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Zehn Jahre Sachsenforst
Bewirtschaften – Bewahren – Gestalten

Der Weg zum Staatsbetrieb Sachsenforst
2 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

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„Mittelfristiges Ziel ... ist die Bildung eines
Unternehmens Sachsenforst
. Das Unternehmen soll
insgesamt
die gleichen Aufgaben wie die heutige Landesforstverwaltung erfüllen
, also neben der
Staatswaldbewirtschaftung
auch
hoheitliche Dienstleistungen
für den Freistaat wahrnehmen. Das
Unternehmen Sachsenforst [...] soll aber nicht mehr Teil der Staatsverwaltung sein, sondern
in einer
anderen Rechtsform ein Höchstmaß an Selbständigkeit
erhalten.“
14.11.2002
Fachregierungserklärung
„Eine moderne Forstpolitik für Sachsens
Wälder – Forstwirtschaft nachhaltig,
naturnah und wettbewerbsfähig.“
Wege zum Wandel:
Der politische Wille
3 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

den
wirtschaftlichen
und
gesellschaftlichen Wandel
in der Forstwirtschaft
erfolgreich zu meistern,
für das
Allgemeinwohl
den Wald des Freistaates Sachsen in vorbildlicher
Weise
naturnah, multifunktional
zu bewirtschaften und
gleichzeitig die
finanziellen
und
personalwirtschaftlichen Zielvorgaben
der
Staatsregierung zu erfüllen.
Wege zum Wandel:
Ziele der Forstreform
4 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

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„Staatsbetriebe sind
rechtlich unselbständige
,
organisatorisch abgesonderte Teile der Staatsverwaltung
, bei
denen wegen einer
betriebs- oder erwerbswirtschaftlich ausgerichteten Tätigkeit
oder wegen des Absatzes
ihrer Erzeugnisse besondere Bewirtschaftungsvorschriften gelten.“
(
§
26 (1) Sächsische Haushaltsordnung)
Staatsbetrieb
Sachsenforst ?
5 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun
18. Mai 2004:
Beschluss d. Staatsregierung:
„Staatsbetrieb Sachsenforst“ zum
1. Januar 2006
Landesforstpräsidium und Bereiche der Abteilung
Forsten im SMUL „fusionierten“ zur Geschäftsleitung
des Staatsbetriebes Sachsenforst
Fach- und Dienstaufsicht durch 2 Referate im SMUL
Aufsichtsorgan:
Verwaltungsrat

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Der Staatsbetrieb Sachsenforst
6 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun
„Staatsminister Tillich gibt Startschuss für Staatsbetrieb Sachsenforst“
(04.01.2006)

Die Entwicklung seit 2006
7 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

1. August 2008: Kommunalisierung hoheitlicher Aufgaben
Bildung von
13 unteren Forstbehörden
bei den Landkreisen und kreisfreien Städten
Übergang von 193 Mitarbeitern
Übernahme von Vollzugsaufgaben nach dem Sächsischen Waldgesetz und
sonstigen gesetzlichen Bestimmungen
Sachsenforst als
Amt für Großschutzgebiete
Zusammenlegung der FoB Bautzen, Kamenz, Weißwasser zum
FoB Oberlausitz
Abschluss der Organisationsreform:
Geschäftsleitung
Forstbezirke (12)
Schutzgebietsverwaltungen (3)
Gesetz zur Neuordnung der Sächsischen Verwaltung
8 | 6. Mai 2016 |
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2006: Produktivsetzung aller NSM – Fachkonzepte, insb.
Doppelte Buchführung
Entwicklung der Personalausstattung (Bisherige und geplante
Entwicklung, Stellen gemäß Stellenplänen)
Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit
9 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun
0
500
1000
1500
2000
2500
3000
3500
Budget-Stellen
HH-Stellen
Ziel 2020:
1.132
Stellen

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Einführung ab 01. Januar 2014
Grundlage Pilotprojekt
Dauerhafte
Ressortvereinbarung
zur
Umsetzung […] einer Personalbudgetierung
im Staatsbetrieb Sachsenforst zwischen dem
Sächsischen Staatsministerium für Umwelt
und Landwirtschaft und dem Sächsischen
Staatsministerium der Finanzen […]“
mögl. Überschreitung (Haushalts-) Stellenplan : jährlich max.
85 Stellen
Ziele:
Flexibilisierung der Personalbewirtschaftung, Realisierung einer Effizienzrendite
Betriebliche (Teil-) Flexibilität, Handlungsfähigkeit, Innovationsmotor!
Personalbudgetierung
10 | 6. Mai 2016 |
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Arrondierung im Staatswald (Ankäufe v. Splitterflächen)
.
Übertragung und Verkauf v. Flächen des Bundes:
2002 – 2008: ca.
3.100 ha
2011 – 2014: ca.
2.000 ha
Waldfläche und Staatswaldvermögen
11 | 6. Mai 2016 |
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Wildnisgebiet NSG
Königsbrücker Heide
2007:
+ 8.600 ha
2006:
ca. 193.500 ha
2016:
ca. 206.500 ha
(*FGV)

