1
1
Die Polizeidirektion Dresden
1.1
Zuständigkeit der Polizeidirektion Dresden
Die Polizeidirektion Dresden ist für das gesamte Gebiet der Landeshauptstadt Dresden örtlich
zuständig. Mit einer Gesamtfläche von ca. 328 Quadratkilometer steht Dresden im Flächen-
vergleich mit den Bundesdeutschen Großstädten nach Berlin, Hamburg und Köln an vierter
Stelle. In den 64 Stadtteilen von Dresden leben ca. 476.000 Einwohner, darunter ca. 17.000
Ausländer.
Der Ballungsraum Dresden stellt in seiner Mischung von Großstadt und ländlichem Raum die
ganze Breite möglicher Regional- und Bevölkerungsstrukturen dar. Weiterhin spielen die Ver-
kehrsströme, wie Bundesautobahnen, Bahnlinien, Binnenschifffahrtswege und Luftfahrt für die
Arbeit der Dresdner Polizei eine bedeutende Rolle. Ferner ist Dresden als Landeshauptstadt Sitz
des Landtages, der Staatsregierung sowie anderen Landesbehörden. Dementsprechend finden in
Dresden Staatsbesuche, bedeutsame Tagungen sowie Kundgebungen und Aufzüge statt.
Derzeit sind im Polizeivollzugsdienst der Polizeidirektion Dresden 1.428 Beamte tätig. Somit
beträgt die Polizeidichte 333 Einwohner pro Beamter. Gerade für sie ist eine sichtbare polizeili-
che Präsenz ein wichtiges Kriterium zur Einschätzung des subjektiven Sicherheitsgefühls.

2
1.2
Organigramm der Polizeidirektion Dresden
Leiter PD
Leiter Führungsstab zgl.
Leiter Stabsbereich PVD
Stabsbereich PVD
PVD 1
PVD 2
PVD 22 / FLZ
PVD 3
PVD 4
Stabsbereich T / V
Sb. Technik
Sb. Haush. / Wirtsch.
Sb. Innerer Dienst
Polizeirevier Altstadt
Polizeirevier Neustadt
Pp Flughafen
Polizeirevier Leuben
Polizeirevier Plauen
Polizeirevier Cotta
Pp Cossebaude
Polizeirevier Blasewitz
Polizeirevier Pieschen
Insp. Zentrale Dienste
Einsatzhundertschaft
Diensthundestaffel
Polizeigewahrsam
Ermittlungsdienst
EG Prostitution
EG Ausländer
Polizeitrainer IF
Verkehrspolizeiinsp.
VÜD
VUD
Insp. Präv. / Öffentl.
FD Öffentlichkeitsarb.
FD Kriminalprävention
FD Verk.-Erz.u Aufklg.
Komm. Staatsschutz
Kriminalpolizeiinsp.
Sachbearb. Einsatz
Dez 1 - Höchstp. R.G.
K 11 Leb. u. Gesundh.
K 12 Gmgf. Straft./ADel.
K 13 Sexualdelikte
Dez 2 Jgd./Rauschg./Eigt
K 21 Raub/ErPr//BaKrim.
Dez 3 Wirtsch./Vermg.
K 31 Betrugs/Vermdel.
K 32 ill. Besch/Fä/Gsp.
K 33 Wirtsch./Umwelt
Dez 4 Zentrale Aufg.
K 41 Kriminaltechnik
K 42 DASTA
K 43 KDD
K 44
Amtsdelikte
Autobahn-Pol.Revier
Sachbear. Control./IVO
Personalrat
Personalbüro
K 23 Jugendkrim.
K 22 Diebst./Kfz-Del.
K 24 Rauschgift
Fahndung
ZEG
Polizeirevier Prohlis
Wachpolizei
Direktionsbüro
EG Gewalt
Polizeirevier Sch./W.

3
2
Kriminalitätsgeschehen
2.1
Kriminalitätsentwicklung
Im Jahr 2003 wurden im Bereich der Polizeidirektion Dresden 51.266 Straftaten registriert, das
sind 3.921 Fälle bzw. 8,3 % mehr als 2002. Rechnerisch entfielen auf jeweils 100.000 Einwoh-
ner 10.675 Fälle, 784 mehr als im Vorjahr.
2003
2002
2001
2000
1999
Erfasste Fälle
51.266
47.345
49.336
51.108
51.399
Aufgeklärte Fälle
26.942
24.739
25.660
26.575
26.404
Aufklärung in %
52,6
52,3
52,0
52,0
51,4
Die Gesamtaufklärungsquote betrug 52,6 % und wurde im Vergleich zum Vorjahr auf gleichem
Niveau gehalten.
Vergleich der drei sächsischen Großstädte
PD Dresden
PD Leipzig
PD Chemnitz
Erfasste Fälle
51.266
77.123
32.816
darunter Diebstahl gesamt
24.754
34.581
14.290
Anteil in %
48,3
44,8
43,5
Aufgeklärte Fälle
26.942
42.896
18.455
Aufklärung in %
52,6
55,6
56,2
Tatverdächtige gesamt
17.569
24.230
12.493
darunter nichtdeutsche TV
2.040
2.867
1.892
Anteil in %
11,6
11,8
15,1
Häufigkeitszahl
10.675
15.587
8.460
Erfasste Fälle im Vergleich
51266
77123
32816
0
20000
40000
60000
80000
100000
PD Dresden
PD Leipzig
PD Chemnitz

4
Kriminalitätsstruktur
2003
war jede
3.
5.
6.
8.
9.
10.
23.
Straftat
ein/eine
einfacher Diebstahl
besonders schwerer Diebstahl
Betrug bzw. eine Leistungserschleichung
Sachbeschädigung
Ladendiebstahl
Diebstahl in/aus/am Kfz
Körperverletzung bzw. Sachbeschädigung am Kfz
39.
106.
121.
Rauschgiftdelikt
Raubdelikt
Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung
Prozentuale Anteile der Straftatenobergruppen an der Gesamtkriminalität
Straftatenobergruppe
2003
2002
Straftaten gegen das Leben
0,0
0,0
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
0,8
0,7
Rohheitsdelikte, Straftaten gegen die persönliche Freiheit
7,0
7,1
Diebstahl ohne erschwerende Umstände
28,8
29,9
Diebstahl unter erschwerenden Umständen
19,4
19,6
Diebstahl insgesamt
48,3
49,5
Vermögens- u. Fälschungsdelikte
20,2
18,2
sonstige Straftatbestände StGB
19,1
19,7
Strafrechtliche Nebengesetze
4,6
4,8
Insgesamt ermittelte die Dresdner Polizei 17.569 Tatverdächtige. Unter den Tatverdächtigen sind
76,8 % männliche Personen. Der Anteil weiblicher Tatverdächtiger ist um 23,2 % im Vergleich
zum Vorjahr gestiegen (+ 120 = 3,0 %).
Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger hat sich um 4,7 % verringert. Tatverdächtige unter 21
Jahren haben mit 5.211 Personen (2002: 5.288) einen Anteil von 29,7 %, darunter befinden sich
904 Kinder (2002: 1.060) und 2.247 Jugendliche (2002: 2.317).
Anteil Tatverdächtiger unter 21 Jahren
Tatverdächtige
unter 21 Jahre
2003
Anteil an Tatverdächtigen
in % gesamt
2002
Anteil an Tatverdächtigen
in % gesamt
Gesamt:
5.211
29,7
5.288
32,0
Anteile:
Kinder
904
5,1
1.060
6,4
Jugendliche
2.247
12,8
2.317
14,0
Heranwachsende
2.060
11,7
1.911
11,6

