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Arzneistoffbericht 2011

2
Arzneistoffbericht 2011
Arzneimittelwirkstoffe, Antibiotika und Rönt-
genkontrastmittel in Abwassereinleitungen
und Fließgewässern in Sachsen
Dr. Uwe Engelmann, Sylvia Rohde, Katrin Ziegler

3
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung.................................................................................................................................................................6
2
Arzneistoffe in der Umwelt......................................................................................................................................9
3
Abwasseruntersuchungen....................................................................................................................................14
4
Gewässeruntersuchungen....................................................................................................................................22
5
Verknüpfung der Ergebnisse der Abwasseruntersuchungen mit den Fließgewässerbefunden .................... 29
6
Zusammenfassung................................................................................................................................................32
7
Literatur..................................................................................................................................................................35
Abkürzungsverzeichnis.......................................................................................................................................................... 38
Anhang .................................................................................................................................................................................39

4
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:
Verhältnis des 10-Perzentils (P10), Medians (P50), 90-Perzentils (P90) und Maximums (Max) aus allen
Kläranlagenuntersuchungen zum Qualitätskennwert (QKW) für Arzneistoffe, die im Ablauf kommunaler
Kläranlagen in Konzentrationen über den gewässerbezogenen Qualitätskennwert gemessen wurden...............19
Abbildung 2:
10-Perzentil, Median (P50), 90-Perzentil (P90) und Maximum (Max) aus allen Kläranlagenuntersuchungen
für Arzneistoffe, die im Ablauf kommunaler Kläranlagen in Konzentrationen über dem Prüfwert (0,1 μg/L)
gemessen wurden ................................................................................................................................................21
Abbildung 3:
Übersicht über die Teileinzugsgebiete und ihre Überblicksmessstellen ...............................................................22
Abbildung 4:
Jahresdurchschnittswerte gemessener Diclofenac-Konzentrationen an den Überblicksmessstellen der
Teileinzugsgebiete 2008-2010..............................................................................................................................28
Abbildung 5:
Jahresdurchschnittswerte gemessener Ibuprofen-Konzentrationen an den Überblicksmessstellen der
Teileinzugsgebiete 2008-2010..............................................................................................................................28
Abbildung 6:
Überblick über die Anzahl der im gereinigten Abwasser und in Fließgewässern nach ihrer Relevanz ein-
gestuften, untersuchten Arzneistoffe ....................................................................................................................31

5
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1:
Untersuchte Arzneistoffe und Qualitätskennwerte ....................................................................................................7
Tabelle 2:
Herkunft und Verwendung der untersuchten Arzneistoffe.......................................................................................11
Tabelle 3:
Bewertung der Untersuchungsergebnisse für große Kläranlagen (> 10.000 EW) ..................................................14
Tabelle 4:
Bewertung der Untersuchungsergebnisse für mittlere Kläranlagen (> 5.000 EW bis 10.000 EW)..........................15
Tabelle 5:
Bewertung der Untersuchungsergebnisse für kleine Kläranlagen (bis 5.000 EW)..................................................16
Tabelle 6:
Arzneistoffe, die im Ablauf kommunaler Kläranlagen in Konzentrationen über dem gewässerbezogenen
Qualitätskennwert gemessen wurden .....................................................................................................................18
Tabelle 7:
Emissionsfaktoren für Diclofenac und Carbamazepin.............................................................................................20
Tabelle 8:
Arzneistoffe, die im Ablauf kommunaler Kläranlagen in Konzentrationen über dem Prüfwert von 0,1 μg/L
gemessen wurden...................................................................................................................................................20
Tabelle 9:
Abschätzung der Relevanz von Arzneistoffen für Fließgewässer ...........................................................................23
Tabelle 10:
Arzneistoffe, die an bestimmten Messstellen in Flusseinzugsgebieten mit Jahresmittelwerten gemessen wurden,
die den Qualitätskennwert bzw. die Hälfte des Qualitätskennwertes überschreiten ...............................................26
Tabelle 11:
Arzneistoffe, die an bestimmten Messstellen in Fließgewässern mit Jahresdurchschnitt über dem Prüfwert von
0,1 μg/L gemessen wurden.....................................................................................................................................27
Tabelle 12:
Arzneistoffe, deren Konzentrationen im Ablauf kommunaler Kläranlagen bzw. deren Jahresdurchschnitt an
bestimmten Messstellen in Fließgewässern über dem gewässerbezogenen Qualitätskennwert gemessen
wurden ....................................................................................................................................................................29
Tabelle 13:
Arzneistoffe, deren Konzentrationen im Ablauf kommunaler Kläranlagen bzw. deren Jahresdurchschnitt an
bestimmten Messstellen in Fließgewässern über dem Prüfwert von 0,1 μg/L gemessen wurden, für die es aber
bisher keinen Qualitätskennwert gibt ......................................................................................................................30
Tabelle 14:
"Relevanz" von Arzneistoffen im gereinigten Abwasser und in Fließgewässern - vereinfachte Darstellung der
Untersuchungsergebnisse in Sachsen....................................................................................................................33
Tabelle A1: Untersuchungsergebnisse für große Kläranlagen (> 10.000 EW; rot markiert), für mittlere Kläranlagen
(> 5.000 EW bis 10.000 EW) und für kleine Kläranlagen (bis 5.000 EW; grün markiert) im Zeitraum von 2001
bis 2006…………….........…………….…………………………………………………………..…...…………………….37
Tabelle A2: Überblicksmessstellen …………………………….…………………………………………………………….……..……41
Tabelle A3: Untersuchungsergebnisse für Teileinzugsgebiete in Sachsen (Jahresmittelwerte 2004 bis 2006) und Bewer-
tung ……………………………………………………………………………………………………………………………41

6
1 Einleitung
Arzneistoffe stehen bereits seit geraumer Zeit im Fokus der Umweltbeobachtung, da sie in größeren Mengen aus der Anwen-
dung bei Mensch und Tier in die Gewässer gelangen können.
In den Jahren 2000 und 2001 wurde unter Beteiligung Sachsens ein Untersuchungsprogramm des Bundes und der Länder mit
dem Ziel durchgeführt, erstmals ein möglichst repräsentatives Bild der Belastung der aquatischen Umwelt durch Arzneimittel zu
erlangen. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigten u. a., dass Arzneimitteleinträge in Oberflächengewässer nahezu überall
nachgewiesen werden können und in der Summe mit den Einträgen von Pflanzenschutzmitteln vergleichbar sind /1/. Durch die
Arbeitsgemeinschaft für die Reinhaltung der Elbe (ARGE Elbe) wurde 2003 ein Bericht über Arzneistoffe in Elbe und Saale
veröffentlicht /2/. Als besorgniserregend wurde in beiden Berichten die Tatsache eingeschätzt, dass bisher nur wenige Arznei-
mittel auf ihre Umweltwirkung untersucht sind.
Bei den untersuchten Arzneistoffen handelt es sich um Stoffe, die entsprechend dem nichterschöpfenden Verzeichnis von
Schadstoffen nach Anhang VIII der EG-Wasserrahmenrichtlinie bei der Beurteilung des ökologischen Zustands zusätzlich zu
berücksichtigen sind /3/.
Der Beschluss der Umweltministerkonferenz, Arzneistoffe in den Untersuchungsprogrammen zur Überwachung der Umwelt
wesentlich stärker zu berücksichtigen /4/, war Veranlassung, die Untersuchungen in sächsischen Kläranlagen und Fließgewäs-
sern fortzuführen. Ausgewählte Arzneistoffe wurden in das Landesmessprogramm für Oberflächengewässer aufgenommen.
Ende 2005 wurden alle bis dahin in Sachsen durchgeführten Arzneistoffuntersuchungen ausgewertet und in einem ersten sach-
senspezifischen Bericht zusammengefasst /5/. In den folgenden Jahren wurden die Untersuchungen in Kläranlagen und Fließ-
gewässern fortgesetzt und neue Arzneistoffe in den Untersuchungsumfang aufgenommen. Der vorliegende Bericht schreibt die
Ergebnisse des zweiten, im Jahr 2007 vorgelegten Arzneistoffberichts /20, 21/ fort. Es werden wiederum alle Ergebnisse zu
untersuchten Arzneistoffen (Tabelle 1) zusammengeführt und auf der Grundlage gewässerbezogener Qualitätskennwerte
(QKW) entsprechend ihrem aktuell bekannten Stand neu bewertet. Neu untersuchte Stoffe und aktualisierte Qualitätskennwerte
sind in Tabelle 1 rot markiert. Unter dem Begriff „Qualitätskennwert“ werden im vorliegenden Bericht Qualitätsnormen, ver-
schiedene Qualitätsnormvorschläge und PNEC-Werte (Predicted No-Effect Concentration
) zusammengefasst.
Nach wie vor liegt nur für einen Arzneimittelwirkstoff, Chloralhydrat, eine Qualitätsnorm (QN) für Oberflächengewässer vor /6/.
Einige Arzneistoffe werden als Kandidaten für die Liste prioritärer Stoffe nach EG-Wasserrahmenrichtlinie diskutiert. Eine EU-
Arbeitsgruppe hat 2010 einen Entwurf für Qualitätsstandards (QS-D) dieser Stoffe vorgelegt /23/. Für eine Reihe weiterer Arz-
neistoffe gibt es Qualitätsnorm-Vorschläge (QN-V) der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA). Für die übrigen Arzneistoffe
wird für die Abschätzung ihrer Relevanz auf sonstige, aus Forschungsvorhaben resultierende Vorschläge für Umweltqualitäts-
normen (UQNV) bzw. PNEC-Werte zurückgegriffen. Wurden in der Literatur unterschiedliche Angaben zum PNEC gefunden, so
wird im vorliegenden Bericht der jeweils niedrigste Wert verwendet. Alle Qualitätskennwerte basieren auf ökotoxikologischen
Daten, ihre Ableitung im Einzelnen wurde nicht geprüft.
Für viele
Arzneistoffe (in Tabelle 1
grau hinterlegt) sind nach wie vor keine Qualitätskennwerte verfügbar. Für diese Stoffe wird
in diesem Bericht ein Prüfwert (PW) von 0,1 μg/L herangezogen. Mit der Prüfung auf diesen Wert soll für noch nicht ökotoxiko-
logisch bewertete Stoffe ihr Vorkommen in der Umwelt dokumentiert werden.
Konzentration, bei der keine ökotoxikologischen Effekte zu erwarten sind.

7
Tabelle 1: Untersuchte Arzneistoffe und Qualitätskennwerte
(Arzneistoffe, die im Landesmessprogramm der Oberflächengewässer untersucht werden, sind hellblau markiert)
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
Chemischer Name
Qualitätskennwert
bzw. Prüfwert
in μg/L
Diclofenac 2-(2,6-Dichloranilin)phenylessigsäure
QS-D 0,05 /23/
Ibuprofen 2-(4-Isobutylphenyl)propionsäure
QS-D 0,01 /23/
Propyphenazon 4-Isopropyl-1,5-dimethyl-2-phenyl-1,2-dihydro-3H-pyrazol-3-on QN-V 0,8 /13/
Naproxen
α-Methyl-2-(6-methoxynaphthalin)essigsäure
PNEC 23
/17/
Phenazon 2,3-Dimethyl-1-phenyl-3-pyrazolin-5-on QN-V 1,1 /13/
Indometacin [1-(4-Chlorbenzoyl)-5-methoxy-2-methyl-1H-indol-3-yl]essigsäure
PW 0,1
Analgetika
(Schmerz-
mittel)
Acetylsalicylsäure 2-Acetoxybenzoesäure
PNEC 8 /9/
Stimulantien Coffein 1,2,3,6-Tetrahydro-1,3,7-trimethyl-2,6-purindion PNEC 87 /16/
Anästhetika
(Betäubungs-
mittel)
Lidocain 2-(Diethylamino)-N-(2,6-dimethylphenyl)acetamid PNEC 106 /7/
Carbamazepin 5H-Dibenz(b,f)azepin-5-carboxamid QN-V 0,5 /10/
Primidon 5-Ethyldihydro-5-phenyl-4,6-(1H,5H-pyrimidindion)
PW 0,1
Oxcarbazepin 10-Oxo-10,11-dihydro-5
H
-dibenz[b,f]azepin-5-carboxamid PW 0,1
Antiepileptika
(Mittel gegen
epileptische
Krampfanfälle)
Gabapentin 1-(Aminomethyl)cyclohexylessigsäure PNEC 196 /17/
Metoprolol 1-Isopropylamino-3-[4-(2-methoxyethyl)phenoxy]-2-propanol
QN-V
7,3
/13/
Pentoxifyllin 3,7-Dihydro-3,7-dimethyl-1-(5-oxohexyl)-1H-purin-2,6-dion PNEC 20 /7/
Atenolol 2-[4-[2-hydroxy-3-(1-methylethylamino)propoxy]phenyl]ethanamid PNEC 10,9 /17/
Sotalol (RS)-4’-(1-Hydroxy-2-isopropylaminoethyl)-methansulfonanilid
PW 0,1
Betablocker
(Herzmittel)
Propanolol (RS)-1-(Isopropylamino)-3-(1-naphthyloxy)-2-propanol PNEC 0,108 /7/
Bezafibrat 2-{4-[2-(4-Chlorbenzamid)ethyl]phenoxy}-2-methylpropion-säure PNEC 6 /9/
Gemfibrozil 5- (2,5-Dimethylphenoxy)-2,2-dimethylpentansäure
PW 0,1
Fenofibrinsäure 2-[4-(4-Chlorbenzoyl)phenoxy]-2-methylpropionsäure PNEC 4,7 /9/
Clofibrinsäure 2-(4-Chlorphenoxy)-2-methylpropionsäure QN-V 5 /10/
Lipidsenker
(Blutfettsenker)
Clofibrat 2-(4-Chlorphenoxy)-2-methylpropionsäureethylester PNEC 0,1 /17/
Psychophar-
maka
Diazepam 7-Chlor-2,3-dihydro-1-methyl-5-phenyl-1H-1,4-benzodiazepin-2-on PNEC 4,3 /18/
Sedativa
(Beruhigungs-
mittel)
Medazepam 7-Chlor-2,3-dihydro-1-methyl-5-phenyl-1H-1,4-benzodiazepin
PW 0,1
Chloralhydrat 2,2,2-Trichloracetaldehydhydrat
QN 10 /6/
Hypnotika
(Schlafmittel)
Phenobarbital 5-Ethyl-5-phenylbarbitursäure
PNEC 484 /17/

8
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
Chemischer Name
Qualitätskennwert
bzw. Prüfwert
in μg/L
17β-Oestradiol 1,3,5(10)-Oestratrien-3,17β-diol
QS-D 2,7 10--4 /23/
Oestron 3-Hydroxy-1,3,5(10)-oestratrien-17-on PNEC 0,003 /8/
Oestriol
16α-Hydroxy-17β-oestradiol
PNEC 0,001
/8/
17α-Aethinyl-
oestradiol
17α-Ethinyl-1,3,5(10)-oestratrien-3,17β-diol
QS-D 1,6 10--5 /23/
Mestranol
17α-Ethinyl-3-methoxy-1,3,5(10)-oestratrien-17β-ol
PW
0,1
Hormone
β-Sitosterol
17-(5-Ethyl-6-methyl-heptan-2-yl)-10,13-dimethyl-
2,3,4,7,8,9,11,12,14,15,16,17-dodecahydro-1H-
cyclopenta[a]phenanthren-3-ol
UQNV 1 /22/
Sulfamethoxazol 3(p-Aminophenylsulfonamido)-5-methylisoxazol QN-V 0,15 /13/
Chemothera-
Trimethoprim 2,4-Diamino-5-(3,4,5-trimethoxybenzyl)-pyrimidin PNEC 3 /14/
peutika
Ciprofloxazin
1-Cyclopropyl-6-fluor-1,4-dihydro-4-oxo-7-(1-piperazinyl)-3-
chinolincarbonsäure
PNEC 0,018 /7/
Erythromycin
6-(4-Dimethylamino-3-hydroxy-6-methyl-oxan-2-yl)oxy-14-ethyl-
7,12,13-trihydroxy-4-(5-hydroxy-4-methoxy-4,6-dimethyl-oxan-2-
yl)-oxy-3,5,7,9,11,13-hexamethyl-1-oxacyclotetradecan-2,10-dion
QN-V 0,02 /13/
Dehydrato-
Erythromycin A
PW
0,1
Clarithromycin
(3R,4S,5S,6R,7R,9R,11R,12R,13R,14R)-6-[(2S,4R)-4-
Dimethylamino-3-hydroxy-6-methyl-oxan-2-yl]oxy-14-ethyl-12,13-
dihydroxy-4-(5-hydroxy-4-methoxy-4,6-dimethyl-oxan-2-yl)oxy-7-
methoxy-3,5,7,9,11,13-hexamethyl-1-oxacyclotetradecan-2,10-
dion
UQNV 0,2 /22/
Roxithromycin (E)-Erythromycin-9-{O-[(2-methoxyethoxy)methyl]oxim} PNEC 4 /7/
Tetracyclin
2-(Aminohydroxymethyliden)-4-dimethylamino-6,10,11,12a-
tetrahydroxy-6-methyl-4,4a,5,5a-tetrahydrotetracen-1,3,12-trion
PNEC 0,0251 /17/
Chlortetracyclin
(Aureomycin)
7-Chlor-4-dimethylamino-1,4,4a,5,5a,6,11,12a-octahydro-
3,6,10,12,12a-pentahydroxy-6-methyl-1,1-dioxo-2-
naphthacencarboxamid
PW
0,1
Gentamycin
2-[4,6-Diamino-3-[3-amino-6-(1-methylaminoethyl)-
tetrahydropyran-2-yl]oxy-2-hydroxy-cyclohexoxy]-5-methyl-4-
methylamino-tetrahydropyran-3,5-diol
PW
0,1
Amoxicillin
(2S,5R,6R)-6-[(R)-2-Amino-2-(4-hydroxyphenyl)acetamido]-3,3-
dimethyl-7-oxo-4-thia-1-azabicyclo[3.2.0]heptan-2-carbonsäure
PNEC 69 /17/
Imipenem
(5R,6S)-6-[(R)-1-Hydroxyethyl]-3-[2-(iminomethylamino)-ethylthio]-
7-oxo-1-azabicyclo[3.2.0]hept-2-en-2-carbonsäure
PW
0,1
Ceftriaxon
(6R,7R,Z)-7-(2-(2-Aminothiazol-4-yl)-2-(methoxyimino)-
acetamido)-3-((6-hydroxy-2-methyl-5-oxo-2,5-dihydro-1,2,4-triazin-
3-ylthio)methyl)-8-oxo-5-thia-1-aza-bicyclo[4.2.0]oct-2-ene-2-
carbonsäure
PW
0,1
Antibiotika
Cefuroxim
4-(Carbamoyloxymethyl)-8-[2-(2-furyl)-2-methoxyimino-
acetyl]amino-7-oxo-2-thia-6-azabicyclo[4.2.0]oct-4-en-5-
carbonsäure
PW
0,1

