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Aktualisierte Umwelterklärung 2011

2|
Inhalt
1.
Vorwort
2.
Unsere Umweltleistung
2.1 Maßnahmen
A Erweiterung der gerätetechnischen
Ausrüstung zur Datenerhebung
B Erweiterung der Technik zur Daten-
bearbeitung und -übertragung
C Einführung neuer Methoden und
Optimierung bestehender Methoden
D Optimierung des Arbeitsmittelein-
satzes / Ressourcenschonung
2.2 Kennzahlen
K Datenverfügbarkeit
K Berichterstattung
K Weitere
3.
Termin für die nächste Umwelterklärung
4.
Gültigkeitserklärung
Seite
3
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4
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11
14
14
15
15
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17

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Umwelterklärung 2011
| 3
1.
Vorwort
Auf den folgenden Seiten präsentieren wir
Ihnen unsere Umweltleistung des Jahres 2010.
Unsere Ziele konnten wir zum übergroßen Teil
in die Tat umsetzen, was in den Einzelmaßnah-
men und Kennzahlen dokumentiert wird.
Es hat sich auch gezeigt, wie positiv die ge-
troffenen Maßnahmen und Verbesserung der
letzten Jahre in die Bewältigung des Arbeitsall-
tags hinein wirken.
Ein deutliches Beispiel dafür ist die Auswertung
der flächendeckenden Hochwasserereignisse im
August und September. Die nach dem Hoch-
wasser 2002 installierten Systeme, insbesonde-
re die redundant ausgestatteten Pegel, haben
sich erneut bewährt. Der weitere Ausbau gemäß
Pegelbauprogramm wird planmäßig fortgeführt.
Erfreulich ist auch die positive Rückmeldung
des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie (LfULG), unseres Hauptauftragge-
bers, der in den konkreten Bewertungen zu
Qualität, Termintreue, Flexibilität u.s.w. weitere
Verbesserungen bescheinigt.
Die in der Umwelterklärung 2008 dargelegte
Umweltpolitik, die Umweltaspekte und die dar-
aus abgeleitete Struktur für die Darstellung der
Umweltleistung haben weiterhin Bestand.
Als Vorschau auf 2011 möchte ich insbesondere
die Inbetriebnahme des neuen Messnetzes Na-
turschutz nennen.
Das Messnetz übernimmt Aufgaben, die der
BfUL gemäß § 43 Sächsisches Naturschutzge-
setz
ab
01.01.2011
übertragen
werden.
Schwerpunkte sind Aufgaben im Rahmen der
Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der EG-
Vogelschutzrichtlinie sowie die Übernahme der
Vogelschutzwarte Neschwitz in die BfUL.
Ulrich Langer
Geschäftsführer

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Umwelterklärung 2011
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Ë
2.
Unsere Umweltleistung
Die zahlenmäßige Verdeutlichung der Umwelt-
leistung erfolgt aus Platzgründen und Erhaltung
der Lesbarkeit nicht mehr für alle zurückliegen-
den Jahre, mindestens aber für das aktuelle
Abrechnungsjahr, das Vorjahr und das Jahr der
Einführung bzw. der ersten Darstellung inner-
halb der Umwelterklärung.
2.1
Maßnahmen
A
Erweiterung der gerätetechnischen
Ausrüstung zur Datenerhebung
mit folgenden Maßnahmen in 2010:
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
˛Oberflächenwasser: Fortsetzung der 13 lau-
fenden Pegelbaumaßnahmen aus 2009 und
Beginn von 7 neuen Vorhaben. Weitere 2 in
Verantwortung Dritter müssen erneut verscho-
ben werden. 4 Pegelbaumaßnahmen wurden
fertig gestellt.
Darüber hinaus wurden an 5 Pegelanlagen bau-
liche Schäden, die in Folge der Hochwässer im
August und September eintraten, beseitigt.
˛Oberflächenwasser: verbesserte Ausrüstung
des Pegelmessnetzes durch:
Elektroanschlüsse an 5 Pegeln
automatische
Wasserstandsmessung
und
Datenfernübertragung (DFÜ) einfach an 4
Pegeln, ergibt einen Stand 2010: 72
automatische
Wasserstandsmessung
und
DFÜ redundant an einem Pegel, neuer Stand
2010: 89
Fertigstellung von zwei Seilkrananlagen
Beseitigung ausrüstungstechnischer Hoch-
wasserschäden an 11 Pegelanlagen, in Form
von Elektroleitung, DFÜ und Messtechnik
o
Die Fertigstellung der Durchflussmessanlage
verzögert sich wegen fehlender Wasserrecht-
liche Genehmigung
˛Grundwasser: Realisierung der Baumaßnahme
von 4 Grundwassermessstellen/Stand, 2 waren
zunächst als Zielstellung geplant.
Erhöhung der Untersuchungskapazität, d.h.
mehr Parameter und mehr Daten/Parameter;
Verbesserung der Zuverlässigkeit der Daten,
d. h. der Genauigkeit
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Oberflächenwasser: Fortsetzung von 14 laufen-
den Pegelbaumaßnahmen, Beginn von 6 neuen
Vorhaben und Fertigstellung von 8 Pegelbau-
maßnahmen.
Darüberhinaus sind 15 Hochwassermaßnahmen
ab 2011 geplant.
weitere Nachrüstung im Pegelmessnetz:
Elektroanschlüsse
Wasserstands- und Durchflussmesstechnik
DFÜ Ëauch zu B
1 Durchflussmessanlage (aus 2010)
Abb. 1: Pegel Porschdorf 1
Abb. 2: Pegel Porschdorf 1
vor und nach der Schadensbeseitigung in Folge des
Augusthochwassers 2010

