image
image
Aktualisierte Umwelterklärung 2016

 
2 |
Inhalt
1.
Vorwort
3
2.
Umweltleistung
4
2.2 Maßnahmen
4
A Erweiterung der gerätetechnischen Ausrüstung zur Datenerhebung
4
B Erweiterung der Technik zur Datenbearbeitung und -übertragung
8
C Einführung neuer Methoden und Optimierung bestehender Methoden
11
D Optimierung des Arbeitsmitteleinsatzes / Ressourcenschonung
17
2.3 Kennzahlen
19
K Datenverfügbarkeit
19
K Berichterstattung
20
K Weitere
20
3.
Termin für die nächste Umwelterklärung
21
4.
Gültigkeitserklärung
22

image
image
 
Umwelterklärung 2016
| 3
1.
Vorwort
Obwohl sich 2015 unsere Aufgabenkomplexe
nicht geändert haben, so haben sich die Anfor-
derungen an uns im Detail doch weiter entwi-
ckelt. Gesetzliche Anforderungen und fachpoli-
tische Notwendigkeiten sind dafür die Grundla-
ge.
Unabdingbar bleibt für die Umsetzung unserer
Arbeitsvorgaben und der in 2016 geplanten
Verbesserungen, im Auftrag des Sächsischen
Staatsministeriums für Umwelt und Landwirt-
schaft (SMUL) und in der vom Sächsischen Lan-
desamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geolo-
gie (LfULG) geforderten fachlichen Ausführung,
Daten über Umwelt und Landwirtschaft zu er-
mitteln…
umfassend und zuverlässig,
„richtig“ und nachprüfbar,
zeitgerecht und in geeigneter Form
mit Rücksicht auf Einsatz von Energie und Roh-
stoffen und abhängig von personellen und fi-
nanziellen Ressourcen.
Dazu gehört auch, auf besondere Ereignisse
entsprechend reagieren zu können. Dies wird für
2015 in zusätzlichen Maßnahmen deutlich, zum
Beispiel
bei der Ausstattung für nukleare Vorkomm-
nisse (Seite 4),
wenn in der Elbe erhöhte PCB-Werte festge-
stellt werden (Seite 13) und
für gentechnisch veränderte Futter- und
Lebensmittel Nachweismethoden eingeführt
werden müssen (Seite 16).
„Hinterher ist man immer schlauer.“ heißt es im
Allgemeinen. Deshalb besteht unsere fortlau-
fende Herausforderung darin, im Rahmen der
gegebenen Möglichkeiten, für das „Während-
dessen“ stets einsatzbereit zu sein und das Maß
an Qualität im Prozessmanagement mit bekann-
ten und neuen Maßnahmen möglichst hoch
anzusetzen.
Wie in den bisherigen Umwelterklärungen sind
gut verständliche Aufgaben dargestellt ebenso
wie schwierige analytische Zusammenhänge,
deren Bedeutung sich nur mit einigem Ver-
ständnis von Chemie, Physik oder Biologie er-
schließt. Die dahinterstehenden Anstrengungen
werden aber mit gleichem Ernst und gleicher
Sorgfalt betrieben.
Für 2016 haben wir uns einige Projekte vorge-
nommen, um die komplexen Fachthemen dem
öffentlichen Interesse näher zu bringen. Das
diesjährige Jubiläum „100 Jahre Landeswetter-
warte/Observatorium“ am Standort Radebeul-
Wahnsdorf bietet dafür eine gute Gelegenheit.
Dr. Mathias Böttger
Geschäftsführer

image
image
image
 
Umwelterklärung 2016
4 |
2.
Unsere Umweltleistung
Die in der Umwelterklärung 2015 beschriebenen
Umweltaspekte haben Gültigkeit. Die positive
Entwicklung der damit verbundenen Auswirkun-
gen ist in der Umsetzung der Einzelzielstellungen
und Kennzahlen ablesbar.
Die Darstellung der Umweltleistung erfolgt aus
Platzgründen und Erhaltung der Lesbarkeit min-
destens für das aktuelle Abrechnungsjahr, das
Vorjahr und das der Einführung bzw. der ersten
Darstellung innerhalb der Umwelterklärung.
2.2
Maßnahmen
A
Erweiterung der gerätetechnischen
Ausrüstung zur Datenerhebung
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
in-situ Gammaspektrometrie:
Die Software wurde auf beiden Detektoren in-
stalliert. Nach der Erprobung sind beide Mess-
systeme für Freimessaufgaben und auch in-situ
Routinemessungen einsetzbar. Damit ist der
Einsatz in zwei Arbeitsgebieten ohne Aufwand
und Risiko der vorher notwendigen Umstellung
möglich.
Die Ausstattung zur nuklearspezifischen Ge-
fahrenabwehr wurde auf Zweckmäßigkeit über-
prüft. Entsprechend dem Ergebnis wurde
Schutzausrüstung für Außeneinsätze beschafft.
zusätzlich:
Ein Handspektrometer mit Neutro-
nensonde
(InSpector 1000 mit Neutronen- und
Natrium-Jodid-Detektor)
für den Einsatz bei nuk-
learen Vorkommnissen wurde beschafft und die
Installation an einem Manipulator getestet.
Damit kann aus sicherer Entfernung gemessen
werden, welche Strahlung in welcher Intensität
vorhanden ist.
Erhöhung der Untersuchungskapazität, d.h.
mehr Parameter und mehr Daten/Parameter;
Verbesserung der Zuverlässigkeit der Daten,
d. h. der Genauigkeit
Veranschaulichung:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
in-situ Gammaspektrometrie:
Beispiel für eine Routinemessung:
Abbildung 1: In-situ-Gammaspektrometer bei einer Vergleichsmessung im
Raum Zwickau / Seelingstädt
Beispiel für eine Freimessung
Abb. 2: Messung mit Blick auf die Wand

image
image
image
image
Umwelterklärung 2016
| 5
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Oberflächenwasser-Pegelbau:
An 12 neuen
Pegelstandorten
(sogenannte Jeschke-Pegel) wur-
den Voruntersuchungen zur Standorteignung
durchgeführt und 9 Standorte festgelegt.
(„Jeschke-Kommission“: nach dem Augusthochwas-
ser 2010 berief die Sächsische Staatskanzlei eine
Kommission zur Analyse der HW-Meldesysteme im
FS Sachsen).
von den
24
laufenden Pegelbaumaßnahmen
aus dem Vorjahr wurde eine Maßnahme nach
Maßgabe des Landesamtes für Umwelt, Land-
wirtschaft und Geologie (LfULG) ausgesetzt,
8
neue Vorhaben wurden planmäßig begonnen.
9
von
12
Pegelbaumaßnahmen konnten fertig-
gestellt werden. Eine Maßnahme wurde zeitlich
verschoben, eine weitere kann bis Mai fertig
sein und bei der dritten musste ein Standort-
wechsel vorgenommen werden.
OW-Pegelausrüstung:
Verbesserung durch:
neue Elektroanschlüsse an 6 Pegeln,
Wasserstands-Messtechnik und Datenfern-
übertragung (DFÜ) an 17 Pegeln
zweimal
mobile
Durchfluss-Messtechnik
beschafft
zweimal stationäre Durchfluss-Messtechnik
installiert
und darüber hinaus:
Installation einer Seilkrananlage am Pegel
Tauchritz
Grundwasser-Messstellenbau:
Schaffung der Planungsvoraussetzungen für
den Neubau von 60 Grundwassermessstellen
(GWM): in 2015 erfolgten die Grundstücksklä-
rungen für 5 Messstellen, für 12 Messstellen
wurde die Aufgabenstellung erarbeitet.
10 Messstellen wurden neu gebaut, die 11.
erwies sich als Fehlbohrung. damit wurden 4
Messstellen mehr realisiert, als geplant.
GW-Messstellenausrüstung:
3 Messstellen
wurden mit Datensammlern und eine mit DFÜ
nachgerüstet.
Zielstellung für 2016
&
Veranschaulichung:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
OW-Pegelbau:
Standortsuche für einen Jeschke-Pegel
Fortsetzung von 22 laufenden Pegelbaumaß-
nahmen und Fertigstellung von 12 Pegelbau-
maßnahmen. Ganz neue Vorhaben werden nicht
begonnen.
Abb. 3 und 4: Pegel Görlitz (Lausitzer Neiße) vor und nach der Sanierung
Abb. 5: Umsetzen des Stationsgebäudes des Pegels Dresden-Friedrichstadt
(Vereinigte Weißeritz), (ehemals Pegel Cotta)
Weitere Nachrüstung im Pegelmessnetz:
Elektroanschlüsse, Wasserstands- und Durch-
flussmesstechnik.
GW-Messstellenbau:
Die Zielstellung für die Planung der 60 Mess-
stellen wird entsprechend der Aufgabenstellun-
gen des LfULG fortgesetzt. Bisheriger Stand:
38 GWM gebaut, davon 3 Fehlbohrungen
20 Aufgabenstellungen GWM fertig
Standorte fixiert für 21 GWM.
Neubau von 15 GWM.
Messstellenausrüstung:
zusätzliche Nachrüs-
tung von Messstellen mit Datensammlern und
DFÜ.

