image
Seite
1
von
9
Die Landesregulierungsbehörde
Ausfüllhinweise für Betreiber von Gasverteilernetzen
Anlage 2
zur Festlegung der Vorgaben
zur Durchführung der Kostenprüfung zur Bestimmung des Ausgangsniveaus
der Betreiber von
Gasverteilernetzen i.S.d. § 3 Nr. 7 EnWG
für die vierte Regulierungsperiode nach § 6 Abs. 1 ARegV
vom
1. Juni 2021

Anlage 2
Seite
2
von
9
Ausfüllhinweise zum Erhebungsbogen für Betreiber von Gasverteilernetzen
Vorbemerkungen:
Grundlage ist der Erhebungsbogen, den die BNetzA erstellt hat. Bitte beachten Sie, dass dieser jedoch für die in der Zuständigkeit der
Landesregulierungsbehörde Sachsen liegenden Netzbetreiber angepasst wurde. Daher ist zwingend der EHB der Landesregulierungsbehörde Sachsen
zu verwenden.
Die nachfolgenden Ausfüllhinweise sind bei der Befüllung der einzelnen Tabellenblätter des Erhebungsbogens zu beachten. Der Erhebungsbogen ist Bestandteil
des Berichts nach § 6 Abs. 1 S. 2 ARegV i. V. m. § 28 GasNEV und muss der Landesregulierungsbehörde zur Bestimmung des Ausgangsniveaus für die vierte
Regulierungsperiode der Anreizregulierung unter Verwendung einer auf der Internetseite der Landesregulierungsbehörde bereitgestellten XLSX-Datei übermittelt
werden.
Beschrieben werden lediglich ausgewählte Positionen des Erhebungsbogens. Positionen, deren Bedeutung sich bereits aus der hergebrachten
betriebswirtschaftlichen, handelsrechtlichen und kostenrechnerischen Terminologie erschließen, werden nicht definiert. Somit entfällt ein Großteil der Erläuterungen
für Positionen in den jeweiligen Tabellenblättern.
Von besonderer Bedeutung sind die handelsrechtlichen und kalkulatorischen Wertansätzen genehmigter Investitionsbudgets und Investitionsmaßnahmen, deren
Genehmigungsdauern über den 31.12.2022 hinausgehen, Kosten, die in Zusammenhang mit der Kostenwälzung aus der Marktraumumstellung stehen und Kosten,
die im Rahmen der Kostenwälzung für Biogas nach § 20b GasNEV in Ansatz gebracht wurden.
Alle geldwerten Angaben sind grundsätzlich in Euro und mit positivem Vorzeichen darzustellen.
Im Vergleich zu dem von der BNetzA zur Verfügung gestellten EHB ergeben sich einige Änderungen. Diese betreffen hauptsächlich den Umfang der
einzutragenden Daten. Dieser ist teilweise im Sinne der Netzbetreiber stark reduziert (z.B. Angaben für drei anstelle fünf Geschäftsjahre, keine Doppelangaben im
EHB, wenn im Bericht dazu auszuführen ist etc.). Die entsprechenden Abfragen wurden hier ausgeblendet, so dass die sichtbare Nummerierung bzw. die sichtbare
Spalten- und Zeilenbeschriftung nicht in jedem Fall fortlaufend ist. Detailangaben in den einzelnen Tabellenblättern sind entsprechend der Eintragung in der Bilanz
und GuV jeweils auch
nur verpflichtend für die abgefragten drei Geschäftsjahre
zu erbringen, es bleibt jedoch unbenommen, weitere Angaben zu machen.

