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Ústí nad Labem ©
IN DIESER AUSGABE
Neuigkeiten von LIFE LOCAL ADAPT
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FOKUSBERICHT
ECCA 2019
2
European Urban Resilience Forum
5
Wissenstransfer in die Gemeinden
6
STATUS SACHSEN
Wettbewerb 2019
7
Workshops
8
ReKIS kommunal
8
STATUS STEIERMARK
Klimawandelanpassungsgemeinden
9
STATUS VALKA
Besuch in Graz
10
Jahrestreffen 2020 in Valka
10
STATUS CZECHGLOBE
Zweite Runde in der NW-Region
11
STATUS GERICS
Transferkonzept für Projektergebnisse
12
Veranstaltungen
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Mitwirkende im Projekt
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Neuigkeiten von LIFE LOCAL ADAPT
Im Fokus dieses Newsletters stehen Berichte über die Teilnahme von LIFE LOCAL ADAPT an
zwei internationalen Konferenzen: Die European Climate Change Adaptation Conference
(ECCA2019) in Lissabon und das Urban Resilience Forum (URF) in Bonn. Bei beiden Konferenzen
wurden die Aktivitäten von LIFE LOCAL ADAPT ausführlich vorgestellt und mit Akteuren anderer
Projekte diskutiert. Wir freuen uns sehr über die erfolgreichen Präsentationen und positive
Resonanz.
Ein wichtiges regionales Ereignis wird das Statuskolloquium Klima des LfULG am 5. Dezember
in Dresden sein, bei dem der aktuelle Projektstand vorgestellt und die Gewinner der 2.
Wettbewerbsrunde in Sachsen ausgezeichnet werden. Die bereits aktiven Gemeinden aus
Runde 1 werden eine Podiumsdiskussion gestalten. Sie sind herzlich eingeladen, am
Statuskolloquium Klima teilzunehmen!
Wenn Sie weitere Informationen über unser Projekt, unser Vorgehen und unsere Ergebnisse
erhalten wollen, registrieren Sie sich gerne für unseren Newsletter unter
www.life-local-adapt.eu
.
Mit herzlichen Grüßen
Prof. Dr. Christian Bernhofer
Dezember 2019
Gefördert durch die Europäische Kommission im Rahmen des LIFE Programms

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Fokusbericht
2
Im Mai nahm ein Team von LIFE LOCAL AD-
APT von TU Dresden, LfULG, CzechGlobe,
GERICS und dem Land Steiermark an der 4.
Europäischen Konferenz zur Klimaanpassung
teil (European Climate Change Adaptation
Conference, ECCA, 28.-31. Mai 2019,
www.
ecca2019.eu), die am Centro Cultural de Be-
lém von Lissabon in Portugal stattfand.
Alle zwei Jahre bietet die ECCA ein internati-
onales Forum für Wissensaustausch und Dis-
kussion unter verschiedenen Akteuren im Be-
reich Anpassung an Folgen des Klimawandels.
Die Konferenz unterstützt damit die gegensei-
tige Abstimmung und Nutzung von Synergien
bei der Klimaanpassung, der Reduktion von
Klimarisiken sowie Strategien und ihre prakti-
sche Umsetzung. Sie bietet Gelegenheit, Wis-
sen mit Fachleuten der Klimaanpassung zu
teilen und über neue Forschungsergebnisse
sowie alternative Herangehensweisen beim
Einbezug von Stakeholdern zu diskutieren.
Das Programm umfasste folgende Themen:
1. Daten, Methoden und Herangehensweisen
bei der Klimaanpassung und Risikomini-
mierung von Katastrophen
2. Gemeinsame Generierung von Wissen, Lö-
sungen und Dienstleistungen
3. Kommunikation, gemeinsame Datennut-
zung und Entscheidungsunterstützung
4. Institutionen, Governance, Bürgerbeteili-
gung und soziale Gerechtigkeit
5. Globale Klimaherausforderungen
6. Management von Klimarisiken und Resilienz
Neben verschiedenen LIFE Projekten zu ande-
ren Themen wurde auf der ECCA auch allge-
mein über das LIFE Programm der EU infor-
miert. Dies schloss die LIFE Climate Action ein,
die von Bernd Decker von der Executive Agen-
cy for Small and Medium-sized Enterprises der
Europäischen Kommission vorgestellt wurde.
