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Lesefassung vom 5. Januar 2022
Verordnung
des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales
und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
zur Regelung von Notfallmaßnahmen zur Brechung
der vierten Coronavirus SARS-CoV-2-Welle
(Sächsische Corona-Notfall-Verordnung – SächsCoronaNotVO)
Vom 19. November 2021
Auf Grund des § 32 Satz 1 in Verbindung mit § 28 Absatz 1 Satz 1 und 2, § 28a Absatz 1,
Absatz 2 Satz 1, Absatz 3 und Absatz 6 des Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000
(BGBl. I S. 1045), von denen
§ 28 Absatz 1 Satz 1 durch Artikel 1 Nummer 16 des Gesetzes vom 18. November
2020 (BGBl. I S. 2397) geändert worden ist,
§ 28 Absatz 1 Satz 2 durch Artikel 1 Nummer 6 des Gesetzes vom 27. März 2020
(BGBl. I S. 587) neu gefasst worden ist,
§ 28a Absatz 3 zuletzt durch Artikel 12 des Gesetzes vom 10. September 2021
(BGBl. I S. 4147) geändert worden ist,
§ 28a Absatz 2 Satz 1 und Absatz 6 durch Artikel 1 Nummer 17 des Gesetzes vom
18. November 2020 (BGBl. I S. 2397) eingefügt worden ist,
§ 31 Satz 1 zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I
S. 1045),
§ 32 Satz 1 durch Artikel 1 des Gesetzes vom 22. April 2021 (BGBl. I S. 802) neu ge-
fasst worden ist,
in Verbindung mit § 7 Absatz 1 der Infektionsschutzgesetz-Zuständigkeitsverordnung vom
9. Januar 2019 (SächsGVBl. S. 83), der zuletzt durch die Verordnung vom 8. Juni 2021
(SächsGVBl. S. 594) neu gefasst worden ist, verordnet das Staatsministerium für Soziales und
Gesellschaftlichen Zusammenhalt:
Inhaltsübersicht
Teil 1 – Grundsätze
§ 1 Grundsatz
§ 1a Silvester- und Neujahrsregelung
§ 2 Grundsätze zur Kontakterfassung
§ 3 Grundsätze für den Impf-, Genesenen- und Testnachweis
Teil 2 – Basisschutzmaßnahmen
§ 4 Hygienekonzept, Mindestabstand
§ 5 Maskenpflicht
Teil 3 – Notfallmaßnahmen
§ 6 Zusammenkünfte
§ 7 Versammlungen
§ 8 Handel
§ 9 Dienstleistungen
§ 10 Gastronomie
§ 11 Kultur, Freizeit

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§ 12 Veranstaltungen, Feste, Großveranstaltungen und Messen
§ 13 Sport
§ 14 Beherbergung und Tourismus
§ 15 Außerschulische Bildung
§ 16 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens
§ 17 Erfassung und Überwachung des Impfstatus in Alten- und Pflegeheimen
§ 18 Kirchen und Religionsgemeinschaften
§ 18a Beerdigungen
§ 19 Saisonarbeitskräfte
§ 20 Sächsischer Landtag
Teil 4 – Hotspot-Regelung
§ 21 Ausgangsbeschränkungen
Teil 5 – Ordnungswidrigkeiten und Schlussvorschriften
§ 22 Vollstreckungshilfe, Ordnungswidrigkeiten
§ 23 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Teil 1 – Grundsätze
§ 1 Grundsatz
(1) Die Öffnung, Inanspruchnahme und der Betrieb von Geschäften, Einrichtungen, Unterneh-
men, Veranstaltungen und sonstigen Angeboten ist unter Beachtung der nachfolgenden Vor-
schriften gestattet. Die Landkreise und Kreisfreien Städte können abweichend von dieser Ver-
ordnung weitergehende Schutzmaßnahmen anordnen.
(2) Diese Verordnung gilt nicht für den Betrieb der Einrichtungen nach § 1 Absatz 1 der Schul-
und Kita-Coronaverordnung vom 10. Dezember 2021 (SächsGVBl. S.1299).
(3) Die Einhaltung dieser Verordnung ist von den zuständigen Behörden insbesondere durch
Stichproben zu kontrollieren.
(4) Die Landkreise und Kreisfreien Städte sind verpflichtet, ein umfassendes oder auf be-
stimmte Zeiten beschränktes Verbot der Alkoholabgabe oder des Alkoholkonsums auf be-
stimmten öffentlichen Plätzen oder in bestimmten öffentlich zugänglichen Einrichtungen zu
erlassen. Die Abgabe von alkoholhaltigen Getränken ist dort nur in mitnahmefähigen und ver-
schlossenen Behältnissen erlaubt.
(5) Die Verpflichtung zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises nach dieser
Verordnung gilt nicht für Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und
des Katastrophenschutzes im Einsatz.
§ 1a Silvester- und Neujahrsregelung
Am 31. Dezember 2021 und 1. Januar 2022 sind Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen
oder sonstigen öffentlichen Orten unter freiem Himmel nicht erlaubt. Untersagt ist, außerhalb
der Unterkunft pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F2 im Sinne von § 3a des Spreng-
stoffgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. September 2002 (BGBl. I S.

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3518), das zuletzt durch Artikel 18 des Gesetzes vom 27. Juli 2021 (BGBl. I S. 3146) geändert
worden ist, mit sich zu führen oder abzubrennen.
§ 2 Grundsätze zur Kontakterfassung
(1) Sofern nach dieser Verordnung eine Kontakterfassung erforderlich ist, sollen Veranstalter
und Betreiber vorrangig digitale Systeme, insbesondere die Corona-Warn-App, für die Kon-
takterfassung einsetzen. Zusätzlich ist eine analoge Form der Kontakterfassung entsprechend
Absatz 2 anzubieten. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für Berufsgeheimnisträger nach § 53 Ab-
satz 1 der Strafprozessordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. April 1987
(BGBl. I S. 1074, 1319), die zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 5. Oktober 2021 (BGBl. I
S. 4607) geändert worden ist, den Bereich von Groß- und Einzelhandelsgeschäften, Läden
und Verkaufsständen sowie bei Lieferung und Abholung von mitnahmefähigen Speisen und
Getränken.
(2) Sofern die Kontakterfassung nicht digital erfolgt, sind
1. eine analoge Erhebung von Kontaktdaten der Besucherin oder des Besuchers und
2. eine barrierefreie Datenerhebung
vorzusehen. Zu diesem Zweck sind folgende personenbezogene Daten zu verarbeiten: Name,
Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Anschrift der Besucherinnen und Besucher sowie
Zeitraum und Ort des Besuchs. Es ist sicherzustellen, dass eine Kenntnisnahme der erfassten
Daten durch Unbefugte ausgeschlossen ist. Die Daten dürfen nur zum Zweck der Kontakt-
nachverfolgung verarbeitet werden. Die Verarbeitung zu anderen Zwecken als der Kontakt-
nachverfolgung ist unzulässig. Die Daten sind unverzüglich zu löschen oder zu vernichten,
sobald sie für die Kontaktnachverfolgung nicht mehr benötigt werden, spätestens nach vier
Wochen.
(3) Gerichte und Behörden sind zur Kontakterfassung von Besucherinnen und Besuchern ver-
pflichtet.
§ 3 Grundsätze für den Impf-, Genesenen- und Testnachweis
(1) Für die Nachweise und Testpflichten gilt Folgendes:
1. Für den Impfnachweis findet die Regelung in § 2 Nummer 3 der COVID-19-Schutz-
maßnahmen-Ausnahmenverordnung vom 8. Mai 2021 (BAnz AT 08.05.2021 V1), in
der jeweils geltenden Fassung, Anwendung.
2. Für den Genesenennachweis findet die Regelung in § 2 Nummer 5 der COVID-19-
Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung, in der jeweils geltenden Fassung, An-
wendung.
3. Besteht nach oder aufgrund dieser Verordnung eine Testpflicht oder ist das Nichtvor-
liegen einer Infektion mit SARS-CoV-2 nachzuweisen, findet § 2 Nummer 7 der CO-
VID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung, in der jeweils geltenden Fas-
sung, Anwendung.
(2) Der Impf- oder Genesenennachweis kann durch einen Testnachweis ersetzt werden, wenn
1. die verpflichtete Person das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder
2. für die verpflichtete Person aus gesundheitlichen Gründen keine Impfempfehlung der
Ständigen Impfkommission (STIKO) ausgesprochen wurde.
Für den Nachweis nach Satz 1 Nummer 2 ist eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. In die-
ser Bescheinigung ist auch anzugeben, wann die gesundheitlichen Gründe voraussichtlich
entfallen. Satz 1 gilt auch für den Zeitraum von acht Wochen nach dem Wegfall des Grundes
für die fehlende Impfung nach Satz 1 Nummer 1 und 2.
(3) Wenn nach oder aufgrund dieser Verordnung ein Testnachweis gefordert wird, gilt, dass
dessen Vornahme zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme von Angeboten und Leistungen nicht
länger als 24 Stunden zurückliegen darf, es sei denn, in dieser Verordnung ist etwas anderes

