image
image
image
 
20.03.2018
3 Jahre Betriebsplan Natur
Ergebnisse der Betriebschecks
Foto: S. Büchner

image
 
20.03.2018
Konzeptziele
bessere Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen
dem Naturschutz ein Gesicht geben und Naturschutzberater
als kontinuierliche und verlässliche Ansprechpartner
etablieren
Austausch mit Betrieb, Vernetzung mit Akteuren des
Naturschutzes und anderen Betrieben fördern
„Schärfung des Blicks“ = Sensibilisierung für
Naturschutzthemen
damit mittel- bis langfristig auch für schwierig umsetzbare,
prioritäre Ziele des Naturschutzes Lösungen finden
Service für den landwirtschaftlichen Betrieb
Idealfall: auch Erfolge der Naturschutzmaßnahmen
dokumentieren
Rückkopplung an Naturschutzbehörden

image
image
 
20.03.2018
Foto: S. Büchner

image
 
20.03.2018
Erwartungen der Betriebe
Fortschreibung des BeNat unter neuen Rahmenbedingungen
u.a. Anpassung an „neue“ Kulisse Grünland
Erinnerung an vereinbarte Ziele
durchaus auch neue Maßnahmevorschläge
Prüfung: „Bringen die Maßnahmen etwas?“
Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit

image
image
 
20.03.2018
Was machen die anderen?

image
image
 
20.03.2018
Was machen die anderen?

image
image
 
20.03.2018
Was machen die anderen?

image
image
 
20.03.2018
Was machen die anderen?

image
image
 
20.03.2018
Was machen die anderen?

image
 
20.03.2018
Was machen die anderen?
K. Hörter (Koordinierungsstelle beim DLR):
wesentliche Ziele sind intensiver Austausch zwischen Berater
und Landwirt und der Aufbau des Vertrauensverhältnisses
dauerhafte Begleitung der Naturschutzmaßnahmen
entscheidend für den Erfolg
Partnerbetrieb Naturschutz in Rheinland-Pfalz

image
image
 
20.03.2018
Resümee
keine Beratungskonzepte, die sich 1:1 übertragen ließen
Betriebsplan Natur in SN Instrument mit besonderer
Beratungstiefe, deutlicher Detailliertheit und
betriebsindividueller Betrachtung – vergleichsweise hohes
Niveau!
der vorgesehene Betriebscheck muss vor allem auf
Kommunikation mit den Landwirten setzen, um die
naturschutzfachlichen Ziele immer wieder in den Fokus zu
rücken
eine emotionale Bindung der Landnutzer an Arten oder
Lebensräume ist ein Schlüssel für den erfolgreichen Schutz
der Naturgüter

image
image
image
 
20.03.2018
Wie sind wir vorgegangen?

image
 
20.03.2018
Aufbereitung und Überarbeitung Betriebsplan Natur
wesentliche Grundlage ist Betriebsplan Natur
Betriebscheck daher gleicher Aufbau
aktuelle Daten zum Betrieb
falls erforderlich neue Fachgrundlagen
Bewertung Umsetzungsstand
Beschreibung Fokusthema und Ergebnis der Erhebungen
Maßnahmen in Text und Tabelle beschreiben
Karten zu Maßnahmen (ggfs. auch zu Fachgrundlagen)
grafische Übersicht zur Maßnahmeumsetzung

image
 
20.03.2018
Vorgehensweise beim Betriebscheck
Ausdruck Betriebsplan und Sichtung/Vergegenwärtigen der
damaligen Unterlagen einschl. Fotos
Abstimmungsgespräch mit UNB und FBZ und Einholen neuer
Fachgrundlagen
Abfragen weiterer Fachinformationen (z.B. Sächsische
Vogelschutzwarte, Ehrenamtler) – setzt gute Vernetzung der
Beraterinnen voraus
Vorbereitung

