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1 | XX. Monat 2016 |
Name des Präsentators
Anwendung von Ausnahmen nach WRRL / WHG
in alterzbergbaulich belasteten Oberflächenwasserkörpern
Reiche Zeche (LfULG, 2019)

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2 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
Gliederung
1.
WRRL / WHG Umsetzung – Verminderung
von Bergbaufolgen
1.1
Alterzbergbaubelastungen
1.2
Ursachenermittlung
1.3
Maßnahmen
2.
Voraussetzungen für die Inanspruchnahme
von WHG Ausnahmen
3.
Anforderungen der Inanspruchnahme von
WHG Ausnahmen
4.
WHG Ausnahmen für alterzbergbaubelastete
Oberflächenwasserkörper – Fazit
LfULG, 2019

3 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1. Grundlegender Umsetzungsprozess, Ursachenermittlung & integrative Maßnahmenplanung
2. Prüfung der Voraussetzung für die Ableitung von Ausnahmen nach
§
29 und
§
30 WHG
3. Festlegung der bestmöglichen Bewirtschaftungsziele bzw. Prognose Zielerreichung,
Konkretisierung der Ausnahmen sowie Umsetzung aller verhältnismäßigen Maßnahmen
4. Regelmäßige Prüfung der Ausnahmen, fortlaufende Umsetzung der Maßnahmen
in den Bewirtschaftungszyklen
WRRL / WHG - Umsetzungsprozess
§
30 WHG Weniger strenges
Bewirtschaftungsziel
§
29 WHG Fristverlängerung aufgrund
natürlicher Gegebenheiten (>2027)
nach „Handlungsempfehlung für die Ableitung und Begründung weniger strenger Bewirtschaftungsziele, […]“, LAWA, 2012

4 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1. Grundlegender Umsetzungsprozess, Ursachenermittlung & integrative Maßnahmenplanung
2. Prüfung der Voraussetzung für die Ableitung von Ausnahmen nach
§
29 und
§
30 WHG
3. Festlegung der bestmöglichen Bewirtschaftungsziele bzw. Prognose Zielerreichung,
Konkretisierung der Ausnahmen sowie Umsetzung aller verhältnismäßigen Maßnahmen
4. Regelmäßige Prüfung der Ausnahmen, fortlaufende Umsetzung der Maßnahmen
in den Bewirtschaftungszyklen
WHG – Umsetzungsprozess
Vorhabens- und Sanierungspläne
§
30 WHG Weniger strenges
Bewirtschaftungsziel
§
29 WHG Fristverlängerung aufgrund
natürlicher Gegebenheiten (>2027)

5 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1. Grundlegender Umsetzungsprozess, Ursachenermittlung & integrative Maßnahmenplanung
2. Prüfung der Voraussetzung für die Ableitung von Ausnahmen nach
§
29 und
§
30 WHG
3. Festlegung der bestmöglichen Bewirtschaftungsziele bzw. Prognose Zielerreichung,
Konkretisierung der Ausnahmen sowie Umsetzung aller verhältnismäßigen Maßnahmen
4. Regelmäßige Prüfung der Ausnahmen, fortlaufende Umsetzung der Maßnahmen
in den Bewirtschaftungszyklen
1. WHG - Umsetzungsprozess
§
30 WHG Weniger strenges
Bewirtschaftungsziel
§
29 WHG Fristverlängerung aufgrund
natürlicher Gegebenheiten (>2027)

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6 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1.1 Alterzbergbaubelastete Oberflächenwasserkörper (OWK)

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7 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1.1 Alterzbergbaubelastete OWK
Fortpflanzung einzelner bergbautypischer Schadstoffe

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8 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
Spezifisch für jeden OWK und Stoff
Bilanzierung der
bergbaubürtigen Schadstoffquellen
für einzelne OWK ist
eine notwendige Grundlage für:
Maßnahmenableitung bzw. Maßnahmenvarianten
Wirkungsprognose
Kostenschätzung
Verhältnismäßigkeitsprüfung
Schätzung Zielerreichung bzw. bestmöglicher Zustand
Begründung der WHG Ausnahme
* Darstellung anhand eines
hypothetischen Beispiels
1.2 Grundlagen der Ursachenermittlung