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geregelt. Abweichend von Satz 1 gilt bei einem Test, der auf der sogenannten Polymerase-
Kettenreaktion beruht und die Erbsubstanz des Virus in der Probe im Labor nachweisen kann
(PCR-Test), dass dessen Vornahme nicht länger als 48 Stunden zurückliegen darf.
(4) Ein Testnachweis ist nicht erforderlich für Schülerinnen und Schüler, die einer Testpflicht
nach der Schul- und Kita-Coronaverordnung unterliegen
(5) Die Testpflichten gelten nicht für Personen
1. bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres oder die, die noch nicht eingeschult wurden,
oder
2. die nachweisen,
a) dass sie über einen vollständigen Impfschutz gegen SARS-CoV-2 verfügen oder
b) dass sie von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind.
Ein vollständiger Impfschutz liegt vor, wenn die zugrundeliegende Schutzimpfung mit einem
oder mehreren vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet unter der Adresse
https://www.pei.de/impf-
stoffe/covid-19 genannten Impfstoffe erfolgt ist, und aus einer vom Paul-Ehrlich-Institut veröf-
fentlichten Anzahl von Impfstoffdosen, die für eine vollständige Schutzwirkung erforderlich ist,
besteht und seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind.
Als genesen gelten diejenigen Personen, die ein mindestens 28 Tage sowie maximal
sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis oder eine ärztliche Bescheini-
gung, die auf einem PCR-Test beruht, nachweisen können. Satz 1 Nummer 2 gilt nicht für
Personen, die mindestens ein Symptom (Atemnot, neu auftretender Husten, starker Schnup-
fen, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust) zeigen, das auf eine Infektion mit SARS-
CoV-2 hinweist.
(6) Besteht nach dieser Verordnung die Verpflichtung, einen Impf-, Genesenen- oder Test-
nachweis vorzulegen, sind die Besucherinnen und Besucher sowie Kundinnen und Kunden
der jeweiligen Einrichtung vor dem Zugang oder der Inanspruchnahme verpflichtet, einen sol-
chen Nachweis zu führen. Zur Nachweisführung genügt die Gewährung der Einsichtnahme in
die Impf-, Genesenen- oder Testnachweise gemeinsam mit einem amtlichen Ausweispapier
im Original.
(7) Impf- und Genesenennachweise sind bei privaten Zusammenkünften und beim Verlassen
der Unterkunft während der Geltungsdauer der Ausgangsbeschränkungen mitzuführen und
zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung vorzuzeigen.
Teil 2 – Basisschutzmaßnahmen
§ 4 Hygienekonzept, Mindestabstand
(1) Die Öffnung, Inanspruchnahme und der Betrieb von Geschäften, Einrichtungen, Unterneh-
men, Veranstaltungen und sonstigen Angeboten ist unter Einhaltung eines schriftlichen Hygi-
enekonzepts zulässig. Dabei sind die Anforderungen des Infektionsschutzes zu berücksichti-
gen, insbesondere die Schutzvorschriften gemäß der Allgemeinverfügung des Staatsministe-
riums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zur Anordnung von Hygieneauflagen
zur Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). Die zustän-
dige Behörde kann das Hygienekonzept und seine Einhaltung überprüfen.
(2) Es besteht die Pflicht zur Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern im öffentlichen
Raum zu anderen Personen im Rahmen der Kontaktbeschränkung. In den Hygienekonzepten
soll diese dringende Empfehlung berücksichtigt werden. Durch die Allgemeinverfügung des
Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zur Anordnung von Hy-
gieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)
kann ein Mindestabstand für Gastronomiebetriebe festgelegt werden.

