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Baumaßnahme:
2-phasiger, offener, interdisziplinärer
Realisierungswettbewerb gem. RPW 2013
Besucher- und Bildungszentrum UNESCO Geopark
Muskauer Faltenbogen
Leistung:
Objektplanung Gebäude und Freianlagen
TEIL A AUFGABE
Auslobung A 3.4 / 4.11:
- Als Wirtschaftsweg wird die betriebliche Zufahrt im Westen benannt, die Befahrbarkeit wird
jedoch auf die Bauphase beschränkt - sind hiermit nur für die Lastkraftwagen bis 40t gemeint?
Ist eine Anlieferung bzw. Feuerwehrzufahrt über diese Zuwegung möglich bzw. welche
Lastbeschränkungen gelten hierfür außerhalb der Bauphase?
Antwort: Die betriebliche Zufahrt von Westen wird als Feuerwehrzufahrt und für Anlieferungen
auch über die Bauphase hinaus zur Verfügung stehen können. Für die Fahrzeuggrößen sind
die Wurzel- und Kronenbereiche der Gehölze maßgebend, da diese nicht beschädigt werden
dürfen.
Auslobung A 4.1:
- Zur baulichen Anbindung darf die Nordfassade angepasst werden - gibt es diesbezüglich
Vorgaben/definierte Bereiche oder ist dies entwurfsabhängig freigestellt?
Antwort: Es ist richtig, dass die Nordfassade zur Anbindung des Neubaus angepasst werden
darf. Dabei ist zu beachten, dass die Traufhöhe, entspricht 113,6 m DHHN92, nicht
überschritten wird, s. auch A.3.3 und B 12, und dass die Fenster und Außentüren der Räume
002, 003, 005 und 006 im Erdgeschoss erhalten bleiben, da diese historischen Räume in ihrer
Gesamtheit erhalten bleiben sollen.
- An der Ostseite des Kavalierhauses soll ein barrierefreier Zugang realisiert werden - inwieweit
kann die Ostfassade hierfür verändert werden? Ist ein baulicher Anschluss des Neubaus an
die Ostfassade denkbar und gibt es diesbezüglich Vorgaben/definierte Bereiche bzw. ist dies
entwurfsabhängig freigestellt?
Antwort: Der barrierefreie Zugang
kann
an der Ostfassade vorgesehen werden. Die
Ostfassade kann für den baulichen Anschluss im notwendigen Maß angepasst werden. Auch
hier gilt, dass die Traufhöhe von 113,6 m DHHN92 nicht überschritten werden darf. Eine
umfangreiche Veränderung der Fassade darf nicht erfolgen. Ebenso sollte die Außentreppe
erhalten bleiben.

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Auslobung A 4.2:
- Für das Café ist gem. Auslobung eine Terrasse vorzusehen ist diese zwingend an der
Nordseite des Kavalierhauses anzuordnen oder wäre auch eine Anordnung westlich im
Bereich der Wirtschaftsflächen denkbar? Ist eine Zugänglichkeit nur über das Café oder ggf.
auch von außen gewünscht?
Antwort: Die Terrasse kann nur innerhalb des Baufeldes angeordnet werden. Die westlich
gelegene Wirtschafts- und Wegefläche gehört nicht zum Baufeld. Die Zugänglichkeit sollte
über das Café erfolgen.
- Wäre ggf. eine Kombination der Terrasse mit dem „Tertiärhain“ denkbar, wenn eine separate
Zugänglichkeit gewährleistet wird oder ist eine bauliche Trennung zwingend?
Antwort: Die Terrasse und die Ausstellungsflächen sollten baulich getrennt bleiben, da für den
Fall eines künftigen Eintrittsgeldes die Trennung und damit Kontrolle der Zugänge gewahrt
bleiben soll. Zudem soll vermieden werden, dass sich ungewollte Besucherwege durch das
Café hindurch in die Ausstellung ergeben.