9
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
Chemischer Name
Qualitätskennwert
bzw. Prüfwert
in μg/L
Vancomycin
(3S-(3R(sup*),6S(sup*)(S(sup*)),7S(sup*),22S(sup*),
23R(sup*),26R(sup*),36S:s*,38aS(sup*)))-3-(2-Amino-2-oxoethyl)-
44-((2-O-(3-amino-2,3,6-trideoxy-3-C-methyl-α-L-lyxo-
hexopyranosyl)-β-D-glucopyranosyl)oxy)-10,19-dichloro-
2,3,4,5,6,7,23,24,25,26,36,37,38,38a-tetradecahydro-
7,22,28,30,32-pentahydroxy-6-((4-methyl-2-(methylamino)-1-
oxopentyl)amino)-2,5,24,38,39-pen
PW
0,1
Ofloxacin
(+/-)-9-Fluoro-2,3-dihydro-3-methyl-10-(4-methyl-1-piperazinyl)-7-
oxo-7H-pyrido[1,2,3-de]-1,4-benzoxazin-6-carbonsäure
PW
0,1
Metronidazol 2-Methyl-5-nitro-imidazol-1-ethanol
PW 0,1
Monensin
2-[5-Ethyltetrahydro-5-[tetrahydro-3-methyl-5-[tetrahydro-6-
hydroxy-6-(hydroxymethyl)-3,5-dimethyl-2H-pyran-2-yl]-2-furyl]-2-
furyl]-9-hydroxy-β-methoxy-α,γ,2,8-tetramethyl-1,6-
dioxaspiro[4.5]decan-7-buttersäure
PNEC 9 /19/
Nystatin
3-(4-Amino-3,5-dihydroxy-6-methyltetrahydropyran-2-yl)oxy-
19,25,27,29,32,33,35,37-octahydroxy-18,20,21-trimethyl-23-oxo-
22,39-dioxabicyclo[33.3.1]nonatriaconta-4,6,8,10,14,16-hexaen-
38-carbonsäure
PW
0,1
Chloramphenicol D-threo-2-Dichloracetamido-1-(4-nitrophenyl)-propan-1,3-diol PNEC 0,02 /17/
Clindamycin
Methyl-6-amino-7-chloro-6,7,8-trideoxy-N-[(2S,4R)-1-methyl-4-
propylprolyl]-1-thio-β-L-threo-D-galacto-octopyranosid
PW
0,1
Antibiotika
Clotrimazol 1-[(2-Chlorphenyl)diphenyl-methyl]-1H-imidazol PW 0,1
Iopamidol
N,N-Bis[2-hydroxymethyl)ethyl]-5-[(2S)-2-
hydroxypropanoylamino]-2,4,6-trijodisophthalamid
PW
0,1
Amidotrizoat 3,5-Diacetamido-2,4,6-trijodbenzoat
PW 0,1
Iopromid
N,N'-Bis(2,3-dihydroxypropyl)-2,4,6-trijod-5-(2-
methoxyacetamido)-N-methylisophthalamid
PNEC > 10000 /1/
Iodipamid
3,3'-((1,6-Dioxo-1,6-hexandiyl)-diimino)-bis(2,4,6-
trijodbenzoesäure
PW
0,1
Iohexol
5-(Acetyl-(2,3-dihydroxypropyl)amino)-N,N'-bis(2,3-
dihydroxypropyl)-2,4,6-trijodbenzol-1,3-dicarboxamid
PW
0,1
Röntgen-
kontrastmittel
Iomeprol
N,N'-Bis(2,3-dihydroxypropyl)-5-[methyl(hydroxyacetyl)amino]-
2,4,6-trijodisophthalamid
PW
0,1
2 Arzneistoffe in der Umwelt
Arzneistoffe sind die in Arzneimitteln enthaltenen chemisch hergestellten, mikrobiellen, pflanzlichen, tierischen oder menschli-
chen Stoffe, die bei der Anwendung des Human- oder Veterinärarzneimittels dem menschlichen bzw. tierischen Organismus auf
verschiedenen Wegen mit dem Ziel zugeführt werden, den Stoffwechsel zu beeinflussen, um Krankheiten vorzubeugen oder zu
heilen, Krankheitserreger zu bekämpfen, Schmerzen zu beseitigen, den körperlichen und seelischen Zustand zu verbessern,
körpereigene Substanzen zu ersetzen oder Diagnosen zu ermöglichen (Tabelle 2).
Pharmazeutische Produkte besitzen mit knapp 25 % den größten Anteil an der gesamten Chemieproduktion innerhalb der Eu-
ropäischen Union. In Deutschland werden in der Humanmedizin über 2.700 Wirkstoffe eingesetzt. In der Tiermedizin sind ca.
600 Wirkstoffe erfasst, wobei bestimmte Stoffe sowohl in Human- als auch Veterinärarzneimitteln verwendet werden. /11/

10
Arzneistoffe werden mit dem Ziel der biologischen Wirksamkeit auf den menschlichen oder tierischen Organismus entwickelt.
Gelangen diese Stoffe in die Umwelt, so ist mit entsprechenden, ggf. toxischen oder endokrinen Wirkungen auch auf andere
lebende Organismen, z. B. in der aquatischen Lebensgemeinschaft, zu rechnen.
Darüber hinaus sind die Arzneistoffe in der Umwelt häufig schwer abbaubar. Sie müssen eine gewisse Stabilität aufweisen, um
sicherzustellen, dass bei ihrer Anwendung der gewünschte Wirkort im Körper erreicht wird. Außerdem muss eine ausreichende
Lagerfähigkeit der Arzneimittel gewährleistet sein.

11
Tabelle 2: Herkunft und Verwendung der untersuchten Arzneistoffe
(Arzneistoffe, die auch in Tierarzneimitteln eingesetzt werden /1/, sind hellgrün markiert.)
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
Herkunft/häufige Verwendung
Diclofenac
Analgetikum mit antipyretischer (fiebersenkender), antiphlogistischer (entzündungshem-
mender) und antirheumatischer Wirksamkeit
Ibuprofen
Analgetikum, Antirheumatikum, Antipyretikum
Propyphenazon Analgetikum, Antipyretikum, Antiphlogistikum
Naproxen Analgetikum, Antirheumatikum, Antiphlogistikum
Phenazon
ältestes synthetisches Analgetikum mit antipyretischer, antiphlogistischer und spasmoly-
tischer (krampflösender) Wirksamkeit
Indometacin
Analgetikum mit antipyretischer und antiphlogistischer Wirksamkeit, Einsatz vorwiegend
bei rheumatischen Erkrankungen
Analgetika
(Schmerz-
mittel)
Acetylsalicylsäure
Analgetikum, Antipyretikum, Antirheumatikum, Vorbeugung gegen Herzinfarkt und
Schlaganfall
Stimulantien
Coffein
Bestandteil von Genussmitteln (Kaffee, Tee, Cola, Kakao); Zusatzstoff in Schmerzmitteln
Anästhetika
(Betäubungs-
mittel)
Lidocain
örtliches Betäubungsmittel in der Human- und Veterinärmedizin; Medikament zur Stabili-
sierung des Herzrhythmus
Carbamazepin
Mittel gegen Epilepsien
Primidon
Reduzierung der Schwere und Häufigkeit epileptischer Anfälle
Oxcarbazepin
Dauerbehandlung bestimmter Formen der
Epilepsie,
Behandlung oder Verhinderung von
epileptischen
Krampfanfällen
Antiepileptika
(Mittel gegen
epileptische
Krampfanfälle)
Gabapentin Behandlung von
Epilepsie
und
neuropathischen
Schmerzen
Metoprolol
Behandlung von Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Herzrhythmusstörungen; Akutbehand-
lung des Herzinfarkts; Migräneprophylaxe
Pentoxifyllin Behandlung von Durchblutungsstörungen, Hörsturz, Tinitus, Hirnleistungsstörungen
Atenolol Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck
Sotalol Behandlung von Herzrhythmusstörungen
Betablocker
(Herzmittel)
Propanolol Behandlung von Bluthochdruck
Bezafibrat
Mittel gegen erhöhten Cholesterinspiegel
Gemfibrozil Behandlung von Fettstoffwechselstörungen
Fenofibrinsäure
Metabolit von Fenofibrat
Clofibrinsäure
Metabolit der Lipidsenker Clofibrat, Etofibrat, Etofyllinclofibrat
Lipidsenker
(Blutfett-
senker)
Clofibrat
Mittel gegen erhöhten Cholesterinspiegel
Psychophar-
maka
Diazepam Behandlung von Angstzuständen; Therapie epileptischer Anfälle; Schlafmittel
Sedativa
(Beruhigungs-
mittel)
Medazepam
Behandlung von akuten und chronischen Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen
Chloralhydrat
ältestes Schlafmittel, Beruhigungsmittel
Hypnotika
(Schlafmittel)
Phenobarbital
Schlafmittel, Betäubungsmittel, Anwendung zur Narkosevorbereitung und Epilepsibe-
handlung

12
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
Herkunft/häufige Verwendung
17β-Oestradiol
natürliches Oestrogen (Ausscheidung im Urin); Behandlung von Wechseljahresbe-
schwerden
Oestron
natürliches Oestrogen (Metabolit und Präkursor des Oestradiols); Hormonersatztherapie
Oestriol
Metabolit von 17β-Oestradiol
17α-Aethinyl-
oestradiol
Empfängnisverhütungsmittel
Mestranol Empfängnisverhütungsmittel; Behandlung von Menstruationsstörungen
Hormone
β-Sitosterol
Phytohormon; Cholesterinsenker, Behandlung von Prostatabeschwerden
Sulfamethoxazol
Bekämpfung von Harnwegsinfekten und Lungenentzündung; in Deutschland nur in Kom-
bination mit Trimethoprim erhältlich
Chemothera-
Trimethoprim
Bekämpfung von Harnwegsinfekten und Infektionen der oberen Luftwege
peutika
Ciprofloxacin
Behandlung von Infektionen des Darms, der Gallenwege, der Atemwege und der Bauch-
höhle, Reserveantibiotikum bei Harnwegsinfektionen, Behandlung der durch Legionellen
verursachten Pneumonie; Behandlung von Milzbrand
Erythromycin
am häufigsten eingesetztes Makrolid-Antibiotikum, Behandlung von Patienten, die gegen
β-Laktam-Antibiotika
allergisch sind
Dehydrato-
Erythromycin A
Metabolit von Erythromycin
Clarithromycin
Behandlung von Infektionen der Atemwege, des HNO-Bereichs, des Magens und der
Haut
Roxithromycin
Behandlung von Infektionen der Atemwege, des HNO-Bereichs, der Harnwege und der
Haut
Tetracyclin Breitbandantibiotikum
Chlortetracyclin
(Aureomycin)
Verwendung in Salben zur Wundbehandlung und bei Infektionen des äußeren Auges
Gentamycin
Verwendung in Augentropfen, Augen- und Hautsalben, in Humanmedizin nur noch wenig
eingesetzt
Amoxicillin
Breitbandpenicillin, Behandlung von Infektionen des Magen-Darmtraktes, der Gallenwe-
ge, der Harnwege, der Atemwege, des Mittelohres und der Haut
Imipenem
Verwendung bei schweren polymikrobiellen Infektionen und Sepsis
Ceftriaxon
Anfangsbehandlung schwerster Infektionen
Cefuroxim
Behandlung von Atemwegsinfektionen, Infektionen im HNO-Bereich, Entzündungen
durch Infektionen der Knochen und Gelenke, Harnwegsinfektionen, Gonorrhoe,
Infektionen durch Streptokokken, zeckenübertragene Erkrankungen
Vancomycin
Behandlung von schweren Infektionen grampositiver Erreger, die gegen andere Anti-
biotika resistent sind
Ofloxacin Behandlung von Geschlechtskrankheiten
Metronidazol
Behandlung von Infektionen der Harnwege
Monensin
Antiprotozoikum, Antibiotikum und Fungizid; Futterzusatz für Hühner und Rinder
Nystatin Behandlung von Pilzinfektionen
Chloramphenicol
Verwendung nur noch als Reserveantibiotikum in Kliniken, Behandlung schwerer Infekti-
onen, in Augentropfen und -salben enthalten
Clindamycin
u. a. Behandlung von Infektionen der Mundhöhle und Akne
Antibiotika
Clotrimazol
Behandlung von Pilzinfektionen der Haut (Tinkturen, Salben, Vaginal-Tabletten, Puder)

13
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
Herkunft/häufige Verwendung
Iopamidol
Anwendung in der Röntgendiagnostik
Amidotrizoat
Anwendung in der Röntgendiagnostik
Iopromid
Anwendung in der Röntgendiagnostik
Iodipamid
Anwendung in der Röntgendiagnostik
Iohexol
Anwendung in der Röntgendiagnostik
Röntgenkon-
trastmittel
Iomeprol
Anwendung in der Röntgendiagnostik
Als Haupteintragspfade von Arzneistoffen in Fließgewässer kommen kommunale Kläranlagen sowie pharmazeutische Betriebe
als Punktquellen in Betracht. Bei der Anwendung werden Arzneimittelwirkstoffe und ihre Metabolite zu einem hohen Anteil vom
Menschen wieder ausgeschieden. Zusätzlich können unverbrauchte Arzneimittel bei ihrer unsachgemäßen Entsorgung über die
Toilette in das Abwasser gelangen /24/. Weitere Eintragspfade resultieren bei Tierarzneimitteln aus diffusen Quellen infolge der
landwirtschaftlichen Gülleverwertung.
Da Arzneistoffe in der Regel gut wasserlöslich sein müssen, ist in Kläranlagen mit keiner nennenswerten Adsorption dieser
Stoffe am Klärschlamm zu rechnen. Auch in der Bodenmatrix erfolgt kaum ein Stoffrückhalt, so dass viele Wirkstoffe leicht in
Oberflächengewässer oder das Grundwasser eingetragen werden.
Mögliche Eintragspfade von Schadstoffen in Oberflächengewässer und Haupteintragspfade für Arzneistoffe (rot mar-
kiert)
kommunale Kläranlagen
industriell-gewerbliche Direkteinleiter /
Arzneimittelhersteller
urbane Flächen
o
Bürgermeisterkanäle
o
Haushalte ohne Kanalanschluss
o
Regenwasserkanäle im Trennsystem / Mischwasserentlastungen
Oberflächenabfluss von
unbefestigten Flächen /
landwirtschaftlichen Flächen
Erosion des Bodens
Drainagen
Grundwasserzufluss
atmosphärische Deposition auf die Gewässeroberfläche
Hofabläufe und Abdrift
historische Bergbauaktivitäten und Sanierungsbergbau
Schifffahrt
Fischerei /
Fischzuchtanlagen
Abwasser

14
3 Abwasseruntersuchungen
Untersuchungsergebnisse zum Vorkommen von Arzneistoffen im Abwasser liegen für ausgewählte große, mittlere und kleine
sächsische kommunale Kläranlagen mit einer Bemessungskapazität > 10.000 EW, > 5.000 EW bis 10.000 EW bzw. bis
5.000 EW vor (siehe Tabelle A1 im Anhang). Probenahme und Analytik erfolgten im Zeitraum von 2001 bis 2010 im Rahmen
verschiedener Werkverträge sowie durch die Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL). Die Proben
im Ablauf der Kläranlagen wurden als qualifizierte Stichprobe oder 2-Stunden-Mischprobe genommen. Die Stoffanalytik wurde
durch akkreditierte Untersuchungsstellen entsprechend genormten Verfahren vorgenommen.
Da für das Abwasser keine einzelstoffbezogenen Emissionsanforderungen existieren, werden zur Bewertung gemessener
Schadstoffkonzentrationen im Abwasser die in Tabelle 1 genannten Qualitätskennwerte (QKW) für Oberflächengewässer ver-
wendet. Das Heranziehen solcher gewässerbezogenen Qualitätskennwerte zur Bewertung der Stoffkonzentrationen im Abwas-
ser ist insbesondere für den Fall hoher Abwasseranteile im Gewässer gerechtfertigt. Für die Stoffe, für die es bisher keinen
Qualitätswert gibt, wird der Prüfwert von 0,1 μg/L verwendet.
Für die drei Größenklassen von Kläranlagen ist eine Bewertung aller Untersuchungsergebnisse in den Tabellen 3 bis 5 zusam-
mengestellt. Stoffe, deren Bewertung auf dem Prüfwert beruht, sind in den Tabellen grau markiert.
Tabelle 3: Bewertung der Untersuchungsergebnisse für große Kläranlagen (> 10.000 EW)
BG – Bestimmungsgrenze
QKW – gewässerbezogener Qualitätskennwert
PW - Prüfwert
Alle Einzelwerte < BG
Acetylsalicylsäure
Propanolol
Medazepam
Chloralhydrat
Chlortetracyclin
Gentamycin
Amoxicillin
Imipenem
Vancomycin
Ofloxacin
Monensin
17β-Oestradiol
Oestron
Oestriol
Tetracyclin
aber BG > QKW bzw. PW
Ceftricaxon
Cefuroxim
Chloramphenicol
Iohexol

15
Einzelne Werte > BG
Median 90-Perzentil Maximum
Propyphenazon
Naproxen
Phenazon
Coffein
Lidocain
Gabapentin
Pentoxifyllin
< QKW bzw.
Atenolol
PW
Bezafibrat
Fenofibrinsäure
Clofibrinsäure
Diazepam
Phenobarbital
Trimethoprim
Roxithromycin
Nystatin
Iopromid
Metoprolol
Clofibrat
Clotrimazol
Indometacin
Gemfibrozil
Mestranol
β-Sitosterol
Clarithromycin
Metronidazol
Clindamycin
17α-Aethinyloestradiol
BG > QKW
Ciprofloxazin
bzw. PW
Iodipamid
Diclofenac
Ibuprofen
> QKW bzw.
Carbamazepin
PW
Primidon
Oxcarbazepin
Sotalol
Sulfamethoxazol
Erythromycin
Dehydrato-Erythromycin A
Iopamidol
Amidotrizoat
Iomeprol
Tabelle 4: Bewertung der Untersuchungsergebnisse für mittlere Kläranlagen (> 5.000 EW bis 10.000 EW)
Alle Einzelwerte < BG
Acetylsalicylsäure
Propanolo
Clofibrat
Medazepam
Chloralhydrat
Oestron
aber BG > QKW
Oestriol

