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Europa fördert Sachsen
Beispiele aus der EFRE-Förderung
2014 bis 2020 im Freistaat Sachsen

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Der digitale Rückspiegel im ÖPNV
Freital
EFRE-Markterschließung
© Shutterstock
© AVI Systems GmbH
© AVI Systems GmbH
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www.sab.sachsen.de/markteinfuehrung
Nicht nur für Autofahrer, auch für Lenkerinnen und Lenker von
Fahrzeugen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr ist der Blick in
den Rückspiegel unverzichtbar. Gerade bei langen Fahrzeugen,
wie zum Beispiel der Straßenbahn, kann es jedoch schnell
schwierig werden, den Überblick zu behalten. Weil oft nicht die
komplette Fahrzeuglänge einsehbar ist, bilden sich auch hier
sogenannte Tote Winkel oder nicht einsehbare Bereiche, die ein
Risiko für Unfälle darstellen.
Mit dem „RailEye“ hat das Unternehmen AVI Systems am
Standort Freital ein intelligentes, elektronisches Rückspiegel-
system geschaffen, das den Überblick über den Verkehr auch in
Fahrzeugen des ÖPNV erleichtert und damit die Sicherheit
entscheidend optimiert. Es vergrößert nicht nur den Sichtbereich
für die Fahrerin oder den Fahrer und erleichtert das Passieren
von Engstellen, sondern erkennt - dank Einsatz von Künstlicher
Intelligenz – Menschen und andere Verkehrsteilnehmer als
solche und berechnet mögliche Kollisionen voraus. Damit wird
eine schnelle Reaktion auf plötzliche Gefahrensituationen
möglich. Bei der Entwicklung und Markteinführung des
„RailEye“-Systems erhielt das Unternehmen finanzielle
Unterstützung von der EU durch Mittel aus dem Europäischen
Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
„Den Überblick über die gesamte Fahrzeuglänge übernehmen
an den Seiten angebrachte Kameras, die ihr Bild in Echtzeit an
Monitore im Cockpit senden. So kann die Lenkerin oder der
Lenker den gesamten Bereich im Umfeld während der Fahrt
besser einsehen und auf mögliche Gefahren besser reagieren“,
erläutert Johannes Traxler, Geschäftsführer von AVI Systems.
Die Darstellung der Bilder auf den Monitoren ist als Vollbild- oder
Multikanalanzeige möglich. Im Winter sind die Kameras
beheizbar und enteisen in sehr kurzer Zeit den Sichtbereich.
„RailEye“ wurde vom TÜV Süd geprüft und stellt ein höchst
sicheres System für die Fahrzeuge der Verkehrsbetriebe dar.

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Traditionsbäckerei spart viel Energie
Döbeln
EFRE – Energieeffizienz in Unternehmen
© Seidels Klosterbäckerei
© Seidels Klosterbäckerei
© Seidels Klosterbäckerei
www.sab.sachsen.de
Die Seidels Klosterbäckerei hat ihren Ursprung in einer kleinen
familienbetriebenen Bäckerei aus dem ländlich gelegenen
Nossen. Um 1900 gegründet, blickt der Betrieb bereits auf eine
über einhundertjährige Backtradition zurück. Wie einst bei den
Mönchen wird hier noch heute alles handgemacht und komplett
auf Fertigbackmischungen verzichtet. Neben der Bäckerei und
der ersten Filiale in Nossen hat Seidels Klosterbäckerei
mittlerweile auch in Dresden und Leipzig neue Filialen eröffnet.
Tradition und Moderne stehen für die Bäckerei nicht im
Widerspruch: 2017 entschied man sich, die vorhandene Gär-
und Kühlstrecke in der Produktion in Döbeln gegen eine
energieeffizientere Anlage auszutauschen. Die besteht nun aus
zwei modernen Gärvollautomaten, einem Teiglagerraum und
einem Kühlraum. „Die alte Anlage war nach 25 Jahren einfach
zu reparaturanfällig geworden“, berichtet Sirko Nuss,
Betriebsleiter von Seidels Klosterbäckerei.
„Sie war all die Jahre ununterbrochen im Betrieb und entsprach
nicht mehr den energetischen Anforderungen der heutigen
Zeit.“ Mit finanzieller Unterstützung aus dem Europäischen
Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) konnte Inhaber Patrick
Schülke nicht nur die Kälteanlage austauschen lassen, 2019
wurde auch ein moderner Etagenbackofen installiert. „Der neue
Backofen verbraucht viel weniger Energie, sodass wir deutlich
geringere Energiekosten haben und unsere CO
2
-Emissionen
erheblich reduzieren konnten“, bestätigt Betriebsleiter Sirko
Nuss. Die Erneuerung des Backofens war eine der
Maßnahmen, die dem Unternehmen im Zuge einer ebenfalls
über die EU geförderten Energieberatung vorgeschlagen
wurde. Mit dieser Energieberatung erwarb die Klosterbäckerei
den Sächsischen Gewerbeenergiepass (SäGEP) über die
Sächsische Energieagentur SAENA.
Energiemanagement, das sich gelohnt hat!

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https://www.hszg.de/
In Zukunft klimafreundlich heizen
Zittau/ Görlitz
EFRE-Forschungsinfrastruktur/ Technologieförderung/ Innovative Energietechniken
Hochschule Zittau/ Görlitz/ Carla Schmidt Fotografie
© Hochschule Zittau/Görlitz
© Hochschule Zittau/Görlitz
Unser Bedarf an Energie wächst, doch Braunkohle und Erdöl
sind klimaschädlich und keine nachhaltigen Energieträger.
Deshalb setzt sich die Europäische Union auf verschiedenen
Gebieten für den Klimaschutz ein. Zum Beispiel durch
erhebliche Förderungen für Projekte aus der Energieforschung.
Die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung fließen in Sachsen etwa an die Hochschule
Zittau/Görlitz.
Mit den Geldern der EU werden im „Zittauer Kraftwerkslabor“
aufwendige Experimente gemacht, um die Energieversorgung
der Zukunft näher zu erforschen. Die Einrichtung ist ein
fakultätsübergreifender Zusammenschluss verschiedener
Laboranlagen zur Untersuchung von Kraftwerksprozessen auf
dem Gelände der Stadtwerke Zittau. „Nahezu ein Drittel der
eingeworbenen Drittmittel unseres Instituts stammen aus
Programmen der EU“, betont Prof. Dr. Alexander Kratzsch vom
Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und
Messtechnik (IPM).
Das Labor umfasst drei große Versuchsanlagen. Wichtigstes
Ziel der Forscherinnen und Forscher: Moderne Energieanlagen
so effizient wie möglich zu machen. Etwa mit einer thermischen
Energiespeicheranlage, die überschüssige Energie für eine
spätere Nutzung speichert. Neben der Forschung profitiert auch
die Lehre von den Versuchsanlagen, vor allem die
Studierenden aus den beiden Studiengängen „Energie- und
Umwelttechnik“ sowie „Automatisierung und Mechatronik“.
Zahlreiche Forschungsprojekte der HS Zittau/Görlitz wurden
und werden aus EFRE-Mitteln gefördert. EU-Förderung gab es
auch für die Neubauten am Standort Zittau.

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Löbau
www.sab.sachsen.de/fue-projektfoerderung
Keine Chance für dreckige Luft
EFRE - Technologieförderung
© ULT AG
© ULT AG
© ULT AG
© ULT AG
Wenn Staub und Rauch am Arbeitsplatz entstehen, ist das
schlecht für die Gesundheit der Arbeitskräfte. Deswegen
entwickelt die ULT AG aus Löbau spezielle Absaug- und
Filteranlagen, die selbst feinste Partikel aus der Luft entfernen.
ULT-Anlagen findet man heute in produzierenden Unternehmen
weltweit.
„Europäische Fördergelder haben unser rasantes Wachstum
beschleunigt. Wir konnten durch intensive Forschung und
Entwicklung unsere Technologiestandards kontinuierlich
erhöhen und auch unser Firmengebäude weiter ausbauen“,
sagt Dr. Stefan Jakschik. Außerdem hat sich die ULT AG bis
2019 mit finanzieller Unterstützung aus dem Europäischen
Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) am Forschungsprojekt
„MultiFUN“ beteiligt, um neuartige, modulare und flexibel
einsetzbare Filtersysteme zur Beseitigung von Schadgasen und
Abgaspartikeln zu entwickeln. An dem Verbundprojekt
beteiligten sich auch das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und
Strahltechnik (IWS) sowie die beiden sächsischen
Unternehmen Norafin Industries aus Mildenau und die Sempa
Systems aus Dresden. Weiterhin hat ULT mit Unterstützung
aus europäischen Fördergeldern an zahlreichen Fachmessen
teilgenommen, darunter in Nürnberg, Frankfurt am Main und
Paris.
Europa ist für Stefan Jakschik nicht mehr wegzudenken: „Nur
mit offenen Märkten, zollfreiem Handel sowie dem Austausch
von Arbeitskräften und Innovationen können wir weiter so
erfolgreich sein.“

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Olbersdorf
Kunststoffsitze mit eingebauter
Heizung
EFRE-Technologieförderung
© Mindbox / Stephan Floss
© © Stephan Floss
© Stephan Floss
www.sab.sachsen.de/fue-technologiefoerderung
© WESOM Textil
Bauteile aus faserverstärkten Kunststoffen sind leicht
und trotzdem stabil. Doch die Serienherstellung ist
teuer und aufwendig. Deshalb unterstützen die
Europäische Union und der Freistaat Sachsen ein
Verbundforschungsprojekt, das die Firma Wesom
Textil GmbH in Olbersdorf mit Wissenschaftlern des
Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und
Umformtechnik (IWU) Dresden gemeinsam umsetzt.
Das Fraunhofer IWU besitzt umfassende
Kompetenzen auf dem Gebiet der umformenden
Fertigungstechnik sowie der prüftechnischen Analyse
von Werkstoffen und Baugruppen. Am Fraunhofer
IWU werden daher die experimentellen
Werkstoffuntersuchungen zu den entwickelten
Sensorfasern und die Analyse der Sensornutzung in
den Bauteilen vorgenommen werden. Die Herstellung
und Umformung von Umsetzungsmustern erfolgen
ebenfalls am Fraunhofer-Institut.
Die Partner verfolgen mit der Unterstützung durch die
Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung (EFRE) gemeinsam das Ziel, das teure
Herstellungsverfahren zu optimieren. „Dazu setzen
wir auf leitfähige Metallfasern im Kunststoff, die das
Bauteil bei der Fertigung von innen erhitzen“, erklärt
Wesom-Geschäftsführer Jörg Mattheß. „So wird die
Produktion der Bauteile kostengünstiger. Das spart
viel Energie und eröffnet uns neue Geschäftsfelder.“
Der fertige Kunststoff lässt sich später von innen
beheizen, etwa für Kunststoffsitze im Stadion mit
eingebauter Sitzheizung. Das verschafft dem fertigen
Produkt noch einen zusätzlichen, innovativen Nutzen,
über den sich Fußballfans an kalten Herbsttagen im
Stadion sicher freuen werden.

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www.sab.sachsen.de/fue-projektfoerderung
Ein Notrufsystem, das Leben retten
kann
Zittau
EFRE-Technologieförderung
© digades GmbH
© digades GmbH
© digades GmbH
© digades GmbH
Lutz Berger, Gründer und Geschäftsführer der Firma digades in
Zittau, ist leidenschaftlicher Motorradfahrer. Er weiß: Wenn man
als Biker verunglückt, zählt für die Retter jede Sekunde. Also
haben Berger und sein Team, gestärkt durch Fördermittel aus
dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, das
Notrufsystem „dguard“ erfunden und entwickelt. Es bietet
Motorradfahrern mehr Sicherheit im Straßenverkehr, indem es
über Sensoren Unfälle erkennt und automatisch einen Notruf an
die 112 absetzt. „Kommt es zu einem Unfall, baut das System
über das GSM-Mobilfunknetz sofort eine Verbindung zur
nächsten Rettungsleitstelle auf“, erklärt Lutz Berger, der
gemeinsam mit seinem Sohn Sascha Berger das
Familienunternehmen führt.
Die Unfallerkennung wurde in zahlreichen Crash-Tests von der
unabhängigen Prüforganisation der DEKRA getestet und
funktioniert einwandfrei. Sollte man als Ersthelfer zu einem
Unfall hinzukommen, kann man zudem über einen SOS-Button
auch einen manuellen Notruf tätigen und so rasch Hilfe holen.
Darüber hinaus eignet sich „dguard“ auch als zusätzlicher
Diebstahlalarm. Wird das Motorrad ohne eigenes Zutun
bewegt, meldet das System sich mit einer Push-Nachricht und
einem Warnton per App auf dem Smartphone des Besitzers.
Die Empfindlichkeit der Diebstahlwarnung ist über die App
anpassbar, um Fehlalarmen vorzubeugen.
Seit 2016 ist das innovative Produkt im Handel erhältlich und
wurde sogar mit dem Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet.
Spitzentechnologie aus Sachsen, mit Mitteln der Europäischen
Union und vom Land Sachsen gefördert.