A 4.2 Umgang mit historischem Kavalierhaus
- Was ist für die Teile des Bestandsgebäudes geplant, die nicht für die Ausstellung genutzt
werden (Dachgeschosse, Teil des 1.OG, ggf. Untergeschoss)? Inwiefern sollen diese in die
Planung mit einbezogen werden?
Antwort: Die Dachgeschosse stehen auf Grund unzureichender statischer und
brandschutztechnischer Voraussetzungen für Nutzungen gleich welcher Art
nicht
zur
Verfügung. Die Räume im 1. Obergeschoss sind nur in den Teilen mit ausreichender
Raumhöhe (westlich, südlich und östlich gelegene Räume) für Nutzungen geeignet. Das
Untergeschoss ist für eine Nutzung grundsätzlich geeignet. s. A 4.2. Ob und in welchem
Umfang diese Flächen in die Nutzung einbezogen werden, ist entwurfsabhängig zu
entscheiden. Sollten die Flächen nicht genutzt werden, sind die Flächen an anderer Stelle
nachzuweisen.
- Welche Veränderungen im Inneren des Bestandsgebäudes sind im Hinblick auf den
Denkmalschutz zulässig? (1) Abriss von Wänden? (2) Abriss von Treppen? (3) Durchbrüche
in den Geschossdecken?
Antwort: Aufgrund der hohen Wertigkeit des Kerngebäudes (barockes Gartenpalais, erste
Hälfte des 17. Jahrhunderts; in der Abbildung Auslobungsunterlagen rot dargestellt) sind in
diesen Räumen aus denkmalfachlicher Sicht keine baulichen Änderungen zulässig.
In den anschließenden Bereichen sind behutsame Eingriffe wie Rückbauten von Wänden und
Nebentreppen denkbar. Zusätzliche Deckendurchbrüche sollten auch in Hinsicht auf das
statische Gefüge auf ein absolut notwendiges Minimum begrenzt bleiben.

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A 4.3 Der Neubau
- Wie genau soll sich der Neubau am Pücklerischen "C-Plan“ orientieren? Sind Dimensionen,
z.B. die Breite der Seitenflügel zu übernehmen? Sind auch alternative städtebauliche Ansätze
erwünscht?
Antwort: Der sogenannte C-Plan ist ein idealisierter Entwurf für den Hofbereich des
Kavalierhauses, bei dem die funktionalen Bedarfe der Gäste mustergültig angeordnet sind.
Unterschiedliche Pferdeställe, Remisen, Schwämme, Reitbahn fügen sich so zu einem
Hofensemble, das im Wesentlichen eine dreiflügelige Struktur einnimmt. Der Plan ist aber nie
umgesetzt worden, sodass eine getreuliche, detaillierte Orientierung an den Vorgaben des C-
Plans gar nicht in Betracht kommt. Es geht darum, das Anordnungsprinzip und seine
Dimensionierung aufzugreifen, neu zu interpretieren und dabei eine zu massive Abschottung,
Abriegelung des Hofes nach Norden – trotz des erwünschten, ganzjährig funktionierenden
Ausstellungsrundgangs – zu vermeiden.
Wir vom Auslober für den Neubau eine Lösung präferiert, bei der wie von Pückler geplant die
Nordseite der "3-Flügel-Anlage“ komplett offen bleibt?
Antwort: wie vor
Wenn ja, wie soll die gewünschte Verbindung zwischen Ost- und Westflügel baulich
ausgebildet sein, die sich nach dem Rundgang-Schema (Anlage C24) auf EG-Niveau befindet
(FB 10 Relais „Klimagalerie"?
Antwort: Der Entwurf dieser Verbindung ist Teil der Wettbewerbsaufgabe. Der Auslober kann
sich eine Lösung in Form eines Steges vorstellen.
