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Umwelterklärung 2015

 
2 |
Inhalt
1.
Vorwort
3
2.
Die BfUL
4
2.1 Struktur und Standorte
4
2.2 Aufgaben und Tätigkeiten
5
Verwaltung und Stabsstellen
5
Umweltradioaktivität
5
Messnetzbetrieb Wasser und Meteorologie
6
Messnetzbetrieb Luft
6
Labore Umwelt
6
Labore Landwirtschaft
7
2.3 Umweltpolitik und Integriertes Managementsystem
8
2.4 Umweltaspekte und Umweltauswirkungen
10
3.
Umweltleistung
11
3.1 Zeitraum 2012 bis 2014
11
3.2 Maßnahmen
12
A Erweiterung der gerätetechnischen Ausrüstung zur Datenerhebung
12
B Erweiterung der Technik zur Datenbearbeitung und -übertragung
16
C Einführung neuer Methoden und Optimierung bestehender Methoden
19
D Optimierung des Arbeitsmitteleinsatzes / Ressourcenschonung
24
3.3 Kennzahlen
27
K Datenverfügbarkeit
27
K Berichterstattung
28
K Weitere
28
4.
Termin für die nächste Umwelterklärung
29
5.
Gültigkeitserklärung
30

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Umwelterklärung 2015
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1.
Vorwort
Abbildung 1: Landwirtschafts- und Umweltzentrum (LUZ) Nossen zur Jubiläumsfeier am 12.06.2014
2014 war das Jahr des 20-jährigen Bestehens
der BfUL. Dieses wurde am 12.06.2014 im LUZ
Nossen mit Teilnahme aller Beschäftigten und
zahlreicher Ehrengäste gefeiert. Der damalige
Staatsminister Frank Kupfer würdigte den
Staatsbetrieb BfUL als verlässlichen Partner von
SMUL und LfULG, der mit der Bereitstellung
belastbarer Daten aus Umwelt und Landwirt-
schaft eine wichtige Grundlage für fundierte
politische Entscheidungen schafft.
Die Entwicklung der zweiten 10 Jahre wurde
auch geprägt von der Beteiligung an EMAS, die
sich umfassend auf die gesamte Unterneh-
menskultur ausgewirkt hat. So ist dies bereits
die 10. Umwelterklärung mit Informationen
über unsere Umweltleistung für den Zeitraum
der vergangenen 3 Jahre und in ausführlicher
Weise für 2014 mit den neuen Zielstellungen
für 2015, zum Beispiel:
Vorbereitung auf die Übernahme der Analy-
tik Luftmessnetz durch die Labore Umwelt,
siehe Seiten 16 und 21.
Auswertung der Untersuchungsergebnisse
zur „Schwarzbrache“ in der Lysimeteranlage
Brandis, siehe Seite 20.
alle 30 Kennzahlen in den Messnetzen Was-
ser
&
Meteorologie und Luft wurden er-
reicht, siehe Seite 27.
Bemerkenswert ist die Vielzahl baulicher Aktivi-
täten im gesamten Wirkungsgebiet, die einer-
seits mittelfristig zur Verbesserung der Arbeits-
bedingungen führen, die aber z. B. durch Stand-
ortkonzentrationen außerdem die bereichsüber-
greifende Zusammenarbeit auch unterschiedli-
cher Aufgabengebiete und Struktureinheiten
deutlich verbessern werden. Davon sind in den
nächsten Jahren insbesondere die Standorte
Chemnitz, Görlitz, Brandis und Leipzig betroffen.
Dies ist eine wichtige Voraussetzung um auch
unter den Bedingungen des Personalabbaus,
gerade in Katastrophenfällen, ausreichende
Kapazitäten vor Ort einsatzbereit zu haben.
Ulrich Langer
Geschäftsführer

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Umwelterklärung 2015
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2.
Die BfUL
2.1.
Struktur und Standorte
Die BfUL ist ein Staatsbetrieb im Geschäftsbe-
reich des Sächsischen Staatsministeriums für
Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) mit folgen-
der Struktur:
Geschäftsbereich 1
Verwaltung
Radebeul
Geschäftsbereich 6
Labore Landwirtschaft
Nossen
Geschäftsbereich 2
Umweltradioaktivität
Radebeul
Geschäftsbereich 3
Messnetzbetrieb Wasser
und Meteorologie
Radebeul
Geschäftsbereich 4
Messnetzbetrieb Luft
Radebeul
Geschäftsbereich 5
Labore Umwelt
Nossen
Fachbereich 11
Allgemeine Verwaltung /
Bau und Liegenschaften
Fachbereich 61
Produktionsmittel
Fachbereich 20
Zentrale Fachaufgaben
Fachbereich 31
Lysimeterstation
Brandis
Fachbereich 41
Immissionsmessungen
Sachgebiet
Qualitätsmanagement
Fachbereich 12
Personal / I. u. K.
Fachbereich 62
Pflanzen, Futtermittel
Fachbereich 21
1. Landesmessstelle
Fachbereich 32
Messnetzbetrieb Wasser
und Meteorologie
Radebeul
Fachbereich 42
Emissionsmessungen
Fachbereich 51
Bodenanalytik
Fachbereich 13
Kaufmännischer Bereich
Fachbereich 63
Landwirtschaftliche Erzeug-
nisse, Veredlungsprodukte
Fachbereich 22
2. Landesmessstelle
Chemnitz
Fachbereich 33
Messnetzbetrieb Wasser
und Meteorologie
Chemnitz
Fachbereich 52
Spezielle Wasseranalytik
Geschäftsführer
Radebeul
Stabsstellen
- Controlling/NSM
- IMS
- Arbeitssicherheit
- Justitiariat/Innenrevision/Datenschutz
Staatliche Betriebsgesell-
schaft für Umwelt und
Landwirtschaft (BfUL)
Fachbereich 34
Messnetzbetrieb Wasser
und Meteorologie Leipzig
Fachbereich 53
Allgemeine
Wasseranalytik
Fachbereich 64
Fachbereich 54
Saatgut
Gewässerökologie
Fachbereich 65
Phytopathologie
Fachbereich 55
Messnetz Naturschutz
Insgesamt
258
Mitarbeiter sind an
10
Standor-
ten tätig:
1) Radebeul: Geschäftsführung, Geschäftsbe-
reich (GB) 1, GB 2, GB 3 und GB 4 mit
69
Mitarbeitern
2) Chemnitz: GB 2, GB 3 und GB 5 an drei
Standorten mit
30
Mitarbeitern
3) Görlitz: GB 3 und GB 5 mit
15
Mitarbeitern
4) Leipzig: GB 3 mit
8
Mitarbeitern
5) Brandis: GB 3 mit 5 Mitarbeitern
6) Bad Düben: GB 5 mit 11 Mitarbeitern
7) Nossen: GB 5 und GB 6 mit 117 Mitarbeitern
8) Neschwitz: GB 5 mit 3 Mitarbeitern

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Umwelterklärung 2015
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2.2.
Aufgaben und Tätigkeiten
Verwaltung und Stabsstellen
Der GB 1 unterstützt die anderen Geschäftsbe-
reiche als interner Dienstleister in allen Fragen
zu Personal, Haushalt und Finanzen, Informa-
tions- und Kommunikationstechnik sowie Bau-
und Liegenschaften. Zu den Aufgaben gehören:
Personalmanagement, -fürsorge und –
entwicklung sowie Planung, Organisation
und Evaluation der Fort- und Weiterbildung,
Abwicklung der Einkäufe und Vergaben,
Administration der zentralen Fachdatenban-
ken und des Netzwerkes sowie Betreuung
von Hardware, System- u. Standardsoftware,
Erstellung und Umsetzung der IT-Planung,
Organisation der Kommunikationstechnik
mit dv-technischem Support der Messnetze,
Betreuung der Beschäftigten bei Dienstreise-
angelegenheiten,
Durchführung der Buchungsgeschäfte, des
Zahlungsverkehrs und der Anlagenbuchhal-
tung sowie Erstellung des kaufmännischen
Jahresabschlusses,
Erstellung von Wirtschafts- u. Jahresplänen,
Betriebsanalysen, Prognosen, Finanzberich-
ten,
Sicherstellung des Geschäftsbetriebes mit
Gebäude- und Liegenschaftsbewirtschaftung,
Verwaltung des Fuhrparks,
Vorbereitung und nutzerseitige Begleitung
von Bau- und Bauunterhaltungsmaßnahmen
in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen
Immobilien- und Baumanagement (SIB),
Rechtliche Liegenschaftssicherung und Be-
treuung der Messstellen aller Messnetze.
Die Stabsstellen mit den Aufgaben:
Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung
der Kosten- und Leistungsrechnungen unter
Berücksichtigung des Neuen Steuerungsmo-
dells sowie Erarbeitung von Controllingkon-
zepten mit Auswertungen und Berichten,
Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung
des Integrierten Managementsystems nach
den Anforderungen der Akkreditierung ge-
mäß DIN EN ISO/IEC 17025 und von EMAS/
DIN EN ISO 14001,
Beratung der Leiter und Mitarbeiter zu allen
Fragen der Arbeitssicherheit mit Leitung des
Arbeitsschutzausschusses, Betriebsbegehun-
gen sowie Organisation der arbeitsmedizini-
schen Betreuung und Ersthelfer-Lehrgänge,
juristische Beratung und Stellungnahmen,
Vertragsangelegenheiten und Prozessvertre-
tung sowie lnnenrevision und Datenschutz.
Umweltradioaktivität
Der GB 2 ist für die Datenerhebung zur Radioak-
tivität in der Umwelt zuständig. Daraus resultie-
ren folgende Aufgaben:
Allgemeine Umweltradioaktivität (Überwa-
chung der Radioaktivität in der Umwelt nach
dem Strahlenschutzvorsorgegesetz für den
Freistaat Sachsen),
Aufsicht über kerntechnische Anlagen (Über-
wachung der anlagenbezogenen Radioaktivi-
tät nach dem Atomgesetz am Forschungs-
standort Rossendorf),
Überwachung von Lebensmitteln (u. a. Amts-
hilfe für die Landesuntersuchungsanstalt für
das Gesundheits- und Veterinärwesen Sach-
sen),
Betrieb der Radonberatungsstelle in Bad
Schlema,
Sanierung der Wismut-Standorte (Überwa-
chung der anlagenbezogenen Radioaktivität
nach der Verordnung zur Gewährleistung von
Atomsicherheit und Strahlenschutz an den
Standorten der Wismut GmbH),
Altstandorte des Uranerzbergbaus (Überwa-
chung der anlagenbezogenen Radioaktivität
an den Altstandorten),
Aufsichtliche Messungen nach der Strahlen-
schutzverordnung einschließlich sicherheits-
technisch bedeutsamer Ereignisse und Nuk-
learer Vorkommnisse.