16
Einzelne Werte > BG
Median 90-Perzentil Maximum
Propyphenazon
Naproxen
Phenazon
Coffein
Lidocain
Gabapentin
Metoprolol
< QKW bzw.
Pentoxifyllin
PW
Bezafibrat
Fenofibrinsäure
Clofibrinsäure
Diazepam
Phenobarbital
Roxithromycin
Clotrimazol
Iopromid
Gemfibrozil
Clarithromycin
β-Sitosterol
Dehydrato-Erythromycin A
Iomeprol
17β-Oestradiol
Ciprofloxazin
BG > QKW
Diclofenac
Ibuprofen
Carbamazepin
Primidon
> QKW bzw.
Oxcarbazepin
PW
Sotalol
Mestranol
Sulfamethoxazol
Erythromycin
Iopamidol
Amidotrizoat
17α-Aethinyloestradiol
Tabelle 5: Bewertung der Untersuchungsergebnisse für kleine Kläranlagen (bis 5.000 EW)
Alle Einzelwerte < BG
Naproxen
Acetylsalicylsäure
Gemfibrozil
Medazepam
Chloralhydrat
Oestriol
aber BG > QKW

17
Einzelne Werte > BG
Median 90-Perzentil Maximum
Propyphenazon
Phenazon
Coffein
Lidocain
Metoprolol
Gabapentin
Pentoxifyllin
Propanolol
< QKW bzw.
Bezafibrat
PW
Fenofibrinsäure
Clofibrinsäure
Clofibrat
Diazepam
Phenobarbital
Roxithromycin
Iopromid
β-Sitosterol
Clarithromycin
Clotrimazol
17β-Oestradiol
BG > QKW
Oestron
Sotalol
Mestranol
Sulfamethoxazol
Erythromycin
> QKW bzw.
Dehydrato-Erythromycin A
PW
Iopamidol
Iomeprol
17α-Aethinyloestradiol
BG > QKW
Ciprofloxazin
Diclofenac
Ibuprofen
Carbamazepin
Primidon
Oxcarbazepin
Amidotrizoat
Die Untersuchungsergebnisse für große, mittlere und kleine Kläranlagen zeigen, dass viele untersuchte Arzneistoffe im Anla-
genablauf, d. h. im gereinigten Abwasser in nachweisbaren Konzentrationen vorliegen. Für die in Tabelle 6 aufgeführten Arz-
neistoffe wurden dabei Konzentrationen oberhalb der gewässerbezogenen Qualitätskennwerte gefunden.

18
Tabelle 6: Arzneistoffe, die im Ablauf kommunaler Kläranlagen in Konzentrationen über dem gewässerbezogenen Qua-
litätskennwert gemessen wurden
Arzneistoff
Arzneimittelgruppe
große
kommunale Kläran-
lagen
mittlere
kommunale Klär-
anlagen
kleine
kommunale
Kläranlagen
Diclofenac Analgetikum
⊗⊗ ⊗⊗ ⊗⊗
Ibuprofen Analgetikum
⊗⊗ ⊗⊗ ⊗⊗
Carbamazepin Antiepileptikum
⊗⊗ ⊗⊗ ⊗⊗
Erythromycin Antibiotikum
⊗⊗
⊗⊗* ⊗*
Sulfamethoxazol Chemotherapeutikum
⊗⊗
⊗⊗* ⊗*
17α-Aethinyloestradiol
Hormon
⊗*
⊗⊗**
β-Sitosterol
Hormon
(⊗)
Ciprofloxacin Chemotherapeutikum
⊗* ⊗* ⊗*
Clarithromycin Antibiotikum
⊗*
(⊗)* (⊗)*
Metoprolol Betablocker
(⊗)
**
Clofibrat Lipidsenker
(⊗)*
* *
17β-Oestradiol
Hormon *
⊗**
(⊗)
Oestron Hormon * **
(⊗)
⊗⊗
Median aller untersuchten Abwasserproben > QKW
90-Perzentil aller untersuchten Abwasserproben > QKW
(⊗)
Maximalwert aller untersuchten Abwasserproben > QKW
Median < QKW
*
weniger als 10 Kläranlagen untersucht
**
nur eine Kläranlage untersucht
Für die beiden Schmerzmittel Diclofenac und Ibuprofen sowie das Antiepileptikum Carbamazepin werden in wenigstens der
Hälfte aller jeweils untersuchten Abwasserproben Konzentrationen gemessen, die die gewässerbezogenen Qualitätsnormvor-
schläge überschreiten. Das gleiche gilt im Ablauf großer und mittlerer Kläranlagen für den Antibiotikawirkstoff Erythromycin und
das Chemotherapeutikum Sulfamethoxazol. In den bisher untersuchten kleinen Kläranlagen wurde für diese beiden Stoffe eine
Überschreitung des Qualitätsnormvorschlages in jeweils wenigstens 10 % der Abwasserproben gefunden.
In großen Kläranlagen überschreiten die Konzentrationen der Hormonwirkstoffe 17α-Aethinyloestradiol und
β-Sitosterol,
des
Chemotherapeutikums Ciprofloxacin und des Antibiotikums Clarithromycin in mindestens 10 % der untersuchten Abwasserpro-
ben den Gewässerqualitätskennwert. Die Auswertung aller Untersuchungsergebnisse ergibt solche Überschreitungen für
β-
Sitosterol und Ciprofloxacin auch in mittleren Kläranlagen und für 17α-Aethinyloestradiol und Ciprofloxacin in kleinen Kläranla-
gen.
Konzentrationen über dem Qualitätskennwert wurden in Einzelproben aus Kläranlagenabläufen für Clarithromycin in mittleren
und kleinen Kläranlagen, für
β-Sitosterol
in kleinen Anlagen, für den Betablocker Metoprolol und den Lipidsenker Clofibrat in
großen Anlagen sowie für die Hormonwirkstoffe 17β-Oestradiol und Oestron in kleinen Anlagen gefunden.

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19
In Tabelle 6 sind die Ergebnisse gekennzeichnet, die auf Untersuchungen an weniger als 10 Kläranlagen beruhen. Die Ergeb-
nisse für 17α-Aethinyloestradiol und 17β-Oestradiol in mittleren Kläranlagen basieren auf der Beprobung nur einer einzelnen
Anlage.
Die statistische Bewertung der Konzentrationen der drei Hormone 17α-Aethinyloestradiol, 17β-Oestradiol und Oestron sowie
des Antibiotikums Ciprofloxacin
ist mit Unsicherheiten behaftet, da die analytische Bestimmungsgrenze über den Qualitäts-
kennwerten liegt.
Arzneimittelwirkstoffe sind oft schwer biologisch abbaubar. Bei zumindest teilweise abbaubaren Stoffen könnten im Ablauf gro-
ßer Kläranlagen mit weitergehender Reinigung und längerer Behandlungszeit niedrigere Ablaufkonzentrationen erwartet werden
als in kleinen Kläranlagen, in denen bei kürzerer Aufenthaltszeit nur eine biologische Grundreinigung erfolgt. Für die in Tabelle
6 aufgeführten Arzneistoffe ist eine solche Tendenz jedoch nicht zu erkennen. Die statistischen Untersuchungsergebnisse zei-
gen keinen wesentlichen Unterschied zwischen großen, mittleren und kleinen Kläranlagen.
Abbildung 1 veranschaulicht den 10-Perzentil-, Median-, 90-Perzentil- und Maximalwert aus allen Kläranlagenuntersuchungen
im Verhältnis zum Qualitätskennwert für die in Tabelle 6 aufgeführten 13 Arzneistoffe, die im Ablauf kommunaler Kläranlagen in
Konzentrationen über dem gewässerbezogenen Qualitätskennwert gemessen wurden. In der Abbildung nicht dargestellte 10-,
50- und 90-Perzentile liegen jeweils unter der Bestimmungsgrenze (< BG).
0,01
0,10
1,00
10,00
100,00
1000,00
10000,00
100000,00
Diclofenac
Ibuprofen
Carbamazepin
Metoprolol
Clofibrat
17beta-Oestradiol
Oestron
17alpha-
Aethinyloestradiol
beta-Sitosterol
Sulfamethoxazol
Ciprofloxazin
Erythromycin
Clarithromycin
Konz./QKW
P10/QKW
P50/QKW
P90/QKW
Max/QKW
Abbildung 1: Verhältnis des 10-Perzentils (P10), Medians (P50), 90-Perzentils (P90) und Maximums (Max) aus allen
Kläranlagenuntersuchungen zum Qualitätskennwert (QKW) für Arzneistoffe, die im Ablauf kommunaler Kläranlagen in
Konzentrationen über den gewässerbezogenen Qualitätskennwert gemessen wurden
Für das Schmerzmittel Diclofenac und das Antiepileptikum Carbamazepin wurden in allen untersuchten Kläranlagen Ablaufkon-
zentrationen über der analytischen Bestimmungsgrenze gemessen. Die Streuung der gefundenen Konzentrationen ist ver-
gleichweise gering, der Unterschied zwischen 10- und 90-Perzentil beträgt weniger als eine Größenordnung. Für diese beiden
Stoffe scheint es gerechtfertigt, aus den vorliegenden Untersuchungsergebnissen einen Emissionsfaktor abzuleiten, der zur
Abschätzung von Emissionen dieser beiden Wirkstoffe auf andere kommunale Kläranlagen in Sachsen übertragen werden
kann. Der in Tabelle 7 genannte Emissionsfaktor basiert auf dem Mittelwert aller Ergebnisse und der Annahme einer einwoh-
nerwertspezifischen Abwassermenge von 150 L/d.

20
Tabelle 7: Emissionsfaktoren für Diclofenac und Carbamazepin
Arzneistoff
Anzahl der
Proben
Anzahl der
Kläranlagen
Mittelwert
(μg/L)
Emissionsfaktor
(μg/EW d)
Diclofenac
413
83
3,08
462
Carbamazepin 567 98
2,33 349
Für insgesamt 24 Arzneistoffe liegen keine Qualitätskennwerte für Gewässer vor. 14 dieser Stoffe wurden in Abwasserproben
aus dem Ablauf kommunaler Kläranlagen in Konzentrationen oberhalb des Prüfwertes von 0,1 μg/L gefunden, sie sind in Tabel-
le 8 zusammengestellt.
Tabelle 8: Arzneistoffe, die im Ablauf kommunaler Kläranlagen in Konzentrationen über dem Prüfwert von 0,1 μg/L
gemessen wurden
Arzneistoff
Arzneimittelgruppe
große
kommunale
Kläranlagen
mittlere
kommunale Klär-
anlagen
kleine
kommunale Klär-
anlagen
Primidon Antiepileptikum
⊕⊕ ⊕⊕ ⊕⊕
Oxcarbazepin Antiepileptikum
⊕⊕
⊕⊕*
⊕⊕
Sotalol Betablocker
⊕⊕
⊕⊕* ⊕*
Iomeprol Röntgenkontrastmittel
⊕⊕
⊕*
Dehydrato-Erythromycin A
Antibiotikum
⊕⊕*
⊕*
⊕*
Iopamidol Röntgenkontrastmittel
⊕⊕
⊕⊕*
Amidotrizoat Röntgenkontrastmittel
⊕⊕
⊕⊕*
⊕⊕
Indometacin Analgetikum
⊕*
n. u. n. u.
Gemfibrozil Lipidsenker
(⊕)**
**
Mestranol Hormon
⊕* ⊕⊕**
Metronidazol Antibiotikum
⊕*
n. u. n. u.
Clindamycin Antibiotikum
⊕*
n. u. n. u.
Iodipamid Röntgenkontrastmittel
⊕*
n. u. n. u.
Clotrimazol Antibiotikum
(⊕)
*
(⊕)
⊕⊕
Median aller untersuchten Abwasserproben > PW
90-Perzentil aller untersuchten Abwasserproben > PW
(⊕)
Maximalwert aller untersuchten Abwasserproben > PW
Median < PW
*
weniger als 10 Kläranlagen untersucht
**
nur eine Kläranlage untersucht
n. u.
nicht untersucht

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21
Die in Tabelle 8 aufgeführten Arzneistoffe, für die es bisher keinen Gewässerqualitätskennwert gibt, werden in den meisten
Fällen mit Konzentrationen größer 0,1 μg/L (Prüfwert) in mehr als 10 % oder sogar mehr als der Hälfte der untersuchten Ab-
wasserproben gemessen. Auch für diese Stoffe ist keine bessere Reinigungswirkung großer Kläranlagen gegenüber Anlagen
kleiner und mittlerer Ausbaugröße erkennbar.
In Abbildung 2 sind für diese Arzneistoffe der 10-Perzentil-, Median-, 90-Perzentil- und Maximalwert aus allen Kläranlagenun-
tersuchungen im Vergleich zum Prüfwert dargestellt, nicht dargestellte 10-, 50- und 90-Perzentile liegen jeweils unter der Be-
stimmungsgrenze (< BG).
0,01
0,10
1,00
10,00
100,00
1000,00
Primidon
Sotalol
Oxcarbazepin
Iomeprol
Deh.-Erythrom. A
Iopamidol
Amidotrizoat
Indometacin
Gemfibrozil
Mestranol
Metronidazol
Clindamycin
Iodipamid
Clotrimazol
Konz. (μg/l)
P 10
P 50
P 90
Maximum
Prüfwert
Abbildung 2: 10-Perzentil, Median (P50), 90-Perzentil (P90) und Maximum (Max) aus allen Kläranlagenuntersuchungen
für Arzneistoffe, die im Ablauf kommunaler Kläranlagen in Konzentrationen über dem Prüfwert (0,1 μg/L) gemessen
wurden
34 der insgesamt untersuchten 61 Arzneistoffe wurden bisher in allen Abwasserproben aus dem Ablauf von Kläranlagen in
Konzentrationen unterhalb der gewässerbezogenen Qualitätskennwerte bzw. des Prüfwertes von 0,1 μg/L gefunden. Bei 6
Stoffen (Oestriol, Tetracyclin, Ceftriaxon, Cefuroxim, Chloramphenicol, Iohexol) lag die Bestimmungsgrenze jedoch in allen
Untersuchungen über dem Qualitätskennwert oder Prüfwert.

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22
4 Gewässeruntersuchungen
In sächsischen Fließgewässern werden Arzneistoffe bei der Gewässerüberwachung im Landesmessprogramm durch die Be-
triebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL) betrachtet. In der Vergangenheit wurden ausgewählte Stoffe auch im
Rahmen von Sonderuntersuchungen in verschiedenen Werkverträgen von akkreditierten Untersuchungsstellen bestimmt. Die
Proben im Gewässer werden als Stichprobe genommen.
Die Auswertung der Untersuchungsergebnisse erfolgt analog zur Vorgehensweise der Sächsischen Wasserrahmenrichtlinien-
verordnung /6/. Für die Einschätzung der Relevanz von Arzneistoffen werden für die sächsischen Flusseinzugsgebiete von Elbe
und Oder der Jahresdurchschnitt aus den Jahren 2004 bis 2010 an den jeweiligen Überblicksmessstellen ausgewertet. Über-
blicksmessstellen repräsentieren Teileinzugsgebiete von ca. 2.500 km² Fläche und sind im Rahmen der Flussgebietseinheiten
überregional abgestimmt. Sie dienen insbesondere der Beobachtung langfristiger Entwicklungen im Gewässer. Im Anhang,
Tabelle A2 sind die Überblicksmessstellen aufgeführt. In diesem Bericht werden darüber hinaus auch weitere Messstellen, die
sich an den Grenzen zu anderen Bundesländern in sächsischen Teileinzugsgebieten befinden als Überblicksmessstellen be-
zeichnet.
Die aus der Untersuchung an den Überblicksmessstellen (Abbildung 3) gewonnenen Erkenntnisse lassen allein noch keine umfas-
sende und zusammenhängende Beurteilung des Gewässersystems zu. Ergänzend werden daher auch die Untersuchungsergeb-
nisse von Oberflächenwasserkörpermessstellen innerhalb der Teileinzugsgebiete bewertet. Oberflächenwasserkörper sind nach
der Sächsischen Wasserrahmenrichtlinienverordnung festgelegte Abschnitte eines oder mehrerer Oberflächengewässer.
Die Tabelle A3 des Anhangs enthält für alle Arzneistoffe die detaillierte Aufstellung der Untersuchungsergebnisse und ihre Be-
wertung in den einzelnen Teileinzugsgebieten.
Abbildung 3: Übersicht über die Teileinzugsgebiete und ihre Überblicksmessstellen

23
In der nachfolgenden Tabelle 9 ist die Relevanz bzw. die Umweltpräsens der Arzneistoffe in Fließgewässern gestaffelt darge-
stellt. Die Einordnung erfolgt entsprechend dem höchsten, an einer Messstelle auftretenden Jahresdurchschnittswert aus dem
Zeitraum 2004 bis 2010:
Jahresdurchschnitt größer Qualitätskennwert (JD > QKW)
Diese Arzneistoffe werden als gewässerrelevant angesehen.
Jahresdurchschnitt kleiner als der Qualitätskennwert, aber größer als die Hälfte des Qualitätskennwertes
(JD < QKW, aber > 1/2 QKW)
Es liegt eine signifikante Belastung vor, da eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass diese Arzneistoffe den Qualitätskenn-
wert zukünftig überschreiten.
Jahresdurchschnitt kleiner als ein Drittel des Qualitätskennwertes (JD < 1/3 QKW)
Es liegt keine relevante Belastung vor.
Jahresdurchschnitt kleiner Bestimmungsgrenze, aber Bestimmungsgrenze größer als der Qualitätskennwert
(JD < BG, aber BG > QKW)
Der Jahresdurchschnitt liegt unter der Bestimmungsgrenze. Die Bestimmungsgrenze ist jedoch größer als der Qualitätskenn-
wert. Damit ist die Relevanz des Stoffes derzeitig nicht einschätzbar.
Jahresdurchschnitt größer als der Prüfwert (JD > PW )
Es existiert kein Qualitätskennwert. Der Prüfwert von 0,1 μg/L für die Umweltpräsens wird jedoch überschritten, so dass ggf.
eine Relevanz vorliegen könnte.
Jahresdurchschnitt kleiner als der Prüfwert (JD < PW)
Es existiert kein Qualitätskennwert. Der Prüfwert von 0,1 μg/L für die Umweltpräsens wird nicht überschritten, so dass vermut-
lich keine Relevanz vorliegt.
Jahresdurchschnitt kleiner Bestimmungsgrenze, aber Bestimmungsgrenze größer als der Prüfwert
(JD < BG, aber BG > PW)
Es liegt kein Qualitätskennwert vor. Die Bestimmungsgrenze ist jedoch größer als der Prüfwert. Damit ist der Stoff derzeitig
nicht einschätzbar.
Der mögliche Fall, dass der höchste Jahresdurchschnittswert an einer Messstelle größer als ein Drittel des Qualitätskennwertes
ist, aber unter dem Qualitätskennwert liegt , tritt in den vorliegenden Untersuchungsergebnissen nicht auf.
Tabelle 9: Abschätzung der Relevanz von Arzneistoffen für Fließgewässer
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
JD > QKW
JD > 1/2
QKW, aber
< QKW
JD < 1/3
QKW
JD < BG,
aber BG > QKW
JD > PW
JD < PW
JD < BG,
aber
BG > PW
Gewässerrelevanz
relevant
signifikante
Belastung
nicht
relevant
nicht einschätz-
bar
ggf.
relevant
vmtl. nicht
relevant
nicht ein-
schätzbar
Diclofenac
Ibuprofen
Propyphenazon
Phenazon
Indometacin
Analgetika
Acetylsalicylsäure
Stimulantien
Coffein
Anästhetika
(Betäubungsmittel)
Lidocain
Carbamazepin
Primidon
Oxcarbazepin
Antiepileptika
(Mittel gegen
epileptische
Krampfanfälle)
Gabapentin

24
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
JD > QKW
JD > 1/2
QKW, aber
< QKW
JD < 1/3
QKW
JD < BG,
aber BG > QKW
JD > PW
JD < PW
JD < BG,
aber
BG > PW
Gewässerrelevanz
relevant
signifikante
Belastung
nicht
relevant
nicht einschätz-
bar
ggf.
relevant
vmtl. nicht
relevant
nicht ein-
schätzbar
Metoprolol
Pentoxifyllin
Atenolol
Sotalol
Betablocker
Propanolol
Bezafibrat
Gemfibrozil
Fenofibrinsäure
Clofibrinsäure
Lipidsenker
Clofibrat
Psychopharmaka
Diazepam
Sedativa
(Beruhigungsmittel)
Medazepam
Chloralhydrat
Hypnotika
(Schlafmittel)
Phenobarbital
17β-Oestradiol
Oestron
Oestriol
17α-Aethinyl-
oestradiol
Mestranol
Hormone
β-Sitosterol
Sulfamethoxazol
Trimethoprim
Chemo-
therapeutika
Ciprofloxazin
Erythromycin
Dehydrato-
Erythromycin A
- - - -
Clarithromycin
Roxithromycin
Tetracyclin
Chlortetracyclin
(A
i)
Gentamycin
Amoxicillin
Imipenem
Ceftriaxon
Cefuroxim
Vancomycin
Ofloxacin
Metronidazol
Monensin
Nystatin
Chloramphenicol
Clindamycin
Antibiotika
Clotrimazol

25
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
JD > QKW
JD > 1/2
QKW, aber
< QKW
JD < 1/3
QKW
JD < BG,
aber BG > QKW
JD > PW
JD < PW
JD < BG,
aber
BG > PW
Gewässerrelevanz
relevant
signifikante
Belastung
nicht
relevant
nicht einschätz-
bar
ggf.
relevant
vmtl. nicht
relevant
nicht ein-
schätzbar
Iopamidol
Amidotrizoat
Iopromid
Iodipamid
Iohexol
Röntgen-
kontrastmittel
Iomeprol
Für 60 Arzneistoffe liegen Untersuchungsergebnisse in Fließgewässern vor. Davon verfügen 36 Arzneistoffe über Qualitäts-
kennwerte. Nach der vorgenommenen Bewertung sind die 8 Arzneistoffe, Diclofenac, Ibuprofen, Carbamazepin, 17α-Aethinyl-
oestradiol,
β-Sitosterol,
Sulfamethoxazol, Ciprofloxazin und Erythromycin als gewässerrelevant anzusehen. 24 Arzneistoffe sind
als nicht gewässerrelevant einzuschätzen, da die Jahresdurchschnittswerte kleiner als ein Drittel des Qualitätskennwertes sind.
Für 4 Verbindungen ist die Relevanz aufgrund zu hoher Bestimmungsgrenzen derzeit nicht einschätzbar.
Für die verbleibenden 24 Arzneistoffe liegen keine Qualitätskennwerte vor, so dass hilfsweise der Prüfwert von 0,1 μg/L als
Beurteilungskriterium für das Vorkommen in der Umwelt herangezogen wird. Für die 9 Arzneistoffe Indometacin, Primidon,
Oxcarbazepin, Mestranol, Dehydrato-Erythromycin A, Clotrimalcol, Iopamidol, Amidotrizoat und Imeprol wird der Prüfwert über-
schritten, so dass ggf. eine Gewässerrelevanz vorliegen könnte. Für weitere 9 Verbindungen wird keine Relevanz vermutet, da
der Prüfwert unterschritten wird. Die verbleibenden 6 Verbindungen sind aufgrund der zu hohen Bestimmungsgrenzen gegen-
wärtig nicht einschätzbar.
Die nachfolgenden Tabellen 10 und 11 spiegeln die Betroffenheit einzelner Flusseinzugsgebiete hinsichtlich eines relevanten
Auftretens von Arzneistoffen wieder. Sind Überblicks- und Oberflächenwasserkörpermessstellen betroffen, ist dies ein Indiz für
eine überregionale und lokale Gewässerrelevanz.

26
Tabelle 10: Arzneistoffe, die an bestimmten Messstellen in Flusseinzugsgebieten mit Jahresmittelwerten
gemessen wurden, die den Qualitätskennwert bzw. die Hälfte des Qualitätskennwertes überschreiten
Elbegebiet
Odergebiet
Arzneistoff
Arzneimittel-
gruppe
Elbe
Freiberger
Mulde
Zwickauer
Mulde
Vereinigte
Mulde
Obere
Weiße
Elster
Untere
Weiße
Elster
Schwarze
Elster
Spree
Lausitzer
Neiße
Diclofenac Analgetika xxx xxx xxx xxx xxx xxx xxx xxx xxx
Ibuprofen Analgetika xxx xxx xxx xxx xxx xxx xxx xxx xxx
Carbamazepin Antiepileptika x x x x x x xxx x x
17α-Aethinyl-
oestradiol
Hormone
x
x
x
β-Sitosterol
Hormone
xxx
(xx)
xxx
xxx
x
xxx
x
x
xx
Sulfamethoxazol
Chemo-
therapeutika
(x) x
x
Ciprofloxacin
Chemo-
therapeutika
x
Erythromycin
Antibiotika
x
(x)
(x)
.
JD > QKW
JD > ½ QKW
JD < ½ QKW
xxx
JD einer oder mehrerer Überblicks - und Oberflächenwasserkörpermessstellen > QKW
xx
JD einer oder mehrerer Überblicksmessstellen > QKW
x
JD einer oder mehrerer Oberflächenwasserkörpermessstellen > QKW
(xx)
JD einer oder mehrerer Überblicksmessstellen > ½ QKW
(x)
JD einer oder mehrerer Oberflächenwasserkörpermessstellen > ½ QKW

27
Tabelle 11: Arzneistoffe, die an bestimmten Messstellen in Fließgewässern mit Jahresdurchschnitt über dem Prüfwert
von 0,1 μg/L gemessen wurden
Elbegebiet
Odergebiet
Arzneistoff
Arzneimittel-
gruppe
Elbe
Freiberger
Mulde
Zwickauer
Mulde
Vereinigte
Mulde
Obere
Weiße
Elster
Untere
Weiße
Elster
Schwarze
Elster
Spree
Lausitzer
Neiße
Indometacin Analgetikum ++ n. u. n. u. ++ n. u. n. u. ++ n. u. +
Primidon Antiepileptikum + + + + + +++ +++ +
Oxcarbazepin Betablocker
+
Mestranol Hormon + + + n. u. + n. u.
Dehydrato-
Erythromycin
A
Antibiotikum
++
++
Clotrimazol Antibiotikum
+
Iopamidol
Röntgen-
kontrastmittel
+++
++
++
+++
+++
+++
+
Amidotrizoat
Röntgen-
kontrastmittel
+++
+++
+++
+++
+++
+++
+++
Iomeprol
Röntgen-
kontrastmittel
+++
+++
+++
+++
+++
+++
+
++
JD > PW, aber kein QKW
+++
JD einer oder mehrerer Überblicks- und Oberflächenwasserkörpermessstellen > PW
++
JD einer oder mehrerer Überblicks- und Teileinzugsgebietsmessstellen > PW
+
JD einer oder mehrerer repräsentativer Oberflächenwasserkörpermessstellen > PW
JD aller Messstellen < PW
n. u.
nicht untersucht
Für Diclofenac und Ibuprofen liegen in allen Teileinzugsgebieten relevante Befunde sowohl an den Überblicksmessstellen als
auch an den Messstellen im Teileinzugsgebiet vor (Abb. 4 und 5). Damit stellen diese Verbindungen ein lokales und überregio-
nales Problem dar. Für Carbamazepin liegen ebenfalls in allen Teileinzugsgebieten relevante Befunde vor, jedoch nicht an den
Überblicksmessstellen sondern eher lokal in einzelnen Gewässern. Für
β-Sitosterol
gibt es relevante bzw. signifikante Befunde
in allen Teileinzugsgebieten. Sulfamethoxazol, Ciprofloxacin und Erythromycin werden nur in einzelnen Gebieten auffällig.
Primidon und die Röntgenkontrastmittel liegen in der überwiegenden Anzahl der Teileinzugsgebiete sowohl an den Überblicks-
messstellen als auch an den Messstellen der Oberflächenwasserkörper über dem Prüfwert. Sie sind ggf. überregional von Be-
deutung.

image
image
28
Abbildung 4: Jahresdurchschnittswerte gemessener Diclofenac-Konzentrationen an den Überblicksmess-
stellen der Teileinzugsgebiete 2008-2010
Abbildung 5: Jahresdurchschnittswerte gemessener Ibuprofen-Konzentrationen an den Überblicksmess-
stellen der Teileinzugsgebiete 2008-2010

29
5 Verknüpfung der Ergebnisse der Abwas-
seruntersuchungen mit den Fließgewässer-
befunden
Um eine Relation zwischen den Befunden aus dem Abwasser (Tabelle 6) und dem Oberflächenwasser (Tabelle 10) herzustel-
len, wurden die Arzneistoffe, deren Konzentrationen im Ablauf kommunaler Kläranlagen bzw. deren Jahresdurchschnittswerte
an bestimmten Messstellen in Fließgewässern über dem gewässerbezogenen Qualitätskennwert gemessen wurden, gegen-
übergestellt. Das Ergebnis ist der Tabelle 12 zu entnehmen.
Tabelle 12: Arzneistoffe, deren Konzentrationen im Ablauf kommunaler Kläranlagen bzw. deren Jahresdurchschnitt an
bestimmten Messstellen in Fließgewässern über dem gewässerbezogenen Qualitätskennwert gemessen wurden
(Arzneistoffe, die auch in Tierarzneimitteln eingesetzt werden /1/, sind hellgrün markiert.)
Arzneistoff
Arzneimittelgruppe
kommunale
Kläranlagen
Fließgewässer
Diclofenac Analgetikum
⊗⊗
xxx
Ibuprofen Analgetikum
⊗⊗
xxx
Carbamazepin Antiepileptikum
⊗⊗
xxx
Sulfamethoxazol Chemotherapeutikum
⊗⊗
x
Erythromycin Antibiotikum
⊗⊗
x
17α-Aethinyloestradiol
Hormon
x
β-Sitosterol
Hormon
xxx
Ciprofloxacin Chemotherapeutikum
x
Clarithromycin Antibiotikum
Metoprolol Betablocker
(⊗)
Clofibrat Lipidsenker
(⊗)
17β-Oestradiol
Hormon
(⊗)
Oestron Hormon
(⊗)
⊗⊗
Median aller untersuchten Abwasserproben > QKW
90-Perzentil aller untersuchten Abwasserproben > QKW
(⊗)
Maximalwert aller untersuchten Abwasserproben > QKW
xxx
JD einer oder mehrerer Überblicks - und Oberflächenwasserkörpermessstellen > QKW
x
JD einer oder mehrerer Oberflächenwasserkörpermessstellen > QKW
JD einer oder mehrerer Oberflächenwasserkörpermessstellen < 1/3 QKW
JD < Bestimmungsgrenze (BG), aber BG > QKW

30
Für die 8 Arzneistoffe Diclofenac, Ibuprofen, Carbamazepin, Sulfamethoxazol, Erythromycin, 17α-Aethinyloestradiol,
β-
Sitosterol und Ciprofloxacin
gibt es Überschreitungen von Qualitätskennwerten in Fließgewässern. Für Clarithromycin, Metopro-
lol und Clofibrat liegen alle Jahresdurchschnittswerte unter einem Drittel des Qualitätskennwertes. Für die beiden Hormone 17β-
Oestradiol und Oestron ist eine Aussage zur Gewässerrelevanz nicht möglich, da alle Jahresdurchschnittswerte unter der Be-
stimmungsgrenze liegen, die analytische Bestimmungsgrenze aber den Qualitätskennwert übersteigt. Für alle diese genannten
13 Arzneistoffe kommen kommunale Kläranlagen als Belastungsquellen in Frage, wobei bei den 4 Stoffen Metoprolol, Clofibrat ,
17β-Oestradiol und Oestron im gereinigten Abwasser Überschreitungen des gewässerbezogenen Qualitätskennwertes nur in
Einzelproben festzustellen sind. Die statistische Bewertung der Abwasserrelevanz der drei Hormone 17α-Aethinyloestradiol,
17β-Oestradiol und Oestron sowie des Antibiotikums Ciprofloxacin
ist mit Unsicherheiten behaftet, da die analytische Bestim-
mungsgrenze über den Qualitätskennwerten liegt (vgl. Tabelle A1 im Anhang).
Für Arzneistoffe mit Konzentrationen im Ablauf kommunaler Kläranlagen bzw. mit Jahresdurchschnittswerten an bestimmten
Fließgewässermessstellen über dem Prüfwert von 0,1 μg/L enthält Tabelle 13 eine Gegenüberstellung der Befunde aus Abwäs-
sern (Tabelle 8) und Oberflächengewässern (Tabelle 10).
Tabelle 13: Arzneistoffe, deren Konzentrationen im Ablauf kommunaler Kläranlagen bzw. deren Jahresdurchschnitt an
bestimmten Messstellen in Fließgewässern über dem Prüfwert von 0,1 μg/L gemessen wurden, für die es aber bisher
keinen Qualitätskennwert gibt
(Arzneistoffe, die auch in Tierarzneimitteln eingesetzt werden /1/, sind hellgrün markiert.)
Arzneistoff
Arzneimittelgruppe
kommunale
Kläranlagen
Fließgewässer
Primidon Antiepileptikum
⊕⊕
+++
Oxcarbazepin Antiepileptikum
⊕⊕
+
Sotalol Betablocker
⊕⊕
Iomeprol Röntgenkontrastmittel
⊕⊕
+++
Indometacin Analgetikum
++
Gemfibrozil Lipidsenker
Mestranol Hormon
+
Dehydrato-Erythromycin A
Antibiotikum
++
Metronidazol Antibiotikum
Clindamycin Antibiotikum
Iopamidol Röntgenkontrastmittel
+++
Amidotrizoat Röntgenkontrastmittel
+++
Iodipamid Röntgenkontrastmittel
Clotrimazol Antibiotikum
(⊕)
+
⊕⊕
Median aller untersuchten Abwasserproben > PW
90-Perzentil aller untersuchten Abwasserproben > PW
(⊕)
Maximalwert aller untersuchten Abwasserproben > PW
+++
JD einer oder mehrerer Überblicks - und Oberflächenwasserkörpermessstellen > PW
++
JD einer oder mehrer Überblicksmessstellen > PW
+
JD einer oder mehrerer Oberflächenwasserkörpermessstellen > PW
JD aller Messstellen < PW

image
31
14 Arzneistoffe wurden in Abwasserproben aus dem Ablauf kommunaler Kläranlagen oberhalb des Prüfwertes von 0,1 μg/L
gemessen. 9 dieser Stoffe sind dabei in entsprechender Konzentration auch in Fließgewässern zu finden. Für 5 Stoffe wurde
der Jahresdurchschnitt im Gewässer nicht über dem Prüfwert gefunden.
Für 28 der insgesamt 61 in Abwässern untersuchten Arzneistoffe und für 33 der 60 in Fließgewässern betrachteten Stoffe liegt
keine Relevanz vor bzw. ist aufgrund der Unterschreitung des Prüfwertes keine Relevanz zu vermuten. Für die übrigen 6 Arz-
neistoffe im Abwasser und 10 Stoffe im Oberflächenwasser wurden alle Einzelkonzentrationen bzw. Jahresdurchschnittskon-
zentrationen unterhalb der Bestimmungsgrenze gefunden. Die analytische Bestimmungsgrenze liegt jedoch jeweils über dem
Qualitätskenn- oder Prüfwert, so dass die Relevanz der Arzneistoffe zurzeit nicht abschließend eingeschätzt werden kann.
Einen Gesamtüberblick über die vorgenommene Bewertung der Relevanz von Arzneistoffen in behandelten Abwässern und
Fließgewässern gibt Abb. 6.
Kommunale Kläranlagen (Ablauf)
Fließgewässer
9
4
14
21
7
6
8
9
24
9
10
Kommunale Kläranlagen (Ablauf)
Fließgewässer
relevant
90-Perzentil aller untersuchten Ab-
wasserproben > QKW
JD > QKW
nur in Einzelproben relevant
Maximalwert aller untersuchten
Abwasserproben > QKW
ggf. relevant
Konzentrationen > PW gefunden
JD > PW
nicht relevant
alle Einzelkonzentrationen < QKW
JD < QKW
vmtl. nicht relevant
alle Einzelkonzentrationen < PW
JD < PW
nicht einschätzbar
alle Einzelkonzentrationen < BG,
aber BG > QKW bzw. PW
JD < BG, aber BG > QKW bzw. PW
Abbildung 6: Überblick über die Anzahl der im gereinigten Abwasser und in Fließgewässern nach ihrer Relevanz ein-
gestuften, untersuchten Arzneistoffe

