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Aktualisierte Umwelterklärung 2014

 
2 |
Inhalt
1.
Vorwort
3
2.
Umweltleistung
4
2.1 Auf dem Prüfstand
4
2.2 Maßnahmen
6
A Erweiterung der gerätetechnischen Ausrüstung zur Datenerhebung
6
B Erweiterung der Technik zur Datenbearbeitung und -übertragung
10
C Einführung neuer Methoden und Optimierung bestehender Methoden
12
D Optimierung des Arbeitsmitteleinsatzes / Ressourcenschonung
16
2.3 Kennzahlen
19
K Datenverfügbarkeit
19
K Berichterstattung
20
K Weitere
20
3.
Termin für die nächste Umwelterklärung
21
4.
Gültigkeitserklärung
22

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Umwelterklärung 2014
| 3
1.
Vorwort
Die Leistung der BfUL wurde 2013 im besonde-
ren Maße auf den Prüfstand gestellt.
Zunächst wurden die seit 2012 laufenden Akti-
vitäten zur Reakkreditierung gemäß der DIN
ISO/IEC 17025:2005 fortgeführt und konnten
mit der Begutachtung des Messnetzes Natur-
schutz im September erfolgreich beendet wer-
den. Mit einem Umfang von insgesamt 27,5
Begutachtungstagen an nahezu allen Standor-
ten wurde unsere Kompetenz für alle bestehen-
den und sämtliche neu angemeldete Verfahren
bestätigt.
Das Hochwasser im Juni 2013 war für uns eine
besondere Herausforderung, bestätigte aber den
erreichten Ausrüstungs- und Methodenstand
und führte zu neuen Erkenntnissen, deren Um-
setzung uns auch in 2014 beschäftigen wird.
Um derartigen Anforderungen gewachsen zu
bleiben, ist einerseits eine gezielte Weiterent-
wicklung der technischen Ausrüstung und dar-
über hinaus eine hohe Leistungsbereitschaft der
Mitarbeiter für zusätzliche Anforderungen un-
abdingbar:
Unter Berücksichtigung von Aufgabenumfang,
personeller, technischer und baulicher Ausstat-
tung wurde die Entwicklung der BfUL bis 2020
im Kostenoptimierten Entwicklungskonzept
(KOEK IV) festgeschrieben und durch das SMUL
bestätigt.
Für die beiden Laborgebäude des LUZ Nossen ist
das notwendige Zusammenspiel von fachlicher
Nutzung und baulich- technischer Ausstattung
noch nicht im vollen Umfang gegeben. Dies
bleibt auch für 2014 eine wichtige Aufgabe.
In dieser Erklärung berichten wir über unsere
Umweltleistung und die Vorhaben für 2014. Die
in der Erklärung 2013 gestellten Ziele konnten
zum Großteil erreicht und durch zusätzliche
Maßnahmen ergänzt werden. Dazu zählen fol-
gende Beispiele aus den Geschäftsbereichen 2,
5 und 6:
Verbesserung der in-situ Gammaspektro-
metrie durch Einsatz neuer Gerätetechnik,
siehe Seite 7
Verbesserung der Erkennbarkeit von Samen
durch Einsatz eines Mikroskops mit Steue-
rung für Beleuchtung und Helligkeit, siehe
Seite 9.
Bau einer Kalibrierstrecke für Sonden in der
Standgewässeranalytik am Laborstandort
Bad Düben ermöglicht eigenständige Kalib-
rierung, siehe Seite 13.
Ulrich Langer
Geschäftsführer

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Umwelterklärung 2014
4 |
2.
Unsere Umweltleistung
Die in der Umwelterklärung 2012 beschriebenen
Umweltaspekte haben Gültigkeit. Die positive
Entwicklung der damit verbundenen Auswirkun-
gen ist in der Umsetzung der Einzelzielstellungen
und Kennzahlen ablesbar.
Die Darstellung der Umweltleistung erfolgt aus
Platzgründen und Erhaltung der Lesbarkeit min-
destens für das aktuelle Abrechnungsjahr, das
Vorjahr und das der Einführung bzw. der ersten
Darstellung innerhalb der Umwelterklärung.
2.1
Auf dem Prüfstand
Anfang Juni war Sachsen von einem sehr
schweren Hochwasserereignis betroffen. Ähnli-
che Ereignisse der jüngsten Vergangenheit wa-
ren auf bestimmte Einzugsgebiete beschränkt -
2002 zunächst Erzgebirgszuflüsse und Mulden,
dann Elbe, 2006 Elbe und 2010 Lausitzer Neiße.
Das Hochwasser 2013 stellte eine neue Qualität
dar, da Sachsen fast flächendeckend betroffen
war. Die seit 2002 getroffenen Verbesserungen
hinsichtlich baulicher, technischer und methodi-
scher Ausstattung, wurden einer harten Prüfung
auf Bestand und Wirksamkeit hin unterzogen.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Im Juni 2013 wurde an 36 Hochwasserpegeln in
Sachsen die Alarmstufe 4 (Hochwasserabwehr)
überschritten. Durch die konsequente Umset-
zung des Pegelbau- und Ausrüstungsprogram-
mes konnten eine sehr gute Datenqualität und
Datenverfügbarkeit realisiert werden.
Dabei hat sich die Ausrüstung mit Seilkrananla-
gen in Verbindung mit ADCP-Messtechnik und
schweren 100-kg-Zusatzgewichten bewährt. Es
konnten erstmals Höchstabflüsse gemessen
werden, was in den vergangenen 120 Jahren in
dieser Messintensität nicht möglich war (Abbil-
dung 1).
Trotz Schäden an den Pegelanlagen gab es kaum
Ausfälle bei der Wasserstandsmessung und Da-
tenfernübertragung. Hier hat sich die im Ergeb-
nis des Hochwassers von 2002 vorgenommene
redundante Ausrüstung der Sensorik, Daten-
fernübertragung und Energieversorgung be-
währt. Selbst der vom Wasser umströmte Pegel
Neukirchen 1/Pleiße (Höchstwasserstand 2002 =
270 cm; Höchstwasserstand 2013 = 374 cm)
konnte Dank redundanter Ausrüstung den Was-
serstand durchgängig erfassen (Abb. 2).
Abb. 1: Hochwassermessung am 03.06. bei Scheiteldurchgang am Pegel
Zwickau-Pölbitz
Abb. 2: Umspülter Pegel Neukirchen/Pleiße während des Hochwassers
Abb. 3: Hochwasserschäden am Pegel Kotitz / Kotitzer Wasser

