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Sächsische Gartenakademie
Beate Kollatz
Gartentelefon donnerstags 14-17 Uhr: 0351 2612-8080
LfULG, Abteilung Gartenbau, Referat Zierpflanzenbau
E-Mail: gartenakademie@smul.sachsen.de
beate.kollatz@smul.sachsen.de
http://www.landwirtschaft.sachsen.de/gartenakademie
Gartentipp
Pflege von Kübelpflanzen im Herbst
Gartentipp Oktober 2016
Zwar mag bei schönem Herbstwetter keiner so recht
an Frost und Winter denken, aber nach klaren Näch-
ten ist es morgens schon recht kühl. Für manche
empfindliche Kübelpflanze kann es im Freien zu kalt
werden. Deshalb müssen spätestens jetzt die Vorbe-
reitungen für eine erfolgreiche Überwinterung der
Kübelpflanzen getroffen werden.
Schon vor einigen Wochen wurden durch das Aus-
setzen der Düngung und eine sparsamere Bewässe-
rung die Pflanzen auf ihre Vegetationsruhe vorberei-
tet.
Nun muss das richtige Überwinterungsquartier ge-
funden werden. Die über den Winter herrschenden
Licht- und Temperaturverhältnisse sind die wichtigs-
ten Größen. Dunkel und warm ist die ungeeignetste
Kombination für eine erfolgreiche Überwinterung.
Die idealen Überwinterungsbedingungen entspre-
chen denen des natürlichen Lebensraumes der
Pflanzen. Mediterrane Arten, wie Oleander, Lorbeer
oder Zitrusarten, überwintern am besten bei 5 –
10 °C. Pflanzen aus Gegenden, in denen es auch im
Winter warm ist, benötigen Temperaturen von 10 –
15 °C. Dazu gehören zum Beispiel Dipladenien, Ti-
bouchina oder der Veilchenstrauch. Bei diesen Tem-
peraturen brauchen die Pflanzen aber auch viel Licht.
Leider sind selten die optimalen Bedingungen vor-
handen. Allgemein gilt: Je heller das Winterquartier
ist, umso besser werden auch höhere Temperaturen
vertragen. Ist der Raum dunkel, muss es kühler sein.
Laubabwerfende Arten wie Fuchsie und Engelstrom-
pete können dunkel überwintert werden. Ganz wich-
tig ist dann aber, dass die Temperaturen auch niedrig
sind, damit die Pflanzen nicht vorzeitig austreiben.
Die im
Überwinterungsquartier vorherrschenden
Temperaturen bestimmen auch den Zeitpunkt des
Einräumens der Kübelpflanzen mit, denn Außentem-
peratur und Temperatur im Überwinterungsquartier
sollten zu diesem Zeitpunkt annähernd gleich sein.
Rasche Temperaturveränderungen bedeuten einen
Schock für die Pflanzen. Es gilt die Regel: Nicht zu
früh einräumen und im nächsten Frühjahr nicht zu
spät wieder ins Freie ausräumen!
Beim Einräumen können lang gewachsene Triebe
eingekürzt werden. Jedoch muss genug Pflanzen-
masse übrig gelassen werden, da diese auch die
Nährstoffe für den Winter enthält. Der richtige Rück-
schnitt erfolgt erst im Frühjahr.
Wichtig ist die Kontrolle der Pflanzen auf Krankheiten
und Schädlinge. Mit dem Entfernen befallener Blätter
und Triebspitzen oder eventuell einer Behandlung mit
Pflanzenschutzmitteln werden die Pflanzen auf die
Überwinterung vorbereitet. Gelangen einige wenige
Erreger mit in das Winterquartier, können sich diese
bei steigenden Temperaturen sehr schnell vermeh-
ren.
Im Überwinterungsquartier benötigen die Pflanzen
viel weniger Wasser, müssen aber auch regelmäßig
gegossen werden. Hier ist Fingerspitzengefühl ge-
fragt. Das Substrat darf nicht austrocken, die Pflan-
zen dürfen aber auch nicht zu nass stehen. Deshalb
ist eine regelmäßige Kontrolle der Substratfeuchte
wichtig. In diesem Zusammenhang wird nicht nur
nach dem Substrat geschaut, sondern gleich kontrol-
liert, ob die Pflanzen noch gesund sind oder mit
Blattläusen oder Spinnmilben befallen sind.