image
image
Umwelterklärung 2016
6 |
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
Intensiv-Bodendauerbeobachtungsflächen
(BDF II):
Ersatzneubau für die Station Colditz in Köl-
litzsch
(die neue Station heißt Köllitsch) ist abge-
schlossen und der Probebetrieb läuft.
Die Nachrüstung der Stationen Schmorren
und Lippen mit Sensoren wurde begonnen.
zusätzlich:
I
nstallation neuer Saugkerzen in 3
Boden-hydrologischen Messplätzen.
Niederschlagsmessnetz:
Erweiterung im Auftrag
des LfULG im Zusammenhang mit den Untersu-
chungsergebnissen der „Jeschke-Kommision“:
Vorbereitung und Planung für den Neubau
von 3 Stationen, die 4. Station folgt in 2016.
4 von 10 Standorten des Agrarmeteorologi-
schen Messnetzes wurden in Zusammenarbeit
mit dem LfULG und dem Deutschen Wetter-
dienst auf Eignung der Nachrüstung mit
Ombrometer untersucht. Im Ergebnis wurde
davon ein Standort bestätigt, einer verworfen
und zwei zurückgestellt. Die Ausrüstung wurde
dementsprechend für einen Standort begonnen.
Im Messnetzbetrieb Luft
BTX-Messung:
Beschaffung, Prüfung und
Inbetriebnahme neuer Analysatoren BTX-
Gaschromatographen im Messnetz ist abge-
schlossen und verbessert die Verfügbarkeit von
BTX-Analysatoren. siehe K zu BTX
Feinstaubmessung:
die Umrüstung der Mini-
messcontainer in Dresden, Leipzig und Chemnitz
auf automatische Feinstabmessgeräte vom Typ
TEOM 1405 wurde wegen mangelnder Klimati-
sierung zunächst unterbrochen.
Benzolmessung:
Nachrüstung von Katalysa-
toren zur Abreinigung von n-butanolhaltiger
Abluft in den Stationen Dresden-Nord, Dresden-
Winkelmannstr. und Annaberg ist erfolgt und
stellt sicher, dass bei der Benzolbestimmung
keine falsch positive Zusatzbelastungen gemes-
sen werden und kein explosives Raumgemisch
entsteht.
die Luftgütemessstation Glauchau wurde
ertüchtigt.
Zielstellung für 2016
&
Veranschaulichung:
BDF II:
Restleistungen für Köllitsch und Nachrüs-
tung von Schmorren abschließen.
Abb. 6: Stationsgebäude und
offener Schurf mit Sonden
auf der neu errichteten BDF II
- Fläche Köllitsch
Niederschlagsmessnetz:
Vorbereitung und Planung für den Neubau
von 2 Stationen, davon eine aus 2015.
Abschluss der Untersuchung von 6 AMN-
Standorten auf Nachrüstung Ombrometer
und anschießend Beginn der Ausrüstung.
Im Messnetzbetrieb Luft
BTX: =Benzol Toluol Xylol, aromatische Kohlen-
wasserstoffe, leichtflüchtige organische Verbin-
dungen, ist ein Schadstoff in der Luft.
Feinstaubmessung:
Planung der Umrüstung zur Verbesserung der
Datenqualität und Herbeiführung der Äquiva-
lenz zum Referenzverfahren:
Chemnitz Leipziger Str. Abschluss im April,
Dresden-Bergstraße Abschluss in 2016.
Leipzig-Lütznerstraße nicht konkret planbar.
Neubau der Luftgütemessstation Chemnitz,
Leipziger Str., die in Folge eines Verkehrsunfalls
in 2015 zerstört wurde, soll im April 2016 abge-
schlossen werden.

image
image
Umwelterklärung 2016
| 7
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
In den Umweltlaboren
Analytik Luftmessnetz:
gerätetechnischen
Voraussetzungen zur Übernahme der komplet-
ten Analytik Luftmessnetz (Schwebstaub), sind
mit der Installation des Rußanalysators abge-
schlossen. Dafür war in 2015 eine sehr auf-
wendige bauliche Maßnahme für Gasanschluss
und Leitungsverlegung in Zusammenarbeit mit
dem Sächsischen Immobilien- und Baumanage-
ment (SIB) notwendig, weiter siehe C.
Spezielle Wasseranalytik:
neues ICP-MS
(Massenspektrometer mit induktiv gekoppeltem
Plasma)
, verkürzt die Analysenzeiten von 5 min
auf 3 min durch Optimierung des Ablaufs einer
Messung, aber ohne Änderung der Bestim-
mungsgrenzen für Silber und Cadmium. Für
Silber wird daher eine extra Methode mit nied-
riger Bestimmungsgrenze entsprechend Forde-
rungen der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).
zusätzlich:
Beschaffung einer weiteren UHPLC
(Ultrahochleistungsflüssigchromatografie) für die
Umstellung von konventioneller HPLC auf UH-
PLC mit dem Ziel der Verkürzung von Analysen-
zeiten und Einsparung von Lösungsmitteln.
Gewässergütemessstation Schmilka:
Pla-
nungsvarianten wurden 2015 diskutiert und die
Entscheidung zum Neubau getroffen.
Allgemeine Wasseranalytik-Sulfid:
der Ana-
lysator für Schwefelwasserstoff im Labor Bad
Düben ist beschafft und die Einarbeitung abge-
schlossen. Damit ist der apparative Aufwand
wesentlich geringer und der zeitliche Aufwand
um ca. 15 min pro Analyse kürzer.
Allgemeine Wasseranalytik-Phosphat:
das
CFA Modul
(CFA=kontinuierliche Fließanalyse) für
Phosphat im niedrigen Konzentrationsbereich im
Labor Görlitz wurde installiert.
Zielstellung für 2016
&
Veranschaulichung:
In den Umweltlaboren
Analytik Luftmessnetz:
Abb. 7: Analysator zur Bestimmung von organischem, elementarem und
gesamten Kohlenstoff im Schwebstaub (Filterprobenahme)
In den Jahren 2013 und 2014 wurden UHPLC-
Geräte zu Verbesserung in der Analytik ange-
schafft. Es sind derzeit weitere HPLC-Geräte
(Hochleistungsflüssigchromatografie) im Einsatz,
die künftig auf UHPLC umgestellt werden sollen.
Dies ist aber für 2016 nicht geplant.
Gewässergütemessstation Schmilka:
Bau Inte-
rimslösung zur Absicherung der Datenbereitstel-
lung und Beginn des Neubaus mit dem Ziel der
Datenverfügbarkeit auch bei extremem Hoch-
wasser.
Allgemeine Wasseranalytik:
Ersatzbeschaffung
für höhere Datensicherheit und geringeren War-
tungsaufwand durch planmäßigen Ersatz der
Geräte:
FIA/CFA
(Fließinjektionsanalysator) in Chem-
nitz.
UV-VIS Spektrometer in Görlitz und Nossen
Zur Verringerung der Bestimmungsgrenze von
o-
Phosphat
sind umfangreiche methodische
Arbeiten erforderlich, -> weiter unter C.

