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Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Neue Impulse für Sachsen
- Informationsblatt Nr. 5 (2008) -
Europäische Wasserrahmenrichtlinie

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1
Einleitung
Die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmen-
richtlinie (WRRL) schreitet immer weiter voran.
Wichtige Etappen, wie zum Beispiel die Umsetzung
der Richtlinie in nationales Recht, die Bestandsauf-
nahme oder das Aufstellen der Überwachungspro-
gramme wurden im Zeitplan absolviert. Die Aufstel-
lung der Bewirtschaftungspläne für die Flussgebiets-
einheiten als Kernelement der WRRL wird der
nächste große Meilenstein sein.
Erste Ergebnisse der Überwachung haben deutlich
gemacht, dass trotz der umfangreichen Aktivitäten in
den zurückliegenden Jahren, die zu einer enormen
Verbesserung der Gewässergüte (Saprobie) geführt
haben, dennoch erhebliche Defizite an den säch-
sischen Gewässern bestehen. Die Defizite resultieren
aus der neuen ganzheitlichen Betrachtungsweise der
WRRL, denn neben der Saprobie, die im bisherigen
Fokus stand, werden nunmehr die gesamte Lebens-
gemeinschaft (Biozönose) im und am Gewässer
sowie die Umweltqualitätsnormen betrachtet.
Die Schwierigkeit, den guten Zustand von Grund- und
Oberflächenwasserköpern als Ziel der WRRL herbei-
zuführen, erfordert eine komplexe Maßnahmenpla-
nung unter Berücksichtigung von Rahmenbedin-
gungen sowie eine konsequente Umsetzung in der
Praxis.
Daher wird mit Hochdruck in den zuständigen Behör-
den an den vielfältigen Aufgaben, die zur Erstellung
der Bewirtschaftungspläne nötig sind, gearbeitet. Mit
der Veröffentlichung dieses Infoblattes möchten wir
über verschiedene Aspekte der Bewirtschaftungspla-
nung im Freistaat Sachsen berichten.

2
Stand der sächsischen Beiträge zu
Bewirtschaftungsplänen
Die ersten Arbeitsschritte bei der Aufstellung des
Bewirtschaftungsplanes und Maßnahmenprogramms
sind bereits abgeschlossen. Darunter zählen wir die
Aufstellung des Arbeitsprogramms mit Zeitplan, die
Festlegung des Überwachungsmessnetzes, die
Durchführung des Überwachungsprogramms, die
Identifizierung der wichtigen Wasserbewirtschaf-
tungsfragen sowie die Aktualisierung der Bestands-
aufnahme. Die Ergebnisse der Überwachungspro-
gramme haben gezeigt, dass ein Großteil der Was-
serkörper in Sachsen die Umweltziele der WRRL noch
nicht erreicht.
Der nächste Schritt in der Umsetzung der WRRL ist
die Aufstellung der Entwürfe der Bewirtschaftungs-
pläne für die Flussgebietseinheiten (FGE), die zum
22.12. 2008 in die öffentliche Anhörung gehen (Artikel
14 WRRL). Die ersten Bewirtschaftungspläne der
Flussgebietseinheiten müssen dann unter Berück-
sichtigung der Ergebnisse des Anhörungsprozesses
gemäß Artikel 13 WRRL bis zum 22.12. 2009 fertig
gestellt und veröffentlicht werden.
Sowohl der Entwurf zum Bewirtschaftungsplan als
auch der erste Bewirtschaftungsplan für die FGE Elbe
selbst wird durch die nationale Flussgebietsgemein-
schaft Elbe (FGG Elbe) unter Zuarbeit der Länder
erstellt. Für die FGE Oder werden die Dokumente
durch ein Gremium erarbeitet, die aus Vertretern der
Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpom-
mern und Sachsen besteht. Zusätzlich stellt der
Freistaat Sachsen detailliertere Hintergrunddokumen-
te zur Verfügung (Bericht über die sächsischen Bei-
träge zu den Entwürfen der Bewirtschaftungspläne
der Flussgebietseinheiten Elbe und Oder, Maßnah-
men an sächsischen Wasserkörpern). Diese Hinter-
grunddokumente ermöglichen einen tieferen Einblick
in die Bewirtschaftungsplanung Sachsens.
Die Inhalte der Bewirtschaftungspläne werden durch
den Artikel 13 und den Anhang VII der WRRL vorge-
geben. Für die Bundesrepublik Deutschland sind
diese Vorgaben durch § 36 b des WHG rechtsverbind-
lich. Für Sachsen regelt das Sächsische Wassergesetz
(SächsWG), insbesondere die Paragraphen 5, 6, 6 a,
6 b, 7, 7 a und 7 b, die Vorgehensweise bei der Erstel-
lung der Beiträge zu den Maßnahmenprogrammen
und den Bewirtschaftungsplänen für die Flussgebie-
tseinheiten der Elbe und Oder.
Um eine inhaltlich strukturierte Bearbeitung der
Maßnahmenplanung innerhalb von Sachsen zu reali-
sieren, werden Daten und Informationen der säch-
sischen Beiträge zu den Bewirtschaftungsplänen und
Maßnahmenprogrammen der FGE Elbe und Oder
flächendeckend insgesamt zehn Teilbearbeitungs-
gebieten zugeordnet. Die Teilbearbeitungsgebiete
ermöglichen als hydrologische Untereinheiten eine
Themen dieser Ausgabe
Stand der sächsischen Beiträge zu den Bewirtschaftungsplänen
Seite 2
Beiträge der Landwirtschaft zur Umsetzung der WRRL
Seite 11
Gewässerstrukturkartierung in Sachsen
Seite 14
Öffentliche Anhörung
Seite 17

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3
Aggregation von Daten und Ergebnissen aus der
Maßnahmen- und Bewirtschaftungsplanung auf
übergeordnete räumliche Ebenen, wie z. B. den
Koordinierungsräumen der Flussgebietseinheiten, die
für Berichterstattungen an die EU-Kommission her-
angezogen werden (Abb. 1).
Wichtige Wasserbewirtschaftungsfragen,
überregionale Bewirtschaftungsziele,
sächsische Maßnahmen
In der FGE Elbe und der FGE Oder wurden folgende
Schwerpunkte als die wichtigen Wasserbewirtschaf-
tungsfragen festgelegt und dafür überregionale
Bewirtschaftungsziele formuliert, zu denen alle
anliegenden Bundesländer beitragen müssen:
1. Morphologische Veränderungen der Oberflächen-
gewässer
2. Signifikante stoffliche Belastungen
3. Wasserentnahme und Überleitung von Wasser
4. Bergbaufolgen mit Auswirkungen auf Gewässer
Morphologische Veränderungen der Oberflächenge-
wässer
Das überregionale Handlungsziel bei der Morphologie
liegt bei der Wiederherstellung der Durchgängigkeit
von Vorranggewässern, in denen überregional bedeut-
same Fischarten (z. B. Lachs und Aal) vorkommen. In
diesen Vorranggewässern wird bis 2015 die teilweise
oder vollständige Durchwanderbarkeit für die Fische
angestrebt. In Sachsen wurden 15 Fließgewässer als
überregionale Vorranggewässer ausgewiesen. An
insgesamt 54 Querbauwerken dieser Gewässer soll
die Durchgängigkeit wieder hergestellt werden.
Diese Maßnahmen betreffen vor allem größere
Fließgewässer wie z. B. die Freiberger und Zwickauer
Mulde, die Spree und die Schwarze Elster. Aber auch
bedeutende Laichgewässer wie der Lachsbach, die
Würschnitz oder die Kirnitzsch sollen wieder für die
Fische durchwanderbar werden.
Abb. 1: Darstellung der sächsischen Teilbearbeitungsgebiete