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Umwelterklärung 2015
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Messnetzbetrieb Wasser und Meteorologie
Der GB 3 erhebt im Rahmen der Umweltüber-
wachung in Sachsen Daten zum Wasserhaus-
halt, zur Wasserbeschaffenheit und zur Agrar-
meteorologie. Er betreibt hierzu von fünf Stand-
orten ausgehend folgende Messnetze:
Oberflächenwasser (OW) Stand und Menge,
Grundwasser (GW) Stand und Menge,
Grundwasserbeschaffenheit,
Messnetz Bodenwasser, Teilbereich Lysimeter
(Lysimeterstation Brandis),
Messnetz Bodenwasser, Teilbereich Boden-
dauerbeobachtungsflächen (BDF II) und bo-
denhydrologische Messplätze,
Niederschlagsmessnetz (landeseigenes
Ombrometermessnetz),
Agrarmeteorologisches Messnetz (AMN),
Hydrologisches Untersuchungsgebiet „Parthe“.
Zum Betrieb der Messnetze gehören jeweils:
Wartung und Instandhaltung der Messstellen
sowie Beseitigung von Schäden,
Veranlassung und Betreuung von Bau- und
Ausrüstungsmaßnahmen einschließlich
Energieversorgung und Datenfernübertra-
gung (DFÜ),
Schulung und Betreuung der ehrenamtlichen
Beobachter.
Messnetzbetrieb Luft
Der GB 4 ist für die laufende Überwachung der
Luftqualität im Freistaat verantwortlich. Dies
erfolgt vor allem durch den Betrieb des statio-
nären Luftgütemessnetzes, weiterhin durch Son-
dermessungen in ausgewählten Gebieten mit
unterschiedlichen Aufgabenstellungen sowie
Untersuchungen zum Schadstoffaustrag aus
Emissionsquellen. Die erforderlichen chemischen
Analysen erfolgen in der Regel in Fremdlaboren.
Folgende Tätigkeiten werden ausgeführt:
Probenahme in der Außenluft und in Abga-
sen,
Konzentrationsbestimmung in unterschiedli-
cher zeitlicher Auflösung,
Bestimmung der meteorologischen Bedin-
gungen,
Erfassung der Deposition von Staub und im
Niederschlag gelöste Stoffe,
Erfassung der nassen Deposition zur Ermitt-
lung des Stoffeintrags in den Boden,
Betrieb eines Referenz- und Kalibrierlabors,
Betrieb eines Gravimetrielabors zur Ermitt-
lung von Feinstaubkonzentrationen,
planmäßige und operative Wartung, Instand-
haltung und Qualitätssicherung, Datenkom-
munikation und Datentransfer innerhalb der
Stationen und zur Zentrale.
Labore Umwelt
Der GB 5 erhebt die für die Umweltüberwa-
chung erforderlichen chemischen, physikali-
schen und biologischen Daten an fünf Standor-
ten. Die Untersuchung der sächsischen Stand-
gewässer erfolgt durch eine fachbereichsüber-
greifende Projektgruppe Standgewässer. Die
Aufgaben erstrecken sich von der Probennahme
und der Analytik bis zur Aus- und Bewertung
der biologischen Ergebnisse folgender Tätigkei-
ten:
Probenahme von Wasser- und Sediment,
Erhebung physikalischer und chemischer
Daten in Wassermessnetzen,
Erhebung biologischer Daten in Wassermess-
netzen einschließlich Auswertung,
Online-Monitoring in den automatischen Ge-
wässergütemessstationen Schmilka, Zehren,
Dommitzsch, Bad Düben und Deutsch-Ossig,
Sedimentuntersuchungen,
Gewinnung chemischer und physikalischer
Analysendaten im Rahmen von Bodenmess-
netzen, Bodenmonitoring und –kartierung,

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Umwelterklärung 2015
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chemische und physikalische Boden- und
Gesteinsuntersuchungen für die geologische
Landesaufnahme,
Vogelmonitoring, Unterstützung von Vogel-
schutzprojekten, Betrieb der Sächsischen Vo-
gelschutzwarte Neschwitz,
Naturschutz-Monitoring von Tieren und
Pflanzen, Erfassung von Lebensraumtypen
und Biotopen, Bearbeitung von Naturschutz-
Projekten,
Organisation externer Ringversuche im Rah-
men des Qualitätsmanagements für Privatla-
bore nach Vorgaben der Länderarbeitsge-
meinschaft Wasser (LAWA).
Labore Landwirtschaft
Im europäischen Netzwerk von Untersuchungs-
einrichtungen ist der GB 6:
Nationales Referenzlabor für die Zulassung
von Zusatzstoffen zur Verwendung in der
Tierernährung, Referenzlabor für gentech-
nisch veränderte Organismen und Akkredi-
tiertes Labor zur EG-Düngemittel-Kontrolle.
Aufgabe ist die Sicherung der Qualitätsstan-
dards landwirtschaftlicher Produktionsmittel
und Produkte sowie Überwachung und Kontrolle
der landwirtschaftlichen Nutzung, im Einzelnen:
Amtliche Düngemittelverkehrskontrolle (DVK)
einschließlich der rechtlichen Bewertung,
Ausrichtung von Ringanalysen (LÜRVA) und
Notifizierung von privaten Untersuchungs-
stellen im Bereich Bioabfall und Klärschlamm,
Erarbeitung von Sortenempfehlungen zur
Minderung des Cadmium und Arsen Transfers,
Untersuchungen von Böden und Substraten
auf Nährstoffe (pflanzenverfügbar), physika-
lische Parameter, Humus sowie auf Schwer-
metall- und Arsengehalte,
Vorernteuntersuchungen sowie Empfehlun-
gen zur Nutzung der privaten Futtermittelun-
tersuchungseinrichtungen und Bodenlaboren,
Analytik für landwirtschaftliche Dauertestflä-
chen des LfULG im Rahmen ELER Programm
(Bodenphysik, Nährstoffgehalte, Humus),
Untersuchungen von Futtermitteln zur amtli-
chen Kontrolle der Einhaltung der futtermittel-
rechtlichen Vorgaben (Inhaltsstoffe, Zusatz-
stoffe, unerwünschte und verbotene Stoffe),
Untersuchungen von Gülle, Böden und Pflan-
zen auf Antibiotikarückstände,
Rückstandsuntersuchungen zur Kontrolle des
Inverkehrbringens und der Anwendung von
Pflanzenschutzmitteln (PSM),
Mykotoxinuntersuchungen von Getreide,
Analytik im Rahmen der EU- und der Landes-
Sortenprüfung von Kulturpflanzen,
Mikrobiologische Untersuchungen von Fut-
ter- und Düngemitteln,
Untersuchungen von Geflügelschlachtkörpern
und -teilstücken zur Kontrolle der Vermark-
tungsnormen sowie Bestimmung von Quali-
tätsparametern von Schweinefleisch für die
Leistungsprüfung und Zuchtwertfeststellung,
Nachweis und Quantifizierung von Bestand-
teilen gentechnisch veränderter Organismen
in Futtermitteln und von Saatgut im Rahmen
eines bundesweiten Saatgutmonitorings,
Sortenbestimmung von Kartoffeln im Rah-
men der Pflanzgutanerkennung bzw. Pflanz-
gutverkehrskontrolle,
Untersuchungen für die Saatgutverkehrskon-
trolle und für die Saatgutanerkennung,
Besondere Ernteermittlung,
Untersuchungen von Pflanz- und Speisekar-
toffelproben und -flächen auf Quarantäne-
bakteriosen bzw. Kartoffelnematoden,
Untersuchung von pflanzlichen Warensen-
dungen (Export, Import, innergemeinschaftl.
Verbringen) auf Quarantäneschadorganismen,
Mitwirkung bei der Schaderregerüberwa-
chung, insbesondere bei der Diagnose von
Quarantäneschaderregern im Ackerbau,
Obstbau, im Gartenbau und in forstwirt-
schaftlichen Kulturen sowie bei der Bewer-
tung von Schadorganismen,
Mitwirkung in Fachgremien und fachspezif.
Arbeitsgruppen (VDLUFA, DIN,CEN, UAM,
EFMO, ISTA, § 28b GenTG-Arbeitsgruppe).

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Umwelterklärung 2015
8 |
2.3.
Umweltpolitik und Integriertes Managementsystem
Die Leitlinien für unsere Unternehmenskultur
haben Bestand:
1. Die BfUL ist fachlich kompetenter Partner
und zuverlässiger Dienstleister für die Behörden
im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsmi-
nisteriums für Umwelt und Landwirtschaft.
2. Unser Auftrag wird mit höchstem Qualitäts-
anspruch wahrgenommen und im Dialog mit
unseren Auftraggebern ständig an aktuelle
Erfordernisse angepasst.
3. Die Geschäftsprozesse werden auf Basis
eines Integrierten Managementsystems mit
betriebswirtschaftlichen Methoden gesteuert.
Damit verpflichten wir uns, die Anforderungen
an unsere Kompetenz als Prüf- und Kalibrierla-
bor nach DIN EN ISO/IEC 17025 zu erfüllen und
mit der Teilnahme an EMAS die umweltrechtli-
chen Forderungen einzuhalten sowie unsere
Umweltleistung zu verbessern.
4. Wir unterstützen und betreiben im Rahmen
unseres Auftrages angewandte Forschung in
den Bereichen Umwelt und Landwirtschaft und
bringen unsere Kompetenz in nationale und
internationale Gremien ein.
5. Unsere Unternehmenskultur ist geprägt
durch eine offene Kommunikation, durch sachli-
che und zielorientierte Problemdiskussionen und
eine kollegiale Zusammenarbeit.
6. Das Handeln unserer Führungskräfte ist
gekennzeichnet durch Gleichbehandlung aller
Beschäftigten, Transparenz der Entscheidungen
sowie der Fähigkeit zu differenzierter und kon-
struktiver Kritik wie auch zur Selbstkritik.
7. Unsere Beschäftigten bringen sich offen,
kooperativ und konstruktiv in den Arbeitspro-
zess ein.
8. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhal-
ten für die Erfüllung ihrer Aufgaben die not-
wendigen Rahmenbedingungen und Ressourcen
sowie – je nach Stellung im Unternehmen – die
Verantwortung für ihr Wirken.
9. Wir sehen es als Chance und Herausforde-
rung an, Bestehendes konstruktiv zu hinterfra-
gen und durch kontinuierliche Verbesserungen
die Arbeitsprozesse weiter zu optimieren.
10. Aufgabengerechte Qualifikation und Wei-
terbildung, umfassende Information und hohe
Motivation aller Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
ter sind die Basis für den Unternehmenserfolg.
Die dritte Leitlinie fasst die
Leitlinien unserer
Umweltpolitik
zusammen:
Die Aufgabenerfüllung in hoher Qualität ist die
wichtigste Umweltleistung der BfUL. Bewertun-
gen der Qualität in den Bereichen Umwelt und
Landwirtschaft des Freistaates Sachsen durch
unsere Auftraggeber können nur auf Basis be-
lastbarer und aussagefähiger Daten erfolgen.
Wir achten auf einen sinnvollen Einsatz von
Energie und Stoffen. Die für die Analytik erfor-
derlichen Chemikalien reduzieren wir auf das
nötige Maß.
Wir sind dazu verpflichtet, die gesetzlichen
Anforderungen des Umweltschutzes zu erfüllen.
Die für unsere Tätigkeit relevanten Gesetze und
Verordnungen werden kontinuierlich aktualisiert
und jährlich geprüft.
Eine schonende Nutzung von Ressourcen erwar-
ten wir auch von unseren Zulieferern und Ver-
tragspartnern. Bei Investitionen und Beschaf-
fungen werden auch Auswirkungen auf die
Umwelt in Betracht gezogen und in angemesse-
nem Umfang berücksichtigt.
Wir setzen uns Ziele zur Verbesserung unserer
Umweltleistung. Deren Umsetzung, Überwa-
chung und Dokumentation wird durch die Über-
tragung von Zuständigkeiten und geeignete
organisatorische Strukturen gewährleistet.
Im Dialog mit der Öffentlichkeit berichten wir
über unsere Umweltleistungen. Mit der Um-
welterklärung stellen wir uns der öffentlichen
Diskussion.
Unsere wichtigste Leistung: Wir erheben Daten
Wir setzen Elektroenergie und Stoffe sparsam ein
Wir halten die Rechtsvorschriften ein
Wir beziehen unsere Partner ein
Wir verbessern uns kontinuierlich
und wir berichten darüber.

