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Sächsisches Krankenhaus für Psychiatrie
und Neurologie Rodewisch
Sanierung und Umbau Gebäude B4 – Gerontopsychiatrie
Bauherr
Freistaat Sachsen
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Staatsminister der Finanzen, Prof. Dr. Georg Unland
Abteilungsleiter Landesvermögen und Staatshochbau
Johann Gierl
Staatsbetrieb
Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Geschäftsführer Prof. Dieter Janosch
Unternehmensbereich Planungs- und Baumanagement
Unternehmensbereichsleiter Volker Kylau
Niederlassung Zwickau
Niederlassungsleiter Michael Haas
Projektleitung
Diana Weber, Wolfgang Lochmann
Projektleitung Technik
Uwe Röder, Wolfgang Glede, Wolfgang Lüttke
Projektleitung Ingenieurbau
Matthias Hausdorf, Lutz Brückner, Rainer Haderthauer
Planungsbeteiligte
Architektur und Bauüberwachung
Bauplan GmbH & Co.KG, Architekten und Ingenieure, Leipzig
Tragwerksplanung
MFPA Leipzig GmbH, Leipzig
Haustechnik HLS
Ingenieurbüro Petzold & Rink, Falkenstein
Haustechnik ELT
IG GWW mbH, Leipzig
Tiefbau
Brandschutzkonzept
Herr Gäbler, Plauen
Brandschutzprüfung
Dipl.-Ing. Klaus-Jürgen Richter,
Leipzig
Aufzugsanlagen
IB Petzold & Partner, Dresden
Baugrunduntersuchung
PI Dipl.-Ing. J.Strobelt, Zwickau
Sicherheits- und Gesundheitskoordinator
IB Obeth u.
Riedl, Rodewisch
Außenanlagen
Fugmann & Fugmann, Falkenstein
Holzschutzgutachter
Planungsbüro Oertel, Plauen/
Neundorf
Farbkonzept
Florentine Schwarzmeier, Arnsdorf
Ausführende Firmen
Baumeisterarbeiten
Hunschede Hoch+Tiefbau GmbH,
Plauen
Zimmerarbeiten
Zimmerei L. Sünderhauf, Weischlitz
Fassadenarbeiten
Fa. Baldauf - Fenster u Metallbau, Auer-
bach / OT Rebesgrün
Dachdeckerarbeiten
Meinel Dach & Wand, Klingenthal
Malerarbeiten
Sebastian Göschel, Reichenbach
Tischlerarbeiten
HSH Bauelemente GmbH, Bentwisch
Technik HLS
ELHEISA GmbH, Aue
Technik ELT
Bormann & Reinhold GmbH & Co. KG, Gera
Außenanlagen
Firma Roscher & Partner, Lichtentanne
Gebäudedaten
Gesamtbaukosten
4.660 T€
Nutzfläche
1.668 m²
Bruttogrundfläche
2.978 m²
Bruttorauminhalt
10.000 m³
Planungsauftrag 05/2008
Bauauftrag 08/2010
Baubeginn (Entkernung)
11/2010
Fertigstellung 11/2012
Übergabe 01/2013
Herausgeber
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und
Baumanagement
Wilhelm-Buck-Straße 4, 01097 Dresden
www.sib.sachsen.de
im Auftrag des Freistaates Sachsen
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Redaktion
Wolfgang Lochmann
Gestaltung und Satz
Atelier Florentine, Antonia Schwarzmeier
Arnsdorf/Dresden
Fotografie
Bert Harzer, Mülsen Sankt Niclas
Druck und Verarbeitung
Druckerei Förster und Borries, Zwickau
Auflagenhöhe
500 Stück
Redaktionsschluss
Dezember 2012
Bezug
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei:
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und
Baumanagement
Niederlassung Zwickau
Dr.-Friedrichs-Ring 2A, 08056 Zwickau
Telefon: +49 375 28 36 90
Fax: +49 375 28 36 91 05
E-Mail: poststelle@sib-z.smf.sachsen.de
Verteilerhinweis
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staats-
regierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Verpflich-
tung zur Information der Öffentlichkeit herausgegeben. Sie
darf weder von Parteien noch von deren Kandidaten oder
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dass dies als Parteinahme des Herausgebers zu Gunsten ein-
zelner politischer Gruppen verstanden werden könnte.