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Umwelterklärung 2011
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mit folgenden Maßnahmen in 2010:
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
˛Grundwasser: Schaffung der Planungsvor-
aussetzungen für den Neubau von 60 Messstel-
len bis 2012: in 2010 wurde die Planungen für
10 Messstellen abgeschlossen.
˛Grundwasser: zusätzliche Nachrüstung von
Messstellen mit automatischer Messtechnik
verschiedener Messnetze, u.a. Messnetz Hoch-
wasser im Grundwasser
Datensammler und DFÜ für 13 Messstellen,
davon sind 10 geplant gewesen
Im Messnetzbetrieb Luft
˛Geruchsemission: Für die Messung geruchsin-
tensiver Stoffe im Erzgebirge wurde ein auto-
matisches ferngesteuertes Luftprobenahmegerät
Mikro-PNS
an
der
Luftgütemessstation
Schwartenberg installiert. Das ermöglicht so-
wohl eine planmäßige Probenahme (PN) als
auch eine ferngesteuerte Geruchs-PN.
Zusätzlich ˛Meteorologie: für die Qualitätssi-
cherung der Meteorologie-Daten im Luftmess-
netz wurden 3 Referenzstationen beschafft, die
ab 2011 zum vollen Einsatz kommen, weiter
dazu siehe C, Seite 8.
˛Staubmessung: Für die Qualitätssicherung
wurden Feinstaubmessgeräte vom TYP SEQ be-
schafft. Sie dienen sowohl als Referenzgeräte,
also als Kontrolle für die TEOM-Messplätze ohne
HVS (siehe Kennzahlen zur Datenverfügbarkeit
Seite 14) als auch zur Realisierung der täglichen
Staubprobenahme an den Stationen.
In den Umweltlaboren
˛Labor in Görlitz: Die Beschaffung eines neu-
en Ionenchromatographen ermöglicht die nach
Matrix getrennte Bearbeitung von Proben auf
zwei Geräten gleichzeitig. Dadurch wird die Zeit,
die zur Vorbereitung der Analyse benötigt wird,
reduziert (Spülen der Trennsäule).
˛Bodenanalytik: Die Probenaufbereitung mit
dem ASE 350-System wird seit 2010 um 3 Me-
thoden mit insgesamt 14 Parametern erweitert.
Der Extraktionsschritt (bisher Soxhlet-Extrak-
tion) wurde damit von 4 h auf 0,5 h verringert.
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Grundwasser: Neubau von 10 Grundwasser-
messstellen
Grundwasser: zusätzliche Nachrüstung von
Messstellen mit Datensammler und DFÜ
Im Messnetzbetrieb Luft
Geruchsemission: Aufrüstung des Probenahme-
systems für:
planmäßige PN
PN per Fernsteuerung von Messnetzzentrale
in Radebeul aus bei Bürgerbeschwerden
Automatischer Start bei passender Windrich-
tung sowie bei bestimmter Schadstoff- bzw.
Geruchsstoffkonzentration
Abb. 3: Automatisches Luftprobenahmegerät an der Stati-
on Schwartenberg/Erzgebirge
In den Umweltlaboren
Überwachung der Gewässergüte: in der Mess-
station Schmilka ist ab 2011 die Sedimentge-
winnung mit Durchfluss-Zentrifuge zur Erfül-
lung des Messprogramms
Extremereignisse
geplant.

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Umwelterklärung 2011
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mit folgenden Maßnahmen in 2010:
In den Landwirtschaftslaboren
˛anorganische Analytik: Die Untersuchungen
in der Spurenanalytik am ICP-MS (induktiv ge-
koppelter Plasma-Massenspektrometer) erfolg-
ten über den Autosampler. Durch Einsatz des
Autosamplers konnten bei 3600 Analysen je-
weils ein Einwegröhrchen eingespart werden.
Gleichzeitig verringern sich durch die Automati-
sierung der Abläufe der Materialeinsatz und die
Wahrscheinlichkeit von Handhabungsfehlern.
Ëauch zu D
˛Saatgut: Die Ersatzbeschaffung von zwei
Klimaschränken mit Befeuchtung und Tempera-
turprogrammierung zur Ablösung von 2 repara-
turanfälligen Jacobsen Keimtischen (Jahrgang
1993) wurde realisiert. Damit werden Arbeits-
schritte eingespart: Einkeimen in Petrischalen,
Auslegen von Dochten und Umlegen auf Keim-
tisch nach der Vorkühlung. Außerdem entfallen
der wöchentliche Wasserwechsel (2x 100 l) und
die damit verbundene Reinigung der Jacobsen
Keimtische. Ëauch zu D
B
Erweiterung der Technik zur Daten-
bearbeitung und -übertragung
mit folgenden Maßnahmen in 2010:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
˛Anwendung der Datenbank:
Anfang Juli fand eine Übung zum Intensiv-
messprogramm in beiden Messstellen statt. Die
neu eingeführten Vorbelegungen haben sich
bewährt. Der Zeitumfang für die Probenregist-
rierung wurde deutlich verringert und die Quali-
tät der erfassten Daten deutlich verbessert.
Die Qualität der Proben, für die es im laufen-
den Jahr keine generierten Probenhüllen gibt,
konnte durch bei der Auftragsannahme definier-
ten Vorbelegungen deutlich verbessert werden.
Die Anzahl der Rückfragen bei der Registrierung
wurde verringert.
In den Landwirtschaftslaboren
Düngemittel: Die Beschaffung einer weiteren
ICP-OES (optische Emissionsspektrometrie mit-
tels induktiv gekoppelten Plasmas) im Bereich
der Düngemittelanalytik erhöht die Empfindlich-
keit, sichert die Analysenqualität und verkürzt
die Durchlaufzeiten.
Mikrobiologie: Mit der Anschaffung eines DNA-
Extraktionsgerätes kann die Extraktion von DNA
für den Nachweis gentechnisch veränderter
Bestandteile in Futtermitteln und Saatgut und
für den Nachweis von Quarantäneschaderregern
in Pflanzkartoffeln automatisiert werden.
Verbesserung von Arbeitsprozessen;
Verbesserung der Datenzuverlässigkeit, d. h.
Sicherung des Datenflusses, somit Vermei-
dung manueller Fehler; Verbesserung des
Datenzugriffs durch die Nutzer
zu 2010
Die Anzahl der im Rahmen des Messpro-
grammes I zu untersuchenden Proben variiert
stark. Mit der Einführung der Vorbelegungen
kann dieses Messprogramm nun auch einfach
und schnell gepflegt werden.
Für die Verwaltung der Probenentnahmestellen
im Datenbanksystem DURAS wurde ein neues
Konzept entwickelt, das die Entnahmestellen
anonymisiert. Rückfragen und Datenanforde-
rung können ohne den aufwändigen Zwischen-
schritt der Kontrolle schneller beantwortet wer-
den. Die rechentechnische Realisierung in
DURAS erfolgt in 2011.