32
6 Zusammenfassung
Arzneistoffe stehen bereits seit längerer Zeit im Fokus der Umweltbeobachtung. Pharmazeutische Produkte besitzen mit knapp
25 % den größten Anteil an der gesamten Chemieproduktion innerhalb der Europäischen Union /11/. Die Arzneimittelwirkstoffe
sind in der Regel biologisch schwer abbaubar, und sie werden deshalb in kommunalen Kläranlagen nur unvollständig aus dem
Abwasser entfernt.
Seit dem letzten Arzneistoffbericht des LfUG 2007 wurden im Auftrag des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirt-
schaft und Geologie weitere 10 Verbindungen untersucht, so dass im vorliegenden Bericht insgesamt 61 Arzneistoffe hinsicht-
lich ihrer Relevanz im gereinigten Abwasser und in Fließgewässern bewertet werden können. Viele Arzneistoffe werden inzwi-
schen im Landesmessprogramm durch die Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft untersucht.
Einen Überblick über das Vorkommen der untersuchten Arzneistoffe in Kläranlagenabläufen und Fließgewässern gibt Tabelle
14. Die Relevanzbewertung wird durch Ampelfarben veranschaulicht.
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass viele Arzneistoffe Belastungen der Gewässer verursachen. Ihre Relevanz ist jedoch
differenziert zu betrachten. Nur 24 der untersuchten Arzneistoffe können gegenwärtig in Sachsen eindeutig als nicht gewässer-
relevant eingestuft werden (dunkelgrün hinterlegt).
Hohe Konzentrationen eines Arzneistoffes im Abwasser bedingen in der überwiegenden Zahl der Fälle auch entsprechende
Messergebnisse im Gewässer. Für die 8 Arzneistoffe Diclofenac, Ibuprofen, Carbamazepin, 17α-Aethinyloestradiol,
β-Sitosterol
,
Sulfamethoxazol,
Ciprofloxacin und Erythromycin gibt es Überschreitungen der gewässerbezogenen Qualitätskennwerte in
Kläranlagenabläufen und in Fließgewässern.
Für 7 dieser Stoffe liegen bereits Vorschläge für Qualitätsnormen vor, die ihrer
besonderen Bedeutung für die aquatische Lebensgemeinschaft Rechnung tragen.
Neben den ökotoxikologischen Wirkungen
der Arzneistoffe sind die 3 antibiotisch wirksamen Stoffe Sulfamethoxazol,
Ciprofloxacin und Erythromycin in der aquatischen
Umwelt bedenklich, da so möglicherweise die Ausbreitung der Antibiotikaresistenz von Krankheitserregern begünstigt wird. Die
genannten Stoffe werden als relevant angesehen (rot hinterlegt).
Für 24 der untersuchten Arzneistoffe gibt es bisher keine Qualitätskennwerte, so dass die mögliche Relevanz dieser Stoffe nicht
bewertet werden kann. Um trotzdem eine Einschätzung ihres Umweltvorkommens zu ermöglichen, wurde im vorliegenden Be-
richt ein Prüfwert von 0,1 mg/L herangezogen. Für die 9 Arzneistoffe Indometacin, Primidon, Oxcarbazepin, Mestranol, De-
hydrato-Erythromycin A, Clotrimazol, Iopamidol, Amidotrizoat und Iomeprol gibt es Überschreitungen dieses Prüfwertes in Klär-
anlagenabläufen und in Fließgewässern.
Diese Stoffe werden als möglicherweise relevant eingestuft, für sie sollten vorrangig
Qualitätsnormvorschläge erarbeitet werden (gelb hinterlegt). Bei 6 Stoffen wird der Prüfwert weder in Abwässern noch Fließge-
wässern erreicht, die Stoffe werden deshalb als vermutlich nicht relevant angesehen.
Die analytischen Bestimmungsverfahren müssen insbesondere für Arzneistoffe weiterentwickelt werden, für die die Bestim-
mungsgrenze über dem Qualitätskennwert liegt. Diese Stoffe sind gegenwärtig einer Relevanzbewertung nicht zugänglich.

33
Tabelle 14: "Relevanz" von Arzneistoffen im gereinigten Abwasser und in Fließgewässern - vereinfachte Darstellung
der Untersuchungsergebnisse in Sachsen
Arzneistoff
QKW
bzw. PW
Arzneimittelgruppe
kommunale
Kläranlagen (Ablauf)
Fließgewässer
Diclofenac
QS-D Analgetikum
.
Ibuprofen
QS-D Analgetikum
Carbamazepin
QN-V Antiepileptikum
17α-Aethinyloestradiol
QS-D Hormon
β-Sitosterol
UQNV Hormon
Sulfamethoxazol
QN-V Chemotherapeutikum
Ciprofloxacin
PNEC Chemotherapeutikum
Erythromycin
QN-V Antibiotikum
relevant
Clarithromycin
UQNV Antibiotikum
Metoprolol
QN-V Betablocker
Clofibrat
PNEC Lipidsenker
nur in Einzel-
17β-Oestradiol
QS-D Hormon
proben relevant
Oestron
PNEC Hormon
Indometacin
PW Analgetikum
Primidon
PW Antiepileptikum
Oxcarbazepin
PW Antiepileptikum
Mestranol
PW Hormon
Prüfwert über-
Dehydrato-Erythromycin A PW Antibiotikum
schritten –
Clotrimazol
PW Antibiotikum
ggf. relevant
Iopamidol
PW Röntgenkontrastmittel
Amidotrizoat
PW Röntgenkontrastmittel
Iomeprol
PW Röntgenkontrastmittel
Sotalol
PW Betablocker
Gemfibrozil
PW Lipidsenker
Metronidazol
PW Antibiotikum
Clindamycin
PW Antibiotikum
Iodipamid
PW Röntgenkontrastmittel
Propyphenazon
QN-V Analgetikum
Phenazon
QN-V Analgetikum
Acetylsalicylsäure
PNEC Analgetikum
Coffein
PNEC Stimulans
Lidocain
PNEC Anästhetikum
Gabapentin
PNEC Antiepileptikum
nicht relevant
Pentoxifyllin
PNEC Betablocker
Atenolol
PNEC Betablocker
Propanolol
PNEC Betablocker
Bezafibrat
PNEC Lipidsenker
Fenofibrinsäure
PNEC Lipidsenker
Clofibrinsäure
QN-V Lipidsenker
Diazepam
PNEC Psychopharmakon
Chloralhydrat
QN Hypnotikum
Phenobarbital
PNEC Hypnotikum
Trimethoprim
PNEC Chemotherapeutikum
Roxithromycin
PNEC Antibiotikum
Amoxicillin
PNEC Antibiotikum
Monensin
PNEC Antibiotikum
Iopromid
PNEC Röntgenkontrastmittel
Naproxen
PNEC Analgetikum
Keine Daten
Medazepam
PW Sedativum
Chlortetracyclin
PW Antibiotikum

34
Arzneistoff
QKW
bzw. PW
Arzneimittelgruppe
kommunale
Kläranlagen (Ablauf)
Fließgewässer
Gentamycin
PW Antibiotikum
Prüfwert unterschrit-
Imipenem
PW Antibiotikum
ten– vmtl. nicht
Ofloxacin
PW Antibiotikum
relevant
Nystatin
PW Antibiotikum
Vancomycin
PW Antibiotikum
Tetracyclin
PNEC Antibiotikum
Oestriol
PNEC Hormon
Ceftriaxon
PW Antibiotikum
zurzeit nicht
Cefuroxim
PW Antibiotikum
einschätzbar
Chloramphenicol
PNEC Antibiotikum
Iohexol
PW Röntgenkontrastmittel
Die statistische Auswertung der Abwasseruntersuchungen zeigt bei als relevant eingestuften Arzneistoffen keinen wesentlichen
Unterschied zwischen großen, mittleren und kleinen Kläranlagen. Das heißt, der Ausbau von Kläranlagen mit weitergehender
Reinigungsstufe lässt keine wesentliche Verbesserung der Eliminierung der abwasserrelevanten Arzneistoffe erkennen.
Für das Schmerzmittel Diclofenac und das Antiepileptikum Carbamazepin wurden in allen untersuchten Kläranlagenabläufen
Konzentrationen über der Bestimmungsgrenze gefunden und die Streuung der Konzentrationswerte ist vergleichsweise gering.
Die abgeleiteten Emissionsfaktoren für Diclofenac von 462 μg/EW d und für Carbamazepin von 349 μg/EW d ermöglichen eine
Abschätzung der Einträge dieser beiden Arzneistoffe aus Kläranlagen in Gewässer.
Für neue Arzneimittelwirkstoffe in der Humanmedizin erfolgt seit 2006 eine Umweltbewertung auf der Grundlage eines europäi-
schen Leitfadens. Festgestellte Umweltrisiken stellen aber keinen Ausschlussgrund für das Inverkehrbringen der Arzneimittel
dar. Das gilt selbst dann, wenn bereits ein gleichermaßen wirksames, aber weniger umweltschädliches Arzneimittel existiert.
Umweltrisiken alter Arzneimittel sind ungeprüft. Im Unterschied zu den Humanarzneimitteln kann bei Tierarzneimitteln das In-
verkehrbringen aufgrund festgestellter Umweltrisiken versagt oder mit Auflagen zum Umweltschutz verbunden werden. Nach-
träglich festgestellte Umweltprobleme können auch bei alten Tierarzneimitteln zur Zulassungsänderung oder –aufhebung füh-
ren. /26/
Nach Einschätzung des UBA /12, 25/ können bislang Umweltrisiken, die von der Humanarzneimittelanwendung ausgehen, nur
unzureichend gemindert werden. Ansätze für eine Risikominderung werden in der Entwicklung von umweltfreundlichen Arznei-
mitteln, von Applikationsformen, die eine zielgerichtete Entsorgung und geringere Umwelt-Exposition ermöglichen und von
Wirkstoffen mit maßgeschneiderten pharmakologischen Eigenschaften gesehen. Weitere Vorschläge für eine Verminderung der
Einträge in die Umwelt sind:
Reduzierung des Arzneimittelabfallanfalls durch z. B. passgenaue Verordnung,
die sichere Abfallentsorgung durch z. B. Verbrennung und
gezielte Information von Ärzten und Patienten über Umweltaspekte der Arzneimittelverwendung, z.B. durch Kennzeichnung
von Arzneimittelpackungen und Hinweise zur Umweltrelevanz in den Beipackzetteln.
In der Abwasserbehandlung sind zur weitgehenden Wirkstoffentfernung Verfahren wie Aktivkohleadsorption oder Umkehrosmo-
se zwar prinzipiell möglich, ihre großtechnische Anwendung zur Behandlung kommunaler Abwässer ginge jedoch über den
Stand der Technik hinaus und wäre mit hohen wirtschaftlichen Aufwendungen verbunden.
Die Problematik der Gewässerbelastungen durch Arzneistoffe muss weiter verfolgt werden. Die Bewertung möglicher Umweltri-
siken erfordert für noch viele Altarzneimittel ökotoxikologische Untersuchungen, die analytischen Bestimmungsverfahren sind
weiterzuentwickeln. Für detaillierte Betrachtungen muss die Datendichte zu häufig verabreichten Arzneistoffen weiter verbessert
werden. Dazu werden weitere Arzneistoffe in das sächsische Gewässeruntersuchungsprogramm aufgenommen.

35
7 Literatur
/1/
Bund/Länderausschuss für Chemikaliensicherheit (BLAC)
Arzneimittel in der Umwelt, Auswertung der Untersuchungsergebnisse
Bericht an die 61. Umweltministerkonferenz (UMK), 2003
http://blak-uis.server.de/servlet/is/2146/P-2c.pdf
/2/
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Arzneistoffe in Elbe und Saale
Bericht 2003
http://www.fgg-elbe.de/tl_fgg_neu/veroeffentlichungen.html?page=2
/3/ EU-Wasserrahmenrichtlinie (Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates zur Schaffung eines
Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik) vom 23. Oktober 2006, ABl. Nr.
L 327, S. 1 – 72
/4/
Beschluss der 61. Umweltministerkonferenz (UMK), Hamburg, November 2003
Anlage 12 in /1/
/5/
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
Arzneimittelwirkstoffe in Abwassereinleitungen und Gewässern in Sachsen
Dezember 2005
http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/download/Arzneimittel_Berichtkorr.pdf
/6/
Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Bestandsaufnahme, Einstufung
und Überwachung der Gewässer (Sächsische Wasserrahmenrichtlinienverordnung – SächsWRRLVO) vom 7. Dezem-
ber 2004 (SächsGVBl. S. 610 - 623)
,
geändert durch Verordnung vom 26. Juni 2008 (SächsGVBl. S. 456)
/7/
Landesumweltamt Brandenburg (LUA)
Ökotoxikologische Bewertung von Humanarzneimitteln in aquatischen Ökosystemen
Studien und Tagungsberichte, Band 39, 2002
/8/
Umweltbundesamt Wien (Herausgeber)
Hormonwirksame Stoffe in Österreichs Gewässer – Ein Risiko?
Forschungsbericht
Wien, Juni 2003
http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/DP102.pdf
/9/
G. Huschek, P. D. Hansen, H. H. Maurer, D. Krengel, A. Kayser
Environmental Risk Assessment of Medicinal Products for Human Use According to European Commission Recom-
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Environmental Toxicology 19 (2004) 3, 226 - 240
/10/ Engler-Bunte-Institut Karlsruhe
Entwicklung von Umweltqualitätsnormen zum Schutz aquatischer Biota in Oberflächengewässern für flussgebietsspezi-
fische Stoffe
Projektbericht zum Forschungsvorhaben, 2004

36
/11/
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU)
UmweltWissen - Arzneistoffe in der Umwelt, 2008
http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/doc/uw_8_arzneistoffe_umwelt.pdf
/12/
M. Kolossa-Gehring, P. Apel, J. Koschorreck, I. Rönnefahrt
Risikominderung – was bleibt zu tun?
in UBA-Texte 29/05 „Arzneimittel in der Umwelt – Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie das Umweltbundesamt“
Dessau, Dezember 2005
/13/ Qualitätsnorm-Vorschläge (QN-V) aus LAWA-Projekt Nr. O 10.03 II
/14/
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen
Eintrag von Arzneimitteln und deren Verhalten und Verbleib in der Umwelt – Literaturstudie
LANUV-Fachbericht 2, 2007
/15/
J. F. Moltmann, M. Liebig, T. Knacker, M. Keller, M. Scheurer, T. Ternes
Gewässerrelevanz endokriner Stoffe und Arzneimittel
Abschlussbericht zum Forschungsvorhaben, 2007
/16/
INERIS – Portail Substances Chimiques
Concentrations prévues sans effet dans l’environnement aquatique (PNECaqua), eau douce
www.ineris.fr,
catalogue prédéfini (PNEC), 10.09.2007
/17/ A. Thompson
The Fate and Removal of Pharmaceuticals during Sewage Treatment
Cranfield University, thesis, Oktober 2005
/18/
C. Carlsson, A.-K. Johansson, G. Alvan, K. Bergman, T. Kühler
Are pharmaceuticals potent environmental pollutants? Part I: Environmental risk assessment of selected active phar-
maceutical ingredients
Science of the Total Environment 364 (2006) 67 - 87
/19/ Environment Agency
Targeted monotoring study for veterinary medicines in the environment
Science Report SC030183/SR
www.environment-agency.gov.uk
/20/
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
Arzneistoffbericht 2007 – Arzneimittelwirkstoffe, Antibiotika und Röntgenkontrastmittel in Abwassereinleitungen und
Oberflächengewässern in Sachsen
Dezember 2007
http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/download/Arzneimittel_Bericht_2007_19.pdf
/21/
U. Engelmann, S. Rohde
Arzneimittelwirkstoffe, Antibiotika und Röntgenkontrastmittel in Abwassereinleitungen und Oberflächengewässern in
Sachsen
KA 56 (2009), 3, 258-268
/22/
T. Herbst, M. Nendza
Entwicklung von Umweltqualitätsnormen für Schadstoffe des Anhangs VIII WRRL
Abschlussbericht zum LAWA-Projekt O 05.07
November 2009

37
/23/
Working Group E – Chemical Aspects
Substances proposed for EQS derivation, Draft at 18 August 2010 – subject to revision
(unveröffentlicht)
/24/
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH (Herausgeber)
Forschungsprojekt start
Humanarzneimittelwirkstoffe: Handlungsmöglichkeiten zur Verringerung von Gewässerbelastungen
Eine Handreichung für die Praxis
August 2008
http://www.start-project.de/projekt.htm
/25/
H. H. Dieter, K. Götz, K. Kümmerer, B. Rechenberg, F. Keil
Handlungsmöglichkeiten zur Minderung des Eintrags von Humanarzneimitteln und ihren Rückständen in das Roh- und
Trinkwasser
Statusbeschreibung und Empfehlungen aus einem Fachgespräch, das Umweltbundesamt (UBA) und Institut für
sozial-ökologische Forschung (ISOE) am 21./22. Januar 2010 in Berlin auf Anregung des Bundesministeriums für
Gesundheit (Ref 324) durchführten
Berlin/ Frankfurt am Main, August 2010
/26/ K. Kern
Die Apotheke im Gewässer
ZUR 1/2011, S. 9-15

38
Abkürzungsverzeichnis
BG Bestimmungsgrenze
BLAC
Bund-Länder-Ausschuss für Chemikaliensicherheit
EW Einwohnerwert
JD Jahresdurchschnitt
KA Kläranlage
LAWA
Länderarbeitsgemeinschaft Wasser+
MW Messwert
OWK Oberflächenwasserkörper
QKW Qualitätskennwert
QS-D Qualitätsstandard
QN-V Qualitätsnormvorschlag
PW Prüfwert
PNEC
Predicted No-Effect Concentration (Konzentration, bei der keine ökotoxikologischen Effekte zu
erwarten sind)
UBA Umweltbundesamt
QN Qualitätsnorm
UQNV
Vorschlag für Umweltqualitätsnorm

