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Sächsische Gartenakademie
Gudrun Rösler
Gartentelefon donnerstags 14-17 Uhr: 0351 2612-8080
LfULG, Abteilung Gartenbau, Referat 83
E-Mail: gartenakademie@smul.sachsen.de
gudrun.roesler@smul.sachsen.de
http://www.landwirtschaft.sachsen.de/gartenakademie
Gartentipp
Gartenrosen und ihre Farbbegleiter
Gartentipp Juni 2016
Die Rosen sind einer der bekanntesten und ältesten
Schmuckpflanzen. In China werden sie bereits 1500
vor unserer Zeitrechnung erwähnt. Die etwa 200 auf
der nördlichen Halbkugel vorkommenden Wildarten
sind überwiegend sommergrüne Laubsträucher mit
mehr oder weniger starker Bestachelung. Sie wach-
sen aufrecht oder als langtriebige Spreizklimmer. Ihre
Blütenfarben beschränken sich auf rosa, rot, gelb
oder weiß.
Aus verschiedenen, vorrangig in Asien vorkommen-
den Wildformen, wurden bisher etwa 25000 Gartens-
orten mit voneinander abweichenden Blütenformen,
sowie fein gestuften Blütenfarben und Duftnuancen
herausgezüchtet. Gemessen an der Gesamtzahl der
Rosenarten und –sorten sind es nur wenige, die sich
dauerhaft für gestalterische Zwecke bewährt haben.
Rot blühende Rosensorten haben aufgrund ihrer
Farbintensität und Fernwirkung eine besondere Be-
deutung. Mit ihnen ergibt sich die Möglichkeit kon-
trastreiche Nachbarschaften zu gestalten.
Dunkelgrüne und vor allem blaugrüne Gehölze und
Gräser sind für rote Blütenfarben ein farbsteigernder
Hintergrund.
Kühl wirkende blaue Begleitstauden bringen das
warme Rot der Rosen noch mehr zur Geltung.
Silbergrau gefärbte Pflanzen wirken noch intensiver
und verbessern ebenfalls die Wirkung von zartrosa
Sorten.
Weiß blühende Rosen wirken zusammen mit blauen
und silbergrauen Partnern gestalterisch hell und
frisch.
Dagegen ist die Benachbarung von Rosen mit ähn-
lich leuchtkräftigen Sommerblumen schwierig, da
diese farblich miteinander konkurrieren.
Während geeignete Gehölze und Solitärstauden
vorwiegend zur Raumbildung im Hintergrund einge-
setzt werden, können höhere und mittlere Begleit-
stauden Lücken zwischen den Rosen schließen.
Bodendeckende Stauden sollten gleichzeitig Boden-
schutz und farbliche Ergänzung sein. Der Boden
direkt unter den Rosen sollte zum Lockern und Dün-
gen weitestgehend frei bleiben.
Alle den Rosen zugeordneten Stauden müssen eine
hohe Lebenserwartung mitbringen und sollten son-
nenverträglich sein.
Bei einer Neupflanzung mit Stauden ist zu beachten,
dass die Rosen mit ausreichenden Abständen ge-
pflanzt werden und die Begleitstauden genügend
Ausbreitungsfreiheit haben, damit diese gestalterisch
wirken können. Je nach aufrechter oder herabfallen-
der Wuchsform der Großstrauchrosen sollten die
Stauden näher oder weiter an die Rosen herange-
setzt werden.
Allgemein sind als Kombinationspartner Beet- und
Prachtstauden oder Wildstauden mit Beetstau-
dencharakter zu empfehlen. Zur Flächendeckung
eignen sich flächendeckende Staudenarten und im
geringen Umfang massereiche, unkomplizierte Pols-
terstauden.