Das Ziel unseres Projektes LIFE LOCAL AD-
APT bei der ECCA war, Ergebnisse auszutau-
schen und die Initiativen, Herangehensweisen
und Erfahrungen zu Klimaanpassung von klei-
nen und mittleren Gemeinden zu teilen. Insge-
samt wurden vier Vorträge und zwei Poster von
unserem Team präsentiert.
Eigene Session von LIFE LOCAL ADAPT
LIFE LOCAL ADAPT hat eine eigene Session
zusammen mit anderen im Rahmen von EU
LIFE geförderten Projekten initiiert. Die Sessi-
on „EU LIFE Programm: Unterstützung der In-
tegration und gemeinsamen Erarbeitung von
Klimaanpassung in kleinen und mittleren Ge-
meinden“ fand unter dem ECCA Schwerpunkt
„Gemeinsame Generierung von Wissen, Lö-
sungen und Dienstleistungen“ statt und zielte
insbesondere auf die Vernetzung von LIFE
Projekten untereinander ab. Die Session wur-
de von der TU Dresden mit einem Vortrag ein-
geleitet, der die Herausforderungen und
Hemmnisse bei der Klimaanpassung hervor-
hob, insbesondere im Bezug auf Auswirkun-
gen von Starkregen, Trockenheit und Hit-
zestress. CzechGlobe folgte mit der
Präsentation von Erfahrungen, gewonnenen
Erkenntnissen und erfolgreichen Praxisbei-
spielen aus den LIFE LOCAL ADAPT Pilotregi-
onen Sachsen (Deutschland), Steiermark (Ös-
terreich), Valka (Lettland) und Nord-West
Region von Tschechien. Titel und Vortragende
waren:
1. The EU project LIFE LOCAL ADAPT: Chal-
lenges for small and medium-sized munici-
palities to adapt to climate change in four
LIFE LOCAL ADAPT auf der ECCA 2019

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3
European regions vorgetragen von Majana
Heidenreich, Technische Universität Dres-
den, Deutschland
2. Lessons learned and best practices from
LIFE LOCAL ADAPT municipalities vorge-
tragen von Helena Dubchová, CzechGlo-
be, Tschechien
3. LifeAdaptate project: Supporting commit-
ment of the European municipalities vorge-
tragen von Rafael Ataz, Instituto de Fomen-
to de la Región de Murcia, Spanien
4. The LIFE MASTER ADAPT project: MAin-
STreaming Experiences at Regional and
local level for ADAPTation to climate change
vorgetragen von Gianluca Cocco, Regione
Autonoma della Sardegna, Italien
5. New approach to climate change adaptati-
on in Radom based on the presently con-
ducted LIFE project vorgetragen von Katar-
zyna Jankowska, Radom Municipality,
Polen
6. Project Life-Good Local Adapt: Facilitating
good adaptation in urban areas of small
and medium-sized municipalities of the
Basque Country, Spain vorgetragen von
Julie-Marie Urban, Factor, Spanien
Karte der LIFE Projekte, die während der Session auf der ECCA2019 vorgestellt wurden. ©Vojtěch Cuřín
Fokusbericht

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4
Zwei weitere Vorträge wurden von Dominic
Rumpf vom LfULG außerhalb der LIFE Ses-
sion gehalten. Der erste Vortrag zum Thema
„How local authorities of small and medium-
sized municipalities can be actively and suc-
cessfully involved in climate adaptation“ hob
die Anstrengungen von Gemeinden in Sach-
sen und die unterstützende Rolle des LfULG
bei der Entwicklung von Lösungen zur Klima-
anpassung hervor.