4
Signifikante stoffliche Belastungen
Für die Reduzierung der Nährstofffrachten, die zur
Eutrophierung der Küstengewässer sowie der Nord-
und Ostsee beitragen, wurden Handlungsziele für das
Einzugsgebiet der Elbe durch OSPAR (Übereinkom-
men zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-
Atlantiks) und für das Einzugsgebiet der Oder durch
HELCOM (Übereinkommen zum Schutz der Mee-
resumwelt des Ostseegebietes) vereinbart. Modell-
gestützte Abschätzungen haben ergeben, dass im
Rahmen der Umsetzung von grundlegenden und
ergänzenden Maßnahmen im Zeitraum der ersten
Bewirtschaftungspläne bis 2015 im Vergleich zum
Ausgangsniveau 2006 voraussichtlich eine Reduzie-
rung der Stickstofffrachten aus den sächsischen
Einzugsgebieten um ca. 11 % und der Phosphorfrach-
ten um ca. 12 % möglich sein wird. Vorrangige Maß-
nahmen hierfür liegen in den Bereichen Landwirtschaft
(nachfolgender Beitrag) und Siedlungswasserwirt-
schaft. Bei der Behandlung von Siedlungsabwässern
sollen insbesondere dezentrale Abwasserentsor-
gungslösungen über Kleinkläranlagen sowie die
Erhöhung des Anschlussgrades an die öffentliche
Abwasserentsorgung und die Anpassung bestehender
Anlagen an den Stand der Technik realisiert werden.
Überregionale Ziele zur Reduktion von Schadstoff-
frachten (z. B. Schwermetalle, organische Spurenstof-
fe) sind die Verminderung von Einträgen und die
konsequente Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben
und weitere wasserwirtschaftliche Qualitätsanforde-
rungen. Maßnahmen zur Reduzierung von Schadstof-
feinträgen an den Wasserkörpern sind oftmals
schwierig abzuleiten, da die meisten Schadstoffe über
diffuse Pfade (Verkehr- und Infrastruktur oder Emis-
sionen aus Altlasten und dem Altbergbau) in die
Gewässer eingetragen werden. In Sachsen soll
zunächst die Herkunft der Schadstoffe untersucht und
mögliche wirksame Maßnahmen zur Reduzierung
oder Vermeidung des Eintrages der Schadstoffe in
die Wasserkörper geprüft werden. Konkrete Maßnah-
men können nur nach sorgfältiger Überprüfung der
Wirksamkeit und einer Kosten-Nutzen-Abwägung bei
bekannten Schadstoffquellen (z. B. Altlasten und
Altbergbau) durchgeführt werden.
Wasserentnahme und Überleitung von Wasser
Im gesamten Gebiet Sachsens wird Grund- und
Oberflächenwasser zur Trink- und Brauchwasserver-
sorgung entnommen. Darüber hinaus werden große
Mengen an Oberflächenwasser zur Flutung von
Bergbaufolgeseen im Mitteldeutschen und Lausitzer
Braunkohlenrevier und zur regelmäßigen Bespannung
von Fischteichen genutzt. Zum Ausgleich von Was-
serbilanzdefiziten erfolgen Wasserüberleitungen
zwischen verschiedenen Einzugsgebieten. Aufstau
und Retention oder Entnahme großer Wassermengen
können zu Nutzungskonflikten zwischen Ober- und
Unterliegern führen. Unter Berücksichtigung wirt-
schaftlicher Interessen und Abhängigkeiten wird das
Ziel verfolgt, eine so weit wie möglich ausgeglichene
Wasserbilanz zu erreichen. Dazu werden überregio-
nale Anforderungen des Wassermanagements unter
Berücksichtigung der Bewirtschaftungsziele für die
Trinkwasserversorgung, den Hochwasserschutz, für
die Schifffahrt sowie für die Energiegewinnung ent-
wickelt. Die Prinzipien der Nachhaltigkeit, des Vorsor-
ge- und des Verursacherprinzips bei der Gewinnung,
Überleitung und Nutzung von Wasser für den mensch-
lichen Gebrauch und zum Schutz der bestehenden
Ressourcen sind sicherzustellen.
Bergbaufolgen mit Auswirkungen auf Gewässer
Die Bergbau- und Bergbaufolgegebiete haben großen
Einfluss auf die hydrologischen und stofflichen Ver-
hältnisse im Grund- und Oberflächenwasser. Durch
die Braunkohlengewinnung werden das Grundwasser
und die Fließgewässer im erheblichen Umfang beein-
trächtigt. Vorrangige Ziele des Sanierungsbergbaus
sind die Flutung von Tagebaurestlöchern, eine stabile
Qualität des Grundwassers und der entstehenden
Oberflächengewässer sowie das Erreichen einer
ausgeglichenen Wasserbilanz.
Beim Erz- und Steinkohlenbergbau wurde durch die
bergbaubedingte Absenkung des Grundwassers das
hydraulische Regime stark verändert. Mögliche
Maßnahmen bei der Sanierung der Altbergbaugebiete
sind die Herstellung eines sich selbst regulierenden
Wasserhaushalts und die Behandlung belasteter
Grubenwässer. Für den Bergbau sind länderübergrei-