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Umwelterklärung 2015
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GF
IMS-V
FASi
Arbeitsgruppe IMS
IMS-B GB 1 (=IMS-V)
GB 6
IMS-B GB 2
IMS-B GB 3
IMS-B GB 4
IMS-B GB 5
IMS-B GB 6
GB 5
GB 4
GB 3
GB 2
GB 1
Die BfUL betreibt ein geschäftsbereichsüber-
greifendes Managementsystem, das die unter-
nehmerischen Aspekte Qualität, Umwelt und
Arbeitsschutz miteinander verbindet.
vollständig dokumentiert
Grundlagen
- Qualität für unsere Kunden
- umweltbewusstes und Ressourcen schonendes Handeln
- Arbeitsschutz und Betriebssicherheit für gesundes und störungsfreies Arbeiten
- optimierte Betriebsabläufe für engagierte und zufriedene Mitarbeiter
planen
durchführen
verbessern
DIN EN ISO/IEC
17025
Allgemeine Anforderungen an die
Kompetenz von Prüf-
und
Kalibrierlaboratorien
EMAS
Verordnung über das EG-Umweltaudit
DIN EN ISO 14001
Anforderungen an Umwelt-
managementsysteme
Anforderungen
an unsere
Führungs-,
Leistungs- und
Unterstützungs-
Prozesse
Zielstellung
und
Auswirkung
überprüfen
Instrumente:
Aufbau- und
Ablauforganisation
interne Audits
jährliche IMS-
Bewertung
Beschreibung im
IMS-Handbuch
Das Umweltmanagementsystem ist der Größe,
und den Tätigkeiten der BfUL angemessen und
erfüllt die Forderungen der EMAS-Verordnung.
Für die Aufrechterhaltung und Weiterentwick-
lung des Systems wurde die Arbeitsgruppe IMS
gebildet, mit der IMS-Verantwortlicher (IMS-V)
und den IMS-Beauftragten (IMS-B) der Ge-
schäftsbereiche, die in Fragen der Arbeits- und
Betriebssicherheit durch die Fachkraft für Ar-
beitssicherheit (FASi) unterstützt wird.
Die Umweltaspekte wurden im Rahmen der
Umweltprüfungen von 2004 und 2009 erfasst
und an Hand folgender Kriterien bewertet, um
die wesentlichen Umweltaspekte zu ermitteln.
Kriterien für die direkten Umweltaspekte:
1. Können die Umweltauswirkungen zur Umwelt-
gefährdung/Umweltbelastung führen?
2. Sind die Umweltaspekte beeinflussbar im Sinne
eines Verbesserungsprozesses sowie mit ver-
tretbarem Aufwand messbar bzw. mit Kenn-
zahlen vergleichbar?
3. Sind die Aspekte zumindest teilweise ein Kos-
tenfaktor?
Kriterien für die indirekten Umweltaspekte:
1. Führen die Umweltauswirkungen zur Minde-
rung/Verstärkung der Umweltgefährdung/-
belastung?
2. Sind diese Aspekte im Sinne eines Verbesse-
rungsprozesses beeinflussbar sowie messbar
bzw. qualitativ zu beschreiben?
3. Kann der Umweltaspekt bei den Kunden
unserer Leistungen und anderen interessier-
ten Kreisen, insbesondere Lieferanten und
Auftragnehmer, Einfluss auf deren Umwelt-
verhalten nehmen bzw. kann nach der Aus-
wertung unserer Arbeitsergebnisse der Ein-
fluss auf ein Umweltverhalten abgeleitet
werden?

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Umwelterklärung 2015
10 |
2.4.
Umweltaspekte und Umweltauswirkungen
Als wesentliche Umweltaspekte wurden bewer-
tet:
die Qualität der Arbeit, d. h. der Daten zu
Umwelt und Landwirtschaft [indirekt]
Materialeffizienz (Gefahrstoffeinsatz, Papier-
verbrauch) [direkt],
Energieeffizienz (Fahrzeugverkehr) [direkt]
Für die Entwicklung der positiven Auswirkungen
konzentrieren wir uns daher seit 2007 verstärkt
auf die gezielte Verbesserung der Qualität unse-
rer Arbeit. Die Auswirkungen, das heißt die wei-
tere Verwendung der Daten durch unsere Kun-
den, sind nicht quantifizierbar. Aber wir messen
unsere diesbezüglichen Anstrengungen unter
folgenden Gesichtspunkten:
Datenumfang, d. h. welche Daten sind wie
oft in welchem Spektrum zu ermitteln
Datenqualität, d. h. die Daten müssen durch
zuverlässige Methoden genau ermittelt wer-
den und nachprüfbar sein
Datenverfügbarkeit, d. h. termingerechte und
zugriffssichere Bereitstellung
Die Umweltleistung beruht somit auf der „Qua-
litätsleistung“ und entspricht der Unterneh-
mensleistung.
Alle weiteren von EMAS geforderten Aspekte,
wie z. B. Energieeffizienz, Energiebezug, Materi-
aleffizienz (mit Ausnahme v. g. Sachverhalte),
Wasser, Abfall, biologische Vielfalt und Emissio-
nen (mit Ausnahme des eigenen Fahrzeugver-
kehrs) bleiben unberücksichtigt, weil sie für
unsere Umweltleistung nicht wesentlich sind.
Für die Geschäftsjahre bis 2020 bildet das Kos-
tenoptimierte Entwicklungskonzept (KOEK IV)
die strategische Grundlage und dient als mit
dem SMUL abgestimmte Orientierung für die
Maßnahmen im Unternehmensprogramm. Die-
ses wird als wesentlicher Bestandteil der jährli-
chen IMS-Bewertung abgerechnet und für das
folgende Jahr aufgestellt.
Die Zielstellungen im Unternehmensprogramm
sind in vier Kategorien und vier Kennzahlen
zusammengefasst:
A Erweiterung der gerätetechnischen Ausrüs-
tung zur Datenerhebung;
B Erweiterung der Technik zur Datenbearbei-
tung und –übertragung;
C Einführung neuer Methoden und Optimie-
rung bestehender Methoden, u. a. mit Aussa-
ge zu Umfang und Entwicklung der Prüfver-
fahren im Hinblick auf die flexible Akkredi-
tierung;
D Optimierung des Arbeitsmitteleinsatzes /
Ressourcenschonung;
K Kennzahlen zur Datenverfügbarkeit (Maß-
nahmen zu A, B und C sind Voraussetzungen
dafür);
K Kennzahlen zur Qualitätssicherung, hier wird
der Teilnahmeerfolg der Eignungsprüfungen
(EP) zusammengefasst und die EP-Planung
bewertet und angepasst;
K Kennzahlen zur Berichterstattung und
K als sonstige Kennzahlen

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Umwelterklärung 2015
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3.
Unsere Umweltleistung
3.1
Rückblick 2012 bis 2014
Kategorie
Maßnahmen und Kennzahlen der Unternehmensleistung
A
Erweiterung der
gerätetechnischen
Ausrüstung zur
Datenerhebung
25 große Analysegeräte für Labore und Probenahme;
20 Pegelbau-Maßnahmen,10 Pegelbau-Maßnahmen zur Schadensbeseitigung
Hochwasser 2010, 26 Standorte untersucht (Jeschke-Pegel),
7 Grundwassermessstellen (GWM) Neubau und 5 GWM-Sanierungen;
Ersatz aller Analysatoren für Ozon, BTX, Schwefeldioxid und NOx im Luftmessnetz;
Ausstattung der Messnetze Niederschlag, BDF II sowie Naturschutz.
B
Erweiterung der
Technik zur
Datenbearbeitung
und -übertragung
Verbesserung in Folge der Neukonzipierung für die Verwaltung der Probenent-
nahmestellen in DURAS;
Grobkonzept für künftige Datenübertragungslösung im GB 3, Programmierung
eigener Anwendungen zur Optimierung des Datenmanagements in Oberflächen-
wasser, Grundwasser und im Niederschlagsmessnetz;
Erneuerung der Messnetzkommunikation zwischen Zentrale und Stationsrechnern
im Luftmessnetz, u. a. mit direkter IP-Kommunikation;
Restrukturierung der Bio-Datenbank, Optimierung der Dokumentation mit dem
Gewässergüte-Messstationsprogramm ENMO Hydro.
C
Einführung
neuer Methoden
und
Optimierung
bestehender
Methoden
In allen GB wurden Verfahren entwickelt, erprobt, eingeführt und überprüft.
Der Akkreditierungsumfang wurde durch zahlreiche Verfahren und gesamte Prüf-
bereiche erweitert, dazu gehören:
Schnellverfahren zur Bestimmung von Radon-222 im Trinkwasser;
Grundwasser-Standsmessung; Oberflächenwasser-Messung für Stand, Menge und
Durchfluss; Bestimmung von BTX und Feinstaub PM2,5; Messnetz Naturschutz
sowie Phytopathologische Diagnostik;
Die Zusammenarbeit der GB 5 und GB 6 in Nossen wurde an Hand verschiedener
Teilkonzepte vorangetrieben.
D
Optimierung des
Arbeitsmittel-
einsatzes
Die Verringerung / Überwachung des Chemikalieneinsatzes wurde fortgeführt.
Der Verbrauch von Papier im GB 4 wurde bei unter 30.000 Blatt gehalten.
Der Verbrauch von Kraftstoff wurde bei unter 9,5 l/100km gehalten. Förderlich
waren die fortgesetzten Schulungen zum Fahrsicherheits- und Eco-Training.
K
Kennzahlen zur
Datenverfügbarkeit
Die Verfügbarkeit der Daten zur Luftgüte und im Messnetzbetrieb Wasser
&
Mete-
orologie wurde mittels 16 Kennzahlen überwacht und die entsprechenden Zielwer-
te durch Maßnahmen zu A, B und C vollständig erreicht.
K
Kennzahlen zur
Qualitätssicherung
Die Teilnahme an Ringversuchen war in jedem Jahr zu über 90 % erfolgreich. In
2014 wurde begonnen, für die Eignungsprüfungen (EP) eine Strategie zu entwi-
ckeln, die als Grundlage für die langfristige Planung der EP dient.
K
Kennzahlen zur
Berichterstattung
Die Überwachung mittels Kennzahlen wurde im GB 4 fortgesetzt.

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Umwelterklärung 2015
12 |
3.2
Maßnahmen
A
Erweiterung der gerätetechnischen
Ausrüstung zur Datenerhebung
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
OW-Pegelbau:
alle
26
Standortuntersuchun-
gen für die Jeschke-Pegel wurden abgeschlossen
und im Ergebnis 21 Standorte festgelegt.
(„Jesch-
ke-Kommission“: nach dem Augusthochwasser 2010 er-
folgte Untersuchung der meteorologischen und hydrologi-
schen Situation durch die zuständigen Behörden).
Die
14
laufenden Baumaßnahmen wurden
planmäßig fortgesetzt und
17
neue Vorhaben
begonnen, - das sind 8 Vorhaben mehr als ge-
plant und wurde durch den Einsatz der zusätzli-
chen „Jeschke“-Mitarbeiter möglich.
7
Pegel
konnten fertig gestellt werden.
Von den Baumaßnahmen zur Beseitigung der
baulichen Schäden in Folge der Hochwässer
2010 waren in 2013 noch 3 Maßnahmen offen
geblieben. Diese wurden in 2014 abgeschlossen.
OW-Pegelausrüstung:
Verbesserung durch:
neue Elektroanschlüsse an 8 Pegeln,
Wasserstands-Messtechnik und Datenfern-
übertragung (DFÜ) an 12 Pegeln
und darüber hinaus:
Installation einer Mini-Seilkrananlage am
Pegel Garsebach,
Beschaffung ADCP-Boot „River-Ray“,
Erneuerung H-ADCP am Pegel Wolkenburg,
Beschaffung mobiles Radarmessgerät zur
Durchflussmessung im Hochwasser-Fall.
Zur Durchflussmessung:
Im Jahr 2014 wurden
insgesamt 1.152 Durchflussmessungen und 123
nivellitische Höhenüberprüfungen durchgeführt.
Neben der Durchflussermittlung mittels mobiler
Messtechnik und Wasserstands-Durchfluss-
beziehung (WQB) verwendet der GB 3 zwi-
schenzeitlich an mehreren Pegeln stationäre
Messanlagen zur direkten Durchflussmessung.
Erhöhung der Untersuchungskapazität, d. h.
mehr Parameter und mehr Daten/Parameter;
Verbesserung der Zuverlässigkeit der Daten,
d. h. der Genauigkeit
Zielstellung für 2015
&
Veranschaulichung:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
OW-Pegelbau:
An weiteren 12 neuen Pegel-
standorten sollen Voruntersuchungen zur Stan-
dorteignung durchgeführt werden (Jeschke).
Fortsetzung von
24
laufenden Pegelbaumaß-
nahmen, Beginn von
8
neuen Vorhaben und
Fertigstellung von
12
Pegelbaumaßnahmen.
Der Pegel Melpitz am Schwarzen Graben ist ein
Beispiel für Bau, für Jeschke-Pegel und direkte
Durchflussmessung.
Abb. 2 und 3: Pegel Melpitz mit links: Lattenpegel und Durchflussmessanla-
ge I rechts: Durchflusssensor in der Gewässersohle
Die Durchflussmessanlage ist notwendig, weil
der Graben im Sommer komplett zuwächst und
daher die Erstellung einer WQB nur für den
Niedrigwasserbereich möglich sein wird. Die
Sohle am Pegel ist befestigt, so dass am Pegel
selbst kein Krautbewuchs zu erwarten ist.
OW-Pegelausrüstung:
weitere Verbesserung
durch Elektroanschlüsse, Wasserstands- und
Durchflussmesstechnik.
Horizontal-ADCP
zur permanenten
Durchflussmessung
am Pegel Wolkenburg
an der Zwickauer
Mulde.
Abb. 4: H-ADCP Pegel Wolkenburg