Der zweite Vortrag führte in das web-basierte
Werkzeug “ReKIS kommunal” ein, das von
LIFE LOCAL ADAPT speziell für kleine und
mittlere Gemeinden entwickelt und in die be-
stehende ReKIS Plattform (
www.rekis.org
) in-
tegriert wurde.
Die Vorträge wurden durch zwei Poster weiter
veranschaulicht, die Resilienz gegenüber Hit-
zestress und Starkregen zum Thema hatten.
Sie stellten Auswirkungen des Klimawandels
sowie Herangehensweisen und Herausforde-
rungen der Klimaanpassung mit ausgewählten
Best-Practice-Beispielen vor.
Schließlich möchten wir uns für alle Unterstüt-
zung bedanken Es bleibt uns, uns auf weite-
re erfolgreiche Veranstaltungen in Zukunft zu
freuen, bei denen wir über den positiven Fort-
schritt in allen Pilotregionen von LIFE LOCAL
ADAPT berichten können!
Weitere Informationen über ECCA 2019:
Homepage
https://www.ecca2019.eu
Twitter
https://twitter.com/ecca2019
Weitere Beiträge von LIFE LOCAL ADAPT auf der ECCA 2019
Fokusbericht
Das LIFE LOCAL ADAPT Team mit dem Poster “Mea-
sures of heat stress resilience of small and medium-
sized communities”, das von Bettina Fischer auf der
ECCA 2019 präsentiert wurde (von links nach rechts:
Dominic Rumpf, LfULG; Vojtěch Cuřín, Helena Duch-
ková, CzechGlobe; Thorsten Weber, GERICS; Barbara
Köstner, Majana Heidenreich, TU Dresden; Bettina
Fischer, Land Steiermark) © Barbara Köstner
Bernd Decker von EASME, EU Kommission (links)
im Gespräch mit Dominic Rumpf vom LfULG (rechts)
während der Postersession © Barbara Köstner

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5
Fokusbericht
Majana Heidenreich von der TU Dresden bei der
Präsentation des Posters über Resilienz gegen-
über Starkregen bei der Poster Session zum The-
ma Management von Klimarisiken und Resilienz
© Barbara Köstner
LIFE Session der ECCA 2019, von links nach rechts: Die Vortragenden von Murcia/Spanien, Polen, Tschechien,
Deutschland, Italien, Baskenland/Spanien und Sitzungsleiter Vojtěch Cuřín von CzechGlobe © Barbara Köstner

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6
Seit 2013 findet das „European Urban Resili-
ence Forum in Bonn statt. Es stellt eine einma-
lige Plattform dar, um Strategien zur Anpassung
an den Klimawandel kennen zu lernen sowie zu
diskutieren und so die Resilienz von Städten zu
erhöhen. Ein besonderes Kennzeichen des Fo-
rums ist sein sehr interaktiver Charakter.
Bei 38°C wurden inspirierende Diskussionen mit
Städten über Wege zur Umsetzung von Klima-
anpassungsmaßnahmen geführt. Der Blick rich-
tete sich dabei vor allem auf kleinere Kommu-
nen. Kapazitäten, Ressourcen und Verwaltung
der kleineren Kommunen unterscheiden sich
teilweise erheblich von denen größerer Städte.
Die Teilnehmer wurden ermutigt, Erfahrungen
und Standpunkte zu verschiedenen Themen
auszutauschen, bestehende Herausforderun-
gen bei der lokalen Anpassung an den Klima-
wandel anzugehen und mögliche künftige Kolla-
borationen auszuloten. Im Rahmen des Forums
gab es drei Themenschwerpunkte:
• naturbasierte Lösungen für die Resilienz
von Städten;
multi-level Governance für die Anpassungs-
planung;
und Finanzierung von Resilienz und Anpas-
sung
In der von Birgit Georgi (Strong Cities in a Chan-
ging Climate) und Majana Heidenreich (LIFE
LOCAL ADAPT) organisierten Session wurden
die Herausforderungen der Anpassungspla-
nung in kleineren Städten und Gemeinden, ihre
spezifischen Unterstützungsbedarfe und mögli-
che Lösungen diskutiert. Beteiligt waren neben
der italienischen Gemeinde Urbino auch zwei
Partnergemeinden von LIFE LOCAL ADAPT,
das deutsche Coswig sowie Weiz in Österreich.