Anlage 2
Seite
3
von
9
Tabellenblatt „A_Stammdaten
In Abhängigkeit von der Angabe des Wertes in der Zelle „Erhebungsbogen für“ (Zelle B14) werden die Eintragungsmöglichkeiten mittels bedingter
Formatierung angepasst. Unter „I.“ und ggf. unter „II.“ sind grundlegende Angaben zum Unternehmen zu machen. Der Eigentumsanteil und Kapazitätsanteil
unter „II.“ beträgt 100 %, sofern das Netz sich nicht in Bruchteilseigentum befindet. Unter „III“ ist anzugeben, welche Verpachtungen und Dienstleistungen
erbracht wurden und von welchen Dritten, welche Kosten die einzelnen Dienstleistungen verursacht haben und in welcher Kostenposition die Dienstleistungen
beim Netzbetreiber verbucht wurden. Es sind alle Verpachtungs- und Dienstleistungsverhältnisse, also für verbundene und nicht-verbundene Unternehmen,
aufzuführen und jeweils einzeln zu befüllen. Bei einem Netzbetreiber mit einer sehr großen Anzahl an entsprechenden Dienstleistern sind lediglich die 50
wertmäßig größten Dienstleister zu nennen. Unter „IV“ ist vom Netzbetreiber eine eindeutige Netz-ID z. B. für erfolgte Netzübergänge zu vergeben. Sollten im
Rahmen vorangegangener Kostenprüfungen bereits Netz-IDs verwendet worden sein, so sind diese fortzuführen.
Tabellenblatt „A1_Fragen“
Im Tabellenblatt „A1_Fragen“ sind Fragen zu bestimmten Sachverhalten aufgeführt. Teilweise ist die zugehörige Fundstelle im Bericht nach § 6 Abs. 1 S. 2
ARegV i.V.m. § 28 GasNEV anzugeben.
Tabellenblätter „B_Bilanz“, „B2_Hinzu_Kürz“, „B3_RSt_Spiegel“
I. Ausgangswerte
Relevant sind grundsätzlich die handelsrechtlichen bzw. die nach den Vorschriften des EnWG ausgewiesenen Bilanzwerte für das Gesamtunternehmen, der
Sparten und der Tätigkeitsbereiche innerhalb der Sparte Gas. Dabei sind die Werte für das Gesamtunternehmen händisch einzutragen und ergeben sich nicht
aus einer vorgegebenen Summenbildung, um Abweichungen zum testierten Jahresabschluss zu vermeiden. In dem Tabellenblatt „B_Bilanz“ erfolgt eine
Überleitung von den handelsrechtlichen Wertansätzen hin zu den kalkulatorischen Wertansätzen. Die Darstellung von Rückstellungen ist im Tabellenblatt
„B3_RSt_Spiegel“ vollständig vorzunehmen, da feste Verknüpfungen zum Tabellenblatt „B_Bilanz“ existieren.
II.
Hinzurechnungen und Kürzungen
Über vorzunehmende Hinzurechnungen und Kürzungen kann, sofern sachlich geboten, von den handelsrechtlichen Wertansätzen zu den kalkulatorisch
relevanten Wertansätzen je Vermögens- und Kapitalposition übergeleitet werden. Solche Hinzurechnungen und Kürzungen sind zwingend im Tabellenblatt
„B2_Hinzu_Kürz“ vorzunehmen, da feste Verknüpfungen zum Tabellenblatt „B_Bilanz“ existieren.
III.