image
 
20.03.2018
Auftaktberatung mit Betriebsleiter
Austausch zu betrieblicher Situation (Änderungen?)
Stand der Umsetzung der Maßnahmenplanung Betriebsplan Natur
Erfolge und/oder Schwierigkeiten in der Umsetzung
(Maßnahmetabelle durchgehen)

image
 
20.03.2018
Prüfung weiterer neuer Fachgrundlagen
(am Beispiel LVG)
Weidekonzept
Wildbienen in Blühstreifen
Wildbienen im LVG
Flora der Blühstreifen
Monitoringkonzept

image
 
20.03.2018
Herausfiltern besonders dringlicher Themenkomplexe
Themen könnten unter anderem sein:
vertiefende Vermittlung von Naturschutzzielen;
Weiterentwicklung von Maßnahmen bzw. Anpassung an
veränderte betriebliche Bedingungen;
Erfassung des Zustandes von Strukturelementen und Hinweise
für die weitere Pflege;
einfache stichprobenhafte Erfassungen zu einzelnen
besonders wertgebenden und/ oder charakteristischen Arten
bzw. Lebensraum- oder Biotoptypen;
Einarbeitung des Landwirts in eine Artengruppe, um selber
Vorkommen und ggfs. Änderungen zu erfassen.
Herausarbeiten von Fokusthemen

image
 
20.03.2018
Betrieb 1
Betrieb: Wiesenbewirtschaftung und Biotoppflege-
Maßnahmen (Flächenbegutachtung, Festlegung von Zielarten,
Pflegeempfehlungen, Karte der besonders wertvollen
Bereiche inkl. Arten-Fotos)
FBZ: ggf. Befragung bzw. Anleitung des Landwirtes zur
Dokumentation von auf den Flächen nachgewiesenen
Vorkommen auffälliger Arten

image
 
20.03.2018
Betrieb 2
Betrieb: Umstellung der Grünlandbewirtschaftung von
Milchvieh- auf extensive Mutterkuhhaltung (Vorschläge
bezüglich Bewirtschaftung und möglicher Fördermaßnahmen,
evtl. Anpassungsbedarf der Grünlandkulisse?)
Integration von Blühflächen in die Fruchtfolge
FBZ: Dokumentation der zunehmenden Vernässung und
Verockerung einschl. damit zusammenhängender Probleme
und Zukunftsaussichten bezogen auf Schutzgüter

image
 
20.03.2018
Betrieb 3
Entwicklung von Landschaftselementen (Begutachtung und
Maßnahmenplanung Gehölzpflanzung und -pflege)
Blühflächen-Management

image
image
 
20.03.2018
Betrieb 4
Betrieb: Überarbeitung der Finanzierungsmöglichkeiten für
Maßnahmen zu Landschaftselementen und Renaturierung
(Aktualisierung der Planung einschl. FörderRL)
UNB: Greening- und AuK-Maßnahmen +
Flächenbewirtschaftung im NSG (im Pilotprojekt war die RL
AUK noch nicht bekannt, daher sind Anpassungen
erforderlich)

image
 
20.03.2018
Betrieb 5
Betrieb: Blühflächen-Management
Optimierung der extensiven Wiesenbewirtschaftung
(Staffelung der Nutzungsintensität, Flächenbegutachtung,
integrierte Pflegeempfehlungen, Vorschläge zur Anpassung
der Grünlandkulisse)
FBZ: Verbesserung der Umsetzung der FFH-MaP, Umsetzung
von Fördermaßnahmen AUK auf den Flächen
UNB: Wiesenbrüterschutz

image
 
20.03.2018
LVG
Blühflächen-Management (Flächenbegutachtung und
Maßnahmenvorschläge zu Pflege bzw. Neuanlage)
Effizienzkontrolle Mahdgutübertragung auf Grünland
Artenschutzmaßnahmen auf dem Hof (Hinweise zu
Gestaltung Bienengarten, Wildbienenhotel, Nistkastentypen)