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Umwelterklärung 2015
| 13
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
GW-Messstellenbau:
Schaffung der Planungsvoraussetzungen für
den Neubau von
60
Messstellen: in 2014 er-
folgten die Grundstücksklärungen für 6 Mess-
stellen und für 6 Messstellen wurde die Aufga-
benstellung erarbeitet.
3 von 6 Messstellen wurden neu gebaut, wo-
von sich eine als Fehlbohrung erwies.
GW-Messstellenausrüstung: E
s wurden Da-
tensammler und DFÜ für 5 Grundwassermess-
stellen (GWM) nachgerüstet.
Intensiv-Bodendauerbeobachtungsflächen
(BDF II):
Für den Ersatzneubau der Station Colditz in
Köllitzsch fanden in 2014 die Anlaufberatung
und eine Ortsbegehung statt.
an allen 4 Stationen wurden die defekten
Sensoren ausgetauscht.
Zusätzlich:
Messhütte der Station Schmorren
erneuert.
Abb. 5 und 6: BDF II Schmorren links: offener Schurf mit Sonden
rechts: fertige Station mit Gerätehaus, Klimastation und Bulk-Sammlern
Niederschlagsmessnetz:
Erweiterung im Auftrag
des LfULG im Zusammenhang mit den Untersu-
chungsergebnissen der „Jeschke-Kommision“:
Standortuntersuchung für 5 Stationen erfolgt,
im Ergebnis wurde eine Station verworfen.
Untersuchung von 10 Standorten des Agrar-
meteorologischen Messnetzes auf Eignung der
Nachrüstung mit Ombrometer konnte nicht
erfolgen, weil die fachlichen Anforderungen erst
im November vorlagen.
Zielstellung für 2015
&
Veranschaulichung:
GW-Messstellenbau:
Die Zielstellung für die
Planung der 60 Messstellen wird entsprechend
der Aufgabenstellungen des LfULG im bisherigen
Umfang fortgesetzt. aktueller Arbeitsstand:
27 GWM gebaut, davon 2 Fehlbohrungen,
Aufgabenstellung für 8 weitere GWM fertig,
Standorte fixiert für 16 GWM.
Neubau von 6 GWM (3 von 2014 und 3 weitere)
Abb.7 und 8: links: Bau der GWM I rechts: fertig gestellte GWM Kiesdorf
GW-Messstellenausrüstung:
Nachrüstung von
Messstellen mit Datensammler und DFÜ.
BDF II:
Ersatzneubau Station Colditz in Köllitzsch:
Auf Grund der Lage im Überschwemmungs-
gebiet wird der Messplatz nicht am alten
Standort wieder aufgebaut. Als neuer Stand-
ort ist eine Fläche im Bereich der Flussaue
der Elbe im Versuchsgut Köllitsch vorgese-
hen. So wird sichergestellt, dass die Ersatz-
station zur Beantwortung der gleichen Fra-
gestellungen dienen kann.
Nachrüstung von Sensoren in bestehenden
Messstellen in Abstimmung mit dem Sächsi-
schen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie (LfULG). Es ist in jedem Jahr
mit defekten Sensoren zu rechnen, aber mit
stetig abnehmender Tendenz.
Niederschlagsmessnetz:
Erweiterung gemäß
den Ergebnissen der „Jeschke-Kommision“:
Vorbereitung und Planung für den Neubau
von 4 Stationen,
Untersuchung von10 Standorten des Agrar-
meteorologischen Messnetzes auf Eignung
der Nachrüstung mit Ombrometer und Be-
ginn der Ausrüstung.

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Umwelterklärung 2015
14 |
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
in-situ Gammaspektrometrie:
Die Ersatzbe-
schaffung eines Detektors mit erweitertem Leis-
tungsumfang von 2013 ermöglicht ein besseres
Zusammenspiel mit der Messsoftware ISOCS
(In-Situ-Object Counting System). Mit ISOCS
können genauere Messergebnisse gegenüber der
reinen in-situ Gammaspektrometrie erzielt wer-
den.
Da der Detektor neue Eigenschaften hat,
waren qualitätssichernde Vergleichsmessungen
durchzuführen. Diese wurden bis Mai 2014 ab-
geschlossen und der Detektor in den routinemä-
ßigen Einsatz übernommen.
Zusätzlich:
ergänzende Beschaffungen für das
in-situ-Gammaspektrometrie System, um zwei
eigenständige Systeme zu erhalten. Damit ist
der Einsatz in zwei Arbeitsgebieten ohne Auf-
wand und Risiko der vorher notwendigen Um-
stellung möglich. Die Beschaffung ist noch nicht
abgeschlossen.
Zusätzlich:
Zur Bestimmung von Tritium in Wässern
wur-
den drei Geräte HIDEX 300 SL angeschafft. Mit
Hilfe der TDCR-Technik (Triple-to-Double-
Coincidence-Ratio) erfolgt ohne Einsatz eines
externen Standards eine automatische Quench-
korrektur für Betastrahler. Das vereinfacht die
Arbeitsweise, weil eine Kalibrierung des Gerätes
zur Messung von Quenchreihen damit nicht
mehr erforderlich ist (weiter unter D, Seite 24).
Im Messnetzbetrieb Luft
BTX-Messung:
Verbesserung der Verfügbar-
keit von BTX-Analysatoren im Messnetz wurde
mit 95 % erreicht, konkret durch:
Nutzen aus Anwenderschulung in 2013,
Ersatzteilvorrat anlegen für Spezialfälle,
Software zur Gerätesteuerung siehe K zu BTX
zusätzlich:
Beschaffung und Erprobung neuer
BTX-Analysatoren zur Absicherung der Verfüg-
barkeit im Messnetz.
Feinstaubmessung:
Umrüstung konnte wegen
Genehmigungsproblemen noch nicht organisiert
werden. Beschaffung und Prüfung der Geräte
sind erfolgt. Die Planung für den Dresdner und
den Chemnitzer Standort wurden begonnen.
Zielstellung für 2015
&
Erläuterung:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
in-situ Gammaspektrometrie:
Die 2014 begon-
nene Beschaffung ist abzuschließen (2. Elektro-
nik für 2. Detektor mit Laptop und Software).
Die Systeme werden erprobt und für routinemä-
ßigen Einsatz vorbereitet.
System 1: In-situ nach Strahlenschutzvorsorge-
gesetz beinhaltet Messungen an 25 Messstellen
pro Jahr im Routinemessprogramm, 8 Messun-
gen zur Umgebungsüberwachung am For-
schungsstandort Rossendorf sowie Vergleichs-
messungen mit dem Bundesamt für Strahlen-
schutz.
System 2: Freigabe-Messungen Rossendorf
Die Ausstattung zur nuklearspezifischen Gefah-
renabwehr wird auf Zweckmäßigkeit überprüft
und gegebenenfalls angepasst. Die Notwendig-
keit der Überprüfung wurde in Auswertung des
7. Trainings zur Nuklearspezifischen Gefahren-
abwehr an der Landesfeuerwehrschule Nardt im
Sommer 2014 festgestellt, an dem der Ge-
schäftsbereich 2 teilnahm.
zu Quench: = löschen; eine Probe verliert durch
unsichtbare Verunreinigung einen Teil ihres
messbaren Gehalts (an Tritium). Der Verlust wird
durch den Vergleich mit mehreren Proben bei
denen der Verlust bekannt ist (Quenchreihe),
bestimmt und der Wert entsprechend korrigiert.
Im Messnetzbetrieb Luft
BTX-Messung:
weitere Beschaffung, Prüfung,
Inbetriebnahme neuer Analysatoren BTX-
Gaschromatographen.
zu BTX: =Benzol Toluol Xylol, aromatische Koh-
lenwasserstoffe, leichtflüchtige organische Ver-
bindungen, ist ein Schadstoff in der Luft.
Feinstaubmessung:
Umrüstung der Minimess-
container in Dresden, Leipzig und Chemnitz auf
automatische Feinstabmessgeräte vom Typ TE-
OM 1405 wird fortgesetzt.

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Umwelterklärung 2015
| 15
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
In den Umweltlaboren
Bodenanalytik:
Quecksilberanalysator
wurde
beschafft und installiert. Der Ersatz war wegen
Fehleranfälligkeit erforderlich, und führt nun zu
einer höheren Datensicherheit (weiter unter C,
Seite 21).
Standgewässer:
Einsatz von Datenloggern für
die Wasserstandsmessung ermöglicht die Er-
fassung von Wasserstandsänderungen und da-
mit eine bessere Bewertung der Analytik.
Zusätzlich:
Allgemeine Wasseranalytik:
Beschaffung Io-
nenchromatograph mit automatischer Matrix-
abtrennung für stark eisenhaltige Proben im
Labor Görlitz. Bisher war die Abtrennung mittels
Kartuschen als Analysenvorbereitung nötig, weil
Eisen die Trennsäule verstopft. Das neue Gerät
erhöht die Analysengenauigkeit für solche Pro-
ben und verringert den Aufwand.
Zusätzlich: Gewässerökologie:
Ersatzbeschaf-
fung Photometer für Chlorophyllbestimmung
mit einfacherer Bedienung.
Spezielle Wasseranalytik:
GC-MS
(Gaschro-
matographie mit Massenspektrometriekopplung)
als
Ersatz und mit verbessertem Probensampler.
Gewässergütemessstationen:
in Schmilka
werden Umbauten zum Hochwasserschutz als
Folge und Lehre aus den Schäden durch das
Hochwasser 2013 geplant. Bisher wurden ver-
schiedenen Umsetzungsvarianten untersucht.
Zusätzlich:
als Reaktion auf SOS-Elbe-Meldun-
gen wegen Ölkontamination erfolgten An-
schaffung und Inbetriebnahme eines neuen
Fluoreszenzdetektors, der spezifisch Ölkompo-
nenten anzeigt. Es ist davon auszugehen, dass
damit eine wesentliche Verbesserung beim Er-
kennen von Gewässerverunreinigungen geschaf-
fen wurde.
Zielstellung für 2015
&
Veranschaulichung:
Benzolmessung:
Nachrüstung von Katalysatoren
zur Abreinigung von n-butanolhaltiger Abluft in
drei Luftmessstationen. N-Butanol kommt aus
Partikelanzahlmessgeräten und liefert bei der
Bestimmung von Benzol ein Zusatzsignal, das
dem Benzolbefund hinzugezählt wird, sodass
falsch positive Zusatzbelastungen entstehen.
Darüber hinaus reichert sich das n-Butanol in
der Luft des Containers an und stellt eine Expo-
sitionsquelle des Gefahrstoffs dar, der die Mit-
arbeiter des Messnetzservice ausgesetzt sind.
Letztlich kann sich unter ungünstigen Bedin-
gungen ein explosives Gemisch bilden, das bei
Vorliegen einer zündfähigen Quelle zur Explosi-
on gebracht werden kann. Diese Probleme kön-
nen durch Einsatz eines Katalysators vermieden
werden. In Zusammenarbeit mit einer Firma
wurde ein Prototyp über ca. 24 Monate entwi-
ckelt und getestet. Er ist jetzt in der Station
Dresden Nord eingebaut und soll in den anderen
Stationen mit Partikelanzahlmesstechnik in
2015 installiert werden.
In den Umweltlaboren
Spezielle Wasseranalytik:
neues ICP-MS
(Mas-
senspektrometer mit induktiv gekoppeltem Plasma)
,
verkürzt die Analysenzeiten und verbessert die
Bestimmungsgrenzen für Silber und Cadmium.
Gewässergütemessstation Schmilka
Entschei-
dung über Umfang der Baumaßnahme und Pla-
nungsbeginn durch SIB Dresden.
Abb.9: Fluoreszenzdetektor Oilguard2 der Firma Sigrist

