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Verordnung
des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales
und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
zur Regelung von Notfallmaßnahmen zur Brechung
der vierten Coronavirus SARS-CoV-2-Welle
(Sächsische Corona-Notfall-Verordnung – SächsCoronaNotVO)
Vom 19. November 2021
Auf Grund des § 32 Satz 1 in Verbindung mit § 28 Absatz 1 Satz 1 und 2, § 28a Absatz 1,
Absatz 2 Satz 1, Absatz 3 und Absatz 6 des Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000
(BGBl. I S. 1045), von denen
§ 28 Absatz 1 Satz 1 durch Artikel 1 Nummer 16 des Gesetzes vom 18. November
2020 (BGBl. I S. 2397) geändert worden ist,
§ 28 Absatz 1 Satz 2 durch Artikel 1 Nummer 6 des Gesetzes vom 27. März 2020
(BGBl. I S. 587) neu gefasst worden ist,
§ 28a Absatz 3 zuletzt durch Artikel 12 des Gesetzes vom 10. September 2021
(BGBl. I S. 4147) geändert worden ist,
§ 28a Absatz 2 Satz 1 und Absatz 6 durch Artikel 1 Nummer 17 des Gesetzes vom
18. November 2020 (BGBl. I S. 2397) eingefügt worden ist,
§ 31 Satz 1 zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I
S. 1045),
§ 32 Satz 1 durch Artikel 1 des Gesetzes vom 22. April 2021 (BGBl. I S. 802) neu ge-
fasst worden ist,
in Verbindung mit § 7 Absatz 1 der Infektionsschutzgesetz-Zuständigkeitsverordnung vom
9. Januar 2019 (SächsGVBl. S. 83), der zuletzt durch die Verordnung vom 8. Juni 2021
(SächsGVBl. S. 594) neu gefasst worden ist, verordnet das Staatsministerium für Soziales und
Gesellschaftlichen Zusammenhalt:
Inhaltsübersicht
Teil 1 – Grundsätze
§ 1 Grundsatz
§ 2 Grundsätze zur Kontakterfassung
§ 3 Grundsätze für den Impf-, Genesenen- und Testnachweis
Teil 2 – Basisschutzmaßnahmen
§ 4 Hygienekonzept, Mindestabstand, Test
§ 5 Maskenpflicht
Teil 3 – Notfallmaßnahmen
§ 6 Zusammenkünfte
§ 7 Versammlungen
§ 8 Handel
§ 9 Dienstleistungen
§ 10 Gastronomie
§ 11 Kultur, Freizeit
§ 12 Veranstaltungen, Feste und Großveranstaltungen

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§ 13 Sport
§ 14 Beherbergung und Tourismus
§ 15 Außerschulische Bildung
§ 16 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens
§ 17 Erfassung und Überwachung des Impfstatus in Alten- und Pflegeheimen
§ 18 Kirchen und Religionsgemeinschaften
§ 19 Saisonarbeitskräfte
§ 20 Sächsischer Landtag
Teil 4 – Hotspot-Regelung
§ 21 Ausgangssperre
Teil 5 – Ordnungswidrigkeiten und Schlussvorschriften
§ 22 Vollstreckungshilfe, Ordnungswidrigkeiten
§ 23 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Teil 1 – Grundsätze
§ 1 Grundsatz
(1) Die Öffnung, Inanspruchnahme und der Betrieb von Geschäften, Einrichtungen, Unterneh-
men, Veranstaltungen und sonstigen Angeboten ist unter Beachtung der nachfolgenden Vor-
schriften gestattet. Die Landkreise und Kreisfreien Städte können abweichend von dieser Ver-
ordnung weitergehende Schutzmaßnahmen anordnen.
(2) Diese Verordnung gilt nicht für den Betrieb der Einrichtungen nach § 1 Absatz 1 der Schul-
und Kita-Coronaverordnung vom 19. November 2021 (SächsGVBl. S. 1250).
(3) Die Einhaltung dieser Verordnung ist von den zuständigen Behörden insbesondere durch
Stichproben zu kontrollieren.
(4) Die Landkreise und Kreisfreien Städte sind verpflichtet, ein umfassendes oder auf be-
stimmte Zeiten beschränktes Verbot der Alkoholabgabe oder des Alkoholkonsums auf be-
stimmten öffentlichen Plätzen oder in bestimmten öffentlich zugänglichen Einrichtungen zu
erlassen. Die Abgabe von alkoholhaltigen Getränken ist dort nur in mitnahmefähigen und ver-
schlossenen Behältnissen erlaubt.
(5) Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall der Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkei-
ten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden
betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzu-
nehmen, soweit ihrerseits keine zwingenden Gründe entgegenstehen.
(6) Die Verpflichtung zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises nach dieser
Verordnung gilt nicht für Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und
des Katastrophenschutzes im Einsatz.

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§ 2 Grundsätze zur Kontakterfassung
(1) Sofern nach dieser Verordnung eine Kontakterfassung erforderlich ist, sollen Veranstalter
und Betreiber vorrangig digitale Systeme, insbesondere die Corona-Warn-App, für die Kon-
takterfassung einsetzen. Zusätzlich ist eine analoge Form der Kontakterfassung entsprechend
Absatz 2 anzubieten. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für Berufsgeheimnisträger nach § 53 Ab-
satz 1 der Strafprozessordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. April 1987
(BGBl. I S. 1074, 1319), die zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 5. Oktober 2021 (BGBl. I
S. 4607) geändert worden ist, den Bereich von Groß- und Einzelhandelsgeschäften, Läden
und Verkaufsständen sowie bei Lieferung und Abholung von mitnahmefähigen Speisen und
Getränken.
(2) Sofern die Kontakterfassung nicht digital erfolgt, sind
1. eine analoge Erhebung von Kontaktdaten der Besucherin oder des Besuchers und
2. eine barrierefreie Datenerhebung
vorzusehen. Zu diesem Zweck sind folgende personenbezogene Daten zu verarbeiten: Name,
Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Anschrift der Besucherinnen und Besucher sowie
Zeitraum und Ort des Besuchs. Es ist sicherzustellen, dass eine Kenntnisnahme der erfassten
Daten durch Unbefugte ausgeschlossen ist. Die Daten dürfen nur zum Zweck der Kontakt-
nachverfolgung verarbeitet werden. Die Verarbeitung zu anderen Zwecken als der Kontakt-
nachverfolgung ist unzulässig. Die Daten sind unverzüglich zu löschen oder zu vernichten,
sobald sie für die Kontaktnachverfolgung nicht mehr benötigt werden, spätestens nach vier
Wochen.
(3) Gerichte und Behörden sind zur Kontakterfassung von Besucherinnen und Besuchern ver-
pflichtet.
§ 3 Grundsätze für den Impf-, Genesenen- und Testnachweis
(1) Für die Nachweise und Testpflichten gilt Folgendes:
1. Für den Impfnachweis findet die Regelung in § 2 Nummer 3 der COVID-19-Schutz-
maßnahmen-Ausnahmenverordnung vom 8. Mai 2021 (BAnz AT 08.05.2021 V1) An-
wendung.
2. Für den Genesenennachweis findet die Regelung in § 2 Nummer 5 der COVID-19-
Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung Anwendung.
3. Besteht nach oder aufgrund dieser Verordnung eine Testpflicht oder ist das Nichtvor-
liegen einer Infektion mit SARS-CoV-2 nachzuweisen, findet § 2 Nummer 7 der CO-
VID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung Anwendung.
(2) Der Impf- oder Genesenennachweis kann durch einen Testnachweis ersetzt werden, wenn
1. die verpflichtete Person das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder
2. für die verpflichtete Person aus gesundheitlichen Gründen keine Impfempfehlung der
Ständigen Impfkommission (STIKO) ausgesprochen wurde.
Für den Nachweis nach Satz 1 Nummer 2 ist eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. In die-
ser Bescheinigung ist auch anzugeben, wann die gesundheitlichen Gründe voraussichtlich
entfallen. Satz 1 gilt auch für den Zeitraum von acht Wochen nach dem Wegfall des Grundes
für die fehlende Impfung nach Satz 1 Nummer 1 und 2.
(3) Wenn nach oder aufgrund dieser Verordnung ein Testnachweis gefordert wird, gilt, dass
dessen Vornahme zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme von Angeboten und Leistungen nicht
länger als 24 Stunden zurückliegen darf, es sei denn, in dieser Verordnung ist etwas anderes
geregelt. Abweichend von Satz 1 gilt bei einem Test, der auf der sogenannten Polymerase-
Kettenreaktion beruht und die Erbsubstanz des Virus in der Probe im Labor nachweisen kann
(PCR-Test), dass dessen Vornahme nicht länger als 48 Stunden zurückliegen darf.
(4) Ein Testnachweis ist nicht erforderlich für Schülerinnen und Schüler, die einer Testpflicht
nach der Schul- und Kita-Coronaverordnung unterliegen.