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9 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
Bergbaubelastete Oberflächenwasserkörper (OWK) in Sachsen
Umfassende wasserkörperspezifische Erhebung von bergbaulichen Einflüssen
LfULG: G.E.O.S. in Zusammenarbeit mit Wismut GmbH und Daten des OBA nach Methode: „Signifikante Belastungsquellen
des Erzbergbaus und mögliche Maßnahmen im Rahmen der Bewirtschaftungsplanung NRW“ (MKULNV-NRW 2012)
Betrachtung des Fließgewässerchemismus anhand von Auffälligkeitswerten
Abschichtung von bergbaulichen Punktquellen (z.B. Wasserlösestollen, IAA)
Bewertung diffuser Bergbaueinträge anhand ihres potentiellen hydrochemischen
Einflusses:
Daten zur Lagerstättengröße
Bergbauumfang (Anzahl Gruben, Schächte, Halden)
Elementspektrum
Entwässerung
wirtschaftlichen Bedeutung
Schadstofffortpflanzung
Fϋr jeden OWK in Sachsen liegt nun
eine umfangreiche Zusammenfassung
seiner Bergbaukulisse, als Grundlage
der Ursachenermittlung, Maβnahmen-
planung und Priorisierung vor.

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10 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
Von 7145 aktuellen WRRL Maßnahmen (Stand Juli
2018) beziehen sich 10 auf die Verminderung von
Bergbaufolgen des Alterzbergbaus - 5 OWK
Biela, LfULG 2008
1.3 Maßnahmen zur Verminderung von Bergbaufolgen - Alterzbergbau
z.B.
Vorhabens- und Sanierungspläne
Schwarzwasser-1, Triebel
Freiberger & Brander Revier
Fortführung Haldensanierungen der Saxonia
Maßnahmenkonzeption zur Verminderung der
Belastungen aus der Entwässerung des Freiberger &
Brander Reviers
Biela (Altenberg)
Verminderung des Arseneintrags aus Sickerwässern
der IAA Bielatal, LMBV
Steinkohlerevier Oelsnitz-Lugau
Gesamtkonzept zur Maßnahmenplanung für das
Steinkohlerevier, LfULG & SOBA

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11 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
Sicherung und Ausbau von
Entwässer-ungssystemen in
Bergbaurevieren“, 2007-2013 –
6 Stollen
• „Nachträgliche Wiedernutzbar-
machung in ehemaligen
Bergbauregionen“ 2007-2013
(2011-2015) – 12 Projekte
• „Prävention von Risiken des
Altbergbaus“, 2014-2020 –
23 Projekte
• Vodamin I,
2010-2013
1.3 Maßnahmen zur Verminderung von Bergbaufolgen - Alterzbergbau
Sanierung 1991-2028, Mitteleinsatz per
2018 6,4 Mrd.€; Nachsorge bis 2045
Altstandorte
2003-22, 216 Mio.€:
ca. 1780 Objekte + 70 Komplex-
standorte bis 2017 saniert, 152 Mio. €
weitere Projekte bis 2022 geplant
hunderte Objekte werden mit dem
verfügbaren Budget- und Zeitumfang
nicht bearbeitet werden können
(Quellen: „15 Jahre Sanierung sächsischer Wismut-Altstandorte“ Wismut
GmbH 2017;
www.wismut.de)
• 1993-2013 Ökologisches Großprojekt
400 Maßnahmen an 50 Objekten, 18,4 Mio. €
• Aktuelle Fortfϋhrung der Haldensanierungen
• Vodamin II 2017-2020
• rECOmine 2019-2021/25