5
Unter Alkoholeinfluss handelten 8,2 % aller Tatverdächtigen. 80,5 % der weiblichen und
männlichen Tatverdächtigen handelten bei der Tat allein. 53 % der männlichen Tatverdächtigen
waren bereits als Täter in Erscheinung getreten, bei den weiblichen Personen betrug dieser
Anteil 34,3 %.
Tatverdächtigenanteil insgesamt
gesamt
männlich
weiblich
darunter nicht-
deutsche Tatver-
dächtige
2003
17.569
13.495
4.074
2.040
2002
16.537
12.583
3.954
2.140
2001
17.011
12.931
4.080
2.332
2000
17.231
13.104
4.127
2.696
1999
18.029
13.757
4.272
3.200
Der Kriminalitätsrückgang der letzten Jahre setzte sich im Jahre 2003 nicht weiter fort. Die Ge-
samtzahl der erfassten Delikte lag bei 51.266 Fällen, das heißt um 8,3 % (+ 3.921) höher als im
gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Anteil der unvollendeten Straftaten ist mit einem Rück-
gang von - 6,8 % (- 159 Fälle) zum Vorjahr geringfügig niedriger.
Am deutlichsten vollzog sich der Straftatenanstieg im Bereich der Erschleichung von Leistungen
(§ 265a StGB). Wurden im Jahr 2002 1.748 Straftaten erfasst, stieg diese Zahl um 1.799 auf
3.547. Das ergibt ein Plus von 102,9 %.
2.2
Straftaten im Bereich Diebstahl
Unter den 24.754 Diebstahlstraftaten waren 9.967 Fälle des besonders schweren Diebstahls.
Damit ist ein Anstieg um 7,5 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Das entspricht einer
Häufigkeitszahl von 5.154.
Zu den im Bereich der Polizeidirektion Dresden registrierten vollendeten und versuchten Dieb-
stähle wurde ein Gesamtschaden von 16.711.996 Euro erfasst. Der Schaden durch Diebstahl
in/aus Warenhäusern/Verkaufsstellen lag bei 1.161.586 Euro. Insgesamt wurden 5.627 Laden-
diebstähle polizeilich bearbeitet. Dabei handelte es sich um den Diebstahl von ungesichert
ausgelegter Ware durch Kunden während der Geschäftszeit.
174 Fälle (+ 124 = + 248,0 %) wurden - unter erschwerenden Umständen - begangen. Unter den
gemeldeten Ladendiebstählen (gesamt) befanden sich 81 Versuche. Der Anteil der Ladendieb-
stähle an der Gesamtkriminalität betrug 11,0 %.
Entwicklung Ladendiebstahl
Ladendiebstahl
2003
2002
2001
2000
1999
Erfasste Fälle
5.627
5.562
5.469
5.322
6.171
Aufgeklärte Fälle
5.373
5.336
5.287
5.125
5.994
Aufklärung in %
95,5
95,9
96,7
96,3
97,1
Tatverdächtige gesamt
4.557
4.866
4.827
4.679
5.402

6
Tatverdächtigenanteile beim Ladendiebstahl (gesamt)
2003
darunter nichtdeut-
sche Tatverdächtige
2002
2001
2000
1999
Kinder
525
11
646
710
722
1.036
Jugendliche
724
40
933
925
1.027
1.234
Heranwachsende
421
63
430
416
411
462
Erwachsene
2.887
411
2.857
2.776
2.519
2.901
2.3
Straftaten „rund um das Kfz“
Die Straftaten rund um das Kfz sind, nach Jahren des Rückganges, insgesamt wieder gestiegen.
Kriminalitätsentwicklung „rund um das Kfz“ nach Straftatenanteilen
Erfasste Fälle
2003
2002
2001
2000
1999
Straftatenanfall gesamt
51.266
47.345
49.336
51.108
51.399
Diebstahl gesamt
24.754
23.433
24.505
26.803
28.717
darunter
- von Kfz/Ubf.
853
793
624
837
1.020
- von Moped/Krad/Ubf
339
400
391
294
433
- in/aus Kfz
3.590
2.614
3.508
4.387
4.860
- an Kfz
1.369
1.301
1.201
1.381
1.636
Diebstahl rund um das Kfz
6.151
5.108
5.724
6.899
7.949
betrügerisches Erlangen von Kfz
13
8 22 32 25
Unterschlagung von Kfz
94
62
79
75
99
Hehlerei von Kfz
1
1 1 6 3
Sachbeschädigung an Kfz
2.214
1.484
1.192
1.440
1.447
Kriminalitätsentwicklung
„rund ums Kfz“gesamt
8.473
6.663
7.018
8.452
9.523
Tatverdächtigenanteile Ladendiebstahl 2003
Heranw.
Kinder
Erwachsene
Jugendliche

7
Anzeigen zum Diebstahl von Kraftwagen und Diebstahl von Mopeds/Krafträdern einschließlich
unbefugtem Gebrauch waren, trotz erheblicher Rückgänge in den Jahren zuvor, wieder stärker
ausgeprägt.
Mehr als die Hälfte der Diebstähle „rund um das Kfz“ (3.590) richteten sich auf Objekte in/aus
Fahrzeugen (+ 976 Fälle = + 37,3 %). 5.604 Diebstähle rund um das Kfz wurden vollendet, die
restlichen 547 Fälle waren Versuchshandlungen. Zu diesen Diebstahlshandlungen wurden Schä-
den in einer Gesamthöhe von 8.855.189 Euro gemeldet. Der Diebstahl „rund um das Kfz“
gehört zu den Kriminalitätsbereichen mit den niedrigsten Aufklärungsquoten. Zum Vorjahr wur-
den 1.043 Straftaten mehr registriert (+ 20,4 %). Von den 6.151 bearbeiteten Anzeigen konnten
664 (10,8 %) mit Erfolg abgeschlossen werden. Das sind zum Vorjahr 90 Aufklärungen mehr
(+ 15,7 %).
Zu den Straftaten „rund ums Kfz“ konnten 459 Tatverdächtige ermittelt werden (61 weniger im
Vergleich zum Vorjahr). Anteilig dargestellt entfallen davon 56,2 % auf den Erwachsenen-
bereich, 21,4 % auf Heranwachsende, 18,1 % auf Jugendliche und 0,4 % auf Kinder. Unter den
angeführten 459 Tatverdächtigen sind 96 (20,9 %) nichtdeutsche Tatverdächtige. Hier wurden
31 % zum Diebstahl in/aus Kfz ermittelt, 27,5 % entfallen auf den Bereich des Kfz-Diebstahls.
2.4
Rauschgiftdelikte
Eine steigende Tendenz um 171 auf 1.325 Fälle liegt bei den Rauschgiftdelikten (+ 14,8 %) vor.
Bei dieser Deliktsart existiert ein erhebliches Dunkelfeld, da grundsätzlich keine der beteiligten
Seiten an der Aufdeckung ihrer kriminellen Aktivitäten interessiert ist. Diesem Aspekt Rechnung
tragend, ist der „Anstieg“ der Fallzahlen als ein Erfolg intensiver Ermittlungsarbeit der Polizei
zu werten.
Tatverdächtigenanteile
2003
Tatverdächtige
+/- zum Vorjahr TV-Anteile in %
Kinder
5
-9
0,5
Jugendliche
189
8
17,4
Heranwachsende
273
0
25,1
Erwachsene
622
116
57,1
darunter Nichtdeutsche TV
124
6
11,4
Beschlagnahmte Betäubungsmittel
2003
2002
2001
2000
1999
Amphetamine (g)
145,0
177,0
123,6
71,72
325,4
Haschisch (g)
56.368,0
11.877,99
7.347,3
4.079,0
17.694,1
Marihuana (g)
10.326,0
6.214,95
7.164,1
3.695,3
3.568,0
Heroin (g)
105,0
53,17
234,9
26,36
153,0
Kokain (g)
569,0
209,7
359,2
133,9
316,0
LSD (Trips)
13
3,0
4,5
31,5
30,5
Ecstasy (Stück)
7.328
4448
1191
186,7
229,5
Chrystal (g)
2.138,0
229,53
3.664,3
206,69
keine Angaben
Hanfsamen (g)
114,0
396,13
12,2
389,65
1.460,2
Pilze (g)
75,0
78,74
288,5
1,64
keine Angaben
Tabak-Haschisch-
Gemisch (g)
90,0
121,79
keine Angaben keine Angaben keine Angaben