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(5) Die Testpflichten gelten nicht für Personen
1. bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres oder die, die noch nicht eingeschult wurden,
oder
2. die nachweisen,
a) dass sie über einen vollständigen Impfschutz gegen SARS-CoV-2 verfügen oder
b) dass sie von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind.
Ein vollständiger Impfschutz liegt vor, wenn die zugrundeliegende Schutzimpfung mit einem
oder mehreren vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet unter der Adresse
https://www.pei.de/impf-
stoffe/covid-19 genannten Impfstoffe erfolgt ist, und aus einer vom Paul-Ehrlich-Institut veröf-
fentlichten Anzahl von Impfstoffdosen, die für eine vollständige Schutzwirkung erforderlich ist,
besteht und seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind.
Als genesen gelten diejenigen Personen, die ein mindestens 28 Tage sowie maximal
sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis oder eine ärztliche Bescheini-
gung, die auf einem PCR-Test beruht, nachweisen können. Satz 1 Nummer 2 gilt nicht für
Personen, die mindestens ein Symptom (Atemnot, neu auftretender Husten, starker Schnup-
fen, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust) zeigen, das auf eine Infektion mit SARS-
CoV-2 hinweist.
(6) Besteht nach dieser Verordnung die Verpflichtung, einen Impf-, Genesenen- oder Test-
nachweis vorzulegen, sind die Besucherinnen und Besucher sowie Kundinnen und Kunden
der jeweiligen Einrichtung vor dem Zugang oder der Inanspruchnahme verpflichtet, einen sol-
chen Nachweis zu führen. Zur Nachweisführung genügt die Gewährung der Einsichtnahme in
die Impf-, Genesenen- oder Testnachweise gemeinsam mit einem amtlichen Ausweispapier
im Original.
Teil 2 – Basisschutzmaßnahmen
§ 4 Hygienekonzept, Mindestabstand, Test
(1) Die Öffnung, Inanspruchnahme und der Betrieb von Geschäften, Einrichtungen, Unterneh-
men, Veranstaltungen und sonstigen Angeboten ist unter Einhaltung eines schriftlichen Hygi-
enekonzepts zulässig. Dabei sind die Anforderungen des Infektionsschutzes zu berücksichti-
gen, insbesondere die Schutzvorschriften gemäß der Allgemeinverfügung des Staatsministe-
riums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zur Anordnung von Hygieneauflagen
zur Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). Die zustän-
dige Behörde kann das Hygienekonzept und seine Einhaltung überprüfen.
(2) Es besteht die Pflicht zur Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern im öffentlichen
Raum zu anderen Personen im Rahmen der Kontaktbeschränkung. In den Hygienekonzepten
soll diese dringende Empfehlung berücksichtigt werden. Durch die Allgemeinverfügung des
Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zur Anordnung von Hy-
gieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)
kann ein Mindestabstand für Gastronomiebetriebe festgelegt werden.
(3) Beschäftigte in stationären und teilstationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
und in Angeboten nach §§ 11 bis 13, 14 und § 16 des Achten Buches Sozialgesetzbuch –
Kinder und Jugendhilfe – in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. September 2012
(BGBl. I S. 2022), das zuletzt durch Artikel 32 des Gesetzes vom 5. Oktober 2021 (BGBl. I
S. 4607) geändert worden ist, sind verpflichtet, zweimal wöchentlich einen Test dem Arbeitge-
ber vorzuweisen.

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§ 5 Maskenpflicht
(1) Eine Mund-Nasen-Bedeckung soll getragen werden, wenn sich Menschen im öffentlichen
Raum unter freiem Himmel begegnen, ohne dass der Mindestabstand von 1,5 Metern einge-
halten wird, soweit in dieser Verordnung nichts anderes geregelt ist.
(2) Für das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, eines medizinischen Mund-Nasen-Schut-
zes (sogenannte OP-Maske), einer FFP2-Maske oder vergleichbaren Atemschutzmaske
(Maskenpflicht) gilt:
1. die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes wird auch
mit dem Tragen einer FFP2-Maske oder vergleichbaren Atemschutzmaske erfüllt,
FFP2-Masken und vergleichbare Atemschutzmasken sind jeweils nur ohne Ausatem-
ventil zulässig,
2. Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres sind von der Maskenpflicht befreit,
3. die Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske oder vergleichbarer Atemschutz-
maske gilt für Kinder zwischen der Vollendung des 6. und 14. Lebensjahres mit der
Maßgabe, dass sie nur einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen,
4. Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen der vorgeschriebenen
Maske aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich
oder unzumutbar ist, sind von der Trageverpflichtung befreit; insoweit kann ihnen aus
infektionsschutzrechtlichen Gründen die Nutzung einschlägiger Angebote und der Auf-
enthalt in einschlägigen Einrichtungen nicht versagt werden; arbeitsschutzrechtliche
Vorgaben, die bei einer Befreiung von der Pflicht zum Tragen einer Maske dazu führen,
dass eine Beschäftigung nicht zulässig ist, bleiben unberührt; die Glaubhaftmachung
erfolgt bei gesundheitlichen Gründen insbesondere durch eine ärztliche Bescheinigung
im Original, dass aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, einer chronischen
Erkrankung oder einer Behinderung keine Maske getragen werden kann,
5. das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung oder Maske ist zulässig, solange es zu
Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung er-
forderlich ist,
6. ausgenommen von der Maskenpflicht sind ferner:
a) Personen, die sich sportlich betätigen,
b) Personen, denen das Rederecht bei einer Versammlung im Sinne des Sächsi-
schen Versammlungsgesetzes vom 25. Januar 2012 (SächsGVBl. S. 54), das
zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 11. Mai 2019 (SächsGVBl. S. 358)
geändert worden ist und bei Zusammenkünften erteilt wird,
c) Personen, die bei Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften vortragen,
d) Personen, die sich im Badebereich von Schwimmbädern oder in Saunen auf-
halten,
7. das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung oder Maske ist zulässig, wenn dies aus
sonstigen unabweisbaren Gründen erforderlich ist.
(3) Eine Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes besteht
1. in geschlossenen Räumen von Einrichtungen, Betrieben, Läden, Angeboten, Behör-
den und Gerichten, sofern es sich um öffentlich zugängliche Verkehrsflächen handelt,
2. bei der Schülerbeförderung,
3. für das Kontroll- und Servicepersonal im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr,
4. für Handwerker und Dienstleister in und vor den Räumlichkeiten der Auftraggeber, so-
fern dort andere Personen anwesend sind,
5. bei körpernahen Dienstleistungen,
6. für die Beschäftigten bei ambulanten Pflegediensten sowie der spezialisierten ambu-
lanten Palliativversorgung im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen,
7. für die Beschäftigten im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen sowie für
die Besucherinnen und Besucher in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 2 des
Infektionsschutzgesetzes,
8. bei Sitzungen und Veranstaltungen nach § 6 Absatz 2.

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Satz 1 gilt nicht für den polizeilichen Einsatz und die Selbstverteidigungsaus- und -fortbildung,
den Einsatz der Feuerwehren, des Rettungsdienstes des Katastrophenschutzes und der Si-
cherheitskräfte in den Gerichten und Staatsanwaltschaften und deren Einsatzaus- und -fortbil-
dung sowie in den Behandlungsräumen, soweit die Behandlung dies nicht zulässt, und Pati-
entenzimmern der Gesundheitseinrichtungen nach § 23 Absatz 3 Satz 1 des Infektionsschutz-
gesetzes und für Bewohnerinnen und Bewohner von Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Num-
mer 2 des Infektionsschutzgesetzes. Einrichtungen nach § 15 Absatz 4 sowie die für sie zu-
ständige Prüfungsbehörde können Unterrichtende, Beteiligte einer Prüfung oder Lernende am
eigenen Platz von der Maskenpflicht befreien soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern ein-
gehalten wird. In Gerichten kann der Vorsitzende die Verfahrensbeteiligten von der Tragever-
pflichtung im Gerichtssaal während einer Anhörung oder Verhandlung entbinden.
(4) Eine Verpflichtung zum Tragen von FFP2-Masken oder vergleichbaren Atemschutzmasken
besteht
1. bei der Beförderung von Personen im öffentlichen Personennah- oder -fernverkehr ein-
schließlich der entgeltlichen oder geschäftsmäßigen Beförderung von Personen mit
Kraftfahrzeugen samt Taxen und der Beförderung zwischen dem Wohnort oder der
Wohnstätte und Einrichtungen von Menschen mit Behinderungen, pflegebedürftigen
Menschen und Patienten zu deren Behandlung, für Fahrgäste sowohl während der Be-
förderung als auch während des Aufenthalts in einer zu dem jeweiligen Verkehr gehö-
renden Einrichtung,
2. für die Beschäftigten ambulanter Pflegedienste sowie der spezialisierten ambulanten
Palliativversorgung bei der Ausübung der Pflege und Behandlung im Rahmen der ar-
beitsschutzrechtlichen Bestimmungen,
3. für die Beschäftigten in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 2 des Infektions-
schutzgesetzes bei der Ausübung der Pflege und Betreuung im Rahmen der arbeits-
schutzrechtlichen Bestimmungen,
4. für die Besucherinnen und Besucher der Einrichtungen nach Nummer 2 und 3, wenn
der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten wird.
Teil 3 – Notfallmaßnahmen
§ 6 Zusammenkünfte
(1) Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum sind nur gestattet
1. den Angehörigen eines Hausstands, in Begleitung der Partnerin oder des Partners und
von Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht,
2. mit einer weiteren Person.
Kinder bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres sowie persönliche Assistenten der Menschen
mit Behinderungen bleiben unberücksichtigt. Geimpfte oder genesene Personen werden bei
der Ermittlung der Personenzahl nicht mitgezählt. Satz 1 gilt nicht
1. bei Maßnahmen der Schulbegleitung in häuslicher Lernzeit,
2. bei Angeboten nach §§ 11 bis 14, 16, 19, 20, 27 bis 35a, 41, 42, 42a des Achten Bu-
ches Sozialgesetzbuch,
3. bei therapeutischen Angeboten in stationären und teilstationären Einrichtungen nach
§ 23 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und 3 des Infektionsschutzgesetzes,
4. in heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen und anderen teilstationären und stati-
onären Einrichtungen und Angeboten der Eingliederungshilfe unter Beachtung der ar-
beitsschutzrechtlichen Bestimmungen und
5. in Einrichtungen nach § 16 Absatz 1.
(2) Sitzungen von Gremien und Parteien sind untersagt mit Ausnahme von zwingend gesetz-
lich vorgeschriebenen Sitzungen, die aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht online
durchgeführt werden können. Für die Teilnahme an zulässigen Sitzungen nach Satz 1 und für