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Umwelterklärung 2015
16 |
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
Zusätzlich:
in Vorbereitung der Übernahme der
Analytik Luftmessnetz ab 2016 wurden zwei
Beschaffungen realisiert:
Graphitrohr-AAS für die Element-Analytik in
Stäuben
(AAS = Atomabsorptionsspektrometrie),
Ionenchromatograph zur Analytik Nasse
Deposition.
Mehr dazu unter C, Seite 21 .
Naturschutzmonitoring:
mit dem Einsatz von
Datenloggern können Luftfeuchte und Lufttem-
peratur in den Fledermausquartieren erfasst und
damit die fachgutachterliche Einschätzung un-
tersetzt werden.
Zusätzlich:
Beschaffung einer Videokamera zur
Ausflugserfassung von Fledermäusen aus Wo-
chenstubenquartieren ermöglicht eine zuverläs-
sigere Zählung.
In den Landwirtschaftslaboren
Produktionsmittel:
Beschaffung einer Mikro-
welle für Feststoffaufschlüsse ist erfolgt. Der
Mikrowellenaufschluss von Bodenproben wird
routinemäßig durchgeführt, der aufwändige
Aufbau einer Aufschlussapparatur beim Auf-
schluss von Bodenproben ist nicht mehr nötig.
B
Erweiterung der Technik zur Daten-
bearbeitung und -übertragung
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Anwendung der Datenbank:
Für die Verwal-
tung der Probenentnahmestellen im Datenbank-
system „DURAS“ wurde ein neues Konzept ent-
wickelt, das die Entnahmestellen anonymisiert.
Nach Anpassung der Software wurden die
Adressinformationen der Probenentnahmestel-
len aufgeteilt. In 2014 wurden die letzten 4000
von insgesamt 13000 Proben bearbeitet.
Zielstellung für 2015
&
Erläuterung:
Allgemeine Wasseranalytik:
Beschaffung H2S
(Schwefelwasserstoff) Analysator im Labor Bad Dü-
ben zur Automatisierung der Sulfid-Analytik
verringert den Chemikalieneinsatz und v. a. den
Personalaufwand.
Beschaffung CFA Modul (CFA=kontinuierliche
Fließanalyse)
für Phosphor im niedrigen Konzent-
rationsbereich im Labor Görlitz um niedrigere
Bestimmungsgrenzen zu erreichen.
Fledermausquartiere:
Die bereits seit dem Win-
terhalbjahr 2012/13 im Rahmen eines Werkver-
trages mit dem NABU-Landesverband Sachsen
laufenden Sichtzählungen in 13 Fledermaus-
Winterquartieren wurden im Winterhalbjahr
2013/14 fortgesetzt. Mittels Fotofallen-
Lichtschranken-Anlagen konnten zudem in 2
Fledermaus-Winterquartieren die durch stan-
dardmäßige Sichtzählung ermittelten Bestands-
zahlen überwinternder Fledermausarten über-
prüft und der methodenbedingte Fehler einge-
schätzt werden. Mittels Datenloggern wurden in
allen 13 Winterquartieren erstmals Verlaufs-
messungen von Luft-Temperatur und relativer
Luftfeuchtigkeit über die Wintersaison 2013/14
aufgezeichnet und zur Einschätzung der Quar-
tierqualitäten herangezogen.
In den Landwirtschaftslaboren
Düngemittelverkehrskontrolle:
Ersatzbeschaf-
fung einer ICP-OES
(optische Emissionsspektromet-
rie mit induktiv gekoppeltem Plasma).
Verbesserung von Arbeitsprozessen;
Verbesserung der Datenzuverlässigkeit, d. h.
Sicherung des Datenflusses, somit Vermei-
dung manueller Fehler; Verbesserung des
Datenzugriffs durch die Nutzer
Zielstellung für 2015:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Anwendung der Datenbank:
Für das Aufgaben-
gebiet „Aufsichtliche Kontrollmessungen“ sind
die vorhandenen Informationen zu systematisie-
ren und anschließend in die neuen Felder in
DURAS einzutragen.

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Umwelterklärung 2015
| 17
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Datenbearbeitung Oberflächen-/Grundwasser:
Teststellung für neue Technik abgeschlossen,
Grobkonzept für die Bearbeitung des Projektes
„Zukünftige Datenübertragungslösung im GB
3“ wurde durch die dafür zuständigen Behör-
den noch nicht bestätigt, daher ist das Fein-
konzept noch offen,
Umrüstung auf IP-DFÜ erfolgt für 5 GWM,
3 agrarmeteorolog. Messstellen und 4 Pegel,
Für die interne Betriebsdatenbank „Grund-
wasser-Management-Studio“
(GWMS)
kein
Bearbeitungsfortschritt wegen anderer Auf-
gaben,
Umstellung der WISKI Datenbank auf die
Version 7 musste durch beauftragte Firma er-
neut verschoben werden.
Zusätzlich:
Programmierung eigener Anwen-
dungen zur Datenmanagementoptimierung:
Dienstprogramme OW und GW zur automa-
tischen Weiterleitung und Verarbeitung ge-
pushter Messwerte,
Dienstprogramm zur automatischen Weiter-
leitung gepushter AMN-Messwerte für ver-
schiedene (auch externe) Nutzer,
Entwicklung eines Daten-Management-Sys-
tems (AMS) zur strukturierten Verwaltung
der AMN-Stationsdaten.
Zusätzlich: Grundwasserprobenahme:
Beschaf-
fung einer neuen, digitalen Multiparameter-
sonden mit Durchflussmesszelle und Software
im FB 32 zur Verbesserung von Qualität und
Effizienz von Datenerfassung und Datenma-
nagement.
Im Messnetzbetrieb Luft
Erweiterung der Datenbanken:
Erweiterung der neukonzipierten AdVis-
Datenbank auf 1-Minuten-Mittelwerte erfolgt.
Erweiterung der Abfragemöglichkeiten über
TCPIP–MSR (Erneuerung der Messnetzkommuni-
kation zwischen Zentrale und Stationsrechnern)
und
Softwareanpassung der ADVis-DB und der
Messnetzdokumentation Wartungstool offen.
Zielstellung für 2015
&
Erläuterung:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Datenbearbeitung Oberflächen-/Grundwasser:
Erarbeitung des Feinkonzeptes für die Pro-
jektbearbeitung in Abstimmung mit dem
LfULG,
Fortsetzung der Umrüstung auf IP-DFÜ im
OW, GW und AMN,
Fortführung und möglichst Fertigstellung der
internen Betriebsdatenbank „Grundwasser-
Management-Studio“ (GWMS),
Schaffung der programmtechnischen Vo-
raussetzungen durch die beauftragte Firma.
Erläuterung der Vorzüge:
Minimierung der Zeit von der Erhebung bis
zur Auswertung der Daten; Minimierung von
(händischen) Übertragungsfehlern,
wie oben und aktuelle Daten stehen auch
externen Nutzern quasi sofort zur Verfügung,
Zusammenführung und Verwaltung aller für
den Betriebsdienst der AMN-Stationen rele-
vanten Informationen in einer zentralen Da-
tenbank; Prototyp für GWMS (siehe oben).
Grundwasserprobenahme:
der Testbetrieb er-
folgt im FB 32, bei Erfolg werden 2 weitere
Multiparametersonden für die FB 33 und 34
beschafft.
Im Messnetzbetrieb Luft
Fortsetzung der Datenbankenumstellung:
Erprobung an weiteren Stationen fortsetzen
mit Anpassung und Optimierung des UMTS-
Routingverfahrens gemäß Testergebnissen.
Anpassung zur Automatisierung der Stand-
ortcharakteristika für alle Messstationen.
Erarbeitung eines sicherheitsrelevanten DFÜ-
Konzeptes für die gesamte BfUL auf Grundlage
des GB 3-Konzept durch GBL 4.

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Umwelterklärung 2015
18 |
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
In den Umweltlaboren
Allgemeine Wasseranalytik:
Einführung eines
elektronischen Probenahmeprotokolls im Labor
Bad Düben zur automatischen Übernahme der
Vor-Ort-Parameter ins LIMS
(Laborinformations-
und Managementsystem)
ermöglicht das Einlesen
der Vor-Ort-Parameter d. h. Zeiteinsparung und
Vermeidung von Übertragungsfehlern.
Allgemeine Wasseranalytik:
Die Dokumenta-
tion zu Messgeräten, Chemikalien und Kontroll-
karten wurde in das Messstationsprogramm
ENMO Hydro integriert. Damit haben alle Nutzer
einfachen Zugriff auf gesamte Dokumentation
bzgl. Wartung und Qualitätssicherung in der DB.
Biodatenbank:
wurde nach zweijähriger Über-
arbeitung in den Produktivbetrieb überführt. Die
Funktionalität ist zuverlässig gewährleistet und
eine Verbesserung der Ergonomie, die Anpassung
an neue Schnittstellen für Bewertungssoftware
sowie eine Bereinigung des Altdatenbestandes
konnten vorgenommen werden
.
Naturschutzmonitoring:
Der Einsatz der leichten Gelände-PC ersetzt
großen Teil der nötigen Kartenerstellung mit
Farbausdruck, ermöglicht schnelles Navigieren
auf die Fläche und digitale Aufnahme der Geo-
daten unmittelbar im Gelände.
neues Entfernungsmessgerät mit Dendrome-
ter ermöglicht einfache und v. a. Biotop scho-
nende Einmessung der Dauerbeobachtungsflä-
chen durch deutlich weniger Betreten sensibler
Bereiche, z. B. Moore und Nasswiesen.
In beiden Laborbereichen
Zusammenarbeit der Labore:
gemeinsames
LIMS:
Konzept ist erstellt, aber
Abfrage der GB 6 Anforderungen verschoben,
Nutzung der QM-Datenbank auf GB 6 erwei-
tert, in dem Arbeitsanweisungen und Verfahren
in die DB aufgenommen wurden, siehe C S. 22.
In den Landwirtschaftslaboren
Erneuerung DV-Technik
: erfolgreiche Erpro-
bung fertig programmierter SAPRO-Module,
Module für ISTA-Zertifikate, Gebühren fehlen,
sodass parallel mit alter Version gearbeitet wird.
Nachrüstung Windows 7 offen.
Zielstellung für 2015
&
Veranschaulichung:
In den Umweltlaboren
Allgemeine Wasseranalytik:
nach erfolgreicher
Testphase in Bad Düben, wird das Probenahme-
protokoll an allen Standorten des FB 53 auf
elektronisch umgestellt, d. h. Nossen, Chemnitz
und Görlitz.
Bodenanalytik:
Installation neuer Software am
ICP-MS im Zusammenhang mit der Beschaffung
des neuen ICP-MS im FB 52 zur Optimierung der
Datenerfassung in der Metallanalytik im FB 51.
Spezielle Wasseranalytik:
Umstellung der fach-
bereichsinternen Datenbank auf Access 2010
verbessert die Datenübergabe von Analysegerä-
ten an die DB und die Plausibilitätsprüfung, z. B.
bei Polychlorierten Biphenylen
(giftige und krebs-
auslösende organische Chlorverbindungen).
Die Biodatenbank
ist Arbeitsgrundlage des FB 54,
dient der zentralen Datenhaltung aller im Frei-
staat Sachsen im Rahmen des Monitoring zur
Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) erhobenen biolo-
gischen Analysen-und Bewertungsdaten (außer
Fischen) und ist Arbeitsmittel für das LfULG, das
direkten Lesezugriff hat.
zum Naturschutzmonitoring:
Abb. 10: Kartierung einer Hochmoorfläche mit einer typisch ausgebildeten
Schlenke im NSG „Kleiner Kranichsee“
In beiden Laborbereichen
Zusammenarbeit der Labore:
LIMS:
Für die Projektbearbeitung „gemeinsames
LIMS GB 5 und 6 wurde personelle Kapazität
freigestellt.
In den Landwirtschaftslaboren
Erneuerung DV-Technik
: Erprobungsphase SA-
PRO abschließen, Nachrüsten von Windows 7.

