image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 1 von 18
Anforderungen an Struktur und Inhalt des nach § 6 Absatz 1
Satz 2 ARegV in Verbindung mit § 28 GasNEV vorzulegenden
Berichts samt Anhang
Anlage 1
zur Festlegung der Vorgaben zur Durchführung der Kostenprüfung zur Be-
stimmung des Ausgangsniveaus der Betreiber von Gasverteilernetzen im
Sinne des § 3 Nummer 7 EnWG für die vierte Regulierungs-periode nach
§ 6 Absatz 1 ARegV
vom 1. Juni 2021

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 2 von 18
Anforderungen an Struktur und Inhalt des nach § 6 Absatz 1 Satz 2 ARegV
in Verbindung mit § 28 GasNEV vorzulegenden Berichts samt Anhang
A. Vorbemerkungen
Der Bericht nach § 28 GasNEV muss einen sachkundigen Dritten in die Lage versetzen,
ohne weitere Informationen die Kostenartenrechnung vollständig nachvollziehen zu kön-
nen. Der Bericht nebst Anhang ist in der entsprechend dieser Anlage vorgesehenen Glie-
derungsstruktur zu erstellen. Die erforderlichen Nachweise sind beizufügen. Die Erläu-
terungen und Definitionen für die Befüllung des Erhebungsbogens sind der Anlage 2 zu
entnehmen. Zur Erfüllung dieser Anforderungen sind jedenfalls die folgenden Gliede-
rungspunkte in den Bericht aufzunehmen. Es handelt sich dabei ausdrücklich um Min-
destanforderungen, die um weitere aus der Sicht des Netzbetreibers für die Erstellung
des Berichts nach § 6 Absatz 1 Satz 2 ARegV in Verbindung mit § 28 GasNEV relevanten
Darlegungen im Sinne einer vollständigen Nachvollziehbarkeit ergänzt werden können.
1. Überblick über das Netz und das Basisjahr 2020
2. Grundlagen der Kostenartenrechnung
a)
Darlegung der für die Erstellung des Sparten-/Tätigkeitsabschlusses verwen-
deten Schlüssel nach § 4 Abs. 4 GasNEV
b)
Erläuterungen zur Überleitungsrechnung der Gewinn- und Verlustrechnun-
gen (2019 und 2020)
c)
Erläuterungen zur Überleitungsrechnung der Bilanzen (2019 und 2020)
3. Darlegung der aufwandsgleichen Kosten gemäß § 5 GasNEV
4. Darlegung zu den kalkulatorischen Kosten gemäß §§ 6 ff. GasNEV
a)
Erläuterungen zum kalkulatorisch relevanten Sachanlagevermögen
b)
Erläuterungen zu notwendigen Positionen zur Berechnung der kalk. EK-
Verzinsung
c)
Erläuterungen zur kalkulatorischen Gewerbesteuerberechnung
5. Darlegung der kostenmindernden Erlöse gemäß § 9 GasNEV
6. Anhang zum Bericht
Die Landesregulierungsbehörde Sachsen (nachfolgend LRegB) hat sich entschie-
den, die Gliederungsstruktur des Berichtes gegenüber der Festlegung der dritten
Regulierungsperiode aber auch gegenüber der Festlegung der Bundesnetzagen-
tur im Hinblick an praktische Relevanz anzupassen
. Aus den Erfahrungen der dritten
Regulierungsperiode hat sich gezeigt, dass die bisherige Gliederungsstruktur dazu
führte, dass zu ein und derselben Kostenposition an mehreren Stellen im Bericht auszu-
führen war. Dies erschwerte die Prüfung und auch die Nachvollziehbarkeit. Daher orien-
tiert sich die oben vorgegebene Gliederungsstruktur stärker an der eigentlichen Kosten-
struktur und entspricht auch der Vorgehensweise in der Prüfungsabfolge.

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 3 von 18
B. Vorgaben zum Inhalt des Berichts nach § 6 Absatz 1 Satz 2 ARegV in Verbin-
dung mit § 28 GasNEV
Im Folgenden wird der Mindestinhalt der jeweiligen Gliederungsabschnitte des Berichts
vorgegeben. Der Bericht nebst Anhang ist in der in dieser Anlage vorgesehenen Gliede-
rungsstruktur mit den entsprechenden Nachweisen zu erstellen.
Dazu sind noch folgende, allgemeine Hinweis zu beachten:
Basisjahr
Gemäß § 6 Abs. 1 S. 3 ARegV erfolgt die Ermittlung der kalkulatorischen Kosten ausge-
hend von der Gewinn- und Verlustrechnung des im Kalenderjahr 2020 abgeschlossenen
Geschäftsjahres. Die Darstellung der Kostenartenrechnung erfordert daher zum einen
die Darlegung der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz des im Kalenderjahr
2020 abgeschlossenen Geschäftsjahres und zum anderen die Überführung der externen
Rechnungslegung des Netzbetreibers in die kalkulatorische Kostenrechnung.
Die zusätzliche Abfrage der Daten der in den Kalenderjahren 2018 und 2019 abgeschlos-
senen Geschäftsjahre dient der Bestimmung des jeweiligen Jahresanfangsbestandes
und zur Prüfung der Besonderheiten des Geschäftsjahres nach § 6 Abs. 3 ARegV im
Hinblick auf die Sachgerechtigkeit und Repräsentativität des Ausgangsniveaus, die mit
dem Budgetgedanken der Anreizregulierung korrespondiert. (BGH, Beschluss vom 28.
Juni 2011, Az.: EnVR 48/10 , Rn. 17; BGH, Beschluss vom 10. November 2015, Az.:
EnVR 26/14 , Rn. 35; u.a.). Inwieweit Kosten für die Regulierungsperiode repräsentativ
sind oder evtl. Einmaleffekte aufweisen, um welche das Kostenniveau bereinigt werden
müsste, müssen zwingend über das Basisjahr hinaus weitere Geschäftsjahre als Refe-
renz in den Blick genommen werden. In der Regulierungspraxis üblich ist die Abfrage
detaillierter Aufstellungen bezogen auf 5 Geschäftsjahre. Die LRegB Sachsen hat sich
entschieden abweichend hiervon sowohl im sachlichen Umfang als auch im Hinblick auf
den Berichtszeitraum den Netzbetreibern in beträchtlicher Weise entgegenzukommen:
Dabei ist die Abfrage bereits auf ein Mindestmaß eingeschränkt. Es erfolgt entgegen der
Abfrage der BNetzA und andere Regulierungsbehörden keine Abfrage von 5 Geschäfts-
jahren. Auch für die Angaben über den Verpächter und Dienstleister sowie die Darstel-
lung im schriftlichen Bericht wurde nochmals eingeschränkt und grundsätzlich auf die
Angabe des Basisjahres und des Vorjahres abgestellt. Die zusätzliche Abfrage eines
dritten Geschäftsjahres beschränkt sich daher auf die Eingabe in den Erhebungsbogen
des Netzbetreibers. Dies erscheint ein überschaubarer Aufwand, den die Netzbetreiber
bereits in den vorangegangenen Kostenprüfungen gemeistert haben. Aus den bisherigen
Erfahren der LRegB ist diese Abfrage zur Plausibilisierung von Kostenentwicklungen ge-
boten.
Zudem trifft die LRegB mit dieser Forderung noch keine inhaltliche Aussage, ob und in-
wieweit diese Werte in das zu ermittelnde Ausgangsniveau einfließen werden.
Eine erneute Vorlage der jeweiligen Jahresabschlüsse und Prüfberichte ist
nicht
not-
wendig, sofern der LRegB diese bereits vorliegen. Insbesondere im Falle von Verpäch-