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dienstliche Veranstaltungen sowie den Rechts- und Geschäftsverkehr von und mit staatlichen
Stellen gilt die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises und zur Kon-
trolle der jeweiligen Nachweise durch den Verantwortlichen.
§ 7 Versammlungen
(1) Versammlungen im Sinne des Sächsischen Versammlungsgesetzes sind ausschließlich
ortsfest zulässig und auf eine Teilnehmerzahl von maximal 10 Personen begrenzt.
(2) Im Einzelfall können Ausnahmen bewilligt werden, wenn dies aus infektionsschutzrechtli-
cher Sicht vertretbar ist.
(3) Das Sächsische Versammlungsgesetz bleibt im Übrigen unberührt.
§ 8 Handel
(1) Es besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises und zur Kon-
trolle der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber für den Zugang zu Einzel- und Großhan-
delsgeschäften. Zulässig ist die Öffnung für Publikumsverkehr täglich zwischen 06:00 Uhr und
20:00 Uhr.
(2) Absatz 1 gilt nicht für den Zugang zu Lebensmittelhandel, Tierbedarf, Getränkemärkte,
Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Babyfachmärkte, Orthopädieschuhtechniker, Optiker,
Hörgeräteakustiker, Ladengeschäfte des Zeitungsverkaufs, Tankstellen und Großhandel für
Gewerbetreibende.
(3) In Groß- und Einzelhandelsgeschäften sowie Läden mit einer Verkaufsfläche von bis zu
800 qm darf sich nicht mehr als ein Kunde pro zehn qm Verkaufsfläche aufhalten. Bei Groß-
und Einzelhandelsgeschäften sowie Läden mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 qm darf
sich insgesamt auf einer Fläche von 800 qm höchstens ein Kunde pro zehn qm Verkaufsfläche
und auf der 800 qm übersteigenden Fläche höchstens ein Kunde pro 20 qm Verkaufsfläche
aufhalten. Für Einkaufszentren ist für die Berechnung nach den Sätzen 1 und 2 die jeweilige
Gesamtverkaufsfläche anzusetzen. Durch ein mit eigenem oder beauftragtem Personal abge-
sichertes Einlassmanagement müssen Einkaufszentren und Geschäfte verhindern, dass es im
Innenbereich von Einkaufspassagen oder Einkaufszentren zu Schlangenbildungen kommt.
Die zulässige Höchstkundenzahl, welche gleichzeitig anwesend sein darf, ist im Eingangsbe-
reich sichtbar auszuweisen.
(4) Die Abholung vorbestellter Ware ist ohne die zeitliche Einschränkung des Absatz 1 Satz 2
zulässig (click & collect).
§ 9 Dienstleistungen
(1) Die Ausübung und die Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen, die nicht me-
dizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen, sind un-
tersagt. Bei der Inanspruchnahme von zulässigen körpernahen Dienstleistungen besteht die
Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises und zur Kontrolle der jewei-
ligen Nachweise und zur Kontakterfassung durch den Dienstleister.
(2) Absatz 1 gilt nicht für Friseur- und Bartpflegedienstleistungen. Es besteht die Pflicht zur
Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises für Kundinnen und Kunden und zur Kontrolle
der jeweiligen Nachweise und zur Kontakterfassung durch den Dienstleister.

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(3) Für die jeweiligen Schülerinnen und Schüler besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf-
oder Genesenennachweises, zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber und
zur Kontakterfassung in Fahrschulen, Bootsschulen, Flugschulen und vergleichbaren Einrich-
tungen und Angeboten. Für Unterrichtende besteht abweichend von Satz 1 die Pflicht zur Vor-
lage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweis.
(4) Die Öffnung von Reisebüros, Versicherungsagenturen, Vermögensberatungsbüros, Unter-
nehmensberatungsbüros, Finanzdienstleistungsbüros mit Ausnahme der Banken und Spar-
kassen, für Publikumsverkehr ist untersagt.
(5) Prostitution ist untersagt.
§ 10 Gastronomie
(1) Es besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises, zur Kontrolle
der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber oder Veranstalter und zur Kontakterfassung für
den Zugang zu Gastronomiebetrieben. Zulässig ist die Öffnung für Publikumsverkehr täglich
zwischen 06:00 Uhr und 20:00 Uhr.
(2) Die Verpflichtung nach Absatz 1 gilt nicht für:
1. Angebote, die für die Versorgung obdachloser Menschen erforderlich sind,
2. Angebote zur Bewirtung von Fernbusfahrerinnen und Fernbusfahrern sowie Fernfah-
rerinnen und Fernfahrern, die beruflich bedingt Waren oder Güter auf der Straße be-
fördern und dies jeweils durch eine Arbeitgeberbescheinigung nachweisen können,
3. nichtöffentliche Personalrestaurants, Kantinen und Mensen,
4. Lieferangebote und Abholung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken ohne die
zeitliche Einschränkung des Absatz 1 Satz 2,
5. Bewirtung von Gästen in Beherbergungsbetrieben.
§ 11 Kultur, Freizeit
(1) Die Öffnung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Diskotheken, Clubs und Bars für Publi-
kumsverkehr ist untersagt. Dies gilt nicht für Bibliotheken und Außenbereiche von zoologi-
schen Gärten und Tierparks. Für den Zugang zu den in Satz 2 genannten Einrichtungen be-
steht die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises und zur Kontrolle
der jeweiligen Nachweise und zur Kontakterfassung durch den Betreiber.
(2) Absatz 1 Satz 1 gilt auch für Proben von Laien und Amateuren.
(3) Die Öffnung von Bädern und Saunen aller Art sowie Solarien für Publikumsverkehr ist un-
tersagt. Die Öffnung von Bädern und Saunen aller Art ist für rehabilitations- und medizinische
Zwecke, die berufsbedingte praktische Ausbildung und Prüfung, die schulische Nutzung zum
Schulschwimmen, die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften zum Nachweis der Rettungsfä-
higkeit sowie die Ausübung von Sport nach § 13 zulässig. Bei der Inanspruchnahme von zu-
lässig geöffneten Einrichtungen nach Satz 2 besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Ge-
nesenen- oder Testnachweises und zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise und zur Kontak-
terfassung durch den Betreiber.
(4) Die Öffnung von Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnlichen Einrichtun-
gen für Publikumsverkehr ist untersagt.
§ 12 Veranstaltungen, Feste und Großveranstaltungen
Großveranstaltungen, Veranstaltungen und Feste insbesondere Messen, landestypische Ver-
anstaltungen und Weihnachtsmärkte sind untersagt.

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§ 13 Sport
(1) Die Öffnung von Anlagen und Einrichtungen des Sportbetriebs, Fitnessstudios und ähnli-
che Einrichtungen für Publikumsverkehr ist untersagt.
(2) Abweichend von Absatz 1 ist die Öffnung zulässig für die Ausübung von Sport im Rahmen
von Dienstsport, sportwissenschaftlichen Studiengängen, der vertieften sportlichen Ausbil-
dung, Schwimmkursen sowie für Leistungssportlerinnen und -sportler der Bundes- und Lan-
deskader, lizenzierte Profisportlerinnen und -sportler, Berufssportlerinnen und -sportler und
Nachwuchssportlerinnen und -sportler, die in einem Nachwuchsleistungszentrum der profes-
sionellen Teamsportarten trainieren. Es besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf- oder Gene-
senen- oder Testnachweises, zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber und
zur Kontakterfassung.
(3) Abweichend von Absatz 1 ist die Öffnung zulässig für Kinder bis zur Vollendung des 16. Le-
bensjahres. Für Anleitungspersonal gilt Absatz 2 Satz 2.
(4) Absatz 1 gilt nicht für medizinisch notwendige Behandlungen. Bei der Inanspruchnahme
von zulässig geöffneten Einrichtungen nach Absatz 1 besteht die Pflicht zur Vorlage eines
Impf-, Genesenen- oder Testnachweises und zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise und zur
Kontakterfassung durch den Betreiber.
(5) Absatz 1 gilt nicht für die schulische Nutzung für den Schulsport.
§ 14 Beherbergung und Tourismus
(1) Die Durchführung, Öffnung oder Überlassung zu touristischen Zwecken von
1. kommerziellen und gewerblichen Reisen,
2. Bus- und Bahnfahrten, auch im Gelegenheits- sowie Linienverkehr,
3. Beherbergungen,
4. Camping- und Caravaningplätzen für Publikumsverkehr und
5. Ferienwohnungen
ist untersagt.
(2) Es besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf- oder Genesenen- oder Testnachweises, zur
Kontrolle der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber und zur Kontakterfassung für den Zu-
gang zu Einrichtungen nach Absatz 1 Nummer 3 bis 5 bei nicht-touristischer Beherbergung.
§ 15 Außerschulische Bildung
(1) Die Öffnung von Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen und Erwachsenenbildung,
ähnlichen Einrichtungen sowie Volkshochschulen, Kunst-, Musik- und Tanzschulen ist unter-
sagt.
(2) Abweichend von Absatz 1 ist der vorbereitende Unterricht in Kunst-, Musik- und Tanzschu-
len für Personen, die vor einer für die weitere Ausbildung ausschlaggebenden Prüfung stehen,
im kommenden Jahr ein Studium aufnehmen oder die an internationalen oder nationalen Wett-
bewerben teilnehmen werden, zulässig. Für die in Satz 1 genannten Personen und Anleitungs-
personal besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises und
zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise und zur Kontakterfassung durch den Betreiber.
(3) Absatz 1 gilt nicht für Angebote für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 16.
Lebensjahres. In diesem Fall besteht für Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Betreuerin-
nen und Betreuer sowie Anleitungspersonal die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen-

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oder Testnachweises zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber und zur Kon-
takterfassung.
(4) Absatz 1 gilt nicht für Hochschulen, Ausbildungseinrichtungen in staatlicher Trägerschaft
und die Berufsakademie Sachsen und unaufschiebbare berufliche oder sicherheitsrelevante
oder pandemiebedingte Lehrveranstaltungen und Prüfungen. Es besteht die Pflicht zur Vor-
lage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise
gegenüber dem Betreiber und zur Kontakterfassung.
(5) Die in Absatz 2 bis 4 genannten Einrichtungen können das Nähere zur Überprüfung des
Impf-, Genesenen- und Testnachweises regeln sowie weitergehende Schutzmaßnahmen an-
ordnen.
§ 16 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens
(1) Der Besuch folgender Einrichtungen ist unter den Voraussetzungen des Absatzes 3 zuläs-
sig:
1. Alten- und Pflegeheime einschließlich Kurzzeitpflegeeinrichtungen, stationäre Hos-
pize,
2. Einrichtungen nach § 2 Absatz 1 des Sächsischen Betreuungs- und Wohnqualitätsge-
setzes vom 12. Juli 2012 (SächsGVBl. S. 397), das zuletzt durch das Gesetz vom
6. Juni 2019 (SächsGVBl. S. 466) geändert worden ist, und ambulant betreute Wohn-
gemeinschaften sowie Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen nach § 2 Ab-
satz 2 und 3 des Sächsischen Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetzes, soweit für
diese der Teil 2 des Sächsischen Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetzes Anwen-
dung findet,
3. Krankenhäuser sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den
Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt (Einrichtungen nach
§ 23 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und 3 des Infektionsschutzgesetzes) und
4. genehmigungspflichtige stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe gemäß
§ 13 Absatz 3 Satz 1, § 19 Absatz 1 Satz 1, § 34 Satz 1, § 35, § 35a Absatz 2 Num-
mer 3 und 4, § 42 Absatz 1 Satz 2 sowie § 42a Absatz 1 des Achten Buches Sozialge-
setzbuch sowie Wohnstätten, in denen Leistungen der Eingliederungshilfe an Kinder
und Jugendliche erbracht werden.
(2) Besucherinnen und Besucher im Sinne dieser Vorschrift sind alle Personen, die nicht in
einem Beschäftigungsverhältnis zur jeweiligen Einrichtung stehen und mit den Bewohnerinnen
und Bewohnern, Patientinnen und Patienten, betreuten Personen oder den Beschäftigten in
Kontakt geraten, mit Ausnahme von Personen im Noteinsatz.
(3) In Einrichtungen nach Absatz 1 sind im Rahmen des zu erstellenden Hygieneplans nach
§ 36 Absatz 1 Nummer 1 und 2 oder § 23 Absatz 5 des Infektionsschutzgesetzes oder eines
eigenständigen Konzepts Regelungen zum Besuch einschließlich der Ermöglichung von Ster-
bebegleitung, zum vorübergehenden Verlassen der Einrichtungen durch die Bewohnerinnen
und Bewohner sowie zur Sicherstellung der fortlaufenden praktischen Ausbildung in Berufen
des Gesundheits- und Sozialwesens zu treffen und eine Kontakterfassung vorzusehen. Die für
die Einrichtungen nach Absatz 1 einschlägigen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts sind
zu berücksichtigen. Die Besuchsregelungen sind an die aktuelle Infektionslage anzupassen
sowie auf der Internetseite der Einrichtung zu veröffentlichen. Soweit eine Veröffentlichung auf
der Internetseite nicht möglich ist, muss dies auf andere geeignete Weise erfolgen.
(4) Besucherinnen und Besuchern in Einrichtungen nach Absatz 1 Nummern 1 bis 3 sowie in
Wohnstätten, in denen Leistungen der Eingliederungshilfe an Kinder und Jugendliche erbracht
werden, darf der Zutritt nur mit Testnachweis oder nach erfolgtem Test vor Ort gewährt wer-

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den. Satz 1 gilt auch für genesene und geimpfte Personen. Im Hygienekonzept können Aus-
nahmen für Besuche zum Zweck der Sterbebegleitung aufgenommen werden. Die Einrichtun-
gen sind verpflichtet, auf Wunsch der Besucherinnen und Besucher einen Test durchzuführen.
(5) Beschäftigte in
1. Einrichtungen nach Absatz 1 Nummer 1 bis 3 sowie in Wohnstätten, in denen Leistun-
gen der Eingliederungshilfe an Kinder und Jugendliche erbracht werden,
2. Tagespflegeeinrichtungen gemäß § 71 Absatz 2 Nummer 2, zweite Alternative des Elf-
ten Buches Sozialgesetzbuch – Soziale Pflegeversicherung – vom 26. Mai 1994,
BGBl. I S. 1014, das zuletzt durch Artikel 7e des Gesetzes vom 27. September 2021
(BGBl. I S. 4530) geändert worden ist,
3. ambulanten Pflegediensten und
4. spezialisierten ambulanten Palliativversorgern
sind verpflichtet, an allen Tagen, an denen sie im Dienst sind, einen Testnachweis zu führen.
Satz 1 gilt auch für genesene und geimpfte Personen. Beschäftigte mit Ausnahme von Be-
schäftigten in den in Absatz 1 Nummer 1 genannten Einrichtungen, die keinen Kontakt zu den
Bewohnerinnen und Bewohnern, betreuten Personen, Patientinnen und Patienten sowie zu
Personal mit pflegerischen, betreuenden oder behandelnden Tätigkeiten haben, sind davon
ausgenommen. Satz 1 gilt entsprechend für die in Tagespflegeeinrichtungen betreuten Perso-
nen. Die zuständige kommunale Behörde kann abweichende Festlegungen treffen, wenn das
aus medizinischen Gründen erforderlich ist. Auf die Coronavirus-Testverordnung vom 21. Sep-
tember 2021 (BAnz AT 21.09.2021 V1), in der jeweils geltenden Fassung, wird verwiesen.
(6) Werkstätten für behinderte Menschen, Angebote anderer Leistungsanbieter gemäß
§ 60 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch und andere tagesstrukturierende Angebote für
Menschen mit Behinderungen sind verpflichtet, ein Hygienekonzept nach § 5 Absatz 1 sowie
der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen und ergänzenden Vorgaben der Unfallversiche-
rungsträger zu erstellen und umzusetzen. Die Testungen für die Beschäftigten und die betreu-
ten Menschen sind verpflichtend arbeitstäglich durchzuführen. Satz 2 gilt auch für geimpfte
und genesene Beschäftigten. Bei Beschäftigten, die in Einrichtungen nach Absatz 1 Nummer 2
wohnen, ist das Hygienekonzept mit der jeweiligen Leitung der Wohneinrichtung der Werk-
stattbeschäftigten abzustimmen. Die Sätze 1 bis 4 gelten für andere tagesstrukturierende An-
gebote für Menschen mit Behinderungen. Absatz 5 Satz 3 gilt entsprechend.
(7) Für heilpädagogische Kindertageseinrichtungen und heilpädagogische Einrichtungen der
Ganztags- und Ferienbetreuung finden die Regelungen der Schul- und Kita-Coronaverord-
nung entsprechend Anwendung.
(8) Richterliche Anhörungen dürfen in allen Einrichtungen nach Absatz 1 stattfinden. Das
schließt das Anwesenheitsrecht von Verfahrensbeiständen, Verfahrenspflegerinnen und Ver-
fahrenspflegern, gerichtlich bestellten Gutachterinnen und Gutachtern sowie sonstigen Ver-
fahrensbeteiligten ein.
(9) Das Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt kann durch All-
gemeinverfügung weitere Regelungen und Hygienevorschriften erlassen. Ausnahmen können
durch die zuständigen kommunalen Behörden im Einzelfall zugelassen werden, soweit dies
infektionsschutzrechtlich notwendig oder vertretbar ist.
§ 17 Erfassung und Überwachung des Impfstatus in Alten- und Pflegeheimen
(1) Die Träger der Alten- und Pflegeheime einschließlich Kurzzeitpflegeeinrichtungen sind ver-
pflichtet, ihren Beschäftigten gegenüber ihr Fragerecht nach § 36 Absatz 3 des Infektions-
schutzgesetzes dahingehend auszuüben, dass ihnen der Impf- und Serostatus gegliedert
nach Grundimmunisierung, Genesenenstatus und Auffrischimpfung, mitzuteilen ist. Sie sind
verpflichtet, sich von den Beschäftigten die entsprechenden Nachweise vorlegen zu lassen.