Aufgaben und Ergebnisse
12 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

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Forstbetrieb
Waldpädagogik und
Umweltbildung
Ausbildung
Großschutz-
gebiete
Naturschutz
im Wald
Erholungsleistungen /
Neue Geschäftsfelder
Umweltvorsorge
Waldumbau
Monitoring / Forschung
Forst- und Jagdbehörde inkl.
Förderung
Betreuung im
Körperschaftswald
Beratung im Privatwald

Holzeinschlag konstant,
Anteil Sanitärhiebe sinkend
Abnehmerstruktur diversifiziert
Forstbetrieb
14 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun
0
200000
400000
600000
800000
1000000
1200000
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6
7
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9
Vertragsmenge [m³]
Anzahl Abnehmer
Verkaufsmengen Nadelsägeholz Sachsenforst-Rahmenverträge (alle Eigentumsarten)
Sonstige
Vertragsmenge > 100.000 m³
Vertragsmenge 20.000 -
100.000 m³
Vertragsmenge < 20.000 m³
Anzahl Abnehmer > 20.000 m³
0,00
200.000,00
400.000,00
600.000,00
800.000,00
1.000.000,00
1.200.000,00
1.400.000,00
1.600.000,00
Nutzungsmenge
[m³]
SH
Su.
VN+EN
EN
VN

Deckungsbeitrag im Produkt Holz erhöht
(seit 2014 konstant bis leicht sinkend)
Unternehmeranteil in der Holzernte erhöht
Forstbetrieb
15 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun
0
10
20
30
40
50
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70
80
Unternehmeranteil Holzernte
(% inkl. gew. Selbstwerbung)
0,00
10,00
20,00
30,00
40,00
50,00
60,00
70,00
80,00
[Euro/Efm o.R.]
Holzerlöse
Stückkosten
Deckungsbeitrag

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12.196 Hektar
seit 2006
bis zu
16 Mio. €
jährlich,
146 Mio. €
seit 2006
Fläche konstant auf hohem Niveau
Waldumbau
16 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun
0,0
200,0
400,0
600,0
800,0
1.000,0
1.200,0
1.400,0
1.600,0
Waldumbaufläche [ha/Jahr]
Entwicklung der jährlichen Waldumbaufläche
4.411 ha
1.560 ha
2.833 ha
3.392 ha
Rotbuche
Stiel- und
Traubeneiche
Weißtanne
Sonstige

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Vorkommen der Weißtanne
(haupts. Kunstverjüngung)
Waldumbau und Wildschäden
17 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun
Wildschadensmonitoring 2015:
Verbiss

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Ressortforschung als
integrativer Prozess
Praxisbezug
Kooperation mit
Verbänden,
Forschungseinrichtungen,
Universitäten
Kooperation mit
Landesforstverwaltungen
(z.B. ThüringenForst)
Monitoring / Forschung
18 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

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Waldbrandwarnung im Freistaat Sachsen:
2008 – Verwaltungsvereinbarung m. DWD,
2014 5 – Einführung fünfstufiger Waldbrandgefahrenindex WBI
Zeitnahe Information für 31 sächsische Vorhersageregionen im Internet, ab 2016 als
App
AWFS mit 17 Detektionseinheiten (175.000 ha) ging am 1.8.2008 an LK / KfS über
Forst- und Jagdbehörde, Forstförderung
19 | 6. Mai 2016 |
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Erntebestände Schwarzpappel
Genotypisierung => Kompetenzzentrum Wald und
Forstwirtschaft, erste Zulassung als „Ausgewähltes
Vermehrungsgut“ nach FoVG (2012)
Forstliche Förderung
im Privat- und Körperschaftswald
zentralisiert – Nachfrage insbesondere mit der RL
WuF/2014 ungebrochen hoch
Sächsisches Wildmonitoring
(2013): digitalisierte
Streckenerfassung und -überwachung,
Abschussplanung durch Jagdausübungsberechtigten,
erweiterte Präsenzerfassung von FFH Anhang II/IV -
Arten
Forst- und Jagdbehörde, Forstförderung
20 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

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175.000
Beratungsgespräche => Kernaufgabe
von Sachsenforst im Privatwald
36.000 ha
Bodenschutzkalkung im Privat-
/Körperschaftswald vorbereitet, organisiert,
durchgeführt
41.000 ha
(79% KW) forsttechnische
Betriebsleitung im Körperschaftswald
27.800 ha
(54% d. Fläche) forstlicher Revierdienst
im Körperschaftswald
50.800 ha
periodische Betriebsplanungen im
Körperschaftswald
Privat- und Körperschaftswald
21 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

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Betreuung (PW) und Revierdienst (KW) seit 2006
38.000 ha
Waldpflege (JW, JB, DF und HE)
> 2.400 ha
Waldumbau (Kunstverjüngung)
1,9 Mio. m³
Holz geerntet
1,5 Mio. m³
Holz vermarktet
(150.000 m³/Jahr
bei 1,2 Mio. m³/Jahr Einschlag ges. [BWI 3])
8.100 m³
Holz auf Wertholzsubmissionen
Privat- und Körperschaftswald
22 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