Diese Beschränkungen gelten unabhängig vom Vertriebsweg,
also unabhängig davon, auf welchem Wege und in welcher
Anzahl diese Informationsschrift dem Empfänger zugegan-
gen ist. Erlaubt ist jedoch den Parteien, diese Informations-
schrift zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu verwenden.
Copyright
Diese Veröffentlichung ist urheberrechtlich geschützt. Alle
Rechte, auch die des Nachdruckes von Auszügen und der
fotomechanischen Wiedergabe, sind dem Herausgeber vor-
behalten.
Brandschutz
Ein Schwerpunkt der Sanierungsmaßnahme bildete die Um-
setzung der Forderungen des baulichen Brandschutzes. Neben
dem Ausbau der Flucht- und Rettungswege wurde eine Brand-
meldeanlage installiert.
Farbkonzept
Die farbliche Gestaltung des Hauses erfolgte aus der Erkenntnis,
dass Farben die Befindlichkeit des Menschen positiv beeinflus-
sen. Mit dieser qualifizierten, nutzerbezogenen Farbgestaltung
werden schon seit einigen Jahren positive Erfahrungen gesam-
melt, z.B. im Haus am Karswald, einer Wohnstätte zur Pflege
und Förderung behinderter Menschen in Arnsdorf/Sachsen.
Die Grundlage dafür bildet der HPM-COLOR-Test, mit dem die
Farbwelt eines Menschen und daraus abgeleitet das Farbspekt-
rum für eine Gruppe bestimmt werden kann.
Für die Farbgestaltung der Klinik wurde der Farbtest mit allen
Mitarbeitern und Patienten durchgeführt. Daraus resultierend
berücksichtigt das Farbkonzept die Farbbedürfnisse der Mit-
arbeiter in den Personalräumen. Die Farben in den Patienten-
zimmern unterscheiden sich entsprechend der beiden spezifi-
schen Patientengruppen im Erd- und Obergeschoss. In den von
Patienten und Personal gemeinsam genutzten Räumen, wie
Aufenthaltsräume und Flure, kommen die Farben zum Tragen,
die jeweils allen gerecht werden. Zur besseren Orientierung der
Patienten sind, aus den Testergebnissen abgeleitet, die Türen
mit unterschiedlichen Farben eingerahmt.
Das Farbkonzept beinhaltet sowohl die baugebundenen Far-
ben als auch Empfehlungen zur Farbgestaltung der Innenein-
richtung.
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Das Sächsische Krankenhaus (SKH) für Psychiatrie und Neu-
rologie Rodewisch ist im Zentrum der Stadt Rodewisch, im
Vogtlandkreis gelegen.
Der Gesamtkomplex wurde 1893 als „Königlich Sächsische
Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke zu Untergöltzsch“
errichtet und wird seither als Krankenhaus genutzt. Die An-
lage wurde nach den damalig neuesten medizinischen Kon-
zeptionen errichtet. Die einzelnen Gebäude wurden in einem
großzügigen Landschaftspark angeordnet und sind in der Regel
Baubeschreibung des Bestandes
Das Gebäude Haus B4, des Sächsischen Krankenhauses für
Psychiatrie und Neurologie Rodewisch, wurde 1913/14 in massi-
ver Bauweise errichtet. Dem länglichen Mittelbau wurden beid-
seitig Kopfbauten mit Walmdach angefügt. Das Treppenhaus
wird von einer geschweiften Haube gekrönt. Die Fassade des
51 Meter langen und 16 Meter breiten Gebäudes wurde im
Gegensatz zu den bereits 1893 errichteten Häusern mit einem
Kratzputz veredelt. Bereits 1994/95 wurde die Fassade instand-
gesetzt und das Dach neu gedeckt. Ein Aufzug wurde ebenfalls
eingebaut, um das Gebäude als gerontopsychiatrische Klinik
nutzen zu können.
zweigeschossig. An einzelnen Gebäuden wurden im Laufe der
Nutzungsgeschichte bereits An- und Umbauten, sowie Aufsto-
ckungen vorgenommen.