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(2) Die in Absatz 1 genannten Träger dürfen den Impfstatus der Personen, die dort gepflegt
werden, gegliedert nach Grundimmunisierung und Auffrischimpfung, erheben; diese Daten
dürfen nur zur Beurteilung der Gefährdungslage in den Einrichtungen im Hinblick auf die
Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) und zur Vorbereitung der Meldung und Berichterstat-
tung nach Absatz 3 verarbeitet werden.
(3) Die Träger der Alten- und Pflegeheime sind verpflichtet, einrichtungsbezogen und zum
Zweck der Anonymisierung zusammengefasst
1. dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammen-
halt jeweils bis zum 6. Tag des Monats die nach Absatz 1 erhobenen Daten mit Stand
vom am ersten Tag des Monats,
2. der Kassenärztliche Vereinigung Sachsen wöchentlich jeweils mittwochs die nach Ab-
satz 2 erhobenen Impfdaten mit Angaben zu den in der Vorwoche erfolgten Auf-
frischimpfungen
zu melden. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen berichtet dem Sächsischen Staatsmi-
nisterium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt regelmäßig auf der Grundlage
der Meldungen nach Satz 1 Ziffer 2 über den Stand der Impfungen.
(4) Die Unterlagen nach Absatz 1 sind von der für die Personalverwaltung zuständigen Stelle
getrennt von den sonstigen Personalunterlagen für die Dauer des Beschäftigungsverhältnis-
ses verschlossen aufzubewahren. Im Übrigen gelten für die Unterlagen nach den Absätzen 1
bis 3 die Bestimmungen des § 2 Absatz 2 Satz 3 entsprechend.
§ 18 Kirchen und Religionsgemeinschaften
Die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises und zur Kontrolle der
jeweiligen Nachweise durch den Verantwortlichen besteht für die Zusammenkünfte der Kir-
chen und Religionsgemeinschaften. Darüber hinaus regeln Kirchen und Religionsgemein-
schaften ihre Zusammenkünfte zum Zwecke der Religionsausübung in eigener Verantwortung
mit verpflichtender Wirkung. Für Zusammenkünfte in Kirchen und von Religionsgemeinschaf-
ten zum Zweck der Religionsausübung sind Hygienekonzepte aufzustellen und der besonde-
ren Infektionslage anzupassen.
§ 19 Saisonarbeitskräfte
Wer Personen beschäftigt, die
1. zum Zweck einer turnusgemäßen oder zu einer bestimmten Zeit innerhalb eines Jahres
mindestens dreiwöchigen Arbeitsaufnahme vorübergehend aus dem Ausland in das
Gebiet des Freistaates Sachsen einreisen,
2. in Gemeinschaftsunterkünften wohnen und
3. in Betrieben arbeiten, in denen gleichzeitig mehr als zehn Beschäftigte einschließlich
Leiharbeitskräften, Beschäftigten eines Werkunternehmens und sonstige Personen tä-
tig sind (Saisonarbeitskräfte),
muss sicherstellen, dass bei Beginn der Beschäftigung oder dem Bezug der Gemeinschafts-
unterkunft ein tagesaktueller Test vorliegt. Auf behördliche Anordnung sind weitere Tests
durchzuführen. Personen, welche nicht über ein Testergebnis nach Satz 1 verfügen, dürfen
nicht beschäftigt werden. Der Betriebsinhaber, der Saisonarbeitskräfte beschäftigt, ist ver-
pflichtet, die Arbeitsaufnahme der Saisonarbeitskräfte jeweils grundsätzlich 48 Stunden vor
ihrem Beginn der zuständigen Behörde sowie der für den Arbeitsschutz zuständigen Behörde
anzuzeigen. Eine spätere Anzeige ist nur ausreichend, wenn der Betriebsinhaber glaubhaft
macht, dass eine frühere Anzeige aus zwingenden betrieblichen oder sonstigen Gründen nicht
möglich war. Die Anzeige hat die Namen der Saisonarbeitskräfte, deren Unterbringungsort,
Art und Zeitraum der Tätigkeit sowie die Kontaktdaten des Betriebsinhabers zu enthalten. Die
Anzeigepflicht besteht auch, wenn die Saisonarbeitskräfte während ihres Aufenthalts in der
Bundesrepublik Deutschland den Betrieb oder den Arbeitgeber wechseln. Landwirtschaftliche

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Betriebe haben bei der Erstellung des Hygienekonzeptes die Maßnahmen der „Rahmenbedin-
gungen für Saisonbeschäftigte in der Landwirtschaft im Hinblick auf die Corona-Pandemie“
des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in der jeweils aktuellen Fassung
zu berücksichtigen.
§ 20 Sächsischer Landtag
Von den Bestimmungen dieser Verordnung ist der Sächsische Landtag aufgrund seines ver-
fassungsrechtlichen Selbstorganisationsrechts sowie des Hausrechts und der Polizeigewalt
des Landtagspräsidenten gemäß Artikel 47 Absatz 3 der Verfassung des Freistaates Sachsen
ausgenommen. Darüber hinaus haben die zuständigen Behörden die besondere verfassungs-
rechtliche Stellung des Landtags und seiner Mitglieder im Rahmen von Maßnahmen auf der
Grundlage des Infektionsschutzgesetzes zu beachten.
Teil 4 – Hotspot-Regelung
§ 21 Ausgangssperre
(1) Überschreitet die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100 000
Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) in einem Landkreis oder einer
Kreisfreien Stadt den Schwellenwert von 1 000, gilt ab dem nächsten Tag zwischen 22:00 Uhr
und 6:00 Uhr des Folgetages eine erweiterte Ausgangsbeschränkung (Ausgangssperre). Das
Verlassen der Unterkunft ist in dieser Zeit nur aus den folgenden triftigen Gründen zulässig:
1. die Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben, Kindeswohl und Eigentum,
2. die Jagd zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest,
3. die Ausübung beruflicher, hochschulischer oder schulischer Tätigkeiten und kommu-
nalpolitischer Funktionen,
4. die Wahrnehmung des notwendigen Lieferverkehrs, einschließlich Brief- und Versand-
handel,
5. Fahrten von Feuerwehr-, Polizei-, Rettungs- oder Katastrophenschutzkräften zum je-
weiligen Stützpunkt oder Einsatzort,
6. der Besuch von Ehe- und Lebenspartnern sowie von Partnern von Lebensgemein-
schaften, hilfsbedürftigen Menschen, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen
und die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich
sowie Besuche im Sinne des § 16,
7. die Inanspruchnahme medizinischer, psychosozialer und veterinärmedizinischer Ver-
sorgungsleistungen sowie der Besuch Angehöriger der Heil- und Gesundheitsberufe,
soweit dies medizinisch erforderlich ist oder im Rahmen einer erforderlichen seelsor-
gerischen Betreuung,
8. die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
9. die Begleitung Sterbender im engsten Familienkreis, und
10. unabdingbare Handlungen zur Versorgung von Tieren.
Satz 1 gilt nicht für geimpfte oder genesene Personen.
(2) Wird der Schwellenwert nach Absatz 1 an drei aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten,
gilt Absatz 1 ab dem nächsten Tag nicht mehr.
(3) Maßgeblich für die Sieben-Tage-Inzidenz sind die unter
https://www.rki.de/inzidenzen
durch das Robert Koch-Institut im Internet veröffentlichten Zahlen. Der Landkreis oder die
Kreisfreie Stadt gibt unverzüglich nach der Veröffentlichung nach Satz 1 den Tag bekannt, ab
dem die Ausgangsperre gilt oder nicht mehr gilt.

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Teil 5 – Ordnungswidrigkeiten und Schlussvorschriften
§ 22 Vollstreckungshilfe, Ordnungswidrigkeiten
(1) Die nach § 1 Absatz 1 Satz 1 der Infektionsschutzgesetz-Zuständigkeitsverordnung zu-
ständigen Behörden haben
1. die Bestimmungen dieser Verordnung,
2. die von der obersten Landesgesundheitsbehörde gemäß § 1 Absatz 1 Satz 3 der In-
fektionsschutzgesetz-Zuständigkeitsverordnung in Eilfällen wahrgenommenen Aufga-
ben und Befugnisse und
3. die von der obersten Landesgesundheitsbehörde gemäß § 1 Absatz 2 der Infektions-
schutzgesetz-Zuständigkeitsverordnung getroffenen Maßnahmen
umzusetzen. Dabei ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu wahren. Sie können dabei
die Ortspolizeibehörden um Vollzugs- und Vollstreckungshilfe ersuchen. Die Zuständigkeiten
zum Vollzug der Arbeitsschutzvorschriften gemäß der Sächsischen Arbeitsschutzzuständig-
keitsverordnung vom 6. Juli 2008 (SächsGVBl. S. 416), die zuletzt durch die Verordnung vom
8. Oktober 2019 (SächsGVBl. S. 706) geändert worden ist, bleiben unberührt.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 73 Absatz 1a Nummer 24 des Infektionsschutzgesetzes
handelt, wer
1. vorsätzlich
a) entgegen § 3 Absatz 6 Satz 2 einen unrichtigen Impf-, Genesenen- oder Test-
nachweis vorlegt,
b) entgegen § 6 Absatz 1 Satz 1 an einer Zusammenkunft teilnimmt, die die zu-
lässige Personenanzahl überschreitet,
c) entgegen § 7 Absatz 1 oder Absatz 2 eine Versammlung veranstaltet, die nicht
ortsfest oder an der mehr Personen teilnehmen, als zulässig sind,
d) entgegen § 7 Absatz 1 oder Absatz 2 an einer Versammlung teilnimmt, die nicht
ortsfest ist oder an der mehr Personen teilnehmen als zulässig sind,
e) entgegen § 21 Absatz 1 Satz 1 die Unterkunft ohne triftigen Grund verlässt,
2. fahrlässig oder vorsätzlich
a) entgegen § 4 Absatz 1 Satz 1 Geschäfte, Einrichtungen, Unternehmen, Veran-
staltungen oder Angebote ohne Hygienekonzept betreibt oder durchführt oder
das Hygienekonzept nicht einhält,
b) entgegen § 5 Absatz 3 Satz 1 keinen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder
FFP2-Maske oder keine vergleichbare Atemschutzmaske trägt,
c) entgegen § 5 Absatz 4 keine FFP2-Maske oder keine vergleichbare Atem-
schutzmaske trägt,
d) entgegen § 6 Absatz 2 Satz 2, § 8 Absatz 1 Satz 1, § 9 Absatz 1 Satz 2, Absatz
2 Satz 2, Absatz 3, § 10 Absatz 1 Satz 1, § 11 Absatz 1 Satz 3, Absatz 3 Satz
3, § 13 Absatz 2 Satz 2, Absatz 4 Satz 2, § 14 Absatz 2, § 15 Absatz 2 Satz 2,
Absatz 3 Satz 2, Absatz 4 Satz 2, § 18 Satz 1 den Zutritt oder Angebot unbe-
rechtigt gewährt,
e) entgegen § 8 Absatz 3 Satz 1 oder 2 mehr als die pro Quadratmeter Verkaufs-
fläche zulässige Anzahl an Kunden einlässt,
f) entgegen § 9 Absatz 1 Satz 1, Absatz 4 oder Absatz 5, § 11 Absatz 1 Satz 1,
Absatz 3 Satz 1, Absatz 4, § 12, § 13 Absatz 1, § 14 Absatz 1, § 15 Absatz 1
die jeweiligen Einrichtungen oder Angebote öffnet, betreibt, durchführt, besucht
oder nutzt,
g) entgegen § 8 Absatz 1 Satz 2 oder § 10 Absatz 1 Satz 2 die jeweilige Einrich-
tung außerhalb der zulässigen Öffnungszeiten für Publikumsverkehr öffnet,
h) entgegen § 3 Absatz 3, § 9 Absatz 1 Satz 2, Absatz 2 Satz 2, Absatz 3 Satz 1,
§ 10 Absatz 1 Satz 1, § 11 Absatz 1 Satz 3, Absatz 3 Satz 3, § 13 Absatz 4
Satz 2, § 14 Absatz 2, § 15 Absatz 2 Satz 2, Absatz 3 Satz 2, Absatz 4 Satz 2,
§ 16 Absatz 3 Satz 1 Kontakte nicht erfasst,

