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SCHALLSCHUTZ
cdf
Consulting
Dipl.-Ing. D. Friedemann
Bericht Nr. 16-3224 / 01
Schallimmissionsprognose
Bebauungsplan Nr. 357 C Dresden-Neustadt Nr. 41
Leipziger Straße / Alexander-Puschkin-Platz
Stand: 12.12.2016
Bearbeitet von Dipl.-Ing. (FH) Bianca Ulfik
für
Landeshauptstadt Dresden
Umweltamt
Grunaer Straße 2
01069 Dresden
cdf, Alte Dresdner Straße 54, 01108 Dresden
Tel.: 0351 88090-57, Fax: 0351 88090-66, E-Mail: info@cdf-schallschutz.de

 
Bebauungsplan Nr. 357 C Dresden-Neustadt Nr. 41
cdf
Bericht 16-3224 / 01
Stand: 12.12.2016
Seite 2
1.
Zusammenfassung
Für den Bebauungsplan Nr. 357 C Dresden-Neustadt Nr. 41, Leipziger Straße / Alexander-
Puschkin-Platz wurde eine Schallimmissionsprognose erstellt. Es ist das planerische Ziel der
Stadt, im Plangebiet öffentliche und private Grün- und Freiflächen, Wohnnutzungen und
kleinere Einheiten gewerblicher Nutzung vorzusehen (vgl. hierzu Aufstellungsbeschluss zum
Bebauungsplan V 0395/15 vom 16. April 2015.). Die Festsetzungen der für eine bauliche
Entwicklung vorgesehen Flächen des Plangebietes erfolgt nach §§ 4 und 6 der BauNVO [3]
als Allgemeines Wohngebiet bzw. Mischgebiet.
Für das Plangebiet wurden die Vorbelastungen durch
-
Straßen- und Schienenverkehr
-
Gewerbe-
-
Freizeit- und
-
Sportanlagenlärm
bestimmt und mit den entsprechenden Richtwerten verglichen.
Straßen- und Schienenverkehr
Die Berechnung hat ergeben, dass durch den Straßen- und Schienenverkehr die schalltech-
nischen Orientierungswerte nach DIN 18005 (Verkehr) für Allgemeine Wohngebiete von
tags 55 dB(A) und nachts 45 dB(A) und für Mischgebiete von tags 60 dB(A) und nachts 50
dB(A) sowohl tags als auch nachts überschritten werden. Im Bebauungsplan müssen Fest-
setzungen zum Schallschutz getroffen werden. Der hier vorliegende Fachbeitrag benennt die
an der Gebäudehülle einzuhaltenden Gesamtbauschalldämmmaße.
Gewerbelärm
Im Tagzeitraum werden die Immissionsrichtwerte in den als Allgemeines Wohngebiet (WA)
bzw. Mischgebiet (MI) festgesetzten Baufeldern weitestgehend eingehalten. Am Gebäude
Leipziger Straße 33 treten Richtwertüberschreitungen an der Südostfassade auf, die aus
dem Betrieb des „Citybeach“ resultieren.
Im Nachtzeitraum dagegen treten Richtwertüberschreitungen bis ca. 9 dB im WA auf. Maß-
geblich pegelbestimmend ist der Betrieb des Citybeach und der „Showboxx“.
In den als Mischgebiet festgesetzten Baufeldern treten lediglich an der Südostfassade der
Leipziger Straße 33 Richtwertüberschreitungen auf. Diese betragen allerdings bis zu 13 dB
und werden maßgeblich vom Citybeach und der Showboxx bestimmt.

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Bericht 16-3224 / 01
Stand: 12.12.2016
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Freizeitlärm
Beim Betrieb der Freizeitanlage „Eselnest“ werden die Immissionsrichtwerte der Freizeitlärm-
richtlinie im gesamten Plangebiet sicher eingehalten.
Sportanlagenlärm
Für die Sportstätte auf der Eisenberger Straße 1a wurden die Situationen Trainingsbetrieb
werktags sowie Wettkampf sonntags untersucht. Die Immissionsrichtwerte der 18. BImSchV
werden für jede Situation eingehalten.
Der hier vorliegende Fachbeitrag benennt und begründet Empfehlungen für Festsetzungen
zum Schallschutz im Bebauungsplan.
Das Gutachten wurde auf der Grundlage der aktuellen Richtlinien und Vorschriften erstellt.
Der Bericht enthält 116 Seiten (inkl. 4 Anhänge).
Dresden, den 12.12.2016
cdf
Schallschutz
Dipl.-Ing. (FH) Bianca Ulfik
Dipl.-Ing. Dieter Friedemann

Bebauungsplan Nr. 357 C Dresden-Neustadt Nr. 41
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Bericht 16-3224 / 01
Stand: 12.12.2016
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Inhaltsverzeichnis
Seite
1. Zusammenfassung ......................................................................................................... 2
2. Situation und Aufgabenstellung ...................................................................................... 6
3. Beurteilungsgrundlagen .................................................................................................. 7
3.1. Verkehrslärm ......................................................................................................... 7
3.1.1. Schalltechnische Orientierungswerte DIN 18005 Verkehr .......................... 7
3.1.2. Schallimmissionsberechnung Straßenverkehr ............................................ 8
3.1.3. Schallimmissionsberechnung Schienenverkehr .......................................... 9
3.2. Gewerbe-, Freizeit-, Sportanlagenlärm ................................................................ 11
3.2.1. Gewerbelärm - Immissionsrichtwerte TA Lärm ......................................... 11
3.2.2. Freizeitlärm - Immissionsrichtwerte Freizeitlärmrichtlinie .......................... 12
3.2.3. Sportanlagenlärm - Immissionsrichtwerte 18. BImSchV ........................... 13
3.2.4. Schallimmissionsberechnung ................................................................... 15
3.3. Berechnung von Schallschutzmaßnahmen .......................................................... 17
4. Emissionsdaten der Schallquellen ................................................................................ 19
4.1. Eingangsdaten Verkehr ....................................................................................... 19
4.1.1. Straßenverkehr ......................................................................................... 19
4.1.2. Schienenverkehr - Straßenbahn - ÖPNV .................................................. 20
4.2. Eingangsdaten Gewerbe ..................................................................................... 21
4.2.1. Club Puschkin Leipziger Straße 12 ........................................................... 22
4.2.2. Club Neu Gothaer Straße 10 - 14 ............................................................. 23
4.2.3. Bürogebäude Leipziger Straße 33 mit Malteser Hilfsdienst e.V................ 24
4.2.4. „Citybeach“ mit 9 Beachvolleyballplätzen Leipziger Straße 31 .................. 28
4.2.5. My House ................................................................................................. 29
4.2.6. Alexander-Puschkin-Platz 1 ...................................................................... 30
4.2.7. Showboxx ................................................................................................. 31
4.3. Eingangsdaten Freizeitlärm ................................................................................. 32
4.4.
Eingangsdaten Sportanlage ................................................................................. 33
4.4.1. Training wochentags ................................................................................ 34
4.4.2. Wettkampf sonntags ................................................................................ 35
5. Ergebnis der Berechnungen ......................................................................................... 36
5.1. Ergebnisse Verkehrslärm ..................................................................................... 36
5.2. Ergebnisse Gewerbelärm .................................................................................... 36
5.2.1. Gewerbelärm - Schallquellen Bestand ...................................................... 37
5.2.2. Gewerbelärm - Varianten Gebäuderiegel Leipziger Straße 33 ................. 39
5.3. Ergebnisse Freizeitlärm ....................................................................................... 44
5.4. Ergebnisse Sportanlagenlärm .............................................................................. 44
5.5. Maßnahmen zum Schallschutz ............................................................................ 45
6. Empfohlene Textliche Festsetzungen zum Bebauungsplan .......................................... 46
7. Literatur ........................................................................................................................ 49
8. Anhänge ....................................................................................................................... 51

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Anhang 1
Entwurf des B-Planes 357 C, Nr. 41 ................................................................ 52
Anhang 2
Lageplan des Rechenmodells ......................................................................... 53
Anhang 2.1 Übersichtslageplan .......................................................................................... 53
Anhang 2.2 Lageplan der Einzelimmissionsorte ................................................................. 54
Anhang 3
Emissionsdaten ............................................................................................... 55
Anhang 3.1 Emissionsdaten Verkehr ................................................................................. 56
Anhang 3.1.1
Straßenverkehr ......................................................................................... 57
Anhang 3.1.2
Schienenverkehr - Straßenbahn - ÖPNV .................................................. 58
Anhang 3.2 Emissionsdaten Gewerbe ................................................................................ 59
Anhang 3.2.1
Club Puschkin Leipziger Straße 12 ........................................................... 60
Anhang 3.2.2
Veranstaltungsstätte Gothaer Straße 10 - 14 ........................................... 61
Anhang 3.2.3
Bürogebäude Leipziger Straße ................................................................. 62
Anhang 3.2.4
„Citybeach“ Leipziger Straße 31 ............................................................... 63
Anhang 3.2.5
My house .................................................................................................. 64
Anhang 3.2.6
Alexander-Puschkin-Platz 1 ...................................................................... 65
Anhang 3.2.7
Showboxx ................................................................................................. 66
Anhang 3.3 Emissionsdaten Freizeitanlagen ...................................................................... 67
Anhang 3.3.1
„Eselnest“ ................................................................................................. 68
Anhang 3.4 Emissionsdaten Sportanlagen ......................................................................... 69
Anhang 3.4.1
Training wochentags ................................................................................ 70
Anhang 3.4.2
Wettkampf Sonntag .................................................................................. 71
Anhang 4
Ergebnisse ...................................................................................................... 72
Anhang 4.1 Ergebnisse Verkehr ......................................................................................... 73
Anhang 4.1.1
Verkehr - Bestand - RLK .......................................................................... 74
Anhang 4.1.2
Verkehr - offener Gebäuderiegel - RLK .................................................... 76
Anhang 4.1.3
Verkehr - geschlossener Gebäuderiegel - RLK ........................................ 78
Anhang 4.2 Ergebnisse Gewerbe ....................................................................................... 80
Anhang
4.2.1
Gewerbelärm - Bestand - GLK ................................................................. 81
Anhang 4.2.2
Gewerbelärm - Bestand - Teilpegel .......................................................... 86
Anhang 4.2.3
Gewerbelärm - Bestand - Errichtung WA N zuerst ................................... 88
Anhang 4.2.4
Gewerbelärm - Bestand - Errichtung WA W zuerst .................................. 90
Anhang 4.2.5
Gewerbelärm - offener Gebäuderiegel - GLK ........................................... 92
Anhang 4.2.6
Gewerbelärm - offener Riegel - Teilpegel ................................................. 95
Anhang 4.2.7
Gewerbelärm - geschlossener Gebäuderiegel - GLK ............................... 98
Anhang 4.2.8
Gewerbelärm - geschlossener Gebäuderiegel - Teilpegel ...................... 101
Anhang 4.3 Ergebnisse Freizeitanlagen ........................................................................... 104
Anhang 4.4 Ergebnisse Sportanlagen .............................................................................. 105
Anhang 4.4.1
Training wochentags .............................................................................. 106
Anhang 4.4.2
Wettkampf sonntags .............................................................................. 108
Anhang 4.5 Maßnahmen zum Schallschutz ...................................................................... 110
Anhang 4.5.1
maßgeblicher Außenlärmpegel - Bestand .............................................. 111
Anhang 4.5.2
Kriterium zum Lüftereinbau - Bestand .................................................... 112
Anhang 4.5.3
maßgebl. Außenlärmpegel - offener Riegel ............................................ 113
Anhang 4.5.4
Kriterium zum Lüftereinbau - offener Riegel ........................................... 114
Anhang 4.5.5
maßgebl. Außenlärmpegel - geschlossener Riegel ................................ 115
Anhang 4.5.6
Kriterium zum Lüftereinbau - geschlossener Riegel ............................... 116

 
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Bericht 16-3224 / 01
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2.
Situation und Aufgabenstellung
Zwischen Leipziger Straße und Neustädter Hafen befindet sich das Gebiet für den Bebau-
ungsplan Nr. 357 C Dresden-Neustadt Nr. 41, Leipziger Straße / Alexander-Puschkin-Platz.
Das Plangebiet umfasst den Bereich nordwestlich des Neustädter Hafens zwischen Leipzi-
ger Straße, Alexander-Puschkin-Platz und der gedachten Verlängerung der Erfurter Straße
und dem Landschaftsraum der Elbe. Im Plangebiet werden Festsetzungen getroffen, die
Wohngebäude, gewerbliche Nutzungen, die das Wohnen nicht stören und Freiräume mit
hoher Aufenthaltsqualität ermöglichen. Das Plangebiet ist Teil des sog. „Masterplangebietes“
Leipziger Vorstadt Neustädter Hafen.
Es liegt eine Geräuschvorbelastung durch verkehrsbedingte Schallimmissionen aus Stra-
ßen- und Schienenlärm des öffentlichen Verkehrs sowie durch Gewerbe-, Freizeit- und
Sportanlagenlärm vor.
Im Auftrag Landeshauptstadt Dresden sind schalltechnische Untersuchungen durchzufüh-
ren. Es ist zu ermitteln und zu beurteilen, ob die für den Bebauungsplan vorgesehenen Nut-
zungen verträglich mit den vorhandenen Geräuschbelastungen sind.
Die Bewertung erfolgt für den Verkehrs- und Gewerbelärm nach der DIN 18005 [7] in Ver-
bindung mit der TA Lärm [1] (für Gewerbe), für den Freizeitlärm nach der Freizeitlärmrichtli-
nien [14] und für die Sportanlagen nach der 18. BImschV - Sportanlagenlärmschutzverord-
nung [13].
Es sind die Lärmpegelbereiche nach DIN 4109 [9], die sich aus der Prognose ergeben, aus-
zuweisen und darzustellen sowie Vorschläge für Festsetzungen zum Schallschutz im B-Plan
zu erarbeiten.
Der Entwurf zum Bebauungsplan ist im Anhang 1 dargestellt. Ein Lageplan des Rechenmo-
dells befindet sich im Anhang 2. Im Bebauungsplan soll eine Einstufung der Bauflächen
nach §§ 4 und 6 der BauNVO [3] als Allgemeines Wohngebiet bzw. Mischgebiet erfolgen.