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www.sab.sachsen.de/fue-projektfoerderung
Im „Gnubbel“ steckt der sächsische
Erfindergeist
Weißwasser
EFRE-Technologieförderung
© Sören Flint
© Sören Flint
© Sören Flint
© Sören Flint
Sören Flint aus Weißwasser nennt seine Erfindung liebevoll den
„Gnubbel“. Die vollständige Bezeichnung lautet „Gnubbel – der
Haltefix“. Die einige Zentimeter kleinen Alleskönner aus Gummi
können das Leben ungemein erleichtern. Die elastischen Greif-
arme sind in der Lage, Gegenstände des Alltags an nahezu
jeder festen Stelle mobil oder stationär zu fixieren. Opas
Gehhilfe zum Beispiel hält der Gnubbel mit Leichtigkeit, indem
man die eine Seite mit zwei Kugeln an der Tisch- oder
Bettkante befestigt und die Krücken an der anderen Seite mit
den drei Kugeln fixiert. Genauso kann der Gnubbel auch als
Kleiderhaken, Werkzeughalter, handlicher Flaschenöffner oder
Handyhalter dienen.
„Die Anwendungsmöglichkeiten sind wirklich vielfältig“, sagt
Sören Flint. Schließlich sind die Gummiarme sehr biegsam,
aber auch robust. Das Kraftpaket kann also mühelos schwerere
Dinge wie einen Gartenschlauch, eine Harke oder medizinische
Hilfsmittel halten, wenn man den Gnubbel beispielsweise mit
einer Schraube fest an der Wand im Geräteschuppen, im
Pflegebereich, im Haushalt oder anderweitig in- oder outdoor
montiert. „Der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt“,
betont Sören Flint.
Die Idee mit dem Gnubbel kam Erfinder Sören Flint beim
Frühstück, als der Honiglöffel immer wieder ins Glas rutschte.
Sein erstes Modell war aus Hartplastik und kam aus dem
heimischen 3D-Drucker. Mit finanzieller Unterstützung der EU
und den Ideen seiner Familie konnte der kreative Unternehmer
das Produkt schrittweise entwickeln und vermarkten: „Vom
Prototypen bis zur Marktreife haben uns die europäischen
Fördermittel bei der Entwicklung des Gnubbels unterstützt“,
erzählt Sören Flint. Mittlerweile hat sein Unternehmen mr. flint
Innovation über 20.000 Gnubbel verkauft. Dank der Mittel aus
dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
und weil es ihm notwendig erschien, ist der Gnubbel zu 100
Prozent „Made in Germany“.

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www.sab.sachsen.de/energie2014
Ein Drittel weniger Stromverbrauch
Wehrsdorf
EFRE - Energieeffizienz in Unternehmen
© mindbox / Stephan Floss
In den Wehrsdorfer Werkstätten entstehen schon seit 1918
schöne Möbel. Bis 1992 war das Unternehmen unter dem
Namen „Oberlausitzer Möbelwerke“ ein Kombinatsbereich der
Deutschen Werkstätten Hellerau.
Die Späne und der Staub, die bei der Möbelproduktion anfallen,
wurden hier bis Frühjahr 2018 von einer ineffizienten, riesigen
Absauganlage aus russischer Herstellung entfernt. „Die musste
morgens um fünf Uhr angestellt werden und war völlig
überdimensioniert,“ berichtet Inhaber Kai Trüggelmann. In den
Wintermonaten wurde die warme Luft aus der Produktionshalle
herausgesaugt. Die Folge: Es entstand ein Unterdruck im
Gebäude. Kalte Luft strömte von draußen herein. Und die
musste erstmal wieder aufgeheizt werden. Es zog in allen
Ecken.
Die neue, bedarfsgerechte Absauganlage verbraucht nur noch
ein Drittel des Stroms. Das verbessert die CO
2
-Bilanz der
Produktion. Noch ein Vorteil: „Sie führt die abgesaugte und
gereinigte Luft dem Produktionsgebäude warm wieder zu.“
Die Anlage überprüft laufend, wie viel Leistung von ihr benötigt
wird. Wenn nicht alle Maschinen laufen, muss sie auch nicht so
stark arbeiten wie bei vollem Betrieb. Die Anlage erkennt auch,
wenn eine Pause in der Produktion ist - dann fährt sie für
diesen Zeitraum ihre Leistung ebenfalls herunter.
Kai Trüggelmann: „Wir haben heute nahezu einen
ausgeglichenen Lufthaushalt – und wesentlich geringere
Energiekosten.“
Dank der EU-Förderung konnte das Unternehmen wesentlich
schneller als gedacht in die Absauganlage investieren. „Es ist
eine Investition in die Zukunft. Durch die Fördermittel aus
Europa war der Kauf der neuen Anlage betriebswirtschaftlich
wesentlich schneller und besser darstellbar.“

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www.sab.sachsen.de/fue-projektfoerderung
Strahlende Klänge aus »rostfreien«
Pfeifen
Bautzen
EFRE-Technologieförderung
© Orgelbau Eule
© Orgelbau Eule
© Orgelbau Eule
© Orgelbau Eule
In Sachsen stehen viele hervorragende Orgeln. Hier
hat der große Orgelkomponist Johann Sebastian Bach
gelebt. Deutscher Orgelbau und Orgelmusik sind
immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Die Bautzner
Orgelbaufirma Hermann Eule arbeitet ganz im Sinn
dieser sächsischen Orgeltradition, für die
insbesondere der geniale Orgelbauer Gottfried
Silbermann steht. Die Orgeln im Dresdner
Kulturpalast, im Konservatorium von Sankt Petersburg
sowie in der Domkirche von Bodø in Norwegen
stammen aus dieser Werkstatt. Doch Tradition braucht
Fortschritt: Die Firma Eule integriert Anregungen
modernster technologischer und wissenschaftlicher
Entwicklungen in ihre Arbeit. Gemeinsam mit dem
Helmholtz-Zentrum in Dresden-Rossendorf haben die
Bautzner Orgelbauer im Projekt »Atmosphärische
Plasmabeschichtung von Legierungen für
Orgelpfeifen zur Korrosionsunterdrückung« eine
Methode entwickelt, mit der man Metallteile in Orgeln
so beschichten kann, dass sie kaum mehr Korrosion
ansetzen. Mithilfe moderner Nanotechnologie wird die
Oberfläche der Teile mit weniger als 100 nm dicken
Glasschichten beschichtet. Dadurch wird die
Korrosion verhindert. Im Rahmen des Projekts wurden
auch Feldversuche an realen von Korrosion
befallenen und anschließend gereinigten Pfeifen
sowie an neuen Orgelteilen durchgeführt. Die Arbeit
wurde vom Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung gefördert: „Was wir erforscht haben, hilft
uns enorm beim Bau neuer Orgeln und bei der Pflege
der alten Instrumente“, erklärt Anne-Christin Eule, die
Geschäftsführerin des Unternehmens.
Im mittleren Bild sind Messingteile zu sehen, deren
Oberfläche mit Glasschichten verschiedener Dicke
veredelt wurden. Im Vergleich mit der komplett
korrodierten Probe ganz rechts (ohne Schicht) blieben
die gelb glänzenden Messingoberflächen erhalten. Die
Korrosion wurde mittels essigsäurehaltiger Dämpfe
künstlich herbeigeführt. Durch die Anwendung der
gemeinsam mit dem Institut für Ionenstrahlphysik und
Materialforschung des Dresdner Helmholtz-Zentrums
entwickelten Behandlungsmethode kann so die
Korrosion unterdrückt werden.

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www.sab.sachsen.de/e-business
Traditionsreiches Brot modern
verkauft
Ralbitz-Rosenthal
EFRE - E-Business
© Landbäckerei Scholze
© Landbäckerei Scholze
© Landbäckerei Scholze
© Landbäckerei Scholze
Die Landbäckerei Scholze ist seit vier Generationen im sorbisch
geprägten Wallfahrtsort Ralbitz-Rosenthal ansässig. Heute
leitet Maik Scholze ein Hauptgeschäft in Rosenthal sowie zwei
Filialen in Oßling und Schwarzadler.
Handwerkliche Tradition und überlieferte Rezepte sind ihm
wichtig. Hier werden täglich mit viel Liebe zum Detail gesunde
und leckere Backwaren aus besten regionalen Rohstoffen
hergestellt: Diverse Brote und Brötchen, dazu Teilchen und
appetitliche Plattenkuchen. Und zu Weihnachten kann man sich
einen handgemachten Stollen in verschiedenen Größen und
Varianten sogar online bestellen.
Die Landbäckerei Scholze hat im Jahr 2016 eine EU-Förderung
für ein System bekommen, das alle Kassen übers Internet
miteinander verbindet. „Ich habe damals gehört, dass Europa
über die Sächsische Aufbaubank so etwas fördert und mich
dort gemeldet“, berichtet Maik Scholze. Das Kassensystem
wurde ab 2017 Pflicht. Auf die Daten aus einer solchen
digitalen, prüfungssicheren Kasse kann das Finanzamt
jederzeit zugreifen.
Doch für Maik Scholze hat das Kassensystem auch praktische
Vorteile: Es hilft ihm beim Controlling. Seitdem sieht er genau,
wie viele Backwaren welcher Art in welcher Filiale verkauft
werden und er kann sowohl die Produktion und als auch die
Belieferung der beiden Filialen besser steuern. So bleibt er auf
weniger nicht verkauften Backwaren sitzen. „Natürlich bleiben
Unsicherheitsfaktoren, denn das Kaufverhalten unserer
Kundinnen und Kunden ist zum Beispiel auch wetterabhängig.
Aber der Blick ins Kassensystem hilft mir bei der Planung.“

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© CUP
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Krebs mit Medikamenten von innen
bestrahlen
Radeberg
EFRE-Technologieförderung
Das Prüflabor CUP in Radeberg arbeitet an einem EU-geför-
derten Projekt zur Entwicklung neuer Diagnostika für die
Nuklearmedizin mit. Das Ziel: Radioaktive Medikamente
entwickeln, um an Krebs erkranktes Gewebe von innen zu
bestrahlen.
Laborinhaber Dr. Dirk Freitag-Stechl: „Der Clou bei diesen
Radiopharmazeutica ist, dass es Stoffe gibt, die sich im Körper
an die Krebszellen binden. Diese Stoffe werden nun mit
radioaktiven Nukliden markiert. Dadurch wird der Krebs von
innen bestrahlt." Im CUP-Labor wird geprüft, ob die vom
Hemholtz-Institut für radiopharmazeutische Krebsforschung
entwickelten neuen Arzneimittel die vom Gesetzgeber
vorgeschriebene Qualität erreichen und den aufwändigen
Zulassungsprozess durchlaufen können.
„Wir sind ein kleines, inhabergeführtes Familienunternehmen.
Ohne die EU-Förderung könnten wir dieses und weitere
Projekte finanziell nicht stemmen“, sagt Dirk Freitag-Stechl.
Auch unabhängig von diesem konkreten Auftrag für sein
Unternehmen ist die Europäische Union für ihn eine gute
Sache: „Unsere Wissenschaftler, die vielen jungen Menschen,
die bei uns arbeiten, sind natürlich große EU-Befürworter“,
berichtet er.
Die CUP Laboratorien nutzten die EU-Förderung auch für
weitere Forschungs- sowie Markteinführungsprojekte.
© CUP
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https://cfaed.tu-dresden.de/news
Ein Update für den Altbau
Dresden
EFRE – Energieeffizienz an Hochschulgebäuden
© Luc Saalfeld
© cfaed
cfaed
©cfaed
Der größte Gebäudekomplex der TU Dresden ist der
sogenannte „Barkhausen-Bau“. Er stammt aus den
frühen 1960er Jahren und steht unter Denkmalschutz.
Ursprünglich wurde der Bau für das Institut für
Schwachstromtechnik errichtet. Heute nutzt die
Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik den
Komplex. Bis ins Jahr 2015 blieb der Barkhausen-Bau
nahezu unverändert erhalten.
Im Jahr 2012 wurde der TU Dresden der
Exzellenzstatus verliehen. Ein wichtiger Grund dafür
war der neue Exzellenzcluster Center for Advancing
Electronics (cfaed) – das Zentrum für Perspektiven in
der Elektronik. Es benötigte mehr Raum für
Forschungs- und Büroflächen. Das war der Anlass, um
den Barkhausen-Bau umfassend zu sanieren: Teile
des Flügels A und des Turmes wurden modernisiert
und anstelle des zur Nöthnitzer Straße verlaufenden
Gebäudeteils wurde ein Neubau für das cfaed
errichtet, der im April 2018 fertiggestellt wurde. Der
Labortrakt des cfaed befindet sich im Innenhof. Hier
wird in modernsten Laboren an Elektronikinnovationen
der Zukunft geforscht.
Mit 80 Prozent Finanzmitteln vom Europäischen
Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) wurde
dieses Gebäude für rund 36,5 Millionen Euro
umfassend modernisiert und erweitert.
Auch der große Heinz-Schönfeld-Hörsaal, mit seinen
481 Plätzen einer der größten in Dresden, wurde
renoviert. Dabei kam es besonders aufs
Energiesparen an. Das heißt: Neue Haustechnik,
neue Wärmedämmung, neue Fenster. Auch diesen
Umbau hat der EFRE mitfinanziert. Der Hörsaal gehört
zu den herausragenden Dresdner Bauten der frühen
1960er-Jahre und steht wie das ganze Gebäude unter
Denkmalschutz. Neben der zeittypischen Ästhetik
zeichnet er sich durch eine besonders gute
Raumakustik aus.