image
image
 
20.03.2018
Überprüfung vor Ort zu Maßnahmen
und Bearbeitung der Fokusthemen
genereller Umsetzungsgrad geplanter Maßnahmen
überblicksartig in Augenschein nehmen
gutachterlich bewerten, ob umgesetzte Maßnahmen
bezüglich Lage, Ausdehnung, Ausprägung und
Beeinträchtigungen den Zielvorstellungen entsprechen
Erfassung von Daten für die Fokusthemen
Foto: S. Büchner

image
image
image
 
20.03.2018
Foto: A. Scholz
Foto: A. Scholz

image
image
image
 
20.03.2018
Foto: S. Büchner
Foto: S. Büchner

image
image
image
 
20.03.2018
Foto: S. Büchner
Foto: S. Büchner

image
image
image
 
20.03.2018
Foto: H. Weidt
Foto: H. Weidt

image
 
20.03.2018
Kapitel 3
Umsetzungsstand der im Betriebsplan Natur geplanten
Maßnahmen und Handlungsbedarf
Maßnahme 6:
Im Südteil des NSG (Schlag „Elbbett links“) entstanden durch die Hochwasser
2010 und 2013 große Sand- und Kiesflächen. Diese für die Flussaue
charakteristischen Strukturen sollten unbedingt erhalten, nicht beräumt oder
angesät und auf natürliche Begrünung gesetzt werden. Dies ist hervorragend
gelungen.
Maßnahme 13:
Vorgeschlagen war ein Tastversuch zur Etablierung von gefährdeten und
bedrohten Ackerwildkräutern über einjährige Schwarzbrachestreifen
Bisher bestand noch keine Kapazität zur Umsetzung der Planung.

image
 
20.03.2018
Prüfkriterien Umsetzung
Kriterium
sehr gut
(grüne Schattierung ++)
gut
(gelbe Schattierung +)
unzureichend = mit
Nachbesserungsbedarf
(rote Schattierung -)
Lage
naturschutzfachlich exakte
Position
mäßig gut passende
Lage
falsche Stelle
Ausdehnung
exakte Größe eingehalten
noch geeignet
zu groß, zu klein
Ausprägung
Zielart(en) vorhanden bzw.
sehr gute Bedingungen,
technisch korrekt
ausgeführt (vor allem
bauliche Maßnahmen)
kleinere
Unzulänglichkeiten
schlechter Zustand,
keine Zielarten,
technisch falsch
ausgeführt
Beeinträchti-
gungen
keine Beeinträchtigungen
nur geringe Störungen/
Beeinträchtigungen
erhebliche Störungen/
Beeinträchtigungen
grau = nicht umgesetzte Maßnahmen; weiß = nicht zu bewertende Kriterien

image
 
20.03.2018
Bewertungsbeispiel
Kriterium
sehr gut
gut
unzureichend
Lage
Position wie geplant
bzw. sinnvolle
Positionierung
mäßig gut passende
Positionierung
falsche Stelle (zu
schattig, zu trockener
Standort etc.)
Ausdehnung
exakte Größe
eingehalten
noch geeignet
zu klein
Ausprägung
flache Ufer,
ausreichende
Wasserversorgung, gute
Strukturierung,
sauberes Wasser
Kleinere technische
Unzulänglichkeiten,
mäßig gute
Wasserqualität
z.B. Falle für Tiere,
hypertrophes Wasser
Beeinträchti-
gungen
keine
Beeinträchtigungen
nur geringe Störungen
erhebliche Störungen
von außen, z.B. Einträge
von Stoffen
flächige Maßnahme - hier Anlegen eines Stillgewässers