8
2.5
Gewaltkriminalität
Im Bereich der Gewaltkriminalität entspricht die Steigerung von 13,9 % einem Plus von 137
Fällen auf 1.123 zum Vorjahr. Unter den Begriff Gewaltkriminalität fallen nach den bundeswei-
ten Vorgaben Delikte wie Mord, Totschlag, Kindestötung, Vergewaltigung, Raub/räuberische
Erpressung sowie bestimmte Formen der Körperverletzung und erpresserischer Menschenraub.
Insgesamt gelangten 1.123 Fälle zu diesem Deliktsspektrum zählende Straftaten zur Anzeige.
Obwohl mit 13,9 % gegenüber dem Jahr 2002 leicht ansteigend, bewegen sich Gewaltstraftaten
wie folgt:
Mord
+
1
Delikt
zum Vorjahr
Totschlag
+/-
0
Delikte
zum Vorjahr
Raubdelikte
+
81
Delikte
zum Vorjahr
Körperverletzung mit Todesfolge
+
1
Delikt
zum Vorjahr
gefährliche u. schwere KV
+
57
Delikte
zum Vorjahr
Zum Menschenraub, der Geiselnahme und dem Angriff auf den Luft- und Seeverkehr wurden
keine Anzeigen bearbeitet.
Gewaltkriminalität
2003
+/-
in %
2002
2001
2000
1999
Erfasste Fälle
1.123
137
13,9
986
961
1.131
1.086
Aufgeklärte Fälle
745
75
11,2
670
689
765
709
Aufklärung in %
66,3
66.3
-1,7
68,0
71,7
67,6
65,3
Tatverdächtige gesamt
961
23
2,5
938
954
1.062
921
dar. Nichtdeutsche
119
33
38,4
86
76
135
129
TV - männlich
855
20
2,4
835
830
959
824
- weiblich
106
3
2,9
103
124
103
97
TV - Kinder
50
-11
-18,0
61
73
87
55
- Jugendliche
224
-24
-9,7
248
246
257
210
- Heranwachsende
170
15
9,7
155
170
200
155
- Erwachsene ab 21 Jahre
517
43
9,1
474
465
518
501
dar. 21 bis unter 25 Jahre
151
25
19,9
126
133
126
114
25 bis unter 30 Jahre
114
17
17,5
97
79
90
123
ab 30 – 50 Jahre
205
-1
-0,5
206
173
243
147
Zu der im Bereich der Polizeidirektion Dresden erfassten Gewaltkriminalität wurden insgesamt
1.341 Opfer registriert. Der Opferanteil im Bereich der Gewaltkriminalität entfällt zu 70,5 % auf
männliche und zu 29,5 % auf weibliche Personen.
Entwicklung der Gewaltkriminalität
745
689
670
709
765
1123
961
986
1086
1131
1999
2000
2001
2002
2003
Aufgeklärte Fälle
Erfasste Fälle

9
Opferdarstellung im Vergleich im Bereich der Gewaltkriminalität
2003
+/-
2002
Kinder
100
-5
105
Jugendliche
186
-40
226
Heranwachsende
141
-13
154
Erwachsene
914
+252
662
2.6
Straßenkriminalität
2003 wurden 12.838 (2002: 10.247) Delikte der Straßenkriminalität, also im öffentlichen Raum
begangene Straftaten, registriert. Das stellt eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 2.591
Straftaten (+ 25,3 %) dar.
Die Straßenkriminalität in der Übersicht
2003
+/-
in %
2002
2001
2000
1999
Erfasste Fälle
12.838
2.591
25,3
10.247
10.174
12.258
13.259
Aufgeklärte Fälle
1.723
328
23,5
1.395
1.320
1.887
1.970
Aufklärung in %
13,4
13,6
13,0
15,4
14,9
Tatverdächtige gesamt
1.374
237
20,8
1.137
1.231
1.474
1.662
dar. Nichtdeutsche
147
-13
-8,1
160
144
173
221
Tatverdächtige männliche
1.277
225
21,4
1.052
1.140
1.361
1.538
weiblich
97
12
14,1
85
91
113
124
Tatverdächtige Kinder
79
-1
-1,3
80
84
131
143
Jugendliche
355
60
20,3
295
293
391
405
Heranwachsende
288
56
24,1
232
257
330
366
Erwachsene ab
21 Jahre
652
122
23,0
530
597
622
748
dar. 21 – unter 25 Jahre
256
61
31,3
195
199
192
218
25 – unter 30 Jahre
140
20
16,7
120
122
121
159
30 – unter 40 Jahre
155
35
29,2
120
154
166
198
Entwicklung der Straßenkriminalität
12.838
10.247
10.174
12.258
13.259
14.870
17.049
26.570
29.888
30.797
1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003