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§ 5 Maskenpflicht
(1) Eine Mund-Nasen-Bedeckung soll getragen werden, wenn sich Menschen im öffentlichen
Raum unter freiem Himmel begegnen, ohne dass der Mindestabstand von 1,5 Metern einge-
halten wird, soweit in dieser Verordnung nichts anderes geregelt ist.
(2) Für das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, eines medizinischen Mund-Nasen-Schut-
zes (sogenannte OP-Maske), einer FFP2-Maske oder vergleichbaren Atemschutzmaske
(Maskenpflicht) gilt:
1. die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes wird auch
mit dem Tragen einer FFP2-Maske oder vergleichbaren Atemschutzmaske erfüllt,
FFP2-Masken und vergleichbare Atemschutzmasken sind jeweils nur ohne Ausatem-
ventil zulässig,
2. Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres sind von der Maskenpflicht befreit,
3. die Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske oder vergleichbarer Atemschutz-
maske gilt für Kinder zwischen der Vollendung des 6. und 16. Lebensjahres mit der
Maßgabe, dass sie nur einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen,
4. Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen der vorgeschriebenen
Maske aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich
oder unzumutbar ist, sind von der Trageverpflichtung befreit; insoweit kann ihnen aus
infektionsschutzrechtlichen Gründen die Nutzung einschlägiger Angebote und der Auf-
enthalt in einschlägigen Einrichtungen nicht versagt werden; arbeitsschutzrechtliche
Vorgaben, die bei einer Befreiung von der Pflicht zum Tragen einer Maske dazu führen,
dass eine Beschäftigung nicht zulässig ist, bleiben unberührt; die Glaubhaftmachung
erfolgt bei gesundheitlichen Gründen insbesondere durch eine ärztliche Bescheinigung
im Original, dass aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, einer chronischen
Erkrankung oder einer Behinderung keine Maske getragen werden kann,
5. das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung oder Maske ist zulässig, solange es zu
Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung er-
forderlich ist,
6. ausgenommen von der Maskenpflicht sind ferner:
a) Personen, die sich sportlich betätigen,
b) Personen, denen das Rederecht bei einer Versammlung im Sinne des Sächsi-
schen Versammlungsgesetzes vom 25. Januar 2012 (SächsGVBl. S. 54), das
zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 11. Mai 2019 (SächsGVBl. S. 358)
geändert worden ist und bei Zusammenkünften erteilt wird,
c) Personen, die bei Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften vortragen,
d) Personen, die sich im Badebereich von Schwimmbädern oder in Saunen auf-
halten,
7. das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung oder Maske ist zulässig, wenn dies aus
sonstigen unabweisbaren Gründen erforderlich ist.
(3) Eine Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes besteht
1. bei der Schülerbeförderung,
2. für das Kontroll- und Servicepersonal im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr,
3. für Handwerker und Dienstleister in und vor den Räumlichkeiten der Auftraggeber,
sofern dort andere Personen anwesend sind,
4. für die Beschäftigten bei ambulanten Pflegediensten sowie der spezialisierten ambu-
lanten Palliativversorgung im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen
und
5. für die Beschäftigten im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen sowie
für die Besucherinnen und Besucher in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 2
des Infektionsschutzgesetzes.

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Satz 1 gilt nicht für den polizeilichen Einsatz und die Selbstverteidigungsaus- und -fortbildung,
den Einsatz der Feuerwehren, des Rettungsdienstes des Katastrophenschutzes und der Si-
cherheitskräfte in den Gerichten und Staatsanwaltschaften und deren Einsatzaus- und -fortbil-
dung sowie in den Behandlungsräumen, soweit die Behandlung dies nicht zulässt, und Pati-
entenzimmern der Gesundheitseinrichtungen nach § 23 Absatz 3 Satz 1 des Infektionsschutz-
gesetzes und für Bewohnerinnen und Bewohner von Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Num-
mer 2 des Infektionsschutzgesetzes. Einrichtungen nach § 15 Absatz 4 sowie die für sie zu-
ständige Prüfungsbehörde können Unterrichtende, Beteiligte einer Prüfung oder Lernende am
eigenen Platz von der Maskenpflicht befreien soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern ein-
gehalten wird. In Gerichten kann der Vorsitzende die Verfahrensbeteiligten von der Tragever-
pflichtung im Gerichtssaal während einer Anhörung oder Verhandlung entbinden.
(4) Eine Verpflichtung zum Tragen von FFP2-Masken oder vergleichbaren Atemschutzmasken
besteht
1. in geschlossenen Räumen von Einrichtungen, Betrieben, Läden, Angeboten, Behör-
den und Gerichten, sofern es sich um öffentlich zugängliche Verkehrsflächen handelt,
2. bei körpernahen Dienstleistungen,
3. bei der Beförderung von Personen im öffentlichen Personennah- oder -fernverkehr ein-
schließlich der entgeltlichen oder geschäftsmäßigen Beförderung von Personen mit
Kraftfahrzeugen samt Taxen und der Beförderung zwischen dem Wohnort oder der
Wohnstätte und Einrichtungen von Menschen mit Behinderungen, pflegebedürftigen
Menschen und Patienten zu deren Behandlung, für Fahrgäste sowohl während der Be-
förderung als auch während des Aufenthalts in einer zu dem jeweiligen Verkehr gehö-
renden Einrichtung,
4. für die Beschäftigten ambulanter Pflegedienste sowie der spezialisierten ambulanten
Palliativversorgung bei der Ausübung der Pflege und Behandlung im Rahmen der ar-
beitsschutzrechtlichen Bestimmungen,
5. für die Beschäftigten in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 2 des Infektions-
schutzgesetzes bei der Ausübung der Pflege und Betreuung im Rahmen der arbeits-
schutzrechtlichen Bestimmungen,
6. für die Besucherinnen und Besucher der Einrichtungen nach Nummer 4 und 5, wenn
der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten wird und
7. bei Sitzungen und Veranstaltungen nach § 6 Absatz 3 mit Ausnahme desjenigen, der
das Rederecht innehat.
Sofern arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen dem Tragen einer FFP2-Maske entgegenste-
hen, besteht die Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes. Absatz 3
Satz 2 bis 4 gilt entsprechend.
Teil 3 – Notfallmaßnahmen
§ 6 Zusammenkünfte
(1) Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum, an denen mindestens eine
nicht geimpfte oder nicht genesene Person teilnimmt, sind auf den eigenen Haushalt sowie
höchstens eine Person eines weiteren Haushaltes beschränkt. Kinder bis zur Vollendung des
16. Lebensjahres sowie persönliche Assistenten der Menschen mit Behinderungen sind hier-
von ausgenommen. Ehegatten, Lebenspartner und Partnerinnen oder Partner einer nichtehe-
lichen Lebensgemeinschaft gelten als ein Haushalt, auch wenn sie keinen gemeinsamen
Wohnsitz haben. Satz 1 gilt nicht
1. bei Maßnahmen der Schulbegleitung in häuslicher Lernzeit,
2. bei Angeboten nach den §§ 11 bis 14, 16, 19, 20, 27 bis 35a, 41, 42, 42a des Achten
Buches Sozialgesetzbuch,