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Umwelterklärung 2015
| 19
C
Einführung neuer Methoden und
Optimierung bestehender Methoden
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Untersuchungen zur Anwendbarkeit der Al-
phaspektrometrie auf Lebens- und Futtermittel.
Die Bearbeitung wird krankheitsbedingt auf
2015 verschoben.
Wildprogramm:
Für das Überwachungspro-
gramm „Untersuchungen von Wildschwein-
fleisch“ wurde die Abgrenzung des ausgewiese-
nen Pflichtuntersuchungsgebietes (PflUG) durch
ein Monitoring verifiziert. Im Zeitraum 01.09.13
bis 31.08.14 wurden insgesamt 1.071 Proben
untersucht, davon 526 in der BfUL. Gegenüber
dem Vergleichszeitraum 2012/13 hielten mehr
Proben den Höchstwert ein. Hohe Einhaltungs-
wahrscheinlichkeiten im Gebiet „Oelsnitz“ be-
stätigen die richtige Eingrenzung des PflUG.
Das Programm führte u. a. zu deutlichen Verän-
derungen der Probenzahlen. Die nachstehende
Tabelle gibt einen Überblick über Schwerpunkte
und Veränderungen im Routinebetrieb des Ge-
schäftsbereich Umweltradioaktivität des Jahres
2014, im Vergleich mit den drei Vorjahren:
Erweiterung des Untersuchungsspektrums,
d. h. bessere Kapazitätsauslastung und
qualitätsgerechte Ermittlung neuer Daten;
Verbesserung von Arbeitsprozessen
Zielstellung für 2015:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Untersuchungen zur Anwendbarkeit der Al-
phaspektrometrie auf Lebens- und Futtermittel.
Resultiert aus anstehenden Veränderungen im
Intensivmessprogramm nach Strahlenschutzvor-
sorgegesetz.
Wildprogramm:
Das Monitoring zur Abgren-
zung des ausgewiesenen PflUG für das Überwa-
chungsprogramm „Untersuchungen von Wild-
schweinfleisch“ wird fortgesetzt, da der Zeit-
raum 2013/14 insgesamt zu niedrigeren Belas-
tungen führte und damit Unterschiede im Über-
gangsbereich möglicherweise schwerer erkenn-
bar waren.
2011
2012
2013
2014
Bewertung
Stand der Proben-Eingangsbücher am 31.12
.
Radebeul
978
1.544
1.119
1.339
Zunahme des Wildprogramms
Chemnitz
659
801
684
773
Zunahme des Wildprogramms
Einige Höhepunkte
Untersuchte Böden
74
176
73
51
2011-2013: „Cs-137 in Böden“
Gammaspektrometrie
1.226
1.984
1.419
1.716
Zunahme des Wildprogramms
Zeitaufgelöste
Radonmessungen
158
290
254
186
Fallstudien in öffentlichen Gebäuden
(siehe Umwelterklärung 2013 (UE))
Radonexposimeter
276
392
597
434
u. a. Übernahme der Freiluftmessnetze
in Johanngeorgenstadt (UE 2013, 2014)
Beprobung der
Referenzfläche
361
190
0
0
Einstellung wegen zunehmender Mess-
aufgaben in öffentlichen Gebäuden

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Umwelterklärung 2015
20 |
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
BDF II:
Die Betreuung wurde auf die stand-
ortnahen Fachbereiche umgestellt zur Optimie-
rung des Messnetzbetriebs durch Verkürzung
von Fahrtstrecken und Zeiten. Die Umstellung
wurde durch Auftraggeber und beteiligte Fach-
kollegen im GB 5 als positiv bewertet.
Überprüfung von Messnetzen:
Die WRRL fordert die Einhaltung von Stick-
stoff-Grenzwerten in den Gewässern. Die Ver-
ringerung der Stickstoffeinträge in die Gewässer
setzt das Verständnis des Stickstoffumsatzes
und -transports in der ungesättigten Bodenzone
voraus. Deshalb werden seit November 2006 in
der Lysimeteranlage Brandis zwei Lysimeter
nach mehr als 30-jähriger Bewirtschaftung
nicht mehr bearbeitet, sondern als „Schwarzbra-
che“ betrieben. Im Jahr 2014 erfolgte eine erste
Auswertung der Untersuchungsergebnisse.
Rekonstruktion des GW-Standsmessnetz mit
Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Mess-
stellen durch geophysikalische Untersuchungen
an 75 Messstellen durchgeführt, woraus sich ein
erheblicher Sanierungs- und Neubaubedarf
ergab, der in die Planung zu A einfließt. In Um-
setzung vorangegangener Untersuchungsergeb-
nisse erfolgten 2014 Instandhaltungsmaßnah-
men an insgesamt 62 Messstellen, an 6 GWM
eine Komplettsanierung, 9 GMW wurden mit
DFÜ ausgerüstet, 4 GWM gereinigt und 3 GWM
neu errichtet (siehe A, GWM Kiesdorf, Seite 13).
OW-Messungen und -Statistik werden in
Auswertung des Hochwassers von 2013 weiter
optimiert: der FB 33 Chemnitz stattete vier Seil-
krananlage zur Gewährleistung der Messungen
bei Hochwasser mit 100-kg schweren Mittelstü-
cken aus.
Das Hochwasserereignis ermöglichte
die Registrierung bis dahin unbeobachteter
Wasser-stände und eine Vielzahl von Durch-
flussmessungen in bisher unbelegten Bereichen
der Wasserstands-Durchfluss-Beziehungen. Im
FB 32, Standort Radebeul, wurden 85 Pegel
einer tiefgehenden Analyse unterzogen, die u. a.
zur Überarbeitung der bestehenden WQB, zur
neuen Festlegung des Direktabflusszeitraumes
und zur pegelkonkreten Berechnung der Direk-
tabflussmenge führten.
Zielstellung für 2015
&
Veranschaulichung:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
BDF II:
Das Konzeptes vom 25.04.14 soll in
2015 vollständig umgesetzt sein, das beinhaltet:
Zusammenstellung der Fachvorgaben,
Definition der technischen Anforderungen
(Bau, Ausrüstung),
fachliche Qualifikation der Mitarbeiter,
Erarbeitung einer Verfahrensanweisung.
Überprüfung von Messnetzen:
Untersuchungen zum Stickstoffgehalt in
Böden:
Infolge der Schwarzbrache veränderte
sich die Dynamik der Sickerwasserraten und die
damit verbundenen Stickstoffausträge extrem.
Es werden weiterhin Informationen zu den wäh-
rend der vorhergehenden Bewirtschaftung auf-
gebauten Stickstoff-Pools der Böden erwartet.
Aus diesem Grund werden die Untersuchungen
auch im Jahr 2015 fortgeführt.
0
15
30
45
60
75
90
105
120
135
150
165
180
195
210
225
240
0
255
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
70
75
80
85
Nov 06
Mai 07
Nov 07
Mai 08
Nov 08
Mai 09
Nov 09
Mai 10
Nov 10
Mai 11
Nov 11
Mai 12
Nov 12
Mai 13
N
gesamt
Fracht [kg/ha]
Sickerwasser [mm]
Sickerwasser Schwarzbrache [mm]
Sickerwasser mit Bewuchs [mm]
Fracht Ngesamt Schwarzbrache [kg/ha]
Fracht Ngesamt mit Bewuchs [kg/ha]
Lysimeter 9/2, unbewirtschaftet
Lysimetergruppe 9, bewirtschaftet
Abb. 11: Monatswerte von Sickerwassermenge und Ngesamt-Austrag in 3 m
Tiefe unter tiefgründigem Löß (LG 9) bei Schwarzbrache (=schwarz) und bei
landwirtschaftlicher Bewirtschaftung (=grün)
OW-Messungen bei Hochwasser
: mobile
Durchflussmessung bei HW mittels Radarmess-
gerät als Alternative zu ADCP.
Das Messgerät befindet sich außerhalb des
Wassers, das Risiko durch Beschädigung oder
Verlust ist damit ausgeschlossen. Das Gerät wird
in 2015 im FB 34 getestet. Bei Eignung ist die
Beschaffung für den Einsatz in anderen Fachbe-
reichen des GB 3 vorgehen, voraussichtlich kein
Abschluss in 2015.

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Umwelterklärung 2015
| 21
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
Im Messnetzbetrieb Luft
Gravimetrie:
Konzeption zur Berücksichtigung
des Blindwertverhaltens in der Gravimetrie zur
Steigerung der Datenqualität
Validierung einer automatischen Messme-
thode für Feinstaub PM2.5 wurde mit Aus-
wertung und Bericht positiv abgeschlossen,
PM2.5/PM10–Prüfaerosolstrecke wurde in
Betrieb genommen, Optimierung erforderlich.
Die Funktionsprüfung für NAFION-Trockner
mit Prüfstandart des Herstellers zur Durchfüh-
rung der Eingangsprüfung und zur Standzeit-
überwachung im Messnetzbetrieb erfolgt seit
September 2014 im Routinebetrieb.
Validierung einer neuen Methode zur Be-
stimmung von Rußkomponenten nach dem EU-
SAAR II
(European Supersites for Atmospheric Aerosol
Research) Temperaturprogramm wurde positiv
abgeschlossen und durch das LfULG bestätigt.
…in Zusammenarbeit mit den Landwirt-
schaftslaboren
Entwicklung von Probenahmeverfahren zur Be-
stimmung von Bioaerosolen in Zusammenarbeit
mit dem Mikrobiologischen Labor GB 6 wurde
positiv abgeschlossen. Die kontinuierliche Emis-
sionsmessung von Formaldehyd nach dem FTIR-
Verfahren könnte akkreditieren werden.
In den Umweltlaboren
Übernahme der Analytik Luftmessnetz
Vorbereitung PAK-Analytik aus Luftstaubfil-
tern wurde auf 2015 verschoben
(PAK = Polyzykli-
sche aromatische Kohlenwasserstoffe).
Bodenanalytik:
Einführung neuer Methoden:
Methodenentwicklung für die Analytik der
Schadstoffe in Biota durch Einsatz des automa-
tischen Probenvorbereitungssystems wurde für
Polyaromatische Kohlenwasserstoffe und Polyb-
romierte Diphenylether abgeschlossen.
Quecksilberkonservierung
nach neuer Norm-
vorgabe: Nach den Vorversuchen in 2013 wurde
in 2014 die Arbeitsvorschrift aktualisiert und die
Messtechniker angeleitet. Die Umstellung der
Quecksilberkonservierung ist abgeschlossen.
Zielstellung für 2015:
Im Messnetzbetrieb Luft
Gravimetrie:
Konzeption zur Berücksichtigung
des Blindwertverhaltens in der Gravimetrie
Optimierung der Prüfaerosolstrecke.
Entwicklung einer Probenahme- und Analysen-
methode zur
Bestimmung von Mercaptanen
in
einem Konzentrationsbereich von unter einem
Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Die Methode wird
benötigt, da einige der zur Stoffgruppe der Mer-
captane gehörenden Verbindungen schon unter-
halb dieser Konzentration eine Geruchsbelästigung
erzeugen und eine mögliche Ursache für die seit
Jahren geführten Beschwerden aus dem Erzgebir-
ge sein können.
In den Umweltlaboren
Übernahme der Analytik Luftmessnetz 2016
Seit Bestehen des Sächsischen Luftmessnetzes
wird ein externes Labor mit der Analytik der ge-
wonnenen Proben beauftragt. Im Rahmen des
aktuellen KOEK wurde dieses Vorgehen mit Be-
rücksichtigung der Entwicklung von Personal,
Kosten, Synergieeffekten und der Fachkompetenz
als Dienstleister geprüft und eine Übernahme der
Analytik durch den eigenen Laborbereich ent-
schieden.
Dafür sind umfangreiche Vorbereitungen erforder-
lich, insbesondere um die personellen, gerätespezi-
fischen, methodischen und organisatorischen
Voraussetzungen zu schaffen.
Aus methodischer Sicht ist für 2015 vorgesehen:
Vorbereitung PAK-Analytik aus Luftstaubfiltern
(Gerätevoraussetzung in 2013),
Methodenentwicklung Schwermetalle im Luft-
staub, konkret Mikrowellen-Aufschluss von
Staubfiltern sowie Staubniederschlag und
Messung mit neuem Graphitrohr-AAS (Geräte-
vorauss. in 2014),
Aufbau und Einarbeitung des Rußanalysators
zur Bestimmung von organischem Kohlenstoff,
elementarem Kohlenstoff und Gesamt-
Kohlenstoff in Luftstaubfiltern (Gerätevoraus-
setzung in 2013).
Bodenanalytik:
Methodenentwicklung für WRRL Analytik
(Schadstoffe) in Biota für die Stoffgruppen Per-
fluortenside, Zinnorganika und Chlororganika.
und
Einarbeitung des neuen Quecksilberanalysators
und Routinebetrieb ab 2. Quartal 2015.