image
10
Straftatenentwicklung im Bereich der Straßenkriminalität (ausgewählte Delikte)
2003
+/-
+/- in %
2002
Körperverletzung
2.228
-33
-1,5
2.261
Handtaschenraub
51
11
27,5
40
Straßenraub
95
40
72,7
55
Sachbeschädigung an Kfz
2.214
730
49,2
1.484
Sachbeschädigung auf Straßen
430
155
56,4
275
2.7
Wirtschafts- und Computerkriminalität
Die
Wirtschaftskriminalität
ist seit Jahren im Anstieg
begriffen. Dieser Straftatbereich ist auf Erzielung krimi-
neller Gewinne ausgerichtet und deshalb für Straftäter
lukrativ. Gegenüber dem Vorjahr ist sie erstmals wieder
rückläufig. Der Rückgang beträgt 37,9 %, das sind zum
Vorjahr 483 Straftaten weniger.
Bei der
Computerkriminalität
ist es nach mehreren Jah-
ren erstmals gelungen, die Anzahl der Straftaten auf 371
(2002: 397), das heißt um 6,5 % zurück zu drängen.
Wesentlichen Anteil daran haben die präventiven
Aktivitäten zur Reduzierung der Zahlungskartenkrimi-
nalität, insbesondere durch Umsetzung der in der
Polizeidirektion Dresden entwickelten Arbeitsweise
„KUNO“.
Ein für Täter einträgliches Geschäft scheinen auch
Straftaten gegen das Vermögen und Fälschungsdelikte
zu sein, da deren Anzahl seit 1991 beständig gewachsen
ist. 2003 wurden 10.352 (2002: 8.633) Fälle registriert.
Das sind 19,9 % mehr als im Vorjahr. 1991 wurden in
diesem Bereich „nur“ 479 Fälle registriert.
2.8
Kinder- und Jugendkriminalität
Die polizeiliche Kriminalstatistik verwendet den Begriff der Jugendkriminalität als Synonym für
die Gesamtheit aller von Kindern, Jugendlichen oder Heranwachsenden begangenen Straftaten,
ist aber nicht in der Lage, ein vollständiges Bild von ihr zu zeichnen. Beschrieben werden kann
immer nur der aufgeklärte Teil der Jugendkriminalität.
Deliktisch schlägt sich die Jugendkriminalität wie folgt nieder:
bestimmte Formen des Diebstahls (z.B. Ladendiebstahl)
Sachbeschädigung (z.B. illegale Graffiti)
Erschleichen von Leistungen
Beleidigung, Bedrohung, vorsätzlich leichte Körperverletzung
Brandstiftung und Herbeiführung einer Brandgefahr
Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
Rauschgiftdelikte
Gewaltkriminalität
“Kuno“ steht für die Kriminalitätsbekämpfung im
unbaren Zahlungsverkehr durch Nutzung nichtpo-
lizeilicher Organisationsstrukturen. Per Warnmel-
dung werden Handelsketten und Netzbetreiber für
Zahlungskarten (Geld- und Kreditkarten) über
gestohlene oder in Verlust geratene Karten infor-
miert.
Illegales Graffiti

11
Anteil Tatverdächtiger unter 21 Jahren in % bei ausgewählten Delikten
Straftaten
2003
2002
2001
2000
1999
Diebstahl gesamt von Kfz
33,8
48,6
41,6
50,9
60,9
Diebstahl gesamt von Moped/Krad
84,8
57,3
80,9
84,7
87,7
Diebstahl gesamt von Fahrrädern
61,1
71,7
65,7
72,5
66,5
Diebstahl gesamt von/aus Automaten
57,1
57,6
50,0
55,3
66,7
Ladendiebstahl gesamt
36,7
41,3
42,5
46,1
51,3
Diebstahl an Kfz
42,9
55,0
48,1
55,3
53,5
Diebstahl gesamt in/aus Kfz
38,7
38,0
42,9
47,3
45,4
Handtaschenraub
80,0
70,0
66,7
76,9
58,8
gefährliche u. schwere Körperverletzung
(Straße)
57,1
71,2
68,8
51,8
59,0
Leistungserschleichung
39,8
43,1
36,1
35,0
32,6
Sachbeschädigung auf Straße
82,8
78,3
86,4
90,6
78,0
Rauschgiftdelikte
42,9
48,0
55,2
60,5
57,5
2.9
Sonstige Straftaten
Das Anzeigeverhalten zu
Straftaten gegen das Leben
war 2001 und 2002 unverändert gleich. So
wurden im Jahr 2001 und 2002 jeweils 8 Fälle registriert. Im Jahr 2003 kamen 14 Delikte zur
Anzeige. Im Bereich der fahrlässigen Tötung wurde in 7 Fällen ermittelt.
2003 wurden insgesamt 422 Straftaten gegen die
sexuelle Selbstbestimmung
registriert. 77 Fälle
(+ 22,3 %) mehr als 2002. Beim
sexuellen Missbrauch von Kindern
(149 Anzeigen) gab es einen
Zugang von 20,2 % (+ 25 Fälle) und bei
sexuellen Handlungen an/vor Kindern
wurden 79 An-
zeigen (+ 34 = + 75.6 %) bearbeitet.
Mehr Delikte gab es bei der Verbreitung von Pornografie. In diesem Bereich musste ein Anstieg
von 39 auf 69 Straftaten (+ 76,9 %) registriert werden.
Die Straftaten gemäß § 178 StGB
Vergewaltigung
verzeichnen einen Rückgang von 4,8 %. Auf
100.000 Einwohner kamen insgesamt 87 Sexualstraftaten.
Mit 3.575 Fällen lag die Gesamtzahl
der Rohheitsdelikte/Straftaten gegen die persönliche Frei-
heit
um 227 Fällen bzw. 6,8 % höher als 2002. Die Zahl der Körperverletzungen insgesamt ging
um 33 Straftaten (- 1,5 %) zurück, die Zahl der vorsätzlich
leichten Körperverletzungen
um 73
(- 4,7 %). Im Gegenzug wurden deutlich mehr Straftaten in der Öffentlichkeit registriert. Der
Handtaschenraub
stieg um 27,5 %, der
Raubüberfall
auf Straßen, Wegen oder Plätzen um 40
Fälle (+ 72,7 %).
Die Zahl der
Vermögens- und Fälschungsdelikte
erreichten 2003 mit 10.352 Fällen ihren bishe-
rigen Höchststand. Auf 100.000 Einwohner kamen 2.155 Fälle.
Hauptanteil bildeten mit 8.254 Fällen (+ 1.795 = + 27,8 %) die
Betrugsstraftaten.
Der prozentu-
ale Anteil an allen Straftaten beträgt 16,1 %. Zum Vorjahr zugenommen haben Anzeigen zur
Erschleichung von Leistungen
um 1.799 Fälle (+ 102,9 %). Im Zusammenhang mit Betrugsde-
likten wurden Schäden von insgesamt 16.269.392 Euro erfasst, 1.495.448 weniger als im
Vorjahr.