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 4 von 18
tern/ Subverpächtern und Dienstleistern (soweit zur Abgabe eines separaten Erhebungs-
bogens verpflichtet) ist jedoch die Notwendigkeit zur Einreichung der Prüfberichte zu
überprüfen.
Die LRegB behält sich vor, sofern ein Netzbetreiber keine Angaben zu Besonderheiten
des Geschäftsjahres darlegt, eine Abfrage sämtlicher Daten der Gewinn- und Verlust-
rechnung, der Bilanz einschließlich der Überleitung der Daten in die kalkulatorische
Rechnung gemäß GasNEV für insgesamt fünf Jahre (Kalenderjahre 2016 bis 2020) –
analog der Abfrage der Bundesnetzagentur – innerhalb einer noch festzusetzenden Frist
vorzunehmen. Bei nicht fristgemäßer Übermittlung der nachgeforderten Daten macht die
LRegB von der Möglichkeit der Schätzung nach § 30 ARegV Gebrauch.
Erhebungsbogen
Die
ausschließlich elektronisch
zu übermittelnden Erhebungsbögen sind Teil des Be-
richts nach § 28 GasNEV. Es erfolgt eine Abfrage der Daten im Erhebungsbogen für
Gasnetzbetreiber nach §§ 28 ff. GasNEV für grundsätzlich insgesamt drei Jahre (2018
bis 2020).
Die Erhebungsbögen sind je gesondert für den Netzbetreiber, Dienstleister und Verpäch-
ter bzw. Subverpächter einzureichen. Sofern ein Verpächter auch als Dienstleister auf-
tritt, sind beide Leistungsbeziehungen entsprechend der Vertragsverhältnisse in separa-
ten Erhebungsbogen abzubilden.
Grundsätzlich ist der Erhebungsbogen vollständig auszufüllen. Hiervon abweichende
Ausnahmen werden im Folgenden abschließend geregelt.
Die Verpflichtung zur Vorlage der Daten für einen Zeitraum von drei Jahren gilt für den
Erhebungsbogen des Netzbetreibers. Für Dienstleister und Verpächter gilt diese Ver-
pflichtung nicht; für diese sind neben den Daten für das Basisjahr nur jene des Vorjahres
zu liefern. Darüber hinaus steht es dem Netzbetreiber jedoch frei, zusätzliche Angaben
in den entsprechenden Eingabefeldern des Erhebungsbogens darzustellen, um Kosten-
entwicklungen zu plausibilisieren.
Positionen im Zusammenhang mit den Sondersachverhalten Biogas, Marktraumumstel-
lung und Investitionsmaßnahmen sind in der Bilanz und GuV abzugrenzen, da sie über
jeweils eigene regulatorische Instrumente abgebildet und daher nicht zusätzlich im Rah-
men des Ausgangsniveaus berücksichtigt werden können. Gleiches gilt für Investitionen
sowohl in reine Wasserstoffnetze als auch zur Herstellung der grundsätzlichen Kompa-
tibilität von Erdgasnetzinfrastruktur mit Wasserstoff, welche über die bloße Zuspeisung
im Sinne des § 3 Nr. 19a EnWG hinausgeht. Insoweit ist der zukünftige Regulierungs-
rahmen noch ungeklärt. Gleichwohl ermöglicht es die LRegB - mit Blick auf die genann-
ten Unsicherheiten - entsprechende Kosten zumindest transparent darzustellen. Nicht
hiervon umfasst sind Infrastrukturen zum Transport von Wasserstoff, der durch Wasser-
elektrolyse erzeugt worden ist, wenn der zur Elektrolyse erzeugte Strom nachweislich
weit überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen im Sinne der Richtlinie 2009/28/EG
stammen, da dieser nach § 3 Nr. 10c EnWG als Biogas und somit als Gas i.S.d. § 3 Nr.
19a EnWG gilt. Sofern einige Netzbetreiberin im Rahmen der Stellungnahme eine
enorme zusätzliche Belastung durch die Abfrage dieser Sondersachverhalte kritisieren,
so ist dem entgegenzusetzen, dass bei Nichtbetroffenheit keine zusätzliche Eingabe er-
folgen muss und die Eingabefelder entsprechend nicht zu befüllen sind. Demnach wird
sich in den meisten Fällen kein Mehraufwand ergeben.

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 5 von 18
Auch die Abfrage von Daten zu anderen Unternehmensbereichen wurde kritisiert. Das
zu betrachtende Gasnetz ist eingebunden in das Gesamtunternehmen. Die Angaben
dienen dazu, die Überleitung vom Gesamtunternehmen auf die verschiedenen Unter-
nehmensbereiche und schlussendlich auf das Gasnetz nachzuvollziehen und verstehen
zu können.
Schriftlicher Bericht nach § 28 GasNEV
Die Darlegung der Kosten- und Erlöslage im schriftlichen Teil des Berichts nach § 28
GasNEV entsprechend der vorstehenden Gliederung ist lediglich für die Jahre 2019 und
2020 vorzunehmen, es sei denn, nachfolgend wird bezüglich einzelner Berichtspflichten
anderes geregelt.
Der Netzbetreiber hat für Verpächter, Subverpächter und Dienstleister in dem Bericht
nach § 28 GasNEV jeweils eigene Kapitel zu erstellen. Sofern ein Verpächter auch als
Dienstleister auftritt, sind beide Leistungsbeziehungen entsprechend der Vertragsver-
hältnisse in separaten Kapiteln abzubilden. Innerhalb der Darstellung des Netzbetreibers
selbst (Pächter/ Dienstleistungsnehmer) kann bei den Aufwendungen für die Überlas-
sung betriebsnotwendiger Anlagegüter und für die Dienstleistungserbringung durch
Dritte auf die entsprechenden Kapitel verwiesen werden. In den Kapiteln zu den betroffe-
nen Unternehmen sind die Berichtspflichten entsprechend der Vorgaben dieser Anlage
und der Anlage 2 ebenso zu berücksichtigen wie in der Darstellung des Netzbetreibers
selbst, soweit sie auf Verpächter bzw. Dienstleister übertragbar sind.
Die nachfolgend dargestellten Anforderungen an den Bericht stellen Mindestanforderun-
gen dar und können jederzeit durch den Netzbetreiber ergänzt und erweitert werden. Die
Ausführungen im Bericht müssen im Einklang mit den Eintragungen in den Erhebungs-
bögen sowie den eingereichten Nachweisen stehen. Im Bericht ist an den entsprechen-
den Stellen auf die jeweiligen Eintragungen im Erhebungsbogen sowie die beiliegenden
Nachweise/ Anlagen zu verweisen.
Zu Ziffer 1.: Überblick über das Netz und das Basisjahr 2020
Mit den Ausführungen der Netzbetreiber unter diesem Gliederungspunkt soll die LRegB
einen ersten Überblick über das Netz und das zu betrachtende Basisjahr erhalten. Der
Netzbetreiber hat hier die Möglichkeit, Besonderheiten des Netzes oder aber auch des
Basisjahres überblicksmäßig darzulegen. Dies können u.a. Hinweise zu Netzübergän-
gen seit dem letzten Basisjahr, Umstrukturierungen, Wechsel von Dienstleistern im Ver-
gleich zur letzten Kostenprüfung etc. aber auch zu kostenmäßigen Besonderheiten sein.
§ 6 Absatz 1 Satz 2 ARegV in Verbindung mit § 28 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 GasNEV
fordert von den Netzbetreibern zunächst eine Darlegung der Kosten- und Erlöslage des
im Kalenderjahr 2020 abgeschlossenen Geschäftsjahres. Hierbei sind nach § 6 Absatz
3 Satz 2 ARegV ausschließlich
Istkosten
heranzuziehen.
Signifikante Abweichungen
der Kosten und Erlöse des Geschäftsjahres 2020 von den Kosten und Erlösen des
Geschäftsjahres 2019 sind zu erläutern.
1
1
Der Erstellung eines gesonderten Berichtes für das im Kalenderjahr 2019 abgeschlossene Geschäftsjahr
bedarf es somit nicht. Von einer signifikanten Änderung der Kosten- bzw. Erlöslage ist auszugehen, wenn
die Veränderung mehr als +/- 15 % in der Einzelposition ausmacht und mehr als 5.000 Euro beträgt.