image
 
20.03.2018
Planung im Betriebsplan Natur - Stand 3/2014
Umsetzung 11/2017
Nr.
Maßnahme
Ziel
Priorität
Lage
Aus-
dehung
Aus-
prägung
Beeinträc
htigungen
3 Belassen von überständigen
Randstrukturen im Grünland
Förderung Braunkehlchen
1
++
-
+
++
4 Weiterführung Beweidung
Dämme, mit Nutzungspausen
Erhaltung der LRT-Flächen Flachland-
Mähwiese,
1
++
++
++
++
5 Mahdgutübertragung Koppel 3
Erhöhung Arteninventar,
Ertragsverbesserung
1
++
++
-
-
6 Belassen der durch Hochwasser
entstandenen Sandbänke, keine
Übersaaten
Entwicklung artenreicher,
nährstoffarmer Grünlandflächen mit
großem Biotopmosaik
1
++
++
++
++
8 Anlage von Lerchenfenstern
und Ackerrandstreifen
Erhaltung der Lebensbedingungen für
Vogelarten der Agrarlandschaften
1
++
++
++
++
++
+
-
+
13 Artenschutzmaßnahmen
Ackerwildkrautflora
Erhaltung vom Aussterben bedrohter
Wildpflanzenarten, Genpool
1
0
0
0
0
22 Internetpräsentation anpassen
Naturschutzmaßnahmen in der
Landwirtschaft erläutern
1
+
Legende: ++ bzw. grün = hervorragend, + bzw. gelb = gut, - bzw. rot = unzureichend mit Nachbesserungsbedarf, 0 bzw. grau = noch nicht
umgesetzt, offene Felder blieben ohne Bewertung
! in der Spalte Priorität für besonders hohe Dringlichkeit
Umsetzungsbewertung für das LVG

image
 
20.03.2018
Kapitel 3.1 Handlungsbedarf
Schwerpunkte für Aktualisierung des Betriebsplans Natur LVG:
Blühflächen-Management
Effizienzkontrolle der Mahdgutübertragung
Hinweise zur Gestaltung des Bienengartens, eines
Wildbienenhotels
Auswahl an Nistkastentypen

image
image
 
20.03.2018
Kapitel 3.2 Ergebnisse aus Erfassungen
Blühflächen
Foto: A. Scholz

image
 
20.03.2018
Nr.
Schlag
Name
Nr
Anlage
-Jahr*
Mischung(en)* Zustand 07/17
1131
Lämmergrund
1
2012
?
evtl. mehrj.
Mischung
Lebensraum1
recht artenreich mit viel Karde,
Echtem Labkraut,
guter Blühaspekt, beispielgebend
für Blühstreifen im LVG
2262
Braunsmühle
9
2012
?
evtl. Selbst-
begrünung
zum Nachbarbetrieb hin
Blühstreifen, Rest ist Selbst-
begrünung;
geringer Blühaspekt, auffällig
viele Heuschrecken - wertvolles
Rückzugsgebiet für Insekten
1233
Wasserschutz-
zone
16
2015
mehrjährige
nach einem
Versuchsplan
mehrj. Blühfläche auf alter
Beregnungstrasse, recht
artenreich, lückig mit Wilder
Möhre, Karde, Löwenzahn,
Färber-Hundskamille, Wegwarte,
Schafgarbe (Acker-Kratzdistel als
Störungszeiger)

image
image
 
20.03.2018
Textauszug

image
 
20.03.2018
Maßnahme 6 (umgesetzt, nicht mehr erforderlich)
Maßnahme 7 (umgesetzt, weiterhin beachten): Koppel 3 und 4 laut
NSG-VO Besatzstärke max. 1 RGV/ha - Verpflichtung im NSG
weiterhin beachten.
Maßnahme 12 (angepasst): Anteil der Anbaufläche für Feldfutter
sowie Körnerleguminosen ausdehnen - Maßnahme ist grundsätzlich
umgesetzt. Gleichwohl könnte Vielfalt an Feldfrüchten und
Bestellungszeiten = Angebot an unterschiedlichen Strukturen,
Blüten größer sein. Anregung: Fruchtartenvielfalt im Betrieb weiter
erhöhen: weitere Sonderkulturen wie z.B. Linse, Leindotter, Saflor
oder Mohn testweise anzubauen.
Maßnahme 26 (neu): Wildbienengutachten empfiehlt Aufschütten
eines Sandhaufens als Nistplatz - Positionierung nördlich vom
Wildbienenhotel