5
fende Strategien zu entwickeln, die in aktuellen
Abbaugebieten und in Bergbaufolgelandschaften die
Auswirkungen auf den Wasserhaushalt minimieren.
Eingeleitete Maßnahmen zur Reduzierung der Belas-
tungen aus Bergbaufolgen hinsichtlich der Wasser-
menge und Beschaffenheit sind fortzuführen.
Ableitung von Maßnahmen zur Erreichung des
guten Zustandes der Gewässer in Sachsen
Mit der Entwicklung der neuen biologischen Bewer-
tungsverfahren wurden Möglichkeiten geschaffen,
die Auswirkungen der verschiedenen Belastungsarten
auf die Lebensgemeinschaften der Gewässer nach-
zuweisen und messbar zu machen. Bezogen auf die
Zusammenhänge zwischen Belastungen (Bestands-
aufnahme) und den daraus resultierenden Defizi-
ten der Gewässerökosysteme (Überwachungspro-
gramme) werden entsprechend wirksame Maßnah-
men abgeleitet. Diese sollen die Auswirkungen der
Belastungen minimieren, damit jedes Gewässer den
guten Zustand als Bewirtschaftungsziel der WRRL
zum Jahr 2015, vorbehaltlich etwaiger Fristverlänge-
rungen, erreicht. Für die Maßnahmenableitung (Abb. 2)
wurden basierend auf den bekannten Wirkungszu-
sammenhängen standardisierte Regeln aufgestellt
und die Kausalität zwischen Belastung und Defizit für
jedes Gewässer, das nicht den guten ökologischen,
chemischen oder mengenmäßigen Zustand erreicht,
überprüft.
Abb. 3 zeigt die Ableitung von Maßnahmen für Grund-
und Oberflächenwasserkörpern deren Belastungen
zur Umweltzielverfehlungen führt.
Stand der Arbeiten zur Maßnahmenplanung
Für den Entwurf der Bewirtschaftungspläne der FGE
Elbe und Oder hat der Freistaat Sachsen für seine
Anteile an den Einzugsgebieten Daten am 30. 4. 2008
in die Bund- Länder- Informations- und Kommunikati-
onsplattform „WasserBLIcK“ eingestellt
(www.
wasserblick.net). Dabei handelt es sich um die Aktu-
alisierung der Bestandsaufnahme, die Aktualisierung
Aktualisierung
Bestandsaufnahme
Ergebnisse der Überwachung
Defizit- & Belastungsanalyse
Ursachenanalyse
Umweltziele
(inkl.
Ausnahmen
)
Maßnahmen
Biologie
Phytoplankton, Makrophyten / Phyto-
benthos, Makroinvertebraten, Fische
Oberflächenwasserchemie
Hydromorphologie, allgemein
physikalisch-chemische Parameter
Grundwasserchemie
Grundwassermenge
Bestehende verbindliche Planungen
z. B. kommunale Abwasserbeseitigungs-
konzepte, FFH-Managementplanung,
Regionalplanung, Hochwasserschutzplanung,
Bergbausanierung
Abb. 2: Schematische Darstellung der Maßnahmenableitung

6
Belastungen
Ursachen
potentielle Maßnahmen
Förderung und Ausbau dezentraler
Abwasserentsorgungslösungen über
Kleinkläranlagen
Erhöhung der Anschlussgrade an die
öffentliche Abwasserentsorgung
Nachrüstung und Erweiterung beste-
hender Kläranlagen
Sanierung von Altlasten
Flächendeckende Umsetzung der
„Guten fachlichen Praxis“ in der Land-
wirtschaft
Erreichung einer hohen Umsetzung
von ELER-geförderten Agrarumwelt-
maßnahmen
Weitere Maßnahmen wie z. B.:
Wissens- und Erfahrungstransfer,
zur Stoffeintragsminimierung
Standortgerechte Anpassung von
Gewässerrandstreifen
·
·
Dezentrale Maßnahmen zur Abfluss-
vermeidung und -verminderung
Qualifizierung der Misch- und Nieder-
schlagswasserentlastung
Sanierung von Altlasten
Festlegung und Überwachung der Ein-
haltung von ökologischen Mindestab-
flüssen
Verringerung nutzungsbedingter Was-
serentnahmen (soweit möglich und
erforderlich)
Herstellung der Durchgängigkeit oder
Rückbau von Querbauwerken
Wiederherstellung eines weitestge-
hend natürlichen Abflussregimes
Sanierung und Aufwertung der mor-
phologischen Strukturen von Gewäs-
sersohle, Ufer und Umland
Ökologisch angepasste Gewässerun-
terhaltung
Komplexes Management zur
Wiederherstellung eines selbstregu-
lierenden Wasserhaushaltes
entsprechend den bergbaulichen
Sanierungsrahmenplänen
kommunale Abwassereinleitungen
industrielle Direkteinleiter
Altlasten
Landwirtschaftliche Nutzflächen
Siedlungsflächen
Altlasten
Trinkwassergewinnung
Wasserkrafterzeugung
Brauchwasserentnahmen
Grundwasserentnahmen für den
aktiven Braunkohlentagebau
Querbauwerke
Stauhaltung
Gewässerausbau
Grundwasserabsenkungen
Schadstoffeinträge
Punktquellen
Diffuse Quellen
Wasserentnahmen
Morphologische Veränderungen,
Abflussregulierungen
Braunkohlenbergbau
Abb. 3: Übersicht über Belastungen, Ursachen und potentielle Maßnahmen

image
7
der Überwachungsprogramme, die Bewertung von
Wasserkörpern sowie die Maßnahmenplanung auf
Ebene der Planungseinheiten bzw. Koordinierungs-
räume. Eine letztmalige Aktualisierung erfolgte im
September 2008.
Zurzeit werden die Maßnahmen den jeweiligen
Belastungsquellen zugeordnet, die die Defizite in den
Wasserkörpern verursachen. Bei mehreren verschie-
denen Belastungsquellen werden aus den zugeord-
neten Einzelmaßnahmen mögliche Maßnahmenkom-
binationen gebildet. So kann beispielsweise die
Bepflanzung eines Gewässerrandstreifens mit stand-
orttypischen Ufergehölzen gleichzeitig zur Reduzie-
rung von Nährstoffeinträgen (Bodenerosion von
Ackerflächen) oder zur Verbesserung der Längsstruk-
tur des Gewässers dienen.
Oberflächenwasser
Die sächsischen Oberflächenwasserkörper (OWK)
sind in erster Linie durch diffuse Nähr- und Schadstof-
feinträge sowie durch hydromorphologische Verän-
derungen und Abflussregulierungen belastet. Abbil-
dung 4 zeigt, dass in allen Teilbearbeitungsgebieten
diese Belastungen deutlich mehr zu Defiziten bei den
Wasserkörpern beitragen als die Punktquellen oder
die Wasserentnahmen. Siehe dazu auch Tabelle 1 mit
den absoluten Zahlen.
Für 497 Oberflächenwasserkörper sind Maßnahmen
zur Verbesserung der Gewässerstruktur erforderlich,
um die Umweltziele zu erreichen. Speziell die hydro-
morphologischen Maßnahmen brauchen jedoch einen
relativ langen Zeitraum bis zur Entfaltung ihrer Wirk-
samkeit. Aufgrund der notwendigen Gesamtkosten
für den Bedarf an strukturellen Maßnahmen müssen
zeitliche Abstufungen bei der Durchführung der
Maßnahmen eingeplant werden.
Abb. 4: Verteilung der Belastungsarten von OWK in den sächsischen Teilbearbeitungsgebieten