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Umwelterklärung 2015
22 |
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
Spezielle Wasseranalytik:
Methodenoptimie-
rung an der neuen UHPLC
(Ultrahochleistungsflüs-
sigchromatografie)
ist abgeschlossen. Es wurden 6
neue Parameter in das Untersuchungsprogramm
aufgenommen.
Standgewässeranalytik:
Die Vorbereitung
zum Bau einer Kalibrierstrecke im Labor Görlitz
analog Bad Düben wird ausgesetzt, weil die
vorgesehene Räume wegen Schimmelbelastung
im Kellerbereich anders genutzt werden müssen.
Für das Labor besteht umfassender Baubedarf.
Zusätzlich: Allgemeine Wasseranalytik:
Erarbeitung einer Methode zur Rücklösung von
Ionen (Phosphor) aus dem Sediment ermöglicht
die Bewertung durch das LfULG, ob Schadstoffe
aus dem Sediment oder aus der Wasserphase
kommen und lässt damit Rückschlüsse für Maß-
nahmen zu.
Gewässerökologie:
Optimierung des Verfah-
rens zur Chlorophyllbestimmung zur Verringe-
rung des Extraktionsvolumens (Ethanol) und zur
Senkung der Bestimmungsgrenze konnte noch
nicht abgeschlossen werden.
Zusätzlich: Gewässerökologie
: Verbesserung der
Qualitätssicherung bei Fremdvergabe durch
verstärkte Prüfung der Ergebnisse bei Fremd-
vergaben und
Vorbereitung eines Workshops mit Unterauf-
tragnehmern für den fachlichen Austausch
bei taxonomischen Problemen.
In beiden Laborbereichen
Zusammenarbeit der Labore:
Fortführung der Konzepte zu den Themenberei-
chen Bodenanalytik, LIMS und QMS, speziell
zum QMS:
Chemikalienerfassung in einer Datenbank,
die Neubestellungen für den GB 6 sind ab
2014 in der DB erfasst,
gemeinsame Unterstützungs-Verfahrensan-
weisungen (VA) in 2014 4 VA und im Februar
2015 weitere 2 VA, damit abgeschlossen,
Nutzung QM-Datenbank begonnen, wird in
2015 und darüber hinaus fortgesetzt.
Zielstellung für 2015:
Spezielle Wasseranalytik:
Erweiterung beste-
hender Methoden um neue Parameter v. a. Pa-
rameter der Watch-Liste (Stoffe zur Beobach-
tung, für Entscheidung ob Aufnahme in WRRL).
Probenahme Seen
:
Testung einer automatischen Winde, die
konstante Geschwindigkeiten beim Herun-
terlassen von Sonde und Schöpfer garantiert,
was die Qualität bei der Aufnahme des Tie-
fenprofils verbessern und die Probenahme-
zeit optimieren soll,
Erweiterung der Multiparametersonde um 2
weitere Sensoren (Trübung, H
2S) zur Erweite-
rung des Parameterspektrums.
Allgemeine Wasseranalytik Görlitz:
Einarbei-
tung des Ionenchromatographs mit automati-
scher Matrixabtrennung bei stark eisenhaltigen
Proben führt zu Zeiteinsparung durch Automati-
sierung (siehe A, Seite 15).
Gewässerökologie:
Optimierung des Verfahrens
zur Chlorophyllbestimmung abschließen.
Gewässerökologie:
Verbesserung der Qualitäts-
sicherung bei Fremdvergabe durch:
verstärkte Prüfung taxonomischer Ergebnisse,
Durchführung des Workshop zur Taxonomie.
Gewässerökologie:
Einarbeitung eines Spezial-
Mikroskops mit Quecksilber-Dampflampe, um
beim Mikroskopieren zusätzlich stoffliche In-
formationen zu erhalten. Es kann damit zwi-
schen lebender und toter Materie unterschieden
werden und verbessert die Bewertung von Seen.
Gewässergütemessstationen:
Installation von
ausgesonderten Niederschlagsmessern aus dem
GB 3 an den Stationen Görlitz und Bad Düben
zur Erfassung der meteorologischen Situation
ermöglicht eine bessere Bewertung der
Seenanalytik.
In beiden Laborbereichen
Zusammenarbeit der Labore:
Die Umsetzung
der Konzepte wird fortgesetzt.

image
Umwelterklärung 2015
| 23
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
In den Landwirtschaftslaboren
Düngemittelverkehrskontrolle (DVK):
Schwerpunkte der DVK waren entsprechend des
Probenahmeplans für Sachsen die Kontrolle
der Kennzeichnung mit einem realisierten
Umfang von
442
Proben (vgl. 2013: 480)
Beanstandungen pro Jahr in %
2009
2010
2011
2012
2013
2014
10,1
17,2
1
15,2
1
15,9
1
11,9
15,8
1
Die Gründe für die hohe Quote liegen in der Globalisierung des
Marktes und der unzureichenden Berücksichtigung der Anforde-
rungen der novellierten Düngemittelverordnung
.
und der Deklaration mit einem Umfang von
357
Proben (vgl. 2013: 365) mit durch-
schnittlich 15 Parametern je Probe.
Beanstandungen pro Jahr in %
2009
2010
2011
2012
2013
2014
11,2
9,2
9,6
9,3
10,4
12,0
Kalkanalytik:
Die Einführung automatisierter
photometrischer Titrationen für die Kalkanalytik
ist abgeschlossen und verringert den Arbeits-
aufwand, weil die manuelle Titration entfällt.
Pflanzen:
Anwendung einer NIRS-Kalibrie-
rung zur Untersuchung von grünen Erbsen (z. B.
Zuckerbestimmung) ist abgeschlossen.
Pflanzendiagnose:
Vor Einführung der
Real-
time PCR
im Fachbereich 65 ist die Anpassung
an die spezifischen Anforderungen erforderlich.
Der Vorbereitungsprozess, der in 2013 mit ei-
nem umfassenden Erfahrungsaustausch beider
Fachbereiche begann, wurde in 2014 planmäßig
fortgeführt.
Übertragung zusätzlicher Untersuchungen
beim Schaderregerbefall durch die Kirschessig-
fliege Erste Aktivitäten 2014. Intensivierung im
Jahr 2015.
… in Zusammenarbeit mit dem Messnetzbe-
trieb Luft
Pflanzen/Futtermittel:
Die Methodenent-
wicklung zur Kopplung Thermodesorption-GC-
MS zur Bestimmung von Spurenstoffen in der
Außenluft verspricht vor allem kürzere Analyse-
zeiten und damit weitere Entlastung. Dafür
konnte ein Projekt eingerichtet werden.
Zielstellung für 2015:
In den Landwirtschaftslaboren
DVK:
Der Probenahmeplan für die DVK wird auf
Grundlage der Beanstandungsquote (Risikopo-
tential) des jeweiligen Vorjahres festgelegt.
Besondere Herausforderung ist die Fortsetzung
der DVK ab Juli 2016, weil die Fachkapazität
altersbedingt ausscheidet. Die Aufgabenteilung
mit dem LfULG wird überprüft und die Einarbei-
tung des mittelbaren Nachfolgers organisiert.
Schwermetallanalytik:
Methodenentwicklung
für die Kopplung HPLC-ICPMS zur Durchführung
von Speziesanalytik erweitert das Untersu-
chungsspektrum und erlaubt im Gegensatz zum
Gesamtgehalt Aussagen zu Elementspezies.
Futtermittel:
Übernahme der Untersuchungen
zum Gehalt von Blausäure in Futtermitteln. Die
Methode wurde bis Mitte 2014 von Drittlaboren
bearbeitet, danach vom FB 62 eingearbeitet.
Durch die routinemäßige Untersuchung im ei-
genen Haus verkürzen sich die Untersuchungs-
zeiten deutlich.
NIRS
: (Nahinfrarot-Spektroskopie) ist eine Schnell-
methode zur Untersu-chung direkt an der Probe,
es ersetzt nasschemische Verfahren. Dies spart
personelle und materielle Ressourcen. Der in
2014 erreichte Umfang soll gehalten werden.
Real-time PCR
in der
Pflanzendiagnose:
Um-
setzung von PCR-Protokollen auf neues Diagno-
severfahren mittels Realtime PCR zunächst un-
ter Nutzung des Gerätes im FB 63 und nach
Gerätebeschaffung für den FB 65.
Kirschessigfliege: das LfULG Referat 73 Garten-
bau benennt 10 Fallenstandorte, die wöchent-
lich beprobt werden. Falleninhalte werden im
Sachgebiet Zoologie qualitativ und quantitativ
(Männchen) ausgewertet. (A Juni – E Sept, auch
vor- und nachgelagert, Stichproben).
… in Zusammenarbeit mit dem Messnetzbe-
trieb Luft
Methodenentwicklung wird als Projektarbeit bis
Oktober 2015 fortgesetzt.

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Umwelterklärung 2015
24 |
D
Optimierung des Arbeitsmittel-
einsatzes
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
In Zusammenarbeit mit der Landestalsperren-
verwaltung wird ein Probenentnahmeverfahren
für Schwebstoffe in Standgewässern gesucht,
das den Aufwand in der Analytik reduziert. Für
die Entnahme von Schwebstoffproben wurde ein
neues Konzept entwickelt und die neuen
Schwebstoffsammler in die Gewässer eingesetzt.
Die Daten sind noch auszuwerten.
Abb. 12 und 13: links: freischwebende Sedimentationsfalle aus vier Röhren;
I rechts: Sedimentationsfalle auf dem Gewässerboden
Untersuchung von Fichtennadeln
: Die Zu-
sammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum
Wald und Forstwirtschaft im Sachsenforst (SBS)
soll intensiviert werden. Insgesamt wurden 27
Nadelproben von Dauerbeobachtungsflächen
des SBS aus den Jahren 2009, 2011 und 2013
untersucht. Das Ergebnis der Auswertung der
Nadelproben der Jahre 2009, 2011 und 2013
entspricht nicht dem Erwartungswert.
… mit dem Messnetzbetrieb Luft
Vereinbarung über gegenseitige Hilfestellung
bei Personalengpässen. In 2014 wurde die Ver-
tretung für Stationswartung durch Mitarbeiter
GB 2 in GB 4 abgesichert, sowie Unterstützung
bei Probenahme in GB2 durch Mitarbeiter GB4
ermöglicht.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Anschaffung von 3 Fahrzeugen zur Erhaltung
und Erweiterung der Einsatzfähigkeit
Transporter und Geländefahrzeug als Ersatz,
neues Geländefahrzeug für „Jeschke“-Einsatz.
Ressourcenschonung,
Verminderung von Emission und Lärm
Zielstellung für 2015:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Probenentnahmeverfahren für Schwebstoffe in
Standgewässern
: Die Daten werden in I/15 aus-
gewertet. Falls sich diese Methode dabei als
nicht geeignet erweist, werden die Untersu-
chungen fortgesetzt.
Verfahrensanpassungen:
in den FB 21 und 22,
um einen optimalen Wissens- und Erfahrungs-
transfer zu gewährleisten. Anpassung der Stron-
tium-89/90-Schnellbestimmungsmethode.
Automatisches LSC-Messgerät:
Auf die neuen
Geräte HIDEX 300 SL können neben der Tritium-
Bestimmung die Messmethoden zu Radium 222,
Radon und Strontium umgestellt werden. Das
verbessert die Auslastung dieser Geräte und
vermeidet die Ersatzbeschaffung der Gerätevor-
gänger.
Untersuchung von Fichtennadeln
: Im Rahmen
der Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzent-
rum Wald und Forstwirtschaft im Sachsenforst
sollen die Nadeln (Rückstellproben) aus den
Jahren 2003, 2005 und 2007 untersucht wer-
den.
… mit dem Messnetzbetrieb Luft
Vereinbarung über gegenseitige Hilfestellung
bei Personalengpässen wird in Vorbereitung der
Zusammenführung beider Bereiche fortgesetzt.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Beschaffung eines Messfahrzeuges als Ersatz
zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit.