image
Umwelterklärung 2016
8 |
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
zusätzlich im Messnetz Naturschutz:
Durch-
lichtmikroskop erhöht die Qualität der Bestim-
mung von Pflanzen, z.B. Blatt und Stengelquer-
schnitte, und verbessert die digitale Fotodoku-
mentation.
zusätzlich im Vogelschutz:
Erweiterung der Tontechnik für die Vogel-
stimmenaufnahme zur beobachterfreien
Kontrolle. Damit wird der Erfassungsbereich
für ausgewählte Arten des SPA-Monitorings
(Vogelschutzgebiete) erweitert.
50 Klang Attrappen zur Unterstützung der
ehrenamtlichen Kartierer für die Erfassung
von schwer nachweisbaren Arten.
zusätzlich im Qualitätsmanagement:
für Ring-
versuchsdurchführung wurde die Beschaffung
eines Dosiersystems angeschoben, das die Do-
sierung ohne Verlust an Genauigkeit erleichtert.
In den Landwirtschaftslaboren
Düngemittelverkehrskontrolle:
die Ersatzbe-
schaffung einer ICP-OES
(optische Emissionsspekt-
rometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma)
wurde
realisiert. Das Gerät wird ab 2016 im Routinebe-
trieb eingesetzt und soll die Nachweis- und
Bestimmungsgrenzen verbessern sowie Analy-
senzeiten verkürzen.
zusätzlich im Saatgut:
Beschaffung eines Ver-
größerungsapparates mit Bilderfassung ersetzt
die Arbeit unter Mikroskop, erlaubt das Arbeiten
in aufrechter Körperhaltung und schont die
Augen.
B
Erweiterung der Technik zur Daten-
bearbeitung und -übertragung
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Anwendung der Datenbank:
für das Aufga-
bengebiet „Aufsichtliche Kontrollmessungen“
wurde aus Kapazitätsgründen und wegen einer
beauftragten neuen DURAS-Version verschoben.
Zielstellung für 2016
&
Erläuterung:
Messnetz Naturschutz:
Bisher verwendete La-
minatbretter zur Arbeit in Mooren verursachen
Trittschäden. Sie sollen durch leichtere Auflage-
systeme oder Schneeschuhe ersetzt werden. Die
erforderliche Recherche erfolgt in 2016.
Vogelschutz
Erfassung in besonders ungünstigen Zeiten,
schwer zugänglichen Gebieten und bei ge-
ringer „Antreffhäufigkeit“. Die Anwendung
der Technik wird optimiert, weiter siehe C.
Einsatz der Klangattrappen in 2016
(Attrap-
pe->Antwort Vogel->Nachweis)
mit Auswer-
tung und Optimierung, weiter siehe C.
QM
: Lieferung, Inbetriebnahme Dosiersystem.
Ringversuch ist eine Methode der Qualitätssi-
cherung. Die BfUL nimmt an externen Ringver-
suchen teil und richtet selbst aus.
In den Landwirtschaftslaboren
Düngemittelverkehrskontrolle:
Inbetriebnahme
des neuen ICP-OES zur Erhöhung der Leistungs-
fähigkeit in der Düngemittelanalytik.
Molekularbiologie:
Inbetriebnahme eines Pipet-
tierautomaten im Bereich der molekularbiologi-
schen Untersuchungen.
Saatgut:
Ersatzbeschaffung für einen Kühl-
Brutschrank, die Kombination Kühl-Brut ersetzt
einen manuellen Arbeitsschritt. Vor der Keimung
ist ein Kühlimpuls nötig, der vom Gerät ausgeht.
Verbesserung von Arbeitsprozessen;
Verbesserung der Datenzuverlässigkeit, d. h.
Sicherung des Datenflusses, somit Vermei-
dung manueller Fehler; Verbesserung des
Datenzugriffs durch die Nutzer
Zielstellung für 2016
&
Veranschaulichung:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Anwendung der Datenbank:
Systematisierung
der Informationen und Eintragung in DURAS.

image
image
Umwelterklärung 2016
| 9
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Datenbearbeitung Oberflächen-/Grundwasser:
Schaffung der programmtechnischen Vo-
raussetzungen für die Umstellung der WISKI
Datenbank auf die Version 7 ist weiterhin offen.
Umrüstung auf IP-DFÜ erfolgt für 7 Stationen
des Agrarmeteorologischen Messnetzes (AMN),
erreichter Stand: 4 Pegel, 5 GWM und 10 AMN.
Für die interne Betriebsdatenbank „Grund-
wasser-Management-Studio“ (GWMS) kein Be-
arbeitungsfortschritt. Als Alternative zur beab-
sichtigten Programmierung der Betriebsdaten-
bank GWMS wird die Möglichkeit der Imple-
mentierung von BfUL-Betriebsdaten in das
Fachinformationssystem Grundwasser (FIS GW)
in Betracht gezogen. Vorteile dabei wären die
Datenhaltung an einer Stelle und ein ver-
gleichsweise geringer Aufwand.
Die Bestätigung des Grobkonzeptes für die
„Zukünftige Datenübertragungslösung im GB 3“
wurde durch die dafür zuständigen Behörden
noch nicht erteilt, somit ist auch die Bearbei-
tung des Feinkonzeptes offen.
Grundwasserprobenahme:
Der Testlauf der
neuen, digitalen Multiparametersonde mit
Durchflussmesszelle und Software im FB 32
(Radebeul) war erfolgreich. Die Beschaffung für
den FB 33 (Chemnitz) wurde in 2015 realisiert.
Im Messnetzbetrieb Luft
Fortsetzung der Datenbankenumstellung:
für die Erprobung einer Erweiterung der Ab-
frage-möglichkeiten über TCP/IP–MSR
(Erneue-
rung Messnetzkommunikation zwischen Zentrale und
Stationsrechnern, u.a. mit direkter IP-Kommu-
nikation)
erfolgte kein Bearbeitungsfortschritt.
die Anpassung zur Automatisierung der
Standortcharakteristika für alle Messstationen
wurde aus Kapazitätsgründen zurückgestellt.
für Erarbeitung eines sicherheitsrelevanten
DFÜ-Konzeptes für die gesamte BfUL auf
Grundlage des GB 3-Konzept wurde wie oben
beschrieben, kein Fortschritt erreicht.
Zielstellung für 2016
&
Veranschaulichung:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Datenbearbeitung Oberflächen-/Grundwasser:
Schaffung der programmtechnischen Vo-
raussetzungen durch die beauftragte Firma
in 2016/2017.
Fortsetzung der Umrüstung auf IP-DFÜ im
OW, GW und AMN
Abb. 8:
Agrarmeteorologi-
sche Station Königs-
wartha nach Umrüs-
tung auf UK vario
Prüfung der Implementierung von BfUL-
Betriebsdaten in das FIS GW (STYX 4.0).
Erarbeitung des Feinkonzeptes für die Pro-
jektbearbeitung in Abstimmung mit dem
LfULG.
Grundwasserprobenahme:
Beschaffung der
Sonde für den FB 34 (Leipzig) zur Verbesserung
von Qualität und Effizienz von Datenerfassung
und Datenmanagement.
Im Messnetzbetrieb Luft
Fortsetzung der Datenbankenumstellung:
Fortsetzung aus 2012; in 2013 Station
Wahnsdorf eingebunden, 2014 und 2015
kein Fortschritt, 2016: Fortschritt, ist ab-
hängig von übergeordneten Dienststellen.
Automatisierung der Standortcharakteristi-
ka für alle Messstationen.