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www.sab.sachsen.de/energie2014
Das schmeckt auch der Umwelt
Olbernhau
EFRE - Energieeffizienz in Unternehmen
© LAWA Hefeknödelspezialitäten GmbH
© LAWA Hefeknödelspezialitäten GmbH
© LAWA Hefeknödelspezialitäten GmbH
© LAWA Hefeknödelspezialitäten GmbH
Knödel, Crêpes und Pfannkuchen: Das Olbernhauer
Unternehmen LAWA stellt allerlei Teigspezialitäten
her. „Für unsere Produktion brauchen wir große
Mengen an Strom, Kälte und Wärme“, berichtet
Geschäftsführer Ludwig Walter. Doch ein solcher
Energieverbrauch kann zu hohen Kosten und
Treibhausgasemissionen führen. „Daher sind bei uns
seit einigen Jahren Mikrogasturbinen im Einsatz.“
Solche Mikrogasturbinen dienen der dezentralen
Energieversorgung und erzeugen Strom und Wärme.
Die durch die eingesetzte Mikrogasturbine erzeugte
Wärme kann als Antriebsenergie für eine sogenannte
Absorptionskältemaschine genutzt werden, die dank
der EU-Mittel ebenfalls im Betrieb installiert werden
konnte. Dadurch wird das ganze Jahr über eine stetige
Klimatisierung ermöglicht.
„Für die Beschaffung dieser Anlagen stellte uns die EU
Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für
regionale Entwicklung zur Verfügung“, erzählt Ludwig
Walter. Bewilligt wurde die Förderung mit einer
Gesamtinvestitionssumme von 440.200 Euro. Mit den
Turbinen kann der Hersteller nun eigenen Strom
generieren. Und auch die Menschen im Erzgebirge
profitieren davon: Pro Jahr kann die LAWA knapp 400
Tonnen CO
2
-Emissionen einsparen.
Mit dem Verwaltungsprozess bei der EFRE-Förderung
ist Geschäftsführer Ludwig Walter sehr zufrieden:
„Wenn man weiß, wie die Anträge funktionieren, hält
sich der bürokratische Aufwand für die Betriebe im
Rahmen. Für uns war der Förderantrag unterm Strich
ein lohnenswerter Aufwand.“

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Der Dresdner Westen bleibt trocken
Dresden/ Cossebaude/ Gohlis
EFRE-Hochwasserschutz
© Landestalsperrenverwaltung
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„„Die Menschen im Dresdner Westen hatten 2002 und 2013
zwei sogenannte „Jahrhunderthochwasser“ zu bewältigen“,
erinnert sich Lutz Kusche, Ortsvorsteher von Cossebaude.
Immer wieder tritt die Elbe auch bei Dresden über ihre Ufer. Die
westlichen Ortsteile Kemnitz, Stetzsch, Gohlis und Cossebaude
sind jedes Mal von hohen Pegelständen betroffen. Zwischen
2010 und 2017 hat Sachsen eine komplett neue, zu 80 Prozent
mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung
(EFRE) finanzierte Hochwasserschutzanlage für rund 39
Millionen Euro gebaut. Sie beginnt unter der Autobahnbrücke in
Dresden-Kemnitz und endet am Stausee in Niederwartha. Lutz
Kusche: „Die Anlage war 2013 leider noch nicht fertig.“ Die
Anwohner sind froh, dass der Schutz heute komplett ist: „Dafür
haben wir den ganzen Baulärm gern in Kauf genommen.“
Der neue Deich liegt ein gutes Stück von der Elbe entfernt,
damit der Fluss bei Hochwasser so viel Raum wie möglich hat.
Hinter dem Deich wurde ein Zugangsweg angelegt. So können
Hilfskräfte ihn beim nächsten Hochwasser gut erreichen. Am
Gohliser Ortskern konnte der Deich aus Platzgründen nicht
erhöht werden. Deshalb wurde hier eine 850 Meter lange
Hochwasserschutzwand errichtet.
Auch das parallel zum Hochwasser hochsteigende
Grundwasser soll nicht zum Problem für die Anwohner werden.
Dafür wurden entlang der Hochwasserschutzanlage mehrere
Brunnen gebaut. Diese leiten das Grundwasser über Drainage-
kanäle zu vier neuen Pumpwerken zwischen Kemnitz und dem
Stausee Niederwartha:
„Zur Einweihung haben wir ein kleines Bürgerfest, als
Dankeschön an die Verantwortlichen und die Bauleute,
veranstaltet. Dabei konnte sich jeder Anwohner einmal
anschauen, welcher Aufwand auch unterirdisch betrieben
wurde.“

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Fütterungs- App für smarte Landwirte
Dresden
EFRE – Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS)
© fodjan
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© fodjan
© fodjan
https://www.tgfs.de/
Welche Futtermischung brauchen Milchkühe, um gesund und
leistungsfähig zu sein? Landwirte und Futtermittelberater finden
darauf mit „fodjan“ eine Antwort –ein internetbasierter virtueller
Assistent fürs Fütterungsmanagement.
fodjan versteht sich als Werkzeug, um die Fütterung von
Nutztieren gesünder zu gestalten. Gleichzeitig erhält der
Landwirt einen besseren Überblick über Futterkosten und -
effizienz und kann so den Futtereinsatz besser steuern. Auf der
Plattform werden alle fütterungsrelevanten Daten vereint und für
den Anwender nutzbar und auswertbar bereitgestellt. Die
Software unterstützt die täglichen Aufgaben des Landwirts, von
der Rationsplanung, über die Dokumentation bis hin zu
Auswertungen von Leistungs- und Fütterungskennzahlen.
App und Webanwendung sind cloudbasiert. Deswegen kann
man es von jedem internetfähigen Gerät aus bedienen. Ein
Landwirt kann beispielsweise seinen Auszubildenden zu fodjan
einladen. Dieser installiert die App auf seinem Smartphone, der
Chef gibt den Zugang frei und dann braucht der Azubi in der App
nur noch auf „Jetzt Füttern“ drücken und schon bekommt er die
genaue Ration für jede Futtergruppe angezeigt und kann die
Dokumentation starten. So können diese Aufgaben bequem
während der Arbeit erledigt werden, statt aufwendig im Büro.
Durch automatische Schnittstellen können viele Daten zudem
automatisch importiert und in Auswertungen angezeigt werden,
damit man den Betriebserfolg immer im Blick hat.
Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stellte
dem Dresdner Unternehmen »fodjan« Risikokapital zur
Verfügung, um eine App-Version ihrer Software zu entwickeln.
„Das Geld aus Europa war eine sehr gute und nützliche Starthilfe
für uns“, sagt fodjan-Geschäftsführer Carsten Gieseler.

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www.sab.sachsen.de
Interieur und farbenfrohe Bio-Mode
Dresden
EFRE - Messeförderung
© TRANQUILLO GmbH
© TRANQUILLO GmbH
© TRANQUILLO GmbH
© TRANQUILLO GmbH
In Dresden gibt es drei Tranquillo-Läden mit fair
produzierter GOTS zertifizierter Bio-Mode für Frauen
und Kinder, sowie attraktiven Lifestyleprodukten. Das
Sortiment umfasst beispielsweise Teppiche,
Geschirrserien, Lampen und Accessoires für einen
nachhaltigen Lebensstil.
Das sächsische Unternehmen wurde im Jahr 2003
gegründet. Für die selbst designten Kollektionen
werden zum größten Teil Biobaumwolle und
nachhaltige Materialien wie Tencel™, Cambric und
Slub Jersey verwendet, die in der Herstellung sehr
viel ressourcenschonender sind als konventionell
produzierte Stoffen. Der Großteil der Tranquillo-
Kleidungsstücke ist nach dem „Global Organic Textile
Standard“ (GOTS) zertifiziert. Die Teppiche sind mit
dem Goodweave-Label ausgezeichnet. „Wir haben
den Eindruck, wir entwickeln uns gemeinsam mit
unseren Kunden hin zu einem umweltbewussteren
Lebensstil – das motiviert uns immer wieder neue
Produktideen zu entwickeln und ist wiederum
richtungsweisend für unsere Entscheidungen“,
berichtet Stefanie Rimkus aus dem Bereich
Marketing bei Tranquillo.
Tranquillo haben Fördergelder vom Europäischen
Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) erhalten,
um auf der Pariser Design- und Heimdekormesse
„Maison et Objet“, der Modemesse „Who‘s next“ und
auf der internationalen Konsumgütermesse
„Ambiente“ in Frankfurt am Main die neuen
Kollektionen vorzustellen. Auf diesen Messen sind
die Kreativen von Tranquillo inzwischen zu
Stammgästen geworden. Auch im Jahr 2020 wird das
Unternehmen auf diesen Messen wieder mit einer
Vielfalt an bunten Fashion- und Lifestyleprodukten
vertreten sein.
Stefanie Rimkus: „Wir haben die Teilnahme an den
Messen dafür genutzt, um neue Vertriebspartner über
die deutschen Grenzen hinaus bis ins südliche
Europa zu finden. Das hat einwandfrei funktioniert
und wir freuen uns sehr darüber unsere Produkte in
die ganze Welt zu bringen.“

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www.sab.sachsen.de
Flexible, organische Solarfolien mit
minimalem CO
2
-Abdruck
Dresden
EFRE – Förderung von Schlüsseltechnologien/ Pilotlinienförderung
© Heliatek GmbH, Baldauf und Baldauf]
© Heliatek GmbH, Baldauf und Baldauf]
© Heliatek GmbH, Baldauf und Baldauf]
© Heliatek GmbH, Baldauf und Baldauf]
Die alte starre Solarplatte ist Technik von gestern. Das
Dresdner Unternehmen Heliatek hat schon die
Solartechnik von morgen entwickelt und zeigt nun, wie
man sie industriell fertigen kann – mit kräftiger
Unterstützung durch die Pilotlinienförderung für
Schlüsseltechnologien des Europäischen Fonds für
Regionale Entwicklung (EFRE).
Das Ziel von Heliatek ist ambitioniert: Das
Unternehmen will dazu beitragen, dass im Jahr 2030
jedes Gebäude vollständig energieneutral ist sowie
intelligent gesteuert wird und Zugang zu einer
unabhängigen Versorgung mit Ökostrom hat. Dafür
wollen sie der weltweit erste Massenproduzent von
organischen Dünnschicht-Solarlösungen sein. Diese
flexiblen Solarfolien bieten mit unter 10 g CO
2
e/kWh
den niedrigsten CO
2
-Fußabdruck aller
Solartechnologien und sind damit einer der grünsten
Formen der Energieerzeugung überhaupt
Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig:
Leichtbaustrukturen, gewölbte Dachflächen und
Fassaden, an denen bisher ein Einsatz
konventioneller Photovoltaik nicht möglich war,
können mit den Solarfolien von Heliatek nun
energetisch aufgewertet werden. „Auch dank der
Unterstützung aus Europa befinden wir uns derzeit im
Aufbau der weltweit einzigartigen Serienproduktion
und planen 2020 mit unseren Produkten auf den Markt
zu kommen“, so Guido van Tartwijk, CEO der Heliatek
GmbH.
Die Lösungen von Heliatek befinden sich schon in
einer Reihe von Pilotanlagen im Testeinsatz, unter
anderem auf einem Getreidesilo in Bayern, einer
Schule in Frankreich oder einer Windkraftanlage in
Spanien – in Summe über 30 Pilotanlagen weltweit mit
über 2.000 m² installierten organischen Solarfolien.
Aber auch so ist die Technologie in aller Munde. Im
Januar 2020 gewann das Unternehmen
beispielsweise den vom Ministerium für Klimawandel
und Umwelt der Vereinigten Arabischen Emirate und
der Online-Videoplattform GloballyGreat gestifteten
»Global Innovation Award 2020«. Der Preis wurde
Guido van Tartwijk während der Abu Dhabi
Sustainable Week 2020 überreicht.

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https://www.dvb.de/de-de/die-dvb/zukunftsprojekte/erneuerung-des-strassenbahnfuhrparks
Intelligente Verkehrssteuerung und
neue Bahnen im Dresdner ÖPNV
Dresden
EFRE – Umweltfreundliche Verkehrsträger
© DVB AG
© DVB AG
© DVB AG
© DVB AG
Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB AG) haben
Großes vor: Nachdem eine weltweit bisher
einzigartige intelligente Verkehrssteuerung auf der
Nord-Süd-Verbindung erfolgreich erprobt wurde,
erweitern Stadt Dresden und DVB AG diese
Steuerung jetzt mit finanzieller Förderung durch die
Europäische Union auf weitere 39 Knotenpunkte –
etwa auf dem Dresdner Innenstadtring und der Ost-
West-Verbindung. Verspätete Bahnen erhalten
vorrangig freie Fahrt, damit sie den Fahrplan
einhalten. Falls Busse und Bahnen verfrüht verkehren,
profitieren Radfahrer, Fußgänger und der Autoverkehr
von längeren Grünphasen. Dann warten Bahnen mal
an den Ampeln und kommen trotzdem noch pünktlich
zur nächsten Haltestelle.
Ebenfalls mit finanzieller Unterstützung aus dem
Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung
(EFRE) wird ein neues Fahrerassistenzsystem auf der
gesamten Straßenbahnflotte eingeführt. Mit Hilfe
optimaler Fahrempfehlungen können die Fahrerinnen
und Fahrer unnötige Brems- und Beschleu-
nigungsvorgänge vor Ampeln vermeiden. Das spart
Energie, führt zur Senkung der verkehrsbedingten
CO
2
-Emissionen und verbessert den Fahrkomfort der
Fahrgäste.
Im August 2019 kaufte die DVB AG bei der Firma
Bombardier 30 moderne Niederflurstadtbahnwagen
mit verbreitertem Wagenkasten und größerer
Fahrgastkapazität. Das im Januar 2020 öffentlich
ausgestellte Modell des ersten Wagenteils in
Originalgröße wurde von den Dresdnern mit sehr
großem Interesse begutachtet. Die Serienfahrzeuge
werden in Görlitz und Bautzen gebaut. Bis Herbst
2023 sollen alle 30 hochmodernen Stadtbahnwagen
des Typs NGT DX DD im Einsatz sein. Jeder dieser
EU-finanzierten Stadtbahnwagen befördert dann etwa
300 Personen. Das macht den Dresdner ÖPNV
umweltfreundlicher und bietet ausreichend Platz für
viele neue Fahrgäste - mit rund zehn Millionen Euro
von Europa!