39
Anhang
Tabelle A1: Untersuchungsergebnisse für große Kläranlagen (> 10.000 EW; rot markiert), für mittlere Kläranlagen
(> 5.000 EW bis 10.000 EW) und für kleine Kläranlagen (bis 5.000 EW; grün markiert) im Zeitraum von 2001 bis 2006
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
BG
in μg/L
Anzahl
der
Proben
Anzahl
der KA
Anzahl
der KA
mit Pro-
ben > BG
Median in
μg/L
90-
Perzentil
in μg/L
Maximum
in μg/L
Diclofenac
0,005 - 0,1
0,005 - 0,1
0,005 - 0,1
223
64
126
46
13
24
46
13
24
2,1
2,8
3,2
5,3
6,1
7,9
29
8,6
12
Ibuprofen
0,003 - 0,025
0,003 - 0,025
0,003 - 0,025
223
64
126
46
13
24
43
13
22
0,046
0,047
0,06
0,43
0,4
2,4
2,4
2,1
9
Propyphenazon
0,005- 0,01
0,005 - 0,01
0,005 - 0,01
238
61
122
48
13
23
47
13
16
0,018
0,013
< BG
0,16
0,1
0,057
0,56
0,36
0,45
Naproxen
0,05
0,05
0,05
40
4
4
10
1
1
10
1
0
0,075
0,22
0,39
0,055
< BG
Phenazon
0,01 - 0,03
0,01
0,01
103
12
20
26
3
5
22
2
4
0,032
0,013
0,066
0,22
0,21
0,39
0,51
0,23
0,86
Indometacin
0,02
16
4
4
< BG
3,4
5
Analgetika
(Schmerzmittel)
Acetylsalicylsäure
0,1
0,1
0,1
20
20
20
5
5
5
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
Stimulantien
Coffein
0,01
0,01
0,01
202
73
142
44
13
24
44
13
24
0,041
0,053
0,089
0,83
1,3
4,3
2,6
5
52
Anästhetika
(Betäubungsmittel)
Lidocain
0,01 - 0,02
0,01
0,01
65
6
78
15
1
13
15
1
12
0,068
0,18
0,039
0,21
0,26
0,28
0,54
0,26
3,7
Carbamazepin
0,1
0,1
0,1
366
65
136
58
13
27
58
13
27
2,3
2,1
0,95
4,2
5,7
3,4
25
10
13
Primidon
0,005 - 0,015
0,005 - 0,015
0,005 - 0,015
258
81
142
48
13
23
48
13
21
0,42
0,45
0,18
0,92
1
1
3,6
1,9
9,4
Oxcarbazepin
0,01
0,01
0,01
114
32
60
27
7
14
27
7
12
0,73
0,64
0,19
3,1
2,4
2,3
11
2,8
6
Antiepileptika
(Mittel gegen epi-
leptische Krampfan-
fälle)
Gabapentin
0,1
0,1
0,1
67
20
20
17
5
5
17
5
5
4,8
3,8
3,1
17
12,5
13
23
15,3
42,3
Metoprolol
0,01 - 0,1
0,1
0,1
105
6
78
25
1
13
25
1
13
1
0,2
0,2
6
0,41
0,76
13
0,41
2,7
Pentoxifyllin
0,01 - 0,03
0,01 - 0,03
0,01 - 0,03
254
61
122
48
13
23
43
12
18
0,04
0,081
0,011
0,27
0,3
0,091
1,3
0,49
0,44
Atenolol
0,01
16
4
4
0,089
0,73
0,78
Betablocker
(Herzmittel)
Sotalol
0,01
0,01
0,01
56
12
20
14
3
5
14
3
5
0,13
0,15
0,075
1,2
0,76
0,36
3,7
1,7
0,49

40
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
BG
in μg/L
Anzahl
der
Proben
Anzahl
der KA
Anzahl
der KA
mit Pro-
ben > BG
Median in
μg/L
90-
Perzentil
in μg/L
Maximum
in μg/L
Propanolol
0,05
0,05
0,05
16
12
20
4
3
5
0
0
2
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
0,039
< BG
< BG
0,072
Bezafibrat
0,01 - 0,05
0,05
0,05
92
4
4
16
1
1
16
1
1
0,32
1,2
4,8
0,9
0,72
Gemfibrozil
0,02 - 0,025
0,025
0,025
56
4
4
13
1
1
10
1
0
< BG
0,22
0,5
0,16
< BG
Fenofibrinsäure
0,125
0,125
0,125
56
4
4
13
1
1
11
1
1
0,35
0,79
2,1
0,37
0,3
Clofibrinsäure
0,002 - 0,05
0,002 - 0,05
0,002 - 0,05
239
64
126
46
13
24
29
9
12
0,015
< BG
< BG
0,21
0,27
0,29
0,51
0,73
2,1
Lipidsenker
(Blutfettsenker)
Clofibrat
0,01
0,01
0,01
16
12
20
4
3
5
2
0
2
< BG
< BG
< BG
0,011
< BG
0,044
0,11
< BG
0,061
Psychopharmaka
Diazepam
0,002 - 0,1
0,002 - 0,1
0,002 - 0,1
78
26
98
16
6
14
12
1
6
< BG
< BG
< BG
0,009
< BG
0,003
0,036
0,006
0,011
Sedativa
(Beruhigungsmittel)
Medazepam
0,003 - 0,01
0,01
0,01
58
6
78
13
1
13
0
0
0
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
Chloralhydrat
0,03 - 10
10
10
58
6
78
9
1
13
0
0
0
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
Hypnotika
(Schlafmittel)
Phenobarbital
0,1
0,1
0,1
58
6
78
9
1
3
0
0
0
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
17β-Oestradiol
0,005 - 0,05
0,01
0,01
35
6
78
8
1
13
0
1
2
< BG
< BG
< BG
< BG
0,02
< BG
< BG
0,02
0,04
Oestron
0,005 - 0,01
0,01
0,01
34
6
78
7
1
13
0
1
2
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
0,18
Oestriol
0,01
0,01
0,01
16
12
20
4
3
5
0
0
0
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
< BG
17α-Aethinyloestradiol
0,005 - 0,01
0,01
0,01
34
6
78
7
1
13
3
1
13
< BG
0,02
< BG
0,03
0,03
0,07
0,23
0,03
0,13
Mestranol
0,005 - 0,01
0,01
0,01
34
6
78
7
1
13
3
1
13
< BG
0,13
0,08
0,2
0,25
0,21
0,96
0,25
0,46
Hormone
β-Sitosterol
0,01 - 0,125
0,01 - 0,03
0,01 - 0,03
202
61
122
42
13
23
41
13
22
0,12
0,11
0,1
1,4
1,5
0,55
8,1
3,3
6,1
Sulfamethoxazol
0,01 - 0,02
0,1
0,1
102
12
20
26
3
5
26
3
4
0,17
0,61
0,076
0,88
2,3
1,5
2,2
2,6
1,9
Trimethoprim
0,003
16
4
4
0,078
0,17
0,21
Chemothera-
peutika
Ciprofloxazin
0,1
0,1
0,1
16
12
20
4
3
5
4
3
2
< BG
< BG
< BG
0,091
0,097
0,041
0,095
0,16
0,054

41
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
BG
in μg/L
Anzahl
der
Proben
Anzahl
der KA
Anzahl
der KA
mit Pro-
ben > BG
Median in
μg/L
90-
Perzentil
in μg/L
Maximum
in μg/L
Erythromycin
0,003 - 0,02
0,003
0,003
103
12
20
26
3
5
26
3
5
0,043
0,038
0,011
0,28
0,058
0,29
0,52
0,43
0,33
Dehydrato-
Erythromycin A
0,01 - 0,015
0,01
0,01
36
20
20
8
5
5
8
5
5
0,12
0,078
0,049
0,59
0,33
0,3
2,4
1,1
0,43
Clarithromycin
0,015
0,015
0,015
32
12
20
8
3
5
8
3
5
0,074
0,007
0,011
0,4
0,15
0,14
0,46
0,31
0,22
Roxithromycin
0,006 - 0,1
0,1
0,1
36
20
20
8
5
5
8
5
4
0,12
0,11
0,14
0,46
0,47
0,95
0,66
0,54
1,2
Tetracyclin
1
16
4
0
< BG
< BG
< BG
Chlortetracyclin (Aure-
omycin)
0,02 - 0,3
16
4
0
< BG
< BG
< BG
Gentamycin
1
16
4
0
< BG
< BG
< BG
Amoxicillin
0,02
16
4
0
< BG
< BG
< BG
Imipenem
0,1
16
4
0
< BG
< BG
< BG
Ceftriaxon
0,3
16
4
0
< BG
< BG
< BG
Cefuroxim
1
16
4
0
< BG
< BG
< BG
Vancomycin
1
16
4
0
< BG
< BG
< BG
Ofloxacin
0,015
16
4
0
< BG
< BG
< BG
Metronidazol
0,01
16
4
4
< BG
0,11
0,15
Monensin
0,1
16
4
0
< BG
< BG
< BG
Nystatin
0,1
16
4
1
< BG
< BG
0,017
Chloramphenicol
0,05
16
4
0
< BG
< BG
< BG
Clindamycin
0,03
16
4
4
0,088
0,2
0,27
Antibiotika
Antibiotika
Clotrimazol
0,005
0,005
0,005
118
12
40
28
3
10
23
2
10
< BG
< BG
0,011
0,015
0,009
0,072
0,13
0,012
0,15

42
Arzneimittel-
gruppe
Arzneistoff
BG
in μg/L
Anzahl
der
Proben
Anzahl
der KA
Anzahl
der KA
mit Pro-
ben > BG
Median in
μg/L
90-
Perzentil
in μg/L
Maximum
in μg/L
Iopamidol
0,05 - 0,1
0,05 - 0,1
0,05 - 0,1
167
24
60
37
6
14
30
6
10
0,11
0,29
< BG
6,7
130
5,3
46
300
22
Amidotrizoat
0,05
0,05
0,05
111
12
40
28
3
10
28
3
10
1,2
3
0,21
5,4
9,6
6,5
64
33
13
Iopromid
0,1
0,05
0,05
74
12
40
19
3
10
16
2
8
0,066
< BG
< BG
3,5
0,055
1,4
17
0,31
2,1
Iodipamid
0,3
16
4
4
< BG
3,8
20,2
Iohexol
1
16
4
0
< BG
< BG
< BG
Röntgen-
kontrastmittel
Iomeprol
0,05
0,05
0,05
94
12
40
22
3
10
21
2
9
0,29
< BG
< BG
3,2
0,32
1,8
23
2,2
32

43
Tabelle A2: Überblicksmessstellen
(überregional abgestimmte Überblicksmessstellen sind gelb markiert)
Teileinzugs-
gebiet
Gewässerabschnitt
Messstellen-
kennzahl
Bezeichnung
Elbe von der Grenze bis Schmilka
OBF00200 Schmilka, rechts
EL
Elbe von Schmilka bis Zehren
OBF01800 Zehren, links
Elbe von Zehren bis Dommitzsch
OBF02810 Dommitzsch, links
FM Freiberger Mulde OBF32300 Mündung Erlln
ZM Zwickauer Mulde OBF40500 Mündung Sehrmut
VM Vereinigte Mulde OBF47600 Bad Düben
OWE
Obere Weiße Elster
OBF50300
unterhalb Elsterberg
UWE
Untere Weiße Elster
OBF50800
Schkeuditz
SE
Schwarze Elster
OBF26800
Einlauf Senftenberger See
SP Spree OBF21400 Zerre
LN Lausitzer Neiße OBF17700 unterhalb Muskau
EL
Elbe von der Grenze in Schmilka über Zehren bis Dommitzsch
FM Freiberger Mulde
ZM Zwickauer Mulde
VM Vereinigte Mulde
OWE
Obere Weiße Elster nach Thüringen
UWE
Untere Weiße Elster nach Sachsen-Anhalt
SE Schwarze Elster
SP Spree
LN Lausitzer Neiße
Tabelle A3: Untersuchungsergebnisse für Teileinzugsgebiete in Sachsen (Jahresmittelwerte 2004 bis 2006) und Bewer-
tung
JD > QKW
Jahresdurchschnitt > Qualitätskennwert
JD > 1/2 QKW aber < QKW
Jahresdurchschnitt größer 1/2 Qualitätskennwert, aber kleiner Qualitätskennwert
JD < 1/3 QKW
Jahresdurchschnitt < 1/3 QKW
JD < BG, aber BG > QKW bzw. PW
Jahresdurchschnitt kleiner Bestimmungsgrenze, aber Bestimmungsgrenze größer Qualitäts-
kennwert
JD > PW
Jahresdurchschnitt größer als der Prüfwert
JD < PW
Jahresdurchschnitt kleiner Prüfwert
kein Messergebnis
ÜMST Überblicksmessstelle
MW Messwert

44
Analgetika (Schmerzmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Diclofenac
μg/L
QS-D
0,1
EL 2004
8 0 0,089 8 38 12 0,440
0,05
2005
8 0 0,130 3 13 0 0,130
2006
12 0 0,082 19 119 23 0,370
2007
20 0 0,047 14 64 8 0,095
2008
24 2 0,033 25 142 39 0,095
2009
24 0 0,051 22 100 23 0,086
2010
24 0 0,048 31 151 41 0,084
FM 2004
4 0 0,060 8 34 4 0,200
2005
4 0 0,085 8 32 0 0,290
2006
6 0 0,410 3 18 0 0,410
2007
4 0 0,019 8 32 2 0,079
2008
6 0 0,040 18 80 28 0,093
2009
6 0 0,049 22 90 25 0,092
2010
6 0 0,061 17 75 36 0,065
ZM 2004
4 0 0,230 6 30 3 0,410
2005
4 0 0,170 6 32 0 0,560
2006
6 0 0,240 2 12 0 0,240
2007
4 0 0,071 18 72 15 0,091
2008
6 0 0,120 19 82 21 0,084
2009
6 0 0,148 7 36 16 0,009
2010
6 0 0,148 16 80 29 0,483
VM 2004
3 0 0,140 4 19 6 0,240
2005
4 0 0,086 3 13 0 0,310
2006
6 0 0,140 1 6 0 0,140
2007
4 0 0,032 4 19 1 0,010
2008
6 0 0,049 2 12 0 0,049
2009
5 0 0,065 10 39 7 0,065
2010
6 0 0,104 19 78 26 0,097
OWE 2004
6 0 0,170 6 36 12 0,400
2005
4 0 0,120 3 12 0 0,580
2006
6 0 0,150 8 48 17 0,150
2007
5
26
4
0,057
2008
4 0 0,049 10 46 9 0,078
2009
7 0 0,160 11 48 2 0,058
2010
3
18
3
0,067
UWE 2004
6 0 0,240 2 12 0 0,370
2005
4 0 0,160 3 12 0 0,330
2006
3
18
0
0,800
2007
4 1 0,042 6 28 2 0,098
2008
5
24
0
0,085
2009
4 0 0,226 20 80 2 0,093
2010
4 0 0,237 14 57 12 0,053
SE 2004
4 0 0,380 8 42 26 0,380
2005
4 0 0,310 3 12 0 0,310
2006
6 0 0,280 7 39 8 0,330
2007
6
24
0
0,087
2008
4 0 0,135 8 40 5 0,063
2009
4 0 0,297 19 73 11 0,081
2010
15
62
21
0,054
SP 2004
4 0 0,061 4 16 0 0,260
2005
4 0 0,045 4 17 2 0,350
2006
4
23
8
0,240
2007
4 0 0,039 11 48 8 0,092
2008
4 1 0,026 6 26 7 0,033
2009
4 0 0,030 11 44 5 0,085
2010
4 1 0,031 10 42 11 0,067
LN 2004
4 0 0,080 5 24 3 0,570
2005
4 0 0,170 3 12 0 0,420
2006
6 0 0,120 6 36 0 1,000
2007
4 1 0,062 6 24 1 0,085
2008
6 0 0,045 8 39 3 0,079
2009
6 0 0,071 11 46 3 0,071
2010
6 0 0,047 9 37 7 0,091

45
Analgetika (Schmerzmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Ibuprofen
μg/L
QS-D
0,01
EL 2004
8 0 0,081 8 38 18 0,081
0,01
2005
8 0 0,056 3 13 0 0,060
2006
12 0 0,058 19 119 28 0,150
2007
20 1 0,049 14 64 12 0,053
2008
24 2 0,072 25 142 49 9,686
2009
24 4 0,078 22 100 46 0,099
2010
24 2 0,045 31 151 56 0,099
FM 2004
4 0 0,029 8 34 6 0,031
2005
4 0 0,017 8 32 1 0,049
2006
6 0 0,037 3 18 0 0,037
2007
4 1 0,007 8 32 5 0,010
2008
6 2 0,011 18 80 36 0,072
2009
6 4 0,012 22 90 55 0,009
2010
6 2 0,024 17 75 39 0,069
ZM 2004
4 0 0,069 6 30 5 0,260
2005
4 0 0,046 6 32 1 0,087
2006
6 0 0,045 2 12 0 0,045
2007
4 0 0,027 18 72 19 0,097
2008
6 0 0,035 19 82 30 0,085
2009
6 2 0,036 7 36 26 0,061
2010
6 1 0,052 16 80 41 0,058
VM 2004
3 0 0,025 4 19 12 0,038
2005
4 0 0,018 3 13 1 0,018
2006
6 0 0,028 1 6 0 0,028
2007
4 1 0,009 4 19 1 0,009
2008
6 2 0,023 2 12 4 0,045
2009
5 3 0,011 10 39 14 0,008
2010
6 1 0,033 19 78 25 0,092
OWE 2004
6 1 0,022 5 30 13 0,270
2005
4 0 0,017 3 12 0 0,064
2006
6 0 0,032 8 48 18 0,074
2007
5
26
3
0,076
2008
4 2 0,004 10 46 20 0,070
2009
7 1 0,042 11 48 23 0,010
2010
3
18
2
0,050
UWE 2004
6 0 0,063 2 12 0 0,071
2005
4 0 0,040 3 12 0 0,040
2006
3
18
0
0,120
2007
4 0 0,076 6 28 1 0,010
2008
5
24
1
0,092
2009
4 1 0,043 20 80 19 0,093
2010
4 1 0,114 14 57 17 0,065
SE 2004
4 0 0,075 8 40 30 0,075
2005
4 1 0,012 3 12 5 0,012
2006
6 1 0,018 7 39 9 0,039
2007
6
24
10
0,076
2008
4 0 0,048 8 40 20 0,008
2009
4 3 0,004 19 73 40 0,009
2010
15
62
39
0,057
SP 2004
4 0 0,011 4 16 8 0,042
2005
4 2 0,008 4 17 7 0,034
2006
4
23
9
0,050
2007
4 3 0,005 11 48 23 0,007
2008
4 3 0,005 6 26 16 0,080
2009
4
3
< BG
11
44
14
0,082
2010
4
3
< BG
10
42
20
0,074
LN 2004
4 0 0,043 5 24 4 0,490
2005
4 0 0,060 3 12 0 0,450
2006
6 0 0,094 6 36 2 0,430
2007
4 0 0,018 6 24 0 0,090
2008
6 1 0,050 8 39 5 0,086
2009
6 3 0,021 11 46 11 0,098
2010
6 1 0,046 9 37 7 0,083