image
image
image
 
20.03.2018
Braunkehlchen Weibchen mit Futter im Schnabel und Männchen auf Singwarte
Foto: S. Büchner
Foto: S. Büchner
illustrierende Beispiele einfügen, um Lesbarkeit der Planung zu erhöhen,
hier Auszug aus Plan für LVG

image
 
20.03.2018
Nr.
Schlag
Name
Nr. Pflegeempfehlung
1131
Lämmergrund
1
unbedingt erhalten! Pflege fortführen
2262
Braunsmühle
9
zum Erhalt des vorh. Arteninventars Fläche teilen,
abschnittsweise Neuanlage, zuvor ein Jahr
Ackerkultur
1233
Wasserschutz-
zone
16
Blühfläche erhalten,
evtl. selektiv Disteln mähen
1232
Katzen Köllitsch 19
Neuanlage einjähriger Blühfläche nach gründlicher
Bodenvorbereitung bei passendem Wetter, wegen
Quecke frühe Mahd wichtig, da Fläche auf
„Präsentationsteller“

image
 
20.03.2018
Nr.
Maßnahme
Ziel
Priori-
tät
Finan-
zierung/
Förderung
Umsetz
barkeit
1
Verzicht auf chemischen
Pflanzenschutz, Düngung
entzugsorientiert
Erhöhung
Arteninventar Flora
und Fauna
1
ja
2
Nutzungspause Grünland
Förderung der
Amphibienpopulation
1
tw.
3
Belassen von
überständigen
Randstrukturen im
Grünland
Förderung
Braunkehlchen
1
ja
4a,
4b
Weiterführung Beweidung
Dämme, mit
Nutzungspausen
Erhaltung der LRT-
Flächen Flachland-
Mähwiese,
1
EOH
sowie GL
ja
5
Mahdgutübertragung
Koppel 3
Erhöhung
Arteninventar,
Ertragsverbesserung
1
ja
7
max. Besatzstärke 1 GVE
im NSG
Einhaltung der NSG-
Verordnung
1
ja

image
 
20.03.2018
5 Ansprechpartner und weitere Informationsquellen
Untere Naturschutzbehörde
Frau Dr. Wache, Landkreis Nordsachsen, Untere Naturschutzbehörde, Dr.-Belian-Straße 4; 04838 Eilenburg
Anbieter Regionale Saatgutmischungen
http://www.saale-saaten.de/
www.rieger-hofmann.de
www.saaten-zeller
.de
Pflanzgut Gehölze
Obstgehölze (auch regionale historische Sorten):
Baumschule Müller, Berufsschulstraße 7 04758 Oschatz
Telefon: 03435 97610;
www.baum-rosenschule-mueller
.de
Gebietsheimisches Pflanzgut Bäume und Sträucher:
Forstbaumschulen "Fürst Pückler" Zeischa GmbH, pueckler@forstbaumschule.eu
Sortenberatung regionale Apfelsorten:
LPV Torgau-Oschatz e.V., lpv.torgau-oschatz@web.de
LPV Nordwestsachsen e.V., info@lpv-nordwestsachsen.de
Anbieter Technik
Heckenpflege:
http://www.kunzelmann-peter
.de/heckenschneider
http://www.mulag.de/de/strassenunterhaltung/produkte/arbeitsgeraete/gehoelzpflege/aws-2200/
Messermähwerke:
Bannaski Umwelttechnik
www.bbumwelttechnik.de
Kunzelmann Systemtechnik
http://www.kunzelmann-peter
.de/
Anbieter Nistkästen
http://naturschutzbedarf-strobel.de/