8
Diffuse Quellen belasten 519 OWK in unterschied-
licher Ausprägung und tragen damit zur Gefährdung
der Umweltzielerreichung bei. Maßnahmen zur Ver-
ringerung der Stoffeinträge betreffen sowohl die
Landwirtschaft und versiegelte Flächen als auch
Abwassereinleitungen aus Gemeinden mit geringem
Anschlussgrad an die öffentliche Abwasserentsor-
gung und Misch- und Niederschlagswassereinlei-
tungen. Bei unbekannter Herkunft von Überschrei-
tungen bestimmter Nähr- oder Schadstoffkonzentra-
tionen in den OWK muss zuerst die Quelle identifiziert
werden, bevor eine Maßnahme zur Verringerung der
jeweiligen Einträge abgeleitet werden kann.
Grundwasser
Die sächsischen Grundwasserkörper sind in erster
Linie durch diffuse Nähr- und Schadstoffeinträge
belastet. Teilweise treten Belastungen durch punktu-
elle Schadstoffeinträge und Wasserentnahmen auf.
Bei einigen Belastungen, die im Rahmen der Über-
wachungsprogramme festgestellt wurden, wie z. B.
erhöhte Schwermetallgehalte (insbesondere Cadmi-
um- und Arsenbelastungen nicht geogenen Ursprungs)
oder sinkende Grundwasserstände sind die Ursachen
noch nicht aufgeklärt und müssen weiter untersucht
werden.
Abbildung 5 zeigt, dass in allen Teilbearbeitungsge-
bieten diese Belastungen, deren Ursachen unbekannt
sind, deutlich mehr zu Defiziten bei den Wasserkör-
pern beitragen als die Punktquellen oder die Was-
serentnahmen. Siehe dazu auch Tabelle 2 mit den
absoluten Zahlen.
Die hohe Nitratbelastung des Grundwassers vor allem
im Abstrom von relevanten landwirtschaftlichen
Nutzflächen erfordern bei 30 GWK standortspezi-
fische, schutzgut- und nutzungsbezogene Maßnah-
men zur Minderung der Nitratbelastung. Hauptquellen
für Verunreinigungen des Grundwassers durch
Ammonium sind mineralische Düngemittel (v. a.
Ammoniumnitrat, -sulfat und -chlorid) und Wirtschafts-
dünger (organischer Dünger wie Gülle, Jauche und
Stallmist) aus der Landwirtschaft, häusliche und
landwirtschaftliche Abwässer, Kläranlagenabläufe
sowie Sickerwässer aus Mülldeponien.
Weitere Probleme hinsichtlich der diffusen Belastun-
gen sind der Anstieg der Nitratkonzentration im
Einzugsgebiet von Trinkwasserfassungen und die
Belastung von Grundwasserkörpern durch hohe
Sulfatkonzentrationen. Die hohen Sulfatkonzentrati-
onen sind in acht GWK vordergründig durch die bio-
chemisch katalysierte Sulfidoxidation in Kippenberei-
Teilbearbeitungsgebiet
Art der Belastung
Stoffliche Einträge
Hydromorphologie
Punktquellen
diffuse Quellen
Wasser-
entnahmen
morphologische
Veränderungen
Elbestrom 1
19
55
2
57
Elbestrom 2
9
55
1
46
Schwarze Elster
15
63
10
66
Obere Spree
15
51
1
48
Freiberger Mulde
16
69
4
64
Zwickauer Mulde
23
71
1
67
Vereinigte Mulde
7
37
2
33
Sächs. Weiße Elster / Eger
9
35
0
28
Sächs. Weiße Elster / Pleiße
17
57
3
62
Lausitzer Neiße
7
26
3
26
Gesamt
131
519
43
497
Tabelle 1: Anzahl der Belastungen von OWK in den sächsischen Teilbearbeitungsgebieten (mehrere Belastungsquellen
können sich auf einen OWK auswirken)

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9
Abb. 5: Verteilung der Belastungsarten von GWK in den sächsischen Teilbearbeitungsgebieten
Teilbearbeitungsgebiet
Art der Belastung
Punktquellen
diffuse Quellen
Wasserentnahmen
Elbestrom 1
2
4
0
Elbestrom 2
0
4
0
Schwarze Elster
0
7
0
Obere Spree
0
3
2
Freiberger Mulde
0
1
0
Zwickauer Mulde
1
1
0
Vereinigte Mulde
0
4
0
Sächs. Weiße Elster / Eger
0
0
0
Sächs. Weiße Elster / Pleiße
2
4
0
Lausitzer Neiße
0
2
2
Gesamt
5
30
4
Tabelle 2: Übersicht der Anzahl verschiedener Belastungsquellen in den Teilbearbeitungsgebieten

10
chen von Braunkohlentagebauen bedingt. Bei
Grundwasserkörpern mit hoher Besiedlungsdichte
sind die Sulfatkonzentrationen durch großflächig
verteilte Bauschutt- und Trümmerschuttablagerungen
des 2. Weltkrieges und durch aktuelle Bauschuttde-
ponien begründet.
Direkte Schadstoffeinträge in das Grundwasser
(Punktquellen) resultieren meist aus Altlasten, bei
denen entweder ein Grundwasserschaden eingetre-
ten oder zu befürchten ist. Diese Belastungsart
wurde an fünf Grundwasserkörpern in drei Teilbear-
beitungsgebieten identifiziert, wobei zwei Grundwas-
serkörper durch altbergbaubedingte punktuelle
Schadstoffeinträge belastet sind (SAL GW 059, EL
1-6-1). Hier werden zum Teil bereits altbergbauliche
und sonstige Altlastensanierungsmaßnahmen durch-
geführt. Durch punktuelle Schadstoffeinträge aus
Altstandorten sind drei Grundwasserkörper (EL 1-1+2,
ZM 1-1, SAL GW 052) durch anthropogene organische
Schadstoffe, vorwiegend leichtflüchtige halogenierte
Kohlenwasserstoffe (LHKW) sowie monoaromatische
Kohlenwasserstoffe (BTEX) aus altlastbedingten
Schadstoffeinträgen belastet.
Belastungen durch Wasserentnahmen sind aus-
schließlich anthropogenen Ursprungs und werden
durch bergbaubedingte Grundwasserabsenkungen
verursacht (SP 2-1, SP 3-1, NE 1-1, NE 2 und NE-MFB).
Obwohl die Teilbearbeitungsgebiete Vereinigte Mulde
und Sächs. Weiße Elster / Pleiße durch Braunkohlen-
bergbau beeinflusste Grundwasserkörper beinhalten
stellt sich die Situation bezüglich der Wasserentnah-
men und der damit verbundenen zukünftigen Entwick-
lung der Wassermengendefizite anders dar. In diesem
Gebieten sind fast durchgängig steigende Grundwas-
serstände zu verzeichnen. Entnahmen von Grundwas-
ser zur Trinkwassergewinnung sind demgegenüber
nur von lokaler Bedeutung und wirken sich nicht
signifikant auf die Erreichung des guten mengenmä-
ßigen Zustandes bezogen auf das Teilbearbeitungsge-
biet oder den Grundwasserkörper aus.
Neben dieser defizit- und belastungsorientierten
Maßnahmenableitung werden die bereits geplanten
Maßnahmen aus anderen Programmen wie z. B. den
Abwasserbeseitigungskonzepten, den Sanierungs-
rahmenplänen oder der FFH-Managementplanung
berücksichtigt. Aus diesem Maßnahmenpool erfolgt
eine Priorisierung von Maßnahmen für den Zeitraum
des ersten Bewirtschaftungsplanes. Die Priorisierung
berücksichtigt die Planungsverbindlichkeit (gilt für
Maßnahmen aus anderen Programmen), die Maßnah-
menwirksamkeit, die Kosteneffizienz und die Gesamt-
kosten.
Die Maßnahmenplanung wird bis zur Veröffentlichung
des Entwurfes des ersten Bewirtschaftungsplanes
abgeschlossen werden. Anpassungen erfolgen noch
im Rahmen des anschließenden sechsmonatigen
Anhörungsprozesses.