 
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3.
Beurteilungsgrundlagen
3.1.
Verkehrslärm
Zur Untersuchung der Vorbelastung des B-Plangebietes durch Schallimmissionen aufgrund
von Lärm durch öffentlichen Verkehr erfolgt eine schalltechnische Berechnung mit Beurtei-
lung nach DIN 18005 [7]. Die Einhaltung der schalltechnischen Orientierungswerte für Ver-
kehr der städtebaulichen Planung wird geprüft. Bei Überschreitung der Orientierungswerte
werden Lärmpegelbereiche nach DIN 4109 [9] für das Plangebiet bestimmt.
3.1.1.
Schalltechnische Orientierungswerte DIN 18005 Verkehr
Die DIN 18005 [7] dient der Berechnung der Schallimmission für die städtebauliche Planung.
Die angegebenen schalltechnischen Orientierungswerte wurden festgelegt, um Eigenart
bzw. Erwartung an einen angemessenen Lärmschutz des jeweiligen Gebietes zu erfüllen.
Folgende Orientierungswerte sind den verschiedenen schutzbedürftigen Nutzungen zuge-
ordnet:
Tab. 1 Schalltechnische Orientierungswerte nach DIN 18005 (Auszug)
Gebietseinstufung
Orientierungswerte
in dB(A)
Tag
Nacht
öffentlicher
Verkehr
a)
Reine Wohngebiete, Wochenendhausge-
biete, Feriengebiete
50
40
b)
Allgemeine Wohngebiete, Kleinsiedlungs-
gebiete, Campingplatzgebiete
55
45
c)
Friedhöfe, Kleingartenanlagen,
Parkanlagen
55
55
d) Besondere Wohngebiete
60
45
e) Dorfgebiete, Mischgebiete
60
50
f) Kerngebiete, Gewerbegebiete
65
55
Die Orientierungswerte beziehen sich auf folgende Zeiten:
tags
06:00 - 22:00 Uhr
nachts
22:00 - 06:00 Uhr
Die Beurteilungszeit beträgt am Tage 16 Stunden und für die Nacht 8 Stunden.

 
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Für die als Allgemeines Wohngebiet (WA) festzusetzende Bebauung im B-Plan Gebiet wird
geprüft, ob die schalltechnischen Orientierungswerte von tags 55 dB(A) und nachts 45 dB(A)
aufgrund von Verkehrslärm an der künftigen Bebauung eingehalten werden. Für die Baufel-
der „Mischgebiet“ (MI) ist zu prüfen, ob die schalltechnischen Orientierungswerte von tags
60 dB(A) und nachts 50 dB(A) eingehalten werden.
3.1.2.
Schallimmissionsberechnung Straßenverkehr
Die Berechnung der Beurteilungspegel L
r
erfolgt nach der RLS-90 [12] auf der Basis der
Verkehrssituation. Die Beurteilungspegel stellen Mittelungspegel für die Zeiträume Tag (6:00
- 22:00 Uhr) und Nacht (22:00 - 6:00 Uhr) dar.
Maßgeblich für die Berechnung der Schallemission der Straße sind:
-
die Verkehrsmenge
-
der Schwerlastverkehrsanteil,
-
die Fahrbahnbeschaffenheit,
-
die zulässige Höchstgeschwindigkeit,
-
die Straßenneigung und
-
lichtsignalgeregelte Kreuzungen.
Nach RLS-90 wird der Emissionspegel L
m,E
des Verkehrsweges wie folgt ermittelt (Gl. 6
[12]):
L
m,E
= L
m
(25)
+ D
v
+ D
StrO
+ D
Stg
+ D
E
mit
L
m
(25)
Mittelungspegel nach RLS-90, berechnet aus Verkehrsstärke und LKW-Anteil
D
v
Korrektur für zulässige Höchstgeschwindigkeit
D
StrO
Korrektur für Straßenoberfläche
D
Stg
Korrektur für Steigung / Gefälle
D
E
Korrektur für Spiegelschallquellen (Mehrfachreflexion)
Der Mittelungspegel
L
m
(25)
ist (Gl. 7 [12]):
L
m
(25)
= 37,3 + 10
(
lg
[
M
1
+
0,082
p
)]
mit
M
maßgebende stündliche Verkehrsstärke
p
maßgebender Lkw-Anteil

 
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Aus dem Emissionspegel L
m,E
des Verkehrsweges wird der Mittelungspegel L
m
(Gl. 5 [12])
am Immissionsort und aus diesem der Beurteilungspegel L
r
für Tag und Nacht gebildet:
L
m
= L
m,E
+
+
+
B
D
S
D
BM
D
mit
D
S
Korrektur für Abstand und Luftabsorption
D
BM
Boden- und Meteorologiedämpfung
D
B
Pegeländerung durch topographische Gegebenheiten
Der Beurteilungspegel von einer Straße ist (Gl. 2 [12]):
L
r
= L
m
+ K
mit
K
Zuschlag für erhöhte Störwirkung lichtzeichengeregelter Kreuzungen
3.1.3.
Schallimmissionsberechnung Schienenverkehr
Die Berechnung der Beurteilungspegel L
r
für Schienenverkehrslärm erfolgt nach der Ver-
kehrslärmschutzrichtlinie - 16. BImschV [11] (bzw. der in ihrer Anlage 2 enthaltenen Schall
03) aus der Anzahl der prognostizierten Züge der jeweiligen Zugart sowie die den betriebli-
chen Planungen zugrunde liegenden Geschwindigkeiten auf dem zu betrachtenden Stre-
ckenstück. Die Beurteilungspegel stellen Mittelungspegel für die Zeiträume Tag (6:00 - 22:00
Uhr) und Nacht (22:00 - 6:00 Uhr) dar.
Eingangsgrößen für die Berechnung sind insbesondere:
-
die Bebauung
-
die Lage des Verkehrsweges
-
der Schallleistungspegel des Verkehrsweges unter Berücksichtigung der
o
Zugzahlen n
Fz
o
Zugarten Fz mit entsprechenden Schallquellenarten (z.B. Rollgeräusche auf-
grund Bremsbauart, Aggregat- und Antriebsgeräusche, aerodynamische Ge-
räusche)
o
Fahrgeschwindigkeiten
o
Fahrbahnart und Bahnübergängen
o
Fahrflächenzustand
o
Brücken
o
Auffälligkeiten von Geräuschen (z.B. Kurven)

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Nach der Schall 03 [11] wird der längenbezogene Schallleistungspegel L
W’A,f,h,m,Fz
(im Oktav-
band f von 63 Hz bis 8 kHz, im Höhenbereich h, infolge einer Teilschallquelle m) für eine
Fahrzeugeinheit der Fahrzeugkategorie Fz je Stunde nach folgender Gleichung berechnet:
+
(
+
)+
=
+∆
+
+
c
k
fhmc
fhmc
k
Fz
f hm
Q
Q
WAfhmFz
AhmFz
AhmFz
dB
c
c
K
v
v
dB b
n
n
L
a
a
,
,
,
,
,
,
0
,
,
,0
',,,,
,,,
,,,
10lg
lg
1
2
mit:
a
A,h,m,Fz
Gesamtpegel der längenbezogenen Schallleistung der Fahrzeugkategorie Fz bei
v
0
= 100 km/h auf Schwellengleis mit durchschnittlichem Fahrflächenzustand
∆a
f,h,m,Fz
Pegeldifferenz im Oktavband f der Fahrzeugkategorie
n
Q
Anzahl der Schallquellen der Fahrzeugeinheit
n
Q,0
Bezugsanzahl der Schallquellen der Fahrzeugeinheit
b
f,h,m
Geschwindigkeitsfaktor
v
Fz
Geschwindigkeit in km/h
v
0
Bezugsgeschwindigkeit, v
0
= 100 km/h
(
+
)
c
c
f hmc
c
f hm
,
c
1
,,,
2
,,
Summe der Pegelkorrekturen für Fahrbahnart (c1) und Fahrfläche (c2)
k
K
k
Summe der Pegelkorrekturen für Brücken und Auffälligkeit von Geräuschen
Aus der Anzahl der Fahrzeugeinheiten n
Fz
pro Stunde wird der längenbezogene Schallleis-
tungspegel (auch als Emissionspegel L
W‘
bezeichnet) berechnet:
L
n
dB
m Fz
L
WAfh
Fz
W A f hmFz
=
,
0,1
',,
lg
10
',,,,
10
Die Schallimmission am Immissionsort wird als äquivalenter Dauerschallpegel L
pAeq
für den
Zeitraum einer vollen Stunde errechnet. Er wird durch energetische Addition der Beiträge
von allen Teilstücken k
s
und Ausbreitungswegen w gebildet:
L
dB
fhk w
L
D
D
A
pAeq
s
w
s
f hk
s
w
k
s
lk
s
WA f hk
=
+
+
,
,
,
0,1(
,
)
lg
10
,,,
,,
,
,,
10
L
WA,f,h,ks
Schallleistungspegel in der Mitte des Teilstückes k
s
, der die Emission aus dem Hö-
henbereich h angibt
D
l,ks,w
Richtwirkungsmaß für den Ausbreitungsweg w
D
Ωks
Raumwinkelmaß
A
f,h,ks,w
Ausbreitungsdämpfungsmaß aus geometrischer Ausbreitung, Luftabsorption, Boden-
einfluss und Abschirmung durch Hindernisse
Die Beurteilungspegel werden unter Berücksichtigung der Beurteilungszeit von tags 16 h
und nachts 8 h aus den äquivalenten Dauerschallpegeln L
pAeq
gebildet.
Eine Pegelkorrektur zur Berücksichtigung der geringeren Störwirkung von Schienenver-
kehrsgeräuschen gegenüber Straßenverkehrsgeräuschen („Schienenbonus“) wird nicht
mehr angewendet.

 
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3.2.
Gewerbe-, Freizeit-, Sportanlagenlärm
3.2.1.
Gewerbelärm - Immissionsrichtwerte TA Lärm
Zur Untersuchung der Geräuschbelastung des Bebauungsplangebietes durch Schallimmis-
sionen aufgrund von Gewerbelärm erfolgt eine schalltechnische Berechnung nach DIN
18005 (Schallschutz im Städtebau [7]). Nach der DIN 18005 sind die Beurteilungspegel im
Einwirkungsbereich von gewerblichen Anlagen nach der TA Lärm [1] in Verbindung mit der
DIN ISO 9613-2 [4] zu berechnen.
In der TA Lärm werden differenziert nach der Lage der Immissionsorte sowie in Abhängig-
keit von der Gebietseinstufung nach der Baunutzungsverordnung (BauNVO) [3] und der zeit-
lichen Zuordnung Tag/Nacht Immissionsrichtwerte (IRW) festgelegt.
Mit schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche ist nicht zu rechnen, wenn die fol-
genden Immissionsrichtwerte nach der TA Lärm eingehalten werden:
Tab. 2 Immissionsrichtwerte „Außen“ nach der TA Lärm
Gebietseinstufung nach BauNVO
Immissionsrichtwert
in dB(A)
Tag
Nacht
a)
Industriegebiete - GI
Gebiete, in denen nur gewerbliche oder industrielle Anlagen und Woh-
nungen für Inhaber oder Aufsichtspersonen untergebracht sind
70
70
b)
Gewerbegebiete - GE
Gebiete, in denen vorwiegend gewerbliche Anlagen untergebracht sind
65
50
c)
Kerngebiete - MK, Dorfgebiete - MD, Mischgebiete - MI Gebiete mit
gewerbl. Nutzungen und Wohnungen, mit weder vorwiegend gewerbl.
Anlagen noch vorwiegend Wohnungen
60
45
d)
Wohngebiete - WA
Gebiete, in denen vorwiegend Wohnungen untergebracht sind
55
40
e)
Reine Wohngebiete - WR
Gebiete, in denen ausschließlich Wohnungen untergebracht sind
50
35
f)
Kurgebiete, Krankenhäuser, Pflegeanstalten
45
35
Die Immissionsrichtwerte nach der TA Lärm beziehen sich auf folgende Zeiten:
tags
06:00 - 22:00 Uhr
nachts
22:00 - 06:00 Uhr
Die Beurteilungszeit beträgt am Tage 16 Stunden. Maßgebend für die Nacht ist die lauteste
volle Nachtstunde.