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Neuer Standard, neue Perspektiven!
Dresden
EFRE - Forschungsinfrastruktur
© Fraunhofer IPMS
© Fraunhofer IPMS
© Fraunhofer IPMS
© Bildnachweis
https://www.ipms.fraunhofer.de/
In Dresden gibt es insgesamt neun Fraunhofer-Institute, -
Einrichtungen und -Institutsteile, die anwendungsorientierte
Innovationen entwickeln. Damit gehört Dresden zu den
wichtigsten Fraunhofer-Standorten Deutschlands. Etwa 2.250
Beschäftigte erwirtschafteten im Jahr 2018 zusammen einen
Umsatz von knapp 204 Millionen Euro.
Die Arbeitsverteilung ist klar: Die Grundlagenforschung erfolgt an
der TU Dresden sowie an einer außeruniversitären Einrichtung
der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft oder
der Helmholtz-Gemeinschaft – die angewandte Forschung
übernehmen die Fraunhofer-Institute.
Auch am Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme
(IPMS) in Dresden-Klotzsche wird geforscht. Hier werden unter
anderem mikroelektromechanische Sensor- und Aktor-Systeme
(MEMS) entwickelt und hergestellt. Sie werden auf Silizium-
Scheiben aufgebracht, sogenannten Wafern. Mitfinanziert durch
24 Millionen Euro aus Europa wurden die Anlagen im
Mikrosystemreinraum des IPMS zwischen 2016 und 2018 nach
und nach neu angeschafft beziehungsweise umgerüstet. Nun
arbeitet man mit dem 200 mm-Wafer-Standard – dem heute
gängigen Stand der Technik für MEMS-Anwendungen.
„Mit den neuen Anlagen und den sich daraus ergebenden
technologischen Möglichkeiten sind wir attraktiv für Partner aus
der Industrie und anderen Forschungseinrichtungen, mit denen
wir gemeinsam spannende Projekte und Kooperationen
vorantreiben,“ sagt Thomas Zarbock, der Leiter der
Fertigungsabteilung: „Aufgrund der höheren Verfügbarkeit der
neuen Anlagentechnik können wir effizienter und schneller
arbeiten.“

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www.sab.sachsen.de/fue-projektfoerderung
Intuitiv zurechtfinden
Dresden
EFRE – Technologieförderung/ Produktinnovation/ Messeförderung
© ekiosk
© ekiosk
© ekiosk
© ekiosk
Beim Dresdner Unternehmen eKiosk arbeiten 35
Beschäftigte daran, intuitive Hard- und Software für
smarte Digitallösungen zu entwickeln. Diese
Terminals kennt man bspw. vom Check-In am
Flughafen, bei Informationsterminals in Verwaltungen,
bei Self-Service-Kassen in Warenhäusern oder beim
Fahrkartenkauf an Bahnhöfen oder Bushaltestellen.
eKiosk ist ein Full-Service-Anbieter von interaktiven
Informationssystemen. Am Firmensitz in Dresden
arbeiten seit der Gründung im Jahr 2004 Experten aus
unterschiedlichsten Bereichen zusammen – Konstruk-
teure, Software-Entwickler, Ingenieure, Assemblierer
und andere Digital Signage-Spezialisten. Die
Kiosklösungen und Terminalsysteme von eKiosk
werden in Deutschland designt, konzipiert, konstruiert
und produziert.
Damit die Nutzer die Digital Signage-Oberflächen
ohne großes Nachdenken intuitiv bedienen können,
haben der ehemalige Inhaber Peter Jütte und seine
Crew eine Innovationsprämie erhalten. Das
Unternehmen bezog außerdem auch EU-Zuschüsse,
um seine Produkte und Dienstleistungen bei wichtigen
Fachmessen in Deutschland und den Niederlanden zu
präsentieren: „Das war eine absolut direkte und
notwendige Hilfe,“ meint Peter Jütte.

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Schule im Nullenergiemodus
Freiberg
EFRE – Energieeffizienz an Schulen
© SVF
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www.sab.sachsen.de
Für die Stadt Freiberg war der Neubau der Georgius Agricola-
Grundschule eine wichtige Maßnahme. „Wir haben dort
zusätzliche Kapazitäten und eine moderne Schule geschaffen,“
sagt Freibergs Baudezernent Holger Reuter. Der Neubau ist ein
Nullenergiehaus, das sich selbst über CO
2
-Erdwärmesonden mit
Direktverdampfungs- und Wasserpumpen mit Heizwärme
versorgt. Der Strom kommt über eine Photovoltaikanlage. Diese
Maßnahme wurde ganz wesentlich aus Mitteln des
Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)
finanziert.
Die Bauarbeiten begannen im September 2017 und kosteten
mehr als sieben Millionen Euro. Das neue, dreigeschossige
Gebäude bietet Platz für 224 Schüler und 220 Hortkinder, das ist
in etwa doppelt so viel Platz wie im alten Schulgebäude. Es
wurde für den Neubau abgerissen. Der Neubau zog sich hin: „Wir
haben in einer Zeit gebaut, in der der Markt überhitzt war“, so
Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger. Die infrage
kommenden Handwerker waren ausgelastet und es war schwer,
Firmen zu finden. Außerdem musste aufgrund des felsigen
Untergrunds am Hang gesprengt werden. Mitte August 2019,
pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres, konnte die
Grundschule samt Hort bezogen werden.
Auch die Außenanlagen wurden völlig neugestaltet. Die Schule
befindet sich in einem Gebiet, bei dem im Boden naturbedingt
erhöhte Schadstoffgehalte an Arsen, Blei, Cadmium und Zink
auftreten. Auf einer Fläche von ca. 2.556 Quadratmetern wurde
der Boden daher mit finanzieller Hilfe aus Europa komplett
ausgetauscht. Ende August 2019 konnte auch das
Außengelände eingeweiht werden. Dort befindet sich nun ein
Spielplatz mit zwei Sandkästen, Nestschaukel, Ballfangkäfig und
Klettergerüst. Etwa 400 Gäste, darunter viele ehemalige Lehrer
und Schüler, kamen zur bunten Einweihungsfeier.

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https://tu-freiberg.de/
Forschen mit Blick auf die Praxis
Freiberg
EFRE-Forschungsinfrastruktur
© TU Bergakademie Freiberg, Institut für Metallformung
© Mario Köhler / TU Bergakademie Freiberg
© TU Bergakademie Freiberg
© TU Bergakademie Freiberg
Die TU Bergakademie Freiberg ist stolz auf ihre lange
Geschichte, die bis in das Jahr 1765 zurückgeht – dem
Zeitalter der Aufklärung. Heute lernen hier 4.600
Studierende in 69 Studiengängen. Neben der Lehre
kommt die Forschung nicht zu kurz. An sechs
Fakultäten wird moderne Rohstoffforschung betrieben
– gefördert von der EU, damit qualifizierte
Arbeitsplätze in der Region bleiben und Sachsen sich
als innovative Region behauptet.
Eines der vom Europäischen Fonds für Regionale
Entwicklung (EFRE) finanzierten Projekte ist am
Institut für Metallformung angesiedelt: „Unser
Forschungsthema ist zukunftsorientiert und bildet
einen wesentlichen Schlüssel für die Entwicklung und
Herstellung energieeffizienter Fahrzeuge“, erläutert
Thorsten Henseler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Institut für Metallformung. Im Rahmen von „hybCrash“
erforschen er und seine Kolleginnen und Kollegen, wie
die lasttragenden Komponenten eines Autos
beschaffen sein müssen, um die Sicherheit für die
Insassen zu erhöhen, falls es zum Unfall kommt. Fest
steht: Das Material muss sowohl besonders fest und
leicht sein als auch viel Energie absorbieren können.
Deswegen testen die Forscherinnen und Forscher
verschiedene Kombinationen aus faserverstärktem
Kunststoff und Leichtmetallen: „Wir verbinden
Werkstoffe unterschiedlicher Art, damit die
entstandenen Hybridstrukturen alle positiven
Eigenschaften vereinigen“, erklärt Henseler. Dadurch
werden bald sicherere Autos auf Sachsens Straßen
unterwegs sein.

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www.wasserwirtschaft.sachsen.de/
Mulda ist für Hochwasser gewappnet
Mulda
EFRE - Hochwasserschutz
© Landestalsperrenverwaltung
Beim Augusthochwasser im Jahr 2002 entstanden allein in
Mulda Schäden von etwa 20 Millionen Euro. Zum Schutz des
Orts wurden danach auf 2,5 Kilometern Deiche und Mauern
errichtet, finanziert auch durch EU-Fördermittel. Die Freiberger
Mulde wurde an ihren Ufern teilweise aufgeweitet und an einer
besonders kritischen Stelle eine Brücke die Durchlassfähigkeit
durch einen sogenannten Umfluter erweitert. Über 20
Entwässerungsschächte wurden gebaut, um die Anlieger im
Falle einer erneuten Hochwassergefahr vor einer
Überschwemmung zu entlasten.
Die Wehranlage „Minol“ hat man zu einem Schlauchwehr
umgebaut und dabei auch gleich eine neue Fischaufstiegsanlage
errichtet. Reiner Stiehl, der Bürgermeister von Mulda, ist
zufrieden: „Bei dem ebenfalls schwerwiegenden Hochwasser
2013 haben die Schutzmaßnahmen einen ersten
Stresstest erfolgreich bestanden.“ Im Jahr 2016 wurden sie dann
ganz fertiggestellt. „Die neuen Betonwände haben eine
Vorsatzschale mit einem Profil aus Steinen. Dadurch fügt sich
diese auch optisch gut in die Umgebung ein“, meint Stiehl. Mulda
hat aktuell einen Schutz vor Hochwassern, wie es sie statistisch
einmal in fünfzig Jahren gibt. „Sollte wie geplant zwei Kilometer
oberhalb der Gemeinde auch noch ein großes Rückhaltebecken
gebaut werden, wäre der Schutz für Mulda und weitere
flussabwärts liegende Städte und Dörfer entlang der Freiberger
Mulde wesentlich gesicherter.“
© Landestalsperrenverwaltung

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www.bahntrassenradeln.de/details/sn2_09a.htm
Naturnaher Radweg abseits der
Straßen
Von Waldheim nach Rochlitz
EFRE - Umweltfreundliche Verkehrsträger
© Peter Hegenbarth/LASuV
© LASuV
© Peter Hegenbarth/LASuV
© Peter Hegenbarth/LASuV
Man wird bald schneller mit dem Rad vom Zschopautal
ins Tal der Zwickauer Mulde gelangen. Denn auf der
Trasse der ehemaligen Bahnstrecke von Waldheim
nach Rochlitz soll künftig geradelt werden. Der
Zschopautalradweg und der Muldetalradweg werden
mittels dieser neuen Strecke verbunden. Im Jahr 2018
wurde ein erster Abschnitt zwischen Waldheim und
Hartha für einen bequemen, breiten neuen Radweg
geschottert und zum Teil geteert. Im Oktober 2019
wurden diese ersten 4,4 Kilometer komplett für den
Verkehr freigegeben. Im Rahmen der
Baumaßnahmen für den Radweg wurde auch ein
Ersatzhabitat für Zauneidechsen am Oberen Hohlweg
geschaffen.
Wenn alles fertig sein wird, kann man die insgesamt
20 Kilometer aus dem Zschopautal ins Tal der
Zwickauer Mulde in einer Stunde radeln und muss
dafür nicht mehr die Straßen nutzen. Das bedeutet für
die Touristen eine Bereicherung und für die Anwohner
mehr Sicherheit. Der erste Abschnitt des neuen
Radwegs wird über das Land und den Europäischen
Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert,
die anderen Teile übernimmt der Bund.
Doch die Vollendung des Radwegs erfordert noch
einige Geduld. Auf dem Teilstück, das durch das
Naherholungsgebiet Fröhne führt, müssen die Radler
bis auf Weiteres noch die vorhandenen Waldwege
nutzen. Es fehlt auch noch an der Brücke über den
Klosterbach.