image
image
Umwelterklärung 2016
10 |
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
In den Umweltlaboren
Bodenanalytik:
die neue Software am ICP-MS
wurde im Zusammenhang mit der Beschaffung
des neuen ICP-MS im FB 52 installiert. Zusätz-
lich zur geplanten Optimierung der Datenerfas-
sungs ist nun der Bearbeiterwechsel zwischen
Fachbereichen erleichtert.
Spezielle Wasseranalytik:
Umstellung der
fachbereichsinternen Datenbank auf Access
2010 verbessert die Datenübergabe von Analy-
segeräten an die Datenbank und die Plausibili-
tätsprüfung, z. B. bei Polychlorierten Biphenylen
(giftige und krebsauslösende organische Chlorverbin-
dungen).
Die Datenbank ist somit kompatibel zu
den anderen Office-Anwendungen der BfUL,
sodass Fehler beim Datenaustausch vermieden
werden.
Probenahme Fließgewässer:
nach erfolgrei-
cher Testphase in Bad Düben wurde das Probe-
nahmeprotokoll für Fließgewässer in Nossen,
Chemnitz und Görlitz auf elektronisch umge-
stellt. Vor-Ort-Parameter werden elektronisch
erfasst und in das Laborinformations- und Ma-
nagementsystem (LIMS) eingelesen. Das verbes-
sert die Datensicherheit und verringert den Zeit-
aufwand, weil manuelles Eintragen entfällt.
zusätzlich
: in Vorbereitung Probenbearbeitung
für die
Analytik Luftmessnetz
ab 2016 wurden
die entsprechenden Verfahren in das LIMS inte-
griert und mit den erforderlichen Schnittstellen
zum Jahresplan und den Prüfplänen versehen.
In beiden Laborbereichen
Zusammenarbeit der Labore im LIMS:
Für die
Projektbearbeitung „gemeinsames LIMS GB 5
und 6“ wurde personelle Kapazität freigestellt.
Auf Basis der Zuarbeiten der Fachbereiche des
GB 6 wurde von einer Fachfirma das Feinkon-
zept erstellt.
In den Landwirtschaftslaboren
Erneuerung DV-Technik
: Erprobungsphase
SAPRO wurde erfolgreich abgeschlossen und
Windows 7 eingeführt.
Zielstellung für 2016
&
Veranschaulichung:
In den Umweltlaboren
Bodenanalytik:
Abb. 9: ICP/MS zur Analyse von Schwermetallen
Probenahme Sediment:
Umstellung auf elekt-
ronisches Probenahmeprotokoll für Sedimente.
Probenahme Standgewässer:
Überarbeitung
und Erweiterung des elektronischen Protokolls
für Standgewässer zur Vereinfachung der Da-
tenübernahme.
Messnetz Naturschutz:
Präzisierung der Koordi-
naten von Messstellen durch Abgleich mit GPS-
Daten zur Vermeidung von Fehlern beim Aufsu-
chen der Probenahmestellen.
In beiden Laborbereichen
gemeinsames LIMS:
Programmierung für den
Teil des GB 6 gemäß Feinkonzept im ersten
Halbjahr, anschließend Testphase im GB 6.

image
image
Umwelterklärung 2016
| 11
C
Einführung neuer Methoden und
Optimierung bestehender Methoden
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
für die gesamte BfUL
Einführung eines System Monitorings IT zur
Sicherung, Fehlervorbeugung und Steuerung:
Stabilität von 300 IT-Diensten und 110 hosts
wird automatisch überwacht,
Fehler werden sofort angezeigt, können z.T.
bewertet werden,
schnelle Reaktion auf Ausfälle sowie eine
Planung der Fehlerbehebung.
Steuerung der Prozessor-Auslastung.
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Untersuchungen zur Anwendbarkeit der Al-
phaspektrometrie auf Lebens- und Futtermittel.
Die Bearbeitung in 2015 konnte krankheitsbe-
dingt nicht abgeschlossen werden.
Radonberatung:
Das „Messprogramm zur Erweiterung der Da-
tengrundlage zur Radonsituation in Sachsen“
wurde zum Jahresende eingestellt, weil die
Fachkapazität altersbedingt ausscheidet. Es
wurden 34 Objekte hinsichtlich ihrer Radonsitu-
ation vollständig charakterisiert.
zusätzlich: Messprogramm „Radon in Schulen“
soll einen Überblick über die Radonbelastung in
öffentlichen Gebäuden in Sachsen ermöglichen.
Das Programm wurde 2015 durch gemeinsamen
Erlass von SMUL und SMK begonnen. Zum
11.01.2016 waren bereits 928 Exposimeter in
134 Gebäuden von 38 Schulträgern verteilt. Die
Exposimeter liegen ein Jahr im Gebäude aus.
Wildprogramm:
Ergebnis des Monitorings zur
Abgrenzung des ausgewiesenen Pflichtuntersu-
chungsgebietes für das Überwachungspro-
gramm „Untersuchungen von Wildschwein-
fleisch“ ist die Erweiterung um direkt angren-
zende Monitoringgebiete.
Erweiterung des Untersuchungsspektrums,
d. h. bessere Kapazitätsauslastung und
qualitätsgerechte Ermittlung neuer Daten;
Verbesserung von Arbeitsprozessen
Zielstellung für 2016
& Veranschaulichung
:
für die gesamte BfUL
Erweiterung des System-Monitorings IT um die
Überwachung der Sicherungen, d.h. Band und
Imagebackup.
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Untersuchungen zur Anwendbarkeit der Al-
phaspektrometrie auch auf Lebens- und Fut-
termittel. Resultiert aus anstehenden Verände-
rungen im Intensivmessprogramm nach dem
Strahlenschutzvorsorgegesetz.
Radonberatung:
Datensammlung für Messungen der Radonbera-
tungsstelle abschließen, sodass eine Grundlage
für weitere Auswertungen zur Verfügung steht,
z.B. ob eine Kurzmessung über 2,5 Wochen als
Hilfestellung bzgl. der Radonsituation für kurz-
fristige Bauherren-Entscheidungen geeignet ist.
Messprogramm „Radon in Schulen“
wird ent-
sprechend der Beteiligung der Schulträger fort-
gesetzt. Ab Mitte des Jahres beginnt die Aus-
wertung der ersten Dosimeter-Rückläufe.
Abb. 10:
Beispiel für die aus-
zulegenden Dosimeter
Wildprogramm:
Umsetzung der Erweiterung bis
Mitte 2016 durch Beschaffung, Verteilung und
Einweisung der für die Untersuchung erforderli-
chen Geräte im Erweiterungsgebiet. Das Pro-
gramm wird 2017 routinemäßig fortgeführt.
2011
2012
2013
2014
2015 Bewertung
Radonexposimeter
276
392
597
434
1.232
u. a. Freiluftmessnetze in Johanngeorgenstadt (siehe UE
2013, 2014) und ab 2015 Messprogramm in Schulen
Gammaspektrometrie
1.226
1.984
1.419
1.716
1.736
Zunahme des Wildprogramms

