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Herzlich Willkommen zu Life Local Adapt
Zum 1. Juli 2016 hat das Projekt
LIFE LOCAL ADAPT – Integration of climate change
adaptation into the work of local authorities
begonnen. Sechs Partner aus vier Ländern
werden in den kommenden fünf Jahren neue Ansätze zur Unterstützung kleiner und mittlerer
Gemeinden und Kommunen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels identifizieren und
in Fallstudien erproben. Halbjährlich erscheint dazu ein Newsletter.
Mit dieser ersten Ausgabe möchten wir Ihnen das Projekt vorstellen. In den folgenden
Ausgaben informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen sowie weitere Neuigkeiten aus dem
Themenfeld Klimawandelanpassung im urbanen Umfeld informieren.
Wenn Sie diese Informationen auch in Zukunft erhalten möchten, bitten wir Sie, sich für den
Newsletter auf der Projekthomepage zu
registrieren:
www.life-local-adapt.eu
.
Wir wünschen Ihnen viel Freude mit dieser ersten Ausgabe des
Newsletters.
Herzliche Grüße,
Prof. Dr. Christian Bernhofer
Projektkoordinator
IN DIESER AUSGABE
Mitteilung vom Koordinator .....................1
LIFE LOCAL ADAPT - Eine Einführung ..2
Kurze Partnerbeschreibungen
TU Dresden - Lehrstuhl f. Meteorologie ..3
Helmholtz-Zentrum Geesthacht /
GERICS ..................................................3
CzechGlobe - Institut für
Globalen Wandel ....................................4
Landesregierung der Steiermark ............5
Gemeinde Valka .....................................6
Ausführliche Partnerbeschreibung
Sächsisches Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie (LfULG) .....7
Mitwirkende im Projekt
.................10
Veranstaltungshinweise
................11
1

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LIFE LOCAL ADAPT - eine Einführung
Der Klimawandel zählt zu den größten Heraus-
forderungen, dessen Auswirkungen Städte und
Gemeinden jeder Größe besonders betreffen
werden. Es gibt zahlreiche Projekte, Initiativen
und Programme, die öffentliche Verwaltungen
hinsichtlich dieser Herausforderungen unter-
stützen. Die Mehrzahl dieser Aktivitäten adres-
siert allerdings primär große Städte. Während
große Städte in der Regel besser mit finanziel-
len und personellen Kapazitäten ausgestattet
sind, erfahren kleine Kommunen und Gemein-
den nur wenig Unterstützung.
Vor diesem Hintergrund ist LIFE LOCAL
ADAPT durch den folgenden Ansatz charakte-
risiert:
1. Identifizierung, Entwicklung und Tests von
innovativen Lösungen, wie Klimawandelan-
passung in das Handeln auf kommunaler
Ebene besser eingebunden werden kann.
Dies schließt das Umsetzen von Maßnahmen
in der Projektphase ein.
2. Wir fokussieren auf kleine und mittlere
Gemeinden und Landkreise – 23 haben ihre
Zusammenarbeit bereits zugesagt.
3. Zwei der vier Fallstudiengebiete liegen in
osteuropäischen Ländern – Tschechien und
Lettland. Die beiden anderen liegen in Öster-
reich und Deutschland und umfassen topo-
graphisch sowohl bergiges wie auch flaches
Gelände.
Dies führt dazu, dass innovative Ansätze in
verschiedenen Modellregionen identifiziert, ent-
wickelt und getestet werden (siehe Abbildung).
Die fünfjährige Projektlaufzeit erlaubt es auch,
konkrete Maßnahmen umzusetzen, die im
Rahmen eines Wettbewerbs ermittelt werden.
Die Übertragbarkeit der Ergeb-
nisse aus LIFE LOCAL ADAPT
auf andere Gemeinden wird
durch die Erarbeitung eines
geeigneten Transferkonzeptes
sichergestellt.
Alle Aktivitäten des Projektes
folgen einem transdisziplinä-
ren Ansatz unter Einbindung
von Wissenschaft und An-
wendung. Die zuvor beschrie-
benen Lösungsansätze sind
somit das Ergebnis gemein-
samer Anstrengungen und
verbinden wissenschaftliche
Erkenntnis mit lokaler Verwal-
tungsexpertise.