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Forschen für die Zukunft der Region
Mittweida
EFRE - Forschungsinfrastruktur
© Hochschule Mittweida
© Hochschule Mittweida
© Hochschule Mittweida
© Hochschule Mittweida
www.hs-mittweida.de/
Die Hochschule Mittweida setzt Europas Fördergelder
zielgerichtet ein, um das Forschen und Studieren in Sachsen zu
verbessern. Der wissenschaftliche Nachwuchs wird gefördert,
die Innovationskraft gestärkt und die Zukunftsfähigkeit der
Region erhalten. Neugewonnene Erkenntnisse zum Beispiel für
die Digitalisierung der Industrie, für mehr Sicherheit und die
Schonung der Umwelt werden aktiv mit Wirtschaft und
Gesellschaft geteilt. So entstehen vielseitige Vorteile für den
Standort Sachsen
.
Bereits 2014 wurde das mit EU-Mitteln errichtete Zentrum für
Medien und Soziale Arbeit der Hochschule eingeweiht. Jedes
Jahr verlassen seitdem mehr als 1.300 Absolventinnen und
Absolventen, die in diesem Gebäude akademisch ausgebildet
wurden, die Hochschule Mittweida mit einem erfolgreichen
Studienabschluss.
Anwendungsnah geforscht wird in Mittweida auch in den
Bereichen Lasertechnologien, Produkt- und Prozessentwicklung
und in der Angewandten Informatik. Auch dort trägt die EFRE-
Förderung dazu bei, dass Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler unter ausgezeichneten räumlichen und
technischen Bedingungen arbeiten können.
So entwickeln die Mittweidaer Forscherinnen und Forscher
aktuell Einsatzmöglichkeiten des Laserstrahls in der Bearbeitung
von Bauteilen der organischen Elektronik und erforschen mit
Hilfe eines Computertomografen die Belastungsschäden an
mechanischen Bauteilen.
Die Mittweidaer Spezialistinnen und Spezialisten des
deutschlandweit einzigen Bachelor-Präsenzstudiengangs für
allgemeine und digitale Forensik haben seit dem Jahr 2017 ein
über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung
(EFRE) finanziertes Forensik-Labor. Dort forschen sie unter
anderem an neuen digitalen Methoden der Beweissicherung in
der mobilen Kommunikation und an wirksamen
Schutzmaßnahmen vor Cyberangriffen.

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www.sab.sachsen.de/fue-projektfoerderung
Hightechforschung in der ehemaligen
Papierfabrik
Waldheim-Meinsberg
EFRE - Technologieförderung
© KSI Meinsberg
© KSI Meinsberg
© KSI Meinsberg
© KSI Meinsberg
Der Chemiker Prof. Kurt Schwabe gründete 1945 das heutige
Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik im
Waldheimer Ortsteil Meinsberg als „Forschungsinstitut für
chemische Technologie“ in den Räumen einer ehemaligen
Papierfabrik. Nach der politischen Wende ging es in die
Trägerschaft des Landes Sachsen über. Als gemeinnützig
tätiges Landesinstitut ist es verantwortlich für die Durchführung
grundlagen- und anwendungsorientierter innovativer Forschung
auf den Gebieten der physikalischen Chemie und Elektrochemie,
der Sensorik und der damit verbundenen Entwicklung neuartiger
Sensormaterialien, der wissenschaftlichen Instrumentierung
sowie für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
2011 wurde unter anderem mit Mitteln aus dem Europäischen
Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) ein moderner
Laborneubau errichtet, in dem gegenwärtig 40 Forscherinnen
und Forscher tätig sind. In einem ebenfalls mit EU-Geldern
kofinanzierten Verbundprojekt mit der Skan Deutschland GmbH
untersuchen sie derzeit die Einsatzmöglichkeiten von Sensoren
zur Bestimmung von Desinfektionsmitteln in sogenannten
Isolatoren – das sind sterile Kästen, die man u.a. in der
pharmazeutischen Industrie verwendet. Durch ortsaufgelöste
Messungen soll festgestellt werden, ob die Chemikalie, die die
Sterilität garantiert, stets überall im Isolator in ausreichender
Menge vorhanden ist. Dadurch wird gewährleistet, dass die
Arzneimittel qualitativ hochwertig und sicher sind.

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www.sab.sachsen.de/energie2014
Energieeffizient hergestellte
Spritzringe
Großschirma
EFRE - Energieeeffizienz in Unternehmen
© Bäckerei Illgen
© Bäckerei Illgen
© Bäckerei Illgen
© Bäckerei Illgen
„Die alte Produktionsmaschine für Fettgebäck hatte unser Vater
kurz nach der Wende gekauft – die musste dringend durch eine
neue energieeffiziente Anlage ersetzt werden“, erinnert sich
Peggy Illgen, die gemeinsam mit ihrem Bruder René seit rund
zehn Jahren eine Bäckerei mit 65 Beschäftigten leitet. Seit dem
Jahr 1926 an existiert die Bäckerei als Familienunternehmen.
Für ihre qualitativ hochwertigen Backprodukte verwenden die
Illgens viele regionale Rohstoffe. Zahlreiche Backwaren werden
in Handarbeit täglich frisch zubereitet und unter dem Motto
„...von Natur aus gut“ in den 13 Filialen in der Region angeboten,
darunter in Freiberg, Eppendorf oder Dresden, sowie in mobilen
Verkaufswagen.
Das leckere Siedegebäck wie Spritzringe und Pfannkuchen wird
nun zentral in der neuen, mit Mitteln des Europäischen Fonds für
Regionale Entwicklung (EFRE) finanzierten Anlage in
Großschirma hergestellt. Das spart nicht nur erheblich Energie
und damit Kosten: „Auch aus Sicht des Arbeitsschutzes ist die
neue Fettgebäckanlage ein echter Fortschritt“, meint Peggy
Illgen.
Neben Fettgebäck sind die Weihnachtsstollen eine besondere
Spezialität der Bäckerei Illgen. Neben dem Hausmacher-Stollen,
der nur mit Pflanzenfett ohne Butter hergestellt wird, gibt es etwa
noch eine Rosinen-Butter-Stollen oder ein Cranberry-Walnuss-
Stollen. Zur Weihnachtszeit kann man sich die Stollen auch
online bestellen und liefern lassen.

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© Fraunhofer IWU
www.sab.sachsen.de/fue-projektfoerderung
Mensch und Maschine im Einklang
Chemnitz
EFRE - Technologieförderung
© SITEC
© Fraunhofer IWU
© Phillip Hiersemann
In modernen Produktionsstätten kommt eine Vielzahl an
unterschiedlichen Anlagen- und Robotersystemen zum Einsatz,
die von Menschen bedient werden. „Doch die Interaktion
zwischen dem Menschen und den komplexen Anlagen verläuft
längst noch nicht perfekt“, sagt Rico Krämer, Bereichsleiter für
Softwareentwicklung bei der Firma SITEC Automation. Um die
Mensch-Maschine-Interaktion zu verbessern, hat sich das
Unternehmen von 2017 bis 2019 einem Verbundprojekt mit dem
Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik
(IWU) und einigen weiteren sächsischen
Technologieunternehmen angeschlossen.
In dem EU-geförderten Projekt ging es um die perfekte Mensch-
Maschine-Interaktion in der Produktionsstätte der Zukunft:
„Europäische Fördergelder ermöglichten uns die Entwicklung
eines praktischen Bedienkonzepts, das sich individuell auf die
jeweiligen Nutzer einstellt“, erklärt Robin Schulze, der Leiter für
Forschung und Entwicklung bei SITEC.
„Die Anlagen und deren Bedienung passen sich automatisch
dem Beschäftigten an, indem sie sich auf seine individuellen
Kompetenzen einstellen“, ergänzt Schulzes Kollege Marvin
Ferber. „Wir sind froh, dass wir die finanziellen Mittel vom
Freistaat und aus dem Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung bei diesem Vorhaben in Personal und Technik
investieren können“, betont Robin Schulze.

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Chemnitz
Universitätsbibliothek zieht in die
Alte Aktienspinnerei
EFRE - Energieeffizienz in Landesgebäuden
© TU Chemnitz / Jacob Müller
© TU Chemnitz / Jacob Müller
© TU Chemnitz / Jacob Müller
© TU Chemnitz / Jacob Müller
www.tu-chemnitz.de/ub/
Die Alte Aktienspinnerei in Chemnitz hat eine bewegte
Geschichte zu erzählen: Um 1858 wurde sie als
damals größte Spinnerei Sachsens mit 60.000
Spindeln erbaut und war damals eines der modernsten
Gebäude in Sachsen, weil aufgrund der Brandgefahr
auf Holz als Baumaterial komplett verzichtet wurde. Im
Zweiten Weltkrieg wurde das Haus stark beschädigt
und verlor die oberste Etage. In der Nachkriegszeit
wurde es zwischenzeitlich als Provisorium genutzt,
unter anderem für ein Kaufhaus, die Oper, als
Puppentheater und Galerie.
Seit 2011 ist die Alte Aktienspinnerei in der Hand des
Freistaates. Im Jahr 2019 folgte die energetische
Sanierung mit Fördermitteln in Höhe von rund 13,5
Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für
regionale Entwicklung (EFRE). Der Mittelbau ist
vollständig klimatisiert, die Seitenflügel erhielten eine
moderne Lüftungsanlage. Ab dem Frühjahr 2020
konnten dann die verschiedenen Standorte der
Unibibliothek der TU Chemnitz im Gebäude der Alten
Aktienspinnerei zusammengelegt werden.
Für die Universität war der Umzug des gesamten
Bücherbestandes ein enormer Kraftakt, der sich aber
gelohnt hat. Universitätssprecher Mario Steinebach
freut sich über das Endergebnis: „In der Alten
Aktienspinnerei ist eine neue Bibliothek entstanden,
die nicht nur ein Speicher für mehr als 1,1 Millionen
gedruckte Bücher ist. Sie ist vielmehr ein Raum, in
dem sich wissenshungrige Menschen aus der
Universität und der Region treffen, miteinander
diskutieren und natürlich auch lesen und studieren
können.“ Und das können sie ab April 2021 rund um
die Uhr, denn die Unibibliothek bleibt dann jeden Tag
volle 24 Stunden für ihre Besucher geöffnet.

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amareto.info/de/
Praxisnahe Forschung mit vereinten
Kräften
Chemnitz
EFRE - Forschungsinfrastruktur
© ILK / TU Dresden
© René Apitzsch / TU Chemnitz
© René Apitzsch / TU Chemnitz
© Anja Richter / Fraunhofer IWU
Drei sächsische Universitäten an den Standorten Freiberg,
Dresden und Chemnitz sowie das Fraunhofer-Institut für
Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU machen im
Clusternetzwerk „AMARETO“ (Sächsische Allianz für material-
und ressourceneffiziente Technologien) in der Werkstoff- und
Produktionsforschung gemeinsame Sache: „Im Projekt arbeiten
wir daran, Werkstoffe, Bauteile und Produktionsvorgänge
abgestimmt zu erforschen, um sächsischen Unternehmen die
Entwicklung neuer Produkte zu erleichtern“, erklärt Dr. Philipp
Klimant von der Professur für Werkzeugmaschinenkonstruktion
und Umformtechnik an der TU Chemnitz.
Damit das gelingt, teilen sich die drei Standorte die Arbeit auf: „In
Freiberg forscht man an der Entwicklung effizienter Werkstoffe,
während die Kollegen in Dresden daraus neuartige Prototypen
für den Leichtbau designen. In Chemnitz kümmern wir uns dann
gemeinsam mit dem Fraunhofer IWU um die Entwicklung von
Bearbeitungstechnologien für diese neuen Werkstoffe und
ermöglichen somit die Herstellung der Produkte mit Hilfe
intelligenter Produktionstechnik.“
Ihr gemeinsames Ziel: In Zukunft sollen sich Fertigungsprozesse
automatisch neuen Herausforderungen anpassen, also
„smarter“ werden. „Ohne die 5,5 Millionen Euro aus Mitteln des
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Land
Sachsen wäre ein solches Vorhaben kaum möglich“, betont
Klimant.

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Zuverlässige Wärme im Krankenhaus
Radebeul
EFRE – Energie & Klimaschutz
© Norbert Millauer
© Norbert Millauer
© Norbert Millauer
© Norbert Millauer
www.sab.sachsen.de
Seit Frühjahr 2018 verfügt die Elblandklinik in Radebeul über
eine neue Wärmeerzeugeranlage. Die alte Heizanlage entsprach
überhaupt nicht mehr dem Stand der Technik. Für das Klinikum
bestand ein hoher Investitionsbedarf von 750.000 Euro. „In
einem Krankenhaus ist wirklich das allerwichtigste, dass die
Wärmeversorgung zuverlässig funktioniert“, berichtet Annett
Müller-Bühren, kaufmännische Geschäftsführerin der
Stadtwerke Elbtal GmbH. Dafür wurde die Gebäudeleittechnik
des Elblandklinikums und der Heizzentrale miteinander
verbunden. „Die Wärmeanforderung auf den einzelnen Stationen
kann jetzt punktgenau erfüllt werden“.
Das Blockheizkraftwerk wurde so geplant, dass es einen großen
Teil des Wärmebedarfs der Klinik deckt und dass der Strom, der
im eigenen Kraftwerk produziert wird, fast vollständig für die
Elblandklinik verbraucht wird. Die neue Wärmeerzeugeranlage
trägt auch zum Umweltschutz bei. Damit können außerdem fast
960 Tonnen CO
2
pro Jahr eingespart werden.
Da sie viel effizienter als die alte Anlage läuft und weniger Wärme
aus dem Netz gebraucht wird, spart das Klinikum viel Geld bei
seinen Energiekosten. „Im März 2019 wurde die neue
Notaufnahme eingeweiht, die wir als letztes Haus der Klinik ans
neue Nahwärmenetz anschließen.“ Europäische Fördermittel
haben den Neubau der Heizungsanlage ermöglicht.

