B 30/1
2008 – 2020
Effiziente Nährstoffverwertung
K-Eichversuche bei unterschiedlicher
Bodenbearbeitung
Anbautechnischer Versuch
K-Düngung
Methodenharmonisierung
1. Versuchsfrage:
In Dauerversuchen auf typischen sächsischen Böden sind Bodenuntersuchungsmethoden, zu eichen. Des
Weiteren dienen die Versuche der Pflege und Weiterentwicklung des Beratungsprogrammes BEFU/BESyD
im Hinblick auf die K-Empfehlung in Abhängigkeit von Bodengehalten und Bodenbearbeitung.
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
Kart.
WR
Raps
WG (+Zwischenfrucht) Silomais
Kart.
WR
Raps
WG
2. Prüffaktoren:
Versuchsorte
Landkreis
Prod.gebiet
Faktor A:
Bodenbearbeitung
Baruth
Bautzen
D
Stufe:
2
Faktor B:
K-Düngung
Stufe:
5
3. Versuchsanlage:
Lateinisches Quadrat mit 5 Wiederholungen
4. Auswertbarkeit/Präzision:
Die Präzision der Versuche lässt eine Auswertung zu.
5. Versuchsergebnisse:
PG
K-Düngung
[kg/ha]
2008 – 2016
2008 – 2016
2015
GE-Ertrag nach Abfuhr
[dt/ha]
K-Entzug
[kg/ha]
K
DL
nach Ernte [mg/100g]
K
DL
vor Anlage 8,3 mg/100g
konservierend
wendend
konservierend
wendend
konservierend
wendend
1
0
99,9
96,2
101,9
95,4
6,34
5,40
2
60
102,6
99,5
112,7
103,7
9,00
6,54
3
120
104,4
100,6
117,3
113,7
12,80
9,62
4
180
104,7
102,1
121,3
120,6
22,28
12,88
5
240
104,1
101,9
121,5
116,5
26,76
16,76
GD
5 %
gepoolt
1,2
1,1
6. Schlussfolgerungen/Handlungsbedarf:
Nach bisher 9 Versuchsjahren ist ein deutlicher Ertragszuwachs durch die K-Düngung nachweisbar.
Dabei liegen die Erträge bei konservierender Bearbeitung in allen K-Düngungsstufen über denen der
wendenden. Die Mehrerträge mit Wintergerste in 2016 beliefen sich wie im mehrjährigen Mittel in
beiden Bodenbearbeitungsvarianten auf ca. 5 dt GE/ha.
Die Kaliumentzüge steigen mit zunehmender K-Düngung deutlicher als die GE-Erträge, die K-Gehalte
im Pflanzenmaterial nehmen zu.
Die Gehalte an verfügbarem K in 0 – 20 cm Bodentiefe weisen nach 9 Versuchsjahren eine deutliche
Spreizung auf, insbesondere bei konservierender Bearbeitung. Dabei führte unterlassene K-Düngung
ausgehend von Gehaltsklasse C zu einer Abreicherung bis in Gehaltsklasse B, die überoptimale
Düngung zum Anstieg der Bodengehalte bis in Gehaltsklasse D bzw. E.
Die Gehalte an verfügbarem K im Boden liegen nach wendender Bearbeitung in allen Stufen in
0 – 20 cm deutlich unter den Werten der konservierenden Bearbeitung.
Der Versuch ist langjährig fortzuführen, um belastbare Ergebnisse im Hinblick auf die Wechselwirkung
von K-Düngung und Bodenbearbeitung erzielen zu können.
Versuchsdurchführung: LfULG
Themenverantw.: Abt. 7 – Landwirtschaft
Erntejahr
ArGr Feldversuche
Referat:
72
2008 – 2016
Ref. 77, Frau Trapp
Bearbeiter:
Herr Dr. M. Grunert