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Sächsische Gartenakademie
Gartentelefon
donnerstags 14-17 Uhr: 0351 2612-8080
E-Mail: gerd.grossmann@smul.sachsen.de
http://www.landwirtschaft.sachsen.de/gartenakademie
Gartentipp
Bodenbearbeitung im herbstlichen Garten
Gartentipp November 2015
Unser Gartenboden ist ein Produkt, in dem es von
Leben nur so wimmelt! Dieses für die Bodenfrucht-
barkeit so wichtige Leben gilt es durch eine möglichst
sinnvolle Bearbeitung des Bodens zu erhalten und zu
fördern.
Umgraben im Herbst
Die Vielfalt der Bodenarten und der Standorte erfor-
dern auch eine Vielfalt möglicher Bearbeitungsmaß-
nahmen. Das Umgraben mit dem Spaten oder der
Grabegabel ist die verbreitetste Bearbeitungsmaß-
nahme im Herbst.
Besonders auf schlecht durchlüfteten, schweren
Böden ist ein tiefes Umgraben notwendig. Aber nur
so tief graben wie das Spatenblatt bzw. die
Grabegabel einsticht. Es darf kein Unterboden nach
oben gebracht werden. Die dabei entstehenden
Schollen werden nur grob zerkleinert.
Der Einsatz der Grabegabel hat gegenüber dem
Spaten den Vorteil, dass keine Grabesohle (Ver-
dichtungszone) entsteht. Zudem ist die Gabel zum
Entfernen tiefwurzelnder Unkräuter sehr gut geeignet.
Wurzelunkräuter sind auszugraben und abzulesen.
Sie können durchaus kompostiert werden.
Einarbeiten organischer Dünger
Beim Umgraben kann organische Substanz wie
Ernterückstände von gesunden Pflanzen, Stallmist
und Unkräuter ohne Samenansatz mit untergebracht
werden. Kompost sollte nicht mit untergegraben
werden. Dieser wird erst im Frühjahr breitflächig
verteilt und nur flach eingearbeitet. Pro Jahr und
Quadratmeter Fläche sind zwei Liter Kompost
auszubringen.
Auf leichten und mittleren Böden ist meist genügend
Porenvolumen vorhanden. Hier kann man bereits im
Spätsommer die Einsaat einjähriger Gründüngungs-
pflanzen zur Humusanreicherung und Verhinderung
von Nährstoffauswaschungen vornehmen. Die über
den Winter abgestorbenen Pflanzen werden im
Frühjahr dann nur flach eingearbeitet. Ein Umgraben
kann dann entfallen. Ansonsten werden leichtere
Böden im Herbst nur mit dem Grubber oder Krell
aufgelockert und mit grober organischer Substanz
abgedeckt. Damit bleibt die Bodenstruktur über den
Winter erhalten. Im Frühjahr wird diese organische
Substanz flach eingearbeitet.
Foto: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau