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Sächsische Gartenakademie
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Gartentipp
Zeitige Gemüseaussaaten im Freiland
Gartentipp März 2013
Erbsen, Spinat, Möhren, Schnitt- und Wurzelpeter-
silie, Zwiebeln, Salat, Dill, Thymian, Bohnenkraut und
noch einiges mehr können schon ab Ende März in
flache Saatrillen ins Freiland gesät werden!
Auch wenn die Temperaturen Anfang März noch
nicht zu Gartenarbeiten im Freien ermuntern, so wer-
den doch bald die Flächen abtrocknen. Bei Gemüse-
kulturen lohnt es sich, frühe Sorten direkt in den Gar-
ten zu säen. Hierfür ist es erforderlich dass Saatbeet
gründlich vorzubereiten.
Beetvorbereitung
Der erste Arbeitsschritt besteht im Vorbereiten der
Beete. Für Gemüsebeete eignet sich eine Breite von
1,20 m. Die Länge des Beetes kann individuell
gewählt werden. Wurden im Herbst Gründüngungs-
pflanzen ausgesät, so sind sie jetzt abzuharken und
zu kompostieren.
Ist der Boden sehr fest, kann man ihn mit dem Grub-
ber bearbeiten oder mit dem Sauzahn lockern. Um-
graben sollte man nur sehr schwere Böden.
Um das Beet unkrautfrei vorzubereiten, müssen Wur-
zelunkräuter wie Giersch, Löwenzahn und Quecke
vorsichtig und möglichst ganz herausgezogen wer-
den. Das gesamte Unkraut ist sorgfältig zu entfernen.
Die Fläche wird mit der Harke mehrfach glatt gezo-
gen, sodass eine feine Krümelstruktur entsteht.
Vor der Aussaat sollte das Beet einige Tage liegen
bleiben, damit es sich absetzen kann. Der Samen
wird sonst in tiefere Bodenschichten gezogen und
keimt schlecht.
Aussaat
Gemüsearten, die später nicht verzogen werden, sät
man am besten in Reihen aus. Der Vorteil der
Reihensaat besteht darin, dass die jungen Sämlinge
sich besser vom Unkraut unterscheiden lassen. Die
Pflege der Flächen wird so erleichtert.
Zehn Zentimeter vom Beetrand entfernt, wird eine
Schnur gespannt, die als Markierung zum Ziehen der
Reihen dient. An dieser entlang werden die Rillen mit
dem Stiel einer Harke oder mit einem Reihenzieher
gezogen. Die Abstände zwischen den Reihen sind
von den Kulturen abhängig. Sie sollten ausreichend
Platz für Wachstum, Entwicklung und Pflege bieten.
Die Tiefe der Rillen ist ebenfalls für den Erfolg der
Aussaat entscheidend und sollte genau beachtet
werden. Diesbezügliche Angaben finden sich auf den
Saatguttüten. Bei feinem Gemüsesamen wie Möhre,
Salat und Zwiebel genügen 1 bis 1,5 cm Tiefe.
Die Samenkörner werden in die Hand genommen
und möglichst einzeln in die Rillen abgelegt. Dies
erspart ein späteres Vereinzeln. Wer Radieschen als
Markiersaat verwendet, erleichtert das Hacken des
Bodens vor dem Auflaufen, z. B. bei Zwiebeln.
Sind die Reihen besät, wird die Erde vorsichtig mit
der Hand oder mit dem Rechenrücken über der Rille
verteilt. Bewährt hat sich auch ein Zustreuen mit
Komposterde. Bei Trockenheit wird vorsichtig ange-
gossen. Zum Schutz gegen Vögel kann Reisig auf
die Beete gelegt werden.
Vorteile
Eine zeitige Gemüseaussaat hat viele Vorteile, z. B.:
Frisches erstes Gemüse aus dem eigenen
Garten!
Bei früher Radieschenaussaat: Gemüsefliegen
sind noch nicht unterwegs
Bei Saatzwiebeln: bessere Lagerfähigkeit und
Haltbarkeit der Zwiebeln
Übersicht: Frühe Gemüseaussaaten
Gegebenheit
Radieschen Zwiebel
Möhre
Saattiefe in cm
0,5 bis 1
1
0,5 bis 1
Abstand von
Reihe zu Reihe
in cm
10 bis 15
20
15 bis 20
Endabstand
in der Reihe in
cm
6 bis 8
5 bis10
15
Auflaufzeit in
Wochen
1
4
2 bis 4
Frühe Aussaat
bis Ernte in
Tagen
30
150
80 bis 90