 
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Neben der Einhaltung der Immissionsrichtwerte sollen einzelne Geräuschspitzen den Immis-
sionsrichtwert am Tag um nicht mehr als 30 dB(A) und in der Nacht um nicht mehr als 20
dB(A) überschreiten.
Bei Geräuscheinwirkungen in den Zeiten von:
werktags:
6 - 7 und 20 - 22 Uhr sowie
sonn- und feiertags: 6 - 9, 13 - 15 und 20 - 22 Uhr
ist die erhöhte Störwirkung von Geräuschen durch einen Zuschlag von 6 dB auf Geräusche
in diesen Zeiten zu berücksichtigen. Der Ruhezeitenzuschlag entfällt gemäß TA Lärm für
Gebiete nach Buchstaben a) - c) der Tab. 2 (z.B. Industriegebiete, Gewerbegebiete, Misch-
gebiete).
3.2.2.
Freizeitlärm - Immissionsrichtwerte Freizeitlärmrichtlinie
Für die Ermittlung und Bewertung der Geräuschsituation in der Nachbarschaft einer Freizeit-
anlage ist die Freizeitlärm-Richtlinie heranzuziehen. In dieser werden differenziert nach der
Lage Immissionsorte sowie in Abhängigkeit von der Gebietseinstufung nach der Baunut-
zungsverordnung (BauNVO) [3] und der zeitlichen Zuordnung Tag/Nacht Immissionsricht-
werte (IRW) festgelegt. Zusätzlich wird am Tag eine Ruhezeit mit in der Regel geringeren
Immissionsrichtwerten definiert. Sonn- und Feiertags gelten die reduzierten Immissions-
richtwerte ganztägig.
Gemäß Freizeitlärmrichtlinie [14] ist mit schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche
nicht zu rechnen, wenn die folgenden Immissionsrichtwerte eingehalten werden:
Tab. 3 Immissionsrichtwerte Außen nach der Freizeitlärm-Richtlinie; „a. R.“ - außerhalb der Ruhezeiten
Gebietseinstufung nach BauNVO
Immissionsrichtwerte „Außen“
in dB(A)
werktags a. R. /
Ruhezeit
nachts
sonn- und feier-
tags
a) Gewerbegebiete - GE
65 / 60
50
60
b)
Kerngebiete - MK, Dorfgebiete - MD,
Mischgebiete - MI
60 / 55
45
55
c) Wohngebiete - WA
55 / 50
40
50
d) Reine Wohngebiete - WR
50 / 45
35
55
e)
Kurgebiete, Krankenhäuser, Pflegean-
stalten
45 / 45
35
55

 
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Die Immissionsrichtwerte beziehen sich auf folgende Zeiten:
Werktage:
- tags a. R.:
8 - 20 Uhr (Beurteilungszeit 12 h)
- tags Ruhezeit:
6 - 8 Uhr und 20 - 22 Uhr (Beurteilungszeit je 2 h)
nachts:
22 - 6 Uhr (Beurteilungszeit 1 h, ungünstigste volle Stunde)
Sonn- und Feiertage:
- tags:
9 - 13 Uhr und 15 - 20 Uhr (Beurteilungszeit 9 h)
- tags:
7 - 9 Uhr, 13 - 15 Uhr, 20 - 22 Uhr (Beurteilungszeit je 2 h)
nachts:
22 - 6 Uhr (Beurteilungszeit 1 h, ungünstigste volle Stunde)
Einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen sollen die Immissionsrichtwerte tags um nicht mehr
als 30 dB(A) sowie nachts um nicht mehr als 20 dB(A) überschreiten.
3.2.3.
Sportanlagenlärm - Immissionsrichtwerte 18. BImSchV
Für die Ermittlung und Bewertung der Geräuschsituation in der Nachbarschaft einer Anlage
ist die Sportanlagen-Lärmschutzverordnung (18. BImSchV, [1]) heranzuziehen. In dieser
werden differenziert nach der Lage der Immissionsorte sowie in Abhängigkeit von der Ge-
bietseinstufung nach der Baunutzungsverordnung (BauNVO) [3] und der zeitlichen Zuord-
nung Tag/Nacht Immissionsrichtwerte (IRW) festgelegt. Zusätzlich wird am Tag eine Ruhe-
zeit mit in der Regel geringeren Immissionsrichtwerten definiert.
Nach der Sportanlagen-Lärmschutzverordnung (18. BImSchV, [1]) sind die Beurteilungspe-
gel im Einwirkungsbereich von Sportanlagen in Verbindung mit der DIN ISO 9613-2 [4] zu
berechnen.
Mit schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche ist nicht zu rechnen, wenn die fol-
genden Immissionsrichtwerte eingehalten werden:

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Tab. 4 Immissionsrichtwerte „Außen“ nach der 18. BImSchV
Gebietseinstufung nach BauNVO
Immissionsrichtwerte
in dB(A)
tags
außerhalb
Ruhezeit
tags
innerhalb
Ruhezeit
nachts
a) Gewerbegebiete - GE
65
60
50
b)
Kerngebiete - MK, Dorfgebiete - MD, Misch-
gebiete - MI
60
55
45
c) Wohngebiete - WA
55
50
40
d) Reine Wohngebiete - WR
50
45
35
e) Kurgebiete, Krankenhäuser, Pflegeanstalten
45
45
35
Die Immissionsrichtwerte beziehen sich auf folgende Zeiten:
Beurteilungszeiten
tags
nachts
gesamt
außerhalb
Ruhezeit
innerhalb
Ruhezeit
an Werktagen
6 - 22 Uhr
8 - 20 Uhr
12 Std.
6 - 8 und
20 - 22 Uhr
je 2 Std.
22 - 6 Uhr
lauteste Std.
an Sonn- und Feiertagen
7 - 22 Uhr
9 - 13 und
15 - 20 Uhr
9 Std.
7 - 9, 13 - 15
1)
und 20 - 22 Uhr
je 2 Std.
22 - 7 Uhr
lauteste Std.
1)
Nach der Sportanlagenlärmschutzverordnung ist die Ruhezeit von 13:00 - 15:00 Uhr an Sonn- und
Feiertagen nur zu berücksichtigen, wenn die Nutzungsdauer der Sportanlage an diesen Tagen in der
Zeit von 9:00 - 20:00 Uhr 4 Stunden oder mehr beträgt. Beträgt die Nutzungszeit zusammenhängend
weniger als 4 Stunden und fallen mehr als 30 Minuten der Nutzungszeit in die Zeit von 13:00 - 15:00
Uhr, so gilt als Beurteilungszeit ein Zeitabschnitt von 4 Stunden, der die volle Nutzungszeit erfasst.
Maßgebend für die Nacht ist die lauteste volle Nachtstunde.
Einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen sollen die Immissionsrichtwerte tags um nicht mehr
als 30 dB(A) sowie nachts um nicht mehr als 20 dB(A) überschreiten.

 
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3.2.4.
Schallimmissionsberechnung
Die Schallimmissionsprognose erfolgt mit der Version 7.4 der Schallausbreitungssoftware
SoundPLAN der Braunstein und Berndt GmbH. Grundlage dazu bildet ein Rechenmodell.
Folgende Haupt-Rechenparameter wurden gewählt:
-
Schallausbreitung nach DIN ISO 9613
-
Daten der Schallquellen als Gesamt-Schallleistungspegel
-
Alternatives Verfahren für den Bodeneffekt (DIN ISO 9613, Teil 2, Kap 7.3.2)
-
keine Meteorologiekorrektur, c
met
= 0
Die Berechnung des von einer Geräuschquelle mit einer gegebenen Schallleistung L
WA
an
einem Immissionsort verursachten A-bewerteten energieäquivalenten Langzeit-Mittelungs-
pegel L
AT(LT)
erfolgt nach der Norm DIN ISO 9613, Teil 2 [4].
In der Schallausbreitungsrechnung werden neben der Pegeldämpfung aufgrund der geomet-
rischen Schallausbreitung weitere Dämpfungsglieder wie Luftabsorption, Bodendämpfung,
Abschirmung und Meteorologiekorrektur berücksichtigt („detaillierte Schallimmissionsprog-
nose“).
Die Schallimmissionsprognose erfolgt nach folgender Formel:
L
AT(LT)
= L
WA
- D
C
- A
div
- A
atm
- A
gr
- A
bar
- A
misc
- C
met
in dB
mit :
L
AT(LT)
- Langzeit-Mittelungspegel
L
WA
- Schallleistungspegel der Quelle/Anlage
D
C
- Richtwirkungsmaß
A
div
- Dämpfung durch geometrische Schallausbreitung
A
atm
- Dämpfung durch Luftabsorption
A
gr
- Dämpfung durch Bodeneffekt
A
bar
- Dämpfung durch Abschirmung
A
mics
- weitere Effekte
C
met
- Meteorologiekorrektur
Die Berechnung kann frequenzabhängig mit Terz- oder Oktavband-Schallleistungspegeln
oder für eine mittlere Frequenz mit Gesamtpegeln erfolgen.

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Wirken mehrere Geräuschquellen auf den Immissionsort, so werden die Teilimmissionspe-
gel L
i
energetisch zum Gesamtimmissionspegel L
ges
addiert.
L
ges
= 10 log
10
0,1Li
in dB
Der Vergleich mit den schalltechnischen Orientierungswerten wird anhand eines nach der
Norm DIN 45645, Teil 1 [5] berechneten Beurteilungspegels geführt. Der Beurteilungspegel
L
r
ist ein Maß für die in der Beurteilungszeit T
r
durchschnittlich auf einen Immissionsort wir-
kende Geräuschbelastung. Der Beurteilungspegel enthält Zuschläge für die Auffälligkeit und
Lästigkeit bestimmter Geräusche und wird berechnet nach:
L
r
= L
Aeq
+ K
T
+ K
I
+ K
R
in dB
mit :
L
Aeq
- Mittelungspegel (energieäquivalent), L
AT(LT)
Langzeit-Mittelungspegel
K
T
- Zuschlag für Ton- und Informationshaltigkeit („Tonzuschlag“)
K
I
- Zuschlag für Impulshaltigkeit („Impulszuschlag“)
K
R
- Zuschlag für Zeiten erhöhter Immissionsempfindlichkeit („Ruhezeitzuschlag“)
Die Beurteilungspegel werden getrennt für die Beurteilungszeiten Tag und Nacht berechnet.
Für den Tag ist die Zeit von 6:00 - 22:00 Uhr maßgebend. Als Nacht gilt der Zeitraum vom
22:00 - 06:00 Uhr. Die Beurteilungszeit beträgt nachts 1 Stunde. Maßgebend ist hier die lau-
teste volle Nachtstunde.

 
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3.3.
Berechnung von Schallschutzmaßnahmen
Werden die schalltechnischen Orientierungswerte der städtebaulichen Planung überschrit-
ten, so sind Schallschutzmaßnahmen vorzuschlagen. Sind aktive Maßnahmen (z. B. Lärm-
schutzwände) nicht möglich, so sind passive Lärmschutzmaßnahmen anzugeben. Dazu
werden die bewerteten Schalldämmmaße der Umfassungsbauteile berechnet, bei deren
Einhaltung der Schallschutz in den Innenräumen nach DIN 4109-1 [9] gegenüber Außenlärm
gewährleistet ist.
Die Dimensionierung des Schallschutzes erfolgt auf der Basis des „maßgeblichen Außen-
lärmpegels“. Dieser ergibt sich gemäß DIN 4109-2 [10]
-
für den Tag aus dem zugehörigen Beurteilungspegel (6:00 Uhr bis 22:00 Uhr),
-
für die Nacht aus dem zugehörigen Beurteilungspegel (22:00 Uhr bis 6:00 Uhr) plus Zu-
schlag zur Berücksichtigung der erhöhten nächtlichen Störwirkung (größeres Schutzbe-
dürfnis in der Nacht).
Maßgeblich ist die Lärmbelastung derjenigen Tageszeit, die die höhere Anforderung ergibt.
Der maßgebliche Außenlärmpegel für den Straßen- und Schienenverkehr wird aus dem Be-
urteilungspegel durch Addition von 3 dB ermittelt.
Beträgt die Differenz der Beurteilungspegel
zwischen Tag und Nacht weniger als 10 dB, so ergibt sich der maßgebliche Außenlärmpegel
zum Schutz des Nachtschlafes aus einem 3 dB erhöhten Beurteilungspegel für die Nacht und
einem Zuschlag von 10 dB.
Für Gewerbelärm erfolgt die Bildung des maßgeblichen Außenlärmpegels aus dem für die
jeweilige Gebietskategorie angegebenen Immissionsrichtwert der TA Lärm für den Tag wo-
bei zu diesem 3 dB zu addieren sind.
Besteht im Einzelfall die Vermutung, dass die Immissionsrichtwerte der TA Lärm überschrit-
ten werden, dann sollte die tatsächliche Geräuschimmission als Beurteilungspegel nach der
TA Lärm ermittelt werden, wobei zur Bildung des maßgeblichen Außenlärmpegels zu den
errechneten Mittelungspegeln 3 dB(A) zu addieren sind.
Beträgt die Differenz der Beurteilungspegel zwischen Tag und Nacht weniger als 15 dB, so
ergibt sich der maßgebliche Außenlärmpegel zum Schutz des Nachtschlafes aus einem um
3 dB erhöhten Beurteilungspegel für die Nacht und einem Zuschlag von 15 dB.