Für das Ausgangsniveau nicht relevante Vermögensbestandteile
Zudem erfolgt die Bereinigung der Wertansätze je Vermögens- und Kapitalposition um die Sachverhalte „genehmigte Investitionsbudgets und
Investitionsmaßnahmen, die nicht bis zum 31.12.2022 befristet sind“ sowie „Kostenwälzung für Biogas“ zur Darstellung des der kalkulatorischen
Eigenkapitalverzinsung gem. GasNEV unterliegenden Wertansatzes je Vermögens- und Kapitalposition. Sofern Investitionsmaßnahmen bis zum 31.12.2022
befristet sind, jedoch im Zeitpunkt der Datenübermittlung eine Verlängerung der Investitionsmaßnahme beantragt wurde, ist es sachgerecht, für Zwecke der
Datenübermittlung von einer Investitionsmaßnahme auszugehen, die über den 31.12.2022 hinausgeht. Ebenso sind die Wertansätze für die Errichtung / den
Betrieb eines eigenständigen Wasserstoffnetzes in der Spalte „davon für den Aufbau einer separaten Wasserstoff-Infrastruktur“ zu bereinigen und die
Wertansätze für die Herstellung der grundsätzlichen Kompatibilität von Erdgasnetzinfrastruktur mit Wasserstoff, welche über die bloße Zuspeisung im Sinne

Anlage 2
Seite
4
von
9
des § 3 Nr. 19a EnWG hinausgeht in der Spalte "davon zur Herstellung der grundsätzlichen Kompatibilität von Erdgasnetzinfrastruktur mit Wasserstoff, welche
über die bloße Zuspeisung im Sinne des § 3 Nr. 19a EnWG hinausgeht" informatorisch zu erfassen.
IV. Weiteres Anlagevermögen
Sollen immaterielle Vermögensgegenstände („B_Bilanz“, Position 1.1), Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken („B_Bilanz“, Position 1.2.1) sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau („B_Bilanz“, Position 1.2.4) Berücksichtigung finden,
sind diese im Tabellenblatt „D3 WAV“ zu den erstmaligen historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten zu erfassen.
Tabellenblatt „B_Bilanz“
2.5
Kapitalausgleichsposten
Sofern bei der Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses ein sog. Kapitalausgleichsposten oder Ausgleichsposten aufgrund
eines Ungleichgewichts von Aktiva und Passiva auf der Aktivseite der Tätigkeitsbilanz entstanden ist, ist dieser zwingend
in dieser Position auszuweisen.
6.5
Kapitalausgleichsposten
Sofern bei der Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses ein sog. Kapitalausgleichsposten oder Ausgleichsposten aufgrund
eines Ungleichgewichts von Aktiva und Passiva entstanden ist und eine Verrechnung im Eigenkapital stattgefunden hat,
ist der Kapitalverrechnungsposten zwingend in dieser Position offen auszuweisen.
14
Kapitalausgleichsposten
Sofern bei der Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses ein sog. Kapitalausgleichsposten oder Ausgleichsposten aufgrund
eines Ungleichgewichts von Aktiva und Passiva auf der Passivseite der Tätigkeitsbilanz entstanden ist, ist dieser
zwingend in dieser Position auszuweisen.
Tabellenblatt „B1_Details“
Beim Sonderposten mit Rücklageanteil ist zwingend der Steueranteil anzugeben. Dessen Herleitung ist im Bericht darzustellen.
Tabellenblatt „B2_Hinzu_Kürz“
Sofern es sich bei der vorgenommenen Hinzurechnung oder Kürzung um eine Umbuchung handelt, sind die mit dieser Umbuchung korrespondierenden
Umbuchungen durch Angabe von deren jeweiligen laufenden Nummer darzustellen.
Ein Austausch der handelsrechtlichen Wertansätze durch kalkulatorische Restwerte des Sachanlagevermögens über Hinzurechnungen und Kürzungen ist in
der Bilanz nicht erforderlich. Die Landesregulierungsbehörde nimmt diese Berechnung automatisiert auf der Grundlage der Eintragungen im Tabellenblatt
D_SAV vor.
Tabellenblatt „B3_RSt_Spiegel“
Die Eintragungen sind
mindestens
für die drei abgefragten Geschäftsjahre (2018-2020) vorzunehmen.