A 4.4: Auslobung S. 29 und 32:
Der Boden vom überdächten Hof sollte auf dem
Untergeschossniveau des Kavalierhauses liegen, um eine plausible Größe der Pflanzen
erreichen zu können. Anderseits soll für die Wartung und Pflege der Pflanzenanlage eine
direkte Zugangsöffnung in den Pflanzhof vorzusehen werden. Auch kleinere
(Garten)Fahrzeuge sollen passieren können. Wie ist das gemeint? Ist ein Zugang für
Fahrzeuge im Untergeschoss über ein Rampe zu gewähren?
Antwort: Der Zugang / die Zufahrt für kleinere (Garten)Fahrzeuge in den Tertiärhain soll
ermöglicht werden. Welche Lösung dafür erforderlich ist, hängt vom Entwurf des Gebäudes
und der Freiflächen ab.
Auslobung A 4.4:
- Die Raumfolge im Bezug auf die Wegeführung insbesondere in/durch das Kavalierhaus wird
sehr präzise beschrieben - inwieweit sind hierbei Abweichungen möglich bzw. ist diese Abfolge
als gesetzt zu betrachten?
Antwort: Eine Raumabfolge ist nicht einzuhalten. Einzuhalten ist jedoch die thematische
Reihenfolge des Ausstellungskonzeptes.

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- Nicht für alle großen Exponate sind die Dimensionen angegeben (z.B. Dimension Erdkugel
FB 3; Höhe Säugetiergruppe FB 6.3) - wir bitten um Ergänzung aller diesbezüglich
einzuhaltenden Mindestmaße.
Antwort: In der Ausstellungsmatrix Anlage C 25 sind alle bisher erarbeiteten Angaben zur
Ausstellung enthalten. Darüber hinaus können keine Ergänzungen gemacht werden. Bzgl. der
Erdkugel in FB 3 ist ein Durchmesser von 1,5 m angegeben, die Installation wird insgesamt
die Höhe von 220 cm nicht überschreiten. Für die Großtiergruppe wird das Mammut als
größtes Tier
(Schulterhöhe
von ca. 2,8 bis ca. 3,7 m) maßgebend sein.
- Sind für die Exponate spezielle Einbringöffnungen vorzuhalten?
Antwort: Es sind keine speziellen Einbringöffnungen vorzusehen. Die Exponate und
Präsentationsmittel werden größtenteils vor Ort zusammengefügt. Aus diesem Grunde sollten
breite Türen/Zugänge im Neubau reichen.
- Sind die in der Auslobung erwähnten Experimentiertische (1,5 x 2,5 m) auch in den
Experimentierkabinetten FB 5 oder nur in den in den im Raumprogramm benannten Bereichen
(FB 8/12)?
Antwort: Die Experimentiertische können auch in den Experimentierkabinetten eingesetzt
werden. Es können aber auch kleinere vorgesehen werden.
- Ist die Raumhöhe von 4m für die Medientechnik in allen Ausstellungsräumen zu
gewährleisten bzw. in welchen Räumen ist dies notwendig?
Antwort: Für eine größere Flexibilität ist eine Raumhöhe von 4 m in möglichst allen
Ausstellungsflächen, die sich auf dem Niveau +/- 0.00 befinden, vorzusehen. Flächen, die auf
dem Niveau des UG des historischen Kavalierhauses liegen, können vermutlich die
Raumhöhe von 4,0 m nicht (überall) erreichen.
Besonders in folgenden Funktionsbereichen, ist eine Deckenhöhe von 4,0 m notwendig:
-
„FB 3 Erde im Klimawandel“
-
„FB 5 Tertiär Innenhof“ (außer: „FB 5 Tertiär Experimentierstationen“, hier kann die
Deckenhöhe geringer ausfallen)
-
„FB 6 Übergang zum Pleistozän“
-
„FB 6 Pleistozän“
-
„FB 8 Anthropozän III“
-
„FB 9 Anthropozän III: Mensch als Klimafaktor“
-
“FB 11 Anthropozän extra”
-
“FB 12 Anthropozän IV”
In den anderen Funktionsbereichen kann die Deckenhöhe auch geringer ausfallen

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Auslobung A 4:
Der Auslobungsinhalt enthält Widersprüchlichkeiten.