Weitere Informationen zu dem
Projekt, seiner Struktur und
seinen Zielen finden Sie auf
unserer Homepage unter
www.life-local-adapt.eu
Einbettung von Klimawandelanpassung in kommunales Handeln
2

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Kurze Partnerbeschreibung
Das Climate Service Center Germany (GE-
RICS) ist eine selbstständige wissenschaftliche
Organisationseinheit des Helmholtz-Zentrums
Geesthacht, Zentrum für Material- und Küsten-
forschung GmbH (HZG). HZG eine von 18 Mit-
gliedsinstitutionen der Helmholtz-Gemeinschaft
Deutscher Forschungszentren (HGF), der größ-
ten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.
GERICS ist eine Ideenschmiede für “Climate
Services” an der Schnittstelle zwischen Wis-
senschaft und Gesellschaft. Es entwickelt wis-
senschaftlich fundiert prototypische Produkte
und Dienstleistungen, um Entscheidungsträger
aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei der
Anpassung an den Klimawandel zu unterstüt-
zen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt zurzeit
auf den Sektoren Wasser, Energie und Ökosys-
teme und – als sektorübergreifende Aktivität,
auf Städten. GERICS gehört zu den führenden
Experten im Bereich “Climate Services” in Euro-
pa und weltweit. Es bringt diese Expertise, auf
dem neuesten Stand der Wissenschaft, in das
Projekt LIFE LOCAL ADAPT ein. Zurzeit arbei-
tet ein 45-köpfiges interdisziplinäres Team von
Naturwissenschaftlern, Ökonomen, Geisteswis-
senschaftlern und Architekten am GERICS.
GERICS engagiert sich zu unterschiedlichen
Forschungsthemen auf den Gebieten regionale
Klimamodellierung, Impaktmodellierung und
ökonomischische Modellierung, regionale Sys-
Helmholtz-Zentrum Geesthacht / GERICS
3
In LIFE LOCAL ADAPT arbeiten der Lehrstuhl
für Meteorologie und das European Project
Center gemeinsam an der Koordination des
Projektes zusammen. Zusammen mit dem
Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirt-
schaft und Geologie wirkt die TU Dresden im
deutschen Fallstudiengebiet Sachsen.
Die Technische Universität Dresden (TUD) ist
mit ca. 37.000 Studierenden und mehr als 9.000
Mitarbeitern, darunter 520 Professuren, eine
der zehn größten Universitäten Deutschlands.
Als Volluniversität mit 14 Fakultäten und fünf
Bereichen bietet sie ein großes Forschungs-
und Studienspektrum von 129 Fächern. Die TU
Dresden ist eine von elf Exzellenzuniversitäten in
Deutschland. Getreu dem Motto „Wissen schafft
Brücken“ ist das transdisziplinäre Arbeiten mit
Organisationen außerhalb der Universität eher
die Regel als die Ausnahme.
Der Lehrstuhl für Meteorologie wurde 1954
gegründet. Heute gehört der Lehrstuhl zum
Institut für Hydrologie und Meteorologie an der
Fakultät für Umweltwissenschaften. Der For-
schungsschwerpunkt liegt in der Landoberflä-
chen-Atmosphären-Kopplung. Forschung und
Lehre sind gleichbedeutend. Der Lehrstuhl
besteht aus etwa 25 Mitarbeitern. Seit 1990
ist der regionale Klimawandel ein Schwer-
punktthema. In den letzten 10 Jahren sind vor
allem Fragestellungen zu Klimawirkungen und
Klimaanpassungen hinzugekommen.
Das European Project Center (EPC) ist eine
Einrichtung der TU Dresden und bietet Bera-
tung zu den europäischen Programmen der
Forschungsförderung, der Bildungs- und Dritt-
staatenkooperation sowie der Strukturfonds-
förderung. Neben der Fördermittelberatung
liegen die Kernkompetenzen im administrati-
ven Projektmanagement. Das Team besteht
gegenwärtig aus über 35 Personen, die aus-
schließlich aus den eingeworbenen Drittmit-
teln finanziert werden.