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Umwelterklärung 2014
| 5
Der Großteil der Schäden, die das Hochwasser
im Juni 2013 an 59 Pegelanlagen verursachte,
konnte bis Jahresende beseitigt werden (Abb. 3).
Die Gesamtkosten zur nachhaltigen Schadens-
beseitigung im GB 3 liegen deutlich unter den
Kosten von 2002.
Die kritische Auswertung der Vorgänge führte
dazu, dass zur Absicherung der Wasserstands-
messungen bei schweren Hochwässern an 10
Pegelanlagen zusätzliche Pegelzulaufrohre ein-
gebaut wurden.
Abb. 4: Einbau zusätzliches Pegelzulaufrohr am Hochwasserpegel Mulda1
Zur Beobachtung der Grundwasserstands-
entwicklung, während aber auch nach dem
Hochwasserereignis, wurden im Juni 2013 zu-
sätzlich mehr als 400
Messungen an ausgewähl-
ten Grundwassermessstellen durchgeführt.
In den Umweltlaboren
Durch die flächendeckende Hochwassersituation
mussten diesmal an allen Laborstandorten kurz-
fristig Sonderaufgaben übernommen werden.
Besonders bewährt hat sich in dieser Phase das
mit dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie (LfULG) abgestimmte Fachkonzept
„Hochwasserbeschaffenheitsmessprogramm für
den Ereignisfall“. Darin sind die erforderlichen
Untersuchungsprogramme mit Meldezeiten der
Ergebnisübergabe sowie zweistufig die prioritä-
ren Hochwassermessstellen festgelegt.
Trotz der für derartige Havariesituationen typi-
schen allgemeinen Hektik und Informationsflut,
herrschte ab Ankündigung des Ereignisfalls und
letztendlich schrittweiser Auslösung des Son-
derprogramms in konkreten Einzugsgebieten für
alle Laborbereiche von Beginn an Klarheit über
die zu organisierenden Aufgaben. Alle Mitarbei-
ter waren sofort bereit mit hohem Engagement
in sachlicher Ruhe diese Ausnahmesituation zu
meistern.
Über 40 Sonderprobenahmen wurden in den
Einzugsgebieten der Elbe, der Mulden, der Wei-
ßen Elster sowie Lausitzer Neiße durchgeführt.
Durch das Hochwasser an der Elbe kam es zu
schweren Schädigungen an den Entnahmesys-
temen der Gewässergütemessstationen Schmil-
ka und Zehren sowie zu Schäden an Gebäuden
und Messtechnik.
Abb. 5: Messstation Schmilka an der Elbe am 06.06.2013 bei einem Wasser-
stand von rund 10,60 m am Pegel Schöna
Abb. 6: Laborraum der Messstation Zehren nach dem Hochwasser
Um die Ausfälle an den Messprogrammen zu
minimieren, wurden im Nachgang des Hochwas-
sers in Schmilka verdichtend wöchentliche
Stichtagsbeprobungen durchgeführt und analy-
siert sowie bis zur Wiederinbetriebnahme der
Station eine Multiparametersonde mit den Pa-
rametern Sauerstoffgehalt/-sättigung, pH-Wert,
Leitfähigkeit und Wassertemperatur betrieben.

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Umwelterklärung 2014
6 |
2.2
Maßnahmen
A
Erweiterung der gerätetechnischen
Ausrüstung zur Datenerhebung
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Oberflächenwasser:
Beginn von 9 neuen Vor-
haben und Fortsetzung der laufenden Pegel-
baumaßnahmen. 9 Pegelbaumaßnahmen wur-
den fertig gestellt, weitere 2 Maßnahmen sind
wegen Verzögerung der Genehmigungsverfahren
noch im Bau.
Von den 9 Baumaßnahmen zur Beseitigung der
baulichen Schäden in Folge der Hochwässer
2010 wurden 6 fertig. Das Hochwasser 2013
führte zu weiteren Anforderungen bei den lau-
fenden Baumaßnahmen und durch Bereit-
schafts- und Messdienst zu Einschränkungen in
der Bautätigkeit.
10 von den 24 Standortuntersuchungen für
die Jeschke-Pegel wurden in Auftrag gegeben.
Die volle Personalausstattung für dieses Projekt
kann erst in 2014 erreicht werden.
(„Jeschke-
Kommission“: nach dem Augusthochwasser 2010 erfolgte
Untersuchung der meteorologischen und hydrologischen
Situation durch die zuständigen Behörden).
Oberflächenwasser:
verbesserte Ausrüstung
des Pegelmessnetzes durch:
Elektroanschlüsse an 13 Pegeln erneuert
10 zusätzliche Pegelzulaufrohre eingebaut,
um die Wasserstandsmessung bei schweren
Hochwässern abzusichern
Grobkonzept zukünftige Technologie zur
Datenfernübertragung (DFÜ) erarbeitet
Grundwasser:
Neubau
einer
von
7
geplanten
Grundwassermessstellen (GWM).
Grundwasser:
Schaffung der Planungsvor-
aussetzungen für den Neubau von
60
Messstel-
len: in 2013 erfolgten die Grundstücksklärungen
für 12 Messstellen, davon wurden 2 Messstellen
nach der Klärung aus fachlichen Gesichtspunk-
ten zurückgezogen. Für 2 Messstellen wurde die
Aufgabenstellung erarbeitet
Erhöhung der Untersuchungskapazität, d.h.
mehr Parameter und mehr Daten/Parameter;
Verbesserung der Zuverlässigkeit der Daten,
d. h. der Genauigkeit
Zielstellung für 2014
&
Veranschaulichung:
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Oberflächenwasser:
Fortsetzung von 14 laufen-
den Pegelbaumaßnahmen, Beginn von
9
neuen
Vorhaben und Fertigstellung von
7
Pegelbau-
maßnahmen. Fertigstellung der
3
verzögerten
Hochwassermaßnahmen aus dem Vorjahr und
Standortuntersuchungen für 26 weitere „Jesch-
ke-Pegel“
Abb. 7: Neu errichtetes Pegelhaus Rosenthal / Neiße
Weitere Nachrüstung im Pegelmessnetz:
Elektroanschlüsse, Wasserstands- und Durch-
flussmesstechnik
Grundwasser:
Neubau von 6 GWM.
Grundwasser:
Die Zielstellung für die Planung
der 60 Messstellen wird entsprechend der Auf-
gabenstellungen des LfULG im bisherigen Um-
fang fortgesetzt. Bisher wurde erreicht:
24 GWM fertig gebaut, davon 1 Fehlbohrung
Aufgabenstellung für 2 weitere GWM fertig
Standorte fixiert für 10 GWM.

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Umwelterklärung 2014
| 7
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
Grundwasser:
zusätzliche Nachrüstung von
Messstellen mit
Datensammler und DFÜ für
15
GWM
7
GWM in der Sächsischen Schweiz mit
ADCON ausgestattet (DFÜ mittels terrestrischer
Funkverbindung zwischen GWMS außerhalb des GSM-
Netzes [Global System für mobile Kommunikation],
dass in dem örtlichen Bereich keine ausreichende
Netzabdeckung bietet.)
Abb. 8: Grundwassermessstelle im Kirnitzschtal mit spezieller DFÜ
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Zusätzlich:
Die Ersatzbeschaffung eines Detek-
tors für die in-situ Gammaspektrometrie mit
erweitertem Leistungsumfang ermöglicht ein
besseres Zusammenspiel mit der Messsoftware
ISOCS (In-Situ-Object Counting System). Diese
bietet umfangreiche Modellierungen an, sodass
genauere Messergebnisse gegenüber der reinen
in-situ Gammaspektrometrie erzielt werden.
Im Messnetzbetrieb Luft
Messstationen:
Ersatz für Analysatoren von:
Ozon (O3)
Schwefeldioxid (SO2)
Der Wechsel nach 15 Einsatzjahren gewährleis-
tet die hohe Datenverfügbarkeit
siehe K
(Seite 19).
Zielstellung für 2014
&
Veranschaulichung:
Grundwasser:
zusätzliche Nachrüstung von
Messstellen mit Datensammler und DFÜ.
Niederschlagsmessnetz:
Erweiterung im Auftrag
des LfULG im Zusammenhang mit den Untersu-
chungsergebnissen der „Jeschke-Kommision“:
Standortuntersuchung für 5 neue Stationen
Untersuchung von10 Standorten des Agrar-
meteorologischen Messnetzes auf Eignung
der Nachrüstung mit Ombrometer
Intensiv-Bodendauerbeobachtungsflächen
(BDF II):
Ersatzneubau der Station Colditz in Köllitz-
sch, die durch das Hochwasser der Mulde in
2013 zerstört wurde.
Nachrüstung von Sensoren in bestehenden
Stationen
Abb. 9,10: BDF Colditz vor und nach der Zerstörung durch das Muldehochwasser
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Der Detektor hat neue Eigenschaften. Vor dem
routinemäßigen Einsatz müssen qualitätssi-
chernde Vergleichsmessungen durchgeführt
werden.
Im Messnetzbetrieb Luft
Feinstaubmessung:
Umrüstung der 3 Mini-
messcontainer in Dresden, Leipzig und Chemnitz
auf automatische Feinstabmessgeräte vom Typ
TEOM 1405 zur Verbesserung der Datenqualität
und Herbeiführung der Äquivalenz zum Refe-
renzverfahren. Diese Umrüstung wurde für die
„großen“ Luftgütemessstationen bereits durch-
geführt. In den kleineren Messcontainern führt
die geringe Platzkapazität zu höherem bauli-
chen Aufwand. siehe K zu TEOM
BTX-Messung:
Verbesserung der Verfügbarkeit
von BTX-Analysatoren im Messnetz, dazu:
Nutzen aus Anwenderschulung in 2013
Ersatzteilvorrat anlegen für Spezialfälle
Software zur Gerätesteuerung siehe K zu BTX