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3. bei therapeutischen Angeboten in stationären und teilstationären Einrichtungen nach
§ 23 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und 3 des Infektionsschutzgesetzes,
4. in heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen und anderen teilstationären und stati-
onären Einrichtungen und Angeboten der Eingliederungshilfe unter Beachtung der ar-
beitsschutzrechtlichen Bestimmungen und
5. in Einrichtungen nach § 16.
(2) An privaten Zusammenkünften, an denen ausschließlich geimpfte und genesene Personen
teilnehmen, dürfen höchstens 10 Personen teilnehmen. Absatz 1 Satz 2 bis 4 gilt entspre-
chend. Es wird dringend empfohlen, sich vorher zu testen oder testen zu lassen.
(3) Sitzungen von Gremien und Parteien sind untersagt mit Ausnahme von zwingend vorge-
schriebenen Sitzungen, die aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht online durchge-
führt werden können. Für die Teilnahme an zulässigen Sitzungen nach Satz 1 und für dienst-
liche Veranstaltungen sowie den Rechts- und Geschäftsverkehr von und mit staatlichen und
kommunalen Stellen gilt die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises
und zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise durch den Verantwortlichen. Das gilt für den Zutritt
zu Gerichten und Staatsanwaltschaften nur für ehrenamtliche Richterinnen und Richter sowie
für nicht an Verhandlungen, Vernehmungen oder Anhörungen beteiligte Personen.
§ 7 Versammlungen
(1) Versammlungen im Sinne des Sächsischen Versammlungsgesetzes sind ausschließlich
ortsfest zulässig und auf eine Teilnehmerzahl von maximal 10 Personen begrenzt.
(2) Im Einzelfall können Ausnahmen bewilligt werden, wenn dies aus infektionsschutzrechtli-
cher Sicht vertretbar ist.
(3) Das Sächsische Versammlungsgesetz bleibt im Übrigen unberührt.
§ 8 Handel
(1) Es besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises und zur Kon-
trolle der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber für den Zugang zu Einzel- und Großhan-
delsgeschäften. Zulässig ist die Öffnung für Publikumsverkehr täglich zwischen 06:00 Uhr und
20:00 Uhr.
(2) Absatz 1 gilt nicht für den Zugang zu Lebensmittelhandel, Tierbedarf, Getränkemärkte,
Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Babyfachmärkte, Orthopädieschuhtechniker, Optiker,
Hörgeräteakustiker, Ladengeschäfte des Zeitungsverkaufs, Tankstellen und Großhandel für
Gewerbetreibende.
(3) In Groß- und Einzelhandelsgeschäften und Läden mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800
qm darf sich nicht mehr als ein Kunde pro zehn qm Verkaufsfläche aufhalten. Bei Groß- und
Einzelhandelsgeschäften sowie Läden mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 qm darf sich
insgesamt auf einer Fläche von 800 qm höchstens ein Kunde pro zehn qm Verkaufsfläche und
auf der 800 qm übersteigenden Fläche höchstens ein Kunde pro 20 qm Verkaufsfläche auf-
halten. Für Einkaufszentren ist für die Berechnung nach den Sätzen 1 und 2 die jeweilige
Gesamtverkaufsfläche anzusetzen. Durch ein mit eigenem oder beauftragtem Personal abge-
sichertes Einlassmanagement müssen Einkaufszentren und Geschäfte verhindern, dass es im
Innenbereich von Einkaufspassagen oder Einkaufszentren zu Schlangenbildungen kommt.
Die zulässige Höchstkundenzahl, welche gleichzeitig anwesend sein darf, ist im Eingangsbe-
reich sichtbar auszuweisen.

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(4) Die Abholung vorbestellter Ware ist ohne die zeitliche Einschränkung des Absatz 1 Satz 2
zulässig (click & collect).
§ 9 Dienstleistungen
(1) Die Ausübung und die Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen, die nicht me-
dizinischen, therapeutischen, pflegerischen, heilpädagogischen oder seelsorgerischen Zwe-
cken dienen, sind untersagt. Bei der Inanspruchnahme von zulässigen körpernahen Dienst-
leistungen besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises und
zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise und zur Kontakterfassung durch den Dienstleister.
(2) Absatz 1 gilt nicht für Friseur- und Bartpflegedienstleistungen. Es besteht die Pflicht zur
Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises für Kundinnen und Kunden und zur Kontrolle
der jeweiligen Nachweise und zur Kontakterfassung durch den Dienstleister.
(3) Für die jeweiligen Schülerinnen und Schüler besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf-
oder Genesenennachweises, zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber und
zur Kontakterfassung in Nachhilfeeinrichtungen, Fahrschulen, Bootsschulen, Flugschulen und
vergleichbaren Einrichtungen und Angeboten. Für Unterrichtende besteht abweichend von
Satz 1 die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweis.
(4) Die Öffnung von Reisebüros, Versicherungsagenturen, Vermögensberatungsbüros, Unter-
nehmensberatungsbüros, Finanzdienstleistungsbüros mit Ausnahme der Banken und Spar-
kassen, für Publikumsverkehr ist untersagt.
(5) Prostitution ist untersagt.
§ 10 Gastronomie
(1) Es besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises, zur Kontrolle
der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber oder Veranstalter und zur Kontakterfassung für
den Zugang zu Gastronomiebetrieben. Zulässig ist die Öffnung für Publikumsverkehr täglich
zwischen 06:00 Uhr und 20:00 Uhr.
(2) Die Verpflichtung nach Absatz 1 gilt nicht für:
1. Angebote, die für die Versorgung obdachloser Menschen erforderlich sind,
2. Angebote zur Bewirtung von Fernbusfahrerinnen und Fernbusfahrern sowie Fernfah-
rerinnen und Fernfahrern, die beruflich bedingt Waren oder Güter auf der Straße be-
fördern und dies jeweils durch eine Arbeitgeberbescheinigung nachweisen können,
3. nichtöffentliche Personalrestaurants, Kantinen und Mensen,
4. Lieferangebote und Abholung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken,
5. Bewirtung von Gästen in Beherbergungsbetrieben.
(3) Überschreitet die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100 000
Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) in einem Landkreis oder einer
Kreisfreien Stadt den Schwellenwert von 1 500 ab dem 13. Dezember 2021 an drei aufeinan-
derfolgenden Tagen, ist abweichend vom Absatz 1 ab dem nächsten Tag die Öffnung von
Gastronomiebetrieben untersagt. Absatz 2 gilt entsprechend. Wird der Schwellenwert nach
Satz 1 an drei aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten, gilt die Untersagung nach Satz 1
ab dem nächsten Tag nicht mehr.
(4) Maßgeblich für die Sieben-Tage-Inzidenz sind die unter
https://www.rki.de/inzidenzen
durch das Robert Koch-Institut im Internet veröffentlichten Zahlen. Der Landkreis oder die
Kreisfreie Stadt gibt unverzüglich nach der Veröffentlichung nach Satz 1 den Tag bekannt, ab
dem die Schutzmaßnahme nach Absatz 3 gilt oder nicht mehr gilt.