Bis 1914 entstanden 41 Gebäude. Überwiegend bestim-
mend für das äußere Erscheinungsbild der Klinikgebäude
sind die gelben Klinkerfassaden mit Natursteinverblendun-
gen im Sockelbereich und die Schieferdeckungen der Dächer.
Das Ensemble des Sächsischen Krankenhauses für Psychiatrie
und Neurologie steht unter Denkmalschutz.
01 Patientenzimmer Erdgeschoss
02 Aufenthaltsraum Erdgeschoss
03 Personalraum Erdgeschoss
04 Farbvorschlag für die Umsetzung nach
HPM-Color-Test
05 Flur Erdgeschoss
06 HPM-Color-Farbsystem
Sanierungskonzept
Nach den Jahren intensivster Nutzung war eine grundlegende
Sanierung unumgänglich. Dies wurde nicht allein deshalb
notwendig, da die marode Bausubstanz einer dringenden
Erneuerung bedurfte. Vielmehr musste das Gebäude umgebaut
werden, da es den hohen Anforderungen, welche heute an
die Pflege gerontopsychiatrischer Patienten gestellt werden,
nicht mehr genügte. Der Bestand in seiner äußeren Wirkung,
sowie die Gebäudekonstruktion wurden grundsätzlich beibehal-
ten. Die Raumstrukturen wurden jedoch völlig neu konzipiert.
Das Gebäude beherbergt zwei gerontopsychiatriesche Statio-
nen.
Dachgeschoss
Im Dachgeschoss wurden die Therapieräume angeordnet. Der
verbleibende Teil des Dachgeschoss nimmt alle sonstigen Funk-
tionen auf, wie: Arbeitsräume für therapeutische und medizi-
nisches Personal, sowie Räume für Verwaltung und Stations-
leitung und Lager. Im Erdgeschoss wurde eine Liegeterrasse
(mindestens 10 Liegeplätze) mit Rollstuhlrampe und Freitreppe,
als Zugang zum Patientengarten angebaut.
Erdgeschoss/Obergeschoss
Sowohl im Erd- als auch im Obergeschoss befinden sich die
Behandlungs- und Versorgungsräume zur therapeutischen und
medizinischen Versorgung der Patienten, sowie deren Schlaf-
und Aufenthaltsräume. Jede Station beherbergt 20 Betten
plus ein eventuelles Notbett. Die Stationen können optional
in Teilstationen für depressive und demenzkranke Patienten
unterteilt werden. Die Räume reihen sich entlang des innen
liegenden Flures an den Fassaden. Dadurch ist eine ausrei-
chende natürliche Belüftung und Belichtung der Räume ge-
währleistet. Die überwiegende Zahl der Bettenzimmer konnte
an der Ostfassade angeordnet werden. Aus diesen Zimmern
können die Patienten die weite Aussicht über die Grünanlagen
mit dem alten Baumbestand genießen. Jeweils zwei Räumen
ist eine Dusche mit Toilette zugeordnet. Die Speise– und Auf-
enthaltsräume sind in den Kopfbauten untergebracht. Zu die-
sem Zweck wurde am südlichen Kopfbau ein Anbau errichtet.
Eine zentrale Position nimmt der Dienstraum ein. Dieser ist auf
jeder der beiden Etagen gegenüber dem Haupttreppenhaus
und dem Fahrstuhl gelegen. Somit ist eine gute Einsehbarkeit
des Flures gegeben. In direkter Verbindung zum Dienstraum
wurde jeweils ein Intensivbettzimmern angeordnet.
Kellergeschoss
Im Kellergeschoss wurden alle Räume für die notwendigen
technischen Einrichtungen, Lagerräume sowie die Sozialräume
Ansicht Nord
für das Personal untergebracht.
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Ansicht Ost