Die größte Herausforderung, die im Rahmen
dieser Session angesprochen wurde, war der
Umstand, dass es kaum Personalkapazitäten
in kleineren Gemeinden gibt. Gerade in kleinen
Gemeinden sind fehlendes Personal, fehlende
finanzielle Ressourcen und fehlendes Exper-
tenwissen ein sehr großes Problem. Initiativen
wie das EU-Projekt LIFE LOCAL ADAPT stellen
dabei eine sehr wichtige Unterstützung dar, um
regionale Akteure mit Expertenwissen zu unter-
stützen und gemeinsam konkrete Handlungsan-
leitungen zur Anpassung an die Folgen des Kli-
mawandels auszuarbeiten. Durch die Teilnahme
an Projekten wie diesem kann viel Knowhow in
den Gemeinden generiert und somit auch eine
Entlastung für die oftmals allein kämpfenden
lokalen Akteure im Rahmen der Anpassung an
den Klimawandel sichergestellt werden.
Weitere Informationen zum Urban Resilience
Forum 2019:
Homepage, Twitter
LIFE LOCAL ADAPT auf dem European Urban Resilience Forum in Bonn
Fokusbericht
LIFE LOCAL ADAPT Ses-
sion auf dem Urban Resili-
ence Forum
© Majana Heidenreich

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Status Sachsen
7
Wettbewerb 2019
Das bereits in 2017 erfolgreich erprobte Instru-
ment „Wettbewerb“ zur Förderung innovativer
Projekte zur Klimawandelanpassung wurde in
diesem Jahr in einer zweiten Ausschreibungs-
runde fortgesetzt.
Beim diesjährigen Wettbewerb wurden insge-
samt 13 Projektvorschläge eingereicht. Von
den Themenbereichen sind verstärkt Maß-
nahmen zur angepassten Bewirtschaftung der
Gewässer und dessen unmittelbaren Umlands
gefragt. Ein Gewässermanagementkonzept,
das auf eine naturnahe Entwicklung der Bä-
che und Flüsse zielt, ist ein großer Bestandteil
dieser Anträge. Daneben ist der Bedarf an An-
passungsmaßnahmen im Bereich Starkregen,
Erosion und Überflutungen bzw. Hochwasser
vergleichsweise stark vertreten. Darüber hin-
aus wurden Anträge zu einzelnen, konkreten
Projekten eingereicht. Diese reichen von einer
vertikalen grünen Fassade, über Bushalte-
stellenbegrünung, Revitalisierung der Elbinsel
bis zum Anlegen eines Dorfteichs. Wie auch
im letzten Wettbewerb bleibt die Entwicklung
des Stadtgrüns und Sicherstellung von Was-
serversorgung in Not- und Krisensituationen in
Hinblick auf die künftige Klimaentwicklung von
Interesse. Zwei Wettbewerbsanträge fokussie-
ren auf die Notwendigkeit der Kommunikation
der Klimaanpassungsthemen.
Die mehrköpfige Jury hat Ende Oktober 2019
sechs Projektideen ausgewählt. Die Jury setz-
te sich aus verschiedenen Fachrichtungen zu-
sammen.

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Status Sachsen
Workshops
8
Im August 2019 fand die Abschlussveranstal-
tung des Teilprojektes in Freital statt. Das be-
auftragte Planungsbüro stellte Maßnahmen zur
Erosionsminderung und deren Effektivität vor.
Grünstreifen und Böschungen wirken sich nicht
nur positiv auf die Abflussmengen des wild ab-
fließenden Wassers aus, sondern reduzieren
dabei auch die Bodenerosion. Die Anwohner
begrüßten solche Maßnahmen als positiv. Die
konkrete Umsetzung und Realisierung, im Ein-
klang mit dem Bewirtschafter, wird die nächste
Herausforderung für die Stadtverwaltung.