11
Beiträge der Landwirtschaft zur
Umsetzung der WRRL
Europäischer Landwirtschaftsfonds für die
Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)
Der diffuse Nährstoffeintrag in die Gewässer ist für
die Defizite vieler Wasserkörper verantwortlich.
Besonders unter dem Aspekt des Schutzes der
Küstengewässer sowie der Nord- und Ostsee ist die
Reduktion von Nährstoffen notwendig. Die Landwirt-
schaft wird daher einen wesentlichen Beitrag bei der
Erreichung des guten Zustandes als Ziel der WRRL
leisten müssen.
Rechtsgrundlage bildet die Verordnung (EG) Nr.
1698/2005 über die Förderung der Entwicklung des
ländlichen Raums durch den Europäischen Ausrich-
tungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (so
genannte EAGFL-Verordnung). Ziel der Förderung ist
es u. a., den Anpassungsprozess der Agrarwirtschaft
nachhaltig zu unterstützen und der Land- und Forst-
wirtschaft über die klassische Produktion hinaus neue
Aufgaben für die Gesellschaft zuzuweisen (Flankie-
rung der GAP-Reform).
Zur Umsetzung der ELER-Verordnung in Sachsen
wurde ein Entwicklungsprogramm für den ländlichen
Raum 2007 – 2013 (EPLR) aufgestellt. Dieses Pro-
gramm stützt sich auf vier Schwerpunkte: Wettbe-
werbsfähigkeit, Umwelt und Landschaft, Lebensqua-
lität im ländlichen Raum und LEADER (Initiative für
Verbindungen zwischen Aktionen zur ländlichen
Entwicklung). Insbesondere der Schwerpunkt Umwelt
und Landschaft stellt das Bindeglied zwischen ELER
und Umwelt- und Naturschutz mit seinen Richtlinien
wie der WRRL oder auch Natura 2000 dar.
Besondere Bedeutung kommt den freiwilligen Agra-
rumweltmaßnahmen zu, die über die gute fachliche
Praxis hinausgehen und bereits von den Landwirten
angewendet werden. Die stoffeintragsminimierende
Bewirtschaftung, wie der Anbau von Zwischenfrucht
und Untersaaten oder die dauerhaft konservierende
Bodenbearbeitung / Direktsaat, führt zu einer deut-
lichen Reduzierung der Stoffeinträge.
In Sachsen sollen diese Maßnahmen vorrangig auf
kooperativem Weg umgesetzt werden. Die flächen-
bezogene Förderung soll Risiken und Mehraufwen-
dungen, die insbesondere bei noch nicht ausrei-
chendem Kenntnis- und Erfahrungsstand auftreten,
finanziell absichern bzw. ausgleichen.
Für die ELER-Förderperiode 2007 – 2013 haben die
Landesanstalt für Landwirtschaft und das Landesamt
für Umwelt und Geologie in den Jahren von
2005 – 2007 gemeinsam Methoden entwickelt, mit
denen Flächen bzw. Feldblöcke (FB) ermittelt werden,
denen Maßnahmen im Sinne der WRRL bzw. dem
Hochwasserschutz zugeordnet werden können. Unter
dem Aspekt stoffeintragsminimierende Bewirtschaf-
tung wurden drei Kulissen (Nitrat, Phosphat, Hoch-
wasser) erstellt. Diese Kulissen bilden die Grundlage
für die Zuordnung der Maßnahmen.
Das Ergebnis ist die „ELER-Gebietskulisse WRRL /
Hochwasserschutz“. Ihr kann man zum einen entneh-
men, welche Gefahren von dem jeweiligen Feldblock
für die Gewässer ausgehen und zum anderen, welche
Maßnahmen zur Reduktion von Stoffeinträgen geför-
dert werden. Inhalt, Entstehung und Ergebnisse zeigen
die nächsten Abschnitte und die Anlagen 1 und 2.
Arbeitsschritte zur Ermittlung der feldblockbe-
zogenen ELER-Maßnahmen
(Stand: 05 / 2008)
Feldblöcke in nitratbelasteten Gebieten (N)
Grundlage:
36 N-belastete Grundwasserkörper (GWK), Nitrat
im Mittel > 25 mg / l
29 N-belastete Oberflächenwasserkörper (OWK),
Nitrat > 50 mg / l
Arbeitsschritte:
Überlagerung der ausgewählten GWK mit den
ausgewählten OWK
Kulisse für N-Einträge = 7,210 km²
Ermittlung der Feldblöcke (FB), deren geome-
trischer Mittelpunkt innerhalb der Nitrat-Kulisse
liegt
Ergebnis:
16 123 von 39 007 Feldblöcken wurden selek-
tiert
= 3 767 km², entspricht 20,0 % der Landesfläche
·
·
·
·
·
·
·

12
Feldblöcke, von denen eine erhöhte Phosphatbelas-
tung ausgeht (P)
Grundlage:
Erosionsgefährdung von FB anhand des Digi
-
talen-Gelände-Modells (ATKIS DGM) und Boden-
übersichtskartierung im Maßstab 1: 200.000
(BÜK 200)
hydrologisches Anbindungsraster aus Modell
STOFFBILANZ
Arbeitsschritte:
Ermittlung der potentiellen Erosionsgefährdung
durch Verknüpfung von Bodenart (Heranziehung
des K-Faktors als Kenngröße für die Erosionsan-
fälligkeit einer Bodenart) und Hangneigung
(S-Faktor) im 20 m-Raster
Berechnung der Flächenanteile der Erosionsge
-
fährdungsstufen im FB
Berechnung der flächengewichteten Erosions
-
gefährdung des FB
Überprüfung, ob ermittelte FB hydrologisch
angebunden sind oder nicht
Ergebnis:
12 056 von 39 007 Feldblöcken wurden selektiert
= 2 830 km², entspricht 15,3 % der Landesfläche
·
·
·
·
·
·
·
·
Feldblöcke in Hochwassergebieten (HW)
Grundlage:
Überschwemmungsgebiete (ÜSG) HQ 100 nach
Gefahrenhinweiskarte
Hochwasserentstehungsgebiete § 100 b Sächs-
WG (Stand: 11 / 2006)
Arbeitsschritte:
Überlagerung der ÜSG HQ 100 mit den Hoch-
wasserentstehungsgebieten
= Kulisse für Hochwasser = 2 337 km²
Ermittlung der FB, die mit mehr als 50 % Flächen-
anteil innerhalb der Hochwasser-Kulisse liegen
Ergebnis:
3 021 von 39 007 Feldblöcken wurden selektiert
= 338 km², entspricht 1,8 % der Landesfläche
Tabelle 3 zeigt das Ergebnis, welches sich aufgrund
der Bearbeitung nach o. g. Verfahren ergibt. Die
visuelle Darstellung der Belastung der Feldblöcke im
Freistaat Sachsen ist in der Anlage 1 (ELER-Gebiets-
kulisse „WRRL / Hochwasserschutz“ -Feldblockbelas-
tung-) zu sehen.
·
·
·
·
·
·
·
Feldblöcke
Anzahl FB
Fläche FB in km
2
Anteil an Sachsen
in %
Gesamt
39 007
7 375
39,9
N + P + HW
25 394
5 453
29,5
N
16 123
3 767
20,0
P
12 056
2 830
15,3
HW
3 021
338
1,8
Förderung Zwischenfrucht, Untersaaten
(ausschließlich Nitrat)
11 209
2 397
13,0
Förderung dauerhaft konservierende
Bodenbearbeitung / Direktsaat in
Verbindung mit Zwischenfrucht und
Untersaaten (sonstige)
14 185
3 056
16,5
ohne Maßnahmen
13 613
1 922
10,4
Tabelle 3: Ergebnis der Feldblockberechnung, Stand: 05/2008