image
image
Umwelterklärung 2016
12 |
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
BDF II:
Das Konzept vom 25.04.2014 wurde
vollständig umgesetzt, dazu gehören:
Zusammenstellung der Fachvorgaben,
Definition der technischen Anforderungen,
fachliche Qualifikation der Mitarbeiter und
Erarbeitung einer Verfahrensanweisung.
Überprüfung von Messnetzen:
Untersuchungen zum Stickstoffgehalt in
Böden:
Infolge der Schwarzbrache veränderte
sich die Dynamik der Sickerwasserraten und die
damit verbundenen Stickstoffausträge extrem.
Es werden weiterhin Informationen zu den wäh-
rend der vorhergehenden Bewirtschaftung auf-
gebauten Stickstoff-Pools der Böden erwartet.
Aus diesem Grund wurden die Untersuchungen
auch im Jahr 2015 fortgeführt und auf Pflan-
zennährstoffe Schwefel, Phosphor, Kalium,
Magnesium erweitert.
OW-Messungen bei Hochwasser
: mobile
Durchflussmessung bei HW mittels Radarmess-
gerät als Alternative zu ADCP. Das Messgerät
befindet sich außerhalb des Wassers, das Risiko
durch Beschädigung oder Verlust ist damit aus-
geschlossen. Das Gerät konnte durch den FB 34
noch nicht getestet werden, weil in 2015 Nied-
rigwasser vorherrschte und damit nicht die rich-
tigen Testbedingungen gegeben waren.
Im Messnetzbetrieb Luft
Gravimetrie:
die Prüfaerosolstrecke für Fein-
staub PM2,5 und PM10 zur Berücksichtigung
des Blindwertverhaltens in der Gravimetrie wur-
de optimiert und die erforderlichen technischen
Umbaumaßnahmen der Anlage sind erfolgt.
in Zusammenarbeit mit den Landwirtschafts-
laboren
Bestimmung von Mercaptanen
in einem
Konzentrationsbereich von unter einem Mikro-
gramm je Kubikmeter Luft: Die Methode wurde
mit dem FB 62 entwickelt und die kontinuierli-
che Beprobung in der Station Schwartenberg
am 01.09.2015 begonnen. Auswertungen der
Untersuchungen zeigen einen möglichen Zu-
sammenhang zwischen Beschwerden und fest-
gestellten Stofftransporten.
Zielstellung für 2016
&
Veranschaulichung:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Überprüfung von Messnetzen:
Untersuchungen zum Stickstoffgehalt in
Böden
werden fortgeführt.
Abb. 11: Einzellysimeter mit Waage und Sickerwasserauslauf im Lysimeter-
keller Brandis
OW-Messungen bei Hochwasser
: Gerätetest
im FB 34, bei vorliegenden Testbedingungen. Bei
Eignung ist die Beschaffung für den Einsatz in
anderen Fachbereichen des GB 3 vorgehen.
Im Messnetzbetrieb Luft
Gravimetrie:
Praxiseinführung der optimierten
Prüfaerosolstrecke für Feinstaub PM2,5 und
PM10.
in Zusammenarbeit mit den Landwirtschafts-
laboren
Bestimmung von Mercaptanen:
Fortsetzung der
Messungen und
Installation eines zweiten onli-
ne-GCMS Verfahrens am Schwartenberg zur
Verifizierung der bisherigen Resultate
.
Nach Auswertung und Eignung ist eine dauer-
hafte Beprobung vorgesehen.

image
image
Umwelterklärung 2016
| 13
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
In den Umweltlaboren
Vorbereitung der Übernahme der Analytik
Luftmessnetz 2016
aus methodischer Sicht:
für die PAK-Analytik aus Luftstaubfiltern er-
folgte nach der Gerätevoraussetzung (2013) und
der Methodenentwicklung (2014) in 2015 die
Einarbeitung der Methode für den Routinebe-
trieb ab 2016.
für die Analytik der Schwermetalle im Luft-
staub erfolgte nach der Gerätevoraussetzung
(2014) in 2015 die Methodenentwicklung und -
einarbeitung, d.h. konkret Mikrowellen-
Aufschluss von Staubfiltern sowie Staubnieder-
schlag und Messung mit dem neuen Graphit-
rohr-AAS
(Atomabsorptionsspektrometrie) für den
Routinebetrieb ab 2016.
Aufbau und Einarbeitung des Rußanalysators
zur Bestimmung von organischem Kohlenstoff,
elementarem Kohlenstoff und Gesamt-Kohlen-
stoff in Luftstaubfiltern (Gerätevoraussetzung in
2013).
Bodenanalytik:
Einarbeitung des neuen Quecksilberanalysa-
tors ist abgeschlossen und Routinebetrieb ab 2.
Quartal 2015. Durch verbesserte Software ist
damit ein fehlerfreier Betrieb möglich.
Spezielle Wasseranalytik:
Erweiterung beste-
hender Methoden um neue Parameter, von 401
auf 414, v. a. Parameter der Watch-Liste
(Stoffe
zur Beobachtung, für Entscheidung ob Aufnahme in
WRRL).
Methodenentwicklung für WRRL Analytik
(Schadstoffe) in Biota für die Stoffgruppen Per-
fluortenside, Zinnorganika, Chlororganika und
Polybromierte Diphenylether. Anwendung in
2016 gemäß Messprogramm.
zusätzlich FB 51/52
: Sonderuntersuchung PCB-
Werte in der Elbe: Im Frühjahr 2015 wurden
deutlich erhöhte PCB-Werte in der Elbe festge-
stellt. Daraufhin wurde das Messprogramm
durch zusätzliche Sedimentproben aus der
Messstation Schmilka verdichtet und in Zusam-
menarbeit mit dem LfULG ausgewertet.
Zielstellung für 2016
&
Veranschaulichung:
In den Umweltlaboren
Vorbereitung der Übernahme der Analytik
Luftmessnetz 2016:
Vorbereitung der Akkredi-
tierung für die Verfahren des Luftmessnetzes in
2017 durch den Abschluss der Dokumentation
der Verfahren in Standardarbeitsvorschriften.
Feststoff-Analytik:
Methodenentwicklung Fluorid in Feststoff am
neuen AAS wird fortgesetzt mit dem Ziel, das
nasschemische Verfahren mit Aufschluss zu
ersetzen.
Spezielle Wasseranalytik
:
Methodenentwicklung für die Bestimmung von
Phenoxyalkancarbonsäuren und Perfluorierten
Tensiden. Zielstellungen sind die Verringerung
der Analysenzeiten auf die Hälfte und Einspa-
rung von halogenfreien Lösungsmitteln
(Metha-
nol, Acetonitril)
.
Spezielle Wasseranalytik-Quecksilber:
Prüfung, ob am neuen ICP-MS Quecksilber-
bestimmung mit gleicher Qualität wie mit FIMS
(Fließinjektion Quecksilber-Kaltdampf System) mög-
lich ist, da dieses Gerät nicht weiter entwickelt
wird.
Spezielle Wasseranalytik:
die Erweiterung be-
stehender Methoden um neue Parameter wird
fortgesetzt.
PCB = polychlorierte Biphenyle, giftige und
krebsauslösende organische Chlorverbindungen.
Abb. 12: Summe der 6 Indikator-PCB in µg/kg in Monatssammelproben
schwebstoffbürtigen Sediments der Gewässergütemessstationen Schmilka,
Zehren und Dommitzsch (Quelle: LfULG)