Am 05. Dezember 2019 wird das Statuskollo-
quium Klima des LfULG stattfinden. Themati-
scher Schwerpunkt der Veranstaltung wird die
kommunale Perspektive sein. So werden nicht
nur kommunale Projektideen zur Anpassung
an den Klimawandel des diesjährigen Wett-
bewerbs 2019 ausgezeichnet, sondern auch
Möglichkeiten, Erfolge und Hemmnisse der
kommunalen Arbeit in diesem Bereich bei ei-
ner Podiumssitzung diskutiert.
Im Februar 2020 ist ein Workshop für die Kom-
munen geplant, in dem das Thema Hitze und
Gesundheit angesprochen wird. Die Experten
werden über das Thema aus verschiedenen
Perspektiven berichten, der Schwerpunkt die-
ser Veranstaltung wird auf hitzebedingten Ge-
sundheitsschäden bei vulnerablen, erkrankten
und pflegebedürftigen Menschen liegen.
„ReKIS kommunal“
Die Überarbeitung des Designs und der Nut-
zerführung im Regionalen Klimainformations-
system (ReKIS) und dem Portal für Kommunen
(
ReKIS kommunal
) wird von der Firma Graphi-
xer aus Kamenz übernommen. Ein sehr wich-
tiger Aspekt ist die Optimierung der Nutzerfüh-
rung. Ziel ist es, bestehende Angebote von LIFE
LOCAL ADAPT an unsere Zielgruppe, die Kom-
munen, bestmöglich heranzutragen. Die Freiga-
be der Seite ist zum Statuskolloquium Klima am
5. Dezember 2019 geplant.

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Status Steiermark
Die Aktionspläne für die fünf steirischen Pilot-
gemeinden sind fertiggestellt und werden aktu-
ell in den jeweiligen Umweltausschüssen prä-
sentiert und politisch beschlossen.
Im Laufe des LIFE LOCA ADAPT Projekts ha-
ben immer mehr steirische Gemeinden Inter-
esse gezeigt, sich ebenfalls intensiver dem
Thema der Anpassung an die Folgen des Kli-
mawandels widmen zu wollen. Aus diesem
Grund wurde ein Folgeprojekt für weitere zehn
steirische Gemeinden entwickelt. Mit dem Pro-
jekt „Klimawandelanpassungsgemeinden der
Steiermark“ werden in einem ersten Schritt die
Gemeinden dabei unterstützt, sich nicht nur
mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen,
sondern auch gleich den ersten Schritt in Rich-
tung Klimawandelanpassung innerhalb der
Gemeinden zu gehen.
Das Projekt ist so aufgebaut, dass in den Ge-
meinden nach einem Erstgespräch ein Basis-
workshop zum Thema Klimawandelanpassung
durchgeführt wird. Anschließend wird ein Na-
turgefahrencheck durchgeführt, in welchem
die Risiken für z.B. Hangrutschungen, Schä-
den durch Starkregenereignisse aber auch
Hitzetage etc. identifiziert werden. Am Ende
bekommen auch diese Gemeinden einen Akti-
onsplan in welchem anhand der im Workshop
besprochenen Handlungsfelder und Risiken
konkrete Maßnahmen ausgearbeitet werden.
Aktuell steht dieses Projekt noch am Anfang,
jedoch ist das Interesse der Gemeinden und
die Bereitschaft, sich mit dem Thema der An-
passung auseinanderzusetzen in allen Ge-
meinden sehr hoch.
9
Klimawandelanpassungsgemeinden in der Steiermark
Flyer für die 10 Klimawan-
delanpassungsgemeinden der
Steiermark
, © Land Steier-
mark
Erster Workshop in der Anpassungsgemeinde St. Barbara im Mürztal,
© Land Steiermark

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Status Valka
Vom 5. bis 8. November 2019 besuchte eine
Delegation der Gemeinde Valka die Steirische
Landesregierung in Graz zum Erfahrungs-
austausch und zur Besichtigung von Anpas-
sungsprojekten. Mitglieder der Delegation aus
Lettland waren Viesturs Zarins, Stellvertrender
Vorsitzender des Gemeinderats, Gunta Sma-
ne, Leiterin der Abteilung für Entwicklung und
Planung, Lasma Engere, ihre Stellvertreterin
und Toms Simtins, Projektmanager.