Als
neue Felder
wurde die Differenzierung der Rückstellungszuführung in den Zweck- und Zinsanteil im Erhebungsbogen aufgenommen. Diese sind bei der

Anlage 2
Seite
5
von
9
Eintragung zu beachten. In den jeweiligen Spalten „Zuführung-Zinsanteil“ ist Zinsaufwand mit einem positivem Vorzeichen und Zinsertrag mit einem negativem
Vorzeichen vorzunehmen. Die Spalten „Endbestand“ sind mit einer Formel vorbelegt, können aber für den Fall, dass durch Schlüsselungen die Berechnung in
der Verformelung nicht zum Ergebnis führt, überschrieben werden.
Tabellenblatt „B4_Darlehensspiegel“
Zur Darstellung der Entwicklung der bilanzierten Verbindlichkeiten ist der Darlehensspiegel für das Gesamtunternehmen und den Tätigkeitsbereich
„Gasverteilung/Gasfernleitung (Netz)“ auszufüllen.
Tabellenblätter „C_GuV“, „C1_Sonstiges“, „C2_Hinzu_Kürz“, „C3_SaLi“, „C4_ÜLR_PZK“,
Relevant sind grundsätzlich die handelsrechtlichen bzw. die nach den Vorschriften des EnWG ausgewiesenen Werte der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Gesamtunternehmen, der Sparten und der Tätigkeitsbereiche innerhalb der Sparte Gas. Dabei sind die Werte für das Gesamtunternehmen händisch
einzutragen und ergeben sich nicht aus einer vorgegebenen Summenbildung, um Abweichungen zum testierten Jahresabschluss zu vermeiden In dem
Tabellenblatt „C_GuV“ erfolgt eine Überleitung von den handelsrechtlichen Wertansätzen hin zu den kalkulatorischen Wertansätzen. Hinsichtlich des
Detaillierungsgrads sind entsprechend den Vorgaben die Angaben auf der Detailebene eines Betriebsabrechnungsbogens zu machen.
Die Gliederungsstruktur der GuV orientiert sich dabei an der Gliederung der GuV gemäß § 275 HGB.
Tabellenblatt „C_GuV“
I.
Für das Ausgangsniveau nicht relevante Positionen
Im Tabellenblatt „C_GuV“ sind die „Aufwendungen für Differenzmengen/Mehr-Mindermengenabrechnung“ (5.2.6.) ebenso wie „Erlöse aus
Differenzmengen/Mehr-Mindermengenabrechnung“ (1.4.) gemäß § 25 Abs. 3 GasNZV mit den betroffenen Transportkunden gesondert abzurechnen. Sie
gehen daher nicht in die Berechnung der Netzkosten ein, die durch allgemeine Netzentgelte zu decken sind. Der gesonderte Ausweis ist jedoch erforderlich,
um sicherzustellen, dass die betreffenden Kosten und Erlöse nicht in den übrigen Netzkosten enthalten sind. Istkosten, die der Netzbetreiber im Rahmen der
Kostenwälzung für Biogas gemäß § 20b GasNEV an den marktgebietsaufspannenden Netzbetreiber gemeldet hat, sind in Tabellenblatt „C_GuV“, Spalte
„davon im Rahmen der Kostenwälzung für Biogas berücksichtigt“ abzusetzen. Dies gilt auch für Kosten, die im Rahmen der Kostenwälzung für die
Marktraumumstellung berücksichtigt worden sind. Diese sind in der Spalte „davon im Rahmen der Kostenwälzung für die Marktraumumstellung berücksichtigt“
in Abzug zu bringen. Sofern Kostenbestandteile im Ausgangsniveau Berücksichtigung finden sollen, ist dies durch eine Hinzurechnung (Spalte P) wieder
vorzunehmen. Zudem erfolgt die Bereinigung der Wertansätze je Position um die Sachverhalte „davon aufgrund genehmigter IMA (§23 ARegV), die nicht bis
zum 31.12.2022 befristet sind“ zur Darstellung der kalkulatorischen Kosten gem. GasNEV. Sofern Investitionsmaßnahmen bis zum 31.12.2022 befristet sind,
jedoch im Zeitpunkt der Datenübermittlung eine Verlängerung der Investitionsmaßnahme beantragt wurde, ist es sachgerecht, für Zwecke der
Datenübermittlung von einer Investitionsmaßnahme auszugehen, die über den 31.12.2022 hinausgeht. Ebenso sind Kosten und Erlöse für die Errichtung / den
Betrieb eines eigenständigen Wasserstoffnetzes in der Spalte „davon für den Aufbau einer separaten Wasserstoff-Infrastruktur“ zu bereinigen sowie die Kosten
und Erlöse für die Herstellung der grundsätzlichen Kompatibilität von Erdgasnetzinfrastruktur mit Wasserstoff, welche über die bloße Zuspeisung im Sinne des
§ 3 Nr. 19a EnWG hinausgeht in der Spalte "davon zur Herstellung der grundsätzlichen Kompatibilität von Erdgasnetzinfrastruktur mit Wasserstoff, welche
über die bloße Zuspeisung im Sinne des § 3 Nr. 19a EnWG hinausgeht" informatorisch zu erfassen.