image
image
 
20.03.2018

image
image
image
image
image
 
20.03.2018
Zeitplan jährlich wiederkehrender Maßnahmen - Betriebsplan Natur für das LVG, 1. Fortschreibung 01/2018
Nr.
Maßnahme
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
Septem.
Oktober
Novem.
Dezem.
2
Amphibienschutz
3
Braunkehlchenschutz
7
Besatzstärke Rinder
im NSG
8-1
Feldlerchenfenster
belassen
11
Ackerraine belassen
im NSG
15
Heckenpflege
16
Wiesenschnitt
Innenbereich
18
Baumpflanzungen
ab jetzt ist
Pflanzzeit
Bewirtschaftungs-
pause März - April
zur Zeit der
Wanderung
1. Schnitt
Wiesen im
Innenbereich
ganzjährig Vorgaben beachten
bei 1. Mahd
Streifen belassen
Fenster bei Aussaat belassen
bei 2. Mahd Streifen
vom Vorjahr mit
mähen
Heckenpflege bis
max. 28.2.
Fenster bei Aussaat
belassen
beim Pflügen im NSG
Rain belassen
beim Pflügen im NSG
Rain belassen
Heckenpflege ab
1.11.
2. Schnitt
Wiesen im
Innenbereich
Ankunft der
Braunkehlchen
aus Afrika
Gesang der Lerchen
lauschen
Hasen
beobachten
Plätze für Einzelbäume auswählen
Rotbauchunken beim
Rufen zuhören
Foto: S. Büchner
Foto: S. Büchner
Foto: S. Büchner
Foto: S. Büchner

image
image
 
20.03.2018
Bewertung der Wirksamkeit des Betriebsplan Natur
erste Ergebnisse
Foto: S. Büchner

image
 
20.03.2018
Rückmeldungen der Betriebe
Erwartungen der Betriebe an den Plan sind erfüllt
Dokumentation ist ausführlich genug (ein Hinweis - Plan sollte
keinesfalls umfangreicher ausfallen)
Betriebsleiter können damals vereinbarte Maßnahmen
nachvollziehen
Darstellungen im Plan für Umsetzung geeignet
besonderer Wert liegt auf aussagekräftigen Karten, nur ein
Betrieb nutzt die Tabellen
für Untersetzung/Fortschreibung des Plans hatten alle
Betriebsleiter klare Vorstellungen und Wünsche

image
 
20.03.2018
Rückmeldungen der Betriebe
Betriebsplan brachte für alle Betriebe neue Erkenntnisse
bessere Wahrnehmung der Belange von Arten und
Lebensräumen
bestimmte Zielarten in allen Betrieben bis heute im Fokus, tw.
sprechen Mitarbeiter von „ihren“ Tieren.
Betriebsleiter können Maßnahmen benennen, an die sie sich
besonders gern erinnern
gleichzeitig gibt es einzelne Maßnahmevorschläge, die heute
nicht mehr umsetzbar / nicht mehr tragbar sind.
betriebsinterne Kommunikation des BPN war weniger
erfolgreich (Interesse der Mitarbeiter am Naturschutz
begrenzt)

image
 
20.03.2018
Anregung durch 2 Betriebsleiter: Winterschulungen für die
Mitarbeiter mit reich bebilderter Präsentation (ca. 1 bis 1,5 h)
zu den Zielarten und –biotopen, regionale Besonderheiten,
Notwendigkeit bestimmter Maßnahmen
Rückmeldungen der Betriebe

image
 
20.03.2018
Stand Betriebschecks
Umgesetzte
Maßnahmen
teil- bzw.
zeitweise
umgesetzt
noch offene
Maßnahmen
davon
entfallende
Maßnahmen
neue
Vorschläge
LVG
21
12
1
6
M1
4
4
5
-
1
M2
4
3
4
1
2
Z2
7
1
2
-
2
K1
5
2
4
1
2
K2
5
6
2
1

image
image
image
image
image
image
 
20.03.2018
Im Pilotprojekt in 6 Betrieben insgesamt 97 Maßnahmen geplant
0
5
10
15
20
25
30
Grünland
Acker
Strukturelemente
Hofstelle
Sonstiges
Umsetzungsstand Maßnahmen
umgesetzt
teilweise umgesetzt
in Planung
nicht umgesetzt
nicht bewertet