Einerseits hat das UNESCO-Welterbe Park Muskau allerhöchste Priorität, sollen keinerlei
Störeffekte von einem Neubau ausgehen und negativ auf den Park ausstrahlen. Andererseits
soll "Durch Umnutzung und die bauliche Erweiterung des historischen Kavalierhauses im
Duktus des C-Plans aus den "Andeutungen über Landschaftsgärtnerei von 1834"
heraus ein "zeitgemäßes und zukunftsweisendes" Ausstellungsgebäude geschaffen werden.
Wie das Gebäude auch immer gestaltet wird, schon durch seine baulichen Dimensionen wird
es den Park verändern und in seine Gestalt eingreifen. Soll es "zeitgemäß und
zukunftsweisend" gestaltet werden, sind darunter explizit moderne Bauten zu verstehen.
"Zeitgemäßes Bauen" wird auch durch eine optional empfohlene Dachbegrünung angestrebt,
die Fürst Pückler in keinem Gebäude seines Parks geplant oder errichtet hatte.
Er schreibt hierzu im "IV. Abschnitt Gruppirung im Grossen, und Gebäude" vielmehr, und
geradezu aktuell mahnend: "In hohem Grade wichtig ist, dass Gebäude immer im Charakter
der Landschaft erscheinen mit der sie verwebt sind.
Viele unserer deutschen Architekten beobachten dies zu wenig. Gebäude in der Stadt z. B.
verlangen ganz verschiedne Behandlung als in einem Park."
Sehen Sie angesichts solcher unmissverständlicher "Andeutungen" nicht die Gefahr, dass die
Behandlung der Landschaft des Muskauer Parks durch das neue Besucherzentrum in Formen
eines "zeitgemäßen und zukunftsweisenden" Museumsneubaus in derselben Konsequenz
durch die UNESCO, beraten durch ICOMOS, abgelehnt werden wird, wie 2009 der
Erweiterungsbau des UNESCO-Welterbes Stadtbibliothek Stockholm? Trotz weltweit
eingereichten, 1170 Wettbewerbsentwürfen wurde das Bauvorhaben, das einen modernen
Anbau vorsah, 2009 aufgrund von Protesten von ICOMOS und der Svenska Academi von der
Stadt Stockholm definitiv gestoppt.
Der Muskauer Park ist bau- und gartenkünstlerisch in einem noch sensibleren Maße zu
behandeln, wenn Fürst Pückler schrieb: "Aber auch auf den Ort, wo ein Gebäude stehen soll,
ist grosse Rücksicht zu nehmen."
Dass auch "Zweckmässigkeit durchaus bei der Anwendung von Gebäuden erkennbar seyn
müsse", schreibt Fürst Pückler, sieht gleichwohl "harmonische Schönheit als den zu
erlangenden Hauptgegenstand."
Wie soll einem solchen ´Andeutungs-Duktus´ gefolgt werden, wenn sich überwiegende Teile
der Auslobung in ´Zweckmäßigkeiten´ bewegen, dem "Hauptgegenstand harmonische
Schönheit" der neu zu errichtenden Gebäude jedoch keine erkennbare Aufmerksamkeit
gewidmet wird?
Antwort: Für die Aufgabenstellung ist die Beschreibung des Zweckes des künftigen Gebäudes
und die damit verbundene Intention des Auslobers wichtig. Gleichzeitig ist genau diese
Widersprüchlichkeit die Herausforderung an der Wettbewerbsaufgabe.
Der „harmonischen Schönheit“ wird durch die ausgewählten Preisrichter, davon etliche
Mitglieder des Stiftungsrats „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“, die Vertreter der
Landesdenkmalpflege und UNESCO-Kommission sowie durch die Begleitung des gesamten
Vorhabens durch das ICOMOS Monitoring und ICOMOS Polen seit Jahren ausreichend
Aufmerksamkeit gewidmet.