13
Der Anbau von Zwischenfrucht und Untersaaten wird
nur in den Feldblöcken gefördert, die ausschließlich
der Kulisse „Nitrat“ zugeordnet wurden. Maßgeblich
hierfür sind die Grundwasserkörper, die im Mittel
mehr als 25 mg / l Nitrat aufweisen oder die Oberflä-
chenwasserkörper, die die Umweltqualitätsnorm von
50 mg / l Nitrat überschreiten. Die Förderung der
Maßnahme dauerhaft konservierender Bodenbear-
beitung / Direktsaat in Verbindung mit Zwischen-
fruchtanbau und Untersaaten wird für die Feldblöcke
angeboten, die aufgrund des Reliefs und der Boden-
art stark erosionsgefährdet sind bzw. Hochwassersi-
tuationen aufgrund mangelndem Wasserrückhalte-
vermögens begünstigen. Siehe dazu auch Anlage 2
(ELER-Gebietskulisse „WRRL / Hochwasserschutz“
-Maßnahmen-).
Diese Maßnahmen werden Bestandteil der Maßnah-
menprogramme für die WRRL sein und nach Artikel
11 (4) WRRL als „ergänzende Maßnahmen“ bezeich-
net. Mit einer hohen Beteiligung könnte die Landwirt-
schaft einen signifikanten Beitrag zur Stoffreduktion
leisten. Daher sollen möglichst viele Landwirte für die
freiwilligen Agrarumweltmaßnahmen mit stoffein-
tragsminimierender Bewirtschaftung gewonnen
werden.
Die Umweltpolitik in der Fläche kann nur mit Unter-
stützung der Landwirte erfolgreich umgesetzt werden.
Die nachhaltige Landwirtschaft, die schonend mit den
Umweltressourcen umgeht, genießt in der Bevölke-
rung eine hohe Wertschätzung.

14
Gewässerstrukturkartierung in Sachsen
Neben der allgemeinen wasserwirtschaftlichen Lan-
deskunde machen insbesondere die Anforderungen
der WRRL eine Kartierung der Struktur von Fließge-
wässern erforderlich. Sowohl die Bestandsaufnahme
(Anhang II, WRRL) als auch die Bewertung von Ober-
flächenwasserkörpern (Anhang V, WRRL) und die
Ableitung von Maßnahmen zum Erreichen des guten
ökologischen Zustandes (Artikel 11, WRRL) greifen
auf die Ergebnisse der Strukturkartierung zurück.
Daher wird in Sachsen an allen WRRL-relevanten
Fließgewässern eine Erhebung der Gewässerstruktur
nach den Vor-Ort-Verfahren durchgeführt.
Die Vor-Ort-Verfahren
Zur Bewertung des morphologischen Zustands der
Fließgewässer wurden in Deutschland zwei Kartier-
und Bewertungsmethoden entwickelt. Bei Fließge-
wässern mit einem Einzugsgebiet kleiner als 1 000 km²
wird die Vor-Ort-Kartierung für kleine und mittelgroße
Fließgewässer angewendet. Hier werden in 100-
Meter-Abschnitten entlang des Fließgewässers
jeweils 68 Strukturparameter aufgenommen. Ist das
Einzugsgebiet eines Fließgewässers größer als 1 000
km², wird nach dem Vor-Ort-Verfahren für mittelgroße
bis große Fließgewässer kartiert. Dabei werden 40
Strukturparameter in Abschnitten von 300 Meter
Länge aufgenommen.
Für die Bewertung der strukturellen Qualität des
Fließgewässers werden in beiden Methoden zunächst
die Einzelparameter nach vorgegebenem Schema in
sechs Hauptparameter (Laufentwicklung, Längsprofil,
Sohlenstruktur, Querprofil, Uferstruktur und Gewäs-
serumfeld) aggregiert. Diese ermöglichen dann eine
Bewertung der Struktur von Gewässersohle, Gewäs-
serufer und des angrenzenden Landes. Die Gesamt-
bewertung der Struktur eines Abschnittes ergibt sich
aus der Mittelung dieser drei übergeordneten Para-
meter. Bewertet wird durch die Bildung von sieben
Strukturklassen (SKL). Das sind: SKL 1 – unverändert,
SKL 2 – gering verändert, SKL 3 – mäßig verändert,
SKL 4 – deutlich verändert, SKL 5 – stark verändert,
SKL 6 – sehr stark verändert und SKL 7 – vollständig
verändert.
Zusammenhang zwischen Morphologie und
Biologie
Die biologische Qualität eines Fließgewässers wird
über den Vergleich der aktuellen Biozönose zur Bio-
zönose eines naturnahen Referenzgewässers des
gleichen Fließgewässertyps bestimmt. Eine typge-
rechte biologische Lebensgemeinschaft kann sich nur
dann ausbilden, wenn eine dem Gewässertyp ent-
sprechende naturnahe, morphologische Vielfalt vor-
handen ist. Die morphologische Vielfalt, die durch
unterschiedliche Kombinationen der abiotischen
Faktoren zur Herausbildung vielfältiger Habitatbedin-
gungen führt, hat eine Besiedlung durch speziell
angepasste Arten zur Folge. So bevorzugen beispiels-
weise bestimme Arten sauerstoffreiche Habitate, die
vor allem bei einem größeren Gefälle, groben, steini-
gen Substrat und rasch fließendem Wasser auftreten.
Andere Arten besiedeln hingegen Habitate mit gerin-
gen Fließgeschwindigkeiten und sandgeprägtem
Substrat, die sich bei einem geringen Gefälle ausbil-
den. Daher treten in der Regel Defizite bei den biolo-
gischen Qualitätskomponenten auf, wenn die Mor-
phologie eines Fließgewässers schlecht ist.
Vergleichende Untersuchungen zwischen der Gewäs-
serstruktur und der biologischen Ausstattung haben
ergeben, dass die Gewässerabschnitte der Struktur-
klassen 5, 6 und 7 den von der WRRL geforderten
guten ökologischen Zustand nicht erreichen. Dies gilt
auch für einen Anteil von ca. 50 % der Abschnitte aus
der Strukturklasse 4. Erst die Strukturklasse 3 bietet
eine relativ hohe Gewähr dafür, dass die Grundlage
für einen aus biologischer Sicht guten Zustand gege-
ben ist.
Defizite und Maßnahmen
Parameter wie Durchgängigkeit, Tiefen- und Breiten-
variation, Struktur und Substrat des Flussbetts sowie
die Ausprägung der Uferbereiche fließen unterstüt-
zend in die Bewertung des ökologischen Zustandes
von Fließgewässer-Wasserkörpern als Bestandteil der
hydromorphologischen Qualitätskomponente ein.