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 6 von 18
An dieser Stelle ist lediglich als Einleitung eine gestraffte Benennung von Besonderhei-
ten notwendig, um ein Gespür dafür zu bekommen, wo und in welchem Umfang sich das
Basisjahr als besonders darstellt. Detailliert auf Besonderheiten des Geschäftsjahres ist
dem Grunde und der Höhe nach
bei den entsprechenden Kosten- und Erlöspositionen
inhaltlich einzugehen, sowie ein verstetigter Ansatz darzulegen und zu begründen. Diese
Angaben sind erforderlich, um die Datenbasis für die Bestimmung des Ausgangsniveaus
nach § 6 Absatz 1 ARegV insbesondere für die Zwecke der Prüfung der Besonderheiten
des Geschäftsjahres nach § 6 Absatz 3 ARegV in Bezug auf Sachgerechtigkeit und Aus-
sagekraft im Sinne einer kostenrechnerischen Verstetigung, die mit dem Budgetgedan-
ken der Anreizregulierung korrespondiert, zu vereinheitlichen und zu optimieren.
Ziel dieser überblicksmäßigen Darstellung ist es, dass die nachfolgenden Ausführungen
zu den einzelnen Kosten- und Erlöspositionen besser in das Gesamtgefüge eingeordnet
werden können. Hier ist Raum für sonstige Aspekte, die aus Sicht des Netzbetreibers für
die Grundlage und den Ablauf der Ermittlung der Netzkosten von Relevanz sind.
Zu Ziffer 2.: Grundlagen der Kostenartenrechnung
a) Darlegung der für die Erstellung des Sparten-/Tätigkeitsabschlusses verwendeten
Schlüssel nach § 4 Abs. 4 GasNEV
Die nachfolgenden Anforderungen an die Berichtspflichten sind notwendig, um die sach-
gerechte Zuordnung von Positionen zur Gasnetzsparte zu überprüfen.
Aufgrund der bisherigen Prüferfahrung ist es an dieser Stelle nicht ausreichend, auf die
Angaben im geprüften und testierten Jahresabschluss zu verweisen.
Schlüsselinduzierte Änderungen sollen mit den Angaben transparent dargestellt werden.
Hierzu enthält diese Ziffer des Berichts nach § 28 GasNEV eine detaillierte Dokumenta-
tion der verwendeten Schlüssel nach § 4 Abs. 4 GasNEV. Die Schlüsselung der Gemein-
kosten nach § 4 Abs. 4 GasNEV in quantitativer und qualitativer Hinsicht ist zu dokumen-
tieren und zu erläutern.
Grundsätzlich sind die verwendeten Schlüssel gem. § 4 Abs. 4 S. 2 GasNEV stetig an-
zuwenden.
Die Dokumentation der Schlüssel im Bericht ist in drei Abschnitte zu gliedern.
In Abschnitt 1 hat der Netzbetreiber die Bildung der verwendeten Schlüssel und etwaige
Kombinationen verschiedener Schlüssel zunächst allgemein, hinsichtlich der Art und der
Funktion des einzelnen Schlüssels detailliert zu erläutern. Dabei ist anhand der konkret
verwendeten Mengengerüste darzustellen, wie der jeweilige Schlüssel gebildet wurde.
In Abschnitt 2 sind die in Ansatz gebrachten Schlüssel je aufwands- und ertragsgleicher
Kosten- und Erlösart beziehungsweise Bilanzposition hinsichtlich der konkreten Art und
der Funktion des Schlüssels detailliert zu erläutern. Dabei ist eine tabellarische Darstel-
lung voranzustellen, welcher Anteil nach welchem Schlüssel zugeordnet wurde. Insbe-
sondere das Verfahren zur direkten Zuordnung (interne Leistungsverrechnung) ist in der
jeweiligen Position detailliert qualitativ und quantitativ zu erläutern.

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 7 von 18
In Abschnitt 3 sind Änderungen der im Geschäftsjahr 2020 verwendeten Schlüssel ge-
genüber dem im vorangegangenen Basisjahr 2015 verwendeten Schlüssel detailliert zu
erläutern und zu begründen.
b) Erläuterungen zur Überleitungsrechnung Gewinn- und Verlustrechnungen (2019
und 2020)
Zur Darstellung der Überleitungsrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen hat der
Netzbetreiber die entsprechenden Tabellenblätter des Erhebungsbogens zu verwenden.
Die in die Überleitungsrechnung einzutragenden Werte müssen mit den Werten der tes-
tierten Jahresabschlüsse übereinstimmen.
Das Tabellenblatt C_GuV des Erhebungsbogens enthält für das jeweilige Geschäftsjahr
die Überleitung der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung in die kalkulatori-
sche Kosten- und Erlösrechnung.
Die Erläuterungen zur Überleitungsrechnung soll die LRegB zunächst in Kombination mit
den Ausführungen zu der Schlüsselung in die Lage versetzen, nachzuvollziehen, wie die
Werte des Gasnetzes aus den Werten des Gesamtunternehmens über die Spartenbe-
trachtung bis hin zur Tätigkeit abgeleitet/ ermittelt wurden. Darüber hinaus sind die vor-
genommenen Hinzurechnungen und Kürzungen einzeln zu erläutern und zu begründen
(sofern hierzu bereits Angaben im Erhebungsbogen, Tabellenblatt C2_Hinzu_Kürz ge-
macht wurden, kann entsprechend verwiesen werden).
c) Erläuterungen zur Überleitungsrechnung der Bilanzen (2019 und 2020)
Das Tabellenblatt B_Bilanz des Erhebungsbogens enthält die Überleitung der handels-
rechtlichen Bilanz hin zu den kalkulatorischen Ansätzen der relevanten Vermögens- und
Kapitalpositionen.
Die Erläuterungen zur Überleitungsrechnung in Kombination mit den Ausführungen zu
der Schlüsselung soll die LRegB zunächst in die Lage versetzen, nachzuvollziehen, wie
die Werte des Gasnetzes aus den Werten des Gesamtunternehmens über die Sparten-
betrachtung bis hin zur Tätigkeit abgeleitet/ ermittelt wurden. Darüber hinaus sind die
vorgenommenen Hinzurechnungen und Kürzungen einzeln zu erläutern und zu begrün-
den (sofern hierzu bereits Angaben im Erhebungsbogen, Tabellenblatt B2_Hinzu_Kürz
gemacht wurden, kann entsprechend verwiesen werden).
Zu Ziffer 3: Darlegung der aufwandsgleichen Kosten gemäß § 5 GasNEV
Eine tabellarische Aufstellung der aufwandsgleichen Kosten des Netzbetreibers ergibt
sich unmittelbar aus Tabellenblatt C_GuV des Erhebungsbogens. Darin erfolgt eine
Überleitung von den handelsrechtlichen Wertansätzen hin zu den kalkulatorischen Wert-
ansätzen (vgl. Überleitungsrechnung).
Es sind sämtliche aufwandsgleiche Kosten, wie sie in Tabellenblatt C_GuV des Erhe-
bungsbogens ausgewiesen sind, detailliert inhaltlich zu erläutern. Hierzu ist die Gliede-
rung des Tabellenblattes C_GuV des Erhebungsbogens ohne Veränderung zu überneh-
men. Reine Wiederholungen der Kostenbezeichnungen sind zu unterlassen.