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Auslobung A 4:
1. Raumprogramm
Sollen die im 1. OG des Kavalierhauses unterzubringenden Räume wie
Museumspädagogik, Technik-, Lager- und Sozialräume auch barrierefrei erschlossen
werden? Wie ist das mit den Küchen-, Sanitär- und Lagerräumen des Cafés?
Antwort: Sofern öffentlich genutzte Räume im 1. OG des Kavalierhauses vorgesehen werden,
sollten diese auch barrierefrei erschlossen werden. Für die Räume der Küche oder
Lagerräume gilt dies nicht. Davon unbenommen besteht die Möglichkeit, Nebenräume für die
Küche (Lager, Personal o. ä.) im 1. OG unterzubringen.
2. Tragwerk
Soll der Innenhof stützenfrei überdacht werden, oder könnten auch Stützen zur
Lastabtragung inmitten der Pflanzen stehen?
Antwort: Die innere Pflanzfläche soll vorzugsweise stützenfrei gestaltet werden. Lösungen mit
Stützen sind jedoch nicht ausgeschlossen.
3. Verbindung innerer und äußerer Pflanzenwelt
Kann die Verbindung von innerer und äußerer Pflanzenwelt für Besucher durch dieselbe
Öffnung erfolgen, die auch für die Wartung und Pflege der Pflanzen im Innenhof benutzt
wird?
Antwort: Die Verbindung für die Besucher kann durch dieselbe Öffnung erfolgen, die auch für
die Wartung und Pflege benutzt wird.
Auslobung A 4.7 / 4.9:
- Im Auslobungstext wird die Anordnung des Aufzuges an der Ostseite des Kavalierhauses
gewünscht (4.9), in Anlage C26 ist hierfür der nordwestliche Bereich angegeben - sind mehrere
Aufzüge vorzusehen bzw. was ist hier gewünscht und inwieweit kann dies entwurfsabhängig
geändert werden?
Antwort: Für die barrierefreie Erschließung des Gebäudes sowohl der Ausstellung als auch
unabhängig von der Ausstellung (nur für den Cafébetrieb), kann an der Ostseite ein Aufzug
vorgesehen werden.
Der in Anlage C 26 angegebene Aufzug bedient nur die Niveauunterschiede innerhalb der
Ausstellung in der dort gewählten Anordnung der Themenfolge.
Beide Standorte können entwurfsabhängig gewählt werden.
A 4.9:
In der Auslobung unter Punkt A 4.9 wird die Absenkung der Tresen im Kassen- /
Service-Bereich als Anforderung genennt. Kann bitte erläutert werden, was damit gemeint ist?
Antwort: Für eine barrierefreie Nutzung ist bei Tresen ein Abschnitt vorzusehen, der eine
niedrigere Oberkante der Bedienfläche aufweist, um Personen im Rollstuhl eine
Kommunikation zu ermöglichen.

 
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TEIL B VERFAHREN
Zu B 5 / weiteres Vergabeverfahren
Um die Eignungskriterien vollumfänglich nachweisen zu können, ist die Bildung einer
Bietergemeinschaft zulässig. Muss diese bereits in der 1. und/oder 2. Phase benannt werden?
Antwort: Die Entwurfsverfasser sind in der Verfassererklärung zur 1. Phase und zur 2. Phase
zu benennen.
Zu B 6 / Wettbewerbsteilnehmer
Ist es notwendig, den Wettbewerbsbeitrag in einem Team aus Architekt*in und
Landschaftsarchitekt*in zu bearbeiten? Oder kann auch eine Arbeit eingereicht werden, bei
der die/der alleinverantwortliche Autor*in Architekt*in ist?
Antwort: Ein Wettbewerbsbeitrag muss durch einen Architekten und einen
Landschaftsarchitekten erarbeitet werden. Das ergibt sich aus:
B 4: „Gegenstand des Wettbewerbs ist die Erlangung eines Entwurfes für das
Ausstellungsgebäude bestehend aus Neubau und Umnutzung des historischen
Kavalierhauses einschließlich Gestaltung der Freianlagen um das Gebäude und als Teil der
Ausstellung.“
B 6: „Teilnahmeberechtigt sind Personen, die nach den Architektengesetzen bzw. den
Gesetzen der Länder berechtigt sind, die Berufsbezeichnung Architekt bzw.
