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Sächsische Gartenakademie
Gartentelefon donnerstags 14-17 Uhr: 0351 2612-8080
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Pflanzenschutzhinweis
Krankheiten an Rosen
Hinweis 2018
Bei Rosen sollte wieder auf Befall durch Pilzkrankheiten geachtet werden.
Echter Mehltau verursacht auf den Blattober- und -unterseiten sowie Knospen und Triebspitzen einen
weißen, mehlartigen Belag. Die Blätter sind häufig nach oben gebogen und fallen vorzeitig ab. Bei Befall
durch Sternrußtau bilden sich auf den Blättern große, runde bis sternenförmige, gelbe bis schwarze
Flecke. Befallene Blätter fallen ab. Starker Befall kann zur völligen Entlaubung führen. Rosenrost bildet
blattunterseits zahlreiche stecknadelkopfgroße, gelbe, später braune Sporenlager, die sich im weiteren
Verlauf schwarz verfärben. Blattoberseits entstehen winzige gelblich-rote Flecke. Auch bei dieser
Krankheit fallen befallene Blätter vorzeitig ab. Abgefallenes Laub muss unter den Gehölzen entfernt und
vernichtet werden. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass man die Blätter möglichst nicht mit benetzt.
Schattige und feuchte Standorte sind für die Rosenkultur ungeeignet.
Bei Neupflanzungen sollten widerstandsfähige Sorten bevorzugt werden. Durch mehrmalige Spritzungen
ab Befallsbeginn mit Rosen Pilz-Frei Rosal AF, Bayer Garten Rosen-Pilzfrei Spray, Pilzfrei Ectivo,
Cueva AF Rosen-Pilzfrei oder Klick&Go Pilzfrei Saprol werden alle drei Schaderreger gleichzeitig erfasst.
Außerdem ist an Rosen auch auf die Blattrollwespe zu achten. Teilblätter rollen sich dabei entlang der
Mittelrippe röhrenförmig ein. In den „Rollen“ sind zunächst weißliche oder grünliche Larven zu finden. Ab
Mitte Juni verlassen die Larven die Blätter und verpuppen sich im Boden. Alle eingerollten Blätter sollten
schnellstens herausgeschnitten und beseitigt werden. Zur chemischen Bekämpfung steht derzeit kein
Mittel zur Verfügung.