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Der resultierende Außenlärmpegel L
a,res
wird als energetische Summe der einzelnen maß-
geblichen Außenlärmpegel der verschiedenen Geräuscharten gebildet.
Die Addition von 3 dB
darf nur einmal erfolgen, d. h. auf den Summenpegel.
Nach DIN 4109-1 [9], Tabelle 7 werden folgende Anforderungen an die resultierende Schall-
dämmung der Außenbauteile in Abhängigkeit vom Außenlärm gestellt:
Tab. 5 Schallschutzanforderungen der DIN 4109-1 gegen Außenlärm ( *) die Anforderungen sind hier
aufgrund der örtlichen Gegebenheiten festzulegen)
Lärm-
pegel-
bereich
„Maßgeblicher
Außenlärm-
pegel“
in dB(A)
Raumarten
Bettenräume
in Krankenanstalten
und Sanatorien
Aufenthaltsräume in
Wohnungen, Über-
nachtungsräume,
Unterrichtsräume
Büroräume u.ä.
erf. R‘
w,res
des Außenbauteils in dB
I
bis 55
35
30
-
II
56 bis 60
35
30
30
III
61 bis 65
40
35
30
IV
66 bis 70
45
40
35
V
71 bis 75
50
45
40
VI
76 bis 80
*)
50
45
VII
> 80
*)
*)
50

 
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4.
Emissionsdaten der Schallquellen
4.1.
Eingangsdaten Verkehr
Für die Verkehrsbelastung auf der Leipziger Straße liegen Prognosedaten für den Progno-
sehorizont 2025 [32] vor. Der ÖPNV durch Straßenbahnen wird durch Auszählung der Hal-
testellenfahrpläne [34] berücksichtigt.
4.1.1.
Straßenverkehr
Folgende Verkehrsmengen werden erwartet:
Tab. 6 Verkehrsdaten - Straße Prognose 2025
Abschnitt
DTV
in
Kfz/24h
Schwer-
verkehr
> 3,5 t
Leipziger Straße
zw. A.-Puschkin-Platz und B-Plan 357 B
27 505
4,8 %
Planstraße
733
4,1 %
Die in Tab. 6 angegebenen Verkehrszahlen werden auch für den Abschnitt Leipziger Straße
nördlich des Alexander-Puschkin-Platzes verwendet. Es wird eingeschätzt, dass sich die
Verkehrsströme an der Kreuzung Alexander-Puschkin-Platz mit der abgehenden Erfurter-
und Weimarischen Straße nicht wesentlich ändern, sodass die Verkehrszahlen auch für den
nördlichen Abschnitt verwendet werden können.
Es wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeiten von 50 km/h auf der Leipziger Straße an-
gesetzt. Die Straßenoberfläche wurde mit Asphalt (D
STRO
= 0 dB) berücksichtigt.
An der künftigen Kreuzung Alexander-Puschkin-Platz wird gegebenenfalls eine Lichtsignal-
anlage installiert werden, die 24 Stunden in Betrieb ist. Der Zuschlag K für erhöhte Störwir-
kung von lichtzeichengeregelten Kreuzungen wird in der Berechnung vorsorglich berücksich-
tigt.
Anhang 3.1.1 enthält die Emissionsberechnung im Detail. Als Straßentyp für die Tag-/Nacht-
Verteilung nach RLS 90 [12] wurde die Kategorie „Gemeindestraße“ benutzt.

 
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Entlang der Planstraße sind zudem 12 öffentliche Parkplätze vorgesehen, die wie folgt be-
rücksichtigt werden:
Emissionsansatz: Parkgeräusche
Bayerische Parkplatzlärmstudie, zusammengefasstes [17]:
- 12 Stellplätze Parkplatz
- PP-Typ „Besucher- und Mitarbeiter“:
- Zuschlag für PP-Art und Impulshaltigkeit K
PA
+ K
I
= 4 dB(A)
- Bewegungshäufigkeit: „Parkplatz in Innenstadt“
06:00 - 22:00 Uhr
1 Bewegung / Stellplatz und Stunde
22:00 - 06:00 Uhr
0,16 Bewegungen / Stellplatz und Stunde
4.1.2.
Schienenverkehr - Straßenbahn - ÖPNV
Für die Schienenverkehrsbelegung wurden die Haltestellenfahrpläne (Mo-Fr) getrennt für
den Tag- und Nachtzeitraum ausgezählt:
Tab. 7 Verkehrsmengen ÖPNV - Straßenbahnen
Linie – Haltestelle/Richtung
Verkehrsmenge
Tag
6 - 22 Uhr
Nacht
22 - 6 Uhr
4 - Haltestelle Alter Schlachthof, Richtung Weinböhla
89
17
4 - Haltestelle Alter Schlachthof, Richtung Laubegast
89
15
9 - Haltestelle Alter Schlachthof, Richtung Kaditz
89
7
9 - Haltestelle Alter Schlachthof, Richtung Prohlis
88
3
Gesamt
355
42
Anhang 3.1.2 enthält die Emissionsberechnung im Detail. Als Fahrbahnart nach Schall 03
wurde die Kategorie „Feste Fahrbahn - nicht absorbierend“ benutzt. Es wurde die Höchstge-
schwindigkeit von 50 km/h angesetzt.

 
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4.2.
Eingangsdaten Gewerbe
Nachfolgend werden die für die Untersuchung verwendeten Eingangsdaten immissionsrele-
vanter Anlagen/Betriebe in der Umgebung des Bebauungsplanvorhabens beschrieben.
Folgende immissionsrelevante Geräuschbelastungen auf das B-Plan Gebiet sind zu berück-
sichtigen:
-
Club Puschkin auf der Leipziger Straße 12 (siehe 4.2.1)
-
Veranstaltungsstätte Club Neu Gothaer Straße 10 - 14 (siehe 4.2.2)
-
Gewerbe- und Bürogebäude Leipziger Straße 33 mit Malteser Hilfsdienst e.V.
(siehe 4.2.3)
-
Citybeach mit 9 Beachvolleyballplätzen Leipziger Straße 31 (siehe 4.2.4)
-
Veranstaltungsstätte My House (siehe 4.2.5)
-
Bürogebäude Alexander-Puschkin-Platz 1 (siehe 4.2.6)
-
Showboxx (siehe 4.2.7)
Zwischen Gothaer und Erfurter Straße sind weitere kleinere Gewerbebetriebe (z. B. Ge-
brauchtwagenhändler, Fahrzeugaufbereiter, Abschleppdienst, Gebrauchtwarenmöbelhaus)
angesiedelt. Es wird eingeschätzt, dass diese keinen immissionsrelevanten Geräuschbeitrag
für das Plangebiet leisten, insbesondere da diese Betriebe im immissionskritischeren Nacht-
zeitraum nicht arbeiten.
Auch für die Firma „MEGA Das Fach-Zentrum für die Fleischerei und Gastronomie GmbH“
auf der Erfurter Straße 12 wird eingeschätzt, dass diese für das Bebauungsplangebiet kei-
nen immissionsrelevanten Geräuschbeitrag leistet, da eine an der Erfurter Straße liegende
Wohnbebauung weitaus näher zum Firmenstandort liegt und damit bereits immissionsbe-
schränkend wirkt.

 
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4.2.1.
Club Puschkin Leipziger Straße 12
Es werden aus dem schalltechnischen Gutachten zum Genehmigungsverfahren detailliert
folgende Schallquellen während der Betriebszeit von 20 - 5 Uhr berücksichtigt [25]:
Veranstaltungsgeräusche im Gebäude:
Emissionsdaten:
Innenpegel L
I
= 99 dB(A) zzgl. Impulszuschlag K
I
= 4 dB - Oktavspektrum gemäß der Sächs. Freizeit-
lärmstudie für „Rock-/Pop-Musik“ [22]
Bauteile, die nach außen Schall abstrahlen:
Bauteil
Aufbau
Schalldämm-
Maß
R’
w
in dB
Bemerkung
Außenwand
Ziegelmauerwerk 55 cm
55
Fenster
Isolierverglasung, Gesamtglas-
dicke 8 mm, Scheibenzwi-
schenraum 14 mm
32
3x Stahltüren/
Eingangstüren
einflüglig mit Dichtung
25
Auflage: sind geschlos-
sen zu halten
Dach
Kappengewölbe
54
Parkplatz:
Emissionsansatz: Parkgeräusche
Bayerische Parkplatzlärmstudie, getrenntes Verfahren [17]:
- 26 Stellplätze
- PP-Typ „Diskotheken“:
- Zuschlag für PP-Art und Impulshaltigkeit K
PA
+ K
I
= 8 dB(A)
- Spitzenpegel L
WA
,
max
= 97,5 dB(A) (Türenschließen)
- Bewegungshäufigkeit:
19:00 - 06:00 Uhr
0,5 Bewegungen / Stellplatz und Stunde
- Zufahrt: Berechnung nach RLS-90, Angabe als längenbezogener Schallleistungs-
pegel L
W‘
= L
m,E
+ 19,2
19:00 - 06:00 Uhr
13 Bewegungen / Stunde (L
m,E T/N
= 32,5/39,7 dB(A))
kein Zuschlag K
Stro
für die Straßenoberfläche (Schotter, Kies), da auf Gelände nur mit
„Schrittgeschwindigkeit“ (ca. 10 - 15 km / h) gefahren wird, bei der Berechnung des
Emissionspegels L
m,E
nach RLS-90 jedoch eine Geschwindigkeit von 30 km/h zu-
grunde gelegt wird.

 
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Außenbereich:
-
Außenbereich südöstlich des Gebäudes mit 50 Sitzplätzen und mit Tischen
-
L
WA,Außen
= 88 dB(A) unter Annahme, dass Außenbereich vollständig besetzt ist (lauter
Biergarten nach [23]
-
zzgl. Hintergrundbeschallung L
W
= 88 dB(A) Lautsprecherbox in der Mitte des Au-
ßenbereiches, Höhe 2 m über Erdboden, Oktavspektrum für „Rock-/Pop-Musik“ [22]
Haustechnik:
- 2 Absaugungen auf Vordach in Richtung Südosten, jeweils L
WA
= 80 dB(A)
Ein Lageplan sowie die Emissionsdaten befinden sich im Anhang 3.2.1.
4.2.2.
Club Neu Gothaer Straße 10 - 14
Auf der Gothaer Straße wird eine Industriehalle als Veranstaltungsstätte genutzt. Zur Ermitt-
lung der schalltechnischen Geräuschbelastung wurde Einsicht in die Bauantragsunterlagen
beim Bauaufsichtsamt genommen. Die Emissionsdaten stammen vorranging aus einer
Schallimmissionsprognose aus 2014 [26]:
Veranstaltungsgeräusche
Emissionsdaten:
Club:
Innenpegel L
I
= 98 dB(A) mittlerer Taktmaximalpegel nach Gaststätte der Geräuschstufe IV (G-IV)
Eingangsbereich:
Innenpegel L
I
= 80 dB(A)
Bauteile, die nach außen Schall abstrahlen:
Bauteil
Aufbau
Schalldämm-Maß R’
w
in dB
Außenwand
Kalksandstein > 420 mm
56
Fenster SW-Fassade / Ein-
gang
zugemauert Hochlochziegel
34
Fenster übrige Fassaden
zugemauert KS-Vollziegel
42
Türen (geschlossen)
zugemauert Hochlochziegel
34
Türen (offen)
Stahltür mit Dichtung (T30)
25
Oberlichter Fassade NO
Wetterschutzgitter
0
Oberlichter übrige Fassaden
schwere Holzplatte 18 mm
27
Dach
OSB-Platte + Schalung je 18 mm
Luftraum mit MiWo 120 mm
39

 
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Parkplatz:
Emissionsansatz: Parkgeräusche
Bayerische Parkplatzlärmstudie [17]:
- 115 Stellplätze (Nachweis für Veranstaltungsstätte 80 Stellplätze)
- PP-Typ „Diskotheken“:
- Zuschlag für PP-Art und Impulshaltigkeit K
PA
+ K
I
= 8 dB(A)
- Spitzenpegel L
WA
,
max
= 97,5 dB(A) (Türenschließen)
- Bewegungshäufigkeit:
tags
30 Bewegungen / Stunde auf Gesamtparkplatz
lauteste Nachtstunde 90 Bewegungen / Stunde auf Gesamtparkplatz
Für die Straßenoberfläche (wassergebundene Decke/Kies) wurde ein Zuschlag
K
Stro
= 2,5 dB vergeben
Außenbereich (Rauchergarten):
-
Biergarten normal, 40 Personen
-
L
WA
= 70 dB(A) einer Person (gehobenes Sprechen), L
WA,max
= 100 dB(A) Schreien
-
L
WA,Außenbereich
= 83,0 dB(A) unter Annahme, dass n = 0,5 (50 % Anteil Sprechender)
-
zzgl. Impulszuschlag K
I
= 3,6 dB gemäß VDI 3770
Haustechnik:
- Außenluft Lüftung 1 x L
WA
= 70 dB(A) an NO-Fassade
- Fortluft Lüftung 2 x L
WA
= 70 dB(A) an NO-Fassade
- Außenluft Heizung 1 x L
WA
= 70 dB(A) an NO-Fassade
- Fortluft Heizung 1 x L
WA
= 70 dB(A) auf Dach
Ein Lageplan sowie die Emissionsdaten befinden sich im Anhang 3.2.2.
4.2.3.
Bürogebäude Leipziger Straße 33 mit Malteser Hilfsdienst e.V.
Auf dem Grundstück der Leipziger Straße 33 in 01097 Dresden sind in einem viergeschos-
sigen Geschäftshaus mehrere Firmen angesiedelt, die überwiegend Büronutzung ausüben.
Vor Ort befindet sich auch der Malteser Hilfsdienst e.V., der im Innenhof eine Werkstatt so-
wie Garagen zum Unterstellen von Fahrzeugen betreibt.
Im Zuge einer Ortsbegehung und sachbezogener Rücksprachen wurden durch den Eigen-
tümer und die Nutzer folgende typische Betriebsabläufe angegeben [37]:

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Krankentransporte
Am Standort werden durch den Malteser Hilfsdienst e.V. Krankentransporter (KTW) statio-
niert. Folgende Einsatzhäufigkeiten werden abgeschätzt:
Tab. 8 Fahrzeugverkehr (Krankentransportwagen)
Zeitraum gemäß
TA Lärm
Fahrzeug
Einsätze
Tag (06-22 Uhr)
KTW
3 Einsätze/h = 3 Zu- und Abfahrten/h
Nacht (22-06 Uhr)
KTW
Rückkehr von maximal 4 Fz nach Veranstal-
tungen/ Konzerten = 4 Zufahrten/h
Emissionsansatz: Parkgeräusche
Bayerische Parkplatzlärmstudie [17]:
- PP-Typ „Besucher/Mitarbeiter“:
- Zuschlag für PP-Art und Impulshaltigkeit K
PA
+ K
I
= 4 dB(A)
- Spitzenpegel L
WA
,
max
= 97,5 dB(A) (Türenschließen)
- Bewegungshäufigkeit:
tags
6 Bewegungen / Stunde
lauteste Nachtstunde
4 Bewegungen / Stunde
Auf dem Betriebsgelände parken in Garagen weitere Sonderfahrzeuge, die nicht täglich ge-
nutzt werden. Des Weiteren existieren eine Werkstatt sowie eine Waschhalle. Der Betrieb
dieser Anlagen erfolgt jedoch nur gelegentlich und in der Halle und wird deshalb als nicht
immissionsrelevant eingeschätzt.

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Parkplatz
Insgesamt verfügt das Grundstück der Leipziger Straße 33 über 90 Stellplätze. Davon ste-
hen ca. 18 Stellplätze an der nordwestlichen Grundstücksgrenze dem Malteser Hilfsdienst
zur Verfügung. Der übrige Parkplatz wird durch Mitarbeiter und Kunden des Bürogebäudes
genutzt. 9 Stellplätze befinden sich an der südwestlichen Grundstücksgrenze. Damit verblei-
ben etwa 65 Stellplätze im Innenhof. Folgende Annahmen zur Bewegungshäufigkeit werden
getroffen:
Emissionsansatz: Parkgeräusche Bayerische Parkplatzlärmstudie [17]:
- PP-Typ „Besucher/Mitarbeiter“:
- 9 Stellplätze Grundstücksgrenze Südwest und 65 Stellplätze Innenhof
- Zuschlag für PP-Art und Impulshaltigkeit K
PA
+ K
I
= 4 dB(A)
- Spitzenpegel L
WA
,
max
= 97,5 dB(A) (Türenschließen)
- Bewegungshäufigkeit:
Kfz-Bewegungen auf
Gelände
6:00 - 7:00 Uhr
0,1 Bewegungen / Stellplatz und Stunde
7,4
7:00 - 9:00 Uhr
0,5 Bewegungen / Stellplatz und Stunde
74
9:00 - 16:00 Uhr
0,2 Bewegungen / Stellplatz und Stunde
103,6
16:00 - 18:00 Uhr
0,5 Bewegungen / Stellplatz und Stunde
74
18:00 - 20:00 Uhr
0,1 Bewegungen / Stellplatz und Stunde
14,8
Summe:
273,8
Zu- und Abfahrt
Die Zu- und Abfahrt befindet sich an der nordöstlichen Grundstücksgrenze. Aus den Bewe-
gungshäufigkeiten durch die KTW sowie den Mitarbeiter- und Kundenparkplatz ergibt sich,
dass über den gesamten Tagzeitraum jeweils ca. 140 Fahrzeuge das Grundstück befahren
und verlassen. In der lautesten Nachtstunde wird die Zufahrt von 4 Fahrzeugen pro Stunde
berücksichtigt. Die Angabe im Rechenmodell erfolgt als längenbezogener Schallleistungs-
pegel L
W‘
= L
m,E
+ 19,2.
Die Berechnung des L
m,E
erfolgt gemäß RLS-90 mit einer Geschwindigkeit von v = 30 km/h
und einem Zuschlag für die Straßenoberfläche von D
StrO
= 3 dB (sonstiges Pflaster).
Tag
140 Fahrten (bestehend aus Zu- u. Abfahrt)
L
m,E
= 41 dB(A)
L
W‘
= 60,2 dB(A)
Nacht
4 Zufahrten
L
m,E
= 34,6 dB(A)
L
W‘
= 53,8 dB(A)
L
WA,max
= 92,5 dB(A) beschleunigte Abfahrt gemäß Tab. 35 [17]

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Lieferverkehr
Im Innenhof befindet sich eine Laderampe, über die einzelne Firmen Lieferungen bekom-
men. Im Rechenmodell wird der Lieferverkehr wie folgt berücksichtigt:
– 1 LKW à 5 Ladevorgänge täglich in der Zeit von 6 - 22 Uhr
– Ladegeräusche (Berechnung nach der Hessischen Ladestudie 1995 [18]: auf 1 Stunde
und 1 LKW bezogener Schallleistungspegel L
WA,1h
= 93,1 dB(A)
Ladegeräusche
22.01.2015
LWAT, 1h
Anzahl
Summe
Ereignisse
Palettenhubwagen über stionäre Überladebrücke
75,9 dB(A)
5
82,9 dB(A)
(voll von LKW)
Palettenhubwagen über stionäre Überladebrücke
84,9 dB(A)
5
91,9 dB(A)
(leer auf LKW)
Rollgeräusche, Wagenboden
75,0 dB(A)
10
85,0 dB(A)
abgestrahlter Schallleistungspegel
93,1 dB(A)
Grundlage: „Technischer Bericht zur Untersuchung der Lkw- und Ladegeräusche auf
Betriebsgeländen von Frachtzentren Auslieferungslagern und Speditionen“, Hessische
Landesanstalt für Umwelt, 16.05.1995
– Fahrgeräusch: Fahrspur LKW, längenbezogene Schallleistung L
WA,1h
=63 dB(A) [19]
– Spitzenpegel L
WA,max
= 104,0 dB(A) [17] (Druckluftgeräusch LKW)
Haustechnik
Auf dem Dach des hohen, senkrecht zur Leipziger Straße im Innenhof liegenden Gebäude-
riegels befindet sich eine Lüfterzentrale mit Zu- und Abluftanlagen für alle Etagen, die jedoch
nur sporadisch genutzt wird. Außerdem befinden sich auf dem Dach 1-2 Klimageräte für
Serverräume. Aus Erfahrungswerten werden Schallleistungspegel für die Anlagen ange-
nommen.
Folgende Schallquellen werden berücksichtigt:
Gerät
Schallleistung
Betriebszeit
Lüfterzentrale
L
WA
= 85 dB(A)
ausschließlich tags
2 Klimageräte
jeweils L
WA
= 70 dB(A)
Tag und Nacht
Ein Lageplan sowie die Emissionsdaten befinden sich im Anhang 3.2.3.

 
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4.2.4.
„Citybeach“ mit 9 Beachvolleyballplätzen Leipziger Straße 31
Das Unternehmen „Citybeach“ auf den Flurstücken 1131/4, 1131/8, 1131/9, 1131/12,
1131/14 besteht aus einer Freiflächennutzung mit Biergarten und ca. 200 Gästeplätzen so-
wie 9 Beachvolleyballfeldern. Die Emissionsdaten des Unternehmens liegen vor. Es wird
eine tägliche Betriebszeit von 10:00 - 24:00 Uhr angesetzt.
Folgende Schallquellen werden berücksichtigt [27], [28]:
Haustechnik:
- Fortluft Küche L
WA
= 75 dB(A)
Beachvolleyball:
Emissionsansatz:
Geräusche von Trendsportanlagen, Teil 2 [24]
Quelle
Schallleistungspegel L
WA
in dB(A)
Impulszuschlag
K
I
in dB
Spielbetrieb ohne Schiedsrichter
84
13
Für die einzelnen Felder sind folgende Betriebszeiten genehmigt:
Quelle
Betriebszeit
Beachvolleyballfeld BVF1
10:00 - 24:00 Uhr
Beachvolleyballfeld BVF2-5
10:00 - 22:00 Uhr
Beachvolleyballfeld BVF6-9
16:00 - 22:00 Uhr
Außenbereich:
Emissionsansatz:
-
L
WA
= 70 dB(A) einer Person (Sprechen gehoben), L
WA,max
= 95 dB(A) lautes Rufen
-
Impulszuschlag K
I
gemäß VDI 3770
-
L
WA,Außenbereich
= L
WA
+ 10log(Anzahl Personen) + 10log(Anteil Sprechender)
-
Betriebszeit 10:00 - 24:00 Uhr
-
zzgl. Hintergrundbeschallung mit 4 Lautsprechern mit je einem L
WA
= 75 dB(A), Ok-
tavspektrum für „Rock-/Pop-Musik“ [22] und Zuschlag für Impulshaltigkeit K
I
= 4 dB

 
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Schallquelle
Anzahl
Personen
Anteil
Sprechender
in %
L
WA,Außenbereich
in dB(A)
K
I
in dB
Zuschauer BVF1
4
50
73,0
9,5
Tischtennis
20
75
86,8
4,2
unterer Biergarten UB1
35
50
82,4
3,9
unterer Biergarten UB2
15
50
78,8
5,6
Terrasse T
48
50
83,8
3,3
Café-Garten CG
40
50
83,0
3,6
Dachterrasse DT
20
50
80,0
5,0
Oberer Biergarten OB
70
50
85,5
2,6
Barbereich B
10
50
77,0
6,4
Ein Lageplan sowie die Emissionsdaten befinden sich im Anhang 3.2.4.
4.2.5.
My House
Auf dem Flurstück 1160/36 wird in der ehemaligen „Pferdebörse“ die Veranstaltungsstätte
„My House“ betrieben. Diese besteht aus einem Außenbereich mit Biergarten und 120 Sitz-
plätzen sowie insgesamt 51 Parkplätzen, die nordwestlich des Gebäudes, teilweise auf dem
Flurstück 1160/39 angeordnet sind.
Folgende Schallquellen werden berücksichtigt:
Biergarten:
-
Außenbereich für 120 Gäste
-
L
WA,Außen
= 91,8 dB(A) unter Annahme, dass Außenbereich vollständig besetzt ist (lau-
ter Biergarten nach [23]
Parkplatz
Emissionsansatz: Parkgeräusche
Bayerische Parkplatzlärmstudie [17]: „zusammengefasstes Verfahren“
- PP-Typ „Diskothek“:
- 51 Stellplätze
- Zuschlag für PP-Art und Impulshaltigkeit K
PA
+ K
I
= 8 dB(A)
- Spitzenpegel L
WA
,
max
= 97,5 dB(A) (Türenschließen)
- Bewegungshäufigkeit:
0,5 Bewegungen / Stellplatz und Stunde

 
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Zu- und Abfahrt
Die Zu- und Abfahrt erfolgt von der Erfurter Straße. Die Angabe im Rechenmodell erfolgt als
längenbezogener Schallleistungspegel L
W‘
= L
m,E
+ 19,2.
Die Berechnung des L
m,E
erfolgt gemäß RLS-90 mit einer Geschwindigkeit von v = 30 km/h
und einem Zuschlag für die Straßenoberfläche von D
StrO
= 3 dB (sonstiges Pflaster).
25,5 Fahrten/h (aus 0,5 Bew./Stellpl. u. h)
L
m,E
= 45,6 dB(A) L
W‘
= 64,8 dB(A)
Ein Lageplan sowie die Emissionsdaten und die Ergebnisse der Nachrechnung an Be-
standsimmissionsorten befinden sich im Anhang 3.2.5.
4.2.6.
Alexander-Puschkin-Platz 1
Das Gebäude Alexander-Puschkin-Platz 1 unterliegt einer Büronutzung. Auf dem Grund-
stück (Flst. 1105/b) stehen 6 Pkw-Stellplätze zur Verfügung.
Folgende Schallquellen werden berücksichtigt:
Parkplatz
Emissionsansatz: Parkgeräusche
Bayerische Parkplatzlärmstudie [17]: „zusammengefasstes Verfahren“
- PP-Typ „Besucher und Mitarbeiter“:
- 6 Stellplätze
- Zuschlag für PP-Art und Impulshaltigkeit K
PA
+ K
I
= 4 dB(A)
- Spitzenpegel L
WA
,
max
= 97,5 dB(A) (Türenschließen)
- Bewegungshäufigkeit:
1,0 / 0,2 Bewegungen / Stellplatz und Stunde (Tag/Nacht für PP Innenstadt)
Ein Lageplan sowie die Emissionsdaten befinden sich im Anhang 3.2.6.