Seitens der Steiermark wurde der Besuch von
Bettina Fischer und Andrea Gössinger-Wieser
organisiert, Mitglieder von LIFE LOCAL ADAPT
aus der Fachabteilung Energie und Wohnbau
der Steirischen Landesregierung. Während der
Studienreise fanden folgende Aktivitäten statt:
1. Exkursion: “Sponge City”, Präsentation und
geführte Tour, Büro für Landschaftsarchi-
tektur „Freiland“
2. Einführung in die Klimaanpassung des Lan-
des Steiermark mit Besuchen der Fachab-
teilungen Energie und Wohnbau; Katastro-
phenschutz; Wasserwirtschaft, Ressourcen
und Nachhaltigkeit; Gesundheit und Wis-
senschaft
3. Smart City Graz – Präsentation und geführt
Tour, „Stadtlabor Graz“
4. Exkursion zur Gemeinde Weiz, Praxispart-
ner von LIFE LOCAL ADAPT; Reduktion
von Hitzestress durch Stadtgrün, demons-
triert anhand von Dach und Fassade der
Stadthalle von Weiz
5. Exkursion: Herausforderungen der Land-
wirtschaft, Besuch des Steirischen Wein-
anbaugebietes; Austausch mit Winzern
über Probleme des Weinbaus mit Hangrut-
schungen, Erosion, Spätfrost und Trocken-
heit im Klimawandel.
10
Besuch einer Delegation von Valka beim Partner in Graz, Land Steiermark
Nächstes Jahresprojekttreffen in Valka
Die Gemeinde Valka wird vom 25. bis 27. Mai
2020 Gastgeber des nächsten Jahrestreffens
von LIFE LOCAL ADAPT.
Neben dem Geschäftstreffen freuen wir uns da-
rauf, Erfahrungen mit der Gemeinde auszutau-
schen und lokale Anpassungsprojekte unseres
östlichsten Projektpartners zu besichtigen.

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Status CzechGlobe
In der gegenwärtigen Projektphase wurde die
Zusammenarbeit mit zwei neuen Gemeinden
in der nordwestlichen Region Tschechiens be-
gonnen, die sich sehr für die Perspektiven und
Potenziale der Zusammenarbeit mit LIFE LO-
CAL ADAPT interessieren.
Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden
Kadaň und Cheb befindet sich derzeit im Stadi-
um der Vorbereitung. CzechGlobe wird die Ge-
meinden über Gefahren, Risiken und Schwach-
stellen in Bezug auf die zu erwartenden Folgen
des Klimawandels informieren, die für ihr Gebiet
relevant sind oder in Zukunft auftreten können.
CzechGlobe bereitet gegenwärtig Maßnah-
men vor, um die Projektziele der Integration
der Anpassung an den Klimawandel in die Ver-
waltungspraxis der lokalen Behörden zu er-
reichen, das Wissen der Gemeinden über die
Anpassung an den Klimawandel zu erweitern
und die Daten- und Informationsbasis über die
Folgen des Klimawandels zu verbessern. Im
kommenden Jahr wird mit der Umsetzung be-
gonnen.
Die Schwachstellenanalyse wird derzeit vor-
bereitet und während der partizipativen Work-
shops, die auf der Agenda für 2020 stehen,
durchgeführt. Die Einbindung lokaler Akteure
ist wichtig, um die gemeinsame Generierung
von Wissen auf lokaler Ebene zu unterstützen.
Daher wurde die Planung für die Workshops
gemeinsam durchgeführt.
