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Sächsische Gartenakademie
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Pflanzenschutzhinweis
Bekämpfung des Apfelwicklers/Lauchminierfliege
Hinweis 2018
Der Flug des
Apfelwicklers
hat wieder begonnen.
Die im Handel erhältlichen sog. Apfelwicklerfallen können im Baum zur Kontrolle des Falterfluges
aufgehängt und der Bekämpfungszeitpunkt (ca. 8-10 Tage nach einem verstärkten Zuflug in den Fallen)
damit festgestellt werden. Zu Beginn des Falterfluges ist der Einsatz des Lockstoffes Appeal
entsprechend der Gebrauchsanleitung möglich. Beginnend mit dem Larvenschlupf können die
biologischen Präparate Madex 3 oder Granupom Apfelmadenfrei angewendet werden. Auch der Einsatz
von Runner ist ab diesem Zeitpunkt möglich.
Der Apfelwickler tritt jährlich in 2 Generationen auf. Die als Obstmaden bekannten Räupchen des
Apfelwicklers können deshalb in der 2. Generation (ab Ende Juli) auch durch biotechnische Maßnahmen
reduziert werden, ohne nützliche Insekten in Mitleidenschaft zu ziehen. Hierzu gehört z.B. das Anbringen
von ca. 10 cm breiten Wellpappstreifen (in der Mitte geknickt, mit der Öffnung nach unten) in etwa 20-40
cm Höhe um den Baumstamm. Sobald dort kleine Raupen gefunden werden, sind diese abzusammeln.
Befallsmindernd wirkt auch das Auflesen des Fallobstes.
Auch auf den Befall durch die
Lauch- oder Porreeminierfliege
an Zwiebelgewächsen sollte geachtet
werden. An den Blattspitzen von Zwiebeln, Porree und Schnittlauch sind helle, perlschnurartig
angeordnete Fraßpunkte der Minierfliegen festzustellen. In der Regel bleiben betroffene Pflanzen
insgesamt im Wachstum zurück. Nach der Eiablage erfolgt die Larvenentwicklung im Laub der Pflanzen.
Dort findet man helle bis bräunliche Fraßgänge, die von oben nach unten verlaufen. Bis zu 150 Larven
können in einer Pflanze angetroffen werden. Am Rand der Fraßgänge sind die Exremente der Larven zu
sehen. Die Fliege hat zwei Generationen im Jahr (Mai und September), wobei die 2. Generation am
stärksten schädigt. Hohe Temperaturen begünstigen den Befall. Um die Eiablage zu verhindern, sollten
die Pflanzen mit Kulturschutznetzen abgedeckt werden. Befallene Pflanzen sind zu entfernen und zu
vernichten. Keinesfalls dürfen solche Pflanzen überwintern (z. B. Winterporree). Eine Anbaupause von
2-3 Jahren sollte eingehalten werden.