 
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4.2.7.
Showboxx
Auf den Flurstücken 1131/4, 1131/8, 1131/9, 1131/12, 1131/14 wird neben dem Citybeach
auch die Diskothek „Showboxx“ betrieben.
Diese besteht gemäß aktueller Baugenehmigung AZ 63/1/BG/02400/15 [30] aus einem Mu-
sikclub für 250 Gäste und einer Dachterrasse für 50 Gäste. Auflagen zum Immissionsschutz
wurden lediglich in einer früheren Baugenehmigung AZ 63/1/BG/02163/06 [29] getroffen.
Demnach sind am Wohnhaus Leipziger Straße 25 durch den Betrieb der Showboxx und des
Citybeaches sowie des anlagenbezogenen Verkehrs Beurteilungspegel im Nachtzeitraum
von 45 dB(A) einzuhalten. Es wurde zudem festgelegt, dass die Musikbeschallung der Frei-
bereiche als Hintergrundbeschallung mit L
AF
< 80 dB(A) zu erfolgen hat.
Folgende Schallquellen werden berücksichtigt [29], [30]:
Dachterrasse:
-
Außenbereich für 50 Gäste
-
L
WA,Außen
= 88 dB(A) unter Annahme, dass Außenbereich vollständig besetzt ist (lauter
Biergarten nach [23]
-
zzgl. Hintergrundbeschallung mit 2 Lautsprecherboxen mit je L
W
= 100 dB(A) zzgl.
K
I
= 4 dB, Höhe 2,5 m über Dachterrasse, Oktavspektrum für „Rock-/Pop-Musik“ [22]
Ein Lageplan sowie die Emissionsdaten und die Ergebnisse der Nachrechnung am o. g.
Bestandsimmissionsort befinden sich im Anhang 3.2.7.

 
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4.3.
Eingangsdaten Freizeitlärm
Auf der Eisenberger Straße 2a wird das „Eselnest“ ein Kinder- und Jugendhof (Spielplatz
und Tierhaltung) betrieben.
Das „Eselnest“ hat üblicherweise wochentags und samstags von 13 - 18 Uhr für Kinder und
Jugendliche geöffnet.
Als Angebot steht den Kindern täglich Lagerfeuer, Klettern und Spielen sowie das Helfen bei
der Versorgung der Tiere offen.
Die Farm hat einen Tierbestand von ca. 5 Eseln sowie Kleintieren (Meerschweinchen, Ka-
ninchen).
Als für die schalltechnische Betrachtung relevante Quellen werden jedoch nur die Geräu-
sche angesehen, die vom Spielplatz ausgehen. Die Freizeitlärmstudie [22] gibt für ein „laut
spielendes Kind“ einen Schallleistungspegel von L
WA
= 88 dB(A) und für ein „längere Zeit
spielendes Kind“ einen Schallleistungspegel von L
WA
= 78 dB(A) an.
Es wird abgeschätzt, dass sich täglich 30 Kinder im „Eselnest“ aufhalten. Folgende Annah-
men wurden für die schalltechnische Berechnung getroffen:
Tab. 9 Schallleistungspegel „Eselnest“
Situation
Anzah-
Kinder
Zeit
Einwir-
kungszeit
Gesamtschallleistungspegel
während der Einwirkungszeit
laut spielendes Kind
10
13 – 18 Uhr
5 h
L
WA
= 98 dB(A) + K
I
= 8 dB
längere Zeit spielen-
des Kind
20
13 – 18 Uhr
5 h
L
WA
= 91 dB(A) + K
I
= 8 dB
Die Nutzung des „Eselnest“ erfolgt grundsätzlich im Tagzeitraum. Auch selten stattfindende
Feste/Feierlichkeiten werden vor 22 Uhr beendet. Sonntags ist das „Eselnest“ geschlossen.
Ein Lageplan sowie die Emissionsdaten befinden sich im Anhang 3.3.1.

 
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4.4.
Eingangsdaten Sportanlage
Auf der Eisenberger Straße 1a befinden sich die Sportanlagen des TSV Rotation Dresden.
Die Sportstätte hat ein Großspielfeld mit Naturrasen (und Leichtathletikanlage), einen Fuß-
ball-Hartplatz sowie drei Tennisfelder. Für den Trainings- und Wettkampfbetrieb wurden fol-
gende Zeiten angegeben [35], [36]:
Montag-Freitag
15:00 - 22:00 Uhr
Samstag
08:00 - 18:00 Uhr
Sonntag
09:00 - 16:00 Uhr
Eine Nutzung der Tennisfelder erfolgt zusätzlich auch in den Vormittagsstunden. Auf dem
Gelände der Sportstätte wird zudem eine Gaststätte „Sportcasino“ betrieben.
Folgende Schallquellen werden berücksichtigt:
Parkplatz
Emissionsansatz: Parkgeräusche
Bayerische Parkplatzlärmstudie [17]: „zusammengefasstes Verfahren“
- PP-Typ „Besucher und Mitarbeiter“:
- 20 Stellplätze
- Zuschlag für PP-Art und Impulshaltigkeit K
PA
+ K
I
= 4 dB(A)
- Spitzenpegel L
WA
,
max
= 97,5 dB(A) (Türenschließen)
- Bewegungshäufigkeit:
8 - 23 Uhr
0,5 Bewegungen / Stellplatz und Stunde
Zu- und Abfahrt
Die Zu- und Abfahrt erfolgt von der Eisenberger Straße. Die Angabe im Rechenmodell er-
folgt als längenbezogener Schallleistungspegel L
W‘
= L
m,E
+ 19,2.
Die Berechnung des L
m,E
erfolgt gemäß RLS-90 mit einer Geschwindigkeit von v = 30 km/h
und einem Zuschlag für die Straßenoberfläche von D
StrO
= 3 dB (sonstiges Pflaster).
10 Fahrten/h (resultierend aus 0,5 Bew/Stellpl. u. h)
L
m,E
= 38,5 dB(A) L
W‘
= 57,7 dB(A)
Zur Beurteilung des Trainings- bzw. Wettkampfbetriebes werden folgende „ungünstige“ Si-
tuationen im Sinne der betroffenen Anwohner untersucht:
-
Training wochentags mit gleichzeitigem Betrieb von Großfeld-Naturrasen, Fußball-
Hartplatz und Tennisplätzen
-
Wettkampfbetrieb Fußball sonntags

 
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4.4.1.
Training wochentags
Folgende Schallquellen werden berücksichtigt:
Fußballspiel [15]
Großfeld Naturrasen
Zeit:
15:00 - 22:00 Uhr
Zuschaueranzahl
Z =
10
Zuschauer
L
WA
= 80 + 10 log (1+Z)
L
WA
=
90,4 dB(A)
Schiedsrichter
L
WA
= 73 + 20 log (1+Z) Z ≤ 30
L
WA
=
93,8 dB(A)
L
WA
= 98,5 + 3 log (1+Z) Z > 30
Spieler
L
WA
=
94,0 dB(A)
Spielfeld gesamt
L
WA
=
97,8 dB(A)
Maximalpegel
L
WAmax
=
118,0 dB(A)
Hartplatz
Zeit:
15:00 - 22:00 Uhr
Spieler
L
WA
=
94,0 dB(A)
Spielfeld gesamt
L
WA
=
94,0 dB(A)
Maximalpegel
L
WAmax
=
118,0 dB(A)
Tennis [16]
Zeit:
10:00 - 22:00 Uhr
Anzahl Felder
n =
3
Spielfeld
(überschlägiges Verfahren)
L
WA
=
93,0 dB(A)
alle Spielfelder gesamt
L
WA
=
97,8 dB(A)
Ein Lageplan sowie die Emissionsdaten und die Ergebnisse der Nachrechnung an Be-
standsimmissionsorten befinden sich im Anhang 3.4.1.

 
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4.4.2.
Wettkampf sonntags
Folgende Schallquellen werden berücksichtigt:
Fußballspiel [15]:
Großfeld Naturrasen
Zeit:
09:00 - 16:00 Uhr
Zuschaueranzahl
Z =
200
Zuschauer
L
WA
= 80 + 10 log (1+Z)
L
WA
=
103,0 dB(A)
Schiedsrichter
L
WA
= 73 + 20 log (1+Z) Z ≤ 30
dB(A)
L
WA
= 98,5 + 3 log (1+Z) Z > 30
L
WA
=
105,4
Spieler
L
WA
=
94,0 dB(A)
Spielfeld gesamt
L
WA
=
107,6 dB(A)
Maximalpegel
L
WAmax
=
118,0 dB(A)
Hartplatz
Zeit:
09:00 - 16:00 Uhr
Spieler
L
WA
=
94,0 dB(A)
Spielfeld gesamt
L
WA
=
94,0 dB(A)
Maximalpegel
L
WAmax
=
118,0 dB(A)
Zusätzlich sind an den Spieltagen mobile Lautsprecheranlagen im Einsatz. Diese wurden
wie folgt berücksichtigt:
-
Beschallungsanlage als Punktschallquelle (h = 2,50 m) am Sportcasino, L
WA
= 120
dB(A), Richtwirkung nach Südosten (Zuschauerbereich mit Versorgungspegeln von
ca. 75 - 85 dB(A), Betrieb 10 Minuten/h 09:00 - 16:00 Uhr
Ein Lageplan sowie die Emissionsdaten und die Ergebnisse der Nachrechnung an Be-
standsimmissionsorten befinden sich im Anhang 3.4.2.

 
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5.
Ergebnis der Berechnungen
5.1.
Ergebnisse Verkehrslärm
Die Darstellung der Ergebnisse des Straßen- und Schienenverkehrslärms erfolgt als Beurtei-
lungspegel in Rasterlärmkarten im Anhang 4.1 getrennt für den Tag- und Nachtzeitraum.
Dabei wurden die Immissionen von Straße und Schiene energetisch addiert.
Die für eine Höhe von 6 m über Gelände berechneten Lärmkarten zeigen, dass die schall-
technischen Orientierungswerte für den Verkehrslärm nach DIN 18 005 für Allgemeine
Wohngebiete von tags 55 dB(A) und nachts 45 dB(A) sowohl tags als auch nachts über-
schritten werden. Gleiches trifft auf die als Mischgebiet eingestuften Bauflächen zu. Die
schalltechnischen Orientierungswerte von 60 dB(A) tags und 50 dB(A) nachts sind ebenso
überschritten. Damit sind Maßnahmen zum Schallschutz erforderlich.
5.2.
Ergebnisse Gewerbelärm
Die Ergebnisse der ermittelten Geräuschbelastung werden in Gebäudelärmkarten dargestellt
(Anhang 4.2). Die Ausweisung erfolgt als Beurteilungs- und Maximalpegel getrennt für den
Tag- und Nachtzeitraum. Für ausgewählte Immissionsorte werden die Teilbeurteilungspegel
dargestellt.
Zusätzlich wurde der Einfluss der nach den Festsetzungen neu entstehenden Gebäude be-
rechnet. Dazu werden zwei Optionen / Varianten eines Gebäuderiegels untersucht. Diese
sind vorrangig für eine Wohnnutzung vorgesehen. Jedoch soll auch geprüft werden, unter
welchen Bedingungen in den Gebäuden eine „Kreativwirtschaft“ (Werkstätten für z. B. Bild-
hauer, Tischler etc.) untergebracht werden kann.

 
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5.2.1.
Gewerbelärm - Schallquellen Bestand
Für die Berechnung wurden alle derzeit bestehenden Geräuschquellen berücksichtigt.
Die Ergebnisse der Berechnung sind als Gebäudelärmkarte im Anhang 4.2.1 (zusammen-
fassende Darstellung Ausweisung alle Fassaden mit Richtwertüberschreitung sowie Darstel-
lung der einzelnen Beurteilungszeiträume LrT, LrN, LmaxT, LmaxN) dargestellt.
Im Tagzeitraum werden die Immissionsrichtwerte in den als Allgemeines Wohngebiet (WA)
bzw. Mischgebiet (MI) festgesetzten Baufeldern weitestgehend eingehalten.
Am Gebäude Leipziger Straße 33 treten Richtwertüberschreitungen an der Südostfassade
auf, die aus dem Betrieb des „Citybeach“ resultieren.
Im Nachtzeitraum dagegen treten Richtwertüberschreitungen bis ca. 9 dB im WA auf. Maß-
geblich pegelbestimmend ist der Betrieb des „Citybeach“ und der „Showboxx“.
In den als Mischgebiet festgesetzten Baufeldern treten am Gebäude Leipziger Straße 33
Richtwertüberschreitungen auf. Diese betragen an der Südostfassade allerdings bis zu
13 dB und werden maßgeblich vom Citybeach und der Showboxx bestimmt.
Das Maximalpegelkriterium wird lediglich nachts an der Südost- und Nordostfassade des
Gebäudes WA S überschritten. Maßgeblich pegelbestimmend sind Parkvorgänge (Türenzu-
schlagen) sowie die Zu- und Abfahrt von Krankentransportfahrzeugen im Nachtzeitraum.
Wird das Gebäude WA N zuerst errichtet, so treten an dessen Südfassaden im Nachtzeit-
raum Richtwertüberschreitungen bis 2 dB auf (Gebäudelärmkarte im Anhang 4.2.3).
Auch bei der zeitlichen Errichtung des Gebäudes WA W vor dem Gebäude WA S treten im
Nachtzeitraum zusätzliche Richtwertüberschreitungen an der Südostfassade von WA W auf
(Gebäudelärmkarte im Anhang 4.2.4).
In die textliche Festsetzung zum Bebauungsplan ist daher aufzunehmen, dass die Nutzung
der Gebäude WA N und WA W erst nach Errichtung des Gebäudes WA S aufgenommen
werden darf.
Die Beurteilungspegel an ausgewählten Einzelimmissionsorten (IO gemäß Lageplan im An-
hang 2.2) sind in der nachfolgenden Tab. 10 enthalten. Eine Teilpegelliste ist im Anhang
4.2.2 enthalten.