Gemeinsam erarbeitete Daten und Erkenntnis-
se werden darüber hinaus als Grundlage für
die Analyse von Anpassungsprioritäten in der
Verwaltungspraxis dienen. Wie bei der bishe-
rigen Zusammenarbeit ist CzechGlobe bereit,
Anpassungsstrategien mit fallbezogenen und
maßgeschneiderten Anpassungsmaßnahmen
für jede der Gemeinden zu liefern.
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Zweite Runde von LIFE LOCAL ADAPT in der Nordwest-Region
Karte der kontaktierten Ge-
meinden im Nordwesten

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Status GERICS
Am GERICS wurde in den vergangenen Mona-
ten begonnen am Transferkonzept zu arbeiten.
Im Rahmen des Transferkonzeptes werden die
Projektergebnisse systematisch aufgearbeitet.
Dabei geht es darum, Produkte und Services,
die in LIFE LOCAL ADAPT zusammen mit den
Partnerkommunen entwickelt und erprobt wer-
den, zu identifizieren und zu entscheiden, wie
sie wohin transferiert werden können. Dies be-
zieht sich einerseits auf räumliche Fragen, an-
dererseits aber auch auf die Identifizierung der
richtigen Zielgruppen in den Zielgebieten.
Eine besondere Schwierigkeit bei der Ausar-
beitung eines Transferkonzeptes besteht darin,
dass die potentiellen Anwender der finalen LLA
Produkte und Services, unterschiedliche Aus-
gangsbedingungen und Zielsetzungen bei der
Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen
haben.
Eine Möglichkeit um diese Umstände bei der
Entwicklung eines Transferkonzeptes zu be-
rücksichtigen, bestünde in der Kategorisierung
der LLA Produkte und Services nach Modulen
oder Funktionsgruppen. Dazu wurden bereits
alle zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Produk-
te und Services gesammelt und damit begon-
nen Interviews mit den Projektpartnern über die
Transferierbarkeit ihrer Ergebnisse zu führen.
Basierend auf den in den Interviews gewonnen
Erkenntnissen lässt sich dann eine weitere Se-
lektierung bzgl. der Transferierbarkeit der Pro-
dukte und Services durchführen. Am Ende des
Prozesses soll dann ein sog. Guidance Docu-
ment stehen mit dem der Transfer der Projekt-
ergebnisse vollzogen werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Vorbe-
reitung einer neuen Kommunikationsinitiative.
Auf der letzten LIFE LOCAL ADAPT Jahresta-
gung in Prag wurden verschiedene Aktivitäten
diskutiert, die nun gestartet wurden. So haben
erste Abstimmungen mit Wissenschaftsverla-
gen stattgefunden, um ein geplantes Special
Issue herauszugeben, das die Projektergeb-
nisse zur Anpassung an die Folgen Klimawan-
dels in kleinen und mittleren Kommunen wis-
senschaftlich aufarbeitet. Dies ist wichtig, da
in der wissenschaftlichen Debatte zumeist auf
Großstädte fokussiert wird. Parallel ist auch
die Verbreitung der Projektergebnisse in die
Praxis geplant. Diese Aktivitäten haben aber
noch nicht begonnen.
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Transferkonzept für Projektergebnisse

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Veranstaltungen
13
Die EGU-Jahrestagung 2020 wird Erdsystem-
wissenschaftler aus aller Welt zu einem Treffen
zusammenbringen. Die EGU bietet ein Forum,
in dem Wissenschaftler, insbesondere Nach-
wuchswissenschaftler, ihre Arbeit vorstellen
und ihre Ideen mit Experten aus allen Berei-
chen der Erdsystemwissenschaften diskutie-
ren können.
Weitere Informationen zu Programm, Schwer-
punktthemen, Abstract-Einreichung etc. finden
Sie hier:
https://www.egu2020.eu
Statuskolloquium Klima, 5. Dezember 2019 in Dresden
Thematischer Schwerpunkt des diesjährigen
Statuskolloquiums Klima des Sächsischen Lan-
desamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geo-
logie wird die kommunale Perspektive sein. Im
Zentrum stehen die Auszeichnung der Gewin-
ner des 2. LIFE LOCAL ADAPT Wettbewerbs
in Sachsen, aktuelle Projektfortschritte und eine
Podiumsdiskussion mit Gemeinden aus dem
ersten Wettbewerb von 2017 (s. Newsletter Nr.