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Umwelterklärung 2011
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mit folgenden Maßnahmen in 2010:
In den Umweltlaboren
˛Bodenanalytik: Die Anwendung des Laborin-
formations- und Managementsystems (LIMS)
wurde erweitert, sodass Stammdaten-, Auf-
trags-, Methoden- und Probenerfassung kom-
plett im LIMS integriert werden. Ebenso wurden
die Möglichkeiten des Datenimports erweitert.
˛Allgemeine Wasseranalytik: Die Umstellung
auf eine neue LIMS Version führt zur Verbesse-
rung der Reports zur Plausibilitätsprüfung.
In den Landwirtschaftslaboren
oSaatgut: Die neue Software SAPRO wurde
von der Arbeitsgruppe der Anerkennungsstellen
noch nicht zur Verfügung gestellt. Es wird nach
wie vor die bisherige Version genutzt, für die
regelmäßige Updates erfolgen.
C
Einführung neuer Methoden und
Optimierung bestehender Methoden
mit folgenden Maßnahmen in 2010:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
˛Probenahme: Probenahme: Der Bereich
Grundwasser-Probenahme ist für das Überwa-
chungsaudit 2011 im April 2011 zur Erweite-
rung des Akkreditierungsumfangs angemeldet.
oDie Bodenprobenentnahme ist vorbereitet,
wird aber in 2011 noch nicht begutachtet.
˛Gammaspektrometrie für Trinkwasserunter-
suchung: methodische Erstuntersuchungen zur
simultanen Bestimmung von Radium 226 und
Radium 228 an Trinkwässern mittels Gammas-
pektrometrie nach Anreicherung mittels Bari-
umsulfatfällung. Dadurch entfallen 2 von 3
Arbeitsschritten, d. h. Reduzierung von Arbeits-
aufwand und Chemikalieneinsatz. Das Verfahren
wurde u. a. im Rahmen einer Diplomarbeit veri-
fiziert und zum Jahreswechsel in die im Routi-
nebetrieb durchgeführten Messmethoden auf-
genommen.
In den Umweltlaboren
Allgemeine Wasseranalytik: Neue Datenbank
für die Erfassung der Messstationsdaten des
Wassergütemessnetzes. Die neue Software ent-
spricht dem aktuellen Stand der Technik und
führt bereits deshalb zu einer Verbesserung der
Arbeitsprozesse.
Biodatenbank: Anpassung an geänderte Verfah-
ren der Wasserrahmenrichtlinie durch neue
Zählsoftware Zooplankton.
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Datenbearbeitung Oberflächenwasser: Import
von ADCP-Auswertungen nach WISKI 6 ersetzt
bisherige Handeingabe mit dem Ziel der Arbeits-
zeiteinsparung und Fehlervermeidung.
Erweiterung des Untersuchungsspektrums,
d. h. bessere Kapazitätsauslastung und
qualitätsgerechte Ermittlung neuer Daten;
Verbesserung von Arbeitsprozessen
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Untersuchung, ob eine identische Vorgehens-
weise für die Strontium 89/90-Bestimmung im
Routine- und Intensivbetrieb (das heißt im Er-
eignisfall) möglich ist, um Methodensicherheit
mit der notwendigen Nachweisgrenze bei Inten-
sivbetrieb zu erreichen. Das Konzept wird vo-
raussichtlich nicht vor 2012 abgeschlossen sein,
in 2011 ist geplant:
Konzeptentwickelung,
Prüfung von chemischen Mess- und Trenn-
verfahren auf ihre Eignung
Einführung einer für den GB 2 neuen Bestim-
mungsmethode für Polonium-210 in Wässern.

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Umwelterklärung 2011
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mit folgenden Maßnahmen in 2010:
In der Radonberatungsstelle
˛Ringversuch: Zur externen Qualitätssicherung
von Messungen der Radonkonzentration in der
Bodenluft gibt es in Deutschland zwar Möglich-
keiten zur Überprüfung der Messgeräte, nicht
aber der Probenahme- und Messverfahren vor
Ort. Um diese Lücke zu schließen, wurde im Juni
2010 ein Messvergleich auf einer Referenzfläche
durchgeführt. Zukünftig sollen regelmäßig Ver-
gleichsmessungen stattfinden.
Zusätzlich: Validierung der unkollimierten In
situ-Gammaspektrometrie zum Zweck der Frei-
gabe von sanierten Flächen am Forschungs-
standort Rossendorf aus dem Atomgesetz. Die-
ses Messverfahren wird seit dem 3. Quartal
2010 eingesetzt.
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
˛Vorbereitung zur Akkreditierung: Verbesse-
rung der Arbeitsprozesse durch Überarbeitung
und Erarbeitung/Inkraftsetzung weiterer Verfah-
rensanweisungen (VA) und Standardarbeitsan-
weisungen (SOP)
neue VA 3-U-10 Archivierung
neue SOP 3-L-01-02 PN Rohwasser
neue SOP 3-L-01-14 Bestimmung der Trü-
bung im GW mittels Durchflussmesszelle
Überarbeitung von 4 bestehenden VA
Überarbeitung von 3 bestehenden SOP
Dieser Prozess konnte wegen fehlender Bearbei-
tungskapazität insbesondere in Folge wiederhol-
ter, z.T. lang anhaltender und teilweise kata-
strophaler Hochwässer nicht weiter vorange-
bracht werden.
Im Messnetzbetrieb Luft
˛Einführung der FTIR-Messtechnik für die
Durchführung von Emissionsmessungen, als
Erweiterung des Aufgabenspektrums zur Unter-
stützung der Betreiber von Biogasblockheiz-
kraftwerken zur Erreichung genehmigungsfähi-
ger Emissionen bei Formaldehyd. Auf Grundlage
der Messdaten konnte das LfULG entsprechende
Publikationen erstellen und Entscheidungen im
Rahmen von Genehmigungsverfahren zukunfts-
sicher machen.
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Abb. 4: In-situ-Gammaspektrometrie am Forschungs-
standort Rossendorf
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Vorbereitung zur Akkreditierung: Fortsetzung
der Aktivitäten mit folgendem Umfang:
VA Agrarmeteorologisches Messnetz
SOP Nivellement an Pegelanlagen
SOP Durchführung von Flügelmessungen
SOP Durchführung von ADCP-Messungen
Merkblatt
Q-Liner
(mobiles Durchfluss-
messgerät auf Ultraschallbasis (ADCP))
Im Messnetzbetrieb Luft
Umstellung der Meteorologievergleichsmesssta-
tionen bis 30.06.2011.
Für den Einsatz der 3 Referenzstationen muss
eine Anpassung der Meteorologie erfolgen. Mit
dieser Maßnahme werden auch die Wartungs-
und Reparaturarbeiten an den Meteorologischen
Sensoren erleichtert sowie der dazu benötigte
Zeitaufwand reduziert.

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Umwelterklärung 2011
| 9
mit folgenden Maßnahmen in 2010:
In den Umweltlaboren
˛Bodenanalytik: Auf Wunsch des Auftragge-
bers wird die Anzahl der analysierten Elemente
in Sedimenten von 13 auf 22 erhöht. Das ist
möglich, weil der Salpetersäure/ Wasserstoff-
peroxid-Aufschluss
auf
Königswasser-Auf-
schluss umgestellt wird.
Zusätzlich ˛Allgemeine Wasseranalytik im
Labor Chemnitz: Beschaffung eines neuen Io-
nenchromatographen und Umrüstung des alten
Ionenchromatographen für neue Methode zur
Bestimmung von Kationen ermöglicht die Be-
stimmung von Hauptelementen ohne ICP-MS
(induktiv gekoppelter Plasma-Massenspektro-
meter) bei Oberflächenwässern, d.h. Erweiterung
der Analysenkapazität
Zusätzlich ˛Allgemeine Wasseranalytik im
Labor Bad Düben: Die Optimierung der Ionen-
chromatographie in Bad Düben zur Bestimmung
von Sulfat in Niederschlagswässern führt zur
Senkung der Bestimmungsgrenze für Sulfat auf
0,8 mg/l.
In den Landwirtschaftslaboren
˛Labordatenbank Möckern: Die Optimierung
des bestehenden Labor- Informations- und Ma-
nagementsystems (LIMS) erweitert die Nut-
zungsmöglichkeiten bezüglich der Ablaufpla-
nung (Material- und Zeitoptimierung) und der
betriebswirtschaftlichen Bewertung.
Die Optimierung ist in grundsätzlichen Punkten
abgeschlossen. Die Pflege der Datenbank trägt
zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit im
Sinne des QMS entscheidend bei.
˛Düngemittel: Die Einführung der Analysen-
methoden nach EU-Recht erfolgt im Bereich
Düngemittel als Erweiterung der Untersu-
chungskapazität. In 2010 wurden 178 Dünge-
mittel nach EU-Recht untersucht.
In den Umweltlaboren und
Spezielle Wasseranalytik: Erhöhung der Anzahl
der Parameter auf 350 durch Methodenoptimie-
rung und Einsatz neuer Analysentechnik (LC-
MS/MS)
Gewässerökologie: Methodeneinführung:
Brachionus Toxtest (Toxizitätstest mit plank-
tonischen Rädertierchen, die als Testorga-
nismen eingesetzt werden, um das Maß der
Toxizität eines Gewässers zu bestimmen.)
genetischer Fingerabdruck mittels PCR-
DGGE-Verfahren von Grundwasserbakterien
(Mit der molekularbiologischen Untersu-
chung von Grundwasserbakterien sollen neue
Erkenntnisse über die Zusammensetzung der
Bakteriengemeinschaften in unterschiedlich
belasteten Grundwasserkörpern gewonnen
werden, PCR - Polymerase Chain Reaction,
DGGE - Denaturing Gradient Gel Electropho-
resis.)
Diese Analytik wird in Zusammenarbeit mit
dem Geschäftsbereich
Labore Landwirtschaft
durchgeführt.
Aufbau des neuen Messnetzes Naturschutz
mit folgenden Aufgabenbereichen:
Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz
Monitoring in EU-Vogelschutzgebieten
Wasservogelzählung
Landesweite Brutvogelkartierung
FFH-Monitoring
In den Landwirtschaftslaboren
Lysimeterwasser: Die Übernahme dieser Analy-
tik im Auftrag des FB 31 erfordert neben der
Routine eine Neueinführung von Analysenme-
thoden (Sulfat, Chlorid). Die Untersuchungen
wurden bisher von Dritten durchgeführt.

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Umwelterklärung 2011
10 |
mit folgenden Maßnahmen in 2010:
In den Landwirtschaftslaboren
˛Düngemittelverkehrskontrolle (DVK): Der
Probenahmeplan für die DVK wird auf Grundla-
ge der Beanstandungsquote (Risikopotential)
des jeweiligen Vorjahres festgelegt.
Im Jahr 2010 wurden 466 DV-Kontroll-
untersuchungen durchgeführt. Die Beanstan-
dungsquote lag bei 9,2 % und damit um 2 Pro-
zentpunkte niedriger als im Vorjahr.
Zudem wurden im Rahmen der DVK im Jahr
2010 657 Kontrollen der düngemittelrechtlichen
Kennzeichnung vorgenommen. Die mit 17,2 %
um 7,1 Prozentpunkte erhöhte Beanstandungs-
quote beruht in erster Linie auf einer fehlenden
Berücksichtigung der novellierten Düngemittel-
verordnung bei der Kennzeichnung der Produkte
durch die Inverkehrbringer.
˛anorganische Analytik: Das Forschungsvor-
haben Untersuchungen zur Pflanzenverfügbar-
keit ausgewählter Schwermetalle in Böden
ermöglicht eine verbesserte Prognose des
Schadstoffübergangs Boden
Pflanze. Daraus
lassen sich Anbauempfehlungen für die land-
wirtschaftliche Praxis in geogen belasteten Ge-
bieten ableiten.
Bezüglich des sortenabhängigen Cadmium-
Transfers erschien in 2010 eine Veröffentlichung
in der Fachpresse.
Zusätzlich Mikrobiologie: Die Untersuchung
auf Quarantäneschaderreger bei Pflanzkartof-
feln wurde neu aufgenommen. 2010 wurden die
molekularbiologischen
Untersuchungen
auf
Quarantäneschaderreger im FB 63 routinemäßig
durchgeführt. Anfang 2010 beteiligte sich der
FB 63 erfolgreich an einer Laborvergleichsunter-
suchung. Die Einführung der Methode ermög-
lichte die korrekte Erfüllung des Untersuchungs-
auftrages.
Zusätzlich Molekularbiologie: 2010 wurde zur
Untersuchung von Futtermitteln und Saatgut
auf gentechnische Bestandteile (GVO-Analytik)
eine Vielzahl an Real-Time PCR-Methoden etab-
liert. Klassische PCR-Methoden werden nur
noch vereinzelt eingesetzt.
In den Landwirtschaftslaboren
DVK: Der Probenahmeplan für die DVK wird auf
Grundlage der Beanstandungsquote (Risikopo-
tential) des jeweiligen Vorjahres festgelegt.
Düngemittel: Die Zulassung des freien Waren-
verkehrs nach EU Verordnung 764/2008 erfor-
dert eine Erweiterung des zur Anwendung
kommenden Methodenspektrums.
Pflanzen: Die weitere Verbesserung der Daten-
basis verschiedener NIRS-Kalibrationen
für
pflanzliches Material wird dazu führen, dass
immer mehr Proben mit dieser Schnellmethode
untersucht werden können. Im Gegenzug müs-
sen darum weniger Proben mit nasschemisch
Verfahren analysiert werden. Dies spart perso-
nelle und materielle Ressourcen.
anorganische Analytik: Die Forschungsergeb-
nisse aus den Untersuchungen werden 2011
veröffentlicht.
Pflanzgut: Für den Nachweis der Quarantäne-
schaderreger in Pflanzkartoffeln wird ange-
strebt, Real-Time PCR-Methoden einzuarbeiten.
Abb. 5: PCR-Messstrecke