II. Wertberichtigungen

Anlage 2
Seite
6
von
9
Unter den Positionen „Einzelwertberichtigungen“ (8.14), „Pauschalwertberichtigungen“ (8.15) und „Abschreibungen auf Forderungen“ (8.16.) sind nur solche
Beträge zu erfassen, die sachgerecht dem Netzbetrieb zuzurechnen sind.
III.
Umsatzerlöse aus Umlagen
In der Position „Umsatzerlöse aus Biogas- und MRU-Umlage inkl. Ausgleichsauszahlungen“ (1.2.6) sind nur von den Fernleitungsnetzbetreibern vereinnahmte
Beträge im Rahmen der Kostenwälzung Biogas und/oder der Marktraumumstellungsumlage und in diesem Zusammenhang vereinnahmte
Ausgleichszahlungen anzugeben. In der Position „Umsatzerlöse aufgrund von Erstattungen aus dem Biogas- und dem MRU-Umlagemechanismus“ (1.2.7)
sind von allen betroffenen Netzbetreibern (Verteilnetzbetreibern und Fernleitungsnetzbetreibern) die im Rahmen der Kostenerstattung für die Kostenwälzung
Biogas und/oder der Marktraumumstellungsumlage erhaltenen Erstattungsbeträge einzutragen.
IV. „Sonstiges“-Positionen
Die Eintragung der Positionen „Weitere Umsatzerlöse aus Netzentgelten“ (1.1.12), „Sonstige Erlöse“ (1.5), „Andere sonstige Erträge“ (4.3), „Sonstiges“ (5.1.6),
„Sonstiges“ (5.2.7), „Sonstiges“ (7.1.2), „Rechts- und Beratungskosten“ (8.10), „Sonstiges“ (8.18), „Andere sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (11.3),
„Sonstiges“ (13.4) und „Sonstiges“ (15.3) für die Spalte „Gasverteilung/Gasfernleitung (Netz) gesamt“ ist dabei im Tabellenblatt „C1_Sonstiges“ vorzunehmen.
V.
Gliederung nach Tätigkeiten
In den Spalten „nach Sparten“ sind die Werte nach Tätigkeitsbereichen, jeweils differenziert nach direkt und durch Schlüsselung den Tätigkeitsbereichen
zugeordnet, aufzuführen.
VI.
Hinzurechnungen und Kürzungen
In den Spalten zu „Überleitung Gasverteilung/Gasfernleitung (Netz)“ sind Hinzurechnungen und Kürzungen aufzuzeigen, welche z. B. aus fehlender
Betriebsnotwendigkeit oder einer Überleitung zu den kalkulatorischen Ansätzen resultieren können. Solche Hinzurechnungen und Kürzungen sind zwingend im
Tabellenblatt „C2_Hinzu_Kürz“ vorzunehmen, da feste Verknüpfungen zum Tabellenblatt „C_GuV“ existieren Nicht auszuweisen sind Plandaten.