46
Analgetika (Schmerzmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Propyphenazon
μg/L
QN-V
0,01
EL 2004
34 12 0,012 20 133 91 0,055
0,8
2005
25 15 0,008 14 95 55 0,099
2006
26 9 0,014 39 202 164 0,014
2007
36 25 0,008 92 493 462 0,009
2008
36 26 0,009 65 398 366 0,009
2009
34 27 < BG
81
371 352
< BG
2010
36 28 0,005 73 403 380 0,010
FM 2004
12 2 0,010 14 124 64 0,050
2005
13 6 0,007 11 108 58 0,033
2006
6
4
< BG
60
308
284
0,028
2007
12 12
< BG
24
150
148
0,008
2008
12 12
< BG
72
399
391
0,008
2009
12 12
< BG
59
286
280
0,005
2010
12 12 < BG
46
251 251
< BG
ZM 2004
12 0 0,023 17 130 39 0,100
2005
13 1 0,019 16 112 33 0,100
2006
12 3 0,007 41 202 153 0,099
2007
12
8
< BG
54
309
280
0,008
2008
12 5 0,005 46 277 239 0,010
2009
12
7
< BG
45
236
224
0,010
2010
12 12
< BG
35
212
205
0,008
VM 2004
12 1 0,018 5 48 13 0,037
2005
13 1 0,012 5 43 14 0,018
2006
12 3 0,006 14 78 34 0,013
2007
12 10
< BG
24
142
110
0,010
2008
12
8
< BG
11
54
43
0,006
2009
11
7
< BG
14
59
49
0,046
2010
12 12 < BG
21
112 111
< BG
OWE 2004
12 1 0,010 5 48 24 0,053
2005
13 4 0,008 3 38 16 0,032
2006
12 4 0,006 40 219 191 0,024
2007
6
6
< BG
11
81
72
0,011
2008
6
6
< BG
21
136
134
< BG
2009
8
6
< BG
13
77
72
0,006
2010
6
6
< BG
29
162
159
< BG
UWE 2004
12 0 0,022 10 72 10 0,095
2005
13 0 0,015 7 49 11 0,024
2006
6 1 0,010 35 174 94 0,050
2007
12
9
< BG
24
142
108
0,008
2008
6
4
< BG
27
143
117
0,009
2009
6
6
< BG
41
185
169
0,074
2010
12 12 < BG
46
244 241
< BG
SE 2004
12 0 0,029 14 102 59 0,029
2005
13 2 0,019 7 68 34 0,019
2006
11 4 0,010 25 124 108 0,010
2007
11
7
< BG
47
244
229
0,006
2008
12 10 < BG
24
133 130
< BG
2009
12 12 < BG
45
200 197
< BG
2010
12 12 < BG
35
180 180
< BG
SP 2004
12 9 < BG 7 60 33 0,018
2005
13 13 < BG
5
49
31
0,015
2006
6
6
< BG
25
132
114
0,012
2007
6
6
< BG
31
186
166
0,006
2008
12 12
< BG
23
121
115
0,010
2009
12 12
< BG
33
141
132
0,009
2010
6
6
< BG
17
90
90
< BG
LN 2004
13 5 0,006 12 100 20 0,021
2005
13
8
< BG
9
75
32
0,015
2006
6
5
< BG
30
159
134
0,026
2007
12 11 < BG
17
114
78
0,009
2008
12 12
< BG
19
142
121
0,008
2009
12 12
< BG
25
135
109
0,008
2010
14 14 < BG
25
133 128
< BG

47
Analgetika (Schmerzmittel)
Überblicksmessstellen
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Phenazon
μg/L
QN-V
0,01
EL
2005
1
1
< BG
1
1
1
< BG
1,1
2006
5
5
< BG
1
3
3
< BG
2007
6 6 < BG
2010
36 36 < BG
8
56
56
< BG
FM 2005
1 1 < BG 1 1 1 < BG
2006
4
4
< BG
1
3
3
< BG
2007
3 3 < BG
2010
6
6
< BG
4
18
17
< BG
ZM 2005
1 1 < BG
2006
4 4 < BG
2007
3 3 < BG
2010
6
5
< BG
3
14
13
< BG
VM 2005
1 1 < BG
2006
4 4 < BG
2007
3 3 < BG
2010
6
6
< BG
2
10
10
< BG
OWE 2005
1
1 1 < BG
2006
1
1
< BG
1
3
3
< BG
2007
3 3 < BG
2010
4
4
< BG
4
16
16
< BG
UWE 2005
1
1 0 < BG
2006
1
1
< BG
1
3
3
< BG
2007
3 3 < BG
2010
6
6
< BG
5
22
22
< BG
SE 2005
1 1 < BG 1 1 1 < BG
2006
4
4
< BG
1
3
3
< BG
2007
3
3
< BG
1
3
2
0,010
2010
4
4
< BG
2
8
8
< BG
SP 2005
1 1 < BG
2006
4 4 < BG
2007
3 3 < BG
2010
4 4 0,010 4 16 15 < BG
LN 2005
2 2 2 < BG
2006
1
1
< BG
2
6
6
< BG
2007
3 3 < BG
2010
6
6
< BG
4
19
19
< BG

48
Analgetika (Schmerzmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
μg/L
PW
0,02
EL 2005
1 0 0,110
0,1
2006
3
3 < BG
FM 2005
2006
ZM 2005
2006
VM 2005
1 0 0,210
2006
3 2 < BG
OWE 2005
2006
UWE 2005
2006
SE 2005
1 1 < BG
2006
3 2 0,130
SP 2005
2006
LN 2005
1
1 0 0,030
Indometacin
2006
1
3
2
0,140
Analgetika (Schmerzmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Acetyl-
μg/L
PNEC
0,1
EL 2008
12 12 < BG
salicylsäure
8
2009
36 36 < BG
FM 2008
1 1 < BG
2009
3 3 < BG
ZM 2008
1 1 < BG
2009
3 3 < BG
VM 2008
1 1 < BG
2009
3 3 < BG
OWE 2008
1 1 < BG 1 1 1 < BG
2009
3
3
< BG
1
3
3
< BG
UWE 2008
1 1 < BG 2 2 2 < BG
2009
3
3
< BG
2
6
6
< BG
SE 2008
1 1 < BG
2009
3 3 < BG
SP 2008
1 1 < BG 1 1 1 < BG
2009
3
3
< BG
1
3
3
< BG
LN 2008
1 1 < BG 3 3 3 < BG
2009
3
3
< BG
3
9
9
< BG

49
Stimulantien
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Coffein
μg/L
PNEC
0,01
EL 2004
6 0 0,026 7 42 4 0,150
87
2006
26 0 0,160 39 202 20 1,000
2007
36 0 0,046 92 493 82 0,995
2008
36 1 0,083 65 398 46 0,100
2009
34 1 0,235 81 371 33 0,096
2010
36 1 0,121 73 403 55 0,099
FM 2004
2
12 0 0,082
2006
6 0 0,190 60 308 50 0,980
2007
12 0 0,082 24 150 32 0,088
2008
12 0 0,109 72 399 55 0,099
2009
12 0 0,193 59 286 28 0,098
2010
12 0 0,121 46 251 38 0,918
ZM 2004
2
12 0 0,160
2006
12 1 0,200 41 202 29 1,200
2007
12 0 0,242 54 309 49 0,099
2008
12 0 0,218 46 277 47 0,890
2009
12 0 0,272 45 236 46 0,096
2010
12 0 0,191 35 212 60 0,089
VM 2004
3
18 0 0,170
2006
12 1 0,160 14 78 3 1,300
2007
12 1 0,127 24 142 13 0,990
2008
12 0 0,115 11 54 5 0,092
2009
11 0 0,166 14 59 2 0,098
2010
12 0 0,124 21 112 8 0,080
OWE 2004
3
24
0 0,130
2006
12 1 0,180 40 219 32 1,200
2007
6 0 0,104 11 81 3 0,947
2008
6 0 0,132 21 136 19 0,093
2009
8 1 0,246 13 77 5 0,088
2010
6 0 0,119 29 162 12 0,086
UWE 2004
2006
6 0 0,370 35 174 9 5,700
2007
12 0 0,431 24 142 18 0,089
2008
6 0 0,412 27 143 4 0,765
2009
6 0 0,315 41 185 10 0,998
2010
12 0 0,246 46 244 15 0,090
SE 2004
9
54 2 0,210
2006
11 0 0,130 25 124 10 1,400
2007
11 2 0,093 47 244 47 0,098
2008
12 0 0,130 24 133 14 0,090
2009
12 1 0,194 45 200 18 0,095
2010
12 1 0,139 35 180 32 0,099
SP 2004
2006
6 3 0,055 25 132 39 1,100
2007
6 3 0,029 31 186 65 0,095
2008
12 2 0,046 23 121 35 0,052
2009
12 1 0,052 33 141 32 0,099
2010
6 1 0,037 17 90 14 0,090
LN 2004
2 12 0 0,170
2006
6 0 0,270 30 159 39 0,760
2007
12 0 0,115 17 114 6 0,707
2008
12 0 0,163 19 142 12 0,948
2009
12 0 0,150 25 135 11 0,089
2010
14 0 0,140 25 133 13 0,095

50
Anästhetika (Betäubungsmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Lidocain
μg/L
PNEC
0,02
EL 2004
6
6
< BG
7
42
35
0,029
106
2010
36 36 < BG
8
56
56
< BG
FM 2004
2 12 12 < BG
2010
6
6
< BG
4
18
18
< BG
ZM 2004
2 12 11 < BG
2010
6
6
< BG
3
14
13
< BG
VM 2004
3
18 18 < BG
2010
6
6
< BG
2
10
10
< BG
OWE 2004
4
24 20 < BG
2010
4
3
< BG
4
16
15
< BG
UWE 2004
2010
6
6
< BG
5
22
22
< BG
SE 2004
9
54 52 0,014
2010
4
4
< BG
2
8
8
< BG
SP 2004
2010
4
4
< BG
4
16
15
< BG
LN 2004
2 12 10 < BG
2010
6
6
< BG
4
19
19
< BG

51
Antiepileptika (Mittel gegen epileptische Krampfanfälle)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Carbamazepin
μg/L
QN-V
0,02
EL 2004
26 0 0,150 19 127 23 0,580
0,5
2005
25 0 0,160 14 95 3 0,400
2006
26 0 0,077 39 202 73 0,470
2007
36 0 0,069 92 493 154 0,095
2008
36 0 0,062 65 398 139 0,083
2009
34 0 0,089 81 371 137 0,099
2010
36 0 0,054 73 403 181 0,100
FM 2004
12 0 0,140 14 124 17 0,970
2005
13 1 0,110 11 108 10 0,760
2006
6 0 0,120 60 308 138 0,700
2007
12 0 0,105 24 150 51 0,094
2008
12 0 0,120 72 399 198 0,100
2009
12 0 0,100 59 286 155 0,097
2010
12 0 0,065 46 251 150 0,080
ZM 2004
12 0 0,330 17 130 21 0,600
2005
13 0 0,270 16 112 8 0,640
2006
12 0 0,220 41 202 73 1,000
2007
12 0 0,234 54 309 90 0,087
2008
12 0 0,366 46 277 126 0,095
2009
12 0 0,239 45 236 101 0,094
2010
12 0 0,146 35 212 109 0,086
VM 2004
12 0 0,210 5 48 3 1,100
2005
13 0 0,170 5 43 0 0,660
2006
12 0 0,150 14 78 3 0,660
2007
12 0 0,183 24 142 39 0,091
2008
12 0 0,201 11 54 8 0,838
2009
11 0 0,184 14 59 14 0,645
2010
12 0 0,105 21 112 56 0,049
OWE 2004
12 0 0,260 5 48 6 0,680
2005
13 0 0,230 3 38 0 0,540
2006
12 0 0,180 40 219 82 0,650
2007
6 0 0,230 11 81 13 0,585
2008
6 0 0,170 21 136 40 0,097
2009
8 0 0,237 13 77 5 0,079
2010
6 0 0,099 29 162 59 0,099
UWE 2004
12 0 0,410 10 72 3 1,300
2005
13 0 0,350 7 49 1 0,570
2006
6 0 0,330 35 174 19 1,400
2007
12 0 0,332 24 142 24 0,072
2008
6 0 0,297 27 143 20 0,578
2009
6 0 0,390 41 185 34 0,083
2010
12 0 0,172 46 244 66 0,099
SE 2004
12 0 0,630 14 100 12 0,890
2005
13 0 0,400 7 68 1 0,400
2006
11 0 0,590 25 124 51 0,590
2007
11 0 0,677 47 244 80 0,098
2008
12 0 0,354 24 133 45 0,096
2009
12 0 0,234 45 200 79 0,095
2010
12 0 0,105 35 180 100 0,075
SP 2004
12 0 0,110 7 60 6 0,550
2005
13 0 0,099 5 49 2 0,470
2006
6 0 0,071 25 132 46 0,480
2007
6 0 0,105 31 186 37 0,096
2008
12 0 0,085 23 121 46 0,085
2009
12 0 0,066 33 141 52 0,066
2010
6 0 0,039 17 90 44 0,096
LN 2004
13 0 0,130 12 98 5 0,310
2005
13 0 0,120 9 75 4 0,250
2006
6 0 0,094 30 159 70 0,320
2007
12 0 0,167 17 114 14 0,093
2008
12 0 0,118 19 142 46 0,060
2009
12 0 0,110 25 135 42 0,615
2010
14 1 0,058 25 133 33 0,088

52
Antiepileptika (Mittel gegen epileptische Krampfanfälle)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
μg/L
PW
0,015
EL 2004
32 13 0,018 18 127 83 0,140
0,1
2005
25 5 0,023 14 95 45 0,150
2006
26 8 0,048 39 202 112 0,110
2007
36 23 0,015 92 493 384 0,080
2008
36 19 0,018 65 398 303 0,087
2009
34 11 0,019 81 371 273 0,054
2010
36 28
< BG
73
403
339
0,061
FM 2004
12 4 0,022 14 124 76 0,130
2005
13 6 0,022 11 108 60 0,220
2006
6 1 0,048 60 308 209 0,340
2007
12
7
< BG
24
150
122
0,033
2008
12 4 0,022 72 399 310 0,068
2009
12 3 0,023 59 286 222 0,061
2010
12
7
< BG
46
251
220
0,030
ZM 2004
12 0 0,045 17 130 54 0,097
2005
13 2 0,046 16 112 41 0,088
2006
12 2 0,056 41 202 115 0,540
2007
12 4 0,038 54 309 222 0,085
2008
12 1 0,057 46 277 197 0,069
2009
12 1 0,045 45 236 167 0,100
2010
12 3 0,026 35 212 151 0,069
VM 2004
12 2 0,036 5 48 8 0,210
2005
13 2 0,041 5 43 3 0,140
2006
12 3 0,047 14 78 18 1,100
2007
12 4 0,026 24 142 91 0,053
2008
12 4 0,030 11 54 28 0,099
2009
11 2 0,037 14 59 27 0,087
2010
12 4 0,018 21 112 74 0,091
OWE 2004
12 0 0,059 5 48 16 0,059
2005
13 0 0,066 3 38 7 0,095
2006
12 1 0,098 40 219 147 0,140
2007
6 0 0,063 11 81 45 0,063
2008
6 0 0,035 21 136 96 0,078
2009
8 1 0,077 13 77 37 0,079
2010
6 1 0,035 29 162 118 0,045
UWE 2004
12 0 0,052 10 72 12 0,140
2005
13 0 0,072 7 49 5 0,130
2006
6 0 0,130 35 174 52 0,380
2007
12 0 0,047 24 142 60 0,099
2008
6 0 0,042 27 143 69 0,096
2009
6 0 0,075 41 185 71 0,097
2010
12 1 0,035 46 244 142 0,067
SE 2004
12 0 0,089 14 100 18 0,200
2005
13 0 0,075 7 68 19 0,087
2006
11 1 0,190 25 124 56 0,190
2007
11 1 0,103 47 244 147 0,078
2008
12 2 0,062 24 133 70 0,083
2009
12 0 0,049 45 200 126 0,086
2010
12 4 0,035 35 180 133 0,044
SP 2004
12 3 0,018 7 60 28 0,066
2005
13 4 0,019 5 49 20 0,085
2006
6 2 0,032 25 132 68 0,160
2007
6 2 0,020 31 186 130 0,046
2008
12
7
< BG
23
121
84
0,077
2009
12 4 0,017 33 141 98 0,082
2010
6
5
< BG
17
90
74
0,052
LN 2004
13 2 0,023 12 98 13 0,060
2005
13 2 0,029 9 75 9 0,052
2006
6 0 0,036 30 159 95 0,096
2007
12 5 0,018 17 114 49 0,055
2008
12 6 0,016 19 142 81 0,072
2009
12 2 0,026 25 135 65 0,053
Primidon
2010
14 13
< BG
25
133
105
0,023