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Umwelterklärung 2011
| 11
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D
Optimierung des Arbeitsmittel-
einsatzes
mit folgenden Maßnahmen in 2010:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
˛ Nach Abschluss einer entsprechenden Ver-
einbarung mit dem Sächsischen Staatsministe-
rium für Soziales werden ab dem Jahr 2010 alle
Gesundheitsämter in die Probenahme nach dem
Strahlenschutzvorsorgegesetz integriert. Wurde
umgesetzt. Alle in Frage kommenden Gesund-
heitsämter wurden einbezogen.
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
˛Probenahme: Ersatzbeschaffung eines neuen
Messfahrzeugs unter der Maßgabe von Kraft-
stoffeinsparung und Reduzierung von Emissio-
nen: Das neue Messfahrzeug für den FB 31 hat-
te in 2010 einen durchschnittlichen Verbrauch
von 7,7 l/100km, d.h. bei Fahrleistung von
12.601 km wurden ca. 317 l Kraftstoff weniger
verbraucht als mit dem Altfahrzeug.
Im Messnetzbetrieb Luft
˛Immission: Für das Projekt Minimierung des
Stromverbrauchs der Messcontainer
wurde
mittels Wartungstool der Stromverbrauch in
2010 in zeitlicher Entwicklung verfolgt. Die
Datengrundlage zur Beurteilung ist damit vor-
handen. Verbesserungen, die zu einer Einspa-
rung führen, sind kaum mehr möglich. Im Zu-
sammenhang mit notwendigen Arbeiten an
Klimaanlagen werden diese umgestellt und die
Auswirkung auf den Verbrauch beobachtet.
˛Papier: Das Ziel, den Papierverbrauch unter
22.000 Blatt pro Jahr zu halten, konnte mit
einem Verbrauch von 17.000 Blatt erneut unter-
boten werden.
2004
2005
2006 2007 bis 2009
2010
Verbrauch
60.000 51.000 32.500
20.000
17.000
Einsparung
9.000 18.500
12.500
3.000
Ressourcenschonung,
Verminderung von Emission und Lärm
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Ersatzbeschaffung für ein Messfahrzeugs mit
dem Effekt der Reduzierung von Emissionen, da
das neue Fahrzeug mit einem Rußpartikelfilter
ausgestattet ist.
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission: u.a. für das Projekt Minimierung
des Stromverbrauchs der Messcontainer
werden Untersuchungen zur möglichen Ver-
änderung des Stationsaufbaus an ausge-
wählten LMS-Standorten in Zusammenarbeit
mit der Hochschule für Technik und Wirt-
schaft Dresden durchgeführt.
Papiereinsparung:
Ziel für 2011: Verbrauch unter 22.000 Blatt

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Umwelterklärung 2011
12 |
mit folgenden Maßnahmen in 2010:
In den Umweltlaboren
˛Gefahrstoffeinsatz: Grundlage für die Fest-
stellung des Gefahrstoffeinsatzes ist die jährli-
che Bestellmenge an Chemikalien. Diese konnte
in 2010 bei Flüssigkeiten und Feststoffen, bezo-
gen auf die Anzahl der Analysen, deutlich ver-
ringert werden durch weitere Methodenopti-
mierung und Abbau von Chemikalienbeständen.
2005
2006
2009
2010
Summe Feststoffe in kg
87
79
105
44
Summe Flüssigkeiten in l
1.804
1.850
1563
1.449
Anzahl Analysen
170.618 198.035 196931 202.978
Feststoffe in g/Analyse
0,51
0,40
0,53
0,22
Flüssigkeiten in ml/Anal.
10,57
9,34
7,94
7,14
˛Bodenanalyik: Beim Einsatz des neuen ICP-
OES (Optisches Emissionsspektrometer mittels
induktiv gekoppelten Plasmas) hat sich erwie-
sen, dass sich die Messzeit für die gleiche Pro-
benzahl am ICP-OES auf etwa die Hälfte ver-
kürzt hat.
˛Spezielle Wasseranalytik: Aufgrund der Um-
stellung von organischen Analysenverfahren auf
Direkteinspritzung kommt es zu einer erhebli-
chen Steigerung der Analysenzahlen in den
entsprechenden Analysenblöcken (z. B. polare
Pflanzenschutzmittel von 260 in 2009 auf 500
in 2010).
In Folge der Umstellung steigt die Anzahl der
pro Probe ermittelten Parameter deutlich an:
2006 2007 2008 2009 2010
Anzahl
256
262
294
299
319
In den Umweltlaboren
Spezielle Wasseranalytik: Ersatz von Einzel-
standards bei Triazinanalytik durch Mischstan-
dard, in dem alle Stoffe für die Methode enthal-
ten sind. Der Standard wird nicht selbst herge-
stellt, d.h. weniger Fehlerpotenzial und Umgang
mit Gefahrstoffen wird verringert.
Gewässerökologie: Der Ersatz des Einbettharzes
Naphrax durch Toluol-freies Einschlussmittel für
Diatomeen wird geprüft. Toluol ist als Gefahr-
stoff mit: entzündet sich schnell, Gesundheits-
gefährdung und schwerer Gesundheitsschaden
eingestuft.
Labor Bad Düben: Die Umrüstung der Abluft-
anlage auf automatische, d. h. bedarfsabhängige
Zu- und Abschaltung wurde Ende 2009 abge-
schlossen. Die Auswirkungen auf den Heizener-
gieverbrauch kann an Hand der Daten von 2010
in 2011 bewertet werden.
Absicherung der Probentransporte zwischen
den drei Laborstandorten und dem Zentrallabor
durch die Nutzung von Kurierdiensten mit fol-
genden Bedingungen:
termingenau, d. h. Laboranalyse am Folgetag
flexibel bezüglich Stauraum/Probenumfang
Der Standortwechsel des Zentrallabors nach
Nossen ist mit einer Verringerung des Energie-
verbrauchs verbunden. Die Datenerfassung er-
folgt ab 2012, die Darstellung voraussichtlich ab
2013, siehe Umwelterklärung 2010, Seite 4.
Abb. 6: Baustelle Nossen, Rohbau Haus 5