image
Umwelterklärung 2016
14 |
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
Seenbeprobung:
Aufgrund technischer Probleme war die Re-
klamation der automatischen Winde not-
wendig, die Testung konnte daher noch nicht
abgeschlossen werden.
Die Multiparametersonde wurde um 2 Senso-
ren (Trübung und Schwefelwasserstoff) erweitert.
Ohne zusätzlichen Aufwand wird damit das
Parameterspektrum vergrößert und verbessert
die Möglichkeiten zur Bewertung der Seen.
Gewässerökologie:
Die Methodenoptimierung
der Chlorophyllbestimmung wurde im Zusam-
menhang mit der Überarbeitung der Norm für
dieses Verfahren durchgeführt. Die Bestim-
mungsgrenze wurde auf 0,3 μg/l verringert. Auf
die Verringerung des Ethanolvolumens wurde
aus methodischen Gründen verzichtet.
Gewässerökologie:
Verbesserung der Quali-
tätssicherung bei Fremdvergabe durch:
verstärkte Prüfung taxonomischer Ergebnisse
in Form von Stichprobenprüfung bei ca. 20 %
der Einzelbefunde,
Durchführung des Workshop zur Taxonomie.
Gewässerökologie:
Einarbeitung des Spezial-
Mikroskops mit Quecksilber-Dampflampe ist
abgeschlossen. Beim Mikroskopieren werden
zusätzlich stoffliche Informationen erlangt. Es
kann zwischen lebender und toter Materie un-
terschieden werden. Damit wird die Validierung
biologischer Ergebnisse verbessert, z.B. für Al-
gen.
Gewässergütemessstationen:
die Installation
von ausgesonderten Niederschlagsmessern aus
dem GB 3 an den Stationen Görlitz und Bad
Düben ist noch nicht umgesetzt.
Allgemeine Wasseranalytik Görlitz:
Einarbei-
tung des Ionenchromatograph mit inline-
Probenvorbereitung
(automatische Matrixabtren-
nung)
ist abgeschlossen. Das Gerät wird bei stark
eisenhaltigen Wässern genutzt und führt zu Zeit
- und Materialeinsparung, da die Proben nicht
gesondert mit Kartuschen vorbehandelt werden
müssen.
Zielstellung für 2016:
Seenbeprobung:
Weitere Tests der automatischen Winde sind
nötig, für 2016 geplant, aber nicht prioritär.
Die automatische Winde garantiert konstan-
te Geschwindigkeiten beim Herunterlassen
von Sonde und Schöpfer, um die Qualität bei
der Aufnahme des Tiefenprofils zu verbessern
und die Probenahmezeit zu optimieren.
Einarbeitung und Einsatz eines Unterwasser-
Roboters (ROV –DTG2) mit zusätzlicher Ka-
mera vereinfacht die Erfassung von Makro-
phyten und deren Bestände, Dokumentation
in Form von Videos.
Bau eines Spezialgehäuses und Anpassung
einer Multiparametersonde für die Bestü-
ckung des Unterwasser-Roboters zur Über-
prüfung der Vergleichbarkeit / Übertragung
der Messergebnisse von der tiefsten Stelle
für Makrophytenbestände.
Anpassungsarbeiten am Unterwasser-Robo-
ter für Spezialsensoren (Schnittstellen, Be-
festigungen) zur Erfassungen der Auswirkun-
gen von Einleitungen in Standgewässern.
Vereinfachungen der Aufnahme von Längs-
profilen der Temperatur und Leitfähigkeit
(Einsatz von Datenloggern) zur schnellen Er-
fassung der Auswirkungen von Einleitungen
(z.B. Haldensickerwässer).
Gewässergütemessstationen:
die Installation ist
für 2016 geplant, ist aber nicht prioritär und
wird bei anderweitigem Bedarf zurückgestellt.
Die Erfassung der meteorologischen Situation
soll die Bewertung der Seenanalytik verbessern.
Allgemeine Wasseranalytik Görlitz:
Zur Phos-
phatbestimmung im niedrigen Konzentrations-
bereich sind langfristige methodischen Arbeiten
zur Verringerung der Bestimmungsgrenze für
Phosphat und Gesamt-Phosphor erforderlich.
Die Bestimmungsgrenze liegt derzeit bei 40 μg/l.
Für Trophieberechnungen sind z.B. Gesamt-
Phosphor-Gehalte von 2 μg/l zu erfassen.

image
Umwelterklärung 2016
| 15
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
zusätzlich:
die Umstellung der klassischen CSB-
Bestimmung auf Küvettentest nach DIN verrin-
gert den Aufwand und den Umgang mit beson-
ders toxischen Stoffen, d.h. konkret:
manueller Aufwand um ca.10% ,
geringerer Gefahrstoffeinsatz je Analyse
(quecksilbersulfathaltige Kaliumdichromatlösung,
silbersulfathaltige Schwefelsäure).
Vergleiche beider Methoden mit realen Proben
ergaben gleichwertige Ergebnisse.
zusätzlich im Messnetz Naturschutz:
Mitarbeit
bei einem Projekt mit dem Landesamt für Natur,
Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-
Westfalen (LANUV) zur Fernerkundung von Flä-
chen mit Hilfe von Satellitenaufnahmen. Die
Prüfung ergab, dass die Methode als Ergänzung
für die Vorbereitung der Kartierung geeignet ist.
Bis zur Nutzung durch die BfUL sind weitere
Vorbereitungen durch den Projektverantwortli-
chen (LANUV) nötig: Bereitstellung des Pro-
gramms für alle Bundesländer und Vorbereitung
des besseren Abrufs der Satellitenbilder.
In beiden Laborbereichen
Zusammenarbeit der Labore:
Die Umsetzung
der Konzepte wurde fortgesetzt. Die QM- und
die Chemikalien-Datenbank werden von beiden
Geschäftsbereichen gemeinsam genutzt.
In den Landwirtschaftslaboren
Düngemittelverkehrskontrolle (DVK):
Schwerpunkte der DVK waren entsprechend des
Probenahmeplans für Sachsen die Kontrolle:
der Kennzeichnung mit einem realisierten
Umfang von
454
Proben (vgl. 2014: 442)
Beanstandungen pro Jahr in %:
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
10,1
17,2
1
15,2
1
15,9
1
11,9
15,8
17,8
1
Die Gründe für die hohe Quote liegen in der Globalisierung des
Marktes und der unzureichenden Berücksichtigung der Anforde-
rungen der novellierten Düngemittelverordnung
.
und der Deklaration mit einem Umfang von
361
Proben (vgl. 2014: 357) mit durch-
schnittlich 15 Parametern je Probe.
Beanstandungen pro Jahr in %:
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
11,2
9,2
9,6
9,3
10,4
12,0
13,0
Erläuterung
&
Zielstellung für 2016:
CSB = Chemischer Sauerstoffbedarf, ist eine
Kenngröße für die Summe der oxidierbaren
Stoffe und wird im Bereich der Allgemeinen
Wasseranalytik der BfUL untersucht,
Vogelschutz:
Tontechnik:
die digitale Auswertung der
Aufnahmen ist noch nicht vollautomatisch
möglich. Im Zuge der Anwendung der Geräte
werden weiterer Optimierungsmöglichkeiten
erwartet.
Klang Attrappen kommen in 2016 zum Ein-
satz. Eine Auswertung erfolgt zum Jahresen-
de.
In beiden Laborbereichen
Zusammenarbeit der Labore:
Erfassung der
internen Audits des GB 6 in der QM-DB, Ge-
meinsame Nutzung der Gruppenbetriebsanwei-
sungen des GB 5 durch den GB 6.
In den Landwirtschaftslaboren
DVK:
Der Probenahmeplan für die DVK wird auf
Grundlage der Beanstandungsquote (Risikopo-
tential) des jeweiligen Vorjahres festgelegt.
Besondere Herausforderung ist die Fortsetzung
der DVK ab Juli 2016, weil die Fachkapazität
altersbedingt ausscheidet. Im Juli 2016 erfolgt
daher die Trennung von Analytik und Vollzug
zwischen BfUL und LfULG. Insofern wird eine
den anderen Arbeitsbereichen entsprechende
Schnittstelle geschaffen. Die Analytik mit Be-
wertung der Untersuchungsergebnisse werden
im GB 6 durchgeführt, das LfULG führt wie bis-
her die amtliche Probenahme sowie neu den
Vollzug der DVK durch.