12
94
392
649
1.496
2.027
2.477
1.638
1.934
1996
1997
1998
1999
200
2001
2002
2003
Die Delikte der sonstigen Straftaten nach dem Strafgesetzbuch (StGB) weist 2003 ebenfalls
einen Zugang um 444 (+ 4,8 %) Fälle auf. Unter den ermittelten 3.818 Tatverdächtigen waren
insgesamt 1.432 Kinder, Jugendliche und Heranwachsende. 638 Tatverdächtige waren weiblich.
Unter Alkoholeinfluss während der Taten handelten 14,1 % der Täter.
Sachbeschädigungen
belegten zahlenmäßig nach den
Diebstahls- und Betrugsstraftaten
mit 13 % Anteil den dritten
Platz im Kriminalitätsgeschehen.
Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen
stiegen um 730 Fälle
im Vergleich zum Vorjahr (+ 49,2 %).
Zum
Landfriedensbruch
mussten 171 Anzeigen mehr (+ 814,3 %) als im Vergleichszeitraum
bearbeitet werden.
Einen Teil der
Sachbeschädigungen
bildeten die Straftaten der illegalen Graffiti. Nach einer
Recherche im Polizeilichen Auskunftssystem Sachsen (PASS) wurden 2003 bei der Dresdner
Polizei 1.934 und im Jahre 2002 insgesamt 1.638 Fälle der illegalen Graffiti bearbeitet.
Entwicklung der Graffitistraftaten
Die Zahl der Straftaten gegen
strafrechtliche Nebengesetze
ist um 5,6 % gestiegen. 2003 ging die
Zahl der Straftaten gegen
das Ausländer/Asylverfahrensgesetz
um 94 Fälle (- 12,1 %) zurück.
Obwohl bei der
Umweltkriminalität
nur ein Plus von 28 erfassten Fällen zu verzeichnen ist, be-
trägt die Steigerung hier 51,9 %.
2.10 Opfer von Straftaten
Die Polizeiliche Kriminalstatistik versteht unter einem Opfer eine natürliche Person, gegen die
sich eine mit Strafe bedrohte, versuchte oder vollendete Handlung unmittelbar richtete. Nicht
jeder durch eine Straftat Geschädigte zählt als Opfer. Diese werden nur bei bestimmtem, im
Straftatenkatalog gesondert gekennzeichneten Delikten erfasst. In der Gesamtbilanz des Jahres
2003 sind 4.532 Personen als Opfer einer Straftat erfasst, 377 mehr als 2002. Betroffen waren zu
38,5 % Frauen und zu 61,5 % Männer. 34,9 % der Opfer waren jünger als 21 Jahre.
Aufgliederung der Opfer
2003
+/-
2002
Männliche Personen
2.786
+ 230
2.556
Weibliche Personen
1.746
+ 147
1.599
Kinder
603
-
56
659
Jugendliche
521
- 48
569
Heranwachsende
458
+ 31
427
Erwachsene
2.950
+ 450
2.500

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13
2.11 Besondere Kriminalfälle
58-jähriger Dresdner stirbt nach Raub – zwei Tatverdächtige festgenommen
Am 27. September 2003 kam es im Bereich der Straßenbahnhaltestelle „Zwinglistraße“ zu einem
Raub mit Todesfolge. Zwei zunächst unbekannte Täter hatten den Mann an der Haltestelle ange-
sprochen und schließlich hinter ein Gebüsch gezerrt. In der Folge traten sie auf ihn ein und
stahlen seine Geldbörse mit ca. 60 Cent und einer EC-Karte. Das Opfer erlag noch am Ort seinen
schweren inneren Verletzungen, die durch die äußere Gewalteinwirkung verursacht wurden.
Bei der Tat wurden die Jugendlichen von Passanten beobachtet. Aufgrund dieser Zeugenhinwei-
se und sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten die beiden Tatverdächtigen noch in
der näheren Umgebung von Polizisten gestellt werden. Die beiden 16-jährigen Dresdner gestan-
den im Zuge der nachfolgenden Vernehmungen ihre Tat.
Schlag gegen Rauschgifthändler in Dresden
Im Oktober 2003 führte die Polizeidirektion Dresden mehrere Poli-
zeieinsätze zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität durch. Den
Einsätzen gingen umfangreiche Ermittlungen voraus. Dabei erhärtete
sich gegen zwei Dresdner der Verdacht des vorsätzlichen unerlaub-
ten gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht
geringen Mengen sowie des Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Daraufhin erließ das Amtsgericht Dresden zwei Haftbefehle und
mehrere Durchsuchungsbeschlüsse. Im Ergebnis dieser Einsätze
wurden insgesamt sieben Personen vorläufig festgenommen. Bei den
Wohnungsdurchsuchungen wurden erhebliche Mengen Betäu-
bungsmittel sowie scharfe Waffen sichergestellt:
ca. 29.800 g
Haschisch
ca. 1.500 g
Marihuana
ca. 530 g
Crystal
ca. 100 St.
XTC-Tabletten
1
Pistole Margolin
1 Pistole Beretta
1
umgebaute Langwaffe
1
Flobert-Gewehr
1
Repetierflinte Browning
Dresdner Polizei nahm Serieneinbrecher fest
Seit Januar 2002 trieb ein Serieneinbrecher im Stadtgebiet Dresden – Prohlis sein Unwesen. Der
19-jährige junge Mann brach vorwiegend in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Arztpraxen und
Lebensmittelmärkte ein. Bei diesen Diebeszügen war der 19-jährige Dresdner immer zu Fuß
unterwegs. Er stahl - angefangen von Zigaretten, Computertechnik, TV-Technik bis hin zu
Haushaltsgeräten - alles was sich zu Geld machen ließ.
Auf die Spur des Diebes kamen die Ermittler aus dem Kommissariat Einbruch der Dresdner
Polizei durch einen Fund. Der junge Mann hatte bei einem Einbruch in einen Kindergarten sei-
nen Blutspendeausweis verloren. Zu dem wurde der 19-Jährige bei einem Einbruch in eine
Tankstelle von einer Überwachungskamera aufgenommnen. Schließlich wurde er bei einem
weiteren Einbruch in eine Tankstelle am 9. April 2003 vorläufig festgenommen. Im Laufe seiner
Diebeskariere hatte der junge Mann einen Gesamtschaden von ca. 35.000 Euro verursacht.
sichergestelltes Rauschgift
sichergestellte Waffen

14
3
Polizeireviere
3.1
Zuständigkeitsbereiche der Polizeireviere
Polizeirevier
Zuständigkeitsbereich
Polizeibeamte
Einwohner
Polizeirevier Altstadt
Ortsamt Altstadt
129
ca. 47.800
Rampische Straße 10
01067 Dresden
Polizeirevier Blasewitz
Ortsamt Blasewitz
74
ca. 76.400
Loschwitzer Straße 43
01309 Dresden
Polizeirevier Leuben
Ortsamt Leuben
58
ca. 36.100
Zamenhofstraße 1
01257 Dresden
Polizeirevier Plauen
Ortsamt Plauen
69
ca. 47.400
Mockritzer Straße 17
01219 Dresden
Polizeirevier Prohlis
Ortsamt Prohlis
76
ca. 55.000
Niedersedlitzer Straße 17
01239 Dresden
Polizeirevier Neustadt
Ortsamt Neustadt
107
ca. 65.600
Bautzner Straße 19
01099 Dresden
Polizeirevier Pieschen
Ortsamt Pieschen
102
ca. 72.500
Osterbergstraße 24
Ortsamt Klotzsche
01127 Dresden
Ortschaft Langebrück
Ortschaft Weixdorf
Ortschaft Schönborn
Polizeirevier Cotta
Ortsamt Cotta
84
ca. 74.000
Julius-Vahlteich-Straße 2
Ortschaft Cossebaude
01159 Dresden
Ortschaft Mobschatz
Ortschaft Oberwartha
Ortschaft Gombitz
Ortschaft Altfranken
Polizeirevier Schönfeld/ Weißig
Ortschaft Schönfeld
45
ca. 30.600
An der Priznitzaue 11-13
Ortschaft Weißig
01328 Dresden
Autobahnpolizeirevier
ca. 140 Fahrbahnkilometer
76
entfällt
Stauffenbergallee 12
der BAB 4, 13 und 17
01099 Dresden
2 Autobahnrastplätze sowie
26 Anschlussstellen
Ortsamt Loschwitz