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Umwelterklärung 2011
| 13
mit folgenden Maßnahmen in 2010:
In den Landwirtschaftslaboren
˛Analysen in Möckern: Erfassung des Analy-
senbedarfs gemäß Matrix, Methode und Zeit-
punkt. Durch gezielte Abfrage bei den Kunden
wurde zum Jahresanfang der zu erwartende
Analysenbedarf angemeldet. Das ermöglicht
eine Optimierung des Personaleinsatzes und des
Ausführungszeitraums von Analysen, die nicht
saisonabhängig sind.
oPflanzen: Geplant war die Bestimmung der
Elemente in Ölsaaten mittels RFA im Umfang
von ca. 500 Proben zur Verringerung von Ener-
gie- und Chemikalienverbrauch sowie Arbeits-
aufwand. Dieses Ziel konnte wegen des hohen
Analysenumfangs in der Routine nicht realisiert
werden. Die Erfüllung der Zielstellung in 2011
kann nicht sichergestellt werden.
˛Pflanzen/Futtermittel: Zielstellung bis 2012
Eine verstärkte Anwendung der Stickstoffbe-
stimmung nach DUMAS ersetzt nass-chemische
Verfahren, d. h. der Einsatz von Laugen und
Säuren fällt weg. Die Zahl der Analysen auf der
Basis DUMAS konnte gegenüber 2009 um 10%
gesteigert werden.
Die verstärkte Anwendung der Nahinfrarot-
Spektroskopie (NIRS) in:
˛Pflanzen: Die Bestimmung von Zucker in
Grünlandproben mittels NIRS bewirkt die Ein-
sparung
von Arbeitszeit und vermeidet den
Einsatz von 15 l Chlorwasserstoff (10 %), 4,5 l
Natronlauge (28 %), 1 kg Kupfersulfat, 1,5 kg
Natronlauge-Plätzchen und 5 kg Kaliumnatri-
umtartrat. Der Anteil der Zuckerbestimmungen
auf der Grundlage NIRS betrug 86% in 2010.
Gegenüber 2009 stieg die Zahl der Analysen um
32%.
oProduktqualität: Geplant war, den Anteil der
Schweinefleischproben aus der Leistungsprüfan-
stalt des LVG, die mit der NIR-Spektroskopie auf
ihren intramuskulären Fettgehalt untersucht
werden, bis 2012 auf 75 % zu erhöhen. Die
Umsetzung in 2010 konnte aus personellen
Gründen nicht intensiv weitergeführt werden.
In den Landwirtschaftslaboren
Die Optimierung der Arbeitsabläufe im GB 6
erfolgt auf der Basis des durch die Auftraggeber
angemeldeten Analysenbedarfs bezüglich Mat-
rix, Methoden und Zeitpunkt.
0
20000
40000
60000
80000
Kultursubstrate
W asser
org.-min. Dünger
Futtermittel
Boden
Fleisch, Fisch, Organe
Pflanze
Saatgut
Abb. 7: von ausgewählten Kunden für 2011 angemeldeter
Analysenbedarf als Funktion der Matrix
Pflanzen/Futtermittel und Produktqualität: Die
Anwendung der Stickstoffbestimmung nach
DUMAS wird, soweit es die Vorgaben des Auf-
traggebers zulassen, intensiviert.
Mikrobiologie: Die Inbetriebnahme des DNA-
Extraktionsgerätes verringert die Kontaktgefahr
mit Chemikalien, die Fehlergefahr sowie den
Aufwand an Arbeitszeit.
Produktqualität NIRS: Der Anteil der Schweine-
fleischproben aus der Leistungsprüfanstalt des
LVG, die mit NIRS auf ihren intramuskulären
Fettgehalt untersucht werden, wird bis 2012 auf
75 % erhöht. Die übrigen Anteile dienen der
Kalibrierung der NIRS mittels nasschemischer
Verfahren.
zu den Maßnahmen in 2010:
˛Molekularbiologie: Mit der Umstellung auf
das Real Time Verfahren bei GVO kann eine
äußerst umwelt- und gesundheitsschädliche
Substanz eingespart werden. 2010 wurde im
Rahmen der GVO- Analytik eine Vielzahl an
Real-Time PCR-Methoden etabliert. Dadurch
reduziert sich die eingesetzte Menge an ätzen-
den und gesundheitsschädlichen Gefahrstoffen
um 50 l sowie an krebserregenden Substanzen
um 3,5 ml.