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 8 von 18
Zu den aufwandsgleichen Kosten zählen folgende Gliederungspunkte des Tabellenblat-
tes C_GuV:
Gliederungspunkt 5 Materialaufwand
Gliederungspunkt 6 Personalaufwand
Gliederungspunkt 7 Abschreibungen (soweit sie nicht das kalk. Sachanlagever-
mögen umfassen)
Gliederungspunkt 8 sonstige betriebliche Aufwendungen
Gliederungspunkt 13 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Gliederungspunkt 15 sonstige betriebliche Steuern
Die Detailtiefe der Erläuterungen muss mit der Bedeutung der Kostenpositionen für das
Ausgangsniveau korrespondieren. Insbesondere größere Sammelpositionen sind ergän-
zend zu untergliedern.
Positionen des Gliederungspunktes 8 der GuV „sonstige betriebliche Aufwendungen“,
die 5 Prozent der jeweiligen übergeordneten Kostenposition übersteigen und einen Wert
größer 1.000 EUR haben, sind zudem gesondert im Bericht einzeln inhaltlich zu erläu-
tern.
Die LRegB behält sich ausdrücklich vor, zu einzelnen Kostenpositionen geeignete Nach-
weise während der Prüfung anzufordern. Auf Besonderheiten ist –wie unter Ziffer 1 des
Berichts „Überblick über das Netz und das Basisjahr 2020“ gefordert, an jeweiliger Kos-
tenposition einzugehen.
Werden „Aufwendungen für die Beschaffung von Verlustenergie“ (5.1.1.), „Auf-
wendungen für die Beschaffung von Treibenergie“ (5.1.2.), „Aufwendungen für
die Beschaffung von Eigenverbrauch“ (5.1.3.) oder „Aufwendungen für die Be-
schaffung von Entspannungsenergie“ (5.1.4) geltend gemacht, so sind die zu
Grunde gelegten Mengen und Preise darzulegen. Mengen können nur berück-
sichtigt werden, wenn gemessene Daten zu Grunde liegen. Zur Prüfung der Be-
sonderheiten des Geschäftsjahres nach § 6 Absatz 3 ARegV sind auch Aufwen-
dungen der vorgenannten Kostenposition, die in den Kalenderjahren 2018 und
2019 abgeschlossenen Geschäftsjahren entstanden sind, darzustellen. Auf die
Angaben im Erhebungsbogen, Tabellenblatt A1_Fragen kann verwiesen werden.
„Aufwendung für Differenzmengen“ (5.2.6.) sind ebenso wie „Erlöse aus Diffe-
renzmengen“ (1.4.) gemäß § 25 Absatz 3 GasNZV mit den betroffenen Trans-
portkunden gesondert abzurechnen. Sie gehen daher nicht in die Berechnung
der Netzkosten ein, die durch allgemeine Netzentgelte zu decken sind. Der ge-
sonderte Ausweis ist jedoch erforderlich, um sicherzustellen, dass die betreffen-
den Kosten und Erlöse nicht in den übrigen Netzkosten enthalten sind.
Werden für die Jahre 2018 bis 2020 unter der Position „Sonstiges“ (5.1.6), „Sons-
tiges“ (5.2.7), „Sonstiges“ (7.1.2), „davon Sonstiges“ (8.18), „Sonstiges“ (13.4)
und „Sonstiges“ (15.3) Werte geltend gemacht, ist im Einzelnen darzulegen, aus
welchen Positionen sich diese zusammensetzen und zu welchem jeweiligen Be-
trag. Hierzu ist auch das Tabellenblatt C1_Sonstiges heranzuziehen. Im Bericht
nach § 28 GasNEV sind zudem alle vorgenannten Wertansätze detailliert aufzu-

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 9 von 18
führen und einzeln zu erläutern. Bei der Aufgliederung solcher sonstigen Kosten-
positionen ist darauf zu achten, dass nur ein wertmäßig geringer Betrag sodann
in einer wiederum als „Sonstiges“ bezeichneten Sammelposition ausgewiesen
wird.
(Bsp: unter 8.18 Sonstiges werden 25 TEUR ausgewiesen, davon 100 EUR
Sonstiges)
Zur Nachvollziehbarkeit der „Fremdkapitalzinsen (Zinsen und ähnliche Aufwen-
dungen)“ (13.) wird ein Darlehensspiegel (Erhebungsbogen, Tabellenblatt
B4_Darl_Spiegel) abgefragt. Dieser ist erforderlich, um die Prüfung der Zuord-
nung des Fremdkapitals und der damit verbundenen Kosten zur Tätigkeit Gas-
verteilung/Gasfernleitung (Netz) hinsichtlich ihrer Sachgerechtigkeit zu verein-
heitlichen und zu optimieren. Zur Beurteilung der Sachgerechtigkeit der Zuord-
nung des Fremdkapitals ist es notwendig, nicht nur die Daten der Tätigkeit Gas-
verteilung/Gasfernleitung (Netz), sondern auch die Daten des Gesamtunterneh-
mens abzufragen, da nur eine solche gesamthafte Darstellung die Beurteilung
der Sachgerechtigkeit - insbesondere auch von erfolgten Nichtzuordnungen von
Fremdkapital zur Tätigkeit Gasverteilung/Gasfernleitung (Netz) - ermöglicht.
Der Darlehensspiegel ist für den Netzbetreiber (Pächter) sowie sämtliche Ver-
pächter einschließlich Subverpächter für das Basisjahr vorzulegen. Der Darle-
hensspiegel ist für Dienstleister nicht vorzulegen.
Weitere Fremdkapitalzinsen sind nachvollziehbar zu erläutern und zu belegen.
Insbesondere Zinsaufwand aus Rückstellungen ist anhand des einzureichenden
Rückstellungsspiegels (Erhebungsbogen, Tabellenblatt B3_RSt_Spiegel) zu er-
läutern.
Wurden Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie Wartungs- und In-
standsetzungsmaßnahmen durchgeführt (5.2.4 und 8.4), sind für die 20 wertmä-
ßig größten Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen folgende Angaben zu
machen, die eine eindeutige Identifizierung der jeweiligen Maßnahme ermögli-
chen:
1. Eindeutige Bezeichnung und Art der Wartungs- und Instandhaltungsleistung
(z.B. Instandhaltung; ND-Leitung 507 (DN 150); Musterstraße)
2. Aufwand der jeweiligen Wartungs- und Instandhaltungsleistung in Euro
3. Wartungs- und Instandhaltungsleistungen, die von Dritten durchgeführt wur-
den, sind zu benennen. Zusätzlich ist anzugeben, ob es sich bei dem Ver-
tragspartner um ein verbundenes Unternehmen handelt.
Dies gilt nur für solche Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen, deren je-
weiliger Wert 5.000 EUR überschreitet. Die Summe der 20 wertmäßig größten
Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen ist ebenfalls darzustellen. Erfah-
rungsgemäß unterliegen gerade Wartungs- und Instandhaltungskosten jährlichen
Schwankungen. Besonderheiten im Basisjahr sind hier der Höhe und dem
Grunde nach aufzuzeigen ).
Des Weiteren sind die Istwerte für die Position „Rechts- und Beratungskosten“
(8.10) ausführlich zu erläutern. Dazu ist ein vollständiger Systemausdruck, sowie
für die 30 wertmäßig größten Positionen Rechnungen und Verträge einzureichen.