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§ 11 Kultur, Freizeit
(1) Die Öffnung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Diskotheken, Clubs und Bars für Publi-
kumsverkehr ist untersagt. Dies gilt nicht für Bibliotheken und Außenbereiche von zoologi-
schen Gärten und Tierparks. Für den Zugang zu den in Satz 2 genannten Einrichtungen be-
steht die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises und zur Kontrolle
der jeweiligen Nachweise und zur Kontakterfassung durch den Betreiber.
(2) Absatz 1 Satz 1 gilt auch für Proben von Laien und Amateuren.
(3) Die Öffnung von Bädern und Saunen aller Art sowie Solarien für Publikumsverkehr ist un-
tersagt. Dies gilt nicht für rehabilitations- und medizinische Zwecke, die berufsbedingte prakti-
sche Ausbildung und Prüfung, die schulische Nutzung zum Schulschwimmen, die Aus- und
Fortbildung von Lehrkräften zum Nachweis der Rettungsfähigkeit sowie die Ausübung von
Sport nach § 13 zulässig. Bei der Inanspruchnahme von zulässig geöffneten Einrichtungen
nach Satz 2 besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises und
zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise und zur Kontakterfassung durch den Betreiber.
(4) Die Öffnung von Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnlichen Einrichtun-
gen für Publikumsverkehr ist untersagt. Abweichend von Satz 1 besteht für die Abgabe und
Entgegennahme von Spielscheinen und Durchführung von Zahlungsvorgängen bei Wettan-
nahmestellen die Pflicht zur Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises und zur Kontrolle
der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber.
§ 12 Veranstaltungen, Feste, Großveranstaltungen und Messen
Großveranstaltungen, Messen, Feste und Veranstaltungen, insbesondere landestypische Ver-
anstaltungen und Weihnachtsmärkte, sind untersagt.
§ 13 Sport
(1) Die Öffnung von Anlagen und Einrichtungen des Sportbetriebs, Fitnessstudios und ähnli-
che Einrichtungen für Publikumsverkehr ist untersagt.
(2) Abweichend von Absatz 1 ist die Öffnung zulässig für die Ausübung von Sport im Rahmen
von Dienstsport, sportwissenschaftlichen Studiengängen, der vertieften sportlichen Ausbil-
dung, Schwimmkursen sowie für Leistungssportlerinnen und -sportler der Bundes- und Lan-
deskader, lizenzierte Profisportlerinnen und -sportler, Berufssportlerinnen und -sportler und
Nachwuchssportlerinnen und -sportler, die in einem Nachwuchsleistungszentrum der profes-
sionellen Teamsportarten trainieren. Es besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf- oder Gene-
senen- oder Testnachweises, zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber und
zur Kontakterfassung.
(3) Abweichend von Absatz 1 ist die Öffnung zulässig für Kinder bis zur Vollendung des 16. Le-
bensjahres. Für Anleitungspersonal gilt Absatz 2 Satz 2.
(4) Absatz 1 gilt nicht für medizinisch notwendige Behandlungen. Bei der Inanspruchnahme
von zulässig geöffneten Einrichtungen nach Absatz 1 besteht die Pflicht zur Vorlage eines
Impf-, Genesenen- oder Testnachweises und zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise und zur
Kontakterfassung durch den Betreiber.
(5) Absatz 1 gilt nicht für die schulische Nutzung für den Schulsport.
§ 14 Beherbergung und Tourismus
(1) Die Durchführung, Öffnung oder Überlassung zu touristischen Zwecken von

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1. kommerziellen und gewerblichen Reisen,
2. Bus- und Bahnfahrten, auch im Gelegenheits- sowie Linienverkehr,
3. Beherbergungen,
4. Camping- und Caravaningplätzen für Publikumsverkehr und
5. Ferienwohnungen
ist untersagt.
(2) Es besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf- oder Genesenen- oder Testnachweises, zur
Kontrolle der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber und zur Kontakterfassung für den Zu-
gang zu Einrichtungen nach Absatz 1 Nummer 3 bis 5 bei nicht-touristischer Beherbergung.
§ 15 Außerschulische Bildung
(1) Präsenzveranstaltungen in Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen und Einrichtungen
der Erwachsenenbildung, ähnlichen Einrichtungen sowie Volkshochschulen, Kunst-, Musik-
und Tanzschulen sind untersagt.
(2) Abweichend von Absatz 1 ist der vorbereitende Unterricht in Kunst-, Musik- und Tanzschu-
len für Personen, die vor einer für die weitere Ausbildung ausschlaggebenden Prüfung stehen,
im kommenden Jahr ein Studium aufnehmen oder die an internationalen oder nationalen Wett-
bewerben teilnehmen werden, zulässig. Für die in Satz 1 genannten Personen und Anleitungs-
personal besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises und
zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise und zur Kontakterfassung durch den Betreiber.
(3) Absatz 1 gilt nicht für Angebote für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 16.
Lebensjahres. In diesem Fall besteht für Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Betreuerin-
nen und Betreuer sowie Anleitungspersonal die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen-
oder Testnachweises zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise durch den Betreiber und zur Kon-
takterfassung.
(4) Absatz 1 gilt nicht für Hochschulen, Ausbildungseinrichtungen in staatlicher Trägerschaft
und die Berufsakademie Sachsen und unaufschiebbare berufliche oder sicherheitsrelevante
oder pandemiebedingte Lehrveranstaltungen und Prüfungen. Es besteht die Pflicht zur Vor-
lage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises zur Kontrolle der jeweiligen Nachweise
gegenüber dem Betreiber und zur Kontakterfassung.
(5) Die in Absatz 2 bis 4 genannten Einrichtungen können das Nähere zur Überprüfung des
Impf-, Genesenen- und Testnachweises regeln sowie weitergehende Schutzmaßnahmen an-
ordnen.
§ 16 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens
(1) Die Bestimmungen des § 28b Absatz 2 und 3 des Infektionsschutzgesetzes gelten auch
für ambulante Pflegedienste nach § 23 Absatz 3 Nummer 11 des Infektionsschutzgesetzes,
ambulante Hospizdienste und Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativver-
sorgung entsprechend. § 28b Absatz 2 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes findet – abwei-
chend von § 28b Absatz 2 Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes – auch für die in Tagespflege-
einrichtungen nach Satz 4 Nummer 2 betreuten Personen entsprechende Anwendung. § 28b
Absatz 2 Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes gilt nicht für Begleitpersonen von in Einrichtun-
gen nach Satz 4 Nummer 1 gepflegten Personen. In folgenden Einrichtungen und Unterneh-
men muss die Testung für Arbeitgeber und Beschäftigte, die geimpfte Personen oder gene-
sene Personen im Sinne des § 2 Nummer 2 oder Nummer 4 der COVID-19-Schutzmaßnah-
men-Ausnahmenverordnung, in der jeweils geltenden Fassung, sind, abweichend von § 28b