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Markneukirchen-Wernitzgrün
Sächsische Geigen auf Weltreise
EFRE - Messeförderung
© C.A. Goetz jr. GmbH
© C.A. Goetz jr. GmbH
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www.sab.sachsen.de/messen
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Seit über 135 Jahren beliefert die Firma C.A. Götz jr. GmbH aus
der Musikstadt Markneukirchen-Wernitzgrün ihre Kunden mit
Violinen, Bratschen und Celli. Mittlerweile wird das
Familienunternehmen aus dem sächsischen Vogtland vom
Urenkel des Firmengründers, Dr. Simon Goetz, geleitet.
„Unsere Instrumente und Zubehöre haben Liebhaber auf der
ganzen Welt, von Alaska bis Taiwan, von Schweden bis
Südafrika“, weiß der Geschäftsführer. „Wir reisen auch ins
Ausland, etwa zu Musikmessen in Shanghai, Los Angeles und
Paris. Dabei haben uns europäische Fördermittel schon
mehrfach dabei geholfen, auf internationalen Fachmessen mit
unserem eigenen Messestand präsent zu sein.“
Darüber hinaus konnte das Unternehmen mithilfe einer E-
Business-Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für
regionale Entwicklung (EFRE) seine Betriebsprozesse
verschlanken und so das eigene Sortiment in die Systeme seiner
Händler integrieren: „Die Auftragsanbahnung konnten wir
dadurch von mehreren Tagen auf wenige Minuten reduzieren“,
erzählt Simon Goetz. Für seine Kunden bedeutet das einen
sichereren, schnelleren und kostengünstigeren Service als
zuvor. „Gerade für uns als kleines Unternehmen ermöglicht die
unkomplizierte EU-Förderung, Wachstumschancen erfolgreich
zu nutzen“, so der Geschäftsführer.

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Treuen
Klimaschonende Beschichtungen
EFRE - Technologieförderung / Energieeffizienz in Unternehmen
© Vowalon Beschichtung GmbH
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www.sab.sachsen.de
Beim Familienunternehmen Vowalon Beschichtung GmbH in
Treuen werden mit modernsten Anlagen hochwertige
Beschichtungen auf PVC- und Polyurethanbasis für die
verschiedensten Anwendungen produziert. Zum Beispiel zur
Produktion von Kunstledern, wie sie für Handtaschen oder für
Sitzgelegenheiten in der Gastronomie benötigt werden. Mit der
VOWAbag hat das Unternehmen sogar sein eigenes Taschen-
Sortiment aus Kunstleder hergestellt. Die im Jahr 1900
gegründete Firma ist heute zu einem bedeutenden Arbeitgeber
in der Region mit rund 240 Mitarbeitern herangewachsen.
Im firmeneigenen Labor werden Neuentwicklungen den
Wünschen der Kunden entsprechend in die Praxis umgesetzt.
„Europäische Fördermittel setzen wir vor allem für Investitionen
in klimafreundliche Zukunftstechnologien ein“, erklärt Vowalons
Geschäftsführerin Mareen Götz. So hat Vowalon beispielsweise
mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung (EFRE) eine Absorptionskälteanlage installiert, um
die Abwärme bei der Fertigung effizient nutzen zu können. Das
Unternehmen nutzte darüber hinaus eine Innovationsprämie für
die Entwicklung neuer Beschichtungsrezepturen zur Herstellung
von speziellen Materialien für Medizinprodukte. Und auch in
Zukunft will man zur Entwicklung von neuen Innovationen nicht
auf die finanzielle Unterstützung der EU verzichten, versichert
Mareen Götz.

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Steinberg-Wildenau
Edle Schmuckstücke aus Fichtenholz
EFRE - Messeförderung
© Tischlerei Horlbeck
© Tischlerei Horlbeck
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www.sab.sachsen.de/messen
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Tischlermeister Olaf Horlbeck aus Steinberg stellt
praktische Möbel her, die man im Handel so nicht
findet. Möbel, Fenster, Türen – von klassisch bis
modern bietet er seinen Kunden sorgfältige
Handarbeit nach Maß. Außerdem hat er vor knapp vier
Jahren sein eigenes Holzschmucklabel „nabunt“
entworfen. Die naturgegebene Schönheit des
Materials – er nutzt für seine Arbeit vor allem
heimisches Fichtenholz – kommt in jedem einzelnen
Schmuckstück gut zur Geltung.
Der handgefertigte Schmuck des Tischlers aus dem
sächsischen Vogtland hat sich herumgesprochen,
auch weil Olaf Horlbeck seinen Schmuck mithilfe von
Fördergeldern aus dem Europäischen Fonds für
regionale Entwicklung (EFRE) auf mehreren großen
Fachmessen wie der Inhorgenta in München
präsentieren konnte: „Dadurch habe ich viele neue
Interessenten für meinen Holzschmuck gewonnen,
sogar aus Österreich“, erzählt der Tischler.
Um der Nachfrage gerecht zu werden, hat er das
Sortiment sogar noch um einige Schmuckstücke
erweitert und bietet diese auch im Internet zum
Verkauf an. „Der Erfolg meines Schmucklabels auf
den Messen hat zudem bewirkt, dass ich eine neue
Mitarbeiterin für den Vertrieb einstellen konnte“,
ergänzt Olaf Horlbeck.

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Neue Maschinen, neue Ideen
Stolpen
EFRE – Technologieförderung
© Mafa Stolpen
© Mafa Stolpen
© Mafa Stolpen
© Mafa Stolpen
www.sab.sachsen.de/fue-projektfoerderung
„Gerade für ein kleines mittelständisches Unternehmen, das
etwas an der Peripherie liegt, ist es vergleichsweise schwierig,
allein größere Entwicklungsthemen zu stemmen“, sagt Jens
Kröhnert, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Stolpen (Mafa
Stolpen), die Spezialmaschinen u. a. für die Landwirtschaft
herstellt und sich auf die Konstruktion, Musterbau und
Kleinserien spezialisiert hat. Von der Konstruktion über die
Einzelteilfertigung bis zur Montage und Erprobung – hier kommt
alles aus einer Hand.
Bei der Entwicklung innovativer Produkte arbeitet das
Unternehmen seit Jahren eng mit der TU Dresden und der
Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden zusammen.
„Technologieförderung haben wir in Anspruch genommen, um
komplett neue Lösungen für Maschinen oder sogar komplett
neue Maschinen zu entwickeln“, erläutert Kröhnert.
So konnte die Maschinenfabrik Stolpen etwa mit finanzieller
Unterstützung des Europäischen Fonds für Regionale
Entwicklung (EFRE) und dem Wissen von Fachleuten der TU
Dresden ein neues Schneidverfahren für einen Rotorladewagen
entwickeln. „Dafür haben wir damals auch einen sächsischen
Innovationspreis erhalten“, erinnert sich der Geschäftsführer.
Die heutige Maschinenfabrik ist aus einer 1854 in Stolpen
gegründeten Dreschmaschinenfabrik hervorgegangen und steht
für 150 Jahre Tradition des Maschinen- und Fahrzeugbaus in
Sachsen.

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www.sab.sachsen.de/innopraemie
Eine Innovation für Modellbahnfans
Sebnitz
EFRE – Technologieförderung
© Tillig Modellbahnen
© Tillig Modellbahnen
© Tillig Modellbahnen
© Tillig Modellbahnen
Modelleisenbahnen aus Sebnitz sind gefragt: „Bei der
Nenngröße TT, die im Osten Deutschlands besonders
beliebt ist, sind wir Weltmarktführer“, berichtet Heiner
Groh, Vertriebsleiter bei Tillig Modellbahnen. Eine TT-
Modellbahn benötigt nur etwa 60 Prozent des
Platzbedarfes einer vergleichbaren H0-Anlage, bietet
dennoch gut handhabbare und vorbildgerechte
Modelle, die sich in Detaillierung und Fahrverhalten
ohne Einschränkung an Großserienmodellen messen
lassen.
Auch im Modelleisenbahnmarkt sind Innovationen
nötig, um sich zu behaupten. Deshalb hat das
Unternehmen seit 2010 sein Angebot im Bereich der
Schmalspurbahnen deutlich ausgeweitet.
Eine Innovationsprämie des Europäischen Fonds für
Regionale Entwicklung (EFRE) konnte Tillig im Jahr
2017 für ein besonders reizvolles Projekt einsetzen:
Zum Beispiel für den Nachbau der Dampflokomotive
der Harzer Schmalspurbahn BR 99 – ein Highlight für
alle Modellbahnfreunde: „Das Besondere daran ist,
dass diese Dampflok fünf miteinander gekuppelte
Achsen besitzt.“ Die Fertigstellung des Modells wurde
gebührend gefeiert. Bei der Übergabe eines Modells
in Wernigerode im Juni 2017 konnte man das Modell
direkt mit dem Original vergleichen, das bis auf den
Brocken fährt.
Modellbahnen von Tillig sind übrigens auch im
Verkehrsmuseum direkt gegenüber der Frauenkirche
in Dresden in einer Vitrine zu sehen. Dort zeigt das
Unternehmen anhand aktueller Modelle einen
Querschnitt seiner TT- sowie H0- und Schmalspur-
Sortimente.

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Schaufenster der Wissenschaften
Zwickau
EFRE – Energieeffizienz an Landesgebäuden
© Arge RBZ - LD
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WHZ Zwickau
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© Arge RBZ - LD
www.fh-zwickau.de/
In der Innenstadt von Zwickau, auf dem Gelände der ehemaligen
Druckerei „Förster und Borris“ in der Peter-Breuer-Straße, tragen
europäische Fördermittel derzeit zum Aufbau eines neuen
Gebäudekomplexes für den „Campus Innenstadt“ der
Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) bei.
Auf einer Fläche von mehr als 3.000 Quadratmetern entstehen
moderne Labor- und Forschungsflächen für die Bereiche Mikro-
und Nanostrukturierung, Optische Technologie, Medizintechnik
und Physik. Kernstück ist dabei eine etwa 900 qm große,
schwingungsgedämpfte Hochtechnologieplattform mit
Reinraumanforderungen, die durch eine maximale Flexibilität
höchsten Ansprüchen moderner Forschung genügt. Eine
transparente Glasfassade wird Passanten künftig als
„Schaufenster der Wissenschaften“ Einblicke in die Forschungs-
und Lehrbereiche der Hochschule gewähren.
Dr.-Ing. Ralf Steiner, der Kanzler der Hochschule, ist froh über
die finanzielle Unterstützung aus dem Europäischen Fonds für
regionale Entwicklung (EFRE) für die neuen Gebäudeeinheiten:
„Alle diese Maßnahmen wären ohne EU-Förderung nicht möglich
und helfen, die Westsächsische Hochschule Zwickau als
Hochschule der angewandten Wissenschaften mit einem hohen
wissenschaftlichen Anspruch weiterzuentwickeln und
international zu etablieren.“

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www.sab.sachsen.de
Aus Klärschlamm wird sauberer
Dünger
Niederfrohna
EFRE – Energieeffizienz und Klimaschutz
© Zweckverband Frohnbach
Erster Spatenstich am 20. Juni 2018
© Zweckverband Frohnbach
Ende 2019: Fertige
Industriehalle
© Zweckverband Frohnbach
Trocknungsabteil
© Zweckverband Frohnbach
Therm. Wandlung
Klärschlamm enthält Phosphor, der für Tiere und
Pflanzen lebenswichtig ist. Doch in Deutschland stel-
len strenge Grenzwerte für Schwermetalle in landwirt-
schaftlichem Dünger hohe Anforderungen an den Ein-
satz von Klärschlamm aus kommunalen Kläranlagen
für die Düngung.
Damit der Klärschlamm nicht mit LKW weit fortge-
schafft und teuer entsorgt werden muss (Verbren-
nung), hat der Zweckverband Frohnbach 2018 ein ein-
zigartiges, vom Europäischen Fonds für regionale Ent-
wicklung (EFRE) gefördertes Modellprojekt gestartet:
„Die Versuchs- und Pilotanlage auf dem Gelände der
zentralen Kläranlage in Niederfrohna soll zeigen, dass
man mit dem alternativen Verfahren der Klärschlamm-
veredlung in der Lage ist, vor Ort und ohne weiteres
phosphatreichen und umweltfreundlichen Dünger aus
dem Klärschlamm herzustellen“, sagt Dr. Steffen Hein-
rich. Er ist Geschäftsleiter des Zweckverbands Frohn-
bach und sieht großes Potenzial in der dezentralen
Phosphorrückgewinnung in Kläranlagen: „Durch ther-
mische Spaltung wird aus dem Klärschlamm umwelt-
verträglicher Phosphordünger, der äußerst schadstoff-
arm und keimfrei ist und zudem praktisch keine orga-
nischen oder sonstigen Fremdstoffe mehr enthält“,
erklärt der Geschäftsleiter.
Dank des Verfahrens, das in Niederfrohna erprobt
wird, entspricht der aus dem Klärschlamm gewonnene
Dünger den aktuellen gesetzlichen Anforderungen an
Phosphor-Düngemittel für die Landwirtschaft. Nun be-
darf es noch der formalen gesetzlichen Zulassung der
Verwendung. Durch das energieeffiziente Verfahren
werden darüber hinaus Primärenergie und weite
Transporte eingespart, wodurch sich der Ausstoß von
klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid reduzieren lässt.
Hinzu kommt, dass verfahrensbedingt mehr als die
Hälfte des im Klärschlamm enthaltenen Kohlenstoffs
als
black carbon
erhalten bleibt. In den Boden
gebracht wird er nicht als CO
2
emittiert, sondern bleibt
dort jahrhundertelang erhalten. Das entspricht einer
effektiven CO
2
-Bilanz von -45 kg CO
2
/t Klärschlamm.
Somit wird die Schließung regionaler Stoff- und Ener-
giekreisläufe möglich. Zudem fördert der „Carbondün-
ger“ den Humusaufbau und die Bodenfruchtbarkeit.

