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Sächsische Gartenakademie
Gartentelefon donnerstags 14-17 Uhr: 0351 2612-8080
E-Mail: gerd.grossmann@smul.sachsen.de
http://www.landwirtschaft.sachsen.de/gartenakademie
Gartentipp
Die Bodenuntersuchung
Gartentipp April 2013
…im Frühjahr gibt Aufschluss über den Versorgungs-
zustand mit Nährstoffen.
Bevor der Kleingärtner zum Düngersack greift, muss
er Kenntnis über den Versorgungszustand des
Gartenbodens haben. Denn ein Zuviel an Nähr-
stoffen im Boden schadet sowohl den Pflanzen als
auch der Umwelt. Allgemein kann man feststellen,
dass Gartenböden gerade mit Phosphor und Kalium
sehr gut versorgt sind. Deshalb gibt eine alle drei bis
fünf Jahre durchzuführende Bodenuntersuchung
Aufschluss über den Versorgungszustand mit den
Hauptnährstoffen Phosphor und Kalium sowie über
die Kalkbedürftigkeit auf der Grundlage des pH-
Wertes.
Eine Untersuchung auf pflanzenverfügbaren
Stickstoff macht für den Kleingärtner wenig Sinn, da
der Stickstoff einer ständigen Veränderung im Boden
unterliegt. Außerdem müsste die Bodenprobe von
ihrer Entnahme im Garten bis zum Untersuchungs-
labor gekühlt werden.
Die besten Zeiträume der Probenahme sind der
Spätherbst, wenn die Beete beräumt sind, oder das
zeitige Frühjahr. Die Bodenprobe ist von einer
einheitlich genutzten Fläche zu nehmen. Am
wichtigsten ist hierbei der Gemüsegarten anzusehen,
da der Nährstoffbedarf beim Gemüse höher ist als
beispielsweise beim Baum- und Strauchobst oder bei
Zierpflanzen.
Am einfachsten entnimmt man die Bodenprobe mit
einem Bohrstock.
Der Bohrstock wird senkrecht, ca. 30 cm tief
eingestochen und um 360 ° gedreht. Danach zieht
man ihn vorsichtig heraus. In der Nut des
Bohrstockes haftet der Boden, der mittels Holzstab in
einen Eimer entleert wird. Gleichmäßig über die
Fläche verteilt wird etwa 15-mal eingestochen.
Bei Rasenflächen genügt eine Einstichtiefe von
10 cm.
Steht kein Bohrstock zur Verfügung, kann man sich
auch mit dem Spaten behelfen. Der Spaten ist
senkrecht einzustechen und der Boden auszuheben.
Dann sticht man mit dem Spaten eine ca. 2 cm dicke
Bodenscheibe von der glatten Wand ab. Von dieser
spatenbreiten Bodenscheibe werden nur im Mittelteil
- also über die gesamte Spatenblattlänge verteilt -
drei bis vier Zentimeter Boden verwendet und im
Eimer gesammelt.
Hat man genügend Boden, wird kräftig durchmischt.
Das Untersuchungslabor benötigt etwa 500 g Boden.
alle Fotos: Rank/Obenaus, LfULG
Die Probe wird in einen Plastikbeutel gegeben, der
deutlich zu beschriften ist.
Neben der genauen Anschrift sind für das Labor
Angaben zu den zu untersuchenden Nährstoffen
sowie zur Nutzung der Fläche wichtig.
Anschriften von Untersuchungslaboren können dem
Branchenbuch „Gelbe Seiten“ entnommen werden.