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Haus des Waldes
Wo stehen wir, wohin gehen wir? –
Herausforderungen für die Waldpädagogik
Impulsvortrag 1. Sächsisches Waldpädagogikforum am 06.11.2015
Berthold Reichle, Haus des Waldes, Stuttgart

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Haus des Waldes
Überblick
Was ist Waldpädagogik
Woher kommen wir
Potenziale der Waldpädagogik
Derzeitige Situation national und international
Herausforderungen für die Waldpädagogik

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Haus des Waldes
Waldpädagogik heißt
draußen sein
die Natur mit allen Sinnen erleben
viele Informationen
aktiv und kreativ sein, spielen und gestalten
Spaß haben und Natur positiv erleben

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Haus des Waldes
Woher kommen wir? (am Beispiel Baden-Württemberg)
seit Mitte der 80er: von der Försterführung zur
waldpädagogischen Veranstaltung
1995: Waldpädagogik als Aufgabe der Forstbehörde
im Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg
2004: Wald als außerschulischer Lernort in den
Bildungsplänen verankert
2005-2014: UN-Dekade Bildung für nachhaltige
Entwicklung
seit 2008 bundeseinheitliche Standards Zertifikat
Waldpädagogik in Deutschland
2015: 10th European Forest Pedagogics Congress

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Haus des Waldes
Nachhaltige multifunktionale
Forstwirtschaft
Vor ca. 300 Jahren Geburtsstunde der Nachhaltigkeit
Zunächst Flächennachhaltigkeit
dann Massennachhaltigkeit
bis zur Multifunktionalen Nachhaltigkeit
Weitere Nutzungen spielen eine Rolle (z.B. Freizeit)
Weitere Leistungen des Waldes: Schutzfunktion
Jedoch auch: Biodiversität, Ressourcen, Landschaft
Mensch als Teil der Natur

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Haus des Waldes
Nachhaltige Entwicklung als universelles Prinzip
Forstwirtschaft als Beispiel
1992 Weltgipfel in Rio
Ökologie, Soziales, Ökonomie
Übertragung auf alle anderen Lebensbereiche
Im globalen Kontext

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Haus des Waldes
5 Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung
Nachhaltige
Entwicklung
Naturnahe
Waldwirtschaft
Gerechtigkeit
(global, Gender)
Übernutzung, Nutzung der
Wälder anderer Kontinente,
Wald und Klima
Arbeitsplatz
Integration
(Ökologie, Soziales,
Ökonomie)
Lebensraum Wald,
Schutzfunktionen,
Erholungsfunktion,
Rohstoff
Dependenz
(Naturkapazität)
Ressourcen, Flächenerhalt,
Zuwachs, Kreisläufe
Permanenz
(Dauerhaftigkeit)
Zeit erleben, Alter d. Bäume/
Wälder, Wirtschafts
zeiträume,
forstliche Planung
Subjektivität
(Eigenverantwortung)
Holzverwendung,
Konsum, Naturschutz

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Haus des Waldes
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Bildung ist eine Voraussetzung um die nachhaltige
Entwicklung leben zu können.
Werte
Kompetenzen
Wissen
Der Bildungsprozess muss Handeln zur
Folge haben

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Haus des Waldes
Waldpädagogik aus zwei Perspektiven
als Teil der BNE
Forstliche
Bildung
Aus Sicht der
Forstleute
Aus Sicht der
Bildung

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Haus des Waldes
Potenziale der Waldpädagogik
Emotionen
Draußen
Selbstwirksam
Gruppe
Ganzheitlich
Risiko
Themen
Nachhaltigkeit
Forstwirtschaft
Holzverwendung
Klima
Globaler Kontext
Biodiversität
Lebensalltag …
Sozial
Team
Persönlichkeit
Vertrauen
Achtsamkeit …
Methoden (partizipativ, reflektiv, eigenverantwortlich, mitgestaltend, abwägend, frei, Transfer)

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Haus des Waldes
2014: ca. 6.500 Veranstaltungen,
ca. 130.000 Kinder und Jugendliche
Haus des Waldes
4 Waldschulheime
über 12 Waldklassenzimmer
über 16 Walderlebnispfade
33 Waldjugendzeltplätze
4 Waldmobile (SDW/ForstBW)
Förster der Unteren Forstbehörden
Wo stehen wir strukturell?