VII.
Dauerhaft nicht beeinflussbare Kostenanteile
Für Netzbetreiber, die sich nicht im Verfahren nach § 24 ARegV befinden, erfolgt eine gesonderte Darstellung der dauerhaft nicht beeinflussbaren
Kostenanteile gem. § 11 Abs. 2 ARegV im jeweiligen Geschäftsjahr in der Spalte „Dauerhaft nicht beeinflussbare Kostenanteile nach § 11 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 bis
13 ARegV“. Die Erfassung von dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenbestandteilen nach § 11 Abs. 2 Nr. 9 bis 11 ARegV erfolgt für solche Netzbetreiber im
Tabellenblatt „C4_ÜLR_PZK“.
VIII.
Messung und Messstellenbetrieb
Für informatorische Zwecke sind Kosten und Erlöse für die Messung sowie für den Messstellenbetrieb in der Spalte „davon für Messung und
Messstellenbetrieb“ gesondert als Davon-Positionen auszuweisen.
Tabellenblatt „C1_Sonstiges“
Sofern die Positionen „Sonstiges“ verwendet werden, sind die Angaben vollständig im Tabellenblatt „C1_Sonstiges“ vorzunehmen, da feste Verknüpfungen
zum Tabellenblatt „C_GuV“ bestehen. Dabei ist sinnvoll zu aggregieren.

Anlage 2
Seite
7
von
9
Tabellenblatt „C2_Hinzu_Kürz“
Über vorzunehmende Hinzurechnungen und Kürzungen kann, sofern sachlich geboten, von den handelsrechtlichen Wertansätzen zu den kalkulatorisch
relevanten Wertansätzen je Aufwands-, Erlös- oder Ertragsposition übergeleitet werden. Solche Hinzurechnungen und Kürzungen sind zwingend im
Tabellenblatt „C2_Hinzu_Kürz“ vorzunehmen, da feste Verknüpfungen zum Tabellenblatt „C_GuV“ existieren.
Sofern es sich bei der vorgenommenen Hinzurechnung oder Kürzung um eine Umbuchung handelt, sind die mit dieser Umbuchung korrespondierenden
Umbuchungen durch Angabe von deren laufenden Nummer darzustellen.
Tabellenblatt „C4_ÜLR_PZK“
Betreiber von Gasverteilernetzen i.S.d. § 3 Nr. 7 EnWG, die am vereinfachten Verfahren nach § 24 ARegV teilnehmen, müssen das Tabellenblatt
„C4_ÜLR_PZK“ nicht ausfüllen.
Zur Darstellung der im Geschäftsjahr angefallenen dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile gem. § 11 Abs. 2 Nr. 9 ARegV werden diese separat je
Kostenart bzw. durch Angabe des relevanten Kontos in der Saldenliste in einer Spalte dargestellt. Die Eintragungen dieser Kostenanteile sind zwingend im
Tabellenblatt „C4_ÜLR_PZK“ vorzunehmen, da feste Verknüpfungen zum Tabellenblatt „C_GuV“ bestehen.
Tabellenblatt „D_SAV“
I.
Anschaffungs- und Herstellungskosten
In das Tabellenblatt „D_SAV“ des Erhebungsbogens sind die erstmaligen historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten des abschreibungsfähigen
Sachanlagevermögens i.S.d. § 6 Abs. 2 S. 2 Nr. 2 i.V.m. Anlage 1 GasNEV einzustellen. Nachaktivierungen können im Jahr der erfolgten Nachaktivierung
eingetragen werden. Sofern die Anlagen im Bruchteils- bzw. Miteigentum stehen, sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten in der Höhe entsprechend
des jeweiligen Eigentumsanteils einzutragen. Zur Erfassung des kalkulatorischen Sachanlagevermögens wurde eine dynamische Struktur gewählt. Hinsichtlich
der Erfassung können mehrere Eintragungen je Jahresscheibe und je Anlagengruppe gemacht werden. Grundlage für die Bewertung des kalkulatorischen
Sachanlagevermögens sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2020, die von Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2015
hergeleitet werden. Dabei werden zwischenzeitliche Veränderungen aufgrund von Netzübergängen, andere Zu- und Abgänge, Hinzurechnungen und
Kürzungen aus Schlüsseländerungen und Hinzurechnungen und Kürzungen berücksichtigt, die sich ausgehend vom Bewertungsstichtag 31.12.2015 bis zum
Bewertungsstichtag 31.12.2020 ergeben haben.