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Absatz 2 Satz 5 des Infektionsschutzgesetzes mindestens dreimal pro Kalenderwoche durch-
geführt werden:
1. stationäre Pflegeeinrichtungen einschließlich stationärer Hospize und Kurzzeitpflege-
einrichtungen,
2. Tagespflegeeinrichtungen gemäß § 71 Absatz 2 Nummer 2, zweite Alternative des Elf-
ten Buches Sozialgesetzbuch – Soziale Pflegeversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes
vom 26. Mai 1994, BGBl. I S. 1014, 1015), das zuletzt durch Artikel 8 des Gesetzes
vom 22. November 2021 (BGBl. I S. 4906) geändert worden ist,
3. ambulante Pflegedienste nach § 23 Absatz 3 Nummer 11 des Infektionsschutzgeset-
zes, ambulante Pflegedienste nach § 36 Absatz 1 Nummer 7 des Infektionsschutzge-
setzes und Unternehmen, die den Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 2 des
Infektionsschutzgesetzes vergleichbare Dienstleistungen anbieten, ambulante Hospiz-
dienste und Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung.
§ 28b Absatz 2 Satz 6 des Infektionsschutzgesetzes gilt mit der Maßgabe, dass auch kein
Kontakt zu Pflege- und Betreuungspersonal bestehen darf. Einrichtungen nach Satz 2 Num-
mer 1 haben im Rahmen des zu erstellenden Hygieneplans nach § 36 Absatz 1 Nummer 2
des Infektionsschutzgesetzes oder eines eigenständigen Konzepts Regelungen zum Besuch
einschließlich der Ermöglichung von Sterbebegleitung und des Besuchs zur seelsorgerischen
Begleitung, zum vorübergehenden Verlassen der Einrichtungen durch die Bewohnerinnen und
Bewohner sowie zur Sicherstellung der fortlaufenden praktischen Ausbildung in Berufen des
Gesundheits- und Sozialwesens und der studienqualifizierenden Ausbildung an der Fachober-
schule zu treffen und eine Kontakterfassung vorzusehen. Die Besuchsregelungen sind an die
aktuelle Infektionslage anzupassen sowie auf der Internetseite der Einrichtung zu veröffentli-
chen. Soweit eine Veröffentlichung auf der Internetseite nicht möglich ist, muss dies auf andere
geeignete Weise erfolgen.
(2) Testkonzepte nach § 28b Absatz 2 Satz 8 des Infektionsschutzgesetzes von Werkstätten
für behinderte Menschen, anderen Leistungsanbietern gemäß § 60 des Neunten Buches So-
zialgesetzbuch, Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation gemäß § 51 des Neunten Buches
Sozialgesetzbuch und anderen tagesstrukturierenden Angeboten für Menschen mit Behinde-
rungen sind mit den Leitungen der Einrichtungen nach § 2 Absatz 1 des Sächsischen Betreu-
ungs- und Wohnqualitätsgesetzes vom 12. Juli 2012 (SächsGVBl. S. 397), das zuletzt durch
das Gesetz vom 6. Juni 2019 (SächsGVBl. S. 466) geändert worden ist, und ambulant betreute
Wohngemeinschaften sowie Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen nach § 2 Absatz
2 und 3 des Sächsischen Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetzes, soweit für diese der Teil 2
des Sächsischen Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetzes Anwendung findet, abzustimmen,
in denen die dort betreuten oder beschäftigten Menschen mit Behinderungen wohnen. In den
Testkonzepten nach § 28b Absatz 2 Satz 8 des Infektionsschutzgesetzes von Werkstätten für
behinderte Menschen, anderen Leistungsanbietern gemäß § 60 des Neunten Buches Sozial-
gesetzbuch, Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation gemäß § 51 des Neunten Buches
Sozialgesetzbuch sind Antigen-Tests zur Eigenanwendung ohne Überwachung nach § 28b
Absatz 2 Satz 4 Halbsatz 1 des Infektionsschutzgesetzes auszuschließen.
(3) Für heilpädagogische Kindertageseinrichtungen und heilpädagogische Einrichtungen der
Ganztags- und Ferienbetreuung finden die Regelungen der Schul- und Kita-Coronaverord-
nung entsprechend Anwendung.
(4) Krankenhäuser sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, auch wenn dort keine
den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, (Einrichtungen nach
§ 23 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und 3 mit der Maßgabe nach § 28b Absatz 2 Satz 1 Nummer
1 des Infektionsschutzgesetzes) haben im Rahmen des zu erstellenden Hygieneplans nach §

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23 Absatz 5 des Infektionsschutzgesetzes oder eines eigenständigen Konzepts Regelungen
zum Besuch einschließlich der Ermöglichung von Sterbebegleitung und des Besuchs zur seel-
sorgerischen Begleitung sowie zur Sicherstellung der fortlaufenden praktischen Ausbildung in
Berufen des Gesundheits- und Sozialwesens und der studienqualifizierenden Ausbildung an
der Fachoberschule zu treffen und eine Kontakterfassung vorzusehen. Die Besuchsregelun-
gen sind an die aktuelle Infektionslage anzupassen sowie auf der Internetseite der Einrichtung
zu veröffentlichen. Soweit eine Veröffentlichung auf der Internetseite nicht möglich ist, muss
dies auf andere geeignete Weise erfolgen. Die Krankenhäuser melden die tagesaktuelle Be-
legung der Krankenhausbetten mit an COVID-19-Erkrankten, getrennt nach Normalstationen
und Intensivstationen, jeweils über die im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie eingerichteten
sächsischen Dashboards an die oberste Landesgesundheitsbehörde.
(5) In genehmigungspflichtigen stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe gemäß
§ 13 Absatz 3 Satz 1, § 19 Absatz 1 Satz 1, § 34 Satz 1, § 35, § 35a Absatz 2 Nummer 3
und 4, § 42 Absatz 1 Satz 2 sowie § 42a Absatz 1 des Achten Buches Sozialgesetzbuch sind
im Rahmen des zu erstellenden Hygieneplans nach § 36 Absatz 1 Nummer 1 des Infektions-
schutzgesetzes oder eines eigenständigen Konzepts Regelungen zum Besuch, zum vorüber-
gehenden Verlassen der Einrichtungen durch die Bewohnerinnen und Bewohner sowie zur
Sicherstellung der fortlaufenden praktischen Ausbildung in Berufen des Gesundheits- und So-
zialwesens und der studienqualifizierenden Ausbildung an der Fachoberschule zu treffen und
eine Kontakterfassung vorzusehen. Die Besuchsregelungen sind an die aktuelle Infektionslage
anzupassen.
(6) Richterliche Anhörungen dürfen in allen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens
stattfinden. Das schließt das Anwesenheitsrecht von Verfahrensbeiständen, Verfahrenspfle-
gerinnen und Verfahrenspflegern, gerichtlich bestellten Gutachterinnen und Gutachtern sowie
sonstigen Verfahrensbeteiligten ein.
(7) Das Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt kann durch All-
gemeinverfügung weitere Regelungen und Hygienevorschriften erlassen. Ausnahmen können
durch die zuständigen kommunalen Behörden im Einzelfall zugelassen werden, soweit dies
infektionsschutzrechtlich notwendig oder vertretbar ist.
§ 17 Erfassung und Überwachung des Impfstatus in Alten- und Pflegeheimen
(1) Die Träger der Alten- und Pflegeheime einschließlich Kurzzeitpflegeeinrichtungen sind ver-
pflichtet, ihren Beschäftigten gegenüber ihr Fragerecht nach § 36 Absatz 3 des Infektions-
schutzgesetzes dahingehend auszuüben, dass ihnen der Impf- und Serostatus gegliedert
nach Grundimmunisierung, Genesenenstatus und Auffrischimpfung, mitzuteilen ist. Sie sind
verpflichtet, sich von den Beschäftigten die entsprechenden Nachweise vorlegen zu lassen.
(2) Die in Absatz 1 genannten Träger dürfen den Impfstatus der Personen, die dort gepflegt
werden, gegliedert nach Grundimmunisierung und Auffrischimpfung, erheben; diese Daten
dürfen nur zur Beurteilung der Gefährdungslage in den Einrichtungen im Hinblick auf die
Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) und zur Vorbereitung der Meldung und Berichterstat-
tung nach Absatz 3 verarbeitet werden.
(3) Die Träger der Alten- und Pflegeheime sind verpflichtet, einrichtungsbezogen und zum
Zweck der Anonymisierung zusammengefasst
1. dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammen-
halt jeweils bis zum 6. Tag des Monats die nach Absatz 1 erhobenen Daten mit Stand
vom ersten Tag des Monats,