image
image
image
image
image
image
 
20.03.2018
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
Biotope
Arten
Boden
Gewässer
Landschaftsbild Biotopverbund
Umsetzungsstand nach Schutzgütern
umgesetzt
teilweise umgesetzt
in Planung
nicht umgesetzt
nicht bewertet

image
 
20.03.2018
wertgebende Art/
Artengruppe
umgesetzt
teilweise
umgesetzt
Säugetiere
Feldhamster
1
Fledermäuse allg.
1
Vögel
Braunkehlchen
6
2
Heidelerche
1
Kiebitz
2
Rebhuhn
1
1
Steinschmätzer
1
Wachtelkönig
2
1
Weißstorch
3
Amphibien
Rotbauchunke
1
Fische
Bachneunauge
1
Insekten
Großer Feuerfalter
1
Gefäßpflanzen
Breitblättriges
Knabenkraut
1

image
 
20.03.2018
wertgebende Art/
Artengruppe
nicht umgesetzt
Säugetiere
Biber
1
Fledermäuse allg.
2
Vögel
Neuntöter
1
Rebhuhn
3
Rotmilan
1
Wiedehopf
1
Amphibien
Rotbauchunke
1
Insekten
Eremit
2
Heldbock
1
Gefäßpflanzen
Schwarz-Pappel
1

image
image
image
image
 
20.03.2018
61%
24%
6%
3%
3%
3%
Maßnahmefinanzierung
keine
Agrarförderung (AUK)
A/E-Maßnahme
LANU
greening
Ökokonto

image
 
20.03.2018
Beispiele für Gründe fehlender Umsetzung
Rotbauchunke
:
tierschonende Mähtechnik wird als nicht praktikabel angesehen.
Wiedehopf
:
für Aufstellen von Nisthilfen keine Kapazität im Betrieb und im
ehrenamtlichen Naturschutz.
Rebhuhn, Neuntöter
:
für Hecken-Pflanzungen fehlt Flächeneigentum.
Biber, Eremit
:
ca. 8 ha Fläche durch Vernässungen infolge von Biberstauen
nicht bewirtschaftungsfähig, Ausfälle nur teilweise erstattet,
Bereitschaft zu Pflanzungen zur Förderung des Bibers daher sehr
gering.

image
image
 
20.03.2018
für Grünland wenige neue Maßnahmen
dafür oftmals „Fortsetzung der Wiesennutzung“
Foto: A. Scholz

image
image
image
 
20.03.2018
Foto: H. Weidt
Foto: H. Weidt

image
image
 
20.03.2018
manche Maßnahmevorschläge benötigen Zeit bis zur
Umsetzung
Quelle
www.bbumwelttechnik.com

image
 
20.03.2018
Fazit
Das Instrument Betriebsplan Natur zeigt Wirkung!
Rein zahlenmäßig gute Umsetzung der Maßnahmevorschläge,
darunter auch einige langfristige Ideen.
Es gibt diverse „weiche“ Ergebnisse.
Allgemein: besseres Verständnis, warum diese Maßnahme nötig
ist, wirkt langfristiger als reines Abrufen von Fördermitteln.
Naturschutz auf dem Landwirtschaftsbetrieb soll keine Vorgabe
sein, sondern eine Arbeit aus Überzeugung.

image
 
20.03.2018
Frau Verhaag (Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen):
„Wir wissen schon lange was wir tun müssen. Trotzdem
diskutieren wir immer noch über das Wie und ob Maßnahmen
wirklich Erfolge bringen. Wir sollten stattdessen endlich unser
Wissen umsetzen!“

image
image
image
image
 
20.03.2018
Büchner & Scholz
Büro für ökologische Studien,
Naturschutzstrategien und Landschaftsplanung
Ortsstr. 174, 02829 Markersdorf &
Bahnhofstr. 35, 02692 Singwitz
buechner-scholz@gmx.de
Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e.V.
- Initiative zur Förderung des ländlichen Raumes –
Schreckerstraße 30, 04838 Eilenburg
info@lpv-nordwestsachsen.de
Foto: H. Weidt