel: 0351/478980
Redaktionsschluss:
30. Juli 2013
Bezug:
Dieses offizielles Mitteilungsblatt der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits-
und Veterinärwesen des Freistaates Sachsen wird über Verteilerliste versandt und kann
kostenfrei im Internet abgerufen werden:
www.lua.sachsen.de
Titelbild:
Akute respiratorische Erkrankungen (ARE) und Influenzavirusnachweise (innerhalb des
Sentinelzeitraumes: 40. KW 2012 -17. KW 2013) in Beziehung zum Normalgang 27. KW
2012 - 26. KW 2013, Stadt Chemnitz