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12 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1.3 Grundlagen technische Möglichkeiten, Machbarkeit,
Bergbaufolgemanagement (Maßnahmen)
Bereits einige Studien zu Sanierungsmöglichkeiten für
den Rothschönberger Stolln, Tiefer Sauberger Stolln,
IAA Bielatal, Roter Graben
Aktuelle Studien im Vita-Min Projekt
Möglichkeiten des Schadstoffrückhalts in unter-
irdischen Grubengebäuden ohne die Stabilität des
Grubengebäudes zu gefährden
Recherche zur Wirtschaftlichkeit mikrobiologischer
Verfahren zur Reinigung von Bergbauwässern, deren
Anwendbarkeit unter sächsischen Bedingungen.
o
Reinigungsverfahren sowie wirtschaftliche Bewertung
und Selektion der Best-Practice Verfahren gegen Acid-
Mine-Drainage (Mai 2019)
o
Erfahrungen der Sanierung von Bergbaustandorten
Wismut GmbH, 2019

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13 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1.3 Maßnahmen zur Verminderung von Bergbaufolgen für Gewässer
http://www.vitamin-projekt.eu/

14 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1.
Grundlegender Umsetzungsprozess, Ursachenermittlung & integrative Maßnahmenplanung
2. Prüfung der Voraussetzung für die Ableitung von Ausnahmen nach
§
29 und
§
30 WHG
3. Festlegung der bestmöglichen Bewirtschaftungsziele bzw. Prognose Zielerreichung,
Konkretisierung der Ausnahmen sowie Umsetzung aller verhältnismäßigen Maßnahmen
4. Regelmäßige Prüfung der Ausnahmen, fortlaufende Umsetzung der Maßnahmen
in den Bewirtschaftungszyklen
2. WHG - Umsetzungsprozess
§
30 WHG Weniger strenges
Bewirtschaftungsziel
§
29 WHG Fristverlängerung aufgrund
natürlicher Gegebenheiten (>2027)

15 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
• Wasserkörper durch menschliche Aktivitäten
oder natürliche Gegebenheiten so
beeinträchtigt, dass das
Erreichen der Ziele
in der Praxis nicht möglich oder
unverhältnismäßig
wäre
1. Grundlegender Umsetzungsprozess, Ursachenermittlung & integrative Maßnahmenplanung
2. Prüfung der Voraussetzung für die Ableitung von Ausnahmen nach
§
29 und
§
30 WHG
• Anwendbar, wenn es sich um natürliche
Prozesse handelt, die die Geschwindigkeit der
natürlichen Wiederherstellung des guten
Zustandes / Potenzials bestimmen
• Umfasst Umstände, aufgrund derer der
Wiederherstellungsprozess
durch
Folgewirkungen menschlicher Aktivitäten
verzögert
wird (z.B. historischer Bergbau)
2. WHG - Umsetzungsprozess
§
30 WHG Weniger strenges Bewirtschaftungsziel
§
29 WHG Fristverlängerung aufgrund
natürlicher Gegebenheiten (>2027)

16 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1.
Grundlegender Umsetzungsprozess, Ursachenermittlung & integrative Maßnahmenplanung
2. Prüfung der Voraussetzung für die Ableitung von Ausnahmen nach
§
29 und
§
30 WHG
3. Festlegung der bestmöglichen Bewirtschaftungsziele bzw. Prognose Zielerreichung,
Konkretisierung der Ausnahmen sowie Umsetzung aller verhältnismäßigen Maßnahmen
4. Regelmäßige Prüfung der Ausnahmen, fortlaufende Umsetzung der Maßnahmen
in den Bewirtschaftungszyklen
2. WHG - Umsetzungsprozess
§
30 WHG Weniger strenges
Bewirtschaftungsziel
§
29 WHG Fristverlängerung aufgrund
natürlicher Gegebenheiten (>2027)

17 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1. Grundlegender Umsetzungsprozess, Ursachenermittlung & integrative Maßnahmenplanung
2. Prüfung der Voraussetzung für die Ableitung von Ausnahmen nach
§
29 und
§
30 WHG
3. Festlegung der bestmöglichen Bewirtschaftungsziele bzw. Prognose Zielerreichung,
Konkretisierung der Ausnahmen sowie Umsetzung aller verhältnismäßigen Maßnahmen
4. Regelmäßige Prüfung der Ausnahmen, fortlaufende Umsetzung der Maßnahmen
in den Bewirtschaftungszyklen
3. WHG - Umsetzungsprozess
§
30 WHG Weniger strenges
Bewirtschaftungsziel
§
29 WHG Fristverlängerung aufgrund
natürlicher Gegebenheiten (>2027)