3). Der Programmflyer findet sich auf der Web-
site, Anmeldungen online unter
https://lsnq.de/
StatuskolloquiumKlima
European Geoscience Union General Assembly, 3. bis 8. Mai 2020, Wien
Annaberger Klimatage, 11. bis 13. Mai 2020 in Annaberg-Buchholz
Zum Vormerken: Die nächsten Annaberger
Klimatage finden vom 11. bis 13. Mai 2020
statt. Das ausführliche Programm mit Anmel-
dung wird noch auf der Webseite des SMUL
https://www.klima.sachsen.de/veranstaltun-
gen-12953.html
bekannt gegeben.
Die seit 2001 stattfindenden Annaberger Kli-
matage sind eine gemeinsame Veranstaltung
der Sächsischen Landesstiftung Natur und
Umwelt mit dem Sächsischen Staatsministeri-
um für Umwelt und Landwirtschaft, dem Säch-
sischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie, der TU Bergakademie Freiberg,
der TU Dresden, der Stadt Annaberg-Buchholz
und dem Erzgebirgskreis sowie der Deutschen
Meteorologischen Gesellschaft und des Deut-
schen Wetterdienstes.
LIFE LOCAL ADAPT Jahrestreffen, 25. bis 27. Mai 2020 in Valka, Lettland
Das nächste LIFE LOCAL ADAPT Jahrestref-
fen findet vom 25. bis 27. Mai 2020 bei unse-
rem Partner Valka in Lettland statt. Neben aus-
führlichen Berichten zum Projektstatus aller
Partner werden Aktivitäten der Gemeinde Val-
ka und des Bezirks Vizdeme im Vordergrund
stehen.
Im Rahmen von „KLIMPRAX – Starkregen und
Katastrophenschutz in Kommunen“ wurde eine
hessenweite Starkregen-Hinweiskarte für eine
erste Einschätzung der kommunalen Starkregen-
gefährdung erarbeitet. Außerdem wurden Daten
und Methoden zur Erstellung von Fließpfadkarten
und hochaufgelösten kommunalen Starkregen-
Gefahrenkarten erarbeitet. Die Ergebnisse des
Projektes werden auf der Veranstaltung vorge-
stellt und mit den Teilnehmern diskutiert.
Veranstaltungsort: Kulturforum Wiesbaden,
Friedrichstraße 16, 65185 Wiesbaden
Schäden durch Starkregen vermeiden, 18. März 2020, Wiesbaden

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Mitwirkende im Projekt
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Technische Universität Dresden
Christian Bernhofer, Valeri Goldberg, Majana Heidenreich,
Barbara Köstner, Rico Kronenberg und Ines Schmidt
Helmholtz-Zentrum Geesthacht / GERICS
Jörg Cortekar, Torsten Weber und Uwe Kehlenbeck
Sächsisches Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie (LfULG)
Dominic Rumpf, Martina Straková, Andrea Hausmann und
Werner Sommer
Landesregierung der Steiermark, Österreich
Bettina Fischer, Adelheid Weiland und Andrea Gössinger-Wieser
CzechGlobe – Institut für Globalen Wandel; Tschechische
Akademie der Wissenschaften, Tschechische Republik
Helena Duchková, Lenka Suchá, Eva Horváthová, Vojtěch Cuřín, Eliška
K. Lorencová und Dava Vačkářů
Gemeinde Valka, Lettland
Jana Putniņa und Inga Aleksejeva
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Interneseite:
www.life-local-adapt.eu
Der Newsletter wurde erstellt vom Climate Service Center Germany (GERICS)
Impressum
Technische Universität Dresden
01062 Dresden, Deutschland
Institut für Hydrologie und Meteorologie
https://tu-dresden.de/bu/umwelt/hydro/ihm/meteorologie
Lehrstuhl für Meteorologie
Kontakt: barbara.koestner@tu-dresden.de