image
image
15
Wenn die benthische wirbellose Fauna (Makrozoo-
benthos), Makrophyten und Phytobenthos, Phyto-
plankton oder die Fische den guten Zustand verfehlen,
kann dies einerseits am Stoffeintrag, oftmals aber
auch an der schlechten Gewässerstruktur liegen.
Deswegen können morphologische Maßnahmen zur
Verbesserung des ökologischen Zustandes der Fließ-
gewässer beitragen.
Bei einem Sohl- und Uferverbau wird zum Beispiel
die natürliche Breiten- und Tiefenvarianz eines Gewäs-
sers deutlich eingeschränkt. Dies hat zur Folge, dass
sich nur noch eine geringe Strömungs- und Sohlsubs-
tratvarianz einstellen kann (vgl. Abb. 6 und 7). Gleich-
förmige Lebensbedingungen führen im Gewässer zu
einer Besiedlung mit nur noch wenigen, anspruchs-
losen Arten, deren Lebensweise speziell an diese
Bedingungen angepasst ist. Aus biologischer Sicht
führt dies zu einer schlechteren Bewertung. Der
Rückbau der Sohl- und Uferbefestigung als Maßnah-
me würde hier zu einer Verbesserung der Morpholo-
gie und nach einer gewissen Zeit auch zur Verbesse-
rung der biologischen Verhältnisse beitragen.
Durchführung der Strukturkartierung in Sachsen
Im Freistaat Sachsen sind ca. 7 000 Fließgewässerki-
lometer (WRRL-relevante Fließgewässer) zu kartieren.
Mit den Planungen dazu wurde Anfang des Jahres
2005 begonnen. Es wurden sieben Werkverträge mit
einer Kartierleistung von jeweils ca. 1 000 Fließge-
wässerkilometern ausgeschrieben und vergeben. Die
Kartierarbeiten begannen im November 2005.
Gegenwärtig liegen Ergebnisse für ca. 5 000 Kilometer
vor. Dies betrifft die Flusseinzugsgebiete von Lausitzer
Neiße, Spree, Schwarze Elster, Elbe, Freiberger und
Vereinigte Mulde. Die Kartierung der noch ausstehen-
den 2 000 Kilometer für die Einzugsgebiete der
Zwickauer Mulde und der Weißen Elster wird voraus-
sichtlich Ende 2008 abgeschlossen sein (Abb. 8).
Zusätzlich zur Strukturkartierung wurden alle Durch-
lässe in ihrer Lage mit Hoch- und Rechtswert über
GPS-Einmessung erfasst und mit einem Foto doku-
mentiert. Ausgewählte Neophyten und sichtbare
Einleiter wurden ebenfalls kartiert.
Abb. 6: Strukturarmut durch Uferverbau im Oberlauf der Mandau;
SKL 6 – sehr stark verändert (Dr. Frank Herbst, LfULG)
Abb. 7: Strukturreichtum durch naturnahe Bedingungen am
Oelsabach; SKL 2 – gering verändert (Dr. Frank Herbst, LfULG)

image
16
Grundlage der Kartierung waren das Wasserrahmen-
richtlinien-Gewässer-Netz (WGN) im Maßstab
1:10 000, die Kartieranleitung des Vor-Ort-Verfahrens
für kleine und mittelgroße Fließgewässer (LAWA,
2001) und das Vor-Ort-Verfahren für mittelgroße bis
große Fließgewässer (LUA NRW, 2001).
Ausgewählte Ergebnisse im Einzugsgebiet der
sächsischen Elbe
Im sächsischen Elbeeinzugsgebiet wurden bisher
1 459 Laufkilometer kartiert. Die 7-stufige Bewertung
der Struktur für alle vorliegenden 100-Meter-
Abschnitte ergab, dass nur 18 % eine gute oder sehr
gute Qualität aufweisen. Die meisten 100-Meter-
Abschnitte sind in der Strukturklasse 4 zu finden
(29,5 %). Die Strukturklassen 5, 6 und 7 nehmen
einen Anteil von 53,5 % ein (Abb. 9).
Etwa 33 % der kartierten Fließgewässerstrecke im
Einzugsgebiet der Elbe haben eine ausreichend gute
Struktur, um den guten ökologischen Zustand zu
erreichen. Bei einem Anteil von ca. 67 % der Fließge-
wässerstrecke wurden die natürlichen morpholo-
gischen Fließgewässerstrukturen so stark verändert,
dass sie im Sinne der WRRL morphologische Defizi-
te aufweisen.
Aufgrund der Überwachungsergebnisse erreichen nur
acht von den 127 Fließgewässer-Wasserkörpern im
sächsischen Einzugsgebiet der Elbe den guten ökolo-
gischen Zustand. Bei 94 Fließgewässer-Wasserkörpern
treten große morphologische Defizite auf, die zum Teil
Ursache der Zielverfehlung sind. Für diese Wasser-
körper sind strukturelle Maßnahmen abzuleiten.
Abb. 8: Übersicht zur Durchführung der Strukturkartierung in Sachsen

image
17
Dabei werden menschliche Nutzungen (z. B. Schiff-
fahrt, Trinkwasserversorgung, Stromerzeugung,
Bewässerung, Hochwasserschutzmaßnahmen) sowie
die technische Durchführbarkeit und auch die Grund-
sätze der kostenseitigen Verhältnismäßigkeit nach
Artikel 4 (3) berücksichtigt.
Öffentliche Anhörung
Ein großes Anliegen der WRRL ist die Einbeziehung
der Öffentlichkeit. Damit wird versucht, die Allgemein-
heit für das Thema Gewässerschutz zu sensibilisieren.
Außerdem erhofft man sich durch die transparente
Vorgehensweise und durch die Einbindung der Bevöl-
kerung in den Planungsprozess die Akzeptanz für
notwendige Maßnahmen zu verbessern.
Artikel 14 der WRRL sieht konkret die Information, die
aktive Beteiligung und die Anhörung der Öffentlichkeit
bei der Aufstellung, Überprüfung und Aktualisierung
der Bewirtschaftungspläne für die Einzugsgebiete vor.
Die WRRL ermöglicht somit jedem einzelnen Bürger
und gesellschaftlichen Interessengruppen, sich aktiv
in diesen Prozess einzubringen.
Abb. 9: Ergebnisse der Strukturkartierung im Einzugsgebiet der Elbe