Technische Universität Dresden – Lehrstuhl für Meteorologie
und European Project Center

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Kurze Partnerbeschreibung
Das Institut für Globalen Wandel wurde als
ein Exzellenzzentrum an der Tschechischen
Akademie der Wissenschaften etabliert. For-
schung wird in drei für den globalen Wandel
zentralen Handlungsfeldern betrieben:
1. Atmosphäre – Klimawandel und dessen
Modellierung
2. Ökosysteme – Kohlenstoffkreislauf, der
Einfluss des globalen Wandels auf Biodi-
versität und Ökosysteme
3. Sozio-ökonomische Systeme – Einfluss
des globalen Wandels auf die Entwicklung
und das Verhalten von Gesellschaften
In LIFE LOCAL ADAPT ist Czech Globe für
alle Aktivitäten in seiner Fallstudienregion im
Nord-Westen der Tschechischen Republik
verantwortlich. Dies umfasst u.a.
die Integration von Klimawandelanpas-
sung in kommunales Handeln
die Verbesserung von Wissen über den
Klimawandel bei Stadt- bzw. Gemeinde-
verwaltungen
die Verbesserung der Informations- und
Datenlage zu Klimawandelfolgen.
Um diese Ziele zu erreichen, werden in den
Pilotkommunen zahlreiche Workshops or-
ganisiert und durchgeführt. Der erste dieser
Workshops wurde in der Regionalhauptstadt
der Pilotregion im Oktober 2016 durchge-
führt. Zentralen Akteuren der Stadtverwaltung
wurde der Umgang mit Klimaprojektionen und
den möglichen zu erwartenden Auswirkungen
nahegebracht. Basierend auf partizipativen
Dialogformen wurden vier Hauptprobleme
identifiziert und bewertet:
Fluten, sowohl Flusshochwasser als auch
CzechGlobe - Institut für Globalen Wandel; Tschechische Akademie
der Wissenschaften
4
Seminar in Ústí nad Labem, Tschechische Rep.
Arbeitsgruppe in Ústí nad Labem
temmodellierung, transdisziplinäre Zusammen-
arbeit in der Forschung, Stakeholder-Dialoge
sowie deren Evaluation. Die Generierung des
anwender-orientierten Wissens wird in enger
Kooperation mit Partnern aus der Wissen-
schaft, dem Privatsektor und der öffentlichen
Verwaltung umgesetzt. Außerdem ist GERICS
in verschiedenen nationalen und internatio-
nalen Netzwerken engagiert, in Europa und
weltweit, die sowohl die akademische Gemein-
schaft, als auch verschiedene Anwender pra-
xisbezogener Klimainformationen umfassen.
In LIFE LOCAL ADAPT wird GERICS in erster
Linie zur Auswertung und Bewertung von Kli-
madaten aus den EURO-CORDEX Aktivitäten
sowie zur Entwicklung eines Transferkonzep-
tes beitragen.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte
der Homepage
www.gerics.de

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Kurze Partnerbeschreibung
Die Landesregierung der Steiermark ist in
LIFE LOCAL ADAPT mit der Abteilung 15,
Fachreferat „Energietechnik und Klimaschutz“
beteiligt. Das Fachreferat ist u.a. koordinie-
rend für die Erstellung und Umsetzung des
Klimaschutz- und Klimaanpassungsplanes in
der Steiermark zuständig. Im Jahr 2011 hat
das Fachreferat die Initiative „Ich tu’s – für un-
sere Zukunft“ gestartet. Das Ziel ist es, für die
Thematik des Klimawandels in der Steiermark
zu sensibilisieren.
Für die Umsetzung von LIFE LOCAL AD-
APT in der Fallstudienregion Steiermark sind
Andrea Gössinger-Wieser, Heidi Weiland und
Bettina Fischer verantwortlich.
Das Ziel für die kommenden fünf Jahre ist die
Etablierung von Anpassungsstrategien in fünf
Pilotkommunen sowie die Umsetzung von fünf
Anpassungsmaßnahmen. Die Pilotkommunen
werden hierfür Informationen zum regiona-
len und lokalen Klimawandel und seinen zu
erwartenden Auswirkungen erhalten.