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 10 von 18
Dabei ist insbesondere auf die Schlüsselung und die ggf. notwendige Versteti-
gung einzugehen. Bei der Einreichung von Nachweisen ist auf eine für Dritte
nachvollziehbare Darstellung zu achten. Tabellarische Aufstellungen können hier
ergänzend zu den Nachweisen hilfreich sein. Die LRegB behält sich vor, weitere
Nachweise im Verfahren einzufordern.
Werden in der Position (8.11) „Sponsoring, Werbung, Spenden“ Kosten geltend
gemacht, sind diese ausführlich zu erläutern. Dazu ist ein vollständiger Sys-
temausdruck, sowie für die 10 wertmäßig größten Positionen Rechnungen und
Verträge einzureichen. Es ist auf die Stetigkeit der Kosten einzugehen und der
Gasnetzbezug ist darzustellen.
Unter den Positionen „Einzelwertberichtigungen“ (8.14), „Pauschalwertberichti-
gungen“ (8.15) und „Abschreibungen auf Forderungen“ (8.16) sind nur solche
Beträge zu erfassen und detailliert zu erläutern, die sachgerecht dem Netzbetrieb
zuzurechnen sind.
Eine Sonderstellung bei den aufwandsgleichen Kosten nehmen die Positionen „Aufwen-
dungen für überlassene Netzinfrastruktur“ (5.2.2.) und „Aufwendungen für durch Dritte
erbrachte Betriebsführung“ (5.2.3.) ein. Hierzu sind im Bericht – sofern solche Kosten
angefallen sind - jeweils eigene Kapitel zu erstellen. Bei den Angaben der Netzbetreiber
selbst ist auf die Ausführungen in den separaten Kapiteln zu verweisen.
Aufwendungen für überlassene Netzinfrastruktur (5.2.2.)
Nach § 4 Absatz 5 Satz 1 GasNEV können Kosten oder Kostenbestandteile, die
auf Grund einer Überlassung betriebsnotwendiger Anlagegüter anfallen, nur in
der Höhe als Kosten angesetzt werden, wie sie anfielen, wenn der Betreiber der
Eigentümer der Anlage wäre.
Die Netzbetreiber sind nach § 4 Absatz 5 Satz 2 GasNEV verpflichtet, neben dem
Erhebungsbogen für die Kosten des Netzbetreibers, jeweils gesonderte Erhe-
bungsbögen für überlassene Netzinfrastruktur vorzulegen, aus denen sich die
Kosten für die überlassene Netzinfrastruktur ergeben, soweit sie in das Entgelt
für die Überlassung betriebsnotwendiger Anlagegüter eingehen.
Die Erhebungsbögen für Verpächter bzw. Subverpächter sind ebenfalls aus-
schließlich in elektronischer Form an die LRegB zu übersenden. Entsprechend
der Vorgaben der Anlagen 1 und 2 der Festlegung sind in einem separaten Kapi-
tel des Berichts für jedes einzelne Pachtverhältnis sämtliche Kostenarten des
Verpächters zu erläutern, soweit sie in die Kalkulation des Entgelts für die Über-
lassung betriebsnotwendiger Anlagegüter einfließen. Ferner sind die abgeschlos-
senen Pachtverträge vorzulegen sowie die im Basisjahr angefallene Pachtzah-
lung zu belegen (Systemausdruck oder Rechnung).
Eine vollständige kalkulatorische. Erfassung des Sachanlagevermögens aller
Verpächter und Subverpächter – auch bei verhältnismäßig kleinen Beträgen – ist
für die korrekte Berechnung des Kapitalkostenabschlags nach § 6 Abs. 3 ARegV
unumgänglich.
Aufwendungen für durch Dritte erbrachte Betriebsführung (5.2.3.)

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 11 von 18
Nach § 4 Absatz 5a Satz 1 GasNEV können Kostenbestandteile, die auf Grund
von Dienstleistungserbringungen durch Dritte anfallen, nur in der Höhe als Kosten
angesetzt werden, wie sie anfielen, wenn der Betreiber die Leistung selbst erbrin-
gen würde.
Es ist im Tabellenblatt A_Stammdaten anzugeben, welche Dienstleistungen er-
bracht wurden und von welchen Dritten, welche Kosten die einzelnen Dienstleis-
tungen verursacht haben und in welcher Kostenposition die Dienstleistungen
beim Netzbetreiber verbucht wurden. Es ist die Angemessenheit der in Ansatz
gebrachten Preise darzulegen.
Sofern der Netzbetreiber solche Dienstleistungskosten an anderer Stelle und
nicht in der Position 5.2.3. ansetzt, gelten die nachfolgenden Bestimmungen ana-
log. Die entsprechenden Ausführungen sind sodann unter der jeweiligen Kosten-
position zu machen oder aber auf die Ausführungen unter Position 5.2.3. zu ver-
weisen. Eine doppelte Ausführung oder sogar Umbuchung der Dienstleistungs-
kosten in die Position 5.2.3. ist nicht erforderlich.
a)
Die Netzbetreiber sind nach § 4 Absatz 5a Satz 2 GasNEV verpflichtet, neben
dem Erhebungsbogen für die Kosten des Netzbetreibers jeweils gesonderte Er-
hebungsbögen für die
zehn wertmäßig größten Dienstleistungsverträge mit
verbundenen Unternehmen im Sinne von § 6b Absatz 2 Satz 1 EnWG
vorzu-
legen, aus denen sich die Kosten für Dienstleistungen ergeben. Dies gilt nur, so-
fern die Summe der Kosten, die sich aus allen Vertragsverhältnissen mit demsel-
ben Dienstleister ergibt, 5 Prozent der nach § 4 Absatz 3 und 4 ARegV angepass-
ten Erlösobergrenze des Kalenderjahres 2020, abzüglich der Kosten für die Inan-
spruchnahme der vorgelagerten Netzebene, übersteigen. Dienstleistungsver-
träge, die mit demselben verbundenen Unternehmen bestehen, sind in einem Er-
hebungsbogen zusammenzufassen.
Die Erhebungsbögen sind ebenfalls ausschließlich in elektronischer Form an die
LRegB zu übersenden. Entsprechend der Vorgaben der Anlagen 1 und 2 der
Festlegung sind in einem separaten Kapitel des Berichts sämtliche Kostenarten
des Dienstleistungserbringers zu erläutern (je Dienstleistungserbringer separat).
Ferner sind abgeschlossene Dienstleistungsverträge, einschließlich etwaiger
Leistungsverzeichnisse, beizufügen sowie die im Basisjahr angefallenen Ist-Kos-
ten zu belegen (Systemausdruck oder Rechnung).
b)
Ausführlich zu erläutern, ist die Bewertung der
von nicht-verbundenen Drit-
ten
erbrachten Dienstleistungen. Es ist anzugeben, welche Dienstleistungen er-
bracht wurden und von welchen Dritten, welchen Aufwand die einzelnen Dienst-
leistungen verursacht haben und in welcher Kostenposition die Dienstleistungen
verbucht wurden. Ferner sind abgeschlossene Dienstleistungsverträge ein-
schließlich etwaiger Leistungsverzeichnisse beizufügen. Diese Erläuterungen
und Nachweise sind jedoch nur für die
fünf
wertmäßig größten Dienstleistungs-
verträge mit nicht-verbundenen Unternehmen erforderlich. In Tabellenblatt
A_Stammdaten des Erhebungsbogens sind alle Dienstleistungsverhältnisse auf-
zuführen und einzeln zu erläutern; ein gesonderter Erhebungsbogen ist in diesen
Fällen nicht vorzulegen. Es ist die Angemessenheit der in Ansatz gebrachten
Preise darzulegen.