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i) entgegen § 6 Absatz 2 Satz 2, § 8 Absatz 1 Satz 1, § 9 Absatz 1 Satz 2, Absatz
2 Satz 2, Absatz 3, § 10 Absatz 1 Satz 1, § 11 Absatz 1 Satz 3, Absatz 3 Satz
3, § 13 Absatz 2 Satz 2, Absatz 3 Satz 2, Absatz 4 Satz 2, § 14 Absatz 2, § 15
Absatz 2 Satz 2, Absatz 3 Satz 2, Absatz 4 Satz 2, § 18 Satz 1 ohne den ent-
sprechenden Nachweis ein Angebot in Anspruch nimmt oder Einrichtungen o-
der Veranstaltungen besucht oder nutzt,
j) entgegen § 16 Absatz 3 Satz 1 kein eigenständiges Konzept zum Besuch und
zum vorübergehenden Verlassen der Einrichtung durch die Bewohnerinnen
und Bewohner erstellt,
k) entgegen § 16 Absatz 5 Satz 1 die erforderliche Anzahl an Testnachweisen
nicht führt,
l) entgegen § 16 Absatz 6 Satz 2 die erforderliche Anzahl an Testnachweisen
nicht führt,
m) entgegen § 19 Satz 1 eine Person ohne einen Impf-, Genesenen- oder Test-
nachweis beschäftigt oder die Anzeige nach § 19 Satz 4 nicht oder nicht recht-
zeitig vornimmt.
§ 23 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
(1) Diese Verordnung tritt am 22. November 2021 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Sächsische
Corona-Schutz-Verordnung vom 5. November 2021 (SächsGVBl. S. 1232) außer Kraft.
(2) Diese Verordnung tritt mit Ablauf des 12. Dezember 2021 außer Kraft.
Dresden, den 19. November 2021
Die Staatsministerin für Soziales
und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Petra Köpping

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Begründung
A. Bekanntmachung der Begründung
Die Bekanntmachung der Begründung dieser Verordnung erfolgt im Hinblick auf § 28a Ab-
satz 5 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes.
B. Allgemeiner Teil
Der Deutsche Bundestag hat in seiner Sitzung am 25. August 2021 den Fortbestand der epi-
demischen Lage von nationaler Tragweite gemäß § 5 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes
für weitere drei Monate bis zum 25. November 2021 festgestellt (BGBl. I S. 4072). Diese Fest-
stellung erlaubt den Ländern, die notwendigen Schutzmaßnahmen im Sinne des § 28 Absatz 1
und 2 des Infektionsschutzgesetzes zur Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-Krank-
heit-2019 (COVID-19) für den Zeitraum der Feststellung anzuordnen. Nachdem sich die Infek-
tionszahlen im Freistaat Sachsen im Sommer auf niedrigem Niveau befunden haben, sind
diese im Herbst wieder angestiegen. Maßgeblich dafür ist die in Deutschland mittlerweile vor-
herrschende Virusvariante „Delta“, die erheblich ansteckender ist als die bisherigen Virusvari-
anten. Die vorhandenen Impfstoffe weisen auch gegen diese Variante eine hohe Wirksamkeit
auf.
Trotz aller Anstrengungen ist die Pandemie nicht überwunden. Die Zahl der Neuinfektionen
mit dem SARS-CoV2-Virus sowie die Zahl der Hospitalisierungen und Bettenbelegungen in
Krankenhäusern steigen derzeit mit hoher Geschwindigkeit an. Während am 25. August 2021
der 7-Tage-Inzidenzwert bundesweit bei 66,9 und im Freistaat Sachsen bei 19,5 lag, ist dieser
Wert nunmehr auf 593,6 im Freistaat Sachsen gestiegen (Stand 19. November 2021). Am
17. November 2021 wurden 1 520 Patienten auf der Normalstation und 357 auf der Intensiv-
station behandelt. Am 19. November 2021 waren es bereits 1 638 auf der Normalstation und
385 auf der Intensivstation.
Mittlerweile überschreitet die Belegung der Krankenhausbetten auf der Normalstation deutlich
den für die Überlastungsstufe der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 5. November
2021 maßgeblichen Belegungswert.
In einigen Landkreisen und Kreisfreien Städten besteht bereits ein Engpass an Krankenhaus-
betten. Planbare Operationen müssen in vielen Fällen verschoben werden, um Kapazitäten
für an Covid-19 erkrankten Patientinnen und Patienten zu schaffen. Bei weiterem ungebrems-
ten Anstieg der Infektionen und der dadurch einhergehenden Bettenbelegung droht die Triage
in den Kliniken. Oberstes Ziel ist es, die ansteigende Welle des Infektionsgeschehens zu bre-
chen.
Die nach wie vor geringe Impfquote in der Bevölkerung erschwert und gefährdet eine nach-
haltige und flächendeckende Eindämmung des Infektionsgeschehens. Der Anteil der Unge-
impften ist sowohl bei Betrachtung der Sieben-Tage-Inzidenz als auch bei Betrachtung der
Bettenbelegung auf Intensivstationen um ein Vielfaches höher als bei Geimpften und Genese-
nen.
Neben dem Impfen sind aufgrund dieser aktuell bestehenden Notfallsituation zwingend weitere
Schutzmaßnahmen, die deutlich über die bisher ergriffenen Schutzmaßnahmen hinausgehen,
erforderlich.
Ziel dieser Verordnung ist es, durch eine zeitlich befristete Verschärfung und Ausweitung der
bereits bestehenden Schutzmaßnahmen, die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren, Kontakte
durch Einschränkungen bei infektionsträchtigen Lebensbereichen zu minimieren und dadurch
die Infektionsdynamik zu verlangsamen.

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Vorgesehen sind unter anderem folgende Maßnahmen:
1. Ausweitung der bislang in der Überlastungsstufe geltenden 2G-Regel auf die Einzel-
handels- und Großhandelsgeschäfte, mit Ausnahme der Grundversorgung.
2. Schließung aller körpernahen Dienstleistungsbetriebe mit Ausnahme der Friseure und
medizinisch notwendiger Behandlungen.
3. Beschränkung der Öffnung von Gastronomie unter Anwendung der 2G-Regel.
4. Grundsätzliche Schließung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bädern und Saunen,
Diskotheken, Clubs und Bars.
5. Untersagung von Veranstaltungen, Großveranstaltungen, Festen und Messen sowie
touristischen Bahn- und Busfahrten.
6. Verpflichtende Anwendung der 3G-Regel für Hochschulen, Kirchen und Religionsge-
meinschaften sowie Gremiensitzungen.
7. Einführung zeitlich beschränkter Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit beson-
ders hoher Inzidenz.
8. Verbot des Alkoholausschanks und -konsums auf bestimmten von den Kommunen zu
bestimmenden öffentlichen Plätzen und Einrichtungen.
C. Erfüllungsaufwand
Der mit der Ausweitung der Schutzmaßnahmen verbundene Erfüllungsaufwand für Wirtschaft
und Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger ist nicht quantifizierbar.
Die landesweit einheitlich geltenden Beschränkungen sind zur Verhinderung der Verbreitung
der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) nach wie vor erforderlich. Sie zielen darauf ab,
öffentliches und privates Leben und damit auch die Wirtschaft so schnell wie möglich zu libe-
ralisieren und damit zu stützen.
D. Besonderer Teil
Zu Teil 1 – Grundsätze
Zu § 1 (Grundsatz)
Infektionsschutzrechtlich gebotene Zugangsbeschränkungen erfolgen in Abhängigkeit von der
coronaspezifischen Infektionsgefahr auf der Grundlage der Auslastungssituation der Kranken-
häuser und dem jeweiligen Impf-, Genesenen- oder Teststatus der betroffenen Personen. Un-
berührt davon bleibt die notwendige Grundversorgung.
Ungeachtet dieses grundsätzlichen Bestrebens werden die Landkreise und Kreisfreien Städte
ausdrücklich in Absatz 1 Satz 2 angehalten, individuell und gebietsbezogen auf ein höheres
bzw. weitreichenderes Infektionsgeschehen durch die Anordnung strengerer und/oder zusätz-
licher Maßnahmen als denen dieser Verordnung reagieren zu können.
Das Alkoholverbot in Absatz 4 zielt darauf ab, die Kontaktmöglichkeiten zu begrenzen und
damit einer weiteren exponentiellen Ausbreitung des Virus entgegenzutreten. In diesen Zu-
sammenhang ist auch ein umfassendes Verbot des Alkoholkonsums und -ausschanks auf von
den Kommunen zu bestimmenden öffentlichen Plätzen und Einrichtungen.
Absatz 5 regelt die Pflicht zu Angebot und Annahme von Homeoffice, dadurch sollen die Kon-
takte reduziert werden.
Absatz 6 sieht unabdingbare Ausnahmen der Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Test-
nachweises für den Einsatz der genannten Stellen vor.
Zu § 2 (Grundsätze zur Kontakterfassung)