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15
3.2
Allgemein
Die Arbeit der Polizeireviere umfasst unter anderem die Anzeigen- und Verkehrsunfall-
aufnahme, die Spurensicherung bei Verkehrsunfällen, die Durchführung von Verkehrs- und
Alkoholkontrollen sowie die Schlichtung von Nachbarschafts- und Familienstreitigkeiten.
Die Beamtinnen und Beamten der Polizeireviere stellten bei ihren routinemäßigen Kontrollen
1.920 Fahrzeugführer fest, die unter Alkoholeinfluss fuhren. Des Weiteren führten die Beamtin-
nen und Beamten 2.593 Geschwindigkeitskontrollen mit dem Laser-Geschwindigkeitsmessgerät
LTI 20-20 durch.
Nachfolgend werden einige ganz spezielle Aspekte aus den verschiedenen Revieren der Polizei-
direktion Dresden dargestellt.
3.3
Revier Altstadt
Anfang des Jahres 2003 kam es im Bereich Dresden – Altstadt vermehrt
zu Aufbrüchen von Parkscheinautomaten. Das Revier reagierte daraufhin
mit verstärkten Polizeistreifen. Dies führte Mitte des Jahres schließlich
zum Erfolg. Am 6. August konnte ein Tatverdächtiger auf dem Parkplatz
des Kulturpalastes auf frischer Tat gestellt werden. Im Zuge nachfolgen-
der Ermittlungen konnten dem Mann noch weitere 45 gleichartige Straf-
taten nachgewiesen werden.
Im April 2003 wurde in Form eines Komplexeinsatzes flächendeckende Personenkontrollen im
Bereich der Inneren Altstadt zur vorbeugenden Bekämpfung und Aufklärung von Straftaten
durchgeführt. 445 Personenkontrollen führten zu insgesamt 61 Aufklärungen verschiedener Ver-
stöße, wie zum Beispiel Verstöße gegen die räumliche Beschränkung und zur Aufenthaltser-
mittlung ausgeschriebener Personen.
In der Universitätsklinik Dresden kam es im vergangenen Jahr in drei verschiedenen Häusern zu
besonders schweren Diebstählen aus Getränkeautomaten. In Zusammenwirken mit dem Polizei-
präsidium, Bereich Anwendungstechnik, führte das Polizeirevier Observationsmaßnahmen
durch. Die Täter wurden ermittelt und 100 Straftaten in verschiedenen Bereichen aufgeklärt. In
der Folge konnten Straftaten im Bereich Dresden-Plauen, Mittweida, Riesa/Großenhain und
Cottbus aufgeklärt werden.
Der alljährliche Einsatz auf dem Striezelmarkt gehört zum ständigen Einsatzgeschehen des Re-
viers. Die Polizeiwache, die mit Kollegen des Reviers besetzt wird, war auch im vergangenen
Jahr wieder ein Anlaufpunkt für alle Sorgen und Nöte der Striezelmarktbesucher.
3.4
Revier Neustadt
Der Bereich des Polizeireviers Neustadt gehört zu den besonders
belasteten Gebieten, in denen Fahrraddiebstähle in massiver Gehäuftheit
auftreten. Dem wird unter anderem durch Fahrradkontrollen, aber auch
durch Eigeninitiative der Bürgerpolizisten des Reviers begegnet. So
organisierten die Bürgerpolizisten speziell für die Bürger der Neustadt
im Monat April eine Codieraktion. In sechs Stunden wurden 29 Fahr-
räder codiert und man kam mit den Bürgern zwanglos ins Gespräch.

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16
In der Nacht vom 19. zum 20. März 2003 zerstachen unbekannte Täter in der Inneren Neustadt
und der Radeberger Vorstadt an 99 Fahrzeugen und einem Motorrad 250 Reifen und verursach-
ten einen Schaden von ca. 11.000 Euro. Eine Sachbeschädigung dieser Größenordung ist bisher
einmalig in der Stadt Dresden gewesen. Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen im Tatort-
bereich unter Beteiligung der Polizeireviere Altstadt, der Inspektion Zentrale Dienste und vom
Kriminaldauerdienst konnten die Täter bis heute nicht ermittelt werden.
Zwischen dem Polizeirevier und der Förderschule für
Körperbehinderte der Stadt Dresden bestehen langjährige
gute Kontakte. Übers Jahr verteilt fanden in dieser Schule
mehrere Veranstaltungen statt, andererseits besuchten
einige Klassen das Revier und lernten dabei die Polizeiar-
beit kennen. Im Mai organisierten die beiden Jugendsach-
berbeiterinnen eine Präventionsveranstaltung für alle
5. Klassen der Schule. Diese Veranstaltung fand auf dem
Hof des Autobahnpolizeireviers statt. Neben der Vorstel-
lung polizeilicher Einsatzmittel wurde ein Kriminalfall
nachgestellt und den Kindern unter anderem gezeigt, wie
man Spuren sichert. Unterstützung bekamen die Beamten
des Polizeireviers Neustadt von Bediensteten des Auto-
bahnreviers, der Diensthundestaffel, Kriminalpolizeiinspektion, der Inspektion Prävention/
Öffentlichkeitsarbeit, dem Stabsbereich Technik/ Verwaltung und der Reiterstaffel der Polizei.
Als Dankeschön für diesen informativen tollen Tag bedankten sich die Schüler mit einer Zeich-
nung bei den Jugendsachbearbeiterinnen.
3.5
Revier Leuben
Ein Highlight im letzten Jahr war die Aufklärung mehrerer Graffiti-
handlungen im Stadtgebiet Leuben, Altstadt und Blasewitz. Der
Ermittlungsgruppe Graffiti gelang es, 85 Straftaten mit sechs Tatver-
dächtigen aufzuklären. Weiterhin konnten zwei Tätern 50 Handlungen,
einem Täter 50 Handlungen und drei Tätern 26 Handlungen zugeordnet
werden. Allen Tätern wurden Sachbeschädigung durch Farbschmiererei
nachgewiesen.
Das Versandhaus OTTO hatte Anzeige wegen Betruges erstattet, weil zu einem Grundstück auf
der Pirnaer Landstraße 12 Kundenkonten bestanden und keine Rechnung beglichen worden war.
Die Ermittlungen der Polizeibeamten ergaben, dass es sich hierbei um vier Tatverdächtige
handelte, die gemeinschaftlich 168 Straftaten mit einen Gesamtschaden von ca. 43.350 Euro
begangen hatten. Der Hauptverdächtige wurde in Untersuchungshaft genommen.
Mitternachtstreiben: Auf der Großzschachwitzer Straße stellte eine Zivilstreife während ihrer
Streifentätigkeit im Erdgeschoss der 92. Grundschule Taschenlampenleuchten und ein geöffnetes
Kellerfenster fest. Schnelle Unterstützung bekamen die Kollegen aus dem eigenen Revier, aus
dem Revier Prohlis und der Hundestaffel. Nach Umstellung des Gebäudes kletterte eine mutige
Kollegin auf die Schultern eines Kollegen, um das Zimmer einsehen zu können, wo die
Taschenlampen leuchteten. Und siehe da, es handelte sich um Schulkinder, die in ihren Schlafsä-
cken der Lehrerin beim Mitternachtslesen lauschten. Das war eine aufregende Nacht - nicht nur
für die Kinder.
Beamter führt Kindern die Sicherung
einer Fußabtrugsspur vor