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 12 von 18
Bei rein betriebsgeführten Unternehmen kann im begründeten Einzelfall und nach
vorheriger Absprache mit der LRegB ein anderer geeigneter Nachweis in einer
für einen sachkundigen Dritten nachvollziehbaren Art und Weise erbracht wer-
den. Es sind dabei die Gründe darzulegen, die eine Abweichung von den oben
genannten allgemeinen Anforderungen rechtfertigen.
Sofern in den aufwandsgleichen Kosten eine Sammelposition „Verwaltungskostenum-
lage“ und/ oder „Interne Leistungsverrechnungen“ enthalten ist, ist hierzu ausführlich und
nachvollziehbar auszuführen. Die Kosten sind dem Grunde und der Höhe nach für einen
fremden Dritten nachvollziehbar darzustellen. Es ist zu benennen, in welcher Kostenpo-
sition solche Kosten enthalten sind. Sofern hierzu korrespondierend Erlöse gebucht wur-
den, ist darauf zu verweisen und die Erlösposition zu benennen.

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 13 von 18
Zu Ziffer 4 Darlegung zu den kalkulatorischen Kosten gemäß §§ 6 ff. GasNEV
Die LRegB stellt das Ausgangsniveau nach § 6 Absatz 1 ARegV im Wege einer Kosten-
prüfung nach den Vorschriften der Gasnetzentgeltverordnung fest. Gleichwohl besteht
für die Netzbetreiber die
Möglichkeit
, die kalkulatorischen Kostenpositionen (kalkulato-
rische Abschreibungen, kalkulatorische Eigenkapitalverzinsung, kalkulatorische Gewer-
besteuer) im Rahmen einer eigenen Berechnung zu ermitteln und der LRegB mitzuteilen.
Zu diesem Zweck hat der Netzbetreiber eine Hilfsrechnung einzureichen.
Damit die LRegB die kalkulatorischen Kosten ermitteln kann, sind folgende Mindestan-
gaben durch den Netzbetreiber im Bericht darzustellen:
a)
Erläuterungen zum kalkulatorisch relevanten Sachanlagevermögen
Besondere Bedeutung im Rahmen der Kostenartenrechnung kommt den Daten zur jah-
resgenauen Ermittlung der kalkulatorischen Abschreibungen des Sachanlagevermögens
in Tabellenblatt D_SAV des Erhebungsbogens zu. In das Tabellenblatt D_SAV des Er-
hebungsbogens sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten des abschreibungsfähi-
gen Sachanlagevermögens im Sinne des § 6 Absatz 2 Satz 2 Nummer 2 GasNEV ein-
zustellen. Sofern die Anlagen im Bruchteils- bzw. Miteigentum von Mehreren stehen, sind
die Anschaffungs- und Herstellungskosten in der Höhe entsprechend des jeweiligen Ei-
gentumsanteils einzutragen.
Grundsätzlich sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten im Jahr der erstmaligen
Aktivierung des jeweiligen Anlagegutes einzustellen (erstmalige Anschaffungs- und Her-
stellungskosten). Die dabei in den bereits abgeschlossenen Verfahren gemachten An-
gaben (Kostenprüfung dritte Regulierungsperiode, diverse Anträge auf Kapitalkostenauf-
schlag bzw. Ist-Abgleich im Regulierungskonto) sind dabei maßgeblich. Sofern sich in
dem aktuellen Erhebungsbogen hierzu Änderungen/ Abweichungen ergeben, sind diese
zu erläutern und zu begründen.
Zugänge zum und Abgänge vom Sachanlagevermögen, zwischen dem 31.12.2015 und
dem 31.12.2020, sind in den vorgesehenen Spalten des Tabellenblatts D_SAV darzu-
stellen. Vorgenommene Hinzurechnungen und Kürzungen sind separat zu erläutern.
Sind Netze oder Anlagen durch Netzkauf, Einbringung, Fusion oder vergleichbare Vor-
gänge in der Vergangenheit zugegangen, ist dies im Bericht aufzuführen. Es ist anzuge-
ben, ob die ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten beziehungsweise die
jeweiligen Restbuchwerte mit entsprechend kürzeren Restnutzungsdauern fortgeführt
wurden.
Grundstücke sind nicht in das Tabellenblatt D_SAV aufzunehmen, weil sie nicht abge-
schrieben werden. Soweit daher in abschreibungsfähigen Positionen, wie zum Beispiel
Bauten, Grundstücksanteile enthalten sind, müssen diese Positionen um die Grund-
stücksanteile gekürzt werden. Die Kürzungen sind zu erläutern; die Methode zur Ermitt-
lung des Grundstücksanteils ist darzustellen.
Betreiber von Gasversorgungsnetzen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpom-
mern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen konnten für jene Anlagegüter, deren Er-

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 14 von 18
richtung zeitlich vor ihrer erstmaligen Bewertung in Deutscher Mark liegt, die Anschaf-
fungs- und Herstellungskosten unter Verwendung zeitnaher üblicher Anschaffungs- und
Herstellungskosten und einer Rückrechnung mittels der anwendbaren Preisindizes er-
mitteln. Hierzu liegen der LRegB aus den Genehmigungsverfahren nach § 23a EnWG
die entsprechenden Wertgutachten und Berichte vor, auf welche die LRegB unter Vor-
behalt einer eventuellen Prüfung von Kontroversen zurückgreift. Die in früheren Netzent-
geltgenehmigungsverfahren durch die LRegB geprüften Anschaffungs- und Herstellkos-
ten der Anlagegüter sind zwingend fortzuführen.
Im Falle einer aktivischen Absetzung der Netzanschlusskosten beziehungsweise Bau-
kostenzuschüsse von den Anschaffungs- und Herstellkosten der Anlagegüter sind zum
Zwecke der kalkulatorischen Rechnung die Anschaffungs- und Herstellkosten in voller
Höhe darzustellen und die Netzanschlusskosten beziehungsweise Baukostenzuschüsse
passiviert darzustellen.
b)
Erläuterungen zu den notwendigen Positionen zur Berechnung der kalk. EK-
Verzinsung
Die Angaben der in dem Erhebungsbogen abgefragten Informationen der Tabellenblätter
B_Bilanz, B1_Details und B2-Hinzu_Kürz sowie die nachfolgenden Anforderungen an
die Berichtspflichten sind notwendig, um die kalk. EK-Verzinsung im Rahmen der Ermitt-
lung des Ausgangsniveaus korrekt zu bestimmen.
Eine tabellarische Aufstellung der Bilanzposten des Netzbetreibers ergibt sich unmittel-
bar aus dem Tabellenblatt „B_Bilanz“. Sämtliche Bilanzpositionen mit Ausnahme des kal-
kulatorischen Sachanlagevermögens, wie sie in Tabellenblatt „B_Bilanz“ des Erhebungs-
bogens ausgewiesen sind, sind detailliert zu erläutern. Hierzu ist die Gliederung des Ta-
bellenblatts „B_Bilanz“ des Erhebungsbogens ohne Veränderung zu übernehmen. Die
Jahre 2019 und 2020 sind hierbei gegenüberzustellen. Sofern ausgehend von den im
Tätigkeitsabschluss „Gasverteilung/Gasfernleitung (Netz)“ ausgewiesenen Bilanzpositi-
onen gem. Erhebungsbogen Hinzurechnungen oder Kürzungen zur Darstellung der aus
Sicht des Netzbetreibers zu berücksichtigenden Wertansätze vorgenommen wurden,
sind diese zu erläutern. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann an geeigneter Stelle
auf andere Fundstellen innerhalb des Berichts nach § 28 GasNEV verwiesen werden
(z.B. Rückstellungs- oder Darlehensspiegel, Überleitungsrechnung Bilanz).
Die Detailtiefe der Erläuterungen muss mit der Bedeutung der Bilanzposition für das Aus-
gangsniveau korrespondieren. Insbesondere größere Sammelpositionen sind ergänzend
zu untergliedern.
Sofern es in den Geschäftsjahren 2019 und 2020 zu einer maßgeblichen Veränderung
von Bilanzierungs- und/oder Bewertungsansätzen gekommen ist, ist hierüber zu berich-
ten.
Ergänzend zu den Angaben in der Bilanz sind im Erhebungsbogen die Tabellenblätter
„B3_RSt_Spiegel“, „B4_Darl_Spiegel“, „D2_BKZ“ und „D3_WAV“ entsprechend den Hin-
weisen in Anlage 2 zu befüllen. Zu diesen Tabellenblättern ist ergänzend im Bericht aus-
zuführen. Dabei sind die Eintragungen der Höhe und dem Grunde nach zu erläutern.
Angewandte Schlüssel und Aufteilungen sind nachvollziehbar darzulegen, sodass die
Werte – ausgehend vom Gesamtunternehmen – nachvollziehbar sind. Sofern sich dies-
bezüglich Änderungen gegenüber der letzten Kostenprüfung ergeben haben, sind diese

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 15 von 18
zu begründen. Hinzurechnungen und Kürzungen sind plausibel zu begründen. Abwei-
chungen bei den Angaben zu den BKZ und den WAV, die im Rahmen der Anträge auf
Kapitalkostenaufschlag und/ oder im Rahmen von Netzübergängen zu Grunde gelegt
wurden, sind zu begründen. Darlehensverträge sind – sofern sie nicht bereits in anderen
Kostenprüfungsverfahren vorgelegt wurden – einzureichen. Insbesondere bei den Anga-
ben im Rückstellungsspiegel und Darlehensspiegel ist darauf zu achten, dass die Anga-
ben zu den Bilanzpositionen konsistent zu den Aussagen/Werten in den aufwandsglei-
chen Kosten und Erlösen sind.
Sofern sich bei der Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses „Gasverteilung/Gasfernleitung
(Netz)“ ein Kapitalverrechnungsposten ergeben hat, ist dieser unter Angabe der jeweili-
gen Bilanzposition in seiner Höhe zu nennen und zu erläutern. Das gilt auch im Falle der
schlussendlichen Zuschlüsselung dieses Ausgleichspostens in das Eigenkapital.
Sofern ein bilanzieller Posten entstanden ist, der nicht von den Positionen des Erhe-
bungsbogens erfasst wird, ist hierauf gesondert im Bericht nach § 28 GasNEV einzuge-
hen.
Sofern Bilanzpositionen negative Beträge ausweisen oder negative Beträge in eine Bi-
lanzposition einfließen, sind diese Sachverhalte gesondert im Bericht nach § 28 GasNEV
zu schildern.
Sofern ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, ist hierauf gesondert im Bericht nach § 28
GasNEV einzugehen.
Grundsätzlich sollte die sich für die Sparte Gasnetz ergebende Eigenkapitalquote nicht
höher sein als die sich für das Gesamtunternehmen ergebende Eigenkapitalquote. An-
dernfalls ist dies Anhaltspunkt für eine fortschreitende Prüfung, die es erforderlich macht,
eine ausführliche Darlegung der Abweichung in den Bericht aufzunehmen und zu be-
gründen, warum für den Gasnetzbetrieb eine überdurchschnittlich hohe Ausstattung mit
Eigenkapital benötigt wird. So soll bereits frühzeitig eine vollständige Datengrundlage für
die Ausgangsniveauermittlung geschaffen werden und die Notwendigkeit ergänzender
Erläuterungen vermieden werden. Dieser Hinweis ist nicht im Sinne einer rechtsverbind-
lichen Vorfestlegung für die spätere Festlegung der kalenderjährlichen Erlösobergrenzen
misszuverstehen. Die Darlegungen sollen die LRegB in die Lage versetzen, die jeweili-
gen Passivpositionen in der Bilanz nachvollziehen zu können. Unter ergänzendem Hin-
weis auf OLG Düsseldorf, Beschluss vom 11. Oktober 2017, Az.: VI-3 Kart 67/16, Rn. 42
f., OLG Düsseldorf, Beschluss vom 16. November 2017, Az.: VI-5 Kart 20/16, Rn. 35 f.
c)
Erläuterungen zur kalk. Gewerbesteuerberechnung
Der für die Berechnung der kalk. Gewerbesteuer notwendige unternehmensindividuelle
Gewerbesteuerhebesatz ist im Erhebungsbogen, Tabellenblatt Stammdaten, einzutra-
gen.
Zu Ziffer 5: Darlegung der kostenmindernden Erlöse gemäß § 9 GasNEV
Eine tabellarische Aufstellung der kostenmindernden Erlöse und Erträge des Netzbetrei-
bers ergibt sich aus Tabellenblatt C_GuV des Erhebungsbogens. Unter dieser Ziffer des
Berichts sind sämtliche Ertrags- und Erlösarten, detailliert zu erläutern.