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Umwelterklärung 2014
8 |
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
In den Umweltlaboren
Spezielle Wasseranalytik:
Beschaffung eines
LC-MS/MS
(Kombination aus Hochdruckflüssigkeits-
chromatographie und Massenspektrometrie gekoppelt mit
Tandemmassenspektrometern)
zur Verbesserung in
der organischen Analytik mit niedrigeren Be-
stimmungsgrenzen für Stoffe durch Ultrahoch-
leistungsflüssigchromatografie (UHPLC)
Röntgenkontrastmittel
Pflanzenschutzmittel
neue Methode für Hormone
Allgemeine Wasseranalytik:
Ersatzbeschaf-
fung von TOC/TNb Analysatoren
(Gesamter organi-
scher Kohlenstoff / Gesamter gebundener Stickstoff)
für Bad Düben und Nossen, mit Verbesserung:
keine Freisetzung von Ozon, da thermische
Zersetzung im Gerät erfolgt
kleineres Verbrennungsrohr führt zur Einspa-
rung von Platinkatalysator
Zusätzlich
konnten 5 weitere Gerätebeschaf-
fungen umgesetzt werden:
Feststoffanalytik:
neues GC-MS/MS (Triple
Quadrupole)-System
ist mit Verringerung von
Reparaturzeiten und höherer Empfindlichkeit
zum Erreichen der Umweltqualitätsziele der
Wasserrahmen-Richtlinie (WRRL) verbunden.
Feststoffanalytik:
die 2. ASE (System für die
beschleunigte Lösemittelextraktion erweitert
die Analytik in Feststoffen (organische Ana-
lytik in Biota und Vorbereitung der PAK-
Analytik aus Luftstaubfiltern, siehe Seite 13)
spezielle Wasseranalytik:
die UHPLC als
Ersatz für LC verbessert zugleich die analyti-
sche Leistung durch kürzere Analysenzeiten
und geringeren Chemikalieneinsatz.
Allgemeine Wasseranalytik:
die neuen Mul-
ti-Geräte zur Vor-Ort-Messung mit Opti-
schem Sauerstoffsensor haben eine kurze
Ansprechzeit und kommen ohne Ver-
brauchsmittel aus (Elektrodenlösung, Mess-
kappen)
Allgemeine Wasseranalytik:
neue Kationen-
Ionenchromatografie erhöht die Zuverlässig-
keit der Analytik und senkt den manuellen
Aufwand durch automatische Verdünnung.
Zusätzlich:
Entwicklung einer Horchbox zur
Erfassung von Fledermäusen (Abb. 11)
Zielstellung für 2014
&
Veranschaulichung:
In den Umweltlaboren
Ersatzbeschaffungen für:
Bodenanalytik:
Quecksilberanalysator
Spezielle Wasseranalytik:
GC-MS (Gaschroma-
tographie mit Massenspektrometrie-Kopplung)
Gewässergütemessstationen:
in Schmilka wer-
den Umbauten zum Hochwasserschutz als Folge
und Lehre aus den Schäden durch das Hochwas-
ser 2013 geplant.
Standgewässer:
Einsatz von Datenloggern für
die Wasserstandsmessung ermöglicht die Erfas-
sung von Wasserstandsänderungen und damit
eine bessere Bewertung der Analytik.
Naturschutzmonitoring:
mit dem Einsatz von
Datenloggern können abiotische Parameter
erfasst werden zur besseren Bewertung des
Monitorings.
(abiotisch Parameter = unbelebte Faktoren, die die Wech-
selwirkungen der Organismen untereinander und zu der sie
umgebenden Umwelt beeinflussen können)
Abb. 11: Fledermauserfassungsanlage (Batcorder-Horchbox der Fa. ecobs)
am Laternenmast in der Pegelmessstation Golzern (Foto: Roßner 2013)
In Zusammenarbeit mit dem GB 3 wurde eine
Horchbox zur akustischen Erfassung von Fle-
dermäusen an der Pegelmessstation Gol-
zern/Mulde installiert und für einen Einsatz im
Fledermausmonitoring erfolgreich getestet.

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Umwelterklärung 2014
| 9
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
In den Landwirtschaftslaboren
Produktionsmittel:
die Ersatzbeschaffungen
im Bereich
Düngemittel
(BÜCHI) und
Anorganik
(Flammen-, Graphitrohr_AAS) im Routinebetrieb
erhöhen die Qualitätsfähigkeit und die Effek-
tivität (ca. 10% höherer Probendurchsatz)
verringern die Störanfälligkeit (verbessertes
Messprinzip, keine Hohlkathodenlampe, da-
durch kein HKL-Wechselbedarf).
Rückstandsanalytik:
Die Ersatzbeschaffung
GC-MSD
(Gaschromatograph/Mass Selective Detector)
bildet die Grundlage für eine Vielzahl von Ana-
lysenverfahren im Bereich der organischen
Rückstandsanalytik und gewährleistet den Er-
halt des hohen Standards.
Saatgut:
die Einbindung neuer Klimaschränke
in den Routinebetrieb der Keimprüfung von
Gräsern und anderem kleinsamigen Saatgut
verringert Arbeitsaufwand, indem weitere
max. 40 Keimproben mit je 8 Wiederholun-
gen in einem Arbeitsgang aus dem Vorkühl-
schrank in den benachbart aufgestellten
Keimschrank mit 20°/30° C überführt wer-
den, die bisher aufwändige Einzel-
Umlagerung der Proben aus Vorkühlschrän-
ken auf den Jacobsen-Keimapparat und täg-
liches Reinigen großer Stückzahlen Pet-
rischalen entfallen.
erhöht die Qualität der Analysenergebnisse,
da die Klimaschränke auf optimale Tempera-
tur-, Licht- und Feuchtigkeitsversorgung für
die keimenden Samen programmiert werden.
Phytopathologie:
die Anlage für die "Thermi-
sche Inaktivierung von Abwasser", das in Folge
der Untersuchung von Quarantäneschaderregern
anfällt, wurde in Betrieb genommen. Nach Fest-
stellung verschiedener Problemsituationen er-
folgte eine
Optimierung
mit verschiedenen
Umbaumaßnahmen. Die Erweiterung mit einem
Zusatztank gewährleistet die qualitätsgerechte
und sichere Fortsetzung der Arbeiten bei Ab-
schalten (z.B. Wartung) und Ausfall der Anlage
(z. B. Havarie)
mit 2
zusätzlichen
Maßnahmen in 2013:
Saatgut
:
ein neues Mikroskop mit LED Beleuchtung,
Beleuchtungs- (Auflicht/ Schräglicht) und
Helligkeitssteuerung bietet eine hellere, ho-
mogene und schattenfreie Ausleuchtung des
zu untersuchenden Objekts und ermöglicht
damit ein deutlicheres Erkennen der für die
Bestimmung wichtigen Oberflächenmerkma-
le von Samen. Mit LED-Lichtquelle (lange Le-
bensdauer bei geringerem Stromverbrauch)
wurden zwei weiteren Mikroskope nachge-
rüstet.
mit dem Einsatz 4 weiterer Datenlogger zur
Optimierung der Temperaturüberwachung in
Keimschränken und Klimazellen wird die Do-
kumentation vereinfacht und die Auswer-
tung der Temperaturwerte über PC möglich.
Zielstellung für 2014:
In den Landwirtschaftslaboren
Produktionsmittel:
Mit Beschaffung einer Mik-
rowelle für Feststoffaufschlüsse wird Arbeits-
aufwand verringert, da beim Aufschluss von
Bodenproben kein aufwändiger Aufbau einer
Aufschlussapparatur mehr notwendig ist.