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17
3.6
Revier Pieschen
Bei der Ausreise an der Grenzübergangsstelle Görlitz wurde ein polni-
sches Bruderpaar kontrolliert. Im Fahrzeug stellte man versteckte
Autoradios, CD-Player und Handys fest. Durch eine Erkenntnisanfrage
per Wintelex konnten aus dem Revierbereich Anzeigen dem Diebesgut
zugeordnet werden. Eine sofortige Verbindungsaufnahme mit dem
Polizeirevier Görlitz und der Vernehmung der beiden Tatverdächtigen
durch die Ermittler des Polizeireviers Pieschen ergab, dass die beiden
Brüder schon mehrfach in Dresden im Revierbereich „tätig“ waren. Nach weiteren Überprüfun-
gen konnten bisher 44 Fälle den Tatverdächtigen Brüdern zugeordnet werden. Der Spurenab-
gleich ist jedoch für zurückliegende Zeiten noch nicht abgeschlossen.
3.7
Revier Blasewitz
In Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier Altstadt wurden drei Tatver-
dächtige ermittelt. Den Tatverdächtigen konnten 90 Straftaten, davon
40 besonders schwere Diebstähle nachgewiesen werden. Sie entwende-
ten Fahrräder vor Schulen und Krankenhäuser und boten diese über die
Internetplattform “ebay“ zur Ersteigerung an. Dabei machten sie einen
Gewinn von ca. 5.500 Euro. Es entstand ein Diebstahlsschaden von
ca. 24.000 Euro.
Im Monat Mai gingen 23 Anzeigen wegen Diebstahles und Betruges zum Nachteil lebensälterer
Menschen der Stadt Dresden ein. Unter den Sachverhalten befanden sich auch bösartig gelagerte
Raubhandlungen, welche unter Umständen den Tod der betagten Geschädigten hätten herbei-
führen können. Das Revier übernahm die Bearbeitung der Vorgänge und eröffnete den
Brennpunkt „Spendensammler“. Durch einen entscheidenden Hinweis der Ermittlungsbeamtin
Kollegin Friedrich und den eingeleiteten operativen Maßnahmen konnte ein Tatverdächtiger
festgenommen werden. Dem Beschuldigten wurden bis zum heutigen Tag 50 Tathandlungen
nachgewiesen. Das Polizeipräsidium Dresden danke der Kollegin Friedrich für ihre gute Arbeit.
Die 107. Abendmittelschule bedankte sich schriftlich bei den Jugendsachbearbeitern des Reviers
für ihre gelungenen Präventionsveranstaltungen an ihrer Einrichtung. Die Art, wie die Kollegen
die Jugendlichen für ihr Thema begeisterten kam so gut an, dass die Jugendsachbearbeiter zu
einer Anschlussveranstaltung eingeladen wurden.
Die Feier anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Polizei-
reviers Striesen/Blasewitz fiel im Jahr 2002 durch das
Hochwasser buchstäblich ins Wasser. Aber am 4. Juli 2003
war es dann soweit und die Feier wurde mit einigen
Gästen, wie zum Beispiel den Puppenspielern der Polizei-
direktion Dresden und dem Poldi aus dem Landes-
kriminalamt, nachgeholt. In diesem Zusammenhang
präsentierten die Beamten des Polizeireviers ihre täglichen
Arbeitsaufgaben den Angehörigen. Die Gäste fanden viel
Anklang bei Groß und Klein und so wurde die nachgeholte
Feier ein voller Erfolg.
POLDI wird begeistert auf dem Polizei-
fest empfangen

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18
3.8
Revier Prohlis
Eine 41-jährige Frau radelte betrunken durch Prohlis und wurde von
Polizeibeamten in Gewahrsam genommen. Als sie das Revier ausge-
nüchtert am nächsten Tag verlassen hatte, kam sie des Nachts wieder
zum „Einsatz“. Mit 2,19 Promille rief sie das Polizeirevier Prohlis an
und drohte, an einem Funkstreifenwagen des Reviers, welcher an der
Aral Tankstelle stand, die Reifen zu zerstechen. Eine Streife machte
sich sofort auf den Weg, aber es war schon zu spät. Alle vier Reifen
waren bereits zerstochen. Bei der Festnahme trat die Tatverdächtige um sich und traf den Fahrer
des Streifenwagens. Einen Monat später schlug sie wieder zu und zerstach an acht Autos 19
Reifen. Sie konnte wieder festgenommen werden. Nachdem sie im Revier noch Hackenkreuze
in eine Bank ritzte, wurde sie in Untersuchungshaft genommen und in der Folge kam es zum
Prozess. Die 41-jährige Frau ist zu einem Jahr und sechs Monaten Haft ohne Bewährung verur-
teilt worden.
Danke sagte der Leiter des Jugendhauses Prohlis den beiden Bürgerpolizisten des Reviers. Ihre
freundliche Art und ihr korrektes Auftreten werden von den Jugendlichen stets geschätzt und
geachtet. Auch die Eröffnung des neuen Jugendhauses wurde Dank zuverlässiger und unkompli-
zierter Unterstützung der Bürgerpolizisten ein voller Erfolg.
Am 16.07.2003 fand das inzwischen zur Tradition gewordene Fußballturnier zwischen dem
Polizeirevier Prohlis, dem Jugendfreizeithaus Mareicke und der Stadtverwaltung statt. Die zahl-
reichen Zuschauer konnten trotz großer Hitze gute Fußballspiele sehen. Auch wenn die Polizei-
mannschaft nur den 3. Platz belegte, ging der beste Tormann und der beste Spieler des Turniers
aus diesem Bereich hervor.
Mit einer Sammelaktion unter den KollegInnen konnte ein Betrag von 230 Euro erzielt werden.
Zur Siegerehrung übergab man der Leiterin des Jugendfreizeitzentrums in Form eines Schecks
den gesammelten Erlös. Bei einem gemütlichen Beisammensein wurde der Tag im Jugendhaus
mit Bratwurst und Getränken ausgewertet.
3.9
Revier Cotta
Die Zuständigkeit des Polizeireviers umfasst den Ortsamtsbereich Cotta
sowie die Ortschaften Cossebaude, Altfranken, Mobschatz und Gom-
pitz. Letztere werden vor allem durch den Polizeiposten Cossebaude
betreut. Insgesamt garantieren die knapp 70 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter des Polizeireviers und des Polizeipostens die Sicherheit von
rund 75.000 Einwohner auf einer Fläche von rund 50 Quadratkilo-
metern.
Von jährlich rund 5.500 entgegengenommenen Strafanzeigen wurden im Polizeirevier Dresden
Cotta ca. 5.000 in eigener Zuständigkeit bearbeitet. Dabei betrug die Gesamtaufklärungsquote im
Jahr 2003 etwas mehr als 50 Prozent.
Knapp die Hälfte aller registrierten Straftaten sind Diebstähle (ca. 45 Prozent), davon ein Drittel
im besonders schweren Fall. Hier beträgt die Aufklärungsquote etwa 17 Prozent. Etwa jede
siebente Straftat ist ein Betrug, jede zehnte eine Sachbeschädigung. Verkehrsdelikte schlagen mit
einem Anteil von ca. 16 Prozent zu Buche. Die Hälfte von ihnen sind so genannte „Unfallfluch-
ten“. Ferner sind vor allem Beleidigungen, Verleumdungen, Bedrohungen, Körperverletzungen,
insgesamt rund 10 Prozent, zu bearbeiten.