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Umwelterklärung 2015
| 25
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Zum Projekt „Minimierung des
Stromverbrauchs der Messcontainer“ und zur
Standorterhaltung wird als Pilotprojekt die Sta-
tion Leipzig-Mitte in einem unterirdischen Be-
triebsraum errichtet. Die Projektierung durch
SIB-Leipzig wurde begonnen.
Papier:
27.500 Blatt Papier wurden im GB 4
verbraucht, und damit die Zielstellung von unter
30.000 Blatt d. h. unter 1.667 pro Mitarbeiter
erreicht.
In den Umweltlaboren
Gewässergütemessstationen
: die Installation
von ausgesonderten Niederschlagsmessern aus
dem GB 3 in Görlitz und Bad Düben wurde nach
intensiver Beratung mit dem GB 3 auf 2015
verschoben und als Methodenoptimierung be-
trachtet mit Zielstellung unter C, siehe Seite 22.
Gefahrstoffeinsatz:
Grundlage für die Fest-
stellung des Gefahrstoffeinsatzes ist die jährli-
che Bestellmenge an Chemikalien. In 2014 gab
es eine Verbesserung durch den Einsatz der
Ultrahochleistungsflüssigchromatografie,
die
einen geringeren Lösungsmitteleinsatz erfordert
bei gleichzeitiger Erhöhung der Analysenzahlen.
2005
2006
2010
2013
2014
fest in kg
87
79
44
90
67
flüssig in l
1.804
1.850
1.449
1683
1.492
Analysen
170..618 198.035 202.978 203.676
208.733
g/Analyse
0,51
0,40
0,22
0,44
0,32
ml/Anal.
10,57
9,34
7,14
8,3
7,15
Zusätzlich: Allgemeine Wasseranalytik:
die
Optimierung der Cyanid-Analytik ermöglicht
den Einsatz eines komplexgebundenen Cyanid-
standards, der deutlich weniger toxisch ist als
das bisher verwendete Kaliumcyanid.
Zusätzlich:
StandgewässerPN:
Beschaffung
eines zeitgesteuerten automatischen Wasser-
sammlers, Kopplung mit GPS und Multiparame-
tersonde um Querschnittsmischrobe über ein
Gewässer zu erhalten. Die Bewertung von Bade-
seen kann damit besser abgesichert werden.
Zielstellung für 2015
&
Veranschaulichung:
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Projektierung erfolgt durch SIB als
Bauherr. Aufgabe BfUL ist die Absicherung der
Zweckerfüllung und förderliche Begleitung der
Baumaßnahme
.
Papier:
Verbrauch soll bei gleicher MA-Zahl und
Aufgabenumfang unter 30.000 Blatt bleiben.
In den Umweltlaboren
Zum Gefahrstoffeinsatz:
Der Einsatz wird weiterhin überwacht.
Abb. 14, 15 und 16: Standgewässer: Kopplung von Geräten zur gleichzeiti-
gen Aufnahme von Vor-Ort-Parametern und Entnahme von Wasserproben
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
2005
2006
2010
2013
2014
Gefahrstoffeinsatz im GB 5
Feststoffe g/Analyse
Flüssigkeiten ml/Analyse

image
Umwelterklärung 2015
26 |
mit folgenden Maßnahmen in 2014:
In den Landwirtschaftslaboren
Analysenbedarf:
Die Optimierung der Arbeits-
abläufe im GB 6 erfolgt auf der Basis des durch
die Auftraggeber angemeldeten Analysenbedarfs
bezüglich Matrix, Methoden und Zeitpunkt.
Die Anzahl in 2014 angemeldeter und unter-
suchter Parameter nach Matrizes sortiert:
Matrix
Plan 2014
Ist 2014
Pflanzen und Futtermittel
94.395
91.050
Boden
32.780
33.000
Düngemittel
7.150
9.500
Amtliche Futtermittel
5.000
7.100
Saatgut
4.116
5.641
Fleisch, Fisch, Organe
2.610
2.250
Analysenbedarf Phytopathologie:
für 2014
erfolgt, ist aber eine sehr grobe Zielgröße, da
aktuelle Fälle von Quarantäneschadorganismen
und Besonderheiten in der Schaderregerüberwa-
chung nicht planbar sind. Hat sich daher als
nicht sinnvoll erwiesen und wird ab 2015 keine
Zielstellung sein.
Pflanzen/Futtermittel:
Die Anwendung der
Stickstoffbestimmung nach DUMAS ist eine be-
währte Methode und hatte im Jahr 2013 zu-
nächst einen optimalen Umfang erreicht. Die
Untersuchungen auf Stickstoff mittels DUMAS
sind um
10 %
gegenüber 2013 gestiegen.
Gefahrstoffeinsatz:
Grundlage für die Fest-
stellung des Gefahrstoffeinsatzes ist die jährli-
che Bestellmenge an Chemikalien.
2010
2011
2012
2013
2014
fest in kg
51
40
19,6
32,4
180
Flüssig in kg
1.319
1.650
549,2
912,1
1.591
Parameter
308.320 283.679 276.379 308.791 331.590
fest g/Par.
0,17
0,14
0,07
0,10
0,54
flüssig g/Par.
4,28
5,82
1,99
2,95
4,80
Der Anstieg beim Verbrauch an Feststoffen liegt
an der ab 2014 vollständigen Erfassung aller
Bestellungen. Zuvor wurden nur Bestellungen
bei einem Lieferanten berücksichtigt. Der Ver-
brauch an Flüssigkeiten ist vergleichbar mit dem
Wert von 2011. Die Jahre dazwischen waren
von Umbaumaßnahmen und Nichtnutzung von
Laboren und Neutralisationsanlagen geprägt.
Deshalb wurden in diesen Jahren weniger Flüs-
sigkeiten benötigt.
Zielstellung für 2015
&
Veranschaulichung:
In den Landwirtschaftslaboren
Analysenplanung:
Die Wirksamkeit der Planung
für 2014 wurde bestätigt, die Optimierung wird
entsprechend fortgesetzt.
Matrix
Plan 2015
Pflanzen und Futtermittel
97.843
Boden
37.332
Düngemittel
7.150
Amtliche Futtermittel
5.000
Saatgut
3.820
Fleisch, Fisch, Organe
2.790
Pflanzen/Futtermittel und Produktqualität:
Die
Anwendung der Stickstoffbestimmung nach
DUMAS wird, soweit es die Vorgaben des Auf-
traggebers zulassen, weiter ausgebaut.
Zum Gefahrstoffeinsatz:
Der Einsatz wird weiterhin überwacht.
0
1
2
3
4
5
6
7
2010
2011
2012
2013
2014
Gefahrstoffeinsatz im GB 6
fest in g/Parameter
flüssig in g/Parameter

image
image
image
image
Umwelterklärung 2015
| 27
3.3
Kennzahlen
K
Kennzahlen zur Datenverfügbarkeit
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Alle Kennzahlen liegen über dem Ziel von
97 %
bzw.
95 %
, das für 2015 nicht verändert wird.
Oberflächenwasser:
Datenfernübertragung
Gesamt
2006
2012
2013
2014
Pegelanzahl
173
179
187
181
Ausfalltage
371
113
242
139
Maximalverfügbarkeit 63.145 65.335 68.255 66.065
Tage mit Daten
62.774 65.222 68.013 65.926
Verfügbarkeit in %
99,4
99,8
99,6
99,8
Grundwasser:
Erfüllung der Probenahme
Gesamt
2006
2012
2013
2014
beauftragte PN
907
775
743
747
durchgeführte PN
890
763
736
738
Erfüllung in %
98,1
98,5
99,1
98,8
Messnetz „Hochwasser im Grundwasser“
Gesamt
2011
2012
2013
2014
Messstellen
66
115
120
137
Maximalverfügbarkeit 24.090 41.975 43.800 50.005
Tagen mit Daten
23.545 40.647 43.189 49.342
Verfügbarkeit in %
97,7
96,8
98,6
98,7
Agrarmeteorologisches Messnetz
Gesamt
2012
2013
2014
Stationen
33
35
34
Ausfalltage
594
112
139
Verfügbarkeit in %
95,1
99,1
98,9
Ombrometermessnetz (Ziel 95 %):
Gesamt
2013
2014
Stationen
22
22
Ausfalltage
5
36
Verfügbarkeit in %
99,9
99,6
Messung und Überwachung der definierten
Zielgrößen zur Absicherung des erforderli-
chen Datenbestandes
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Alle Kennzahlen wurden erreicht.
Die Zielgrößen werden für 2015 nicht verändert.
Die Darstellung wird ab 2014 differenziert nach:
der Verfügbarkeit von Meteorologiedaten,
HVS-Daten (High Volume Sampler-Daten, der tägli-
chen Staubprobenahme in den Fraktionen PM2,5 und
PM10)
und der Temperaturüberwachung. Ziel ist
jeweils: 92,8 %.
Verfügbarkeit in % 2006 2010 2012 2013 2014
Meteorologiedaten
96,6
99,4
99,2
99,4
99,7
HVS-Daten 10
97,9
99,2
98,9
98,8
99,3
HVS-Daten 2,5
98,8
99,0
99,2
Temperatur
98,3
98,7
98,7
97,4
99,5
Gesamt- und Analysatoren-Verfügbarkeit
Verfügbarkeit (Ziel)
2010
2012
2013
2014
Gesamt
(90,0 %)
96,2
97,2
97,0
97,9
BTX
(90,0 %)
95,6
92,0
93,0
95,0
Schwefeldioxid (92,8 %)
96,7
97,5
95,8
99,1
Ozon
(92,8 %)
97,9
98,3
98,2
99,1
Stickoxide (NOx) (92,8 %)
98,3
98,8
99,0
99,0
TEOM
(92,8 %)
93,2
99,0
96,1
97,5
Ausfallquote
Gravimetrie in %
Ziel
2010 2012 2013 2014
<0,1%
<0,1 <0,1 <0,1
0,05

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Umwelterklärung 2015
28 |
K
Kennzahlen zur Berichterstattung
Im Messnetzbetrieb Luft
Emission:
Ziel 2006 2012 2013 2014
Übergabe schriftli-
cher Messberichte
in Tagen
<21
20,5
14
14
<21
reklamierte Mess-
berichte pro Jahr
<4
0
0
0
0
Beide Kennzahlen bleiben für 2015 bestehen.
K
Weitere Kennzahlen
Die Energieeffizienz des eigenen Fahrzeugver-
kehrs wird an Hand des Kraftstoffverbrauchs der
Dienst-KFZ verdeutlicht.
Die in der Umwelterklärung 2008 formulierte
Zielstellung, einen durchschnittlichen Verbrauch
von weniger als 9 l auf 100 km zu erreichen,
war nicht umsetzbar. Als realistische Obergrenze
wurde daher der Verbrauch von 9,5 l auf 100 km
festgelegt.
Die freiwillige Selbstverpflichtung zur Beach-
tung einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h
auf Autobahnen wird weiterhin aufrechterhal-
ten. Förderlich für eine verbrauchsschonende
Fahrweise waren die fortgesetzten Schulungen
zum Fahrsicherheits- und Eco-Training für Mit-
arbeiter mit relativ viel Fahrtätigkeit.
Anzahl der
Teilnehmer
Juni
2007
September
2007
2012
2014
47
12
24
26
Überwachung der Datenbereitstellung in
Berichtsform
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Zur Datenverfügbarkeit im Immis-
sionsmessnetz wird ab 2012 die Berichterstat-
tung an den Auftraggeber mittels Kennzahl
überwacht:
Ziel
2012
2013
2014
Wochenmail (von 52)
50
50
51
50
Monatsmail (von 12)
10
10
12
10
Wochenmail beinhaltet: Aktivitäten/Maß-
nahmen zur Erreichung der Verfügbarkeiten;
Übermittlung am jeweiligen Freitag,
Monatsmail beinhaltet: Auswertung zur Ver-
fügbarkeit; Übermittlung jeweils am Freitag
der nachfolgenden Kalenderwoche.
Mit dieser Zielstellung soll das in 2011 erreichte
Niveau weiterhin sichergestellt werden.
Zur Verringerung negativer Umweltaus-
wirkungen
Auf folgender Datengrundlage:
2003 2007 2008 2013 2014
Fahrtstrecke
in 1.000 km
795,9
854,5 886,9 997,9 958,7
Kraftstoffmenge
in 1000 Liter
75,7
80,8
80,8
93,6
87,8
Verbrauch
in l/100km
9,51
9,02
9,11
9,38
9,16

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Umwelterklärung 2015
| 31
Impressum
Herausgeber:
Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Altwahnsdorf 12, 01445 Radebeul
Telefon: +49 351 8312-501
Telefax: +49 351 8312-509
E-Mail: poststelle.bful@smul.sachsen.de
(Kein Zugang für elektronisch signierte sowie für verschlüsselte elektronische Dokumente)
Internet:
www.smul.sachsen.de/bful
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