18
Sachsen hat bereits frühzeitig begonnen, die Öffent-
lichkeit regelmäßig über die Umsetzung der WRRL
zu informieren (Publikationen, Vorträge, Internet,
sächsische Gewässertage). Im Jahr 2005 wurden drei
Gewässerforen installiert, die dem interessierten
Bürger die Gelegenheit bieten, aktiv an der Umset-
zung der WRRL teilzunehmen. Die Resonanz diesbe-
züglich zeigt, dass beide Maßnahmen zumindest in
Teilen der interessierten Bevölkerung gern wahrge-
nommen wurden.
Das dritte Instrument bei der Einbeziehung der
Öffentlichkeit in die Umsetzung der WRRL ist die
„Öffentliche Anhörung“. Jedem Bürger soll die
Möglichkeit eingeräumt werden, sich zu den von den
Behörden vorgeschlagenen Konzeptionen zu äußern
oder andere wichtige Themen bezüglich der WRRL
anzusprechen. Für den ersten Bewirtschaftungsplan
sind drei öffentliche Anhörungen vorgesehen. Zu
jeder Anhörung können innerhalb einer sechsmona-
tigen Frist Stellungnahmen bei den Flussgebietsge-
meinschaften oder bei den Ländern eingereicht
werden. Relevante Einwände, Kritiken oder Anre-
gungen werden anschließend in die weiteren Arbeiten
zur Umsetzung der WRRL integriert.
Zeitplan und Arbeitsprogramm
Am 22.12. 2006 wurden der Zeitplan und das
Arbeitsprogramm bis zum 22. 3. 2010 vorgestellt, in
denen die notwendigen Schritte bis zur Aufstellung
des Bewirtschaftungsplanes veranschaulicht wurden.
Die entsprechenden Materialien wurden in den
unteren Wasserbehörden des Freistaates Sachsen
sowie im LfUG ausgelegt als auch im Internetportal
www.umwelt.sachsen.de
publiziert. Eine Ankündi-
gung diesbezüglich erfolgte per Pressemitteilung des
sächsischen Staatsministers sowie im sächsischen
Amtsblatt.
Zu dem Anhörungsdokument „Gemeinsamer Zeitplan
und Arbeitsprogramm für die Aufstellung des inter-
nationalen Bewirtschaftungsplans für die Flussgebie-
tseinheit Elbe“ ist in der Anhörungsfrist von sechs
Monaten keine Stellungnahme eingereicht worden.
Für den nationalen Bereich der Flussgebietsgemein-
schaft Elbe sind insgesamt 45 Stellungnahmen ein-
gegangen, fünf davon bei den zuständigen Behörden
des Freistaates Sachsens. Die geringe Rückmeldung
der Öffentlichkeit für den ersten Teil der Anhörung
liegt vermutlich darin, dass sich der Inhalt streng an
der WRRL orientiert und daher keinen Handlungs-
spielraum zulässt. Auf den Zeitplan und das
Arbeitsprogramm zur Aufstellung der Bewirtschaf-
tungspläne hatten die eingegangen Stellungnahmen
keinen Einfluss.
Wichtige Wasserbewirtschaftungsfragen
Gemäß Artikel 14 der WRRL begann Ende 2007 die
zweite Phase der öffentlichen Anhörung. Dabei
wurden die wichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen
veröffentlicht, die aus der Defizitanalyse der Bestands-
aufnahme 2004 hervorgehen und damit die Grundla-
ge bzw. die fachlichen Schwerpunkte bei der Aufstel-
lung der Bewirtschaftungspläne im Freistaat Sachsen
bilden.
Sowohl für den Bereich der Flussgebietseinheit Elbe
als auch für den Bereich der Flussgebietseinheit Oder
wurden folgende überregionale fachliche Schwer-
punkte festgelegt (siehe dazu auch erstes Kapitel):
1. Morphologische Veränderungen der Oberflächen-
gewässer
2. Signifikante stoffliche Belastungen
3. Wasserentnahme und Überleitung von Wasser
4. Bergbaufolgen mit Auswirkungen auf Gewässer
Neben der formalen Nennung der wichtigen Wasser-
bewirtschaftungsfragen wurde in den Anhörungsdo-
kumenten über die Zusammenhänge, über das Auf-
treten der Belastungen, über die Ursachen, über die
Zielstellungen bis hin zu konkreten Maßnahmenemp-
fehlungen berichtet. Auch diese Dokumente wurden
in den unteren Wasserbehörden des Freistaates
Sachsen und im LfUG ausgelegt sowie im Internet
publiziert. In der sechsmonatigen Anhörungsphase
sind dem Freistaat Sachsen 18 Stellungnahmen
zugegangen. Damit hat sich die Anzahl der Stellung-
nahmen im Vergleich zur ersten öffentlichen Anhörung
verdreifacht.
Insgesamt wurden in der nationalen Flussgebietsge-
meinschaft Elbe 115 Stellungnahmen registriert (alle
Länder). Die Auswertung zeigt, dass die bisher iden-
tifizierten überregionalen Defizite grundsätzlich nicht
in Frage gestellt werden. Die Stellungnahmen griffen

19
diese zumeist auf und hinterfragten weitere Aspekte
vertiefend. In vielen Stellungnahmen wird zudem
angeregt, die Thematik Klimawandel als wichtige
Wasserbewirtschaftungsfrage mit zu berücksichtigen.
Zahlen für die nationale Flussgebietseinheit Oder
lagen zum Redaktionsschluss noch nicht vor.
Entwurf des Bewirtschaftungsplans
Die wohl wichtigste und aussagekräftigste dritte
Anhörungsphase beginnt am 22.12. 2008. Die Ent-
würfe der Bewirtschaftungspläne und der Maßnah-
menprogramme sowie die Hintergrunddokumente
werden in die öffentliche Anhörung gegeben.
Die Entwürfe der Bewirtschaftungspläne informieren
über den Gewässerzustand im Einzugsgebiet der Elbe
und Oder. Sie erläutern außerdem das Vorgehen bei
der Planung und stellen die zu erreichenden Ziele dar.
Bestandteil der Maßnahmenprogramme sind die
wasserkörperbezogenen Maßnahmen, bei denen
man davon ausgeht, dass diese zur Erreichung des
guten Zustands der Gewässer beitragen. In Anbe-
tracht der Wichtigkeit der dritten Anhörungsphase
wird das LfULG zusätzlich Hintergrunddokumente
(Sächsische Beiträge zu den Entwürfen der Bewirt-
schaftungspläne der FGE Elbe und Oder, Maßnahmen
an sächsischen Wasserkörpern) bereitstellen, die eine
deutlich größere Detailtiefe zulassen.
Die Dokumente der dritten Anhörungsphase werden
wie zuvor in den unteren Wasserbehörden und im
LfULG ausgelegt sowie im Internet publiziert.
Anlagen zum Kapitel ELER
Anlage 1 – ELER-Gebietskulisse „WRRL / Hochwas-
serschutz“ -Feldblockbelastung-
Anlage 2 – ELER-Gebietskulisse „WRRL / Hochwas-
serschutz“ -Maßnahmen-

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Impressum
Europäische Wasserrahmenrichtlinie
Neue Impulse für Sachsen
Informationsblatt Nr. 5 (2008)
Titel
Auszug aus der Karte:
ELER – Gebietskulisse „WRRL / Hochwasserschutz“
-Maßnahmen-
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie
Herausgeber
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie
Pillnitzer Platz 3, 01326 Dresden
Internet:
www.smul.sachsen.de/lfulg
Redaktion
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie
Abteilung Wasser, Abfall
Steve Harnapp
Telefon: 03 51/89 28-128
Telefax: 03 51/89 28-245
E-Mail: Steve.Harnapp@smul.sachsen.de
Redaktionsschluss
November 2008
Auflagenhöhe
3 000 Exemplare
Herstellung
Sandstein Kommunikation GmbH ·
www.sandstein.de
Druck
Druckfabrik Dresden GmbH
Breitscheidstraße 45 · 01156 Dresden
Bestelladresse
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie
Abteilung Wasser, Abfall
Sekretariat
Telefon: 03 51/89 28-244
oder
siehe Redaktion

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