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Umwelterklärung 2014
10 |
B
Erweiterung der Technik zur Daten-
bearbeitung und -übertragung
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Anwendung der Datenbank:
Für die Verwal-
tung der Probenentnahmestellen im Datenbank-
system „DURAS“ wurde ein neues Konzept ent-
wickelt, das die Entnahmestellen anonymisiert.
Die Software wurde 2011 angepasst. 2012 wur-
de mit der Aufteilung der Adressinformationen
auf die neuen Tabellen begonnen. Für 2013
waren Fortsetzung und Abschluss geplant. Der
Bearbeitungsumfang wurde falsch eingeschätzt.
Deshalb sind von 13000 Proben erst 9000 bear-
beitet.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Datenbearbeitung Oberflächen-/Grundwasser:
die Teststellung für neue Technik wurde an 76
Messstellen fortgesetzt, im Einzelnen an:
5 Pegeln
68 GWM
3 Agrarmeteorologischen Messstellen
Das Grobkonzept für die Bearbeitung des Pro-
jektes „Zukünftige Datenübertragungslösung
im GB 3“ wurde abgeschlossen.
Für die Schaffung einer internen Betriebsda-
tenbank „Grundwasser-Management-Studio“
erfolgte nur eine geringfügige Weiterbearbei-
tung 2013: Anlegen einer 3. Datenbank und
Abstimmung der Funktionalitäten mit den
Anwendern.
Umstellung der WISKI Datenbank auf die
Version 7 musste verschoben werden, da die
Präsentation der neuen Version durch die be-
auftragte Firma größere Defizite offenbarte,
die eine Bearbeitung bis 2015 erfordern.
Im Messnetzbetrieb Luft
Datenbanken wurden erweitert:
Erweiterung der neukonzipierten AdVis-
Datenbank auf 10-Minuten-Mittelwerte, Da-
ten sind ab 01.01.2014 verfügbar.
die Erweiterung der Abfragemöglichkeiten
über TCPIP–MSR wurde an der Station
Wahnsdorf erfolgreich getestet.
Verbesserung von Arbeitsprozessen;
Verbesserung der Datenzuverlässigkeit, d. h.
Sicherung des Datenflusses, somit Vermei-
dung manueller Fehler; Verbesserung des
Datenzugriffs durch die Nutzer
Zielstellung für 2014:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Anwendung der Datenbank:
Für den Abschluss
der Umsetzung der Adressinformationen in den
Proben sind weitere 4000 Proben zu bearbeiten.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Datenbearbeitung Oberflächen-/Grundwasser:
Fortführung der Teststellung und Erarbeitung
des Feinkonzeptes für die Projektbearbeitung
in Abstimmung mit dem Landesamt für Um-
welt, Landwirtschaft und Geologie
Fortsetzung der Umrüstung auf IP-DFÜ im
OW, GW und AMN
Fortführung möglichst Fertigstellung der
internen Betriebsdatenbank „Grundwasser-
Management-Studio“
Schaffung der programmtechnischen Vo-
raussetzungen durch die beauftragte Firma.
Im Messnetzbetrieb Luft
Fortsetzung der Datenbankenumstellung:
die AdVis-Datenbank wird auf 1-min.-
Mittelwerte erweitert. Mit der Erweiterung
in 2013 hat sich gezeigt, dass die erzielten
Mittelwerte noch keine ausreichende Aussa-
gekraft für die Feststellungen von Kurzzeit-
ereignisse hat und 1-min-Mittelwerte nur
kurzzeitig abrufbar sind.
Erprobung wird in 2014 und darüber hinaus
an weiteren Stationen fortgeführt mit An-
passung und Optimierung des UMTS-
Routingverfahrens entsprechend den Tester-
gebnissen.
Softwareanpassung der ADVis-DB und der
Messnetzdokumentation Wartungstool mit
dem Ziel der Automatisierung der Standort-
charakteristika für alle Messstationen.

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Umwelterklärung 2014
| 11
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
In den Umweltlaboren
Allgemeine Wasseranalytik:
Die im Zusam-
menhang mit der Umstellung aller Messstatio-
nen auf die neue Datenbank ENMO-Hydro ste-
henden Fehler wurden bearbeitet. Beispiel für
die Verbesserung durch die neue Software sind
die elektronisch geführten Wartungsprotokolle.
Biodatenbank:
Die Vorbereitungen für die Re-
strukturierung der Datenbank entsprechend dem
Konzept von 2012 sind abgeschlossen.
Bodenwasseranalytik:
Mit der Integration der
Bodenwässeranalytik in das Laborinformations-
und Managementsystem (LIMS)
werden Daten-
erfassung und Qualitätssicherung verbessert
und Fehlermöglichkeiten verringert.
Naturschutzmonitoring:
der Gelände-PC hat
sich bewährt, sodass der Einsatz erweitert wird.
zusätzlich:
Bodenanalytik:
Verbesserung des GEO-LIMS, in
dem Zusatzaufträge bei bereits freigegebenen
Proben ergänzt werden können. Das erleichtert
die Auftragserfassung für diese Fälle wesentlich.
Ausrichtung von Ringversuchen:
die Erfassung
der Ringversuchsteilnehmer in webbassierter
Datenbank verringert den organisatorischen
Aufwand und verbessert die Versuchsauswer-
tung für Teilnehmer und Veranstalter (BfUL), d.h.
Datenaustausch zwischen den Bundes-
ländern entfällt
Parameterweise Ergebniserfassung möglich
Datenaustausch mit Ringversuchsauswer-
teprogramm Prolab möglich
In den Landwirtschaftslaboren
Phytopathologie
: Die Datenlogger zur Über-
wachung der Temperatur sind im Einsatz, d.h.
vereinfachte Dokumentation und Auswer-
tung der Temperaturwerte über PC möglich.
lückenlose Aufzeichnung des Temperatur-
verlaufs rückwirkend und aktuell möglich.
Erneuerung der
DV-Technik
:
Einführung von Windows 7 erfolgte im GB 6,
mit Ausnahme des FB 64, weil das Saatgutpro-
gramm SAPRO unter Windows 7 nicht läuft,
ca. 60 Computer mit Windows 7 wurden ange-
schafft und installiert.
Zielstellung für 2014
&
Erläuterung:
In den Umweltlaboren
Allgemeine Wasseranalytik:
Optimierung der
Dokumentation mit dem Messstationsprogramm
ENMO Hydro durch Integration der Dokumenta-
tion zu Messgeräten, Chemikalien und Kontroll-
karten.
Biodatenbank:
Überführung der Bio-Datenbank
in den Produktivbetrieb. Die neue Version wird
im 1. Halbjahr 2014 installiert und bietet Ver-
besserungen zu Nutzerfreundlichkeit und Pro-
duktivität, sowie weitere Anpassung an geän-
derte WRRL-Bewertungsverfahren.
Naturschutzmonitoring:
Mit dem Einsatz des Gelände-PC entfällt ein
maßgeblicher Teil der zuvor nötigen Kartener-
stellung mit Farbausdruck. Außerdem ist ein
schnelles Navigieren auf die Fläche möglich und
die Geodaten können unmittelbar im Gelände
digital aufgenommen werden. Ende 2013 wurde
ein zweites, leichteres Gerät erworben. Für 2014
sind 2 Anschaffungen vorgesehen:
ein weiteres leichtes Gerät
ein Entfernungsmessgerät inklusive Dendro-
meter
(Baummesser; Wuchshöhe trigonometrisch be-
stimmbar). Mit diesem Gerät können die Dau-
erbeobachtungsflächen einfacher und vor al-
lem Biotop schonend durch deutlich weniger
Betreten sensibler Bereiche, z.B. Moore und
Nasswiesen, eingemessen werden.
In den Landwirtschaftslaboren
LIMS:
Konzepterstellung für ein gemeinsames
LIMS für die Geschäftsbereiche 5 und 6. In 2014
erfolgt zunächst die Abfrage der Anforderungen
aller Fachbereiche des GB 6.
Erneuerung der
DV-Technik
:
Nachrüstung im FB 64 mit Windows 7 nach
Einführung einer neuen Version SAPRO. Dadurch
wird das Datenprogramm internetfähig; der
Kundenzugriff auf Ergebnisse wird ermöglicht.