image
Umwelterklärung 2016
16 |
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
Schwermetallanalytik:
Methode für die
Kopplung HPLC-ICPMS zur Durchführung von
Speziesanalytik bei Arsen und Selen ist etabliert
und steht für die Monitoringaufgaben ab 2016
zur Verfügung. Die Methode erlaubt Aussagen
zu vorliegenden Elementspezies, nicht nur zum
Gesamtgehalt, und erweitert damit die Monito-
ring-Fähigkeiten z.B. in der Futtermittelanalytik.
Futtermittel:
Untersuchungen zum Gehalt
von Blausäure in Futtermitteln wurden über-
nommen. Die Methode wurde bis Mitte 2014
von Drittlaboren bearbeitet mit Analysenzeiten
nicht unter 3 Wochen (Probenversand; Untersu-
chung). Durch die Untersuchung im eigenen
Haus kann diese im Bedarfsfall innerhalb von
zwei Tagen erfolgen.
NIRS
: (
Nahinfrarot-Spektroskopie) ist eine
Schnellmethode zur Untersuchung direkt an der
Probe, es ersetzt nasschemische Verfahren. Dies
spart personelle und materielle Ressourcen. In
2015 wurde mit dem Aufbau einer Kalibrierung
für Körnerleguminosen begonnen. Ziel ist die
schnellere und kostengünstigere Analyse heimi-
scher Eiweißfutterpflanzen.
Real-time PCR
in der
Pflanzendiagnose:
PCR-Protokolle wurden auf neues Diagnosever-
fahren mittels real-time PCR unter Nutzung des
Gerätes im FB 63 umgesetzt.
Kirschessigfliege:
Untersuchungen beim
Schaderregerbefall durch die Kirschessigfliege
wurde an die BfUL übertragen. 10 Fallen-
standorte wurden wöchentlich beprobt, die
Falleninhalte im Bereich Zoologie ausgewertet.
Damit konnte das Auftreten in der Vegetations-
zeit und auch in der Ruhezeit für ausgewählte
Gebiete in Sachsen abgebildet werden.
GVO-Analytik:
Bis Ende 2015 waren insge-
samt 75 verschiedene Element-, Konstrukt- und
Event-spezifische Nachweisverfahren für GVP
im FB 63 etabliert. 2015 erfolgte die Teilnahme
an einer Validierungsstudie des EURL für den
Nachweis und die Quantifizierung der gentech-
nisch veränderten Sojalinie MON87751.
Zielstellung für 2016 :
Schwermetallanalytik:
Monitoringaufgaben in
2016, Methode berücksichtigt die zu erwarten-
den gesetzlichen Änderungen zur Speziesanaly-
tik im Futtermittelrecht.
Phytopathologie:
Im Zusammenhang mit der
Übertragung zusätzlicher Untersuchungen im
Rahmen des EU Monitoring Quarantäneschader-
reger ist die Erarbeitung neuer Methoden erfor-
derlich.
Futtermittel
: Methoden zur Bestimmung von
Blausäure, Jod und Fluor sollen in 2016 akkredi-
tiert werden, d.h. die Anwendung wird durch die
Deutsche Akkreditierungsstelle umfassend auf
Einhaltung der Qualitätsanforderungen geprüft.
NIRS
: Methode ist bewährt, Umfang des Vorjah-
res soll 2016 gehalten werden, ggf. Erweiterung
durch Methodenentwicklung zur NIRS-Analyse
von Körnerleguminosen.
Real-time PCR
: Nutzung von PCR zum Nach-
weis von tierischen Schaderregern im FB 65.
GVO-Analytik:
Erweiterung des Untersu-
chungsspektrums für den Nachweis und die
Quantifizierung von gentechnischen Verände-
rungen in Futtermitteln und Saatgut.
Die Erweiterung des Untersuchungsspektrums
ist ein kontinuierlicher Prozess, da von Europäi-
schen Referenzlabor für gentechnisch veränder-
te Futter- und Lebensmittel zunehmend vali-
dierte Nachweismethoden für neue GVP veröf-
fentlicht werden.
Der FB 63 ist gemäß Durchführungsverordnung
(EU) Nr. 120/2014 als Nationales Referenzlabor
in die Testung und Validierung neuer Nachweis-
und Identifizierungsmethoden beim EURL ein-
gebunden.

image
image
Umwelterklärung 2016
| 17
D
Optimierung des Arbeitsmittel-
einsatzes
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Probenentnahmeverfahren für Schwebstoffe
in Standgewässern:
Die Auswertung der Daten
aus den in 2014 eingesetzten Schwebstoff-
sammlern ergab eine noch unzureichende Sam-
melkapazität, aber bestimmte Teilverfahren
konnten ausgeschlossen werden. Es wurde ein
neuer, größerer Sammler konstruiert und zum
Verbleib über den Winter eingesetzt.
Untersuchung von Fichtennadeln
: Im Rah-
men der Zusammenarbeit mit dem Kompetenz-
zentrum Wald und Forstwirtschaft im Sachsen-
forst wurden die Nadeln (Rückstellproben) aus
den Jahren 2003, 2005 und 2007 untersucht.
Die Zusammenarbeit mit dem SBS bei der Pro-
benentnahme von Nadelproben scheitert an der
Häufigkeit. Der SBS nimmt nur aller zwei Jahre
Proben, das StrVG verlangt es aber jährlich.
Automatisches LSC-Messgerät:
Auf die neu-
en Geräte HIDEX 300 SL wurden neben der Triti-
um-Bestimmung die Messmethoden zu Radium
222, Radon und Strontium eingeführt. Das ver-
bessert die Geräteauslastung und vermeidet die
Ersatzbeschaffung der Gerätevorgänger.
Verfahrensanpassungen:
Zur Verbesserung
von Auslastung und Wissens- und Erfahrungs-
transfer wurde die Strontium-89/90-Schnell-
bestimmungsmethode im FB 21 und 22 ange-
passt und eine gemeinsame Arbeitsanweisung
freigegeben. Messprogramme wurden entspre-
chend angepasst.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Beschaffung eines Messfahrzeuges als Ersatz
zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit.
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Das Projekt „Unterirdische Mess-
station Leipzig-Mitte“ wurde aus Kostengründen
aufgebeben.
Papier:
25.000 Blatt Papier wurden im GB 4
verbraucht, d.h. 1.471 Blatt pro Mitarbeiter.
Ressourcenschonung,
Verminderung von Emission und Lärm
Zielstellung für 2016
&
Veranschaulichung:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Probenentnahmeverfahren für Schwebstoffe in
Standgewässern:
Die Auswertung der Daten
vom größeren Schwebstoffsammler in der Tal-
sperre Klingenberg erfolgt im ersten Halbjahr
2016. Zielstellung bleibt die Suche nach einem
Probenentnahmeverfahren in Zusammenarbeit
mit der Landestalsperrenverwaltung, um den
Aufwand in der Analytik zu reduzieren. Die er-
mittelten Verbesserungsvarianten werden auf
Praxistauglichkeit untersucht.
Untersuchung von Fichtennadeln
: Die Zusam-
menarbeit mit dem Kompetenzzentrum Wald
und Forstwirtschaft im Sachsenforst (SBS) soll
intensiviert werden. Die Auswertung der unter-
suchten Nadelproben von 2003/05/07 erfolgt in
2016.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Beschaffung eines neuen Werkstatt-und Mess-
fahrzeuges als Hochdachkombi für
die Erhaltung der Einsatzfähigkeit,
geringeren Verbrauch und CO2-Emission.
Im Messnetzbetrieb Luft
Papier:
Zielstellung bleibt bei Verbrauch von
unter 30.000 Blatt bei 18 Mitarbeitern.

image
image
image
Umwelterklärung 2016
18 |
mit folgenden Maßnahmen in 2015:
In den Umweltlaboren
Gefahrstoffeinsatz:
Grundlage für die Fest-
stellung des Gefahrstoffeinsatzes ist die jährli-
che Bestellmenge an Chemikalien. In 2015 gab
es keine signifikanten Änderungen.
2005
2010
2014
2015
Feststoffe in kg
87
44
67
94
Flüssigkeiten in l
1.804
1.449
1.492
1.553
Anzahl Analysen
170.618 202.978
208.733 207.041
fest in g/Analyse
0,51
0,22
0,32
0,45
flüssig in ml/Anal.
10,57
7,14
7,15
7,50
Bei der Analytik von Polyaromatischen Kohlen-
wasserstoffen in Sedimenten wurde das Lö-
sungsmittelvolumen (Toluol) für die Probenvor-
bereitung von ca. 100 ml (2003 mit Soxhlet-
Extraktion) zunächst auf 20 ml (2009 mit Ac-
celerated Solvent Extraction ASE) und dann auf
10 ml je Probe (2015 mit Ultraschallextraktion)
reduziert.
In den Landwirtschaftslaboren
Gefahrstoffeinsatz:
Grundlage für die Fest-
stellung des Gefahrstoffeinsatzes ist die jährli-
che Bestellmenge an Chemikalien.
2010
2011
2012
2014*
2015
fest in kg
51
40
19,6
180 109
44,7
Flüssig in kg
1.319
1.650
549,2
1.591
1.623
Parameter
308.320 283.679 276.379
331.590 329.210
fest g/Par.
0,17
0,14
0,07
0,54 0,33
0,14
flüssig g/Par.
4,28
5,82
1,99
4,80
4,93
*Korrektur wegen Einheitenfehler in der Berechnung.
Pflanzen/Futtermittel:
Die Anwendung der
Stickstoffbestimmung nach DUMAS seit 2010:
2010
2011
2012
2014
2015
Anzahl
399
522
822
726
928
Analysenbedarf:
Die Optimierung der Arbeits-
abläufe im GB 6 erfolgt auf der Basis des durch
die Auftraggeber angemeldeten Analysenbedarfs
bezüglich Matrix, Methoden und Zeitpunkt.
Die Anzahl in 2015 angemeldeter und unter-
suchter Parameter nach Matrizes sortiert:
Matrix
Plan 2015
IST 2015
Pflanzen und Futtermittel
97.843
110.226
Boden
37.332
33.773
Düngemittel
7.150
6.914
Amtliche Futtermittel
5.000
5.000
Saatgut
3.820
4.280
Fleisch, Fisch, Organe
2.790
2.960
Veranschaulichung
&
Zielstellung für 2016:
In den Laboren
Der Einsatz wird jeweils weiterhin überwacht.
In den Landwirtschaftslaboren
Pflanzen/Futtermittel und Produktqualität:
Stickstoffbestimmung nach DUMAS wird, soweit
der Arbeitgeber es zulässt, weiter ausgebaut.
Analysenplanung:
wird folgt fortgesetzt:
Matrix
Plan 2016
Pflanzen und Futtermittel
110.226
Boden
33.773
Düngemittel
6.914
Amtliche Futtermittel
5.000
Saatgut
4.280
Fleisch, Fisch, Organe
2.960