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 16 von 18
Zu den kostenmindernden Erlösen zählen folgende Gliederungspunkte des Tabellenblat-
tes C_GuV:
Gliederungspunkt 1 Umsatzerlöse
Gliederungspunkt 2 Bestandsveränderungen
Gliederungspunkt 3 andere aktivierte Eigenleistungen
Gliederungspunkt 4 sonstige betriebliche Erträge
Gliederungspunkt 9 Erträge aus Beteiligungen
Gliederungspunkt 10 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
Gliederungspunkt 11 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Detailtiefe der Erläuterungen muss mit der Bedeutung der Erlöspositionen für das
Ausgangsniveau korrespondieren. Insbesondere größere Sammelpositionen sind ergän-
zend zu untergliedern. Die LRegB behält sich ausdrücklich vor, zu einzelnen Erlösposi-
tionen geeignete Nachweise während der Prüfung anzufordern.
Werden für die Jahre 2018 bis 2020 unter der Position „weitere Umsatzerlöse aus NNE.“
(1.1.12), „sonstige Erlöse“ (1.5), „Andere sonstige Erträge“ (4.3), „Andere sonstige Zin-
sen und ähnliche Erträge (11.3) Werte geltend gemacht, ist im Einzelnen darzulegen,
aus welchen Positionen sich diese zusammensetzen und zu welchem jeweiligen Betrag.
Hierzu ist auch das Tabellenblatt C1_Sonstiges heranzuziehen. Insbesondere bei Erlö-
sen im Zusammenhang mit Rückstellungen ist auf die Konsistenz mit den Eintragungen
im Rückstellungsspiegel zu achten. Im Bericht nach § 28 GasNEV sind zudem alle vor-
genannten Wertansätze ebenfalls detailliert aufzuführen und einzeln zu erläutern. Bei
der Aufgliederung solcher sonstigen Erlöspositionen ist darauf zu achten, dass nur ein
wertmäßig geringer Betrag sodann in einer wiederum als „Sonstiges“ bezeichneten Sam-
melposition ausgewiesen wird.
Sofern in den kostenmindernden Erlösen Sammelpositionen „Verwaltungskostenum-
lage“ und/ oder „Interne Leistungsverrechnungen“ enthalten sind, ist hierzu ausführlich
und nachvollziehbar auszuführen. Die Erlöse sind dem Grunde und der Höhe nach für
einen fremden Dritten nachvollziehbar darzustellen. Es ist zu benennen, in welcher Er-
lösposition solche Erlöse enthalten sind. Sofern hierzu korrespondierend Kosten gebucht
wurden, ist darauf zu verweisen und die Kostenposition zu benennen.

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 17 von 18
Zu Ziffer 6: Anhang zum Bericht
Der Anhang zum Bericht nach § 6 Absatz 1 Satz 2 ARegV in Verbindung mit § 28 Absatz
1 Satz 2 Nummer 4 GasNEV muss die nachfolgend beschriebenen Angaben enthalten:
Organigramm
Unter dieser Ziffer des Berichts nach § 28 GasNEV haben die Netzbetreiber
ein Organigramm des Unternehmens (Stand: 31.12.2020) nach dem folgen-
den Beispiel beizufügen und zu erläutern. Unternehmen, die im Sinne von §
3 Nr. 38 EnWG zu einem vertikal integrierten Energieversorgungsunterneh-
men verbunden sind, haben ein Organigramm des gesamten Unternehmens
beizubringen. In dem Organigramm sind die Organisationseinheiten mit einer
eindeutigen und die Aufgabe beschreibenden Bezeichnung zu versehen. Für
jede Organisationseinheit ist die Anzahl der Mitarbeiter anzugeben. Mitarbei-
ter, die für mehrere Organisationseinheiten tätig sind, sind auszuweisen.
Der Netzbetreiber hat die Namen der rechtlichen Vertreter bzw. Organe (Ge-
schäftsführer/ Vorstand), inklusive der Geschäftsverteilungszuständigkeit bei
Mehrpersonenorganen zu nennen. Das Gleiche gilt für jede Organisationsein-
heit eines Unternehmens, welches im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG zu einem
vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen verbunden ist.
Es muss erkennbar sein, wo die verschiedenen Tätigkeiten des Unterneh-
mens wahrgenommen werden (z. B. Regulierungsmanagement, Stelle zur
Überwachung des Gleichbehandlungsprogramms, Abrechnung Vertrieb, Ab-
rechnung Netz, Recht, IT-Service, Erzeugung, Vertrieb an Letztverbraucher,
Großhandel, operative Systemsteuerung, Netzentwicklungsplanung, Instand-
haltung und Entstörung, Abrechnung/Rechnungswesen, Zählermanagement,
Netzentgelte usw.). Ferner ist für jeden Tätigkeitsbereich die jeweilige Mitar-
beiterzahl anzugeben.
GF (Geschäftsführung)
- Funktionen
- […]
Mitarbeiter (insgesamt)
Mitarbeiter (davon Tätigkeit)
TE (Technik)
- Funktionen
- […]
Mitarbeiter (insgesamt)
Mitarbeiter (davon Tätigkeit)
RE (Rechnungswesen)
- Funktionen
- […]
Mitarbeiter (insgesamt)
Mitarbeiter (davon Tätigkeit)
VB (Vertrieb)
- Funktionen
- […]
Mitarbeiter (insgesamt)
Mitarbeiter (davon Tätigkeit)

image
Die Landesregulierungsbehörde
Seite 18 von 18
Tätigkeitsbeschreibung der Organisationseinheiten
Unter dieser Ziffer des Berichts nach § 28 GasNEV ist eine exakte Tätigkeits-
beschreibung der einzelnen Organisationseinheiten zu liefern. Dazu zählt
auch die Angabe der Mitarbeiterzahl pro Organisationseinheit. Die Tätigkeits-
beschreibung hat alle Organisationseinheiten zu umfassen, die Tätigkeiten
der Elektrizitäts- und Gasverteilung bzw. -fernleitung wahrnehmen. Organisa-
tionseinheiten des Unternehmens, welche ausschließlich Tätigkeiten außer-
halb der Elektrizitäts- und Gasverteilung bzw. -fernleitung ausüben, müssen
nicht in die Tätigkeitsbeschreibung einbezogen zu werden.
Netzkarte
Dem Bericht nach § 28 GasNEV ist eine aktuelle Karte über das Leitungsnetz
des Netzbetreibers beizufügen bzw. auf die zutreffende öffentlich zugängliche
Quelle (Link) aus der Veröffentlichung zu verweisen.
Netzdaten
Die Abfrage der in dem Erhebungsbogen aufgezählten Informationen des Ta-
bellenblatts „F_Netzdaten“ dienen der Bildung von Plausibilisierungsansät-
zen. Die Abfrage stellt keinen zusätzlichen Erfassungsaufwand dar.
Diese Daten untermauern die Angaben der Netzbetreiber zu ihrem Gasnetz. Nur so ist
eine umfassende Prüfung der Kosten im Kontext der individuellen Gegebenheiten eines
jeden einzelnen Netzbetreibers möglich.