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19
Versammlungen, die Fußballspiele des Dresdner SC 1898 und zahlreiche Veranstaltungen stellen
die Schwerpunkte der polizeilichen Einsatzbewältigung im Zuständigkeitsbereich dar.
Pro Jahr werden im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers und des Polizeipostens rund 1.500
Verkehrsunfälle registriert. Obwohl es keine so genannten Unfallhäufungsstellen (Unfallschwer-
punkte) gibt, stehen zweifellos die stark befahrenen Hauptadern – die Bundesstraßen 6 und 173 –
und selbstverständlich auch die Anliegerstraßen in den Wohngebieten im Mittelpunkt der ver-
kehrspolizeilichen Aufgaben.
Polizeihauptmeister Michael Niedlich ist eine Institution in der
Gorbitzer Jugendszene. Als Jugendsachbearbeiter des Polizei-
reviers hat er trotz der mitunter gegensätzlichen Interessen ein
offenes Ohr für die Jugendlichen und genießt ihr Vertrauen.
So kam es auch, dass er im Sommer ihre Herausforderung zu
einem Fußball-„Duell“ annahm. Die Jugendlichen organisierten
das Turnier, an dem insgesamt fünf Mannschaften teilnahmen.
Die Wohnbau NordWest, die Sportjugend Dresden e.V., das
Sachsen-Forum und das Polizeirevier Dresden-Cotta unter-
stützten sie dabei. Der vom Sachsen-Forum gestiftete Wander-
pokal ging zu guter Letzt an eine Mannschaft der Bereitschafts-
polizei. Aber auch die Jugendlichen gingen nicht leer aus.
Neben den durch die Wohnbau NordWest gesponserten Speisen und Getränken erhielten sie eine
Mülltonne, damit sie den Fußballplatz künftig sauber halten können. Für 2004 ist die Fortsetzung
des Turniers schon fest geplant.
3.10 Polizeirevier Schönfeld/Weißig
Im Januar 2003 wurde das Polizeirevier Schönfeld/Weißig in Betrieb
genommen und am 7. März 2003 durch den Staatsminister des Inne-
ren, Herrn Rasch, feierlich eröffnet. Auf dem Polizeirevier arbeiten 47
BeamtInnen. Diese PolizeibeamtInnen betreuen in ihrem Zuständig-
keitsbereich insgesamt 30.599 Einwohner auf ca. 150 Quadratkilome-
ter. Somit betreut das Polizeirevier den flächenmäßig größten Zustän-
digkeitsbereich innerhalb der Polizeidirektion Dresden.
Zu den größten und regelmäßig wiederkehrenden Einsätzen gehören das alljährliche Elbhangfest
zwischen dem Körnerplatz und Pillnitz und das Hochlandfest in Schönfeld/Weißig. Das
Elbhangfest wurde gemeinsam mit dem Polizeirevier Blasewitz abgesichert. Beim Hochlandfest,
was sich das 10. Mal jährte, kamen die BeammtInnen hauptsächlich zur Absicherung der
Bundesstraße 6 zum Einsatz. Polizeiliche Unterstützung bekamen auch mehrere andere Veran-
staltungen, wie zum Beispiel Schul- und Feuerwehrfeste.
Im Juni 2003 wurde aus einer Klinik am Rande der Dresdner Heide ein 51-jähriger Mann
vermisst. Die durch das Revier geführten Suchmaßnahmen, die große Teile der Heide betraf und
bis Mitternacht andauerte, brachte trotz des Einsatzes einer Rettungshundestaffel des Roten
Kreuzes und der Unterstützung durch den Polizeihubschrauber, keinen Erfolg. Der 51-Jährige
wurde im Oktober am Rande eines stillgelegten Steinbruchs an der Mordgrundbrücke durch
spielende Kinder tot aufgefunden.
Fußballmannschaft der Gorbitzer
Jugendlichen

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20
3.11 Autobahnpolizeirevier
Das Autobahnpolizeirevier Dresden ist für insgesamt 140 Fahrbahn-
kilometer der Bundesautobahnen 4, 13 und 17 verantwortlich. Zu dem
ist das Revier für zwei Rastanlagen, sechs Parkplätze sowie 20
Anschlussstellen der Bundesautobahnen zuständig. In diesem Bereich
besteht eine Verkehrsdichte von durchschnittlich 60.000 Fahrzeugen pro
Tag, darunter ein Schwerlastverkehrsanteil von ca. 21 Prozent.
Seit Eröffnung der bereits fertig gestellten Streckenabschnitte der Bundesautobahn 17 gibt es
keine größeren Baustellen mehr. Das hatte zur Folge, dass sich die Unfallzahlen innerhalb des
Revierbereiches seit 2001 stetig verringert haben.
Schwerpunkt der polizeilichen Tätigkeit des Autobahnreviers bilden unter anderem die
Anzeigen- und Verkehrsunfallaufnahme, die Spurensicherung bei Verkehrsunfällen sowie die
Durchführung von Verkehrs- und Alkoholkontrollen.
Im Laufe des Jahr 2003 wurden zahlreiche Einsätze durchgeführt, die zur Verbesserung der
Verkehrssicherheit sowie der Erhöhung des Verkehrsflusses dienten. Dabei sind im besonderen
Maße die Überwachung des Ferienverkehrs, Kontrollmaßnahmen im Rahmen der Love-Parade
(Berlin 2003) und die Überprüfung des nationalen und internationalen Güter-, Personen- und
Gefahrgutverkehrs zu erwähnen.
3.12 Jugendsachbearbeiter der Reviere
Jugendmedienschutzstreifen werden mit dem Ziel durchgeführt, die Einhaltung der einschlä-
gigen Bestimmungen des Gesetzes über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften (GjS)
sowie anderer Strafbestimmungen zu kontrollieren. Als jugendgefährdend gemäß § 1 GjS wird
eine Schrift eingestuft, wenn sie unsittlich (insbesondere Pornografie) ist, verrohend wirkt und
zu Gewalttätigkeiten, Verbrechen oder Rassenhass anreizt oder den Krieg verherrlicht.
Bei den Kontrollen sind insbesondere die Einhaltung der Vorschriften über den Vertrieb von
Medienerzeugnissen hinsichtlich der Abgabe an Kinder und Jugendliche zu überprüfen. In
Videotheken und ähnlichen Einrichtungen betrifft das unter anderem die Bestimmungen über
Zutrittsmöglichkeiten, Einsehbarkeit und Werbebeschränkungen.
Anzahl Kontrollen
Verstöße
Videotheken
31
--
Tankstellen
64
--
Erotikshops
15
--
Zeitschriften-
/Zeitungsshops
45
--
Kinos
2
1
Discotheken
4
--
Gaststätten
37
--
Spielhallen
37
1
Gesamt
235
2
Die Anzahl der Kontrollen im
Jahr 2003 entspricht im Wesent-
lichen dem Niveau des Jahres
2002. Dabei hat sich die Anzahl
der festgestellten Verstöße ver-
ringert.