II.
Für das Ausgangsniveau nicht relevantes Sachanlagevermögen
Zudem erfolgt die Bereinigung der Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2020 um die Sachverhalte „genehmigte Investitionsbudgets und
Investitionsmaßnahmen, die nicht bis zum 31.12.2022 befristet sind“ sowie „Kostenwälzung für Biogas“. Sofern Investitionsmaßnahmen bis zum 31.12.2022
befristet sind, jedoch im Zeitpunkt der Datenübermittlung eine Verlängerung der Investitionsmaßnahme beantragt wurde, ist es sachgerecht, für Zwecke der
Datenübermittlung von einer Investitionsmaßnahme auszugehen, die über den 31.12.2022 hinausgeht. Soweit dem Netzbetreiber ein Investitionsbudget oder
eine Investitionsmaßnahme genehmigt wurde, dessen bzw. deren Wirkung über den 31.12.2022 hinausgeht, hat er die sich daraus ergebenden
Sachanlagevermögenswerte in Tabellenblatt „D_SAV“, Spalte „davon aufgrund genehmigter IMA (§23 ARegV), die nicht bis zum 31.12.2022 befristet sind“
gesondert abzusetzen. Soweit dem Netzbetreiber tatsächlich Kosten für die Errichtung des Anschlusses einer Biogasanlage entstanden sind und diese im

Anlage 2
Seite
8
von
9
Rahmen der Kostenwälzung nach § 20b GasNEV in Ansatz gebracht wurden, hat er die sich daraus ergebenden Sachanlagenvermögenswerte in Tabellenblatt
„D_SAV“, Spalte „davon im Rahmen der Kostenwälzung für Biogas berücksichtigt“ abzusetzen. Ebenso sind Anschaffungs- und Herstellungskosten für die
Errichtung / den Betrieb eines eigenständigen Wasserstoffnetzes in der Spalte „davon für den Aufbau einer separaten Wasserstoff-Infrastruktur“ zu bereinigen
und die Wertansätze für die Herstellung der grundsätzlichen Kompatibilität von Erdgasnetzinfrastruktur mit Wasserstoff, welche über die bloße Zuspeisung im
Sinne des § 3 Nr. 19a EnWG hinausgeht in der Spalte "davon zur Herstellung der grundsätzlichen Kompatibilität von Erdgasnetzinfrastruktur mit Wasserstoff,
welche über die bloße Zuspeisung im Sinne des § 3 Nr. 19a EnWG hinausgeht" informatorisch zu erfassen.
III. Nutzungsdauer
Für die Jahre ab 2004 ist die Angabe und Verwendung einer individuell gewählten Nutzungsdauer möglich, sofern diese sich innerhalb der Anlage 1 zur
GasNEV vorgegebenen Bandbreite befindet. § 6 Abs. 5 S. 2 GasNEV ist dabei zwingend anzuwenden.
In den Spalten „Angaben zu den Nutzungsdauern“ sind ab dem Jahr 2004 die tatsächlich zugrunde gelegten Nutzungsdauern anzugeben. Dabei ist
grundsätzlich die einmal angewandte Nutzungsdauer unverändert zu belassen. Für die Eintragungen der Nutzungsdauern vor dem Jahr 2004 kann die
verformelte Spalte überschrieben werden, sofern abweichende Nutzungsdauern geltend gemacht werden sollen.