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Das ist High-Tech, keine Zauberei
Löbichau
EFRE – Markteinführung innovativer Produkte
© FRAMO GmbH
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© Bildnachweis
© FRAMO GmbH
www.sab.sachsen.de/markteinfuehrung
Die Firma Framo in Löbichau stellt aus Diesel-Lastkraftwagen
mit einem Gewicht von 7,5 bis 44 Tonnen klimafreundliche
Elektrofahrzeuge her und macht damit den entscheidenden
Schritt für die Energiewende in der Logistik. Die Umrüstung von
Fahrzeugen läuft in Einzelanfertigungen und Kleinserien.
Geschäftsführer Dipl.-Ing. Andy Illgen suchte schon früh nach
Finanzierungsmöglichkeiten für seine Ideen. Fördermittel aus
dem Programm „Markteinführung innovativer Produkte“
erlaubten Framo zum Beispiel den Bau eines vollständig
batteriebetriebenen Lastkraftwagens, gefördert durch die Mittel
des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und
vom Land Sachsen.
Die Batterie bietet Kapazitäten von 57 bis 462 kWh mit einer
Antriebsleistung von bis zu 400 kW. „Wir ziehen mit unseren
Vorführfahrzeugen auf zahlreichen Messen die Aufmerksamkeit
neuer Kunden auf uns“, bestätigt Andy Illgen. Bereits bei der
WAVE 2016, der größten E-Mobil-Rallye der Welt, war der 18
Tonnen Elektro-Koloss als Aushängeschild dabei. Inzwischen
hat die Framo eine 40 Tonnen Sattelzugmaschine ebenfalls als
Vorführfahrzeug fertiggestellt. Zu den Kunden zählen mittlerweile
Volkswagen, BMW, Schnellecke, Aldi Süd und DB Schenker.
Auch eines der ersten vollelektrischen Müllfahrzeuge rollt seit
Mitte 2019 durch Wien. Ebenfalls sehr stolz ist das Start-up-
Unternehmen auf einen elektrischen Betonmischer. Inzwischen
läuft die Fertigung in Kleinserie. Auch für ein Forschungsprojekt
zur Entwicklung eines mobilen Energiespeichers erhielt Framo
finanzielle Unterstützung von der Europäischen Union.
© FRAMO GmbH

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Hohenstein-Ernstthal
Die Sonnenkraft effizienter nutzen
EFRE - Technologieförderung
© Meyer Burger AG
© Meyer Burger AG
© Bildnachweis
www.sab.sachsen.de
Im Zuge der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien ist auch
die Solarbranche aktuell wieder im Aufwind. Dabei ist vor allem
die Leistungsstärke von Photovoltaik-Anlagen wichtig, damit sich
die Technologie durchsetzt: „Der Wirkungsgrad von Solarzellen
wird sich in den nächsten Jahren weiter kontinuierlich steigern,
während die Hersteller ihre Produktionskosten senken wollen“,
erklärt Mario Schubert vom Schweizer Technologieunternehmen
Meyer Burger, das seinen Hauptproduktionsstandort in
Hohenstein-Ernstthal betreibt.
Im EU-geförderten Projekt „Neo-Sol“ erforscht Meyer Burger
derzeit gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Organische
Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) die
Grundlagenprozesse zur Herstellung neuartiger Solarzellen.
„Dabei erarbeitet das Fraunhofer FEP vor allem die Grundlagen
für neuartige Beschichtungstechnologien, während wir die
Entwicklung einer modernen Maschinengeneration zur
industriellen Produktion solcher Solarzellen vorantreiben“,
erläutert Mario Schubert und betont die Wichtigkeit der
Forschung auf diesem Gebiet: „In Anbetracht der starken
Konkurrenz aus Asien ist es äußerst wichtig, aktuelles Wissen
über die Grundlagen hocheffizienter Solarzellen in Europa zu
generieren und zu verwerten.“ Schließlich will die Europäische
Union bis 2050 klimaneutral sein, also keine Treibhausgase
mehr in die Atmosphäre ausstoßen. Das macht
Forschungsprojekte wie „Neo-Sol“ so wichtig, die die Effizienz
von grünen Technologien weiter vorantreiben.

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Keine kalten Füße mehr im
Krankenwagen
Naundorf
EFRE - Technologieförderung
© Andreas Körner
© AK MedTec GmbHs
© AK MedTec GmbH
© AK MedTec GmbH
www.sab.sachsen.de/innopraemie
Als Notfallsanitäter begleitet Andreas Körner täglich Menschen
auf dem schnellen Weg ins Krankenhaus. „Dabei klagten
besonders in der kalten Jahreszeit viele Patienten, dass sie auf
der kalten Tragenauflage im Rettungswagen frieren“, erzählt
Andreas Körner. So kam er auf die geniale Idee, eine beheizbare
Auflage zu entwickeln, um die Körper der Patientinnen und
Patienten während der Fahrt zum Krankenhaus angenehm warm
zu halten. „Einen solchen Komfort kennen Pkw-Fahrer von ihren
beheizbaren Sitzen im Auto.“
Über einen Modellbauer ließ Andreas Körner zunächst einen
Prototypen anfertigen. Damit erregte er auf einer Fachmesse in
Fulda großes Aufsehen. Allerdings fand er dort keinen Investor,
um sein Produkt marktreif zu machen. „Eine Innovationsprämie
aus EU-Fördermitteln half mir schließlich bei der Finanzierung“,
erzählt der Notfallsanitäter. Inzwischen ist auch ein weltweites
Patent für die beheizbare Krankenliege angemeldet.
Seine Erfolgsgeschichte findet im Jahr 2020 ihren Abschluss.
Die Markteinführung der beheizbaren Tragenauflage ist nach
erfolgreicher Zulassung zum Medizinprodukt in vollem Gange.
Vertriebspartner sind die Firma Stollenwerk aus Köln sowie die
Firma meetB. Anschließend wird das Produkt auch für alle
anderen Hersteller verfügbar sein. „Dann hat sich die ganze
Mühe auch gelohnt“, sagt Andreas Körner.

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Möschwitz
Europa ebnet Radlern den Weg zur
Talsperre
EFRE - Umweltfreundliche Verkehrsträger
© Sächsisches Landesamt für Straßenbau und Verkehr
talsperre-poehl.de/talsperre-poehl/freizeit/radfahren
© LASuV
© LASuV
© LASuV
Der Sommer kommt, also ab auf den Fahrradsattel und los
geht´s zur Talsperre Pöhl. Eingebettet in die reizvolle
Mittelgebirgslandschaft unweit der Spitzenstadt Plauen ist
Sachsens drittgrößter Stausee ein beliebtes Ausflugsziel für
Radfahrer, Wanderer und Wassersportsportler. Deshalb hat die
Europäische Union den Bau eines straßenbegleitenden Geh-
und Radwegs von Möschwitz bis zur Talsperre Pöhl durch
Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung (EFRE) mitfinanziert.
„Die Strecke ist Teil des Radfernweges „Elsterradweg“, der von
der Quelle der Weißen Elster in Tschechien bis zu ihrer Mündung
in die Saale führt. Durch die Trennung vom Autoverkehr auf der
Staatsstraße 297 wird die Sicherheit für Fußgänger und
Radfahrer erhöht“, erklärt Peter Hegenbart vom Landesamt für
Straßenbau und Verkehr. Die EU hilft also dem Freistaat nicht
nur naturnahe Wege zu bauen, sondern auch die Sicherheit für
die Radlerinnen und Radler zu verbessern.
Darüber hinaus soll der neue Radweg die Bürgerinnen und
Bürger auch dazu animieren, häufiger mal aufs Fahrrad zu
steigen – um den Autoverkehr zu entlasten und den CO
2
-
Ausstoß zu verringern. Und welches Ziel wäre besser für ein
unvergessliches Urlaubserlebnis im Herzen des Vogtlandes als
die Talsperre Pöhl?

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www.sab.sachsen.de/fue-projektfoerderung
Ellefeld
Dieser Bohrer ist dünner als ein
Streichholz
EFRE - Technologieförderung / Energieeffizienz in Unternehmen
© ERMAFA Sondermaschinen- und Anlagenbau GmbH
© ERMAFA
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www.sab.sachsen.de/energieeffizienz
© ERMAFA
Der Sondermaschinen- und Anlagenbauer Ermafa stellt in
seinem Werk AUERBACH in Ellefeld spezielle Tiefbohr- und
Fräsmaschinen her, die beispielsweise zur Bearbeitung von
speziellen Bauteilen in der Industrie benötigt werden.
Europa ist schon seit vielen Jahren ein treuer Wegbegleiter für
das regionale Unternehmen, berichtet Vivien Böhm aus dem
Bereich Marketing und Verkauf: „Beim Projekt UltraSens
erhalten wir EU-Fördermittel für die Weiterentwicklung unserer
Mikro-Tieflochbohrmaschine, die sehr kleine Durchmesser
bohren kann.“ Die verwendeten Bohrer sind dünner als ein
Streichholz und eignen sich für die präzise Bearbeitung von
besonderen Bauteilen, erklärt Vivien Böhm. „Solche
Mikrobearbeitungen werden in der Medizintechnik benötigt, etwa
zum Herstellen von Knochennägeln.“ Am Verbundprojekt
UltraSens sind weitere Industriepartner beteiligt, wie etwa die
Sinus Messtechnik aus Leipzig und die Elektrische
Automatisierungs- und Antriebstechnik EAAT aus Chemnitz.
Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung (EFRE) haben der Ermafa auch dabei geholfen, die
Heizungsanlage in der firmeneigenen Fertigungshalle komplett
umzurüsten. „Unsere alte Heizungsanlage war
überdimensioniert und einige Heizkörper waren ungünstig
platziert. Mit europäischen Fördermitteln haben wir mittlerweile
eine deutlich energieeffizientere Heizungsanlage im Werk
installieren können“, berichtet Vivien Böhm. Die Anlage besteht
aus einer Gastherme und sogenannten Dunkelstrahlern mit
Wärmerückgewinnung, die die Wärme jetzt gleichmäßig in der
Fertigungshalle verteilen.