18 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1. Grundlegender Umsetzungsprozess, Ursachenermittlung & integrative Maßnahmenplanung
2. Prüfung der Voraussetzung für die Ableitung von Ausnahmen nach
§
29 und
§
30 WHG
3. Festlegung der bestmöglichen Bewirtschaftungsziele bzw. Prognose Zielerreichung,
Konkretisierung der Ausnahmen sowie Umsetzung aller verhältnismäßigen Maßnahmen
3. WHG - Umsetzungsprozess
§
30 WHG Weniger strenges
Bewirtschaftungsziel
§
29 WHG Fristverlängerung aufgrund
natürlicher Gegebenheiten (>2027)
1.
Maßnahmenplan
2.
Wirkungsprognose
Prognose der Zielerreichung
3.
Verhältnismäßigkeitsprüfung
4.
Darlegung der methodische Grundlagen
der Prognose &
Begründung der zeitlichen
Staffelung
zur Maßnahmenumsetzung
5.
Überprüfung aller 6 Jahre
1.
Maßnahmenplan
2.
Wirkungsprognose
Prognose des bestmöglichen Zustands
3.
Verhältnismäßigkeitsprüfung
4.
Festlegung weniger strenge Ziele &
Begründung
5.
Überprüfung aller 6 Jahre
Anforderungen
ja
nein

19 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1. Grundlegender Umsetzungsprozess, Ursachenermittlung & integrative Maßnahmenplanung
2. Prüfung der Voraussetzung für die Ableitung von Ausnahmen nach
§
29 und
§
30 WHG
3. Festlegung der bestmöglichen Bewirtschaftungsziele bzw. Prognose Zielerreichung,
Konkretisierung der Ausnahmen sowie Umsetzung aller verhältnismäßigen Maßnahmen
4. Regelmäßige Prüfung der Ausnahmen, fortlaufende Umsetzung der Maßnahmen
in den Bewirtschaftungszyklen
3. WHG - Umsetzungsprozess
§
30 WHG Weniger strenges
Bewirtschaftungsziel
§
29 WHG Fristverlängerung aufgrund
natürlicher Gegebenheiten (>2027)

20 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1. Grundlegender Umsetzungsprozess, Ursachenermittlung & integrative Maßnahmenplanung
2. Prüfung der Voraussetzung für die Ableitung von Ausnahmen nach
§
29 und
§
30 WHG
3. Festlegung der bestmöglichen Bewirtschaftungsziele bzw. Prognose Zielerreichung,
Konkretisierung der Ausnahmen sowie Umsetzung aller verhältnismäßigen Maßnahmen
4. Regelmäßige Prüfung der Ausnahmen, fortlaufende Umsetzung der Maßnahmen
in den Bewirtschaftungszyklen
4. WHG - Umsetzungsprozess
§
30 WHG Weniger strenges
Bewirtschaftungsziel
§
29 WHG Fristverlängerung aufgrund
natürlicher Gegebenheiten (>2027)

21 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
1. Grundlegender Umsetzungsprozess, Ursachenermittlung & integrative Maßnahmenplanung
2. Prüfung der Voraussetzung für die Ableitung von Ausnahmen nach
§
29 und
§
30 WHG
3. Festlegung der bestmöglichen Bewirtschaftungsziele bzw. Prognose Zielerreichung,
Konkretisierung der Ausnahmen sowie Umsetzung aller verhältnismäßigen Maßnahmen
4. Regelmäßige Prüfung der Ausnahmen, fortlaufende Umsetzung der Maßnahmen
in den Bewirtschaftungszyklen
WHG - Umsetzungsprozess
§
30 WHG Weniger strenges
Bewirtschaftungsziel
§
29 WHG Fristverlängerung aufgrund
natürlicher Gegebenheiten (>2027)