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Tab. 10 Beurteilungspegel Gewerbe Bestand
Nachfolgende Tabelle enthält die Maximalpegel an den ausgewählten Einzelimmissionsor-
ten.
Tab. 11 Maximalpegel Gewerbe Bestand

 
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5.2.2.
Gewerbelärm - Varianten Gebäuderiegel Leipziger Straße 33
Es ist geplant, das Grundstück der Leipziger Straße 33 durch Gebäude zu ergänzen. Die
Gebietseinstufung erfolgt als Mischgebiet. Für die vorgesehenen Gebäude existieren ver-
schiedene Varianten der Realisierung. Nachfolgend erfolgt die Untersuchung mit einem „of-
fenen“ sowie mit einem „geschlossenen“ Gebäuderiegel.
In der Gewerbelärmbetrachtung werden die bisher an der Leipziger Straße 33 vorhandenen
Schallquellen mit Ausnahme der haustechnischen Anlagen auf dem Dach nicht mehr be-
trachtet. Damit entfallen die Parkplätze im Innenhof, der Lieferverkehr und die Verkehre
durch die Malteser Hilfsdienst e.V. (KTW).
Alle weiteren Eingangsdaten entsprechen den bestehenden Schallquellen.
Die Ergebnisse der Gewerbelärmberechnung mit „offenem“ Gebäuderiegel sind in den Ge-
bäudelärmkarten im Anhang 4.2.5 (zusammenfassende Darstellung Ausweisung alle Fassa-
den mit Richtwertüberschreitung sowie Darstellung der einzelnen Beurteilungszeiträume LrT,
LrN, LmaxT, LmaxN) dargestellt.
Wie auch in den vorhergehenden Varianten zum Gewerbelärm werden die Immissionsricht-
werte in den als Allgemeines Wohngebiet (WA) bzw. Mischgebiet (MI) festgesetzten Baufel-
dern am Tage weitestgehend eingehalten.
Am Gebäude Leipziger Straße 33 treten Richtwertüberschreitungen an der Südostfassade
auf, die aus dem Betrieb des Citybeach resultieren.
Im Nachtzeitraum treten an den Gebäudefassaden der künftigen WA’s Richtwertüberschrei-
tungen bis ca. 9 dB auf. Maßgeblich pegelbestimmend ist der Betrieb des Citybeach und der
Showboxx.
In den als Mischgebiet festgesetzten Baufeldern treten an der Südostfassade der Leipziger
Straße 33 Richtwertüberschreitungen auf. Diese betragen allerdings bis zu 13 dB und wer-
den maßgeblich vom „Citybeach“ und der „Showboxx“ bestimmt.
Das Maximalpegelkriterium wird an allen Immissionsorten im Tag- und Nachtzeitraum ein-
gehalten.
Die nachfolgenden Tabellen enthalten die Beurteilungs- und Maximalpegel an ausgewählten
Einzelimmissionsorten (gemäß Lageplan im Anhang 2.2). Eine Teilpegelliste ist im Anhang
4.2.6 enthalten.

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Tab. 12 Beurteilungspegel Gewerbe - offener Riegel
Tab. 13 Maximalpegel Gewerbe - offener Riegel

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Die Ergebnisse der Gewerbelärmberechnung mit „geschlossenem“ Gebäuderiegel sind in
den Gebäudelärmkarten im Anhang 4.2.7 (zusammenfassende Darstellung Ausweisung alle
Fassaden mit Richtwertüberschreitung sowie Darstellung der einzelnen Beurteilungszeit-
räume LrT, LrN, LmaxT, LmaxN) dargestellt.
Wie auch in der Ausgangsvariante zum Gewerbelärm werden die Immissionsrichtwerte in
den als Allgemeines Wohngebiet (WA) bzw. Mischgebiet (MI) festgesetzten Baufeldern am
Tage weitestgehend eingehalten.
Am Gebäude Leipziger Straße 33 treten Richtwertüberschreitungen an der Südostfassade
auf, die aus dem Betrieb des Citybeach resultieren.
Im Nachtzeitraum treten Richtwertüberschreitungen bis ca. 6 dB an der südlichen Fassade
des Gebäudes WA S und bis ca. 4 dB an der Südostfassade des Gebäudes WA W auf.
Maßgeblich pegelbestimmend ist der Betrieb des „Citybeach“ und der „Showboxx“.
In den als Mischgebiet festgesetzten Baufeldern treten am Gebäude Leipziger Straße 33
Richtwertüberschreitungen auf. Diese betragen an der Südostfassade allerdings bis zu
11 dB und werden maßgeblich vom Citybeach und der Showboxx bestimmt.
Das Maximalpegelkriterium wird an allen Immissionsorten im Tag- und Nachtzeitraum ein-
gehalten.
Die nachfolgenden Tabellen enthalten die Beurteilungs- und Maximalpegel an den Immissi-
onsorten. Eine Teilpegelliste ist im Anhang 4.2.8 enthalten.

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Tab. 14 Beurteilungspegel Gewerbe - geschlossener Riegel
Tab. 15 Maximalpegel Gewerbe - geschlossener Riegel

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Kreativwirtschaft:
In den neuen Gebäuderiegeln auf der Leipziger Straße 33 soll ggf. eine „Kreativwirtschaft“
(Werkstätten für z. B. Bildhauer, Tischler etc.) untergebracht werden. Für die Kreativwirt-
schaft liegt noch keine konkrete Planung für eine Nutzung vor. Die Lage von Schallquellen
und tatsächlich erzeugten Pegeln kann demzufolge nur beispielhaft angenommen werden:
Emissionsdaten: Innenpegel L
I
= 80 dB(A) (Expositionspegel bei dem gemäß LärmVibrationsArb-
SchV noch kein Gehörschutz erforderlich ist)
Bauteile, die nach außen Schall abstrahlen:
Bauteil
Aufbau
Schalldämm-Maß
R’
w
in dB
Bemerkung
Fenster EG Südost
50 m²
geöffnet
0
8 h am Tage (6 - 22 Uhr)
Fenster EG Nordwest
160 m²
Isolierglasfenster SSK 2
32
Für die südöstliche Gebäudefassade (die in den damit entstehenden Innenhof der Leipziger
Straße 33 zeigt) werden 50 m² geöffnete Fensterfläche bei einem Innenpegel von L
I
= 80
dB(A) über eine 8h-Arbeitsschicht im Tagzeitraum berücksichtigt. Für die Fenster in Rich-
tung Nordwesten (Richtung WA) wird dagegen vorausgesetzt, dass diese nicht permanent
geöffnet sind. Ein kurzzeitiges Öffnen der Fenster zum Lüften ist am Tage jedoch auch bei
den oben angenommenen Innenpegeln zulässig.
Für alle Fenster ist prinzipiell eine Standard Schallschutzklasse 2 (R’
W
= 32 dB) ausreichend,
damit bei geschlossenem Fenster und den angenommenen Innenpegeln keine Immissions-
konflikte sowohl im Tag- als auch im Nachtzeitraum entstehen.
Mit den getroffenen Annahmen würden am Gebäuderiegel, in dem die Kreativwirtschaft bei-
spielhaft im Erdgeschoss untergebracht wird, Richtwertüberschreitungen am Tage in den
darüber liegenden Etagen an den Fassaden auftreten, an denen in den Werkstätten bei
permanent geöffneten Fenstern gearbeitet wird (Südostfassade in diesem Beispiel). Daher
sind in den darüber liegenden Etagen entweder keine schutzbedürftigen Räume anzuordnen
oder geräuschintensive Arbeiten können prinzipiell nur bei geschlossenen Fenstern ausge-
führt werden.
An allen anderen Immissionsorten (z.B. gegenüberliegende Fassade der Leipziger Straße
33 oder Gebäude WA S als kritischste Immissionsorte) treten durch eine Kreativwirtschaft
mit den getroffenen Annahmen keine Richtwertüberschreitungen auf.

 
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Die getroffenen Annahmen zur Kreativwirtschaft dienen nur dazu, aufzuzeigen, welche Mög-
lichkeiten zur Realisierung / Etablierung dieser grundsätzlich bestehen. Die Annahmen und
Berechnungen ersetzen nicht eine objektkonkrete Schallimmissionsprognose für den tat-
sächlich geplanten Betrieb.
5.3.
Ergebnisse Freizeitlärm
Die Ergebnisse der schalltechnischen Berechnung der Freizeiteinrichtung „Eselnest“ mit
Beurteilung nach Freizeitlärmrichtlinie sind in der Gebäudelärmkarte im Anhang 4.3 darge-
stellt.
In den als Allgemeines Wohngebiet genutzten Flächen treten Beurteilungspegel tags außer-
halb der Ruhezeit von maximal 50 dB(A) auf. In den Mischgebietsflächen betragen die Beur-
teilungspegel weniger als 45 dB(A). Die Immissionsrichtwerte im Plangebiet von 55 dB(A) für
WA und 60 dB(A) für MI sind damit sicher eingehalten.
In den übrigen Beurteilungszeiträumen gemäß Freizeitlärmrichtlinie (innerhalb der Ruhezei-
ten bzw. nachts) ist das „Eselnest“ nicht in Betrieb.
5.4.
Ergebnisse Sportanlagenlärm
Die Ergebnisse der schalltechnischen Berechnung der Sportstätte Eisenberger Straße 1a
mit Beurteilung nach 18. BImSchV sind in den Gebäudelärmkarten im Anhang 4.4 darge-
stellt.
Training werktags:
Im Plangebiet treten maximale Beurteilungspegel von ca. 43 dB(A) auf (siehe Anhang 4.4.1,
Beurteilungszeitraum abendliche Ruhezeit 20 - 22 Uhr). Die Immissionsrichtwerte von 50
dB(A) für ein Allgemeines Wohngebiet innerhalb der Ruhezeit sind damit sehr sicher einge-
halten.
Für den Betrieb des Sportplatzes wurden konservative Annahmen, z.B. vollständige Auslas-
tung aller Spielfelder (Fußball und Tennis) während der gesamten Betriebszeit, getroffen,
sodass die ermittelten Beurteilungspegel auf der „sicheren Seite“ liegen.

 
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Wettkampf sonntags:
Für die untersuchte Situation treten im Plangebiet maximale Beurteilungspegel von 49 dB(A)
auf (siehe Anhang 4.4.2, Beurteilungspegel innerhalb der mittäglichen Ruhezeit). Die Immis-
sionsrichtwerte von 50 dB(A) für ein Allgemeines Wohngebiet innerhalb der Ruhezeit sind
damit eingehalten.
Auch für diese Situation wurden konservative Annahmen, z. B. durchgehender Spielbetrieb
auf beiden Fußballfeldern ohne Pause, getroffen, sodass die ermittelten Ergebnisse auf der
sicheren Seite liegen.
5.5.
Maßnahmen zum Schallschutz
Die Dimensionierung des Schallschutzes erfolgt auf der Basis des „maßgeblichen Außen-
lärmpegels“ (siehe 3.3).
Im Anhang 4.5 werden die maßgeblichen Außenlärmpegel als Gebäudelärmkarte sowie die
Lärmpegelbereiche nach DIN 4109 für alle Varianten der Gebäudeanordnung ausgewiesen.
Das Beiblatt 1 der DIN 18005 [8] enthält den Hinweis, dass bei Außengeräuschbelastungen
> 45 dB(A) während der Nachtzeit bei einem teilgeöffneten/gekippten Fenster häufig kein
ruhiger Schlaf mehr gegeben ist. Daher werden Empfehlungen gegeben, für welche Gebäu-
de bzw. Fassaden der Einbau von fensterunabhängigen Lüftungseinrichtungen vorzusehen
ist.
Die Ergebnisse für die Gebäudeanordnung im Bestand befinden sich im Anhang 4.5.1
(maßgeblicher Außenlärmpegel) und im Anhang 4.5.2 (Kriterium zum Lüftereinbau).
Analog werden im Anhang 4.5.3 und Anhang 4.5.4 die Ergebnisse für die Variante mit „offe-
nem“ Gebäuderiegel sowie im Anhang 4.5.5 und Anhang 4.5.6 für die Variante mit „ge-
schlossenem“ Riegel dargestellt.