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Altes weicht Neuem in Rodewisch
EFRE - Nachhaltige Stadtentwicklung
© Stadtverwaltung Rodewisch
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www.rodewisch.de/seite/375719/efre-integrierte-stadtentwicklung.html
© Stadtverwaltung Rodewisch
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Rodewisch
Im Sommer 2018 war es endlich soweit: Die nach 100 Jahren
inzwischen marode gewordene „Rißbrücke“ im Rodewischer
Stadtpark konnte endgültig abgerissen werden. „Der von der EU
mitfinanzierte Abriss der alten Brücke hat Platz für eine neue
Brückenkonstruktion geschaffen, die an dieser Stelle gebaut
werden konnte“, berichtet Bürgermeisterin Kerstin Schöniger.
Die neue Stahlbrücke im Stadtpark wurde im Herbst 2019 in
einem Stück geliefert und eingehoben. Aufgrund ihrer
imposanten Länge von 50 Metern war das ein Ereignis, das für
Aufmerksamkeit sorgte. Die Brücke ist ein wichtiger
Lückenschluss für den Geh- und Radverkehr, aber auch optisch
ein Anziehungspunkt! Auch dieses Vorhaben wurde mit EU-
Mitteln gefördert.
Der Abriss der alten und der Neubau der neuen „Rißbrücke“ ist
aber nicht die einzige Maßnahme, die die Stadt Rodewisch mit
Fördergeldern aus dem Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung (EFRE) umgesetzt hat: „Wir haben auch den
Sportplatz am Ortsrand mit EU-Fördermitteln modernisiert“,
erzählt Kerstin Schöniger. „Hier konnten wir einen zeitgemäßen
Kunstrasen anlegen sowie die Wege rund um die Spielfläche
befestigen und barrierefrei gestalten“, so die Bürgermeisterin.
Der Sportplatz ist Bestandteil des Sport- und Freizeitareals am
Ortsrand der Stadt Rodewisch. Er wird gegenwärtig vom
örtlichen Fußballverein sowie von den nahegelegenen Schulen
und vom Berufsschulzentrum genutzt. Auch die fünf
Rodewischer Kindergärten freuten sich über den nagelneuen
Sportplatz, als sie im Mai 2019 das jährliche Kindergartenturnier
erstmals auf dem Kunstrasen austrugen.
© Stadtverwaltung Rodewisch
© Stadtverwaltung Rodewisch
© Stadtverwaltung Rodewisch
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Auerbach/Vogtland
Europa bringt Auerbach in
Bewegung
EFRE - Nachhaltige Stadtentwicklung
© Stadt Auerbach/Vogtl.
© Stadt Auerbach/Vogtl
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© Stadt Auerbach/Vogtl.
© Stadt Auerbach/Vogtl.
www.stadt-auerbach.de/inhalte/stadt_auerbach/_inhalt/wirtschaft_und_wohnen/efre/efre
Das vogtländische Auerbach hat sein Potenzial als
Kleinstadt mit zahlreichen Grünflächen und attraktiven
Freizeitmöglichkeiten entdeckt. Das
Naherholungsgebiet Hofaupark am Standort des
ehemaligen Wismut-Stadions zum Beispiel entstand
2012 unter anderem mit Fördermitteln aus dem
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Am
Uferweg des Flüsschens Göltzsch kann man
Spazieren und Radfahren. Im Park gibt es Spiel- und
Sportinseln, einen Wasserspielplatz für Kleinkinder
und ein Café. Die Jugendlichen zeigen auf der
modernen Skateanlage, welche Tricks sie draufhaben.
Ältere Menschen finden im Park Bewegungsgeräte,
um sich fit zu halten, die aber natürlich von allen
Menschen genutzt werden. „Der Hofaupark ist ein
richtiger Aktivpark geworden“, sagt Patrick
Zschiesche, Fachbereichsleiter für Bauwesen und
Liegenschaften.
In der Beegerstraße 2, nah am Hofaupark, steht noch
eine alte Textilfabrik. Die Industriebrache soll Ende
2020, Anfang 2021 ebenfalls mit EU-Fördermitteln
saniert und zu einem Kultur- und Freizeitzentrum
ausgebaut werden. Auf den vier Etagen wird ab 2021
viel los sein: „Geplant sind etwa ein Indoorspielplatz,
ein Eventraum, Vereinsräume und eine Billardetage“,
erzählt Patrick Zschiesches Kollegin Christin
Weidensdörfer.
„Wir haben aufgrund des demografischen Wandels in
den letzten Jahren mit Abwanderung und einer
Überalterung der Gesellschaft zu kämpfen gehabt“,
berichtet Patrick Zschiesche. „Das EU-Programm zur
Nachhaltigen Stadtentwicklung bietet Auerbach die
einmalige Chance, ein attraktives Angebot für alle
Generationen zu schaffen. Für eine Stadt, in der man
gerne lebt.“

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www.grassimuseum.de
Im Grassi leuchten sparsame LEDs
Leipzig
EFRE – Energieeffizienz in Landesgebäuden
© GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Eine effiziente Beleuchtung ist für Museen besonders wichtig.
Denn unabhängig vom Energieverbrauch kann eine erhöhte
Raumtemperatur, die durch zahlreiche Lampen entsteht, den
wertvollen Ausstellungsstücken schaden. Davon kann auch das
Grassi-Museum im Herzen von Leipzig ein Lied singen. Das
Museumsquartier beherbergt gleich drei große Museen von
internationalem Rang.
Das Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig und das
Grassi Museum für Völkerkunde, die beide zum Leipziger Grassi
gehören, haben auf das Problem mit der Beleuchtung reagiert
und Niedervolthalogenstrahler aus ihren Ausstellungsräumen
entfernt. Mit Unterstützung durch EU-Fördermittel aus dem
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) hat das
Museum im Jahr 2017 auf viel sparsamere und kühlere LED-
Strahler umgestellt. So konnte die Wärmelast in den
Innenräumen schon merklich gesenkt werden.
Eine weitere EU-Förderung ermöglichte es dem Museum zudem,
die Dauerbeleuchtung um eine besucherstromabhängige
Beleuchtungssteuerung zu ergänzen. Das spart zusätzlich
Energie, denn durch die Beleuchtungssteuerung werden die
Ausstellungsräume nur noch dann erhellt, wenn sich
Besucherinnen und Besucher darin aufhalten. Für die beiden
Museen waren die von der EU geförderten Maßnahmen ein
echter Gewinn!

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www.sab.sachsen.de
Kühle LED-Lampen für zarte
Versuchungen
Wermsdorf
EFRE – Energieeffizienz in KMU
© Chocolatier Praetsch
Konditormeister Olav Praetsch zaubert in seiner Chocolaterie in
Wermsdorf feinste Gourmetpralinen, Tafelschokoladen und
Hohlkörper aus Schokolade. Bereits im Jahr 2004 hat er den
Betrieb gegründet. 2012 wurde die Produktion vom Stammhaus
der Konditoren-Familie Praetsch in Wurzen nach Wermsdorf
verlegt.
Mit der Beleuchtung im Betrieb war Olav Praetsch irgendwann
nicht mehr so zufrieden: „Die alten Birnen waren in die Jahre
gekommen, viel zu dunkel und echte Stromfresser“, erzählt er.
Die Lösung lag schließlich in einer EU-Förderung mit Mitteln aus
dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur
Steigerung der Energieeffizienz in kleinen und mittelständischen
Unternehmen. Mit dem finanziellen Zuschuss von der EU konnte
Olav Praetsch die alte Beleuchtungsanlage endlich
austauschen. Das hat sich gelohnt: Die neue Beleuchtung bringt
Olav Praetschs Chocolaterie und seine feinen Kreationen
wahrhaftig zum Strahlen.
Auch die Stromkosten für den Betrieb ließen sich drastisch
senken. Aber die Anschaffung brachte noch einen weiteren
Vorteil: „Wir haben moderne LED-Strahler eingebaut, die jetzt
viel weniger Wärme absondern, sodass auch unsere Schokolade
von der Beleuchtung geschont wird“, sagt der Konditormeister.

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www.inan-sos.de
Schlaganfallpatienten bestmöglich
versorgen
Ostsachsen
Innovative Ansätze im Gesundheitswesen
© Bildnachweis
„Nach einem Schlaganfall ist die Nachsorge besonders wichtig“,
erklärt Hausärztin Prof. Dr. Antje Bergmann. „Über ein von
Europa gefördertes Telemedizinprojekt wurde gezeigt, wie
meine Praxis in das bestehende Schlaganfallnetzwerk
Ostsachsen integriert werden kann. Dadurch lassen sich
Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall zukünftig
noch besser betreuen.“
Möglich wurde dies durch das Projekt INAN-SOS (Integration der
ambulanten Nachsorge in das Schlaganfallnetzwerk
Ostsachsen). Mit diesem wurde eine technische Verbindung
zwischen der bereits eingesetzten technologischen Plattform
CCS-Telehealth Ostsachsen (CCS-THOS) und den Systemen
der Haus- und Fachärzte der ambulanten Nachbetreuung im
Testbetrieb hergestellt. Dabei wurden insbesondere an wichtige
Aspekte wie Datenschutz und Vertraulichkeit gedacht und die
Vernetzung zwischen Akutklinik und ambulanter Nachsorge
qualitätsgesichert umgesetzt.
Durch Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für Regionale
Entwicklung haben das Dresdner Universitätsklinikum, die TU
Dresden und das Carus Consilium Sachsen damit ein wichtiges
Element zu einem intelligent vernetzten Gesundheitswesen der
Zukunft beigesteuert, welches für interessierte Nutzer nunmehr
auch in die Praxis überführt werden kann. Den Beteiligten vom
Klinikum bis zum Hausarzt werden die Daten zu einem
Schlaganfallpatienten in einem Schlaganfallpass wechselseitig
elektronisch auf dem aktuellen Stand bereitgestellt. Damit
können sie in der Rehabilitation und bis zu einem Jahr
zielgerichtet in der ambulanten Nachsorge durch sogenannte
»Case Manager« und vom Hausarzt noch effektiver betreut
werden. „Wir haben damit gezeigt, dass eine digital unterstützte
Behandlungsarbeit in der Versorgungskette bis hin zum
Hausarzt möglich ist“, bestätigt Raimund Böhle von der Carus
Consilium Sachsen GmbH. „Das Projekt ist damit im geplanten
Umfang erfolgreich umgesetzt worden“.

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www.grassimuseum.de
Grünanlage ersetzt leerstehende
Fabrik in Klingenthal
Klingenthal
EFRE – Integrierte Brachflächenentwicklung
Stadtverwaltung Klingenthal
© Stadtverwaltung Klingenthal
Seit Mitte des 17. Jahrhunderts werden im sogenannten
„Musikwinkel“ des Vogtlandkreises Akkordeons,
Mundharmonikas und Geigen gebaut. Nach langem Leerstand
musste das ehemalige Stammhaus der im Jahr 1847
gegründeten Mundharmonikafabrik C. A. Seydel in Klingenthal
abgerissen werden, die zuletzt unter dem Namen Vermona
firmierte. Das imposante Gebäude hatte im Stadtteil
Sachsenberg-Georgenthal lange Zeit das Stadtbild bestimmt.
Doch das verfallende Bauwerk drohte allmählich zu einer Gefahr
für Fußgänger und Autofahrer zu werden. Im Winter 2016/2017
war ein Gebäudeteil im oberen Stockwerk eingestürzt. Dabei
fielen ein Teil der Außenmauer und Fensterteile in die Tiefe.
Im Frühjahr 2018 konnten die über das Programm „Integrierte
Brachflächenentwicklung“ aus Mitteln des Europäischen Fonds
für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Abrissarbeiten
beginnen. Figuren mit den Musikinstrumenten, die die alte
Fassade schmückten, wurden vorsichtig abmontiert und im
städtischen Museum eingelagert. Danach wurden
Bodenanalysen durchgeführt und die Baugrube verfüllt.
An der Stelle der ehemaligen Mundharmonikafabrik entstand
2019 eine neue Grünanlage, die jetzt einen herrlichen Blick auf
den nahegelegenen Aschberg gewährt.

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www.wasserwirtschaft.sachsen.de/
Schutz für Klosterbuch
Klosterbuch
EFRE - Hochwasserschutz
© Landestalsperrenverwaltung
Der Leisniger Ortsteich Klosterbuch wird von dem unter
Denkmalschutz stehenden Kloster Buch geprägt, einem
ehemaligen Zisterzienserkloster.
Beim Hochwasser der Mulde im Jahr 2002 mussten per
Hubschrauber von den von Wasser umschlossenen Gebäuden
ausgeflogen werden. Nach dem Hochwasser im Jahr 2013, das
für die rund 100 Anwohner in Klosterbuch glimpflich verlief, kam
es schnell zur Planfeststellung und damit wiederum zum
Baurecht für eine neue Hochwasserschutzanlage. Im Herbst
2014 konnten die ersten Baufahrzeuge anrücken.
Innerhalb von vier Jahren wurden unter anderem mit Mitteln aus
dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) ein
910 Meter langer Ringdeich sowie eine 300 Meter lange
Schutzwand errichtet, die mit Rücksicht auf den Denkmalschutz
mit Natursteinen verblendet wurde. Zusätzlich wurde ein
Hebewerk mit autarker Stromversorgung errichtet. Es
entstanden auch drei Überfahrten für die Kreisstraße und für
landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Im Rahmen eines sozialen
Projektes wurden die Samen regionaler Pflanzen vom alten
Damm geerntet, vermehrt und auf dem neuen Deich
ausgebracht.
Nun schützt ein klassischer Drei-Zonen-Deich, wie er überall an
Elbe und Mulde errichtet wird, den Ort Klosterbuch vor einem
Hochwasser, das statistisch gesehen einmal in 100 Jahren
eintritt. Das trifft auf die Wohngebäude im Ortskern und am
Rande in Richtung Paudritzsch zu – nicht aber auf die historische
Klosteranlage. Denn dafür hätte hinter einem Teil der Gebäude
noch eine Mauer errichtet werden müssen, was den historischen
Eindruck des alten Gemäuers zu sehr geschädigt hätte.
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Mülsen
EFRE - Altbergbausanierung
Neues Leben auf alter Schachtanlage
Das ehemalige Steinkohlenbergwerk Martin Hoop mit
den Standorten in Reinsdorf, Pöhlau und Mülsen war
das letzte produzierende Steinkohlenwerk des
Zwickauer Reviers. Heute sind die oberirdischen
Anlagen teilweise einsturzgefährdet. Sie stellen eine
Gefahr dar für die benachbarten Grundstücke sowie
für Personen, die das Gelände betreten.
Mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für
regionale Entwicklung (EFRE) wird der alte
Industriestandort jetzt umfassend saniert, damit die
Fläche wieder für neue Zwecke als Industrie- und
Gewerbestandort genutzt werden kann. Dazu werden
die leerstehenden Gebäude und Anlagen am Standort
abgerissen und rückgebaut. Im zweiten Schritt helfen
die europäischen Fördergelder dabei, den alten
Bergbauschacht Martin Hoop IX zu verwahren, um ihn
für die Zukunft sicher abzuschließen.
Denn durch unterirdische Hohlräume kann es zu
Tagesbrüchen kommen, die eine Gefahr für Leib und
Leben darstellen und schlimme Schäden an
Gebäuden und Infrastruktur verursachen können. „Mit
den Fördermitteln der Europäischen Union kann der
Freistaat Sachsen vor allem solchen Spätschäden des
Altbergbaus präventiv begegnen und Risiken für die
Menschen und die Infrastruktur beseitigen“, erklärt
Falk Seliger, Referent im Sächsischen Oberbergamt.
© Sächsisches Oberbergamt