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2. der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen wöchentlich jeweils mittwochs bis zum 31.
Dezember 2021 die nach Absatz 2 erhobenen Impfdaten mit Angaben zu den in der
Vorwoche erfolgten Auffrischimpfungen und
3. ab dem 1. Januar 2022 dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesell-
schaftlichen Zusammenhalt jeweils bis zum 6. Tag des Monats die nach Absatz 2 er-
hobenen Daten mit Stand vom ersten Tag des Monats,
zu melden. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen berichtet dem Sächsischen Staatsmi-
nisterium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt regelmäßig auf der Grundlage
der Meldungen nach Satz 1 Ziffer 2 über den Stand der Impfungen.
(4) Die Unterlagen nach Absatz 1 sind von der für die Personalverwaltung zuständigen Stelle
getrennt von den sonstigen Personalunterlagen für die Dauer des Beschäftigungsverhältnis-
ses verschlossen aufzubewahren. Im Übrigen gelten für die Unterlagen nach den Absätzen 1
bis 3 die Bestimmungen des § 2 Absatz 2 Satz 3 entsprechend.
§ 18 Kirchen und Religionsgemeinschaften
Die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises und zur Kontrolle der
jeweiligen Nachweise durch den Verantwortlichen besteht für die Zusammenkünfte der Kir-
chen und Religionsgemeinschaften. Darüber hinaus regeln Kirchen und Religionsgemein-
schaften ihre Zusammenkünfte zum Zwecke der Religionsausübung in eigener Verantwortung
mit verpflichtender Wirkung. Für Zusammenkünfte in Kirchen und von Religionsgemeinschaf-
ten zum Zweck der Religionsausübung sind Hygienekonzepte aufzustellen und der besonde-
ren Infektionslage anzupassen.
§ 18a Beerdigungen
An Beerdigungen dürfen höchstens 20 Personen teilnehmen. Für Teilnehmerinnen und Teil-
nehmer an Beerdigungen besteht die Pflicht zur Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Test-
nachweises.
§ 19 Saisonarbeitskräfte
Wer Personen beschäftigt, die
1. zum Zweck einer turnusgemäßen oder zu einer bestimmten Zeit innerhalb eines Jahres
mindestens dreiwöchigen Arbeitsaufnahme vorübergehend aus dem Ausland in das
Gebiet des Freistaates Sachsen einreisen,
2. in Gemeinschaftsunterkünften wohnen und
3. in Betrieben arbeiten, in denen gleichzeitig mehr als zehn Beschäftigte einschließlich
Leiharbeitskräften, Beschäftigten eines Werkunternehmens und sonstige Personen tä-
tig sind (Saisonarbeitskräfte),
muss sicherstellen, dass bei Beginn der Beschäftigung oder dem Bezug der Gemeinschafts-
unterkunft ein tagesaktueller Test vorliegt. Personen, welche nicht über ein Testergebnis nach
Satz 1 verfügen, dürfen nicht beschäftigt werden. Der Betriebsinhaber, der Saisonarbeitskräfte
beschäftigt, ist verpflichtet, die Arbeitsaufnahme der Saisonarbeitskräfte jeweils grundsätzlich
48 Stunden vor ihrem Beginn der zuständigen Behörde sowie der für den Arbeitsschutz zu-
ständigen Behörde anzuzeigen. Eine spätere Anzeige ist nur ausreichend, wenn der Betriebs-
inhaber glaubhaft macht, dass eine frühere Anzeige aus zwingenden betrieblichen oder sons-
tigen Gründen nicht möglich war. Die Anzeige hat die Namen der Saisonarbeitskräfte, deren
Unterbringungsort, Art und Zeitraum der Tätigkeit sowie die Kontaktdaten des Betriebsinha-
bers zu enthalten. Die Anzeigepflicht besteht auch, wenn die Saisonarbeitskräfte während ih-
res Aufenthalts in der Bundesrepublik Deutschland den Betrieb oder den Arbeitgeber wech-
seln. Landwirtschaftliche Betriebe haben bei der Erstellung des Hygienekonzeptes die Maß-
nahmen der „Rahmenbedingungen für Saisonbeschäftigte in der Landwirtschaft im Hinblick

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auf die Corona-Pandemie“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in der
jeweils aktuellen Fassung zu berücksichtigen.
§ 20 Sächsischer Landtag
Von den Bestimmungen dieser Verordnung ist der Sächsische Landtag aufgrund seines ver-
fassungsrechtlichen Selbstorganisationsrechts sowie des Hausrechts und der Polizeigewalt
des Landtagspräsidenten gemäß Artikel 47 Absatz 3 der Verfassung des Freistaates Sachsen
ausgenommen. Darüber hinaus haben die zuständigen Behörden die besondere verfassungs-
rechtliche Stellung des Landtags und seiner Mitglieder im Rahmen von Maßnahmen auf der
Grundlage des Infektionsschutzgesetzes zu beachten.
Teil 4 – Hotspot-Regelung
§ 21 Ausgangsbeschränkungen
(1) Überschreitet die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100 000
Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) in einem Landkreis oder einer
Kreisfreien Stadt den Schwellenwert von 1 000, gilt ab dem nächsten Tag zwischen 22:00 Uhr
und 6:00 Uhr des Folgetages eine Ausgangsbeschränkung. Das Verlassen der Unterkunft ist
in dieser Zeit nur aus den folgenden triftigen Gründen zulässig:
1. die Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben, Kindeswohl und Eigentum,
2. die Jagd zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest,
3. die Ausübung beruflicher, hochschulischer oder schulischer Tätigkeiten und kommunal-
politischer Funktionen,
4. die Wahrnehmung des notwendigen Lieferverkehrs, einschließlich Brief- und Versand-
handel,
5. Fahrten von Feuerwehr-, Polizei-, Rettungs- oder Katastrophenschutzkräften zum je-
weiligen Stützpunkt oder Einsatzort,
6. der Besuch von Ehe- und Lebenspartnern sowie von Partnern von Lebensgemeinschaf-
ten, hilfsbedürftigen Menschen, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen und die
Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich sowie
Besuche im Sinne des § 16,
7. die Inanspruchnahme medizinischer, psychosozialer und veterinärmedizinischer Ver-
sorgungsleistungen sowie der Besuch Angehöriger der Heil- und Gesundheitsberufe,
soweit dies medizinisch erforderlich ist oder im Rahmen einer erforderlichen seelsorge-
rischen Betreuung,
8. die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
9. die Begleitung Sterbender im engsten Familienkreis,
10. unabdingbare Handlungen zur Versorgung von Tieren und
11. vom 24. Dezember 2021 bis 26. Dezember 2021 sowie vom 31. Dezember 2021 bis 1.
Januar 2022 zur Teilnahme an Gottesdiensten.
Satz 1 gilt nicht für geimpfte oder genesene Personen.
(2) Wird der Schwellenwert nach Absatz 1 an drei aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten,
gelten die Ausgangsbeschränkungen nach Absatz 1 Satz 1 ab dem nächsten Tag nicht mehr.
(3) Maßgeblich für die Sieben-Tage-Inzidenz sind die unter
https://www.rki.de/inzidenzen
durch das Robert Koch-Institut im Internet veröffentlichten Zahlen. Der Landkreis oder die