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Umwelterklärung 2014
12 |
C
Einführung neuer Methoden und
Optimierung bestehender Methoden
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Sr89/90-Bestimmung:
Vor Einsatz der Stron-
tium 89/90-Bestimmung im Routinebetrieb
waren Untersuchungsschritte erforderlich, die
aus Kapazitätsgründen für 2013 nicht geplant
waren. Trotzdem konnte 2013 ein Fortschritt
erzielt werden. Nach erfolgreicher Ringver-
suchsteilnahme ist die Entwicklung des Verfah-
rens zur Sr-89/90-Bestimmung abgeschlossen.
Waldbodenprogramm:
Das Programm zur
Erhebung von in-situ Daten
(Vorort) und Mess-
werten von Böden aus Sachsens Wäldern wurde
abgeschlossen. Für die Messwerte gibt es eine
Zwischenauswertung. Die Daten erweisen sich
als nützliche Hilfe bei der Interpretation von
Wildschweindaten.
Radonmessnetze:
Die zwei Messnetzte des
Bundesamtes für Strahlenschutz in Johanngeor-
genstadt wurden übernommen.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
BDF II:
Die Betreuung der 5 Intensiv-Boden-
dauerbeobachtungsflächen vom LfULG wurde
als neues Messnetz übernommen, das bedeutet
konkret:
Messungen und Probennahmen,
Verbesserung des baulichen Zustandes,
fachliche Weiterbildung.
Im Messnetzbetrieb Luft
Gravimetrie:
Konzeption zur Berücksichtigung
des Blindwertverhaltens in der Gravimetrie zur
Steigerung der Datenqualität
für Quarzfaserfilter im August abgeschlossen
Ergebnis der Validierung einer automati-
schen Messmethode für PM2.5: für automa-
tische Messung von PM2.5 geeignete Syste-
me einsatzbereit, im Luftmessnetz vorhande-
ne Hardware, Infrastruktur, Personalkompe-
tenz für künftige Anforderungen geeignet.
Bau der PM2.5/ PM10 –Prüfstrecke ist abge-
schlossen.
Erweiterung des Untersuchungsspektrums,
d. h. bessere Kapazitätsauslastung und
qualitätsgerechte Ermittlung neuer Daten;
Verbesserung von Arbeitsprozessen
Zielstellung für 2014:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Untersuchungen zur Anwendbarkeit der Al-
phaspektrometrie auch auf Lebens- und Fut-
termittel. Resultiert aus anstehenden Verände-
rungen im Intensivmessprogramm nach Strahl-
tenschutzvorsorgegesetz.
Das Überwachungsprogramm „Untersuchungen
von Wildschweinfleisch“ wird um Gebiete, die
an den waldreichen Süden des Vogtlandkreises
angrenzen, erweitert. Die Abgrenzung des aus-
gewiesenen Pflichtuntersuchungsgebietes soll
durch ein Monitoring verifiziert werden.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
BDF II: Umstellung auf die standortnahen Fach-
bereiche zur Optimierung des Messnetzbetriebs
durch Verkürzung von Fahrtstrecken und Zeiten.
Beginn der Umsetzung des Konzeptes vom
25.04.2014 zur Absicherung der geforderten
Datenqualität und Datenverfügbarkeit. Ab-
schluss des Prozesses 2015.
Im Messnetzbetrieb Luft
Einführung der Funktionsprüfung für NAFION-
Trockner mit Prüfstandart des Herstellers zur
Durchführung der Eingangsprüfung und zur
Standzeitüberwachung im Messnetzbetrieb.
Validierung einer neuen Methode zur Bestim-
mung von Rußkomponenten nach dem EUSA II
Temperaturprogramm, da für altes Verfahren
keine Geräte und Support mehr verfügbar,
Nachweisgrenze schlecht.
Gravimetrie:
Konzeption zur Berücksichtigung
des Blindwertverhaltens in der Gravimetrie zur
Steigerung der Datenqualität
Auswertung und Bericht für Methode PM 2.5
Inbetriebnahme und Optimierung der Prüfae-
rosolstrecke für Feinstaub PM2.5 und PM10.

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Umwelterklärung 2014
| 13
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
In den Umweltlaboren
Spezielle Wasseranalytik:
Mit Methodenop-
timierung und Einsatz moderner Analysentech-
nik (LC-MS/MS) wurde die Analytik erweitert:
die Methodenentwicklung zur Analytik der
Gruppe der Hormone ist abgeschlossen.
14 zusätzliche Stoffe bei der Pharma-
Methode (Bestimmung von Pharmawirkstof-
fen).
zusätzlich:
für die Umstellung der
Quecksilber-
konservierung
nach neuer Normvorgabe
wurden die Vorversuche für die Konservie-
rung ohne Kaliumdichromat bei der Queck-
silberanalytik in Wasser abgeschlossen.
Bodenanalytik:
Einführung neuer Methoden:
Methodenentwicklung für die Analytik der
Schadstoffe in Biota durch Einsatz des auto-
matischen Probenvorbereitungssystems ist
noch nicht abgeschlossen
zwei Methoden in der organischen Feststoffa-
nalytik mit jeweils 5 Parametern für
Alkyl-
phenole und ausgewählte Pflanzenschutzmit-
tel in Sedimenten/Böden
Phosphor in Standgewässern mit ICP-MS Ziel:
Bestimmungsgrenze < 5 μg/l für die biologi-
sche Bewertung von Standgewässern ohne
spezielle, aufwendige Probenvorbereitung und
Sondermessung wurde erreicht.
Gewässerökologie:
Methodenentwicklung bei
der Probenvorbereitung für die Rasterelektro-
nenmikroskopie durch Einsatz des 2012 be-
schafften Gerätes für die „Kritische Punkt
Trocknung“ ist abgeschlossen. Das Gerät ermög-
licht wesentlich verbesserte Mikroskopie.
Zusätzlich:
Standgewässeranalytik:
Bau einer Kalibrierstre-
cke zur eigenen Kalibrierung der Sonden für die
Standgewässeranalytik am Laborstandort Bad
Düben. Dies ermöglicht regelmäßige interne
Kalibrierung, bisher war die Kalibrierung nur
durch Einschicken an den Hersteller möglich.
Zielstellung für 2014:
In den Umweltlaboren
Spezielle Wasseranalytik:
Methodenoptimierung an der neuen UHPLC für:
kürzere Messzeit (von 30 auf 18 min) für
Multiparametermethode (Pharma, Pflanzen-
schutzmittel Metabolite),
Einsparung von Lösungsmittel,
verbesserte Qualitätssicherung durch ar-
beitstägliche Kalibrierung und
niedrigere Bestimmungsgrenzen
Umstellung der
Quecksilberkonservierung
, das
bedeutet konkret: Aktualisierung der Arbeitsvor-
schrift für die Konservierung und Anleitung der
Messtechniker.
Bodenanalytik:
Einführung neuer Methoden:
Methodenentwicklung für WRRL Analytik
(Schadstoffe) in Biota fortsetzen
Vorbereitung PAK-Analytik aus Luft-
staubfiltern (Gerätevoraussetzung wur-
den in 2013 geschaffen)
Gewässerökologie:
Optimierung des Verfahrens zur Chlorophyllbe-
stimmung zur Verringerung des Extraktionsvo-
lumens (Ethanol) und zur Senkung der Bestim-
mungsgrenze.
Standgewässeranalytik:
Vorbereitung der
Räumlichkeiten zum Bau einer Kalibrierstre-
cke analog Bad Düben zur eigenen Kalibrie-
rung der Sonden für die Standgewässerana-
lytik am Standort Görlitz.