Tabellenblatt „D2_BKZ“
Für Baukostenzuschüsse und Netzanschlusskostenbeiträge, die gem. § 9 Abs. 2 GasNEV auf der Passivseite der handelsrechtlichen Bilanz ausgewiesen
werden, ist das Tabellenblatt „D2_BKZ“ auszufüllen. Die Baukostenzuschüsse und Netzanschlusskostenbeiträge sind dabei je Zugangsjahr mit ihrem
historischen Zugangswert und ihrem jährlichen auf das Geschäftsjahr 2020 bezogenen Auflösungsbetrag anzusetzen. Sofern sich in Zusammenhang mit
Netzübergängen diesbezüglich Veränderungen ergeben haben, sind diese in den entsprechenden Spalten gesondert anzugeben.
Für ab 2016 vereinnahmte BKZ/NAKB ist die Befüllung des Erhebungsbogens unabhängig von der handelsrechtlichen Erfassung ausschließlich nach der
kalkulatorischen Maßgabe (Passivierung und lineare Auflösung über 20 Jahre) vorzunehmen. Sollten abweichende Werte in die Spalten unter „Zu
berücksichtigende Werte“ eingetragen werden, so kann die Verformelung überschrieben werden.

Anlage 2
Seite
9
von
9
Tabellenblatt „D3_WAV“
Für selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten, Geschäfts- oder Firmenwerte, geleistete Anzahlungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände, geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau des Sachanlagevermögens,
Grundstücke sowie grundstücksgleiche Rechte sind in dem
Tabellenblatt „D3_WAV“ jeweils die erstmaligen historischen handelsrechtlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. die hieraus abgeleiteten Werte
anzugeben. Sofern diese Vermögensgegenstände abgeschrieben werden, ist die verwendete Restnutzungsdauer und der Restwert ebenfalls anzugeben.
Soweit dem Netzbetreiber ein Investitionsbudget oder eine Investitionsmaßnahme genehmigt wurde, dessen bzw. deren Wirkung über den 31.12.2022
hinausgeht, hat er die sich daraus ergebenden Sachanlagevermögenswerte in Tabellenblatt „D_SAV“, Spalte „davon aufgrund genehmigter IMA (§23 ARegV),
die nicht bis zum 31.12.2022 befristet sind“ gesondert abzusetzen. Sofern Investitionsmaßnahmen bis zum 31.12.2022 befristet sind, jedoch im Zeitpunkt der
Datenübermittlung eine Verlängerung der Investitionsmaßnahme beantragt wurde, ist es sachgerecht, für Zwecke der Datenübermittlung von einer
Investitionsmaßnahme auszugehen, die über den 31.12.2022 hinausgeht. Soweit dem Netzbetreiber tatsächlich Kosten für die Errichtung des Anschlusses
einer Biogasanlage entstanden sind und diese im Rahmen der Kostenwälzung nach § 20b GasNEV in Ansatz gebracht wurden, hat er die sich daraus
ergebenden weiteren Anlagevermögenswerte in Tabellenblatt „D3_WAV“, Spalte „davon im Rahmen der Kostenwälzung für Biogas berücksichtigt“ abzusetzen.
Ebenso sind Anschaffungs- und Herstellungskosten für die Errichtung / den Betrieb eines eigenständigen Wasserstoffnetzes in der Spalte „davon für den
Aufbau einer separaten Wasserstoff-Infrastruktur“ zu erfassen.
Tabellenblatt „F_Netzdaten“
Im Rahmen der Datenerhebung werden Netzdaten erhoben. Diese dienen der Plausibilisierung der vom Netzbetreiber dargelegten Kosten. Hierfür ist
ausschließlich das Tabellenblatt „F_Netzdaten“ des Erhebungsbogens zu nutzen.