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6.
Empfohlene Textliche Festsetzungen zum Bebauungsplan
Resultierend aus den Ergebnissen der schalltechnischen Untersuchung werden folgende
Festsetzungen zum Schallschutz für den Bebauungsplan vorgeschlagen:
An den gekennzeichneten Fassaden müssen die Außenbauteile für Aufenthalts- und Schlaf-
räume entsprechend den im Beiplan Abb. 1 bezeichneten Lärmpegelbereichen nach DIN
4109 (Schallschutz im Hochbau) ausgebildet werden.
Abb. 1 Beiplan Maßgeblicher Außenlärmpegel - Ausweisung Lärmpegelbereiche

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Für Schlafräume, für die gemäß der gekennzeichneten Fassaden im Beiplan Abb. 2 im
Nachtzeitraum Beurteilungspegel größer 45 dB(A) ermittelt wurden (Gewerbe- oder Ver-
kehrslärm), ist der Einbau von fensterunabhängigen Lüftungseinrichtungen vorzusehen.
Abb. 2 Beiplan Fassaden mit Beurteilungspegel nachts > 45 dB(A) als Kriterium zum Lüftereinbau

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An den im Beiplan Abb. 3 gekennzeichneten Fassaden sind die Grundrisse der Wohnungen
so zu gestalten, dass sich keine Fenster von Räumen mit schutzwürdigen Nutzungen
(Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer) an diesen Fassaden befinden.
Räume mit schutzwürdigen Nutzungen können ausnahmsweise an diesen Fassaden ange-
ordnet werden, wenn sie nicht mit Fenstern ausgestattet werden, die geöffnet werden kön-
nen (Festverglasung).
Ausnahmen von der Festsetzung sind zulässig, wenn nachgewiesen wird, dass an den
maßgeblichen Immissionsorten die Richtwerte nach Nr. 6.1 c) bzw. d) der TA Lärm nicht
überschritten werden.
Die Nutzung der Gebäude WA N und WA W darf erst nach Errichtung des Gebäudes WA S
aufgenommen werden.
Abb. 3 Beiplan Fassaden mit Richtwertüberschreitungen nach TA Lärm

 
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7.
Literatur
[1] Sechste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundesimmissionsschutzgesetz
(Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm - TA Lärm), vom Bundeskabinett am
11.8.98 beschlossen; GMBl. 1998 S. 503 ff, vom 28.08.98
[2]
Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) in der Fassung der Bekanntmachung vom
17. Mai 2013 (BGBl. I S. 1274), zuletzt geändert durch Art. 1 des G v. 2. Juli 2013
(BGBl- I S. 1943)
[3] Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung -
BauNVO); BGBl. I, S. 133 vom 26.01.1990
[4] DIN ISO 9613-2; Dämpfung des Schalls bei der Ausbreitung im Freien; Teil 2: Allge-
meines Berechnungsverfahren; September 1999
[5] DIN 45645-1; Ermittlung von Beurteilungspegeln aus Messungen, Teil 1: Geräu-
schimmissionen in der Nachbarschaft; Juli 1996
[6]
VDI 2571; Schallabstrahlung von Industriebauten, August 1976
[7]
DIN 18005-1, Schallschutz im Städtebau, Teil 1: Grundlagen und Hinweise für die Pla-
nung, Juli 2002
[8]
Beiblatt 1 zu DIN 18005-1, Schallschutz im Städtebau, Berechnungsverfahren, Schall-
technische Orientierungswerte für die städtebauliche Planung; Mai 1987
[9]
DIN 4109-1, Schallschutz im Hochbau, Teil 1: Mindestanforderungen, Juli 2016
[10] DIN 4109-2, Schallschutz im Hochbau, Teil 2: Rechnerische Nachweise der Erfüllung
der Anforderungen, Juli 2016VDI 2719, Schallschutz von Fenstern und deren Zusatz-
einrichtungen, 08/1987
[11] Berechnung des Beurteilungspegels für Schienenwege (Schall 03), eingeführt mit Än-
derung der Sechzehnten Verordnung zur Durchführung des Bundes-
Immissionsschutzgesetzes (Verkehrslärmschutzverordnung - 16. BImSchV) vom
18. Dezember 2014
[12] RLS-90; Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen, Ausgabe 1990, Der Bundesminis-
ter für Verkehr, Abteilung Straßenbau
[13] Sportanlagenlärmschutzverordnung - Achtzehnte Verordnung zur Durchführung des
Bundes-Immissionsschutzgesetzes (18. BImSchV) vom 18. Juli 1991 (BGBl. I S. 1588,
1790) zuletzt geändert durch Art. 1 der Verordnung vom 9. Februar 2006 (BGBl. I S.
324)
[14] Anhang B (Freizeitlärmrichtlinie) der Musterverwaltungsvorschrift zur Ermittlung, Beur-
teilung und Verminderung von Geräuschimmissionen, erstellt durch Länderausschuss
für Immissionsschutz (LAI)
[15] Probst, W.: Geräuschentwicklung von Sportanlagen und deren Quantifizierung für im-
missionsschutztechnische Prognosen, Bericht B2/94, Bundesinstitut für Sportwissen-
schaft, Köln 1994
[16] VDI 3770 Emissionskennwerte von Schallquellen - Sport- und Freizeitanlagen,
09/2012
[17] Parkplatzlärmstudie; Empfehlung zur Berechnung von Schallemissionen aus Parkplät-
zen, Autohöfen und Omnibusbahnhöfen sowie von Parkhäusern und Tiefgaragen; 6.
Auflage; Bayerisches Landesamt für Umwelt; Augsburg; August 2007
[18] „Technischer Bericht zur Untersuchung der Lkw- und Ladegeräusche auf Betriebsge-
länden von Frachtzentren Auslieferungslagern und Speditionen“, Hessische Landes-
anstalt für Umwelt, 16.05.1995
[19] „Technischer Bericht zur Untersuchung der Geräuschemissionen durch Lastkraftwa-

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gen auf Betriebsgeländen von Frachtzentren, Auslieferungslagern, Speditionen und
Verbrauchermärkten sowie weiterer typischer Geräusche insbesondere von Verbrau-
chermärkten“, Hessische Landesanstalt für Umwelt, 2005
[20] Technischer Bericht zur Untersuchung der Geräuschemission von Baumaschinen;
Hessische Landesanstalt für Umwelt, Wiesbaden 1998
[21] Technischer Bericht zur Untersuchung der Geräuschemission von Baumaschinen; Heft
2; Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie; Wiesbaden 2004
[22] Sächsische Freizeitlärmstudie - Handlungsleitfaden zur Prognose und Beurteilung von
Geräuschbelastungen durch Veranstaltungen und Freizeitanlagen; Sächsisches Lan-
desamt für Umwelt und Geologie, März 2006
[23] Hainz, E.: Geräusche aus „Biergärten" - ein Vergleich verschiedener Prognoseansät-
ze; Bayer. Landesamt für Umweltschutz, 1999
[24] Geräusche von Trendsportanlagen, Teil 2: Beachvolleyball, Bolzplätze, Inline-
Skaterhockey, Streetball, Bayerisches Landesamt für Umwelt, Augsburg, Juni 2006
[25] Bericht Nr. 14-2956 / 01 Schallimmissionsprognose Betrieb des Clubs Puschkin auf
der Leipziger Straße 12 in Dresden, erstellt durch cdf Schallschutz, 29.08.2014
[26] Bericht Nr. 34060-1.002 Umnutzung Industriehalle zu einer Veranstaltungsstätte, Go-
thaer Straße 10 -14 in Dresden, Schallimmissionsprognose für Genehmigungsverfah-
ren, erstellt durch Schirmer GmbH, Stand: 16.04.2014
[27] Bericht Nr. 34113-1.001 Freifläche Beach & Nutzungsänderung Gewerbegebäude,
Schallimmissionsprognose für Genehmigungsverfahren, erstellt durch Schirmer
GmbH, Stand: 01.10.2013
[28] Baugenehmigung Fortführung der Nutzung der Freifläche als eine Sport- und Freizeit-
fläche mit neun Volleyballplätzen […] vom 08.03.2016, AZ 63/1/BV/05958/15
[29] Baugenehmigung zum Vorhaben Nutzungsänderung [...] Musikclub für 250 Gäste [...]
vom 27.02.2008, AZ 63/1/BG/02163/06
[30] Fortsetzung der Nutzung des bestehenden Musikclubs Showboxx mit 250 Besucher-
plätzen im Gebäude und 50 gastplätzen auf der Dachterrasse für weitere 5 Jahre vom
07.07.2015, AZ 63/1/BG/02400/15
[31] Entwurf Rechtsplan Bebauungsplan Nr. 357 C Dresden-Neustadt Nr. 41 Leipziger
Straße / Alexander-Puschkin-Platz, Stand: April 2016
[32] Verkehrsprognose 2025, Verkehrsmengen Leipziger Straße und Gebiet B-Plan 357 B,
erstellt durch EIBS GmbH, übergeben per E-Mail Stand 12.01.2015
[33] Lageplan Verkehrskonzept, erstellt durch EIBS GmbH, übergeben per E-Mail Stand
01.07.2015
[34] Haltestellenfahrpläne der Straßenbahnlinien 4 und 9, gültig für 2015,
www.dvb.de
[35] Auskunft zum Betrieb der Sportstätte Eisenberger Straße 1a, übergeben per E-Mail an
das UA durch den Abteilungsleiter Sportstätten der LHD am 03.05.2016
[36] Telefonat mit Abteilungsleiter Sportstätten der LHD am 09.06.2016
[37] Ortsbesichtigung am 20.01.2015, telefonische Rücksprachen am 30.05.2016,
09.06.2016 und 19.08.2016

 
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8.
Anhänge

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Anhang 1
Entwurf des B-Planes 357 C, Nr. 41

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Anhang 2
Lageplan des Rechenmodells
Anhang 2.1 Übersichtslageplan

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Anhang 2.2 Lageplan der Einzelimmissionsorte

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Anhang 3
Emissionsdaten

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Anhang 3.1 Emissionsdaten Verkehr

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Anhang 3.1.1 Straßenverkehr

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Anhang 3.1.2 Schienenverkehr - Straßenbahn - ÖPNV

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Anhang 3.2 Emissionsdaten Gewerbe

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Anhang 3.2.1 Club Puschkin Leipziger Straße 12

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Seite 61
Anhang 3.2.2 Veranstaltungsstätte Gothaer Straße 10 - 14

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Seite 62
Anhang 3.2.3 Bürogebäude Leipziger Straße

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Seite 63
Anhang 3.2.4 „Citybeach“ Leipziger Straße 31

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Anhang 3.2.5 My house

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Anhang 3.2.6 Alexander-Puschkin-Platz 1

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Anhang 3.2.7 Showboxx
Anmerkung:
Für den IO Leipziger Straße 25 sind gemäß Festsetzung der Baugenehmigung (BG vom 27.02.2008,
zuletzt verlängert durch BG vom 07.07.2015) durch den Betrieb der Showboxx und des Citybeaches
sowie des anlagenbezogenen Verkehres Beurteilungspegel im Nachtzeitraum von 45 dB(A) einzuhal-
ten. Dieser Beurteilungspegel wird aus der Summe von 4.2.4 und 4.2.7 ausgeschöpft. Es wird einge-
schätzt, dass die maßgeblichen pegelbestimmenden Schallquellen damit berücksichtigt sind. Weitere
Schallabstrahlung, z.B. über die Gebäudehülle der Showboxx nach Außen kann vernachlässigt wer-
den.

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Anhang 3.3 Emissionsdaten Freizeitanlagen

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Anhang 3.3.1 „Eselnest“

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Seite 69
Anhang 3.4 Emissionsdaten Sportanlagen

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Anhang 3.4.1 Training wochentags

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Anhang 3.4.2 Wettkampf Sonntag

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Anhang 4
Ergebnisse

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Anhang 4.1 Ergebnisse Verkehr

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Anhang 4.1.1 Verkehr - Bestand - RLK

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Anhang 4.1.2 Verkehr - offener Gebäuderiegel - RLK

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Anhang 4.1.3 Verkehr - geschlossener Gebäuderiegel - RLK

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Anhang 4.2 Ergebnisse Gewerbe

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Anhang 4.2.1 Gewerbelärm - Bestand - GLK
Zusammenfassung: Fassaden mit Richtwertüberschreitungen

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Anhang 4.2.2 Gewerbelärm - Bestand - Teilpegel

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Anhang 4.2.3 Gewerbelärm - Bestand - Errichtung WA N zuerst

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Anhang 4.2.4 Gewerbelärm - Bestand - Errichtung WA W zuerst

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Anhang 4.2.5 Gewerbelärm - offener Gebäuderiegel - GLK
Zusammenfassung: Fassaden mit Richtwertüberschreitungen

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Anhang 4.2.6 Gewerbelärm - offener Riegel - Teilpegel

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Anhang 4.2.7 Gewerbelärm - geschlossener Gebäuderiegel - GLK
Zusammenfassung: Fassaden mit Richtwertüberschreitungen

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Anhang 4.2.8 Gewerbelärm - geschlossener Gebäuderiegel - Teil-
pegel

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Anhang 4.3 Ergebnisse Freizeitanlagen

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Anhang 4.4 Ergebnisse Sportanlagen

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Anhang 4.4.1 Training wochentags

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Seite 108
Anhang 4.4.2 Wettkampf sonntags

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Anhang 4.5 Maßnahmen zum Schallschutz

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Anhang 4.5.1 maßgeblicher Außenlärmpegel - Bestand

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Anhang 4.5.2 Kriterium zum Lüftereinbau - Bestand

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Anhang 4.5.3 maßgebl. Außenlärmpegel - offener Riegel

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Anhang 4.5.4 Kriterium zum Lüftereinbau - offener Riegel

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Seite 115
Anhang 4.5.5 maßgebl. Außenlärmpegel - geschlossener Riegel

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Seite 116
Anhang 4.5.6 Kriterium zum Lüftereinbau - geschlossener Riegel