In ersten Workshops wurde den beteiligten
Kommunen das Projekt, seine Ziele und
Strukturen erläutert. Die ersten thematischen
Workshops finden im Frühjahr 2017 statt. Ziel
dieser Workshops wird es sein, eine kommu-
nenspezifische Bestandsaufnahme zu erstel-
len. Die Ergebnisse dienen dann als Basis für
die zu entwickelnden lokalen Anpassungsstra-
tegien.
Zusätzlich wird in dieser Projektphase eine
Literaturdatenbank aufgebaut, in der themen-
relevante Veröffentlichungen mit Fokus auf
Österreich und der Steiermark gesammelt und
ausgewertet werden. Diese Auswertung dient
nachfolgend für die Evaluierung des Projekt-
fortschritts in der Steiermark.
Einführungsveranstaltung mit beteiligten Gemein-
den in Gleisdorf, Steiermark
Allgemeines Informationsteffen zur Klimaan-
passung für alle Gemeinden der Steiermark in
Hartberg/Österreich
Landesregierung der Steiermark
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Starkniederschläge und damit zusammen-
hängend unzureichende Retentionsflächen
und -maßnahmen
Qualität und Verteilung von innerstädti-
schen Grünflächen
Hitzewellen und städtischer Hitzeinseleffekt
Zusätzlich wurden künftige Szenarien für drei
Themenschwerpunkte diskutiert:
Lebensqualität und besonders anfällige
Bevölkerungsgruppen
Stadtentwicklungsplanung
Klimawandelanpassung
Die Ergebnisse des Workshops wurden do-
kumentiert und stellen die Grundlage für die
weiteren Schritte innerhalb der Pilotregion und
LIFE LOCAL ADAPT dar.

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Kurze Partnerbeschreibung
Die Gemeinde Valka ist eine von 110 Gemein-
den in Lettland und liegt im Nordosten des
Landes rund 160 Kilometer von Riga und 50
Kilometer vom nächst größeren Zentrum –
Valmiera – entfernt.
Valka liegt direkt an der Grenze zu Estland
und bildet mit der gleichnamigen Stadt (Valga)
auf der gegenüberliegenden Seite der Grenze
eine so genannte Twin-City.
Valka ist sehr gut an andere Zentren, u.a. auch
Moskau, angebunden und somit gut erreich-
bar. Die bestehenden Kooperationen mit der
Twin-City Valga ermöglichen einen guten Ent-
wicklungsstand und eine hohe Lebensqualität.
Große Teile des Gemeindegebietes gehören
zum UNESCO Biosphären Reservat ‚North
Vidzeme’, das zugleich ein NATURA 2000
Naturschutzgebiet ist.
Das Ziel der Gemeinda Valka im Projekt LIFE
LOCAL ADAPT ist die Entwicklung und Verab-
schiedung einer lokalen Anpassungsstrategie
bis Ende 2017 sowie eines dazugehörigen
Monitoring- und Evaluierungssystem bis Ende
2018.
Als kleine Gemeinde möchte Valka zeigen, wie
Anpassung an den Klimawandel auf der loka-
len und regionalen Skala dazu beitragen kann,
Ziele auf nationaler und internationaler Ebene
– u.a. Verwirklichung einer höheren Klimares-
ilienz entsprechend der Anpassungsstrategie
der Europäischen Union – zu erreichen.
Stadt Valka, Lettand
Gemeinde Valka
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Ausführliche Partnerbeschreibung
Das Sächsische Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie (LfULG) ist eine
nachgelagerte Fachbehörde des Sächsischen
Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft
(SMUL). Zu den Hauptaufgaben gehören u.a.
Umweltüberwachung, Umsetzung von Maß-
nahmen, anwendungsbezogene Forschung
sowie Bildungsangebote. Das Landesamt ent-
wickelt zudem Empfehlungen für eine nach-
haltige Landwirtschafts- und Umweltpolitik.