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2006 – 2011:
FFH-Managementplanung im Wald
Fachliche Betreuung, Information und Einbindung der Waldbesitzer
Seit 2012 in Sachsen weitestgehend abgeschlossen => Umsetzung und Kontrolle im
Staatswald, Beratung im PKW
ab 2007:
selektive Waldbiotopkartierung
(zweiter, noch laufender Durchgang: 2007-
2012 im öffentlichen Wald, 2013-2016 im Privatwald)
28.000
Biotope,
55.000 Hektar
Biotopfläche,
10,5 %
der Waldfläche
Naturschutzleistungen
23 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

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Wiedervernässung von Mooren
am Erzgebirgskamm im Rahmen grenzübergreifender
Kooperationen - allein im FoB Marienberg
350 ha
seit 2010
Nationalpark Sächsische Schweiz
und
NSG Königsbrücker Heide / Gohrischheide
seit
2007
,
Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
seit
2008
bei Sachsenforst
Naturschutzleistungen
und Großschutzgebiete
24 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun
Wildnisgebiet
Königsbrücker Heide

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Naturschutzleistungen
und Großschutzgebiete
25 | 6. Mai 2016 |
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396.000
Personen seit 2006
Waldpädagogik
in Forstbezirken + Geschäftsleitung
55.000 Schüler bei Waldjugendspielen
(4. Klassen, 6. Klassen
in der Startphase)
Bundesweites „Zertifikat Waldpädagogik“ (seit 2011)
Umweltbildung
insb. in Großschutzgebieten
Haus der Tausend Teiche im Biosphärenreservat (2012)
Dauerausstellung NSG Königsbrücker Heide (2012)
Waldpädagogik und Umweltbildung
26 | 6. Mai 2016 |
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171 h
35 ha
17 ha
2,4 ha
Erstaufforstungen +
Waldränder
Biotopentwicklunge
Moorrenaturierunge
Entsieglungen
Referat mit eigener Zuständigkeit seit 2008
Erholungsraumkonzeption
: Wald als Erholungsraum
benötigt Regeln für alle (Ausweisung von Wanderwegen,
Loipen, organisierte Veranstaltungen, …)
Geschäftsfeld Kompensation
Seit 2008: 141 Kompensationsverträge,
7,22 Mio. € Vertragsvolumen
Neue Geschäftsfelder und
Erholungsleistungen
27 | 6. Mai 2016 |
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BZE / Level II:
Dauerhafter Ausbau /
Betreuung als Grundlage zielgerichteter
Umweltvorsorge
Digitalisierung von Standortsdaten:
Auswertbarkeit (+) Vergleichbarkeit (+)
Kombination mit aktuellen Monitoringdaten
(z.B. BWI III, BZE II) …
Bodenschutzkalkung
: Durch europäische
Kofinanzierung (EPLR) seit 2007
76.000 ha
,
bis 2020 weitere 56.000 ha in allen WEA
Kalkungsplanung und –vollzug
digitalisiert
(FGIS_online Kalkungsmodul)
Umweltvorsorge
28 | 6. Mai 2016 |
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Bilanz – gesteckte Ziele erfüllt?
29 | 6. Mai 2016 |
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Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
30 | 6. Mai 2016 |
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Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
31 | 6. Mai 2016 |
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Richtlinie
Holzerntetechnologien
(2006)
Maschinenstationen
als Freilandlabor
für ressourcenschonende Holzernte
Richtlinie zu den
Waldentwicklungstypen
im
Staatswald des Freistaates Sachsen, Teil 1
(2013)
Einführung einer stichprobenbasierten
Betriebsinventur
mit nachfolgenden
Planungsbegang
Weiterentwicklung
FGIS_online
Entwicklung
FIS_mobil
als übergeordnetes
Werkzeug der Betriebssteuerung
Innovationsfähigkeit
32 | 6. Mai 2016 |
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Fortbildungen:
16.539
Teilnehmer
1.300
Waldarbeiterlehrlinge
ausgebildet
Laufbahnausbildung in Kooperation mit
Landkreisen / KfS
42
Referendare,
118
Forstinspektoranwärter
Innovationsfähigkeit – Aus- / Fortbildung
33 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

Und wie weiter?
34 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

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Forstpolitischer Rahmen: „
Waldstrategie 2050“
Unternehmensstrategie:
„Sachsenforst 2020“
Aktuelle „Baustellen“
Mehreinschlag => Personalzuführung
Wie geht es weiter?
35 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun

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Wie geht es weiter?
36 | 6. Mai 2016 |
Prof. Dr. Hubert Braun
Forstpolitischer Rahmen: „
Waldstrategie 2050“
Unternehmensstrategie:
„Sachsenforst 2020“
Aktuelle „Baustellen“
Mehreinschlag => Personalzuführung
Formulierung baumartenspezifischer waldbaulicher
Behandlungskonzepte (WET Teil 2)
Wald – Wild
Naturschutzkonzeption
IT – Infrastruktur (FIS_mobil, FESA_pro)

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Zehn Jahre Sachsenforst
Bewirtschaften – Bewahren – Gestalten