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Umwelterklärung 2011
14 |
Ë
Ziel
2010
Ausfallquote Gravimetrie <0,1 % <0,1%
Schwefeldioxid
98%
96,7
Ozon
98%
97,9
Stickoxide
98%
98,3
Benzol / Toluol / Xylol
95%
95,6
TEOM
95%
93,2
2.2
Kennzahlen
K
Kennzahlen zur Datenverfügbarkeit
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
˛Oberflächenwasser:
Verfügbarkeit der Datenfernübertragungsdaten
der Pegel mit der Zielstellung 95 % auf folgen-
der Datengrundlage
gesamt
2006
2009
2010
Pegelanzahl
173,0 176,0 178,0
Ausfalltage
371,0 160,5 110,5
Maximalverfügbarkeit in Tagen
63.145 64.240 64.970
Tage mit verfügbaren Daten
62.774 64.080 64.860
Verfügbarkeit in %
99,4
99,8
99,8
˛Grundwasser:
Erfüllungsquote der Grundwasserprobenahme
gemäß Messprogramm mit der Zielstellung
95 % auf folgender Datengrundlage
gesamt
2006
2009
2010
beauftragte GWPN
907
787
777
durchgeführte GWPN
890
782
760
Erfüllung GWPN in %
98,1
99,4
97,8
Beide Kennzahlen wurden erreicht.
Die Zielstellungen bleiben für 2011 bestehen.
oDie Einführung neuer Kennzahlen musste auf
2011 verschoben werden:
Datenverfügbarkeit
Agrarmeteorologisches
Messnetz
Datenverfügbarkeit Ombrometermessnetz
Datenverfügbarkeit Messnetz
Hochwasser
im Grundwasser
Dieser Prozess konnte wegen fehlender Bearbei-
tungskapazität insbesondere in Folge der Hoch-
wasserereignisse nicht vorangebracht werden.
Messung und Überwachung der definierten
Zielgrößen zur Absicherung des erforderli-
chen Datenbestandes
Im Messnetzbetrieb Luft
˛Immission: Verfügbarkeit der Daten des stati-
onären Immissionsmessnetzes mit den Kennzah-
len zur Gesamtverfügbarkeit (alle kontinuierlich
messenden Analysatoren), zur Verfügbarkeit der
Meteorologiedaten als differenzierende Teilgrö-
ße und mit den Kontrollgrößen als Vorausset-
zung der Datenerhebung, die Verfügbarkeit der
HVS-Daten (High Volume Sampler-Daten, tägli-
che Staubprobennahme) und die Verfügbar-
keit/Grenzwertverletzung
der
spezifischen
Raumluftwerte (Temperaturüberwachung).
Ziel
2006
2007
2008 2009
Gesamtverfügbarkeit
95%
97,3
98,1
98,1
95,9
Meteorologiedaten
95%
96,6
99,5
99,8
99,5
HVS-Daten
95%
97,9
98,9
98,8
99,4
Temperaturüberwachung
98%
98,3
99,3
99,7
99,0
Alle Kennzahlen wurden unter Berücksichtigung
der Anhebung der Zielgrößen erreicht.
Die neuen Kennzahlen sind eingeführt, konnten
aber z.T. noch nicht erreicht werden.
˛
o
o
˛
˛
o

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Umwelterklärung 2011
| 15
Ë
Ë
K
Kennzahlen zur Berichterstattung
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
˛Termintreue für Berichte, Gutachten und
Vorträge mit monatlicher bzw. jährlicher Ter-
minstellung (u. a. auf Basis der Messdaten)
2006 2009 2010
gesamt
73
74
88
verspätet
5
2
4
Anteil termingerecht in %
93
97
95
˛Überwachung der Analysen für die Landesun-
tersuchungsanstalt
2007 2009 2010
Anzahl der Messungen
137
85
83
Messungen verspätet
2
1
1
Anteil termingerecht in %
99
99
99
Ziel innerhalb von 6 Wochen für Mineralwässer
Ziel innerhalb von 5 Arbeitstagen für andere
Auf Grund der erreichten Stabilität der Überwa-
chung wird in 2011 eine Neufassung der Kenn-
zahlen erarbeitet. Bis dahin wird die Termin-
überwachung mit der bisherigen Methode wei-
ter verfolgt.
K
Weitere Kennzahlen
Die Energieeffizienz des eigenen Fahrzeugver-
kehrs wird an Hand des Kraftstoffverbrauchs der
Dienst-KFZ verdeutlicht.
Die in der Umwelterklärung 2008 formulierte
Zielstellung, einen durchschnittlichen Verbrauch
von weniger als 9 l auf 100 km zu erreichen,
war in 2010 nicht umsetzbar. Der Verbrauch ist
im Vergleich zu 2009 leicht angestiegen.
Die freiwillige Selbstverpflichtung zur Beach-
tung einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h
auf Autobahnen wird weiterhin aufrechterhal-
ten.
Überwachung der Datenbereitstellung in
Berichtsform
Im Messnetzbetrieb Luft
˛Emission:
Ziel
2006
2009
2010
Übergabe schriftlicher
Messberichte in Tagen
< 21
20,5
14
15
Anzahl reklamierter
Messberichte pro Jahr
< 4
0
0
0
Die Werte zur Berichtsübergabe sind Durch-
schnittswerte, wobei die Grenze von 21 Tagen
nie überschritten wurde.
Beide Kennzahlen wurden erreicht und bleiben
für 2011 bestehen.
Zur Verringerung negativer Umweltaus-
wirkungen
Auf folgender Datengrundlage:
2003
2007
2008
2009
2010
Fahrtstrecke in km
795.887 854.545 886.943 911.468 903.980
Kraftstoffmenge in l
75.688 77.116 80.831 84.467 84.383
Verbrauch in l/100 km
9,51
9,02
9,11
9,27
9,33

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Umwelterklärung 2011
18 |
Impressum
Herausgeber: Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Dresdner Straße 78 C, 01445 Radebeul
Telefon: +49 351 83994-0
Telefax: +49 351 83994-44
E-Mail: poststelle.bful@smul.sachsen.de
(Kein Zugang für elektronisch signierte sowie für verschlüsselte elektronische Dokumente)
Internet:
www.smul.sachsen.de/bful
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