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Umwelterklärung 2014
14 |
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
In den Landwirtschaftslaboren
Pflanzen/Futtermittel:
Die Einarbeitung einer HPLC-Methode zur
Bestimmung des Gesamtzuckergehaltes in Fut-
termitteln und Pflanzen führte für bestimmte
Matrizes zu kürzeren Analysezeiten und damit
zur Entlastung der angespannten Personalsitua-
tion in der Arbeitsgruppe.
Die Methodenentwicklung zur Kopplung
Thermodesorption-GC-MS zur Bestimmung von
Spurenstoffen in der Außenluft in Zusammenar-
beit mit dem GB 4 verspricht vor allem kürzere
Analysezeiten und damit weitere Entlastung. Die
für die Entwicklung vorgesehene externe Unter-
stützung kam noch nicht zustande.
Düngemittelverkehrskontrolle (DVK):
Schwerpunkte der DVK waren entsprechend des
Probenahmeplans für Sachsen die Kontrolle
der Kennzeichnung mit einem realisierten
Umfang von 480 Proben (vgl. 2012: 491)
2009
2010
2011
2012
2013
Beanstan-
dungen in %
10,1
17,2
1
15,2
1
15,9
1
11,9
1
Die Gründe für die hohe Quote liegen in der Globalisierung des
Marktes und der unzureichenden Berücksichtigung der Anforde-
rungen der novellierten Düngemittelverordnung
.
und der Deklaration mit einem Umfang von
365 Proben (vgl. 2012: 389) mit durch-
schnittlich 15 Parametern je Probe.
2009
2010
2011
2012
2013
Beanstan-
dungen in %
11,2
9,2
9,6
9,3
10,4
Pflanzen:
Anwendung von
NIRS
:
Analyse von Sorghum, ca. 320 Proben wur-
den auf jeweils 10 Parameter analysiert, mit
deutlich kürzeren Analysezeiten,
Validierung von NIRS-online Analysenergeb-
nissen bei Grünland (Projekt des LfULG, das
durch Analytik begleitet wird). mit ca. 370
Proben Grünland untersucht, davon auch
Trockensubstanz (TS) und Rohprotein nass-
chemisch. Es konnte eine gute Korrelation
für TS festgestellt werden. Dadurch lag der
TS-Gehalt zum Zeitpunkt der Ernte in der
Versuchsstation vor.
Zielstellung für 2014:
in Zusammenarbeit mit dem Messnetzbetrieb
Luft
Methode: Entwicklung von Probenahmeverfah-
ren zur Bestimmung von Bioaerosolen, Vorberei-
tung zur Akkreditierung der kontinuierlichen
Emissionsmessung von Formaldehyd.
Personal: Finanzierung über das Umweltbundes-
amt wird angestrebt für externes Personal.
In den Landwirtschaftslaboren
DVK:
Der Probenahmeplan für die DVK wird auf
Grundlage der Beanstandungsquote (Risikopo-
tential) des jeweiligen Vorjahres festgelegt. Das
führt zu einem bestmöglichen Erkennen von
Verletzungen des Düngemittelrechts, was letzt-
endlich zum Schutz der Ressourcen Boden und
Wasser beiträgt.
Kalkanalytik:
Die Einführung automatisierter
photometrischer Titrationen für die Kalkanalytik
verringert den Arbeitsaufwand, in dem die ma-
nuelle Titration entfällt.
NIRS
: Anwendung einer NIRS-Kalibrierung zur
Untersuchung von grünen Erbsen (z.B. Zucker-
bestimmung)
NIRS ist eine Schnellmethode zur Untersu-
chung direkt an der Probe. Es ersetzt nass-
chemische Verfahren. Dies spart personelle und
materielle Ressourcen.

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Umwelterklärung 2014
| 15
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
In den Landwirtschaftslaboren
anorganische Analytik:
Im Ergebnis des Forschungsvorhabens „ Un-
tersuchungen zur Pflanzenverfügbarkeit ausge-
wählter Schwermetalle in Böden“ (ermöglicht
eine verbesserte Prognose des Schadstoffüber-
gangs Boden – Pflanze) werden neue Verfahren
angewendet. Die Technik für die Bestimmung
der Bodenatmung wurde beschafft (Respirome-
ter) und im 1. Halbjahr 2013 in Betrieb genom-
men.
Für das Projekt „Erstellung eines Statusbe-
richtes zur Versorgung der Böden mit Mikro-
nährstoffen“ erfolgt die entsprechende Analytik.
Der Statusbericht ermöglicht eine sachbezogene
Düngeberatung. Das Projekt wurde im Januar
2014 erfolgreich abgeschlossen.
Pflanzgut:
Für den Nachweis der beiden Qua-
rantäneschaderreger Ralstonia und Clavibacter
in Pflanzkartoffeln wurden in 2011 Real-Time
PCR-Methoden etabliert und im Ringversuch
erfolgreich getestet. In 2012 wurde im FB 63
eine
Duplex-PCR
-Methode eingearbeitet, mit
der sich beide Erreger in einem
PCR-Ansatz
nachweisen lassen. Die Methode hat sich im
Ringversuch (Februar 2013) bewährt und wird
zur routinemäßigen Untersuchung von Pflanz-
kartoffeln eingesetzt Der Einsatz der Duplex-
PCR auf Basis der real-time PCR reduziert den
Chemikalieneinsatz und die Bearbeitungszeit um
jeweils ca. 50 %.
GVO-Analytik (Futtermittel, Saatgut)
Für die GVO-Analytik wurde ein DNA-
Reinigungssystem Maxwell® 16 System ange-
schafft. Die Vorteile, die eine Testung im Vorjahr
ergab, wurden bestätigt. Das Maxwell-
Extraktionssystem hat sich sehr gut bewährt
und dazu geführt, dass im Vergleich zur klassi-
schen CTAB-Methode:
die Bearbeitungszeit zur DNA-Extraktion von
Proben um mindestens die Hälfte reduziert,
Verbrauchsmittel reduziert, Kosten von ca.
11 € auf ca. 7 € pro Probe gesenkt wurden,
der Einsatz von Chloroform, das in Verdacht
steht, Krebs zu erzeugen, umgangen wird.
Die Einarbeitung von Methoden für
neu zuge-
lassene gentechnisch veränderte Pflanzen er-
folgt auf Basis der
Real-time PCR
-Methoden.
Dadurch wurden bei den Chemikalien ca. 60 l
Elektrophoresepuffer (Ethylendiamintetraessig-
säure, TRIS, Essigsäure) und 250g Agarose pro
Jahr eingespart. Der Einsatz von Ethidiumbro-
mid, das krebserregend ist, wurde umgangen.
Die Analysenzeit verringerte sich durch den
Einsatz der Real-time PCR um mindestens 3,5
Stunden pro PCR-Ansatz.
Pflanzendiagnose:
Vor Einführung der
Real-
time PCR
im Fachbereich 65 ist die Anpassung
an die spezifischen Anforderungen erforderlich.
Dies ist ein längerer Prozess, der in 2013 mit
einem umfassenden Erfahrungsaustausch beider
Fachbereiche begonnen wurde.
In der BfUL
Begutachtung gemäß DIN ISO/IEC 17025:
folgende Verfahren/Standorte wurden im Rah-
men der Reakkreditierung bis September 2013
neu überprüft, bestätigt und in die Akkreditie-
rungsurkunde der BfUL aufgenommen:
in der Umweltradioaktivität:
Bestimmung der Aktivitätskonzentrationen
von Blei-210 und Polonium-210 in Trinkwas-
ser und Grundwasser
Bestimmung von Ra-226/-228
im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
3 Verfahren zur Ermittlung des Wasserstan-
des im Grundwasser
5 Verfahren zur Ermittlung von Wasserstand
und Wassermenge im Oberflächenwasser
im Messnetzbetrieb Luft:
BTX (Benzol, Toluol, Xylol)
PM2.5 (Feinstaub PM2.5-Fraktion).
im Umweltlabor Nossen:
Erstbegutachtung am Standort Nossen vom
Dezember 2012 bis Mai 2013.
Pilot-Verfahren Naturschutzmonitoring
im Landwirtschaftslabor Nossen:
Erstbegutachtung am Standort Nossen vom
Februar 2013 bis Mai 2013.
Erweiterung durch den Fachbereich Pflan-
zendiagnostik mit 10 Verfahren