53
Antiepileptika (Mittel gegen epileptische Krampfanfälle)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
μg/L
PW
0,01
EL 2009
34 22 0,016 81 371 246 0,092
0,1
2010
36
34
< BG
73
403
315
0,073
FM 2009
12 4 0,016 59 286 203 0,092
2010
12 3 0,016 46 251 183 0,037
ZM 2009
12 1 0,055 45 236 165 0,069
2010
12 1 0,035 35 212 133 0,046
VM 2009
11 2 0,022 14 59 32 0,053
2010
12 2 0,022 21 112 63 0,075
OWE 2009
8 1 0,033 13 77 46 0,087
2010
6 0 0,030 29 162 115 0,082
UWE 2009
6 1 0,043 41 185 84 0,852
2010
12 0 0,046 46 244 116 0,099
SE 2009
12 1 0,049 45 200 119 0,096
2010
12 1 0,042 35 180 110 0,077
SP 2009
12 3 0,016 33 141 93 0,057
2010
6 2 0,016 17 90 53 0,045
LN 2009
12 1 0,030 25 135 63 0,099
Oxcarbazepin
2010
14 3
0,018 25 133 73 0,066
Antiepileptika (Mittel gegen epileptische Krampfanfälle)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Gabapentin
μg/L
PNEC
0,1
EL 2008
3
0 0,260
196
2009
9
1
0,150
2010
36 2 0,235 8 56 13 0,235
FM 2008
1 0 0,520
2009
3 0 0,247
2010
6 0 0,293 4 18 0 0,293
ZM 2008
1 0 0,750
2009
3 0 0,660
2010
6 0 0,930 3 14 0 0,930
VM 2008
1 0 0,910
2009
3 0 0,447
2010
6 0 0,587 2 10 0 0,587
OWE 2008
1 0 0,960 1 1 0 0,280
2009
3 0 0,347 1 3 2 < BG
2010
4 0 0,355 4 16 5 0,600
UWE 2008
1 0 1,200 2 2 0 1,300
2009
3 0 0,767 2 6 0 0,820
2010
6 0 0,933 5 22 0 0,948
SE 2008
1 0 0,470 1 1 0 0,850
2009
3 0 1,120 1 3 0 0,570
2010
4 0 0,503 2 8 0 0,503
SP 2008
1 0 0,290
2009
3 0 0,193
2010
4 0 0,203 4 16 8 0,985
LN 2008
1 0 0,420 3 3 0 0,780
2009
3 0 0,187
2010
6 0 0,200 4 19 0 0,354

54
Betablocker (Herzmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Metoprolol
μg/L
QN-V
0,03
EL 2004
6 2 0,018 8 48 20 0,082
7,3
2005
1 0 0,044 1 1 0 0,036
2006
3 2 < BG
2010
36 6 0,064 8 56 13 0,064
FM 2004
2
12 6 0,012
2005
1 0 0,031 1 1 0 0,075
2006
3 1 0,029 1 3 0 0,082
2010
6 0 0,079 4 18 0 0,079
ZM 2004
2
12 0 0,023
2005
1 0 0,250
2006
3 0 0,240
2010
6 0 0,200 3 14 0 0,075
VM 2004
3
18 6 0,030
2005
1 0 0,084
2006
3 0 0,150
2010
6 0 0,140 2 10 0 0,144
OWE 2004
4
24
18 0,012
2005
1
1
0
0,077
2006
1
3
0
0,015
2010
4 0 0,117 4 16 2 0,093
UWE 2004
2005
1
1
0
0,280
2006
1
3
0
0,230
2010
6 0 0,268 5 22 0 0,087
SE 2004
9
54 18 0,096
2005
1 0 0,590
2006
3 0 0,500
2010
4 0 0,145 2 8 0 0,218
SP 2004
2005
1 0 0,025
2006
3 0 0,087
2010
4 0 0,059 4 16 8 0,059
LN 2004
2
12 6 0,020
2005
3
3
0
0,075
2006
3
9
3
0,400
2010
6 0 0,064 4 19 1 0,086

55
Betablocker (Herzmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Pentoxifyllin
μg/L
PNEC
0,03
EL 2004
32 18 0,037 20 133 90 0,051
20
2005
26 14 0,032 14 95 63 0,045
2006
29 15 0,033 39 202 168 0,046
2007
36 32
< BG
92
493
477
0,033
2008
36 34
< BG
65
398
385
0,047
2009
34 27
< BG
81
371
353
0,054
2010
36 35 < BG
73
403 398
< BG
FM 2004
12 12 < BG 14 124 117 0,250
2005
13 13 < BG
11
108
98
0,120
2006
6
6
< BG
60
308
296
0,098
2007
12 12 < BG
24
150 149
< BG
2008
12 12
< BG
72
399
393
0,042
2009
12 11 < BG
59
286 279
< BG
2010
12 12 < BG
46
251 249
< BG
ZM 2004
12 12 < BG 17 130 114 0,130
2005
13 12 < BG
16
112
90
0,200
2006
12 12
< BG
41
202
189
0,120
2007
12 12
< BG
54
309
290
0,067
2008
12 12 < BG
46
277 275
< BG
2009
12 12
< BG
45
236
235
0,041
2010
12 12 < BG
35
212 209
< BG
VM 2004
12 12 < BG 5 48 46 < BG
2005
14 14 < BG
5
43
41 < BG
2006
15 15 < BG
14
78
72
0,032
2007
12 12
< BG
24
142
129
0,076
2008
12 12 < BG
11
54
53
< BG
2009
11 11 < BG
14
59
59
< BG
2010
12 12 < BG
21
112 112
< BG
OWE 2004
12 12 < BG 5 48 29 0,130
2005
13 12 < BG
3
38
22
0,047
2006
12 11
< BG
40
219
208
0,032
2007
6
6
< BG
11
81
71
0,046
2008
6
6
< BG
21
136
131
< BG
2009
8
6
< BG
13
77
70
< BG
2010
6
6
< BG
29
162
158
< BG
UWE 2004
12 10 < BG 10 72 61 0,033
2005
13 11 < BG
7
49
40 < BG
2006
6
5
< BG
35
174
134
0,370
2007
12 12
< BG
24
142
136
0,057
2008
6
6
< BG
27
143
141
0,030
2009
6
6
< BG
41
185
183
< BG
2010
12 11
< BG
46
244
240
0,033
SE 2004
12 10 < BG 14 100 97 < BG
2005
14 14 < BG
7
68
63 < BG
2006
14 14
< BG
25
124
121
0,065
2007
11 11
< BG
47
244
235
0,074
2008
12 11 < BG
24
133 131
< BG
2009
12 12 < BG
45
200 199
< BG
2010
12 12 < BG
35
180 179
< BG
SP 2004
12 12 < BG 7 60 47 0,066
2005
13 13 < BG
5
49
43
0,030
2006
6
6
< BG
25
132
116
0,110
2007
6
6
< BG
31
186
177
0,051
2008
12 12 < BG
23
121 120
< BG
2009
12 12
< BG
33
141
138
0,036
2010
6
6
< BG
17
90
88
< BG
LN 2004
13 7 0,033 12 98 24 0,250
2005
13 7 0,035 10 76 17 0,220
2006
6 3 0,034 31 162 117 0,190
2007
12 11 < BG
17
114
52
0,000
2008
12 11 < BG
19
142
84
0,000
2009
12 12 < BG
25
135
98
0,000
2010
14 13
< BG
25
133
106
0,000

56
Betablocker (Herzmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Atenolol
μg/L
PNEC
0,01
EL 2005
1 1 < BG
10,9
2006
3
2
0,011
FM 2005
2006
ZM 2005
2006
VM 2005
1 0 0,017
2006
3 2 0,010
OWE 2005
2006
UWE 2005
2006
SE 2005
1 1 < BG
2006
3 2 0,010
SP 2005
2006
LN 2005
1
1 0 0,051
2006
1
3
2
0,017
Betablocker (Herzmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
μg/L
PW
0,01
EL 2005
1 0 0,025 1 1 1 < BG
0,1
2006
3 3 0,005 1 3 3 < BG
FM 2005
1 0 0,038 1 1 0 0,047
2006
3 1 0,034 1 3 1 0,046
ZM 2005
1 0 0,017
2006
3 1 0,081
VM 2005
1 0 0,077
2006
3 1 0,052
OWE 2005
1
1
0 0,017
2006
1
3
2
0,015
UWE 2005
1
1
0 0,069
2006
1
3
2
0,047
SE 2005
1 0 0,089 1 1 0 0,042
2006
3 2 0,050 1 3 1 0,078
SP 2005
1 1 < BG
2006
3 2 0,015
LN 2005
2
2 0 0,023
Sotalol
2006
2
6
3
0,030

57
Betablocker (Herzmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Propanolol
μg/L
PNEC
0,05
EL 2006
2
2 < BG
0,108
2007
6
6
< BG
FM 2006
1 1 < BG
2007
3 3 < BG
ZM 2006
1 1 < BG
2007
3 3 < BG
VM 2006
1 1 < BG
2007
3 3 < BG
OWE 2006
1 1 < BG 1 1 1 < BG
2007
3
3
< BG
1
3
3
> BG
UWE 2006
1 1 < BG
2007
3 3 < BG
SE 2006
1 1 < BG
2007
3 3 < BG
SP 2006
1 1 < BG
2007
3 3 < BG
LN 2006
1 1 < BG 1 1 1 < BG
2007
3
3
< BG
1
3
3
> BG
Lipidsenker (Blutfettsenker)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Bezafibrat
μg/L
PNEC
0,01
EL 2004
6
6
< BG
1
6
6
< BG
6
2005
1
0
< BG
1
1
1
< BG
2006
3 2 0,010 1 3 3 < BG
FM 2004
2005
1
1
< BG
1
1
1
< BG
2006
3 2 0,024 1 3 2 0,020
ZM 2004
2005
1 1 < BG
2006
3 2 0,063
VM 2004
2005
1 1 < BG
2006
3 2 0,030
OWE 2004
2005
1
1
1
< BG
2006
1
3
3
< BG
UWE 2004
2005
1
1
1
< BG
2006
1
3
2
0,043
SE 2004
2005
1
1
< BG
1
1
1
< BG
2006
3 2 0,040 1 3 2 0,019
SP 2004
2005
1 1 < BG
2006
3 2 < BG
LN 2004
2005
2
2
1
0,097
2006
2
6
4
0,067

58
Lipidsenker (Blutfettsenker)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
μg/L
PW
0,02
EL 2005
1 1 < BG
0,1
2006
3
3 < BG
FM 2005
2006
ZM 2005
2006
VM 2005
1 1 < BG
2006
3 3 < BG
OWE 2005
2006
UWE 2005
2006
SE 2005
1 1 < BG
2006
3 3 < BG
SP 2005
2006
LN 2005
1 1 1 < BG
Gemfibrozil
2006
1
3
3
< BG
Lipidsenker (Blutfettsenker)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Fenofibrinsäure
μg/L
PNEC
0,025
EL 2005
1
1
< BG
4,7
2006
3
3 < BG
FM 2005
2006
ZM 2005
2006
VM 2005
1 1 < BG
2006
3 3 < BG
OWE 2005
2006
UWE 2005
2006
SE 2005
1 1 < BG
2006
3 3 < BG
SP 2005
2006
LN 2005
1 1 1 < BG
2006
1
3
3
< BG

59
Lipidsenker (Blutfettsenker)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Clofibrinsäure
μg/L
QN-V
0,01
EL 2004
8
5
< BG
8
38
28
< BG
5
2005
8
5
< BG
3
13
10
< BG
2006
12 11 < BG
19
119
93
0,027
2007
20 20 < BG
14
64
61
< BG
2008
24 24 < BG
25
142 139
< BG
2009
24 24 < BG
22
100
95
0,030
2010
24 24
< BG
31
151
148
0,017
FM 2004
4 0 < BG 8 34 15 0,015
2005
4 1 0,003 8 32 17 0,013
2006
6 2 0,004 3 18 5 < BG
2007
4
3
< BG
8
32
28
< BG
2008
6
5
< BG
18
80
70
< BG
2009
6
6
< BG
22
90
90
< BG
2010
6
6
< BG
17
75
75
< BG
ZM 2004
4 0 0,012 6 30 12 0,030
2005
4
1
< BG
6
32
18
0,020
2006
6
1
< BG
2
12
7
< BG
2007
4
4
< BG
18
72
70
< BG
2008
6 3 0,002 19 82 76 < BG
2009
6
6
< BG
7
36
34
0,005
2010
6
6
< BG
16
80
80
< BG
VM 2004
3 1 < BG 4 19 6 0,045
2005
4
0
< BG
3
13
0
0,021
2006
6
1
< BG
1
6
1
0,006
2007
4
3
< BG
4
19
12
0,003
2008
6
5
< BG
2
12
9
0,003
2009
5
5
< BG
10
39
38
0,003
2010
6
6
< BG
19
78
78
< BG
OWE 2004
6 0 0,028 5 30 18 0,028
2005
4
0
< BG
3
12
4
< BG
2006
6 1 0,013 8 48 36 0,013
2007
5
26
21
< BG
2008
4
3
< BG
10
46
41
< BG
2009
7
3
< BG
11
48
44
< BG
2010
3
18
17
< BG
UWE 2004
6 0 0,015 2 12 0 0,015
2005
4 0 0,010 3 12 3 0,010
2006
3
18
3
0,026
2007
4
2
< BG
6
28
19
< BG
2008
5
24
18
< BG
2009
4
0
< BG
20
80
62
< BG
2010
4
4
< BG
14
57
57
< BG
SE 2004
4 0 < BG 8 44 30 0,012
2005
4
2
< BG
3
12
3
0,010
2006
6
1
< BG
7
39
24
0,010
2007
6
24
22
< BG
2008
4
3
< BG
8
40
32
< BG
2009
4
4
< BG
19
73
68
< BG
2010
15
62
62
< BG
SP 2004
4 0 < BG 4 16 7 < BG
2005
4
4
< BG
4
17
9
< BG
2006
4
23
17
< BG
2007
4
4
< BG
11
48
45
< BG
2008
4
4
< BG
6
26
25
< BG
2009
4
4
< BG
11
44
42
< BG
2010
4
4
< BG
10
42
42
< BG
LN 2004
4 4 < BG 5 24 15 0,014
2005
4
4
< BG
3
12
11
< BG
2006
6
4
< BG
6
36
20
< BG
2007
4
4
< BG
6
24
23
< BG
2008
6
6
< BG
8
39
38
< BG
2009
6
6
< BG
11
46
46
< BG
2010
6
6
< BG
9
37
37
< BG

60
Lipidsenker (Blutfettsenker)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Clofibrat
μg/L
PNEC
0,01
EL 2006
2 2 < BG
0,1
2007
6
6 < BG
FM 2006
1 1 < BG
2007
3 3 < BG
ZM 2006
1 1 < BG
2007
3 3 < BG
VM 2006
1 1 < BG
2007
3 2 0,014
OWE 2006
1 1 < BG 1 1 1 < BG
2007
3
3
< BG
1
3
3
< BG
UWE 2006
1 1 < BG
2007
3 3 < BG
SE 2006
1 1 < BG
2007
3 3 < BG
SP 2006
1 1 < BG
2007
3 2 < BG
LN 2006
1 1 < BG 1 1 1 < BG
2007
3
3
< BG
1
3
3
< BG

61
Psychopharmaka
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Diazepam
μg/L
PNEC
0,1
EL
2004
6
6
< BG
7
42
42
< BG
4,3
2005
1
1
< BG
1
1
1
< BG
2006
3 3 < BG
2008
3 3 < BG
2009
9 9 < BG
FM 2004
2 12 12 < BG
2005
1
1
< BG
1
1
1
< BG
2006
3
3
< BG
1
3
3
< BG
2008
1 1 < BG
2009
3 3 < BG
ZM 2004
2 12 12 < BG
2005
1 1 < BG
2006
3 3 < BG
2008
1 1 < BG
2009
3 3 < BG
VM 2004
3
18 18 < BG
2005
1 1 < BG
2006
3 3 < BG
2008
1 1 < BG
2009
3 3 < BG
OWE 2004
4
24 24 < BG
2005
1
1
1
< BG
2006
1
3
3
< BG
2008
1
1
< BG
1
1
1
< BG
2009
3
3
< BG
1
3
3
< BG
UWE 2004
2005
1
1
1
< BG
2006
1
3
3
< BG
2008
1 1 < BG
2009
3 3 < BG
SE 2004
9 54 54 < BG
2005
1
1
< BG
1
1
1
< BG
2006
3
3
< BG
1
3
3
< BG
2008
1
1
< BG
2
2
2
< BG
2009
3
3
< BG
2
6
6
< BG
SP 2004
2005
1 1 < BG
2006
3 3 < BG
2008
1 1 < BG
2009
3 3 < BG
LN 2004
2 12 12 < BG
2005
2
2
2
< BG
2006
2
3
5
< BG
2008
1
1
< BG
3
3
3
< BG
2009
3
3
< BG
3
9
9
< BG

62
Sedativa (Beruhigungsmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
μg/L
PW
0,003
EL 2004
6 6 < BG
7
42 42 < BG
0,1
2005
1
1
< BG
1
1
1
< BG
2006
3
3
< BG
1
3
3
< BG
FM 2004
2 12 12 < BG
2005
1
1
< BG
1
1
1
< BG
2006
3
3
< BG
1
3
3
< BG
ZM 2004
2 12 12 < BG
2005
1 1 < BG
2006
3 3 < BG
VM 2004
3
18 18 < BG
2005
1 1 < BG
2006
3 3 < BG
OWE 2004
4
24 24 < BG
2005
1
1
1
< BG
2006
1
3
3
< BG
UWE 2004
2005
1
1
1
< BG
2006
1
3
3
< BG
SE 2004
9 54 54 < BG
2005
1
1
< BG
1
1
1
< BG
2006
3
3
< BG
1
3
3
< BG
SP 2004
2005
1 1 < BG
2006
3 3 < BG
LN 2004
2 12 12 < BG
2005
2
2
2
< BG
Medazepam
2006
2
6
6
< BG

63
Hypnotika (Schlafmittel)
Überblicksmessstelle
Oberflächenwasserkörpermessstellen
Arzneistoff
Ein-
heit
QKW
maxi-
male
BG
Fluss-
gebiet
Jahr
An-
zahl
MW
An-
zahl
MW <
BG
JD
Anzahl
beprobter
OWK
Anzahl
MW
Anzahl
MW <
BG
Maxi-
mum
JD
Chloralhydrat
μg/L
QN
10
EL 2004
6
36
36
< BG
10
2007
3 3 < BG
2008
9 9 < BG
FM 2004
2 12 12 < BG
2007
1 1 < BG
2008
3 3 < BG
ZM 2004
2 12 12 < BG
2007
1 1 < BG
2008
3 3 < BG
VM 2004
3
18 18 < BG
2007
1 1 < BG
2008
3 3 < BG
OWE 2004
4
24 24 < BG
2007
1
1
< BG
1
1
1
< BG
2008
3
3
< BG
1
3
3
< BG
UWE 2004
2007
1
1
< BG
2
2
2
< BG
2008
3
3
< BG
2
6
6
< BG
SE 2004
9 54 54 < BG
2007
1
1
< BG
2
2
2
< BG
2008
3
3
< BG
2
6
6
< BG
SP 2004
2007
1 1 < BG
2008
3 3 < BG
LN 2004
2 12 12 < BG
2007
1
1
< BG
3
3
3
< BG
2008
3
3
< BG