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Haus des Waldes
Wo stehen wir international?
Subgroup des FCN
Vertreter der FCK:
Dirk Schmechel, LWF Bayern
Berthold Reichle, ForstBW
15 Länder sind vertreten
jährlicher Kongress
Waldpädagogik Strategie 2015
www.forestpedagogics.eu

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Haus des Waldes
Ist damit alles gut?
Nutzen wir das Potenzial?
Lernen die Kinder was (fürs Leben)?
Sind sie oft genug draußen?
Haben wir die notwendigen Strukturen?
Und letztendlich das Entscheidende:
Handeln die Menschen im Sinne einer
nachhaltigen Entwicklung?

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Haus des Waldes
Behauptung 1:
BNE tut weh!
BNE-Kriterien für die Themenwahl
Lokale und globale Gegebenheiten und Prozesse
Reflexion über zukünftige Entwicklungen
Auswirkungen der Vergangenheit und Gegenwart auf zukünftige Generationen
Politische, ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Dimension
kritische Auseinandersetzung mit Werthaltungen
konkurrierende und übereinstimmende Interessen von einzelnen Akteuren
Ungleichheit und Macht
Prinzipien der BNE
Mit Widersprüchen und kontroversen Sichtweisen konstruktiv umgehen
Eigene Wertvorstellungen als eine von vielen Möglichkeiten anerkennen
Bestehendes kritisch überprüfen und Mut für neue Sichtweisen entwickeln
Trotz Unsicherheiten entscheiden und handeln
Soziale Ungerechtigkeiten erkennen und den Bezug zum eigenen Handeln herstellen
Partizipation erfahren: lernen, in demokratischen Prozessen nach Lösungen zu suchen
Zukunftsorientierung: In allen Situationen die Frage nach den Auswirkungen für die
Zukunft stellen

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Haus des Waldes
Herausforderung 1:
BNE als Chance begreifen!
Weg von theoretischen Höhenflügen, runter
auf den praktischen Boden!
BNE ist Handeln!

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Haus des Waldes
Behauptung 2:
Waldpädagogik ist altmodisch!
ein- oder gar halbtägig
wenig selbstgesteuert
wenig partizipativ
lehrend
themenzentriert

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Haus des Waldes
Herausforderung 2:
Mehr langfristige Projekte und
Kooperationen mit Schulen.
Mehr Freiräume, mehr
Prozessorientierung und Ermöglichung,
mehr Links zum täglichen Leben, zu
digitalen Medien
Und mehr Partizipation.

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Haus des Waldes
Behauptung 3:
Waldpädagogik ist Ausflug!
„Wir haben keine Zeit für Waldpädagogik.“
„Das geht organisatorisch nicht.“
„Meine Kollegen machen da nicht mit.“
Die WP macht das, was
ihr
wichtig ist.
Entsprechen die Programme den Bildungsplänen?

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Haus des Waldes
Herausforderung 3:
Verankerung in den Bildungsplänen!
Organisatorische und strukturelle Voraussetzungen in den Schulen
schaffen!
WP: Programme an die Bildungspläne anpassen! Wert der WP im
Bereich Persönlichkeits- und Teambildung nutzen.

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Haus des Waldes
Behauptung 4:
Potenzial der WP wird verschenkt!
Gesellschaft, Politik, Naturschutz, Wirtschaft erkennt
das Potenzial und die Bedeutung der WP nicht
„Man muss es nur oft genug sagen, dann …“
WP ist etwas anderes wie PR
Wertschätzung fehlt

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Haus des Waldes
Herausforderung 4:
Wir müssen uns besser vermarkten!
Wir müssen taktischer und strategischer
vorgehen!
Wir brauchen interdisziplinäre Netzwerke!

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Haus des Waldes
Behauptung 5:
WP/BNE ist kurzfristig angelegt!
BNE-Dekade hat viel bewirkt
mehr als 1.900 Dekade-Projekte alleine in Deutschland
Impulse dadurch für alle außerschulischen
Bildungsakteure
Jedoch: nach wie vor kaum strukturelle Verankerung
der WP und BNE im Bildungssektor und bei den
Anbietern

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Haus des Waldes
Herausforderung 5:
Verankerung der WP/BNE in allen
Verwaltungsebenen!
Beauftragte für BNE/WP an den Schulen und im
Forstbereich (Lehrer-Förster-Tandems)!
Es braucht angemessene
Infrastruktur/Umweltbildungseinrichtungen!

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Haus des Waldes
Zusammenfassung
Wald (mit Forstwirtschaft) ist ein
wertvoller außerschulischer
Lernort
WP hat sich in der
Bildungslandschaft etabliert
Die WP hat sich inhaltlich und
methodisch beachtlich
weiterentwickelt
Es gibt weitere
Herausforderungen und die
Notwendigkeit für eine weitere
Entwicklung

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Haus des Waldes
Gehen wir die Herausforderungen an!