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Umwelterklärung 2014
16 |
D
Optimierung des Arbeitsmittel-
einsatzes
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
In der gesamten BfUL
Modernisierung der Serverinfrastruktur:
alle Fachverfahren erfolgreich portiert,
die Anzahl der Server reduziert und
Virtualisierungslösungen umgesetzt.
Abstimmung eines Druckerkonzeptes zur mittel-
fristigen Reduzierung von Einzelplatzdruckern
und Ersatz durch Multifunktionsgeräte
in 2013 wurden 7 von 86 Druckern (ein-
schließlich Plotter) eingespart.
Kosten für den Druck einer Farbseite sind mit
dem neuen Farbdrucker um 1 ct gesunken.
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Verfahrensanpassungen:
Die Verfahren in den
beiden Landesmessstellen sollen weiter ange-
passt werden, um die Auslastung und den Wis-
sens- und Erfahrungstransfer zu verbessern.
Diese Vorgehensweise hat sich bewährt. Die
Bestimmung von Ra-226/-228 wurde 2013
erfolgreich neu in den Akkreditierungsumfang
aufgenommen.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Anschaffung von 2 Fahrzeugen zur Erhaltung
und Erweiterung der Einsatzfähigkeit
Probenahmefahrzeug als Ersatz
neues Einsatzfahrzeug (zur Umsetzung der
Empfehlungen der Jeschke-Kommission)
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Die Genehmigung für den Stand-
ort Leipzig-Mitte liegt noch nicht vor. Die Verle-
gung des Betriebsraumes im Rahmen des Pro-
jektes „Minimierung des Stromverbrauchs der
Messcontainer“ konnte nicht erfolgen.
Papier:
Das Ziel für 2013, den Papierver-
brauch unter 1.500 Blatt pro Mitarbeiter zu
halten, wurde mit
1.580 Blatt
verfehlt. es ist
festzustellen, dass ein MA-Zuwachs den Ver-
brauch erhöht, aber dem gegenüber eine Ab-
nahme nicht zu einer entsprechenden Einspa-
rung führen muss.
Ressourcenschonung,
Verminderung von Emission und Lärm
Zielstellung für 2014
&
Veranschaulichung:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
In Zusammenarbeit mit der Landestalsperren-
verwaltung wird ein Probenentnahmeverfahren
für Schwebstoffe in Standgewässern gesucht.
Um den Aufwand in der Analytik zu reduzieren,
sollen verschiedene Verbesserungsvarianten für
die Probenentnahme auf Praxistauglichkeit un-
tersucht werden.
Die Zusammenarbeit mit dem Kompetenz-
zentrum Wald und Forstwirtschaft im Sachsen-
forst (SBS) soll intensiviert werden. Es sollen u.a.
Rückstellproben von Dauerbeobachtungsflächen
des SBS untersucht werden.
Verfahrensanpassungen:
Weitere Aktivitäten
zum Finden von Optimierungsmöglichkeiten
sind erst für 2015 vorgesehen.
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Beschaffung 3 neuer Messfahrzeug
2 Ersatz zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit
weiteres Jeschke-Einsatzfahrzeug, da ab
2014 weiteres Personal zur Umsetzung der
Empfehlungen zur Verfügung steht.
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Die Zielstellung bleibt bestehen,
mit Unterstützung des SMUL werden die
Bemühungen zur Erlangung der Genehmi-
gungsfähigkeit fortgesetzt.
Papier:
Zielstellung für 2014 ist der Verbrauch
von unter 30.000 Blatt bei 18 Mitarbeitern.

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Umwelterklärung 2014
| 17
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
In den Umweltlaboren
Gefahrstoffeinsatz:
Grundlage für die Fest-
stellung des Gefahrstoffeinsatzes ist die jährli-
che Bestellmenge an Chemikalien. In 2013 gab
es keine signifikanten Änderungen.
Die Anzahl organischer Analysen im Boden wur-
de erhöht und führte zu einem höheren Ver-
brauch von Hexan und Aceton.
2005
2006
2010
2012
2013
Feststoffe in kg
87
79
44
95
90
Flüssigkeiten in l
1.804
1.850
1.449
1.603
1683
Anzahl Analysen
170.618
198.035
202.978
198.111
203.676
fest in g/Analyse
0,51
0,40
0,22
0,48
0,44
flüssig in ml/Anal.
10,57
9,34
7,14
8,10
8,3
zu den Prüfvorhaben
in der
Allgemeine Wasseranalytik:
Verringerung der Analysenanzahl des Chemi-
schen Sauerstoffbedarfs (CSB) auf ca. ein Drittel
gegenüber 2012 führte wie geplant zu einer
Einsparung von 2,8 l quecksilberhaltiger Kalium-
chromatlösung und 8,3 l silbersulfathaltiger
Schwefelsäure sowie zur geringeren Entsorgung
von CSB-Abfällen.
…in der
Gewässerökologie:
die Prüfung von Ersatzstoffen für Toxizitäts-
test für Leuchtbakterien- und Daphnien-Test
mit dem Ziel, auf die Überarbeitung der Nor-
mung Einfluss zu nehmen, konnte aus Kapazi-
tätsgründen nicht fortgesetzt werden.
Zusätzlich:
Wiederverwendung der Reinstwas-
serflaschen für Ringversuchsproben, ca. 120 1 l-
Glasflaschen wurden beim 33. Länderübergrei-
fenden Ringversuch (LÜRV) für die Ausgabe des
Parameters Phenol-Index verwendet
Verbesserung durch Standortwechsel Nossen:
Eine mögliche Verringerung des Energiever-
brauchs im Zusammenhang mit der Bauweise
der Laborgebäude lässt sich nicht untersuchen,
da die erforderlichen Daten zum Technischen
Gebäudemanagement noch nicht vorliegen.
Die Betrachtung bleibt als Zielstellung bestehen.
Veranschaulichung
&
Zielstellung für 2014:
In den Umweltlaboren
Zum Gefahrstoffeinsatz:
Der Einsatz wird weiterhin überwacht.
in der
Gewässerökologie
:
Bestimmung der Gesamtbakterienzahl nach
BacLight Verfahren wird in Abstimmung mit
dem Auftraggeber ausgesetzt. Grund dafür
ist die Toxizität der verwendeten Gefahrstof-
fe (Farbstoffmischungen).
In den
Gewässergütemessstationen
:
An den Messstationen Görlitz und Bad Düben
erfolgt die Installation von ausgesonderten Nie-
derschlagsmessern aus dem GB 3. Die Erfassung
der meteorologischen Situation ermöglicht eine
bessere Bewertung der Seenanalytik.