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22 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
4. Begründung WHG Ausnahmen für Bergbaufolgen - Fazit
Ziel ist der
bestmögliche Zustand
und
die Umsetzung aller verhältnismäßigen
Maßnahmen.
Eine
vollständige Maßnahmenplanung
und Wirkungsprognose
ist Grundlage
für die Begründung von allen WHG
Ausnahmen.
Eine zielorientierte
Zusammenarbeit
mit
dem SOBA, Bergbausanierern und
Behörden sind für die Maßnahmen-
planung und Umsetzung entscheidend.
Die Anwendung der WHG Ausnahmen
für den BWP 2021 / 2027 ist derzeit noch
nicht final zwischen Bund und Ländern
abgestimmt.
Einleitung der Tiefen Hüttenrösche,
Muldenhütten, in die Freiberger Mulde
(LfULG 2019)

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23 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
4. Begründung WHG Ausnahmen für Bergbaufolgen – Fazit
Dilemma
Hohe fachliche Anforderungen zur
Begründung von WHG Ausnahmen
Sehr komplexe Auswirkungen des
Bergbaus in den Einzugsgebieten
Geringe personelle Kapazitäten für
Ursachenermittlung und
Maßnahmenplanung
Hoher Zeitdruck – Zielerreichung 2027
Hoher Mittelbedarf selbst für
„verhältnismäßige“ Maßnahmen
Lösung
Klare Unterscheidung zwischen den
kurzfristigen Aufgaben im Rahmen der
WRRL-Berichterstattung und den
langfristigen Zielen der schrittweisen
Verbesserung
unserer Gewässer bis
zum bestmöglichen Zustand
Erstellung eines mit allen Behörden
abgestimmten, realistischen,
priorisierten Arbeitsprogrammes
zur
Ursachenermittlung und Maßnahmen-
planung mit konkreten Umsetzungszielen
im 6-jährlichen Rhythmus zur schritt-
weisen Umsetzung des WHG
(Annahme Weiterführung der WRRL nach 2027,
WHG gilt fortlaufend)
Einzugsgebiet Triebel (BfUL 2019)

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24 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
4. Begründung WHG Ausnahmen für Bergbaufolgen - Ausblick
! Widerstandsfähige Gewässer !
Wir erleben ein Zuspitzen der Folgen des
Klimawandel
s auf den Wasserhaushalt in
hohem Tempo, was die natürliche Anpassung
der Ökosysteme an diese Veränderungen
erschwert.
Umso wichtiger ist es, schnellstmöglich
widerstandsfähige, naturnahe Gewässer
zu
entwickeln, deren Fauna und Flora sich
bestmöglich auf die Belastungen einstellen
kann.
Qualitativ hochwertige Lebensräume
im
und am Gewässer können nur mit adäquater
Wassergüte
von den Tieren und Pflanzen
besiedelt werden.
Es ist zu erwarten, dass erhöhter
Umweltstress durch die Auswirkungen des
Klimawandels zu einer insgesamt geringeren
Toleranz der Gewässerlebewelt gegenüber
stoffliche
n
Belastungen
führt.
Auslauf Maischacht Brunndöbra (LfULG 2019)
„Während in früheren Jahrhunderten die
Umweltauswirkungen von Bergbau kaum
eine Rolle spielten, gibt es heute große
Anstrengungen, insbesondere die
Wasserqualität zu verbessern und damit
auch die Ziele der Europäischen
Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen.“
Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für
Umwelt und Landwirtschaft, 2016

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25 | 23. Mai 2019 |
LfULG Referat 44: Oberflächenwasser / Wasserrahmenrichtlinie, Christine Stevens
Ansprechpartner:
Christine.Stevens@smul.sachsen.de
Weitere Informationen ab Juni auf
https://www.bergbaufolgen.sachsen.de/
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Freiberger Mulde bei Hilbersdorf (LfULG 2019)