image
image
image
image
Umwelterklärung 2016
| 19
2.3
Kennzahlen
K
Kennzahlen zur Datenverfügbarkeit
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Alle Kennzahlen liegen über dem Ziel von
97 %
bzw.
95 %
, das für 2016 nicht verändert wird.
Oberflächenwasser:
Datenfernübertragung
Gesamt
2006
2012
2013
2015
Pegelanzahl
173
179
187
198
Ausfalltage
371
113
242
66
Maximalverfügbarkeit 63.145 65.335 68.255 72.270
Tage mit Daten
62.774 65.222 68.013 72.204
Verfügbarkeit in %
99,4
99,8
99,6
99,9
Grundwasser:
Erfüllung der Probenahme
Gesamt
2006
2012
2013
2015
beauftragte PN
907
775
743
770
durchgeführte PN
890
763
736
759
Erfüllung in %
98,1
98,5
99,1
98,6
Messnetz „Hochwasser im Grundwasser“
Gesamt
2011
2012
2013
2015
Messstellen
66
115
120
160
Maximalverfügbarkeit 24.090 41.975 43.800 58.400
Tagen mit Daten
23.545 40.647 43.189 57.676
Verfügbarkeit in %
97,7
96,8
98,6
98,8
Agrarmeteorologisches Messnetz
Gesamt
2012
2013
2015
Stationen
33
35
34
Ausfalltage
594
112
61
Verfügbarkeit in %
95,1
99,1
99,5
Ombrometermessnetz (Ziel 95 %):
Gesamt
2013
2015
Stationen
22
22
Ausfalltage
5
46
Verfügbarkeit in %
99,9
99,4
Messung und Überwachung der definierten
Zielgrößen zur Absicherung des erforderli-
chen Datenbestandes
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Alle Kennzahlen wurden erreicht
und bleiben für 2016 bestehen. In der Darstel-
lung wird differenziert nach:
der Verfügbarkeit von Meteorologiedaten,
HVS-Daten
(High Volume Sampler-Daten der tägli-
chen Staubprobenahme in den Fraktionen PM2,5 und
PM10)
und der Temperaturüberwachung. Ziel ist
jeweils: 92,8 %.
Verfügbarkeit in % 2006 2010 2012 2013 2015
Meteorologiedaten
96,6
99,4
99,2
99,4
99,6
HVS-Daten 10
97,9
99,2
98,9
98,8
99,2
HVS-Daten 2,5
98,8
99,0
99,4
Temperatur
98,3
98,7
98,7
97,4
99,4
Gesamt- und Analysatoren-Verfügbarkeit
Verfügbarkeit (Ziel)
2010
2012
2013
2015
Gesamt
(90,0 %)
96,2
97,2
97,0
98,3
BTX
(90,0 %)
95,6
92,0
93,0
95,5
Schwefeldioxid (92,8 %)
96,7
97,5
95,8
99,2
Ozon
(92,8 %)
97,9
98,3
98,2
99,0
Stickoxide (NOx) (92,8 %)
98,3
98,8
99,0
99,2
TEOM
(92,8 %)
93,2
99,0
96,1
98,3
Ausfallquote
Gravimetrie in %
Ziel
2010 2012 2013 2015
<0,1%
<0,1 <0,1 <0,1
0,03

image
image
Umwelterklärung 2016
20 |
K
Kennzahlen zur Berichterstattung
Im Messnetzbetrieb Luft
Emission:
Ziel 2006 2012 2013 2015
Übergabe schriftli-
cher Messberichte
in Tagen
<21 20,5
14
14
<21
Datenplausibilität
der Messberichte an
Hand der Anzahl der
Reklamierungen pro
Jahr
<4
0
0
0
0
Beide Kennzahlen bleiben für 2016 bestehen.
K
Weitere Kennzahlen
Die Energieeffizienz des eigenen Fahrzeugver-
kehrs wird an Hand des Kraftstoffverbrauchs der
Dienst-KFZ verdeutlicht.
Die in der Umwelterklärung 2008 formulierte
Zielstellung, einen durchschnittlichen Verbrauch
von weniger als 9 l auf 100 km zu erreichen,
war nicht umsetzbar. Als realistische Obergrenze
wurde daher der Verbrauch von 9,5 l auf 100 km
festgelegt.
Die freiwillige Selbstverpflichtung zur Beach-
tung einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h
auf Autobahnen wird weiterhin aufrechterhal-
ten.
In 2016 soll geprüft werden, wie und in wel-
chem Umfang der Umstieg auf Elektromobilität
möglich und gegebenenfalls förderfähig ist.
Überwachung der Datenbereitstellung in
Berichtsform
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Zur Datenverfügbarkeit im Immissi-
onsmessnetz wird seit 2012 die Berichterstat-
tung an den Auftraggeber mittels Kennzahl
überwacht:
Ziel
2012
2013
2015
Wochenmail (von 52)
50
50
51
50
Monatsmail (von 12)
10
10
12
10
Wochenmail beinhaltet: Aktivitäten / Maß-
nahmen zur Erreichung der Verfügbarkeiten;
Übermittlung am jeweiligen Freitag.
Monatsmail beinhaltet: Auswertung zur
Verfügbarkeit; Übermittlung jeweils am Frei-
tag der nachfolgenden Kalenderwoche.
Mit dieser Zielstellung soll das in 2011 erreichte
Niveau weiterhin sichergestellt werden.
Zur Verringerung negativer Umweltaus-
wirkungen
Auf folgender Datengrundlage:
2003 2007 2013 2014
2015
Fahrtstrecke in
1.000 Kilometer
795,9 854,5 997,9 958,7 1.002,2
Kraftstoffmenge
in 1.000 Liter
75,7
80,8
93,6
87,8
89,3
Verbrauch
in l/100km
9,51
9,02
9,38
9,16
8,91

image

image

image
 
Umwelterklärung 2016
| 23
Impressum
Herausgeber:
Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Altwahnsdorf 12, 01445 Radebeul
Telefon: +49 351 8312-501
Telefax: +49 351 8312-509
E-Mail: poststelle.bful@smul.sachsen.de
(Kein Zugang für elektronisch signierte sowie für verschlüsselte elektronische Dokumente)
Internet:
www.smul.sachsen.de/bful
Verteilerhinweis
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung zur
Information der Öffentlichkeitsarbeit herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch von deren Kandidaten oder Helfern im
Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für alle Wahlen.
Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das Einle-
gen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbe-mittel. Untersagt ist auch die Weitergabe an Dritte
zur Verwendung bei der Wahlwerbung.
Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die vorliegende Druckschrift nicht so verwendet werden, dass
dies als Parteinahme des Herausgebers zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte.
Diese Beschränkungen gelten unabhängig vom Vertriebsweg, also unabhängig davon, auf welchem Wege und in welcher Anzahl
diese Informationsschrift dem Empfänger zugegangen ist. Erlaubt ist jedoch den Parteien, diese Informationsschrift zur Unter-
richtung ihrer Mitglieder zu verwenden.