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Für eine wirksame Nachverfolgung von Infektionsketten ist die vollständige Erfassung von
Kontakten eine wesentliche Voraussetzung. Die Kontaktdatenerfassung ist eine im IfSG vor-
gesehene notwendige Schutzmaßnahme.
In Absatz 1 wird das Verfahren der Kontakterfassung, welche Daten zu erheben sind und wie
lange diese aufzuheben sind geregelt. Entsprechend dem Grundsatz der Datenminimierung
(Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe c DSGVO) dürfen nur die Daten erhoben werden, die zur Nach-
verfolgung unbedingt erforderlich sind. Berufsgruppen, die nach § 53 StPO berechtigt sind,
das Zeugnis zu verweigern, erfassen keine Kontakte. Die Vorschrift entspricht der bisherigen
Regelung zur Kontakterfassung.
Mit Absatz 2 wird bestimmt, dass alternativ eine nichtdigitale Kontakterfassung erfolgen muss,
da nicht alle betroffenen Personen über entsprechende digitale Mittel verfügen.
Absatz 3 regelt die Notwendigkeit zur Kontakterfassung durch Gerichte und Behörden.
Zu § 3 (Grundsätze für den Impf-, Genesenen- und Testnachweis)
Absatz 1 verweist wie bisher für den Impf-, Genesenen- und Testnachweis auf die Vorschriften
der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV).
Absatz 2 bestimmt die Ausnahmen von der 2G-Regel für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre
und für Impfunfähige. Der Impf- oder Genesenennachweis kann durch einen Testnachweis
ersetzt werden. Soweit die Verordnung Vorgaben zur Vorlage eines Nachweises vorsieht, gilt
dies nur für die Inanspruchnehmenden, Kunden, Teilnehmer und Besucher vorbehaltlich an-
derer bundesrechtlicher Vorschriften.
Absatz 3 regelt den Zeitraum der Verwendbarkeit und damit die Gültigkeitsdauer eines Tests.
Absatz 4 bestimmt zugunsten von Schülerinnen und Schülern den Wegfall des Testnachwei-
ses unter der Voraussetzung, dass sie einer Testpflicht nach der Schul- und Kita-Coronaver-
ordnung unterliegen. Dies gilt auch für die Tage, an denen die Schülerinnen und Schüler nicht
in der Schule getestet werden.
Absatz 5 nimmt Personen bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres bzw. Personen, die
noch nicht eingeschult wurden, von Testpflichten generell aus und bestimmt die Vorausset-
zungen für die Gleichstellung von geimpften und genesenen Personen mit getesteten Perso-
nen auf der Grundlage der SchAusnahmV. Mit Absatz 5 Satz 2 werden die Voraussetzungen
für den vollständigen Impfschutz klargestellt.
Absatz 6 stellt klar, dass in Einrichtungen, in denen eine Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Ge-
nesenen- oder Testnachweises besteht, dies auch für Besucherinnen und Besucher sowie für
Kundinnen und Kunden im Zusammenhang mit der Erbringung des Angebotes gilt.
Zu Teil 2 – Basisschutzmaßnahmen
Zu § 4 (Hygienekonzept, Mindestabstand, Test)
Nach Absatz 1 sind für Geschäfte, Einrichtungen, Unternehmen, Veranstaltungen und sons-
tige Angebote und damit für alle Bereiche des gesellschaftlichen und des wirtschaftlichen Le-
bens nach wie vor Hygienekonzepte erforderlich. Die spezifischen arbeitsschutzrechtlichen
Vorschriften zu SARS-CoV-2, insbesondere der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des
Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel sowie vor-
handene branchenspezifische Konkretisierungen der Unfallversicherungsträger beziehungs-
weise der Arbeitsschutzbehörde und die einschlägigen Empfehlungen des Robert Koch-Insti-
tuts zum Infektionsschutz in ihrer jeweiligen Fassung oder Konzepte und Empfehlungen der
Fachverbände finden weiterhin uneingeschränkt Anwendung.

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Absatz 2 regelt die Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern im öffentlichen
Raum. Für bestimmte besonders sensible Lebensbereiche bleiben Festlegungen zum Min-
destabstand durch Allgemeinverfügung des Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaft-
lichen Zusammenhalt weiterhin möglich.
Absatz 3 schreibt eine zweimal wöchentliche Testung für Beschäftigte bestimmter Einrichtun-
gen und Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe vor. Mit Inkrafttreten des neuen § 28b IfSG
(Bundesratsdrucksache 803/21) geht die bundesrechtliche Vorschrift dem Absatz 3 vor.
Zu § 5 (Maskenpflicht)
Absatz 1 regelt die Empfehlung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung unter freiem Him-
mel unter der Voraussetzung, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten wird.
Absatz 2 regelt die Modalitäten für einzelne Personengruppen und Lebenssituationen sowie
generelle Ausnahmen für alle Arten von Mund-Nasen-Bedeckungen. In Nummer 2 bis 7 wird
aufgeführt, unter welchen Voraussetzungen die Maskenpflicht entfällt. Dies kann aus Alters-
gründen (Nummer 2), aus gesundheitlichen Gründen (Nummer 5) oder zur Verständigung mit
gehörlosen oder stark hörbehinderten Menschen, die auf das visuelle Erkennen des Gespro-
chenen über die Lippenbewegungen des Sprechers angewiesen sind (Nummer 5), der Fall
sein. Des Weiteren darf beim Sport, in Schwimmbädern und Saunen oder bei der Ausübung
des Rederechts auf das Tragen der Maske verzichtet werden (Nummer 6). Die Aufzählung ist
nicht abschließend. Um der Vielfalt der Lebensverhältnisse Rechnung zu tragen, enthält Num-
mer 7 einen Auffangtatbestand, der einen Verzicht auf die Mund-Nasen-Bedeckung oder
Maske aus sonstigen unabweisbaren Gründen ermöglicht, darunter fallen die Aufnahme von
Speisen und Getränken, das Singen oder Musizieren. Für Unterrichtende sowie Beteiligte von
Prüfungen kann die jeweilige Einrichtung oder die zuständige Prüfungsbehörde Ausnahmen
gestatten, soweit der Mindestabstand eingehalten wird.
Absatz 3 bestimmt die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes
als Regelfall.
Absatz 4 sieht für besondere Lebensbereiche eine verschärfte Verpflichtung zum Tragen von
FFP2-Masken vor.
Zu Teil 3 – Notfallmaßnahmen
zu § 6 (Zusammenkünfte)
Absatz 1 regelt Vorschriften für Kontaktbeschränkungen bei privaten Zusammenkünften und
bestimmt die Ausnahmen. Kontaktbeschränkungen tragen zur Kontaktreduktion bei, welche
für die Eindämmung des Infektionsgeschehens als flankierende Maßnahme bei sehr hoher
Belastung des Gesundheitswesens unabdingbar sind.
Absatz 2 gestattet nur zwingende Parteien- und Gremiensitzungen, die nicht online durchge-
führt werden können, unter Beachtung der 3G-Regelung. Zu den zwingenden gesetzlichen
Vorschriften zählt unter anderem die Regelung in § 36 der Sächsischen Gemeindeordnung
und § 32 der Sächsischen Landkreisordnung.
zu § 7 (Versammlungen)
Die Zulässigkeit und Durchführung von Versammlungen wird auf Ortsfestigkeit und Begren-
zung der Personenzahl begrenzt, um das Infektionsgeschehen zu verringern.
zu § 8 (Handel)

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Mit der Einführung der 2G-Regelung im Handel wird ein wesentlicher Teilbereich des öffentli-
chen Lebens eingeschränkt, um Kontakte möglichst zu reduzieren und das Infektionsrisiko zu
minimieren. Zur Wahrung der Verhältnismäßigkeit sieht Absatz 2 Ausnahmen für die Grund-
versorgung vor.
Absatz 3 bestimmt eine Beschränkung der Kundenanzahl in Abhängigkeit von der Verkaufs-
fläche, dadurch soll die Einhaltung des Mindestabstandes gewährleistet werden.
zu § 9 (Dienstleistungen)
Die Vorschrift regelt die Zulässigkeit der Ausübung und Inanspruchnahme von Dienstleistun-
gen beziehungsweise die Öffnung entsprechender Einrichtungen.
Grundsätzlich bleiben Dienstleistungen erbringende Einrichtungen geschlossen und die Inan-
spruchnahme von Dienstleistungen untersagt. Ausnahmen werden in Abhängigkeit vom Impf-
oder Genesenennachweis sowie der Bedeutung und Notwendigkeit einer Dienstleistung zu-
gelassen.
zu § 10 (Gastronomie)
Um das Infektionsrisiko zu minimieren und die Gefahr eines schweren Covid-19-Verlaufs zu
verringern, gilt die 2G-Regel. Gleichzeitig wird die zulässige Öffnungszeit von 6:00 und 20:00
Uhr beschränkt, um das Ziel einer weitestgehenden Kontaktbeschränkung zu realisieren.
zu § 11 (Kultur, Freizeit)
Kultur- und Freizeiteinrichtungen bilden ein zentrales Element des gesellschaftlichen Lebens
und fördern soziale Kontakte, damit aber auch das Infektionsrisiko. Um eine bestmögliche Wir-
kung der befristeten Notfallmaßnahmen zu erzielen, werden Kultur- und Freizeiteinrichtungen
generell untersagt. Ausnahmen werden in Abhängigkeit von der Bedeutung und dem jeweili-
gen Infektionsrisiko einer Einrichtung geregelt.
zu § 12 (Veranstaltungen, Feste und Großveranstaltungen)
Mit Rücksicht auf die erfahrungsgemäß hohe Teilnehmeranzahl, große Fluktuation und damit
einhergehenden Infektionsgefahren werden Großveranstaltungen, Veranstaltungen, Feste,
Messen und landestypische Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte untersagt.
zu § 13 (Sport)
Die Ausübung des Sports ist ein zentrales Element des gesellschaftlichen Lebens und fördert
soziale Kontakte, damit aber auch das Infektionsrisiko. Aus diesem Grund werden die Öffnung
von Einrichtungen des Sportbetriebs, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen für Publi-
kumsverkehr untersagt.
Ausnahmen bleiben beschränkt auf beruflich, sportwissenschaftlich und ausbildungstechnisch
bedingte Ausübungsformen, unter Anwendung der 3G-Regel.
Weitere Ausnahmen gelten für Kinder bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres und den Schul-
sport.
zu § 14 (Beherbergung und Tourismus)
Tourismus und eine damit verbundene Beherbergung fördert den gesellschaftlichen Aus-
tausch über Regionen und Länder hinweg. Um die großräumige Ausbreitung von Infektionen
möglichst zu vermeiden, werden touristische Angebote untersagt. Mit der Ausnahmeregelung
für nicht-touristische Angebote soll zur Wahrung der Verhältnismäßigkeit besonderen Lebens-
lagen und sozialen Erfordernissen entsprochen werden.