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Umwelterklärung 2014
18 |
mit folgenden Maßnahmen in 2013:
In den Landwirtschaftslaboren
Analysenbedarf:
Durch gezielte Abfrage bei
den Kunden wurde im Dezember 2013 der zu
erwartende Analysenbedarf mit folgendem Er-
gebnis abgestimmt:
Matrix
Parameter Matrix
Parameter
Futtermittel
44686
Boden
32780
Kultursubstrat 1160
Dünger
292
Pflanze
49709
Saatgut
4116
Wasser
2151
Nährlösung 240
Spritzbrühe
45
Fleisch, Fisch, Organe 2610
Analysenbedarf Phytopathologie:
2013 erfolgte erstmalig ein Abgleich zwischen
Probenplan und tatsächlichen Probenaufkom-
men des Auftraggebers.
Die Anzahl der Proben wurde erfasst, wobei pro
Probe mehrere Analyseparameter möglich sind:
Bereich
Proben.
Pflanzengesundheit
ca. 4260
Pflanzenschutz (Schaderregerüberwa-
chung Gartenbau und Ackerbau)
ca. 2500
weitere
ca.100
Es wurden mehr Proben bearbeitet als geplant.
Pflanzen/Futtermittel:
Die Anwendung der
Stickstoffbestimmung nach DUMAS ist eine
bewährte Methode und hat im Jahr 2013 den
optimalen Umfang erreicht.
Produktqualität NIRS
: Aufgrund der perso-
nellen Situation und des großen Probenauf-
kommens von pflanzlichen Proben (umzugsbe-
dingte Bearbeitung von Proben aus 2012) konn-
ten im Jahr 2013 nur 56 % der Schweine-
fleischproben mittels NIRS auf ihren intramus-
kulären Fettgehalt untersucht werden. Zielstel-
lung war 75 %.
Gefahrstoffeinsatz:
Grundlage für die Fest-
stellung des Gefahrstoffeinsatzes ist die jährli-
che Bestellmenge an Chemikalien.
2010
2011
2012
2013
kg Gefahrstoffe fest
51
40
19,6
32,4
kg Gefahrstoffe flüssig
1.319
1.650
549,2
912,1
Parameter
308.320
283.679
276.379 308.791
fest in g/Parameter
0,17
0,14
0,07
0,10
flüssig in g/Parameter
4,28
5,82
1,99
2,95
Zielstellung für 2013
&
Veranschaulichung:
In den Landwirtschaftslaboren
Analysenplanung:
Die Wirksamkeit der Planung
für 2013 kann im Folgejahr ermittelt werden.
Die Optimierung wird entsprechend fortgesetzt.
Für die
Phytopathologie
sind gesonderte Ab-
sprachen im Frühjahr nötig, auch im Hinblick
auf Probenaufkommen im Vorjahr und daraus
entstehende Konsequenzen für 2014.
Pflanzen/Futtermittel und Produktqualität:
Die
Anwendung der Stickstoffbestimmung nach
DUMAS wird auf dem Niveau von 2013 fortge-
setzt.
Produktqualität NIRS:
Die Zielstellung, den
Anteil der NIRS-Anwendungen zu erhöhen, kann
nicht weiter verfolgt werden.
Die Analysenaufgabe „Leistungsprüfung
Schwein“ wurde zum 01.01.2014 an den
Schweinzuchtverband abgegeben. Demzufolge
werden ab 2014 keine Schweinefleischproben
mehr an den FB 63 zur Untersuchung gesandt.

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Umwelterklärung 2014
| 19
2.3
Kennzahlen
K
Kennzahlen zur Datenverfügbarkeit
Im Messnetzbetrieb Wasser
&
Meteorologie
Alle Kennzahlen liegen über dem Ziel von
95 %
und haben nachfolgende Datengrundlagen:
Oberflächenwasser:
Verfügbarkeit der Daten-
fernübertragungsdaten
gesamt
2006
2012
2013
Pegelanzahl
173
179
187
Ausfalltage
371
113
242
Maximalverfügbarkeit in Tagen
63.145
65.335
68.255
Tage mit verfügbaren Daten
62.774
65.222
68.013
Verfügbarkeit in %
99,4
99,8
99,6
Grundwasser:
Erfüllungsquote der Grundwas-
serprobenahme gemäß Messprogramm
gesamt
2006
2012
2013
beauftragte GWPN
907
775
743
durchgeführte GWPN
890
763
736
Erfüllung GWUP in %
98,1
98,5
99,1
Messnetz „Hochwasser im Grundwasser“
gesamt
2011
2012
2013
Messstellen HW im GW
66
115
120
Maximalverfügbarkeit in Tagen
24.090
41.975
43.800
erreichte Verfügbarkeit in Tagen
23.545
40.647
43.189
Verfügbarkeit in %
97,7
96,8
98,6
Agrarmeteorologisches Messnetz
Gesamt
2012
2013
Stationen
33
35
Ausfalltage
594
112
Verfügbarkeit in %
95,1
99,1
Ombrometermessnetz:
gesamt
2013
Stationen
22
Ausfalltage
5
Verfügbarkeit in %
99,9
Die Zielstellungen werden ab 2014 auf
97 %
angehoben, außer für das Ombrometermessnetz.
Messung und Überwachung der definierten
Zielgrößen zur Absicherung des erforderli-
chen Datenbestandes
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Verfügbarkeit der Daten des stati-
onären Immissionsmessnetzes mit den Kennzah-
len zur Gesamtverfügbarkeit, der differenzieren-
den Teilgröße und den Kontrollgrößen wurde
erreicht, mit Ausnahme der Temperaturüberwa-
chung. Datengrundlage:
Ziel
2006
2012
2013
Gesamtverfügbarkeit
90%
97,3
97,2
97
Meteorologiedaten
92,8%
96,6
99,2
99,4
HVS-Daten
92,8%
97,9
98,9
98,9
Temperaturüberwachung
98%
98,3
98,7
97,4
Temperaturüberwachung
92,8%
Anpassung ab 2014
Die neuen Kennzahlen wurden in 2013 erreicht.
Datengrundlage:
Ziel
2010
2012
2013
Ausfallquote Gravimetrie
<0,1%
<0,1
<0,1
<01
Schwefeldioxid
92,8%
96,7
97,5
95,8
Ozon
92,8%
97,9
98,3
98,2
Stickoxide
92,8%
98,3
98,8
99,0
Benzol / Toluol / Xylol
92,8%
95,6
92,0
93,0
TEOM
90%
93,2
99,0
96,1
In 2014 werden 2 Kennzahlen wie folgt geän-
dert:
Die
BTX
-Analysatoren sind nach wie vor anfäl-
lig. Die Verfügbarkeit wird durch weitere Maß-
nahmen verbessert (siehe A), was aber in 2014
voraussichtlich noch nicht zu einer Stabilisie-
rung führen wird, daher Ziel:
90 %
.
Die Umrüstung auf neue Feinstaubmessgeräte in
2012 für alle „großen“ Stationen ermöglicht die
Anhebung für
TEOM
auf das Ziel von
92,8 %
.

image
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Umwelterklärung 2014
20 |
K
Kennzahlen zur Berichterstattung
Im Messnetzbetrieb Luft
Emission:
Ziel
2006
2012
2013
Übergabe schriftlicher
Messberichte in Tagen
<21
20,5
14
14
Anzahl reklamierter
Messberichte pro Jahr
<4
0
0
0
Beide Kennzahlen bleiben für 2014 bestehen.
K
Weitere Kennzahlen
Die Energieeffizienz des eigenen Fahrzeugver-
kehrs wird an Hand des Kraftstoffverbrauchs der
Dienst-KFZ verdeutlicht.
Die in der Umwelterklärung 2008 formulierte
Zielstellung, einen durchschnittlichen Verbrauch
von weniger als 9 l auf 100 km zu erreichen,
war nicht umsetzbar. Als realistische Obergrenze
wurde daher der Verbrauch von 9,5 l auf 100 km
festgelegt.
Die freiwillige Selbstverpflichtung zur Beach-
tung einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h
auf Autobahnen wird weiterhin aufrechterhal-
ten.
Überwachung der Datenbereitstellung in
Berichtsform
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Zur Datenverfügbarkeit im Immis-
sionsmessnetz wird ab 2012 die Berichterstat-
tung an den Auftraggeber mittels Kennzahl
überwacht:
Ziel
2012
2013
Wochenmail (von 52)
50
50
51
Monatsmail (von 12)
10
10
12
Wochenmail beinhaltet: Aktivitäten / Maß-
nahmen zur Erreichung der Verfügbarkeiten;
Übermittlung am jeweiligen Freitag.
Monatsmail beinhaltet: Auswertung zur
Verfügbarkeit; Übermittlung jeweils am Frei-
tag der nachfolgenden Kalenderwoche.
Mit dieser Zielstellung soll das in 2011 erreichte
Niveau weiterhin sichergestellt werden.
Zur Verringerung negativer Umweltaus-
wirkungen
Auf folgender Datengrundlage:
2003
2007
2008
2012
2013
Fahrtstrecke in Tkm
795,9
854,5
886,9
976,0
997,9
Kraftstoffmenge in Tl
75,7
80,8
80,8
91,4
93,6
Verbrauch in l/100km
9,51
9,02
9,11
9,36
9,38

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Umwelterklärung 2014
| 23
Impressum
Herausgeber:
Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Altwahnsdorf 12, 01445 Radebeul
Telefon: +49 351 8312-501
Telefax: +49 351 8312-509
E-Mail: poststelle.bful@smul.sachsen.de
(Kein Zugang für elektronisch signierte sowie für verschlüsselte elektronische Dokumente)
Internet:
www.smul.sachsen.de/bful
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