Landschaftsarchitekt zu tragen, oder die nach den EG-Richtlinien, insbesondere der Richtlinie
für die gegenseitige Anerkennung der Diplome auf dem Gebiet der Architektur /
Landschaftsarchitektur bzw. der Richtlinie für die gegenseitige Anerkennung der
Hochschulabschlüsse, berechtigt sind, in der Bundesrepublik Deutschland als Architekt /
Landschaftsarchitekt tätig zu werden. (…)“
B 14: „Der Auslober wird unter Würdigung der Empfehlung des Preisgerichts mit allen
Preisträgern / innen Verhandlungen führen mit dem Ziel, mindestens die Planungsleistungen
für die Objektplanung Gebäude Leistungsphasen 2 bis 5 nach § 34 HOAI 2021 (Honorarzone
IV) und die Objektplanung Freianlagen Leistungsphasen 2 bis 5 nach § 39 HOAI 2021
(Honorarzone V) zu vergeben, (…)“
Ist zwingend eine Arbeitsgemeinschaft aus Architekten und Landschaftsarchitekten zu bilden
und wenn ja, kann dies auch noch im Rahmen der 2. Phase gebildet werden?
Antwort: Eine Arbeitsgemeinschaft ist nur dann zu bilden, wenn ein Architekt einen externen
Landschaftsarchitekten einbinden und dieser nicht als Nachauftragnehmer zum Architekten
auftreten will.
Auf Grund der engen Verflechtung von Gebäude und Frei-/Grünflächenplanung ist eine
durchgängige Zusammenarbeit von Architekten und Landschaftsarchitekt in beiden Phasen
erforderlich.

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Auslobung B 9:
Ist bei der gewünschten Visualisierung eine Perspektive/Rendering oder skizzenhafte
Darstellungen gemeint/gewünscht?
Antwort: Bezogen auf die Wettbewerbsleitungen in der 1. Phase ist mit Visualisierung die
Darstellung der Entwurfsidee gemeint. Diese Darstellung soll die
Herangehensweise, die
Methodik, sich diesem besonderen Ort zu nähern beinhalten, s. B 9 Phase 1: „Dies kann über
Skizzen, perspektivische Schaubilder, Fotos von Materialcollagen etc. erfolgen.“
B12 Bindende Vorgaben,
s. 53 & Anlage C3_Lageplan_Baufeld: Vorgabe zum
Wettbewerbsgebiet
Welche Flächen umfassen die Grenzen des Wettbewerbsgebietes? Welche Flächen können
im Rahmen des Wettbewerbs bearbeitet werden?
Umfasst das Wettbewerbsgebiet nur das im Lageplan orange markierte Baufeld, oder ebenso
die „Außenanlage“ und Wirschafts-/wegefläche“?
Antwort: Das Wettbewerbsgebiet umfasst das Baufeld (orange markiert), die Außenanlagen
(grün schraffiert) sowie die Wirtschafts- und Wegefläche (blau schraffiert). Nur das Baufeld
(orange markiert) darf mit Hochbauten besetzt werden.
B12 Bindende Vorgaben, s. 53: Vorgabe zur "Bauhöhe"
Was ist mit „Bauhöhe“ des Neubaus gemeint? Wir bitten um eine präzisere Vorgabe bezüglich
der Höhenbegrenzung und worauf sich diese am Neubau bezieht.
Antwort: Die Höhe des Neubaus ist mit 113,6 m DHHN92 definiert, s. A 3.3 und B 12. Kein
Bauteil des Neubaus darf diese Höhe „an keiner Stelle“ überschreiten. Weder mit dem
Baukörper selbst noch mit Dachaufbauen wie (Lüftungs)technik, Türmen oder ähnlichem.