Das Referat ‚Klima und Luftqualität’ ist verant-
wortlich für regionale Klimaanalysen und Kli-
maüberwachung sowie regionale Aktivitäten
im Themenfeld Klimawandel, Anpassungs-
strategien und Anpassungsmaßnahmen.
Im bisherigen Projektverlauf wurden zahlrei-
che Gemeinden in Sachsen kontaktiert, um
das Projekt vorzustellen, Bestandsaufnahmen
hinsichtlich lokaler Verwundbarkeiten durch-
zuführen und um erste Ideen für Pilotprojekte
zu entwickeln. Als Ergebnisse dieser Be-
standsaufnahmen wurden u.a. Risikokarten
(siehe Abbildung unten) für die identifizierten
Verletzlichkeiten – hier am Beispiel Dürre –
erstellt. Die Karte zeigt, dass für Sachsen das
Risiko von Dürren während der Wachstum-
sphasen der Pflanzen im Zeitraum April bis
Juni zunimmt. Gerade in dieser Phase sind
aber die Verfügbarkeit von Wasser und dem
Pflanzenwachstum förderliche Temperaturen
von großer Bedeutung. Dürren sind in dieser
Phase bedingt durch geringere Niederschläge
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)
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Ausführliche Partnerbeschreibung
8
und höhere Verdunstung in Folge steigender
Temperaturen. Um die Verletzlichkeiten richtig
einschätzen zu können, ist eine gleichzeiti-
ge Betrachtung des Risikos von Dürren und
Landnutzungs-Regimen erforderlich (siehe
Abbildung unten).
Etwas mehr als 80% der Landesfläche Sach-
sens wird land- (55%) oder forstwirtschaftlich
(27%) genutzt. Dementsprechend große Teile
dieser Flächen sind von einem steigenden Ri-
siko von Dürren betroffen. Dies trifft insbeson-
dere auf die Flächen westlich von Chemnitz
und an der Grenze zu Thüringen zu. Neben
diesen eher allgemeinen Aussagen erlauben
verschiedene Software-Anwendungen einen
detaillierten Blick auf Landkreis- und Gemein-
deebene. Auf diese Weise können genauere
Informationen für lokale Entscheidungsträger
in den Verwaltungen gewonnen werden.
Um Landkreise und Gemeinden bei der Ent-
wicklung von Ideen zu unterstützen, wur-
den spezielle Faktenblätter entwickelt und
diskutiert. Diese werden nun auf Basis der
Austauschprozesse mit den Gemeinden wei-
terentwickelt, um die Anwendbarkeit in der Ver-
waltungspraxis zu erhöhen. Zusätzlich werden
ein Bericht zur Verletzlichkeit in Folge des zu
erwartenden Klimawandels und das Konzept
von ‚Climate Coaches’ vorbereitet. All dies zielt
darauf ab, Informationen zum Klimawandel und
seinen Folgen bereitzustellen und im Verwal-

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Ausführliche Partnerbeschreibung
9
tungshandeln zu verankern.
Ein Wettbewerb ist geplant, um besonders
geeignete Anpassungsmaßnahmen auszuwäh-
len, die in der Folge umgesetzt werden sollen.
Ein zweiter Wettbewerb ist für 2019 geplant mit
dem Ziel, zwischen drei und sechs Maßnah-
men auszuwählen und während der Projekt-
laufzeit umzusetzen.
Am 24. Januar hat im Zentrum für Landwirt-
schaft und Umwelt in Nossen das Auftakttref-
fen stattgefunden. 27 Teilnehmer von Land-
kreisen und Gemeinden aus Sachsen haben
an diesem Arbeitstreffen teilgenommen, bei
dem sie aktuelle Informationen zum Projekt
und den zuvor beschrieben Arbeiten erhal-
ten haben. Die Teilnehmer hatten zudem die
Möglichkeit, Erfahrungen zur Planung und
Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen
auszutauschen.