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Kreisfreie Stadt gibt unverzüglich nach der Veröffentlichung nach Satz 1 den Tag bekannt,
ab dem die Ausgangsbeschränkungen gelten oder nicht mehr gelten.
Teil 5 – Ordnungswidrigkeiten und Schlussvorschriften
§ 22 Vollstreckungshilfe, Ordnungswidrigkeiten
(1) Die nach § 1 Absatz 1 Satz 1 der Infektionsschutzgesetz-Zuständigkeitsverordnung zu-
ständigen Behörden haben
1. die Bestimmungen dieser Verordnung,
2. die von der obersten Landesgesundheitsbehörde gemäß § 1 Absatz 1 Satz 3 der In-
fektionsschutzgesetz-Zuständigkeitsverordnung in Eilfällen wahrgenommenen Aufga-
ben und Befugnisse und
3. die von der obersten Landesgesundheitsbehörde gemäß § 1 Absatz 2 der Infektions-
schutzgesetz-Zuständigkeitsverordnung getroffenen Maßnahmen
umzusetzen. Dabei ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu wahren. Sie können dabei
die Ortspolizeibehörden um Vollzugs- und Vollstreckungshilfe ersuchen. Die Zuständigkeiten
zum Vollzug der Arbeitsschutzvorschriften gemäß der Sächsischen Arbeitsschutzzuständig-
keitsverordnung vom 6. Juli 2008 (SächsGVBl. S. 416), die zuletzt durch die Verordnung vom
8. Oktober 2019 (SächsGVBl. S. 706) geändert worden ist, bleiben unberührt.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 73 Absatz 1a Nummer 24 des Infektionsschutzgesetzes
handelt, wer
1. vorsätzlich
a) entgegen § 1a Satz 1 an öffentlichen Orten feiert,
b) entgegen § 1a Satz 2 pyrotechnische Gegenstände mit sich führt oder abbrennt,
c) entgegen § 3 Absatz 6 Satz 2 einen unrichtigen Impf-, Genesenen- oder Test-
nachweis vorlegt,
d) entgegen § 6 Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 2 Satz 1, § 18a Satz 1 an einer Zu-
sammenkunft teilnimmt, die die zulässige Personenanzahl überschreitet,
e) entgegen § 7 Absatz 1 oder Absatz 2 eine Versammlung veranstaltet, die nicht
ortsfest oder an der mehr Personen teilnehmen, als zulässig sind,
f)
entgegen § 7 Absatz 1 oder Absatz 2 an einer Versammlung teilnimmt, die nicht
ortsfest ist oder an der mehr Personen teilnehmen als zulässig sind,
g) entgegen § 21 Absatz 1 Satz 1 die Unterkunft ohne triftigen Grund verlässt,
2. fahrlässig oder vorsätzlich
a) entgegen § 3 Absatz 7 den entsprechenden Nachweis nicht mit sich führt oder
nicht vorzeigt,
b) entgegen § 4 Absatz 1 Satz 1 Geschäfte, Einrichtungen, Unternehmen, Veran-
staltungen oder Angebote ohne Hygienekonzept betreibt oder durchführt oder
das Hygienekonzept nicht einhält,
c) entgegen § 5 Absatz 3 Satz 1 keinen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder
FFP2-Maske oder keine vergleichbare Atemschutzmaske trägt,
d) entgegen § 5 Absatz 4 keine FFP2-Maske oder keine vergleichbare Atemschutz-
maske trägt,
e) entgegen § 6 Absatz 3 Satz 2, § 8 Absatz 1 Satz 1, § 9 Absatz 1 Satz 2, Absatz 2
Satz 2, Absatz 3, § 10 Absatz 1 Satz 1, § 11 Absatz 1 Satz 3, Absatz 3 Satz 3,

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Absatz 4 Satz 2, § 13 Absatz 2 Satz 2, Absatz 4 Satz 2, § 14 Absatz 2, § 15 Ab-
satz 2 Satz 2, Absatz 3 Satz 2, Absatz 4 Satz 2, § 18 Satz 1, § 18a Satz 2 den
Zutritt oder Angebot unberechtigt gewährt,
f)
entgegen § 8 Absatz 3 Satz 1 oder 2 mehr als die pro Quadratmeter Verkaufsflä-
che zulässige Anzahl an Kunden einlässt,
g) entgegen § 9 Absatz 1 Satz 1, Absatz 4 oder Absatz 5, § 10 Absatz 3, § 11 Ab-
satz 1 Satz 1, Absatz 3 Satz 1, Absatz 4 Satz 1, § 12, § 13 Absatz 1, § 14 Ab-
satz 1, § 15 Absatz 1 die jeweiligen Einrichtungen oder Angebote öffnet, betreibt,
durchführt, besucht oder nutzt,
h) entgegen § 8 Absatz 1 Satz 2 oder § 10 Absatz 1 Satz 2 die jeweilige Einrichtung
außerhalb der zulässigen Öffnungszeiten für Publikumsverkehr öffnet,
i)
entgegen § 9 Absatz 1 Satz 2, Absatz 2 Satz 2, Absatz 3 Satz 1, § 10 Absatz 1
Satz 1, § 11 Absatz 1 Satz 3, Absatz 3 Satz 3, § 13 Absatz 4 Satz 2, § 14 Ab-
satz 2, § 15 Absatz 2 Satz 2, Absatz 3 Satz 2, Absatz 4 Satz 2 Kontakte nicht er-
fasst,
j)
entgegen § 6 Absatz 3 Satz 2, § 8 Absatz 1 Satz 1, § 9 Absatz 1 Satz 2, Absatz 2
Satz 2, Absatz 3, § 10 Absatz 1 Satz 1, § 11 Absatz 1 Satz 3, Absatz 3 Satz 3,
Absatz 4 Satz 2, § 13 Absatz 2 Satz 2, Absatz 3 Satz 2, Absatz 4 Satz 2, § 14
Absatz 2, § 15 Absatz 2 Satz 2, Absatz 3 Satz 2, Absatz 4 Satz 2, § 18 Satz 1,
§ 18a Satz 2 ohne den entsprechenden Nachweis ein Angebot in Anspruch
nimmt oder Einrichtungen oder Veranstaltungen besucht oder nutzt,
k) entgegen § 16 Absatz 1 Satz 6, Absatz 4 Satz 1, Absatz 5 Satz 1 kein Konzept
zum Besuch und zum vorübergehenden Verlassen der Einrichtung durch die Be-
wohnerinnen und Bewohner erstellt,
l)
entgegen § 16 Absatz 1 Satz 6, Absatz 4 Satz 1 oder Absatz 5 Satz 1 im Rahmen
des zu erstellenden Hygieneplans oder eines eigenständigen Konzepts eine Kon-
takterfassung nicht vorsieht,
m) entgegen § 17 Absatz 3 Satz 1 die Meldepflicht nicht erfüllt,
n) entgegen § 19 Satz 1 eine Person ohne einen Impf-, Genesenen- oder Testnach-
weis beschäftigt oder die Anzeige nach § 19 Satz 3 nicht oder nicht rechtzeitig
vornimmt.
§ 23 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
(1) Diese Verordnung tritt am 22. November 2021 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Sächsische
Corona-Schutz-Verordnung vom 5. November 2021 (SächsGVBl. S. 1232) außer Kraft.
(2) Diese Verordnung tritt mit Ablauf des 14. Januar 2022 außer Kraft.
Dresden, den 19. November 2021
Die Staatsministerin für Soziales
und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Petra Köpping