B12 Bindende Vorgaben, s. 54: Abstand zu bestehenden Bäumen und Gehölzen
Kann der Neubau bis an die orangefarbene Strichlinie gesetzt werden? Wenn nicht - wie groß
sind die Mindestabstände, die zwischen dem Neubau und den zu schützenden Bäumen
/Gehölzen im Baufeld einzuhalten sind?
Antwort: Das Baufeld (orange markiert) kann ausgefüllt werden.
B17 Verfassererklärung,
s. 55: Einzureichende Unterlagen
In welchen Wettbewerbsphasen soll die ausgefüllt Verfassererklärung abgegeben werden?
Diese wird bei den abzugebenden Unterlagen nicht explizit erwähnt.
Antwort: Die Verfassererklärung ist jeweils zur 1. Phase und zur 2. Phase zu einzureichen.

 
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TEIL C ANLAGEN
Anlage C2
_Lageplan_Übersicht & Anlage C3_Lageplan_Baufeld: Flächenangaben im
Lageplan
Die Fläche der Außenanlage ist in beiden Plänen unterschiedlich groß dargestellt. Welche
Angabe ist korrekt?
Antwort: Das Baufeld und die Wirtschafts-/Wegeflächen sind in beiden Plänen gleich groß. Die
Außenanlage im Plan C 3 ist größer, dieses Maß gilt !
C.16:
wir vermissen Fotos des Bestands von außen und bitten im Zuge der Rückfragen um
Bereitstellung dieser.
Antwort: Siehe Anlage C.16_Fotodoku und C16-1_Fotostandorte
B10:
Können Innenraumfotos vom Kavalierhaus zur Verfügung gestellt werden?
C 16:
wir bitten um Fotos von innen
Antwort: Siehe neue Anlage C16-2
Teil C, Anlagen
Können die in den Teilen C.2, C.3 und C.8 der Auslobung benannten CAD-Dateien auch als
DWG- und DXF-Daten der älteren Programmversion AutoCAD 2000 zur Verfügung gestellt
werden?
Antwort: Die Dateien können nicht in älteren Versionen (welchen?) zur Verfügung gestellt
werden.
Anlage C.8 Bestandspläne Kavalierhaus:
- In der Ost- und Westansicht fehlt die seitliche Ansicht des Mittelteils
(Gebäudevorsprung/Dachanschluss) und der Zugangstreppe (Südansicht) - könnte dies
ergänzt werden?
Antwort: Die ergänzten Ost- und Westansichten mit seitlicher Ansicht von Mittelteil und
Zugangstreppe sind ab 14.04.2021 zum Download verfügbar.
- Könnten in den Ansichten die Schnittlinien eingetragen werden?
Antwort: Die Schnittlinien sind in den Grundrissen eindeutig angegeben, sie werden daher
nicht noch in die Ansichten übertragen.

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zu Anlage C18 Raum- und Funktionsprogramm
1. Welches Verhältnis NRF/BGF wird (1) für den Neubau und (2) für das bestehende Gebäude
angestrebt?
Antwort: Hierfür gibt es keine Vorgabe.
2. Ist die BGF inklusive oder exklusive der nach DIN 277 als „Sonderfall“ bezeichneten
Flächen, also Loggien, Dachterrassen etc. anzugeben?
Antwort: Die BGF ist inklusive der als Sonderfall bezeichneten Flächen anzugeben. Diese sind
gesondert auszuweisen.
zu Anlage C24 Schematische Verteilung Rundgang
- Inwiefern ist die Aufteilung der beschriebenen Räume in Neubau und Bestand bzw. Geschoss
gemäß der Skizze „schematische Verteilung der Themen Rundgang“ maßgebend? Sind hier
Abweichungen möglich?
- Inwiefern ist die Reihenfolge der Ausstellungsräume maßgebend. Sind hier Abweichungen
möglich?
Antwort: s. Antwort A 4.4: Eine Raumabfolge ist nicht einzuhalten. Einzuhalten ist jedoch die
thematische Reihenfolge des Ausstellungskonzeptes.