Werner Sommer, Leiter der Abteilung „Klima,
Luftqualität, Lärmschutz und Strahlenschutz“,
hob eingangs die Bedeutung der Anpassung
an die zu erwartenden Auswirkungen des
Klimawandels insbesondere auf der lokalen
Ebene hervor. Anschließend erläuterte Maja-
na Heidenreich vom Lehrstuhl für Meteorolo-
gie der TU Dresden die zu erwartenden Aus-
wirkungen des globalen Klimawandels.
Wolfgang Socher vom Umweltamt in Dresden
berichtete über das abgeschlossene nationale
Förderprojekt
REGKLAM
(Klimawandelan-
passung in der Modellregion Dresden) und
darüber, welche Lehren aus diesem Projekt,
insbesondere für kleine und mittlere Gemein-
den gezogen werden konnten. Prof. Naumann
vom Leibniz-Institut für ökologische Raument-
wicklung stellte Ergebnisse seiner Arbeiten
zur Anpassung von Gebäuden vor; Anne-
Pauline Kittel vom Bauaufsichtsamt in Freital
stellte Anpassungsmaßnahmen gegen Fluten
vor. Abschließend konnten die Teilnehmer am
Buffet über die gewonnen Erkenntnisse disku-
tieren.
Weitere
Informationen
und
Präsentationen
der
Eröffnungsveranstaltung
Auftakttreffen am Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in Nos-
sen, Deutschland

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Mitwirkende im Projekt
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Technische Universität Dresden
Christian Bernhofer, Majana Heidenreich, Barbara Köstner und Ines
Schmidt
Helmholtz-Zentrum Geesthacht / GERICS
Jörg Cortekar und Claas Teichmann
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirt-
schaft und Geologie (LfULG)
Janka Soltes, Dominic Rumpf, Andreas Völlings und
Werner Sommer
Landesregierung der Steiermark, Österreich
Andrea Gössinger-Wieser, Adelheid Weiland und Bettina Fischer
CzechGlobe – Institut für Globalen Wandel; Tschechische
Akademie der Wissenschaften, Tschechische Republik
Eliška K. Lorencová, Adam Emmer, David Vačkář und Manuel Acosta
Gemeinde Valka, Lettland
Inga Aleksejeva und Jana Putniņa
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Interneseite:
www.life-local-adapt.eu

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Veranstaltungshinweise
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Konferenz „Green infrastructure: Nature based solutions for sustainable and resilient
cities“
4, - 7, April 2017, Orvieto, Italien
CzechGlobe workshop in one of the LIFE LOCAL ADAPT municipalities: „Climate
change adaptation in Litoměřice“
20. April 2017, Litoměřice, Tschechische Republik
Workshop: The Covenant of Mayors going national - Collaboration perspectives
26. April 2017 09:00 - 15:00
Stuttgart, Deutschland
http://www.covenantofmayors.eu/index_en.html
10. Bürgermeisterkongress Risiken und Katastrophen in Deutschland
3 - 4 April 2017, Günnewig Hotel Bristol, Bonn
http://www.buergermeisterkongress.de
„Green Awards” Ceremony and LIFE Information Day
29. Mai - 2 .Juni auf der Green Week 2017, Brüssel, Belgien
http://www.eugreenweek.eu
Konferenz „ECCA 2017 - 3rd European Climate Change Adaptation Conference“
5. - 9. Juni 2017, Glasgow, UK
LfULG: Regionalveranstaltungen »Klimawandel in der Region
4. April 2017, Bautzen
26. April 2017, Grimma
15. November 2016, Zwickau
https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/klima/43523.htm
2nd Life Local Adapt Annual Project Meeting
20. - 21. Juni, Graz, Österreich (für Projektmitglieder)
Life Local Adapt wird auf der European Geosciences Union (EGU) General Assembly
2017; 23.–28. April 2017 in Wien von CzechGlobe mit einem Poster präsentiert: „The
Municipalities of the Northwest Region of the Czech Republic Adapt to Climate Change:
Overview of Barriers and Challenges.“
Impressum
Technische Universität Dresden
01062 Dresden, Germany
Institut für Hydrologie and Meteorologie
https://tu-dresden.de/bu/umwelt/hydro/ihm/meteorologie
Lehrstuhl für Meteorologie
Kontakt: barbara.koestner@tu-dresden.de