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zu § 15 (Außerschulische Bildung)
Absatz 1 regelt, dass die Öffnung von Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen und Er-
wachsenenbildung, ähnlichen Einrichtungen sowie Volkshochschulen, Kunst-, Musik- und
Tanzschulen, um die Kontakte zu reduzieren und das Infektionsrisiko zu minimieren, untersagt
ist.
Absatz 2 sieht Ausnahmen für besondere Situationen vor, deren Untersagung nicht verhält-
nismäßig ist. Die Anwendung der 3G-Regel verringert die Infektionsgefahren.
Soweit Absatz 3 Ausnahmen von dem Verbot in Absatz 1 vorsieht, wird zur Verringerung der
Infektionsgefahren die 3G-Regel vorgeschrieben.
Mit der Regelung in Absatz 4 wird an den Hochschulen, Ausbildungseinrichtungen in staatli-
cher Trägerschaft und der Berufsakademie Sachsen der Lehr- und Forschungsbetrieb auf-
grund seines besonderen verfassungsrechtlichen Schutzes unter Einhaltung bestimmter Maß-
nahmen aufrechterhalten. Dies schließt neben Prüfungen und Lehrveranstaltungen zum Bei-
spiel auch Labor- und Forschungstätigkeiten, praktische Übungen und Proben sowie notwen-
dige Gremiensitzungen der akademischen Selbstverwaltung ein. Voraussetzung ist, dass die
Studierenden bzw. Teilnehmende über einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis verfügen.
Um dem regionalen und lokalen Infektionsgeschehen sowie der Hochschulautonomie Rech-
nung zu tragen, sind die Hochschulen und die Berufsakademie ermächtigt das Nähere, insbe-
sondere die Art und Weise der Überprüfung des Vorhandenseins eines Impf-, Genesenen-
oder Testnachweises, zu regeln. Zudem können Sie weitergehende Schutzmaßnahmen, etwa
eine Beschränkung auf Personen mit Impf- oder Genesenennachweis, anordnen.
Um den vielfältigen Situationen im Bereich der außerschulischen Bildung Rechnung zu tragen,
können die Einrichtungen, welche sachnäher sind, besondere Regelungen festlegen.
Zu § 16 (Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens)
Aufgrund der besonderen Schutzbedürftigkeit der in den genannten Einrichtungen lebenden
und betreuten Personen bleiben die Testpflichten für Besucherinnen und Besuchern dieser
Einrichtungen als auch für die dort Beschäftigten in der Form bestehen und werden auf ge-
impfte und genesene Personen erweitert.
Absatz 5 regelt die Testverpflichtungen für Beschäftigte. Vorgesehen, mit Rücksicht auf das
explosionsartige Infektionsgeschehen, ist eine Testung aller Beschäftigten an allen Tagen, an
denen Dienst geleistet wird. Keine Anwendung findet diese Testpflicht unter dem Aspekt der
Verhältnismäßigkeit grundsätzlich für Beschäftigte, die keinen Kontakt zu den Bewohnerinnen
und Bewohnern, betreuten Personen, Patientinnen und Patienten sowie zu Personal mit pfle-
gerischen, betreuenden oder behandelnden Tätigkeiten haben. Eine Ausnahme gilt insoweit
jedoch wegen der besonderen Vulnerabilität der Bewohnerinnen und Bewohner bei Alten- und
Pflegeheimen, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und stationären Hospizen. Weiterhin wird klarge-
stellt, dass die Testpflicht nach der Coronavirus-Testverordnung auf die Beschäftigten der auf-
geführten Einrichtungen und Dienste beschränkt ist.
Absatz 6 sieht Regelungen für Wohnformen für Menschen mit Behinderungen vor.
Zu § 17 (Erfassung und Überwachung des Impfstatus in Alten- und Pflegeheimen)
Absatz 1 verpflichtet Pflegeeinrichtungen, von der bundesgesetzlich nach § 36 Absatz 3 des
Infektionsschutzgesetzes vorgesehenen Möglichkeit zur Datenverarbeitung über den Impf-
und Serostatus der Beschäftigten Gebrauch zu machen. Zu diesem Zweck haben sie ihr Fra-
gerecht auszuüben und Einsicht in die entsprechenden Nachweise, die von den Beschäftigten
vorzulegen sind, zu nehmen. Erforderlich sind die Angaben wegen der Art und Weise der Be-
schäftigung.

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Absatz 2 verpflichtet die in Pflegeeinrichtungen Gepflegten zur Vorlage eines Impf- oder Ge-
nesenennachweises auf der Grundlage von § 28a Absatz 1 Nummer 2a des Infektionsschutz-
gesetzes. Die Erhebung ist sowohl zur Vermeidung einer Gefährdungssituation als auch zur
Realisierung notwendiger Schutzmaßnahmen erforderlich.
In Absatz 3 erfolgte eine Änderung der bereits normierten Übermittlungspflichten. In Bezug auf
die von Beschäftigten erhobenen Daten hat die Meldung monatlich bis zum 6. Tag des Monats
an das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zu
erfolgen. An die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen sind die von den Gepflegten erhobenen
Impfdaten wöchentlich jeweils mittwochs zu melden. Hierüber obliegt der Kassenärztlichen
Vereinigung Sachsen eine regelmäßige Berichtspflicht gegenüber dem Sächsischen Staats-
ministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die zu verwendenden Be-
richtsformulare
sind
auf
der
Seite
https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-
bekanntmachungen.html zu finden.
Absatz 4 regelt die zur Wahrung des Datenschutzes notwendigen Aufbewahrungsmodalitäten.
Zu § 18 (Kirchen und Religionsgemeinschaften)
Satz 1 regelt die zwingende Einhaltung der 3G-Regel für Zusammenkünfte von Kirchen und
Religionsgemeinschaften ein.
Zu § 19 (Saisonarbeitskräfte)
Die Bestimmung wurde unverändert aus der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom
5. November 2021 übernommen.
Zu § 20 (Sächsischer Landtag)
Die Bestimmung wurde unverändert aus der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom
5. November 2021 übernommen.
Zu Teil 4 – Hotspot-Regelung
Zu § 21 (Ausgangssperre)
Die Vorschrift sieht zeitlich befristet Ausgangsbeschränkungen zwischen 22:00 Uhr und 6:00
Uhr vor und beschränkt sich auf Kommunen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 1 000.
Das Verlassen der Unterkunft erfordert dann einen triftigen Grund. Hierbei wird davon ausge-
gangen, dass ohne Ausgangsbeschränkung in einem Hotspot-Gebiet eine wirksame Eindäm-
mung der Verbreitung der COVID-19-Erkrankung erheblich gefährdet wäre und dadurch der
öffentliche Versorgungsauftrag der Krankenhäuser nicht mehr zu gewährleisten ist.
Die in Satz 2 aufgeführten triftigen Gründe und die damit verbundenen Ausnahmen dienen der
Wahrung der Verhältnismäßigkeit. Die Aufzählung beschränkt sich im Wesentlichen auf Wege,
die unerlässlich sind für die unmittelbare Gefahrenabwehr und Daseinsvorsorge, sowie für die
Berufsausübung, Gesundheitsfürsorge und für die Funktionsfähigkeit von Staat, Einrichtungen
und Gesellschaften. Entsprechend Nummer 3 zählt zu den triftigen Gründen die unmittelbare
Vorbereitung und Durchführung von unaufschiebbaren Prüfungen.
Zu Teil 5 – Ordnungswidrigkeiten und Schlussvorschriften
§ 22 (Vollstreckungshilfe, Ordnungswidrigkeiten)
Nach der Infektionsschutzgesetz-Zuständigkeitsverordnung sind die Behörden des öffentli-
chen Gesundheitsdienstes auf der Ebene der Landkreise und Kreisfreien Städte weiterhin
grundsätzlich zuständig für die Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes.

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Absatz 1 stellt klar, dass diese auch zuständig sind für die Durchsetzung von in Eilfällen durch
die oberste Landesgesundheitsbehörde wahrgenommenen Aufgaben und Befugnisse sowie
für die Durchsetzung von Maßnahmen, die die oberste Landesgesundheitsbehörde bei einer
Betroffenheit von mehreren Landkreisen und Kreisfreien Städten trifft. Auf die Möglichkeit, die
Ortspolizeibehörden in geeigneten Fällen um Vollstreckungshilfe zu ersuchen, wird verwiesen.
Absatz 2 beschreibt die Tatbestände der zur ahndenden Ordnungswidrigkeiten.
Zu § 23 (Inkrafttreten, Außerkrafttreten)
Die Vorschrift regelt das Inkrafttreten und Außerkrafttreten.